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Grafische Werkstätten auf der P.A.G.E.S. Contemporary Print & Art Book Fair in Genf

Unter dem Titel „Fundstücke. Spurensuche in den Grafischen Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig“ war die HGB Leipzig mit einem eigenen Stand auf der P.A.G.E.S. Contemporary Print & Art Book Fair vertreten, die vom 2.- 4. Februar in Genf stattfand. Das Konzept und die Betreuung übernahmen HGB-Meisterschüler Hendrick Heinicke sowie Sebastian Cewe (Buch- und Offsetdrucker der grafischen Werkstätten), Johannes Oestringer (technischer Werkstattleiter) und Prof. Markus Dreßen (künstlerischer Werkstattleiter). Der Stand der HGB hat seinen Schwerpunkt auf die Repräsentation und progressive Sichtbarmachung der grafischen Werkstätten als integralen Bestandteil künstlerischer, gestalterischer und inhaltlicher Auseinandersetzung gelegt.

Großformatige Grafiken des Projektes „Woodcuts  XXL” zeigten raumgreifend Möglichkeiten des Holzschnittes auf und eröffneten neue Erfahrungsräume künstlerischer Druckgrafik. Eine weitere Intervention nahm Bezug auf die Kraft des Buches, zu deren stetiger Befragung und Entwicklung das Studium der HGB einlädt.

Die Legitimität des gedruckten Wortes ist nach wie vor unbestritten. Als Element von Austausch und Aktion war eine Korrex-Druckpresse der HEAD — Genève Teil der Präsentation. Als aktives Vermittlungsmoment wurde zu einem offenen, performativen Druckprozess eingeladen — im Glauben an das Buch als inhaltliches und gesellschaftliches Ausdrucksmittel. Das Flugblatt sollte hierbei im Mittelpunkt stehen und Medium ebenso politischer Auseinandersetzung sein. Der Druck einer Aussage, Forderung oder Auseinandersetzung auf Papier kann und muss im Besonderen in heutiger Zeit als wichtiger Teil von Empowerment und Gemeinwesen angesehen werden.

Die Präsentation von Arbeiten Studierender hat zudem Einblicke in die Denk- und Arbeitsprozesse an der Hochschule geben.