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„TelAviVienna. Vom Heimkommen“: Ronny Aviram und Christina Maria Landerl zeigen Einblicke in ihre Heimatstädte

„TelAviVienna. Vom Heimkommen“: Ronny Aviram und Christina Maria Landerl zeigen Einblicke in ihre Heimatstädte

Tel Aviv und Wien – über beide Metropolen gibt es Reiseliteratur in Hülle und Fülle. Ganz anders fällt der Blick freilich auf eine Stadt, wenn man in ihr lebt oder lange Zeit gelebt hat. Diese sehr persönliche Sicht auf ihre früheren Heimatstädte geben die israelische Künstlerin Ronny Aviram und die österreichische Schriftstellerin Christina Maria Landerl nun frei – für einander und für das Publikum.

In Landerls Wien fährt man U6, blickt aus der Wohnung einer Freundin auf den jüdischen Friedhof, wird vom Wind der Geschichte beim neuen Shoah-Denkmal fast umgeblasen, flaniert zum „schönsten Bahnhof Österreichs“, betrachtet die Bäume, die – mehr als die Häuser und Menschen – eine Gegend ausmachen, und das nachtschwarze Wasser des Donaukanals, an dessen Ufer die Strandbar „Tel Aviv Beach“ zum Verweilen einlädt. Ronny Aviram antwortet mit Fotografien aus „ihrem“ Tel Aviv, die ohne weichzeichnenden Filter auskommen. Sie fangen die Risse der Stadt ein, verbergen weder Beton noch Zerstörung. Dennoch ist es ein poetischer und liebevoller Blick auf die Stadt und ihre Menschen, wobei überraschende Verbindungen mit Landerls Erinnerungen an Wien entstehen.

Ronny Aviram, 1983 in Haifa, Israel, geboren, in Tel Aviv aufgewachsen. Die multidisziplinäre Künstlerin lebt und arbeitet in Leipzig. Ihre Arbeit umfasst Fotografie, Video, Installation und Sound. 2015 schloss sie ein Masterstudium in Philosophie an der Universität Tel Aviv ab, seit 2017 studiert sie an der HGB Leipzig. 2019 wurde sie mit dem Studienpreis des HGB-Freundeskreises und der Sparkasse Leipzig ausgezeichnet. Avirams Arbeiten wurden in Ausstellungen in Berlin, Leipzig und Athen gezeigt, außerdem war sie mit Texten und künstlerischen Beiträgen an mehreren Publikationen beteiligt.

Christina Maria Landerl wurde 1979 in Steyr, Oberösterreich, geboren und lebt und arbeitet als Schriftstellerin in Berlin. Die ausgebildete Sozialpädagogin und Traumaberaterin arbeitete viele Jahre mit Jugendlichen und jungen Frauen*. Sie studierte u.a. Germanistik und Gender Studies an der Universität Wien und schloss 2011 ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig ab. Mit ihrer Wahlheimatstadt Wien hat Landerl sich bereits in ihrem Debüt „Verlass die Stadt“ (Schöffling & Co, 2011) literarisch beschäftigt; es folgten die Romane „Donnas Haus“ (2016) und „Alles von mir“ (2020), beide im Müry Salzmann Verlag.

TelAviVienna. Vom Heimkommen
Müry Salzmann Verlag
112 Seiten, 11.5x18 cm
gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-99014-226-4
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Am 17. Juli präsentieren die Künstlerinnen die Publikation im Café Kapital in Leipzig. Mehr Informationen...