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Adam Szymczyk: Eine Situation zur "Entstellten Kunst"

Projekt startete mit Vortrag von Olu Oguibe

Das Seminar ist im Mai mit einer Einführung von Adam Szymczyk gestartet und wird von den Beteiligten in Form einer kollektiven, offenen Ausstellungspraxis kontinuierlich fortgeführt.
In der zweiten Hälfte des Seminars entwickeln Studierende auf dieser Grundlage eigene Arbeiten für ein Ausstellungsprojekt in der HGB-Galerie, das Adam Szymczyk und Olu Oguibe mit den Studierenden im Dezember 2019 realisieren werden. Mit der Ausstellung wird das Programm zum 40jährigen Jubiläum der HGB-Galerie eröffnet.

Beteiligte(r) Künstler*in(nen):
Adam Szymczyk mit Olu Oguibe und Studierenden der HGB: Felix Almes, Juana Anzellini, Kea Bolenz, Sophia Eisenhut, Tobias Fabek, Marc-Anton Gnädinger, Zeno Gries, Julie Hart, Tobias Klett, Christian Kölbl, Oscar Lebeck, Adrian Lück, Mayriam Mayer, Benedict Rheinhold, Jonas Roßmeißl, Simon Rüger, Carsten Saeger, Andreja Saltyte, Ramona Schacht, Johanna Mai Schmidt, Sebastian Schmidt, Phil Stahlhut, Stephen Stahn, Jens-Martin Triebel, Matteo Visentin | unter Mitwirkung von Ilse Lafer, Kilian Schellbach, Arthur Zalewski u.a.

Mit einem Vortrag des nigerianisch-amerikanischenKünstlers und Kurators Olu Oguibe öffnete am Mittwoch, den 13. Juni in der HGB-Galerie eine Situation zur „Entstellten Kunst“ von Adam Szymczyk mit Olu Oguibe und Studierenden der HGB.

Der Kurator und künstlerische Leiter der documenta 14 arbeitet in einem Seminar mit den Studierenden an der Dekonstruktion totalitärer historischer und zeitgenössischer Sprachen (einschließlich der Bildsprache) und artikuliert Alternativen zu diesen. Einen besonderen Fokus nimmt dabei der Begriff des Normativen ein, beziehungsweise das Verhältnis zwischen Normativität und alltäglichen Tendenzen der Ausgrenzung. Gefragt werden soll unter anderem, inwieweit Normative auf Kriterien von Farbe, Gender und sozialem Status basieren bzw. von der Struktur der Nationalstaaten oder der Politik transnationaler Unternehmen gestützt werden. Den historischen Ankerpunkt für diese Untersuchung bildet die Ausstellung „Entartete Kunst“, die zwischen 1937 und 1941 in mehreren Städten des damaligen Nazi-Reichs zu sehen war, u.a. im Grassi Museum in Leipzig.