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Tendencies 2020

Die Arbeiten der HGB-Absolvent*innen werden erstmals auch digital präsentiert

Nach einer Idee von Ilse Lafer, Leiterin der HGB-Galerie soll die Einrichtung dieser digitalen Plattform der Beginn eines digitalen Archiv-Projekts sein, welches das künstlerische Schaffen auf Basis der Absolvent*innen-Arbeiten an der HGB fortlaufend abbildet und dokumentiert.

Carla Selva Matthes und Christine Pascoe betreut von Prof. Maureen Mooren und Malin Gewinner haben das Konzept für tendencies2020.de entwickelt und die Website gestaltet. 

Zum Konzept:
Auf einer Karte sind alle Arbeiten der HGB-Absolvent*innen angeordnet. Farbig dargestellt ergeben sich sechs tendencies: solid, soft, dense, open, dynamic, static. Jede*r Absolvent*in hat für das eigene Abschlussprojekt von diesen sechs unterschiedlichen Zuschreibungen keine, eine einzige oder mehrere ausgewählt, die z. B. im Hinblick auf den Inhalt und/oder die Materialität der eigenen Arbeit, und/oder völlig anderer Aspekte erfolgen (z.B. wie fühlt sich meine Arbeit für mich an?). Auf diese Weise machen die Gestalter*innen Zuschreibungen der künstlerischen/gestalterischen Arbeiten auf verschiedene Weise interpretierbar und geben allen Künstler*innen die Möglichkeit, eine individuelle Bedeutung für ihre eigene Arbeit zu finden. Das Konzept von Carla Selva Matthes und Christine Pascoe schlägt damit eine offenere Neustrukturierung von Organisationssystemen, im Unterschied zur Unterteilung in Fachklassen oder Medien, hin zu einer assoziativen Repräsentation vor, die nach einem „common ground“ zwischen den Disziplinen sucht. Das Venn-Diagramm stellt alle möglichen Relationen der vertretenen Zonen dar. Die fachgebiets- und fachklassenübergreifenden Begriffe schaffen neue Nachbar*innenschaften und Verwandtschaften einzelner Arbeiten zueinander und geben in ihrer Gesamtheit möglicherweise Aufschluss über Tendenzen, die den gesamten Jahrgang 2020 auszeichnen.