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Jonas Roßmeißl erhält den Hamburger Bahnhof Studio Award 2026

Jonas Roßmeißl erhält den Hamburger Bahnhof Studio Award 2026

Jonas Roßmeißl, Alumnus der HGB Leipzig, wurde mit dem Hamburger Bahnhof Studio Award 2026 ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch! Die Ehrung wurde erstmals vom Hamburger Bahnhof - Nationalgalerie der Gegenwart im Rahmen der Benefizgala „A Night In Berlin“ verliehen und würdigt junge Künstler*innen für ihren Beitrag zur zeitgenössischen Kunst.

Jonas Roßmeißl, geboren in Erlangen, lebt und arbeitet in Wuppertal. Sein Studium der Medienkunst bei Peggy Buth und Clemens von Wedemeyer an der HGB Leipzig sowie sein Studium der Volkswirtschaftslehre prägen Roßmeißls Blick auf Arbeit, Produktion und gesellschaftliche Strukturen.

In seiner künstlerischen Praxis verbindet er Skulptur und Installation mit handwerklichen, architektonischen sowie gesellschaftlichen Fragestellungen. Seine Arbeiten entstehen aus einer intensiven Auseinandersetzung mit technischen Systemen, ihren Funktionsweisen und ihren physischen Voraussetzungen. Dabei stehen nicht nur digitale Technologien im Fokus, sondern insbesondere deren materielle Grundlagen, wie Reibung, Verschleiß und Widerstand. Roßmeißls Werke machen die oft unsichtbaren Infrastrukturen unserer Gegenwart sichtbar und übersetzen sie in präzise entwickelte skulpturale Formen.

Inhaltlich bewegt sich Roßmeißls Werk zwischen Faszination und kritischer Distanz gegenüber technologischen Entwicklungen. „Ich arbeite mit und gegen Technologie“, beschreibt der Künstler seine eigene Haltung. Ausgangspunkt seiner Praxis sei eine „Sehnsucht nach dem Verstehen“. In einem aktuellen Interview mit der Sammlung Stader spricht er über seine künstlerische Haltung.

Der Hamburger Bahnhof Studio Award ist mit jeweils 15.000 Euro dotiert und richtet sich an Künstler*innen unter 35 Jahren, die in Deutschland leben und arbeiten. Neben Roßmeißl erhielten auch Abdulhamid Kircher und Monilola Olayemi Ilupeju die Auszeichnung. Überreicht wurde der Preis von den Künstler*innen Katharina Grosse, Ayoung Kim und Gabriele Knapstein, der stellvertretenden Direktorin.

Mit der erstmaligen Vergabe des Hamburger Bahnhof Studio Award setzt die Institution ein Zeichen für die Förderung junger künstlerischer Positionen. Die Auszeichnung soll künftig jährlich vergeben werden.