Der HGB-Künstler Len Bay gehört zu den Preisträger:innen des diejährigen MONOM Kunstpreises. Der Preis zeichnet Studierende einer Kunsthochschule aus, die sich im Übergang vom Studium in die freie künstlerische Praxis befinden. Herzlichen Glückwunsch!
Len Bay ist seit 2025 Absolvent der HGB bei Prof. Joachim Blank und wurde für die skulpturale Serie „toy boy“ ausgezeichnet. Das Werk untersucht die Kultur des Car-Tunings als gesellschaftlichen Raum, in dem Vorstellungen von Männlichkeit, Leistung und Identität verhandelt werden. Aus industriellen Materialien entstehen Skulpturen zwischen Maschine, Körper und Begehren. Durch metallisch-schillernde Oberflächen und die spielerische Sexualisierung von Autoteilen verschiebt Len Bay die Vorstellung von Maskulinität und eröffnet einen queeren Blick auf vermeintlich eindeutige Visionen von Stärke und Dominanz.
Die MONOM Stiftung für Veränderung ermutigt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, um die emanzipatorische Idee der Gleichheit Aller zu fördern und vergibt den gleichnamigen Kunstpreis dieses Jahr zum zweiten mal. „Unsere Stiftung hat diesen Preis ins Leben gerufen, um junge Künstler:innen zu ermutigen, die gesellschaftliche Verantwortung von bildender Kunst und auch ihrer Produktionsbedingungen zu hinterfragen“ sagt Katharina Hamann, Geschäftsführerin der MONOM Stiftung. In diesem Jahr wählte eine vierköpfige Fachjury die drei Preisträger:innen aus über 100 Bewerbungen aus. Der MONOM Kunstpreis ist mit einem Preisgeld und einer Weiterbildung zum Einstieg in die künstlerische Selbstständigkeit verwunden.
