Der Jurypreis im Deutschen Wettbewerb des Kurzfilm Festivals Hamburg wurde an die HGB-Absolventin Mahshid Mahboubifar vergeben für ihren Film „The Muscles Are Tense“. Mahshid Mahboubifar hat 2025 ihr Diplom in der Klasse expanded cinema bei Prof. Clemens von Wedemeyer und Mareike Bernien erfolgreich abgeschlossen. „The Muscles are Tense“ ist ein Filmessay, der aus Archivaufnahmen der Palästina-Proteste 2024 in Berlin zusammengestellt wurde. Der Film feierte im Februar seine Weltpremiere auf dem Internationalen Filmfestival Rotterdam.
In der Jurybegründung heißt es:
„In der Tradition des politischen Essayfilms untersucht das Werk die Ausprägungen von Macht. Durch die Darstellung der Körper der Demonstrierenden, die Analyse der von der Polizei eingesetzten Technologien und die meisterhafte Beobachtung des Raums verwandelt es die Materialität des Protests in eine kraftvolle filmische Auseinandersetzung. Gleichzeitig ist es ein Metakommentar und ein Zeugnis, das die Spannungen und Ängste einfängt, die diesen spezifischen politischen Moment prägen, und einen tieferen Blick in die Geschichte staatlicher Kontrolle wirft. Mehr als ein Film über Protest ist dieses Werk selbst ein Protest.“
Der Jurypreis im Deutschen Wettbewerb, dotiert mit 2.000 Euro, wurde von einer dreiköpfigen Jury während des Festivals in Hamburg verliehen. In drei Wettbewerben des Festivals laufen sowohl Spiel-, als auch Dokumentarfilme, hybride Formate, Animationen und 3D-Produktionen. Das Kurzfilm Festival Hamburg präsentiert den State of the Art der kurzen Form und agiert im Spannungsraum von Kino, Ausstellung, performativen Arbeiten, Konzerten und Diskurs. Als eines der renommiertesten und wichtigsten Kurzfilmfestivals Europas, zeigt das Festival seit 1985 um die 350 Filme. In ausgewählten Programmen wird die Vielfalt des mutigen, experimentierfreudigen, künstlerischen Kurzfilms erlebbar.






