Rundgang 2026 – Programmausschnitt
Das Wintersemester an der HGB schließt traditionell mit dem Rundgang ab: In einer Vielzahl von Ausstellungen, Performances, Installationen und Werkpräsentationen zeigen die Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden woran sie im aktuellen Studienjahr gearbeitet haben. Präsentiert werden Arbeiten und Projekte aus den vier Fachrichtungen Buchkunst/ Grafikdesign, Fotografie, Malerei/Grafik und Medienkunst, begleitet von einer Reihe von Veranstaltungen. Für die Ausstellungen und Präsentationen wird auch in diesem Jahr wieder das gesamte Hochschulgebäude genutzt, d.h. der Festsaal, die Flure und Klassenräume. >>> Zum Raumplan (Änderungen vorbehalten)
Parallel zum Rundgang wird der Studienpreis 2025/26 des Freundeskreises und der Sparkasse Leipzig und der Preis „Beziehungsweise HGB 2026“ verliehen.
Öffnungszeiten: Do. 18:30, Ausstellungen bis 22:00 Uhr geöffnet, Haus bis 24:00 Uhr, Fr & Sa 14:00-21:00 Uhr, So 12:00-18:00 Uhr
Donnerstag, 12.02.
19:00-20:00, HGB Galerie
Robin Becker: Technologies of the Voice
Lecture performance cantata for solo vocalist
19:00-22:00, 3.43
C.Bain, Jannis Weu: Its your fault that everybody dies
Performance
20:00-24:00, Lichthof
Simón Jaramillo Vallejo: Diversity Strip / Franja de Diversidad
DJ-Sets und Performances
Line-Up:
20:00 – 20:30 Every part of your body hugs my body (Dance Performance)
20:30 – 21:30 Q
21:30 – 21:45 standing here with you (Short film)
21:45 – 22:45 Malandrea
22:45 – 23:45 BNYI
23:45 – 00:45 Djam Siam
20:00-24:00, Ex-Café
Diversity Bar
HGB × Distillery: Rundgang Afterparty
23:59–08:00 Uhr
Abendkasse: € 13,- bis 2:00 Uhr, ab 2:00 Uhr € 15,-
Distillery, Eggebrechtstraße 2, 04103 Leipzig
Freitag, 13.02.
15:00-19:00, 3.43
C.Bain, Jannis Weu: Its your fault that everybody dies
Performance
17:00-18:00, HGB Galerie
Robin Becker: Technologies of the Voice
Lecture performance cantata for solo vocalist
17:00–18:00 Uhr, Raum 1.28
Asya Volodina: Karaoke of Silence
Performance
18:00-18:20, Start im Lichthof bis 1.49
Josie Klee: Wie buchstabiert man Revolution
Performance
Samstag, 14.02.
13:00-17:00, Leseflur Bibliothek
Dublettenverkauf
15:00-19:00, 3.43
C.Bain, Jannis Weu: Its your fault that everybody dies
Performance
16:30-18:30, EG Ostflügel
Jagg L. Teser & Nele Steffens (Kurs „Live Arts and Performativity“ bei Sarafina McLeod): Stempmission performative invention
17:00-18:00, HGB Galerie
Robin Becker: Technologies of the Voice
Lecture performance cantata for solo vocalist
18:45–19:30 Uhr, Raum 1.28
Asya Volodina: Karaoke of Silence
Performance
Sonntag, 15.02.
12:00-13:00, Lichthof
To Fabek: radical kidz space
Ein offener Raum für Kinder und für alle, die Lust auf Spiel, Gestalten oder kollektives Abhängen haben
17:00-18:00, HGB Galerie
Robin Becker: Technologies of the Voice – a lecture performance cantata for solo vocalist
Performance
>>> Veranstaltungsprogramm der Klasse für Performative Künste
+ HGB Magazine #3: Bruchstücke, Leerstellen, Blinde Flecken. Rechte Kontinuitäten an Kunsthochschulen und die Leipziger Akademie im Nationalsozialismus
Öffnungszeiten: Do. 20:00-23:00, Fr. 16:00-19:00, Sa. 15:00-18:00, So. 13:00-17:00
Die Abendakademie lädt zu einer umfassenden Ausstellung der neun Kurse des Wintersemesters ein. Die Abendakademie der HGB bietet jedes Semester Kurse für Buchkunst/Grafik-Design, Fotografie, Malerei/Grafik und Medienkunst an. Das Angebot ist offen für alle Interessierten ab 16 Jahren, die gern malen, zeichnen, fotografieren, filmen, illustrieren, Schrift gestalten oder gebrauchsgrafisch arbeiten. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht, so dass die Gruppen von den Erfahrungen und dem Wissen aller profitieren können. Meisterschüler*innen der Hochschule stehen den Teilnehmer*innen als professionelle Kursleiter*innen zur Verfügung.
Der Studienpreis des HGB-Freundeskreises und der Sparkasse Leipzig 2025/26 wird um 16:30 Uhr verliehen und die Ausstellung der Preisträger*innen in der HGB Galerie eröffnet.
Preisverleihung & Ausstellungseröffnung: Do. 12. Februar 2026, 16:30 Uhr, HGB Galerie
Es sprechen: Steffen Woyth (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender), Dr. Harald Langenfeld, Vorsitzender der Sparkasse Leipzig
In der HGB Galerie stellen die Preisträger*innen des Studienpreises 2025/26 ihre prämierten Arbeiten aus. Die Ausstellung ist nach dem Rundgang noch bis zum 27. Februar in der Galerie zu sehen. Mehr Informationen...
Das Medium des Siebdrucks: (ein Fass ohne Boden) Farbforschung, das Archivale, Räume und Raster, Fotografie und die Beziehung zwischen ihr und einer Drucktechnik, die Facettenreicher kaum sein kann. Es öffnet sich ein breites Feld: an Narrativen, an Techniken, an Auseinandersetzung über die reine Möglichkeit des Druckens hinaus.
Freitag und Sonntag 14–18 Uhr
Während der Arbeit an ihrem Roman GRM sprach Sybille Berg über zwei Jahre hinweg mit Expertinnen aus den verschiedensten Disziplinen – mit Systembiologinnen, Neuropsychologinnen, Kognitionswisschenschaftlerinnen, Meeresökologinnen, Knflikt- und Gewaltforscherinnen. Über den Zustand in ihren Fachgebieten. Und über Ideen für eine Zukunft, die sich nicht wie ein Albtraum ausnimmt. [Aus: Sybille Berg: Nerds retten die Welt. Gespräche mit denen, die es Wissen. Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2020]
Die Interviews aus Nerds retten die Welt sind der Ausgangspunkt für eine typografische und gestalterische Umsetzung in den Kursen Typografie und Handsatz, sowie Desktop Publishing. Die Arbeit im Handsatz wurde mit dem Kurs Radierung von Robert Schmiedel und den Studierenden des 2. Studienjahr Buchkunst Grafik Design verknüpft, welche zu den Interviews Illustrationen druckten.
Wie wird Grafikdesigngeschichte erzählt und welche Stimmen werden dabei sichtbar? Ausgehend von Zitaten aus vier Texten – Once Upon a Time (Sara Kaamann, 2020), Messy History vs. Neat History (Martha Scotford, 1994) und Can We Teach Graphic Design History Without Chronology? (Aggie Toppins, 2020) sowie The Carrier Bag Theory of Fiction (Ursula K. Le Guin, 1989) entwickelten Studierende des ersten Studienjahres Buchkunst/Grafikdesign Poster, die gängige Formen von Geschichtsschreibung und Kanonbildung hinterfragen.Die Zitate wurden mit Abreibebuchstaben wie Letraset oder Typofix gesetzt. Seit den 1960er-Jahren machten Abreibebuchstaben Schrift erstmals in größerem Umfang direkt zugänglich: Buchstaben konnten unabhängig von Satzbetrieben ausgewählt, übertragen und kombiniert werden. Die Poster entstanden zunächst im Briefmarkenformat, wurden anschließend gescannt und vergrößert gedruckt.
Mit Arbeiten von Chasper Altmann, Marie Baumann, Jannis Bletsos, Jannes Elkner, Valentina Friederichs, Rosa Jakobi, Florence Kallenborn, Constantin Krueger, Elias Lange, Charlotte Lotter, Moritz Nierste, Luise Radig, Olena Sabadakh, Lars Benjamin Schmitz, Pavlína Smekalová, Emma Toennessen, Jianing Xu, Alina Yakovenko
Der Stand der Dinge* zeigt [2] Dinge als Ausgangspunkt für die Auseinander~setzung* und befragt [die] Dinge im Zusammenhang des Angewandten – nach Erscheinung und Funktion, Form und Geschichte, Handhabung und Materialität, (Un-)Nützlichkeit und Gebrauch und dem Potential, im Wesentlichen der Ausgangspunkt einer Erzählung* zu sein.
*gestalterisch = praktisch + inhaltlich
Räume / spaces:
[ in situ ] 1.30 und Flurbereich
[ remote ] GRASSI Museum für angewandte Kunst, Foyer 1.OG
[ online ] outputin.de
Bosch, Fritzi mit: Notizbuch; Plüschdino, blau
Daferner, Johanna mit: Etui; Sternkarabiner
Dahlke, Coco mit: Tasse; Syphon Kaffeebereiter
Goerner, Hannes mit: Schlüsselbundring; Schlüsselbundanhänger
Graf, Luisa mit: Haftnotiz; Thorax-Bügel
Gröper, Henriette mit; Boule Kugeln; (Plastik-)Tragetasche
van Handel, Mimi mit: Nilpferd, getont; Stricknadeln)
Lindenberg, Diva mit: Zahluhr; Wanduhr
Olarescu, Anita mit: Behälter (no name); Ohrringe
Rühl, Hannes mit: Feuerzeug; Babykopf
Sander, Ricardo mit: Bialetti; Nokia
Van Volxem, Anton mit: Schloss, Regal
Wendland, Samuel mit: Gabel (aus Salz); Streichhölzer
Willsch, Winni mit: Kaffeelöffel; Tagebücher (1957)
Winkler, Kyra mit: Brieföffner; Stofftier (Hund)
The assignment for the last semester was to design a typeface to be used on a sign. In public space, language often appears in the form of signs. In these moments, letters speak through form, material, and placement. They create a visual language that can, for example, sell, guide, warn, or navigate.
The students began by looking closely at typefaces already used on signs of their choice. They studied how these letters are made, where they appear, and the cultural contexts they come from. Each project starts from a specific point and translates it into a new digital typeface. Some works stay close to historical models. Others take a more independent position through application and interpretation.
Prototypes is a comprehensive collection of signs and typefaces. This publication presents the research behind them, the decisions that shaped the typefaces, and their final form as complete digital alphabets. The signs shown in the exhibitionat the Rundgang 2026 of the Academy of Fine Arts Leipzig are laser-cut cardboard models that bring the typefaces back into their natural habitat: the public space.
Mit „(ge)schichten — mehrfach spürbar“ erproben wir die Anwesenheit und Abwesenheit von Gedanken, Erinnerungen und Zukunftsentwürfen.
Was bleibt sichtbar, was verschwindet?
Verschwindet etwas, weil es nicht mehr sichtbar ist?
Was passiert, wenn Altes von Neuem überschrieben wird?
Wir laden dazu ein, die Entstehung eines sich verändernden Bildes gemeinsam zu beobachten.
Embodied Analogies entfaltet sich als eine Konstellation von Arbeiten, die das Archiv nicht als Speicher der Vergangenheit, sondern als einen lebendigen, atmenden Körper begreifen.
Erinnerung ist hier nicht fixiert; sie wird gebacken, performt, gescannt, angezogen, codiert, fermentiert und neu inszeniert. Die Studierenden der Klasse Ehrenstein verstehen Geschichte als etwas Nasses, Instabiles und Relationales: als ein lebendiges Archiv, das durch Freundschaft, Ritual, Popkultur, Fiktion und Fürsorge zirkuliert. Anstatt mit einem Thema zu beginnen, entstand Embodied Analogies aus einem relationalen, kollektiven kuratorischen Prozess, der Bedeutung zwischen den Arbeiten entstehen ließ. Im gesamten Ausstellungsraum treten Körper als Interfaces hervor. Sie sind technisch und posthuman, ritualhaft und verletzlich, spielerisch und widerständig. Kleider werden zu Performances, Nabelschnüre zu Grenzen, Bällebecken zu somatischem Gedächtnis, QR-Codes zu verführerischen Portalen. Der Körper ist kein zu repräsentierendes Subjekt, sondern ein Medium, durch das Daten, Emotionen, Ökologie und Politik verhandelt werden. Zeit in Embodied Analogies ist queer. Sie ist geologisch, glitchy, zyklisch und mythologisch statt linear. Intimität ist hier keine Beichte; sie vermittelt sich über Objekte, Archive, Rituale, Algorithmen und Freundschaften und trägt eine beharrliche Forderung nach Gerechtigkeit sowie eine Weigerung gegenüber jenen Formen von Gewalt in sich, die bestimmen, wessen Leben als schützenswert gilt und wessen nicht. Was diese Arbeiten verbindet, ist nicht Gleichheit, sondern ein gemeinsames Commitment zum Worlding: zur Erfindung ästhetischer Formen, die Komplexität, Widerspruch und Zärtlichkeit zugleich halten können.
Mit Beiträgen von Genesis Kahveci, Charlie Breisig (Jungfrau), Max Grund, Sarah Letalik, Luki Haak, Viyan Kalayci, Toto wolsky, Nikita Serebriakov, Liva Voigt, Jonna Baumann, Irem Özkürkcü, klara stangl, Okezi Iteire, Raga Rahman, Florence Kallenborn, Leif Klinger, Nadine Aber, Elina Averbukh, Lis Schmidt
Ausgangspunkt der gezeigten Arbeiten ist der dreitägige Workshop „Recollecting Futures“ mit der Künstlerin Vanessa Opoku. Im Rahmen des Workshops wurde in zwei Tagen der Botanische Garten der Stadt Leipzig erkundet und darüber gesprochen, wie diese Institution ordnet und erzählt. Botanische Gärten sammeln, stellen aus und bedienen Narrative – wie Museen, wie wir als Künstler\*innen auch. Sie erzählen Geschichten mit dem was und wie sie sammeln, ordnen, zeigen. Doch wer entscheidet was gesammelt wird? Wessen Geschichten werden erzählt? Auch die Technologien, die wir nutzen – Kameras, Scanner, digitale Archive – wurden oft für Überwachung und Kontrolle entwickelt. Wie können wir diese Tools umdeuten und für andere Narrative einsetzen? Was bedeutet Sammeln in Zeiten von Zusammenbruch, Krise und Regeneration? Welche Geschichten können wir erzählen, die nicht bestehende Machtdynamiken verstärken, sondern von anderen Zukünften sprechen und diese erproben?
Teilnehmende Studierende: Toto Wolsky, Fine Schröter, Jule Ehlenz, Mascha Breuer, Sarah Crameri, Lea Petry, Carla Maruscha Fellenz, Zina Bluhm, Shary Talebian, Haru Li Wdo, Nadine Aber, klara stangl, Sophie George, Dimitrios Mavroudis, Sally Alhindawi
… ein warmes Mittagessen … Snacks … einen Kaffee … einen Ort, an dem man Kaffee oder Tee kochen kann … eine Küche … einen Ort, an dem man sich hinlegen kann … eine gemütliche Atmosphäre … eine produktive Atmosphäre … ein Bücherregal … Pflanzen … einen Teppich … verschiedene Lichtquellen (z. B. Stehlampen) … einen Raum, in dem sich jeder für Sauberkeit und Ordnung verantwortlich fühlt … Regale, die eine übersichtliche Aufbewahrung ermöglichen … … einen Unterrichtsraum mit guter Akustik … Wände, die nicht weiß sind …
Die Klassenräume an der HGB erfüllen eine Vielzahl von Funktionen. Sie sind Ausstellungsraum, Raum für Klassentreffen, Pausenraum, Abhängraum, Studio, Raum für Prüfungen, kleine Treffen und Arbeitsbesprechnugen. Der selten zu erreichende Soll-Zustand ist der weisse, leere Raum—ein Zustand der viele andere Handlungen im Raum immer wieder vor Herausforderungen stellt. Dieses Semester haben wir damit begonnen, den Raum auf unsere Lernbedürfnisse anzupassen. Auf dem Rundgang zeigen wir die Arbeit im Prozess, einem Prozess, den wir evtl. nie abschliessen werden, aber den wir gehen, um darüber nachzudenken, wie sich eine zeitgemäße Lehre und die damit einhergehende Wissensvermittlung in einem 200 Jahre alten Gebäude denken, umsetzen und leben lässt.
Eine materielle Masse, die sich ausdehnt, widersetzt und wächst. Die Bilder entstehen aus wiederholten Setzungen innerhalb bestehender Zustände und aus der fortlaufenden Auseinandersetzung mit dem bereits Sichtbaren. In Schichtungen, Übermalungen und Materialerprobungen werden Malerei, Grafik und Zeichnung als offene, erfahrungsbasierte Prozesse verhandelt.
Every painting I've done has like 100 paintings under it. – Amy Sillman
Das Spiel beginnt pünktlich am Donnerstag um 18:30 Uhr im Raum 3.20. Wer seinen Turnbeutel vergessen hat, meldet sich im Raum 3.40. Die Linien umreißen das Spielfeld.
Wir spielen gemeinsam und zielen nicht auf den Kopf. Die Wasserflaschen können an der Bar aufgefüllt werden. Bei Unklarheiten stehen die Coaches vor Ort zur Verfügung.
Niemand klettert auf den Mattenstapel.
Zum diesjährigen Rundgang erweitert die Klasse von Professor Michael Riedel den malerischen Raum. Das ist keine Floskel, sondern eine 17 Meter lange zeitgenössische Historienmalerei, die die Studierenden in Vorbereitung auf den Rundgang in einem gemeinsamen Malprozess erarbeitet haben. Das entstandene Bild vermag jeglichem Widerstand zu trotzen.
Lassen sich die Einzelpositionen einer ganzen Fachklasse malerisch auf einem Bild zusammenbringen, ohne dass dabei die Haltung des Gesamtbildes verloren geht? Und wie kann das Bild in den Ausstellungsräumen Platz finden, wenn eine Trockenbauwand den Weg versperrt? Dieses Jahr wagt die mehrfach als Rundgangspreisträgerïnnen prämierte Klasse den großen Durchbruch!
Wir untersuchen die Beziehung, die unsere Bilder zu dem Raum eingehen, der sie umgibt. Raum wird dabei nicht als leerer Behälter verstanden, sondern als das, was darin vor sich geht: wie wir darin sind, uns bewegen und fühlen - was wiederum bestimmt, wie wir die Kunst darin erfahren. Durch künstlerische Eingriffe in den Raum wird die Ausstellung selbst zu einem Um- und Neu-Räumen.
Hier haben wir Glück!
Hier spielen wir und gewinnen!
Hier sind wir füreinander da!
Und hier teilen wir Fortuna mit dem Staffel Verlag: Präsentation der originalgrafischen Mappe PASSAGE, die zum Rundgang 2026 als Ergebnis eines dreitägigen Hochdruck-Workshops der Klasse Reinbothe erscheint.
Und hier machen wir wieder ein Café für alle:
Jeden Tag frische Suppe (vegan, vegetarisch) von der Klasse gekocht.
Backstein sponsert uns mit Brot für den gesamten Rundgang
KRÖM - Kaffeerösterei Magdeburg sponsert uns im Kaffee
Star-Saft aus Pretzsch/Elbe sponsert uns mit Apfel-Quitten-Saft
Verschiedene Zeitverständnisse überlagern sich dazwischen. Spuren, die im Entstehungsprozess hinterlassen werden – Zögern, kurze Pausen
kleine Verschiebungen sind teils im Gewebe verborgen, teils sichtbar, und teils dürfen sie sich selbst verbergen.
Für den diesjährigen Rundgang präsentieren die Studierenden des 2. Jahres Medienkunst eine kollaborative Arbeit auf Stoff.
»un/common ground« verbindet individuelle Arbeiten und ein Gemeinschaftsprojekt der Klasse für Künstlerisches Handeln und Forschen. Ausgehend von den Begrifflichkeiten (un)common, common ground und commons werden Fragen nach Zugehörigkeit, Zugang und Ausschluss und Praktiken des Zusammenkommens verhandelt.
Im Spiegel: Visuelle Kultur, Bildkunst, Lichthof, White Cube, Europa
Den Hörsinn umgibt die Aura des Anderen, Untergeordneten, Übersehenen
light shift
night view
Schwerkraft
eine Gruppe sucht sich zusammen, sucht das Einzelne, kommt zusammen, vereinzelt sich, sucht zusammen
bis plötzlich etwas anderes passiert
(live)On air and the ground
das Körperliche zwischen uns spricht
}}}}}fade{{{{{
news fade
in conversation
it's in the air tonight (live)
Draußen bebt und demonstriert die Zeit
Question & Sound macht Sinn und lärmt
Wie klang seine Stimme?
Expanding sideways
A group is present
hello?
Die Klasse für performative Künste lädt das Publikum in soziale, physische und klangliche Situationen ein – am Feuer, im Fahrstuhl, im Klassenraum. Solos und Gruppenperformances geben Einblick in Arbeitsprozesse von Performance als Medienkunst und fordern die Wahrnehmung von Körper, Raum und Zeitlichkeit heraus. Eine Radioübertragung streut auditive Spuren der live Performances on air. Über die Dauer des Rundgangs entspinnt sich ein Netz aus performativen Momenten, die in ihrer Flüchtigkeit weder greifbar noch wiederherstellbar sind.
Programm, R. 2.08:
Donnerstag, 12.02.
19:30 Karaoke
21:30 Unexpected Services // Heather Koen
Freitag. 13.02.
14:00 Group Scores // self-organized class project
15:00 (live) on air // transmission group, Anna Zeit & guests
16:00 Dinner // Soschka
18:00 2 works: Dead Angle (work-in-progress) // Lotta Beckers +++ training unit(y) // Kaya Pilsner
20:00 Lose enden // DJ set: dots and lines
Samstag, 14.02.
12:00 place(less)ness / Ort werden // To Fabek
14:00 Group Scores // self-organized class project
14:30 Karaoke of Silence // Asya Volodina
15:30 (Half Dark Half Gold) // Aseem
16:30 A little demonstration // Andolie Marguerite
17:30 A Valley By The Red Shore // Heather Koen
18:00 Fireplace [oder Feuerstelle] im Innenhof // Frida Schramm
18:00-19:30 Workshop: Echo West – Chor der Zugezogenen // Véra Marie Deubner, Luca Diebold
19:30 Performance: Echo West – Chor der Zugezogenen // Véra Marie Deubner, Luca Diebold
20:00 Lose enden // DJ set: Kaya + Soschka
Sonntag, 15.02.
12:00 Nowness II // Rahel Scharabi
13:00 GIFT FOR HGB // Frida Schramm
14:00 Group Scores // self-organized class project
15:00 3 works: BÄRformance // Caro Otto +++ hysteric parade // Ziska +++ for arachne // Emma Toschka
17:00 Enden // Klasse für performative Künste
Outside + Ongoing
Ongoing: Fahrstuhlinstallationsdienst // Andolie Marguerite
a connection
disappearing
stay with me
to release what still holds us.
we drift through contradictions,
longing for closeness in an atomized world,
where memory is filtered,
where feeling is flattened by code.
feel held
carried
lost
while existing in an atmosphere of nostalgia, we are haunted by the outlines of a future
we never asked for.
Would you stay with me?
Die Klasse für Expanded Cinema hat einen gemeinsamen Film produziert, der eine Reflexion über Bilder der Welt im Umbruch darstellt. In „We Are Making Good Progress“ wurden drei verbundene Szenen im Videostudio der HGB umgesetzt. Sie zeigen Menschen beim Betrachten, Bearbeiten und Reflektieren von Bildern und Tönen. Die Bilder, über die verhandelt wird, sind dabei nicht zu sehen. Vielmehr geht es um die Kontexte und die Wirkung von Bildern im künstlerischen Prozess sowie um Affekte und Bildpolitiken in einer Zeit digitaler Bildveränderung, beispielsweise durch künstliche Intelligenz, (Selbst-)Zensur und Identität. Die Bilder scheinen dabei immer weiter zu verschwinden, bis schließlich sogar die Sprache infrage gestellt wird. Von der Idee über das Drehbuch bis zu Regie und Schauspiel wurden alle Aufgaben in der Klasse verteilt.
Im HGB-Vortragsraum 2.34 wird dieses Kollektivprojekt groß projiziert, während im als Filmstudio inszenierten Saal auf Monitoren weitere individuelle filmische Arbeiten zu sehen sind. Es handelt sich um Videos, die im letzten Jahr aus individuellen Forschungen und Experimenten entstanden sind. Sie reflektieren über KI und die chinesische Kulturrevolution oder den traditionellen koreanischen Trauergesang und porträtieren den letzten Hausmeister eines verlassenen Hochhauses in Belgrad.
Im Expanded-Cinema-Klassenraum 2.40 werden weitere Arbeiten gezeigt. Unter dem Titel „There is no future” sind abstrakte Werke, Soundskulpturen und Fotografien, Texte, Objekte und Videoinstallationen ausgestellt. Auf Bildern sind die Trümmer einer abgeschossenen russischen Kriegsdrohne zu sehen. Man kann eine Kurzgeschichte über das Ende des 20. Jahrhunderts lesen. Im Video wird kolumbianische Kohle kontextualisiert und eine Skulptur schwebt wie explodiert im Raum.
Die Performances von C.Bain und Jannis Weu sind vierstündige Übungen zur Mutation.
In diesem spekulativem Raum kollidieren die Körper, greifen in sich ein und stülpen Kreaturen aus. Gebrochene Worte tasten die Szenerie ab, eine paranoide Selbstanklage drückt auf unsere Leiberdie sich zwischen Blicken und Tönen, Masken und Häuten in oneirischem Wahnsinn winden. Träumerisches entarten auf einem Boden aus Ri-gipsplatten versehen mit Flecken und Notizen. Eine Maske über eine andere legen, gemeinsam in einem Kostüm verschwinden. Wir manövrieren unsere Körper als Schauplätze der Gewalt und üben Formwandlung als Strategie des sich Aufbäumens gegen uns aufgeschriebene Namen.
Zeiten: 12.02. 19:00-21:00, 13.02 15:00 - 19:00, 14.02. 15:00 - 19:00, 15.02. keine Performance aber Raum ist offen (Rückstände der Performance sind ausgestellt)
