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Rundgang 2022 (10.–13.02.2022)

Vom 10. bis zum 13. Februar findet der Rundgang der HGB endlich wieder in Präsenz statt. Besucher*innen gewinnen während dieser vier Tage einen umfassenden und spannenden Einblick in die Arbeit der Leipziger Kunsthochschule. Studierende aus den vier Fachgebieten Buchkunst/ Grafikdesign, Fotografie, Malerei/Grafik und Medienkunst zeigen aktuelle Arbeitsergebnisse. Zum Rundgang wird traditionell das gesamte Hochschulgebäude genutzt, d.h. die Klassenräume, Teile der Werkstätten sowie sämtliche Ateliers im Haus sind während dieser Tage für die Gäste geöffnet.
>>> Bitte beachten Sie, dass für den Rundgang auch dreifach Geimpfte ein negatives Testergebnis nachweisen müssen (s. weitere Informationen im Corona-Update). Diese Maßnahme dient der Aufrechterhaltung der Präsenz-Lehre an der HGB. Wir bitten alle Besucher*innen um Verständnis!

Parallel zum Rundgang wird in diesem Jahr erstmals auch der Studienpreis des HGB-Freundeskreises und der Sparkasse Leipzig 2021/22 verliehen und die Ausstellung der Preisträger*innen in der Galerie der HGB eröffnet. Aus 55 Einreichungen wählte die Jury in diesem Jahr vier Arbeiten aus. Die Preisträger*innen 2021/22 sind Anna Breit & Barbara Galizia, Mara Jenny, Lydia Marx und Stephen Stahn. Mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet wird die Klasse für Fotografie & Bewegtbild von Prof. Tina Bara.

Eine Besonderheit des diesjährigen Rundgangs stellt nicht nur die Tatsache dar, dass er, zwar unter Auflagen (2 G plus, auch für Geboosterte), aber doch wieder in Präsenz stattfinden kann und für viele Studierende die erste Möglichkeit seit zwei Jahren ist, ihre Arbeiten der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darüber hinaus wird bei diesem Rundgang erstmals der Generationenwechsel in der Professor*innenschaft der HGB sichtbar, der sich seit 2021 vollzieht: So zeigt die Klasse für Malerei/ Grafik ihre letzte Rundgangspräsentation unter der Leitung von Prof. Annette Schröter, die die HGB zum Ende des Semesters verlässt.

Ein weiterer Wechsel im Studiengang Malerei/ Grafik steht Ende Sommersemester 2022 bevor, wenn für Christoph Ruckhäberle seine Zeit als Professor an der HGB endet. So präsentiert auch er seine Klasse für Malerei und Grafik letztmalig bei einem Rundgang.

Im gleichen Fachgebiet konnte Prof. Anne Speier bereits als Nachfolgerin von Prof. Ingo Meller gewonnen werden. Sie leitet seit Oktober 2021 die Klasse für Malerei mit medienübergreifender Ausrichtung.

Mit Loretta Fahrenholz ist eine Alumna an die HGB zurückgekehrt. Sie hat im Oktober die Professur für Fotografie im Feld zeitgenössischer Kunst übernommen, die bis 2018 von Prof. Peter Piller geleitet und anschließend von Jochen Schmith (Peter Steckroth und Carola Wagenplast, 2019/20) und Özlem Altin (2020/21) betreut wurde.

Die Klasse für Fotografie und Medien präsentiert ihren ersten Rundgang mit Dr. Ines Schaber, die die Klasse bereits seit dem Sommersemester 2021 als Vertretungsprofessorin betreut, nachdem sich Joachim Brohm im April 2021 in den Ruhestand verabschiedet hatte.
Im Studiengang Buchkunst/ Grafikdesign vertritt Anja Kaiser bereits seit April 2021 die Professur für Typografie und stellt mit ihren Studierenden erstmals beim Rundgang aus.

Ebenfalls seit dem Wintersemester 2021/22 ist Isabel Lewis Professorin an der HGB. Ihre neugegründete Fachklasse ist die erste Klasse für Performative Künste an der Leipziger Kunsthochschule. Lewis folgte auf Prof. Alba D’Urbano, die im Oktober in den Ruhestand getreten ist.
Mit Prof. Helmut Mark, Leiter der Klasse für Bildende Kunst, verlässt ein weiterer Kollege im Studiengang Medienkunst die Hochschule zum Ende dieses Semesters.

Die Teilnehmer*innen der Abendakademie stellen die im Wintersemester entstandenen Arbeiten aus. Geleitet von Meisterschüler*innen der HGB umfasste das Angebot zehn Kurse, für die sich wie in jedem Semester alle Interessierten ab 16 Jahren anmelden konnten, die gern malen, zeichnen, fotografieren, filmen, illustrieren, Schrift gestalten oder gebrauchsgrafisch arbeiten, sei es als kreative Abendbeschäftigung, als Vorbereitung auf das Kunststudium oder als Möglichkeit, um eigene Arbeiten mit anderen zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Alle entstandenen Arbeiten werden auch online präsentiert: www.hgb-leipzig.de/einrichtungen/abendakademie  
Die Akademie für transkulturellen Austausch/ AtA präsentiert zum Rundgang zwei Projekte in einem: Im Verlauf des letzten Jahres begannen District*Schulen ohne Zentrum und Studierende der HGB neue Welten zu weben, lose Enden zu lassen und undiszipliniert zu lernen, es entstand das ausliegende Zine Undisciplinary Learning: Curriculum From Below / Many. Das zweite Projekt continue richtet sich an alle Hochschulangehörigen und Gäste: jede*r ist eingeladen sich in einem Quadrat von 40x40 cm mitzuteilen, den Raum weiterzuentwickeln und so in künstlerische Kommunikation miteinander zu treten.
> So. 14:00 – 17:00: Listening station / 14:00 – 14:30: Lecture performance

Studierende des 1. Studienjahres Buchkunst/Grafikdesign aus dem Werkstattkurs „Typografie und Handsatz“ von Aurelia Markwalder präsentieren ihre Publikation Am Leben am Donnerstag, 10.02. um 19:00 Uhr.

Unter dem Titel Late Bloomers zeigt das 1. Studienjahr Buchkunst/Grafik-Design aus dem Kurs „Zeichnen und Naturstudien“ unter der Leitung von Paule Hammer eine Ansammlung weißer Flora, die in einem farbgradienten Raum gedeihen.

Das 2. Studienjahr Buchkunst/Grafik-Design unter Leitung von Prof. Markus Dreßen zeigt das Semesterprojekt The Title is a shot. „Der Titel ist eine Chance“. So ist wohl die Aussage „The title is a shot“ von Jean-Luc Godard zu verstehen. Der Filmvorspann bündelt verschiedene, teilweise heterogene Funktionen. Er dokumentiert die Filmproduktion, adressiert den Zuschauer*innen, führt in die Erzählung ein, thematisiert die Vorführsituation, ist Anfangsmarkierung, Einstimmung, Nachweis von Arbeit, Ort der Signatur, Werbung, Film im Film. Wie der Vorspann über das Gemachte eines Films spricht, muss er mit einem Film kollidieren, der im Hinblick auf seine Produktionsbedingungen oder seine Medialität bestrebt ist, den Bezug auf sich selbst auszublenden. In der Kombination von fotografischem Bild, Grafik, Animation, Ton, Musik, gesprochener Sprache, dem Einsatz von digitaler Bildbearbeitung und Schrift erweist sich der Filmvorspann als komplexes, oft experimentelles Format. Das Semesterprojekt verfolgt das Ziel, dieses spezifische Format wechselseitig in Beziehung zum Buch zu setzen und mit drei Aufgaben, Buch, Film, Skulptur, produktiv durchzuspielen.

Reise durch mein Zimmer ist ein Wandbild und Ergebnis eines kollaborativen Workshops von Studierenden des Grundstudiums Buchkunst/Grafik-Designs (2021) bei Prof. Christoph Feist. Während des Lockdowns hatten die Studierenden Gelegenheit, ihr Zimmer und alles was sich darin befindet zeichnerisch zu erfassen und eine visuelle Inventur zu erstellen. Einzelne Teile der entstandenen Formenbibliothek wurden mit verschiedenen Materialien in einem isometrischen Bildraum angeordnet.

Methode des Kurses Weltbild Zeichnen des 2. Studienjahres Buchkunst/Grafik-Design unter der Leitung von Paule Hammer war das Arbeiten aus dem Kopf. Verschiedene Techniken wurden ausprobiert: Scherenschnitt, Blotted Line, Papierskulptur etc. Zu sehen ist ein Diorama mit lebensgroßen Figuren der Kursteilnehmer*innen bei der Arbeit.

Das 1. Studienjahr der Malerei/Grafik zeigt Arbeiten aus dem Grundkurs mit Prof. Jörg Ernert, Steffen Bachmann und Agnes Lammert: Anatomiezeichnungen, Freie Kompositionen, Bewegungsstudien, Druckgrafiken und Plastiken.
Ausgehend von den Themen LEARNING FROM THE VIRUS und RE:QUEST haben die Studierenden des Grundstudiums Medienkunst mit Prof. Christin Lahr, MaMkGs, Vincent Schier und Katharina Wittmann Projekte und Fragestellungen entwickelt. RE:QUEST II spiegelt ihre Erfahrungen in physischen wie digitalen Realitäten nach fast zwei Jahren Covid19-Pandemie wider.
Die Klasse für Illustration von Prof. Thomas Müller und Katja Schwalenberg öffnet unter dem Titel If you think our homes are full, you should see our hearts seine Klassenzimmertür.
Die Studierenden der Klasse für Typografie zeigen zusammen mit ihrer Vertretungsprofessorin Anja Kaiser und André Grau zum diesjährigen Rundgang vier Projekte:

Dirty Typography

Der Reader versammelt typografische Experimente der Studierenden der Fachklasse für Typografie. Als Grundlage diente das autofiktionale Essay „Once Upon A Time: Bodies, Rooms, Movements, Fictions“ über die Designgeschichte von Sara Kaaman. Verschiedene beziehungsstiftende Strategien mit dem Text wurden erforscht — von der Transkription eines Chors bis hin zum bewussten Verlesen und der bildbasierten Neuverknüpfung. Relationale, fragmentierte, verkörperte und prozesshafte visuelle Übersetzungen erproben die schmutzige Seite der Typografie und provozieren mehrdeutige Arten des Lesens und der Ko-Autor*innenschaft.

Hidden Art School Services — Informelle Typografie

Ein digitaler Anzeigenplatz versammelt informelle typografische Anschläge für imaginäre Tauschgeschäfte an der Kunsthochschule. Templates, Daten, Überlebensstrategien, Wissen und Nicht-Wissen wurden von den Studierenden für den verborgenen Dienstleistungshandel online annonciert.

Mit der Arbeit ist was faul

Obwohl Gestalter*innen die Arbeit zu Hofe und in den Fabriken zunehmend verlassen haben, sind sie nicht weniger erschöpft oder ausgebrannt. Während die Gestalter*innen im Rollenspagat — als Social-Media-Agent*in, Planungsgenie oder Konfliktmanager*in — wirtschaftliche Abhängigkeiten jonglieren und unsichtbare sozio-ökologische Angelegenheiten verhandeln, investieren sie stets unternehmungslustig in die Selbstmaschine. Sie sind längst Rolemodel der hedonistischen Bürokultur. 12 Projekte beziehen Stellung zur Arbeit, genauer gesagt zur Zusammenarbeit, zum Kanon, zum Arbeitstier, zum Testlauf, zur Produktionkette, zu 24/7, zu Kund*innen, zum lückenlosen CV, zur Arbeitsmoral und zum Müßiggang.

Share Reel

ist eine Online-Sammlung von Werkzeugen und Methoden der Klasse für Typografie. Tricks werden performt, um auf dem Bildschirm zu tanzen und den kleinen Ventilator in Gang zu setzen, der in jeder silbergrauen Maschine verborgen ist. „Share Reel“ ist ein gemeinschaftliches Archiv von Klicks, Vergrößerungen in bewegten Bildern mit Ton und Bedeutung für die Arbeit mit Text und Bild. Jede MP4-Datei vertritt eine Praxis der Fachklasse.

Ongoing collection ist ein Rechercheprojekt der Studierenden zu ihren eigenen Interessen. Ausgehend von vielfältigen Inspirationen aus den Bereichen Bildende Kunst, Design, Architektur, Popkultur und aus Artefakten des Alltags entstanden eigenkuratierte Sammlungen, die schließlich als Publikation in eine thematisch adäquate Gestaltung übersetzt wurden.

In Anlehnung an Studienräume von Bibliotheken entwarfen die Studierenden Anna Breit, Frederic Maier, Sohyeon Lee und Sören Sandbothe für die Präsentation der Publikationen ein raumgreifendes Display.

Publikationen von Alec Baldin, Anna Breit, Barbara Galiza, Ehab Assadi, Emil Feinweber, Frederic Maier, Kamilia Galimova, Leen Murad, Lukas Weber, Nina Gohlke, Rebecca Häfner, Samira Gollin, Sohyeon Lee and Sören Sandbothe.

Upgrade. Nach Einblick in die Vielfalt und Potenziale von Kunst am Bau hat sich die Klasse für Fotografie von Prof. Heidi Specker im vergangenen Semester der Erarbeitung eigener Kunstwerke am Bau gewidmet. Die Kunstwerke reagieren auf den Hochschulalltag, fordern Akzeptanz und Identifikation und stellen Öffentlichkeit her.
Fibre to the Dirt betitelt die Klasse für Fotografie im Feld der zeitgenössischen Kunst von Prof. Loretta Fahrenholz und Leonie Nagel, ihre Rundgangsausstellung: „Im Rahmen des kommunalen Großprojekts FftD (Fibre to the Dirt) waren in voller Montur bereits mehrere Kilometer in dem plus minus acht Meter tief gelegenen Tunnelsystem bei bestialischem Gestank (trotz Mund- und Nasenschutz!) baulich bewältigt worden, als sich an der Gabelung zweier Schächte am Ortsausgang, direkt unter unserem berühmt berüchtigten Gemeindesaal, Ratlosigkeit breit machte.“
the process is more important then the result – the result is more important then...
Die Gruppenausstellung der Klasse für Fotografie und Bewegtbild von Prof. Tina Bara und Sandra Schubert zeigt zum diesjährigen Rundgang nicht nur eigenständige Arbeiten und Einzelbilder sondern auch Handy-Aufnahmen, die im Rahmen einer gemeinsamen Exkursion nach Palermo im Oktober 2021 entstanden sind. Die Kombination der Werke miteinander und ihr Arrangement greifen die Frage nach der Relevanz und Authentizität der verschiedenen Aufnahmen (Techniken) und der damit einhergehenden Präsentationsformen auf, indem sie Überschneidungen des physischen und digitalen Raums zulässt. 
Unter dem Titel now you play me, now we don’t zeigen die Studierenden der Klasse für Fotografie und Medien ihre erste Rundgangssausstellung mit Dr. Ines Schaber und Sophia Kesting: „Die Klasse Klasse lädt dich ein—-nirgendwo hin (zu gehen) / lade irgend jemanden ein—dich zu begleiten,,,oder ist dein schatten genug? ...hör auf die wände, sie sind näher als sonst, -jetzt bleib / die zeit folgt dir nicht hierher.“
Die Studierenden der Klasse für Malerei mit medienübergreifender Ausrichtung stellen erstmalig mit ihrer neuen Professorin Anne Speier und Franziska Reinbothe aus: „Die Rinde ist rau.[9] Der Speierling bildet bald eine rissige,[1] an älteren Stämmen kleinschuppige,[9] relativ dunkle graubraune Borke, die der eines Birnbaums[1] ähnlich ist.[6] Die vergleichsweise großen, oft klebrigen Winterknospen sind stumpf eiförmig. Sie besitzen einige sich dachziegelartig überdeckende, grün glänzende, mehr oder weniger kahle, braunrandige Knospenschuppen.[10]“
Die Klasse Bildende Kunst von Prof. Helmut Mark und Simon Elias Meier, präsentiert die Ausstellung self(portrait). Die künstlerischen Positionen schreiben sich dabei ein in die fortwährende Auseinandersetzung um die Bedingungen und Bedeutung der Selbstbildproduktion. Die unterschiedlichen biografischen und materialästhetischen Zugänge innerhalb der Ausstellung weisen die Arbeit am Selbstporträt als ein kontroverses Feld aus, auf dem sich zwischen Selbstbeglaubigung und Bildverweigerung begegnet wird. Vor dem Haupteingang der HGB zeigt Jungwon Lee, Studierender der Klasse, zusätzlich eine Performance über die gesamte Dauer des Rundgangs.

Die Klasse expanded cinema von Prof. Clemens von Wedemeyer und Dr. Mareike Bernien gibt Einblicke in mehrere Projekte, die im letzten Jahr entstanden sind. In der Kunsthalle Baden-Baden hat eine Gruppe Studierender der Klasse mit einer gemeinsamen Arbeit an der Ausstellung Conditions of a Necessity teilgenommen, eine Versammlung im September 2020, die sechs Klassen der bildenden Künste und zwei Theaterklassen aus ganz Deutschland zusammenbrachte, mit der Einladung, in den Räumen der Kunsthalle gemeinsam gestalterisch tätig zu werden.

Präsentiert wird außerdem die frisch erschienene Publikation Was das Gespenst nicht kennt - Specters of the Afternoon, die nach der Ausstellung der Klasse im Sommer 2020 mit der Villa Esche Chemnitz und auf Einladung der Kunstsammlungen Chemnitz erarbeitet wurde.

Parallel zum Rundgang ist im Gewandhaus zu Leipzig die Ausstellung DSCH mit medienübergreifende und ortsspezifischen Interventionen der Studierenden geöffnet, die parallel zu den Aufführungen des vollständigen Zyklus der Streichquartette von Dmitri Schostakowitsch im Kammermusiksaal in zwei Foyers und anderen Orten zu sehen ist. Die Ausstellung ist zum Rundgang (11.02., 10:00-18:00 12.+13.02. 10:00-14:00) sowie an allen Konzerttagen jeweils ab 16:00 Uhr geöffnet.

Daneben werden individuelle Briefe aller Klassenmitglieder ausgestellt. Sie verdeutlichen den Besucher*innen noch einmal die Situation der Studierenden während der Pandemie. Gleichzeitig werden darin individuelle Stimmen neben den Gruppenprojekten wahrnehmbar. Weitere Informationen: www.excine.net

Die Klasse Installation und Raum von Prof. Joachim Blank und Anna Raczynska nimmt den Rundgang zum Anlass ihre Wand zu hinterfragen:
Sie versperrt die Sicht aus dem Fenster.
Sie läßt kein Tageslicht rein.
Sie isoliert den Innenraum vom Außenraum.
Die Wand ist Barriere - wir öffnen sie…

Die Klasse für Performative Künste von Prof. Isabel Lewis und Lissy Willberg, initiiert unter dem Titel Slug Protocols Prozesse in, um und in der Nähe der HGB sowie in ihrem Klassenraum. Durch die Reflexion der sozialen Codes, die täglich in der Architektur der HGB praktiziert werden, entstehen Sehnsüchte und hieraus Entwürfe für alternative Formen des Handelns, der Bewegung und des Seins. Was sich entfaltet, ist ein lebhaftes Programm, das sowohl kollektive als auch individuelle Handlungen über mehrere Räume hinweg miteinander verwebt. Es entstehen temporäre Kollektive, die sich formieren, auflösen und in anderer Gestalt wieder zusammensetzen. Das Projekt umfasst visuelle sowie akustische Elemente, die die Besucher*innen durch Zeit und Raum leiten. Einige Aktivitäten sind bereits angekündigt, andere offenbaren sich erst in dem Moment, in dem sie stattfinden. Hierbei gehen die Studierenden nicht von einer einheitlichen Geste aus, die auf exakt dieselbe Weise ausgeführt oder repetiert werden kann. Stattdessen sehen sie es, wie in der gesamten Biologie: die Grundform bleibt bestehen und wandelt sich mit jeder Wiederholung.

>>> Slug Protocols Programm