Emil Kowalczyk und Merle Petsch sind für ihre Publikation „A Matter of Space“ mit dem Award der Kategorie „forms of printed publication 2026“ in der diesjährigen Ausgabe forms of publication ausgezeichnet worden. „A Matter of Space“ ist Teil ihrer Diplom-Ausstellung, mit der die beiden Gestalter*innen 2025 ihr Studium in der Klasse für Systemdesign bei Prof. Maureen Mooren an der HGB erfolgreich abgeschlossen haben. Die feierliche Preisverleihung der forms of publication fand am Buchmesse-Wochenende in der HGB statt, die zugehörige Ausstellung der prämierten Publikationen ist noch bis zum 14. Juni in der gfzk – Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig zu sehen.
„A Matter of Space“ ist das Ergebnis einer Auseinandersetzung mit Architektur aus der Perspektive des Grafikdesigns. Ausgehend von 28 Begriffen, die beiden Disziplinen als Methoden, Phänomene oder Eigenschaften vertraut sind, wurden Positionen und Referenzen aus der Architekturgeschichte zusammengetragen und aus der Perspektive der beiden Grafikdesigner*innen gestalterisch interpretiert. Der Recherche liegt dabei das Verständnis zugrunde, dass Architektur nicht nur als gebaute Umgebung, sondern vielmehr nur im Bezug zu ihren Nutzer*innen und den in ihr ablaufenden Handlungen verstanden werden kann. Die fotografische Dokumentation der Szenen überführt die Inhalte schlussendlich wieder in das gedruckte Buch. „A Matter of Space“ ist nicht nur eine Arbeit über Architektur, sondern durch die Umsetzung selbst ein architektonisches Projekt.
Die diesjährige Ausgabe der forms of publication ist eine Initiative der open book society und zelebriert innovative, konzeptionelle und experimentelle Gestaltung digitaler und gedruckter Publikationen und damit verbundene kollaborative Praktiken. Die aus dem Walter Tiemann Preis hervorgegangene Ausgabe 2026 umfasst drei Kategorien: forms of printed publication, forms of digital publication und forms of peering.
Diese neuen Formate erweitern das Feld jenseits gedruckter Publikationen um digitale typografische Gestaltung und kollaborative Praktiken und verstehen Publizieren als eine dynamische und sozial engagierte Disziplin. Insgesamt wurden 195 gedruckte Publikationen aus 28 Ländern und 50 digitale Publikationen aus 11 Ländern eingereicht. Sieben gedruckte und acht digitale Publikationen wurden für die Shortlist nominiert. Davon sind fünf Publikationen mit dem „forms of printed publication Award 2026“ ausgezeichnet und mit jeweils 2.000 Euro prämiert worden.
Die diesjährige Ausgabe ist eine Zusammenarbeit von Jan Blessing, Anne Dietzsch, Roman Gornitzky, Marion Kliesch, Katharina Köhler, Jasper Otto Eisenecker, Helene Otto, Jana Reddemann, Sanna Schiffler, Sebastian A. Schmitt.




