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1937 – 2017: Von Entarteter Kunst zu Entstellter Kunst Situation #4d

Ausstellungsprojekt initiiert von Adam Szymczyk mit Studierenden
in Zusammenarbeit mit Ilse Lafer, Kilian Schellbach und Arthur Zalewski

Ein Projekt von Felix Almes, Sophia Eisenhut, Tobias Fabek, Marc-Anton Gnädinger, Julie Hart, Christian Kölbl, Ilse Lafer, Oscar Lebeck, Adrian Lück, Benedict Reinhold, Jonas Roßmeißl, Carsten Saeger, Andrėja Šaltytė, Ramona Schacht, Johanna Maj Schmidt, Stephen Stahn, Adam Szymczyk, Kilian Schellbach, Jens-Martin Triebel, Matteo Visentin, Arthur Zalewski und der Teilnahme von Frankfurter Hauptschule, Eiko Grimberg, Frank Holbein, Susanne Kontny, Henrike Naumann, Olu Oguibe, Charlotte Ruppert, Dorota Sajewska, Robin Stretz, Artur Żmijewski

Teil des Konzepts zur Ausstellung ist ihre kontinuierliche Weiterentwicklung und Modifizierbarkeit. Zum Rundgang der HGB vom 13.-16. Februar 2020 zeigt sie sich in einer weiteren veränderten räumlichen Konfiguration.

Zum Auftakt des Programms anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der HGB-Galerie eröffnete im Dezember 2019 das Ausstellungsprojekt „1937 – 2017: Von Entarteter Kunst zu Entstellter Kunst”, initiiert von Adam Szymczyk (Kurator und künstlerischen Leiter der documenta 14) und konzipiert in Zusammenarbeit mit Studierenden der HGB, Ilse Lafer, Kilian Schellbach und Arthur Zalewski. Die Ausstellung basiert auf einem fortlaufenden Arbeitsprozess zur Frage nach der Dekonstruktion totalitärer historischer und zeitgenössischer Sprachen, dessen erste und zweite Manifestationen im Mai und Juli 2019 in der HGB-Galerie zu sehen waren. Für die nun abschließende Präsentation entwickelten die Studierenden ein „virtuelles Archiv“ — eine auf Text und Bild basierende Sammlung zum gegenwärtigen Gebrauch und der politischen Normierung von Sprache (inklusive der Körperund Bildsprache), die sowohl die „Entartete Kunst“-Ausstellungen (1937 — 1941) als historischen Ankerpunkt dieses Projekts, als auch die ästhetischen Resultate der je eigenen Recherchearbeit berücksichtigt. Verschiedene Anordnungs- und Ausdrucksweisen findet dieses Archiv in einem eigens dafür konzipierten räumlichen Setting, auf das Adam Szymczyk, der polnische Künstler Artur Żmijewski und andere Gäste in Form von „Aktionen“, Workshops oder Vorträge responsiv reagieren werden. Eine grundlegende Kontextualisierung erfährt dieses offene Ausstellungsprojekt durch Olu Oguibes fortgesetzte (textbasierte) Auseinandersetzung mit dem Kasseler Obelisken.

Diese Form der kollektiven, experimentellen Ausstellungspraxis zeigt zugleich den Kurs für das 40-jährige Jubiläum der Galerie an: Geplant ist, den Galerieraum für ein Jahr von seiner klassischen Repräsentationsfunktion zu entkoppeln, und ihn primär als einen „Ort der gemeinsamen Arbeit am Inhalt“ zu begreifen.

Ein Auszug aus dem Statement zur Ausstellung von Adam Szymczyk finden Sie in der Pressemitteilung.