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Diplomand*innen

Freundschaft

Martin Haufe

Seit 2015 beschäftigt sich Martin Haufe intensiv mit dem Thema „Freundschaft“, dabei interessiert ihn vor allem was diese Form des Zusammen Sein ermöglicht und verhindert. In seiner andauernden künstlerischen Auseinandersetzung sind verschiedene performative Vorträge, Siebdrucke und diverse textile Arbeiten entstanden die er kontextbezogen kombiniert und prozessorientiert weiterentwickelt.

Ausstellungsansicht exemplarische kämpfe mit cinema copains | after the butcher Berlin

Ausstellungsansicht exemplarische kämpfe mit cinema copains | after the butcher Berlin

Ausstellungsansicht exemplarische kämpfe mit cinema copains | after the butcher Berlin

Ausstellungsansicht exemplarische kämpfe mit cinema copains | after the butcher Berlin

Seit 2015 beschäftigt sich Martin Haufe intensiv mit dem Thema „Freundschaft“. In seiner Diplomarbeit hat er eine umfangreiche Genealogie und Definition des Begriffes erarbeitet und beschrieben was diese soziale Beziehung in der Gegenwart ausmacht. Die Bedeutung von Freundschaften hat sich in den letzten 50 Jahren sehr verändert. Heute nehmen sie eine umfassende Rolle bei der individuellen Lebensgestaltung der meisten Menschen ein. Gleichzeitig haben Emotionen und Beziehungen eine politische Dimension, somit ist die Frage, nach dem Raum zwischen dir und mir ebenfalls eine politische. Innerhalb von Freundschaften lernen wir „moralisch richtiges“ Handeln, gleichzeitig beeinflussen die kapitalistischen Lebensverhältnisse die Ausgestaltung unserer Beziehungen. In Martin Haufes andauernden Recherche spielen daher Fragen um das Verhältnis und die Potentiale von Kritik und Freundschaft eine zentrale Rolle. Aus seiner Auseinandersetzung sind verschiedene performative Vorträge, Siebdrucke und diverse textile Arbeiten entstanden die er kontextbezogen kombiniert und prozessorientiert weiterentwickelt. Zudem arbeitet er an einem Interviewarchiv, welches die globale Dimension von Freundschaft untersucht. Freundschaft ist die offenste und zugleich gestaltbarste Form des Zusammen Sein. Ein kritischer Blick zeigt jedoch, dass uns unsere Freund*innen oft sehr ähnlich sind, gleiches Milieu, Alter und Herkunft. Gleichzeitig lässt sich eine zunehmende gesellschaftliche Polarisierung wahrnehmen, in der Freundschaft ein Narrativ ist, um Feindschaft zu konstruieren. Für diese Widersprüche interessiert sich Haufe, seine großformatigen Textilarbeiten bilden gesellschaftliche Fragestellungen ab die mit dem Thema Freundschaft in Verbindung stehen. Ein großes Banner mit der Aufschrift REAL ist für ihn die Bühne um die Frage nach den Wert von Authentizität von Freundschaften zu stellen, den Begriff der Realness entlehnt er dabei bei aus der globalen Hip Hop Kultur. Eine T-Shirt, das durch einen Stab zur Fahne wird, verweist durch seinen Aufdruck auf die Frage wie kolonial verinnerlichte Verhaltensweisen uns immer noch in der Gegenwart beeinflussen. Dies sind für Haufe verschiedene exemplarischen Kämpfe an denen sich Freundschaft in der Gegenwart messen und auseinandersetzen muss.

Fachklasse: Klasse für Installation und Raum von Joachim Blank

Studiengang: Medienkunst

Abschlussarbeiten 2020

▸ Meisterschüler*innen

Name Titel
Paula Ábalos Santibáñez THE INVISIBLE CLOTH
Nico Curian Schimmer
Katarína Dubovská Intertwined Conditions
Martin Haufe Freundschaft
Juliane Mahler Reliefs
Kirill Gluschenko Architect and The Countryside. Estonia ’66–’89
Silas Mücke On Point
Larissa Mühlrath memoriae
Mihai Șovăială Holding pattern
Julia Debus VIA
Manuel Cornelius dry end, food dye
Jennifer König Coming back to where I started
Kai-Hendrik Windeler Territorial Objects
Barbara Proschak SO LANG UND ETWAS LÄNGER - Anhaften von Fremdmaterial
Stefan Wartenberg Als ich wie ein Vogel war

▸ Diplomand*innen

Name Titel
Lina Ehrentraut Melek und ich – Interdimensional Love Affairs
Maren Oehling Kühn & Nägel
Hjördis Lyn Behncken Bold, slick, simple, clear, my mind
Sibel Beyer A System of Objects
Hans Morsa Die Bakenstadt
Sabrina Asche Textiles
Maximilian Hillerzeder Poison Paradise
Franz Impler Out of Bounds
Lea Loos Widerstand ist zwecklos. Nein!
Friedericke Lehmann Sinem Maliqi - Leben in Paris
Monika Micevičiūtė Wer bin ich? – Identität in Bildern
Toni Minge o.T.
Marco Dirr Aporía
Rebekka Bauer Die Aufstellung
Tim Deniz Heide The Joy of Missing Out
Philip Kanwischer Äußere Vorzeichen, innere Ahnungen
Oscar Lebeck Fundament
Christian Nappert presque rien/tout
Alexander Pannier The Housefly
Silke Berg unter Farben
Manuela Dathe Zeichnungen
Luca De Sousa Oliveira Schupp
Elena Kovylyaeva Flow
Jens-Martin Triebel Die Dinge in Bewegung
Yve Riedinger Ohne Titel
Galamb Thorday all my past and futures
Annika Stoll Hyperfluid Circumstances
Jessica Arseneau Serie "The Screen Under My Eyelids"
Changan Son o.T.
Bernhard Bormann Diplomzertifikat
Beatrice Schuett Moumdjian Forensic Excavations Inventory or The Total Deconstruction of an Eurasian Family
Nadine Rangosch Cold Glass Doesn't Flow
Boa Cha Das Rascheln des Vergehenden
Ho Man Law The Noblest Pain/Mare Nostrum/Burial at Sea/Pateras
Zeno Gries Die Zweitbesetzung Jahr: 2020
Andrea Garcia Vasquez Palms And Our Hands
Evij CHROMATIC
Moritz von Schurer experiences
Jana Ritchie Familie Ritchie
Taemen Jung Alles, was ich habe, trag ich bei mir
Maria Cebula The Ritual The Vanity The Look
Paul Zech EPHEMERAL UNION (EU106)
Thomas Spieler Depth of Field
Ramona Schacht Togetherness is not a state
Yasamin Saffarian Taken at Home
Paul Wilting /Fleck/
Friedrich Günther Tales from the Crypt
Jakob Limmer call for submission
David Rank In a Coded World, There is Nothing Like Normcore
Yana Zschiedrich Hybris
Malte Urban Home is Castle - Playing Jenga in Bed
Martin König o.T.
Yoonjung Lee Wovon Frau Lee lebt
Felix Bielmeier o.T. (Die Möglichkeit eines Mammuts)
Jakob Zander