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Kristina Jurotschkin erhält Stipendium für Zeitgenössische deutsche Fotografie der Krupp-Stiftung

Kristina Jurotschkin ist eine der zwei Preisträgerinnen des Stipendiums „Zeitgenössische Deutsche Fotografie“ der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Die Stipendien werden in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museums Folkwangs vergeben.

Kristina Jurotschkin (*1981 in Leninski/Kasachstan) lebt und arbeitet in Münster. Sie beendete 2019 als Meisterschülerin ihr Studium an der HGB. Jurotschkin verwertet in ihrer künstlerischen Arbeit eigene sowie gefundene Fotografien, die sie Wissenschaftspublikationen und Alltagsratgebern entnimmt. Durch ihr vorangegangenes Studium der Russischen Literatur und Soziologie spielt Sprache in ihrem Werk eine ebenso bedeutende Rolle wie das Bild selbst. Die Jury schätzte die entschieden eigene Form ihrer meist schwarz-weißen Fotografien und Collagen, die überraschende poetische und assoziative Vorstellungsräume öffnen. Während ihrer Stipendienzeit wird Kristina Jurotschkin ein Künstlerbuch entwickeln, das sich biografisch dem Bucharchiv bedient, welches ihre Eltern aus Kasachstan nach Deutschland mitbrachten. Diesen Erinnerungsspeicher möchte sie mit fotografischen Wahrnehmungen ihrer aktuellen Lebenswelt in Verbindung bringen.

Das seit 1982 existierende Stipendium gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen für zeitgenössische Fotografie in Deutschland. Die internationale Jury entschied sich aus 247 Bewerbungen für den Projektvorschlag von Talisa Lallai zu ihrem Werkkomplex „Post Tropical“ und für das Buchprojekt von Kristina Jurotschkin mit dem Titel „Ingenieurwesen“. Lallai und Jurotschkin erhalten je 10.000 Euro, um die eingereichten Projekte umzusetzen.