Die Stipendiat*innen 2025/26 sind:
- Hannes Dömling (Buchkunst/Grafikdesign)
- Carla Maruscha Fellenz (Fotografie)
- Jason Hess (Fotografie)
- Lucie Hess (Malerei/Grafik)
- Sookhyan Kim (Medienkunst)
- Inga Kruse (Medienkunst)
- Janne Steinhardt (Malerei/Grafik)
- Elmo van der Poel (Buchkunst/Grafikdesign)
- Sparkasse Leipzig
- Dr. Klaus Schaffner & Gudrun Schaffner
- Techne Sphere Leipzig
- Mitteldeutsche Stiftung Wissenschaft und Bildung
Das Deutschlandstipendium wird von den Hochschulen direkt an die Stipendiat:innen ausgezahlt. Die Förderung wird einkommensunabhängig vergeben und kann auch zusätzlich zum BAföG bezogen werden.
Die diesjährigen Deutschlandstipendien wurden im Rahmen der Rundgangseröffnung an der HGB am 12. Februar 2026 offiziell vergeben.
Hannes Dömling wurde 1999 in Bad Neustadt an der Saale geboren. Er studiert im Studiengang Buchkunst/Grafikdesign in der Klasse für Systemdesign von Maureen Mooren. Neben seiner individuellen Arbeit als Grafikdesigner sind auch kollaboratives Arbeiten und gemeinsam entwickelte Prozesse Bestandteile seiner gestalterischen Praxis. Besonders fasziniert ihn, inwiefern kollektive Entscheidungen getroffen werden können, ohne, dass sich hierarchische Strukturen durchsetzen. Aktuell erforscht er gemeinsam mit seinem Kommilitonen Lukas Theinert im Rahmen eines Buchprojekts, wie intuitiv und spielerisch reagiert, entschieden und gestaltet werden kann.
Carla Maruscha Fellenz, geboren 1994 in Berlin, studiert in der Klasse für Fotografie und Bewegtbild von Prof. Tina Bara. Ihre künstlerische Praxis ist multimedial geprägt mit einem fotografischen Kern — oft ausgehend von persönlichen Erfahrungen und in Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen wie Eigentum, Machtverhältnissen, Geschlechterrollen und den sich daraus ergebenden Widerstandsgeschichten. Carla Maruscha Fellenz setzt sich für studentische Belange als Mitglied des Studierendenrats an der HGB ein und gestaltet das Hochschulleben aktiv mit, so z.B. bei der Realisierung der Ausstellung „Partizan*ke Art“ gemeinsam mit Cosmo Großbach in der HGB-Galerie. Darüber hinaus engagiert sie sich ehrenamtlich in pädagogischen und kulturellen Projekten in Leipzig, z.B. als Kunstvermittlerin am Museum der Bildenden Künste Leipzig.
Jason Hess (*1994 in Basel) aus der Klasse für Fotografie und Medien von Ines Schaber empfindet Kunst nicht als persönliche Erfüllung, sondern vielmehr als aktive Form gesellschaftlicher Verantwortung. Von 2018 bis 2020 war Jason Hess an de Neuen Schule für Fotografie Berlin. Anschließend studierte er von 2020 bis 2023 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Seit 2023 ist Jason Hess an der HGB, wo er Medienkunst in der Klasse für künstlerisches Handeln und Forschen von Prof. Christin Lahr studierte, bevor er zur Fotografie wechselte.
Lucie Hess wurde 2000 in Stuttgart geboren. An der HGB studiert sie in der Klasse für Malerei und Grafik von Franziska Reinbothe. Ihre künstlerische Praxis dreht sich häufig um vertraute Gegenstände als Träger für persönliche und emotionale Themen. Sie ist Co-Gründerin des unabhängigen, nicht-kommerziellen Ausstellungsraums „SMS“ in Leipzig, in dem sie ehrenamtlich Projekte organisiert, die vor allem wenig sichtbaren Künstler*innen eine Plattform bieten und einen niedrigschwelligen Zugang zur Kunstszene schaffen möchte.
Sookhyang Kim, geboren 1989 in Busan, Südkorea, begann 2018 den Bachelor of Fine Arts an der Korea National University of Arts in Seoul. Darauf folgte im Jahr 2021 das Studium an der Kunsthochschule in Kassel in der Klasse für intermediale Fotografie und zeitbasierte Medien im künstlerischen Feld von Prof. Peggy Buth. Seit 2024 studiert Sookhyang Kim an der HGB in der Klasse für Fotografie und Bewegtbild von Tina Bara. Ein zentraler Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit ist die Verbindung des Skulpturalen mit dem Medium der Fotografie. In ihrer Fotoskulptur-Serie „Type2“ (2024–2025) beschäftigt sie sich mit der Beziehung zwischen Bild und Sprache sowie mit der Dekonstruktion gesellschaftlicher Bedeutungssysteme. Ihr Fokus liegt darauf, Kunst als Form der Widerständigkeit, der Hoffnung und der Verbindung erfahrbar zu machen.
Inga Kruse studiert in der Klasse für Künstlerisches Handeln und Forschen von Prof. Christin Lahr und arbeitet recherchebasiert im Bereich Konzeptkunst. Aktuell gilt ihr Interesse antifeministischen Narrativen sowie unterschiedlichen Ausformungen von Gesellschaftskonformität und deren nachhaltiger Wirkung auf soziale Gegenwart sowie gesellschaftliche Zukunftsvisionen. Inga Kruse engagiert sich ehrenamtlich in FLINTA* Skateboarding-Communities in Leipzig und Hamburg, gibt Workshops, schafft Safer Spaces und verknüpft diese Arbeit zunehmend mit ihrer künstlerischen Praxis.
Elmo van der Poel, geboren 1996 in Nijmegen, Niederlande, studiert in der Klasse für Type-Design von Ondřej Báchor. Seine Interessen gelten der Gestaltung und der Malerei sowie einer spielerischen Annäherung an das Medium Schrift. Elmo van der Poel ist Vater eines vierjährigen Sohns, engagierte sich ehrenamtlich in einem gemeinnützigen Verein zur Schaffung günstigen Wohnraums und macht die Öffentlichkeitsarbeit für das Rundfunkkombinat Sachsen.
Janne Steinhardt wurde 1993 in Solingen geboren. Nach dem Abitur begann sie 2013 ein geisteswissenschaftliches Studium an der Universität Köln, das sie später an der Universität Leipzig fortsetzte. 2015 bekam sie ein Stipendium für ein Choreografie-Intensiv-Ausbildungsjahr in der Tanzzentrale Leipzig. 2022 entschied sie sich für das Studium an der HGB. Aktuell studiert sie in der Klasse für Malerei und Grafik von Michael Riedel. Ihre Praxis bewegt sich zwischen Malerei, Performance und Text, wobei sie ihre Inspiration aus biografischen Büchern, Materialerfahrung und Körpergedächtnis schöpft.
