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Prof. Mitra Wakil
Professorin für die künstlerischen Werkstätten

Die Künstlerin Mitra Wakil entwickelt partizipative Formate des Umgangs mit 3D-Technologien, die im Zusammenhang mit FabLabs und anderen offenen Werkstätten für digitale Fabrikation entstehen.

Zusammen mit Fabian Hesse haben sie die Professur für die künstlerischen Werkstätten und die Leitung der AV-Werkstätten an der HGB Leipzig inne.

Wakils künstlerische Arbeit mit neuen Technologien gründet sich auf ein Wissen um Handlungsweisen. Von dem altgriechischen τέχνη (téchne) her gedacht schließt die Frage an, wie Digitalität den Umgang mit Wissen, sozialer Interaktion, Ressourcen und Produktionsweisen verändert - Technologie ist soziale Praxis.

Wakil verortet sich zwischen politischem Aktivismus und kritischem Technologieverständnis. Im Sinne von techno-feministischen Selbstermächtigungs-Strategien ist Technologie für sie auch ein philosophisches Instrument zur Reflexion von Objekten und deren Gebrauch in den kollektiven und emanzipatorischen Kämpfen des frühen 21. Jahrhunderts.

Mitra Wakil ist in Kabul/Afghanistan geboren und in Karatschi/Pakistan, Washington/USA und München/Deutschland aufgewachsen. Sie studierte Bildhauerei in Wien bei Prof. Manfred Pernice und in München an der Akademie der bildenden Künste bei Prof. Olaf Metzel, wo sie mit dem Diplom und der Auszeichnung als Meisterschülerin abschloss.

Sie stellte aus, organisierte Workshops und Projekte u.a. in der Pinakothek der Moderne München, im Kunstverein Wolfsburg, im Haus der Kunst München, bei der 54. Biennale Venedig, bei der M1 Boskamp-Stiftung Hohenlockstedt, WUK Wien, Halle für Kunst Lüneburg, Lenbachaus München und Kunstverein Göttingen. Für ihre Arbeit erhielt sie verschiedene Preise und Stipendien, u.a. den Bayerischen Kunstförderpreis und gemeinsam mit Fabian Hesse war sie Fellow an der Akademie Schloss Solitude.