In ihrer künstlerischen Forschung untersucht Marthe Lallemand Ornament und Tarnungaus einer feministischen Perspektive. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Malerei im Blickfeld einer Kamera erscheint und sich zwischen Bild und Raum verortet. Übersetzung – zwischen Sprachen, Medien und Kontexten – ist dabei ebenso zentral wie die Arbeit mit biografischen Archiven und ihre Erfahrung im Film. Während ihres Meisterschülerinnenstudiums an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig hat sie diese Ansätze vertieft und mit ortsspezifischen Prozessen verbunden, bei denen Camouflage, Verhüllung und Wiederholung als Formen der Konstruktion fungieren.
Ihre Praxis umfasst Siebdruck auf industriellem Teepapier, Video, Malerei, Holzarbeiten sowie 3DXR-Formate. Diese Methode hat sich in jüngsten Projekten wie ALTAR (Schloss Agathenburg, 2025) und Ornament: Geschichte eines Ortes (Allgemeiner Konsumverein Braunschweig, 2025) weiterentwickelt, um Fragen von Sichtbarkeit, Hintergrund und räumlicher Struktur neu zu verhandeln.




