2016 [R_Q_ _ S_T_N]-[M_S_ _M] / [_ E _UI_I_E_]-[_U_EU_] , Malte Urban

Malerei, Objekt, Video [Malte Urban]
25. Oktober 2016
Raum 2.32
Klasse für Raum und Installation
HGB

Es gibt (bisher) kein Holodeck, aber Malte Urbans „Requisiten-Museum“ ist ein kleiner Themenpark, der die Welt in der wir leben als konstruiert beschreibt. Die übergeordnete Frage, ob wir in einer Simulation leben, bleibt für Malte Urban in erster Linie ein widersprüchliches Gedankenspiel… Ein Sim hat keine Seele und in Filmen benutzen Menschen Replikatoren. Gleichzeitig verwirklichen Firmen und Institute Zukunftsvisionen –immer näher an dem, was jetzt noch als unrealsierbar erscheint. Wir leben wohl in einem kollektiven, selbstproduzierten Film, indem wir viel in der Hand haben und dennoch wenig Übersicht. Die Bilder und Objekte in der Ausstellung spiegeln auch diesen Kontrollverlust. Sie sind fragmentarisch und teils unüberschaubar. Ihre organischen und technoiden Strukturen beinhalten Architekturverweise und zitieren vor allem retro-Sci-Fi-Elemente.

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2016 Carrara Studies – Christian Holze

Hochschule für Grafik und Buchkunst
2. OG | Raum 2.32
Klasse Prof. J. Blank

Eröffnung: Mi 22.06. 19:00

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Seit der römischen Republik wird in den Steinbrüchen von Carrara Marmor für Städte, Paläste, Denkmäler und Kunstwerke abgebaut. Der Stein erlangte vollendete Berühmtheit durch Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni, der Wochen in den Marmorbrüchen auf der Suche nach den geeignetsten Blöcken verbrachte. Christian Holze unternahm in Vorbereitung auf seine Ausstellung „Carrara Studies“ mehrere intensive Reisen in die apuanischen Berge, wobei er den Spuren Michelanglos, den Empfehlungen auf TripAdvisor und den Geo-Diensten von Google folgte. Das Prinzip der virtuellen Reise erlaubte ihm seine Steinbruch-Recherchen direkt im Atelier umzusetzen. Das Zusammenspiel von virtuellen und traditionell bildhauerischen Verfahren ist in wesentliches Merkmal von Christian Holzes Arbeitsmethode. Auch für „Carrara Studies“ entstanden Modelle und/oder ganze Arbeiten mit Unterstützung von 3D-Programmen, die es ihm erlaubten tonnenschwehres Material zu verformen, einen leichten Stoff fallen zu lassen, diese virtuellen Verformungen jederzeit zu beeinflussen und sie in Folge in physische Objekte zu übersetzen. In dieser Beziehung sind die Objekte in der Ausstellung im doppelten Sinne virtuell, da sie die Spuren der Bildschirmreise nach Carrara, als auch solche der digitalen Post-Produktion in sich tragen. Interessanterweise sind diese originellen und sehr spezifischen selbstgewählten Produktionsbedingungen nur eine Fussnote in Christian Holzes Einzelausstellung. Vielmehr zeigen die nun zu sehenden studienhaften Objekte von Faltenwürfen und Säulen gleichermassen Christian Holzes Zuneigung aber auch eine gewisse Distanz zum jeweiligen Objekt. Zum einen sind sie wohl Ausdruck einer grundständigen Einstellung zum handgemachten werkbezogenen Arbeiten. Zum anderen benutzt er fast ausschliesslich minderwertige Materialien für seine Wandarbeiten und Skulpturen. Sie offenbaren Christian Holzes Lust am Spiel mit Oberflächen, Wertigkeiten und Täuschungen. Carrara ist für den Bildhauer Christian Holze zunächst ein Sehnsuchts- und Ursprungsort mitsamt seinen kunsthistorischen Implikationen. Indem Christian Holze unter seinen Bedingungen nach Carrara reist berührt er darüber hinaus die Geschichte der Transformation des Sehens von der Antike bis zu Google Glas.

 

Maike Denker
Hochschule für Grafik und Buchkunst
2. OG | Raum 2.32
Klasse Prof. J. Blank

Maike Denker
Maike Denker
Maike Denker
Maike Denker
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Karl-Heinz Bernhardt & Ronny Szillo
Karl-Heinz Bernhardt
Karl-Heinz Bernhardt
Karl-Heinz Bernhardt
Karl-Heinz Bernhardt
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Youme Won & Sabine Fischer
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Franziska Faust & Tobias v. Mach
Faust & v.Mach
Faust & v.Mach
Faust & v.Mach
Faust & v.Mach
Faust & v.Mach
Faust & v.Mach
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Liviu Dalateanu & Jay Gard
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Joana Brunkow , Moritz Arnold, Martin Haufe, Tobias v. Mach
die Auen
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Burkhard Beschow & Hendrik