[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Die Toteninsel, 1890, 68 x 90 cm, Radierung und Aquatinta, Klinger (nach Arnold Böcklin), Graphische Sammlung ETH Zürich
Die Toteninsel, 1890, 68 x 90 cm, Radierung und Aquatinta, Klinger (nach Arnold Böcklin), Graphische Sammlung ETH Zürich
Insel, Matias Bechtold, 2009, MdbK Leipzig Foto © Jürgen Baumann
Insel, Matias Bechtold, 2009, MdbK Leipzig Foto © Jürgen Baumann
Standpunkt notiert Auseinandersetzung mit Vorwurf des künstl. Umhanges, dem keine Kunst innewohnt (Sebastian, Marios Marios) am Bsp. Zufallsbilder (Raben- und Meerbilder): "Ich würde halt gerne programmieren" "Ich benütze das Thema, um Neues zu schaffen" Themenwahl beliebig, ohne tieferem Hintergedanke belustigende Spielerei (im Unterschied zu ernster Spielerei) offene Frage: Wer entscheidet, ob ich den Zufall als Thematik wirklich ernst nehme / behandeln möchte? Ist offensive Unsicherheit im Umgang mit eigenen Handlungen dem Ziel hinderlich? Ist die Lust am Programmieren verwerflich oder doch rudimentär wichtig, damit überhaupt etwas entstehen kann? Entstehen nicht erst dann gute Fotografien / Gemälde / Plastiken, wenn der Künstler die Technik beherrscht / gleichzeitig daran Freude empfindet? Ausstellung MdbK Leipzig "Die Toteninsel", 1886, 5. Version, Arnold Böcklin, MdbK Leipzig Unterschiede zu Baseler Version (siehe 6. August) (1) definierter Eingang (2) weiße Gestalt beugt sich über Sarg (3) Fährmann unauffälliger (dunkelhäutig), aber aktiver (nicht stillsitzend) (4) Mauer, abgeschottet vom Meer (5) höhere Felsen, niedrigere Bäume (Betrachter befindet sich mehr im Bild) (6) geringerer Abstand Insel zum Bildrand (näher am Betrachter) (7) kleinere Felsen im Meer (mehr Bewegung) (8) kein dominierendes helles Gebäude im linken Bereich (9) Außenseite Insel links und rechts mehr sichtbar (wirkt umschließender / plastischer) (10) hellerer Himmel (mehr Tiefenwirkung) (11) durch Öffnungen an Seiten wird Rand des Bildes mit einbezogen (nicht mehr isoliert) (12) Felsen mehr "durchlöchert", nicht "tot" notiert Erkenntnis: Künstler sterben auch jeder einzelne "Pinselstrich" sollte wichtig sein / das Ziel unterstützen Ergebnis sollte Betrachter nicht nur oberflächlich verführen "Leinwand" ausreizen, nicht nur füllen Symbolisten: verweisen auf Themen menschl. Existenz (Liebe, Sehnsucht, Tod) Naturmetaphern massives Gestein - Bleibendes Meer - Unruhe Erhabenheit Natur über Mensch: Größenunterscheid. Person/Felsen Zypressen: Metapher für Rätsel von Dasein nach Tod gedeutet Symbol Steinlöwen? Wächterlöwe in chines. Kunst insgesamt: Konstrukt voller Vergänglichkeitssymbole Signierung Böcklin mit AB auf Sturzbalken einer Graböffnung (eigenen Tod in Sicht behalten) Nietzsche Friedrich Nietzsche: Idee von Unsterblickeit des Künstlergenies "Mit der Signatur auf dem Sturzbalken einer Graböffnung rechts im Bild schaffte sich Böcklin zu Lebzeiten ein imaginäres Grab und knüpfte so an die Idee Nietzsches von der Unsterblichkeit des Künstlergenies an." notiert mehr über Idee Nietzsches in Erfahrung bringen notiert ausgestellte Bilder, die wegen Tod des Künstlers nie beendet wurden, sammeln mit Bleistift festgehaltene Varianten von Bewegungsabläufen sichtbar unvollendete Gliedmaßen, "primitive" Pinselstriche Bsp. "Der rasende Roland", Arnold Böcklin notiert Toteninsel von hinten griech. Mythos "Fährmann Charon" Tote gegen Obolus über Totenfluss Acheron gesetzt, ins Reich des Totengottes Hades bearbeitet u.a. von Klinger Max Klinger (Radierung), Dalí ("Das wahre Bild der Toteninsel Arnold Böcklins zur Stunde des Angelus", 1932 ) Die Toteninsel, 1890, 68 x 90 cm, Radierung und Aquatinta, Klinger Max Klinger (nach Arnold Böcklin), Graphische Sammlung ETH Zürich klinger-toteninsel.jpg "Selbstbildnis mit fiedelndem Tod", Arnold Böcklin "Villa am See", Arnold Böcklin (1. und 2. Version in Schackgalerie München) Vergänglichkeit bei "Villa am See": durch Naturgewalt Wasser wird mit der Zeit Stein unterhölt, auf dem Gebäude steht Insel, Matias Bechtold, 2009, MdbK Leipzig Foto © Jürgen Baumann bechtold-insel.jpg notiert zu Linienbildern anschauen: "Vorplatz", 2011, Sebastian Speckmann "Meerwunder", 1880, Hans Thoma (1839-1924) (Version MdbK Leipzig) Hieronymus Jobs notiert Berliner Version und Radierung Klinger Max Klinger (Zürich?) der Toteninsel aufsuchen / analysieren