[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Studienreise Athen 2015

Studienreise Athen 2015 Kunstbegriff Standpunkt In Griechenland fragten wir uns, als wir die Arbeiten zeitgenössischer Künstler in der Kommunalen Galerie Athen betrachteten, ob es überhaupt einen Unterschied zw. griechischer Kunst und Kunst anderer europäischer Länder gibt. Die Arbeiten hätten - so unser erster Eindruck - genauso gut in Leipzig entstehen können. Ist das nun gut? Oder schlecht? Wird Kunst - örtlich betrachtet - beliebig? Gibt es keine Techniken, die in einigen Regionen vermehrt genutzt werden? Themen, die nur hier funktionieren? Symbole, die hier Bedeutung bekommen und woanders deplaziert wirken würden? Wenn sich ein griechischer Künstler - vorausgesetzt, er hat keinen persönlichen Bezug zu Afrika - um afrikanische Gesundheitsthemen bemüht: Ist das glaubwürdig? Verliert die Kunst nicht an Reiz, wenn alle überall alles machen und regionale Besonderheiten außer Acht gelassen werden? Wäre es auf der anderen Seite aber nicht auch zu einfach, wenn wir bei den Arbeiten griechischer Künstler ständig antike Säulen entdecken würden? Vielleicht ist in heutiger Zeit nicht mehr das Thema entscheidend (denn das scheint global zu sein), sondern die Art, wie es bearbeitet wird. Mit welchen Formen gespielt und welche Farben eingesetzt werden. Oder wäre auch das noch zu plump? Globalisierte Kunst "Globalisierung: Das Ende der Modernen Kunst?", Peter Weibel im Katalog zur Ausstellung "German Art of the 20th Century", 1957, MoMA wurde formuliert, dass nur im Westen die Kunst als Ausdruck von Freiheit u. Individualität existiere (Hintergrund Hitler u. "Entartete Kunst") Abstrakten Expressionismus bei Darmstädter Gesprächen als einziges Ausdrucksmittel von Demokratie u. Freiheit angesehen Realismus in d. Kunst wurden totalitaristischen Systemen zugeschrieben während Kaltem Krieg moderne Kunst durch "ideologische Blase" geschützt, die jede Kritik verhinderte seit 1989 Öffnung / u.a. asiatische u. arabische Welt nehmen Einfluss auf d. Kunst festgesetzte Ordnung moderner Kunst (mit europäisch-nordamerikanischer Achse des Westens verbunden) beginnt sich aufzulösen "Vielleicht müssen wir uns an der Schwelle des 21. Jahrhunderts von der Epoche der Kunst der Moderne verabschieden […]" Folge d. Globalisierung: in globaler Kunstwelt wird nicht länger von "modern" sondern von "zeitgenössisch"/"Gegenwart" geredet Kunst, auch in Asien o. Afrika produziert ist nicht in unserem Sinne modern, aber zeitgenössisch Globalisierung fing 1492 mit Entdeckung d. Neuen Welt an 1. Manifest gegen Globalisierung von Marx und Engels (1848): "Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel. Überall muß sie sich einnisten, überall anbauen, überall Verbindungen herstellen." Kolonisation führte zur Entdeckung ethnischer Kunst (insb. im 19. Jhd.) Interesse an visueller Formsprache v. afrik. Stammeskunst Bücher wie "Negerplastik", Carl Einstein (1885-1940, dt. Kunsthistoriker u. Schriftsteller) zeigen, wie Interesse an afrik. Kunst u.a. Kubismus, Expressionismus, Surrealismus mitermöglichten um 1913 Ablösung klassisches Programm d. Kunst (von da Vinci als "Sichtbarmachung des universalen Wesens der Dinge" mit den Mitteln der Wissenschaft der Malerei unter Verwendung von Linie, Fläche, Volumen, Schatten u. Licht definiert) 2 gegensätzliche Darstellungsstrategien: Darstellung d. künstl. Mittel u. Darstellung von Dingen Denkrichtung (1): Verbannung d. realen Objekts von Leinwand, Beschränkung auf formale Elemente (wie Linie, Punkt, Fläche) = abstrakte Kunst Denkrichtung (2): tatsächlichen Gegenstand in Welt d. Kunst einführen (siehe Duchamp Marcel Duchamp) alles was zuvor Darstellung war wurde durch Realität ersetzt gemalte Landschaften => Land Art gemalte Stillleben => Collagen, Assemblagen, Installationen, Environments von realen Dingen gemalte Porträts => Body Art Genremalerei (gemalte Abbildung einer Alltagsszene) => Performances, Ereignissen, Happenings gemalte Wasserfälle => durch "echte", künstliche Wasserfälle ersetzt / gemaltes Feuer => echtes Feuer / gemalte Luft => echte Luft / gemalte Tiere => echte Tiere Denkrichtung (3): Einführung der "Medienrealität" widersprach Doktrin moderne Kunst (Fotografie, Film u. Video waren weiterhin darstellende Medien) Techniken konnten mit echten Dingen u. Menschen in Installationen verbunden werden Kluft zw. Darstellung künstl. Mittel u. Darstellung v. Objekten mit Medienkunst überbrückt ? Fotografie = "stille Vorherrschaft" in Kunst d. 20. Jhd. bspw. Francis Bacon, Gerhard Richter Gerhard Richter u. Andy Warhol Andy Warhol malten Fotografien o. leiteten ihre Bilder aus Fotografien ab Constantin Brancusi, Man Ray u. Erwin Wurm als Bildhauer durch Fotografie beeinflusst Fotografische Dokumente = Überbleibsel von u.a. Land Art u. Performancekunst neues Paradigma d. Kunst d. 21. Jhd: "das globale Netz" "Anybody anything anytime anywhere" Medienerleben wird universal "Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien." (Niklas Luhmann, "Die Realität der Massenmedien") Einzug der neuen Medien, neuer Materialien und neuer Technologien hat zeitgenössische Kunstproduktion enormen beeinflusst zeitgenössische Künstler haben Ausdrucksmittel in alle Richtungen u. auf alle Medien erweitert Gleichwertigkeit von allen Materialien u. Medien = künstlerische Gleichung unserer Zeit Phase (1) fast abgeschlossen: jedes Medium hat sein eigenes, intrinsisches Material sowie konzeptuelle Merkmale u. Möglichkeiten entwickelt Bsp. (a) Malerei mit Fließ- und Dripping-Techniken den ihr inhärenten Wert von Farbe gezeigt Bsp. (b) Fotografie Fähigkeit, Objektwelt auf realistische Weise abzubilden, unter Beweis gestellt Bsp. (c) Film hat seine narrativen Möglichkeiten offenbart Bsp. (d) digitale Kunst hat ihr Vorstellungsvermögen im Hinblick auf virtuelle Welten bewiesen Phase (2): Mixen u. Kreuzen von Medien Bsp. (a) Videokunst bedient sich narrativer Kraft d. Films durch Mehrfachprojektionen Bsp. (b) Sprache auf LED-Bildschirmen kann ein Bild, ein Buch und eine Skulptur sein Bsp. (c) Malerei verweist auf Fotografie o. digitale Grafikprogramme Bsp. (d) Netz kann sich selbst generierende Bilder und Wörter produzieren Vermischung heißt: kein einzelnes Medium hat noch die Vorherrschaft alle Medien beeinflussen u. bestimmen einander = universales Medium entsteht Bezugnahmen (Medien beziehen sich auf andere Medien) sind anstelle von Realität getreten Heißt das, dass sich zeitgenössische Kunst nur noch mit sich selbst beschäftigt? Kann denn diese Art von Kunst Menschen ohne Kunstbezug erreichen? Gleichung für Kunst d. 20. Jhd. / moderne Ästhetik d. industriellen Gesellschaft: "Maschinen, Materialien, Menschen" (Frank Lloyd Wright, Architekt, 1930) Gleichung für Kunst d. 21. Jhd.: "Medien, Daten, Menschen" (P. Weibel) ? moderne Kunst u. moderne Welt u. kapitalistische Welt-Ökonomie stehen zu einander in logischer Verbindung
Ikastikos Kiklos
Ikastikos Kiklos
Untitled, 2014, Denizhan Ozer
Untitled, 2014, Denizhan Ozer
Details of Face, 2014, Antonis Titakis
Details of Face, 2014, Antonis Titakis
Light - Shadow, 2015, Sofia Papadopoulou
Light - Shadow, 2015, Sofia Papadopoulou
Laokoon, 1938, Photis Kontoglou
Laokoon, 1938, Photis Kontoglou
Studienreise Athen 2015 Ausstellung Ikastikos Kiklos, Athen Ikastikos Kiklos ikastikos-kiklos-k.jpg M. WEGEN KÜNSTLERNAMEN FRAGEN Collage mit Karton notiert kubistisch gemalte/gezeichnete Formen mit Fotografie im Hintergrund ausprobieren notiert Lösung für bewegliche Ausstellungswände mit Marmorblöcken Untitled, 2014, Denizhan Ozer denizhan-ozer-k.jpg [5 ausgelassene Geraden / abstrakte Säulen] Denizhan Ozer M. WEGEN KÜNSTLERNAMEN FRAGEN [erinnert an René Magritte, inkl. eigener Spiegelung] [Falttechnik] [Verbindung Fotografie mit kl. Objekt, wie Stofffetzen] Ausstellung Kommunale Galerie Athen Details of Face, 2014, Antonis Titakis antonis-titakis-k.jpg Population Control?, 2015, Panagiotis Nezis Niki, 2015, Nikos Sarlis Untitled, 2012, Dimitris Efeoglou Light - Shadow, 2015, Sofia Papadopoulou sofia-papadopoulou-k.jpg Geometrischer Stil (ca. 900 – 700/675 v. Chr., Kunststil in d. gr. Kunst) Playroom, 2014, Margarita Petrova Photis Kontoglou (1895-1965, gr. Schriftsteller u. Maler) Laokoon, 1938, Photis Kontoglou photis-kontoglou-k.jpg
Skulptur v. Kriegsmuseum Athen (unbekannt)
Skulptur v. Kriegsmuseum Athen (unbekannt)
(The Runner), Omonia Platz, 1988, Costas Varotsos
(The Runner), Omonia Platz, 1988, Costas Varotsos
Studienreise Athen 2015 Nationales Museum für zeitgenössische Kunst, Athen (geschlossen) Skulptur v. Kriegsmuseum Athen (unbekannt) kriegsmuseum-athen-1-k.jpg Nationalgalerie Athen (geschlossen) (The Runner), Omonia Platz, 1988, Costas Varotsos runner-k.jpg aus Glas u. Eisen, fängt Augenblick d. Bewegung ein "[…] jemand, der den Raum durchdringt und immer die Erinnerung an sich zurücklässt." "[…] der für die Stadt steht, die ständig in Bewegung ist." Costas Varotsos (*1955 in Athen) Arbeiten im Grenzbereich zw. Bildhauerei, Landschaftsgestaltung u. Architektur "Glas gibt einem die Möglichkeit einen Ort zu besetzen, der vom Blick und vom Licht durchdrungen werden kann." Geradenbild Riss in antikem(?) Relikt in Jetztzeit fortgesetzt (vermtl. CITRONNE Gallery, Poros, 2014) notiert in zeitgenössischen Arbeiten nach Hinweisen auf griechische Wurzeln d. Künstler gesucht Frage: Gibt es einen Unterschied in d. Technik / im Material / im Thema zw. unterschdl. europäischen Kulturen? Ausstellung The Rainbow Serpent Gagosian Gallery, Athen I Was Thinking Of You II, 1975/2005, Dorothy Iannone Video in bemaltem Kasten integriert, führt Zeichnung fort (Great Mission Inside My Brain), 2014, Piotr Uklański Untitled, 2015, Borna Sammak The Communicator, 2012, Marina Abramovic Akropolis
Akropolismuseum (Architekt Bernard Tschumi), Athen
Akropolismuseum (Architekt Bernard Tschumi), Athen
Studienreise Athen 2015 Neues Benaki-Museum (geschlossen) Ausstellung Akropolismuseum Akropolismuseum (Architekt Bernard Tschumi), Athen akropolis-museum-k.jpg Plastiken d. ersten Großtempel u. Weihgeschenke d. Gläubigen (u.a. Reiter, Statuen d. Göttin Athene, Marmorreliefs, Weihgaben aus Bronze u. Ton) akropolis-museum2-k.jpg zentraler Bau: Parthenon (griechisch "Jungfrauengemach") für Stadtgöttin Pallas Athena Parthenos zum Dank für Rettung nach Perserkrieg erbaut