Ausstellung

Eine Ausstellung zum 250-jährigen Jubiläum der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in Kooperation mit dem GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig und dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig

Die letzte Führung zum Abschluss der Ausstellung findet Sonntag, den 28. Juni, 15 Uhr mit den Kuratorinnen statt.
(Treffpunkt Museumskasse)

Speziell zu der Ausstellung entwickelte Angelika Waniek neben dem poetischen Audioguide ebenfalls eine poetische Führung “hier links, da rechts“. Termine können hier eingesehen werden.

Dauer: 2. April bis 28. Juni 2015
Öffnungszeiten: Di. – So. und an Feiertagen 10-18 Uhr
Ort: GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig

Zum Ende ihres 250jährigen Jubiläums versammelt die HGB Leipzig in einem Ausstellungsprojekt mit dem GRASSI Museum für Angewandte Kunst (GRASSI MAK) und dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig (DLL) Werke von mehr als 70 internationalen KünstlerInnen aus dem Kontext der HGB Leipzig.

Die Entstehung und Entwicklung des GRASSI MAK ist eng mit der Geschichte der Hochschule und ihrem früheren Schwerpunkt auf die angewandten Künste verbunden. Die 2007 bis 2012 neu konzipierte Dauerausstellung wird im Rahmen des Ausstellungsprojekts „2.5.0. – Object is Meditation and Poetry…“ zum Ort der Zusammenführung der angewandten und der bildenden Künste und hinterfragt diese Zweiteilung zugleich. Kuratorische Eingriffe, Ergänzungen und Eliminierungen sowie pointiert gesetzte Werke von Alumni, ProfessorInnen, Studierenden und internationalen Partnern der HGB Leipzig verändern die Sichtweisen. Der Fokus dieser Arbeiten und Interventionen liegt dabei auf den ausgestellten Kult- und Alltagsgegenständen, Mode- und Designerscheinungen sowie ihrer epistemischen Funktion innerhalb der fragmentierten Museumsnarrative.

Bereits am 6. März ist das Projekt mit einer „literarischen“ Ausstellung gestartet. Texte von Studierenden des DLL zu den zeitgenössischen Kunstwerken werden an deren zukünftigen Standorten platziert und machen die Ausstellung „lesbar“. Zum Tag der Eröffnung werden die künstlerischen Arbeiten zu den jeweiligen Texten ergänzt.

Das temporär und prozesshaft angelegte Ausstellungsprojekt ermöglicht so eine neuartige Rezeption der Sammlung, welche vor allem drei aktuelle Themencluster untersucht und diskutiert:

  • Die Funktion des Museums als Ort des Sammelns und Aufbewahrens in einer Zeit des Produktionsüberflusses und der umweltbewusste Umgang mit dem Ausgeschiedenen – Objekte, die nicht auserwählt sind, um in das Museum aufgenommen zu werden und folglich entsorgt werden müssen – sowie die Frage nach der Energie, die für die Produktion, Aufbereitung oder Entsorgung von Objekten aufgewendet werden muss.
  • Die künstlerische Reflexion über genderspezifische Themen stellt eine weitere Ebene der Auseinandersetzung dar. Sie knüpft an einen Aspekt der Museumsammlung an, die viele Alltagsgegenstände zeigt, welche über das Kultische und Repräsentative hinaus das Intime – lange Zeit vorwiegend im Lebensraum der Frauen angesiedelt – assoziieren.
  • Transferprozesse, die im Laufe der letzten Jahrhunderte durch die Bewegung und Migration von Personen, Gütern und Formen zum aktuellen Verständnis der mitteleuropäischen kulturellen Identität führten.

Die Ausstellung zum Jubiläum der HGB Leipzig wird durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in besonderer Weise unterstützt.
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