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| Whisper | |
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Die Installation ist fuer einen Raum konzipiert. Sie besteht aus sechs individuellen Tonaufzeichnungen auf Endlosband-Material / bzw. CD (jeweils ca. 6min Spieldauer), die zu einer Endlosschleife neu zusammengefuegt worden sind. In einem Durchmesser von ca. 3m stehen 6 mit Pluesch bezogene flache Sockel, die mit nichtsichtbaren Lautsprechern versehen sind. Die gleichzeitig abgespielten Baender beeinflussen sich gegenseitig, indem sie sich ergaenzen, uebertoenen und mischen koennen. Der Besucher begibt sich in ein fluesterndes Stimmengewirr. Je nach Standpunkt innerhalb der Installation vernimmt der Hoerer die verschieden vorgetragenen Wortreihen mal deutlicher, mal undeutlicher. Ihn umgibt eindringliches Stimmengewirr, das eine scheinbare Kommunikation eingeht und den Besucher in das Hoererlebnis integriert und in die Kommunikation einbezieht. Die gefluesterten Wortreihen bestehen aus Wortgruppen verschiedener Taetigkeitswoerter, die in einer jeweilig verschieden großen Gruppe untereinander eine Art unscheinbarer Geschichte, die mit monoton vorgetragener Stimme erzaehlt wird, ergeben. Die kommunikative Ebene der Wortgruppen wird durch eine Ähnlichkeit der Woerter hergestellt, so daß sich die Woerter einer Gruppe in eine andere mischen koennen und damit den Sinninhalt einer Gruppe bzw. das >erzaehlerische< Moment einer anderen Gruppe beeinflussen koennen. Die Beeinflussung der Texte untereinander wird durch die Einhaltung bestimmter gleichbleibender Kriterien des Vortrags unterstuetzt: gleiche Stimme, gleiche Stimmlage in monoton gefluesterter Vortragsart sind bei allen Aufnahmen gleich. Die Überfrachtung des Raumes mit akustischen Reizen laeßt eine durch Zufall gesteuerte Geschichte ueber die Geschichte einer Handlungsreihe entstehen und damit einer Erzaehlung ueber Handlungsmoeglichkeiten von Personen. Der Reiz des Hoererlebnisses befindet sich an den Schnittstellen der Woerter zueinander. Die Geschichte in der Geschichte laeuft auf verschiedenen Ebenen und scheint ausweglos. | Whisper | The installation is conceived for a certain room. Nevertheless, it is variable and can be adapted to other spaces. It comprises six sound loops of 6 minutes duration each. Six felt-covered pedestals containing the loudspeakers are positioned in a circle of 3 metres across. The tapes, playing simultaneously, complement, influence and interfere with each other. The visitor enters a whispering tangle of voices. They are more or less clearly perceptible, depending on where the listener is. By being engulfed in this nervous tangle of voices, that seem to be communicating with each other, the listener becomes part of the installation. What appears to be a somewhat plain story told in a monotonous voice, is actually a construct of groups of verbs. The individual groups are structured in such a way as to complement each other, their interrelationship and the inner narrative being based on their acoustic similarities. Therefore the reciprocal influence of the texts is facilitated by certainperformance criteria, namely consistency of voice and mood, similar voice and mood to create an overall monotonous whisper. Acoustically overloading the installation space creates an intricate narrative of human action, depending primarily on chance as well as the listener's participation. The work is about the interface between language and listener. The narrative within the narrative is complex and multi-layered, and there seems to be no way of escaping from it. |
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Sybill Gburek *1965 in Mühlhausen |