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In diesem gemeinsamen transdisziplinären Projekt soll das Themenfeld einer philosophischen Theorie des Empraktischen und einer experimentellen filmisch-künstlerischen Herangehensweise erarbeitet werden. Hierbei wird es einerseits darum gehen, die Themenfelder der Reihe „Experimente des Leibes“ weiterzuentwickeln und andererseits im Experiment des „empraktischen Filmens“ künstlerisch zu hinterfragen. Gemeinsamkeiten eines somatologischen Ansatzes in Kunst und Philosophie sollen kritisch beleuchtet werden und sich existenziell-ästhetisch offenbaren. Der Leib hatte bereits als Gegenstand philosophischer Betrachtung bei den Griechen der Antike eine grundlegende philosophische Bedeutung. Doch im Diskurs der Moderne und Postmoderne verschwand er aus den wissenschaftlichen Arbeitsräumen mit dem Begriff des „body“, wohingegen er im philosophischen Diskurs v.a. an den amerikanischen und deutschen Hochschulen beherrschenden Philosophie, die man als eine harte (Verbal)Sprachphilosophie bezeichnen kann, einfach als selbstverständlich vorausgesetzt und zum philosophischen Nicht-Thema degradiert wird. Entweder mit der Begründung, der Leib sei ganz selbstverständlich da, das wissen wir doch nun; oder aber er wird als niederes bloß triebhaftes Problem und damit als philosophiewissenschaftliches Unproblem betrachtet und ganz ausgeschlossen. Man glaubt etwas vom Leib zu wissen, wenn man den Körper thematisiert. Man kann also von einer grundlegenden Leibvergessenheit in der Philosophie sprechen. |
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