"TrennWand"
Stephan Murer & Markus Nebe

Donnerstag, 31.01.08 - 03.02.08, in der Galerie Empraxis

Die Thematik der Trennung ist auf mindestens doppelte Weise zu verstehen. Einerseits kann man sie intersubjektiv, oder gar soziologisch-allgemein reflektieren, andererseits aber, diesem Ansatz hier folgend, ist sie als intrasubjektive Wahrnehmung als existenzielle Haltung zu verstehen. Trennung heißt auch Differenzieren und die Differenz ist immer auch gleichzeitig eine Fragmentierung und eine partielle Sichtweise, sie ist Ausdruck einer Unzulänglichkeit des individuellen Wahrnehmungswinkels, also immer auch einer Verletztheit oder unvollkommener Vision von Ganzheitlichkeit. Man könnte nun fragen, ob diese Fragmentierung eine Auflösung des Selbstverständnisses und der Identität des Subjektes bedeutet. Aber mit dem Ansatz der Selbst-Perspektive ist die Voraussetzung geschaffen, dass eine Form von Inter-Selbst-Aktivität entsteht. Die Trennwand stellt unter diesem Blickwinkel die symbolische Frage, was das Fassungsvermögen einer Wand, die mindestens zwei Personen sich gegenüber treten lässt, künstlerisch und philosophisch bedeuten kann. Wie nimmt der Einzelne sein Gegenüber, diesen Schatten, existenziell wahr? Kann aus existenzieller Sicht ein Schatten zum Leuchtschatten, ja zur Lichtgestalt werden? Wie wird die Luminiszenz der plastischen Reflextion zum leiblichen Erkenntnisobjekt?

Hagen Wiel & Konstanze Schwarzwald

Mit freundlicher Unterstützung von ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG / Nietzsche Gesellschaft e.V. / Studentenrat der HGB