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Beatrice Schuett bei „Kunst im Untergrund 2019“ ausgezeichnet

Wettbewerb der nGbK thematisiert deutschen Rüstungshandel

Im Rahmen des Ausstellungs- und Rechercheprojektes „Up in Arms“ zu Strukturen der Rüstungsindustrie in Berlin lobte die neue Gesellschaft für bildende Kunst den Wettbewerb „Kunst im Untergrund 2019“ aus. Zu den ausgewählten Künstler*innen gehört auch Beatrice Schuett.

Beatrice Schuett studierte von 2016 bis 2019 Medienkunst an der HGB Leipzig. Ihre collageartige Plakatserie „Forensic Excavations Inventory or The Total Deconstruction of an Armenian Family“ beleuchtet die Rolle, die deutsche Rüstungsunternehmen im Zusammenhang mit der Geschichte ihrer Familie und dem Armeniengenozid während des Ersten Weltkriegs spielten. Die Künstlerin bedient sich dabei der archäologischen Methode des ›Forensic Excavations Inventory‹, um ihre Familienbiografie zu erforschen. Sie stellt sich gegen eine Historisierung des Konflikts und transportiert ihn in den Berliner Stadtraum der Gegenwart. Das Kunstwerk verweist auf die Auswirkungen von Krieg – Tod, Flucht und Migration – die auch nach mehreren Generationen noch spürbar sind. Es wird ab dem 15. September im U-Bahnhof Mitte in Berlin zu sehen sein.