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„Potato Print Dance“ von Nora Frohmann und Clemens Fellmann erscheint im Jahrbuch TanzForschung 2020

Die beiden HGB-Alumn*ae Nora Frohmann und Clemens Fellmann sind mit ihrem Projekt „Potato Print Dance“ in der Publikation „Sinn und Sinne im Tanz“ vertreten, die im transcript Verlag erschienen ist. Der Beitrag über ihre Arbeitsweise entstand aus einer Lecture Demonstration während eines dreitägigen Symposiums der Gesellschaft für Tanzforschung (gtf) in Zürich im September 2019. 

Bei „Potato Print Dance“ handelt es sich um ein intermediales Vorhaben, in dem die Performer*innen selbst erstellte Kartoffeldruckgrafiken (eine Drucktechnik, in der rohe und in Form geschnittene Kartoffeln als Druckstempel verwendet werden) in Bewegung übersetzen. Die beiden reizt an dem Verfahren besonders die Einfachheit und Variabilität der Technik, sowie die Möglichkeit des Gemeinsamen und Intuitiven. Dafür erstellen sie ein Sortiment aus simplen Formen und leuchtenden Farben – im Prozess reagieren sie aufeinander, entscheiden allein oder gemeinsam. Angetrieben wird das Künstler*innen-Duo von der Frage, auf welche Weise es sein grafisches Material (2D) in Bewegung (4D) überführt: Jedem Stempel wird eine Bewegung zugeordnet.

Nora Frohmann lebt und arbeitet als Künstlerin/Performerin in Leipzig und München. Sie absolvierte ein Studium der Fotografie in München und der Bildenden Kunst in Leipzig. Ihre künstlerische Praxis fußt auf Skulptur/Installation und Tanz/Performance. Dabei interessieren sie Potentiale, Uneindeutigkeiten, Körper- und Sinnlichkeit. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und ihre Arbeiten werden international gezeigt, u.a. Zürcher Hochschule der Künste, Grassi-Museum Leipzig, Eigen+Art Leipzig, Rencontres d’Arles, Kunstverein Leipzig.

Clemens Fellmann ist Künstler und Performer. Er studierte B.A. Malerei (Genf), Diplom Bildende Kunst (Leipzig) und aktuell M.A. Art Teaching in Luzern. Zusätzlich forscht er dort zum Sammeln von Performancekunst. Er erhielt zahlreiche Stipendien und seine Arbeiten werden europaweit gezeigt.

Ihre gemeinsamen Projekte (seit 2017) nehmen verschiedene Ausgestaltungen an, sei es Tanzperformance, Zeichnung oder Musik. Strukturen, Wiederholungen und Potenziale werden in Bezug gesetzt zu Brüchen, Humor und Absurdität. Beiden geht es in der Zusammenarbeit um Forschung im Sinne des Ausprobierens, Testens und gegenseitigen Befruchtens. Kollaboration verwischt Autor*inschaft, schafft dadurch Freiräume und erweitert Möglichkeitsräume. Innerhalb selbst gesetzter Regeln versuchen sie, diese auszureizen, suchen sie nach Freiheit durch Beschränkung. Gemeinsame Performances und Ausstellungen zeigten sie in Zürich, Leipzig, München und Thessaloniki.

Über die Publikation:

Sinn und Sinne im Tanz
Perspektiven aus Kunst und Wissenschaft. Jahrbuch TanzForschung 2020
Margrit Bischof / Friederike Lampert (Hg.)
transcript - Independent Academic Publishing
Print, 30,00 EUR
8/2020, 332 Seiten kart., Dispersionsbindung, 26 SW-Abbildungen, 12 Farbabbildungen
ISBN 978-3-8376-5340-3

Dieses gtf-Jahrbuch entstand in Zusammenarbeit mit dem Institute for the Performing Arts and Film (IPF) der Zürcher Hochschule der Künste und erscheint als Band 20 der Reihe subTexte.