| Das komplex angelegte Werk „Bibliotherapie“ kreist
um Bücher, die grundlegende
soziologische, politische, psychologische und kulturelle Aspekte der europäischen
Weltsicht wieder spiegeln, wie in diesem Fall Robinson Cruseo, einer der
meistgelesensten Romane der Welt. Verschiedene zeitgenössische Menschen
lesen an verschiedenen Orten, die in Verbindung mit dem Roman stehen, aus
diesen Büchern vor und werden als „Portrait mit Worten“ in
Mimik und Gestik
gefilmt. Die Geste des Lesens reflektiert die Aneignung von Wissen und
des
Vorlesens von Vermittlung. Der Titel verbindet diese Tätigkeiten mit
therapeutischen
Fragestellungen. John ist die Auskopplung eines dieser Leseportraits und
zeigt einen taubstummen Londoner Leser, der in Gebärdensprache die
Stelle im
Buch gestisch liest, in der Cruseo strandet. |