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Inhaltsverzeichnis:
3. Die Christianisierung Polens
4. Boleslaw der Tapfere (Chrobry) - Der 1. König Polens
5. Der Verlust der Königskrone in den Jahren 1033 - 1105
6. Das Zeitalter der Teilung Polens in Provinzen -Die Jahre 1106 - 1181
7. Die Gründung des Deutschen Ordens 1198und die Jahre bis 1309
8. Die Lösung Schlesiens von Polen
10. Jagellonen-Dynastie um 1385 - 1569
11. Renaissance und Reformation
12.1. Die erste Teilung
12.2. Die zweite Teilung
12.3. Die dritte Teilung
13. Polen im Zeitalter Napoleons
15.1. Die Jahre 1905 - 1914
15.2. Die Jahre 1914 - 1918
15.3. Nachkriegszeit 1919 - 1939
17. Das kommunistische Polen in den Jahren 1947 - 1955
18. Die Zuspitzung der wirtschaftlichen Krise in den Jahren 1956 - 1980
19. Die ersten Streiks in Polen - Die Jahre 1980 bis zur Gegenwart
1. Die Besiedelung Polens
Die erstmalig auftauchende Bezeichnung "Polen" wird im 10./11.Jh
von ausländischen Chronisten benutzt und bedeutet auf deutsch so viel
wie: Felder.
Die ersten menschlichen Spuren kann man auf polnischem Gebiet aus der Zeit
des Paläolitikums (Steinzeit ca vor 180 000 Jahren) finden.
Seit etwa 1.600 Jahren v.u.Z. bewirkte ein Zustrom von Menschen aus den
Dnepr- und Donaugebieten, daß an Stelle verstreuter verschiedenartigen
Lebensformen, hier eine recht einheitliche Kultur entstand. Es ist die
Trzciniec-Kultur, die in den meisten Gebieten Polens heimisch wurde und
somit den Grund der darauffolgenden sogenannten Lausitzer Kultur bildete
(1300-400 v.u.Z.).
Gleichzeitig, also gegen Ende des 1.Jahrtausends v.u.Z., gelangte ein slawischer
Zweig des indoeuropäischen Stammes zwischen Wisla und Oder und verdrängte
die dort lebenden Bewohner.
Die slawischen Stämme zerfielen in zwei Gruppen: in die westlichen
Slawen (westlich von Wolhynien und den Dnestrquellen) und in die östlichen
Slawen (Dnestr). Das Westslawentum wurde 1.- von Pommerschen Kultur beeinflußt
und 2.- von der keltischen Kultur beeinflußt, die von den Westslawen
im Laufe des 4. u. 3. Jahrhunderts v.u.Z. nach Schlesien und Kleinpolen
gebracht wurde.
Im 1.Jahrhundert v.u.Z. ist bereits der Fluß Wisla auf römischen
Karten eingetragen. Der Handel, vor allem mit Bernstein und Sklaven blühte.
Die ersten 4 Jahrhunderte unserer Zeitrechnung werden auch als römische
Epoche bezeichnet.
In dieser Zeit beginnt der Zerfall der Urgemeinschaft, die durch die Territorialgemeinschaft
ersetzt wurde und die ersten primitiven politischen Organisationen beginnen
sich zu herauszubilden. Das wurde noch durch den Druck fremder Stämme
beschleunigt.
Im 4. - 6. Jahrhundert kommt es zu einer Bewegung der Slawen in die Territorien
südlich der Karpaten und in das Elbegebiet.Schon im 8. und 9. Jahrhundert
unterhielten die Gebiete des späteren Polens ständige Kontakte
mit vielen Ländern des frühmittelalterlichen Europas (mit Franken,
Skandinavien und der Ruß).
2. Die Piastendynastie
Im 7. bis 9. Jahrhundert war die Differenzierung der Gesellschaft auf
polnischem Boden rasch vorangeschritten. Ein staatlicher Mittelpunkt von
längerer Dauer entstand etwa Ende des 9.Jahrhunderts auf dem Gebiet
Großpolens, das von dem Stamm Polanen besiedelt war. Der Hauptort
der Polanen, Gniezno, wurde vermutlich Anfang des 8.Jahrhunderts erbaut.
In dieser mächtigen Burgsiedlung herrschte die Piastendynastie.
Die Polanen erweiterten ihre Gebiete bedeutend, indem sie das Land zwischen
Warta und Pilica bzw. der oberen Bzura eroberten und die Gebiete der Pommerellen,
Masowien, Pomorze Gdanske ihrem Staat einverleibten. Die Vereinigung der
oben genannten Gebiete wurde durch die Einheitlichkeit der wichtigsten
kulturellen, ethnischen und sprachlichen Merkmale erleichtert.
Als Nachfolger seiner Vorfahren und uns der erste bekannte piastische Fürst
(wahrscheinlich aus der 3. Generation ) ergreift 960 Mieszko die Macht
über das Polanen Land (960 -992).
3. Die Christianisierung Polens
Im Jahr 966 folgt der Landesherr Polens dem Beispiel anderer slawischer
Völker, sowie Ungarn und Skandinavien, die im 8. -10. Jahrhundert
christlich getauft wurden. Polens Taufe (966) wurde durch die Ehe Mieszkos
mit der böhmischen Prinzessin Dobrawa (965) erleichtert.
Das Jahr 966; der Taufakt stellt einen entscheidenden Moment in der Polnischen
Geschichte dar. Es war ein Begin des Konsolidierungsprozesses, die Macht
des Fürsten verbindet sich eng mit dem Kirchenapparat. Schon 968 erhielt
das Piastenland einen Missionsbischof (er lies sich in Posen nieder).
Durch seine zweite Ehe mit der Tochter des deutschen Markgrafen, kann Mieszko
ab 974 an den kaiserlichen Hoftagen teilnehmen und ab 986 galt er als Lehnsmann
des Kaisers Otto des I. (Ob er weiter einen Tribut zahlen mußte,
zu dem er sich nach einem zufälligem Zusammenstoß mit der Streitmacht
des deutschen Markgrafen Gero, dem Kaiser verpflichtet hatte, wissen wir
nicht)
990 festigt Mieszko die Verbindung zwischen dem Papsttum und Polen dadurch,
daß er sein Land dem heiligen Petrus schenkte (d.h. dem Papst unterstellte).
So fügte er, durch die Bindung an Kaiser und Papst, sein Land und
damit das spätere polnische Volk in die vom römischen Christentum
bestimmte westliche Welt ein.
4. Boleslaw der Tapfere (Chrobry) - Der 1. König Polens
Nach Mieszkos Tod (992) riß der älteste Sohn Boleslaw der
Tapfere (Chrobry) das gesamte piastische Patrimonium an sich und so erreichte
die piastische Macht unter seiner Herschaft ihr ersten Höhepunkt.
(Boleslaw Chrobry kaufte den Leichnam des verstorbenen böhmischen
Bischofs Vojtech, in der deutschen Literatur als Adalbert bezeichnet, und
ließ ihm in Gniezno beisetzen. Adalbert wurde zum Märtyrer erklärt
und man erhob ihm zum Heiligen. So wurde durch die piastische Propaganda
um den Kult des heiligen Adalbert, geschickt ein Glanz auf den Herrscher
gestrahlt.)
Im Jahr 1000 kam der 19jährige Kaiser Otto der III. (starb 1002) mit
großem Gefolge als westliches Oberhaupt der Christenheit und als
Pilger zum Grab seines Freundes Adalbert, mit dem Wunsch die Reliquien
des Märtyrers zu besitzen. (Er bekam eine Nachbildung der heiligen
Lanze des Reiches.) Boleslaw gründet in Polen ein Erzbistum und mehrere
Bistümer, was große politische und kulturelle Bedeutung hatte,
denn er festigte damit die Einheit und Souveränität des Staates.
Während seiner Herrschaft, nahm Boleslaw der Tapfere das Milzener
Land, die Lausitz und Meißen (1002) in Besitz und eroberte Böhmen.
(Die drei große Kriege gegen die Ansprüche des deutschen Kaisers
Heinrich des II. ;1004-1005, 1007-1013, 1015-1018; endeten erfolgreich
für Polen mit dem Frieden von Bautzen. 1018 gelingt ihm durch den
Feldzug in die Ruß, die berühmte Einnahme Kiews und die Angliederung
der Tscherwenischen Burben (1018). Die Piasten-Familie ging durch Heiraten
Verbindungen mit zahlreichen Familien ein und so errang der junge Staat
einen bedeutenden Platz unter den europäischen Mächten (mit den
Premisliden /Tch., Arpaden /Ung., Wettinern /D., Purikdynastie /Ruß.,
Erik v. Schweden, sogar mit der Nichte von Otto III..
Am Ende seines Lebens nutzte Boleslaw der Tapfere die unsichere Situation
im Deutschland aus und krönte sich 1025 zum (1.) König.
5. Der Verlust der Königskrone in den Jahren 1033 - 1105
Nach Boleslaws Tod konnten seine Söhne die errungene Stellung die
er erreichte nicht wahren, mußten die Krone (2. König=Boleslaws
Sohn Mieszko II) abgeben und sich dem Kaiser wieder unterordnen (1033).
1038 überfiel Böhmen das Piastenland, entführte die kostbaren
Reliquien des heiligen Adalbert und besetzten Schlesien. Ein heidnischer
Volksaufstand verjagte die christliche Oberschicht und vernichtete die
Kirche. Trotzdem erwies sich das, was Mieszko und Boleslaw geschaffen hatten
als dauerhaft.
1050 gewann Kasimir der 'Erneuerer' sein Land, zuletzt auch Schlesien,
mit der Unterstützung seiner Verbündeten zurück. Die Solidarität
der christlichen Fürsten hatte es ihm ermöglicht, das Patrimonium
der Piasten wiederherzustellen. Er hatte als seinen Hauptsitz Krakau gewählt,
damit verlagerte sich das Schwergewicht Polens für mehr als 500 Jahre
an die obere Weichsel, nach Kleinpolen (Krakowien und das Land Sandomir).
Zu Weihnachten 1076 versuchte sich zum drittenmal ein Piast die königliche
Krone aufzusetzen. Als der Kaiser Heinrich IV. sich zum Gang nach Kanossa
rüstete, ließ sich Boleslaw II. genannt der Kühne, ältester
Sohn des 1058 verstorbenen Fürsten Kasimir, zum (3.) König krönen.
Der Streit zwischen weltlicher und geistlicher Gewalt spielte sich nicht
nur auf deutschem Boden ab, sondern griff auch nach Polen. Bald nach der
Hinrichtung des Bischofs von Krakau verlor Boleslaw II infolge eines Aufstandes
seine Krone.
6. Das Zeitalter der Teilung Polens in Provinzen ( Die Jahre 1106 - 1181 )
Boleslaws Nachfolger setzten das Werk der Christianisierung fort, strebten
aber nicht mehr nach dem Königstitel. Boleslaw III genannt Schiefmund
(1106 - 1138) gewann Pommern zurück und lies es 1135 christianisieren.
Den Versuch eines Kompromisses zwischen dem Absolutismus der Dynastie der
Piasten und der Dezentralisierung, die von den Feudalherren angestrebt
wurde, sollte das Testament von Boleslaw III. darstellen. Auf diese Art
sollten die Bruderkriege um die Macht beenden werden. Das Testament trat
gleich nach Boleslaws Tod 1138 in Kraft.
Nach diese Senioratsverfassung sollte der jeweils Älteste des gesamten
Hauses 'Senior' der Inhaber der Herrschaftsrechte (hinsichtlich Verwaltung,
Gericht, Münze und Heerführung) sein und als unmittelbaren Besitz
Krakowien, das südliche Großpolen und die Oberhoheit über
Pommern erhalten. Das übrige Polen: Großpolen, Kleinpolen Schlesien
und Masowien sollte unter die anderen Piasten aufgeteilt werden.
Das Fehlen einer Zentralgewalt schlug sich im Schicksal der Elbslawen nieder;
Westpommern wurde zur Huldigung des Kaisers Friedrich Barbarossa (1181)
gezwungen.
So begann in Polen das Zeitalter der Teilung in Provinzen. Wenn diese Territorien
trotz ihrer Schwäche unabhängig blieben, so lag es u.a. daran,
daß die Nachbarn Polens, das Römisch-Deutsche Kaiserreich und
das Großfürstentum Kiew ebenfalls einen ähnlichen Auflösungsprozeß
durchmachten und infolgedessen machtlos waren. Die für Europa charakteristische
Zeit der feudalen Zersplitterung sollte auf Polnischem Boden fast 200 Jahre
dauern.
Diese Zeit war gleichzeitig eine Zeit der wirtschaftlichen Wandlungen,
die gesellschaftliche Veränderungen hervorbrachten. Es war ein Jahrhundert
des Fortschritts, den man am demographischem Wachstum messen kann. Während
die Bevölkerung Polens im Jahre 1000 nicht mehr als 1,25 Mill. Einwohner
ausgemacht haben dürfte, ist aus den Registern des heiligen Stuhls
(über die Abgaben des Peterspfennigs in Polen) zu ersehen, daß
die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 14 Jahrhundert 2 Mill.
ergab. Dieser Zuwachs wurde hauptsächlich durch bessere ökonomische
Bedingungen hervorgerufen und setzte mit Sicherheit im 12. Jahrhundert
ein.
Anfang des 12.Jhd wurden an den Krakauer und Pariser Schulen hervorragende
Schriftsteller ausgebildet. U.a. auch der Meister Wincenty dessen Chronik
zu den Erscheinungsformen des europäischen Humanismus gehört.
Der liturgische Gesang brachte die ältesten (jüngst in Handschriften
wiederentdeckten) Musikwerke Polens hervor.
7. Die Gründung des Deutschen Ordens 1198 und die Jahre bis 1309
Seit Anfang des 13. Jahrhunderts betrieben deutsche Zisterzienser des
großpolnischen Klosters Lenko (nordöstlich von Posen) eine erfolgreiche
Mission bei den heidnischen Preußen (baltischer Stamm im Bereich
des späteren Ostpreußen). Da sich die Preußen wehrten,
versuchten die Piasten die Christianisierung mit Gewalt durch Kreuzzüge,
durchzuführen. Dazu hatten sie auch die päpstliche Erlaubnis
vom Innozenz III. bekommen. Diese Versuche sind gescheitert, darum bat
Herzog Konrad von Masowien (der seit der Aufhebung der Senioren Verfassung
ganz selbständig war) den Großmeister des Deutschen Ordens,
Hermann von Salza um Hilfe. 1230 kam der Vertrag von Kruschwitz zu Stande,
mit welchem dem Orden (der Orden hatte sein Schwergewicht im Palästina)
das eroberte Land der Preußen übereignet werden sollte. 1234
wurden die Preußen getauft und das Land durch die päpstliche
Bulle von Rieti dem Orden übertragen. In dem eroberten Land wurden
aus Sicherheitsgründen mehrere Burgen gebaut und es entstanden zumeist
mit deutschen Siedlern neue Dörfer und Städte. 1309 wurde der
Hochmeistersitz des Ordens von Venedig in die neuerbaute Marienburg verlegt.
8. Die Lösung Schlesiens von Polen
Durch die im 13. Jh. stark zunehmende Einwanderung von Deutschen wurde
Schlesien immer enger mit Deutschland verbunden, ohne daß Schlesiens
Verbindung zu Polen deshalb abriß. Die Städte waren durch ihre
Sprache, Handel und vielfach auch durch die rechtlichen Kontakte mit dem
Oberhof von Magdeburg verbunden. Immer mehr Fürsten suchten sich an
Böhmen anzulehnen. Im Jahre 1342 huldigte auch der Bischof von Breslau
für sein Bistum, das sich um die Neiße erstreckte, dem König
von Böhmen. Manche Teilgebiete kamen auch unmittelbar unter böhmische
Herrschaft.
In der erster Hälfte des 13. Jh. entstand der Christenheit eine unheimliche
Bedrohung durch den Aufstieg des Mongolischen Reiches. Die Söhne des
Dschingis Khan vernichteten mit ihren tatarischen Kriegern 1240 die Stadt
Kiew und 1241 griffen sie Ungarn an. Ein Teil des Mongolenheeres durchzog
dabei Polen. Chmielnik (nordöstlich von Krakau), Sandomir, Breslau
und Krakau gingen in Flammen auf. Danach zogen sich die Mongolenfürsten
zurück.
An die Stelle der vernichteten polnischen Städte wurden neue Großstädte
mit ca. 500-1000 Häusern, mit neuem Städtegrundriß und
mit neuen Bewohnern angelegt. Die neu gebauten Städte Krakau, Breslau
und Posen erhielten deutsches, zumeist Magdeburger Stadtrecht und waren
vorwiegend von Deutschen bewohnt.
Die Fürstentümer der Piasten wurden im 13. Jh. durch ständige
Teilungen immer kleiner. Zum Fürsprecher einer Wiedervereinigung Polens
unter der Bedingung völliger Selbstbestimmung machte sich der Herzog
Wladislaw Lokietek.
9. Pommerellen (Kleinpommern)
Anfangs des 13. Jh. beanspruchten die Brandenburger das Land Pommerellen
für sich. Sie stehen in Danzig den Polen unter der Führung von
Wladislaw Lokietek gegenüber und der Herzog Wladislaw Lokietek ruft
erneut den Deutschen Orden zu Hilfe. Die Ritter des Ordens Kamen, vertrieben
die Brandenburger aus der Stadt Danzig, dann aber auch die Polen aus der
Burg (1308) und nahmen gang Pommerellen in Besitz.
In mehreren Etappen vereinigte Wladislaw Lokietek bis 1314 die zwei Hauptprovinzen
Malopolska und Wielkopolska, festigte seine Position gegenüber den
Böhmen, der Luxemburgischen Dynastie, der Mark Brandenburg und des
Deutschen Ordens und ließ sich 1320 auf dem Wawel zum König
krönen (4.König).
Auf den Thron folgte ihm sein Sohn Kazimierz (5.König). Ihm gelang
es auf diplomatischem Wege, mit dem Friedensvertrag von Namyslow sowie
auf militärische Art (1340-1366), bedeutende Gebiete der Halitschen
Ruß anzugliedern, Wolhynien wurde zwischen Polen und Litauen aufgeteilt.
König Kazimierz verfügte über großes Talent als Diplomat
und Politiker und umgeben von einer Gruppe von Ministern gelang es ihm,
das Programm der inneren Vereinigung Polens durchzusetzen, indem er das
Verwaltungs-, Währungs-, und Steuersystem sowie das Rechts- und Gerichtswesen
vereinheitlichte und vervollkommnete. Er realisierte ein umfassendes Bauprogramm,
daß die Errichtung von Burgen, Befestigungsanlagen und Kirchen vorsah.
1349 kam es zu einer Emigrationswelle der Juden aus Deutschland, er brachte
ein Gesetz heraus, welches die Juden schützte und so konnte sich in
Polen die größte jüdische Gemeinde der Welt entwickeln.
Ende des 14.Jh. wandte sich Kazimierz von der Westpolitik ab und richtete
seine Aufmerksamkeit in Richtung Osten.
König Kazimierz bezeigte reges Interesse am wirtschaftlichem Leben,
an Kultur, Wissenschaft und Bildung. Der Krakauer Universität gab
König Kazimierz nach italienischem Vorbild eine juristische Orientierung.
Auf dem Gebiet der Philosophie befasste sich die Universität intensiv
mit Ethik und mit Gesellschaftslehre. Nach Polen wurde, hauptsächlich
aus Mitteleuropa, aber auch aus Italien, Burgund und aus dem Moselgebiet,
die romanische Kultur übertragen.
10. Die Jagellonen-Dynastie um 1385 bis 1569
1385 erfolgte der Zusammenschluß Polens und Litauens. (Jagiello,
nahm den Vornamen Wladislaw an und nach seiner Vermählung mit Jadwiga
wurde er König von Polen) Durch Vermählung der Fürstenhäuser
Polens und Litauens entstand ein Königreich, das sich gegen die benachbarten
Tataren, das wachsende Interesse Moskaus an Ausdehnung Richtung Westen
und der Expansion des Deutschen Ordens wehren konnte.
Zu einer entscheidenden Auseinandersetzung und zugleich einer der größten
Schlachten des Mittelalters kam es am 15.Juli 1410 auf den Feldern von
Grunwald (Tannenberg), wo die polnisch-litauische Armee das Ordensheer
zerschlug. Ganz Preußen fiel kampflos in die Hand des Siegers. Durch
Seuchen, kriegerische Ausfälle der Ritter, eines Entlastungsangriffs
des livländischen Ordenszweiges gegen Litauen und die drohende Haltung
von König Sigismund von Ungarn, wurden die Belagerer gezwungen, sich
im September 1410 wieder zurückzuziehen.
Wenige Woche später hatte der Orden sein gesamtes Gebiet wieder in
Händen. Am 1. Februar 1411 wurde bei Thorn der Thorner Frieden abgeschlossen.
1413 wird die Eigenstaatlichkeit Litauens durch die Tagfahrt von Horodlo
und die Erneuerung der polnisch-litauischen Union bestätigt. Die familiäre
Verbundenheit der sozialen Oberschicht verband die beiden Länder bis
ins 19.Jh miteinander.
Der Tod des litauischen Großfürsten Witold, der vergeblich auf
seine Krönung wartete, rief in Litauen Bürgerkrieg hervor. Auf
Veranlassung des Kaisers Sigismund griff der Deutsche Orden auf Seiten
der Unionsfeinde in den Krieg ein, wurde aber geschlagen und mußte
1430 mit Polen und Litauen den Frieden von Kujawisch Brest abschließen.
Der Frieden schloß Ansprüche von dritter Seite aus (Kaiser,
Papst), damit war der Orden von seinen Schutzmächten getrennt und
hatte aufgehört, eine Großmacht darzustellen.
Nach dem Dreizehnjährigen Krieg (1454-1466), den der Deutsche Orden
gegen seine eigenen Vasallen (die Städte und dem Adel, weil sie die
Oberhoheit des polnischen Königs Kazimierz Jagellonczyk anerkannt
hatten) führte, öffnete sich wieder der Zugang zum Meer. Das
beschleunigte die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
Die Jagiellonen bauten ihre Macht weiter nach Westen aus. Die böhmische
Krone errangen sie durch politische Schachzüge im Jahr 1479, nach
den Religionskriegen mit den Hussiten; die Krone Ungarns folgte 1491. Diese
Staatsverbindungen hatten aber kein langen Halt.
Im 14. und 15. Jhd. entstanden umfangreiche polnische Übersetzungen,
u.a. die ganze Bibel für Königin Zofia sowie andere religiöse,
darunter hussitische Texte. Die prächtigsten gotischen Bauwerke entstanden
innerhalb des damaligen polnischen Staates in Krakow (Universität
u. Stadttore), Gniezno.und in Gdansk, wobei die Gdansker Marienkirche vielleicht
der schönste gotische Bau in Pommerellen ist.
11. Renaissance und Reformation (Blühende Zeit f. Bauwesen, Wissenschaft, Lehre, /Kopernikus)
1493 wurde das Parlament, genannt Sejm gegründet, der allein Gesetze
verabschieden konnte und somit ein wichtiges Kontrollorgan der Monarchie
wurde.
1525 beschloß der Großmeister des Deutschen Ordens (der D.O.
war zu dieser Zeit am Ende) die neue lutherische Lehre anzunehmen (Sein
Staat unterstand zwar Polen, in inneren Angelegenheiten aber, war er autonom).
Da in Polen damals eine in Europa beispielslose Toleranz gegenüber
anderen Religionen herrschte, fand die neue Lutherische Lehre in Danzig
sowie in den Städten des Königspreußens viele Anhänger.
1526 gab Bernard Wapowski die erste, in Maßstab 1:1.000.000 gehaltene
und auf viele Messungen gestützte Landkarte Polens heraus. Sein Freund
Nicolaus Copernicus, Bürger von Torun und Kanoniker in Warmia, schuf
ein neues Weltbild. Copernicus übersetzte poetische Werke vom Griechischen
ins Lateinische, entdeckte die Greshamschen Gesetz noch vor Gresham, war
als Arzt und Wissenschaftler, vor allem aber als Mathematiker und Astronom
tätig.
Sebastian Petrycy übersetzte die Werke Aristoteles und schuf so eine
polnische philosophische Terminologie. Adam Bursius veröffentlichte
philosophische Fragmente von Cicero.
Der letzte Jagiellone Zygmund August, der keine Erben hinterließ,
bemühte sich in den letzten Jahren seines Lebens um ein Bündnis
gegen die wachsende Macht Moskaus. Das Ergebnis seiner Verhandlungen war
die Union von Lublin im Jahr 1569, in der Polen, Königspreußen
Livland (später Lettland) und Litauen zu einem Staat vereinigt wurden.
In gleichem Jahr wurde das Parlament nach Warschau verlegt und zur Hauptstadt
ernannt.
Nach Zygmund Augusts Tod wurde der König vom gesamten Adel, ob reich
oder verarmt, gewählt. Es war die Schaffung der sogenannten Adelsrepublik.
Dies war ein demokratischer Fortschritt, denn 10 % der Bevölkerung
hatten Stimmrecht, andererseits bedeutete es die Stärkung des Feudalsystems
in der polnischer Gesellschaft. Der Adel bestand auch auf seinem Recht
auf Widerstand. Dieses Recht erlaubte dem Adel einem König zu stürzen,
der beim Adel in Ungnade gefallen war. Außerdem mußte alle
zwei Jahre das Parlament zusammentreten und die Adligen ratifizierten ihrerseits
alle vom König beschlossenen Steuern, Kriegserklärungen und Verträge
mit dem Ausland.
Im 16. Jhd. brachten italienische Architekten die Renaissance nach Polen
und begannen mit dem Umbau des Wawels in Krakau, mit dem Wiederaufbau des
Rathauses in Poznan und es erfolgte der Baubeginn des Königschlosses
von Warschau. In Krakauer Universitätskreisen waren außer guten
Philologen auch weiterhin gute Mathematiker tätig. Am Jesuitenkolleg
in Kalisz wurden Untersuchungen der Sonnenflecken und eine wichtige Verbesserung
des astronomischen Fernrohrs vorgenommen.
1587 - 1668 ist die Zeitspanne, in der die Drei Wahlkönige der schwedischen
Wasa-Dynastie die Außenpolitik bestimmten.
1618 erwarb Johannes Sigismund von Hohenzollern das Herzogtum Preußen
(Erbe des Kurfürstentums Brandenburg).
Zu dieser Zeit herrschte in Europa infolge von religiösen und dynastischen
Konflikten der Dreißigjährige Krieg, aus dem es Polen gelangt,
sich herauszuhalten.
1648 wurde der dritte Wasa, Jan II. Kazimierz, gewählt. In diesem
Jahr erhoben sich die Kosaken in der Ukraine, die sich mit dem russischen
Herr verbunden hatten und eroberten gemeinsam Ostpolen bis Lwow. Diese
Ablenkung nutzten die Schweden um in Polen einzufallen, was als Schwedische
Sinflut bekannt wurde.
1657 gründeten die Hohenzollern den Staat Brandenburg-Preußen
(später Preußen verkürzt).
In den Kriegen hatte Polen nicht nur Gebiete verloren, sondern seine Bevölkerung
war um mehr als die Hälfte, auf ca. 4 Mill., reduziert worden.
Für die weitere Entwicklung war wesentlich, daß 1652 zum ersten
Mal vom Liberum Veto (Vetorecht) im Parlament Gebrauch gemacht wurde. Dieses
Recht diente sehr schnell der Durchsetzung eigener Interessen und Polen
war bald an dem Punkt angelangt, an dem es nicht mehr regierbar war. Das
führte zum endgültigem Kollaps der Politik.
Einziger internationaler Erfolg in dieser Zeit (zweite Hälfte des
17. Jh.) war die Schlacht von Chocim, wo Jan Sobietski 1673 die osmanischen
Türken auf dem Balkan besiegte und daraufhin (zur Belohnung) zum polnischen
König gewählt wurde. Er war auch 1683 für die erfolgreiche
Verteidigung von Wien verantwortlich, durch die die Türken endgültig
aus Europa vertrieben wurden. Diese Heldentaten hatten aber einen hohen
Preis für Polen. Der König hatte keine Zeit um sich um die Innen-
und Außen- Politik zu kümmern, Polens Militär war erschöpft
und der zukünftige Gegner Polens, Österreich, konnte sich erholen.
Schließlich entfernten sich durch die Anarchie in der Innenpolitik
Polen und Litauen voneinander.
Sobietskis Nachfolger war der sächsische Kurfürst August Wettin,
bekannt als August der Starke, aber er war auch ein schwacher Herrscher
(den Beinamen "Starke" bekam er weil er über 300 Kinder
zeugte).
1701 forderte ihn Friedrich III. von Brandenburg-Preußen heraus,
in dem er das Herzogtum Preußen zum Königreich erklärte
und sich in Königsberg krönen ließ. Die Hohenzollern hatten
1720 einen Großteil von Pommern erworben, ihre Gebiete miteinander
verbunden und bemühten sich, die Polen von der Ostsee zu vertreiben.
August der Starke zog inzwischen gegen Schweden in den Krieg um Livland
zu erobern, wurde aber geschlagen. Für kurze Zeit wird von Schweden
Stanislaw Leszczynski auf den Thron gesetzt 1704-1710.
1710 halfen die Rußen August (Wettin) dem Starken wieder auf den
Thron zurück und Polen wurde zu einem Klientelstaat Rußlands.
1740 begann Friedrich der Große den Schlesien Krieg, der 1763 zu
Ende ging und die Preußen (bis auf ein kleines Gebiet) die ganze
Provinz beherrschten und somit auch den gesamten Außenhandel Polens
kontrollierten.
Ideen kultureller Veränderungen und einer politischen Wiedergeburt
vertraten viele Schriftsteller und Politiker. Unter ihnen erlangte der
"wohltätige Philosoph", König Stanislaw Leszczynski,
auch in Westeuropa höchsten Ruhm und große Anerkennung. 1765
wurde in Warszawa - neben den vielen bereits in Polen bestehenden Hof-,
Schul- und anderen Theatern - ein Nationaltheater eröffnet. Seine
Entwicklung und sein Anteil am Leben des Landes waren besonders mit der
Persönlichkeit Wojciech Boguslawskis verbunden, der Theaterdirektor,
Schauspieler und Schriftsteller zugleich war.
12. Die drei Teilungen Polens
Die russische Polenpolitik wurde durch einen Aufstand der Konförderation von Bar 1768-1772 beendet. (Es war die Antwort auf den sich immer steigernden politischen Druck Rußlands)
12.1. Die erste Teilung
Als Kompromiß beschlossen die Russen, einen preußischen
Plan für die Teilung Polens zu unterstützen. Durch einen Vertrag
im Jahr 1772 verlor Polen fast 30% seines Gebiets. Rußland bekam
Gebiete an der Düna und am Dnjepr (Weißreußen), Österreich
erhielt das südliche Kleinpolen (südlich an der Weichsel - später
Galizien genannt) und Rotreußen, die Preußen das Ermland, Westpreußen
(ohne Danzig und Thorn) und den Netzedistrikt.
Danach leitete Polen ein radikales Reformprogramm in die Wege. 1791 gab
sich Polen die erste kodifizierte Verfassung Europas und die zweit modernste
nach den Vereinigten Staaten. Sie beinhaltete den Begriff der Volkssouveränität
und aus dem Rat der 18 Senatoren und 18 Landboten bildeten sich die Kommissionen
für Äußeres, Inneres, Heerwesen, Rechtswesen und Finanzen.
Selbständiger war die Erziehungskommission und das erste Kulturministerium
Europas. Die Regierung erhielt ein Kabinett, das dem Sejm Rechenschaft
schuldig war.
12.2. Die zweite Teilung
Das war den Russen zuviel und sie überfielen Polen, nachdem sie
den Preußen Gdansk in Aussicht stellten.
Trotz des Widerstand unter Tadeusz Kosciuczko (einem Helden aus dem amerikanischem
Unabhängigkeitskrieg), kommt es zur zweiten Teilung Polens (1793).
Mit der zweiten Teilung wurde auch die Verfassung aufgehoben. Diesmal annektierten
die Russen die restlichen Gebiete von Weiß- und Rotreußen,
die Preußen gewannen Wielkopolska, Gebiete in den Masuren und Thorn
und als Hauptgewinn Danzig. Die Österreicher hielten sich zurück.
1794 rief Kosciuszko zum nationalen Aufstand auf und siegt überraschend
gegen die Russen in der Schlacht von Raclawice. Sein Heer bestand damals
überwiegend aus mit Sensen bewaffneten Bauern, die er vorher durch
ein Manifest zu freien Männern erklärte. Dieser Aufstand wurde
aber am 4.11.1794, nachdem die Russen die Warschauer Vorstadt Praga erstürmten
und dabei 12 000 Wehrlose erschlugen oder ertränkt hatten, niedergeschlagen.
12.3. Die dritte Teilung
Mit der dritten Teilung verschwand Polen von der Landkarte. Rußland
bekam die Gebiete östlich von Bug und Niemen (Memel), Österreich
bekam als Kompensation für das an Frankreich verlorene Belgien, den
Hauptteil Kleinpolens (Westgalizien). Preußen schloß sich dem
russisch-österreichischen Teilungsvertrag an und erhielt den Rest
Polens (Neuostpreußen, Neuschlesien) einschließlich Warschaus,
welches die anderen Mächte wegen ihrer Aufsässigkeit nicht haben
wollten. In einem Zusatzvertrag einigten sich die Teilungsmächte 1797,
auch den Namen "Polen" abzuschaffen.
13. Polen im Zeitalter Napoleons
Exilpolen mit verschiedenen Oppositionsgruppen sahen eine Hoffnung für
die Befreiung und Unabhängigkeit Polens in dem revolutionären
Frankreich. Die Hoffnungen konzentrierten sich schließlich auf Napoleon
Bonaparte der 1799 die Macht übernahm. Es wurden 3 polnische Legionen
als Teil des französischen Heeres aufgestellt (für die Kosciuscko
den Oberbefehl ablehnte, weil er Napoleon für größenwahnsinnig
hielt und ihm unterstellte, Polen für seine eigene Zwecke zu benutzen).
1806 griff Napoleon Preußen an und im Frieden von Tilsit (Juli 1807)
mußte Preußen seinen Gewinn aus der 2. und 3. Teilung Polens
sowie den Netzedistrikt abtreten.
Napoleon schuf daraus zwei Vasallenstaaten: das Herzogtum Warschau (2,6
Mil. Bew.) und die Freie Stadt Danzig. Nachdem Österreich von Napoleon
besiegt war (1809) mußte dieses das gewonnene Westgalizien an das
Herzogtum wieder abtreten.
Napoleons mißlungener Marsch auf Moskau war für die Polen genauso
katastrophal wie für die Franzosen. Nachdem die Russen das Herzogtum
Warschau besetzt hatten, trieben sie gemeinsam mit den Preußen Fürst
Poniatowski mit seinen Truppen in die selbstmörderische Niederlage
bei Leipzig. Die auswegslose Lage in der sich Poniatowski befand, widerspiegelte
auch die auswegslose Lage der gesamten polnischen Nation.
14. Der Wiener Kongreß
Anfang 1815 drohte wegen der polnischen Frage ein bewaffneter Konflikt
auszubrechen, doch dann kam ein Kompromiß zustande.
Man berief den Wiener Kongreß (1814-1815) ein. Preußen verzichtete
auf das südliche Sachsen und erhielt dafür den westlichen Teil
des Herzogtums Warschau (mit Posen, Gnesen, Thorn). Die Wiener Schlußakte
von 9.6.1815 legte dann die Grenzen fest, die im wesentlichen bis 1914
Bestand hatten. Der Hauptteil des Herzogtums Warschau wurde als Königreich
Polen (Kongreß-Polen), Besitz des russischen Kaisers auf ewig, bezeichnet.
Der Westen kam als Großherzogtum Posen an die Preußen. Krakau
wurde freie Stadt unter dem gemeinsamen Schutz von Rußland,Österreich
und Preußen. So blieb die polnische Frage praktisch weiter ungelöst
und Krakau wurde so zur symbolischen Hauptstadt einer verschwundenen Nation.
Kongreßpolen, unter der Verwaltung von Adam Czartoryski, war der
liberalste Teil des Russischen Reiches mit mäßigem Wohlstand.
Es behielt auch sein eigenes Parlament, Verwaltungs- und Schulsystem.
Ein Aufstand im November 1830, in deren Mittelpunkt ein Anschlag auf den
Bruder des Zaren stand. Der Fakt, daß das polnische Parlament Zar
Nikolaus als König von Polen ablehnte, da er die Wiederherstellung
der polnischer Verfassung und die Vereinigung mit Litauen verweigerte,
führte dazu, Zar Nikolaus am (25.1.1831) offiziell als polnischen
König abzusetzten. Daraufhin erfolgte eine russische Invasion.
Am Ende des Folgejahres waren die Polen geschlagen und ihre Verfassung
wurde außer Kraft gesetzt. Viele Polen gaben jede Hoffnung auf nationale
Souveränität auf und kurz darauf setzte die erste große
Auswanderungswelle, vor allem nach Amerika, ein. Ebenso mißlang ein
Aufstand gegen Österreich im Jahre 1846, das bedeutete auch das Ende
der Unabhängigkeit von Krakau. Dieser Rückschlag war einer der
Gründe für Polens Passivität bei den Revolutionen, die 1848-49
fast ganz Europa überzogen.
Der letzte große Aufstand gegen die Russen (1863-64) wurde zwar schon
von Litauen und Galizien unterstützt, waren aber von vornherein zum
Scheitern verurteilt, da es kein stehendes polnische Heer gab. Nach seinem
Mißerfolg wurde Kongreßpolen aufgelöst und als Provinz
"Weichselland" an Rußland angeschlossen.
Gegen Ende des Jahrhunderts entstanden auch in Polen verschiedene neue
politische Parteien und Bewegungen. Die wichtigsten waren: die PPS (Polnische
Sozialistische Partei), die in den Städten des russischen Teil Polens
tätig war; die Nationalistische Liga, deren Machtbasis in den Rangprovinzen
lag; die Bauernbewegung von Galizien; und die Christdemokraten, die unter
den schlesischen Katholiken dominierten.
Als größte polnische Gelehrte nach Kopernikus, erhielt Marie
Curie-Sklodowska (die in Paris tätig war), zweimal den Nobelpreis.
Großen Anteil hatten die Polen als Erbauer von Eisenbahnlinien und
Brücken in den Ländern Nord- und Südamerikas. Eine technische
Spitzenleistung von Kazimierz Gzowski war die Konstruktion der International
Bridge in Kanada, einer Brücke über den Niagara, die Kanada mit
den Vereinigten Staaten verband.
Im Bereich der Literatur zogen berühmte Persönlichkeiten die
Aufmerksamkeit auf sich: Adam Mickiewic, in Frankreich besonders Wilhelm
Apolinary Kostrowicki, mehr als Guillaume Apollinaire bekannt, und in England
Joseph Konrad (Jozef Teodor Konrad Korzeniowski). Als Meister des historischen
Berichts wurde Henryk Sienkiewicz bekannt, der für sein Roman "Quo
vadis?" 1905 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Anfang des
20. Jhd. wurde der Virtuose (Pianist) und Komponist Ignacy Paderewski zum
berühmtesten Polen der Welt. Das größte Gut aber hinterließ
seinem Volk und der Welt, Frederyk Chopin, mit seinen Werken.
15. Der 1. Weltkrieg
15.1. Die Jahre 1905 - 1914
Infolge der Niederlagen im Krieg gegen Japan (1904-05) brachen im Russischen
Reich Unruhen aus, die schnell revolutionären Charakter annahmen.
Die Wahlen zur 1. russischen Duma (1906) wurden von der PPS boykottiert.
Nach Vorbild der russischen Sozialdemokraten gründete Pilsudski (Vorsitzender
der PPS) Kampfgruppen und unternahm mit ihnen (1906-08) Überfälle
auf staatliche Kassen und Attentate auf hohe russische Beamte und Offiziere.
Das österreichische Galizien entwickelte sich zu einem halbautonomen
polnischen Staatswesen mit polnischen Beamten und einem polnischen Bildungswesen.
Hier gründeten die Polen Schützenverbände für die Schulung
künftiger Revolutionäre, die ab 1914 in Polen führend wurden.
Die feindselige Haltung, die Rußland seit 1908 gegen Österreich
wegen dessen Balkanpolitik einnahm, hatte zur Folge, daß die österreichischen
Behörden die polnischen, gegen Rußland gerichteten, Revolutions-
und Kriegsvorbereitungen duldeten.
15.2. Die Jahre 1914 - 1918
Der Ausbruch des 1.Weltkriegs belebte zwar die Hoffnungen der polnischen
Aktivisten, trotzdem folgten etwa 3 Mill. Polen ihren Befehlen und als
russische, bzw. österreichische und deutsche Soldaten kämpften
sie gegeneinander.
Am 6.8.1914 überschritt eine Kompanie aus dem galizischen Schützenverband
die österreichisch-russische Grenze und begann damit, einen Krieg
Polens gegen Rußland. Zehn Tage später bildete sich in Krakau
das polnische Oberste Nationalkomitee mit dem Ziel, in Anlehnung an Österreich
einen polnischen Staat zu schaffen. Im Sommer 1915 eroberten die Mittelmächte
Kongreßpolen und einen Teil Litauens. Damit fiel die Hoffnung der
Nationaldemokraten auf eine Wiedervereinigung Polens mit russischer Hilfe.
Es entstand eine Gruppe Aktivisten, die Polen durch eine Anlehnung an Deutschland
und Österreich wiederherstellen wollte.
Österreich strebte ein Kongreßpolen an, um dieses an die Donaumonarchie
anzugliedern.
Die deutsche Führung beabsichtigte dagegen, einen Grenzstreifen (von
Oberschlesien bis Ostpreußen) abzutrennen und mit Deutschen zu besiedeln.
1916 beschlossen Deutschland und Österreich, ein von ihnen abhängiges
Königreich Polen zu errichten.
Nach dem Sturz des Zaren versprach die neue russische Provisorische Regierung
am 30.3.1917 den Polen fast völlige Unabhängigkeit (nur militärisch
sollte der neue Staat mit Rußland verbunden werden).
15.8.1917 entstand in Lausanne das Polnisches Nationalkomitee, welches
bis Ende 1917 von den westlichen Alliierten und den Vereinigten Staaten
als Vertretung Polens anerkannt wurde.
Im Oktober 1917 setzten die Mittelmächte, als Gegengewicht zu Lausanne,
in Warschau einen polnischen Regenschaftsrat und eine Regierung ein, die
weitreichende Kompetenzen hatte.
Am 7.11.1917 siegte in Rußland die bolschewistische Revolution. Danach
erklärte Lenin in einer "Deklaration der Rechte der Völker
Rußlands" ein Recht auf Selbstbestimmung bis hin zur Abtrennung
und Bildung von selbständigen Staaten.(In der Hoffnung, daß
die für die nächste Zukunft erwartete proletarische Weltrevolution
die Grenzen der Nationalstaaten ohnehin belanglos machen würde).
Am 3.3.1918 mußte Sowjetrußland in Brest-Litowsk den von den
Mittelmächten diktierten Frieden unterschreiben und verzichtete dabei
u. a. auf Polen, Litauen und Kurland.
Schon am 22.1.1917 hatte der amerikanische Präsident Wilson sich vor
dem Senat für die Schaffung eines geeinten, unabhängigen und
selbstständigen Polens ausgesprochen.
Am 9.11.1918 wurde im besiegten Deutschland die Republik ausgerufen. Nach
dem Waffenstillstand (vom 11.11.) wurde Pilsudski als Staatsoberhaupt Polens
vereidigt.
Das neue Polen besaß kein exakt umrissenes Gebiet. Anfangs bestand
es aus der deutschen und der österreichischen Besatzungszone, deren
Mittelpunkte Warschau, Lublin und Westgalizien und einen Monat später
Wielkopolska waren. Infolge der Pariser Konferenz erhielt Polen den polnischen
Korridor, einen Streifen Land mitten durch Königspreußen und
damit einen Zugang zur Ostsee. Mit diesem Beschluß war Ostpreußen
vom restlichen Deutschland abgeschnitten und Danzig, das überwiegend
deutsch bevölkert war, erhielt den früheren Status als Stadtstaat
zurück. Die endgültigen Grenzen Polens wurden aber erst im Laufe
der drei folgenden Jahre festgelegt.
15.3. Nachkriegszeit 1919 - 1939
Der polnisch-sowjetische Krieg im Jahr 1919-20 beeinflußte am
nachdrücklichsten den Verlauf der Landesgrenzen. Polen eroberte einen
beträchtlichen Teil der östlichen Gebiete des alten polnisch-litauischen
Unionsgebietes, und dieser Erwerb wurde mit dem Vertrag von Riga 1921 bestätigt.
Andere Grenzstreitigkeiten wurden mit Hilfe von Volksentscheiden geregelt,
die der neugegründete Völkerbund durchführte. Der wichtigste
Volksentscheid wurde um Schlesien durchgeführt. Die Deutschen gewannen
so knapp, daß dies eine Aufteilung der Provinz rechtfertigte. Polen
erhielt den größten Teil des Ballungsraumes von Katowice, um
dem Land eine solide industrielle Grundlage zu verschaffen.
1922 lehnte Pilsudski ab, an den Präsidentschaftswahlen teilzunehmen,
da dieses Amt seine Meinung nach mit zu wenig Macht ausgestattet war, um
die Instabilität in Polen zu bekämpfen. Der Gewinner der Wahlen,
Gabriel Narutowicz, wurde von Nationalisten verfolgt und ermordet. Danach
herrschten in Polen mehrere instabile Regierungen. (Wachsende Inflation
& Unzufriedenheit in der Schicht von Heeresoffizieren)
Im Mai 1926 initiierte Pilsudski einen Militärputsch, nachdem das
Sanacja-Regime seine Arbeit aufnahm und Pilsudski der Oberbefehlshaber
bis zu seinem Tod 1935 im Staat war.
Nach Hitlers Annexion Österreichs im Jahr 1937 und Teilen der Tschechoslowakei
unterschrieb sein Außenminister Ribbentrop und dessen sowjetischer
Kollege Molotow 1939 den berüchtigten Grenz- und Freundschaftsvertrag
zwischen der Sowjetunion und dem nationalistischen Deutschland. Eine Geheimklausel
sah eine vollständige Teilung Polens entlang der Flüsse Narew,
Weichsel und San vor.
16. Der Zweite Weltkrieg
Am 1.September 1939 fiel Hitler in Polen ein, und annektierte die freie
Stadt Danzig. Sechzehn Tage später zogen die Sowjets in den Ostteil
des Landes ein, dabei beriefen sie sich auf die im Hitler-Stalin-Pakt vereinbarte
Teilung. (Die Alliierten, die sich verpflichtet hatten, Polen zu verteidigen,
reagierten nicht sofort und in der ersten Oktober Woche kapitulierte Polen.)
Millionen von Zivilisten, darunter fast alle polnischen Juden, wurden in
den Konzentrationslagern der Deutschen ermordet, zur gleichen Zeit wurden
Gefangene der Sowjets nach Osten in den Gulag verschleppt.
Als die Nationalsozialisten den Pakt von 1939 brachen und im Juni 1941
die Sowjetunion überfielen, mußte der polnische Widerstand,
angeführt von der Heimatarmee nicht länger an zwei Fronten Kämpfen,
denn daraufhin ging Stalin ein Bündnis mit Sikorski ein.
Nach dem Sieg im Stalingrad einigte sich Stalin auf der Konferenz in Teheran
im November 1943 mit Großbritannien und den USA über die künftigen
Einflußsphären in Europa. Dabei setzte er durch, daß Polen
nach dem Krieg dem sowjetischen Lager zugeschlagen wurde. Ebenso bestand
er darauf, daß die Sowjetunion, die 1939 annektierten Gebiete behalten
durfte.
Während der Befreiung Polens 1944 setzten die Sowjets eine polnische
Regierung ein. Die Möglichkeit, eine echte polnische Herrschaft wiederherzustellen,
hing weitgehend vom Warschauer Aufstand gegen die Deutschen ab. So mußte
die Heimatarmee, als die Sowjets schon vor Warschau standen, handeln. Während
des anschließenden Blutbades blieb die Rote Armee abwartend in ihren
Stellungen. Die Aufständischen wurden Anfang Oktober geschlagen und
Warschau wurde ganz zerstört.
Der Krieg auf polnischem Boden ging im April durch ein Waffenstillstand
zu Ende. Insgesamt starben 25% der Bevölkerung Polens und das gesamte
Land wurde verwüstet, die Industrie war lahm gelegt.
Die Verluste im Osten, darunter Lwow und Vilnius, beides Zentren der polnischen
Kultur, verursachten in den folgenden zwei Jahren, daß sich Millionen
von Menschen von einem Ende des Landes zu anderem aufmachten. Als Ausgleich
bekam Polen nach einer Unterbrechung von 700 Jahren Pommern, das industriell
wertvolle Schlesien, sowie die Stadt Danzig (später Gdansk benannt)
wieder zurück.
Auf Grund des militärischen und politischen Diktats der Besatzungsmacht
ergriffen die polnischen Kommunisten die Macht. Zu dieser Zeit war die
politische Opposition zersplittert und schwach und um der Verhaftung zu
entkommen verließen viele Oppositionelle 1947 das Land wieder. Es
wurde die Polnische Arbeiterpartei unter Generalsekretär Wladislaw
Gomulka gegründet.
In den Wahlen 1947 wurde der politische und wirtschaftliche Weg für
Polen festgelegt. Die Kommunisten und Sozialisten anfangs im Demokratischem
Block vereint, verschmolzen gezwungener Maßen zur PZPR = Vereinigte
Polnische Arbeiterpartei.
17. Das kommunistische Polen in den Jahren 1947 - 1955
Die polnische Geschichte der Jahre zwischen 1947 und 1955 muß
man vor dem Hintergrund des beginnenden kalten Krieges betrachten. Nach
der Berlin - Blockade 1948, der Gründung der NATO 1949 und der Wiederbewaffnung
der Bundesrepublik Deutschland betrachtete die Sowjetunion ein stabiles
kommunistisches Polen als Grundkomponent der eigenen Verteidigung.
Die Außenpolitik wurde von Moskau bestimmt, so daß Polen auch
dem Warschauer Pakt beitrat, in der Innenpolitik blieb den Polen aber noch
ein gewisser Handlungsspielraum. Es wurden auch in Ungnade gefallene Politiker
nicht hingerichtet, wie im restlichen Osteuropa und gegen die Oppositionellen
wurde nicht so brutal vorgegangen, wie in den übrigen osteuropäischen
Staaten. 1952 bekräftigt eine neue Verfassung die führende Rolle
der PZPR, die Macht lag jetzt beim Politbüro, im Zentralkomitee und
in der neugebildeten Wirtschafts- und Verwaltungsbürokratie. Die katholische
Kirche blieb in einem gewissen Umfang politisch und kulturell unabhängig.
Die Verstaatlichungen sollten durch den ersten Dreijahresplan und den darauf
folgenden Sechsjahresplan beschleunigt werden. Es folgte der Aufbau einer
bedeutender Eisen- und Stahlindustrie, einem intensiven Abbau in den schlesischen
Bergwerken und die Schaffung einer ungeheuren Schiffbauindustrie an der
Ostseeküste. Die Kollektivierung der Landwirtschaft erwies sich jedoch
als undurchführbar, das Programm wurde langsam gebremst und zuletzt
stillschweigend aufgegeben. Bedeutend war in dieser Zeit, daß zum
ersten mal in der Geschichte Polens, eine Industriearbeiterklasse in den
Städten geschaffen wurde.
18. Die Zuspitzung der wirtschaftlichen Krise in den Jahren 1956 - 1980
Genau wie in Ungarn gab es auch in Polen 1956 die erste große
politische Krise. (Die Intellektuellen forderten grundsätzliche Änderungen
und die Bevölkerung stand den Exzessen des Stalinismus immer ablehnender
gegenüber.)
Im Juni 1956 gingen die Arbeiter in Poznan für bessere Arbeitsbedingungen
und höhere Löhne auf die Straße. Der Protest eskalierte
und bei dem Zusammenstoß mit dem Machtapparat kamen 80 Menschen ums
Leben, Hunderte wurden verletzt. Das spaltete die Partei, und die Vertreter
der harten Linie drängten den Verteidigungsminister General Rokossowski,
die Führung zu übernehmen. Schließlich setzte sich Gomulka
mit seinen überzeugenden Reformversprechen durch. Dies hatte fast
die Invasion der Kräfte der Warschauen Paktes provoziert.
1970 erkannte die BRD die bestehenden Grenzen Polens an. Einige Tage später
wurden die Preise für Lebensmittel enorm angehoben und es breiteten
sich Proteste ausgehend von der Ostseeküste aus, so daß man
von einem nationalem Aufstand sprechen konnte. Es wurde nach freier Presse
und freien Gewerkschaften verlangt. Nach der Aussöhnung mit Deutschland
öffnete sich für Polen der Zugang zu den westlichen Finanzmärkten,
wo sie hohe Kredite aufnahmen.
1978 wurde der Erzbischof von Krakau, Karol Wojtyla zum Papst Johannes
Paul II. gewählt. Er wurde für die Polen zum Symbol der kulturellen
Identität Polens und des internationalen Einflusses.
19. Die ersten Streiks in Polen - Die Jahre 1980 bis zur Gegenwart
Als 1980 erneut die Lebensmittelpreise um 100% stiegen, trat unter der
Leitung des Elektrikers Lech Walesa die Gdansker Werft in den Streik, dem
sich Intellektuelle und Aktivisten der Opposition anschlossen. Sie verlangten
die Abschaffung der Parteiprivilegien, die Freilassung der politischen
Gefangenen, Pressefreiheit, Streikrecht, freie Gewerkschaften, offene Diskussion
über die Wirtschaftskrise und im Fernsehen übertragenen katholische
Messen. Aber wie man 1968 gelernt hatte, betonte die Opposition daß
sie: "weder beabsichtigt, die Grundlagen der Sozialistischen Republik
in unserem Land, noch seine Stellung in internationalen Beziehungen zu
bedrohen".
Nach dem Gdansker Abkommen vom August 1980 treten der freien Gewerkschaft
Solidarnosc über 75% der 12,5 Mil. Arbeitnehmer Polens bei.
1981 verschärfte sich die Wirtschaftskrise, da die Solidarnosc aber
keinen aktiven Einfluß auf die Wirtschaft besaß, konnte sie
diese nur zum Stehen bringen. So wird nach endlosen Streikwellen im Dezember
1981 das Kriegsrecht eingeführt und die Solidarnosc wurde verboten.
Erst nach dem zweiten Besuch des Papstes (1983) wurde das Solidarnosc-Verbot
aufgehoben. Die Verschuldung des Landes hatte eine astronomische Summe
von 39 Mill. US-Dollar erreicht, die gesamte Produktion wurde durch Unruhen
behindert und die Löhne sanken.
1988 erkannte Jaruzelski seine politische Niederlage und die Niederlage
der Partei und akzeptierte eine Machtteilung. Dieser Machtverzicht wurde
nur durch die politische Wende von Politikern wie Gorbatschow im Kreml
möglich.
In den Wahlen 1989 erlitten die Kommunisten eine Niederlage und die Solidarnosc
gewann jeden Sitz, um den sie sich beworben hatte, es folgte eine von der
Solidarnosc gebildete Regierung.
Die PZPR stimmte in Januar 1990 über die eigene Auflösung ab,
sie spaltete sich in zwei sozialdemokratische Strömungen.
Die Regierung verkündete ein Sparprogramm, das weitaus strenger war,als
alles was das kommunistische Regime vorher je verordnet hatte. Damit konnte
zwar die Inflation unter Kontrolle gebracht werden, aber der Lebensstandard
ist weiter gefallen und die Arbeitslosigkeit stieg an.
Literaturverzeichnis:
1. Enno Meyer: Grundzüge der Geschichte Polens Darmstadt:Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 3.Auflage, 1990
2. Maria Bogucka: Das alte Polen Leipzig: Urania-Verlag 1.Auflage 1983
3. Alexander Gieysztor, Stanislaw Herbst, Boguslaw Lesnodorski: Tausend Jahre Polen,, Warszawa: Verlag Interpress, 1976
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