YOLAINE

"Meine Schutzheilige ist Ochún, und alle Kinder Ochúns zeichnen sich dadurch aus, daß sie besonders kokett sind und bei dem kleinsten Regenguß eine Grippe kriegen. Ich hab aber keine Lust, zu Hause zu bleiben." Yolaine ist 18, lebt mit ihrer Mutter auf 12 qm und träumt davon, nach ihrer Ausbildung zur Gastronomiefachfrau wichtige Leute in großen Hotels zu bedienen. "Wenn ich Bürgermeisterin von BUENA VISTA wäre, würde ich dafür sorgen, daß hier ein paar mehr Diskotheken aufmachten." Trotz zu weniger Diskos liebt sie ihr Viertel, weil sie hier jeden kennt und nie Angst hat, wenn sie spät nachts durch die Straßen läuft. Zuhause haben sich die beiden Frauen gut arrangiert. Mit dem Kochen und der übrigen Hausarbeit wechseln sie sich ab. Ohne ihre Mutter, die sich aus ihrem Jahr in Leipzig noch an den dünnen Kaffee erinnert, möchte Yolaine nicht leben.

zurück