
1.1 Zunächst sollte geklärt werden, nach was gesucht werden soll:
Grundsätzlich kann man drei Arten von Literatur unterscheiden: Bücher, Aufsätze und Websites. In dieser Reihenfolge sollte auch recherchiert werden wegen der Zuverlässigkeit.
1.2. Zum zweiten muss danach gefragt werden, wo am besten gesucht werden soll.
Hierzu gilt die Regel, daß man am besten von einer möglichst umfassenden, globalen Datenbank bis zum konkreten Standort in der Region suchen sollte(also hier die Bibliotheken in Stuttgart (STOPAC) bzw. wenn man den Radius noch etwas weiter ziehen will, bis Karlsruhe oder Tübingen)
1.3. Drittens muß danach gefragt werden, wie gesucht werden soll.
Am zuverlässigsten ist die Suche nach der Internationalen Standard Buch Nummer. (ISBN). Das setzt aber voraus, dass man sie kennt, was meistens nicht der Fall ist. Ansonsten läuft die Suche über Stichwort, Autor, Titel, Schlagwort, Erscheinungsjahr, Erscheinungsort.
Am besten benutzt man die präziseste Angabe, die man gefunden hat. Sie schränkt die Suche am schnellsten ein. Meistens ist dies der exakte Buchtitel und nicht der Neme des Autor.
1.4. Geplante Vorgehensweise
Im deutschsprachigen Raum ist der virtuelle Meta-Katalog der Universitätsbibliothek Karlsruhe mittlerweile sehr komfortabel geworden, weil man die wichtigsten nationalen und internationalen Kataloge problemlos miteinander kombinieren kann.
Auch der virtuelle Katalog der Kunstbibliotheken (artlibraries.net) ist natürlich für de Suche nach Literatur über Künstler und zur Kunstgeschichte eine wichtige Fundgrube: Virtueller Katalog der Kunst-Bibliotheken (artlibraries.net)
In folgenden Verbundkatalogen kann über den Virtuellen Katalog der UB Karlsruhe bequem eine kombinierte Suche durchgeführt werden.
Die Library of Congress in Washington mit über 11 Millionen Bücher ist ferner für die englischsprachige Literatur der wichtigste Anlaufpartner. Ein wichtiger Vorteil darüber hinaus besteht darin, dass sie eine einfache Suchmaske hat.
Für französischsprachige Literatur gilt natürlich entsprechend das Einloggen über die Bibliotheque Nationale, Paris. (ca. 8 Millionen Bücher)
Diese Suche ist wesentlich schwieriger, da sie eine sehr arbeitsintensive Datenbanken voraussetzt, die meist nur grosse und professionelle Institutionen unterhalten.
Übersichtsseite der Universitätsbibliothek Regensburg über elektronische Zeitschriftendatenbanken
Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek ist ein kooperativer Service von 191 Bibliotheken mit dem Ziel, ihren Nutzern einen einfachen und komfortablen Zugang zu elektronisch erscheinenden wissenschaftlichen Zeitschriften zu bieten. Aufgenommen werden alle Zeitschriften, die Artikel im Volltext anbieten.
Übersichtsseite des ZKM über verschiedene Zeitschriftendatenbanken
Trotz dieser schwierigen Suche nach Aufsätzen gibt es für unsere Zwecke mehrere brauchbare Zeitschriftenaufsatzdatenbanken.
Der Nachteil dieser Datenbanken liegt darin, dass sie, rückwärts gerrechnet, meistens nur ab einem bestimmten Jahr die Aufsätze als Datensätze verwaltet haben. Z.B. enthält der Verbundkatalog des ZI nur Aufsatzliteratur ab 1996. Es fehlt also zwischen dem Mikrofiche-Katalog, der bis 1987 geht und der Online-Datenbank eine Lücke von 9 Jahren. Die subito Aufsatzdatenbank stammt von der British Library. (wahrscheinlich identisch mit JADE). Recherchierbar sind ca. 9 Mio Aufsätze ab 1992. Ausgewertet werden ca. 25.000 Zeitschriften vorrangig aus dem anglo-amerikanischen Raum.
Was ist die ZDB?
Die ZDB ist die weltweit größte Datenbank für Titel- und Besitznachweise fortlaufender Sammelwerke, also von Zeitschriften, Zeitungen usw. Dazu gehören nicht nur Printwerke, auch Titel elektronischer Zeitschriften sind zu finden.
Die ZDB befindet sich in Trägerschaft der Staatsbibliothek zu Berlin, Systembetreiber ist Die Deutsche Bibliothek.
Was enthält die ZDB?
Die ZDB umfaßt mehr als 1,1 Mio. Titel in allen Sprachen von 1500 bis heute und weist zu diesen Titeln den Besitz von ca. 4300 deutschen Bibliotheken nach. Die ZDB verzeichnet keine Aufsatztitel und man kann auch nicht direkt Aufsatzkopien aus den Zeitschriften bestellen.
Dies geht wiederum über den digitalen Aufsatzlieferdienst subito. Dazu muss man sich allerdings vorher (kostenlos) anmelden.
http://www.ub.uni-bielefeld.de/databases/jade/jade_main.htm
In der Aufsatzdatenbank JADE (Journal Articles DatabasE) finden Sie über 17 Mio. Aufsätze aus ca. 24.000 Zeitschriften aus allen Fachgebieten.
In der Suchmaschine BASE (Bielefeld Academic Search Engine) finden Sie frei zugängliche Volltexte aus über 2000 Quellen.
Die Datenbank enthält zur Zeit weit über 1,5 Millionen Titelnachweise, davon über 800.000 Aufsätze. Diese Datenbank ist vor allem für die klassische Kunstgeschichte sehr brauchbar. Allerdings ist dieser Verbundkatalog auch bei artlibraries.net angeschlossen.
Man kann von dort auch sehr, sehr schnell Aufsätze als digitale .pdf-Dateien gegen Gebühr beziehen (Link Dokumentenlieferdienst ZI München).
Desweiteren gibt es verschiedene Kunstzeitschriften, die recherchierbare Datenbanken zu Ihren Artikeln unterhalten. Dort muss man nach dem Namen des Künstlers suchen.
art. Das Kunstmagazin (auf der Startseite den Cursor auf Heftarchiv positionieren) Es ist mitterweile eine komfortable und kostenlose Volltextsuche möglich. Allerdings empfiehlt sich doch manchmal der Griff in die entsprechende Ausgabe wegen der Abbildungen.
Kunstforum International. Die Aufsätze sind als Volltextsuche zunächst frei recherchierbar. Wenn man allerdings den Text lesen möchte benötigt man ein Kundenkennwort und ein Passwort. (Da sich die Zugangsmodalitäten wieder einmal geändert haben, sind wir noch am Recherchieren des Passwortes.
Kunstbulletin (Recherche unter dem Stichwort Artikel)
Artforum (man muss sich vorher anmelden unter login, geht aber relativ schnell, dann hat man Zugriff auf die Textdatenbank)
Frieze Magazine (englischsprachig) Seit kurzem gibt es auch eine deutschsprachige Ausgabe.
Der Grossraum Stuttgart bietet einen bequemen Verbundkatalog (Regionalkatalog Stuttgart-Tübingen) an, der die meisten Bibliotheken im Grossraum Stuttgart umfasst. Leider ist die Stadtbücherei Stuttgart nicht an diesen Katalog angeschlossen, muss also im Bedarfsfall noch einmal extra rechrchiert werden. Aber aufgepasst: Im Regionalkatalog ist die feststehende Literatur (Bücher) meist nur ab dem Erscheinungsjahr 1986 bis heute verzeichnet.
Ältere Bücher, die vor 1986 erschienen sind, und daher höchstwahrscheinlich nicht in diesem Katalog auftauchen, können im sogenannten Digikat (Digitalisierter alphabetischer Zettelkatalog der Württembergischen Landesbibliothek) nachrecherchiert werden, in welchem alle vorhandenen Bestände, die vor 1986 erschienen sind, als digitaler Scan verzeichnet werden. Aber Vorsicht: Die Zugänge bieten nur an jedem 50. Kärtchen einen Einstiegspunkt in die Datenbank. Dann muss man sich mit Hilfe der Skala über dem Digikat vor- oder zurückbewegen.
Digikat (Digitalisierter alphabetischer Zettelkatalog der Württembergischen Landesbibliothek)
Darüber hinaus gibt es auch einen recht komfortablen elektronischen Katalog im Bibliotheksportal der Region Stuttgart. Dort kann man Bibliotheken in der näheren Umgebung von Stuttgart recherieren.
Sollte ein Buch oder eine Zeitschrift im Stuttgarter Grossraum überhaupt nicht aufzufinden sein, bietet es sich an, über den Südwestdeutschen Bibliotheksverbund nach einer Bibliothek in der Nähe zu recherchieren
Verbunddatenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes
Die SWB-Datenbank enthält rd. 1.620 Bibliotheken mit über 11 Mio. Bestandsnachweisen.Bibliothekssigeln (Auswahl von nahegelegenen Bibliotheken):
16: Heidelberg, Universitätsbibliothek
21: Tübingen, Universitätsbibliothek
24: Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek
31: Karlsruhe, Badische Landesbibliothek
90 Karlsruhe, Universitätsbibliothek
93: Stuttgart, Universitätsbibliothek
100: Hohenheim, Universitätsbibliothek
Mar1 Marbach, Schillermuseum und Literaturarchiv
artfacts.net (eine nützliche Datenbank zu 23762 Künstlerbiographien, 641 weltweiten Ausstellungen und 1701 Galerien. (auch in deutscher Sprache.