First Upload: 04.05.1997
Last Update: 04.05.1997
(erscheint in Kunstchronik, Jg. 50, Heft 5,
Mai 1997)
Im Rahmen des von der Europäischen Gemeinschaft finanzierten SOCRATES-Programms
hat die Universität Bergen/ Norwegen ein Projekt initiiert, mit dem
die Anwendungsmöglichkeiten der elektronischen Datenverarbeitung in
den Geisteswissenschaften erkundet und Vorschläge zur Weiterentwicklung
gemacht werden sollen. ACOHUM (Advanced Computing in the Humanities) legt
dabei besonderen Wert darauf, Anregungen zur Curriculumsentwicklung in der
universitären Lehre zu machen, mit denen vor allem auch auf europaweit
verteilte wissenschaftliche Angebote und deren lokale Nutzung hingewirkt
werden soll (Stichwort Telelearning). Neben den Sprach- und Literaturwissenschaften,
die schon seit Jahrzehnten rechnergestütze Verfahren zur Sprachanalyse
entwickeln, sind hier auch die historischen Wissenschaften angesprochen.
Die Vertreter der Kunstgeschichte haben vorläufig folgende Arbeitsschwerpunkte
bestimmt: Identifikation und Evaluierung von wissenschaftlich nutzbaren
Ressourcen im Bereich Bild- und Textdatenbanken; Bestimmung des Anforderungsprofils
fachspezifischer Hard- und Software; Diskussion und soweit möglich
Definition sinnvoller Standards; methodologische Überlegungen. Eines
der Ziele ist es, möglichst viele Institutionen aus dem Bereich der
kunsthistorischen Lehre und Forschung an dem Projekt zu beteiligen. Deren
Erfahrungen mit der elektronischen Datenverarbeitung im Fach sollen gesammelt
und als Ideengeber verbreitet werden. Anspruchsvollere Unternehmungen können
dann eventuell bei einer für das Frühjahr 1998 geplanten Konferenz
in Bergen vorgestellt werden. Weitere Informationen bei: Dr. Britt Kroepelien,
Kunsthistorisk Institutt, Universitetet i Bergen, Parkveien 22b, 5014 Bergen/
Norwegen - Email: Britt.Kroepelien@kh.uib.no
Hubertus Kohle
Kunsthistorisches Institut Heidelberg
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