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Völkerschlachtdenkmal | Erinnerung an die Völkerschlacht

Erinnerung an die Völkerschlacht 1813

Vökerschlachtdenkmal - Erinnerungsplakette Der gemeinsame Sieg der deutschen Staaten über Napoleon wurde als die Geburtsstunde der deutschen Nation empfunden. Durch das gesamte 19. Jahrhundert zog sich der Gedanke, der Leipziger Völkerschlacht ein Denkmal zu setzen.
Die Mythologisierung des Befreiungskrieges im Sinne der bürgerlichen Nationalidee bestimmte auch die ersten Entwürfe für ein Völkerschlachtdenkmal, die schon 1814 entstanden. Bereits zur 50-Jahr-Feier, am 19. Oktober 1863, wurde gemeinsam mit Vertretern aus 214 deutschen Städten und zehntausend Festteilnehmern ein Grundstein gelegt, um dem Verlangen nach der dauerhaften symbolischen Repräsentation der bürgerlichen Nationalidee Ausdruck zu verleihen. 1888, zur 75. Wiederkehr der Leipziger Schlacht, diente wiederum die Oktoberfeier unter der Beteiligung von Oberbürgermeistern mehrerer deutscher Städte zur Schaffung eines Denkmalfonds. Allein die Bereitschaft zur stetigen Finanzierung fehlte.
Die Idee des Baus eines Völkerschlachtdenkmals führte 1894 zur Gründung des Deutschen Patriotenbundes. Der völkisch-nationale Anspruch der Vordenker und Stifter des Denkmalsbaus findet sich in der Formensprache wieder. Der sakralisierende Grundton beschwört die Geschlossenheit der Nation, die als höchster Wert über den Interessen des Einzelnen steht. In der Monumentalität findet die Heiligkeit der Nationalidee und das Gefühl ihrer Bedrohung Ausdruck.
Das Völkerschlachtdenkmal sollte ein Volksdenkmal sein. Es steht im Gegensatz zu den Nationaldenkmälern, die im Zuge der Reichseinigung errichtet wurden und den Gründerfiguren - Wilhelm I. und Bismarck - gewidmet sind.

Vökerschlachtdenkmal - Sieger der Hauptkonkurenz


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