[X] Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines Kunststudenten Diese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern. (1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Gespräch mit Oma

Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 14-28-47, evtl. Auflage 5 + 1 KE
Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 14-28-47, evtl. Auflage 5 + 1 KE
Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 15-01-01, evtl. Auflage 5 + 1 KE
Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 15-01-01, evtl. Auflage 5 + 1 KE
Sommerbaum, 2006, Edmont Kies
Sommerbaum, 2006, Edmont Kies
Recherche Rahmung Kosten Rahmung 1 A4-Format, ohne Distanzleiste: 20 EUR 2 A4-Format, Distanzleiste: 31 EUR 3 Sonderformat (A4-Format + 1cm o.ä. dazu, damit Papierarbeit komplett sichtbar), Distanzleiste: 46 EUR 4 Sonderformat (A2-Format + 1cm o.ä. dazu), Distanzleiste: 96 EUR umsetzen Rahmenhersteller fragen, ob sie Papiermuster für Leisten und Rückkarton zuschicken können (Reinweiß, Naturweiß, Altweiß) HGB Rundgang 2017 beide rahmenlose Bilderhalter verwerten, danach A2-Arbeiten mit Klammern befestigen ebenfalls bei Ganzkörper-Collage, danach weitere Collage mit Klammern und Tonpapier dahinter befestigen Preis nach Rundgang für A2-Arbeiten nicht mehr 100 EUR sondern 400 EUR (Unikat bzw. Auflage 1 + 1 KE, mit Distanz-Rahmung 500 EUR) umsetzen doch nur 1 A2-Selbstporträt ausstellen, dafür Auflage 5 + 1 KE? dann würde der Gesamtpreis immerhin an 1 Unikat herankommen heute Vorlage erstellen und kommenden Freitag / Samstag umsetzen Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 14-28-47, evtl. Auflage 5 + 1 KE 2017-01-21-14-28-47_vorschau-k.jpg Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 15-01-01, evtl. Auflage 5 + 1 KE 2017-01-21-15-01-01_vorschau-k.jpg Preis nach Rundgang für A4-Bildvorlagen (mit Distanz-Rahmung, Auflage 5 + 1 KE): 250 EUR Diplom Theorie Gespräch mit Oma heute beendet umsetzen zum Gespräch noch alle besprochenen Arbeiten raussuchen von Gespräch mit Alexander bleibt noch 1:40h zu transkribieren bei 5min = 1min Gespräch: 500min transkribieren = 8 1/3h (4 Tage mit je 2h transkribieren) Gespräch mit Oma
  • Hier hätte ich jetzt…
  • Und auch nicht bei diesem Schezan oder…
  • Ja.
  • … wie der hieß da.
  • Ja.
  • Nicht?
  • Also das Ding ist. Was ich bei den Beispielen, die ich immer zeige,…
  • Mhm.
  • Technik wird Künstler zugeschrieben
  • … die haben halt alle irgendwie einen Stil oder eine Technik, die denen irgendwie zugeschrieben wird.
  • Mhm.
  • Also bei Picasso Pablo Picasso das mit den Frauen, die jetzt zum Beispiel, wo man alles…
  • Ja.
  • … noch sehen kann. Aus unterschiedlichen Perspektiven. Und man weiß sofort: Das ist doch glaube ich Picasso Pablo Picasso.
  • Ja.
  • Wenn man ihn sieht. So. Und das… und und … und und dir gefallen halt Bilder irgendwie, wo… die keinen besonderen Stil haben. Keine besondere Technik. Sonder…
  • Ja. Genau.
  • Dargestelltes wichtiger als Stil
  • … die halt etwas zeigen und und die weniger einen Hinweis auf den Künstler geben. Als auf eine Szene. Auf… als ein geschichtliches…
  • Ja.
  • … äh… Ereignis. Sozusagen.
  • Ja.
  • Das ist ja wie bei den ägyptischen Dinger.
  • Künstler uninteressant
  • Ja. Der Künstler interessiert mich…
  • Ja.
  • … da tatsächlich nicht.
  • Ja, okay.
  • Sondern das Bild. Eben.
  • Das ist ja wie bei den ägyptischen Bildern.
  • Ja.
  • Ich meine, da interessiert dich dann auch das Bild, der Inhalt. Nicht, wer das gemacht…
  • Mhm.
  • … hat. Jetzt. Unbedingt.
  • Ne. Ich glaube, das weiß man auch gar nicht.
  • Ja, ne. Ja genau. Na weil das in dem Moment Moment wahrscheinlich unwichtig ist.
  • Ja.
  • Also dir gehts nicht darum, da jemanden ausfindig zu machen.
  • Ja.
  • Das besondere da herauszukehren.
  • Ne ich glaube, die Künstler kennt man nicht mehr.
  • Ne. Das waren halt Handwerker, ne? Damals.
  • Ja. Das könnte so sein. [räuspert sich]
  • Kunststudenten sollen eigenen Stil entwickeln
  • Also heutige Künstler oder Kunststudenten, die… hab ich das Gefühl, den… den den wird halt beigebracht, einen EIGENEN Stil… eine EIGENE Technik zu…
  • Mhm.
  • … entwickeln. Ein EIGENES Inhaltsding. Also das…
  • Ja.
  • … nach außen hin… Das ist wie eine Marke. Das die nach außen hin wissen, …
  • Mhm.
  • … du hast das gemacht.
  • Ja.
  • Und das kann jetzt gut oder negativ sein. Ähm. Aber das heißt natürlich, dass immer wieder irgendwelche Sachen reinkommen, die du jetzt zum Beispiel dann nicht verstehst. Weil die…
  • Mhm.
  • … zu besonders sind. Sozusagen. Wieder nicht…
  • Mhm.
  • … nicht allgemeingültig. Ne? [21:00]
  • Und so… die eben nur so Farbklekse, OHNE Bild. Also jetzt meine ich auch noch nicht einmal dieses Symetrische oder…
  • Mhm.
  • … Geometrische. Äh. Was man ja auch oft sieht. Also das sagt mir dann eben auch nichts.
  • Mhm. [kurze Pause]
  • [räuspert sich] [kurze Pause]
  • Mein Geradenporträt
  • Dann kommen wir zu dem Bild. Den Rahmen jetzt mal nicht beachten.
  • [lacht]
  • Nur das Bild.
  • Ja. Na das war ja hier die besondere Technik. Ähm.
  • Das Geradenbild.
  • Mit den geraden…
  • Das Selbstporträt.
  • Gestaunt
  • … Strichen. Und äh da habe ich ja eben gestaunt, dass man daraus solche tollen Bilder eben machen kann.
  • Aber du sollst jetzt nicht bewerten, weil ICH das gemacht hab. Sondern wirklich…
  • Ne.
  • … weil… weil DAS ist im Endeffekt aus Linien. Entstanden.
  • Ja nur aus Linien.
  • Mit denen du prinzipiell erst einmal gar nichts anfangen könntest.
  • Ne. Genau.
  • Weil da die Technik wieder im Vordergrund…
  • Ja.
  • … steht. Oder der Stil.
  • Und manche Sachen…
  • Ja.
  • … davon … die sagen mir wahrscheinlich auch nichts. Aber ähm … viele Linien ergeben eben tatsächlich ein BILD.
  • Mhm.
  • Und das ist das interessante dabei. Sogar richtige Augen. Richtiger Blick. Und…
  • Mhm.
  • Van Gogh vs. Ich
  • … richtiger Ausdruck, …
  • Bei Van Gogh war das aber auch so.
  • … was dabei herauskommt.
  • Van Gogh hat viele … viele Striche genommen und hat daraus Selbstbildnisse geformt. Oder halt Landschaften. Ne?
  • Mhm.
  • So. Das ist das Selbe nur halt jetzt nicht Malerei.
  • Ne. Das würde ich auch nicht als Malerei bezeichnen.
  • Das ist Grafik eben. Ja.
  • Oder ich weiß nicht, als was…
  • Zeichnung.
  • … ich das bezeichnen…
  • Zeichnung.
  • äh äh… eine Zeichnung würde… würde… das hat nichts mit Rembrandt oder irgendwie kann man das ja nicht vergleichen.
  • Mhm.
  • Ähm das ist eine völlig andere Technik eben. Kein Gemälde.
  • Mhm.
  • Sondern ähm ja … was mathematisches. Oder oder …
  • Ne muss ja noch nicht einmal sein.
  • Oder oder oder so dann eben. Nicht? [räuspert sich] [23:00]
  • Aber was ist jetzt … also kannst du damit jetzt mehr anfangen als mit einem Bild von … von ähm… von Van Gogh?
  • Ja.
  • Wo wir das auch mit den Linien gesehen haben? Wo du gesagt hast…
  • Ja.
  • Getreide = Linien
  • … bloß dieses dieser dieses Getreidefeld unten… damit kannst du was anfangen.
  • Ja.
  • Weil so Getreide für dich aussieht. Weil der arbeitet mit Strichen.
  • Mhm.
  • Farbigen.
  • Ja.
  • Malerei. Das ist jetzt aber egal. Ob Malerei für mich. Oder so was.
  • Ja.
  • Sondern …
  • Ja im Moment Moment kann ich mit dem Bild ja noch mehr anfangen. Als mit den Strichen von…
  • WARUM. Das sind Striche.
  • Jaja. Von Van Gogh.
  • Weil es ein Bildnis ist? Eine eine Person? Die dargestellt ist? Ne. Eigentlich nicht. Weil Picasso Pablo Picasso hat ja auch eine Frau dargestellt.
  • Ja. Mit der kann ich nun wieder nichts anfangen. [lacht] Ja.
  • Picasso Pablo Picasso / Van Gogh vs. Ich
  • Okay. Bei Picasso Pablo Picasso haben wir… er hat die Form äh äh ähm sehr verzerrt. Oder?
  • Ja.
  • So. Bei Van Gogh… der hat die Form vereinfacht. Indem er halt äh äh statt ganz kleine Minipunkte, die man ja nicht sieht, …
  • Mhm.
  • … halt äh ähm lange… dicke Linien genommen…
  • Mhm.
  • … hat. Und trotzdem waren halt die Bilder natürlich ähm gemalt. Also ähm äh nicht … nicht kopiert. Von der Natur. Sondern …
  • Ja. Ja.
  • … neu gemacht. So.
  • Ja.
  • Hier, bei diesem Geradenbild, steckt ja ein Foto dahinter. Also wirklich ein Abbild…
  • Mhm.
  • … von mir.
  • Mhm.
  • Und das wurde bloß in Geraden umgewandelt. Das sieht also sehr fotorealistisch aus, wenn du es von Weitem …
  • Ja.
  • … betrachtest. Ne?
  • Jaja. Also wie gesagt. Ich würde das nicht mit anderen Bildern vergleichen wollen. Weil es…
  • Na MUSST du aber.
  • … total andere Technik ist. Und und… das ist eben … das bewundere ich eben. Das dabei ein BILD herauskommt.
  • Ja.
  • Nur Gerade.
  • Ja. Aber weiter spricht dich das jetzt nicht an? Irgendwie. Außer, dass die Technik sich sehr hervorhebt. [kurze Pause]
  • MUSS es nicht.
  • Naja. Das Bild hier schon. Aber aber da waren so einige dabei, die hätten mich nicht angesprochen. Eben.
  • Mhm.
  • Lebendiges Bild durch Blick, Mund, Wangen
  • Und das Bild… ja das ist … ist lebendig. Das ist … ja… ja… anatomisch richtig. Oder was weiß ich.
  • Warum lebendig.
  • Ja weiß ich nicht. Der Blick. Äh äh. Die Mundhaltung. Und dann sieht man hier von den Wangen wie so ein bisschen von der Muskulatur. Oder so.
  • Mhm.
  • Also…
  • Bewegung
  • Warum siehst du HIER… also ich MÖCHTE das. Ich MÖCHTE Bewegung mit den Linien darstellen.
  • Ja.
  • Darum ging es mir.
  • Achso.
  • Warum warum erkennst du hier die Bewegung, …
  • Ja.
  • … aber warum siehst du die bei Van Gogh nicht. Bei seiner… bei bei seinem Landschaftsbild. Wo ja auch sozusagen die Linien die…
  • Ja. Da sehe ich in dem Getreidefeld.
  • Ja.
  • Eine Bewegung. Wo der Wind da so so drüber geht. Und das andere… tja. [kurze Pause] Naja. Es ist nicht natürlich. Aber wie gesagt. Ich möchte diese Bilder NICHT mit den anderen vergleichen. Weil das so eine total andere Technik ist.
  • Naja. Aber wenns dir bloß um die Technik geht…
  • Das ist ja kein Gemälde! Kein Gemälde.
  • Das ist eine Zeichnung.
  • Oder Zeichnung.
  • Ne. Das ist eine Zeichnung.
  • Ach das nennt sich auch Zeichnung.
  • Das ist eine Zeichnung. Natürlich.
  • Mhm.
  • Da ist er ja mit einem Stift sozusagen die Linien nachgegangen.
  • Mhm. Aha.
  • Kinderzeichnungen
  • Dann nehmen wir äh … eine Zeichnung.
  • Mhm.
  • Da wo ich bei dir war.
  • Ja. Mit … was Emma gemalt hatte. Oder?
  • Ne. Was ICH gemalt habe.
  • Ach als… Ja.
  • Jetzt habe ichs ja geschafft, dass du denkst, das ist von einem Kind.
  • [lacht] Ja.
  • Zeichnung "Bei Oma zu Besuch"
  • Heißt "Bei Oma zu Besuch".
  • Mhm. [26:30]
  • Das hast du ja auch. Ich habe dir da ja nen …
  • Ja stimmt. Das hast du gemalt. Mit dem Besen hier. Ja.
  • Was ist da bei dir … Was schwirrt da durch den Kopf.
  • Mhm.
  • Schön ist es nicht?
  • [räuspert sich]
  • Proportional ähm… so harmonisch auch nicht höchstwahrscheinlich.
  • Ne. Also ich würde sagen… das eben als Kinderzeichnung ansehen. Und das Kind sieht eben schon allerlei. Das sieht da einen Kopf. Einen Besen. Ne dicke fette Oma. Oder was das da sein soll. [lacht] Ja. Oder so. [räuspert sich] Aber es ist eine Kinderzeichnung. Und dann sind da … was weiß ich. Fliegen. Oder…
  • Mhm.
  • … oder Bienen. Oder irgendsowas.
  • Mhm.
  • Da noch.
  • Fliegen. Ja.
  • Ja.
  • Wenn du das jetzt aber mal so vergleichst. Eben mit mit den realistischen … also den realistischen Malereien. So.
  • Ja.
  • Zugang zu kindlichen Zeichnungen
  • Du kannst mit denen natürlich mehr anfangen.
  • Ja.
  • Das weiß ich jetzt. So.
  • Ja.
  • Aber hast du hier einen Zugang, WEIL es kindlich aussieht? Weil es ja sozusagen aus einem… dem normalen Menschen sozusagen herauskommt. Wenns noch klein ist. Darum… darum gings mir ja im Endeffekt.
  • Ja.
  • Etwas zu machen, was jeden Menschen etwas angeht.
  • Ja.
  • Weil jeder Mensch das als Kind gemacht hat. Wenn er Stifte und ein Papier bekommen hat. So. Also das du auch einen Zugang dazu findest. Ne? Und das nicht fremd bleibt.
  • Also. Ne. Da finde ich schon einen Zugang. Und du müsstest jetzt eben Emmas Zeichnungen sehen. Die jetzt richtige Köpfe malt. Mit Augen. Und Mund. Und so.
  • Mhm.
  • Also. [räuspert sich]
  • [klickt durch die kindlichen Arbeiten] Nur mal durchblättern… Ne ich gucke jetzt erst einmal.
  • [lacht leise] Dann aber alles deine Gemälde. [lacht]
  • Ja.
  • Ja.
  • Das sieht nicht kindlich aus. Das auch nicht. Das vielleicht noch hier.
  • Fahrrad.
  • Mhm.
  • Mhm.
  • Aber einen wirklichen Zugang hast du…
  • Sonne in kindlicher Zeichnung und bei Mondrian
  • Im Hintergrund eine Sonne.
  • Ja.
  • Naja…
  • WIESO siehst du HIER die Sonne, aber bei Mondrian nicht.
  • Bei wo?
  • Beim … bei Mondrian. Wo wir uns das Waldbild angesehen haben. Wo der große gelbe Fleck oben rechts war. Wo ich dann noch sagte, das könnte die Sonne oder Mond sein. Und du hast es erst…
  • Achso diese Waldlandschaft. Ja.
  • Ja.
  • Ne. Weiß ich nicht. Warum ich den nicht gesehen hab.
  • Na da war ja ein riesen großer gelber Fleck.
  • Aha. Na gut. Dann hab ichs nicht kapiert. [kurze Pause] Ja.
  • Na kann das vielleicht sein, dass du hier die Symbole der Kinder sozusagen in diesem Bild ähm ähm … was du gelernt hast sozusagen… Das Kinder so zeichnen. Und was es dann sein könnte. Sozusagen… hier direkt damit verknüpfen kannst. Und nicht erst…
  • Wahrscheinlich.
  • … in eine fremde äh so ganz neu denken musst?
  • Äh. Ja. Sicherlich ist das, was ein Kind sich vorstellt. Die Sonne ist ja groß.
  • Es war heiß vielleicht. Deshalb ist die Sonne groß. Ne?
  • Mhm. Gut. Da im Wald hab ich sie nicht erkannt. Und so eine RICHTIGE schöne Landschaft… äh… hast du da irgendwie ein Beispiel? [räuspert sich]
  • Na ich nehme mal ein Beispiel von einem … [Tippgeräusche]
  • klassischen… Maler.
  • [Tippgeräusche]
  • [30:00]
  • Bild vom Hobbykünstler Hobbykünstler interessant
  • Ach dieser einzelne Baum. Der ist auch schön. Ja.
  • Wo. Hier?
  • Der hier.
  • Hier. Äh das ist von einem Hobbykünstler Hobbykünstler. Glaube ich. Sommerbaum, 2006, Edmont Kies sommerbaum-k.jpg
  • Mhm.
  • Ah da gucken wir uns das an.
  • Na muss nicht sein.
  • Doch. Doch. Deshalb gucken wir uns das jetzt an.
  • [lacht] [räuspert sich]
  • Es geht ja nicht darum…
  • Ich meine, ich hätte das…
  • … die riesen große Kunst, sondern …
  • … schon einmal gesehen. Ja.
  • Hier steht äh Landschaft von Edmund Kies. Kenn… kenne ich jetzt nicht. Wird irgendein Künstler sein, der jetzt halt aktuell lebt. Oder Künst… oder Hobbykünstler Hobbykünstler oder so…
  • Ich weiß gar nicht, ob das eine Arkatie ist. Ich glaube nicht.
  • Was… was kommt dir da. Was … was unterscheidet das.
  • [lacht] Also der Baum hat eine schöne Form. Hat verschiedene… ja… Stämme. Äh… man erkennt aber keine Einzelheiten. Keine Blätter. Während die Wiese von der Entfernung… die empfindet man … ja… als ganz real. Mit Strichen, von Gräsern oder…
  • Mhm.
  • …oder oder so.
  • Also wieder die Striche sind die Gräser sozusagen.
  • Ja.
  • Übersetzen.
  • Ja. Und der Kontrast von diesen Zweigen und dem Schatten von dem Baum. Und dazwischen…
  • Mhm.
  • … etwas helleres. Das… das ist schon einmal sehr schön. [räuspert sich]
  • Und es ist harmonisch. Das Bild. Ne?
  • Der Himmel … Ja. Der Himmel und Baum… das würde ich als harmonisch ansehen.
  • Nö. Ich auch, ja. Ich würde es als langweilig ansehen.
  • Na gut. Dann ist alles, was langweilig ist, für mich harmonisch.
  • Ne. Das würde ich…
  • [lacht]
  • Nene. Die anderen Bilder fand ich ja auch gut. Die wir am Anfang … Aber das ist für mich…
  • Ja.
  • … halt ein … weiß nicht, was man… was du dir vielleicht über das Sofa…
  • Mhm.
  • … oder in den Flur… irgendwo hinhängst. Als … es soll halt schön aussehen. Ohne, dass man drüber nachdenken muss. Oder?
  • Ja. Ich weiß noch nicht einmal, ob ich mir jetzt überhaupt noch ein Bild hinhängen würde. [lacht]
  • Na du hast ja ganz viele Bilder. Ja.
  • Harmonische und schöne Kunst
  • Ja. Also für mich ist es harmonisch.
  • Mhm.
  • Ja.
  • Aber du würdest halt sagen, das ist schöne schöne Kunst.
  • Joa.
  • Okay.
  • Joa. [kurze Pause] Und wie nennt sich das hier?
  • Na Baum in Landschaft oder so. Ich werde dann noch einmal nachgucken. Ich habs ja jetzt abgespeichert.
  • Mhm.
  • SOMMERBAUM heißt das.
  • [räuspert sich] Na gut, der Maler ist mir gar kein…
  • Ne… das ist gar nischt. Also das ist jetzt nichts, der irgendwie…
  • Ja.
  • … groß sein wird.
  • Naja, ich…
  • Aber darum gehts ja nicht.
  • … hab da so auf deiner Liste…
  • Es geht um das Bild jetzt. Ne?
  • Mhm. [räuspert sich]
  • Ähm wollen wir noch mehr danach gucken, oder ich zeigt dir einfach noch mal…
  • Na eins vielleicht noch.
  • Okay.
  • Dann müssen wir glaube ich uns da mal wieder rausbegeben. [kurze Pause]
  • Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich
  • Wir können noch einmal von ähm… na wie heißt der … Der Mönch am… Der Mönch am Meer. Von… Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich. Der sagt dir doch was, oder?
  • Der sagt mir was. Aber ähm… [hustet]
  • Das war dieser Romantiker. Glaube ich.
  • Ja.
  • Hier hast du eine Landschaft.
  • Barock. Ne ne. Rockoko oder… Barock oder irgendsowas.
  • So. Das ist ein gutes Bild.
  • [ganz laut und erfreut] JA. Das ist das bekannte!
  • Ja.
  • [immer noch erfreut] JA. Das ist Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich?
  • Genau. Weil da jetzt auch die Frage nach der Schönheit …
  • JA.
  • … mir stellte.
  • Ausgesprochen schön
  • Das empfinde ich als ausgesprochen schön.
  • Auch wenn es ein bisschen …
  • Harmonisch. Gestellt vielleicht. Aber das ist ist sehr harmonisch.
  • Aber findest du das schön vom Bildinhalt, oder…
  • Ja.
  • Aber es sieht ein bisschen düster… trüst… dü… äh…
  • Die vertrockneten Äste da.
  • Ja.
  • Das sieht sehr schön aus. Realistisch. Unten ist der Baum noch grün. Ja. Oben ist er am vertrocknen. Dann das Gebirge im Hintergrund. Dann da so eine… ein bisschen Wasser. Also das… das würde ich als sehr harmonisch ansehen. [räuspert sich]
  • Mhm.
  • Was steht da noch so da? Von dem Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich? Wo gehört der hin? Ist das ein…
  • Na der …
  • … Romantiker, oder…
  • Romantiker. Ja. Denke ich mal.
  • Oder…
  • Oder… wie heißen die, die…
  • … Rocko… Rocko… Rockoko.
  • Nene.
  • Und Barock gibts dann nach Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich. Was steht denn da…
  • Frühromantik.
  • Frühromantik.
  • Also Romantik.
  • Ja.
  • Gefühlige Ausdruckskunst
  • Ne. Das sollst du dir gar nicht durchlesen. [kurze Pause] Gefühlte Ausdruckskunst. Ne?
  • GEFÜHLIGE…
  • Gefühlige Ausdruckskunst.
  • Ja. Ja. Joa.
  • Das war halt wieder so realistisch. Du konntest was sehen. Das war der Natur nachgeahmt.
  • Ja.
  • Obs die jetzt wirklich gab, darum gehts nicht. Sondern es ist nur in dem…
  • Ja.
  • … Bild kommt es so rüber, als wäre es …
  • Ja.
  • … natürlich. Sozusagen.
  • Ja.
  • Okay.
  • Konservativ
  • Also ich bin da ganz… konservativ. [lacht leise] Wahrscheinlich. [räuspert sich]
  • verhüllte Arbeiten
  • Dann müssen wir die verhüllte gar nicht durchgehen.
  • Mhm?
  • Dann müssen wir die verhüllte Arbeit gar nicht durchgehen.
  • [lacht laut] Ne.
  • Okay. Weil du da ja gar nichts mehr siehst.
  • Ne. Da kann ich auch nichts mit anfangen.
  • Na vielleicht ist dahinter ne Landschaft drinne.
  • Ja du hast ja gesagt, du warst ehrlich, du hast da ein Bild auch äh reingetan.
  • Ja, was ich sehr gut fand.
  • Naja. Aber wenns keiner sieht? Da hat ja keiner was davon.
  • Naja, aber wieso. Dann kannst du dir was realistisches vorstellen. Jemand anderes kann sich einen Picasso Pablo Picasso vorstellen. Weil er eher darauf steht.
  • Aber da würde ich dann sagen, würde ich das Bild ja ganz gerne sehen wollen. Was da hinter ist.
  • Aber so gut ist das Bild gar nicht. Das heißt, es ist doch besser, es ist in deiner Fantasie drinne. Da hats mehr …
  • Öh. Ja. Also ich meine, da brauche ich mir ja nie was angucken. Also da würde ich schon sagen, wenn da ein Bild drinne ist, dann würde ich das gerne sehen wollen.
  • Ich wollte halt ALLEN Leuten gefallen.
  • [lacht] Ja. Gut. [kurze Pause] Ja. Aber du hast ja jetzt was reingemalt. Nicht?
  • Naja, das sag ich nicht.
  • Doch. Du hast dann auch gesagt, ein dreiteiliges hast du. Und wo du…
  • Achso, ein Triptychon.
  • auf jeder Seite dann auch… oder…
  • Ja. Oder was ich jetzt machen will.
  • ein Triptychon. Mhm.
  • Wenn man es öffnet, dass … genau.
  • Ja. [räuspert sich] [kurze Pause]
  • Na okay. Wir haben dann ja schon abgearbeitet, was für dich Kunst ist. Oder?
  • [lacht] Ja. Ich denke schon. Nicht? Ja.
  • Ich habs aber halt noch nicht…
  • Was ist für DICH Kunst?
  • Was ist für DICH Kunst? Was … äh für dich ist das also … Was was was … bezeichnest du als Kunst?
  • Na ich bin halt so im Zwiespalt. Weil ich es eben nicht weiß und weil ich ähm … weil halt jeder eine andere Ansicht hat.
  • Naja. Gut.
  • Und ich verstehe halt deine Begründung, warum du das als schön empfindest.
  • Als harmonisch.
  • Als harmonisch. Natürlich und so.
  • Ja.
  • Und ich meine Picasso Pablo Picasso wollte nicht harmonisch sein. Bestimmt. Der wollte ja sozusagen verzerren. Und das es schräg aussieht.
  • Und auffallen.
  • Und die Leute da hinschauen.
  • Ja. Ja wie gesagt. Man kann ihn als als lustig oder kreativ bezeichnen. Aber nicht als schön.
  • Okay.
  • Also für MICH eben. Ja?
  • Alles kann Kunst sein
  • Mhm. Na für mich kann blöderweise jetzt alles Kunst sein. Es muss bloß jemand sagen und es muss jemand glauben.
  • [lacht]
  • Naja, ist ja so.
  • Naja gut. Ja.
  • Ich glaube, ich hab dir das mit dem Pissoir gezeigt. Würde ich das jetzt nicht…
  • Mhm.
  • … das aus dem Kunstunterricht kennen… so…, dann wäre das für mich irgendwie eine Verarsche. Das da jemand ein Pissoir…
  • Mhm.
  • … reinstellt und sagt…
  • Ja.
  • … das ist Kunst. Weil er eine Unterschrift noch reingibt. So.
  • Gut. Das ist für mich also auch keine Kunst.
  • Ja?
  • Nein.
  • Und ich hab halt mein…
  • Das ist für mich SCHRECKLICH. Fast. Muss ich sagen.
  • Ja?
  • Ein Pissoir. Ja.
  • Ich hab halt auch mein Problem mit … mit halt den Arbeiten … oder einigen Arbeiten von den Kommilitonen. Ne? Wenn ich Abfalleimer sage. Wo Papier reingeschmissen wird.
  • Ja.
  • Sowas.
  • Ja.
  • Das ist…
  • Also da finde ich die Putzfrauen sehr realistisch. Dann.
  • Ja das fand ich auch gut. Ja.
  • [lacht] Ja. [räuspert sich]
  • Aber das interessante ist halt…
  • Ist da jemand? Oder nicht.
  • Ja.
  • Ich glaube, wir müssen dann mal…
  • Ja gleich.
  • … wieder.
  • Ich finde…
  • Ja.
  • … das das interessante ist halt, selbst an der Hochschule gibt es halt irgendwie so zwei Richtungen. Einmal…
  • Mhm.
  • … ähm ähm äh die, die halt eher das … also die Natur sozusagen nachahmen. Oder oder oder sie ähm… also wenn es jetzt um Porträt geht… das man das Porträt…
  • Mhm.
  • … so malt oder so äh den Kopf formt … also in Ton, …
  • Ja.
  • … dass der halt äh realistisch wirkt.
  • Ja.
  • Und äh etwas darstellt. So was du jetzt auch bei diesen ähm…
  • Emmas zerknautschter Zettel
  • Gib mal diesen zerknautschten Zettel. Da hat … dann war sie wütend… ne, also das geht nicht mehr. Da hatte sie nämlich was gemalt. Und zum ersten Mal eben ein Gesicht. [Papierrascheln] Mit mit äh ja richtig Augen und mit lachendem Mund. Also äh … vielleicht hat sie noch draußen irgendwelche Bilder.
  • Wieso hast du das aufgehoben?
  • Ich wollte es aufheben.
  • Na jetzt hast du es ja.
  • Ne. Und sie… sie hats dann auf einmal zerknautscht. Als sie bei mir drinne war.
  • Na kann ichs mitnehmen? Dann mache ichs wieder glatt. Und schicks dir dann wieder zu.
  • Ne. Dann kannst du es behalten. Als Kinderzeichnung.
  • Okay. [39:25]
  • Oder oder so.
  • Ja.
  • Ich wollte es nämlich DIR zeigen. Und darum hab ich mich sehr geärgert, als da da Emma … die kriegt dann immer so Anfälle. [lacht] Aber hier dein … deine Karte… wo hab ich denn die. Die muss ich draußen auf dem Tisch noch gelassen haben. Da wo äh jetzt Johanna zuletzt saß.
  • Mhm.
  • Irgendwo. Denn hier ist es nicht drinne. Die müsste ja größer sein.
  • Na ist egal.
  • Na gucken wir da noch einmal auf dem Tisch. Und dann würde ich sagen, wir … jetzt gucken wir mal raus.
  • Ja.
  • Ja. Ich weiß nicht, ob ich dir jetzt geholfen habe. Und…
  • Omas Grenzen
  • Na ich kenne jetzt deine Grenzen. Ich kann sie noch nicht so ganz ähm … ich verstehe jetzt noch nicht…
  • Mhm.
  • … so ganz, wie du halt ägyptische Kunst, die ja auch sehr abstrahiert und sehr…
  • Ja.
  • … verzerrt ist, weil die Körper so gar nicht existieren, …
  • Alltagsgespräche [Johanna betritt das Zimmer]
  • Wollt ihr hierbleiben? Oder mit essen? Ihr könnt auch nachher essen.
  • Nein, wir essen mit. Ja.
  • Ja?
  • Ja.
  • Wenns okay ist.
  • Jetzt muss ich noch einmal fragen… Diese Aftereight …
  • Hab ich dir gerade mitgebracht.
  • Achso. Ja. [Elke betritt ebenfalls den Raum]
  • Hat Friedrich irgendwie Interesse an…
  • Ja.
  • Friedrich…
  • Und hast du die Rechnung?
  • Können wir später machen, Oma.
  • Ja.
  • Müssen wir jetzt nicht machen.
  • Und ich wollte an sich drei große haben. Aber…
  • Drei große gabs nicht.
  • Gabs nicht. Also im Lidl gibts nur … nicht Aftereight, sondern After… Mind. Ne Ne.
  • Ich hab dir…
  • … Schoko.
  • deine Tabletten mitgebracht. Die Schwestern haben sie mir geklaut.
  • Dankeschön. Da bin ich aber froh.
  • Ähm… hat Friedrich … Hast du Interesse an Hemden? An Pulovern und so?
  • Ich glaube nicht.
  • Du glaubst nicht. Weil Olaf… der hat aussortiert. Ja.
  • Oh. [versucht auf zu stehen]
  • Na gut. Macht, wie ihr wollt.
  • [stöhnt] Ja, ich meine, wenn du das da mitnehmen willst… also … Aber vielleicht hat ja irgendwie noch eine andere Zeichnung da. [Aufnahme Ende]
30:00-41:00 = 54min transkribiert 5min = 1min Gespräch
Recherche Holzwerkstatt (da ich Namen von Maschinen in Holzwerkstatt ständig verwechsel) Abrichthobel bzw. Abrichte: Maschine, mit der man Holzseite eben macht Dickenhobel: Maschine, mit der man gegenüber liegende Fläche parallel und auf eine einstellbare Dicke hin bearbeitet Hobeln: Bearbeitungsverfahren mit definierter Schneide Schleifen: Verfahren mit undefinierter Schneide Flachdübelfräse: schmale Schlitze in Holz, siehe 12.1. Flachdübel bzw. Lamello: verbindet die beiden Bauteile miteinander Bezeichnung Holzteile: Block oder Stücke von Balken je nach Breite-Dickenverhältnis auch als Leiste bezeichnen Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • Das andere sind ja seine…
  • Findest du den Blick realistisch?
  • … Jünger. Der guckt ja… der guckt nach oben…
  • Mit riesen großen Augen.
  • Realistisch / Unrealistisch / Betont
  • … in den Himmel. Also das ist nicht unrealistisch. Äh, wenn man nach oben guckt, …
  • [hustet]
  • … könnte man diesen Augenaufschlag so haben.
  • Mir kommt es aber so vor als … als hätte El Greco das äh stärker gemacht,…
  • Ja. Ja.
  • … damit du als Betrachter noch mehr diese äh…
  • … diese Augen anguckst.
  • … diese… genau. Genau.
  • In die Richtung. Himmelsrichtung.
  • Genau. Für mich ist es eben nicht realistisch. Ich glaube also meine Augen die wären kleiner, würde ich so nach oben gucken.
  • Ja. Na vor allem… die Augen nicht. Der Lied…
  • …schatten.
  • …schatten.
  • Der ist extrem.
  • Der ist zu betont. Das stimmt.
  • Genau. Aber damit du das als Betrachter eben noch verstärkt wahr nimmst.
  • Es ist fast, als ob er eine Brille auf hätte.
  • Mhm.
  • Noch eine starke gerandete[?, 11:33] Brille eben. Nicht? Ja.
  • Und ich meine… komm. Auch die Hände sind viel zu groß. Die sind ja insgesamt größer als sein ganzer Kopf.
  • Ja und zu fraulich.
  • Ja.
  • Äh, sind gar keine kräftigen Männerhände. Würde ich sagen.
  • Ja.
  • Dann eben, nicht? Die erscheinen sehr groß.
  • Und das…
  • Das stimmt.
  • Und das ist viel zu dick. Sein Arm. Ne? Der ist ja wieder fast so dick wie sein gesamtes Gesicht. Wenn du das jetzt mal so über…
  • Achso. Ja.
  • …trägst.
  • Ja.
  • Aber… was sagt dir das? Das das das das heißt ja, dass es eben nicht um dieses äh dieses realistische … dieses Kopieren von der Natur äh…
  • Mhm. [kurze Pause]
  • Für mich ist das wieder so symbolisch aufge…
  • Ja.
  • …baut.
  • Also das symbolische ist dabei.
  • Aber richtig stark! Ne?
  • Mhm.
  • Also es ist ja Jesus Jesus. Ich meine, das ist ein Bild …
  • Mhm. [kurze Pause]
  • Symphatische Bilder
  • Aber das Bild ist mir nicht unsymphatisch… [beginnt anzufangen zu lachen] … muss ich sagen.
  • Das ist aber interessant. Das ist von fünfzehnhundert nochwas.
  • Ja.
  • Das ist ja uralt. So.
  • Ich brauche die Jahreszahl jetzt gar nicht unbedingt wissen.
  • Naja, ich weiß nicht. Hätte ich das jetzt nicht gesagt… äh… vielleicht hättest du dann doch angemerkt: Die Hände sind viel zu groß. Und so.
  • Naja. Das weißt du von hier aus noch gar nicht einmal. Ich weiß nicht.
  • Na doch. Das sieht man schon. Das ist ja riesig fett hier. Also wenn ich meine Hände so halten würde… hier… die gehen ja fast weg… in meinem ganzen Gesicht.
  • Mhm.
  • Die verschwinden ja. Hier sind die ja doch doppelt so lang.
  • Das könnte sein. Ja. Also. Die Proportion, die weiß ich dann nicht so.
  • Das hier ist ja noch einmal interessant. Warte mal.
  • [räuspert sich] Aber das sind eben so frauliche Hände. Würde ich sagen.
  • Ja.
  • Und da guckt ein Bein… Unterschenkel oder irgendwas…
  • Ne. Das ist ein Arm. Von jemand anderem. Und der zieht an dieser Kette hier.
  • Achso.
  • Hier ist so eine Kette.
  • Achja. Da ist eine Kette.
  • Und hier greift er rein.
  • Ja.
  • Ich weiß jetzt nicht, was genau der da macht. Das ist… Ich denke mal, dass ist der Moment Moment, wo die Soldaten Jesus Jesus halt äh zum…
  • … gefangen nehmen.
  • … Kreuz bringen. Oder zum Kreuz bringen und das ganze Volk ist dahinter…
  • Mhm.
  • … und will ihn gekreuzigt sehen.
  • [räuspert sich] Warte mal.
  • Oder wo das Volk gefragt wird, vom König, ähm, äh äh wollt ihr das er gekreuzigt wird? Und das Volk, das ist halt äh ähm aufgebracht. Und sagt dann: Ja.
  • Aber mit der Kette… da habe ich doch gar nichts in Erinnerung.
  • Ich… ich doch auch nicht. Jetzt. Aber irgendwas wird es heißen.
  • Mhm.
  • Sonst hätte der das jetzt nicht gemacht.
  • Da ist eine Frau. Mit Zopf.
  • Na das wird die Maria sein. Ne?
  • Ja. Vielleicht. Die Maria Magdalena. Und das ist die Mutter. Wahrscheinlich.
  • Achso.
  • Die auch Maria heißt. [räuspert sich] [14:15]
  • Und der macht hier schon einmal Schrauben in Holz höchstwahrscheinlich rein. Oder? [kurze Pause] Das ist doch ein Holzstück hier.
  • Ja. Könnte sein.
  • Entweder er schraubt rein oder … ich weiß jetzt auch nicht.
  • Ja. Ist das schon ein Stück vom Kreuz?
  • Ja. Ja genau. Das denke ich jetzt halt auch.
  • Ich weiß es nicht.
  • Wenn der da jetzt zum Kreuz gebracht wird.
  • Ist da was im Hintergrund vom Kreuz zu sehen? Ne. Nicht?
  • Na wir gucken mal im Titel. [kurze Pause] El Greco und Werkstatt. Entkleidung Christi.
  • Aha. Ach darum zieht er an dem Gürtel. Oder oder…
  • Ja.
  • … oder Dings.
  • Da hing der dann nackig am …
  • Mhm.
  • … Kreuz. [kurze Pause] Aber es ist jetzt nicht so ein extremes Beispiel. Das stimmt. Dann… was hattest du für einen Namen genannt? Von einem alten… Künstler? Ne, gerade eben.
  • Rembrandt
  • Cranach. Oder oder…
  • Ja. Cranach der Ältere.
  • Oder Rembrandt. Oder… irgendso einen…
  • Na dann nehmen wir mal Rembrandt. [Tippgeräusche] [15:03]
  • [räuspert sich] [Tippgeräusche] [kurze Pause]
  • Das sind ja alles Porträts.
  • Da. Jetzt kommt. Ja. Porträts.
  • Sehr viele Porträts. [kurze Pause]
  • Da ist jemand im Vorraum [vom Pensionszimmer]. [lacht] [kurze Pause]
  • Nachtwache.
  • Mhm.
  • Die Nachtwache. Sechzehnhundertzweiundvierzig.
  • [nicht verständlich, 15:48]
  • Ich öffne es mal kurz.
  • Ja. Da kann ich … da erkenne gar nichts. Weiß man da einen Hintergrund?
  • Warum?
  • Äh ne. Was das darstellt eben?
  • Ich empfinde mehr bei Rembrandt als bei Picasso Pablo Picasso
  • Na okay. Darum gehts jetzt ja gar nicht. Es geht ja darum, was du damit ähm anfangen kannst. Wenn du es siehst.
  • Mhm.
  • Wenn du das jetzt im Museum siehst… was… was äh würde … Ist es so wie bei Picasso Pablo Picasso? So ein Frauenbild, wo du…
  • Ne. Ne. Das ist hier anders. Das ist ansprechender. Oder da empfinde ich mehr als bei Picasso Pablo Picasso. [räuspert sich]
  • Warum empfindest hier mehr?
  • Weiß ich nicht warum. Da sind… da ist … ja… das ist natürlich dargestellt. In der Tracht. Oder was weiß ich. Von dem Jahrhundert. Da stimmen die Proportionen.
  • Das würde ich gar nicht mal sagen. Die Männder dahinten sind ja fast so groß wie…
  • Ja.
  • … hier vorne.
  • Mhm. Naja gut. Also sagen wir mal. Ich habe jetzt die beiden hier vorne…
  • Ja.
  • … mir angesehen. [räuspert sich] Ja. Die vordere Reihe. Die ist ungefähr … die hintere Reihe… ja, die können aber auch irgendwo drauf stehen.
  • Mhm.
  • Auf einer Stufe oder was weiß ich. [räuspert sich]
  • Aber hier äh ähm ist es für mich nicht äh realistisch. Weil hier wird ja die Personengruppe im Vordergrund durch Licht…
  • Ja.
  • … hervorgehoben.
  • Ja.
  • Sie wird ja verstärkt dargestellt als die im Hintergrund.
  • Ja.
  • Die sind ja blasser.
  • Mhm.
  • So. Das ist also kein… kein Abbild der Realität. Sondern schon so, dass du als äh Betrachter, wie bei den Leserinnen… wie bei den Weinleserinnen… halt darauf guckst.
  • Ja.
  • Weil die im Zentrum stehen. Weil die angeleuchtet…
  • Ja.
  • … sind.
  • Realistisch / Unrealistisch
  • Ja. Ist okay. Aber die Szene ist trotzdem irgendwie realistisch dargestellt. Im Gegensatz zu…
  • Mhm.
  • … Picassos Figur… oder was weiß ich.
  • Mhm.
  • [räuspert sich] Also das würde ich insgesamt als … ja… das klingt wieder primitiv… als schön, oder angenehm empfinden.
  • Das ist auch glaube ich ein riesen großes Bild. Also…
  • Ja. Steht hier… Die Maße [unverständlich, 18:00]
  • Fast vier Meter.
  • Oho.
  • Also drei mal vier Meter.
  • Ja. Ja. Mensch. Ja. Das ist ja groß. [räuspert sich]
  • Na wir müssen uns das jetzt gar nicht hier durchlesen.
  • Mhm.
  • Weil es geht ja eher darum, wenn du es siehst…
  • Ne. Ich gucke…
  • … was dann… was dann bei dir…
  • Mhm. Ja. Die Stelle ist erleuchtet. Das ist richtig. Ja. [räuspert sich] Und das heißt ja auch Nachtwarte.
  • Ja.
  • Und die anderen stehen in der Nacht.
  • Rembrandt vs. Picasso Pablo Picasso / Mondrian
  • Ich verstehe noch nicht so ganz, warum du bei Picasso Pablo Picasso oder bei Mondrian oder… Also wenn das so ein Landschaftsbild ist, wie wir bei dem Buch jetzt gesehen haben, warum bei dir da so so ein Schild vorgeht. Und bei so einem Bild, wo halt auch so Figuren dargestellt sind, also einfach weils realistisch ist und du sofort … das in deine …
  • Ja. Also Picasso Pablo Picasso geht nicht in mich ein. Also.. also da ist gar nichts da. Ich weiß, wie schief ich da liege. [lacht]
  • Nö. Wieso.
  • Doch. Total schief.
  • Werden ja vielleicht viele denken.
  • Ich weiß ja, wie wertvoll der ist. Aber… mich spricht der nicht an.
  • Es geht ja nicht ums geldliche. Das ist jetzt ja lediglich der Marktdings.
  • Naja, ich meine…
  • Das es da viele haben wollen. Weil sie denken, dass das…
  • Aber das ist ja irgendwo ein Hinweis auf auf auf die …
  • … auf die Zeit.
  • … den Inhalt, die Zeit. Oder ja… Auf das Wertvolle der Malerei. Oder so. Und das kann ich eben nicht nachempfinden, bei Picasso Pablo Picasso. [19:39]
Komposition mit Rot, Schwarz, Gelb, Blau und Grau, 1921, Piet Mondrian
Komposition mit Rot, Schwarz, Gelb, Blau und Grau, 1921, Piet Mondrian
Selbstporträt 2017-01-06 13-58-48, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-58-48, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 14-02-18, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 14-02-18, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-52-09, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-52-09, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-46-26, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-46-26, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
HGB Rundgang 2017 Büro der Galerie Daten zu den Arbeiten im Erdgeschoss per E-Mail zugeschickt mit Halbe Rahmen telefoniert, muss mit 10kg rechnen Verpackung nicht sehr viel größer als Rahmen, also noch händisch transportabel Rahmen 70x210cm bestellt kommenden Freitag und Samstag neues Ganzkörperporträt machen E-Mail an Kati, da telefonisch nicht erreicht wegen Schlüsselübergabe, für heutige Arbeit im AV-Labor Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • [Nach dem Essen]
  • [Aufzeichnung erst nach Beginn Gespräch angefangen]
  • … Wo ich nichts mit anfangen kann eben. [räuspert sich]
  • Genau. Das hier?
  • Na gut
  • Das ist so ein ähnliches Bild. Das ist auch von diesem Piet Mondrian.
  • Ausstellung im Martin-Gropius-Bau, Notiz vom 14.11.2015 Komposition mit Rot, Schwarz, Gelb, Blau und Grau, 1921, Piet Mondrian mondrian-k.jpg
  • Kunstrichtung Mondrian
  • Und was ist das für ein [nicht verständlich, 0:11]?
  • Das ist eine Kunstrichtung gewesen.
  • Mhm. Mooondriaaan…
  • Mondrian ist der Künstlername.
  • …stil.
  • Das ist die… das ist die Kunstrichtung.
  • Mhm.
  • Und da taucht er unter anderem halt mit diesen Arbeiten auf. Und er hat halt ziemlich viel so diese…
  • Ja.
  • … geometrischen… geometrischen und Farb…
  • Kein Bild / Bild
  • Ja. Ja mit diesem Geometrischen… War ja eben gar nicht schlecht, nicht? Aber [räuspert sich] … Es ist eben kein Bild.
  • Mhm. Also nichts, wo du etwas erkennst halt.
  • Gehts dir darum? [Pause]
  • Doch ich erkenne schon was. Aber
  • Aber aber was erkennst du.
  • Ach. Naja. Ein Muster.
  • Okay.
  • Ein Muster, kein Bild.
  • Okay.
  • Ja?
  • Und der hatte aber anfänglich auch äh solche Sachen gemalt.
  • Ja.
  • Und davor hatte der glaube ich sogar realistisch gemalt. Ich weiß jetzt nicht genau.
  • Da erkenne ich… da erkenne ich schon eher was drauf. Aber das ist nicht sehr realistisch.
  • Ne, aber erinnert wieder so an Van Gogh. Ne?
  • Mhm.
  • Also auch mit Linien…
  • Ja.
  • … und Strichen.
  • Ja. Hast du das hier geknickt?
  • Ja gerade eben.
  • [räuspert sich] [Pause] Ja. Etwas anders dann eben auch, ne?
  • Ist aber auch ein Bild. Für dich. Oder nicht.
  • Doch. Das… das ist ein Bild. Aber ich kann nicht viel mit anfangen.
  • Weil du es nicht harmonisch findest, oder…?
  • [räuspert sich]
  • Ich will bloß verstehen, warum du damit nichts anfangen kannst.
  • Mhm. Ja das will ich ja selber verstehen. [lacht]
  • Was erkennst du denn. Also was…
  • Also ich erkenn… ich erkenne eigentlich nur ein paar Bäume.
  • Okay.
  • Äh… Fußboden. Und dahinter scheint aber wahrscheinlich noch mehr zu sein. Was ich …
  • Das erkenne ich jetzt auch nicht.
  • … Was ich jetzt wie so visuell einfach mit meinen Augen oder Brille nicht erk…
  • Das könnte die Sonne oder Mond sein. Ne?
  • Was ich da nicht so erkenne.
  • Hier äh der Titel ist WALD.
  • Ja gut. Einen Wald würde ich…
  • Ja.
  • … würde ich noch akzeptieren. Ja. Aber manches eben … wie gesagt… sehe … sehe ich sowieso nicht mehr so richtig.
  • Mhm.
  • [räuspert sich]
  • Na ich wollte dir das jetzt nur mal zeigen. Das äh…
  • Mhm. Mhm. Kann ich zuschlagen?
  • Ägyptische Kunst
  • Ja, genau. Was mich ja jetzt interessiert hatte, war, dass du zu den ägyptischen Sachen, was wir jetzt hier sehen, …
  • Ja.
  • … gesagt hast, dass du das ähm als… ich weiß nicht… als Kunst … als als ähm…
  • Naja gut. Eben alte ägyptische…
  • Alte ägyptische…
  • … Kunst.
  • Aber trotzdem akzeptierte … gut akzeptieren kannst. Du. Also du es sozusagen…
  • Ja.
  • … spannend findest. Oder dir anguckst. Oder…
  • Ja. Ja. Und das sind ja alles hier Götter. Die dargestellt sind. Und das ist das Lebenszeichen.
  • Mhm. [Geräusche, Bild wird auf Tisch hin und her bewegt]
  • Das ist eine Waage. Ja aber ich kann nicht mehr sagen, was das für für Götter hier … hier sind.
  • Aber warte mal. Das ist doch interessant. Also hier deut… hier versuchst du gerade zu deuten. Oder mir zu sagen, was das ist. Das das ein Gott Jesus ist und so weiter.
  • Ja.
  • Obwohl du das als als Betrachter, der sich überhaupt nicht mit ägyptischer Kunst auskennt, gar nicht nicht sehen würde. Für den ist das halt nur irgendwie eine Figure, die irgendwas komisches auf … auf dem Kopf trägt. Was so aussieht wie ein Tierkopf.
  • Ja.
  • [3:42]
  • So.
  • Ja aber das ist eine Gottheit.
  • GENAU. Aber das sagst du. Weil du das Wissen darüber hast.
  • Ja.
  • Wissen macht Kunst zu Kunst
  • So. Jetzt… und jetzt ist ja die Frage… ähm bei zeitgenössicher Kunst, wie jetze bei diesem Pissoir oder so…
  • Mhm.
  • … da hast du das Wissen nicht darüber. Was das jetze … was… warum dieses Pissoir jetzt ausgestellt wird. Und was das sozusagen aussagen soll. Und deshalb verstehst du es nicht. Und und siehst es nicht als Kunst an. Irgendwie.
  • Ja.
  • Und hier aber … weißt… weißt du, was ich meine? Also hier hast du sozusagen ne Hintergrundinformation, die du mir jetzt ja sozusagen…
  • Ja.
  • … sagst.
  • Mhm.
  • Und ich glaube, deshalb kannst du dieses Bild nachvollziehen.
  • Naja, nachvollziehen ist wieder zu viel gesagt.
  • Ne, aber…
  • Weil ich es ja nicht genau weiß, was das für ein äh Gott Jesus… äh dazu weiß ich zu wenig. Und das…
  • Aber du guckst es dir zumindestens an und…
  • Ja. Ein Ägypter, äh, der … Oder soll das eine Frau sein? Das weiß ich jetzt nicht.
  • Eine Frau denke ich mal.
  • Ja. Ja gut. Also ich … dazu habe ich wieder zu wenig Hintergrund…
  • Aber mit der Waage, mit der Gerechtigkeit höchstwahrscheinlich…
  • Ja.
  • In die Waagschale legen.
  • Das gibts ja bei uns auch.
  • Oder oder mit der Seele.
  • [räuspert sich]
  • Vielleicht. Das ist die Seele. Und das ist so ein Gegenstand zum… so ein Gegengewicht. Leben, Tod vielleicht. Keine Ahnung.
  • Also ich meine jetzt, das sind ja die Hieroglyphen.
  • Ja.
  • Wenn ich die übersetzen könnte, dann wüssten wir halt mehr. [lacht]
  • Symbolismus
  • Aber das strotz ja auch vor… Symbolismus. Ne?
  • Ja.
  • So. Und und das ist ja bei bei bei vielen Kunstwerken, die du nicht verstehst, die jetzt…
  • Mhm.
  • … gemacht werden, vor hundert Jahren vielleicht. Oder vor fünfzig Jahren, auch der Fall. Aber aber man versteht es halt nicht, wenn man kein Hintergrundwissen hast… hat. So.
  • Ja. Das das ist aber auch viel eine Gefühlssache bei mir. Muss ich sagen. [kurze Pause] Also die haben alle diese Lebenszeichen da in der Hand. Es blendet hier gerade so. [räuspert sich] [kurze Pause] Hier. Das ist … Ach. König oder Gottheit. Ne. [räuspert sich] Das könnte … König sein, Oberägypten. Oder Unterägypten. Äh mit dieser Patsche. Und mit diesem…
  • Mhm.
  • … Zeichen. Die sie manchmal auch über Kreuz halten. Und das sind wahrscheinlich seine Frauen. Und Kinder. Oder so. Also das ist sicherlich irgendein ägyptischer König.
  • Mhm.
  • Die haben diese… ja… Krone oder Doppelkrone.
  • Pharao.
  • Pha… äh gut. Pharao. Auf ägyptisch. Pharao. [räuspert sich]
  • Und kannst du jetzt noch einmal dieses Gesamtbild dir einfach so angucken? Weil darum gehts ja jetzt. Dass du… dass du … also hier bei bei bei bei…
  • Mhm.
  • … Van Gogh und so hast du gesagt, das ist nicht schön. Das ist nicht har… das ist nicht harmonisch. Oder so. Für dich. Außer dieses Feld. Ähm. Weißt du? Also Begründung dafür, …
  • Mhm.
  • … dass du es nicht ähm nicht ähm … damit nicht soviel anfangen kannst.
  • [zögernd] Ja.
  • Und was ist jetzt hier zum Beispiel, was du bei den naturalistischen Bildern gesehen hast… als harmonisch … als schön…
  • Mhm.
  • Was … warum guckst du dir das gerne an. Oder warum warst du äh in Ägypten und hast dich dafür interessiert. Für diese ganzen äh…
  • Tja.
  • … Zeichen. Für die Malerei.
  • Weil diese Kunst eben noch viel viel älter ist. Als die europäische Kunst.
  • Okay. Also hatte das eher… so ein… [7:04]
  • Wissensdurst
  • … wissenschaftlichen äh…
  • Wissen… Wissensdurst. So.
  • Ja. Also…
  • Was die vor tausenden von Jahren mal gedacht haben. Und wie sie das dargestellt haben. Oder… wie deren Leben…
  • Genau.
  • … war.
  • Sagen wir mal… ich habe das dann mehr wissenschaftlich gesehen.
  • Okay.
  • Gefühlsmäßig kann … weiß ich jetzt auch nicht. Dazu weiß auch zu wenig, wer diese Gottheiten eben sind.
  • Mhm. Ne aber das ist ja gut. Dass du es nicht weißt.
  • Ja.
  • Dadurch betrachtest du ja eher das Bild. Als…
  • Mhm.
  • … als den Inhalt. So wie du ja auch diese äh diese zeitgenössichen…
  • Ja.
  • … Arbeiten eher … das Bild betrachtest als den Inhalt zu… zu wissen.
  • Mhm. [7:36] Und das sind die … wie heißen die… die Kartuschen oder was. Wo eben auch die Namen drauf stehen.
  • Mhm.
  • Also wo diese… das sind vier… vier Kinder. Aber es sind ja nur drei Kartuschen. Das wird für den König sein. Also … gut also ich … ich kanns nicht sagen. [räuspert sich] [lange Pause]
  • Picasso Pablo Picasso und ägyptische Kunst
  • Ich finde es halt wirklich interessant, dass Picasso Pablo Picasso … dieses äh Frauen…
  • Ja.
  • … bild, wo ja auch… selbst wenn…
  • Ja.
  • … es ein bisschen mehr ver… verschoben war und so… War aber auch aus mehreren Perspektiven gemacht. Und für dich…
  • Ja.
  • … war das einfach nicht mehr ähm…
  • Ne.
  • … Das ist…
  • Ne.
  • … einfach nichts.
  • Ich weiß nicht wieso.
  • Ja, aber das ist ja das… weil hier sag… hier hier hier sagst du jetzt ja nicht: Hä, die Beine sind jetzt so komisch gestellt. Das geht gar nicht mit dem Oberkörper überein. Und warum hat der jetzt eine Maske auf? Ich meine, wenn jetzt Picasso Pablo Picasso da jemanden mit einer Maske darstellt, dann…
  • Mhm.
  • … verstehst… also dann kannst du es nicht nachvollziehen. Und hier nimmst du es einfach als Gegeben hin. Weil es was historisches ist.
  • Ja.
  • Was vor tausenden von Jahren mal gemacht wurde.
  • Ja.
  • Und hier betrachtest du das wissenschaftlich. Eher.
  • Ja.
  • Also die Bildinformation willst du sozusagen…
  • Ja. So könnte man es …
  • Also kann man das gar nicht mal vergleichen.
  • Ne. Man kanns nicht mit europäischer Kunst…
  • Okay.
  • … vergleichen eben.
  • Aber die europäische Kunst, die die äh die verwischt ja vor hundert … vor zweihundert Jahren ungefähr eben mit afrikanischer, mit japanischer… also die wird ja …
  • Mhm.
  • … GLOBALER. Da kommen ja ganz andere Einflüsse plötzlich.
  • Und so ganz alte Künstler. Hast du die da auch da. Was weiß ich. Wie Cranach. Oder oder oder Rembrandt.
  • Können wir uns auch angucken. Ja.
  • Oder sowas. [räuspert sich]
  • El Greco
  • Ich hab einen Alten. Ähm warte mal. El Greco heißt der.
  • Kreko.
  • El Greco. Grieche.
  • Ach El Greco. Aha.
  • Und ich finde, dass der … warte mal, ich tippe das mal hier ein… [Tippgeräusche] Der hat fünfzehnhunderteinundvierzig ist der geboren.
  • Mhm.
  • Also sehr sehr alt schon.
  • Mhm.
  • Eigentlich in einer Zeit, wo die ja…
  • [räuspert sich] [9:40]
  • … wo die … das war ja diese christliche Kunst da glaube ich damals. Ne?
  • Fünfzehnhundert. Ja.
  • Also wo solche… wo solche Bilder halt ähm…
  • Mhm.
  • … so üblich…
  • Mhm.
  • … waren. Und…
  • Heilige Lukas.
  • El Greco und Moderne Kunst
  • Er zeichnet… also er malt aber ganz ganz anders. Und zwar finde ich, malt der so, wie heute ähm oder wie… wie damals äh zu Van Goghs Zeiten oder so vielleicht irgendwelche Leute gemalt hätten. So. Das ist ja… [Tippgeräusche] Also jetzt nur mal angucken. Vom Stil her. [Tippgeräusche] Das ist ja nicht realistisch. Oder?
  • Bildanalyse Entkleidung Christi, El Greco [BILD VON BILD?]
  • Mhm. Aber fast.
  • Aber…
  • Oder zum Teil. Ja.
  • Aber übertrieben. Die Farben. Sehr kantig.
  • Äh. Ja. Gut. Da ist der Rote Mittelpunkt. Und die anderen Farben fallen eben nicht so auf. Das sind wahrscheinlich nicht die Hauptfi… äh Hauptfiguren. Soll das Jesus Jesus sein?
  • Ich denke mal. Ja.
  • [räuspert sich]
  • Jaja. Klar.
  • Ja. [10:45]
Geradenbild Werkstatt AV-Labor Beginn ca. 18:00, Ende 19:40 100 / 4 = 25 min. je Maschinenzeichnung Videoaufzeichnung Selbstporträt 2017-01-06 13-58-48, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31 2017-01-06 13-58-48-m.jpg nur noch 2 volle Tuschestifte Selbstporträt 2017-01-06 14-02-18, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31 2017-01-06 14-02-18-k.jpg mit 40cm/s Selbstporträt 2017-01-06 13-52-09, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31 2017-01-06 13-52-09-k.jpg zu Selbstporträt 2017-01-06 13-58-48: bei insgesamt dünerem Auftrag ist sichtbar, dass unterer Bereich noch zarter gezeichnet wird Grund mir unbekannt Stiftewechsel Selbstporträt 2017-01-06 13-46-26, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31 2017-01-06 13-46-26-k.jpg unten rechts nachträglich ein paar kleine schwarze Striche entfernt am Automaten Kaffee mit Zucker geholt 2017-01-06 13-49-54 einige Striche unten entfernt Ergebnis nicht gut, rechte Augenbraun zu stark ausgeprägt 2017-01-06 13-51-10 abgebrochen, da Tusche immer weniger wird
Vor dem Auftreten, 1879, Pastell auf Papier, Edgar Degas, aus Die Geschichte der Kunst von E.H. Gombrich, Notiz vom 15.4.2016
Vor dem Auftreten, 1879, Pastell auf Papier, Edgar Degas, aus Die Geschichte der Kunst von E.H. Gombrich, Notiz vom 15.4.2016
Portrait de Marie-Thérèse, 1937, Pablo Picasso © Succession Picasso
Portrait de Marie-Thérèse, 1937, Pablo Picasso © Succession Picasso
HGB Rundgang 2017 umsetzen 10:30-13:30 im Büro der Galerie Flächen im Erdgeschoss für Rundgang reservieren beide Flächen von 2015 reserviert umsetzen E-Mail an HGB-Galerie mit Daten zu Arbeiten, damit sie in Rundgang-Aushang erscheinen Herme Einzelgespräch Bachmann Holz muss noch besäumt werden (Borke muss ab) ca. 9cm dicke Bretter Mo oder Di zu Alberti Wolfgang Alberti, vlt. ab 13:00 (ab 10:00 Mo Transport Holz mit Bachmann) Gummiklüpfel bestellen, evtl. umtauschen Natura-Gips verwenden, bzw. Bachmann gibt mir noch Gips am Freitag Büste weiter glätten, Löcher füllen vor Fräsen: Nasenlöcher, Ohren, Augenbereich schließen Aufteilung: (1) Schultern komplett ab (2 Teile) (2) Rest an Mitte teilen (2 Teile) (3) Ohren ab, später hinzufügen) 5-8mm auf allen Seiten zusätzlich drauflassen Maße am Freitag abnehmen Einzelgespräch Alberti Wolfgang Alberti am Mo mit Holz vorbeikommen wir arbeiten ohne festen Terminen, zwischendurch Leimen wird über einige Tage gehen Einzelgespräch Ohme Blender Vertex = Eckpunkt Vertex löschen: EditModus -> Vertex-Ansicht Strg + Umschalt + Alt + M = zeigt alle Problemstellen an im Vertex-Modus: Alt+rechte Maustaste = versucht Kante weiterzugehen danach mit F Fläche schließen Lineal: Measurett auswählen 2 Vertex anklicken und "Segment" auswählen zeigt Abstand an N: öffnet numerischen Toolkasten T: Tools Meter-Einheit als Zentimeter nutzen, später umrechnen Werkstatt AV-Labor zwischendurch Kati wegen Schlüssel AV-Labor für Wochenend-Arbeiten angefragt am 6.1. abends plotten bis 15 Uhr anrufen bzw. in ihrem Büro vorbeikommen und Schlüssel abholen 13.+14.1. Ganzkörperporträt, mit neuen Tuschestiften 20.+21.1. auch noch möglich Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • Ägyptische Kunst vs. Picasso Pablo Picasso
  • Ich stelle mal dem ägyptischen Bild jetze von Picasso Pablo Picasso was äh entgegen hier.
  • [räuspert sich]
  • Wir nehmen jetzt… Ich hab jetzt mal…
  • Ja ne. Das kannste… Das kann man nicht…
  • DOCH. Das kann man.
  • Also…
  • Denn ich … Also was ich gelernt habe, ist, dass viele Künstler damals um diese Zeit halt…
  • Mhm.
  • Japanische Zeichnungen und Afrikanische Kunst
  • … von äh äh von japanischen Zeichnungen viel übernommen haben und von Afrikanern viel übernommen haben. Also auch diese Masken und so weiter.
  • Mhm.
  • Die… die haben die sozusagen als Vorbild teilweise genommen für ihre eigene Arbeit. Als Ins…
  • Die Japaner
  • …piration. Na diese Zeichnungen. Diese äh Tuschezeichnungen.
  • Mhm.
  • Weil… weil da war das besondere, dass … was wir ja auf diesem Feld gesehen hatten, mit diesen Leserinnen… oder wie das heißt…
  • Ja. Ja. Ehrenleserinnen.
  • Genau. Wo ich gesagt hatte, äh ganz links und ganz rechts äh ähm ist die Landschaft ganz äh also flach. Äh da ist nichts…
  • Abgeschnitten. F … abgeschnitten. Da ist kein…
  • Mhm. F … Haus oder sowas abgeschnitten. Und keine Weinleserin. Die abgeschnitten ist. So.
  • Mhm.
  • Äh also das ist ganz ganz harmonisch. Im Mittelpunkt. Und an der Seite…
  • Ja.
  • … geht es langsam raus. Und bei den japanischen äh Zeichnungen, die die haben zum Beispiel vieles angeschnitten einfach.
  • Mhm.
  • Am Rand. Und das war was ganz…
  • Da habe ich noch keine gesehen.
  • Nene.
  • Ich weiß nicht.
  • Und das war aber was ganz komisches für diese europäische Wahrnehmung. Dass überhaupt in einem Bild am äh Rand etwas angeschnitten werden kann.
  • Achso.
  • Das passt einfach nicht rein. Und viele Künstler damals eben … zu dieser Umbruchszeit … die haben sich das aber als Vorbild genommen. Und haben plötzlich selbst Sachen angeschnitten.
  • Hast du da nachher mal ein Beispiel?
  • Ja. Ich…
  • Lass uns erst einmal den Picass…
  • Ja okay.
  • Picasso Pablo Picasso.
  • Da gibts dann zum Beispiel nen Bild, was … aus dem Buch… wo halt äh ähm äh Mädchen tanzen. Und… Vor dem Auftreten, 1879, Pastell auf Papier, Edgar Degas, aus Die Geschichte der Kunst von E.H. Gombrich, Notiz vom 15.4.2016 degas-k.jpg
  • Ja.
  • … äh und und dieser Künstler um diese Zeit hat halt die Mädchen halt angeschnitten. Ganz ganz komisch. Am Bein.
  • Achso.
  • Am am Kopf. Und und das ist eben nicht mehr dieses harmonische. Was du auch meinst, ne?
  • Ja.
  • So. Sondern… aber aber die haben… die haben es nicht erfunden. Sondern die habens halt von…
  • [nicht verständlich, 1:04:45]
  • … hunderten von Jahren äh äh in anderen Gegenden, wo das bereits ganz ganz normal war, haben die das übernommen.
  • Mhm.
  • Für UNS war das komisch. Und was du jetze über über Ägypten gesagt hattest…
  • Ja.
  • … da gibt das… da war das halt normal, dass das im endeffekt so gemacht wurde. Und in … die europäische Sicht … hier klappt das halt nicht so.
  • Mhm.
  • Und und und die Künstler aus Europa haben aber genau DIE als Vorbild mitgenommen. Für ihre eigenen Arbeiten. Dann.
  • Aha.
  • Also die haben das übernommen.
  • Auch Ägyptische? Naja. Lass mal den Picasso Pablo Picasso hier… [lacht]
  • Genau. Ich zeig dir den jetzt halt.
  • Ja.
  • Komische Bilder von Picasso Pablo Picasso
  • Weil… weil du das mit dieser Frontalsicht oder…
  • Ja.
  • … das mit der Seitensicht da…
  • Ja.
  • … gesagt hattest.
  • Ja. Ja. Also ich weiß, wie berühmt der Picasso Pablo Picasso ist. Und das der unerschwinglich ist. Und ähm… ja. Der hat aber äh die Natur würde ich sagen total verunklimpft. Verhonepipelt. Ah. Manchmal hat er ja ne Brust auf die Stirn gemacht. Und das Auge auf die Brust. Oder was …
  • Mhm.
  • Entartete Kunst
  • … weiß ich. Also … mhm… das ist für MICH total entartet. Adolf…
  • Okay.
  • Ich lese… ich lese zur Zeit äh Mein Kampf.
  • Ja.
  • Und ich weiß nicht, ob Adolf Hitler sich mit Picasso Pablo Picasso beschäftigt hat.
  • Ich denke mal.
  • Ich könnte mir vorstellen, er hätte dazu gesagt, das ist entartete Kunst. Und da muss ich dem Hitler Recht geben.
  • Was heißt denn entartet jetze. Ich hab mich da jetzt noch gar nicht so richtig informiert.
  • Also äh…
  • Was steht denn da im Buch.
  • Ich empfinde entartete Kunst, wie das … das ist eben…
  • Mhm.
  • … überhaupt gar keine Natur mehr.
  • Was heißt denn entartet. Ent… also außerhalb der… Ent. Artet.
  • Mhm.
  • So als Wort. Meine ich jetzt.
  • Äh. Naja. Du hast eine Art. Mensch.
  • Okay.
  • Ja. Wo die Augen hier im Gesicht…
  • Ah okay.
  • … sind und nicht auf der Brust.
  • Okay.
  • Die Brust nicht auf der Stirn ist.
  • Okay.
  • Oder [räuspert sich] das ist…
  • Oder die Nase nicht seitlich gezeigt wird, …
  • Ja.
  • … die Augen nach vorne äh gerichtet sind.
  • Ja.
  • Oder irgendwie.
  • Also das ist… ja. Also das würde ich als entartete Kunst bezeichnen.
  • Mhm.
  • Und… und richtig hässlich. Ich weiß, dass ich jetzt in ein ganz schlimmes Fettnäpchen trete.
  • Ne. Nein. Wieso…
  • [lacht]
  • Du hast es ja schon einmal erwähnt. Und ich finde es ja gut. Ich meine, deshalb rede ich ja mit dir darüber.
  • Ja.
  • Da spricht ja jetzt nichts dagegen äh so so ein Wort zu nehmen. Ich denke mal du du hättest den jetzt äh außer Landes geschafft. Als du…
  • Ne ich hätte … Ich weiß, wie teuer der ist. Und das sich das gar keiner oder nur wenige leisten können.
  • Ja.
  • Ich weiß es. Aber trotzdem ist es für mich… ja… entartete Kunst.
  • Ja.
  • Eben, nicht?
  • Ja ich finde aber… Ich finds spannend, dass…
  • Lustig und kreativ, aber nicht schön
  • Na gut. Man kann es als lustig empfinden.
  • Ja.
  • Oder interessant. Oder kreativ.
  • Ja.
  • Ja?
  • Okay.
  • Aber äh … nicht als schön.
  • Okay.
  • Also lustig, kreativ, äh … was weiß ich. In der Richtung.
  • Mhm.
  • Aber äh nicht nicht schön. Das ist aber nicht hässlich.
  • Okay. Aber aber kannst du dir denn auch vorstellen, dass so ein Bildnis einer Frau äh ähm etwas ausdrücken sollte wie bei Van Gogh? Das er… das er … das er diese Wellen und diese Striche genommen hat. Oder bei dem Schrei. Wo der das auch in dieser Wellenform…
  • Na der hat sich bestimmt irgendwas vorgestellt. Der Picasso Pablo Picasso… Aber… man kommt nicht so richtig dahinter.
  • Mhm.
  • Was er sich vorgestellt hat.
  • Okay.
  • Wir sehen die ägyptische Malerei hier [zeigt auf den Bildschirm].
  • Ja.
  • Die ist von der Seite gemacht. Und da war ja auch diese äh äh dieses Ding. Die wollten Füße zum Beispiel nicht von vorne zeigen. Weil man von vorne…
  • Ja.
  • … die Füße nicht so erkennt, wie seitlich.
  • Ja.
  • Wir erkennen hier ja richtig Füße.
  • Ja genau.
  • Das selbe ist mit dem …
  • Gesicht.
  • … Gesicht halt.
  • Kopf.
  • Du siehst die Nase richtig. Die Augen sind ja häufig nach vorne, wie…
  • Ja.
  • … wir hier sehen.
  • Ja der Körper ist von vorne.
  • Genau. Und und und das Auge eben. Ne?
  • Ja.
  • Weil wir natürlich das Auge von vorne viel viel schneller sehen. Und so weiter.
  • Ja.
  • Und im Endeffekt genau das selbe hat doch Picasso Pablo Picasso hier gemacht. Er hat die Augen von vorne gemacht. Die Seite hat er von der äh äh … Die Nase hat er von der Seite gemacht, … Portrait de Marie-Thérèse, 1937, Pablo Picasso Pablo Picasso © Succession Picasso Pablo Picasso bildnis-k.jpg
  • Ja aber nicht nur einerlei! Während äh an den ägyptischen Bildern nur einerlei zu sehen ist. Also das… der seitliche Kopf.
  • Ja.
  • Und äh der frontale äh…
  • Brust. Genau.
  • … Körper. Und während Picasso Pablo Picasso hat alles versucht.
  • Aber er hats ja auch aus mehreren Perspektiven gemacht. Ne? Also so wie bei den Ägyptern. Die haben sich ja auch nicht an einer Perspektive gehalten. Sondern haben immer die gemacht, die für die…
  • Ja aber …
  • … am ausdrucksstärksten war.
  • Ja aber hier sind mehrere Varianten.
  • Ja, hier hat er noch mehr reingemischt.
  • Ja.
  • Er hat ja die Ägypter nicht bloß…
  • Ja.
  • … ko… kopiert. Sondern er hat dann halt ähm äh auch die beiden Augen äh schräger gemacht.
  • Ach du meinst, der hat sich da… die Ägypter… als Vorbild…
  • Ich denke, er hat die als Vorbild sich genommen. Was ich gesagt hatte. Dass die auch die afrikanischen …
  • Das weiß ich aber nicht.
  • Masken… Doch doch. Die hatten zumindestens diese …
  • Ja.
  • … afrikanischen Masken und so. Als Vorbilder.
  • Mhm.
  • Die haben diese … von Japan diese Sachen. Wo ich gesagt hatte. Äh … die die haben davon mitbekommen, weil es gab so Kolonialgeschäfte. In Europa. Da waren diese äh äh diese Zeichnungen als als Verpackung vorhanden. Und die haben …
  • Ja.
  • … diese Verpackungen dann… diese Zeichnungen gesammelt. Und haben sich davon inspirieren lassen.
  • Also falls du sone japanische Abbildung hast, können wir…
  • Ja.
  • … uns die ja nachher mal an…
  • Ja.
  • … gucken. Nicht?
  • Picasso Pablo Picasso ist für mich hässlich
  • Ja also wie gesagt. Der Picasso Pablo Picasso ist für mich hässlich [lacht] Und ich weiß in was für ein Fettnäppchen ich da trete.
  • Also Picasso Pablo Picasso ist für dich hässlich. Aber diese ägyptische Kunst, die auch mit dieser Perspektive … mit den unterschiedlichen…
  • Ja.
  • … Perspektiven arbeiten, die ist für dich…
  • Ja.
  • … wiederum…
  • Die ist ANDERS. Das ist eine andere Perpektive.
  • Na das sind andere Perspektiven. Aber das ist ja auch nicht diese realistische, wie man…
  • Nein.
  • … eine Figur sehen würde.
  • Nicht realistisch. Aber… anders als der Picasso Pablo Picasso. Also das sind … immerhin ist der Körper, der … ja… von vorne gezeigt wird. Während die Köpfe von der Seite. Und die Füße auch von der Seite…
  • Mhm.
  • … gezeigt werden,…
  • Mhm.
  • … ist der Körper von vorne. Das ist das charakteristische eigentlich von diesen ägyptischen…
  • Na und die Augen. Die finde ich halt immer ziemlich krass.
  • Ja.
  • Wenn die so nach vorne stechen.
  • Und äh bei Picasso Pablo Picasso … ja… die hat da wenigstens noch eine Brust an der richtigen Stelle. Und was weiß ich.
  • Was heißt denn an der richtigen Stelle. [1:10:35]
  • Das stimmt ja eben gar nicht. Die Brust ist da, wo WIR sie am besten sehen können. Als… Wir können jetzt nicht ranzoomen. Aber…
  • Ja.
  • … die ist ja dort … die ist ja im Profil sozusagen.
  • Ja.
  • Damit wir sie als Betrachter richtig erkennen können. Das heißt aber nicht, dass sie anatomisch an der korrekten Stelle ist.
  • Ja. Aber fast, würde ich sagen. Während es bei Picasso Pablo Picasso gar nicht ist.
  • Das stimmt. Da sind die total an der falschen Stelle, wo…
  • Das ist… ja und auch die Fingernägel. Das ist alles … also wie gesagt… sehr unrealistisch. Und…
  • Wir können später dann noch einmal darüber…
  • Ja.
  • … kurz reden.
  • Ja. Das ist gut. Fritzchen. Gehen wir erst einmal.
  • Ja.
  • Wollen wir die anderen nicht so … Wenn ich hoch komme. Sonst bleibe ich halt hier.
  • [lacht]
  • Uuuh!
  • [Pause]
  • Ahhh!
  • [Aufnahme unterbrochen]
Marmorkopie d. Laokoon-Gruppe, Vatikanische Museen
Marmorkopie d. Laokoon-Gruppe, Vatikanische Museen
Dresdner Knabe, Römische Kopie nach Bronzewerk des Polyklet oder seiner Schule, gegen 430 v. Chr.
Dresdner Knabe, Römische Kopie nach Bronzewerk des Polyklet oder seiner Schule, gegen 430 v. Chr.
Grabkammer der Nefertari, Gattin des Ramses II., Szene: Der Gott Re-Harakleti und Amentit, die Göttin des Okzidents, um 1298–1235 v. Chr.
Grabkammer der Nefertari, Gattin des Ramses II., Szene: Der Gott Re-Harakleti und Amentit, die Göttin des Okzidents, um 1298–1235 v. Chr.
Büste der Nofretete, Berlin, Ägyptisches Museum
Büste der Nofretete, Berlin, Ägyptisches Museum
Hausaltar, Neues Reich 18. Dynastie, um 1345 v. Chr.
Hausaltar, Neues Reich 18. Dynastie, um 1345 v. Chr.
Diplom Theorie Gespräch mit Oma transkribiert zwischen 11:40 und 13:00 (dazwischen Wäsche aufgehangen) 42:00 - 55:00 = 13min 1min in 5min transkribiert
  • Der hat anders unterschrieben. Der heißt ja gar nicht so hier. Äh… R… Matt.
  • Das sehe ich überhaupt nicht.
  • Neunzehnhundertsiebzehn.
  • Mhm.
  • Unbekannter Künstler vs. berühmter Künstler
  • Der hat halt … also… was ich noch weiß, ist, dass er ähm ähm es ging um eine Ausstellung. Und um eine Einreichung. Damals.
  • Mhm.
  • Und er hat diese Arbeit halt eingereicht.
  • Mhm.
  • Er war selbst irgendwie Teil von der Kom… äh Kom… äh Kommission oder so. Und wollte aber nicht, dass diese Arbeit mit ihm in Verbindung gebracht wird. Und hat deshalb einen ganz anderen Namen genommen.
  • Syn…
  • Synonym.
  • Mhm.
  • So. Ein Künstlername.
  • Mhm.
  • Niemand wusste, dass es von ihm ist. Und es wurde dort abgelehnt. So.
  • Mhm.
  • Und er hat irgendwie glaube ich auch damit gearbeitet, was ist, wenn da jemand äh den niemand kennt, sozusagen, so ein Pissoir ein…
  • Ja.
  • … äh einreicht. Ist das dann Kunst? Und wenns ein Bekannter gemacht hätte, vielleicht wäre es dann mehr akzeptiert worden. Oder so.
  • Kunst im weitesten Sinne
  • Also ich meine… Kunst… als Kunst kann man es im weitesten Sinne vielleicht äh begreifen.
  • Was heißt Kunst im weitesten Sinne?
  • Naja. Da kann man ja alles nehmen. Nachttöpfe oder oder Pissoire. Oder…
  • Wurde auch schon gemacht.
  • Oder oder was … was weiß ich. [räuspert sich] Wenn die dann so dargestellt werden. Aber äh… ich empfinde nichts Schönes dabei.
  • Das passiert ja aber häufig. Ne? Heute wird ja alles… Kann alles prinzipiell Kunst sein.
  • [räuspert sich] Gut. Mhm.
  • Also ich… Also das ist ja mein Problem. Zum Beispiel, dass, wenn ich etwas ähm auf den Tisch stelle…
  • Ja.
  • … und ich bin Kunststudent. Sagen wir mal, ich bin Künstler. Ich tue etwas auf den Tisch.
  • Ja.
  • Dann wird es prinzipiell schon einmal eher als Kunst wahrgenomme, dass ich was auf den Tisch stelle und was ich da…
  • Mhm.
  • … raufstelle, als wenns… als wenn du das zum Beispiel machst.
  • Ja.
  • Äh und ich kann mich dann gar nicht dav… davon befreien. Das es keine Kunst sei. Weil wenn … sobald du Künstler bist…
  • Mhm.
  • wird das, was du machst, irgendwie mit zu deinem künstlerischen Schaffen da gezählt.
  • Also wenn du dir einen Blumenstrauß auf den Tisch stellst, dann ist schon die Vase mit Blumenstrauß Kunst.
  • Das könnte eine Kunstper… performance sein. Dieser Moment Moment, dieses…
  • Ja.
  • … Hinstellens könnte man bei mir als Performance sehen. Wenn du es machst, ist es vielleicht, weil du eine schöne Vase auf den Tisch haben willst, mit… mit…
  • Ja. Also mit Vasen und Blumen ist das noch anders. Aber nicht hier mit… Klos.
  • Klos.
  • [lacht] [räuspert sich]
  • Also das ist jetzt ein Extrembeispiel. So. Aber es gibt ja viele, die heute…
  • [lacht]
  • … Sachen aus dem Alltag nehmen. Tische, Stühle und so weiter. Und die kommen halt in den Kunstraum.
  • Mhm.
  • Abfalleimer im Klassenraum
  • Ich hab halt noch dieses eine Beispiel, dass ein Kommilitone Kommilitone von mir halt ein äh äh ähm ein Abfalleimer in die Ausstellung reingebracht hatte, wo…
  • Ja.
  • … wo äh wo er Papier reingeknüllt hatte, …
  • Ja.
  • … und ähm … und das wurde dann des nachts von von der Putzkolonne ge…
  • [lacht laut]
  • … leert. Und mit einem neuen ähm einer neuen Plastiktüte rüber…
  • Ja. Ja.
  • … gestülpt. So.
  • Ja. So wie er hier…
  • Genau.
  • … steht.
  • Genau so schaute der im endeffekt aus.
  • Ja.
  • Also die Putzkolonne hat es nicht als Kunst wahrgenommen.
  • Ja.
  • Sondern als Mülleimer, der voll war.
  • Ja. Das kann ich verstehen.
  • Das kann ich auch äh auch…
  • [lacht]
  • … verstehen. Aber halt…
  • Oder nachvollziehen.
  • … Genau. Aber im Kunst… also im Kunst…system, wenn es das abgeschlossene System ist, könnte das eben prinzipiell Kunst sein. Man muss es dann bloß erklären…
  • Mhm.
  • … können. Warum das Kunst ist.
  • Ja. Gut. Ist für mich dann keine mehr.
  • Ja.
  • [45:30]
  • Da bin ich… sehr altmodisch. Wahrscheinlich.
  • Aber was heißt, es ist für dich keine mehr?
  • [kurze Pause]
  • Wie machst du das aus? Also warum… warum ist das… kann das keine mehr sein?
  • Naja. Also ich muss was… was angenehmes empfinden. Oder ne. Ne, muss nicht immer…
  • Vorhin hast du ja gesagt, es muss nicht…
  • Ich muss etwas empfinden können
  • … es muss nicht immer angenehm sein. Nein. Also ich muss aber etwas bei empfinden. Und und bei Pissoires empfinde also wirklich nichts.
  • Na du bist kein Mann.
  • [lacht] Jaha. Genau.
  • Okay.
  • Gut. Das könnte ich sicherlich manchmal gebrauchen. Oder wenn ich ein Mann wäre. Aber… [räuspert sich]
  • Es ist ja immerhin ein Gegenstand aus dem Alltag. Ne?
  • Ja.
  • Also nicht so abstrakt, wie bei Mondrian. Wo du nur noch irgendeine…
  • Ja.
  • … äh Komposition hattest. Womit ich…
  • Ja.
  • … auch nichts mehr mir bildlich vorstellen…
  • Ja.
  • … kann.
  • Mhm.
  • Aber hier kann ich mir noch etwas aus dem…
  • Gut. Man kann sich was…
  • … Alltag vorstellen.
  • Ja. Gut.
  • Aber klar. Es ist halt jetze nicht irgendwie das…
  • Ja.
  • es in einem etwas bewegt. Oder… bei mir nicht.
  • Also ich würde mich im Museum nicht vor ein Pissoir stellen.
  • Okay.
  • [lacht laut]
  • Das stand da aber.
  • [lacht immer noch]
  • Es stand da aber.
  • [räuspert sich] Auch wenn ich ein Mann wäre, würde ich das nicht tun. [lacht]
  • Ich wollte noch einmal ganz kurz hier gucken. [schaut in seine Notizen]
  • Oma. Steht…
  • Genau.
  • … da.
  • Omas Kunsterfahrung
  • Nein. Ich wollte dich noch fragen, äh, wo du in deinem Leben mit Kunst in Berührung ge… äh gekommen bist. Wir reden ja gerade über… Ne. Jetzt nicht durchlesen! Wir reden ja über Arbeiten, die wir jetze durchgehen. Gerade.
  • Ja.
  • Aber was ist denn deine… Hast du das auf Reisen in Ägypten oder so … Was was hast du da gesehen. Und …
  • Naja. Also früher hab ich schon mal … ja… Museen besucht. Das… Und ja. Und auf meinen Reisen, wenn ich jetzt an Griechenland denke, diese fantastischen Plastiken. Äh. Ja. Das waren aber keine…
  • [tippt etwas ein]
  • … Gemälde. Sondern eben diese wunderschönen Körper. Die da geformt sind.
  • Loakoon-Gruppe
  • Laokoon. Hast du die…
  • Ja. die Laokoon-Gruppe.
  • Die haben wir hier zum Beispiel. Marmorkopie d. Laokoon-Gruppe, Vatikanische Museen b_hgbleipzig-9-m.jpg
  • Ja.
  • Die hab ich als Gipsabguss gesehen bloß.
  • Gipsabguss Marmorkopie im Schlossmuseum Weimar, Notiz vom 9.9.2014
  • Gipsabguss Marmorkopie im Schlossmuseum Weimar, Notiz vom 9.9.2014
  • Gipsabguss Marmorkopie im Lindenau-Museum Altenburg, Notiz vom 18.9.2014
  • Ja. Ich auch. Wahrscheinlich. Und…
  • Aber der … da da da da steht ja der Abguss vom Original in Rom. Ne? Und von dem haben die anderen die Abgüsse dann…
  • Ja.
  • … gemacht.
  • Ich hab einen in Odessa gesehen. Da gibt es ja eine Nachbildung.
  • Wo ist Odessa? In Griechenland.
  • Ne. Das ist in Russland. Am Schwarzen…
  • Okay.
  • … Meer.
  • Aber das wird dann… aber das wird dann…
  • Also am westlichen Schwarzen…
  • Ja.
  • … Meer.
  • Okay.
  • Hab ich das gesehen
  • [48:00]
  • Ich weiß nicht. Ich glaube noch in irgendeiner Ausstellung. Oder was weiß ich.
  • Mhm.
  • Oder so.
  • Na der wurde ja ziemlich häufig ab… abge…
  • Ja.
  • … abgegossen. Also…
  • Ja.
  • kopiert.
  • Also das ist für mich… Ja… einfach harmonisch. Und schön.
  • Und ist auch ne Geschichte, ne?
  • Dresdner Knabe
  • Es muss auch… Es muss auch nicht die … die Gruppe nur sein. Auch die… was weiß ich… wenn du ein Apollon oder irgendwas … da hast. Diese schönen… Körper, die die Griechen eben…
  • Ja.
  • da dargestellt haben. Oder die Athena. Oder oder so. [räuspert sich]
  • [Pause]
  • [Tippgeräusche]
  • Da können wir auch mal gucken. Ich glaube, der ist aus der Zeit.
  • Da ist er doch schon. Dresdner Knabe, Römische Kopie nach Bronzewerk des Polyklet oder seiner Schule, gegen 430 v. Chr. dresdnerknabe-k.jpg
  • Dresdner Knabe. Römische Kopie der frühen Kaiserzeit. Nach einem Bronzewerk des Polykled. Oder seiner Schule gegen vierhunderdreißig vor Christi.
  • Ja das ist.. könnte aber der Apoll sein. Nicht? Oder?
  • Ich gucke noch einmal nach. Ja. Na hier wirds bloß als Knabe bezeichnet. So.
  • Achso. Mhm.
  • [Tippgeräusch]
  • Naja gut. Sowas ähnliches gibts dann auch. Aber das … das hat mir sehr gefallen. Das…
  • Also…
  • … war in Griechenland. In Ägypten… das kann man gar nicht mit Europa dann äh wieder vergleichen. Die haben eine ganz andere äh Kunst…
  • [Tippgeräusche]
  • …vorstellung. Oder Auffassung. Aber auch eigentlich zum Teil der schön.
  • Skulpturen: Wirklichkeit oder Harmonie
  • Jetzt ist es aber interessant.
  • Ja.
  • Weil jetze haben wir uns ja griechische Skulpturen angeguckt.
  • Ja.
  • Und die sind ja… natur… äh naturalistisch. Würde ich jetzt mal sagen.
  • Ja.
  • So. So. Obwohl es ja noch nicht einmal stimmt. Ich weiß inzwischen, dass die Proportionsverhältnisse …
  • Ja.
  • … von Zeit zu Zeit immer wieder unterschiedlich waren.
  • Ja.
  • Da gings also nicht darum, wirklich die Wirklichkeit …
  • Ja.
  • … so darzustellen. Sondern halt ein harmonisches …
  • Ja.
  • … Verhältnis zu finden. Egal…
  • Naja. Aber die haben schon… anatomisch da nachgebildet. Also ich meine… die Arme. Sie sie jetzt abgeschlagen haben, die müssen bis zum Untersch… bis zum Oberschenkel…
  • Ja.
  • … so drei viertel Oberschenkel reichen. Die existieren hier aber nicht mehr. Also das ist schon eigentlich … Auch der Brustkorb. Das ist…
  • Es sieht für uns…
  • … anatomisch sehr… ja, reel.
  • Ja.
  • Würde ich sagen. Für mich eben.
  • Ja.
  • [räuspert sich]
  • [Tippgeräusche]
  • Aber da können wir uns noch einmal die Laokoon-Gruppe anschauen.
  • Ja.
  • Denn da bin ich mir jetzt zum Beispiel nicht mehr so ganz sicher, ob sie so ähm… ob man sich so pos… hinstellen kann.
  • Naja. Das weiß ich auch nicht.
  • Ja.
  • Das kann ich auch nicht sagen.
  • Naja aber das ist dann halt die Frage.
  • Ja.
  • Wollten die die Reali… also das realistisch darstellen, …
  • Mhm.
  • … oder oder vielleicht doch eben so, dass es für uns so aussieht als ob, aber eigentlich ist es gar nicht machbar.
  • Also das soll ja der Vater mit seinen Söhnen sein. Äh. Ja die kämpfen da um ihr Leben. Die Schlange bringt sie wohl alle um. Dann.
  • Mhm.
  • Nicht?
  • Weil er irgendwie ähm ähm … War das Troja?
  • Ist bestraft…
  • Weil er die warnen wollte. Na der wollte die warnen. Äh äh, dass sie mit dem…
  • Achso.
  • … Trojanischen Pferd da gleich reinkommen und das wollte aber die eine Göttin nicht. Irgendwie. Und die hat dann halt die Schlange da geschickt und die sollte ihn dann ähm als…
  • Achso.
  • … als… was ist er? Kein Prophet. Sondern ähm…
  • Wie…
  • Na er war ein … ähm.
  • Also die Trojaner wollte er warnen?
  • Genau.
  • Vor was?
  • Na vor dem Trojanischen Pferd.
  • [kurze Pause]
  • Achso.
  • Was so …
  • Achso. Ja. Da waren dann ja die Griechen äh drinne. In diesem Holzpferd.
  • Genau. Genau. Und äh das wollte die eine Göttin halt äh verhindern.
  • Die Athene.
  • Ich denke mal. Ja.
  • Mhm.
  • Und deshalb hat äh hat sie ihn halt und seine Söhne dann töten lassen. So. Das ist halt diese … diese…
  • Ja.
  • … Szene jetzt. Die winden sich halt noch so…
  • Ja.
  • … so und versuchen dem Tod zu…
  • Ja.
  • … entkommen.
  • Ja. Also ich meine, die… die Söhne sind vielleicht auch zu erwachsen dargestellt. Wenn man das will. Aber insgesamt ist das also … ja, eine schöne … für MICH eine schöne Komposition.
  • Was mir gerade auffällt… Es ist harmonisch. Es ist schön.
  • Ja.
  • Aber…
  • Aber?
  • Größenverhältnisse bei Laokoon-Gruppe
  • … sind die Söhne nicht viel zu klein?
  • [kurze Pause]
  • Im Verhältnis zu dem äh zu dem Vater? Der ist ja fast doppelt so groß.
  • Äh. Ja. Also die die Proportionen von den Kindern… die stimmen nicht.
  • Ja. Aber es sieht halt im Gesamten…
  • Ja.
  • … eben gut aus. Oder?
  • Sieht gut aus.
  • Aber das meine ich eben.
  • [unverständlich, 51:55]
  • Es geht vielleicht gar nicht darum, drei Personen in äh…
  • Ja.
  • … in der selben Größe darzustellen. Wie sie eigentlich wären. Sondern halt in eine Spannung auf zu…
  • Ja gut.
  • … auf zu bauen.
  • Die Kinder könnten schon ein bisschen kleiner sein. Aber … da hast du recht. Die Kinderköpfe sind FAST genauso groß wie von Erwachsenen. Die Körper sind eben anders…
  • Ja.
  • … proportioniert. Dann eben. Nicht?
  • [kurze Pause]
  • Also hier … das war doch bei dieser christlichen Kunst äh immer so. Dass… dass … dass Personen, die wichtiger waren, größer dargestellt wur…
  • J…
  • …den, …
  • …a.
  • … als andere.
  • Ja. Könnte sein.
  • So könnte ich mir das hier jetzt auch vorstellen.
  • Ja.
  • Weil er hat ja im endeffekt die…
  • Ja.
  • Er war die Hauptperson in diesem Spiel.
  • Mhm.
  • Und die Söhne waren halt noch dabei. Und der Blick sollte aber auf ihn am Ende…
  • Mhm.
  • … gehen. So.
  • Ja.
  • Als… als…
  • Aber wir waren gerade bei der ägyptischen Kunst.
  • Ja.
  • Wir haben jetze Beispiele, die halt nat… natürlich aussehen. Was ja deine…
  • Ja. Ja.
  • … was vorhin deine erste Antwort war.
  • [unterbricht] Das ist Griechisch. Von wem ist die eigentlich gemacht.
  • Muss ich mal gucken. Ich glaube, da gibts keinen Künstler. Direkt. Sondern
  • Laokoon-Gruppe.
  • Warte mal. Darstellung des Todeskampfs Laokoons und seiner Söhne in der bildenden Kunst. Nene. Warte mal. Ich gucke.
  • Von Plinius dem Älteren…
  • Ne.
  • …besonders gelobt.
  • Genau. Warte mal ganz kurz.
  • [kurze Pause]
  • Hier.
  • [murmelt unverständlich, 53:00]
  • Ne. Wiedergefunden. Also ich glaube, der … die die haben da gar keinen…
  • Es existiert keinen.
  • … Künstler. Ne. Das Original gibts eh nicht mehr.
  • Achso.
  • In… In Rom steht nur noch der äh Abguss vom Original.
  • Ja.
  • So. Und von dem Abguss haben die… sind diese ganzen…
  • Überall … Ja.
  • … Abgüsse. Oder es ist kein Abguss. Es ist eine Marmor-Kopie. Glaube ich. Ist das da.
  • Ja. Gut.
  • Also da gibts jetzt hier gar keinen … gar keinen ähm …
  • Im Auftrag.
  • Ja.
  • Ja. Ne gut. Dann muss ichs auch nicht wissen.
  • Na ich gucke trotzdem noch einmal nach. Das interessiert mich.
  • Also ich… das vergesse ich dann ja eh. [lacht]
  • Ägyptische Kunst
  • [am Bildschirm erscheint wieder das Pissoir]
  • Jetze vom…
  • Das blöde … [lacht laut]
  • … Pissoir weg und von dem auch weggesehen. Aber von dem. So. Du hattest … wir hatten jetzt die griechische…
  • Ja.
  • [am Bildschirm erscheint ein naturalistisches Bild]
  • … Statuen. Wir haben jetzt diese Abbilder. Und das ist halt etwas, was wir wiedererkennen.
  • Ja.
  • Was aus der Natur kopiert sein könnte.
  • Ja.
  • Und was dann auf dem Bild oder als Statue halt wieder…
  • Ja. Ja.
  • … gegeben wird.
  • Und das ist in der ägyptischen Kunst ganz anders.
  • Ganz anders. Aber trotzdem hattest du mir vorhin so das Gefühl gegeben, als wäre die ägyptische Kunst eben doch für dich etwas…
  • Ja.
  • … SCHÖNES. Feines. Was du jetzt ja aber sozusagen dem äh dem Van Gogh, der ja auch abstrakter gewesen ist…
  • Ja.
  • … ein bisschen abgesprochen hattest. Das du das nicht schön …
  • Ja.
  • … findest. Aber … Wir gucken uns jetzt mal hier … und du kannst derweilen reden.
  • So ganz… krass… mit nicht schön [möchte mich korrigieren]. Ja.
  • [Tippgeräusche]
  • Was… ähm… Wie heißt denn der eine große äh ähm Pha…
  • Ramses.
  • Ramses.
  • Ramses der Zweite.
  • [Tippgeräusche]
  • [Pause]
  • Malerei gucken wir uns vielleicht mal an. Ne? Das ist ein Bild.
  • [Tippgeräusche]
  • Na das ist jetze…
  • Ramses der Zweite. Ja. Der ist ja mumifiziert. Und auch Tuta… an…
  • Den meine ich.
  • …amon.
  • Wie schreibt man den?
  • Tut… Tutenschamon.
  • …schamon-Grab. Okay.
  • Das war aber … ja… ein Kindpharao. Der war nur achtzehn Jahre. Und …
  • [55:00]
  • Das ist diese Büste von… Aber äh… ich mag…
  • Der ist eigentlich …
  • … die Abbildungen eigentlich eher.
  • … der ist eigentlich nur bekannt geworden durch sein Grab.
  • Ja.
  • Das eben noch nicht ausgeraubt war. Während alle anderen Gräber von diesen Mumien ja ausgeraubt waren.
  • Dann nehmen wir einfach mal das Erste hier. Als Beispiel. Grabkammer der Nefertari, Gattin des Ramses II., Szene: Der Gott Jesus Re-Harakleti und Amentit, die Göttin des Okzidents, um 1298–1235 v. Chr. ramseszwei-k.jpg
  • [räuspert sich]
  • [55:15]
  • Grabkammer der Nefertari
  • Maler der Grabkammer der Nefertari: Grabkammer der Nefer…
  • Nefertari.
  • …tari.
  • Ja.
  • Gattin des Ramses des Zweiten. Szene Der Gott Jesus Sowieso …
  • Die Göttin…
  • … und die Göttin und so weiter.
  • Ja.
  • Ich speichere es mir jetzt erst einmal. Und wir gucken uns das mal an.
  • [Tippgeräusche]
  • So.
  • Ja.
  • [unterbricht] Warum ist das für dich … was du eben gesagt hattest. Ähm. Schön. Ägyptische Kunst allgemein.
  • Schön, auch wenn anders als europäische Kunst
  • Mhm. Ist die schön.
  • Findest du es schön? Oder …
  • [kurze Pause]
  • Naja. Äh. Die ist mit der europäischen Kunst überhaupt nicht zu vergleichen. Die haben ja eine andere… eine ganz andere Darstellungs- und Malweise. Da sieht man die Gestalten eigentlich nur seitlich.
  • Frauen werden immer etwas kleiner dargestellt. Als die Männer.
  • Das war wie bei der…
  • Ja.
  • … christlichen. Wo ich gesagt hatte…
  • Ja.
  • Wobei. Hier ist die glaube ich gleich groß. Ne? Das war auch bei der einen Frau von äh von dem einen …
  • Ja.
  • … Pharao. Die auch immer gleich groß äh gezeigt wurde. Irgendwie. Ich weiß jetzt nicht genau.
  • Ach. Von dem Amun … von dem …
  • Irgendwas mit Sonne war das. Glaube ich.
  • Ja. Ja der der Sonnenanbeter.
  • Da gibts in Berlin so eine ähm…
  • Ach. Mensch. Wie heißt der. Amun…
  • Ich habs im Buch gerade noch…
  • Ja.
  • … gelesen. Vorhin. Ich weiß gerade auch nicht. Ja.
  • Ja. Naja. Bloß ähm… Der ist ja auch nicht als Mensch dargestellt, sondern als ein ein Gott Jesus. Dieser Viervogel…
  • Mhm.
  • …gott. Weiß ich jetzt nicht. Welcher das war. Und dann hat der noch… ja… ein Sonnen… Sonnenring mit einer Schlange oder was…
  • JA HIER! Das ist ja eine Schlange. Ne?
  • Ja. Also ich weiß aber nicht, welchem Gott Jesus der nachgebildet ist.
  • Mhm.
  • Das müsste aber in der Beschreibung bestimmt stehen.
  • Gucken wir mal eben. Das war… hier oben. Der Gott Jesus Re-Harakleti und Amentit, die Göttin… ne. Also das…
  • [leise] Der Ochsi…
  • Das ist aber nicht der Sonnengott. Ne?
  • Mhm. Ne. Wie heißt denn der Pharao. Der ganz junge Pharao, der plötzlich eine … die monotoistische Weltreligion da kreiert hat.
  • Ach.
  • Ähm. Wie… wie heißt die ägyptische äh Königin, die…
  • [Tippgeräusche]
  • … die immer als schöne Nofretete dargestellt wird. Das war die Frau von dem.
  • Ah… Aman… Am… Der hat sich dann umbenannt.
  • Ich gucke das mal nach. Das ist… das sind jetzt ja bloß so Wissens… äh… details.
  • Nofretete, nicht so schön wie dargestellt
  • Naja, aber wenn du Nofretete nachguckst, diese…
  • Okay.
  • … schönste Frau. Wo man überall in jedem Museum diese Büste sieht. Die aber in Wirklichkeit gar nicht so schön gewesen sein soll. Wie… wie sie immer hier beschrieben wird.
  • Ja, die ist in Berlin gewesen jetze. Büste der Nofretete, Berlin, Ägyptisches Museum nofretete-k.jpg
  • Ja. Ja. Und der Mann. Wie heißt der? Amum…
  • Ach. MENSCH. Bin ich blöd.
  • [Tippgeräusche]
  • Mann.
  • [lacht]
  • Ehemann.
  • ECHNATON.
  • ECHNATON. Ach. Ja.
  • Okay. Da gucken wir mal nach…
  • Ja.
  • Echnaton.
  • Und der war an sich… der wurde immer sehr hässlich dargestellt. Mit diesem großen Mund und so. Ja, also man kann die nicht vergleichen. Die ägyptische…
  • Das meine ich…
  • Ja.
  • … hier. Ich mache das mal groß.
  • … vergl…
  • [58:45]
  • Das. Das meinte ich eigentlich. Da. Hausaltar, Neues Reich 18. Dynastie, um 1345 v. Chr. hausaltar-k.jpg
  • Gesehen am 30.8.2014, Ägyptisches Museum Berlin, Notiz
  • …vergleichen mit der Europäischen Kunst.
  • Und das…
  • Und da… spricht die ägyptische Kunst einen doch irgendwie an.
  • So. Das hatte ich gesehen. In Berlin halt hier.
  • Und ich … das hab ich… hab ich das nicht an der Wand hängen? Bei mir zu Hause? Die Beiden?
  • Ne. Das ist etwas anders.
  • Ägyptische Kunst und van Gogh Vincent van Gogh
  • Interessant ist jetzt bei dem… Das ist ja gar nicht dieses ägyptische, was wir gerade gesehen hatten. Was so seitlich und ganz streng ist und so, ne?
  • Mhm.
  • Sondern hier sind ja schon so… so rundere Formen. Drinne. Ne?
  • Ja.
  • Das ist zwar noch seitlich.
  • Ja. Und die Kinder werden eben immer so unproportiert und klein dargestellt.
  • Mhm.
  • Ja.
  • Aber warum würdest du denn sagen, dass das jetze für dich äh noch Kunst ist und wenns jetzt aber nen äh nen Van Gogh ein bissle schräg malt so… dann ist es für dich halt nicht mehr nachvollziehbar.
  • Na gar nicht mehr nachvollziehbar äh kann ich nicht sagen. Aber… ja. Ich weiß es nicht. Es gefällt mir einfach nicht. Es ist … es fehlt die richtige Harmonie. Die ist ja hier auch nicht. Das ist ja hier ganz anders.
  • Aber was… was ist denn nun das hier. Wo du sagst, ähm, das ist für dich trotzdem schö… sympatisch… Wie nennt man das.
  • Hast du ein farbliches?
  • Von dem jetzt?
  • Naja, so…
  • Von ägyptischen?
  • Ja. Denn das gefällt mir grad auch nicht so.
  • [lacht]
  • Das gefiel mir.
  • [Tippgeräusche]
  • Aber ich hab jetzt nicht von dem glaube ich jetzt etwas. Wenn ich danach jetzt suche, sehen wir halt diese Bilder, die wir alle…
  • Ja.
  • … kennen.
  • Und die Nofretete? Die hast du aber dann mal. Nicht?
  • [Tippgeräusche]
  • Ich weiß nicht. Kam die in Bildern vor?
  • Ja. Jetzt kommt sie schon. Ja.
  • Naja. Das ist aber immer diese Büste. Die dargestellt wird.
  • Ja. Das ist das bekannte eben.
  • Ja.
  • Ja. Und so schön… und so schön soll sie in Wirklichkeit eben gar nicht gewesen sein. Wie sie da immer dargestellt wird. Und beschrieben wird. Als die schönste Frau.
  • Das sollen Landvermesser sein. Stand da gerade.
  • Aha.
  • Ich gucke da noch einmal nach, was das genau ist. Das wäre jetze so ein Bild, was du eigentlich meinst, ne? Also so ein ägyptisches?
  • Ja.
  • Oder was ja auch bloß ganz zeilenartig ist. Wo ganz viele solcher …
  • Ja. Vielleicht übernimmt man da auch einfach ähm… ja… Urteile. Oder Empfindungen von anderen. Aber ähm…
  • Na komischer Weise zählst du das ja sozusagen … ich denke mal… mit zur schönen Kunst. Oder so. Weil es so alt ist schon. Und sozusagen…
  • Ja wahrscheinlich.
  • … schon in die Geschichte eingegangen ist. Oder?
  • Ja wahrscheinlich. Weil man von Ägypten gar nichts anderes erwartet. Also wenn ich jetzt nur europäische Maler hätte, …
  • Ja.
  • … die würde ich anders vergleichen, als wenn so ein ägyptisches Bild dazwischen ist. Wo auch die Diener und alles dann immer klein und die die Kinder zu klein dargestellt …
  • Mhm.
  • Elke betritt das Zimmer
  • [Es klopft an der Tür]
  • … werden. Das ist total unrealistisch. Ne?
  • [laut] Herein!
  • Hallo?
  • Hallo? Essen ist…
  • Ach Hallo.
  • … fertig.
  • Ja. [lacht] Elke.
  • Ihr interviewt gerade?
  • Ja.
  • Ja. Ja. Also ich wünsche ein frohes Fest.
  • Ja ich dir auch. Frohe Weihnachten. Ne?
  • Ja. [lacht]
  • Ich wollte sagen, das Essen ist angerichtet.
  • Achso.
  • Es ist angerichtet. Hallo Friedrich.
  • Ja ist gut.
  • Frohe Weihnachten, ja? [lacht]
  • Dann unterbrechen wir.
  • Wir nehmen gerade auf.
  • Oh Gott Jesus.
  • [lacht]
  • Das ist mir peinlich. Naja gut. Also…
  • Wir kommen dann, nich? Wir unterbrechen. Für Essen tuen wir ALLES. [lacht]
  • Tür zumachen?
  • Wie?
  • Soll ich Tür zumachen?
  • Öh. Ich denke, dass wir ruhig dann auch rüber gehen. Dann. Nicht? Wir können ja nachher noch einmal.
  • Ja aber noch fünf Minuten.
  • Ja. Na okay.
  • Ja.
  • [1:02:50]
Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • Also ich denke, wir müssen uns das jetzt nicht direkt durchlesen.
  • Ja.
  • Zu ihrer Zeit nicht anerkannt
  • Aber aber was…
  • [unterbricht]
  • … ich gehört habe, ist bei Van Gogh und so, dass das halt Maler damals waren, die schon darum kämpfen mussten anerkannt zu werden.
  • Ja.
  • Also er ist ja glaube ich zu seiner Zeit gar nicht anerkannt …
  • Ja.
  • … gewesen. Er hatte einen Bruder, der in finanziert hatte. Und der war dann irgendwie …
  • Ja. Mhm.
  • … lebte zurückgezogen. Erst nachdem er gestorben war, haben…
  • Ja. Mhm.
  • … dann irgendwie die Menschen plötzlich alle erkannt, was… was sein Werk für die Kunst …
  • Ja.
  • … so bedeutet.
  • Gut. Also er ist zu seiner Zeit nicht anerkannt worden.
  • Genau.
  • Ja.
  • Ähm. Ich lese gerade auch ein Buch.
  • Mhm.
  • Französischer Salon
  • Da gehts um den französischen Salon. Ähm. Den offiziellen… und zwar, wo Werke gezeigt wurden, die auch äh ähm… von der Öffentlichkeit ähm…
  • [hustet]
  • … getragen wurden. Da waren halt natur… vor allem naturalistische Bilder. Porträts. Und so weiter…
  • Mhm.
  • … dargestellt. Und dann soll es damals noch diesen… diesen äh äh ähm … den Salon der Abgelehnten gegeben haben.
  • Mhm.
  • Und da waren zum Beispiel eben solche Werke von…
  • Ja.
  • Leuten, die damals in der Öffentlichkeit…
  • Also so wie ich es…
  • … noch ausgelacht wurden.
  • Wie ich es heute noch empfinde.
  • Genau.
  • So sind sie zu ihrer Leb… zu ihren Lebzeiten empfunden…
  • Genau.
  • … worden.
  • Ich hab da auch äh äh Aussprüche…
  • Mhm.
  • … äh rausgeschrieben. Wie die in der Presse halt auseinander gerissen wurden.
  • Ja.
  • Also also wie die sich darüber lustig gemacht haben, wie die gemalt haben.
  • Ja.
  • Was für Themen und äh… Also die haben es damals eben auch nicht verstehen wollen.
  • Mhm. Ja.
  • So und das war halt ne Minderheit, die das sozusagen für sich glaube ich als…
  • Mhm.
  • Neue Wege in der Kunst
  • … als ähm… also als Ziel irgendwie hatte. Die vorhatten die Malerei zu verändern. Und das war mit ihrer eigenen Sicht dann. Also das war damals eben auch schon ein Pro… Problem. Was…
  • Ja. Also ist der auch zu seiner Zeit nicht anerkannt worden. Wie ich ihn jetzt empfinde. Obwohl ich nicht sagen kann, das ist nun durchweg hässlich. Oder oder ganz schlecht. Oder so. So empfinde ich es noch nicht.
  • Mhm.
  • Also etwas Toleranz ist dann wahrscheinlich schon dabei. Aber eben … ja nicht so richtig.
  • Mhm.
  • [lacht]
  • Toleranz
  • Aber kann die Toleranz auch daher rühren, dass du noch überhaupt etwas erkennst? Also du erkennst ja noch Landschaft. Ne?
  • Ja. Das mag sein. Ich kann noch etwas damit anfangen.
  • Genau.
  • Ja. Da hast du Recht. Ja.
  • Dann nehmen wir jetzt mal ein Bild, womit du vielleicht gar nichts mehr anfangen kannst.
  • [lacht] [Tippgeräusche]
  • [räuspert sich]
  • Piet Mondrian
  • Wir müssen jetzt nicht gleich ein ganz Extremes nehmen. Sondern wir nehmen erst einmal von Piet Mondrian …
  • [hustet]
  • Nehmen wir einfach mal gleich das Erste. Es geht jetzt nicht darum, wer das ist. Ähm.
  • Ja.
  • Und warum er das gemacht hat.
  • Mhm.
  • Sondern bloß was du siehst und …
  • Was ich dabei empfinde. Eben.
  • Ja. Genau. Genau. Kom… Das heißt Komposition mit Rot, Gelb, Blau und Schwarz. Von Neunzehnhundertzwanzig.
  • Also Farbkompo…
  • Genau.
  • …sition.
  • So. Der hat ganz viele solcher Bilder gemacht.
  • Mhm.
  • Was passiert gerade bei dir. Wenn du das siehst.
  • Bild vs. Farbkomposition
  • Also das würde ich erst einmal nicht als ein Bild empfinden. Sondern… Ja. Eine Farbkomposition.
  • Was ist für dich ein Bild?
  • Ja… wie eine Landschaft. Oder wie…
  • Okay.
  • … eine äh Bild… na… Menschendarstellungen. Oder die…
  • Okay.
  • …se arbeitenden da… was du da gezeigt hast.
  • Mhm.
  • Oder die äh… Ährenleserinnen. Sowas ist für mich ein Bild. Und das ist … ja… kein Bild. Aber eine Farbkomposition. Wobei … Ja… Orange, Gelb und Schwarz dominiert. Weiß … Weiß ist da noch dabei.
  • Mhm.
  • Da ist ein Ton drinne. Ja?
  • Ich denke mal. So ein Grau.
  • Ja. Bläulich. Also die Farben gefallen mir. [räuspert sich]
  • Würdest du es als Design ansehen? Also als Wohndekoration? Weiß nicht. Wäre mir jetzt einge…
  • Ne.
  • …fallen.
  • Ja. Man könnte es an die Wand machen. Oder oder oder was weiß ich. Als Tapete.
  • Ja.
  • Aber selbst das würde ich nicht als Tapete nehmen.
  • Okay. Weils ein bisschen zu extrem ist.
  • Es ist… zu krass. Da wären die Farben zu krass wieder.
  • Ja. [36:35]
  • Mondrian und Bettwäsche
  • Aber ich hätte jetzt zum Beispiel diese [fässt Bettwäsche an]… das sind ja auch sozusagen Muster.
  • Ja.
  • Auf dem… auf dem Bett.
  • Ja. Ja. [räuspert sich]
  • Erk… Passiert da überhaupt irgendwas bei dir. Oder ist das jetzt einfach nur eine Farbkombination. Und das wars jetzt sozusagen. Wenn du es im Museum sehen würdest und…
  • Also ich glaub, es passiert innerlich da nichts.
  • Gar nichts.
  • Oder…
  • Na bei mir… bei mir passiert auch nichts!
  • [lacht]
  • Anscheinend passiert da bei Leuten was. Und ähm ich kanns auch nicht ganz nachvollziehen.
  • Mhm.
  • Äh ich mein, ich hab mich jetzt über ihn informiert schon. Und so. Und und… aber es ist halt wieder nicht… Wenn man das Bild alleine sieht… so… das ist ähm …
  • Blau und Gelb sind ja Ergänzungsfarben. Soviel weiß ich noch.
  • Mhm. Da…
  • kein Empfinden beim Betrachten
  • Aber es passiert ja innerlich … äh ist da kein Empfinden. Richtig da.
  • Ja.
  • Die Farben sind nicht unangenehm. Es ist eine schöne Farb…
  • Mhm.
  • …kom… komposition. Aber nicht für eine Tapete. Oder für eine Tischdecke. Oder oder so.
  • Mhm.
  • Also [räuspert sich] eine Spielerei.
  • Mhm.
  • Oder weiß nicht, wie ich es nennen soll.
  • Mhm.
  • [räuspert sich]
  • Spielerei
  • Würdest du es auch als Spielerei ansehen, wenn ähm… wenn du weißt, dass er das sein Leben lang zum Beispiel gemacht hat? Also… Oder was bezeichnest als Spielerei. Was man eben mal macht und aus Jux? Oder…
  • Also ein Leben lang kann man es ja nicht mehr als Spielerei ansehen. Tja. Da empfindet der Maler wahrscheinlich was. Oder…
  • Er will was zeigen. Oder so.
  • Ja. Was was was aber nicht bei jedem ankommt.
  • Mhm. Na so ein… Diese Muster werden ja heute äh ähm äh sozusagen Missbraucht. Indem sie auf Tassen gedruckt werden.
  • Ja.
  • Was weiß ich. Weils halt einfach schön ausschaut. Irgendwie. Und man sich das irgendwie gut hinstellen kann.
  • Ja.
  • Bauhaus Bauhaus
  • So. Das ist glaube ich vom Bauhaus Bauhaus
  • Naja.
  • … mit den… ne? Mit den…
  • Mit Bauhaus Bauhaus da hab… bin ich auch so ein bisschen verquer eigentlich.
  • Ja. Aber die haben ja eben mit diesen…
  • Ja.
  • … Farb… Farbkompositionen… ne? Und…
  • Mhm.
  • … äh und äh wie Farben miteinander spielen. Die Formen. Rechtecke. Äh Kreise. Und so weiter.
  • Ja.
  • Das ist jetzt für dich also schon ein Extrembeispiel. Wo du sagen würdest, damit kannst du eigentlich nichts mehr anfangen. Und das wäre für dich jetzt…
  • Also das passt. Ja. Ich denke … ja. Es ist… nicht hässlich. Aber ich empfinde dabei ja eigentlich nichts. Also ich würde es nicht als Bild bezeichnen.
  • Ja. Als Farbkomp…
  • Für mich … ja… würde ich es nicht als Bild bezeichnen.
  • Okay.
  • [räuspert sich]
  • Du hattest auch schon am Anfang das gesagt mit… Kunst ist für dich ähm das wenn etwas auf eine Leinwand mit Farbe oder so… geführt wird.
  • Joa.
  • Nur mal ganz kurz. Das ist ja Leinwand. Höchstwahrscheinlich. Und Farbe.
  • Ja. Das muss noch nicht einmal Farbe sein. Es genügt auch … was weiß ich. Wie eine Bleistiftzeichnung. Grau. Ohne Farben.
  • Ja.
  • Das kann für mich auch schon schön sein.
  • Okay. Also alle möglichen äh äh…
  • Ja ich bin mit… Als ich Kind war, bin ich mit meinem Vater studenlang durch Dresden gefahren. Nur durch Trümmer. Eine Trümmerlandschaft. Also wenn man die darstellt, das ist äh … ja nichts Schönes, aber wenn man die auf eine Leinwand bringen könnte, könnte das sehr ansprechend sein. So ein Bild.
  • Mhm.
  • Gute Kunst heißt nicht unbedingt schön
  • Also man kann auch Negatives darstellen.
  • Okay.
  • Und das kann einem was bedeuten.
  • Okay. Also würdest du dann nicht als hässlich sehen oder so.
  • Ja.
  • Sondern es ist… es hat…
  • Es ist auch realistisch.
  • … es ist nicht schön. Aber es…
  • Es ist realistisch. Es ist traurig. Eigentlich.
  • Ja.
  • So eine Landschaft zu sehen. Äh… so wie man jetzt Alepo dargestellt hat. So sah Dresden eben aus. Nach den englischen oder amerikanischen Bombenangriffen eben.
  • Mhm.
  • [räuspert sich]
  • Du warst jetzt trotzdem noch bei diesen künstlerischen Mitteln. Äh.
  • Ja.
  • Jetze nicht bloß Leinwand. Papier. Kohle. Stift.
  • Ja.
  • Äh alles mögliche. Kann… kannst du dir vorstellen, dass es auch … was GANZ anderes sein könnte. Was in der Kunst heute als Kunst angesehen wird. Und ähm… Was gar nicht in deinem Weltbild…
  • Ja, das müsste ich dann eben sehen. Ne?
  • Okay. Ich…
  • [lacht]
  • Dann zeig ich dir mal…
  • Ja. Ja.
  • … etwas.
  • Das weiß ich. Theoretisch…
  • Pissoir von Duchamp Marcel Duchamp
  • Es ist auch schon sehr alt. Es war auch schon, bevor du über… also…
  • Pissoir? [lacht]
  • Ja. Pissoir. Das hab ich auch schon dem anderen gezeigt. Der hieß… Duschomp. Der Künstler. Es ist… es ist…
  • Achso.
  • … von…
  • Tatsächlich ein Pissoir.
  • [lacht]
  • Genau. So und das hatte der aber schon Neunzehnhundertsiebzehn.
  • Ja.
  • Ähm. Ausstellen WOLLEN.
  • Ja. Aha.
  • Also es ist schon sehr sehr alt. Aber auf das berufen sich nach dem Zweiten Weltkrieg ganz viele Künstler. Oder die haben da wieder angeknüpft. Wo er das damals gemacht…
  • Ja.
  • … hat. Er war damals überhaupt nicht akzeptiert damit. Der hatte dann auch zwischenzeitlich glaube ich aufgehört. Und erst dann später halt damit wieder angefangen.
  • Ja.
  • Wo dann die Welt dann irgendwie bereit…
  • Also …
  • … dafür war.
  • Also die äh… Thematik ist äh… also schon für mich einfach nicht schön. Es könnte interessant… könnte man vielleicht das Wort interessant benutzen. Aber es ist… keine schöne Thematik. Also ich muss nicht verschiedene Pissoirs mir angucken. Also das… Ja. Das wäre also nichts für mich.
  • [lacht] [41:45]
  • Mhm. Kannst du dir vorstellen, warum er das ins Museum bringen wollte? Und es ist ja jetzt im Museum ausgestellt.
  • Er wollte aus der Reihe … wahrscheinlich… tanzen. Mal ganz was anderes. Mal eine ganz andere Idee. Weil das so kaum einer macht. Und weil es wahrscheinlich kaum von jemanden als schön empfunden wird. Ich weiß es nicht.
  • Na ich glaube…
  • Und…
  • Na ich habs ja auch gesehen. Ich würde es auch nicht als schön empfinden. Aber es war halt… ähm… Ich kenne jetzt die Geschichte dazu. Sozusagen.
  • Ja.
  • Ähm. Ansonsten hätte ich es auch bloß als Pissoir gesehen, was…
  • [lacht]
  • … da irgendjemand hingetan hat und halt ne Unterschrift gegeben hat. Ne? [42:30]
Modul 4 Prüfung aktueller Stand
Ganzkörperporträt, neuer Entwurf
Ganzkörperporträt, neuer Entwurf
mögliche Hängung 2 Arbeiten im Erdgeschoss
mögliche Hängung 2 Arbeiten im Erdgeschoss
Die Quelle, Öl auf Leinwand, 1911, Arnold Lyongrün
Die Quelle, Öl auf Leinwand, 1911, Arnold Lyongrün
Die Ährenleserinnen, 
1857, Öl auf Leinwand, Jean-François Millet   © RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Jean Schormans
Die Ährenleserinnen, 1857, Öl auf Leinwand, Jean-François Millet © RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Jean Schormans
Die Brücke von Mantes, zw. 1868 und 1870, Öl auf Leinwand, Jean-Baptiste Camille Corot
Die Brücke von Mantes, zw. 1868 und 1870, Öl auf Leinwand, Jean-Baptiste Camille Corot
HGB Rundgang 2017 Ganzkörperporträt, neuer Entwurf ganzkoerperportraet_entwurf-m.jpg mögliche Hängung 2 Arbeiten im Erdgeschoss vorschau_hgbrundgang2017-k.jpg mit 3mm-dickem schwarzen Klebeband (anstatt Schnur) dann ohne Hängung Fotoabzüge umsetzen im Klassenraum zuvor ausprobieren Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • Von Arnold Lyongrün, Die Quelle. Die Quelle, Öl auf Leinwand, 1911, Arnold Lyongrün lyongruen-k.jpg
  • Lyongrün kenne ich gar nicht.
  • Ich kenns auch nicht. Ich gucke dann einfach noch einmal nach, was das… So.
  • Kannst du ein bisschen näher kommen? [undefinierbare Geräusche]
  • Das ist eigentlich ein schlechtes Bild. Von der Qualität her.
  • Also. Das ist schon einmal nicht scharf dargestellt.
  • Na das ist ja jetzt die Abbildung.
  • Ja. [kurze Pause] Da muss… ich passen, was das sein soll. Also das könnten… wie Pappeln sein. Und was… was ist das? Wasser?
  • Na das… naja… das ist hier Wasser. Das ist ein…
  • Man sieht die…
  • … Wasserfall.
  • … achja, die Spiegelung. Sieht man da.
  • Genau. Das ist… die Landschaft halt und Pappeln.
  • Ja. Mit diese Landschaft kann ich jetzt nichts…
  • Ja ne, dann…
  • … anfangen.
  • "Die Ährenleserinnen" und Harmonie
  • … nehmen wir ein anderes Bild. Ne, wir nehmen mal ein anderes Bild. Das ist, finde ich jetzt, auch nicht so gut. So. Warte mal. [Tippgeräusche]
  • [Schluckgeräusche]
  • Da haben wir doch jetzt viele. Das können wir hier mal nehmen.
  • Wie ist das mit den alten … Ach hier. Das hatte ich… das hatten wir zu Hause.
  • Ja, das kenne ich gerade auch.
  • [freut sich]
  • So mal gucken hier. Das ist genau…
  • Die Ährenle…
  • Die Ährenle…
  • …serinnen. Die Ährenleserinnen, 1857, Öl auf Leinwand, Jean-François Millet © RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Jean Schormans aehrenleserinnen-k.jpg
  • als Radierung, nach 1857 von Jean-Frédéric Schnyder
  • …serinnen. Genau. Das war im Buch auch gerade drinne, was ich eigentlich…
  • Ja und das…
  • … mitbringen wollte.
  • … hatten wir auch zu Hause mal. Eine ganze Zeit lang. Hängen.
  • Ich gucke dann noch einmal nach, was …
  • Ja.
  • … das, woher das…
  • Ich weiß jetzt nicht, von wem…
  • Das ist … das ist egal. Es geht ja erst einmal darum, was du da…
  • Ja. Ja. Also gut. Ich kenne das von früher. Das empfinde ich als… ja… sehr schön. Harmonisch. Man guckt in die Weite. Im Vordergrund drei Frauen, die arbeiten. Ein Dorf ist zu sehen. [räuspert sich] Und… sind das hier Heuhaufen…
  • Ja.
  • … oder Bäume?
  • Ne. Heuhaufen.
  • Aja. Und hier ist dann ein Heuwagen. Ja, also das würde ich als… [kurze Pause] … als …
  • Schön?
  • …naja…
  • Harmonisch.
  • … harmonisch empfinden. Auf jeden Fall.
  • Aber denkst du auch, dass es in Realität so ausschaute? Oder nur auf dem Bild jetzt? Weil du vorhin davon sprachst, die Natur kopieren oder auf Leinwand…
  • Ja.
  • …bringen.
  • Also ich meine, die haben die richtige Stellung. Wie die die Ähren lesen. Die schneiden sie ja nicht ab. Da ist der Mäher schon drüber gegangen und…
  • Mhm.
  • … die lesen die.
  • Mhm.
  • Und das glaube ich schon, dass die das der Natur abgesehen ist.
  • Aber auch jetzt diese Stellung von den Personen, dass sie…
  • Ja.
  • …. so symmetrisch zur Seite. Und die so leicht bückend…
  • Ja.
  • … nach vorne.
  • Ja. Das ist … finde ich realistisch. Die ist noch nicht ganz unten. Hat aber ihre Schürze um, wo dann die Ehren eingesammelt werden. Und die sind eben gerade beim Bücken.
  • Mhm.
  • Also das empfinde ich schon als realistisch.
  • Komposition in naturalistischer Malerei
  • Mir fällt jetzt gerade bloß auf… das sähe halt hier vielleicht komisch aus, wenn hier jetzt noch irgendwie ein Haus anfangen würde. Hier hinten.
  • Ja.
  • Und das aber zur Hälfte abgeschnitten wäre. Also wenn du jetzt ein Foto hier von gemacht hättest…
  • Ja.
  • … von der Situation. Wäre äh wäre das hier vielleicht nicht ganz frei gewesen. Hier, am Anfang.
  • Ja.
  • Und hier wäre das nicht in den Bäumen verlaufen. Sondern die Häuser wären hier vielleicht noch an der Ecke gewesen. Ich kann mir aber vorstellen, dass der Maler das eben nicht harmonisch fand. Das das Bild dann irgendwie so…
  • Mhm.
  • … zerrissen… so cut aussieht.
  • Also du meinst…
  • Und er wollte…
  • … in der Wirklichkeit…
  • … irgendwie…
  • … noch mehr vielleicht drauf…
  • Ich kanns mir vorstellen.
  • … war. Er hats gerafft.
  • Ich kanns … Auch gerade das diese drei Personen so richtig schön…
  • Ja.
  • … im Zentrum sind.
  • Ja.
  • Und und ihr Blick ja von der rechten Seite in den Mittelpunkt geht. Und die ja sozusagen auch dort arbeiten, wo sie hinblickt.
  • Ja. Ja. Also das… das ist schon schön. Die die Arbeiterin [räuspert sich] oder Ehrenleserinnen, die sind im Mittelpunkt. Und das andere ist Beiwerk. Aber angenehmes Beiwerk.
  • Ja.
  • Ergänzendes Beiwerk.
  • Und wo hing das?
  • Das hing bei uns immer. Das Bild habe ich ewig. Weiß nicht…
  • Also in klein. Fotografie?
  • … wo es abgeblieben ist. Ne. Das muss eine Fotografie gewesen sein.
  • Ja. Und wer hatte das angeschafft?
  • Meine Mutter. Oder so.
  • Okay.
  • Weiß nicht wo das abgeblieben ist. [räuspert sich] [25:50] Also das … Und wo hin gehört das? In den Realismus.
  • Jaja. Oder Naturalismus. Ich gucke dann noch einmal nach.
  • Ja.
  • Ich speichere mir das einfach ab und dann…
  • Mhm.
  • Sag dir dann auch noch einmal, was das ist. [Pause]
  • Marke Van Gogh
  • Ja. Ich meine, da sieht man schon den Unterschied. Also äh…
  • Zu Van Gogh.
  • Die Darstellung der der Landschaft und und die Frauen, die da arbeiten. Und hier ist das so ein … Abweichen von der Natur.
  • Ich kann mir aber vorstellen, dass man im Nachhinein dieses Bild von Van Gogh eher…
  • Mhm.
  • … einem Van Gogh zusprechen kann.
  • Ja.
  • Wegen dem… wegen der Technik. Wegen dem Stil, was er gemacht hat. Ne?
  • Ja.
  • Als dieses Bild. Das kann für mich jetzt jeder x-beliebige Maler damals ge… gewesen sein.
  • Wer ist es denn nun?
  • Das weiß ich jetzt ja noch gar nicht mal. Ich gucke da noch einmal nach.
  • Ja.
  • Aber wir sehen es ja jetzt nicht an… an dem Gemälde. Ne?
  • Ne. Also das würde ich NIE für ein Van Gogh halten eben.
  • Ja aber … du könntest mir jetzt auch noch nicht einmal sagen, das könnte der und der sein. Weil so eine Abbildung, die die ist ja sehr…
  • Mhm.
  • … sehr ähm schwammig. Also der Natur nachgebildet und…
  • Ja, das könnte jeder gemacht haben.
  • Genau. Naja, jeder ders kann. Ne?
  • Ja gut.
  • Das muss man auch sagen. Aber das hat halt keinen…
  • JEDER der ein Künstler ist. [lacht]
  • Genau. Aber das hat halt kein … keinen eigenen Stil.
  • Ja.
  • Eigener Charakter in Kunstwerk
  • Also keinen eigenen Charakter, wo du sagen würdest, …
  • Gut.
  • … das würde ich dem zuschreiben.
  • Ja.
  • Und bei dem …
  • Das muss es für mich aber auch nicht haben.
  • … Van Gogh…
  • Bei einem Bild. Das muss…
  • Ja.
  • … keinen eigenen Charakter haben. Denke ich mal.
  • Ja. Na das krasse ist ja aber, viele Künstler streben ja sowas an. Sich…
  • Ja.
  • … äh… Die sagen zwar nicht, sie wollen eine Marke aufbauen. Aber schon so ihre eigene Vorstellung und ihre eigene Technik…
  • Also wenn ich das jetzt im Museum sehen würde… Ich weiß nicht, vor welchem Bild ich länger stehen würde. Wahrscheinlich vor diesen Ährenleserinnen.
  • Mhm. Ich finde hier halt auch… Es ist eine Geschichte noch. Ne?
  • Ja.
  • Also du kannst da viel viel mehr so entdecken. Wohin die Blicke gehen. Was sie machen. Was im Hintergrund passiert.
  • Jean-Baptiste Camille Corot
  • Und wie kriegst du jetzt raus, wer das was? Monet Claude Monet? Oder so…
  • Das willst du jetzt unbedingt wissen.
  • Ja.
  • Okay. Dann warte.
  • Monet Claude Monet ist das nicht. Ne?
  • Nene. Wir gucken erst einmal hier, ob das… [Pause] Wir machens anders. Warte mal. [Tippgeräusche] Wir tun das Bild mal in die Google Bildersuche. [Tippgeräusche] Und das ziehen wir hier rein. Mal gucken, was jetzt hier passiert.
  • Jetzt sehe ichs gar nicht.
  • Ne, das wird noch geladen.
  • Achso. [räuspert sich]
  • Hier haben wir ihn. Ich spreche ihn jetzt falsch aus. Schin Baptis Kamil Korot.
  • Das hab ich nie gewusst wahrscheinlich. Wie der heißt. Der…
  • … War ein französischer Landschaftsmaler.
  • Ja.
  • Passt jetzt ja zu dem Motiv.
  • Ja. Der Schule von Barbizon. Also gut. Den … den Namen habe ich wahrscheinlich nie gewusst.
  • Ja. Aber ihr hattet trotzdem ein Bild halt. Von dem.
  • Ja. Und wie hieß der? Jan Baptis Nochmal Kamil Koro.
  • Koro. Okay.
  • Na denke ich mal. Wenn der Franzose ist. [räuspert sich] [Tippgeräusche]
  • Okay. Das ist jetzt eine ganze Werkliste.
  • Von dem Ko…
  • Genau.
  • …ro.
  • Mal sehn, was der noch so gemacht hat.
  • Mhm.
  • Also ein Landschaftsmaler.
  • Ja.
  • Und solche Bilder würdest du dir halt höchstwahrscheinlich … länger angucken oder…
  • Ja, auf jeden Fall. Würde ich… würde ich denken.
  • Aber was sagt dir so ein Bild jetze. Also du siehst ein… ich denke mal, du siehst … du denkst jetzt ein Abbild der Natur sozusagen zu sehen. Was er jetzt gesehen hat, hat er noch einmal auf Leinwand getan und das… Die Brücke von Mantes, zw. 1868 und 1870, Öl auf Leinwand, Jean-Baptiste Camille Corot mantes-k.jpg
  • Naturalistisches Bild entspricht nicht Realität
  • Ja. Ob das nun wirklich ganz natur… äh …ell ist und der Natur nachgemacht ist, oder ob da ein Bogen mehr oder weniger ist… Was weiß ich. Die Brücke…
  • Ja.
  • … anders.
  • Oder hier auch ein Baum dazwischen fehlt.
  • Ja. Oder oder so. Also das interessiert dann eigentlich nicht so. Es ist einfach realistisch eben. Nicht? Oder schön. Der der hat wahrscheinlich auch nicht dagestanden. Der auf seinem Bot.
  • Mhm.
  • Oder so.
  • Nicht die ganze Zeit, als es gemalt wurde.
  • Das hat der bestimmt auch dazu gemacht. Nehme ich an.
  • Ja. [30:00]
  • Aber die Art äh des Bildes eben.
  • Ich speichere mir das Bild mal ab. [Tippgeräusche]
  • Jetzt ist die Frage halt, ähm, … Also ich weiß jetzt halt, was für Bilder…
  • … Ich mag.
  • … dir gefallen.
  • Ja.
  • Und was du … ich weiß nicht, du hattest am Anfang gesagt, was du als Kunst empfindest.
  • J… J… Ja.
  • Aber würdest du jetzt dem anderen die Kunst absprechen…
  • NEIN.
  • Dass das nicht die gute Kunst ist. Oder…
  • Äh nein. Kunst würde ich auch nicht beim Schrei oder oder bei äh dem Van Gogh absprechen. Aber es ist … andersartig. Also … [kurze Pause] Also dem… den empfinde ich irgendwie … Ja… etwas… ja ich hab das Wort krank vorhin benutzt.
  • kranker Van Gogh und Munch Edvard Munch
  • Der war glaube ich. Na der hat sich doch ein Ohr abge… äh ähm… abgemacht.
  • Ja und…
  • Und ist dann auch irgendwann irgendwo gestorben.
  • Und hat wahrscheinlich suizid da gemacht.
  • Ja.
  • Aber. Diese Malweise. Die ist eben für mich ja… entspricht nicht einem gesun… Ich weiß nicht, wie ich da drauf komme. Wieso ich darauf komme. Der Schrei ist wieder anders.
  • Der hatte dann aber glaube ich auch so … bei dem Schrei bestimmt auch so Probleme. Psychisch.
  • Was war denn das für einer.
  • Ich gehe noch einmal darauf.
  • Wie hieß der?
  • Dieser Norweger.
  • Achso.
  • Edward Munk.
  • Ja.
  • Ich rufs gerade auf.
  • Mhm.
  • Symbolismus
  • Wars hier… Norwegischer Maler und Grafiker des Symbolismus. Also… Und Sym…
  • Mhm.
  • …bolismus heißt ja, die wollten mit dem Bild etwas…
  • Ja. Symbolisch darstellen.
  • … darstellen.
  • Nicht realistisch.
  • Der Schrei ist ja sowas.
  • Ja.
  • Genau. [Tippgeräusche] [32:00]
  • … expressionistische Richtung in der Malerei der Moderne.
  • … eines epochemachenden Neuschöpfers.
  • Heute sind seine Eigenart und sein Status auch im übrigen Europa und in der Welt anerkannt. Ja wie ist der zu seiner Zeit gesehen worden. [Tippgeräusche]
  • Wir gucken mal hier. Erfolg und Krisen.
  • Achso. Steht dann auch immer.
  • Gibts.
  • Ja. [32:30]
Die Steinklopfer, Öl auf Leinwand, 1849 (zerstört), Gustave Courbet
Die Steinklopfer, Öl auf Leinwand, 1849 (zerstört), Gustave Courbet
Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • Nun nicht mehr die … der Realismus. Das war ja das, was du noch meinst. Mit die Landschaft und die Natur darstellen
  • Mhm.
  • Porträts und so weiter. Und die haben sich ja dagegen aufgelehnt. Gegen äh gegen…
  • Ja.
  • … das, was der Kaiser halt als als…
  • Als schön empfunden haben.
  • Genau.
  • Idealvorstellung im realistischen Porträt
  • Ja. Ja. Ja gut. In die Porträts… da ist bestimmt auch viel, ja, Idealvorstellungen noch mit reingeflossen. Ob die immer so ausgesehen haben, äh…
  • Mhm.
  • … das bezweifel ich auch. Eben.
  • Also das sie schöner gemacht wurden.
  • Ja. Sicherlich ist da so ein bisschen…
  • Eitelkeit.
  • … nachgeholfen worden. Denke ich mal. Nicht?
  • Ja. Also du findest das Bild jetzt nicht schön. Aber kannst du dir vorstellen, …
  • Also hässlich wäre auch wieder…
  • Ja [unverständlich, 13:30]
  • Ne. Hässlich…
  • Das meinst du auch gar nicht. Das ist ja nicht negativ hässlich.
  • Ne. Hässlich ist das… Doch hässlich ist schon was negatives. Aber das ist…
  • Das meinst du glaube ich nicht.
  • Nein. Es ist nicht hässlich.
  • Ja.
  • Aber auch nicht ganz harmonisch.
  • Harmonisch. Was heißt…
  • Und es ist…
  • … harmonisch für dich?
  • Ausgeglichen.
  • Okay.
  • Äh. Ja jetzt fehlen mir all die Eigenschaftswörter…
  • Ne, du …
  • … die man dazu braucht.
  • … kannst das ja umschreiben. Es geht ja darum, wie du…
  • Mhm.
  • … das…
  • Disharmonie = wirklichkeitsfremd
  • Etwas Wirklichkeitsfremd. Ist es auf jeden Fall. Ja. Öhm. Vielleicht kannst du mir ja mal so ein ganz… was harmonisches… Du weißt bestimmt, was ich…
  • Ich kann dir ganz was disharmonisches zeigen. Alles was heute gemacht wird.
  • Ja.
  • Ich…
  • Ja.
  • Wir rufen mal sowas auf.
  • Irgendwas, was man… was allgemein jeder Laie oder jeder…
  • Genau.
  • … Doofe. Jeder…
  • Kunstauffassung Realismus
  • Wir geben mal "Kunst Realismus". So.
  • Ja.
  • Das ist nämlich jetzt dieser.
  • Also ich trete bestimmt in alle Fettnäppchen, die …
  • Ich mache das auch!
  • … es gibt.
  • Ich auch.
  • Ich weiß das.
  • Ich auch. Ne. Ich doch auch.
  • Ja.
  • Ich spreche halt mit dir, weil ichs selbst…
  • Ja.
  • … das erfahren möchte. Ich wollte nur mal ganz ganz kurz zu diesem Bild, vom Schrei…
  • Ja. Mhm.
  • Kannst du dir… Also wenn du… wenn du sagst, "Der Schrei" ist gut abgebildet. Also du siehst, dass die…
  • Ja, das…
  • … Frau schreit.
  • … Thema ist gut getroffen.
  • Genau. Äh ähm.
  • Es ist künstlerisch vielleicht gut.
  • Das Bild schreit
  • Ja. Aber sagst du, es ist gut getroffen, wenn du nur diesen Ausschnitt hier siehst. [mit Hand alles außer schreiende Person abgedeckt] Und sie schreit. Also wo du bloß die Person siehst. Oder sagst du, sie schreit, wenn du das gesamte Bild siehst.
  • Also weil du die Überschrift genannt hast, oder den Bildtitel genannt hast, würde ich das ganze Bild schon… ja, mit akzeptieren.
  • Als "Der Schrei".
  • Als "Der Schrei".
  • Mhm.
  • Natürlich…
  • Das sehe ich auch so.
  • … äh die Umgebung ist Zusatz. Und die Frau ist das eigentliche… ja… die die die wofür es ja eigentlich den Titel gegeben hat.
  • Ja. Aber aber. Die Form, die die Frau hier einnimmt. Dieser geschwungenen.
  • Ja. Ja.
  • Das wird doch irgendwie in die Natur, so sehe ich das jetzt, hier mit übertragen.
  • Ja.
  • Das heißt, die diese…
  • Die Linienführung.
  • Genau.
  • Ja gut. Man müsste auf viel mehr achten. Auf Linienführung.
  • Ja.
  • Und so. Ja. Das mache ich natürlich am Anfang als Laie nicht.
  • Ne.
  • Aber wenn ich darauf aufmerksam gemacht werde, dann sehe ich diese Linienführung schon.
  • Und Farben? [kurze Pause]
  • Was fällt dir denn farblich auf.
  • Ja. Die sind … ja, wie wie würde man das nennen. Wiederstreitend. Äh.
  • Sehr kontrast…
  • Sehr kontrastreich.
  • Sehr hart.
  • Von… von diesem Braunrot zu Blaugrün oder so.
  • Ja.
  • Ähm. Ja. Das passt aber zum Thema. Würde ich sagen.
  • Genau.
  • Nicht?
  • Also…
  • Ja.
  • … das wollte ich bloß fragen.
  • Ja.
  • Ob du diesen Schrei nur bei der Person siehst, ne?
  • Ja.
  • Oder ob du in eventuell auch im Gesamtbild wieder entdecken kannst.
  • Ja also ich würde das im gesamten Bild doch schon sehen.
  • Mhm.
  • Die Person in der Hauptsache. Aber das ganze Bild ist…
  • Mhm.
  • … entspricht dem Thema.
  • Kannst du dir vorstellen, dass äh ähm, wenn wenn wenn du eher realistische ähm Abbildungen magst, also damit etwas anfangen kannst, die als schön empfindest… Wenn dort es einen Maler gegeben hätte, der einen Schrei darstellen möchte. Kannst du dir vorstellen, dass du genauso ähm äh diesen Schrei spühren kannst? Wie bei diesem Bild? Wo der gesamte Schrei ja in den Farben, in der Komposition, in dieser geschwungenen Technik und so rüberkommt? [BILD EVTL. VON PLASTIK KOPF IM MDBK Schrei?]
  • Da müsste ich das Bild sehen. [17:20]
  • Okay.
  • Das weiß ich so nicht.
  • Da müssten wir mal gucken. Vielleicht finden…
  • Mhm.
  • … noch irgendwas.
  • Münk Munk Munk
  • Und von wem ist das jetzt?
  • Von Münk. Münich.
  • Munk. Mhm.
  • Ich kann den Namen nicht richtig aussprechen. Wir können ja …
  • Einfach Munk.
  • Munk.
  • Ja. Wo steht… Ach Munk.
  • Munk. Edward Munk.
  • Münich.
  • Munk. Münk. Das ist ein … was steht hier… norwegischer Maler.
  • Aha. Munsch. Munsch eigentlich. Achtzehnhundertdreiundneunzig. Mhm.
  • Das soll ein expressionistisches Meisterwerk sein.
  • Mhm.
  • Expressionismus
  • Expressionistisch. Sagt dir das was? Als Latein…
  • Ja. Nicht realistisch. Sondern expressionistisch. Ach. Ja wie wird es denn hier übersetzt.
  • Ja.
  • Also nicht… nicht wirklichkeitsgetreu. Würde ich sagen. Oder? Moment Moment. Lateinisch expressio. Ausdruck.
  • Na ließ laut vor.
  • [liest vor] Ihre Anfänge und Vorläufer finden sich im ausgehenden 19. Jahrhundert. Wie der Impressionismus Impressionismus, der Symbolismus und der Fau…
  • Fau…
  • …vismus. Damit kann ich nichts anfangen. … Ist der Expressionismus eine Bewegung gegen die Tendenzen des Naturalismus.
  • Und ich glaube, du … dir… du bist im Naturalismus…
  • Das wird so sein.
  • Ja.
  • Ja. [räuspert sich] Im Expressionismus überwiegt die expressive Ebene gegenüber der ästhetischen, appellativen und sachlichen Ebene. Der Künstler möchte sein Erlebnis für den Betrachter darstellen.
  • Das reicht. Glaube ich. Als …
  • Jaja.
  • Was du halt, diesen Naturalismus glaub ich…
  • Ja.
  • … als schön empfindest, versucht hier der Künstler eben davon wegzukommen. Und seinen…
  • Ja.
  • … seine eigene subjektive Sicht…
  • Ja und Empfindung da…
  • … reinzubringen. Genau.
  • … reinzukriegen.
  • Und ich finde, das ist in diesem Schrei…
  • Ja.
  • … sehr gut gelungen. Ne?
  • Ja.
  • Und ich denke genauso in diesem Van Gogh Bild eben.
  • Ja.
  • Das die Natur nicht mehr realistisch dargestellt ist. Sondern… sondern eher die Bewegung, seine Empfindung darüber…
  • Ja.
  • mit reingebracht hat.
  • Und hast du auch realistische Bilder?
  • Ja.
  • [lacht]
  • Realismus als Kunst. Kannst ja noch einmal diesen kurzen Abschnitt hier…
  • Ja. Realismus von lateinisch realis, die Sache betreffend, res … Sache, Ding, bezeichnet in der Kunstgeschichte eine Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in Europa einsetzende neue Kunstauffassung, die sich gegen Darstellungen des Klassizismus und der Romantik wandte. [kurze Pause] Klassizismus. Ja. Da habe ich die griechischen klassischen schönen Körper da in Erinnerung.
  • Mhm.
  • Und… ja.
  • Hier als Thema vielleicht… Sie propagiert Alltäglichkeit und Sachlichkeit. Ne? Also die haben…
  • Ja.
  • Alltag in der Kunst
  • … den Alltag… hier haben wir von Gustav Korbet "Die Steineklopfer". Die Steinklopfer, Öl auf Leinwand, 1849 (zerstört), Gustave Courbet steinklopfer-k.jpg
  • Ja.
  • Als Beispiel. Also die haben den Alltag von den Menschen…
  • Ja.
  • … sozusagen mit reinbringen wollen.
  • Mhm.
  • Und ich glaube, das war noch nicht einmal ein Thema von den äh von den äh Königen, Kaisern. Oder den Herrschern. Die wollten…
  • Ja.
  • … eher die schöne Landschaft, schöne äh äh…
  • Und sich selber.
  • … Selbstdarstellungen und so…
  • Mhm.
  • Und das waren eben auch schon…
  • Mhm.
  • … wieder Leute, die irgendwie plötzlich ein ganz anderes Thema mit ansprechen…
  • Mhm.
  • … wollten. Das wird als … als als zweite Revolution oder so bezeichnet. In einem Buch.
  • Ja. Also die arbeitende Bevölkerung und naja die die die künstlerisch interessierte Bevölkerung der Unterschicht [oder Unterschiede?; 20:30]
  • Wir gucken uns mal den Naturalismus an. Weil ich glaube, das war das, was du eher als … [kurze Pause] … Ist eine Strömung von circa 1850 bis 1900…
  • … Ist aber als Epochenbegriff in der Bildenden Kunst weniger scharf als in der Literatur. Neben dem Naturalismus als Epochenbegriff, als Entsprechung zum Naturalismus in der Literatur, spricht man auch allgemeiner von Naturalismus als einer Darstellungsweise, unabhängig von Zeit und weltanschaulichem Hintergrund. Wenn es um die Absichten geht, die mit einer solchen Darstellungsweise verfolgt werden, spricht man oft eher von Realismus.
  • Da waren wir gerade. Ne?
  • [räuspert sich]
  • Wir können uns einfach mal ein Bild angucken. Wir gucken uns mal das hier direkt an.
  • Mhm. [21:15]
Selbstporträt 2016-12-29 21-23-29 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 21-23-29 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31
Selbstporträt 2016-12-30 10-48-01 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31
Selbstporträt 2016-12-30 10-48-01 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 18-45-21 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 18-45-21 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 18-47-10 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 18-47-10 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 18-47-48 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 18-47-48 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 21-27-40 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 21-27-40 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31
Weizenfeld mit Zypressen, 1889, Öl auf Leinwand, Vincent van Gogh
Weizenfeld mit Zypressen, 1889, Öl auf Leinwand, Vincent van Gogh
Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe
Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe
Kunst 2 0
Geradenbild HGB Rundgang 2017 1 rahmenlosen Bilderhalter (53 EUR) bestellt Werkstatt AV-Labor Selbstporträt 2016-12-29 21-23-29 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31 2016-12-29 21-23-29-m.jpg kleinen Stromschlag bekommen, als ich Zeichenmaschine mit Finger berührte Selbstporträt 2016-12-30 10-48-01 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31 2016-12-30 10-48-01-k.jpg Arbeitszeit: 12:05-ABBRUCH anfänglich wurden keine Striche gezeichnet, Stift wurde nur hin und her bewegt Maschine neu gestartet 12:15-12:32 (17min) Selbstporträt 2016-12-29 18-45-21 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31 2016-12-29 18-45-21-k.jpg Stift von davor weiter benutzt 12:33-12:50 (17min) Stiftewechsel nach 1/2 Zeit Selbstporträt 2016-12-29 18-47-10 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31 2016-12-29 18-47-10-k.jpg 12:52-13:09 (17min) Selbstporträt 2016-12-29 21-23-29 13:12-13:30 (18min) Selbstporträt 2016-12-29 18-47-48 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31 2016-12-29 18-47-48-k.jpg 13:34-13:56 (ca. da abwesend) Selbstporträt 2016-12-29 21-27-40 (mz), Tusche auf Papier, 42x59.7cm, 31 2016-12-29 21-27-40-k.jpg 14:00-14:48 (ca.) Geschwindigkeit auf 52cm/s erhöht EMAIL an RAHMENBESTELLER SCHICKEN: Können die mir noch einen HAMA??? RAHMENLOSEN Rahmen mitbringen? Ich möchte nicht zweimal Versand bezahlen. Überweise das Geld dann auch sofort. (für mich: dann habe ich gleich den Rahmen, den ich verwenden würde, wenn ich 5 Stk. im Klassenraum gleichzeitig zeigen würde) wegen Ganzkörperporträt genaue Maße noch einmal abgenommen Motiv: 66x202cm Papierformat: 70x210cm (dann auch ohne störendem Strich) Vorschau 18mm Rahmen (nur Innenbereich) Vorschau 13mm Rahmen (nur Innenbereich) FÜR MICH: BEIDE VORSCHAUEN AUSDRUCKEN!!!!! UND VERGLEICHEN!!!! DANACH DANN BESTELLEN!!! bei 18mm evtl. mehr Raumtiefe, da seitlicher weißer Papierrand schmaler als Rahmen Motiv ist nicht ganz so schwarz wie Rahmen Modul 4 Prüfung Arbeiten weiter gesammelt und in Dokument abgelegt aktueller Stand Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • [Mikrofon erst nach Beginn Gespräch angeschaltet]
  • Ähm.
  • Diplomarbeit.
  • Genau. Theorie.
  • [kurze Pause]
  • Zweifel Zweifel an eigenen Arbeiten
  • Ähm. Also mir gehts darum, weil ich selbst immer an meinen eigenen Arbeiten… so zweifel, was die Bedeutung davon ist. Ob es sinnvoll ist das auszudrücken und warum es unbedingt andere Leute sehen sollen.
  • Mhm.
  • Ausstellungsbesucher
  • Warum ja ganz viele Künstler eben Ausstellungen machen. Ähm und weil ich da selbst diesen Zweifel Zweifel habe. Äh. Versuche ich jetzt halt irgendwie eine Antwort äh von den Leuten, die solche Ausstellungen besuchen. Und das sind ja meistens…
  • Mhm.
  • … oder die eben nichts mit Kunst zu tun haben, sondern…
  • Ja.
  • … maximal halt Bilder sich ansehen.
  • Mhm.
  • Und das sind ja die meisten Leute eben. Also es gibt ja… es gibt…
  • Ja.
  • Teilnehmer Kunstsystem
  • … im Endeffekt ein Kunstsystem, …
  • Mhm.
  • … in dem halt aktiv Leute teilnehmen. Das sind die Künstler. Das sind die Kunststudenten, die das ja noch lernen. Das sind die ähm Museumsdirektoren und die Kuratoren, die solche Ausstellungen dann machen.
  • Mhm.
  • Und die kennen sich ja alle in diesem Gebiet aus. Und die reden alle groß rum halt. Was es alles sein soll. Und was der Betrachter davon haben soll. Und so. Und am Ende…
  • Da wird viel hineininterpretiert.
  • Genau. Und am Ende ist es dann der Besucher, der äh äh entweder etwas damit anfangen kann oder nichts damit anfangen kann.
  • Ja.
  • Unverständnis bei Besuchern
  • Und mir kommts so vor, als äh könnten viele oftmals mit sowas gar nichts anfangen. Außer man liest sich halt Texte durch. Die Biografien und so weiter.
  • Mhm.
  • Aber die eigentliche Arbeit, um die es geht, …
  • Mhm.
  • … dass da große Fragezeichen sind oder so Antworten…
  • Naja. Als Laie würde man sich dann ein Bild ansehen und das vielleicht zum Ausdruck bringen, was man da empfindet. Gerade. Ohne zu wissen… von dem Künstler etwas zu wissen. Oder so. Oder was meinst du.
  • Stuhl als Kunstobjekt
  • Na das ist eben die Frage. Also wenn ich in eine zeitgenössische Ausstellung gehe, wo jetzt zum Beispiel dieser [zeigt auf einen Stuhl] Stuhl ausgestellt ist. Einfach so. Sagen wir es mal so. [BILD VON KUNST STUHL]
  • Mhm.
  • Und ähm und ich sehe diesen Stuhl, aber kann damit irgendwie nichts anfangen. Also es bewegt in mir nichts. So.
  • Mhm.
  • Für mich ist es ein Alltagsgegenstand. In dem Moment Moment. Und aber ein Kurator oder der Künstler… die haben ein riesen großes Ding in ihrer inneren Welt draus gemacht. So. Und das kommt beim Betrachter aber nicht an. Und entweder du liest dir dann einen langen Text durch.
  • Mhm.
  • Was der Künstler damit sagen will.
  • Mhm.
  • Oder es passiert bei dir nichts.
  • Mhm.
  • Und ich finde aber, solche Arbeiten, wo nichts von sich aus passiert, beim Menschen, sind eigentlich ähm … weiß nicht… Dann … dann haben die einem eigentlich erst einmal nichts zu sagen. Sondern der Künstler hätte es…
  • Ne, naja.
  • … gerne.
  • Beim Betrachter muss sich etwas regen
  • Was heißt, es passiert nichts. Also ich muss ja nicht über jeden Künstler etwas wissen. Aber trotzdem kann ja, wenn ich ein Bild betrachte, etwas in mir passieren. Also ich kann…
  • Ja.
  • … Empfinden ausdrücken. Oder oder… was weiß ich. Kritik. Oder was es so ist.
  • Das gehen wir gleich noch einmal durch. Wir sehen uns da ein paar Beispiele jetzt gleich…
  • Ja.
  • … an. Und du sagst halt, was dir spontan … genau, dabei einfällt.
  • Mhm.
  • Ob das für dich jetze schon zur Kunst zählt. Und warum es jetzt zum Beispiel…
  • Definition Kunst
  • Ja aber. Mit dieser Definition Kunst.
  • Ja.
  • Das hätte ich schon ganz gerne definiert. Also ich würde als Laie das so empfinden, äh, dass man meinetwegen Dinge aus der… äh Natur, oder aus der Wirklichkeit, auf Papier oder Leinwand bannt.
  • Mhm.
  • Also das… bringt. Wie auch immer.
  • Mhm.
  • Das wäre für mich… ja Kunst. Von der Natur auf Papier zu bringen. Und wie würdest du das definieren. Kunst. Das Wort. Oder…
  • Also das was man in der Natur sieht,…
  • Ja.
  • … was…
  • Oder Wirklichkeit.
  • … oder… oder äh Abbildung von Dörfern oder so. Wo man so den Alltag zeigt. Oder so. Sowas meinst du jetze?
  • Ne ich meine, dass man den Alltag…
  • Ja.
  • … direkt dann darstellt.
  • Okay.
  • Also Natur…
  • Okay.
  • … sieht. Oder Wirklichkeit sieht und das dann… äh… auf die Leinwand bringt.
  • Okay.
  • Oder aufs Papier bringt.
  • Und das wäre für dich jetzt Kunst.
  • Das würde ich denken. Das ist Kunst. Oder? Oder was ist das wirklich?
  • Na ich… ich hab da gar keine Antwort! Ähm ich ähm…
  • Na eigentlich müsstest du eine haben!
  • Ne.
  • Als Kunststudent.
  • Mit Definition schwer tun, da es einzwängt
  • Ja aber ich zweifel ja die ganze Zeit. Deshalb hab ich ja keine. Und ich hab auch das Gefühl, dass niemand in diesem… dort an der Hochschule halt einem äh sozusagen äh seine eigene Ansicht darüber sagen möchte. Weil das dann ja immer einzwängt. Und…
  • Ja.
  • … dann kommt jemand anderes und sagt "Aber warum zwängst du das ein?". Also warum sagst du jetze bei dir hört sozusagen Kunst dabei auf, ähm wenn es nicht mehr äh die Natur äh äh auf Leinwand äh darstellt. Und den Alltag und…
  • Mhm.
  • … das was man draußen sieht dann…
  • Ja und die Leinwand.
  • … wie bei einem Foto, ne?
  • Ja, genau.
  • Malerei als Vorläufer von Fotografie
  • Du siehst etwas und machst ein Knips und…
  • Aber in früheren Jahrhunderten gabs ja keine…
  • Ja.
  • … noch nicht die Fotografie. Also hat man das versucht auf Papier oder…
  • Das stimmt.
  • … Leinwand oder so…
  • Ja.
  • … zu bringen. Denke ich mal.
  • Das… das das hab ich ja auch so gelesen. Dass damals das der Grund war, warum eben Maler ähm auch äh… die hatten ja auch Aufträge, ne?
  • Ja.
  • Und sollten dann von irgendwelchen Herrschaften…
  • Ja eben.
  • … oder so ähm Porträts und…
  • Ja.
  • Krise der Malerei
  • … so machen. Und Landschaften abbilden und so. Die kamen dann halt in die Krise, als es dann Fotografie gab.
  • Ja.
  • Weil die ja in einer Sinnkrise waren. Und warum…
  • Und warum…
  • … malen wir überhaupt noch…
  • Ja.
  • … die Natur. Kopieren sie, wenn…
  • Mhm.
  • … es ganz andere Gerätschaften gibt, die…
  • Mhm.
  • … die das viel besser können. Und so.
  • Die das noch genauer machen. Ja.
  • Und ich glaube aber, das ist die Zeit, wo eben ein Wandel da stattfand.
  • Mhm.
  • Und zwar, dass die dann nicht mehr versucht haben oder die Idee nicht mehr die Natur zu kopieren. Sondern sondern die subjektive Wahrnehmung …
  • Mhm.
  • … von dem was man sieht hineinzubringen.
  • Mhm.
  • Weil das kann ja Fotografie in dem Moment Moment erst einmal nicht.
  • Ja.
  • Landschaft
  • So. Also wenn du eine Landschaft siehst, …
  • Ja.
  • … äh…
  • Was empfinde ich dabei. Das ist das subjektive…
  • Genau.
  • … eben.
  • Van Gogh
  • Genau. Wir können ja zum Beispiel … da fällt mir jetzt halt Van Gogh ein. Einfach als [Geräusche]… Ich hab jetzt noch nicht nachgeguckt, aber…
  • Ja.
  • … wir können ja "Van Gogh Landschaft" eingeben.
  • Ja.
  • Bei dem und bei anderen Künstlern von damals ist halt das gute… Die haben ja Motive …
  • Ja.
  • … genommen, die die Betrachter immer noch…
  • Mhm.
  • … verstehen.
  • Ja.
  • So.
  • Mhm.
  • Und das ist ja bei heutiger Kunst oft nicht mehr so.
  • Mhm.
  • Das da… [lange Pause]
  • Nemen wir mal das da. Da gibts auch was. Da müsste ich dann mal nachgucken äh wie das genau heißt. So. Du hattest jetzt gesagt, äh die Natur sozusagen kopieren. Also auf Leinwand bringen. Weizenfeld mit Zypressen, 1889, Öl auf Leinwand, Vincent van Gogh Vincent van Gogh weizenfeld-k.jpg
  • Ja.
  • Wir haben hier eine Leinwand. Höchstwahrscheinlich. Und Farben. So wie du…
  • Ja. Mhm.
  • … es dir vorstellst.
  • Mhm. [kurze Pause]
  • Ja.
  • Gehört das für dich noch dazu? Als… Weil das ist ja nicht mehr realistisch. Ne?
  • Unterschied realistische und subjektive (krank?) Malerei
  • Also das ist für mich nicht mehr realistisch. Äh es ist aber noch eine Landschaft zu erkennen. Die aber irgendwie für mich mehr merkwürdig… ja, fast ein bisschen krank… vorkommt.
  • Warum krank?
  • Weiß ich nicht. Weil man so die Wolken nicht sieht. Oder auch nicht die … die Strichführung. Oder…
  • Du meinst diese Wellenform.
  • Ja. Ja.
  • Wir können ja mal etwas näher ran gehen. So.
  • [räuspert sich] Ich muss die Brille erst einmal putzen.
  • Ich kanns noch näher ranzoomen.
  • Ja. Ne lass jetzt erst einmal das so.
  • Mhm.
  • Das ist ja schon ein Stückchen… Ja, also dieses Kornfeld. Oder so. Das könnte man direkt noch… ja… so empfinden. Und sehen. In der Wirklichkeit. Wie da der Wind so…
  • Mhm.
  • abartig als Beschreibung
  • … bisschen drüber fegt. Während die Bäume schon… und der Hintergrund… schon etwas abartig ist.
  • Mhm. Das sieht man hier halt ganz gut. Bei den … was sind das? Pappeln oder so.
  • Joa. Ne. Äh. Warte mal. Wie heißen die. Äh. Lebensbäume. Oder so.
  • Okay.
  • Ich weiß nicht, obs Pappeln… Wenns Laubbaum ist, dann könnte es eine Pappel sein.
  • Mhm.
  • Von der Form her.
  • Weil die bestehen ja auch aus den Strichen. Wie halt dieser … dieses Feld.
  • Ja.
  • Unten. Aber sie haben ja noch insgesamt sone äh sone Form. Ne? Sone…
  • Ein Strich kann naturalistisch oder abstrakt sein
  • Ja, aber die Striche sind ja echt. Irgendwie. Oder empfinde ich noch als echt. Äh. Diese Kornehren.
  • Weil die in Wirklichkeit…
  • Also weil das so… Joa. Das könnte so noch Wirklichkeit sein.
  • Mhm. Das hier dann zum Beispiel nicht mehr. Das sind diese Linien…
  • Und ja. Und das empfinde ich als… Gehts noch ein kleines bisschen größer?
  • Na es kommt drauf an, wohin du hinzoomen willst.
  • Ja. Ja gut. Gut gut gut. Ja. Ne das ist jetzt etwas unscharf.
  • Na das ist alles jetzt unscharf.
  • Ja. Weils zu groß ist. Ja.
  • Eine Vergrößerung.
  • Ja.
  • Die Berge, die sind…
  • Ja.
  • Ne?
  • Ne also das ist dann schon … nicht mehr so Natur.
  • Aber ich denke mal, dass das ist eben diese…
  • Insgesamt ist es…
  • Ja genau.
  • … ist es… ja schon noch … Es ist eine Naturnachbildung. Die aber, ja, nicht ganz natürlich ist.
  • Natur kopieren vs. empfinden
  • Warum denkst du aber, hat er das nicht nur kopiert.
  • [Räusper] Naja. Er empfindet das vielleicht anders. Als ich es empfinden…
  • Okay.
  • … würde.
  • Das wäre dann eben dieses subjektive. Ne?
  • Subjektive eben.
  • Wo ich gesagt hatte, das mit der Fotografie kam auf und vielleicht…
  • Ja.
  • … gabs…
  • Ja.
  • … ja dann … Ich weiß es nicht ganz genau.
  • Ja.
  • Aber warum soll man nur noch etwas kopieren. Gehts nicht eher darum, wie man die Natur wahrnimmt.
  • Das Empfinden.
  • Genau. Und ich denke, genau das war glaube ich auch mit sein Thema. Ich hatte vorhin mal kurz was drüber…
  • Ja.
  • … gelesen. Halt. So dieses…
  • Mhm.
  • … diese Wahrnehmung von der Natur und…
  • Ja.
  • … und diese Bewegung, die da drinne ist.
  • Ja.
  • Er ist ja dadurch bekannt geworden. Ne? Durch diese Bilder, wo er halt…
  • Und diese Strichführung.
  • … mit dieser Strichführung gearbeitet…
  • Ja.
  • … hat. Und so.
  • Schön und nicht schön
  • Ja. Aber wie gesagt. Das empfinde ich dann schon nicht mehr so schön. Während das Kornfeld für mich sehr schön ist. Oder sehr echt erscheint.
  • Sag mal schön. Du sagst jetzt schön. Also was… was ist für dich schön.
  • Also ähm. Naja. Man kann bei einem Bild von vorne herein ganz negative Empfindungen haben.
  • Mhm.
  • Es gibt ja nicht nur schöne harmonische Bilder. Sondern auch ganz… ja… hässliche oder die einem Angst einjagen. Oder oder…
  • Mhm.
  • … oder solche Bilder. Dann eben. Nich? Und dazu gehört das aber nun nicht!
  • Der Schrei
  • Ich tippe mal eben "Der Schrei" ein. Kennst du denke ich mal.
  • Nein. Das ist auch von Van Gogh?
  • Nenene. Ich muss auch gleich noch einmal gucken, wie der … wie der genau heißt. [kurze Pause]
  • Von ähm… Eduard Munk . Munk.
  • Ach Munk.
  • Ist ein ganz Bekanntes.
  • Naja gut. Also den Namen hab ich schon einmal gehört.
  • Das ist von 1893. Dieses Bild. Ich machs mal groß. Der Schrei, Edvard Munch Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe schrei2-k.jpg
  • Ja.
  • Das ist ja jetzt ein riesen Bild. Also du hast gerade von schön äh geredet. Du erkennst die Landschaft noch.
  • Ja.
  • Schön, da echt
  • Für dich wäre es aber eher… also ist das Feld schön, weil es…
  • Ja.
  • … noch die…
  • Das ist für mich noch echt.
  • Genau. Wie es in echt ist. Deshalb…
  • Ja.
  • … findest du das halt schön.
  • Mhm.
  • Aber das ist halt schon zu zu abstrahiert für dich. Al…
  • Ja. Mhm.
  • Die Form ist halt… gibt nicht… also das Objekt wird nicht mehr so dargestellt, wie es eigentlich…
  • Ja.
  • … ist. Sondern ist ja schon abgewandelt.
  • harmonische / disharmonische Bilder
  • Also es ist schon noch harmonisch.
  • Ja.
  • Mit einem Stich Disharmonie. [lacht] Drinne. Sagen wirs mal so.
  • Ja.
  • Ja.
  • Auch mit den Farben.
  • Ja.
  • Ist ja ziemlich… äh… grell.
  • Ja die Farben gehen fast noch.
  • Ja. So das wäre jetzt halt… Wenn du sagst…
  • Ja.
  • … ist es für dich schön? Hässlich? Oder sag mal was dazu. Zum Schrei. [kurze Pause]
  • Zu dem Bild.
  • Der ist… Dieses Bild ist also für mich gar nicht mehr harmonisch. [kurze Pause]
  • Gar nicht schön. [11:42]
  • Wie leitest du das ab?
  • [pustet Luft aus]
  • Also das Gegenteil… hässlich. Oder…?
  • Hässliche Bilder
  • Hässlich ist wieder zu viel gesagt. Äh das Thema ist aber getroffen. Würde ich sagen. Wenn das "Der Schrei" heißt. Man sieht die Frau … ja… schreien. Den Mund weit auf. Und die Arme hoch gehoben. Aber es ist für mich also … tja… nicht mehr so richtig harmonisch.
  • Also du würdest es dir jetzt nicht unbedingt an…
  • Ich würde es …
  • …schauen im Museum. So länger davor stehen.
  • Generationenfrage
  • Ja. Also ich könnte mir vorstellen, das meine Generation vor… ja… sehr harmonischen Bildern ein bisschen länger ausharrt als vor disharmonischen Bildern eben.
  • Was bist du denn für eine Generation? Welches Jahr?
  • Jahrgang 31. Uralt.
  • Okay. Aber das ist ja von 1890… 93 oder so.
  • Ja.
  • Das ist ja noch älter. Also da gabs ja bereits viele solcher Bilder. Und Van Gogh hatte…
  • Ja.
  • … glaube ich auch in dem Zeitraum gelebt.
  • Ja.
  • Auflehnung gegen den Realismus
  • Es gab ja ganz viele Künstler, die genau…
  • Mhm.
  • … in dieser Zeit herumexperimentiert haben.
  • Ja.
[12:50]
1x daumennagellänge Whisky Alkohol
Die Nachtwache, 1642 , Rembrandt van Rijn
Die Nachtwache, 1642 , Rembrandt van Rijn
Entkleidung Christi, 165x99cm, Öl auf Leinwand, 1590-1595, El Greco und Werkstatt
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Das Begräbnis von Casagemas, Öl auf Leinwand, 1901, Pablo Picasso
Das Begräbnis von Casagemas, Öl auf Leinwand, 1901, Pablo Picasso
Yo El Greco (Ich El Greco), Zeichnung, Ausschnitt, ca. 1900, Pablo Picasso
Yo El Greco ("Ich El Greco"), Zeichnung, Ausschnitt, ca. 1900, Pablo Picasso
Vergleich Porträt von Jorge Manuel Theotocopoulos, 1600-1605, El Greco und Porträt eines Malers, nach El Greco, 1950, Pablo Picasso
Vergleich Porträt von Jorge Manuel Theotocopoulos, 1600-1605, El Greco und Porträt eines Malers, nach El Greco, 1950, Pablo Picasso
Les Demoiselles d'Avignon, 1907, Pablo Picasso
Les Demoiselles d'Avignon, 1907, Pablo Picasso
Pieta, 1850, Eugène Delacroix
Pieta, 1850, Eugène Delacroix
Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe
Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe
Die Brücke von Mantes, zw. 1868 und 1870, Jean-Baptiste Camille Corot
Die Brücke von Mantes, zw. 1868 und 1870, Jean-Baptiste Camille Corot
(gestern) Diplom Theorie Gespräch mit Oma Vorbereitung Gespräch mit Oma Standpunkt Meine Frage als Kunststudent: Was ist eigentlich Kunst für die, die nicht aktiver Teil im Kunstbetrieb sind? [Auflistung Teilnehmer] […] Und natürlich der Künstler, der vielleicht irgendeinen Gedanke oder ein Gefühl hat, den/das er in die Welt tragen möchte. Mich selbst stört, dass ich oftmals erst Zugang zu zeitgenössischen Arbeiten erhalte, wenn ich mir einen Text dazu durchgelesen habe. Und vielleicht die Biografie des Künstlers kenne. Die Arbeiten erschließen sich aber nicht von selbst. Deshalb sind mir selber Bilder angenehm, wo ich etwas aus meinem eigenen Leben wiedererkenne. Wo ich einen Anknüpfungspunkt sehe, über den ich tiefer in die Arbeit eintauchen kann. Frage: Müssen sich Arbeiten immer erschließen? Sind offene Fragen nicht spannend? Aber es sind nur Fragen gut, die nicht die Arbeit in Zweifel Zweifel ziehen ("Wasn daran Kunst?", "Was soll mir das jetzt sagen?"), sondern die das Gesehene versuchen zu ergründen. Wo der Entdeckerdrang aktiviert wird. an Oma: 1. Fragen, wo sie in ihrem Leben mit Kunst in Berührung kam. Auf Reisen? War sie in Museen? 2. Welche Arbeiten haben es ihr vor allem angetan? Wo sind ihre Grenzen? Ab wann findet sie keinen Zugang mehr? 3. Was muss ein Kunstwerk haben, um für sie ein Kunstwerk zu sein? Farbe, Leinwand, Bilderrahmen, Fett, Pissoir, …? 4. Künstler: Was ist für sie ein Künstler? Wie stellt sie sich seinen Beruf vor? 5. Meine eigenen Arbeiten: Geradenbilder, vor allem kindliche Zeichnungen zeigen (da, wo sie auch drauf ist). Ist das für sie Kunst, nur kreativ? Oder…? zu "Die Nachtwache" Die Nachtwache, 1642 , Rembrandt van Rijn nachtwache-k.jpg Gruppenbildnis von Schützengilde im Familienalbum von Hauptmann Frans Banning Cocq trägt Bild Titel: "Der Hauptmann gibt seinem Leutnant den Auftrag, die Bürgerwehr marschieren zu lassen" im Vordergrund Hauptmann und Leutnant 2 erleuchtete Figuren beherrschen Bildaufbau: Mädchen und Leutnant Recherche El Greco Entkleidung Christi, 165x99cm, Öl auf Leinwand, 1590-1595, El Greco und Werkstatt entkleidungchristi-k.jpg El Greco Maler griechischer Herkunft, Maler des spanischen Manierismus und Renaissance Themen hauptsächlich religiös und Porträts Malerei entwickelte sich vom Naturalismus weg hin zu Individualstil Individualstil entgegengesetzt Entwicklung Malerei in Spanien, davon unabhängig um 1900 von Schriftstellern, Kunstkritik und Avantgarde neu entdeckt von Künstlern der Moderne (besonders Expressionismus) als Bezugspunkt gesehen und rezipiert Künstler selbst im Zentrum seines Schaffens, damals revolutionär bei Zeitgenossen entweder bewundert oder abgelehnt suchte nach neuen Ausdrucksformen u.a. bewundert von Picasso Pablo Picasso Das Begräbnis von Casagemas, Öl auf Leinwand, 1901, Pablo Picasso Pablo Picasso casagemas-k.jpg Das Begräbnis von Casagemas (aus der Blauen Periode) verwies auf "Das Begräbnis des Grafen Orgaz" (was genau?) Yo El Greco ("Ich El Greco"), Zeichnung, Ausschnitt, ca. 1900, Pablo Picasso Pablo Picasso yoelgreco-k.jpg Vergleich Porträt von Jorge Manuel Theotocopoulos, 1600-1605, El Greco und Porträt eines Malers, nach El Greco, 1950, Pablo Picasso Pablo Picasso yoelgreco2-k.jpg Les Demoiselles d'Avignon, 1907, Pablo Picasso Pablo Picasso avignon-k.jpg in Rosa Periode griff er in "Les Demoiselles d'Avignon" Motive aus "Die Öffnung des fünften Siegels" auf Pieta, 1850, Eugène Delacroix pieta-k.jpg Pieta von Delacroix an Komposition angelehnt diese wiederum von van Gogh Vincent van Gogh aufgegriffen Duchamp Marcel Duchamp setzte sich mit "Portrait (Dulcinee)" und "Le Printemps (Jeune homme et jeune fille dans le printemps)" , 1911, mit El Greco auseinander Recherche Der Schrei Der Schrei, Edvard Munch Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe schrei2-k.jpg 4 Variationen als Gemälde und mehrere Lithographien bekannt Pastellversion 1895 von (wahrscheinlich) Arthur von Franquet in Auftrag gegeben gehören zu Serie Lebensfries Thema Liebe, Angst und Tod 1. Titel von Munch Edvard Munch: "Schrei der Natur" auf graphischer Fassung schrieb er: "Ich fühlte das große Geschrei durch die Natur" neben Hauptfigur wild bewegte Formen und Farben von Wasser und Himmel wird häufig als erstes expressionistisches Bild bezeichnet zu Jean-Baptiste Camille Corot (1796-1875, frz. Landschaftsmaler) in Arbeiten freie aber straffe(?) Komposition und gedämpfte Farbigkeit Die Brücke von Mantes, zw. 1868 und 1870, Jean-Baptiste Camille Corot mantes-k.jpg