[X] Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines Kunststudenten Diese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern. (1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Selbstporträt
Studium 3 0
HGB Rundgang 2018 Standpunkt Kunstbegriff lautstarke Auseinandersetzung mit anderem Studenten im Flur und in einem Klassenraum während Ausstellungsbetrieb Hintergrund: am 7.2. u.a. 3 Gipsarbeiten in Container entsorgt, da unzufrieden damit anderer Student hatte daraufhin mindestens Büste und Torso wieder aus Container herausgenommen (entweder mich beobachtet, wie ich sie entsorge oder zufällig gesehen) Werkstattleiter teilte mir mit, dass er entsorgte Büste im Flur der 2. Etage gesehen hätte und versuchte Student ausfindig zu machen, da die Gipsarbeiten entsorgt werden sollten, also nicht für Öffentlichkeit gedacht waren daraufhin tauchte zusätzlich der Torso im Flur, 2. Etage, auf Foto von Plastik, wie Torso auf Flurboden an Wand lehnt, via E-Mail zugeschickt bekommen daraufhin Flur abgelaufen und Torso, dieses Mal an eingerolltem Papier gelehnt, gesehen, aufgehoben und für spätere Zerstörung in Werkstatt deponiert kurz darauf von einem Studenten angesprochen, ob ich der sei, der Plastik mitgenommen hätte soll dadurch seine Arbeit kaputt gemacht haben ich kann in meiner Plastik, an Wand oder Papierrolle gelehnt, auf Flur, wo viel herumsteht, was nicht Kunst ist, keine eigenständige Arbeit erkennen (u.a. auf Sessel im Flur gezeigt und gefragt, ob der auch seine Kunst sei) es fiel, wenn meine Erinnerung noch stimmt, der Vorwurf, ich hätte ihn beleidigt, weil ich seine Kunst nicht als Kunst gesehen hätte aber da jeder anders Kunst definiert, meine Ansicht dazu im nachhinein nicht relevant davon abgesehen ist sie nicht umsonst im Container gewesen, mit einer Reaktion auf sein Verhalten meinerseits musste er rechnen (vor allem, weil wenige Tage nach Entnahme aus Container der Hochschule auf Rundgang öffentlich gezeigt) Vorwurf, ich hätte ihn bestohlen, es sei nun seine Plastik ich wollte nicht mit ihm diskutieren, er hingegen gleich eine öffentliche Debatte daraus machen ohne Grund mir vorgeworfen, ich würde mich nicht erklären wollen, weil er Ausländer sei nach kurzer Zeit taucht er wieder hinter mir auf, dieses Mal mit einem Buch anscheinend steht da drinne etwas über den Kunstbegriff, welches ihn bestätigt, dass meine Plastik nun seine Plastik sei wieder lautstarke Diskussion, dieses Mal in einem anderen Klassenraum, vor anderem Publikum ihm vorgeschlagen, dass er eine Anzeige bei der Polizei aufgeben soll, dass ich seine Kunst geklaut hätte, danach würde ich dementsprechend reagieren auseinandergegangen Klasse Bildende Kunst Aufsicht Bar 20:00-22:00
HGB Galerie
HGB Galerie
Fernsehbeitrag Leipzig Fernsehen
Fernsehbeitrag Leipzig Fernsehen
LVZ-Beitrag, Foto André Kempner
LVZ-Beitrag, Foto André Kempner
HGB Rundgang 2018 Diplom Arbeit HGB Galerie hgb-rundgang-2018-diplom4-m.jpg Fernsehbeitrag Leipzig Fernsehen hgb-rundgang-2018-diplom1-k.jpg LVZ-Beitrag, Foto André Kempner hgb-rundgang-2018-diplom2-k.jpg Standpunkt Überlegung Atelier 1 Kostenfrage (aufs Jahr gerechnet nicht wenig) 2 Voraussetzungen: a mindestens 20-30qm wegen plastischem Arbeiten b kann unrenoviert sein c muss wegen Geräten gut abgesichert werden können evtl. XY-Plotter, Drucker, Computer, Kameras, … d Luftfeuchtigkeit normal, beheizbar wegen Papierarbeiten / Büchern / Maschinen e Wasseranschluss wegen Gips / Ton f Atelier wird dreckig werden und dreckig bleiben, also keine normale Mietwohnung Gips / Ton auf Boden g Bei Plotter und Gipsarbeiten viel Lärm Werkstatt Plastisches Gestalten (mit Notizen von gestern) neue Plastik angefangen mit Bindedraht, Plastilin, Holzstücken
Einzelgespräch mit Mark Helmut Mark und Kilian Kilian Schellbach (Notizen vom 12.2.) Gespräch über Diplom-Prüfung, Ansichten der Kommission und Frage wegen evtl. Meisterschülerstudium Standpunkt 1 verstehe eigene Arbeit eher als Versuch denn als angekommen / fertig (wie anscheinend von Kommission teilweise [für mich nicht nachvollziehbar] bemängelt) 2 viele unterschiedliche Techniken und Stile ausprobiert 3 seit ca. 2 Jahren neuer Weg im Plastischen mit Ton und Gips Vorstellung: 1 da ich trotz Diplom nicht das Gefühl habe, ein Handwerk Handwerk zu beherrschen, sehe ich mich nicht wirklich in der Lage, mit gutem Fundament Position zu beziehen 2 aktuell Grundkenntnisse Plastik in Werkstatt erlernt 3 mir fehlt noch mehr Studienzeit, um im Bereich der Plastik zu einer Arbeit zu gelangen, die mehr ist als nur ein Versuch / eine Studentenarbeit 4 neben Werkstatt Plastisches Gestalten auch Metallwerkstatt dafür wichtig (Grundkenntnisse Schweißen erlernen, um selbstständig Ständer und Grundgerüst für Plastiken bauen zu können) Verlangen: 1 handwerklich gefestigter werden und darüber zu einer eigenen Form finden 2 Unter Handwerk Handwerk verstehe ich auch: genauer Sehen lernen (das, was meiner Meinung nach im Grundstudium bei Malerei / Bildhauerei / … geschieht) 3 bisheriger Weg dabei ideal, da Studiengang / Klasse offen für viele Wege 4 Bildhauerei-Studium für mich zu eingeengt 5 möchte jederzeit Collagen, Zeichnungen, Computerarbeiten, … gleichzeitig bearbeiten (Offenheit in Wahl der Technik hat Vor- und Nachteile, aber kommt meinem Wesen am Nächsten) HGB Rundgang 2018 (Notizen vom 13.2.) Treff in Galerie zur Besprechung wegen Diplomanten-Ausstellung (Notizen vom 14.2.) Aufbau Ausstellung in Galerie neben geplottetem Ganzkörperporträt auch kindliche Zeichnung, einfaches Gesicht, Fotocollage, expressives Gesicht
Raumansicht
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Diplom Arbeit Raumansicht diplom-1-m.jpg Abschlussprüfung 11:00-11:45 Raumansicht diplom-2-k.jpg Raumansicht diplom-3-k.jpg weitere Ansichten abgeänderte Schlussworte: "Was ich nach über fünf Jahren Studium sagen kann: Ich habe in dieser Zeit so viel über Kunst im Allgemeinen und über meine Arbeit im Speziellen erfahren, wie davor nicht – und vielleicht auch danach nie mehr. Ich hoffe, diese Arbeiten hier, die dabei nur einen Bruchteil der in der Studienzeit entstandenen Arbeiten darstellen, sind Zeugnis dafür. Ich bin FROH, dass mich die Fragerei der letzten Jahre verunsicherte. Nur so konnte ich meine Irrwege erkennen, andere Pfade einschlagen und mich zuletzt – auch wenn es etwas sehr pathetisch klingen mag – dem Sehen zuwenden. Ja, die Fragerei gehörte dazu! Nur lassen Sie mich bitte an meinem letzten Tag als Student ein Wort nicht mehr hören müssen: WARUM." neben Kommission ca. 40 Kommilitonen, Mitarbeiter, Auswertige anwesend Schmutz in Waschbecken als Teil der Arbeit gesehen Nach Abschlussprüfung Abbau, Werkstatt aufgeräumt, Müll entsorgt Friedrich Fröhlich, Dipl.-Künstler
Ganzkörperplastik
Ganzkörperplastik
Büste mit Spiegel
Büste mit Spiegel
(mit Notizen von gestern) Diplom Arbeit Aufbau im Klassenraum Ganzkörperplastik diplomklasse4-5-k.jpg Büste mit Spiegel diplomklasse4-7-k.jpg weiter an Büste im Klassenraum gearbeitet Sonntag vor 19 Uhr wieder in Werkstatt bringen für Gespräch am Mittwoch: mein Grund ist NEUGIER und SUCHE nach einem wie auch immer gearteten Anfang einmal ist es ein einfaches grafisches Element, aus dem ganze Bilder entstehen ein anderes mal das Nichtsehen einer Arbeit dann ist es eine kindlich anmutende Zeichnung hier eine aus einem Tonklumpen modellierte Büste bei Frage, ob Büste und Plastik fertig: noch unzufrieden, werde sie weiter bearbeiten und vor Ende Semester abgießen Einleitung überarbeitet: "Der erste Gedanke, der Ihnen kam, als Sie den Raum betraten, wird wohl jener gewesen sein: Friedrich beschäftigt sich also mit dem Selbstbildnis! Da möchte ich einwenden: Ja, Sie sehen mich - aber keine Selbstbildnisse im Sinne einer Auseinandersetzung mit der eigenen Person! Mein Gesicht ist nicht THEMA, sondern GEGENSTAND meiner Arbeit. Thema bedeutet, ich stellte mir die Aufgabe Selbstbildnisse zu malen, zu zeichnen, zu modellieren. Fänge danach dann an zu arbeiten und würde mit dem Ergebnis meine Position zum Thema bilden bzw. festigen. Dem ist nicht so. Ich betrachte mein Gesicht als Gegenstand. Es ist ein Gegenstand, an dem ich mich: Abarbeite. Um etwas Darstellen zu können, braucht es ein Motiv. Für manch einen Künstler sind es Blumen, nackte Frauen und Stühle, die gemalt werden, um sich darüber zum Beispiel einer Technik oder einem Stil zu nähern. Oder einfach: Um dem Drang nach Tun zu befriedigen! Für mich ist es: Mein Gesicht. Ja! Hinter diesen Arbeiten mit den vielen Strichen, welche aus der Nähe betrachtet nichts als Striche sind, aber von weiter weg zu einem Motiv verschwimmen, verbirgt sich eine konzeptuelle Idee. --- Allem Seienden muss ein unteilbares Irgendwas zu Grunde liegen! --- Aber diese Idee: Ist, wenn ich heute selbst auf die Arbeiten schaue, eigentlich nicht wichtig! Ja! Bei dieser vereinfachten Ansicht eines Gesichtes verbirgt sich ein radikaler Gedanke. --- Zurück zu den Wurzeln! --- Aber auch der: Nicht mehr wichtig! Ja! Dieses Porträt hier ist entstanden, weil ich eine Bildidee hatte, für das ich so ein entstelltes Ding meiner Selbst brauchte. Aber auch hier: Der Grund -- nicht wichtig! Die seit Grundstudium von Professorenseite gestellte Fragerei, wo alles mit WARUM, WARUM, WARUM, anfängt, hat in mir einen Absturz bewirkt. Ich wusste kurz vor dem Diplom gar nicht mehr, WAS ich da eigentlich mache. Was ich eigentlich WILL! Jetzt: Weiß ich es. Ich will nicht mehr, als das: Ausprobieren! Ich möchte spielen dürfen! Ich möchte sehen dürfen, was passiert, wenn ich einen Strich zeichne; Noch einen und noch einen. Ich möchte Farbpigmente in Kleister tränken, mit dem Zeigefinger in das kalte Gemisch tunken und auf Papier ein einfaches Gesicht malen! Ich möchte mich zurückziehen dürfen! Ich möchte diesem ständigen WARUM -- wie hier bei dieser Arbeit -- eine Sperrholzplatte entgegenhalten! Und wenn das WARUM verschwunden ist, möchte ich schauen, was noch entsteht, wenn ich meinen Kopf ausschalte und zusehe, was meine Hände machen. In den letzten Monaten habe ich bei mir einen Schaffensdrang gespürt, der entstand, als ich anfing, meine Arbeit nicht einem Thema zu unterwerfen und danach zu hinterfragen, sondern: ANZUSEHEN. Die Oberfläche mit den Augen abzutasten und sie - im Falle dieser hier ausgestellten Büste - mit Händen zu formen. Diese neue Sicht auf die eigene Arbeit und auf die Arbeit der anderen, hat sich hier vollzogen: Im Keller der Hochschule. Da, wo ich viele Monate lang mit meinen Händen Tonklumpen an Tonklumpen pappte. Wo ich Gips mit Wasser mischte. Wo ich mit dem Klüppel Gips von Gips trennte. Wo ich mich im Spiegel selbst sah. Mich sah, wie ich mit einem simplen aber umso schwerer zu beherrschenden Mittel einen Kopf formte - Mit: Dem SEHEN. Ich bin FROH, dass mich die Fragerei der letzten Jahre in eine Enge trieb. Nur so konnte ich das für mich Störende erkennen, mich davon losreißen und mich zuletzt - auch wenn es etwas sehr pathetisch klingen mag - dem Sehen zuwenden. Was ich nach über fünf Jahren Studium sagen kann: Ich habe in dieser Zeit so viel über Kunst im Allgemeinen und über meine Arbeit im Speziellen erfahren, wie davor nicht - und vielleicht auch danach nie mehr. Ich hoffe, diese Arbeiten hier sind Zeugnis dafür. Ja, auch die Fragerei gehörte dazu! Nur lassen Sie mich bitte an meinem letzten Tag als Student ein Wort nicht mehr hören müssen: WARUM." Einzelgespräch Mark Helmut Mark Friedrich Fröhlich, zufrieden (Notizen von übermorgen) Einleitung weiter überarbeitet nur 1 Gipsbüste wird neben 2 Tonplastiken gezeigt Raum mit Kommilitone Kommilitone gestrichen, heute gereinigt aktuelle Raumansichten
Raumansicht Anfang Tag
Raumansicht Anfang Tag
Raumansicht Ende Tag
Raumansicht Ende Tag
Standpunkt verhüllt Büste Geradenbild Gespräch mit mir #42
  • Wie gestern in einem Gespräch … Wie ich gestern in einem Gespräch mitbekam, sind in den Arbeiten …
  • [ Schlucken. ]
  • … viele Themen …
  • [ Klick. ]
  • Oder werden in den Arbeiten viele Themen behandelt, die ich gar nicht mit … ähm …bedacht habe.
  • Das sind Sachen, die … sehr abstrakt sind. Also wo ich gedanklich gar nicht mitkommen kann.
  • Ich bin da weniger Theoretiker.
  • [ Schlucken. ]
  • Und ich muss da sagen: Ähm … Was mich da getrieben hat, das war die NEUGIER.
  • [ Schlucken. ]
  • Die … ähm … Büste. Da mag viel mitschwingen. Sowas, na ja, wie die Büste über die Jahrhunderte … ähm … behandelt wurde. Was sie für die Gesellschaft bedeutet hat. Ähm … Welche Formen es davon gibt. Was das über das Selbst aussagt. Ähm … Über Inszenierung!
  • Was weiß ich.
  • Aber das sind alles so Sachen, die haben mich da überhaupt nicht … ähm … dazu bewegt, … ähm … diese Büste zu modellieren. Sondern das war tatsächlich die …
  • Neugier!
  • Zu … ähm … Verstehen zu wollen, wie der Kopf funktioniert. Oder wie EIN Kopf funktioniert.
  • Das selbe eben beim Ganzkörperporträt.
  • Was ist … Was ist der Körper?
  • Wie … Einfach mal selbst vermessen! Einfach mal selbst … ähm … modellieren, um zu sehen …
  • [ Schlucken. ]
  • Oder eben um zu verstehen, wie er … wie er funktioniert.
  • Natürlich nur oberflächlich.
  • Also … Ich taste mich da sozusagen langsam heran.
  • Aber: Die NEUGIER wars.
  • Bei den Geradenbildern und bei den verhüllten Arbeiten habe ich tatsächlich mal einen anderen Ansatz gehabt. Also egal, um welche Arbeit es sich handelt: Es spielt immer eine Rolle … ähm …
  • Ursprung ist halt ein blödes Wort.
  • Ähm … Zu einem ANFANG zu kommen. Oder zu gehen. Weil ich irgendwelche Fragen habe, die, wenn ich mittendrinne anfange, nicht beantwortet bekomme.
  • Bei den Geradenbilder war es, dass ich das Gefühl hatte, … ähm … ich möchte nicht auf anderer Arbeit aufbauen. Ähm … Weil ich dann nicht verstehen kann, was meine eigene Arbeit ausdrücken kann.
  • [ Schlucken. ]
  • Und deshalb wollte ich eben zum … zu einem ganz einfachen Element. Mit dem ich sozusagen anfange.
  • Spielerisch.
  • Ähm … Voranzukommen.
  • Also selbst etwas zu entwickeln. Von anfang an. Wo ich so sagen … Selbst nachvollziehen kann, wie es entstanden ist.
  • So wie ich dazu gekommen bin.
  • Und das war eben die Gerade. Davor der Punkt.
  • Der Punkt, wie ich dann eben … äh … auch selbst in Texten geschrieben habe, für mich …
  • Der ist tot! Und erst die Linie, oder die Gerade, die ist die erste Bewegung.
  • Später habe ich dann von Kandinsky so etwas ähnliches auch gelesen. Und … Ja. Das war sozusagen: Einfach gucken, … ähm … Beim Kleinsten sozusagen anfangen und schauen, … ähm … was sich daraus entwickelt.
  • Bei den verhüllten Arbeiten ist es wieder etwas … etwas anderes der Grund gewesen.
  • Da gibt es bestimmt auch viele Gedankengänge, … ähm … die ich alle nicht berücksichtige! Habe mich da … Oder das hat mich ja selbst beschäftigt, mit den religiösen Ansätzen der Verhüllung.
  • [ Schlucken. ]
  • Ähm … Dort war es eben die … ähm … der Zweifel Zweifel. So ein großes Wort. Sondern so ein …
  • Na das Hinterfragen der eigenen Arbeit. Aber eben auch die der anderen. Die ich gesehen habe.
  • Ob das … Naja. Das war halt so meine Reaktion. Zum einen eben der Wunsch, etwas zeigen zu wollen.
  • Der Mensch hat den Wunsch gesehen zu werden. Von anderen beachtet zu werden.
  • Und gleichzeitig sich aber wieder zurückzunehmen. Ähm …
  • Warum auch immer!
  • Das kann ich jetzt ja auch viel drüber nachdenken. Ähm … Aber ich behaupte, selbst dort war es die NEUGIER zu sehen, … ähm … was passiert, wenn ich eine Arbeit eben in eine Box reintue und ausstelle. So.
  • Ich habe viel darüber geschrieben. Aber eigentlich: Neugier ist das zentrale Motiv.
  • Und, neben der Neugier, so ein … so ein … so eine Anfangsidee.
  • Es ist ja auch wieder zu so einem Anfang. Zu zeigen, nichts zu sehen. Oder eben nichts zu sehen erst einmal. Und daraus entwickelt sich vielleicht etwas.
  • Wenn auch nur im Kopf!
  • Also bei all den Arbeiten … ähm … gibt es eine Frage nach einem ANFANG.
  • Ob jetzt im … ähm … in der Technik. Wie bei der Plastik eben. Modellieren. Technik.
  • Dann die Büste nehmen. Ähm …
  • Wie beim grafischen Element der Linie. Woraus besteht ein Bild? Oder was wäre da der kleinste … oder die kleinste Einheit? Abgesehen vom Punkt.
  • Oder eben so ein gedanklicher Anfang. Nichts sehen. Und aus dem Nichtsehen entstehen dann erst etwas.
  • Und … ähm … Jetzt eben von dem Komplex abgesehen: Einfach PURE NEUGIER.
  • Auch bei den Fotocollagen. Schauen, was passiert denn jetzt, wenn ich ein Foto zerreise und neu zusammensetze?
  • Einfach gucken, was passiert!
  • Neugier halt!
  • Und das ist vielleicht wichtig, dass ich das dann … na ja … bei dem Gespräch eben … ähm … Egal, was jetzt an Gedankengängen kommen. Die sind interessant. Das gefällt mir, was alles entstehen kann. An Zusammenhängen.
  • Da hat ja jeder … Da hat ja jeder einen anderen Zugang zu. Das ist das Schöne daran. Auch wenn ich jetzt eben nur ein einfaches Motiv wie ein Selbstbild nehme. Und Techniken, die … die ziemlich leicht zu verstehen sind. Nachzuvollziehen sind. Eigentlich. Oder Stil, der sehr einfach nachzuvollziehen ist.
  • Da gibt es halt viele unterschiedliche Ansätze, wie man da ran gehen kann.
  • Meiner ist halt anscheinend das Interesse und irgendwie immer die Suche nach irgendwie einem Anfang.
  • [ Klick. ]
  • [ Aufnahme Ende. ]
Diplom Arbeit Aufbau im Klassenraum Zustand 1 Raumansicht Anfang Tag diplomklasse2-1-m.jpg Raumansicht Ende Tag diplomklasse3-4-k.jpg Zustand 2
erste Setzung
erste Setzung
aktueller Zustand Büste
aktueller Zustand Büste
noch nicht gehangene Arbeiten
noch nicht gehangene Arbeiten
Klasse +1 +2Studium 2 0
Klasse Bildende Kunst Klassenraum mit Kommilitonen leer geräumt Diplom Arbeit Arbeiten für Diplom für morgen bereitgestellt (Notizen von morgen) erste Arbeiten gehangen, morgen Leiter besorgen (Notizen von übermorgen) Leiter besorgt, Freitag ab 13 Uhr wieder Gespräch im Klassenraum über Setzung der Arbeiten erste Setzung diplomklasse1-1-k.jpg Setzung Büste im Raum aktueller Zustand Büste diplomklasse1-3-k.jpg noch nicht gehangene Arbeiten diplomklasse1-4-k.jpg "Ich möchte mich mit nichts Geringerem beschäftigen als mit dem Kosmos." "Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen!" Werkstatt Plastisches Gestalten an Büste weiter modelliert Augen und Oberkörper (Notizen vom kommenden Tag) Büste wieder aufgerauht, Asymmetrien eingebaut Ohren morgen neu aufsetzen (Notizen von übermorgen) mit Werkstattleiter Büste und Ganzkörperplastik in Klassenraum transportiert bis Sonntag zum Einzelgespräch im Raum aufgestellt lassen, danach wieder in Werkstatt (Notizen von heute) mit Kommilitone Kommilitone weiter an Beinen gearbeitet Körperstellung versucht eindeutiger umzusetzen Brust mit leichter Schräge, Hüfte, Beine einige Fehler nicht mehr korrigierbar, da Ton um Stahlstäbe schon zu hart, würde Lufträume erzeugen Friedrich Fröhlich, trotzdem zufrieden
aktueller Stand Ganzkörperplastik
aktueller Stand Ganzkörperplastik
Diplom Arbeit Werkstatt Plastisches Gestalten (mit Notizen der letzten Tage) nach Einzelgespräch: Oberkörper und Beine sind wie zwei Körper Körperhaltung unklar Standbein, leichte Schräge im Oberkörper, Beinrichtung: nicht zusammenhängend gedacht nächste Plastik vorher skizzieren, Richtungen und Position klären mit Modell Bein- und Fußbereich bearbeitet aktueller Stand aktueller Stand Ganzkörperplastik plastikzw1-m.jpg Diplom Arbeit alle Papierarbeiten gerahmt
Ohne Titel, 9.2.1992, Öl auf Leinwand, Matthias Maaß
Ohne Titel, 9.2.1992, Öl auf Leinwand, Matthias Maaß
Nervensystem
Nervensystem
Kopf Profil, Nervenfasern sichtbar
Kopf Profil, Nervenfasern sichtbar
Verbindung Gehirn mit Herz
Verbindung Gehirn mit Herz
Gefäßgestalten
Gefäßgestalten
für Ganzkörperplastik, sichtbarer Rippenbereich zwischen linker und rechter Brust
für Ganzkörperplastik, sichtbarer Rippenbereich zwischen linker und rechter Brust
Psychiatrie und Kunst Ausstellung Sammlung Prinzhorn Kunst von Psychiatrie-Erfahrenen, Heidelberg "Ohne Titel" (aus der Serie "Scheibenhardt Zeichnungen"), 2014, Kohle, Tusche, Graphit auf Bambuspapier, Paul Aseck "4 Selbstporträts", ca. 1989-1991, Öl auf Leinwand, B.M. (Lebensdaten unbekannt) Ohne Titel, 9.2.1992, Öl auf Leinwand, Matthias Maaß heidelberg-6-k.jpg "Frau am Tisch", zwischen 1900 und 1919, Bleistift und Ölkreide auf Zeichenpapier, Clemens von Oertzen (bei Prinzhorn: Viktor Orth) "Eingezäunter Kopf mit Raupenheim, zwischen 1907-1925, Holz, gebeizt, stellenweise mit Holzkitt oder Gips gefaßt, Kordel verhüllt Ausstellung Körperwelten Heidelberg Nervensystem heidelberg-13-k.jpg Abbildung mit Großhirn, Kleinhirn, Armgeflecht, Rückenmark, Spinalnerven, Beingeflecht Netzwerk von Nervenfasern, überwachen und regulieren alle Körperfunktionen Gehirn bildet mit Rückenmark zentrales Nervensystem steuert alle Körperfunktionen peripheren Nerven treten zwischen Wirbelkörper aus dem Rückenmark heraus, leiten Informationen vom zentralen Nervensystem in die Körperperipherie und umgekehrt Kommunikation über schwacher elektrischer Signale, Leitungsgeschwindigkeit bis 400 km/h Kopf Profil, Augenhöle, sichtbarer Sehnerv(?), mit Spiegelung Kopf, andere Seite Ausschnitt Kopf, mit aufgefächerter Schädeldecke(?), Kaumuskulatur Kopf Profil, Nervenfasern sichtbar heidelberg-19-k.jpg übergeordnetes Kontrollzentrum Gehirn Gehirn verarbeitet Sinnesinformationen, koordiniert Denken und meisten Bewegungen geschützt in Schädelhöhle Großhirn weist Windungen und Furchen auf, im Laufe der Evolution durch Ausdehnung des Großhirns entstanden fast 2/3 der Gehirnoberfläche liegen in Furchen Hirnarterien hoher Blutbedarf vom Gehirn, 20% der gesamten Blutversorgung Nervenzellen werden mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt Verbindung Gehirn mit Herz heidelberg-24-k.jpg Gefäßgestalten heidelberg-26-k.jpg Herz Doppelpumpe, hält mit 1 Schlag 2 Kreisläufe in Gang jede Seite mit Vorhof, nimmt ankommendes Blut auf, Kammer wird Blut aus rechte Seite transportiert Blut zur Sauerstoffaufnahme in die Lungen linke Seite pumpt das mit Sauerstoff angereicherte Blut aus den Lungen in Arterien / Körperkreislauf Gefäßgestalt Arm Arterien verteilen Blut im Körper verzweigen und verjüngen sich auf Weg zu Organen und Geweben durch Kapillarwände erfolgt Austausch von Nährstoffen, Sauerstoff und anderen Stoffen zwischen Blut und Gewebe Arterien(?) freigelegt, mit Knochengerüst Hand mit 27 Knochen, werden von 37 Skelettmuskeln bewegt Unterschenkel mit oberflächlicher Muskelschicht / Wadenmuskel Verdauungstrakt Schlauchsystem ca. 7m lang Nährstoffmoleküle bei Dünndarm durch Darmwand ins Blut unverdauliche Reste bis in Dickdarm, Wasser wird entzogen über Enddarm ausgeschieden Verdauungsprozess dauert ca. 1 Tag für Ganzkörperplastik, sichtbarer Rippenbereich zwischen linker und rechter Brust heidelberg-45-k.jpg Hals, Schlüsselbein, Rückenmuskulatur
aktueller Zustand, seitlich
aktueller Zustand, seitlich
Vorderansicht
Vorderansicht
Werkstatt Plastisches Gestalten neuer Zwischenstand aktueller Zustand, seitlich plastik-ton-aktuell1-k.jpg Vorderansicht plastik-ton-aktuell6-k.jpg Standpunkt Gespräch mit mir #41
  • [ Selbstgespräch im Bett. Tage zuvor. ]
  • Gestern hatte ich das erste Mal …
  • [ Klick. ]
  • … gespührt, wie sich alles an der Figur FÜGT.
  • Also wie die Formen miteinander …
  • [ Schlucken. ]
  • … spielen. Und nicht mehr bloß für sich selbst stehen.
  • [ Straßenbahn fährt vorbei. ]
  • [ Klick. ]
  • Also wie der Kopf, den ich ja ein bisschen größer gemacht habe, modelliert habe, mit dem gesamten Körper eine Einheit bildet. Wo ich den Kopf nicht bloß vergrößert habe. Sondern eben auch … ähm … automatisch … äh … gemerkt habe, … äh … irgendetwas stimmt zum Beispiel mit den Beinen nicht.
  • Von vielen Ansichten funktionierten sie. Vom Profil zum Beispiel sehr gut.
  • Es gab eine einzige Sicht, so leicht schräg, frontal, aber leicht zur Seite, wo sie einfach nicht funktionierten! Und ich konnte mir nicht vorstellen, … ähm … dass so etwas existiert.
  • Also es gibt ein FALSCH. Was wirklich falsch … ähm … ist. An einer Stellung zum Beispiel. An Verhältnissen.
  • Und es gibt ein … Also ich merke inzwischen, was … ähm … was funktioniert. Und es gibt ja viele Körper. Es gibt viele … ähm … viele Formen. Und … ähm … sie funktionieren. Also wenn … wenn … ein … nackter Mensch vor mir steht , dann funktioniert alles miteinander. Es … ähm … Ich glaube, das lernt … das lerne ich gerade.
  • Und es gibt dann wiederum das, wenn ich selbst modelliere. Wo es Bereiche gibt, … ähm …
  • [ Schlucken. ]
  • Obwohl es unendlich viele Möglichkeiten gibt, wie ein Körper funktioniert, wie er aussieht, wie die Form ist, … ähm … gibt es eben genauso viele unendliche Möglichkeiten, oder sogar noch eine mehr, … ähm … wie er NICHT sein kann.
  • Also wo …
  • [ Schlucken. ]
  • Wo der Betrachter merkt, … äh … da stimmt etwas nicht. Und das hat auch nichts damit zu tun, dass es leicht überspitzt ist, übertrieben, oder abstrahiert! Es kann immer noch funktionieren!
  • Sondern wo … wo eben … die Körperhaltung, oder irgendein hervorgehobener Muskel, ein Knochen, … äh … nicht sein KANN.
  • [ Klick. ]
  • Das Gefühl hatte ich bei den Beinen. Oder bei der Beinstellung. Und das hat sich binnen weniger Minuten geklärt! Sie waren einfach zu dünn geworden! Im Verhältnis zum … ähm … Kopf.
  • Zum Oberkörper.
  • Sie stimmen jetzt zwar nicht mehr … ähm … Also sie sind jetzt zwar nicht mehr eins zu eins … ähm … mein Körper. Ich denke, sie sind schlanker. Aber da der Kopf größer geworden ist, mussten die Beine eben auch mehr halten.
  • Und was sich auch noch geändert hat, bei den letzten zwei drei Mal in der Werkstatt: …
  • [ Schlucken. ]
  • Ich habe vor allem den Körper in drei Ansichten … äh … modelliert. Davor. Das war frontal. Also auch Spiegel. Mit Modell. Mit Foto.
  • Im Profil.
  • Und von hinten.
  • [ Schlucken. ]
  • Und wie der Werkstattleiter auch einmal angemerkt hatte, … äh … Ich weiß nicht, ob er das so gesagt hatte. Aber es ist halt sehr … ähm … Also er hat gemerkt, dass es mehrere Ansichten sind und dass die … dass die Flächen nicht … ähm …
  • … keine wirkliche Übergänge haben. Es ist eine sehr flache Figur!
  • Gewesen.
  • Und die letzten Male habe ich … ähm … vermehrt die Form … ähm …
  • [ Klick. ]
  • … über mehrere …
  • [ Schlucken. ]
  • Na ja. Über mehrere Ansichten gebogen.
  • Das heißt: Die … Die Form, die bewegt sich. Zum Beispiel von der Frontalansicht über das Profil zum Rücken hin. Das merke ich ja vor allem … ähm … an dem …
  • [ Schlucken. ]
  • … ja … Übergang Bauch, Seitenmuskeln zum Rücken. Das heißt: Es wirkt jetzt nicht mehr flach. Sondern eben als eine EINHEIT.
  • [ Klick. ]
  • Und, auch wenn ich da jetzt noch heute schauen möchte, … ähm … bei den Beinen … Das … Äh … Der Übergang …
  • [ Schlucken. ]
  • … sehr fließend ist. Und bei mir noch etwas … ähm … etwas … ähm … ähm … zweidimensional.
  • Was gestern halt neu war, war wirklich das Gefühl: Die Form fügt sich langsam. Es wird … Es wird EINE. Sie besteht nicht mehr aus mehreren Teilen, die nicht miteinander … ähm … spielen. Die nicht miteinander … äh … in Beziehung stehen.
  • [ Schlucken. ]
  • Sondern sie bilden … Sondern sie bildeten gestern schon eine EINHEIT.
  • Ob es heute noch so sein wird, wenn ich in die Werkstatt komme, das ist was anderes. Aber in dem Vergleich zu davor, ist das jetzt EIN Körper.
  • [ Klick. ]
  • Und das ging sehr schnell, dass sich das so entwickelt hat. Zuerst war es ja ein ständiges Ausprobieren. Auch jetzt mit den … mit den Proportionen.
  • Dann recht flach arbeiten.
  • Was ich ja nicht wirklich gemerkt habe, dass ich das mache. Aber jetzt im Nachhinein … äh .. ähm … habe ich das schon gesehen.
  • Und der letzte Schliff war jetzt wirklich dieses … ähm … ähm … das Gefühl …
  • [ Klick. ]
  • … der EINEN FORM.
  • [ Klick. ]
  • [ Aufnahme Ende. ]
aktueller Zustand
aktueller Zustand
Vorderansicht
Vorderansicht
linke Seite
linke Seite
Werkstatt Plastisches Gestalten neuer Zwischenstand aktueller Zustand zwischenstand-ganzkoerper-ton-5-m.jpg Vorderansicht zwischenstand-ganzkoerper-ton-1-k.jpg rechte Seite linke Seite zwischenstand-ganzkoerper-ton-3-k.jpg Werkstatt Holzwerkstatt (von gestern) HGB Rundgang 2018 Kasten für verhüllte Arbeit fertig gebaut in Schattenfugenrahmen befestigt, um 1mm zu weit nach rechts für Diplom / Galerie Arbeit im Klassenraum aufbewahrt (noch ältere Notizen folgend) Diplom Arbeit Klasse Bildende Kunst E-Mail an Klasse wegen Klassenraumnutzung zum Diplom Hallo Klasse! Hier Friedrich. (Der, der immer so ruhig da sitzt.) Ich mache ja im Februar, kurz vorm Rundgang, mein Diplom. Meine Präsentation wird im Klassenraum stattfinden. Das heißt: Er müsste schon etwas früher als normalerweise ausgeräumt werden. Der Zeitplan: 31.1.: Raum 2.30 wird leer geräumt 1.2.: Raum wird gestrichen 2.2.-6.2.: Arbeiten hängen 7.2.: Diplomprüfung im Klassenraum (danach Abbau der Arbeiten) Meine Bitte an alle, die noch Sachen im Raum haben: könntet ihr diese bis zum 31.1. (ein Mittwoch) herausnehmen. Sachen für den Rundgang können sicherlich wieder im Büro gelagert werden bzw. hinter der Wand. (Da dann halt nicht unbedingt Müll abladen.) Bei Fragen steht euch das Friedrich-Support-Büro unter frfr@hgb-leipzig.de zur Verfügung! Vielen Dank und einen Gruß von Fr²
Klasse +1 +1Studium 3 0
Klasse Bildende Kunst Büste und große Bilder umgestellt, da Kommilitonin Kommilitone für Tests Wände benötigt Diplom Arbeit Werkstatt Holzwerkstatt ab 9:30 Kasten für verhüllte Arbeit gebaut zweite Holzplatte 80x100cm zugesägt Leisten auf 25mm gehobelt, auf 45°-Gehrung gesägt Holzplatten bei Leistenbreite um 5mm verdünnt Leisten an Rückplatte geleimt morgen früh Vorderplatte befestigen und Seitenbereiche sauber angleichen Einzelgespräch Kilian Kilian Schellbach Arbeiten im Klassenraum gezeigt mit aufgestellter Ganzkörper-Plastik Blattarbeiten in rahmenlose Bilderhalter (morgen noch bestellen, direkt in HGB liefern lassen) keine Arbeitsblätter aus Werkstatt zeigen, nur solche, die ich selbst als Arbeit sehe zusätzlich Fotoausdruck Hinterkopf zeigen in Werkstatt mit ihm Büsten angesehen entweder nur Ganzkörperplastik zeigen, oder mit mehreren Ton-/Gipsbüsten in Tagen vor Diplom ausprobieren evtl. zu viel und unfertig naturalistische Büste könnte ständig mit mir verglichen werden, Ablenkung von Ausstellung wenn Ganzkörperplastik als einziges, dann im Raum konzentrierter Einleitungstext ihm in kommenden 2 Wochen vorlesen ca. 20-25 Blattarbeiten nächste Woche rahmen und an Wand lehnen Werkstatt Plastisches Gestalten weiter an Ganzkörperplastik gearbeitet Kopf letztes Mal vergrößert, weiter modelliert Übergang Vorder- zu Rückseite an Taille schmaler Übergang Brust zu Arm überarbeitet, Arme modelliert mit zweitem Spiegel Rücken bearbeitet morgen Beinstellung festlegen und an mir nachprüfen, ob wirklich stimmig weiterhin Hände modellieren Friedrich Fröhlich, nach 11 Stunden Arbeit müde, aber zufrieden
aktueller Zustand, seitliche Ansicht mit Skelett im Hintergrund
aktueller Zustand, seitliche Ansicht mit Skelett im Hintergrund
Bauchwölbung und Rückenlinie parallel
Bauchwölbung und Rückenlinie parallel
Arm zu kurz
Arm zu kurz
Studium 2 0
Werkstatt Plastisches Gestalten Anmerkungen von gestern umgesetzt Körper vereinfacht aktueller Zustand, seitliche Ansicht mit Skelett im Hintergrund muskelmann-anatomie2-2-k.jpg Flächen modelliert, versucht mehr Spannung hineinzubringen Vorderansichten Bauchwölbung und Rückenlinie parallel muskelmann-anatomie2-8-k.jpg Arme noch zu kurz, Kopf zu rund Arm zu kurz muskelmann-anatomie2-9-k.jpg Friedrich Fröhlich, zufrieden Standpunkt Gespräch mit mir #40
  • Es ist interessant, an sich selbst zu beobachten, wie die … eigene Wahrnehmung … sich in den … ähm … in der Arbeit, in den Büsten und der Ganzkörperplastik wiederspiegeln. Was mir halt erst im Nachhinein immer bewusst wird.
  • Bei der Büste zum Beispiel. Wie ich anfänglich, beharrlich, … ähm … den … den Stirnbereich … ähm …
  • [ Schlucken. ]
  • … viel …
  • [ Klick. ]
  • Nein. Wo der … der Augen … Wo die Augenbrauen sind. Ähm …
  • [ Schlucken. ]
  • Dass ich den viel weiter … äh … nach vorne geholt habe. Und … ähm … sozusagen ein … ähm … etwas … etwas affigeres Gesicht aus mir gemacht habe. Weil so meine Vorstellung war. Dass ich so aussehe. Immer, wenn ich mich im Spiegel angesehen habe, so halt seitlich, habe ich das halt extrem wahrgenommen.
  • Und … ähm … Das hat, ja, Monate gedauert, bis … äh … bis … bis … Der Werkstattleiter hat mir das ja auch immer ein bisschen gesagt. Ich hab's nie geklaubt wirklich.
  • [ Schlucken. ]
  • Dass aber die … ähm … Dass es aber gar nicht so weit hervorsteht. Sondern sehr sehr fließend eigentlich … ähm … ähm … äh … übergeht.
  • Ähm … In die … Also zur Stirn. Und … äh … zu den Schläfen.
  • Und … Dass eigentlich bloß die Augenbrauen, dadurch, dass sie dunkel sind, alles so hervorheben.
  • Diesen Anschein erwecken. Als wäre es viel tiefer!
  • Das Selbe auch beim Mundbereich. Ähm … äh … In meiner Vorstellung ist der viel viel weiter nach vorne … ähm … gesetzt.
  • Was gar nicht der Fall ist!
  • Das Selbe jetzt eben beim Ganzkörperporträt, wo ich merke, dass … äh … sogenannte Problemzonen, …
  • [ Zieht Rotze hoch. ]
  • Dass die in … in meinem Kopf …
  • [ Schlucken. ]
  • … äh … stark hervorgehoben werden. Also dass ich die Vorstellung habe, … äh … dass es … ähm … ähm … dass zum Beispiel der Becken größer ist, als er eigentlich … äh … äh … in Wirklichkeit ist. Aber wenn ich den Spiegel gucke, sehe ich ihn halt extrem vergrößert. So. Weil halt mein Blick darauf konzentriert ist.
  • Und genauso sah halt die … die Plastik bis gestern aus. War … ähm … extrem hervorgehoben. Also sehr sehr breit. Und … ähm … Jetzt noch einmal beim … Jetzt noch einmal beim Angucken und beim Nachmessen und so, … ähm … relativierte sich das.
  • Ein wenig.
  • Also klar. Es … ähm … Es … ähm … Es ist größer als … ähm … als … ähm … als ich es bei anderen kenne. Aber es ist eben nicht so riesig. Wie ich es in der … in der Plastik gemacht habe. Was dann halt wieder unecht aussieht.
  • [ Zieht Rotze hoch. ]
  • Übertrieben eben.
  • [ Schlucken. ]
  • Und … äh … Was bloß kleine Nuancen eigentlich sind, was von der … äh … von der Tonschicht dazukommt, … ähm … Das ist ganz wenig! Macht dann aber am Ende eben eine ganze Menge aus!
  • So. Und … äh … Dieses Wenige … Da neige ich halt dazu, immer zu übertreiben. Also zuviel Ton sozusagen aufzusetzen. Weil in meiner Vorstellung da viel mehr drauf sein müsste.
  • Und … ähm … Das zu wissen … Das weiß ich seit gestern. Zwar wusste ich das natürlich auch schon mit der Stirn davor. Aber ich hab's noch nie so wirklich wahrgenommen, wie bei dem … ähm … Ganzkörperporträt.
  • Und … ähm … Das heißt, während ich mich halt ansehe, muss ich immer wieder … ähm … ähm … mich fragen: Ist es jetzt wirklich so? Oder … Oder sehe ich das bloß so?
  • Weil … ähm … ähm … Also sehe ich das bloß so verstärkt?
  • [ Schlucken. ]
  • Weil umsetzen möchte ich dann ja das, wie es eigentlich ist. Oder wie es natürlicher ist. Und nicht wie es in meiner Vorstellung ist.
  • Das ist dann der nächste Schritt eigentlich!
  • Ne! Der nächste Schritt ist eigentlich nicht, wie es in der Vorstellung ist, sondern wie ich es … äh … ähm … äh … mit Absicht … ähm … ähm … formen möchte! Gestalten möchte.
  • Also dass ich mich bewusst … ähm … Also dass ich bewusst werde, … ähm … es ist nicht so stark, aber ich möchte es so stark machen. Und jetzt ist es noch so: Ich mache es so stark, weil ich denke, es wäre so stark … ausgeprägt!
  • Das ist ein großer Unterschied.
  • Und den … ähm … habe ich halt gestern … Da hat's Klick gemacht.
  • [ Aufnahme Ende. ]
Studium 2 0
Standpunkt Gespräch mit mir #39
  • [ Frühs im Bett. ]
  • Es ist doch unglaublich.
  • Wie es hier … LEBT.
  • KRIECHT.
  • DENKT, HANDELT.
  • Alle Lebewesen. Wie komplexe Organismen es gibt!
  • [ Pause. ]
  • Und wenige Minuten über uns … ist einfach nur noch Kälte. NICHTS.
  • Das Anti-Leben.
  • Da ist Schluss!
  • Und auf so einem kleinen … Auf so einer Kugel …
  • [ Schlucken. ]
  • Irgendwo im Nichts, im Anti-Leben, existiert so viel! Hat sich so viel entwickelt. Wenn man es so sieht: rasend schnell.
  • Es ist eine eigene Welt, die [ in sich ] abgeschlossen ist. Die gar nicht … ähm … mit dem Drumherum kommuniziert.
  • Sie muss es sogar vergessen! Es darf gar nicht in den Alltag den Menschen gelangen. Er darf das gar nicht ständig vor Augen haben. Das ist nämlich nicht nicht bedeutend.
  • Das würde zerstören! Wenn ständig dieser Gedanke da wäre: Was ist über, unter, links, rechts von uns.
  • Oder …
  • Es würde ständig eigentlich auf dieses … auf diese unglaubliche Sache aufmerksam machen. Das wir überhaupt existieren!
  • Das Leben im Anti-Leben.
  • [ Aufnahme Ende. ]
Werkstatt Plastisches Gestalten (mit Notizen von gestern) mit Modell an Rücken / Füße weitergearbeitet Einzelgespräch Bachmann Anmerkungen am Modell und Plastik Oberbein mit leichter Krümmung nach außen Übergang Ober- zu Unterbein nach innen Brustkorb zu flach, unter Brust mehr Tiefe Unter Achsel keine Rippenwölbung, sondern Muskel macht Bereich breiter Arme zu kurz Füße anfangen zu modellieren überlegen nicht eigenen Körper nur zu kopieren, sondern gleichzeitig Formen zu abstrahieren / zu übersetzen Bereiche verbinden, wie Bauch und Rücken als Einheit Oberkörber zum Bauchnabel hin auch seitlich schmaler sein Vorgehen: erst grobe Formen bilden bis Mitternacht in Werkstatt Friedrich Fröhlich, zufrieden
Vorderansicht mit Skelett
Vorderansicht mit Skelett
rechte Seite
rechte Seite
linke Seite
linke Seite
Rückansicht Muskelmann
Rückansicht Muskelmann
Arbeiten im Klassenraum
Arbeiten im Klassenraum
Werkstatt Plastisches Gestalten Skelett aus Anatomieraum für Ansicht von Brustkorb in Werkstatt Zustand von gestern Vorderansicht rechte Seite linke Seite neuer Zustand Vorderansicht mit Skelett neuer-zustand-plastik-27-m.jpg Vorderansicht rechte Seite neuer-zustand-plastik-30-k.jpg linke Seite neuer-zustand-plastik-33-k.jpg Anatomieraum Muskelmann für Plastik fotografiert Rückansicht Muskelmann muskelmann-anatomie-1-k.jpg Seitenansicht Rücken / Gesäß Gesäß Rücken Beine Füße Seitenansicht Beine Arm und Brustkorb Kopf Hals Rücken Diplom Arbeit HGB Rundgang 2018 mit Kommilitone Kommilitone große Arbeiten in Hochschule transportiert Arbeiten im Klassenraum sammlung-klassenraum-k.jpg
Zustand 6, rechte Seite
Zustand 6, rechte Seite
Zustand 6, linke Seite
Zustand 6, linke Seite
Zustand 6, frontal
Zustand 6, frontal
Werkstatt Plastisches Gestalten (mit Notizen der letzten Tage) Zustand 1 nach Modelltermin Oberfläche aufgeraut Kopf modelliert Katze Zustand 2 Kopf viel zu groß Zustand 3 Beine vom Modell zu meinen Maßen hin durch Ausschneiden angepasst Zustand 4 Zustand 5 Zustand 6 Zustand 6, rechte Seite neuer-zustand-plastik-15-k.jpg Zustand 6, linke Seite neuer-zustand-plastik-16-k.jpg Zustand 6, frontal neuer-zustand-plastik-18-k.jpg Proportionen nach eigenem Körper Kopfgröße und Schulterbreite angepasst
Werkstatt Plastisches Gestalten wenn nach fast 2 Wochen alle Tonplastiken zu trocken besprühen, mit gewässerten Stoff abgedecken Diplom Arbeit HGB Rundgang 2018 für Ausstellungsreader: Projekttitel und Werkangaben (Medium, Material, Technik, Maße, Jahr) Text zur ausgestellten Arbeit (max. 1000 Zeichen inkl. Leerzeichen) Selbstgespräch vom 6.12. eingereicht, leicht abgeändert: "– Aufnahme Anfang. Entstanden im Bett. Nachts. – Das Bett. – Schlucken. – Im Bett ist der Ursprung aller meiner Arbeiten. Hier habe ich nicht gezeichnet. Hier habe ich … ähm … keine Büsten modelliert. Hier war der ANFANG. Der Gedanke. Und der Gedanke ist um zwei Uhr nachts vor allem … ähm … eines: Radikal. Er ist nicht weich geklopft. Wie bei Kommunikation. Wie bei Tageslicht. Er ist: Klar. In der Nacht, wenn es dunkel ist um einen herum, ist der Gedanke: Grundsätzlich. Der Gedanke wirkt bei Tagesanbruch … ähm … zu STARK. Zu gewagt. Weshalb ich froh bin, dass ich nachts den Gedanken festhalte. Tagsüber transkribiere und ihn damit in meinen Arbeitsraum bringe. – Schweres Einatmen. – Die Bilder hier sind nicht etwa … ähm … radikal! Grundsätzlich! Verstörend! Es sind Selbstbildnisse. Es ist der Körper. Es ist etwas ganz … mhm … alltägliches. – Schlucken. – Aber der Grund, warum ich sie überhaupt gemacht habe, auch wenn nicht auf den ersten Blick sichtbar, … ähm … ist der Gedanke. Der in der Nacht kam. Die Striche sind nicht zufällig Striche. Dieser einfache Kopf ist nicht zufällig so einfach. So primitiv. Die Büste ist nicht einfach bloß … ähm … eine Büste! – Straßenbahn fährt vorbei. – Hinter all diesen Arbeiten steht ein radikaler Gedanke. Er ist Ursprung. Entstanden im Bett. Nachts. – Aufnahme Ende. –" Buchprojekt Gespräche über Kunst weiter korrigiert 1 wenn nach "Und" ein "äh" -> dann "äh" wieder groß 2 wenn "Und … Und" -> dann zweites Und oder anderes Wort auch groß, als wäre es ein Satzanfang 3 hab' nicht hab 4 Anführungszeichen „“ durch \textit{} ersetzen! 5 hervorgehoben \so{} 6 kursiv \textit{} 7 Zahlen bis 12 ausschreiben
Standpunkt Gespräch mit mir #38
  • [ Nachts im Bett. Es knallt. ]
  • Der Mensch hat verlernt …
  • [ Klick. ]
  • … ein Bild einfach nur ANZUSEHEN.
  • [ Knall. ]
  • [ Klick. ]
  • Es einfach nur vielleicht schön zu finden.
  • [ Knall. ]
  • Es einfach vielleicht nur abzulehnen.
  • Stattdessen wird …
  • [ Katze meckert. ]
  • … ein Gedankenkonstrukt drumherum gebaut.
  • [ Katze meckert. ]
  • Was der Betrachter so verinnerlicht hat, im Sehen, dass er selbst schon danach verlangt.
  • Er hat verlernt ein Bild ANZUSEHEN.
  • [ Knall. ]
  • Er denkt, es könne sich nur noch vermitteln durch Text.
  • Durch Sprache.
  • Selbst ICH glaube, inzwischen, ohne drüber nachzudenken, dem beigefügtem Wort.
  • [ Klick. ]
  • Das ist ganz unkritisch.
  • [ Klick. ]
  • Dabei ist doch das Wort, der Katalog dazu, der Begleittext, …
  • [ Schlucken. ]
  • … nicht die ganze Zeit dabei. Wenn das Bild hängt.
  • [ Knall. ]
  • Sondern was am Ende übrig bleibt, sichtbar bleibt, ist das Bild. Das muss also für sich selbst stehen.
  • KÖNNEN.
  • Und das kann nur für sich selbst stehen, wenn der Betrachter es für sich selbst stehen LÄSST.
  • Also auch lernt, es einfach alleine stehen zu lassen. Und ansehen zu können.
  • [ Klick. ]
  • Auf der anderen Seite muss natürlich der Schaffende, der Künstler, …
  • [ Klick. ]
  • … sich bewusst dafür entschlossen haben, aus diesem …
  • [ Klick. ]
  • … Gedankenzirkel, sich selbst wieder davon zu befreien. Er ist gar nicht in der Lage, eine Arbeit zu machen, ohne sie gleichzeitig selbst in Schubladen zu stecken.
  • Zumindest ich bin es nicht mehr.
  • Und das ist doch eigentlich traurig.
  • Ich sehe es ja auch an den ganzen Selbstbeschreibungen. An den Texten, die Künstler über sich selbst verfassen. Dass sie sich selbst schon irgendwo hinein verorten.
  • WOLLEN.
  • Nicht mehr weil sie MÜSSEN. Zwar ist es …
  • [ Schlucken. ]
  • [ Klick. ]
  • … gewünscht, dass er sich auch selbst beschreiben kann. Aber er MÖCHTE es auch von sich aus. Inzwischen.
  • [ Knall. ]
  • [ Klick. ]
  • Damit schränkt er sich doch aber eigentlich ein.
  • Er WILL sich einschränken.
  • [ Klick. ]
  • Er MUSS sich sogar einschränken. In einer Zeit, wo es keine Beschränkung mehr gibt.
  • [ Klick. ]
  • Das ist also menschlich.
  • [ Klick. ]
  • Ich glaube aber, dem Künstler täte es besser, wenn er sich aus diesem Konstrukt eben wieder befreit.
  • [ Knall. ]
  • Das UMFELD von Kunst …
  • [ Knall. ]
  • … ist schon geordnet genung. Der Künstler engt sich in allen anderen Bereichen ebenfalls ein. Da kann er sich doch …
  • [ Knall. ]
  • … diesen einen Bereich offen lassen!
  • Das heißt nicht, dass er sich nicht konzentrieren soll. Das heißt nicht, dass er nicht lernen soll.
  • [ Klick. ]
  • Dass er nicht handwerklich gut sein soll.
  • [ Schlucken. ]
  • Ich denke sogar, das ist eher eine Voraussetzung. Auch wenn ich das bei mir selbst noch nicht wirklich sehe. Erkennen kann. Was ich sehr kritisch finde.
  • Wo es in mir drinne aber eben ein Konflikt gibt. Wo ich merke, ich möchte es zwar, aber mir fehlt … der Antrieb dazu.
  • [ Klick. ]
  • [ Klick. ]
  • So oder so kann ich ja aber auch … mich von einem Themen…
  • [ Klick. ]
  • …katalog FREISAGEN.
  • [ Klick. ]
  • Warum MUSS, warum SOLL ich mich denn gleich … äh … verorten? Warum muss ich … äh … für mich auch selbst … ähm … herausfinden, warum ich … äh … Selbstbildnisse mache? Warum kann ich das nicht einfach stehen lassen?
  • Natürlich spricht auch da nichts dagegen. Sich Gedanken zu machen, über … über dieses Themenfeld. Ähm …
  • [ Klick. ]
  • Sich über andere Künstler informieren.
  • [ Knall. ]
  • Was sie mit dem Selbstbild gemacht haben.
  • [ Schlucken. ]
  • [ Knall. ]
  • [ Knall. ]
  • Aber es sollte nicht zur Voraussetzung dafür werden, etwas zeigen zu können. Und das wird es aber. Wenn ich mir Ausstellungstexte anschaue.
  • Das ist ein …
  • [ Klick. ]
  • Eine Spirale.
  • Irgendwer hat mal angefangen. Der Künstler oder der Galerist. Der Vermittler. Oder der Betrachter. Einer von dreien, oder alle gleichzeitig, hatten den Drang, etwas verstehen zu wollen, etwas zu VERMITTELN, oder etwas … eben … vermittelt zu bekommen. Und der andere musste dann darauf einsteigen.
  • So schaukelt sich das immer weiter hoch. Und am Ende wollen es alle.
  • Dadurch wird es aber hohl.
  • [ Klick. ]
  • [ Knall. ]
  • Dadurch wird es nicht mehr … Dadurch kann eine Arbeit am Ende nicht mehr für sich stehen.
  • [ Schlucken. ]
  • Sondern wird nur noch mit dem Kopf gesehen.
  • [ Klick. ]
  • Ja! Ich selbst kann auch Arbeiten nicht frei vom Kopf sehen. Ich habe enorme Schwierigkeiten damit. Zum Beispiel …
  • [ Klick. ]
  • Mit der Arbeit einer Tänzerin, die ich kenne. Die es eben nicht … äh … vermittelt. Nicht mit einfachen Worten vermittelt. Was sie tut. Und ich eben damit keinen Zugang zu dem Tanz finde. Und das liegt aber eigentlich nur daran, dass ich eben gelernt habe, einen Text dazu zu sehen. Lesen zu können. Der mir erklärt, was ich sehe. Was ich zu sehen HABE. Der … Themenfelder aufweist, die drinnen vorkommen. In der Arbeit.
  • [ Schlucken. ]
  • Und ohne diesem Text, ohne dieser Begleitung, schaffe ich es nicht, mir eine Arbeit, einen Tanz, einfach anzusehen.
  • Und hinzunehmen!
  • [ Klick. ]
  • Das wird bestimmt die, MEINE, Aufgabe nach dem Studium sein. Mich davon loszulösen. Und zwar nicht nur bei anderen. Also wenn ich in Museen bin. Sondern auch bei meiner eigenen Arbeit.
  • Denn die Arbeiten, die ich selbst …
  • [ Klick. ]
  • … gut finde, sind eben die, die, meiner Meinung nach, nicht vom Künstler selbst begründet werden.
  • So ist es bei den Höhlenmalern so. Die nichts mehr dazu sagen können!
  • [ Knall. ]
  • Das ist bei Kinderzeichnungen so.
  • [ Schlucken. ]
  • Und das ist bei Arbeiten psychisch Kranker so.
  • Wo, als ich, zum Beispiel, in einer Galerie fragte, … äh … ob es denn einen Katalog dazu gibt, wo die psychisch Kranken zu ihren eigenen Arbeiten etwas sagen.
  • Also was sie damit ausdrücken. Und so weiter.
  • Wurde hin und her telefoniert. Und mir danach gesagt: Nein, das gibt es nicht.
  • Die wollen eben die … die Künstler davon FERNHALTEN. Die wollen, dass sie einfach einen Freiraum haben. Einen Raum, wo sie etwas tun können. Und eben nicht in diesen … Um eben nicht in diese … in diesen … in diesen … in diese Spirale hineinzukommen.
  • Vielleicht kämen sie es auch gar nicht. Weil sie gar nicht … Weil viele vielleicht gar nicht so … so … denken. Wenn man da nicht hineingeboren wird. Wenn man eh schon in der Kunstwelt … sozusagen … von Außen geguckt hat. Also die Outsider Art. Dann hat man ja gar nicht gelernt … ähm … Oder dann hat man gelernt, eigentlich, … äh … von … also befreit zu sein, von diesen ganzen … äh … ähm … ähm … Texten. Von den ganzen Hintergrundinformationen.
  • Und man kann einfach TUN.
  • Ich weiß, dass ich dahin nicht mehr kommen werde. Das geht nicht. Wenn man einmal in diesem System drinne war.
  • Aber ich denke schon, dass ich … äh … es schaffen kann, nach dem Studium, mich langsam wieder umzu…
  • …erziehen.
  • [ Schlucken. ]
  • [ Klick. ]
  • Vielleicht kommt da nur Müll raus!
  • Vielleicht kommen da nur Sachen raus, die … ähm …
  • [ Klick. ]
  • Ja, mit denen ich selbst nichts mehr anfangen kann. Was weiß ich!
  • Aber, das habe ich jetzt auch gelernt: AUSPROBIEREN.
  • [ Aufnahme Ende. ]
Kopf, Collage auf A2-Pappe, 32
Kopf, Collage auf A2-Pappe, 32
o.T. Diplom Arbeit Kopf, Collage auf A2-Pappe, 32 kopfportraet-m.jpg Papier genässt, auf Gesicht gelegt Kanten abgezeichnet und gerissen einzelne Papier mit Klebeband aneinander fixiert mit Transparentpapier Konturen abgezeichnet auf A3-Papier übertragen, doppelt ausgeschnitten mit Kohlestift Ohr, Mund und Augen ergänzt Standpunkt Gespräch mit mir #37
  • [ Abends im Bett. Collage von vormittags angeschaut. ]
  • Haut.
  • Das Ding um einen herum.
  • [ Klick. ]
  • Haut.
  • Die verbirgt.
  • Trennschicht.
  • [ Klick. ]
  • Haut.
  • Durch Muskeln, Knochen, Fett, Organe geformt.
  • [ Klick. ]
  • Durch Häutung losgelöst.
  • Als eigenständig wahrgenommen.
  • [ Klick. ]
  • Neue Form.
  • Offen gelegt.
  • [ Klick. ]
  • Haut.
  • Bekommt Knicke.
  • Wird fest.
  • [ Klick. ]
  • Der Kopf wird breit.
  • Der Abstand Ohr - Nase - Ohr größer.
  • [ Klick. ]
  • Vorderansicht, Seitenansicht, Rückansicht wird eins.
  • [ Klick. ]
  • Innenleben wird ausgeblendet.
  • [ Klick. ]
  • Der Mensch kennt es nicht.
  • [ Aufnahme Ende. ]
Standpunkt Diplom Arbeit Geradenbild verhüllt Kinderzeichnung Gespräch mit mir #36
  • [ Am Arbeitstisch. ]
  • Die Ausgangsfrage … Oder der … Grund, warum ich … ähm …
  • [ Klick. ]
  • … etwas mache.
  • [ Schlucken. ]
  • Ist immer sehr … einfach.
  • Bei den Geradenbildern … war es zum Beispiel ganz einfach die Suche nach … ähm … dem kleinsten Teilchen … ähm … in der Bildenden Kunst. Dem aber, bevor jetzt der Einwurf kommt, der Punkt sei es, … Dem aber eine Bewegung schon inne wohnt.
  • Und das war die Gerade.
  • So. Hab' ich dann ja auch viel drüber reflektiert. Das ist eigentlich der … Ob das jetzt … äh … äh … künstlerisch ist. Also ob es jetzt in der Kunst … ähm …
  • [ Schlucken. ]
  • … ein guter Grund ist, weiß ich nicht. Für mich war's es halt. Und so ist es eben auch bei den …
  • … digitalen Collagen. Also diese Selbstbildnisse. Die so leicht verzerrt aussehen.
  • Zerstückelt!
  • Das sind … ähm … ganz einfach die Vorlagen für solche Geradenbilder.
  • Also die Bildvorlagen.
  • [ Uhr tickt. ]
  • Nur da ich eben das Gesicht so entstellt habe … Das ist über einen längeren Prozess. Ähm … Wurden die Geraden am Ende von … von der Maschine … ähm … dahingesetzt, wo sie jetzt eben sind. Und … ähm … Das heißt, … ähm … die Fotografie, das Abbild der Wirklichkeit, wenn man es so will, muss sich sozusagen teilweise … äh … unglaublich … ähm … kaputt machen.
  • Damit dann ein Geradenporträt entsteht! Ähm … Wo die Form …
  • [ Schlucken. ]
  • … ähm …
  • [ Klick. ]
  • … erkennbar … wird.
  • Also aus … Also hätte ich jetzt nur ein Foto genommen, es der Maschine zum Umsetzen vorgelegt, dann wäre ein … ähm … ein Mischmasch, ein … ein … eigentlich fast schwarzes … langweiliges … ähm … ähm … Bild entstanden. Und durch diese extremen Veränderungen, sind sozusagen Geradenbilder entstanden. Die für sich … ähm … stehen.
  • Können.
  • [ Klick. ]
  • Auch bei den … Bei den verhüllten Arbeiten ein ganz einfacher Grund. Ähm … Ich weiß, dass ich vor'm Studium damit schon angefangen hatte. Ich weiß aber auch, dass ich im Grundstudium … äh … äh … Verhülltes, zum Rundgang, schon ausgestellt hatte.
  • Und da war das einfach wirklich dieses … mhm … Ich kam irgendwie nicht damit klar, dass so viele … äh … Kunststudenten existieren.
  • Und damit war ja bloß Leipzig gemeint. Und ich weiß oder ich wusste, …
  • [ Tiefes Einatmen. ]
  • … in Deutschland gibt's noch mehr!
  • In Deutschland gibt's noch mehr Künstler!
  • In Europa gibt's noch viel mehr!
  • Auf der Welt gibt's noch viel viel mehr!
  • Und … Das auch nur im Augenblick. So gab's in der Vergangenheit noch mehr!
  • Und in der Zukunft noch viel viel mehr!
  • [ Tiefes Einatmen. ]
  • [ Uhr tickt. ]
  • Und das hat mich … ähm … unglaublich zurückgeworfen.
  • Weil ich davor immer so, weiß ich nicht, so … so … dachte: Ich habe einen Weg, der … ähm …
  • [ Klick. ]
  • … der sein MUSS. Der … ähm …, einfach gesagt, BEDEUTUNG hat. Und durch diese unglaubliche Masse an Künstlern, die etwas schaffen, und alle haben irgendwie eine eigene Begründung für irgendwas. Wurde ich halt zurückgeworfen.
  • [ Schlucken. ]
  • Bekam plötzlich mit: Das, was du machst, ist auch bloß eine kleine … Winzigkeit.
  • So.
  • Wie bei den Geradenbildern. Wo ich ja eigentlich etwas rudimentäres suche. Und gleichzeitig dann aber wieder mitbekomme: Erstens, vor einhundert Jahren haben die das doch auch schon gemacht. Und auch, wie Kandinsky eben, viel darüber philosophiert. Was ich noch nicht einmal tue.
  • Äh … In diesem Ausmaß.
  • [ Uhr tickt. ]
  • Das es halt einfach etwas ist, was … was ich … Also was wieder … wieder der Künstler wiederholt.
  • Selbst wenn … ähm … neue Techniken dazu kommen. Ähm … Selbst wenn … Also wie 3D-Drucker. Ähm … ähm … Digitale Arbeiten. Oder eben … ähm … ähm … besonders kleine Sachen, die auf der atomaren Ebene stattfinden. Oder so.
  • Das sind … Das sind neue Techniken, neue … ähm … Die neue Arbeiten ERLAUBEN.
  • Aber eigentlich … äh … sind sie nur auf dem ersten Blick neu. Und zwar die The… die Themen sind, denke ich mir, die alten geblieben.
  • Wie der Mensch der alte geblieben ist.
  • Nur die UMSETZUNG, die … die ist vielfältiger geworden.
  • Und dann werden ja ältere Techniken … ähm … teilweise sozusagen belächelt. Ähm … Oder … äh … die Malerei wird für tot erklärt. Und so weiter. Das ist ja auch schon ewig her. Als der Satz kam.
  • [ Schlucken. ]
  • Also ich bin in irgendeinem großen … ähm … äh … Auf dem Rummelplatz.
  • Eigentlich.
  • So. Und damit musste ich klar kommen.
  • Muss ich immer noch klar kommen!
  • Und da war dieses … äh … verhüllen von … von meinen Arbeiten, die ich für besonders hielt, halt meine Reaktion.
  • So eine Trotzreaktion! Irgendwie.
  • Entweder ich zeig's euch gar nicht. Trotzdem sollt ihr SEHEN, dass ich DAS gemacht habe. Das GROSSE gemacht habe.
  • Inzwischen sehe ich zum Beispiel in diesen … äh … in diesem Verhüllen etwas ganz neues.
  • Für mich ist das jetzt so ein: Da kann etwas wachsen. Da kann etwas gedeihen.
  • Ähm … Für SICH. Ähm … Auch von mir sozusagen entfremdet.
  • Und … äh … Kann prinzipiell sozusagen … daraus wieder etwas … Neues entstehen. Was ich selbst nicht … ähm … nicht kontrolliert habe.
  • Das ist jetzt natürlich bloß ein Gedankenspiel.
  • [ Schlucken. ]
  • Aber das gefiel mir. Ganz gut.
  • Also auch wieder recht einfach. Eigentlich.
  • Sehr … einfach. Sehr … Sehr menschlich.
  • Ein sehr menschlicher Grund eigentlich. Dieses verhüllen.
  • Wie bei den Geradenbildern. Wie bei den digitalen Collagen. Und das selbe eben auch bei dem kindlichen Zeichnen. Oder dem VERSUCH, … ähm … wie ein Kind zu zeichnen.
  • Kinder zu kopieren.
  • Deren Zeichnungen.
  • [ Uhr tickt. ]
  • Das ist halt immer so ein … Zurück zum Anfang! Damit etwas Neues entsteht! Und gleichzeitig … ähm … zwischendurch immer wieder verhüllen. Weil ich mitbekomme, … ähm … das ist gar nicht möglich. Oder ist gar kein …
  • Es sollte vielleicht gar kein ZIEL sein. Etwas NEUES zu schaffen.
  • Wie gesagt, das sind … Eigentlich … sind ja die Themen immer die selben geblieben.
  • MENSCHLICH.
  • [ Zieht Rotze hoch. ]
  • [ Schlucken. ]
  • Nur die Technik hat sich geändert.
  • RASANT.
  • Aber Selbstbildnisse, oder … ähm … gesellschaftliche Themen, Alltag, Politik, … Da hat sich ja nischt groß geändert.
  • Das sind halt Meinungsäußerungen.
  • Sozusagen.
  • Das gibt's schon IMMER.
  • [ Klick. ]
  • [ Uhr tickt. ]
  • Das ist jetzt vielleicht eine Erkenntnis. Dass es gar kein … ähm … höheres ZIEL gibt.
  • [ Pustet Luft aus. ]
  • So wie ich immer die Moderne, oder die Künstler dort, deren Manifeste, doch … BEWUNDERT habe.
  • Dieses STREBEN nach etwas!
  • Das BERUFEN sein!
  • Das TÖTEN und NEU SCHAFFEN!
  • Und …
  • [ Pustet Luft aus. ]
  • … dass das …
  • [ Uhr tickt. ]
  • … ein IRRGLAUBE ist.
  • Vielleicht.
  • Das habe ich im Studium jetzt mitbekommen.
  • Bringt mich natürlich jetzt keinen Schritt weiter. Was auch immer weiter heißt. Wäre ja wieder mit einem Ziel verbunden.
  • Es macht's vielleicht … gelassener?
  • Die Gefahr … äh … da besteht bei mir, dass … äh … da nichts entsteht. Denn dieses Streben nach irgendetwas hat bei mir immer eine … äh … zu einem …
  • … DRANG …
  • … ähm … geführt.
  • Etwas zu schaffen.
  • Und zwar dann, würde ich jetzt sagen, schon exzessiv.
  • Teilweise.
  • Selbst wenn das auf einem Irrglauben beruhte!
  • [ Schlucken. ]
  • Es war trotzdem … ähm … Es ist viel dabei herausgekommen. Und ich habe viel dabei gelernt.
  • Und ich habe jetzt viel zum Ansehen!
  • [ Uhr tickt. ]
  • Auch in Jahrzehnten. Vielleicht noch.
  • Und … Und wenn dieser Drang nicht existiert, dann entsteht bei mir eben auch sehr sehr wenig.
  • Das ist die EINZIGE Gefahr, die auf so einer Erkenntnis beruht, dass es ein Irrglaube ist. Also zu denken, …
  • … es gäbe etwas Neues!
  • Es gäbe ein Ziel in der Kunst.
  • Es gäbe … Es gäbe Fortschritt!
  • [ Pause. ]
  • Das ist alles Oberfläche.
  • Und eigentlich geht's ja dann darum, dahinter zu gucken.
  • Und was dahinter ist, das ist das Alte.
  • [ Aufnahme Ende. ]
Standpunkt Diplom Arbeit Gespräch mit mir #35
  • [ Nach dem Aufstehen. Kaffee trinken. Am Arbeitstisch. ]
  • Letztens kam ja … so eine … oder DIE Frage. Warum … ähm … bei dem Bild, wo das Auge … so hervorsticht, in seiner Wirkung …
  • Und ich wusste darauf keine Antwort.
  • [ Schlucken. ]
  • Ich habe mich um eine Antwort … ähm … gewunden!
  • [ Klick. ]
  • Das ist das selbe wie beim Ganzkörperporträt. Wo ich genauso fragen würde oder könnte: Warum sehen meine Füße wie Socken aus? Warum habe ich … ähm … das eine Knie … ähm …
  • [ Schlucken. ]
  • [ Klick. ]
  • … mit starken Strichen hervorgehoben?
  • [ Schlucken. ]
  • [ Klick. ]
  • Warum ist mein Oberkörper so leicht zur Seite geneigt? Und leicht aufgebläht?
  • Ich bin selbst so einer, der gerne … nicht nur überinterpretiert, sondern … ähm … alles hinterfragt. Das habe ich aber auch in der Hochschule gelernt.
  • [ Schlucken. ]
  • Und ich merke jetzt, wie wichtig es eigentlich ist, Dinge einfach auch stehen zu lassen. Und das merke ich daran, dass ich bei meinen eigenen Arbeiten gar nicht ehrlich alles begründen KANN! Und es … Und ich schlussendlich auch nicht alles begründen MÖCHTE.
  • [ Klick. ]
  • Denn viele Begründungen, die gegeben werden, kommen mir so vor, als würden sie nur gegeben werden, WEIL eine Begründung gebraucht wird.
  • Der Mensch sucht eine Antwort.
  • Er sucht eine Begründung für etwas, was er nicht versteht.
  • Und da ist Kunst nun einmal ganz groß drinne. Dinge zu zeigen, die nicht alltäglich sind. Die Fragen aufwerfen. Und dieser Konflikt zwischen dem Menschlichen, dem alles … ähm … ähm … eine Antwort abzuverlangen, … und dem … und der künstlerischen Arbeit … ähm …, die geradezu … ähm … Offenheit fordert, der ist eigentlich … sehr schön!
  • [ Schlucken. ]
  • [ Klick. ]
  • Und den sollte ich auch nicht überpinseln. Mit … ähm … einfachen Antworten.
  • Ich hab's ja gemerkt bei den Gesprächen, die ich geführt habe. Mit … äh … nennen wir sie Alltagsmenschen. Die eben nicht in den Kunstkreisen drinne sind. Wie sie … ähm … versucht haben, Begründungen zu geben, … ähm … weil man vieles … äh … gar nicht ausdrücken KANN. Eben wenn so ein Wort kommt wie SCHÖN, wie INTERESSANT, wie SPANNEND. Das sind so Wörter, die sagen eigentlich …
  • … gar nichts …
  • … aus. Und sie werden dann eben gebraucht, wenn einem nichts mehr einfällt. Und man trotzdem aber … ähm …, ja, trotzdem etwas dazu sagen will. Oder muss.
  • [ Schlucken. ]
  • [ Klick. ]
  • Wichtig ist dann aber eigentlich nur, dass es nicht zur reinen … ähm … Also dass man sich nicht darauf ausruht! Dass keine … Dass eigentlich gar keine Fragen gestellt werden können. Dass heißt, dass man nicht … äh … im Chaos versinkt. Ähm … Der kann sehr schön aussehen!
  • [ Schlucken. ]
  • Aber dass … äh … Dass es nicht zu einer HÜLLE verkommt, die man nicht versteht, weil man sie nicht … begründen muss. Und deshalb nur Oberfläche fabriziert.
  • Dass heißt, selbst in einer Arbeit, die … die ich selbst gemacht habe und die ich … die ich aber eben nicht … aufschlüsseln kann, …
  • [ Schlucken. ]
  • … sollte ich nicht das Gefühl haben, dass es … äh … äh … eine rein oberflächliche Arbeit ist. Sondern dass es … äh … dieses … Geheimnis ist ein starkes Wort. Ähm … Dass diese … Dass dieses Ungeklärte … ähm … Dass hinter dem Ungeklärtem vielleicht doch etwas ist. Und es nicht nur … äh … ähm … die Oberfläche einfach ist. Die … Die unge…
  • Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll.
  • [ Schlucken. ]
  • Es geht mir dann eigentlich darum, dass ich mich nicht darauf ausruhe. Ähm … Arbeiten zu machen, die Fragen aufwerfen und ich aber weiß: Die muss ich nicht beantworten!
  • Also … ähm … arbeite ich einfach so, wie es gerade halt kommt.
  • Sondern dass ich schon, während ich arbeite, das Gefühl habe, … ähm … auch wenn ich … ähm … nicht im Detail … ähm … Stellung beziehen kann, … Dass ich nicht einfach drüber hinweggepfuscht bin! Sondern diese Fragen, die auftauchen, die ich nicht beantworten kann, OFFEN bleiben.
  • Weil ich selbst noch nicht … ähm … oder NIE … Weil ich selbst nie … ähm … alles verstehen werden kann, was ich selbst herstelle. Produziere.
  • [ Klick. ]
  • Ich sollte aber NIE in die Verlegenheit kommen, eine Begründung abzuliefern, weil eine gefragt ist.
  • Dann lieber schweigen.
  • [ Aufnahme Ende. ]
Standpunkt Diplom Arbeit einleitende Worte überarbeitet: "Der erste Gedanke, der Ihnen kam, als Sie den Raum betraten, wird wohl jener gewesen sein: Friedrich beschäftigt sich also immer noch mit dem Selbstbildnis! Da möchte ich einwenden: Ja, Sie sehen mich - aber keine Selbstbildnisse! Mein Gesicht ist nicht THEMA, sondern GEGENSTAND meiner Arbeit. Das musste ich erst einmal selbst verstehen! Thema bedeutet, ich stellte mir die Aufgabe Selbstbildnisse zu malen, zu zeichnen, zu modellieren. Fänge danach dann an zu arbeiten und würde mit dem Ergebnis meine Position zum Thema festigen. Dem ist nicht so. Ich betrachte mein Gesicht als Gegenstand. Es ist ein Gegenstand, an dem ich mich: Abarbeite. Um etwas Darstellen zu können, braucht es ein Motiv. Für manch einen Künstler sind es Blumen, nackte Frauen und Stühle, die gemalt werden, um sich darüber zum Beispiel einer Technik oder einem Stil zu nähern. Oder einfach: Um dem Drang nach Tun zu befriedigen! Für mich ist es: Mein Gesicht. Ja! Hinter diesen Arbeiten mit den vielen Strichen, welche aus der Nähe betrachtet nichts als Striche sind, aber von weiter weg zu einem Motiv verschwimmen, verbirgt sich eine konzeptuelle Idee. --- Allem Seienden muss ein unteilbares Irgendwas zu Grunde liegen! --- Aber diese Idee: Ist eigentlich nicht wichtig! Ja! Bei dieser vereinfachten Ansicht eines Gesichtes verbirgt sich ein radikaler Gedanke. --- Zurück zu den Wurzeln! --- Aber auch der: Nicht so wichtig! Ja! Dieses Porträt hier ist entstanden, weil ich eine Bildidee hatte, für das ich so ein entstelltes Ding meiner Selbst brauchte. Aber auch hier: Nicht wirklich wichtig! Die seit Grundstudium von Professorenseite gestellte Fragerei, wo alles mit WARUM, WARUM, WARUM, anfängt, hat in mir einen Absturz bewirkt. Ich wusste kurz vor dem Diplom gar nicht mehr, WAS ich mache, WAS ich gemacht habe. Was ich WOLLTE! Was ich WILL! Jetzt: Weiß ich es. Ich will nicht mehr, als das: Ausprobieren! Ich möchte spielen dürfen! Ich möchte sehen dürfen, was passiert, wenn ich einen Strich zeichne; Noch einen und noch einen. Ich möchte Farbpigmente in Kleister tränken, mit dem Zeigefinger in das kalte Gemisch tunken und auf Papier ein einfaches Gesicht malen! Ich möchte mich zurückziehen dürfen! Ich möchte diesem ständigen WARUM -- wie hier bei dieser Arbeit -- eine Sperrholzplatte entgegenhalten! Und wenn das WARUM verschwunden ist, möchte ich schauen, was noch entsteht, wenn ich meinen Kopf ausschalte und sehe, was meine Hände zu formen vermögen. In den letzten Monaten habe ich bei mir einen Schaffensdrang gespürt, der entstand, als ich anfing, meine Arbeit nicht zu hinterfragen, sondern: ANZUSEHEN. Die Oberfläche mit den Augen abzutasten und sie - im Falle dieser hier ausgestellten Büsten - mit Händen zu formen. Diese neue Sicht auf die eigene Arbeit und auf die Arbeit der anderen, hat sich hier vollzogen: Im Keller der Hochschule. Da, wo ich viele Monate lang mit meinen Händen Tonklumpen an Tonklumpen pappte. Wo ich Gips mit Wasser mischte. Wo ich mit dem Klüppel Gips von Gips trennte. Wo ich mich im Spiegel selbst sah. Mich sah, wie ich mit einem simplen aber umso schwerer zu beherrschenden Mittel einen Kopf formte - Mit: Dem SEHEN. Ich bin FROH, dass mich die Fragerei der letzten Jahre in eine Enge trieb. Nur so konnte ich das Unnötige erkennen, mich davon losreißen und mich zuletzt dem Sehen zuwenden. Was ich nach über fünf Jahren Studium sagen kann: Ich habe in dieser Zeit so viel über Kunst im Allgemeinen und über meine Arbeit im Speziellen erfahren, wie davor nicht - und vielleicht auch danach nie mehr. Ich hoffe, diese Arbeiten hier sind Zeugnis dafür. Ja, auch die Fragerei gehörte dazu! Nur lassen Sie mich bitte an meinem letzten Tag als Student ein Wort nicht mehr hören müssen: WARUM."
Büste im Klassenraum
Büste im Klassenraum
neue Büste
neue Büste
Diplom Arbeit Büste im Klassenraum bueste-klassenraum2-m.jpg "Ich möchte mich mit nichts Geringerem beschäftigen als mit dem Kosmos" gerahmt Entwurf Linienbündel-Bild Arbeitsmittel Werkstatt Plastisches Gestalten neue Büste bueste-werkstat2-k.jpg
Standpunkt Gespräch mit mir #34
  • [ Im Bett. 3 Uhr frühs. ]
  • Ich weiß, dass der … Versuch, abbilden zu wollen, … Also meinen Kopf. Dass das bisher bloß ein … Versuch … Dass ich es bloß als solches werten … sollte.
  • [ Schlucken. ]
  • Ich habe jetzt halt … anderthalb Jahre … schon daran gearbeitet. Und …
  • [ Klick. ]
  • … konnte mich …
  • [ Schlucken. ]
  • … langsam herantasten an … über … die Oberfläche. Wenn ich überlege, wie am Anfang meine … die ersten Versuche … ausschauten. Wo ich immer sofort überzeugt war von … wegen …
  • [ Schlucken. ]
  • Das BIN ich ja schon!
  • Und dann einen Tag später wieder in die Werkstatt kam und mitbekam, dass ich das eben noch überhaupt nicht bin. Und … Dass ich immer nur ein bisschen an der Oberfläche gekratzt habe.
  • [ Zieht Rotze hoch. Schlucken. ]
  • Wenn ich eben heute … ähm … die Büste sehe, die entsteht, dann habe ich durchaus das Gefühl, dass … sich meine Wahrnehmung, …
  • [ Klick. ]
  • … was meinen eigenen Kopf betrifft, … ähm … um einiges …
  • [ Schlucken. ]
  • Also um einiges ausgeprägter ist.
  • Ich sage aber, dass es dennoch, oder dass ich immer noch im … beim VERSUCH bin. Weil … ich das Gefühl …
  • [ Katze schnurrt. ]
  • … es noch nicht wirklich verstanden zu haben, immer noch da ist.
  • [ Schlucken. ]
  • An dem Modell konnte ich jetzt halt … habe ich das erste Mal überhaupt in dieser Zeit … ähm … ja, SEHEN können, wie … wie das Auge … und die Haut drüber und drunter … aussehen.
  • [ Schlucken. ]
  • Das war ja bisher meine größte … Baustelle. Über den Spiegel … ähm … habe ich das nicht verstanden. Je näher ich mir da komme, desto flacher wird es irgendwie. Und … Ich begreife es einfach nicht. Und das war jetzt halt etwas ganz Neues. Auch drumherum zu gehen! Und … Ja.
  • Das selbe jetzt auch bei den Ohren.
  • [ Schlucken. ]
  • Die eine Hälfte habe ich ja jetzt am Modell … ähm … vom Modell übernommen. Und das selbe auch … ähm … beim Rücken. Das ging auch nicht über meinem eigenen Körper.
  • Also auch wenn ich das … Wenn ich denke, dass die … die aktuelle Büste, dass ich mit der schon sehr weit gekommen bin, … bin ich mir aber durchaus bewusst, dass es nicht … dass ich es noch nicht wirklich verstanden habe.
  • Und trotzdem fühle ich mich schon so gefestigt, dass ich sagen würde, dass ich ruhig mal einen Kopf, also nur bis zum Hals, gar nicht weiter, nur ein ganz klein wenig Hals noch dazu, …
  • [ Schlucken. ]
  • … ähm … modellieren kann. Der … Der … ähm … Ja, wo ich … ähm … Wo ich erst einmal von einer abstrakten Form ausgehe. Und … ähm … versuche dann einzelne Bereiche auszumodellieren. Und es dadurch aber … gleichzeitig … ich aber das Gefühl habe, dass es trotzdem ein Porträt von MIR ist.
  • [ Schlucken. ]
  • Diesen … ähm … Versuch, den würde ich jetzt einfach mal machen.
  • Und ich traue mir das jetzt auch bloß zu, weil ich jetzt eben … ähm … anderthalb Jahre … äh … in eine Richtung, in die andere Richtung, gegangen bin. Und versucht habe, wirklich das abzubilden, was … ähm … was IST. Ähm … Mir ist es noch nicht geglückt. Da muss ich realistisch bleiben.
  • Da bin ich noch nicht … ähm … gefestigt.
  • Und trotzdem denke ich halt, dass ich jetzt einfach mal … ja … ähm …
  • [ Schlucken. ]
  • … in die andere Richtung auch gehen kann. Ohne das Gefühl zu haben … Das hatte ich ja am Anfang … Ähm … Deshalb wollte ich erst einmal das machen. Äh …
  • Dass es beliebig wird.
  • Büsten, die ich jetzt gesehen habe, auch in Potsdam, wirken auf dem ersten Blick … unglaublich EINFACH. Als wäre … Pfff … Als könnte man binnen eins zwei Stunden so einen Kopf formen.
  • Und das stimmt überhaupt nicht! Das ist … Selbst wenn … wenn so eine Büste … sehr abstrakt ist. Also die Form … ähm … Oder die Oberfläche …
  • [ Schlucken. ]
  • Ähm.
  • Nicht nach Haut aussieht. Sondern wirklich nach … ähm … nach … der Arbeit. Also sehr … Überhaupt nicht realistisch. Ist es überhaupt nicht … Ist es … Also auch wenn es so aussieht, überhaupt nicht so einfach!
  • Ähm … Die Plastik in sich stimmig zu machen.
  • Dass ist etwas, was ich die letzten anderthalb Jahre verstanden habe.
  • Das schaut sehr einfach aus. Aber dann wirklich so ein … ähm … eine Büste … ähm …
  • [ Schlucken. ]
  • … zu machen … Das sind zwei Welten!
  • Wie ich jetzt eben auch beim Ganzkörper mitbekomme. Ähm … Ein Oberschenkel sieht … einfach aus.
  • Aber IST es dann eigentlich gar nicht.
  • Sobald es ans Modellieren geht. Und ich denke jetzt, beim Kopf, … ähm … ist …
  • [ Klick. ]
  • … ist es … äh … schwierig, oder eine … eine … eine Hürde, oder eine … oder die Aufgabe … Ist es die Aufgabe, die kleinen … ähm … Bereiche, wie Mund, Auge, Nase, Ohren, … äh … stimmig zueinander zu setzen.
  • Und das ist genauso schwer … äh … eben wie wenn ich … ähm … abstrakter arbeiten würde.
  • [ Schlucken. ]
  • Denn da sind die Beziehungen zu den einzelnen … äh … Körperteilen und Formen im Gesamten, auch wenn man drumherum läuft, mit Hinterkopf und so, … ähm … Dass ist dann das Entscheidende. Dass das stimmt.
  • Und das geht eben nicht mal so schnell. Auch wenn es einfach ausschaut.
  • Daran habe ich mich ja noch überhaupt nicht … ähm … herangewagt.
  • An diese Aufgabe.
  • Denn jetzt bei der aktuellen Büste ist es ja eher ein … ein Abmessen gewesen. Von meinem Kopf. Und das Übertragen davon. Aber noch gar nicht mal …
  • Das ist es halt eben der nächste Schritt.
  • Ähm … Aber noch gar nicht mal …
  • [ Schlucken. ]
  • Ich habe noch nicht einmal den VERSUCH unternommen, … ähm … die … Ja … Den Kopf … ähm …
  • [ Schlucken. ]
  • [ Klick. ]
  • … unabhängig von … ähm … von … von … von …
  • [ Klick. ]
  • … den … realen Maßen … ähm … als eine Form zu begreifen.
  • Wo die einzelnen Teile MITEINANDER … agieren.
  • Nicht für sich stehen.
  • Sondern miteinander spielen.
  • [ Aufnahme Ende. ]
Werkstatt Plastisches Gestalten neuen Kopf angefangen Diplom Arbeit weitere rahmenlose Bilderhalter A4 und A3 gekauft in Klassenraum gelagert umsetzen im AV-Labor A4-Arbeiten scannen wegen Zugangsberechtigung nachfragen
Standpunkt Gespräch mit mir #33
  • [ Nach dem Versuch die Zeichnung von gestern zu wiederholen. ]
  • So eine große Zeichnung …
  • [ Kaffeetasse wird zur Seite geschoben. ]
  • … hat gestern genau einmal funktioniert. Heute wollte ich das noch einmal machen. Und …
  • [ Schlucken. ]
  • Es war nicht richtig.
  • Ich glaube, die Neugier fehlte. Also wo ich gestern jeden Strich … äh …, jede Geste, … äh … war dort etwas Neues. Und ich wusste noch nicht, was dabei herauskommt. Und habe halt immer wieder hingeguckt. Und heute war das eher so ein …
  • … Abarbeiten.
  • Wo ich gemerkt habe, … ähm … es gibt verschiedene Arten von Linien zeichnen.
  • Einmal gibts das, wo man zwei Punkte verbinden will. Eine Strecke eben … äh … haben möchte. Von A nach B. Die sehr … ja … äh … langweilig werden.
  • Und dann gibt es Linien, die …, während sie … äh … während ich sie zeichne, … ähm … selbst erst ihren Weg finden! Also wo noch nicht das Ergebnis feststeht. Sondern wo dann auch eben der … der Arbeitsprozess sichtbar wird.
  • Und DAS ist die spannende Linie.
  • Das ist die neugierige Linie!
  • Und … Das konnte ich heute nicht. Heute habe ich eigentlich bloß versucht, das, was ich gestern geschafft habe, nachzumachen.
  • Zu wiederholen!
  • [ Klick. ]
  • Und … Zweiter Punkt. Ich glaube, ich habe mich zu sehr auf das Gesamtbild … konzentriert. Also ich habe bereits davor überlegt, welche Haltung ich haben möchte. Welche … ähm … Ja, ich habe extra die Hand sozusagen … ähm … so gezeichnet, wie es eigentlich gar nicht möglich wäre.
  • Einfach, weil ich es WOLLTE.
  • Und ich glaube, der Unterschied ist dann eben: Bei dem WOLLEN … Ich … mache etwas, … ähm … Ich ziehe sozusagen eine Linie, weil das Ergebnis stimmen soll. Und was … äh … gestern war, … ähm … da wollte ich NICHT.
  • Da passierte es! Da war ich sozusagen neugierig. Das einfach ausprobieren wollte. Und noch nicht auf das Gesamt… äh …ergebnis … hingearbeitet habe.
  • Und deshalb … äh … hat die Arbeit von gestern halt extrem viel, finde ich, …
  • Deshalb saß ich da glaube ich eine Stunde lange noch davor. Hab mir das einfach angeguckt.
  • Da spürt man … Da spüre ich … äh … ja, die Neugier!
  • Wie funktioniert etwas? Wie funktioniert der Fuß? Wie funktioniert … ähm … Oder welche … Welche … ähm … Welche Flächen gibt es? Welche … Welche Linien verbinden sich beim Körper miteinander? Welche Muskeln?
  • Und heute war das wirklich eher ein KOPIEREN.
  • Also jetzt nicht … äh … streng. Aber … ähm … ein … ABARBEITEN.
  • [ Schlucken. ]
  • Und am Ende wurde ich … gleich … äh … pfuschig. Also …
  • [ Straßenbahn fährt vorbei. ]
  • Ich habe dann große Flächen … äh … sofort ausgefüllt. Obwohl … ähm … die Details gar nicht … ähm … da waren.
  • Gerade die Details, also das genaue Hingucken, … Wie funktioniert die Hand? Äh … Wie schaut ein Fingernagel aus? Ähm … Auch wenn das bloß ein Augenblick ist, … äh … der Konzentration darauf, … Aber das … Das … sehe ich der Zeichnung am Ende an.
  • Ob der Nagel nun … ähm … eigentlich aus zwei Punkten besteht, welche ich miteinander verbinde. Oder ob der Nagel … ähm … Ob ich den Nagel halt mit dem Auge ABTASTE. Und in dem Moment Moment dann auch … äh … diesen kleinen Abschnitt … äh … zeichne.
  • [ Schlucken. ]
  • [ Klick. ]
  • Das ist glaube ich auch wieder der … Verweis … zu … äh … Kinderzeichnungen. Die … Wo das Kind, wenn es zeichnet, ja nicht bereits … ähm … weiß, was es … ähm … Also wie es am Ende ausschauen SOLL.
  • Es hat zwar ein Blatt Papier, aber es ist … äh … Es wird noch nicht eingeteilt. Am Anfang.
  • Das ist mir gestern passiert. Ohne drüber nachzudenken.
  • WEIL es etwas Neues war!
  • Und heute hatte ich schon zu viel Struktur drinne.
  • Und das hat's … zerstört.
  • [ Aufnahme Ende. ]
Ganzkörper, Zeichnung
Ganzkörper, Zeichnung
anderes Bild nach Konturzeichnen schwarz ausgemalt
anderes Bild nach Konturzeichnen schwarz ausgemalt
Diplom Arbeit Ganzkörper, Zeichnung gk-zeichnung-m.jpg gestern Papier ausgerollt, draufgelegt und Form gezeichnet danach einzelne Körperteile genau angeschaut und auf Papier übertragen bei Kopf Spiegel auf Boden gelegt umsetzen noch einmal mit Pergamentpapier ausprobieren, 50cm Breite anderes Bild nach Konturzeichnen schwarz ausgemalt klassenraum-test7-k.jpg Collage Werkstatt Plastisches Gestalten an Ganzkörper mit 2 Spiegeln weitergearbeitet Büste mit Kopftuch
Selstbildnis, 1977, Gerda Lepke
Selstbildnis, 1977, Gerda Lepke
Strukturierte Vertikale Rot-Gelb-Blau, 1988, Günter Hornig
Strukturierte Vertikale Rot-Gelb-Blau, 1988, Günter Hornig
Fritz Cremer, 1965/66, Theo Balden
Fritz Cremer, 1965/66, Theo Balden
Selstbild, 1973/74, Bronze, Sabina Grzimek
Selstbild, 1973/74, Bronze, Sabina Grzimek
Selbsbildnis auf bulgarischer Ikone, 1977, Mischtechnik auf Holz, Werner Tübke
Selbsbildnis auf bulgarischer Ikone, 1977, Mischtechnik auf Holz, Werner Tübke
Ausstellung Hinter der Maske Künstler in der DDR, Museum Barberini (am nächsten Tag, nach handschriftlichen Notizen) Selstbildnis, 1977, Gerda Lepke gerda-lepke-k.jpg mit vielen farbigen kleinen Strichen / Punkten "Selbst", 1947, Gerhard Altenbourg Kreide und Aquarell auf Karton Kleidung und Wahl Bildausschnitt nach Renaissance unvollendet Selbstverständnis erst wieder aneignen, nach Kriegserfahrung "Selbstinszenierung", Fotografie, 1952, Evelyn Richter Serie "Wörter", Mitte 1970er, Schreibmaschinen-Arbeiten, Ruth Wolf-Rehfeldt Strukturierte Vertikale Rot-Gelb-Blau, 1988, Günter Hornig guenter-hornig-k.jpg Büsten Fritz Cremer, 1965/66, Theo Balden theo-balden-k.jpg durch Aufsicht Verbot Kugelschreiber weiter zu benutzen Bleistift bekommen Selstbild, 1973/74, Bronze, Sabina Grzimek sabina-grzimek-k.jpg hervorstechende Augen "Das Lächeln der Mona Lisa oder Kann Hoffnung scheitern?", 1976/77, Jürgen Schiferdecker Rahmen geschweißt Aufteilung wie Triptychon Schrein mit rotem Vorhang und Relikt Selbsbildnis auf bulgarischer Ikone, 1977, Mischtechnik auf Holz, Werner Tübke werner-tuebke-k.jpg Selbsterhöhung als gottgleicher Künstler siehe auch Albrecht Dürer
aktueller Zustand
aktueller Zustand
Klasse Bildende Kunst HGB Rundgang 2018 Planung Klassenausstellung zum HGB Rundgang in Hochschule noch machen Metallwerkstatt: 1 Kurs Schweißen 2 Ständer, Modelliergerüste selbst bauen Werkstatt Plastisches Gestalten: 3 Ganzkörperporträt, allerdings nach eigenen Ansichten 4 eigenen Körper vermessen, dazu Zeichnungen / Papierarbeiten fremder Körper ist nur für kurze Zeit verfügbar, wenig Zeit zum intensiven beobachten 5 Bronzeguss; keine spezielle Arbeit 6 Plotter, Ganzkörperporträts, kleines Format, mit Skribent (auch mit eigenem Plotter möglich) Werkstatt Plastisches Gestalten (Treff mit Kommilitone Kommilitone am nächsten Tag) aktueller Zustand beuste-neu4-m.jpg Ansichten
Arbeit, gerahmt
Arbeit, gerahmt
Hängung große Fotografie
Hängung große Fotografie
kleinere Arbeiten auf Tisch
kleinere Arbeiten auf Tisch
Feldstaffelei mit Spiegel
Feldstaffelei mit Spiegel
Büste seitlich
Büste seitlich
Büste frontal
Büste frontal
Studium 2 0
Diplom Arbeit Einzelgespräch mit Mark Helmut Mark Arbeit, gerahmt gk-gerahmt-m.jpg große Fotografie wieder ausgerollt und aufgehangen Hängung große Fotografie diplomklassenraum2-k.jpg kleinere Arbeiten auf Tisch diplomklassenraum1-k.jpg Modell Werkstatt Plastisches Gestalten in Werkstatt aktueller Stand Büste vorgestellt würde alle drei Büsten ausstellen evtl. auch Feldstaffelei mit Spiegel Feldstaffelei mit Spiegel diplomklassenraum4-k.jpg neue Büste in Ton gezeigt Büste seitlich diplomklassenraum5-k.jpg Büste frontal diplomklassenraum7-k.jpg noch nicht abgießen, bis Februar nass halten Bett noch einmal überdenken, da für mich eigentlich keine Arbeit es soll auch keine Performance werden, wird es aber automatisch, wenn ich drinne liege Bett wäre als einziges Objekt nur für Diplom im Klassenraum deshalb doch nicht einplanen A4-Arbeiten mit rahmenlosen Bilderhaltern ausprobieren Werkstatt Metallwerkstatt 2 x Schattenfuge Stahl für 80x100cm verhüllte Arbeiten sind Mitte Januar fertig 500g Kaffee überreicht
(mit Notizen der letzten Tage) Werkstatt Plastisches Gestalten weiter mit Kommilitone Kommilitone an Plastik und Büste gearbeitet Augen und Oberkörper am Modell besser zu bearbeiten als mit Spiegel nächste Woche Beine ausarbeiten Kopf im Unterschied zum restlichen Körper streng zentriert Diplom Arbeit schwarze Klammern für Papierarbeiten gekauft Modell im Klassenraum für Montag aufgebaut Montag großes Foto wieder ausrollen weitere Skizzenblätter gesammelt umsetzen später im AV-Labor digitalisieren Standpunkt Gespräch mit mir #32
  • [ Im Bett. ]
  • Nach Februar werde ich mir … ein Jahr Zeit geben, das Studium zu … verarbeiten.
  • Das klingt jetzt irgendwie ein bisschen komisch.
  • Aber es ist halt doch anders, als … ähm … ein Studium …
  • [ Katze schreit. ]
  • … wo es eher darum geht, etwas zu … ler…
  • [ Katze schreit. ]
  • …nen. Denn hier war ja eher, dass ich überhaupt … äh … mitbekomme, was ich WILL.
  • So. Und diese …
  • [ Katze schreit. ]
  • … ganzen … ähm …
  • [ Schlucken. ]
  • Gedanken, auch Zweifel Zweifel, zu der eigenen Person, zu den Arbeiten, auch zu den Arbeiten der anderen und zum Künstlertum überhaupt, … äh … oder offene Fragen, Bestätigung und so weiter …
  • [ Schlucken. ]
  • … das muss ich erst einmal sacken lassen.
  • Denke ich mir.
  • Da ist es ganz gut, erst einmal wieder Abstand zum … System zu bekommen.
  • Und auch die … ähm … Ja! … Die ganzen Notizen, die ich gemacht habe, eigentlich noch einmal durchzugehen und das … ähm …
  • Genau.
  • [ Schlucken. ]
  • Aktuell … ähm …
  • [ Kopfkratzgeräusche. ]
  • … habe ich so vor, im Februar, dass ich … ähm … neben den Notizen eben noch … ähm … gerne ohne großer … ähm … Gedankenkonstrukte …
  • [ Schlucken. ]
  • … an den Geradenbilder weiter arbeiten möchte.
  • Dann aber kleiner. Also, dass ich mir einen Plotter für … 30 mal 20 Zentimeter maximal … ähm … anschaffe. Und … ähm …
  • Das habe ich jetzt mal gesehen bei … bei … Dürer! Dass viele Arbeiten sehr sehr klein sind. Kupferstich. Stiche. Und sehr sehr detailreich. Und es auf einem sehr kleinen Format … ähm … viel zu entdecken gibt.
  • Und gäbe.
  • Und es gar nicht immer so groß sein muss. Wo ja heute eigentlich vieles, also was ich gesehen habe, auch in der Hochschule, GROSS gemacht wird. Ob's jetzt Sinn macht oder nicht. Es ist so ein … Naja … Es ist so ein Standardging. Irgendwie.
  • Erst einmal groß machen!
  • So. Und dabei müssen viele Arbeiten vielleicht gar nicht groß sein.
  • [ Schlucken. ]
  • Ich mache jetzt ja auch diese eine verhüllte Arbeit … ähm … viel zu groß. Mit 100 mal 80 Zentimetern.
  • Ist jetzt zwar nicht riesig. Aber … ähm … es könnte bei einem Porträt eigentlich … 30 mal 20 sein.
  • Zum Beispiel.
  • Also viel kleiner!
  • Ich würde dann aber eben nach dem Studium … äh … wieder … ähm … sozusagen zurück fahren. Und … äh … Dann gleichzeitig aber … ähm …sicherlich … äh … neue Felder entdecken. Und zwar: Detailreichtum!
  • Dass ich also auch mit Stiften arbeite, wo ich … ähm … auf 0,3 Millimeter oder 0,5 Millimeter komme. Oder so. Ähm … Wo ich den Radiographen noch einmal ausprobiere.
  • Jetzt.
  • Und dadurch halt, was ich bisher halt bloß in groß machen konnte auch, wegen der Strichstärke, dass ich das jetzt in klein … ähm … probieren kann.
  • [ Schlucken. ]
  • Und kleine Arbeiten mache.
  • [ Klick. ]
  • Diese kindlichen Tagebuchzeichnungen fand ich … sehr … Naja … Während ich gezeichnet habe, halt … Das war sehr gut! Vielleicht mache ich sowas halt noch mit anderen … Nicht so dieses platte Kindliche. Mit großen runden Gesichtern. Oder so. Sondern … Weiß ich nicht … Ähm … Einfach mit den Buntstiften arbeiten!
  • So.
  • Auch wieder auf kleinem Papier.
  • [ Klick. ]
  • Ich denke, die verhüllten Arbeiten, dieses Motiv, das ist ausgereizt. Solange ich … äh … nicht SPÜRE, etwas verhüllen zu müssen. Das war bisher, ich denke, in zwei so Schüben. Wo ich extreme Zweifel Zweifel hatte. Halt an den eigenen Arbeiten.
  • Oder überheblich war! Also gedacht habe, … äh … es wären MEISTERWERKE, die ich tue. Und …
  • [ Schreit. ]
  • RAMSES!
  • [ Aufnahme Abbruch. ]
  • [ Aufnahme wieder aufgenommen. ]
  • Also in meiner Vorstellung ist das ja noch irgendwie meine Zukunft. Die verhüllten Arbeiten. So. Zeigen, gesehen werden, aber nicht … ähm …
  • Ne. Gesehen werden, aber nicht zeigen!
  • Muss ich aber eben nicht, … ähm … solange ich nicht ausstelle, solange ich jetzt meine … ähm … mein Vorgehen nicht ändere und diesen Drang auch nicht habe, … Ähm … Wird da glaube ich nichts neues entstehen.
  • Da werde ich jetzt eher diese kleinen Zeichnungen machen. Äh … Mit der Maschine arbeiten.
  • Auch mit dem Computer arbeiten! Das macht ja auch … ähm … Ja … Da … Das liegt mir auch!
  • Dabei entstehen ganz von selbst diese … ähm … ja … entstellten Porträts. Ob ich jetzt will oder nicht! Das ist … Diese Sammlung geht auch weiter.
  • Dann werde ich vielleicht noch einmal nach Werkzeugausstattung suchen. Neben der … äh … Neben dem Plotter. Was ich da noch brauche. Und bei den Bilderrahmen werde ich mich dann sehr zurückhalten. Da habe ich ja jetzt ziemlich viele angeschafft. Auch für die Prüfung.
  • [ Schlucken. ]
  • Da bin ich gedeckt.
  • [ Schlucken. ]
  • Und ich glaube, ich werde auch vieles wegschmeißen.
  • An Entwürfen, die jetzt aber nicht … ähm … Naja, die jetzt nicht so diesen … Die jetzt nicht für sich selbst stehen können. Sondern wirklich einfach … UNFERTIG sind. Zum Beispiel. Davon habe ich ja auch viele. So. Die bringen mir, denke ich, auch in 20 Jahren nichts. So wenn ich sie mir angucke.
  • Ich habe ja genug Entwürfe, die halt auch für sich stehen. Also die alleine schon wirken. Die kann ich ja behalten. Aber ich werde auch einiges … eben …
  • [ Katze meckert. ]
  • … wegschmeißen.
  • [ Schlucken. ]
  • Ein bisschen Angst habe ich schon davor, nach dem Studium … Nicht in ein Loch zu fallen! … Sondern … ähm … AUFZUHÖREN. Also … Diese …
  • Diese Gespräche. Nachts. Zum Beispiel. Diese Auseinandersetzung. Na mit meinen Themenfeldnern, die ich eben habe. Die hat's ja nur gegeben, WEIL ich an der Hochschule war. WEIL ich die Werkstätten nutzen konnte. WEIL … äh … ich … äh …
  • [ Katze meckert. ]
  • … kommuniziert habe. Mit Kommilitonen. Gespräche mit Professoren hatte. Und das sind alles Sachen, die nach dem Studium, wie davor eben, wieder wegfallen. Ich weiß halt noch, wo ich in meiner Kammer war. Im Kämmerchen. In Berlin. Ähm … ähm … Mir mein Künstlersein sozusagen …
  • [ Schlucken. ]
  • … ähm … Na das war ein System, was halt für sich selbst existierte. Und wo ich halt immer … äh … mich selbst nach oben brachte. Nicht fallen KONNTE. Weil ich … äh … nicht nach draußen ging. Und … äh … Immer Bestätigung durch mich selbst bekam. So. Gibt's dann auch wenig Kritik. Von außen. Was ja … Wo ich die letzten fünf Jahre gemerkt habe, dass es sehr wichtig eigentlich ist. Ähm … So diesen fremden Blick noch einmal darauf zu haben. Jetzt nicht … äh …, um zu sehen, wie kann ich etwas machen, … äh … damit es bei anderen ankommt. Sondern, wie … wie kommt denn das an, was ich … was ich … was ich … selbst darin sehe. Was ich da mache. Oder wie kommuniziere ich das. Ähm … Was ich tue.
  • Oder wie verweigere ich mich dem! Also auch das ist ja eine Art von Kommunikation.
  • [ Schlucken. ]
  • Und das fällt jetzt, denke ich, danach wieder weg. Ich habe in der Zwischenzeit jetzt nicht … äh …, was so oft … äh … gefordert wird, oder … äh … angestrebt wird …
  • Netzwerk!
  • Ähm … Oder eben Ausstellungen. Irgendwo machen. In kleinen Galerien. Oder … Was weiß ich.
  • Das ist eben nicht mein Ding! Das war's davor nicht. Das ist es nicht während des Studiums gewesen. Und das wird danach jetzt eben auch nicht passieren.
  • So.
  • [ Katze meckert. ]
  • Was ich gut fand, waren eben die Rundgänge. Da … ähm … konnte ich sozusagen ohne den Verwaltungskram zu machen, ohne groß zu werben, ohne mich zu BEWERBEN … Das ist das nervige eben daran, finde ich. Ähm … Konnte ich etwas ausstellen. Das hatten automatisch viele gesehen.
  • Ohne, dass … äh … dass es jetzt im Mittelpunkt gestanden hätte.
  • Das fällt ja …
  • [ Katze meckert. ]
  • … eben auch weg. So.
  • Also es wird … Ich werde Neues machen! Das ist gar keine Frage! Das sehe ich schon!
  • [ Nachbarn stehen vor Wohnungstür. Reden laut. ]
  • [ Schlüssel werden im Schloss gedreht. ]
  • Ich weiß jetzt nicht, ob ich, gefühlt, fortschreiten werde.
  • [ Tür kracht zu. ]
  • Ob ich eher stehen bleibe.
  • Oder ob ich es schaffe, auch in meinem eigenen System, abgekoppelten System, mir einen Arbeitsalltag … ähm …, wo ich sozusagen täglich ein paar Stunden nehme, bewusst nehme … ähm … arbeite.
  • Ohne … Genau. Und dann halt sehe, was … was passiert. Ohne jetzt halt … ähm … das dann auszustellen. Aber halt weiter etwas mache. So. Weiter überlege. Das sind …
  • Gerade auch dieses Überlegen! Dieses … ähm … Dieses Denken! Dieses Transkribieren! Das … Das IST mein Ding. So. Und Damit das nicht wegfällt, muss ich mir jetzt wieder selbst Zeit vorgeben. Die von der Hochschule, mehr oder weniger, schon vorgegeben waren. Oder wenn man in so ein System eintritt, dann … dann fließt man sozusagen mit.
  • Teilweise.
  • So. Wenn man keinen Einspruch einlegt, dann passiert automatisch etwas. Man wird angesprochen. Oder man … man … Ich nutze die Möglichkeiten.
  • Das muss ich mir dann jetzt selber aufbauen. So.
  • [ Aufnahme Ende. ]
Standpunkt Gespräch mit mir #31 Diplom Arbeit Geradenbilder
  • [ Früh, es ist noch dunkel. Überlegungen zur Maschine. ]
  • Über das Arbeiten mit der Maschine. Mit dem Plotter.
  • [ Schlucken. ]
  • Darüber habe ich … ähm … lange Monologe vor mir selbst gehalten.
  • Denn dieser Prozess, dass ich … äh … dabei … eher … nur den Gedanken habe und die Vorarbeit mache und die …
  • [ Schlucken. ]
  • … eigentliche … oder die Zeit, in der dann das Bild entsteht, also Materie wird, …
  • [ Schlucken. ]
  • … ähm … nur daneben stehe.
  • [ Klick. ]
  • Da wird sozusagen der Gedanke …
  • [ Schlucken. ]
  • … nur noch, in Anführungszeichen, umgesetzt. Und es wird kein … Es wird keine menschliche …
  • [ Schlucken. ]
  • Kein Fehler mehr zugelassen. Und ein Fehler kann aber … etwas sehr …
  • [ Klick. ]
  • … gutes sein. Weil dadurch eben auch Sachen entstehen, die man …
  • [ Schlucken. ]
  • … nicht vorhersehen konnte.
  • Diese Fotocollagen oder die Spiegelzeichnungen sind sogar, glaube ich, entstanden, weil ich … äh … zwischendurch … äh … wieder spüren wollte, wie es eigentlich ist, einen Stift in der Hand zu halten. Und … ähm … Im Augenblick …
  • [ Schlucken. ]
  • … der Bildentstehung Teil zu sein. Davon.
  • Es hat halt zwei Seiten. Solche großen Arbeiten hätte ich … ähm … nur mit der Hand gar nicht machen können. Beziehungsweise das Handwerk Handwerk … müsste ich auch erst erlernen. Dafür.
  • [ Schlucken. ]
  • Und es sind Sachen entstanden, die ich eben nicht … äh … ähm … Also wo der Gedanke größer war als die Umsetzungskraft.
  • [ Schnell zu Ende gesprochen, da Symbol für Batteriestatus auf Rekorder blinkt. ]
  • [ Aufnahme Ende. ]
Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen!
Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen!
Spiegelbild, auf Folie
Spiegelbild, auf Folie
Ganzkörper, Collage
Ganzkörper, Collage
Kindliches Selbstporträt
Kindliches Selbstporträt
Technologien des Plastischen Vortrag von Jan Großmann Werkstatt mit gesäubert, Stühle aufgestellt Friedrich-Büsten haben zugesehen Diplom Arbeit gelieferte Rahmen ausgepackt, Arbeiten gerahmt Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen! klassediplom10-m.jpg Ansichten Spiegelbild, auf Folie klassediplom11-k.jpg mit Glas vor und hinter Folie Ganzkörper, Collage klassediplom12-k.jpg Kindliches Selbstporträt klassediplom13-k.jpg Ganzkörper in Holz geritzt kurzes Gespräch mit Kommilitone Kommilitone über Thema und Gegenstand Standpunkt Gespräch mit mir #30 Diplom Arbeit
  • [ Nachts. Überlegungen zum Bett. ]
  • Das Bett.
  • [ Schweres Einatmen. ]
  • Im Bett ist der Ursprung. Aller meiner Arbeiten. Hier habe ich nicht … gezeichnet. Hier habe ich … keine Büsten modelliert. Hier war der ANFANG. Hier war der Gedanke.
  • Der Ursprung sozusagen.
  • Und der Gedanke ist um ein Uhr früh, zwei, drei Uhr nachts, vor allem eines: Radikal.
  • Er ist nicht … weich geklopft. Wie … bei Kommunikation. Wie … bei Sonnenschein. Sondern er ist: Klar.
  • In der Nacht, wenn es dunkel ist um einen herum, ist der Gedanke …
  • [ Klick. ]
  • … eindeutig. Einstimmig.
  • [ Klick. ]
  • Einfach ausgesprochen.
  • [ Klick. ]
  • Grundsätzlich.
  • [ Klick. ]
  • Der Gedanke wirkt bei Tagesanbruch …
  • [ Klick. ]
  • [ Klick. ]
  • … zu STARK.
  • [ Klick. ]
  • Zu gewagt.
  • [ Klick. ]
  • Weshalb ich froh bin, dass ich nachts den Gedanken festhalte. Tagsüber transkribiere und ihn damit in …
  • [ Klick. ]
  • [ Klick. ]
  • … meinen …
  • [ Klick. ]
  • … Arbeitsraum bringe.
  • [ Klick. ]
  • Die Bilder hier … sind, betrachte ich sie selbst, nicht etwa radikal! Grundsätzlich! Verstörend!
  • Es sind … Selbstbildnisse. Es ist der Körper. Es ist etwas ganz … mhm … alltägliches.
  • [ Schlucken. ]
  • Aber die … der Grund, warum ich sie überhaupt gemacht habe, auch wenn er nicht auf den ersten Blick wahrnehmbar ist, oder auffällt, ist eben der Gedanke.
  • Der in der Nacht kam.
  • Die Striche, die Geradenbilder, sind nicht zufällig Geraden. Dieser einfache Kopf ist nicht zufällig so einfach. So primitiv. Die Büste ist nicht einfach bloß eine Büste, sondern …
  • [ Straßenbahn fährt vorbei. ]
  • [ Klick. ]
  • Oder die Holzkästen, die etwas verbergen, …
  • [ Klick. ]
  • … sind nicht nur Verpackungsmaterial. Sondern hinter all diesen Dingen steht etwas, was ich gar nicht einmal unbedingt … erläutern muss. Aber es ist halt wichtig zu wissen, dass der Gedanke der Ursprung war, für diese … Arbeiten. Die ohne dem nicht entstanden wären.
  • [ Klick. ]
  • Deshalb: Das Bett.
  • [ Aufnahme Ende. ]
großes Selbstbildnis und Eck-Arbeit
großes Selbstbildnis und Eck-Arbeit
Eck-Arbeit angebracht
Eck-Arbeit angebracht
Werkstatt Plastisches Gestalten weiter an Plastik gearbeitet Ausarbeitung von gestern verworfen und neu aufgebaut aktueller Zustand Modell nicht auf gesamten Körper hin bearbeiten sondern nur einzelne Bereiche, wie Rücken, Knie, Arme Diplom Arbeit im Klassenraum 120x160cm Porträt aufgehangen großes Selbstbildnis und Eck-Arbeit klassediplom1-k.jpg nach Einzelgespräch mit Mark Helmut Mark noch einmal anders herum rollen Eck-Arbeit angebracht klassediplom2-k.jpg Werkstatt Holzwerkstatt morgen bei Alberti Wolfgang Alberti Holzplatte 100x80cm abholen als Vorschau für Einzelgespräch nutzen im Januar dann verhüllte Arbeit herstellen, inkl. Rahmung von Metallwerkstatt bei Hausmeister wegen Hebebühne angefragt für 1.-7.2 reserviert kann am Wochenende also arbeiten Standpunkt Gespräch mit mir #29 verhüllt Diplom Arbeit
  • [ Abends. Am Schreibtisch. Rede zum verhüllten Selbstbildnis geprobt. Im Hintergrund erklingt Bach. ]
  • Ja! Das verhüllte Selbstbildnis über Eck hat natürlich etwas mit dem Schwarzen Quadrat zu tun.
  • Ich bin da zwiegespalten. Was das Schwarze Quadrat angeht. Auf der einen Seite ist eben die gedankliche Ebene. Ähm … Die ich … Die mir auch in der Hochschule, in der Hochschulzeit, …
  • [ Schlucken. ]
  • … vermittelt wurde. Ähm … Es ist am Ende ein … Meisterwerk. Es … äh … wird hochgehalten. Es wird als Anfang gesehen. Und … Auf der anderen Seite habe ich das Schwarze Quadrat … GESEHEN.
  • In der Schweiz.
  • Und was soll ich sagen? Das war halt ein … eine Arbeit.
  • Das heißt, wie bei der Mona Lisa höchstwahrscheinlich. Oder was ja bei mir dann auch so war, als ich sie gesehen habe. Es gibt halt dieses gedankliche Konstrukt, in der Kunstgeschichte. W… W… Und es gibt die eigentliche Arbeit!
  • Das selbe wie mit dem Pissoir!
  • In Paris und London gesehen. Hat in Realität eben … Oder … Kann den Erwartungen in Realität gar nicht … ähm … entsprechen.
  • [ Schlucken. ]
  • So wie es … So wie die Arbeit … ähm … in … in … in … in den Kursen behandelt wurde.
  • [ Klick. ]
  • Und: Ja. Bei dem Schwarzen Quadrat war das … ähm …
  • [ Schlucken. ]
  • … in Bezug zu, ich glaube der orthodoxen Kirche. Ähm … Bei einigen meiner Arbeiten habe ich so … Habe ich eine Verbindung … äh … eine religiöse Komponente … ähm … selbst entdeckt. Auch unter anderem nachträglich.
  • Wie zum Beispiel bei dem Ganzkörperporträt!
  • Was für mich … äh … wie Adam … äh … ausschaut. Der, anstatt aus Lehm, aus den Geraden, aus dem Urelement, aus dem … ähm … geschaffen wird.
  • Wie auch aber bei den verhüllten Arbeiten. Ähm … Was ja auch im Christentum … ähm … eine große Bedeutung hat. Beziehungsweise im Katholizismus.
  • [ Zieht Rotze hoch. ]
  • Mehr als im … im … bei den Evangelen.
  • Glaube ich zumindestens. Ich hab's zumindest eher bei den anderen halt entdeckt. Mit der Kreuzverhüllung und so.
  • [ Schlucken. ]
  • [ Aufnahme Ende. ]
Standpunkt Gespräch mit mir #28 verhüllt Diplom Arbeit
  • [ Abends. Im Bett. Es liegt Schnee auf den Dächern gegenüber. ]
  • Ich kann gerade keine Arbeit verhüllen.
  • Ich würde gerne eine … einen Kasten bauen. Aber ich … äh … spüre halt nicht, dass …
  • [ Lange Pause. ]
  • Dieser Kasten, diese Arbeit, die ich dann verhüllen … Wirklich … Also dass ich das jetzt wirklich machen WILL.
  • Das wäre jetzt so etwas, wie … eine Art Auftrag.
  • Aber es … ähm … Ich habe halt nicht den DRANG, es wirklich zu tun!
  • Auch wenn ich ihn gerne HÄTTE.
  • [ Schlucken. ]
  • [ Klick. ]
  • Das zeigt mir aber auch, dass … Egal, ob das jetzt eben das Verhüllen ist, oder … mit Buntstiften zu malen, zu zeichnen, oder … Geradenbilder zu machen, …
  • [ Schlucken. ]
  • Dass ich das selbst nicht als … ähm … bloßes Bild betrachte. Also als … ähm … ein ästhetisches Erzeugnis. Sondern … ähm … wirklich dahinter stehen muss. Dahinter … Gedanken …
  • Ohne so einem Gedanken. So einem Drang, etwas … ähm … darzustellen, in Aktion zu treten, …
  • [ Schlucken. ]
  • … würden die Arbeiten rein oberflächlich bleiben.
  • Und dieses Gefühl, dass das passieren wird, habe ich gerade.
  • Und ich möchte aber keine Arbeit verhüllen, nur weil ich zum Beispiel jetzt für eine Ausstellung eine Arbeit verhüllt zeigen möchte.
  • [ Klick. ]
  • Sondern die Arbeit musste verhüllt werden WOLLEN.
  • [ Aufnahme Ende. ]
  • [ Aufnahme Anfang. ]
  • Ich will nicht Kopist meiner eigenen Arbeit sein!
  • [ Aufnahme Ende. ]
Modell
Modell
Narcissus/ROCI USA, 1990 © Robert Rauschenberg Foundation
Narcissus/ROCI USA, 1990 © Robert Rauschenberg Foundation
Ohne Titel (Robert Smithson), 2002, Öl auf Leinwand, Wilhelm Sasnal
Ohne Titel (Robert Smithson), 2002, Öl auf Leinwand, Wilhelm Sasnal
umsetzen gesammelte Skizzen- und Notizblätter mit Bezug zum Selbstporträt in AV-Labor einscannen Werkstatt Plastisches Gestalten (am Donnerstag) weiter mit Modell gearbeitet verhüllt verhülltes Selbstporträt für Wandecke in Klassenraum verwahrt Diplom Arbeit Modell modell-klassenraum1-1-m.jpg Ausstellung Von Pablo Picasso Pablo Picasso bis Robert Rauschenberg Robert Rauschenberg Kunstsammlungen Chemnitz Narcissus/ROCI USA, 1990 © Robert Rauschenberg Robert Rauschenberg Foundation sammlung-chemnitz1-k.jpg aus Serie "Wax Fire Works" experimentierte mit Reproduktions- und Transfertechniken arbeitete mit Siebdruck- und Galvanisiertechniken, mit Säuren und Pigmenten, heißem Wachs Außenwelt spiegelt sich auf glänzendem Edelstahl als Teil des Bildes "5 Socks", John Finneran, 2007, Öl auf Aluminiumblech Ohne Titel (Robert Smithson), 2002, Öl auf Leinwand, Wilhelm Sasnal sammlung-chemnitz2-k.jpg Robert Smithson (1938-1973, US-amerikanischer Maler und Land-Art-Künstler)
HGB Rundgang 2018 nach Diplom-Prüfung eine Woche davor evtl. noch Rundgang-Beitrag überlegen Klassenausstellung mit einer Arbeit und im Flur Fläche reservieren wenn Fläche reservieren: 1 viele A4-Blätter mit Ausdrucken von Selbstgesprächen, Selbstbildnissen Geradenbilder / Collagen / Digital / Zeichnungen auf gesamter Fläche verteilen, auch übereinander bei Selbstgespräche je nach Länge A4-Blätter untereinander reihen 2 oder ein Selbstgespräch groß auf Papierrolle drucken / selbst schreiben, aufhängen drumherum dann Arbeiten auf A4-Blättern / Fotoabzügen anordnen Halterung für Papierrolle aus Metall in Metallwerkstatt herstellen lassen Stange aus Holz, auch am unteren Ende als Gewicht mit Bezug auf Diplom-Prüfung und Beitrag zur Klassenausstellung 3 Tage (Montag bis Mittwoch) Zeit zum Aufbau 3 wenn Diplom-Ausstellung dann keine zusätzliche Flurarbeit
Standpunkt Gespräch mit mir #27
  • [ Wegen leichter Halsschmerzen tagsüber im Bett. Nicht mit nach Berlin gefahren. Gedanken zum gestrigen Gespräch mit Werkstattleiter über Avantgarde und Bedeutung von Kunst allgemein und heute. ]
  • Je mehr Kunst ich sehe, in Museen, Galerien, Ausstellungen allgemein, desto … ratloser … bin ich.
  • [ Klick. ]
  • Mhm.
  • In den letzten Jahren habe ich ja mir sehr viel angesehen. Und … was schon deutlich wird ist, dass neuere Kunst, …
  • [ Schlucke. ]
  • … also sagen wir seit 100 Jahren, aber vor allem jetzt in den letzten Jahrzehnten, … ähm … sie in alle Richtungen ausschert.
  • [ Pause. ]
  • Alles vertreten wird.
  • Alle Meinungen.
  • Alle Stile. Alle Techniken.
  • Was auch gut ist! Ich meine, ich lebe da jetzt drinne. So. Das gefällt mir.
  • Eigentlich.
  • [ Laut eingeatmet. ]
  • [ Pause. ]
  • Die Frage ist halt: Gibt es überhaupt etwas, was … mhm … also …
  • [ Schlucke. ]
  • … also wo man heute sagen würde, das ist heute die … das wäre heute die Moderne?
  • Also wo etwas Neues … ähm … Wo etwas … ähm … Wie heißt das?
  • Propagiert!
  • … wird.
  • Also gesagt wird: Äh …
  • Das ist Kunst! Äh …
  • Das ändert sie!
  • Das ist tot!
  • Ähm … So muss es sein!
  • Das ist die Zukunft!
  • [ Pause. ]
  • Wie im Gespräch auch … äh … gestern … glaube ich … Da habe ich schon gemerkt, dass … Es GIBT vielleicht … also die Idee der Avantgarde … Das ist vielleicht komplett …
  • [ Luft pfeift durch den Mund. ]
  • … FALSCH.
  • Also ich meine, sie sind … so habe ich das jetzt gemerkt … ja auch immer irgendwie … GESCHEITERT.
  • Und es kam etwas Neues. Und das Neue war plötzlich das Richtigere. Äh … Systeme … ähm … wurden beendet. Und damit hörte auch eine … ähm … Kunst auf. Und was anderes … übernahm das.
  • Also ist … ähm … der DRANG nach … nach etwas NEUEM, nach DEM Richtigen, nach dem ZUKÜNFTIGEN, …
  • [ Schlucke. ]
  • Der ist vielleicht … ähm … Der ist eigentlich bloß VORGESCHOBEN!
  • Dadurch … ähm … Also der Mensch, also ICH neige dann ja dazu, … ähm … äh … selbst so einen Drang zu verspüren. Irgendwie so ein kribbeln. So. Das ist vielleicht das Menschliche! Ähm …
  • [ Klick. ]
  • Vielleicht evolutionär bedingt!
  • Dass man nach … äh … nach etwas NEUEM, etwas HÖHEREM, strebt.
  • Und dass dieser … Es ist kein Fehler! Aber vielleicht, ich sag's jetzt einfach mal so … Das dieser Fehler auch in der Kunst gemacht wird.
  • [ Pause. ]
  • Dabei sind doch … Ich BIN jetzt eben schon wieder bei … ähm … Ja. Bei Höhlenmalerei. Äh … Oder bei anderen Anfängen der Kunst.
  • Da sind ja diese Dinge nicht …
  • [ Schlucke. ]
  • Ich denke: Nicht … Dass sie nicht den Drang hatten, etwas Neues zu machen.
  • Genauso wie Kinder! Oder … ähm … psychisch Kranke!
  • Sondern da geht es halt ja wirklich um … um den MENSCH!
  • Um das, was er erlebt! Ähm … Das auszudrücken!
  • Ob bewusst oder unbewusst. Das ist zweitrangig.
  • Und das ist ja eigentlich das, was am Ende … ähm … das ist, wo ich selbst länger vor verweile.
  • So wenn ich da Geschichten sehe!
  • Und dass eigentlich ein Pissoir in der Kunst … ähm … Ja! Es IST … äh … ähm … Es GRIBBELT mir! Ähm … Auch beim Schwarzen Quadrat! Wenn ich darüber nachdenke.
  • Gleichzeitig lässt es einen halt irgendwie … [ Pfff. ] … so im Raum … ähm … alleine stehen.
  • Weil es ABGEKOPPELT ist. Es ist irgendwas theoretisches. Was … Irgendein Gehäuse, was … ähm … irgendwelche Künstler oder irgendwelche … äh … Theoretiker … ähm … sich erdacht haben. Und wo halt … Wo halt etwas PASSIERT. Was halt aber eben nicht mehr … ähm … zum …
  • MENSCHEN …
  • … vordringt.
  • [ Pause. ]
  • Denke ich.
  • [ Pause. ]
  • Deshalb komme ich auch irgendwie wieder zu dem Schluss: Ähm … Einfach das machen. was … ähm … was KOMMT. Also was ich … ähm … Was aus mir heraus sozusagen … ähm … entsteht.
  • Ich jetzt den … äh … Drang irgendwie verspüre, weiter … ähm … diese Geradenbilder zu machen. Ohne jetzt eben diese Idee der Moderne irgendwie … ähm … äh … dadrinne sehen zu MÜSSEN.
  • Die ich ja auch selbst hatte!
  • An den Anfang gehen! Von dort aus etwas … äh … schaffen, was … ähm …
  • Naja.
  • Was … Was Bedeutung hat.
  • Was das dann auch immer ist.
  • Also wenn ich den Drang spüre, das zu machen, dann spricht eigentlich nichts dagegen, einfach es zu …
  • TUN.
  • Also einen kleinen Plotter zu kaufen und im kleinen Format … ähm … große Arbeiten schaffen. Und das sind dann große Arbeiten, weil sie … ähm … entstehen … ähm … in … ja … stundenlanger Arbeit. Ähm … Wo der Drang aber eben nicht … äh … der ist, andere zu …
  • … zu ÜBERZEUGEN!
  • Oder zu ÜBERTRUMPFEN!
  • Oder überhaupt GESEHEN zu werden!
  • Sondern halt einfach der ist: Es tun.
  • [ Pause. ]
  • So ich merke es halt bei mir. Ich glaube nach dem Studium möchte ich das gerne tun. So. Egal wie … wie verrissen es werden würde, wenn ich das … ähm … einen Professor zeigen würde. So. Der alles hinterfragen würde. Warum ist das … und das? Was willst du damit sagen?
  • Es sollte für mich glaube ich IRRELEVANT sein.
  • Das ist … ähm …
  • Das interessiert nicht.
  • [ Pause. ]
  • So, wie wenig es die Höhlenmenschen interessiert hat, … äh … wie … wie … wie ihre Zeichnungen … ähm … in … ein paar tausend Jahren angenommen werden. Oder wie wenig es Kinder interessiert, … ähm … wenn sie zeichnen. Äh … Was die Erwachsenen eigentlich darin sehen.
  • Klar. Darin gibt es immer irgendwo eine Rückkopplung.
  • Ähm … Aber ich glaube, im Kind drinne ist selbst das … der Drang es einfach zu MACHEN.
  • So.
  • Ob nun mit Stift. Mit Kreide! Mit … äh … Mit Sand! Das ist ja eigentlich total egal! Das … Es entsteht halt ETWAS.
  • Etwas SCHAFFEN.
  • Punkt.
  • [ Pause. ]
  • Ohne es begründen zu tun.
  • Und dieses … äh … Selbstbildnis … Also wenn ich jetzt Geradenbilder weiter machen würde … Das Selbstbildnis wäre ja weiterhin … ähm … denke ich mir … einfach … ähm … Teil meiner Arbeit. Aber nicht weil … Eben nicht weil es Thema ist, sondern weil es … Ich bearbeite es halt gerne damit. So. Es macht mir … Doch. Es macht …
  • Ich weiß nicht warum! Aber anscheinend mache ich es gerne. Also sollte ich es doch TUN! Ohne da jetzt eine riesen große … ein theoretisches Konstrukt drum herum bauen zu müssen.
  • Was aber schon mehr oder weniger VERLANGT wird. Wenn man Künstler sein will. DER auch … äh … ausgestellt wird. DER auch bei Wettbewerben mitmacht. Äh … DER auch Beachtung findet. Wo Kataloge geschrieben werde. Immer! Sich selbst … Also selbst WORTE finden müssen für eine BILDNERISCHE Arbeit … ist rudimentär. Heute.
  • Ich denke aber auch, ich kann den anderen Weg gehen. Und sich dem eben … eben verweigern.
  • Weil man es selbst einfach nicht … äh … ähm … äh … es nicht theoretisieren möchte. Also nicht um aufzufallen, wieder. Sondern einfach man WIRKLICH nichts … äh … nichts sagen … zu sagen hat. Weil man es eben nicht selbst … ähm … Oder das Geheimnis. Dieses … äh … äh … Diese … Diesen Schleier nicht selbst … äh … lüften möchte.
  • So.
  • [ Klick. ]
  • [ Pause. ]
  • Trotz allem. Wenn ich wieder zu solchen Gedanken komme, finde ich halt … naja … die Zeit der Moderne … ähm … unglaublich … ähm … REIZEND. Also wirklich … ähm …
  • [ Schlucke. ]
  • Da bekomme ich große Augen!
  • Auch wenn ich jetzt im Nachhinein mitbekomme: Vielleicht ist es doch für mich oder für in der heutigen Zeit, wo bereits alles ausgereizt wurde oder … oder vieles … das meiste … da ist es gar nicht mehr von Bedeutung … äh … sowas zu tun. Damals … äh … wollte man sich von etwas befreien.
  • Und dann kann jetzt vielleicht etwas kommen, was … ähm … einen Schritt weitergeht.
  • Was das HINTER sich lässt! Und … ähm … ähm … wieder den … dieses … eine … nicht-theoretisierte Arbeit schaffen.
  • [ Klick. ]
  • Was dann … äh … die Betrachter und die Bücher in ein paar Jahrzehnten darüber schreiben, das ist … äh … das ist irrelevant. Das … Irgendwas kommt da sicherlich! Als: Das war wieder eine Strömung! Oder …
  • Wo ich jetzt nicht einmal davon ausgehen würde! Es ist natürlich irgendwas anti. Also dagegen sein. So. Äh … Da belebt sich ja Kunst von. Da lebt die Kunst von. Aber ich denke jetzt, so dieser Gedanke, geht eher in eine ganz andere Richtung.
  • Wo es eigentlich keine Rolle spielt.
  • [ Aufnahme Ende. ]
Büste Werkstatt Plastisches Gestalten an Büste weitergearbeitet Werkstatt Metallwerkstatt Halterung aus Stahl für verhüllte Arbeit an Wandecke abgeholt umsetzen im Klassenraum aufhängen in Holzwerkstatt L-Holzleiste sägen und an Rückseite verhüllter Arbeit schrauben Diplom Arbeit 3 weitere Bilderrahmen mit doppeltem Museumsglas bestellt 120x160cm Selbstbildnis auf Fotopapier drucken lassen (8,73 EUR)
Standpunkt Gespräch mit mir #26
  • [ Nachts. Im Bett. Sehr nah am Mikrofon. ]
  • Ich MUSS Angst vorm Tod haben.
  • [ Klick. ]
  • Ich muss Angst vorm Tod haben.
  • [ Klick. ]
  • Damit ich den Versuch unternehme …
  • [ Klick. ]
  • Den Versuch unternehme …
  • [ Klick. ]
  • … mit ganzer Kraft …
  • [ Klick. ]
  • … zu …
  • [ Katze schreit laut auf. ]
  • [ hörbares Atmen. ]
  • [ Klick. ]
  • … zu … WIRKEN.
  • [ Katze jammert. ]
  • [ Klick. ]
  • Alles andere wäre … BILLIG.
  • [ Klick. ]
  • Wirken heißt nicht, so zu tun, als ob.
  • Wirken heißt nicht, …
  • [ Klick. ]
  • … etwas zu tun, …
  • [ Klick. ]
  • … was ANKOMMT.
  • [ Klick. ]
  • Wirken KANN heißen, mit einfachsten Mitteln - wie Kleister, Farbpigmente, Finger -, etwas zu zeichnen.
  • [ Klick. ]
  • Wirken heißt es dann aber nur, solange der Akt des Zeichnens und das Ergebnis nicht für die SCHAU existieren.
  • [ Klick. ]
  • Sondern nur für … MICH.
  • [ Aufnahme Ende. ]
Diplom Theorie Manuskript bei Verlagen einreichen Inhaltsangabe, Expose, Probekapitel, Lebenslauf A via Post 1 Verlag Antje Kunstmann Verlag Antje Kunstmann GmbH; zu Händen Lektorat; Zweigstrasse 10, Rgb.; 80336 München 2 Dumont Buchverlag DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Lektorat Literatur, Sachbuch, Kunst; Amsterdamer Str. 192; 50735 Köln 3 Hirmer Verlag Hirmer Verlag GmbH; Nymphenburger Straße 84; 80636 München 4 C. H. Beck Verlag C.H.Beck oHG; Literatur - Sachbuch - Wissenschaft; Lektorat; Wilhelmstraße 9; 80801 München 5 Suhrkamp Suhrkamp Verlag; Manuskript; Pappelallee 78-79; 10437 Berlin 6 Piper Piper Verlag GmbH; Georgenstr. 4; 80799 München 7 NIMBUS NIMBUS. Kunst und Bücher; Villa zum Abendstern; Bürglistrasse 37; 8820 Wädenswil 8 Verbrecher Verlag Verbrecher Verlag; Jörg Sundermeier; Gneisenaustr. 2a; 10961 Berlin 9 Alexander Verlag Alexander Verlag Berlin; Fredericiastraße 8; 14050 Berlin 10 Mitteldeutschen Verlag Mitteldeutscher Verlag; Lektorat; Am Steintor 23; 06112 Halle (Saale) 11 Verlag Klaus Wagenbach Verlag Klaus Wagenbach; Emser Straße 40/41; 10719 Berlin-Wilmersdorf 12 Weissbooks Weissbooks GmbH; atelierfrankfurt 6.14; Schwedlerstraße 1-5; 60314 Frankfurt am Main 13 Ventil Verlag Ventil Verlag UG & Co. KG; Boppstr. 25; 55118 Mainz 14 Bergischer Verlag Bergischer Verlag; Lektorat; Auf dem Knapp 35; 42855 Remscheid 15 Hoffmann und Campe Verlag Hoffmann und Campe Verlag GmbH; Lektorat; Postfach 130 444; 20139 Hamburg 16 S. Fischer Verlage S. Fischer Verlage; Lektorat Sachbuch; Hedderichstraße 114; 60596 Frankfurt am Main 17 Verlag C.H.Beck Verlag C.H.Beck oHG; Lektorat; Wilhelmstraße 9; D - 80801 München B via E-Mail 1 KUUUK Verlag und Medien Klaus Jans info@kuuuk.com 2 Steidl Verlag Programmvorschläge Literatur; Daniel Frisch; dfrisch@steidl.de 3 KERBER manuskript@kerberverlag.com 4 dtv Lektorat nonfiction (Sachbücher und Ratgeber); manuskripte-nonfiction@dtv.de 5 Justus von Liebig Verlag info@liebig-verlag.de 6 Athena Verlag Rolf Duscha; lektorat@athena-verlag.de 7 JOVIS Verlag info@jovis.de 8 Verlagshaus Römerweg info@verlagshaus-roemerweg.de C allgemeine Anfrage 1 Deutscher Kunstverlag Berlin info@deutscherkunstverlag.de 2 Hatje Cantz contact@hatjecantz.de 3 Wilhelm Fink Verlag info@fink.de 4 Lukas Verlag post@lukasverlag.de 5 Wienand Verlag info@wienand-verlag.de 6 Raduis Verlag info@radius-verlag.de
neue Büste, 1:1, Profil
neue Büste, 1:1, Profil
Drahtmodell Ganzkörper, 70cm Höhe
Drahtmodell Ganzkörper, 70cm Höhe
1. Tonschicht im Profil
1. Tonschicht im Profil
Werkstatt Plastisches Gestalten (Notizen der letzten Tage) neue Büste, 1:1, Profil novaktuell1-k.jpg Frontalansicht schaut bisher am meisten nach mir aus am Dienstag erster Treff mit Modell in Werkstatt Äpfel, Schokolade, Gummibärchen, Bananen und Saft mitgebracht Körpermaße genommen, umgerechnet auf Drahtmodell Drahtgestell am Donnerstag wieder auseinandergenommen und neu gebogen Drahtmodell Ganzkörper, 70cm Höhe novaktuell3-k.jpg erste Schicht Ton aufgetragen, nach 2 Fotos 1. Tonschicht im Profil novaktuell5-k.jpg kommender Treff nächster Donnerstag
Werkstatt Plastisches Gestalten Diplom Arbeit Ausgaben: A bisher 1 Leerrahmen Nielsen mit Museumsglas 2x: 94 EUR 2 Museumsglas: 13 EUR 3 Versand: 5 EUR 4 Testdrucke AV-Labor: 58 EUR 5 Ständer: ca. 35 EUR B dazu 1 3 weitere Leerrahmen mit 2fach Museumsglas: 180 EUR 2 Versand: 5 EUR 3 Transport / Hilfe bei Hängung: ca. 50 C insgesamt: 440 EUR D noch einplanen 1 1 großes Stoff-Banner: < 100 EUR 2 weitere AV-Ausdrucke: < 50 E insgesamt: < 590 EUR F max. 800 EUR heißt: 210 EUR übrig Plan: A November 2017 1 Modell mit stehenden Wänden bauen 2 gefundene andere Selbstporträts ausdrucken 3 Modelle auch für bisher nicht gebrauchte Arbeiten bauen bei sehr kleinen Arbeiten nur Pappe in selber Größe, nummerieren 4 Stapel mit allen ausgedruckten Arbeiten, die ich verwenden würde 5 3 weitere Bilderrahmen für Spiegelbilder bestellen 6 nächste Woche: Eckkonstruktion für verhüllte Arbeit in Metallwerkstatt abholen und in Klassenraum testweise installieren B Dezember 2017 1 Bett [?] C Januar 2018 1 alle Arbeiten in Hochschule transportieren, im Büro zwischenlagern 2 E-Mail Mitte Januar und 2 Erinnerungen an Klasse wegen Räumung Klassenraum bis Anfang Februar D Februar 2018 1 2. (Fr) Raum wird leergeräumt 2 3. (Sa) - 6. (Di) weißen und hängen 1 7. (Mi) oder 8. (Do) Präsentation
Mark Twain im Bett, Bild © Prints & Photographs Division
Mark Twain im Bett, Bild © Prints & Photographs Division
Frida Kahlo
Frida Kahlo
Selbstportrait, 1940-1943, Edvard Munch
Selbstportrait, 1940-1943, Edvard Munch
Henri Matisse arbeitet
Henri Matisse arbeitet
Künstler im Bett Mark Twain im Bett, Bild © Prints & Photographs Division kuenstler-bett-1-k.jpg "Writing is the easiest thing in the world. […] Just try it in bed sometime." Frida Kahlo kuenstler-bett-2-k.jpg seit Unfall arbeit u.a. im Bett mit "Bettstaffelei" Schlafzimmer in Arles, van Gogh Vincent van Gogh Selbstportrait, 1940-1943, Edvard Munch Edvard Munch kuenstler-bett-3-k.jpg Henri Matisse arbeitet kuenstler-bett-4-k.jpg nach Operation und Grippeinfektion malte und zeichnete Matisse im Bett Tracey Emin, My Bed, 1998
Modell mit neuer Hängung
Modell mit neuer Hängung
neue Büste, 1:1
neue Büste, 1:1
Profil
Profil
Diplom Arbeit Modell mit neuer Hängung modellneu-k.jpg Digitale Collage evtl. als Banner umsetzen in Metallwerkstatt herstellen: 1 Abstandshalter mit Haken, wo Banner eingehangen werden kann, 2 Stk. 2 verhüllte Arbeit an Wandecke, Halterung Werkstatt Plastisches Gestalten neue Büste, 1:1 werkstatt0-k.jpg erstes Ergebnis letzter Gipsguss Profil werkstatt3-k.jpg
Diplom Arbeit Einzelgespräch mit Mark Helmut Mark (aus Erinnerung) Überlege … Überlege … Modell in Hochschule gebracht aufgebaut, mit Ausdrucken von anderen Aufbauen Einleitung vorgelesen, scheint okay zu sein Überlege … Gedanken zum Ursprung vorgelesen Überlege … Überlege … außer große Fotografie liegen alle Formate fest 1 Fotografie evtl. auf 2m ziehen, ohne Rahmen, mit Klammern für Testhängungen Druck auf günstigem Papier in AV-Labor drucken 2 weitere Arbeiten versuchen in Modell unterzubringen auch in Archivboxen nach Skizzen etc. suchen, abfotografieren und in 1:30 ausdrucken 3 kann alle Arbeiten in seinem Büro lagern 4 da Rundgang eine Woche später, kann ich mich in Ruhe auf Ausstellung vorbereiten davor E-Mail an Kommilitonen schicken, damit Raum leer danach Wände weiß streichen 5 Modell noch einmal mit stehenden Wänden bauen 6 wenn Installation mit Büsten und Ton-/Gipsresten einfach mit Folie als Grundfläche ausprobieren 7 große Arbeiten mit Auto Anfang Januar in Hochschule transportieren Überlege … Überlege … Überlege … nicht mit Texten erschlagen, sondern auch auf Fragen eingehen aber ehrlich, mit meiner normalen Sprache / meinen Gedankengängen antworten digitale Fotocollage = Vorlage für Geradenbilder Überlege …
Klasse Bildende Kunst Werkstatt Plastisches Gestalten Büste freigeschlagen Gespräch mit mir #25
  • [ Nachts. Im Bett. ]
  • Fünf Jahre lang war ich eigentlich auf einer … Dauersuche.
  • Und … Die meißten dieser Arbeiten hier … in dem Raum … sind halt Abschnitte davon. Es sind Abschnitte, wo ich, in dem Moment Moment, wo ich soweit war, das Gefühl hatte, dass ich das jetzt … ja … bis zum Lebensende machen will.
  • [ Schlucken. ]
  • Das sind nicht bloß so … ähm … Nebenprodukte, oder … ähm … kurze Launen!
  • [ Pause. ]
  • Sondern das sind Abschnitte, wo ich merke, dass ich …
  • [ Schlucken. ]
  • … dass sie richtig Fuß haben.
  • Und doch ging es ja immer weiter!
  • Also … ähm … Irgendwann kam anscheinend doch wieder so ein … ein Gefühl von: Das … Das ist es noch nicht! Und dann ging es zum Nächsten. Wo ich dann dachte: Das ist es jetzt für immer!
  • [ Klick. ]
  • [ Schlucken. ]
  • Wenn ich diesen Begriff Suche mit einbinde, dann … kann ich vielleicht doch einen guten …
  • [ Klick. ]
  • … Übergang zu solchen … ähm … Notizen machen.
  • Wie zu diesen Geradenbildern!
  • Ähm … Was ich da halt nicht geschafft … Oder was ich da eigentlich machen WOLLTE. Das ich einen ANFANG wollte. Und so weiter.
  • Und so fort.
  • Das Zitat finde ich … Diesen Gedanken finde ich halt …
  • [ Schlucken. ]
  • … sehr sehr … ähm … gut. Weil der diese ganze … ähm … diesen Abschnitt … äh … sehr gut präsentiert … Präsentieren kann. Und auch dann diesen Übergang zu diesen verhüllten Arbeiten!
  • Zeigt das ja eben auch schon auf. Vielleicht macht es deshalb auch Sinn, dass … ähm … auch wirklich mit dem Suchen zu sagen.
  • Ähm … Und da sind eben … Und da kommt ja dann eben auch wieder raus, … ähm … ohne, dass ich das groß dann erklären müsste, dass diese …
  • [ Schlucken. ]
  • … sogenannten Selbstbildnisse, also dieses Motiv, … das Ich, … wirklich … ja … eher als Gegenstand dann zu begreifen ist.
  • Und nicht als das Ich an sich.
  • Das finde ich jetzt sehr gut.
  • [ Klick. ]
  • [Aufnahme Ende.]
Gerüst für Ganzkörperporträt
Gerüst für Ganzkörperporträt
verhüllter Versuch
verhüllter Versuch
Negativform oberer Bereich hergestellt
Negativform oberer Bereich hergestellt
erste Schicht
erste Schicht
Werkstatt Plastisches Gestalten Stahlstreben geriffelt gekauft Gerüst für Ganzkörperporträt ganzkoerperton1-k.jpg Werkstattleiter schlägt Vierkantprofil vor, da Streben beim Biegen in einer Ebene verbleiben umsetzen morgen im Baumarkt besorgen oberen Bereich kürzen bzw. Beine länger erster Versuch verhüllt verhüllter Versuch ganzkoerperton4-k.jpg Negativform oberer Bereich hergestellt ganzkoerperton5-k.jpg für Negativform der Büste Metallblättchen als Trennung reingestochen erste Schicht neuebueste5-k.jpg Akt-Modell für Ganzkörperporträt kann von Werkstatt bezahlt werden Kommilitone Kommilitone ist einverstanden bringe morgen ausgefüllten Vertrag zur Verwaltung
Bett im Klassenraum, Modell
Bett im Klassenraum, Modell
Bett TARVA, IKEA
Bett TARVA, IKEA
Diplom Arbeit Bettgestell und Büstenständer für Modell gebastelt Bett im Klassenraum, Modell bett-klassenraum1-k.jpg Hängung Arbeiten, Bett, Büste Bett TARVA, IKEA bett-klassenraum3-k.jpg 60 EUR + 10 EUR Lattenrost + 30 EUR Matratze 10cm = 100 EUR Standpunkt Gespräch mit mir #24
  • [Vormittags. Standpunkt aufgenommen beim Betrachten von Modell mit Bett. Noch in Schlafkleidung.]
  • Warum ich im Bett liege?
  • Weil mir die großen Gedanken zu den Arbeiten …
  • Und die Arbeiten SIND große Gedanken …
  • Sie SIND radikal.
  • Sie SIND rudimentär.
  • Sie gehen an den Anfang!
  • Und diese Gedanken dazu … Die kommen bei mir immer im BETT!
  • Das heißt: Die Arbeiten sind eigentlich im Bett entstanden.
  • Um zwei Uhr früh. Um vier Uhr früh. Mittags. Nachmittags!
  • Egal wann: Großes entstand bei mir immer im BETT.
  • Deshalb … bin ich auch JETZT im Bett.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Aktueller Zustand Büste
Aktueller Zustand Büste
Aktueller Zustand Büste, Profil
Aktueller Zustand Büste, Profil
Büste Werkstatt Plastisches Gestalten weitergearbeitet Aktueller Zustand Büste neuebueste1-k.jpg Aktueller Zustand Büste, Profil neuebueste2-k.jpg Diplom Arbeit Standpunkt Gespräch mit mir #22
  • [1 Uhr frühs. Im Bett. Kratzige Stimme.]
  • Bei der Verteidigung …
  • Oder wie heißt das?
  • Ein … Bett aufstellen.
  • Mitten im Raum.
  • [Pause.]
  • Mit Bettdecke!
  • Kissen!
  • [Schlucken.]
  • Und ich bin drinne. Während ich … rede. Frage beantworte.
  • Fragen beantworte.
  • [Schlucken.]
  • Denn im Bett kommen mir die ganzen Gedanken!
  • [Lautes Einatmen.]
  • Und … im Bett mir auch der Gedanke, ein Bett aufzustellen.
  • In dem Raum.
  • [Pause.]
  • Und die ganzen Gedanken … auch die Rede. Klingt ja sehr … martialisch?
  • Oder wie heißt das?
  • Das sind halt dann … ähm … Wörter, die halt nur im Bett irgendwie wirken können.
  • Ich liege nachts im Bett und mache mir da Gedanken.
  • Über die Bilder!
  • [Schlucken.]
  • Ich liege … nachmittags im Bett. Mache mir Gedanken über die Bilder!
  • Und liege auch frühs im Bett. Und mache mir noch Gedanken über die Bilder.
  • [Schweres Einatmen.]
  • Zeichne das dann auf, mit dem Aufnahmegerät.
  • [Pause.]
  • Irgendwie funktioniert da alles am besten. In Gedanken.
  • Vielleicht bin ich so ein … Bettkünstler!
  • Jetzt ist es ein Uhr fünfzig. Und ich mache mir seit einer halben Stunde Gedanken darüber.
  • [Aufnahme Ende.]
neue Büste, Profil
neue Büste, Profil
Vorderansicht
Vorderansicht
Negativform Torso
Negativform Torso
Ständer für Ganzkörper-Plastik, ca. 1m
Ständer für Ganzkörper-Plastik, ca. 1m
Büste Werkstatt Plastisches Gestalten (mit Notizen vergangener Woche) neue Büste, letzter Zustand Flächen gebildet, nicht nach realen Maßen Augen stark vergrößert, längliches Gesicht neue Büste, Profil 8nov_1-k.jpg Vorderansicht 8nov_2-k.jpg Torso, Trennung mit Metallblättchen mit Pinsel gestrichen Negativform Torso 8nov_5-k.jpg Positivform, noch nicht rausgeschlagen Ständer für Ganzkörper-Plastik, ca. 1m 8nov_7-k.jpg umsetzen morgen in Metallwerkstatt Drahtgestell 4-5mm nachfragen, Kaffee mitbringen 2 x Drahtgestell, linke und rechte Körperhälfte Kopf Silikonohren für Büsten-Plastiken
Diplom Arbeit Arbeitem im Modell umsetzen ausdrucken für kommendes Einzelgespräch nach Gespräch mit Alexander: Ablauf planen 1 Text vom 1.11. 2 auf einzelne Arbeiten eingehen keine offenen Fragen stellen (Ich könnte jetzt …?), sondern durch Präsentation führen A Geradenporträt Notiz vom 12.1.2016 mit "In den Geradenbildern sehe ich den […]" "Schon hier wird ein Ansatz erkennbar: Suche nach Ursprung." Ursprungsgedanke, siehe Text vom 3.11. mit Kinderzeichnungen / Hölenmalerei / Art Brut Kandinsky zitieren mit "Der Punkt ist das erste Resultat des ersten […]" Geradenbilder = ernsthaft in die Zeit der Moderne zurückgereist, ohne es anfänglich zu merken Drang, Antwort zu finden Übergang zu verhülltem Porträt B verhülltes Porträt verhüllte Arbeiten = ernsthafte Reaktion auf Erkenntnisse, die auf Sucherei folgte nicht nur gedanklicher Ausdruck, sondern ersthaft gefühlt Übergang zu vereinfachtem Gesicht C vereinfachtes Gesicht kindliche Zeichnungen = ernsthaft neuen Ansatz gesucht und ernsthaft erkannt, wie ich durch bloßes Nachmachen meinen Weg nicht finden werden kann Motiv Selbstporträt wird selbsterklärend: Ich = Ausgangspunkt der ganzen Sucherei D deshalb: digitales Selbstporträt mit herausstechendem Auge für mich Ausdruck, wieder ungewollt, der ganzen jahrelangen Sucherei Büste Elke: "Von der Seite bist Du es auf jeden Fall. Von vorne bis zur Nase auch. An den Augen stimmt aber irgendwas nicht. Es sieht gut aus, aber die Augen sind nicht Deine. Deine… schmaler..?? Ich weiß nicht."
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