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Ann Richter: ÜBER AMAZONEN

ÜBER AMAZONEN ist ein ein Essay in Text und Bild, das in Buchform Ambivalenzen von Macht und Körper bespricht. Anhand der mythischen Figur der Amazone werden verschiedene Aspekte zeitgenössischer Weiblichkeitsrollen, die Stärke vermitteln sollen, beleuchtet.
Die erste Erwähnung der Amazonen stammt von Homer, der sie als „männergleich“ beschrieb. Doch in der Amazone steckt noch einiges mehr als eine reine Männerimitation. In fünf Kapiteln  setze ich Schlaglichter auf diverse Charakteristika der Amazone und damit verbundene, aktuelle Weiblichkeitsinszenierungen.

I Prolog
Das Andere: Wenn ich mir ein fiktives Volk ausdenken will, kann ich ihm einen erfundenen Namen geben, kann es erläuternd als Romangegenstand behandeln, ihm ein neues Geschlecht zuordnen, um keine vorherrschenden Geschlechtsidentitäten in meiner Phantasie zu kompromittieren. Ich kann auch ohne jeden Anspruch, eine Realität darzustellen oder zu analysieren, irgendwo in der Welt (woanders) eine gewisse Anzahl von Zügen (ein Wort mit graphischem und sprachlichem Bezug) aufnehmen und aus diesen Zügen ganz nach Belieben ein System bilden. Und dieses System werde ich Amazonen nennen.
II Krieg
III Sexualisierung
IV Gynaikokratie
V Queer

Die Elemente des Buches sind eklektisch und spiegeln die Rechercheweise wider, die einer subjektiven Suche glich. Doch letztendlich erhält der Inhalt in der Buchgestaltung und mit der Rahmenfigur der Amazone einen klaren Umriss. Der lange Bildervorspann am Anfang des Buches sowie die Setzung des Inhaltsverzeichnisses am Ende lassen die Betrachterin/den Betrachter ohne Vorwarnung direkt eintauchen – sich orientieren, neu einstellen. Im Verlauf des Buches werden die normierten Grenzen ausgetestet und gedehnt, inhaltlich wie gestalterisch.

Buch und Ausstellung
Buch, 130 x 200 mm, 280 Seiten, Digitaldruck (Inhalt), Siebdruck (Umschlag), Fadenheftung, loser Kartonumschlag mit Klappen, LuxoArt Gloss 90 g,
BVS matt 115 g, GD 2 350 g
2014

www.annrichter.de



English:
ÜBER AMAZONEN (About Amazones) is an essay – textual and imagery –, which discusses ambivalences of power and bodies within the form of a book. With the mystical figure – the amazone – as a reference, the book reveals different views of contemporary, strong, female gender roles.
The eldest entry of the amazones was written by Homer, who described them as „menlike“. Though the amazone is not only a male imitation. Within five chapters I push diverse characteristics of the amazone into the spotlight and especially relative female gender roles of today.

I Prologue
II War
III Sexualisation
IV Gynocracy
V Queer

 

www.annrichter.de

by Ann Richter

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