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Carsten Saeger erhält den „Bundespreis für Kunststudierende“

Carsten Saeger aus der Klasse „Installation und Raum“ von Prof. Joachim Blank an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig erhält den „Bundespreis für Kunststudierende“ 2018-2020. Saeger absolvierte sein Diplomprojekt „Rehearsal for Lumumba“ im letzten Wintersemester, in dem er sich mit der lokalen Rezeptionsgeschichte des ermordeten kongolesischen Ministerpräsidenten Patrice Lumumba in Leipzig beschäftigt.

In seiner künstlerischen Praxis setzt er sich mit Transformationsprozessen kollektiver Erinnerungsbilder über das Format der Probe auseinander. In seiner Arbeit „Rehearsal for Lumumba“ stellt er über den Modus der Wiederholung temporäre Produktionsorte her, in denen er zusammen mit den Teilnehmenden die Geschichte neu verhandelt. Mit diesen neuen Erzählebenen greift er in die historischen Orte und Quellen kuratorisch ein, um diese zu aktivieren und in aktuelle Diskurse zu überführen.

„Und das macht Carsten Saeger mit hoher Intensität und Intelligenz, vor allem aber mit Gespür und Neugierde für die Kontext- und Bedeutungsverschiebungen unserer Gedächtniskultur.“ Dr. Martin Engler, Jurymitglied (Sammlungsleiter Gegenwartskunst, Städel Museum, Frankfurt am Main)

Carsten Saeger wurde aus dem Wettbewerb von einer dreiköpfigen Fachjury aus mehr als 50 nominierten Kunststudierenden von insgesamt 24 beteiligten deutschen Kunsthochschulen für den Bundespreis ausgewählt. Sieben Kunststudierende teilen sich zu gleichen Teilen insgesamt 30.000 Euro Preisgeld, sowie 18.000 Euro Produktionsstipendien. Letztere sollen es ihnen ermöglichen, gezielt Werke für eine gemeinsame Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn zu erarbeiten. Die feierliche Preisverleihung und Ausstellungseröffnung findet dort am 17. Oktober statt.

Weitere Informationen zum Wettbewerb: www.kunst-wettbewerb.de