[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Zweifel

Felsgravierung auf Boden einer Höhle, Bedeilhac, Frankreich
Felsgravierung auf Boden einer Höhle, Bedeilhac, Frankreich
Metaphorische Syntax von Pferd und Rind, die sich gegenüberstehen, Höhle von Covalanas, Spanien
Metaphorische Syntax von Pferd und Rind, die sich gegenüberstehen, Höhle von Covalanas, Spanien
Anfänge der Kunst aus Höhlenmalerei, Emmanuel Anati vergleicht Höhlenmalerei mit Kathedralen, "Kathedralen der Wüste" früheste Orte geistiger Sammlung Erinnerung und Identität wurden zelebriert heilige Orte entstanden an abgelegenen Stellen Verbindung von Mensch und Raum persönlich, ohne Öffentlichkeit, vollzogen häufig verborgen in Wüsten, auf Bergketten, in schwer zugänglichen Gebieten Mensch versucht mittels Formen, Zeichen und Farben mit Natur in Dialog einzutreten um Botschaften der ihn umgebenen Welt (Formen, Zeichen und Farben) zu verstehen Felsbilder (steht auch für Höhlenmalereien) sichtbarer Ausdruck Explosion künstlerischer Kreativität Felsbilder sind unbeweglich, bleibt dort, wo sie geschaffen wurden, finden damit meist keinen Eingang in Museen werden durch äußere Einflüsse unaufhaltsam abblättern und zerstört Zweifel Zweifel Eugene (anscheinend Künstler, verbrachte mit Author Zeit): Es gibt überhaupt nichts mehr zu entdecken. Alles, was ich malen wollte, ist schon vor Tausenden von Jahren entstanden. Was also bleibt uns Künstlern heute noch zu schaffen übrig? Jean (ebenfalls Künstler), Tage später zum Author: Jetzt habe ich verstanden, was ich tun werde. Noch nie im Leben hatte ich so viele Ideen. Ich habe vieles gesehen, wiedergefunden, entdeckt. Ich kann mich an die Arbeit machen. Ich habe etwas zu sagen. Und mein Publikum ist mir sicher, denn es trägt das, was ich sagen werde, bereits in sich. bevor Mensch Schrift erfand, war bildende Kunst Methode etwas im Gedächtnis zu behalten, Kenntnisse und Botschaften zu übermitteln Höhlenmalerei und Felskunst ist umfassendste Archiv der Menschheitsgeschichte vor der Schrift Abschnitt "Abstraktion, Synthese und Realisation" Fähigkeit menschlicher Spezies: Fähigkeit zur Abstraktion, zur Synthese und Idealisierung oder Mythologisierung kann in Form künstlerischen Schaffens Ausdruck finden zwingendes Bedürfnis Kunst zu schaffen seit direktem Vorfahren Homo sapiens sapiens Kunst: graphische Botschaften weiterzugeben bzw. zu empfangen 2 Etappen: (1) Übergang von Kenntnis eines Zeichens hin zur Absicht selbst Botschaft auszusenden (2) Übergang von Zeichen, deren Formen Natur nachahmen, zu von Menschen geschaffenen Zeichen können Natur nachahmen oder erfunden sein vermutlich hat Abstrakte für prähistorischen Menschen nicht existiert Kunst immer abstrakt, auch naturalistischste Abbildung Verwandlung eines Teils der Realität in bildliche Darstellung Abschnitt "Dynamik der Evolution und Bildkunst" Jäger und Sammler heute nur 1% Weltbevölkerung Ende 15. Jhd. 25% Weltbevölkerung vor 12.000 Jahren: 100% Jagdvölker Felsgravierung auf Boden einer Höhle, Bedeilhac, Frankreich hoehlenmalerei1-k.jpg Wahl der Orte und Technik der Bebilderung durch natürliche Formen vorgegeben visuelle Kunstwerke wie Felsbilder, Gravierungen und Plastiken wichtigste Zeugnis über Entwicklung menschlicher Denkweise in letzten 40.000 Jahren insgesamt wenige Individuen schufen viele Zeichnungen Produktion ist Anstrengung vieler Generationen Felskunst von nicht zivilisierten Völkern geschaffen endet normalerweise bei Aufkommen von Kommunikationsmittel Schrift 4 Kategorien von Felskunst: (1) Primitive Jäger Gebrauch von Pfeil und Bogen nicht bekannt (2) Höhere Jäger Kenntnis von Pfeil und Bogen (3) Hirten und Viehzüchter Völker, deren wichtigste Ökonomie Viehzucht ist (4) Komplexe Ökonomie Völker mit verschiedenen Wirtschaftssystemen (auch Ackerbau) Kriterien (basieren auf Thematik und Typologie): (1) Szenen figurativer Stil (schematisch oder abstrakt) (2) Bedeutung die wilden und domestizierten Tieren beigemessen wird (3) Symbole vorhanden oder nicht vorhanden Hypothese: Lebensweise hat universelle Auswirkungen auf Verhaltens- und Denkweisen, künstlerische Ausdrucksformen Felskunst ist globales Phänomen Typen wichtiger Darstellungen: (1) anthropomorph (menschengestaltig) (2) zoomorph (Gestalt von Tieren) (3) topographisch (4) Gebrauchsgegenstände und Waffen (5) Symbole und Ideogramme Landschaften und Darstellungen von Pflanzen sehr selten Thematik sehr begrenzt und repetitiv (sich wiederholend) Oberflächen: Höhlen, Felsüberhänge, freie Felswände Darstellung kann horizontal, vertikal, schräg, auf Boden oder auf Decke gezogen sein Dimensionen: große Tierdarstellungen (1,5-2m) fast ausschließlich bei Jägern zu finden bei großen Tierdarstellungen Menschendarstellung sehr selten Tierfiguren klein: Prozentsatz anthropomorpher Figuren höher alleinstehende Tierfiguren selten fast immer begleitet von Symbolen oder Ideogrammen (extrem abstrahiert) isolierte Figur hätte ohne Symbole keinen Sinn(?) in europäischen Palöolithikums stehen sich oft 2 Tierarten gegenüber Bison und Pferd André Leroi-Gourhan (1911-1986, frnz. Archäologe, Paläontologe, Paläoanthropologe und Anthropologe) mit Hypothese: Pferd ist männliches Symbol, Bison weiblich Metaphorische Syntax von Pferd und Rind, die sich gegenüberstehen, Höhle von Covalanas, Spanien hoehlenmalerei2-k.jpg Gegenüberstellung Pferd - Bison könnte Metapher sein in Tansania spielen Elefant und Giraffe ähnliche Rolle erscheinen oft zusammen, häufig dargestellte Tierformen Komposition und Szene enthüllen Denkweise geben keine naturalistische Wirklichkeit wider Komposition: in Gesasmtheit bekommt sie Sinn (weiter ab S. 31)
Für A. Friedrich Ludwig, 18. Jhd.
Für A. Friedrich Ludwig, 18. Jhd.
Für C. W. Stark, 18. Jhd.
Für C. W. Stark, 18. Jhd.
Für Fröhlich, 1. Hälfte 19. Jhd.
Für Fröhlich, 1. Hälfte 19. Jhd.
Für Arthur Arnold von Willi Geiger (nach 1900)
Für Arthur Arnold von Willi Geiger (nach 1900)
Für Friedrich Pfeilstücker von Martin Ränike, 1889
Für Friedrich Pfeilstücker von Martin Ränike, 1889
Eigenexlibris Hans Pfaff, um 1900
Eigenexlibris Hans Pfaff, um 1900
Für Marianne Lukas von Max Liebermann, nach 1900
Für Marianne Lukas von Max Liebermann, nach 1900
Gespräch mit Mark Helmut Mark wegen Katalog, jedoch überall schon vergriffen Zweifel Zweifel Das Werk Seine künstlerischen Bedenken hielten ihn monatelang an einem handgroßen Gemälde fest. […] mühte er sich, den richtigen Farbton zu treffen, die einzelnen Farbwerte genau einzuhalten, weil er von seinen Theorien ehrlich überzeugt war und ihm das die Hand schwerfällig machte. […] war er von grauer Trübsal erfüllt, die einen bei seiner revolutionären Leidenschaft in Erstaunen setzte. (Gagnière) Ach, wie glücklich seid ihr dran, daß ihr erst am Fuß des Berges steht! Man hat so gute Beine und ist so tapfer, wenn es gilt, da hinaufzukommen! Und wenn man dann oben ist, dann hat man was Rechtes! Dann fangen die Scherereien an. Eine wahre Qual, und mit der Faust muß man dreinschlagen und immer wieder neue Anstrengungen machen, weil man Angst hat, zu rasch wieder runterzupurzeln! - Mein Wort drauf! Man möchte lieber unten sein, um noch alles vor sich zu haben… Lacht nur, ihr werdet schon sehen, ihr werdet eines Tages schon sehen! (Bongrand) […] das Fieber stieg immer noch, das war der schöne Wahn, den man mit zwanzig Jahren hegt, die Verachtung für die ganze Welt, die alleinige Leidenschaft für das von menschlichen Gebrechen erlöste […]. Was für ein Verlangen, sich zu verlieren, sich zu verzehren in dieser Glut, die sie entfachten! Exlibris Exlibris umsetzen kleine Arbeiten im Stil von Exlibris Exlibris erstellen Porträt aus Geraden von Rechteck (4 Geraden) umsäumen untere Gerade durch Name der Person (bei Selbstporträt FRIEDRICH FRÖHLICH, ebenfalls aus Geraden) teilen 1-10 Stück je Motiv plotten 2 Stück mindestens bei anderen Personen (1 für mich) wie bei Klinger Max Klinger gesehen kleine Arbeiten rahmen bisher ohne praktischem Nutzen (wie normalerweise bei Exlibris Exlibris) kann dadurch aber Merkmale von Personen studieren und in Geraden umsetzen Deutsche Exlibris Exlibris, Anneliese Schmitt, 1986 lose Blätter, die Eigentümer eines Buches bezeichnet oder Donatoren- und Erinnerungsexlibris: Personen, die Buch verschenkten auf vorderen Innendeckel eingeklebt Für A. Friedrich Ludwig, 18. Jhd. exlibris3-k.jpg Für C. W. Stark, 18. Jhd. exlibris4-k.jpg Für Fröhlich, 1. Hälfte 19. Jhd. exlibris5-k.jpg Text auf Blättern gedruckt, im 15. und 16. Jhd. auch handschriftlich eingefügt Exlibris Exlibris bei Willi Geiger erstmals substantivisch gebraucht Für Arthur Arnold von Willi Geiger (nach 1900) exlibris1-k.jpg davor als Emblema, Wappen oder Kupfer bezeichnet Begriffe jedoch zu allgemein, um Besonderheit zu beschreiben weitere Begriffe: Ex bibliotheca, Ad bibliothecam, Bibliothecae, Liber, Signetum, In usum, Ex Museo verdeutscht: Aus der Büchersammlung, Aus der Bücherei, Buch des, Mein Buch durch Interesse des Bildungsbürgertums am Sammeln und Bewahren weiter verbreitet älteste Form von Bucheigentum: handschriftliche Eintragung Was ist im digitalen Zeitalter das Pendant? Universalexlibris auch als Signaturenschild, Einladungskarte genutzt in Zeiten, wo Besitzer Bücher individuell einbinden ließen: Superexlibris (Außenexlibris) im 16. Jhd. bei Bibliotheken von Klöstern und Adelssitzen verbreitet Exlibris Exlibris sollte auch Buchbesitz sichern wer Buch dem Eigentümer nicht zurückgab, wurde immer daran erinnert Bsp. aus 13. Jhd.: Wer dieses Buch wegträgt, soll es mit dem Tode büßen, soll in der Hölle gesotten werden; Fallsucht und Fieber sollen ihn plagen; aufs Rad geflochten und auf die Folter soll er gespannt werden. viele Bücherflüche bis zum 17. Jhd. überliefert Bsp. aus 19. Jhd.: Geliehene Bücher wiedergeben // Wird oft versäumt von Jung und Alten; // Denn leichter ist's, die Bücher selbst, // Als was darin steht, zu behalten. (Johann Kessler, 1895) Für Friedrich Pfeilstücker von Martin Ränike, 1889 exlibris2-k.jpg mit Hinweis: Der Gottlose borgt und giebt nicht wieder. Eigenexlibris Hans Pfaff, um 1900 exlibris6-k.jpg Für Marianne Lukas von Max Liebermann, nach 1900 exlibris7-k.jpg seit 19. Jhd. vermehrt anders genutzt, als schönes Beiwerk Grafik steht im Vordergrund
Zweifel Zweifel Das Werk aus Das Werk, Émile Zola [Der Titel Im Freien] braucht auch gar nichts zu sagen… Frauen und ein Mann ruhen in einem Wald im Sonnenschein. Genügt das denn nicht? Das reicht doch für ein Meisterwerk. Zum Donnerwetter, das ist immer noch zu schwarz! Ich habe diesen verdammten [Eugène?] Delacroix im Auge. Und das, sieh mal an, diese Hand da, das ist [Gustave?] Courbet … Ach, wir werden alle die romantische Sauce nicht mehr los. In unserer Jugend haben wir zuviel darin herumgepatscht und haben uns dabei bis zum Kinn beschmiert. Wir brauchten eine gründliche Wäsche. Eugène Delacroix: gilt als Wegbereiter Impressionismus Impressionismus, wird aber der Spätromantik zugeordnet Gustave Courbet: franz. Maler des Realismus, u.a. Der Ursprung der Welt Der Ursprung der Welt zum Zweifel Zweifel am Können (nicht am Schaffen an sich): Zweifel Zweifel hatten sich in seine Freude über eine gute Sitzung eingeschlichen und ihn untröstlich gemacht: war es richtig von ihm gewesen, der Samtjacke eine solche Leuchtkraft zu geben? Würde er den strahlenden Farbton wiederfinden, den er für seine nackte Gestalt haben wollte? Diplom Theorie Bibliothek 2 weitere Theoriearbeiten angesehen (1) Therese Giemza: Der zweifelhafte Sinn. Über die Ambivalenz des Zweifelns Gestaltung inkl. Titelseite / Buchrücken selbst übernehmen Inhaltsangabe mit Titeln wie Quelle Misère o. Der glückliche Sisyphos als Untertitel dazu dann Einleitung, Problem und Fragestellung, Etymologische Annäherung, Anthropologische Voraussetzung, Zweifel Zweifel und Melancholie Kapitel 7 mit Zweifelhaftes Verhalten? Überlegungen zu einer möglichen Haltung zum Zweifel Zweifel in Grübeln, Verhaltenspsychologische Modelle, Therapeutische Ansätze, Aus philosophischer Sicht unterteilt Resümee mit Der glückliche Sisyphos betitelt S. 4-34 = 30 Seiten Text nur Vorderseiten bedruckt, gutes Papier, Blocksatz, Fußnoten wie bei Latex üblich Kaiteltitel-Aufbau: Nummer//Titel//Untertitel (kleiner gechrieben) bei mehreren Zitaten aus einer Quelle: Ebd., S. 1f. oder Vgl. … allgemeine Quellenangabe: Vorname Nachname: [kursiv]Titel Aufsatz[/kursiv] In: [kursiv]Titel Buch/Magazin[/kursiv]. Hg. von Herausgeber, Ort, Jahr, S.1-2 in Literaturverzeichnis alle Quellen angegeben, wie: Autor: Titel. Verlag, Ort, Jahr letzte Seite: Ich versichere, dass ich die Diplomarbeit ohne fremde Hilfe selbstständig verfasst und nur die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe. […] Unterschrift, Name, Datum (2) Nichts los. mit Autorangabe Ein Text von heide nord mit großem Umschlag (größer als A3), wie bei meinen gesammelten Skizzen / Standpunkten beinhaltet 2 geklammerte Broschüren 1. Broschüre: Text 2. Broschüre: Anhang (Zusatz) schön natürliches Papier, nicht zu aufgesetzt, schöne Umschlaggestaltung mit Gedicht gestartet Thema Ironie letzter Satz Einleitung: Der Sinn dieser Arbeit besteht darin Ihnen und nicht zuletzt mir selbst, Einblick in den vielfältigen Kosmos eines Schaffensprozesses zu gewährleisten. Die Ironie ist Teil meiner praktischen Arbeit und deshalb auch Gegenstand des theoretischen Teils geworden. danach folgt eine Art Tagebuch, kompletter Text mit Dialogen, … Informationen sind also in Erzählung eingepflegt In Zusatz 5 Seiten für normalen Aufsatz über Ironie verwendet 5 Seiten mit Abbildungen insgesamt 38 Seiten reiner Text (sehr kleine Schrift, also bestimmt eigentlich 70 Seiten) in Erzählung Zitate und Werkverweise eingefügt, nummeriert, teilweise fett
(Notizen von heute und gestern) Kunstkritik Der Künstler und seine Zeit Der Künstler und seine Zeit, Albert Camus, 1958 selbst Schweigen hat gefährlichen Sinn Stimmenthaltung selbst als Entscheidung angesehen, wird bestraft oder gelobt für Künstler keine freiwillige Verpflichtung mehr Märtyrer: nähren sich von Tröstungen der Ewigkeit Löwen: nähren sich von blutigem historischen Fleisch Künstler nur Zuschauer sang zum Vergnügen, für sich selber oder um z.B. Märtyrer zu ermutigen Kunst verliert durch Verpflichtung an Beteiligung Unbeschwertheit und jene göttliche Freiheit, die Mozarts Musik atmet heute schaffen = gefährlich schaffen jede Veröffentlichung eine Tat Frage: Wie kann man inmitten der Schergen so vieler Ideologien die Freiheit der Schöpfung erhalten? Kunst wird nicht einfach nur von Staatsgewalten bedroht Kampf findet im Inneren des Künstlers statt Kunsthass (in der Gesellschaft) wird von Künstlern selber genährt Zweifel Zweifel Zweifel Zweifel der Künstler früherer Zeiten betrafen eigenes Talent Zweifel Zweifel heutiger Künstler betreffen Notwendigkeit ihrer Kunst, also Existenz an sich viele Gründe für Infragestellung der Kunst durch Künstler selber zeitgenössische Künstler könnten Eindruck haben, zu lügen oder ins Blaue hinein zu sprechen (wenn Geschichte nicht berücksichtigt wird) heutige Zeit (also bei Veröffentlichung Camus Prosa) durch Einbruch der Massen gekennzeichnet Masse an erbärmlichen Lebensbedingungen fließt in Bewusstsein der Gesellschaft ein man weiß um Probleme, kann sie nicht mehr leugnen insgesamt: freie Schaffen wird entmutigt, indem es in seinem Kern angegriffen wird, nämlich im Glauben des Schöpfers an sich selber oft schämt sich Künstler seiner selbst und seinen Vorrechten Frage, die Künstler sich selber stellen: Ist Kunst ein verlogener Luxus? Kunst muss Luxus sein, wenn sie sich harten Realität verschließt allerdings wird sie zum belanglosen Zeitvertreib, wenn sie sich Forderungen der Gesellschaft anpasst wenn Künstler Gesellschaft ablehnt und sich abkapselt: drückt Kunst Ablehnung aus aus Ablehnung wird Spaß oder Formtüftelei Camus geht auf Zeichen (statt Gold findet Handel mit Zahlen statt) als der Gesellschaft grundlegende Eigenschaft ein diese Gesellschaft hat eine Moral starrer Grundsätze zu ihrer Religion gewählt Gesellschaft verlangte von Kunst eine Übung ohne großer Bedeutung, eine Zerstreuung Gesellschaft begnügte sich mit nichtssagender Kunst Oscar Wilde: ihr größtes Laster sei die Oberflächlichkeit Kunstfabrikanten (Camus Wort für Künstler) haben sich mit Verantwortungslosigkeit abgefunden L’art pour l’art L’art pour l’art: Forderung nach Verantwortungslosigkeit als Zeitvertreib eines einsamen Künstlers Weiterentwicklung ist Salonkunst oder rein formale Kunst schließlich siedelt sich Kunst außerhalb Gesellschaft an schneidet sich von Gesellschaft ab je mehr sich Kunst spezialisiert, desto mehr wird es nötig, sie wieder volkstümlicher zu machen Bsp: Millionen Menschen haben Gefühl große Künstler unserer Zeit zu kennen, weil sie in Zeitung darüber gelesen haben verhüllt Die größte Berühmtheit besteht heute darin, Bewunderung oder Abscheu zu erregen, ohne gelesen worden zu sein berühmte Künstler sollten wissen, dass nicht sie berühmt sind nur ein anderer unter ihren Namen, der ihm schließlich entgleitet und vielleicht eines Tages den wahren Künstler in ihm umbringen wird Literatur der Auflehnung aus franz. Revolution entstanden stellte offizielle Werte in Frage aber: aufrechterhaltende und verknöcherte Ablehnung ist hohl geworden erstarrt in Vorurteil: Künstler nur groß, wenn er sich im Gegensatz zu Gesellschaft seiner Zeit befände deshalb viele Künstler schlechtes Gewissen, weil sie es nicht sind, und verlangen, gleichzeitig beklatscht und ausgepfiffen zu werden zeitgenössische Künstler lehnt alles ab selbst Tradition seiner Kunst bis er denkt seine eigenen Regeln schaffen zu können, hält sich schließlich für Gott Jesus wird so - fern der Gesellschaft - aber nur abstrakte oder formale Werke hervorbringen können Bibliothek Diplom Theorie in Bibliothek 2 Diplomarbeiten durchgesehen (1) Benjamin Kunath über Zickzack Phantom a) Titelseite (Titel, Autor, Zeichnung) b) 1. Seite mit "Diplomarbeit / Titel" "Vorgelegt von Name" "Betreuer: Name", "Klassenleiter: Name" "Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig" Datum c) Inhaltsverzeichnis mit Einleitung Formale Beschreibung Erste Auswertung (über Funde) Persönlicher Bezug Vergleich mit Graffiti-Tags (anderes Phänomen) Analyse Zeichen in zeitlichem Verlauf / Ort Hypothesen Auswertung Zeichnungen Technik (Stifte) Verknüpfung zu Zeichen und Schrift Künstler, die damit arbeiten (hier Hanne Darboven) Resümee Literaturverzeichnis (hier sehr kurz, da viel eigene Gedanken) Abbildungen (sehr viele, da Grundlage für Text) d) zusammenfassend: sympathisch, da eher eigene Recherche und Meinung gezeigt, als Kunstbücher zitiert Arbeit dürfte sich ohne große Mühe selbst erstellen leicht zu lesen, da ohne wissenschaftlicher Begriffe, einfache Sätze (2) Eva Beatrice Förster über Mutter-Kind-Performances a) Einleitung mit persönlichem Bezug zum Thema b) Theoretischer Teil Künstler-Beispiele mit Arbeiten und Zitaten c) Praktischer Teil eigene Arbeit vorgestellt (3) für mich Frage: Was will/kann ich? (+) eigene Arbeit mit einbeziehen auch Nicht-Kunst vorstellen / Alltag (wie Geraden in der Natur, verhüllte Gegenstände) Hypothesen / Theorien aufstellen meine Meinung / Gedankengänge aufschreiben eigene Tagebucheinträge / Standpunkte zitieren (zum Thema Zweifel Zweifel, verhüllt, Kinderzeichnungen, Geradenbilder möglich) kurzer Exkurs zu anderen Künstlern / Arbeiten / Zitate (nur nebenbei einpflegen) philosophischer Ansatz (wenn dann aber oberflächlich und immer nur in Bezug auf eigene Arbeiten, Erfahrungen, Nicht-Kunst) Text einfach schreiben, nicht verwissenschaftlichen Arbeit müsste größtenteils einfach entstehen, ohne Zwang Zwang, mit richtigem Interesse (Motivation) (-) nur über fremde Arbeiten reden viele wissenschaftliche Bücher durchlesen und zitieren (wäre ja nur Wiederholen von bereits vorhandenem Gedankengut / Wissen) Philosophie und Kunsttheorie im Vordergrund (4) Vorstellung weiteres Vorgehen 9. Semester (10.2016-2.2017): Mark Helmut Mark fragen, ob am Ende schon Modulprüfung ablegen, dann soweit alles fertig Vorbereitung Theoriearbeit 10. Semester (2.2017-10.2017): Theoriearbeit schreiben 11. Semester (10.2017-2.2018): Diplom im Februar 2018 Standpunkt Ich verliere nichts, wenn ich noch ein Semester hinten dranhänge. Der Titel Diplom-Künstler wird mir nach dem Studium so oder so nicht weiterhelfen. Er ist lediglich witzig und ich möchte ihn auf Visitenkarten schreiben. Würde ich schon im 10. Semester mein Diplom machen, hätte ich nichts gewonnen. Ich würde ja weiterhin Aufträge bearbeiten wie bisher und hätte weiterhin viel freie Zeit. So wie es bei Mark Helmut Mark rüberkam, sieht er kein Problem darin, was mein Diplom anbelangt. Ich zweifel zwar immer, ob ich überhaupt etwas Gutes zeigen kann, er anscheinend nicht. Schaffen werde ich es also so oder so. Wichtig ist lediglich, dass ich auch noch im 11. Semester, also kurz vorm Diplom, noch künstlerisch arbeite und innerlich nicht die Kunst schon aufgegeben habe. Der Drang etwas zu Schaffen muss weiterhin da sein. In den letzten fünf Jahren sind mir aber immer wieder Dinge eingefallen, ich glaube nicht, dass es mit der Kunst plötzlich vorbei sein wird. Und selbst wenn: Ich bräuchte keinen Abschluss. Alleine die Zeit an der Hochschule hat mich weitergebracht. Das 9., 10. und 11. Semester nutze ich nun vermehrt für Werkstattkurse. Stelle Flügeltürrahmen bei Alberti Wolfgang Alberti her und schaffe Friedrich-Büsten. Lerne etwas über Abgusstechniken, über Materialien allgemein. All das müsste ich ohne Studium teuer bezahlen. Auch kann ich die Zeit über noch den Plotter für kleinere Geradenbilder nutzen. Im Endeffekt gibt es dann nur noch einen festen Termin alle zwei Wochen: Die Klassentreffen. Alle anderen Kurse und Werkstatttermine kann ich so belegen, wie es mir nützt. Geldlich wird es bei 11 oder 12 Semestern auch kein Problem geben. am Dienstag ausleihen: D1853 (Der zweifältige Sinn: Über die Ambivalenz des Zweifelns), D1507 (Nichts los) haben wohl einen eher theoretischen Ansatz, deshalb durchgehen danach entscheiden, welche Richtung ich einschlagen möchte
Aktueller Zustand
Aktueller Zustand
Fotos Oberkörper
Fotos Oberkörper
Studium 1 0
Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Fotos von meinem Kopf ausgedruckt mitgebracht Aktueller Zustand tonportraet1_markiert-k.jpg Fotos Oberkörper tonkopf.gif Übergang zu Sockel entfernt, reale Körperform umsetzen Selbstwahrnehmung über Spiegel ganz anders als Dozent mich sieht viel schmaleres Gesicht, ohne starken Gesichtszügen lediglich Nase speziell (leicht gekrümmt, Huckel) am Ende Nase, Wangen, Kinn und Ohren etwas übertreiben Zwischenzustand näher an meinem Gesicht als heutiger Endzustand letztendlich für heute aufgegeben, da immer nur weiter verschlimmbessere weitere Fotos von Vorder- und Rückansicht ausdrucken (mit Glatze, für Fotocollagen gedacht) und nächsten Mittwoch mitbringen verhüllte Skulptur in Werkstatt Diplom Theorie Zweifel Zweifel "Bedenken, schwankende Ungewissheit, ob jemandem, jemandes Äußerung zu glauben ist, ob ein Vorgehen, eine Handlung richtig und gut ist, ob etwas gelingen kann o. Ä." u.a. quälender Zweifel Zweifel, begründete Zweifel Zweifel, unbegründete Zweifel Zweifel, bei jemandem regt sich der Zweifel Zweifel Wort Skepsis: "[durch] kritische Zweifel Zweifel, Bedenken, Misstrauen [bestimmtes Verhalten]; Zurückhaltung" weitere Begriffe: Bedenken, Einwand, Misstrauen, Reserve, Skrupel, Vorbehalt, Zurückhaltung, Hin-und-her-Schwanken, innerer Widerstreit, Unentschiedenheit, Ungewissheit, Unklarheit Unsicherheit, Zerrissenheit, Zögern, Fragezeichen, Aber, Bedenken, Befürchtung, Unglaube, Argwohn Die Zweifel Zweifel des Malers, Michael Krebber Genie voller Selbstzweifel, Michelangelo Der Begriff Dada(ismus) steht im Sinne der Künstler für totalen Zweifel Zweifel an allem, absoluten Individualismus und die Zerstörung von gefestigten Idealen und Normen. statt es philosophisch komplex durchzukauen (was ich nicht kann), nur wenige Seiten für Begriff, Geschichte, Kunst und Leben, Philosophen verwenden danach auf Künstler eingehen, Kunstrichtung (wie Dadaismus Dadaismus), auf künstlerische Arbeiten, auf eigene Texte (vielleicht als Zitate einfügen) Julia Benz (Berliner Künstlerin) wegen Dokumentarfilm zum Thema Künstler und Zweifel Zweifel E-Mail geschrieben Antwort: Hallo, vielleicht meinen Sie dies: https://vimeo.com/87268755 Viele Grüße, Julia Benz
Kunst 1 0Studium 1 0
Klasse Bildende Kunst Besprechung aktuelle Arbeiten momentum 1x Moment Moment 3 + 13 (alleine 1 Kommilitonin Kommilitone in ihrer Vorstellung) + 3 + 1 + 2 = 22x Kommilitonin Kommilitone mit gefundene Objekten in Tüte, an Wand befestigt in Verbindung mit Fotografie und Film Groß und auf den Sockel hilft immer! (Aussage Kommilitone Kommilitone) viele Arbeiten zu sehr gesellschaftskritisch Textarbeiten, handgeschrieben auf A4 Thema Arbeit, Zaun als Objekt, Stadtentwicklung, Begegnung Flüchtlinge und Einwohner… für mich sehr unkünstlerisch, teilweise für mich nur Sozialarbeit und erzieherisch Wo ist da die Kunst? Vorstellung meiner Arbeiten Kinderzeichnungen Zeichnungen von Emma Flügeltürrahmen für A4-Blätter kleine Fotocollage (2 ausgerissene Blätter meines Gesichtes übereinandergelegt und mit Klebestreifen befestigt) Künstler-Herme: Helmut Helmut Mark schlägt Überdenkung Titel vor Standpunkt 1. Abschnitte Standpunkte aus Semesterferien vorgelesen Zweifel Zweifel Thema Zweifel Zweifel am künstlerischen Schaffen und Künstler-sein vorgelesene Passagen hätten laut Helmut Helmut Mark auch vor 100 Jahren geschrieben werden können fühle mich deshalb bestärkt, auch wenn Ideen der Moderne gescheitert Zweifel Zweifel am eigenen Schaffen und Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art weiterhin für mich starker Motor politische und gesellschaftskritische Kunst lehne ich ferner ab, Kunst wird missbraucht solange Zweifel Zweifel den Schaffensdrang nicht verdrängt: so weiter machen Lesehinweis Kommilitonin Kommilitone: Émile Zola "Das Werk" Roman beschreibt Pariser Künstlerszene und Entstehen des Impressionismus Impressionismus morgen oder übermorgen in Antiquariat abholen Diplom Theorie Bibliothek für morgen Theorie-Arbeiten von Windeler, Blumstock, Kunath und Förster zur Einsicht vorbestellt
Standpunkt handschriftlich niedergeschrieben (2 Sätze fehlen ungewollt), 10 A4-Blätter, 31
Standpunkt handschriftlich niedergeschrieben (2 Sätze fehlen ungewollt), 10 A4-Blätter, 31
Kunst 3 1
Standpunkt Standpunkt handschriftlich niedergeschrieben (2 Sätze fehlen ungewollt), 10 A4-Blätter, 31 standpunkt-k.jpg Muss mich nun ein paar Tage von der Kunst erholen. Neben der eigenen Arbeit, die nicht vorankommt, bin ich wieder von der Fülle an Künstlern und Ausgedrücktem überfordert. Die von mir gelesenen Kunstbücher betrachten ja vor allem die westliche Kunst. Wie groß ist aber die Welt! Wie viele Künstler gibt es noch, die in anderen Ländern dieser Erde Erwähnung finden! Und wie viele, die Schaffen und nicht beachtet werden! Wieviele haben eine Mission, ein Verlangen etwas auszudrücken… Kann man Kunst ohne Mission schaffen? Bleibe ich beim Hinterfragen von Kunst? Ist das mein Antrieb fürs Schaffen? Mein Zweifel Zweifel an Bedeutung in der Kunst und am Leben an sich ständig neu ausgedrückt in Selbstporträts, in denen ich mich meiner Existenz bestätigt sehen möchte? Diplom Arbeit umsetzen alle Standpunkte handschriftlich auf Papier bringen und an Wand kleben A4-Blätter aneinander kleben je nach Größe des Textes erweitern oder Standpunkte in Normalgröße schreiben, einscannen und unterschiedlich vergrößern dadurch auch je nach Format richtig fette Schrift wirkt distanzierter und gleichzeitig gefestigter als Originalpapier evtl. mit ja/nein-Karte, siehe 14.1.2015 davor Friedrich-Herme, bis zur Decke Zweifel Zweifel Den Zweifel Zweifel am eigenen künstlerischen Schaffen, an der Kunst allgemein und am Leben an sich zum Ausdruck zu bringen, stärkt mich. Vielleicht ist tatsächlich der Zweifel Zweifel mein Thema. Kunstbegriff Die Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert, Uwe M. Schneede Tendenzen der Kunst Ende 20. Jhd. nach Primitivismus früher Avantgarde, Utopien der 1920er, Erkundungen in den 1960er Tendenz erkennbar oder kolossale Unübersichtlichkeit? (1) modusübergreifend 1990er: viele Künstler arbeiten uneingeschränkt und intensiv auf allen Sektoren bis 1950er Gattungen noch medial und nach Fertigkeiten klar getrennt Gattungen und mit ihnen die Kategorien hatten sich verzahnt Malerei blieb immer noch präsent 1990er keine Grenzen mehr, auch nicht zu Musik, Poesie, Jugendkultur, Architektur, Design, Mode modusübergreifend gilt auch für Kulturen Impulse aus ursprünglichen Kulturen in westliche Kunst hineingebracht aber keine Globalisierung im Sinne internationaler und kulturübergreifender Einheitlichkeit (2) Benutzbarkeit Künstler entwarfen Wohnwagen, Museumsshops, Museumssäle, richteten Ausstellungen ein nicht als Nebentätigkeit gesehen, sondern als Kunst Partizipation am Bsp. von Gonzalez-Torres Felix Gonzalez-Torres (Partizipation am Schmerz) manifestiert: Künstler und Betrachter gehören ein- und derselben Welt an weit entrückt dagegen Bohème, Extravaganz, Vereinzelung und Außenseitertum der frühen Avantgarden Avantgarde und ihrer Nachahmer (gerade die gefallen mir aber!) (3) Durchdringung des Alltags Prozeß von (1) Darstellung von Aspekten äußerer und innerer Wirklichkeiten, über (2) Ding und Material in den 1960er, zur (3) künstlerischen Durchdringung des Alltags in den 1990er ästhetische Distanz auf ein Minimum geschrumpft (bei allen Tendenzen: immer aber mit vielen Künstler-Ausnahmen) (4) Entfremdeter Körper Body Art entdeckte Körper selbst als Aktionsfeld und Material Weg über (1) Picasso Pablo Picasso mit Zerstörbarkeit des Körpers, (2) Bacon mit menschlicher Körper als Fleisch wie anderes Fleisch in 1990er wurden Haar und Haut, Blut und Körper unmittelbar Werkmaterialien Marc Quinn Marc Quinn als Bsp. Bedürfnis nach Ermittlung der Rolle des Körpers am Ende distanziert betrachtet, durchgehend fremd gewordene Körper Schlussworte: 20. Jhd. begann mit radikalen Vorstößen der Avantgarden Avantgarde als Eliten der Kunst endete mit grenzenloser Ausdehnung des Künstlerischen (bisher allgemeinste Definition von Kunst): "ästhetischer Deuter der Welt mit je subjektiver Moral"
Kunst 0 5
Standpunkt Friedrich Fröhlich, kein Künstler Zweifel Zweifel Arbeitsraum überdenken wichtig: (1) nicht gestalten sondern zum Arbeiten nutzbar machen (2) nicht für mich und andere wie Atelier aussehen lassen, nur um sich als Künstler zu fühlen (3) nicht wieder in Home-Sweet-Home-Zustand zurückfallen aktueller Zustand: (a) großer Arbeitstisch oft vollgestellt mit Papierstapeln, Bücher, Pappschachteln, Material, aktuell mit Tonkopf Tonkopf schon seit Wochen nicht weiterbearbeitet (b) unter Arbeitstisch: viele Archivboxen, nur zur Hälfte gefüllt, teilweise ungeordnet viele Bilderrahmen, die ich nie nutzen werde verhüllte Arbeiten, Material, Testergebnisse (wie Styroporkopf-Collage) (c) 1. Wand: Bilderrahmen angelehnt, verhüllte Arbeiten, Leinwandrahmen, Archivboxen, Fotografie-Ordner, Sperrholzzuschnitte einige Bilderrahmen werde ich nicht mehr verwenden (zerkratzt, Glas kaputt) Architektenschrank: mit Materialien und Papierarbeiten gefüllt obere Fläche mit u.a. Konstellations-Entwürfen und kleinen Abbildungen behangen (d) hinter Tür: Leiter, Holzleisten (e) 2. Wand: 2 große Geradencollagen werde ich wohl nie beenden vollgestellt und ungenutzt: (a), (b), (c), (d), (e) neuer Zustand: (1) klare Trennung zwischen (a) fertigen Arbeiten / Archivboxen und (b) noch unfertigen Arbeit (2) Material (Farben, Pinsel, Holz, …) in einem Bereich lagern unbrauchbares Material wegwerfen (wie getrocknete Acrylfarbe) Farbeimer, Pinsel, Papier so stapeln, dass ich schnell darauf zugreifen kann (3) Fach unter Arbeitstisch für Papierarbeiten freihalten, fertige Arbeiten in Archivboxen unterbringen (4) 1. Wand als Abstellplatz für Bilderrahmen, Leinwände, große Pappen, … nutzen (5) alle Kunstbücher in Regal unterbringen (6) 2. Wand mit Geradencollagen erst einmal so belassen, bis ich neue große Arbeit plane nicht vollstellen (7) Konstellations-Entwürfe belassen, kleine ausgedruckte Abbildungen evtl. abhängen (außer aktuelle Bearbeitung) (8) nur Flur für gerahmte Bilder nutzen (9) wenn Zugang zu Keller: Holz, unempfindliche Dinge, Waschbenzin, ungenutztes Grundierweiß in Kunststoffboxen lagern (10) Tischfläche komplett zum Arbeiten freihalten unfertige Arbeiten, die ich nicht weiterbearbeiten werde: wegstellen wenn ich aktuell nichts bearbeite: alles freihalten, nichts hinstellen, nur damit es wie Arbeiten ausschaut
(mit Notizen der vergangenen Tage) Hausarbeit weiter bearbeitet aktueller Zwischenstand (3.8.2016) Standpunkt E-Mail von Hans: "Ich möchte Dich nicht mit meiner Meinung über 'Kunst und Politik' zu irgend etwas überreden. Es geht mir nur darum, darauf hinzuweisen, dass zu anderen Zeiten bedeutende Künstler ganz anders -- m.E. realistischer -- darüber gedacht haben als 'man' das heutzutage tut. In meinen Augen wertet die Tatsache, dass einer Kunst produziert, seine Meinungsäußerung in außer-künstlichen Belangen um keinen Deut auf, selbst wenn er hohes öffentliches Ansehen genießt. Einstein ist ein Beispiel aus der Wissenschaft. Er genoss Ansehen und war in politischen Dingen von geradezu gefährlicher Naivität!" Standpunkt Geradenbild verhüllt Kinderzeichnung 2016-08-02.mp3 Zweifel Zweifel Gedanken vom 6.8. , unkorrigiert (aber ohne Whisky Alkohol, lese gerade "Und Nietzsche Friedrich Nietzsche weinte") Wo ist die Qual, die mich zu guter Kunst leitet? Wo die brennenden Fragen? Zweifel Zweifel, der sich durch Schlafl osigkeit, Albtraum, Schwitzen, - allgemein - innere Unruhe äußert? Warum bin ich nur so zufrieden? Warum verzweifel ich nicht an der Erkenntnis, dass selbst die Frage nach dem Sinn der Existenz vor und nach der Menschheit nie gestellt werden wird, ja selbst in dieser kurzen Zeitspanne menschlichen Daseins nur pseudo-da ist, unmengen an Lebenszeit raubt? Wie soll ich da ein Verlangen nach Ausdruck spühren? Wie das Verlangen nach Mitteilung? Ich möchte ungern Kunst machen, die große Themen wie Krieg, Hunger, Liebe oder Tod einnimmt, aber eigentlich zum Verkümmern verurteilt ist, weil in mir die Themen keine drängende Reaktion auslösen, die guter Kunst zu Grunde liegen sollte. Was interessiert die Menschheit mein Alltag, wo doch jeder seinen führen muss? Was interessiert mich der Alltag der Menschheit, wenn ich mit mir selbst beschäftigt genug bin? Solange ich nur Kunst für mich mache - wie bisher geschehen - werde ich nicht den Drang haben ausstellen zu wollen, weil es nichts zu sagen gibt, was den Anderen gesagt werden müsste. Es ist nicht tragisch, dass die Kunst bei mir bleibt. Es macht mir Spaß mal hier und da mich zu äußern, die Arbeit dann in einer Schublade verschwinden zu lassen, später wieder herauszukramen und mich an jener zu erfreuen. Und dennoch spühre ich ein Verlangen nach einer anderen Kunst. Die, die meiner Meinung nach aber von vielen nur gespielt, nicht gelebt wird. Ich will nicht Schauspieler sein! Wo ist die Qual?