[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Standpunkt

Museum Gugging
Museum Gugging
(?), Zeichnung, Johann Garber
(?), Zeichnung, Johann Garber
Ausstellungansicht, Johann Garber
Ausstellungansicht, Johann Garber
(?), Zeichnung, Johann Garber
(?), Zeichnung, Johann Garber
Reiter auf Pferd(?), Johann Garber
Reiter auf Pferd(?), Johann Garber
Giraffe(?), Johann Garber
Giraffe(?), Johann Garber
Flugzeug(?), Franz Kernbeis
Flugzeug(?), Franz Kernbeis
Burg, 19.9.1990, Franz Kernbeis
Burg, 19.9.1990, Franz Kernbeis
Kopf, 1969, Johann Hauser
Kopf, 1969, Johann Hauser
Der Mond, 1976, Bleistift, Wachskreiden, Rudolf Limberger
Der Mond, 1976, Bleistift, Wachskreiden, Rudolf Limberger
90 Kühe, 1983, Bleistift, Wachskreide, Franz Kamlander
90 Kühe, 1983, Bleistift, Wachskreide, Franz Kamlander
Zahnbürste im Becher, 2003, Bleistift, Günther Schützenhöfer
Zahnbürste im Becher, 2003, Bleistift, Günther Schützenhöfer
Schirme, 1990, Bleistift, Wachskreide, Heinrich Reisenbauer
Schirme, 1990, Bleistift, Wachskreide, Heinrich Reisenbauer
Familie, 1987, Bleistift, Farbstifte, Philipp Schöpke
Familie, 1987, Bleistift, Farbstifte, Philipp Schöpke
Elefant, 1968, Aquarellfarben, Franz Gableck
Elefant, 1968, Aquarellfarben, Franz Gableck
Hubschrauber, Johann Hauser
Hubschrauber, Johann Hauser
Foto mit Vondal, Wei, Arbeit, Bleistift auf Boden, Zigarette in Hand
Foto mit Vondal, Wei, Arbeit, Bleistift auf Boden, Zigarette in Hand
[Aufenthalt in Wien] Psychiatrie und Kunst Art brut Ausstellung gugging meisterwerke.! Museum Gugging Museum Gugging gugging-1-k.jpg Installation Zimmer Johann Garber (?), Zeichnung, Johann Garber gugging-2-k.jpg Blume auf Wand gemalt Ausstellungansicht, Johann Garber gugging-4-k.jpg (?), Zeichnung, Johann Garber gugging-7-k.jpg Zeichnung Reiter auf Pferd(?), Johann Garber gugging-9-k.jpg Giraffe(?), Johann Garber gugging-10-k.jpg Installationsansicht Flugzeug(?), Franz Kernbeis gugging-12-k.jpg *1935, entstammt einer Bauernfamilie Rudolf Horacek, Ohne Titel, undatiert, Bleistift, Farbstifte Rudolf Horacek in Mannswörth, 1984, Acryl auf Holz, Rudolf Horacek Burg, 19.9.1990, Franz Kernbeis gugging-19-k.jpg Kopf, 1969, Johann Hauser gugging-20-k.jpg Der Mond, 1976, Bleistift, Wachskreiden, Rudolf Limberger gugging-22-k.jpg Ohne Titel, undatiert, Bleistift, Farbstifte, Wachskreide, Rudolf Limberger 90 Kühe, 1983, Bleistift, Wachskreide, Franz Kamlander gugging-26-k.jpg Kuh, undatiert, Bleistift, Wachskreide, Franz Kamlander Zahnbürste im Becher, 2003, Bleistift, Günther Schützenhöfer gugging-30-k.jpg Schirme, 1990, Bleistift, Wachskreide, Heinrich Reisenbauer gugging-32-k.jpg Papier mit Knicken, Schmutz, verwischt Familie, 1987, Bleistift, Farbstifte, Philipp Schöpke gugging-37-k.jpg 44J Fraulein 74J Frau 51J Mann, 1980, Bleistift, Philipp Schöpke Elefant, 1968, Aquarellfarben, Franz Gableck gugging-41-k.jpg Nach Breughel "Blumen in blauer (?), 1981, Bleistift, Wachskreiden, Anton Dobay Ohne Titel 1975, Tusche, Deckfarben, Oswald Tschirtner Signatur Vondal Hubschrauber, Johann Hauser gugging-53-k.jpg Preis 9050 EUR Haus der Künstler Tag vom Gugginger Standpunkt [handschriftliche Notizen] Die sind so unglaublich … natürlich. Einen im Untergeschoss getroffen. Sind schnell in Gespräch über Graffiti gekommen. Sehr neugierig. Stellt viele Fragen. Konnten gut miteinander reden. Wollte zuerst eine Zigarette (hat sie später von Aufsicht unter Protest bekommen [scheint häufig andere zu fragen]). Haben was getrunken und uns draußen auf Bank weiter unterhalten über seine Graffiti und Erfahrung mit der Polizei. Karl Vondal kam dazu. Hatte Stift und Arbeit dabei. Auf Boden gelegt. Und hat uns (konnte nur leise und undeutlich reden) mit Händen gezeigt, dass er das ist, der auf dem Plakat mit Namen gezeigt wird* Hat viel geredet, ich verstand fast nichts. Zwei andere kamen dazu. Einer übersetzte für uns. Vondal wollte ein Foto von sich und dem Bild haben. Und mit Wei. Ich sollte das Foto machen. Foto mit Vondal, Wei, Arbeit, Bleistift auf Boden, Zigarette in Hand gugging-50-k.jpg Den Graffiti-Künstler, der mir für Leipzig einige Sticker gab, die ich da auf Gegenstände kleben soll (musste es ihm mit Handschlag versprechen), traf ich im Gebäude wieder. Er: Friedrich! Noch da! Arbeiten in Galerie leider zu teuer für mich. Katalog wird in zwei Wochen aber nach Leipzig geschickt. * sichtlich stolz Kamen am Haus der Künstler vorbei. Der mit dem Graffiti und ein anderer winkten uns zu.
(gestern in Werkstatt Plastisches Gestalten 2. Hälfte Büste hergestellt am kommenden Mittwoch mit Mitarbeiter Hälften zusammenfügen) Diplom Theorie Zusammenfassung geschrieben (1. Fassung ) qualitative: Daten sind nicht-numerische, oft verschriftlichte oder in audiovisueller Form vorliegende Daten Pilotstudie: Studie, die u.a. Tauglichkeit einer These oder Zustimmung der Öffentlichkeit zu Thema durch Anwendung und Erprobung im Kleinen, nachgeht These: zeitgenössische Kunst kann oft nicht mehr verstanden werden und entfremdet sich damit seit der Moderne vom Menschen Botschaft ist Grundelement künstlerischer Werke Auswertung zeigt, dass unbeteiligte Personen, teilweise sehr differenzierte Meinung über Kunst haben anfangs sehr platte Aussagen (wie Das ist doch keine Kunst!) Natürlich ist eine abschließende Klärung, was Kunst sei, nicht möglich. Auch stellen die Sichtweisen meiner drei Gesprächspartner eben nur genau das da: drei von sieben Milliarden Sichtweisen. Standpunkt Die Kunst ist das, was die Gesellschaftsform zulässt. Sie musste individualistisch werden! Sie musste elitär werden! Schlussworte: Vielleicht kehrt sie ja irgendwann einmal wieder zu ihren Ursprüngen zurück. Dahin, wo die Botschaft - sei sie auch noch so geheimnisvoll, sie muss dem Betrachter in einer Form begegnen, die ihn abzuholen bereit ist - ein wichtiger Beweggrund ist. Einige Versuche gibt es ja bereits (siehe Art brut). Letztendlich: Es gilt weiter auszukundschaften! Korrektur von Hans eingefügt
Standpunkt
Standpunkt
Klasse +0 +1
Diplom Arbeit im Baumarkt 4 MDF-Platten auf A1 zusägen lassen bei 1. Platte mit Tapetenkleister Papier angeklebt teilweise wieder abgegangen, mit Luftblasen, unsauberen Ecken bei 2. und 3. Platte mit Sprühkleber Papier angeklebt bei 3. Platte Ränder nicht vollständig angeklebt ansonsten besste Variante Standpunkt Standpunkt kampf4-m.jpg mit Ölkreide und Bleistift umsetzen in Hochschule Papier auf 5 MDF-Platten ziehen lassen Fixierspray löst teilweise Papier von MDF-Platte wieder ab
Studienreise Athen 2017 Standpunkt
  • [Aufnahme Anfang]
  • [am Bahnhof Südkreuz, Bahngeräusche]
  • Flugzeug hatte ca. drei Stunden Verspätung.
  • Langes und lautes Gespräch mit … ähm … der Frau, die beim …
  • [ein Zug fährt los]
  • … Check-In die Tickets überprüft.
  • Was denn jetzt die Fahrgastrechte sind.
  • [Zug fährt laut vorbei]
  • Wegen Verspätung den Bus nach Leipzig nicht mehr geschafft.
  • Deshalb … äh … nur die Möglichkeit entweder mit Auto zu fahren oder mit einem Bus am nächsten Tag.
  • [S-Bahn hält an]
  • Da ich wegen Katze aber schnell nach Hause wollte, …
  • [Ansagerin aus Lautsprecher]
  • … wollte ich mit dem Auto mitfahren.
  • Da aber zu viele Leute mit dem Auto mitfahren wollten, aus jeder … Immer aus wichtigen Gründen natürlich.
  • Aus privaten.
  • Ähm. Wurde am Ende gelost.
  • Vorschlag von Kommilitone Kommilitone.
  • Ich hatte kein Kreuz auf dem Papier.
  • Trotzdem war alles in Ordnung.
  • Weil ich wusste, dass … das Zufall war.
  • [S-Bahn fährt an]
  • Bin gerade … am Südkreuz und werde Null Uhr Dreiundfünfzig den Zug nach Bitterfeld nehmen.
  • Drei Uhr nochwas werde ich dann da sein.
  • Also noch immerhin … achtundvierzig Stunden Katze ohne Betreuung.
  • Fast.
  • Alles gut!
  • [Aufnahme Ende]
Notizen Nr. 6, Museum of Cycladic Art
Notizen Nr. 6, Museum of Cycladic Art
Notizen Nr. 7, Schildkröte
Notizen Nr. 7, Schildkröte
Notizen Nr. 8
Notizen Nr. 8
Klasse +2 +0
Studienreise Athen 2017 Cy Twombley Museum of Cycladic Art Notizen Nr. 6, Museum of Cycladic Art notizen6-k.jpg richtig schöne kindliche Schrift "NIKE" "VENUS" mit Wachsstiften und dickem Bleistift rote Wachsstifte und schwaches Schwarz Dicker Bleistift für Schrift umsetzen selber mit rechter Hand schreiben Diplom Arbeit selbst ausprobieren mit Standpunkt, Text auf Plakatgröße A0/A1 Notizen Nr. 7, Schildkröte notizen7-k.jpg Schildkröte, über Weg gelaufen im National Garden Notizen Nr. 8 notizen8-k.jpg documenta-diary (am Samstag angesehen) Banu Cennetoğlu selbes Motiv wie auf ~frfr practice, 2016, digitale Farbfotografie Standpunkt
  • [Geraschel]
  • Auch sehr guter Tag.
  • [Klick]
  • Viel Zeit alleine in der Wohnung gehabt.
  • Kurz … für zwei Stunden in ein Museum gegangen.
  • Und von Cy Twombly Cy Twombly Arbeiten gesehen. In Verbindung mit … ähm … alten Skulpturen.
  • Griechischen. Denke ich mal.
  • Finde halt … diese Zeichnungen weiterhin … wirklich … richtig … gut.
  • Und werde mal selbst jetzt probieren mit der RECHTEN Hand zu zeichnen.
  • Und … äh … auch Schrift. Ähm. Zu machen.
  • [Schluckgeräusch]
  • Damit es noch mehr … oder überhaupt … sehr … sehr ungeschickt rüberkommt.
  • Sehr …
  • [Klick]
  • Sehr …
  • [Klick]
  • So unvoreingenommen.
  • Vielleicht könnte ich so dann auch die … äh … Standpunkte fürs Diplom … ähm … aufzeichnen.
  • Also auf … ähm … diesen Ständern.
  • Und dann großes Papier!
  • Oder Leinwand!
  • Und da dann halt mit sehr … ähm … einfacher, krakeliger, ehrlicher … äh … Schrift … ähm … sehr kindlicher Schrift, diese doch sehr … ähm … nicht primitiven … sehr … ähm … naja. Schon platten … äh … Äußerungen, die ja aber trotzdem ehrlich sind.
  • Die kamen ja wirklich aus mir heraus!
  • Die habe ich ja wirklich aufgeschrieben.
  • In dem Moment Moment auch wirklich ge…glaubt.
  • Ähm. Vielleicht fände ich das so ganz gut. Zu transportieren.
  • Das werde ich ausprobieren.
  • Dann noch … ähm … heute sicherlich eine Stunde … äh … an dem total verstimmten Klavier gespielt.
  • Hier.
  • Ähm. Also eher Klänge erzeugt.
  • Hat viel Spaß gemacht!
  • Vor allem, weil ich … ähm … den Kasten auch aufgemacht habe.
  • Oben.
  • Und dann halt direkt auf den Saiten gezupft habe.
  • Da kann man eine Menge mit machen!
  • Und das sind halt Klänge dabei entstanden, die so … nicht entstanden wären, wenn ich auf einem Klavier gespielt hätte, was ordentlich wäre.
  • Denn hier … ähm … wenn ich einen Ton anklingen lasse, dann werden teilweise … äh … drei … äh … Töne gespielt.
  • Weil die Seiten einfach so verzogen sind!
  • [Nase hochziehen]
  • [Schlucken]
  • [Klick]
  • Leider keine Aufnahme davon gemacht. Aber egal.
  • Heute auch kein gemeinsames Abendessen. Sondern nur zu zweit etwas zubereitet und gegessen.
  • Über Rassismus … diskutiert.
  • [Klick]
  • [Klick]
  • Zwei Glas Wein Alkohol getrunken.
  • [Klick]
  • Geschirr gewaschen.
  • [Klick]
  • Wäsche für morgen ebenfalls gewaschen.
  • Und schon getrocknet.
  • In der Sonne!
  • [Klick]
  • Ka plus zwei. Ha …
  • [Klick]
  • Null. Also keine Veränderung.
  • [Klick]
  • Guter Tag.
  • [Stimmen im Hintergrund]
  • [Aufnahme Ende]
Notizen Nr. 5, Benaki-Museum und ASFA
Notizen Nr. 5, Benaki-Museum und ASFA
Klasse +2 +1
Studienreise Athen 2017 documenta 14 Benaki Museum Notizen Nr. 5, Benaki-Museum und ASFA notizen5-k.jpg Kreide / Pigmente auf Leinwand mit Fingern malen Leinwand besticken mit kleinen Köpfen Athens Museum of Queer Arts lange Diskussionen wegen Lage auf Stadtplan (jeder denkt zu wissen, wo es lang geht; auch schon beim Benaki Museum), ich halte mich heraus und gehe den richtigen Weg (geschlossen) ASFA Vorlage Mona Lisa ständig verfremdet, neue Rollen durch malen, zeichnen, … umsetzen mit Selbstbild machen Standpunkt
  • [im Bett]
  • Guter Tag.
  • [Klick]
  • Selbst das Abendessen.
  • [Klick]
  • Das gemeinsame!
  • [Klick]
  • [Stimmen im Hintergrund]
  • Denn sobald ich …
  • [Klick]
  • … gedanklich und physisch … beschäftigt bin.
  • Und zwar hier mit einem Schachspiel.
  • [Klick]
  • Habe ich gar kein Problem damit.
  • In einer Gruppe zu sein.
  • [Ausatmen-Geräusch]
  • Klingt logisch.
  • [Klick]
  • Mit den gezeigten Arbeiten, bei den Ausstellungen, weiß ich noch nicht genau.
  • War jetzt nicht so … wie gestern.
  • [Klick]
  • Die Mona Lisa hat mir halt sehr gefallen.
  • Das war zwar nicht zur Dokumenta eine Ausstellung. Oder eine Arbeit.
  • In der Universität der Künste.
  • Wo jemand … ähm … ganz viele Ausdrucke von der Mona Lisa gemacht hat. Und dann die … ähm … unterschiedlichst übermalt hat.
  • So das aus der Mona Lisa halt eine … ALLES werden konnte.
  • Von Frau. Mann. Clown. Äh. Gotik-Mensch. Was weiß ich.
  • Das würde ich mir jetzt auch noch einmal überlegen, mit meinem eigenen Porträt einfach mal zu machen.
  • Jetzt nicht als … ähm … künstlerische Arbeit.
  • Sondern … zum rumprobieren.
  • Macht sicherlich Spaß!
  • Ähm. Immer wieder das eigene Porträt zu … ähm …
  • [Klick]
  • … zu verändern.
  • Nicht bloß zu übermalen. Sondern auch zu zerschneiden. Vielleicht.
  • Oder neue Sachen anzukleben.
  • Und und und!
  • [Klick]
  • Ka plus zwei. Em plus eins.
  • [Klick]
  • Morgen freier Tag.
  • [Klick]
  • Werde um Mittag herum … höchstwahrscheinlich … zum … zur Galerie gehen.
  • Und zu dem einen Museum, wo … äh … Cy Twombly Cy Twombly … oder wie der heißt … ähm … ausgestellt ist.
  • [Schluckgeräusch]
  • [Klick]
  • Ansonsten für Samstag noch … äh … Unterhose und Hemd waschen.
  • Und eine Socke!
  • [Klick]
  • Apfelquarcktasche kaufen.
  • [Klick]
  • Guter Tag.
  • [Aufnahme Ende]
  • [Aufnahme Anfang]
  • Zuhause noch einmal weiter Erzählungen von Joochen Laabs … ähm … nachschauen.
  • Letztens im Antiquariat ja nischt gefunden.
  • Aber Der letzte Stern und die anderen Erzählungen sind wirklich gut.
  • [Aufnahme Ende]
Notizen Nr. 1, Konservatorium
Notizen Nr. 1, Konservatorium
Notizen Nr. 2, Konservatorium
Notizen Nr. 2, Konservatorium
Notizen Nr. 4, Konservatorium
Notizen Nr. 4, Konservatorium
Notizen Nr. 4, EMST
Notizen Nr. 4, EMST
Klasse +2 +1
Studienreise Athen 2017 documenta 14 Athener Konservatorium Transparentpapierrolle mit kindlichem Gekrakel, Buntstifte Notizen Nr. 1, Konservatorium notizen1-k.jpg unterschiedliche Stile Köpfe, Körper verformt, maskenhaft Notizen Nr. 2, Konservatorium notizen2-k.jpg große Hände mit kleinem Köroer, großer Mund, dicker Arm Fotografien, davor Transparentpapier, in Mitte geteilt, kleiner Spalt Transparentpapier auf Transparentrolle aufgenäht gerissene Ränder umgeschlagen, ebenfalls genäht Notizen Nr. 4, Konservatorium notizen3-k.jpg Leinwand mit Texten (Druck), schaut händisch geschrieben aus, ist aber computergeneriert Texte auf Leinwand ebenfalls auf Boden 4 Nägel, zartes A4-Papier, mit Text Standpunkt Ich habe heute mal abgeschaltet. Wollte nichts verstehen. Nur erfahren. Da Videos in englischer Sprache Themen nicht wirklich begriffen. Sehr gut. Konzentriert auf Umsetzung, Bild, Bewegung in Videos. Vielleicht häufiger Kunst sehen, die in Fremdsprache erklärt wird. Parko Eleftherias (keine Aufzeichnungen) Museum des Demokratischen Widerstands gegen die Diktatur (keine Aufzeichnungen) EMST Notizen Nr. 4, EMST notizen4-k.jpg Kartons (wie bei mir, nur höher) mit Objekten / Resten Alltag(?) collagenhaft arrangiert (aber nicht fixiert?) für Präsentation mit Glas drüber Ernest Mancola (nichts im Netz gefunden) Zeichnungen von ca. 1990-1993 erfundene Buchstaben, Alphabet(?), Sätze(!) verhuellt Holzkasten geöffnet mit Fotos und Schrift drinne Gastkünstler!, 1980, Rasheed Araeen Herme für Herme Ständer in Metallwerkstatt herstellen aus 3 gebogenen Stäben und 2 Ringen Ringe oben und unten bei horizontalen Stabbereichen schweizen Durchmesser = von Rohr verhuellt statt Kästen Vakuumtüte mit Alltagsgegenstand füllen anordnen und vakuumieren (siehe Danai Anesiadou ) Standpunkt
  • [auf dem Balkon, Straßengeräusche]
  • Heute war ein sehr guter Tag.
  • [Aufnahme Ende]
  • [Aufnahme Anfang]
  • Ich konnte mich mit … äh … einigen Arbeiten, die ich gesehen hatte, in Museen, sehr gut … ähm …
  • [Vogelgezwitscher]
  • … Also die konnte ich … sehr lange … betrachten.
  • [Klingel]
  • Ich … äh … habe überlegt, woran das liegt.
  • [Motorgeräusche]
  • Zum einen … habe ich ja während dessen … also habe ich meine Kamera nicht … äh … mitgenommen.
  • Fotokamera.
  • Und … ähm … war sozusagen …
  • [Hupe]
  • … nicht im Rausch … äh … zu dokumentieren.
  • [Vogelgezwitscher]
  • Auf der anderen Seite … verstand ich … äh … die Begleittexte … nicht.
  • Sie waren zwar auch teilweise auf Englisch. Aber die habe ich mir dann erst gar nicht … ähm … angesehen.
  • [Bremsgeräusch]
  • Und … äh … in den Videos, wenn englisch oder französisch oder was auch immer gesprochen wurde … griechisch …, dann … ähm … hatte ich das auch irgendwie nicht … ähm …
  • [lautes Motorengeräusch]
  • … nicht übersetzen können.
  • So.
  • Das heißt … ähm …
  • Die Bedeutung … oder der Sinn hinter den Arbeiten, die der Künstler ihnen gegeben hatte, … ähm … und … äh …
  • Oder der Weg dorthin. Über die Sprache. Den hatte ich halt überhaupt nicht … ähm … mitbekommen.
  • Ähm. Deshalb waren eigentlich die Arbeiten auch für mich … Ich weiß jetzt nicht, was politisch genau heißt, aber überhaupt nicht … politisch.
  • Also keine politische Kunst.
  • Ähm.
  • [Stahlrohr schlägt irgendwo dagegen]
  • [Bremsgeräusch]
  • [Klick]
  • Und das gefiel mir!
  • Also ich habe mich sozusagen wirklich bloß mit dem … ähm … auseinandersetzen können, was ich … äh … wahrnehmen konnte. Was ich sehen konnte.
  • Was ich hören konnte.
  • [Klick]
  • Und ich habe gar nicht mal versucht irgendwie … ähm … zu überlegen, was … äh … soll damit jetzt gesagt werden.
  • Oder … Welche Intention Intention hat der Künstler damit?
  • Warum wird das ausgerechnet hier gezeigt?
  • Ähm.
  • [Vogelgezwischer]
  • Was ist der Hintergrund? Und so weiter.
  • Das tauchte überhaupt nicht auf!
  • Ich überlege gerade … gutes Beispiel.
  • Na das waren zum Beispiel die … ähm … transparenten … äh … Papierrollen.
  • Die von ganz oben … äh … herunterhingen.
  • Auf denen kindliche … Kritzeleien … äh … zu sehen waren.
  • Ähm.
  • Ich denke mal, die sta… die stammen von … äh … richtigen Ki… Kindern.
  • Äh. Und nicht von einem Künstler. Davon … davon gehe ich jetzt einfach mal aus.
  • Ähm. Ich kann es auch wiederrum nicht begründen. Aber irgendwie kam es mir so vor, als wäre das … ach … ich weiß nicht. Ähm.
  • Die Zeichnungen schauten halt nicht so aus, als wären sie durchdacht…
  • … worden.
  • Als gäbe es da irgendwie eine … ähm … na so … ähm … so eine … so einen roten Faden.
  • Durch die … äh … Bilder.
  • Durch diese Zeichnungen.
  • Das heißt, es wird von mehreren Kindern gestammt haben.
  • Und … es gab auch … Ich weiß nicht, ob man das Fehler nennt.
  • Aber es gab halt … Fehler, die halt … die man nicht machen WÜRDE.
  • Und gerade die waren aber eben … äh … das spannende.
  • [Vogelgezwitscher]
  • Diese Ungereimtheiten.
  • Oder dieses … äh … pfff … Diese … Das es nicht ausgewogen war.
  • Das es … Aber das es gleichzeitig auch keine richtige … äh … Spannung gab.
  • Ähm. Ich weiß gar nicht, wie ich das sagen soll. Aber mir kam es so vor, als wären das richtige kindliche Zeichnungen gewesen.
  • [Autogeräusche]
  • So. Das fand ich halt … äh … super.
  • Egal in welchem Kontext das jetzt eigentlich sein sollte.
  • Da waren auch irgendwie … äh … äh … Schulbänke. Und so. Dargestellt.
  • Ich glaube auch mit Afrikanern oder so. Ich weiß es jetzt nicht genau. Ähm.
  • Ist mir auch eigentlich … echt egal. Sondern ich habe mich halt auf diese Zeichnungen konzentriert.
  • Und die waren richtig spannend.
  • Habe davon eben auch dann einige … ähm … skizzenhaft übernommen.
  • [Motorradgeräusch, kurz darauf Autogeräusch]
  • [Klick]
  • Und selbst als ich jetzt … im … äh … im letzten Museum … äh … einen Schutthaufen … Das war ein Schutthaufen. Ähm. Auf dem … äh … Boden vom Museum gesehen hatte. Was halt irgendeine Arbeit darstellte. Ähm. Ich habe das überhaupt nicht in Frage gestellt.
  • Ich habe dann halt den Schutthaufen gesehen.
  • Und der war halt … ähm … so wie er war.
  • Mit all diesen … ähm … Mit dem Müll. Mit dem Dreck. Der da drinne ist. War halt genau so spannend.
  • So. Musste gar nicht mehr und nicht weniger sein. Und ich wollte auch gar nicht wissen, … ähm … was eben die Intention Intention zum Beispiel ist.
  • Es ging einfach nur darum: Ich ka… ich sehe etwas. So.
  • So wie ich natürlich auch auf der Straße Dinge sehe. Wenn ich mich dahin setze. Habe ich heute auch gemacht.
  • An den Straßenrand setzen.
  • Und die Leute beobachten.
  • [Stimmen von der Straße]
  • Die Mopets beobachten. Autofahrer. Busse. Fußgänger.
  • Das selbe habe ich halt im Museum gemacht.
  • So.
  • Und da habe ich halt zum einen Parallelen gesehen. Wie zum Beispiel … Müll.
  • Ähm. Auf der anderen Seite eben auch Sachen, die man draußen auf den … im Alltag … in der … äh … auf Straßen, in den Szenen dort, … ähm … nicht sehen würde.
  • [lautes tiefes Brummgeräusch]
  • Und. Ja. Das ist sozusagen schon deshalb vielleicht eine Bereicherung.
  • Ähm.
  • [Brummgeräusch wird lauter]
  • Das …
  • Selbst die Arbeiten, die … die aus dem Alltag kommen könnten … Die einfach noch einmal zu sehen.
  • Und … ähm … sich darauf einzulassen.
  • So wie, wenn man halt draußen auf der Straße … äh … steht. Und die Leute beobachtet.
  • So. Mehr muss es vielleicht gar nicht können.
  • [Vogelgezwitscher]
  • Und dieses einfach beobachten … einfach … äh … wahrnehmen … [Räuspergeräusch] … ohne … ähm … Fragen zu stellen. Auch ganz wichtig!
  • Habe ich dann nämlich heute gar nicht gemacht.
  • Die kamen aber auch einfach nicht auf.
  • Also ich habe nicht so Fragen gestellt: Warum ist das jetzt diese Größe?
  • Warum … ähm … diese Farbe?
  • Ähm.
  • Pfff.
  • Ich habe halt etwas gesehen und … äh … habe halt … fand das halt … ja … spannend!
  • Ist vielleicht ein blödes Wort. Wieder.
  • Aber einfach … spannend. Es mir genauer anzugucken. Die Farbe genauer zu sehen. Ähm.
  • Ranzutreten. Ähm. Das hat mir vollkommen gereicht heute.
  • Und all diese … Zweifel Zweifel, die ich halt habe, … äh … bei zeitgenössischer Kunst eben. Wie jetzt dieser Müllhaufen dann auf dem Boden.
  • Ähm.
  • Die kamen ÜBERHAUPT nicht auf!
  • Also das hat mir halt gezeigt, irgendwie, dass es gar nicht mal … ähm …
  • Das dieser Zweifel Zweifel gar nicht von vorne herein da ist.
  • Sondern … Das ist … Der kommt halt bloß auf … ähm …, je nach dem, wie man sich einer Arbeit nähert.
  • Und wenn man sich so einer Arbeit nähert, wie ich es in der Hochschule lerne …
  • Also bei Klassentreffen, auch schon im Grundstudium.
  • Wurden ja die Arbeiten von den Kommilitonen und von mir auch … ähm … durchgegangen. Vorgestellt. Dann Fragen gestellt.
  • Und da kam eben so Fragen: Warum hast du diesen Bilderrahmen gewählt?
  • Warum … diese Farbe?
  • Ähm. Warum diese Größe?
  • Was soll das da darstellen?
  • Äh. Was ist deine Intention Intention?
  • Und so.
  • Also diese bohrenden Fragen, die vielleicht … ähm … äh … wichtig sind für den … äh … Studenten, um sich klarer zu werden.
  • Über das, was er eigentlich macht.
  • Aber die eben überhaupt nicht … ähm … produktiv sind.
  • Ähm. Was … was das Betrachten der Arbeit angeht.
  • Weil die ZERSTÖREN eher diesen … äh … dieses Wahrnehmen.
  • Aber genau so zerstören eben … ähm … äh … Begleittexte.
  • Finde ich jetzt.
  • Ähm. Die Bilder oder die … die Objekte. Die können halt für sich selbst sprechen!
  • Und ich habe so langsam das Gefühl, es können sogar ALLE Bilder … äh … für sich selbst sprechen.
  • So. Ich kann jetzt noch nicht einmal sagen, dass es welche gibt, die gar nichts zu sagen hätten.
  • Es gibt IMMER was zu sagen.
  • Nur ich darf halt nicht … äh … wissen … ähm … was der … was der Künstler damit wollte.
  • Oder warum das genau in dieser Ausstellung steht!
  • Oder was ist die Thematik? Dieser Ausstellung.
  • Denn sowas bringt so eine Arbeit wieder in so eine Richtung, wo ich zum Denken komme.
  • Und sobald ich anfange zu denken, kommen eben Zweifel Zweifel.
  • Weil es eingeengt wurde.
  • Und wenn es nicht … ähm … eingeengt wird, durch Sprache, durch Begleittext, … ähm … kann ich anscheinend sehr sehr gut mit … äh … zeitgenössischer Kunst, oder mit Kunst allgemein, … ähm … nach weiß ich nicht … also eben seit der Moderne … ähm … sehr viel anfangen!
  • Ich lerne nicht … wirklich … äh … jetzt bei den Arbeiten … ähm … etwas.
  • Also nicht direkt. Wo ich sagen könnte: Das habe ich da jetzt mitgenommen.
  • Oder so.
  • Es ist halt einfach ein Erlebnis!
  • Anscheinend.
  • So … Das ist so wie wenn ich in den Zoo gehe.
  • Und ich sehe halt Tiere.
  • Dann erlebe ich etwas neues.
  • Etwas unbekanntes.
  • Ähm. Sehe anderen Wesen … ähm … dabei zu, wie sie existieren.
  • Und so ist das halt vielleicht bei den … äh … bei … bei Kunst!
  • Oder … was als Kunst bezeichnet wird.
  • Was der Mensch gemacht hat.
  • Was in keine andere Kategorie passt.
  • Man kann es sich einfach … halt sich einfach angucken.
  • [Frauenstimme]
  • Und … am besten gar keine … bohrende Fragen stellen.
  • Diese bohrenden Fragen habe ich natürlich vor allem während der Hochschulzeit jetzt … ähm … beigebracht bekommen.
  • Das man sie stellt.
  • Ähm. Und die werden höchstwahrscheinlich auch durch die Künstler für sich selbst eben … äh … gestellt werden.
  • [Autogeräusch]
  • Weil sie hinterfragen ja auch ihre eigene Arbeit.
  • [Vogelgezwitscher]
  • Und in den Klassen … bei den Klassentreffen … auch eben schon im Grundstudium … ähm … kam das immer EXTREM zur Geltung.
  • Und davon habe ich mich halt irgendwie leiten lassen.
  • Auch während der anderen Ausstellungen, die ich immer … immer wieder besucht hatte.
  • Ähm.
  • Diese Fragen da zu stellen.
  • Und das war glaube ich ein Fehler.
  • Oder ist ein Fehler!
  • Wenn ich wirklich … ähm … Wenn ich Kunst, oder was das ist, eben … äh … wahrnehmen möchte.
  • [laute Motorradgeräusche]
  • Dann ist das kontraproduktiv.
  • Das bringt einen als Betrachter, glaube ich jetzt, gar nicht … überhaupt nicht weiter!
  • [hochtöniges Motorradgeräusch]
  • Es ist vielleicht wichtig für den Kurator. Für den Galeristen. Für den Künstler selbst, wenn er es macht.
  • Aber für den Betrachter ist das … überhaupt nicht … ähm … vom Vorteil.
  • Ähm. Diesen Weg einzuschlagen.
  • Das ist meine aktuelle Position.
  • Und die habe ich jetzt halt gebildet. Aus dem heutigen Tag.
  • Zum Beispiel.
  • Wo ich … ähm … Wo ich tatsächlich sehr … mit sehr vielen Arbeiten … VIEL anfangen konnte.
  • Ohne es jetzt direkt sagen zu können, was ich daraus … äh … gezogen habe.
  • Einfach das ich es sehen konnte.
  • [Quietschgeräusche]
  • Das war schon genug.
  • [Stimmen von der Straße]
  • Also ein sehr … guter Tag.
  • [Motorradgeräusch]
  • [Aufnahme Ende]
Studienreise Athen 2017 Standpunkt
  • [ nach dem gemeinsamen Abendessen in Athen ]
  • Das gemeinsame Abendessen heute [Klick] war für mich [Klick] das, was mich dazu veranlasst, ähm, so eine Reise … eigentlich nicht zu machen.
  • [Klick]
  • Denn während die anderen … lustig drauf waren. Sich bespaßt haben. Witze gemacht haben. Gelacht haben. Irgendwelche Themen aufgegriffen haben, konnte ich damit überhaupt nichts anfangen.
  • Und wollte eigentlich nur meine Ruhe haben.
  • Und gleichzeitig konnte ich aber eben nicht zurückgehen.
  • Weil es bloß einen Schlüssel gibt. Und …
  • Ich wollte ja auch nicht sozusagen … [Klick] gleich am ersten Abend … ähm … wieder auffallen. Als der, der … ähm … weg ist.
  • [Klick]
  • Ich tue sozusagen … oberflächlich betrachtet … in dem Moment Moment anderen einen Gefallen. Aber natürlich haben die auch nischt davon. Wenn ich halt … ähm … eigentlich überhaupt nicht dabei bin.
  • Also … So ein Abend wäre halt super, wenn ich … ähm … mit einer anderen Person zum Beispiel … ähm … was mache.
  • Wir müssen uns dann … ja … auch gut können. Und dann … dann kann das auch ein super Abend werden. Aber sobald halt mehrere Personen dabei sind, ist das für mich einfach überhaupt nichts.
  • Ich bin da gar nicht gruppenfähig und … äh … gar nicht … partyfähig.
  • Und … Ne.
  • Das geht einfach überhaupt nicht.
  • Da fühle ich mich einfach nicht … ähm … [Klick] nicht … [Klick] …
  • Das Wort unwohl ist falsch. Sondern … ähm …
  • Also ich habe keinen Schweißausbruch gehabt. Ich … ähm … habe vielleicht ein paar Mal die Muskeln angespannt. Und so. Als … zur Ablenkung. Aber es war jetzt nicht irgendwie, dass ich ins Schwitzen geriet. Oder so.
  • Sondern das ist halt so eine Zeit, die ich … ähm … die für mich überhaupt nichts bedeutet. Und wenn ich aber gleichzeitig merke, dass andere da … genau diese Zeit halt … als besonders gut empfinden, dann … mhm …
  • [Klick]
  • Da merke ich halt, … ähm … dass ich nicht … ähm … [Klick] Das ich das eigentlich nicht machen sollte.
  • Weil ich tue mir damit definitiv keinen Gefallen.
  • Und den anderen dann ja auch nicht.
  • Und … ich denke aber in solchen Situationen, wenn man eine Exkursion macht, eine Studienreise … und in einer Gruppe, dann wird halt erwartet, dass man in der Gruppe auch etwas macht.
  • Etwas mit unternimmt.
  • Auch mit Spaß hat, in der Freizeit.
  • Und … im Idealfall für mich wäre ich halt gar nicht hingegangen.
  • Das hätte dann aber natürlich bedeutet, dass ich mich gleich am Anfang wieder abspalte. Und … ähm … ja.
  • Das … Ich meine, das ist halt eine Gruppenreise. So.
  • Und … Es wird jetzt in der HGB jetzt kein nächstes Mal geben. Aber ich muss mir dann halt wirklich Gedanken machen, … äh … ist das für mich etwas, … ähm … was im größten Teil halt mir etwas bringt. Und mit gut tut. Und ich mich dabei gut fühle.
  • Oder … sind halt solche Situationen in der Überzahl. Oder in einer … ähm … Zahl, die für mich dann nicht mehr akzeptabel wäre.
  • Weil das halt insgesamt alles nach unten ziehen würde.
  • Bei mir.
  • Und ich … habe gerade eben das Gefühl, dass es besser gewesen wäre, einfach am Anfang zu sagen: Ich fahre nicht mit.
  • Das hat überhaupt nichts mit der Gruppe zu tun. Oder so.
  • Die haben mehrere Male versucht mich so… sogar mit rein zu … äh bringen. Fragen gestellt. Was weiß ich.
  • Ähm.
  • Aber … Das geht bei mir da einfach nicht.
  • Ich brauche eine Person. Oder zwei Personen. Und … Mit denen ich … äh … zusammen einfach ein Restaurant aussuche. Keine Ahnung. Wie … Die Uhrzeit auch. Ähm. Also das … ähm … in einer ganz ganz kleinen Gruppe sozusagen passiert. Wo man das miteinander ausmacht.
  • Und so war das von außen … ähm … aufgebürdet.
  • Oder wie das Wort ist.
  • [Schluckgeräusch]
  • Also sozusagen das gemeinsame Abendessen ist eigentlich Pflichtprogramm ge… gewesen. Das stand auch im Exkursionsplan drinne.
  • Und dann ist das halt für mich … schon von daher kein … nichts, was … wo ich ein gutes Gefühl dabei habe. Einfach.
  • Das krasse ist aber, dass das bei den anderen überhaupt anscheinend gar nicht so ist.
  • Denen gehts dabei anscheinend super!
  • [Pause]
  • Ich bin nicht gruppenfähig.
  • Oder nicht in … in so einer Situation.
  • [Aufnahme Ende]
  • [Aufnahme Anfang]
  • Was mir noch auffiel, dass andere häufig so denken: Das kann doch nicht so schlimm sein!
  • Und … ähm … Mach doch jetzt einfach mal mit!
  • Und … ähm … Komm mit! Hab Spaß! Oder so.
  • Und das geht dann aber halt einfach nicht. Bei mir.
  • Also den habe ich nicht. In so einer großen Gruppe.
  • Und in so einer Situation.
  • Und das … das fällt anscheinend den anderen schwer, zu akzeptieren. Und ich muss jetzt einfach … dazu stehen.
  • Dass ich … also … auch vor mir selbst halt! Sowas ist nichts für mich!
  • So. Punkt.
  • Und muss das dann anscheinend den anderen auch irgendwie so sagen.
  • Dass … dass es nichts mit denen zu tun hat. Sondern … Ich bin halt eher halt der Mensch, der halt dann … ähm … anstatt in einer Gruppe, halt lieber für sich ist.
  • Oder zu zweit ist.
  • Oder zu dritt ist.
  • Aber eben nicht zu mehrt.
  • Und dann auch eben in … in einer Situation, die selbst gewählt ist.
  • Mit den anderen.
  • [Aufnahme Ende]
wieder ein Tonstreifen um Skulptur herum, Rille eingearbeitet
wieder ein Tonstreifen um Skulptur herum, Rille eingearbeitet
Ansicht von unten
Ansicht von unten
Studium 1 0
Standpunkt "Morgen Kinder wirds was geben" (im Kopf jedoch mit schrillen Kinderstimmen)
  • [ 3 Uhr nachts aufgewacht ]
  • Ich kann nicht mehr schlafen.
  • Bin TOTAL müde.
  • [ kurze Pause ]
  • Aber Gedanken dazu … halten mich wach.
  • [ Pause ]
  • Dazu sch… schwirrt ständig … das Weihnachtslied … Morgen wirds was geben … im Hintergrund in meinem Kopf herum.
  • [ Aufnahme Ende ]
2017-05-17_1.mp3 2017-05-17_2.mp3
Diplom Theorie (die letzten 7 Tage bearbeitet) Zwischenstand neuer Titel: Was würde Oma dazu sagen? Einleitung von Hans korrigiert Beispiele für Interviews / Gespräche eingefügt 1) Befragung Passanten zu Performance 2) Befragung Passanten zum Kunstbegriff 3) Gespräch zwischen 2 Bekannten Erkenntnisse weiter ausgebaut darauf achten, dass es nicht zu negativ rüber kommt Kritik an Arbeiten von Kommilitonen, Erwähnung Professor, überdenken? Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Holzkeile etc. entfernt Büste umgedreht steht stabil durch Einguss-Bereich an Nase mit 2 Keilen zusätzlich stabilisiert Tonschicht bis zu Gipskante abgetragen Tonklumpen gereinigt 2 Tonquader hergestellt, für spätere Tonscheiben wieder ein Tonstreifen um Skulptur herum, Rille eingearbeitet silikon19-k.jpg Tonscheiben über gesamte Büste gelegt und geglättet wie bei Vorderseite Einguss-Bereich an hoher Stelle (hier rechtes Schulterblatt) bis zum linken Schulterblatt kleine Tonschiene gebaut, damit später dort kein Hohlraum 1 Entlüftungskanal am Hinterkopf damit Luft entweichen kann wie bei Vorderseite kleine Übergänge an ausgedehntesten Stellen Tonscheiben an Büstenkante gelegt auch dort kleine Rille in Ton gearbeitet dicke Tonschicht unter Büstenkante gelegt, damit Gips nur bis dahin fließt Ansicht von unten silikon24-k.jpg am Ende alles mit Folie abgedeckt versuchen nächsten Mittwoch schon 10:30 Uhr da sein morgen um 9 Uhr in Werkstatt, Mitarbeiter unterstützt mich beim Gipsguss Friedrich Fröhlich, erschöpft und zufrieden versuchen Rölli ab 15 Uhr wegen erneuter Unterschrift zu erreichen nicht angetroffen, heute noch E-Mail schreiben
mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt
mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt
Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt
Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt
Einguss an Nase
Einguss an Nase
Studium 2 0
Diplom Theorie Zwischenstand Standpunkt 2 Uhr frühs aufgewacht, Gedanken zu gestrigem Klassentreffen (siehe Aufzeichnung; da mitten in Nacht sehr direkt) 2017-05-10.mp3 Herme Werkstatt Plastisches Gestalten von 12-18 Uhr 1. Schale für Silikonform mit Mitarbeiter hergestellt Kopf auf Tisch gelegt breiteste Ausdehnung mit Bleistift markiert mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt silikon1-k.jpg Tonklumpen in 4 große Quader geschlagen Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt silikon9-k.jpg 8mm Tonschicht über Folie gelegt, glatt gestrichen 1cm dicke Tonleiste an Rand verlegt, wird später mit kleinem Holzstück noch geformt Einguss an Nase silikon2-k.jpg Entlüftungskanäle an Brust an ausgedehntesten Stellen wie Schulter und Kinn kleine Tonübergänge, damit später Luft entweichen kann Formschlösser für Gipskörper Gips anmischen: 1. Wasser, dann Gips, bis es nicht mehr sinkt Gips langsam einstreuen, nicht umrühren (dann wird Gips schneller fest) Gipsmilch über Form verteilt, mehrere dünne Schichten mit Jute und Holzwolle zur Stabilität vermischt Friedrich Fröhlich, erschöpft aber zufrieden
Standpunkt Diplom Theorie Zwischenstand Pausen-Gespräche mit Christian eingefügt Themen #individualistisch und #elitär eingefügt (folgende Notizen von gestern) Diplom Theorie Zwischenstand Schlussworte eingefügt aktuell fehlende Bilder ergänzt nachher noch Readymade Ready-made (Duchamps Pissoir und Feuerlöscher Feuerlöscher) machen (nachmittags) Pissoir, Feuerlöscher Feuerlöscher und Papiereimer eingefügt neuer Zwischenstand E-Mail an Daniels Dieter Daniels geschrieben mit Anhang Zwischenstand umsetzen nachher Modellierzirkel und Papierrolle (1.40x20m) kaufen
Herme Werkstatt Plastisches Gestalten während Arbeit an Büste Whisky Alkohol getrunken Verlaufsprotokoll Standpunkt 13:07 Uhr: Ankunft in Werkstatt Mitarbeiter verlässt den Raum ich stelle die Whisky Alkohol-Flasche auf den Arbeitstisch weiterhin Thermoskanne mit Kaffee (wasserverdünnt), Nudelsalat in Kunststoffschale, Gabel, Rekorder 13:09 Uhr: Ich stehe vor der Holzbüste und vermerkte im Rekorder aktuellen Zustand 13:12 Uhr: noch nüchtern 13:12 Uhr: Es ist soweit. Ich öffne die Whiskyflasche und trinke einen Schluck Gemisch aus billigem und teurem Whisky Alkohol, durch torfige Note nicht so scharf wie erwartet Warte auf Eintreten der Wirkung 13:14 Uhr: hebe Handfräse, die vor der Büste auf dem Boden liegt, auf und lege sie auf den Arbeitstisch 13:19 Uhr: Mit Zirkel Abstände Augen zu Nasenmitte, Breite Augen, Länge Nase gemessen reale Maße stimmen überhaupt nicht mit Holzbüste überein 13:20 Uhr: Warte auf Wirkung vom Alkohol Alkohol, in 5 Minuten wiederholen 13:25 Uhr: keine Wirkung spürbar, 2 x Schluck Whisky Alkohol 13:26 Uhr: Spiegel mit Nagel an Büste befestigt Anfang Arbeit 13:29 Uhr: mir wird warm, leichtes Pochen im Kopf ich werde freier, schlage einfach einen großen Teil der Nase ab, da Breite nicht stimmt ohne Whisky Alkohol hätte ich das nicht gemacht da Spiegel runterfällt schlage ich eine Schraube in die Büste 13:37 Uhr: ich schwitze, ziehe den Pullover aus schlage freizügiger ganze Partien heraus hoffe, dass ich Büste nicht zerstöre, jedoch keine Hemmungsgefühle 13:43 Uhr: Wirkung lässt wieder nach 13:44 Uhr: 1 x Schluck Whisky Alkohol plötzlich Hitzewallung 13:51 Uhr: beim Schlagen Achselschweiß nach anfänglichem Abmessen nun sehr freies Arbeiten zur Abmessung verwende ich lediglich ungenauen Bleistiftstummel arbeite nach meinem Spiegelbild, nicht nach der Gipsbüste 13:52 Uhr: 1 x kleiner Schluck Whisky Alkohol, Flasche fast leer 13:59 Uhr: weitere Schweißausbrüche Nase nun zu großen Teilen entfernt, muss nun insgesamt nach hinten hin arbeiten verlege wiederholt den Knüpfel, gehe suchend durch die Werkstatt 14:00 Uhr: 1 x Schluck Whisky Alkohol Lippen tuen leicht weh erneut Schweißausbruch Mitarbeiter kommt kurz in den Raum, stellt Holzleim für Befestigung linkes Ohr bereit verlässt wieder den Raum Augen folgen nicht mehr so schnell meinem Tun starker Schweiß, Geruch wahrnehmbar 14:10 Uhr: 1 x Schluck Whisky Alkohol wiederholt Suche nach Knüpfel, immer wieder verlegt 14:22 Uhr: Bandsäge wird im Nebenraum vom Mitarbeiter gestartet Schweißgeruch Arbeiten empfinde ich als sehr befreiend sehr starke Konzentration auf Holzbüste Augen weiterhin schwerfällig Gedanke, dass ich Holzbüste eventuell bei freierem Arbeiten zerstöre, wird nebensächlich mir ist bewusst, dass expressives Arbeiten auch gutes Handwerk Handwerk vorausetzt, was bei mir noch fehlt 14:24 Uhr: 1 x Schluck Whisky Alkohol, in Flasche nur noch ein paar Tropfen Alkohol Alkohol Augen sehr schwerfällig ruheloses Arbeiten (oder arbeiten?) folgt motiviert, ich will es besser machen sehr optimistisch, gleichzeitig mache ich jedoch jede bisher gelungene Form wieder zunichte sehe nicht das Ganze, nur noch Details dadurch wird Büste als Einheit zerstört 14:42 Uhr: Wirkung Alkohol Alkohol lässt nach Mitarbeiter im Raum Optimismus verschwindet langsam wieder 14:44 Uhr: leicht taubes Gefühl, nicht mehr gut reaktionsfähig versuche angestreng Gesamtbild wiederherzustellen Klöpfel bei erneutem Arbeitsbeginn sofort gefunden, für mich bedeutet das nachlassende Wirkung vom Alkohol Alkohol 15:03 Uhr: versuche die letzten 15 Minuten alle intuitiv getroffenen Entscheidungen rückgängig zu machen Büste wird immer kleiner, Gesicht wirkt zerstückelt 15:04 Uhr: überlege das Experiment abzubrechen Nudelsalat verdrücke ich gierig Mitarbeiter verlässt die Werkstatt teilweise arbeite ich ohne Klöpfel, schlage nur noch mit Beitel in Holz 15:42 Uhr: interessanterweise wird mit Nachlass der alkoholischen Wirkung der Eindruck von der weiter bearbeiteten Büste besser zumindestens kann ich nicht behaupten, sie sähe schlechter aus als gestern Schweißausbrüche lassen nach kein Pochen in der Stirn mehr, Umgebung wieder vermehrt wahrgenommen 16:07 Uhr: Abbruch letzter Rest Whisky Alkohol verbleibt in Flasche warte nun auf Reaktion Werkstattleiter und Mitarbeiter ca. 16:30 Uhr: mit dem Fahrrad nach Hause, doch etwas über Ergebnis ernüchtert Diplom Theorie Transkriptionen vom 3.12.2016 , 5.12.2016 , 6.12.2016 kategorisiert Bilder bei zweitem Durchgang ergänzen Daniels Dieter Daniels E-Mail geschickt, da Bestätigung der Betreuung noch unterschrieben werden muss Meyer-Krahmer ebenfalls geschrieben, da Modulbestätigung noch nicht eingetroffen
Ergebnis Kopf 2
Ergebnis Kopf 2
Kopf 1 und 2 testweise zusammengesetzt
Kopf 1 und 2 testweise zusammengesetzt
Standpunkt woche aufteilung montag 09:00-11:00 aufträge, verwaltung, … 11:30-15:00 diplom theorie dienstag jede zweite woche klassentreffen, ansonsten 09:00-11:00 diplom theorie mittwoch 09:00-11:00 aufträge, verwaltung, … 12:00-17:00 herme, holzplatten donnerstag freier tag freitag 09:00-11:00 aufträge, verwaltung, … 11:30-15:00 o.t. (gb, collage, hz) wenn ergebnis zum plotten: 18:00-22:00 (max) av-labor verhüllt als Rahmung Schattenfugenrahmen weiß testen günstige Leisten, auch über 3m von 60x80cm abgeleitet: 24x32cm für 21x29.7cm nach Erhalt Schattenfugenrahmen im Baumarkt Platten 24x32cm zuschneiden lassen Leistendicke je nach Höhe Schattenfugenrahmen auswählen Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Ergebnis Kopf 2 fraese_kopf2-k.jpg Kopf 1 und 2 testweise zusammengesetzt fraese_kopf3-k.jpg Schulterbereich 1 gefräst am Montag nach 11:30 vorbeikommen, Schulterbereich 2 wird gefräst mit Evgenij Ganzkörperporträt und Flügeltürrahmen in Eisenbahnstraße transportiert Ausstellung Nolde und die Brücke MdBK Leipzig notiert statt Passepartout Karton schneiden (dünn) für Blumenbild oder Selbstbildnis Meerbild noch einmal probieren + Rabenbilder alte Skizzen heraussuchen und Folienbild als Vorlage verwenden runde Rahmung evtl. handgezeichnet Schattenfugen-Rahmen Online-Shop anrufen wegen Fehler im Warenkorb Do 5h o.T. "Feder und Pinsel in Schwarz" statt Tuschestifte für handgezeichnete Bilder Fotos von mir machen und in Geradenbildumwandeln, gebückt, zusammengekauert, … um Motiv herum: Wasserfarben schwarz, leicht überdeckend, zarter Übergang leere Streichholzschachteln kaufen, als Bildträger für kleine Geradenbilder verwenden
Flurarbeiten zum Rundgang aufgehangen
Flurarbeiten zum Rundgang aufgehangen
Fountain (nach Marcel Duchamp), abriebbeständige Tinte auf Pissbecken, Schenkung der Familie Stolle Schrott & Metalle GmbH, Leipzig, Plaußig-Portitz
Fountain (nach Marcel Duchamp), abriebbeständige Tinte auf Pissbecken, Schenkung der Familie Stolle Schrott & Metalle GmbH, Leipzig, Plaußig-Portitz
Kunst 0 1
HGB Rundgang 2017 9 Uhr in Hochschule mit kleinem Selstbildnis gefahren mit Hausmeister über Kopierer und Tafeln gesprochen werden abgehangen / weggeräumt Ohme wegen Leiter nicht angetroffen, bei Hausmeister eine ausgeliehen kleines Selbstbildnis über Tür aufgehangen Flurarbeiten zum Rundgang aufgehangen hgb-rundgang-flur-m.jpg Löcher mit Klebeband überdeckt und mit Wandfarbe überstrichen Kommilitone Kommilitone redet mit mir über Flügeltürarbeit Fountain (nach Marcel Duchamp Marcel Duchamp), abriebbeständige Tinte auf Pissbecken, Schenkung der Familie Stolle Schrott & Metalle GmbH, Leipzig, Plaußig-Portitz marcel-duchamp-hgb-k.jpg Standpunkt Friedrich Fröhlich, unzufrieden es liegt nicht an der Hängung der Flurarbeiten die finde ich zusammen mit den geklebten Geraden sehr gut Geradenbild von den gezeigten Arbeiten bin ich auch überzeugt, auch wenn ich den Schaffensgrund immer mehr verliere die theoretische Bedeutung der Geraden spielt immer weniger eine Rolle, es geht eher um das Visuelle mich interessiert auch noch nicht einmal, dass ohne Kommentar einfach meine kindliche Zeichnung im Klassenraum wieder abgehangen wurde obwohl im Raum noch woanders Platz gewesen wäre und die dann gehängte Arbeit viel zu spät eingereicht wurde dagegen habe ich nur nichts laut geäußert, weil ich nicht schon wieder einen Konflikt austragen möchte ich erinnere mich einfach noch zu gut an den vorletzten Rundgang, wo ich mit M. auf dem Fenstersims saß und bei der Vernissage Leute beim Betrachten der Geradenbilder beobachtete meine Erwartungen sind vielleicht auch zu hoch angesetzt, oder unlogisch verhüllt zum einen will ich gesehen werden, aber nicht bei der Eröffnung anwesend sein, um zu sehen, wie die Arbeiten gesehen werden ich möchte Kaufanfragen haben, aber nicht verkaufen, weil ich den Gedanken nicht mag, dass die Arbeiten am Ende zu Dekorationszwecken mißbraucht werden diese Gedanken passen wieder zu den verhüllten Arbeiten umsetzen Kasten bauen, der nur bei Ausstellung geöffnet ist bei Verkauf Vorderplatte drauf montieren Vorderplatte bei Ausstellung an Wand lehnen, um den kurzen Moment Moment der Öffnung zu verdeutlichen
Haltestelle an der Kunstakademie, Lackstift, Düsseldorf, Haltestelle Ratinger Tor, ca. 1983, Gereon Inger
Haltestelle an der Kunstakademie, Lackstift, Düsseldorf, Haltestelle Ratinger Tor, ca. 1983, Gereon Inger
Picasso Signatur, in einem Selbstbildnis, 1906
Picasso Signatur, in einem Selbstbildnis, 1906
Dürer Signatur, im Bild Feldhase, 1502
Dürer Signatur, im Bild Feldhase, 1502
Plakat Künstlersignaturen, zusammengestellt von Annette Engels, 70x100cm für 3,90 EUR
Plakat Künstlersignaturen, zusammengestellt von Annette Engels, 70x100cm für 3,90 EUR
Kunst 1 0
Künstler-Signatur voll ausgeschrieben, abgekürzter Vor- und/oder Nachname, Anfangsbuchstabe (Monogramm), figürliches oder symbolisches Zeichen seit Antike bekannt, Vasenmaler Haltestelle an der Kunstakademie, Lackstift, Düsseldorf, Haltestelle Ratinger Tor, ca. 1983, Gereon Inger kuenstler-signatur4-k.jpg Verbreitung Künstlersignatur seit Renaissance mit veränderter Rolle Künstler Picasso Pablo Picasso Signatur, in einem Selbstbildnis, 1906 kuenstler-signatur2-k.jpg Picasso Pablo Picasso, nur Nachname mit Unterstrich, wirkt sehr selbstsicher gegenüber Vor- und Nachnamen bei mir: Fröhlich Dürer Signatur, im Bild Feldhase, 1502 kuenstler-signatur3-k.jpg Signatur passt gut zu Grafiken bei mir: FR, doppelt leicht nebeneinander, steht für FR-iedrich FR-öhlich vlt. anfangen mit Friedrich Fröhlich, zu F. Fröhlich, zu Fröhlich davor keine Signatur: unsichere Phase, eigene künstlerische Arbeit in Frage gestellt nach Fröhlich evtl. wieder keine Signatur: Vergänglichkeit akzeptiert, stehe über persönlichem Ruhm, Markierung würde zu verhüllten Arbeiten passen Plakat Künstlersignaturen, zusammengestellt von Annette Engels, 70x100cm für 3,90 EUR kuenstler-signatur1-k.jpg Archiv Sammlerstempel / Künstlersignaturen / Monogramme Standpunkt schon vor Jahren viel zu viel signiert, wahllos versuchen das rückgängig zu machen, übermalen, überzeichnen, ausschneiden auch wenn Verhüllung selber nicht das Kunstwerk: evtl. auf Rückseite signieren, stellvertretend für nicht sichtbare Arbeit Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • So und da gabs dann auch Sachen, wo ich dachte: Ja, jetzt ist das Bild fertig. Und er hat aber für sich festgehalten: Das ist nicht fertig. Und am Ende sah das Bild ganz anders aus.
  • Mhm.
  • Und genauso gabs auch Momente, wo er Farbe drüber gezogen hat und ich dachte: Naja, äh, auf Rot hätte ich jetzt nicht Gelb drübergezogen. Sieht ein bisschen kacke aus. Äh und er selber hat dann auch alles hingeworfen und hat gesagt: Heute ist nicht mein Tag! Also das hat mich beeindruckt.
  • Mhm.
  • Ähm also ähm … er … äh … er gibt schon mehr hinein. Aber um deine Frage zu beantworten: Ich glaube nicht, dass er in dem Moment Moment, als er das gemacht hat, … Achso. Du hattest … du wolltest ja wissen, ob er sich Gedanken über die Größe gemacht hat. Ich …
  • Ne. Größe nicht.
  • Also. Na du sagtest …
  • Ob es ihm vordergründig UM die Größe, um die Materialität, oder ob da noch irgendeine andere Intention Intention bei ihm…
  • Also ich glaube…
  • …war. Will er was verarbeiten? Oder keine Ahnung was.
  • Ja. Also…
  • Ich kenne ihn jetzt nicht so.
  • Ähm. Ich glaube, dadurch, dass er so viel experimentiert, auch mit unterschiedlichen Sachen… Er hat ja noch eine Zeit lang fotografiert.
  • Ja.
  • Also ganz weit weg von der Malerei. Er sucht halt seinen Weg. Und den sucht er glaube ich heute noch.
  • Als Millionär.
  • Äh ähm… Und äh… Ich glaube, dass er eben in dieser Form genau das gefunden hat, was er in dem Moment Moment finden wollte. Oder wo nach er gesucht hat.
  • Mhm.
  • Äh. Wo ich mir aber fast sicher bin, ist, dass… dass er auch diese Größe gewollt hat. Ähm … weil er vielleicht gemerkt hat, dass äh äh … dass äh die selbe Technik in klein passt nicht zu ihm. Wirkt nicht zu ihm. Ist nicht das Ergebnis, was er haben möchte. Ähm… und da bin ich mir fast sicher, dass er… JA, er hat nach der Größe gesucht.
  • Schaffen für Geschäftsidee
  • Er hat aber da… Also … Hat er dabei schon an eine Geschäftsidee gedacht? Oder so ans Geld verdienen? Deshalb die Größe? Oder denkst du, er hat die Größe gemacht, um mehr Ausdruck reinzubekommen. Was er … wo er denkt… mehr reinstecken zu können.
  • Also ich glaube, da muss man ganz doll differenzieren. In dem Moment Moment, wo er das gemacht hat, wollte er sich wahrscheinlich selbst verwirklichen. Und wollte … wollte zeigen… äh… welche Befähigung, welche Begabung er hat. Ja? Was er besser vielleicht machen kann als andere.
  • Mhm.
  • Alleinstellungsmerkmal
  • Vielleicht hat er auch nach einem Alleinstellungsmerkmal gesucht.
  • Das ist schon wieder Marke. Das ist schon wieder Geschäft.
  • Ich ich ich… weiß es nicht. Ob er sich genau diese Gedanken gemacht hat. Aber ich könnte es mir vorstellen. Wenn ICH es machen würde, würde ich so kopfmäßig rangehen. Deswegen bin ich vielleicht auch kein Künstler.
  • Krankenkassen-Mensch!
  • Auch kein Krankenkassen-Mensch! Äh. Was aber im Nachhinein sich herausgestellt hat… und das ist das Coole daran…, dass nämlich das, was er geschafft hat, ein Geschäftsmodell ist und auch marktfähig ist. Und das schaffen nur wenige… Künstler, die sich Künstler NENNEN. Nämlich genau das. Das schaffen SO wenige. Und er gehört dazu. Und er hats geschafft. Äh. Und das BEWEISST mir, dass, wenn jemand etwas macht, nur des Machens wegen, aber dieses Ding wird NIE einen materiellen Wert bekommen. Dieses Ding wird nie eine Marktfähigkeit bekommen. Dieses Ding wird sich nie zum Geschäftsmodell entwickeln. Dann wird das NIEMALS diese Aufmerksamkeit erregen. Da bin ich mir GANZ GANZ GANZ sicher.
  • Hat aber nichts damit zu tun, äh, also was du unter Kunst verstehst. Das ist lediglich geschäfts…
  • Das sind unterschiedliche Dinge. Also…
  • Okay.
  • Was ich unter Kunst fasse und äh was Kunst wird…
  • Aber Geld kommt VIEL bei dir vor. So. Geschäftsidee hast du ja als Grundlage… als Ausgangspunkt gesehen. So. Das ist…
  • Geschäftsmodell.
  • Geschäftsmodell. Kunst als Geschäftsmodell. Genau.
  • Kunst ist…
  • Ist…
  • … Geschäft.
  • … Geschäftsmodell.
  • Wie hab ichs gesagt?
  • Na KUNST IST GLEICH GESCHÄFTSMODELL.
  • Genau. Kunst ist auch… ist Geschäftsmodell. Genau.
  • Mhm.
  • Mhm. [kurze Pause]
  • Warte mal ganz kurz.
  • DENN WENN…
  • ICH FINDE…
  • … KEIN Geschäftsmodell wäre…
  • Ja.
  • … wenn der Künstler nicht den Anspruch hätte, damit Geld…
  • Ja.
  • … verdienen zu wollen, verdienen zu müssen… Ähm… Würde es irgendwann NICHT in den teuren Galerien, in den…
  • Ja.
  • … teuren Museen hängen.
  • Ja.
  • Es würde NICHT von Sammlern gesammelt werden und es würde nicht hinter Tresorräumen verschwinden. Es würde NICHT in äh Räumen hängen, die hochklimatisiert, hochgesichert sind. Ähm… ähm… ja. Punkt.
  • Geradenbilder als Marke
  • Ich äh hatte halt… also ich hab mir darüber auch schon Gedanken äh gemacht. Was wäre, wenn ich jetzt ähm äh plötzlich bekannt werde. Mit den Geradenbildern. Eben so. Und hab mir dann die selbe Frage bei Leuten gestellt, die eben schon bekannt, berühmt, mit irgendeinen…
  • IN diesen SEHE ich übrigens ein Geschäftsmodell.
  • Ich weiß! Ich weiß! Das hast du mir stän… ständig gesagt.
  • Ja.
  • Ähm… das…
  • Ich sehe auch einen Marktwert darin.
  • JA. Ich weiß. Aber das … Ich fühle mich extrem unwohl, wenn ich das … wenn ich darüber nachdenke, dass das zu einer Marke wird. Und ich am Ende… glaube ich… äh nur noch etwas schaffe, ähm, weil es eine Geschäftsmodell … weil ich es als Geschäftsmodell betrachte. Und nicht weil ich damit etwas ausdrücken oder etwas … etwas aus mir rausholen möchte. Was … was raus wollte. Warum… Wo ich halte DENKE, das Kunst etwas sein sollte, was… was irgendwie aus dem Künstler heraus WILL. So. Und nicht etwas, was … was … was die da draußen WOLLEN. Weißt du? Nicht… nicht extrinsisch. Sondern intrinsich. Sollte die Motivation … DENKE ICH… sein. Das wäre mein Ideal. So. Und wovon du aber immer redest, ist schon extrinsich. Also es kommt von Außen so. Die Bestätigung kommt. Also macht man noch mehr. Noch größer vielleicht. Äh noch mehr Bestätigung kommt. Man kann damit Geld verdienen. Das ist ein Geschäftsmodell. So. Ähm… Ich… [2:31:15] [kurze Pause]
  • Denkst du jetzt aber wirklich… ich meine, ich stehe dem halt kritisch gegenüber… Denkst du denn jetzt wirklich, dass … dass die Künstler, oder die Kunst, die nicht ähm nicht groß, nicht bekannt und nicht viel Geld kostet, dass die deshalb weniger äh Kunst ist? In dem TRICHTER weiter in …
  • Okay.
  • … In deiner TRICHTER-Idee ja nicht so weit vorkommen. Wie…
  • Meine Angst vor Bekanntheit
  • Ja. Also um es mal ganz … ganz HART äh zu formulieren. Äh, es tut mir Leid, dass du Angst hast, bekannt zu werden.
  • Das ist mein Minderwertigkeitskomplex.
  • Das … äh mal so ganz hart formuliert. Die Frage, die du gerade gestellt hast: Ähm, jeder kann sich selbst im Leben verwirklichen. Ja? Und und und wenn sich da jemand selbst verwirklichen will, in dem er Bildchen malt, äh Tonschälchen bastelt …
  • ACH SCHÖN! Das will ich auch!
  • Klangmelodien… äh… schafft.
  • So hobbymäßig meine ich! Einfach.
  • Ähm… ähm oder kleine Häkeldeckchen …
  • JA!
  • … macht. Oder ähm … für den Dackel kleine Söckchen strickt. Äh also jeder kann sich selbst verwirklichen, im Leben. ABER äh soll sich doch bitte nicht als KÜNSTLER bezeichnen.
  • Also die Sachen würdest du nicht gleich in ein Museum reinstecken. Sondern das soll halt jeder für sich selber sozusagen abmachen.
  • Das ist … das ist eigentlich ganz toll, dass äh äh, dass wenn man etwas macht, was ihm … was ihn befriedigt.
  • Ja.
  • Geld verdienen, um sich zu verwirklichen
  • Was ihn glücklich macht. Äh. Das hat man … das wird zunehmend seltener. Ja? Im Leben. Weil manche haben das Gefühl, sie müssten arbeiten gehen, äh, um äh Geld zu verdienen. Und äh sie verlieren so schnell aus dem Blick, dass das Geld eigentlich ja nur dazu dienen soll, um zu LEBEN. Nämlich um sich seine Träume zu verwirklichen. Ähm… ähm… Und wenn es jemanden gibt, der sagt, ich mache etwas, was mich glücklich macht, das macht mich aus, aber ich muss damit kein Geld verdienen. Ich bleibe mein Leben lang arm. Dann ist das schön. Aber…
  • Das kann trotzdem große Kunst sein. Oder nicht?
  • Äh.
  • NACHTRÄGLICH. Meinetwegen.
  • Es kann…
  • Nach dem Tod.
  • … in seinen Augen große Kunst.
  • Ja.
  • Ähm. Dadurch, dass es vielleicht den größeren Markt nicht zugänglich wird, äh, wird man nicht aufmerksam darauf. Und ähm es wird sich auch kein Sammlerwert BILDEN. Ähm. Ob es nach dem Tod…
  • Naja, das ist eigentlich uninteressant.
  • … dazu führt… Das weiß man nicht. Und vor allen Dingen: Der, der … derjenige, der das geschaffen hat, wirds nicht mehr erfahren. [kurze Pause]
  • Was ich ähm… Ich lese gerade ein Buch. Äh ähm… von ähm … Sol… Zola. Das Werk.
  • Mhm.
  • Und auch in anderen Büchern… Ich habe jetzt ein paar Bücher gelesen über Künstler, wie sie über über Kunst denken. Und das sind so manchmal äh Erzählungen. Wo erzählt wird von einem Künstler, von einem Maler und wie er lebt und und …
  • Ja.
  • Ideal: Kunst soll Künstler überleben
  • … und woran er zweifelt. Und so weiter. Und bei dem jetze… ähm… kommt für mich zum Beispiel raus, was ich sehr sehr mag, das ist halt so ein Ideal, dass äh dass der Künstler etwas schafft, ähm, was ihn überleben soll. Das … das ist irgendwie so der Drang, etwas bleibendes zu schaffen. Und das alles ähm eigentlich ziemlich schnell vergeht. Der Körper vergeht. Die Gedanken gehen weg. Aber wenn du halt eine Statue machst… das war noch von einem anderen Buch, was ich gelesen habe… ich suche das noch raus… ähm… äh… das überlebt in einem Kloster. Da gings um eine Marienstatue. Glaube ich. Das überlebt sein eigenes kleines irdisches Leben. Er kann sich sozusagen äh froh darüber sein, er hat etwas geschaffen, was die Welt überdauert. So. Das ist halt so… so eine Idee von: Kunst wäre etwas höreres. Etwas, was viel weiter reicht als ein menschliches Leben kann. Und wenn du halt von den Häkelsachen redest oder so, dann ist das halt etwas, was tatsächlich bloß in diesem einen Menschenleben etwas bedeutet. Wenn wir aber über große Skulpturen … also in Kirchen oder so… reden, dann ist das ja schon etwas, was geschaffen wird, was den Menschen überdauern soll. Die Generation. Und ich denke, genauso ist das auch bei solchen Werken, die dann groß gekauft werden. Irgendwie. Die werden ja nicht gekauft… spekulativ halt…, dass sie ähm wenn der Künstler tot ist, plötzlich auch nichts mehr wert sind. Sondern die werden ja maximal in ihrem Wert netterweise steigen. So. Ähm. Also dass das eine Motivation für einen Künstler ist, ähm, etwas zu schaffen… NICHT wegen des Geldes jetze… was es JETZT gibt. Sondern sondern wegen dem, dass es sein Leben… sein kurzes kleines irdisches Leben, überdauern wird. Kannst du das nachvollziehen? Als Idee? Ich hatte es jetzt halt bloß in einer Erzählung gehört und…
  • Mhm.
  • … war BEGEISTERT davon. So dieses … dieser DRANG halt äh ähm dieses kleine Leben zu … zu … WOBEI, in diesem … NE… Das war von Hermann Hesse. Narziss und Goldmund. Da ähm der hat dann aber eingesehen, ähm, dass auch diese Statuen irgendwann einmal ähm verschwinden werden. Und so weiter. Also das auch das vorbeigehen wird.
  • Ich kann es… Ich kann es nachvollziehen.
  • Wäre das für dich ein Grund, eine Motivation für einen Künstler, was zu machen? Außerhalb des Geldes?
  • Das mag auch… Das mag auch ein Baustein durchaus sein. Als als Antrieb. Als Motivationshilfe. Aber das ist mir zu eindimensional. Das ist mir zu … das ist mir zu flach gedacht. Weil …
  • Ich denke NUR flach.
  • … ähm… ähm… Auf der einen Seite zeigt es halt so ein bisschen Selbstzweifel auf… ähm…
  • Aber SOWAS von. Natürlich!
  • Wer bin ich. Was bin ich. Was macht mich aus.
  • Ja. Und was mach ich für ein Zeug da eigentlich?!
  • Was hinterlasse ich. Welchen Fußstapfen.
  • JA!
  • Und wenn man schaut, wie viele Milliarden… Wieviele Menschen leben eigentlich…
  • Ja.
  • … auf diesem Planeten?
  • Siebenirgendwasmilliarden.
  • Siebennochwasmilliarden. Äh äh.
  • AKTUELL. Es haben aber schon viel mehr gelebt. Ne?
  • Und und äh und wie schlimm wäre es, wenn jeder das Gefühl haben muss, er müsse was hinterlassen! Auf diesem…
  • Ja.
  • … Planeten. Ja?
  • Dann wäre die Umwelt kaputt.
  • Vergänglichkeit in der Kunst aufhalten
  • Und äh vor allen Dingen auch diese ANGST vor Vergänglichkeit.
  • Ja.
  • Die wir Menschen ja auch haben. Also auch die die Angst ähm unsere Jugend zu verlieren. Ja?
  • Die steckt… Das … das steckt übrigens in vielen Skulpturen und so weiter drinne. Wenn du dich als Junger fotografierst…
  • Natürlich.
  • … oder ein Objekt machst… Du … Da konservierst du die Jugend. Auch wenn sie tot ist.
  • Natürlich.
  • Aber du willst ein Bild festhalten. So.
  • Ähm.
  • Von damals.
  • Angst/Zweifel Zweifel als Antrieb
  • Aber das als Antrieb zu nehmen. Diese ANGST als Antrieb zu nehmen, dass mag ein Baustein sein…
  • Zweifel Zweifel.
  • Das mag auch … ja oder auch Zweifel Zweifel… mag auch in gewissen Situationen helfen. Aber ähm ich würde es niemals äh als Alleinstellungsmerkmal nehmen. Weil es gibt so viele andere Dinge die die auch mich überdauern. Also sei es darum, dass ich ein Kind zeuge. Das wird mich überdauern. Ähm… sei es, dass ich ein Haus baue. Das wird mich überdauern. Sei es, dass ich einen Wald anpflanze. Auch dieser wird mich um hunderte von Jahren überdauern. Ähm… äh… Also dieses ähm… Ja auch die Ägypter. Die hatten ja schon die Pharaonen. Die hatten ja wahrscheinlich auch schon dieses Verständnis, dass die Zeit, die danach kommt, ja?, dieses Überdauern und so… Ist mir zu… einfach. Aber ich kanns nachvollziehen. Ja.
  • Ja. Das führt auch gerade in eine falsche Richtung. Weil ich gerade merke, dass kriegst du als Ausstellungsbesucher nie mit. Wenn du so ein Bild siehst. Oder hier so [nicht verständlich, 2:38:30]
  • Das ist ja auch eine subjektive Einstellung. Des Künstlers.
  • Naja, aber der schafft das ja. Und du siehst das, was er geschaffen hat. Und wenn du nicht das siehst, warum er das geschaffen hat, …
  • Nagut. Der nächste sagt halt, äh, ich wurde in der Schule immer gehänselt und will jetzt beweisen, dass ich erfolgreicher bin als alle anderen. Aber das ist eben so eine … so ein subjektiver Ansporn. Den … den… den man nicht sehen kann. Ne?
  • Aber dir geht es jetze wieder um den Erfolg. Den hast du jetzt wieder reingebracht.
  • [räuspert sich] Naja. Wenn…
  • Mir ging… mir ging es um ZWEIFEL. [lacht]
  • Ja aber ganz ehrlich. Wenn KUNST wirklich den Künstler überdauert…
  • Ja.
  • … dann hat das doch was mit Erfolg zu tun.
  • ABER…
  • Denn wieviel Kunst wird GESCHAFFEN, was gerade den Künstler NICHT überdauert.
  • Im Keller mindestens schon.
  • Hobbykünstler Hobbykünstler und deren Potential
  • Also und vor allen Dingen… Ich habe jetzt äh äh äh ähm… Achja genau! Ähm… Bei uns auf Arbeit war so ein Fotowettbewerb ausgerufen. Und auch FOTOS können Kunst sein. Ähm und da hatte er äh äh geschrieben, dass er von TAUSEND Bildern, die er gemacht hat, EINS hat er jetzt gefunden, was so passt, was er jetzt auch zeigen will. Und womit er sich auch für diesen Wettbewerb beworben hat.
  • Das war aber ein Mitarbeiter bei dir. Also der…
  • Äh…
  • … eigentlich kein Künstler ist.
  • Genau. Aber sehr sehr professionell. Und äh das waren alles Mitarbeiter, die sich für diesen Fotowettbewerb äh beworben haben.
  • Okay.
  • Und ich war BEGEISTERT, wie… wieviele äh … was für POTENTIAL in den Mitarbeitern steckt. Also was die vielleicht als Hobby machen, wo ich sagen kann: Ey, ihr braucht das gar nicht als Hobby machen. Ihr könnt damit Geld verdienen. Ihr könnt professionell ähm Kalender gestalten. Ihr könnt damit Fotoleinwände machen. Ihr könnt… so TOLLE Sachen mit dem machen, was ihr da äh in eurem Hobby… äh … Freizeit macht.
  • DU siehst es wieder als Geschäftsmodell. Da haben wirs gerade wieder.
  • Ähm. Ihr könnt damit…
  • DAS IST OKAY. Ich wollte es nur noch einmal…
  • … Geld verdienen. Ja.
  • Ja.
  • Das hab ich gedacht in dem…
  • Okay.
  • … Moment Moment. Das hab ich gedacht.
  • Aber Geld verdienen ist ja nicht gleich Kunst.
  • Aber sie verdienen ihr Geld mit anderen Dingen. Aber genau… Genau… Das wäre das nämlich auch. Wenn man so ein Bild sieht, was den ersten Platz im Fotowettbewerb gemacht hat. Äh und dann jetzt in eine Dauerausstellung geht. Äh, bei den einzelnen Regionalstellen der… der Rentenversicherung. Äh oder vielleicht auch im öffentlichen Raum ausgestellt wird… Muss man schon sich die Frage gefallen lassen: Ist das nicht auch ein Künstler? Ja? Ist das nicht auch Kunst, was er dort geschaffen hat.
  • Hast du aber nicht vorhin gesagt, oder ich hab das gesagt, wenn es bloß einmalig ist oder so, dann dann muss etwas wiederholt werden. Da muss…
  • Also jemand, der TAUSEND Fotos macht um ein gutes zu finden…
  • … und nur EINMAL auszustellen.
  • … ist nicht … ist nicht der, der äh äh der der das nur einmal macht. Sondern er zeigt halt eine Wiederholungsabsicht. Und er wird weiter fotografieren. Er wird sich bei weiteren Wettbewerben beteiligen. Er wird weiterhin hoffen, dass seine Kunst … seine ART… sein Schaffen… gezeigt wird. Und damit äh gehört er schon einmal mit in diesen Trichter äh Kunst zu machen.
  • Einschränkung in Größe wegen fehlendem Atelier
  • Geschäftsmodell. [lacht] Tschuldigung. Ääähm… Dein kleines Bild. Warum hast du das gemacht? [2:41:25]
HGB Rundgang 2017 verhüllt Geradenbild Selbstbildnis im Flügeltürrahmen verpackt und in HGB getragen Werkstatt AV-Labor Start Ebene 5 um 10:20, neuer Stift Stiftspitze zu nah am Papier, kleiner Strich unterhalb Motivrand Papier scheint über Nacht leicht gewellt zu sein 1. Stiftewechsel nach 2/3 Start Ebene 6 um 11:29 HGB Rundgang 2017 für Klassenausstellung noch in Hochschule bringen: "verhüllte Arbeit" (29.12.2015 ) "Fingerzeichnung" (15.3.2016 , A3?, ebenfalls in rahmenlosen Bilderhalter) evtl. "Schnellzeichnung" (19.3.2016 ) "Spiegelzeichnung" (21.3.2016 , A4, rahmenloser Bilderhalter, Klammern entfernen?) 2 Kinderzeichnungen (evtl. mit kleinen Klammern befestigen, oder Stecknadeln?) und wie gehabt neue Selbstporträts (ab 12.2016, in rahmenlosem Bilderhalter) umsetzen bei Rahmenladen telefonisch nachfragen, wie lange Lieferung neue Bilderrahmen braucht 2. Stiftewechsel nach 1/5 Standpunkt Die Arbeitszeit ist überhaupt nicht mehr langweilig, sie vergeht sehr schnell. Ich kontrolliere immer wieder, ob der Stift noch genug Tusche hat. Hauptsächlich nehme ich mir die Zeit aber zum Betrachten des entstehenden Porträts. Viele Gedanken zu der Arbeit flitzen durch meinen Kopf. Ich komme gar nicht einmal zum Essen. 3. Stiftewechsel nach 3/4 Start Ebene 7 um 12:34 4. Stiftewechsel nach 1/3 5. Stiftewechsel nach 5/6 Start Ebene 8 um 13:40 6. Stiftewechsel nach 1/3 7. Stiftewechsel nach 2/3 umsetzen Bleistift an Maschine befestigen, obere und untere Begrenzung markieren abschließend Arbeit auf Endformat zuschneiden, einpacken, im Klassenraum verstauen sobald Rahmen geliefert wird einrahmen Tuschestifte insgesamt: 15 Stk. Abschluss letzte Ebene: 14:45 A Meisterwerk is born! Nacharbeiten (Linie ziehen, schneiden, verpacken, aufräumen, Gespräch mit Kommilitonin Kommilitone über ihre zerbrechlich wirkenden Arbeiten im Klassenraum): 14:45-15:35 Friedrich Fröhlich, sehr zufrieden
Animation Entwicklung Ganzkörperporträt, 8 Ebenen
Animation Entwicklung Ganzkörperporträt, 8 Ebenen
Geradenbild Werkstatt AV-Labor heute 18:00-0:30 Uhr (max) am Ganzkörperporträt arbeiten morgen zwischen 10:00 und 17:00 Uhr 8 Ebenen wie bei letztem Ganzkörperporträt: Motiv 66x202cm, Papier 70x210cm Vorschau E-Mail von Kati, Schlüssel wurde hinterlegt Papierlänge zuschneiden, ruhig 250cm heißt das Plott oder Plot???????? Animation Entwicklung Ganzkörperporträt, 8 Ebenen entwicklung-gk.gif ab ca. 18:00 Vorbereitung Vorlageformat: 67.9x230cm Test 1. Ebene ohne Stift, um zu sehen, ob Blatt lang genug oder herausfällt ca. 20cm oben und unten unbenutztes Papier Start 1. Ebene 18:35 mit 30cm/s auf 35cm/s erhöht HGB Rundgang 2017 Standpunkt Warum verspüre ich keine Scham bei dem Gedanken, dass viele Menschen demnächst meinen entblößten Körper sehen werden? Ich würde mich unwohl fühlen, würde ich ein Fotografie von meinem Körper ausstellen. Warum ist mir das bei diesem Geradenporträt egal? Von Weitem ist doch auch die Körpermasse erfahrbar, auch wenn in dem jetzigen Ganzkörperporträt leicht verzerrt. Von Nahem verschwindet das Körpergefühl, es wird extrem abstrakt. Der Körper löst sich in kleine Einheiten auf. In Linien, die jede für sich einzeln existiert und nur bei Wegtreten sich mit den anderen Linien vereint. Bei einem Foto würde sich bei genauer Betrachtung auch das Abbild in kleine farbige Punkte auflösen. Ab was für einem Abstraktionsgrad wird mir unwohl? Ich weiß zwar, dass es mein Körper ist, aber ich spüre es nicht. Für mich ist es durch die Verwirklichung durch Geraden eine fremde Person. Nein, eher ein Etwas. Lebendig und gleichzeitig tot. Die Bildvorlage habe ich heute auf ein A4-Blatt ausgedruckt. Das Geschlechtsteil ist sichtbar. Eigentlich ist es nur eine helle Fläche. Aber es ist sehr konkret. Bei diesem Ausdruck habe ich sofort ein Stück Leinwand genommen, in Form einer Unterhose geschnitten und auf die betreffende Stelle gelegt. Nur verhüllt würde ich diese Bildvorlage, die ich genauso spannend finde wie das Geradenbild, ausstellen. bei 90min je Ebene * 8 = 720min = 12h 330min = 5 1/2h heute = 3 Ebenen heute 7h = 420min morgen = 4 Ebenen morgen 1 Ebene schaffe ich dann nicht evtl. nach 1. Ebene Geschwindigkeit auf 40cm/s erhöhen wie bei anderer Maschinenzeichnung hier auch Linien in mittlerer Höhe am dicksten 1. Stiftewechsel bei 3/4 umsetzen für Ausdruck Bildmotiv auf A4 Passepartout zuschneiden lassen evtl. bei Klassenausstellung zeigen Rahmung + Passepartout ca. 30-40 EUR Start 2. Ebene 19:42 Plotterzeit 1 Ebene ca. 67min bei 40 EUR Stundensatz alleine Plottzeit ca. 450 EUR + 1. Plott (450) + Bildmotiv (12h) = 1.380 EUR Arbeitszeit + Rahmung (420) + Papier und Tuschestifte (80 EUR, zusammen mit 1. Plott) = 1.880 EUR / 100 * 119 = 2.240 EUR inkl. möglicher MwSt. + normalerweise Kosten Zeichenmaschine * ? (Künstler-Faktor) = ? EUR 2. Stiftewechsel bei 1/2 Standpunkt Signierung der Arbeiten Bei vorletztem Rundgang auf Rückseite signiert und datiert, Foto von Rückseite bei damaligem Verkauf mit beigelegt. Meine Schrift ist extrem krakelig, kindlich. Ich möchte aber ungerne durch Übung einen Stil inszenieren. Wie schaut eine Friedrich-Signierung aus? Start 3. Ebene 20:46 3. Stiftewechsel bei 1/6 4. Stiftewechsel bei 2/3 Start 4. Ebene 21:52 5. Stiftewechsel bei 1/6 6. Stiftewechsel bei 2/3 Rechnung: Ebene 4 ungefähr beendet um 23:00 00:06, wenn ich erst 00:20 aus dem Raum müsste, noch Zeit für Ebene 5 umsetzen Förtner fragen, ob das in Ordnung geht ansonsten morgen beenden 4. Ebene beendet um 22:55
Die Nachtwache, 1642 , Rembrandt van Rijn
Die Nachtwache, 1642 , Rembrandt van Rijn
Entkleidung Christi, 165x99cm, Öl auf Leinwand, 1590-1595, El Greco und Werkstatt
Entkleidung Christi, 165x99cm, Öl auf Leinwand, 1590-1595, El Greco und Werkstatt
Das Begräbnis von Casagemas, Öl auf Leinwand, 1901, Pablo Picasso
Das Begräbnis von Casagemas, Öl auf Leinwand, 1901, Pablo Picasso
Yo El Greco (Ich El Greco), Zeichnung, Ausschnitt, ca. 1900, Pablo Picasso
Yo El Greco ("Ich El Greco"), Zeichnung, Ausschnitt, ca. 1900, Pablo Picasso
Vergleich Porträt von Jorge Manuel Theotocopoulos, 1600-1605, El Greco und Porträt eines Malers, nach El Greco, 1950, Pablo Picasso
Vergleich Porträt von Jorge Manuel Theotocopoulos, 1600-1605, El Greco und Porträt eines Malers, nach El Greco, 1950, Pablo Picasso
Les Demoiselles d'Avignon, 1907, Pablo Picasso
Les Demoiselles d'Avignon, 1907, Pablo Picasso
Pieta, 1850, Eugène Delacroix
Pieta, 1850, Eugène Delacroix
Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe
Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe
Die Brücke von Mantes, zw. 1868 und 1870, Jean-Baptiste Camille Corot
Die Brücke von Mantes, zw. 1868 und 1870, Jean-Baptiste Camille Corot
(gestern) Diplom Theorie Gespräch mit Oma Vorbereitung Gespräch mit Oma Standpunkt Meine Frage als Kunststudent: Was ist eigentlich Kunst für die, die nicht aktiver Teil im Kunstbetrieb sind? [Auflistung Teilnehmer] […] Und natürlich der Künstler, der vielleicht irgendeinen Gedanke oder ein Gefühl hat, den/das er in die Welt tragen möchte. Mich selbst stört, dass ich oftmals erst Zugang zu zeitgenössischen Arbeiten erhalte, wenn ich mir einen Text dazu durchgelesen habe. Und vielleicht die Biografie des Künstlers kenne. Die Arbeiten erschließen sich aber nicht von selbst. Deshalb sind mir selber Bilder angenehm, wo ich etwas aus meinem eigenen Leben wiedererkenne. Wo ich einen Anknüpfungspunkt sehe, über den ich tiefer in die Arbeit eintauchen kann. Frage: Müssen sich Arbeiten immer erschließen? Sind offene Fragen nicht spannend? Aber es sind nur Fragen gut, die nicht die Arbeit in Zweifel Zweifel ziehen ("Wasn daran Kunst?", "Was soll mir das jetzt sagen?"), sondern die das Gesehene versuchen zu ergründen. Wo der Entdeckerdrang aktiviert wird. an Oma: 1. Fragen, wo sie in ihrem Leben mit Kunst in Berührung kam. Auf Reisen? War sie in Museen? 2. Welche Arbeiten haben es ihr vor allem angetan? Wo sind ihre Grenzen? Ab wann findet sie keinen Zugang mehr? 3. Was muss ein Kunstwerk haben, um für sie ein Kunstwerk zu sein? Farbe, Leinwand, Bilderrahmen, Fett, Pissoir, …? 4. Künstler: Was ist für sie ein Künstler? Wie stellt sie sich seinen Beruf vor? 5. Meine eigenen Arbeiten: Geradenbilder, vor allem kindliche Zeichnungen zeigen (da, wo sie auch drauf ist). Ist das für sie Kunst, nur kreativ? Oder…? zu "Die Nachtwache" Die Nachtwache, 1642 , Rembrandt van Rijn nachtwache-k.jpg Gruppenbildnis von Schützengilde im Familienalbum von Hauptmann Frans Banning Cocq trägt Bild Titel: "Der Hauptmann gibt seinem Leutnant den Auftrag, die Bürgerwehr marschieren zu lassen" im Vordergrund Hauptmann und Leutnant 2 erleuchtete Figuren beherrschen Bildaufbau: Mädchen und Leutnant Recherche El Greco Entkleidung Christi, 165x99cm, Öl auf Leinwand, 1590-1595, El Greco und Werkstatt entkleidungchristi-k.jpg El Greco Maler griechischer Herkunft, Maler des spanischen Manierismus und Renaissance Themen hauptsächlich religiös und Porträts Malerei entwickelte sich vom Naturalismus weg hin zu Individualstil Individualstil entgegengesetzt Entwicklung Malerei in Spanien, davon unabhängig um 1900 von Schriftstellern, Kunstkritik und Avantgarde neu entdeckt von Künstlern der Moderne (besonders Expressionismus) als Bezugspunkt gesehen und rezipiert Künstler selbst im Zentrum seines Schaffens, damals revolutionär bei Zeitgenossen entweder bewundert oder abgelehnt suchte nach neuen Ausdrucksformen u.a. bewundert von Picasso Pablo Picasso Das Begräbnis von Casagemas, Öl auf Leinwand, 1901, Pablo Picasso Pablo Picasso casagemas-k.jpg Das Begräbnis von Casagemas (aus der Blauen Periode) verwies auf "Das Begräbnis des Grafen Orgaz" (was genau?) Yo El Greco ("Ich El Greco"), Zeichnung, Ausschnitt, ca. 1900, Pablo Picasso Pablo Picasso yoelgreco-k.jpg Vergleich Porträt von Jorge Manuel Theotocopoulos, 1600-1605, El Greco und Porträt eines Malers, nach El Greco, 1950, Pablo Picasso Pablo Picasso yoelgreco2-k.jpg Les Demoiselles d'Avignon, 1907, Pablo Picasso Pablo Picasso avignon-k.jpg in Rosa Periode griff er in "Les Demoiselles d'Avignon" Motive aus "Die Öffnung des fünften Siegels" auf Pieta, 1850, Eugène Delacroix pieta-k.jpg Pieta von Delacroix an Komposition angelehnt diese wiederum von van Gogh Vincent van Gogh aufgegriffen Duchamp Marcel Duchamp setzte sich mit "Portrait (Dulcinee)" und "Le Printemps (Jeune homme et jeune fille dans le printemps)" , 1911, mit El Greco auseinander Recherche Der Schrei Der Schrei, Edvard Munch Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe schrei2-k.jpg 4 Variationen als Gemälde und mehrere Lithographien bekannt Pastellversion 1895 von (wahrscheinlich) Arthur von Franquet in Auftrag gegeben gehören zu Serie Lebensfries Thema Liebe, Angst und Tod 1. Titel von Munch Edvard Munch: "Schrei der Natur" auf graphischer Fassung schrieb er: "Ich fühlte das große Geschrei durch die Natur" neben Hauptfigur wild bewegte Formen und Farben von Wasser und Himmel wird häufig als erstes expressionistisches Bild bezeichnet zu Jean-Baptiste Camille Corot (1796-1875, frz. Landschaftsmaler) in Arbeiten freie aber straffe(?) Komposition und gedämpfte Farbigkeit Die Brücke von Mantes, zw. 1868 und 1870, Jean-Baptiste Camille Corot mantes-k.jpg
Standpunkt HGB Rundgang 2017 Geradenbild 2016-12-11.mp3 Diplom Theorie Gespräch Oma Ende Dezember telefonisch festgehalten Gespräch mit Alexander
  • Der erste zu sein, der nur eine weiße Fläche präsentiert, …
  • Ja.
  • Kunst, da Erster
  • … darauf musst du auch erst einmal kommen.
  • Ne. Nachdem es… [unverständlich, 1:40:22]
  • Davor kam noch niemand darauf.
  • Vor Jahren kam schon jemand darauf schwarze Bilder zu machen oder einfach nur ein Bild mit einem schwarzen Fleck zu machen.
  • Es gibt ein schwarzes Quadrat von Malewitsch Kasimir Malewitsch.
  • Ja. Und ähm…
  • Das hab ich auch gesehen. In Basel.
  • … der Schritt halt von von einem minimalistischen Bild… von einem schwarzen Fleck oder von einem Quadrat oder sogar … es gibt auch komplett schwarze Bilder. Gibts auch! Der… HIN zu einem komplett weißen, komplett grünen…
  • Das ist schon älter das Bild. Der ist schon tot.
  • … oder gelbes… Ja, also der Schritt dahin finde ich nicht so weit. Und da fehlt es mir auch ein Stück weit an… an ähm…
  • Zugang.
  • … Ne. An äh…
  • Oder…
  • Ich hab … ich geh ja immer davon aus, dass er begabt sein muss. So gut äh äh … Begabung ist nicht immer äußerlich sichtbar. Sondern auch manchmal sinds einfach nur die IDEE zu haben. Dafür braucht es manchmal auch schon äh äh einer gewissen B-e-g-a-b-u-n-g. Ja?
  • Es ist ein… Ich frag dich, ist es nicht eine Idee?
  • Kopie
  • Es ist eine Kopie in meinen Augen.
  • Aber von wem?
  • Von anderen äh die als Künstler anerkannt sind, die das ganze schon in…
  • Der ist ja anerkannt.
  • … in in schwarz gemacht haben. Oder einfach nur in weiß. Mit einem einzelnen Punkt drauf. Äh.
  • Gut, dann gehen wir jetzt mal davon aus, er ist der Erste. Oder irgendeiner wird der erste gewesen sein, der bloß ein weißes Bild gezeigt hat. So. Was sagst du zu dem? Es ist dann keine Kopie mehr, sondern er ist der Erste. [kurze Pause] FINDEST du besser… dann Zugang dazu? Oder würdest du es…
  • Nein.
  • Auch nicht.
  • Für mich ist es schwierig. Für mich ist es …
  • Okay.
  • … schwierig ähm eben das unter äh äh unter m-e-i-n-e-n Begriff von Kunst äh zu zu subsumieren.
  • Du musst also hap… Du musst also etwas SEHEN können. Etwas wahrnehmen können und damit arbeiten können. Auto… also in deinem… das etwas passiert mit dir. Ne? Hab ich dich so verstanden.
  • Mhm. Also es muss mich in irgendeiner Form ansprechen.
  • Okay.
  • Aber auch weiße Bilder oder schwarze…
  • Könnte einen ansprechen.
  • … könnten mich ansprechen.
  • Okay.
  • Hätte ich auch gekonnt!
  • Das will ich gar nicht ausschließen. ÄH. Aber das man gleich im zweiten Moment Moment denkt: Boah, hätt ich auch gekonnt. Oder was ist jetzt das besondere daran. ÄH. Ich ich [kurze Pause]. Dadurch das es nicht das erste IST [kurze Pause], hat man natürlich immer den Vergleich. Es GIBT ja schon diese schwarzen Bilder. Ja?
  • Du musst mir jetzt aber den Namen nennen. Sonst kann ich das nicht nachvollziehen.
  • Das ist…
  • Also Rauschenberg Robert Rauschenberg sagt mir jetzt was, aber…
  • Ich weiß, ich ka… ich weiß es nicht. Ich stecke…
  • Okay.
  • … zu wenig drinne im [nicht verständlich, 1:42:32]
  • Also Mal… also Malewitsch Kasimir Malewitsch hat ein schwarzes und ein weißes Quadrat auch gemacht. Aber die waren…
  • Ja.
  • … jetzt trotzdem nicht vollflächig. Sondern da war noch ein Abstand zum Rand. Und das war kein richtiges Quadrat, sondern ein bissle schräg.
  • Nein. Also ich glaube, …
  • Wo alles…
  • … es gibt komplett schwarze… Wir können ja mal googlen.
  • NEIN. NEIN NEIN. Das müssen wir gar nicht.
  • Was …
  • Da gucke ich auch noch einmal selber. Ich will halt nur noch…
  • Ja.
  • … wissen, ob der jetzt einer der ersten war, der erste, oder … weil DIR gehts jetzt um eine Kopie. Darum gehts mir noch nicht einmal. Es geht mir darum, wenn man nichts sieht.
  • Mhm.
  • So. Ist das…
  • Ist schwierig.
  • Ist ein extrem…
  • Ja.
  • Das ist genauso wie ein Pissoir. Extrem eigentlich. Ne? Sowas.
  • Ja. Ja ja.
  • ABER es wird halt ausgestellt. Ne?
  • Ja. Also ich find…
  • Und du siehst es als Besucher.
  • Natur im Kunstraum
  • … find… also ich ich ich hab vielleicht auch kein … ähm… In Potsdam. Findet gerade eine Ausstellung statt. Ich bin nur mit der Straßenbahn dran vorbeigefahren. Und ähm das ist ähm äh in der Schiffbauergasse. Und da ist äh ein … ein Ausstellungsraum. Der ist von unten bis oben verglast. Und wenn man mit der Straßenbahn vorbei fährt, sieht man das. Da sind auf e-i-n-m-a-l… BAUMSTÄMME. Ganz viele Baumstelle… Baumstämme. Äh äh in der Höhe von vier… ach was sage ich … äh äh sieben acht Meter. Aufgestellt, bestimmt…
  • Mhm. [1:43:37]
  • … so… so so fünfzehn oder zwanzig am Stück. Und äh…
  • Das ist der Kunstverein oder Kunstraum in Potsdam. Glaube ich.
  • Kunstraum ist das glaube ich. Ja. So und ähm. Es passt dort hin, weil dort so eine große Galerie ist.
  • Ja.
  • Weil der Raum auch diese Höhe hat. Und man kommt sich wahrscheinlich wie in einem Wald vor.
  • Mhm.
  • Und das… äh diese U-r-b-a-n-i-t-ä-t, diese Natürlichkeit in die Stadt geholt, ist schon ne… äh äh … ist schon ein cooles Projekt. Muss ich sagen. So und äh. Ich kapiere Wälder vor der Tür, vor der Nase…
  • Mhm.
  • … ähm. Da würde ich wahrscheinlich nicht das selbe empfinden. Als wenn ich äh … äh… man muss auch wissen, ähm, die Schiffbauergasse ist umgeben von extrem heftigen Autoverkehr. Also man…
  • Mhm.
  • … spürt richtig die Infrastruktur. Die pul… das Pulsieren der Stadt. Diese vielen Autos. Öhm… und dann kommt man in diesen hohen, in diesen äh Raum rein. Wo diese Ruhe da ist. Wo es wahrscheinlich, hoffe ich mal, nach Holz riecht.
  • Mhm.
  • Man kanns vielleicht sogar anfassen. Man kann es s-p-ü-h-r-e-n. [kurze Pause] ÄH und empfindet auf einmal diese Natürlichkeit als etwas Besonderes. Es wird einem…
  • [hustet] [1:44:38]
  • … vor Augen geführt. Und ich kann mir vorstellen, dass diese Installation als Kunst gesehen wird.
  • Also auch von dir jetze.
  • Auch von mir. Ja.
  • Obwohl es bloß…
  • Ähm.
  • … Bäume sind, die reingetragen wurde, oder…
  • GENAU.
  • … wo man künstlerisch handwerklich noch nicht einmal begabt sein muss, weils jemand anderes gemacht hat, …
  • Aber er hat eben in dem Moment Moment
  • … eine Begabung muss er auch nicht haben.
  • Ja aber er hat vielleicht etwas g-e-s-e-h-e-n, ähm…
  • Ja.
  • … was er, ähm, vielleicht diese Natürlichkeit, diesen Wald, den viele Städte gar nicht mehr haben, …
  • Ja.
  • … zurückzuholen, in einen anderen Raum. Es wäre was anderes, als wenn dieser Ausstellung… wenn da jetzt eine Serie mit Bildern hängen würde. Zwanzig Bilder in weiß. [räuspern] WEISS ich nicht, ob ich da son schönes Gefühl bekommen würde und sagen… das ist eine tolle äh Ausstellung, hat mich…
  • Mhm.
  • t-i-e-f berührt. Wird mich begleiten. Hat mich zum Nachdenken angeregt. Äh aber dahin zukommen, mit diesen Bäumen… so. Das fand ich schon … schon cool.
  • Sone Bäume stehen auch manchmal in so Läden rum. Die genauso hoch sind und so. Also das ist IN. Sowas ähm zu machen.
  • Ich glaube …
  • Kunst, da im Kunstraum
  • Da wäre jetzt aber wieder die F-r-a-g-e, was ist jetzte daran…
  • Warum.
  • … Kunst. Nur weils im Kunstraum ist? Und weil du das da ge… gesehen hast. Oder ist es auch … oder warum ist das da bei den Läden, wo Geld gemacht wird, nur Dekoration. Um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Was ist da für dich der Unterschied. Der Baum ist der Selbe.
  • Ja es ist schon die…
  • Der hat an sich nichts mit Kunst zu tun,…
  • Gerade…
  • … außer das es ein Kunstraum ist.
  • … ähm, ja ich glaube gerade bei INSTALLATIONEN ist das immer auch die Art und Weise, wo, wie, zu welcher Zeit … etwas gezeigt wird. Ja? Also wenn ich dort jetzt zwanzig Neonleuchten aufgehängt habe, mhm, fragt man sich auch, was soll diese Installation. Was soll die mir …
  • Gibts auch.
  • … sagen.
  • Okay.
  • Ähm.
  • Im Kunstraum würde es auffallen. Man würde sich Fragen stellen. Aber in der Stadt an sich würde so eine Neon…
  • Und das TOLLE, jetzt haben wir auch wieder diesen Kreis …
  • …röhren nicht auffallen.
  • … geschlossen zu diesem Pissoir. Was ich mir angucken sollte.
  • Mhm.
  • Ja? Gehe ich in die S-Bahn…
  • Das stimmt.
  • … Toilette. Da hängt genau dieses Pissoir…
  • Ja.
  • … Nicht das Selbe, ja? Wird äh befindet sich in Benutzung… äh… findet nicht meine Aufmerksamkeit. Ich werde da keine … keine halbe Stunde davor stehen und…
  • Mhm.
  • … bedächtig mir das anschauen,… Während dessen, wenn es in dem Kunstraum ausgestellt wird, [kurze Pause] mhm…
  • KRASS. Du… dann ist das jetzt, dann dann hängt es noch nicht einmal vom KÜNSTLER ab. Noch nicht einmal vom Kunstwerk an sich. Sondern plötzlich nur noch um den Ort, wo es ausgestellt wird.
  • Vielleicht ist das sogar…
  • Hab ich so den Eindruck.
  • … so. Vielleicht ist das sogar so.
  • Das ist die einzige Sache, die man festhalten vielleicht kann. Dann ist es eher Kunst, wenn…
  • Ja.
  • … es im Kunstraum ist, als wenn es in der Natur vorkommt.
  • Vor allem: Es wird einem Markt zugänglich gemacht. [lange Pause]
  • Mhm. [lange Pause]
  • Das ist… Pfff. [lange Pause]
  • [atmet aus] Aber kannst… aber bei den Bäumen hast du jetzt schon eine Begründung abgegeben. Von … du kannst dir vorstellen, dass es dir gefällt, oder…
  • Ich kann dir sagen…
  • … es berührt dich.
  • … ich bin da dran vorbeigegangen und hab es vielleicht fünf Sekunden gesehen. Weil es ging schnell.
  • Ja.
  • Und hab gesagt: Ich will hingehen. Ich wills mir angucken.
  • Warum hast du es noch nicht gemacht?
  • Weil es erst ähm [Räusper] … heute haben wir Samstag. [lange Pause]
  • Gestern war ich beim Friseur. WEILS gestern erst gewesen ist. [anfängliches Lachen]
  • DU BRAUCHST zehn Minuten, um zu wissen, dass es GESTERN…
  • Genau. [Lachen]
  • … GESTERN IST ES ERST GEWESEN. Okay. Da hätten wir heute hingehen können.
  • Gestern ist es…
  • Mensch da hätten wir ja ECHT heute hingehen können. Ich meine es ist ein echt gutes Beispiel jetze.
  • … gewesen. Ja. [kurze Pause]
  • Das ist der Grund, warum ich noch nicht da… Ja. [1:47:54]
  • Also bei den Bäumen hast du jetzt schon gesagt, warum du denkst, dass äh dir das… dass du Zugang dazu findest. Weil es halt etwas ist, inmitten in der Stadt. Bäume aus der Natur herausge… äh… nommen, in den Kunstraum aufgestellt ist. Da kann man halt… den Geruch wahrnehmen. Und so weiter.
  • Ja.
  • Objekt in seiner Normalität = Kunst
  • Ähm. Beim Pissoir hättest du jetzt gesagt, du würdest anders daran gehen, wäre es jetzt wie bei der Natur. Wie bei den Bäume halt… in seinem Zustand, in dem es normalerweise ist. Und zwar…
  • Ja.
  • … benutzt. Oder total stinkend nach äh Putzmittel …
  • Das würde mich…
  • …oder so.
  • … stärker reizen. Ja.
  • Okay. Das wäre… das wäre jetzt eine Parallele. Das ist es hier jetzt halt nicht. Das ist ein…
  • Mhm.
  • … Objekt, was auf dem Sockel steht und was ähm…
  • Aber weißt du, was das TOLLE ist…
  • [unverständlich, 1:48:32]
  • Mhm. Mein Lebensalltag ist so clean. So…
  • Mhm.
  • … sauber. So organisiert.
  • Mhm.
  • So strukturiert. Und dann nehme ich mir an meinem Samstag Zeit, oder meinen Sonntag Nachmittag, …
  • [nicht verständlich, 1:48:43]
  • … gehe in eine Ausstellung, …
  • Er geht n-i-c-h-t in eine Ausstellung.
  • … und sehe auf einmal … die S-c-h-m-u-t-z-i-g-k-e-i-t. Die… E-x-t-r-e-m-h-e-i-t. Ähm. Die…
  • Welche Schmutzigkeit. Wo…
  • … äh des LEBENS.
  • Wo. Draußen oder…
  • NEIN. Wenn ich jetzt in eine Ausstellung gehe, in der ähm ein Pissoir oder eine Toilette…
  • Ja.
  • … ein Fußwaschbecken [räuspern]… schmutzig, zerkratzt, kaputt, …
  • Ja.
  • … auf einmal ausgestellt wird, mit…
  • Ja.
  • … mit mit mit Haftungen, mhm. Also Anhaftungen. Äh. Das ist ja etwas, was … Ich muss es nicht berühren. Ich muss es nicht benutzen. Ich… ich schaus mir nur an. Mir wird also die … SCHMUTZIGKEIT des Lebens… noch einmal so vor Augen geführt. Das will ich sagen. Ja?
  • Aber du… das ist jetzt ein Beispiel aus der Fantasie, ne?
  • Natürlich aus der Fantasie.
  • Okay.
  • Weil ich kenne so eine Ausstellung nicht.
  • Na aber wir stellen uns jetzt mal vor, es gibt so eine…
  • Ja.
  • Okay.
  • Aber ich weiß, dass es zum Beispiel auch Fotografien gibt. Da hat sich jemand äh… der fotografiert, Exkremente und…
  • Mhm.
  • … stellt die aus. [kurze Pause]
  • Ich habe nicht das Verlangen… äh äh in eine Toilette zu gehen und der der vorher dort war und seine Hinterlassenschaft dagelassen hat… mir das jetzt anzuschauen und zu begutachten. Das ist mir einfach zu widerlich.
  • Aber wenn das Pissoir ausgestellt wird und da sind noch Urin und so…
  • Ähm. JA GUT. Ich gehe nicht davon aus, dass das noch riecht. Also das… das ist mir schon wieder ZU…
  • ABER DAS WÄRE JETZT etwas realistisches. Ich meine, das ist wie bei den Bäumen. Die riechen ja auch noch. Aber dir gefällt der Baumgeruch.
  • Das stimmt.
  • Das wäre jetzt aber eine Parallele jetzt.
  • So… so KRASS hätte ich es jetzt nicht gewollt. Klar, den Uringestank… Das man das jetzt so erkennt und so… Das ist in Ordnung. Ja?
  • HÄTTEST … HÄTTEST du aber damit einen Zugang, selbst wenn dieses Urin äh bloß g-e-m-a-l-t wäre? Das sieht auch aus wie Urin, aber du weißt, der Maler hat es bloß hingepinselt. Die Ähnlichkeit…
  • reale Schäbigkeit gemalt = genial
  • Das ist ja NOCH genialer.
  • Das wäre jetzt die…
  • Denn da hat es jetzt natürlich wieder so eine Stufe, wo sich jemand Gedanken ge…
  • Ja.
  • …macht hat… Mhm. Wo er vielleicht auch jetzt ein KÖNNEN anwendet. Nämlich, …
  • Ja.
  • … er sagt, ich will ja gar nicht … ich will etwas z-e-i-g-e-n.
  • Ja.
  • Aber es soll nicht allzu natürlich sein. Sondern etwas künstliches. Etwas…
  • Es soll natürlich aussehen, aber künstlich geschaffen…
  • Ich schaffe eine Kunstform…
  • Okay.
  • … von der Realität. Und das ist natürlich wieder GENIAL. Muss ich sagen. Also das wäre zum Beispiel eine coole Idee. [1:50:58]
Collagenstück auf Leinwand befestigt
Collagenstück auf Leinwand befestigt
Kunst 0 2
Geradenbild Collagen vom 10.4. und 30.4. zerstört nahmen, da unfertig, nur Platz weg Collagenstück auf Leinwand befestigt geradencollagegerahmt-k.jpg Kopf ausgeschnitten, auf Keilrahmen geklebt später evtl. in Leerrahmen hängen und lackieren andere große Plotterzeichnungen ebenfalls vernichten Was mache ich eigentlich mit den fertigen Arbeiten? Die werden unterm Tisch gestapelt und höchstwahrscheinlich nie wieder hervorgeholt. Friedrich Fröhlich, faul oder träge Standpunkt Seit einigen Tagen entsteht nichts mehr. Der Raum ist aufgeräumt, alles Material verstaut. Nach Tagen des Nichtstuns gestern 2 Tuschestifte gekauft, lustlos herumgezeichnet. Den Stil eines anderen Künstlers kopiert, daran gescheitert. Ich sehne mich nach den Tagen zurück, wo ich fast täglich kindlich zeichnete, Geradenbilder schuf und über die Zukunft der Kunst nachdachte. Ich denke an die Sprachnotizen, die teilweise nachts entstanden, weil ich nicht mehr einschlafen konnte. Es waren Dinge unausgesprochen, mussten noch bearbeitet werden. Heute liege ich faul im Bett. Schaffe es mit viel Mühe 2(!) Stifte zu kaufen und hege dabei die Hoffnung, dass mich die Lust wieder packen wird. Alkoholkonsum alleine wird leider nichts bringen. Es muss ein Funke da sein. Ohne ihn entsteht nichts. Wo ist er? Wenn ich darüber nachdenke, fehlt es mir zur Zeit wieder einmal an einem Ziel. Da, wo ich noch nicht bin, da wo ich hin will. Das, wo ich zumindestens in diesem Augenblick fest daran glaube, unsagbar wichtig ist. Ich erinnere mich noch gut an die Konstellationsbilder. Vier Geraden, auf einer Fläche verteilt, alle Kombinationen berechnet. Ich fühlte mich so, wie ich denke, dass es Malewitsch Kasimir Malewitsch mit dem Schwarzen Quadrat ergangen sein muss. Ich fühlte mich so nah am Anfang der Kunst! An dem Punkt, wo aus Radikalem etwas Neues entstehen kann. Muss! Davon spüre ich leider nichts mehr. Denn es gibt in Realität diese Momente des Neuen nicht. Sie existieren lediglich im eigenen Gehirn. Endorphine werden ausgeschüttet. Sie bewegen mich zum Fortführen. Erinnert mich gerade an meine Zeit in Berlin. Wo in meiner kleinen Wohnung Dinge entstanden, nie ausgestellt wurden und ich deshalb annehmen durfte, dass sie Großes sind. Sobald sie ausgestellt werden, sind sie wieder sterblich-menschlich. Und sobald ich tausende andere Arbeiten anderer Künstler sehe, werde auch ich wieder in die Realität zurückgeholt. Jeder schafft sich sein Thema selber. Es gibt kein Ding, was unbedingt bearbeitet werden muss. Leider scheint aber genau das der Motor für mich zu sein. Auch wenn es viele nicht sehen, für mich sind die Geradenbilder, die kindlichen Zeichnungen sowie die verhüllten Arbeiten ein und das selbe. Sie sind der Versuch zum Anfang zurückzukehren, damit etwas Neues, bisher nicht gesehenes, entstehe. Nur wenn ich nicht mehr daran glaube, entsteht auch nichts mehr.
Sonnige Landschaft, 1910, Öl auf Leinwand, Waldemar Rösler
Sonnige Landschaft, 1910, Öl auf Leinwand, Waldemar Rösler
Familienbildnis, 1912, Öl auf Leinwand, Waldemar Rösler
Familienbildnis, 1912, Öl auf Leinwand, Waldemar Rösler
Selbstbildnis, stehend in Dreiviertelfigur, beide Hände in den Hosentaschen, 1915, Öl auf Leinwand, Max Liebermann
Selbstbildnis, stehend in Dreiviertelfigur, beide Hände in den Hosentaschen, 1915, Öl auf Leinwand, Max Liebermann
Selbstbildnis im Anzug vor der Staffelei, Ganzfigur, 1923, Öl auf Leinwand, Max Liebermann
Selbstbildnis im Anzug vor der Staffelei, Ganzfigur, 1923, Öl auf Leinwand, Max Liebermann
Ausstellung Waldemar Rösler Liebermann-Villa am Wannsee, Berlin Waldemar Rösler (1882-1916, deutscher Landschaftsmaler) Sonnige Landschaft, 1910, Öl auf Leinwand, Waldemar Rösler liebermannvilla1-k.jpg gehörte ab 1909 der von Liebermann gegründeten Berliner Secession an Landschaften nach Motiven aus Berliner Umland bäuerlicher Alltag: Pferdekutsche, bayerischer Biergarten unter Kastanien, … Familienbildnis, 1912, Öl auf Leinwand, Waldemar Rösler liebermannvilla2-k.jpg […] dessen Frühwerk vor allem durch einen pastosen Realismus geprägt war […] en plein air kehrte wie andere Künstler immer wieder - mal morgens, mal abends - zu denselben Motiven zurück verschiedene Lichteffekte erleben/studieren Doch die Schrecken des Krieges traumatisierten den sensiblen Künstler. weiterer wichtiger Werkkomplex: Familienporträts Familienporträts für privaten Gebrauch bestimmt, zu Lebzeiten nur selten ausgestellt Selbstbildnis, stehend in Dreiviertelfigur, beide Hände in den Hosentaschen, 1915, Öl auf Leinwand, Max Liebermann liebermannvilla3-k.jpg Selbstbildnis im Anzug vor der Staffelei, Ganzfigur, 1923, Öl auf Leinwand, Max Liebermann liebermannvilla4-k.jpg Gespräch mit Julian über Neue Musik, Bildende Kunst und Drang zum Schaffen Standpunkt (von Julian) Aufträge als Komponist in Neuer Musik zentral Stücke für Privatperson schreiben ungewöhnlich Neue Musik vor allem durch Staat unterstützt, egal wieviel Zuspruch sie in Bevölkerung hat gute Begründung: Ansonsten würde nur noch Mozart gehört werden, keine Entwicklung mehr möglich Drang für sich selbst zu schreiben gering (im Studium noch hoch) Zuhörer immer Teil des Werkes (siehe Meinung, dass Betrachter Bildender Kunst auch Teil des Kunstwerks sei) nach Aufführungen auch nur "schön"-Kommentare, keine ehrliche Kritik Konkurrenz-Gedanke zwischen Komponisten/Musikern glaube ich verstärkt vorhanden Was kann Besucher, der Neue Musik oder Bildende Kunst nicht studiert hat, auch schon zu Gehörtem/Gesehenem sagen, außer "schön" und "interessant"? kleiner "eingeschworener" Kreis gibt vor, was von "Unwissenden" gehört/gesehen wird Ist Musik eher Kunst um der Kunst Willen? Kritik an Gesellschaft, Politik, Verweise auf Geschichte anscheinend eher selten bzw. wenn im Titel oder Kommentar Verweis dahin, dann funktioniert Musik auch ohne dem Wissen darum Stimmung wird transportiert, eine Erzählung ohne Worte (Bildende Kunst hat es da schwieriger, weil ständig Parallelen zum Weltgeschehen/eigenen Wissen gesucht werden) Symbole (und damit das ständige Überlegen beim Betrachter) in Musik für Laien weniger sichtbar habe noch nicht verstanden, was ihn eigentlich antreibt und was in Stücken verarbeitet wird, evtl. bei kommenden Treffen über ein konkretes Musikstück herausfinden
Diplom Theorie statt Zweifel Zweifel als Thema Kunstbegriff der Anderen Andere sind Personen, die nichts mit Kunstbetrieb zu schaffen haben Standpunkt mir scheint es, als würden Kunststudenten und Professoren gar nicht mehr Kunst eingrenzen wollen alles kann und wird zur Kunst erklärt (ich mache das selber ja auch, siehe Kinderzeichnungen, A4-Notizblätter) meiner Erfahrung nach verstehen viele Externe Kunst nicht / nicht mehr Künstler selber hinterfragen es aber auch nicht, Drang oder Kritik als Schaffensgrund reicht selber habe ich Kunst auch noch nicht definiert wird als selbstverständlich wahrgenommen, nur Externe stellen es in Frage mit Das kann ich ja auch! fängt es an bei schön oder interessant hört es auf Bezug zum Menschen/Leben oftmals verlohren gegangen als abgehobenes System (passend die Friedrich-Herme), unerklärbar, unsinnig wahrgenommen Thema als Erzählung (wie in Bibliothek auch gesehen) mit Interviews bearbeiten Interview mit Familienangehören, wie Oma (hört beim Realismus auf), Elke (auf Du kannst sehr gut zeichnen! eingehen), Hans (besucht viele Ausstellungen, Meinung Einfach machen!), Johanna, Emma (noch ohne Meinung) Christians Sicht wäre noch interessant + Katharina + Manuel + Sebastian also eher nicht auf Familie begrenzen, eher Bekanntenkreis (die nichts mit Kunst im Alltag zu tun haben) aufzeichnen, danach transkribieren zwischendurch Kunstkritiker / Künstler / … zitieren Erzählung mit Fahrt nach Eisenach, Gespräch mit Oma bei Kaffee und Kuchen anfangen zu Christian nach Basel fahren, mit ihm in Museen darüber reden improvisieren, aber zumindestens Hauptfragen / roten Faden festlegen Kapitel nach Themen aufbauen, am Ende jeweils mit Erkenntnissen Interviews nur als Grundlage verwenden, dann neu ordnen, in Zusammenhänge bringen, Erzählung daraus machen heiter, locker schreiben u.a. wenn einer meint, ich sei Künstler, einfach einen Strich auf Papier zeichnen (Ist das dann schon Kunst?) Protagonisten am Anfang vorstellen mit einem Was ist für dich Kunst?-Zitat unlösbare Frage wird am Ende nicht gelöst, aber Meinung kunstunbeteiligter finden endlich im System Gehör meine Sicht auf Kunstbegriff wird dadurch sicherlich offener, ungezwungener
Klangwände, Peter Vogel, 1988
Klangwände, Peter Vogel, 1988
Handphone Table, Laurie Anderson
Handphone Table, Laurie Anderson
Fuge in Rot, Paul Klee
Fuge in Rot, Paul Klee
Kurs Bildmusik Klangwände, Peter Vogel, 1988 petervogel-k.jpg Negativabdruck Schallplatte, Dave Allen soll alles abbilden, was nicht auf Tonträger ist Handphone Table, Laurie Anderson laurieanderson-k.jpg Klangkörper: über Knochen der Besucher in Ohr übertragen Floppy-Laufwerke verbunden, Fuge von Bach, Künstler unbekannt Klangsteine: installative Klangkörper Ist Klangkunst Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art? Klangkünstler ordnen ungerne eigene Arbeit in Theorie sehr heterogen (Handy klingelt, Daniels Dieter Daniels: Klangkunst?) Anfänge mit u.a. Klee "Fuge in Rot" Fuge in Rot, Paul Klee fugeinrot-k.jpg [nicht lesbar] Luigi Russolo Instomarumori, 1913 [nicht lesbar, in Notizen bereits enthalten] Sirenenkonzert, 1922, Arseny Avraamov Vermischung der Künste findet statt aus Musik: Erik Satie Musiker befinden sich in Raumecken [Satie-Kommentar später dazu durchlesen] Rezipient wird Interpret in den 1960er bei Paik Paik Konzert "20 Rooms" Paik spielt mit Rezipienten, der durch Räume streift Raumkomposition: Musik bewegt sich, Zuhörer bleibt starr Paik wollte es umdrehen: Klänge bekamen statischen Aufenthalt, Publikum bewegt sich "The Torris his dreams and j…" [nicht lesbar], La Monte Young Sinus-Wellen bewegen sich durch Raum durch Wellenberge, Differenzen, … Zuhörer durchs Wandern mit eigener Klangwahrnehmung Water Walk, John Cage Steve Reich, Pendulum Music, 1968 Mikros als Pendel durch Rückkopplung entstehen Klänge Klang-Installationen [nicht gut lesbar, übersprungen; muss zur Tonwerkstatt] Ziele? Motivation allgemein? Sinn? Geht es nur um Wahrnehmung? Akkustisches Sehen? "Drive-In Music", 1967 Christ… [nicht lesbar], "Electrical Walks" Andreas Schröder: Espylakopa [interessant, aber unkonzentriert] (aus Handout) über Klangkunst Unschärfe des Begriffs, nach Helga de la Motte-Haber kein linear fortschreitendes Genre, sondern wucherndes Geflecht unzählige Überschneidungen erschweren Definition Elektroakustische Musik, Neue Musik, Vokale Performancekunst, Klangskulptur, Klanginstallation etc. Überwindung der Paragone der Künste und Kunstsynthese Fundamente (nach de la Motte-Haber): Ganzheitlichkeit der Wahrnehmung, Neues Raum-Zeit-Verständnis, Akustischer Anteil, von Datenträgern abgespielt als auch live zur Entstehungsgeschichte Wegbereiter Oper als Gesamtkunstwerk im Sinne Richard Wagners Anspruch der Aufhebung der Trennung der Künste in eine umfassende Einheit Luigi Russolo‘s intonarumori als Vorform der Klangplastik dadurch Aufwertung Geräusche als musikalisches Gestaltungselement Überwindung reinen Klanges und Hinzunahme der unendlichen Vielfalt der Geräusche Erik Saties Musique d‘Ameublement (erstes Drittel des 20. Jh.) Saties Vexations (1893) & John Cage‘s Adaption (1963) mit einer Dauer von 18:40h John Cage 1963: Unterscheidung zwischen Raum- und Zeitkünsten ist eine Übersimplifizierung Entdeckung von Stille, Geräusch Dada mit Happening und Environments (Pause) Votrag Anne Zeitz über Aufmerksamkeit, auditive Zerstreuung der Großstadt (siehe Walter Benjamin) durch ständige Informationsströme: Schock auf Klang bezogen (nicht mehr Re… [nicht lesbar]=: Adorno Rekression: zerstreutes Hören, kindliches Hören Aufmerksamkeit und Zerstreuung erst im Industriezeitalter aufgekommen, davor nicht relevant Krise der Aufmerksamkeit seit 19. Jhd. durch Gegenform der Aufmerksamkeit: dagegen auflehnen Aufmerksamkeit wird zur Ressource, wichtiger als Konsumgüter Fluß im Internet fordert ständige Aufmerksamkeit auch unbewusste Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit = Dienstleistung, wichtige Veränderung des 20. Jhd. Aufmerksamkeit wird zur seltenen Ware ihre Frage: Wie kann man in zerstreuter Welt auch etwas kreatives entwickeln? Bruce Naumann Texte, "Please pay attention please" "Max-Fled", 1966 [?] elektronischer Apparat, akkustischer Rückkopplungsprozess sollte zu Hause erfahrbar werden Cave… [nicht lesbar] Höhe, um 3150 v. Chr. mit Wellen als Teil von Ritualen [abgebrochen] Standpunkt Geradenbild verhüllt Der Vorteil des Flügeltürrahmens besteht auch darin, dass ein Betrachter zuerst vor das Bild treten muss, ehe er es erblickt. Er kann sich also nicht - sich von weitem nähernd - langsam auf das Bild einlassen, sondern wird von ihm, sobald er die Türen öffnet, überrannt. Dieser Moment Moment sollte noch hervorgehoben werden. Das Bild sollte sich also nicht auf selber Ebene wie die Holzfläche befinden, sondern weit davor befestigt werden. Vielleicht sogar über die Rahmung hinweg. Das würden die Flügel erlauben, die ja auch einen inneren Freiraum erzeugen. Neben Geradenbildern kann ich mir - wie von Mark Helmut Mark bei einem Klassentreffen im letzten Semester angemerkt - nun auch fotografische Selbstporträts vorstellen. Ganz einfach mit einer Digitalkamera gemacht, danach im Drogeriemarkt auf 20x30 oder A4-Format ausgedruckt und in den Flügeltürrahmen gehangen. Nun warte ich ungeduldig auf den Termin bei Alberti Wolfgang Alberti, wo ich erste Entwürfe umsetzen kann.
Kindliche Zeichnung auf 170g/m²-Papier, 21x29.7cm
Kindliche Zeichnung auf 170g/m²-Papier, 21x29.7cm
Kinderzeichnung Kindliche Zeichnung auf 170g/m²-Papier, 21x29.7cm kinderzeichnung-auf-gutem-papier.jpg beim Zoobesuch letzte Woche mehrere naive Bilder gesehen ob von Kindern oder Erwachsenen geschaffen ist offen Standpunkt Zum Vorschlag von Mark Helmut Mark beim letzten Klassentreffen, die kindlichen Zeichnungen auf gutem Papier zu schaffen: Der Stil ist kindlich und das Papierformat ebenfalls (Papier im A4-Format scheinen Eltern ihren Kindern häufiger vorzulegen, einfach weil jenes im Haushalt in Fülle vorhanden ist). Wenn die Handlung aber als Erwachsener, als Künstler, vollführt wird und nicht als Kind, warum sollte dann das Papier nicht auch dem eines Künstlers würdig sein? Künstler verwenden normalerweise Untergründe, die nicht nur gut ausschauen sondern auch gute materielle Eigenschaften besitzen. Da ich kein Kopist und Täuscher sein möchte, wäre es nur angebracht, gutes Papier als Merkmal der künstlerischen Überlegung zu verwenden. Ich werde es einmal testen und schauen, wie es auf mich wirkt. verhüllt Standpunkt Zur Überlegung von Mark Helmut Mark und mir beim Einzelgespräch, dass die A4-Arbeiten am besten wirken können, wenn sie kein Glas vom Betrachter trennt: Glas als Trennwand zwischen Kunst und Betrachter lässt keine Nähe zu. Es wirkt abschirmend gegenüber einer persönlichen Auseinandersetzung mit der gezeigten Arbeit. So kommen mir die Flügeltürrahmen sehr gelegen, die - ganz pragmatisch betrachtet - im geschlossenen Zustand einen Schutz gegen Verschmutzung und Sonnenstrahlen darstellt und in offener Gestalt - ohne Glas - umso mehr den Betrachter und die Arbeit zueinander führen vermag. Standpunkt Soll ich meine Notizen wirklich weiter auf Rechtschreibfehler hin durchsuchen? Sind nicht gerade die Vertipper und wegen Nichtwissen fehlerhaft geschriebenen Wörter mögliche Bestandteile von Notizbüchern, die erst einmal nicht für die Öffentlichkeit verfasst wurden? E-Mail von Mark Helmut Mark, gestern: lieber friedrich, ich bin auf diesen zeichner gestossen. http://www.schultzberlin.com/en/edi-rama vielleicht interessiert es dich. herzlichen gruss helmut
(Notizen von heute und gestern) Kunstkritik Der Künstler und seine Zeit Der Künstler und seine Zeit, Albert Camus, 1958 selbst Schweigen hat gefährlichen Sinn Stimmenthaltung selbst als Entscheidung angesehen, wird bestraft oder gelobt für Künstler keine freiwillige Verpflichtung mehr Märtyrer: nähren sich von Tröstungen der Ewigkeit Löwen: nähren sich von blutigem historischen Fleisch Künstler nur Zuschauer sang zum Vergnügen, für sich selber oder um z.B. Märtyrer zu ermutigen Kunst verliert durch Verpflichtung an Beteiligung Unbeschwertheit und jene göttliche Freiheit, die Mozarts Musik atmet heute schaffen = gefährlich schaffen jede Veröffentlichung eine Tat Frage: Wie kann man inmitten der Schergen so vieler Ideologien die Freiheit der Schöpfung erhalten? Kunst wird nicht einfach nur von Staatsgewalten bedroht Kampf findet im Inneren des Künstlers statt Kunsthass (in der Gesellschaft) wird von Künstlern selber genährt Zweifel Zweifel Zweifel Zweifel der Künstler früherer Zeiten betrafen eigenes Talent Zweifel Zweifel heutiger Künstler betreffen Notwendigkeit ihrer Kunst, also Existenz an sich viele Gründe für Infragestellung der Kunst durch Künstler selber zeitgenössische Künstler könnten Eindruck haben, zu lügen oder ins Blaue hinein zu sprechen (wenn Geschichte nicht berücksichtigt wird) heutige Zeit (also bei Veröffentlichung Camus Prosa) durch Einbruch der Massen gekennzeichnet Masse an erbärmlichen Lebensbedingungen fließt in Bewusstsein der Gesellschaft ein man weiß um Probleme, kann sie nicht mehr leugnen insgesamt: freie Schaffen wird entmutigt, indem es in seinem Kern angegriffen wird, nämlich im Glauben des Schöpfers an sich selber oft schämt sich Künstler seiner selbst und seinen Vorrechten Frage, die Künstler sich selber stellen: Ist Kunst ein verlogener Luxus? Kunst muss Luxus sein, wenn sie sich harten Realität verschließt allerdings wird sie zum belanglosen Zeitvertreib, wenn sie sich Forderungen der Gesellschaft anpasst wenn Künstler Gesellschaft ablehnt und sich abkapselt: drückt Kunst Ablehnung aus aus Ablehnung wird Spaß oder Formtüftelei Camus geht auf Zeichen (statt Gold findet Handel mit Zahlen statt) als der Gesellschaft grundlegende Eigenschaft ein diese Gesellschaft hat eine Moral starrer Grundsätze zu ihrer Religion gewählt Gesellschaft verlangte von Kunst eine Übung ohne großer Bedeutung, eine Zerstreuung Gesellschaft begnügte sich mit nichtssagender Kunst Oscar Wilde: ihr größtes Laster sei die Oberflächlichkeit Kunstfabrikanten (Camus Wort für Künstler) haben sich mit Verantwortungslosigkeit abgefunden L’art pour l’art L’art pour l’art: Forderung nach Verantwortungslosigkeit als Zeitvertreib eines einsamen Künstlers Weiterentwicklung ist Salonkunst oder rein formale Kunst schließlich siedelt sich Kunst außerhalb Gesellschaft an schneidet sich von Gesellschaft ab je mehr sich Kunst spezialisiert, desto mehr wird es nötig, sie wieder volkstümlicher zu machen Bsp: Millionen Menschen haben Gefühl große Künstler unserer Zeit zu kennen, weil sie in Zeitung darüber gelesen haben verhüllt Die größte Berühmtheit besteht heute darin, Bewunderung oder Abscheu zu erregen, ohne gelesen worden zu sein berühmte Künstler sollten wissen, dass nicht sie berühmt sind nur ein anderer unter ihren Namen, der ihm schließlich entgleitet und vielleicht eines Tages den wahren Künstler in ihm umbringen wird Literatur der Auflehnung aus franz. Revolution entstanden stellte offizielle Werte in Frage aber: aufrechterhaltende und verknöcherte Ablehnung ist hohl geworden erstarrt in Vorurteil: Künstler nur groß, wenn er sich im Gegensatz zu Gesellschaft seiner Zeit befände deshalb viele Künstler schlechtes Gewissen, weil sie es nicht sind, und verlangen, gleichzeitig beklatscht und ausgepfiffen zu werden zeitgenössische Künstler lehnt alles ab selbst Tradition seiner Kunst bis er denkt seine eigenen Regeln schaffen zu können, hält sich schließlich für Gott Jesus wird so - fern der Gesellschaft - aber nur abstrakte oder formale Werke hervorbringen können Bibliothek Diplom Theorie in Bibliothek 2 Diplomarbeiten durchgesehen (1) Benjamin Kunath über Zickzack Phantom a) Titelseite (Titel, Autor, Zeichnung) b) 1. Seite mit "Diplomarbeit / Titel" "Vorgelegt von Name" "Betreuer: Name", "Klassenleiter: Name" "Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig" Datum c) Inhaltsverzeichnis mit Einleitung Formale Beschreibung Erste Auswertung (über Funde) Persönlicher Bezug Vergleich mit Graffiti-Tags (anderes Phänomen) Analyse Zeichen in zeitlichem Verlauf / Ort Hypothesen Auswertung Zeichnungen Technik (Stifte) Verknüpfung zu Zeichen und Schrift Künstler, die damit arbeiten (hier Hanne Darboven) Resümee Literaturverzeichnis (hier sehr kurz, da viel eigene Gedanken) Abbildungen (sehr viele, da Grundlage für Text) d) zusammenfassend: sympathisch, da eher eigene Recherche und Meinung gezeigt, als Kunstbücher zitiert Arbeit dürfte sich ohne große Mühe selbst erstellen leicht zu lesen, da ohne wissenschaftlicher Begriffe, einfache Sätze (2) Eva Beatrice Förster über Mutter-Kind-Performances a) Einleitung mit persönlichem Bezug zum Thema b) Theoretischer Teil Künstler-Beispiele mit Arbeiten und Zitaten c) Praktischer Teil eigene Arbeit vorgestellt (3) für mich Frage: Was will/kann ich? (+) eigene Arbeit mit einbeziehen auch Nicht-Kunst vorstellen / Alltag (wie Geraden in der Natur, verhüllte Gegenstände) Hypothesen / Theorien aufstellen meine Meinung / Gedankengänge aufschreiben eigene Tagebucheinträge / Standpunkte zitieren (zum Thema Zweifel Zweifel, verhüllt, Kinderzeichnungen, Geradenbilder möglich) kurzer Exkurs zu anderen Künstlern / Arbeiten / Zitate (nur nebenbei einpflegen) philosophischer Ansatz (wenn dann aber oberflächlich und immer nur in Bezug auf eigene Arbeiten, Erfahrungen, Nicht-Kunst) Text einfach schreiben, nicht verwissenschaftlichen Arbeit müsste größtenteils einfach entstehen, ohne Zwang Zwang, mit richtigem Interesse (Motivation) (-) nur über fremde Arbeiten reden viele wissenschaftliche Bücher durchlesen und zitieren (wäre ja nur Wiederholen von bereits vorhandenem Gedankengut / Wissen) Philosophie und Kunsttheorie im Vordergrund (4) Vorstellung weiteres Vorgehen 9. Semester (10.2016-2.2017): Mark Helmut Mark fragen, ob am Ende schon Modulprüfung ablegen, dann soweit alles fertig Vorbereitung Theoriearbeit 10. Semester (2.2017-10.2017): Theoriearbeit schreiben 11. Semester (10.2017-2.2018): Diplom im Februar 2018 Standpunkt Ich verliere nichts, wenn ich noch ein Semester hinten dranhänge. Der Titel Diplom-Künstler wird mir nach dem Studium so oder so nicht weiterhelfen. Er ist lediglich witzig und ich möchte ihn auf Visitenkarten schreiben. Würde ich schon im 10. Semester mein Diplom machen, hätte ich nichts gewonnen. Ich würde ja weiterhin Aufträge bearbeiten wie bisher und hätte weiterhin viel freie Zeit. So wie es bei Mark Helmut Mark rüberkam, sieht er kein Problem darin, was mein Diplom anbelangt. Ich zweifel zwar immer, ob ich überhaupt etwas Gutes zeigen kann, er anscheinend nicht. Schaffen werde ich es also so oder so. Wichtig ist lediglich, dass ich auch noch im 11. Semester, also kurz vorm Diplom, noch künstlerisch arbeite und innerlich nicht die Kunst schon aufgegeben habe. Der Drang etwas zu Schaffen muss weiterhin da sein. In den letzten fünf Jahren sind mir aber immer wieder Dinge eingefallen, ich glaube nicht, dass es mit der Kunst plötzlich vorbei sein wird. Und selbst wenn: Ich bräuchte keinen Abschluss. Alleine die Zeit an der Hochschule hat mich weitergebracht. Das 9., 10. und 11. Semester nutze ich nun vermehrt für Werkstattkurse. Stelle Flügeltürrahmen bei Alberti Wolfgang Alberti her und schaffe Friedrich-Büsten. Lerne etwas über Abgusstechniken, über Materialien allgemein. All das müsste ich ohne Studium teuer bezahlen. Auch kann ich die Zeit über noch den Plotter für kleinere Geradenbilder nutzen. Im Endeffekt gibt es dann nur noch einen festen Termin alle zwei Wochen: Die Klassentreffen. Alle anderen Kurse und Werkstatttermine kann ich so belegen, wie es mir nützt. Geldlich wird es bei 11 oder 12 Semestern auch kein Problem geben. am Dienstag ausleihen: D1853 (Der zweifältige Sinn: Über die Ambivalenz des Zweifelns), D1507 (Nichts los) haben wohl einen eher theoretischen Ansatz, deshalb durchgehen danach entscheiden, welche Richtung ich einschlagen möchte
Kunst 1 0Studium 1 0
Klasse Bildende Kunst Besprechung aktuelle Arbeiten momentum 1x Moment Moment 3 + 13 (alleine 1 Kommilitonin Kommilitone in ihrer Vorstellung) + 3 + 1 + 2 = 22x Kommilitonin Kommilitone mit gefundene Objekten in Tüte, an Wand befestigt in Verbindung mit Fotografie und Film Groß und auf den Sockel hilft immer! (Aussage Kommilitone Kommilitone) viele Arbeiten zu sehr gesellschaftskritisch Textarbeiten, handgeschrieben auf A4 Thema Arbeit, Zaun als Objekt, Stadtentwicklung, Begegnung Flüchtlinge und Einwohner… für mich sehr unkünstlerisch, teilweise für mich nur Sozialarbeit und erzieherisch Wo ist da die Kunst? Vorstellung meiner Arbeiten Kinderzeichnungen Zeichnungen von Emma Flügeltürrahmen für A4-Blätter kleine Fotocollage (2 ausgerissene Blätter meines Gesichtes übereinandergelegt und mit Klebestreifen befestigt) Künstler-Herme: Helmut Helmut Mark schlägt Überdenkung Titel vor Standpunkt 1. Abschnitte Standpunkte aus Semesterferien vorgelesen Zweifel Zweifel Thema Zweifel Zweifel am künstlerischen Schaffen und Künstler-sein vorgelesene Passagen hätten laut Helmut Helmut Mark auch vor 100 Jahren geschrieben werden können fühle mich deshalb bestärkt, auch wenn Ideen der Moderne gescheitert Zweifel Zweifel am eigenen Schaffen und Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art weiterhin für mich starker Motor politische und gesellschaftskritische Kunst lehne ich ferner ab, Kunst wird missbraucht solange Zweifel Zweifel den Schaffensdrang nicht verdrängt: so weiter machen Lesehinweis Kommilitonin Kommilitone: Émile Zola "Das Werk" Roman beschreibt Pariser Künstlerszene und Entstehen des Impressionismus Impressionismus morgen oder übermorgen in Antiquariat abholen Diplom Theorie Bibliothek für morgen Theorie-Arbeiten von Windeler, Blumstock, Kunath und Förster zur Einsicht vorbestellt
Times Square, Klanginstallation, 1977–1992 und seit 2002, Max Neuhaus
Times Square, Klanginstallation, 1977–1992 und seit 2002, Max Neuhaus
Kunst 2 0
Kurs Bildmusik Einführungsveranstaltung Theorie-Reader Bildmusik Times Square, Klanginstallation, 1977–1992 und seit 2002, Max Neuhaus timessquare-k.jpg Klangfelder auf gleichnamigen Platz in New York integriert Straßengeräusche durch Kontrast in räumlich und zeitlich strukturiertes Wechselspiel Passanten sollen dezent eingesetzte Klangfelder als Kuriosität der Stadt begreifen ab Mittelalter artes liberales darunter u.a. Musik, Geometrie, Arithmetik , aber nicht Bildende Kunst Renaissance: universell ausgerichtete Künste durch da Vinci, Dürer, Leon Battista Alberti Wolfgang Alberti (1404-1472, u.a. italienischer Schriftsteller, Mathematiker, Kunst- und Architekturtheoretiker) Alberti Wolfgang Alberti: Maler braucht nicht nur handwerkliche Kunstfertigkeit da Vinci: Berührung zw. Malerei und Musik in Il paragone delle arti Malerei sollte auf selber Ebene wie Musik und u.a. Geometrie gesetzt werden zur Zeitlichkeit: Malerei als Schwester der Musik betrachtet Bedeutung Mathematik als Verbindungsglid zw. Musik und Malerei Gesamtkunstwerk (Vorträge nächster Sitzungen) Ich bin wieder einmal erstaunt, wie viel Energie Künstler in ihre Arbeiten stecken und stelle mir auch heute die Frage: Was treibt sie nur alle an? mit Daniels Dieter Daniels Termin für Einzelgespräch ausgemacht Standpunkt verhüllt (noch unkorrigiert) Vielleicht muss ich mich - das habe ich glaube ich schon einmal geschrieben - von der Idee befreien, ein Künstler im herkömmlichen Sinne sein zu wollen. Damit meine ich einen (bildenden) Künstler, der etwas schafft, damit es gesehen wird. Einen Künstler, der sich mit einer Ausstellung vor Publikum präsentiert und der Kontakte zur Kunstwelt pflegt. Zu den entstehenden Arbeiten möchte ich noch hinzufügen: Ich bin nicht der, der ein Blatt bis zum Ende mit einer in sich schlüssigen Zeichnung füllt, der eine Leinwand mit Farbe bedeckt und am Schluss signiert. Dazu fehlt mir die Konzentration, das Können (durch Nachfolgendem begründet), die Motivation. Die Bild-Motivation fehlt, weil mir die Zeige-Motivation fehlt. Mir fehlt allgemein fast alles, was einen Künstler Künstler sein lässt! Nur eines anscheinend nicht (und das möchte ich das Entscheidende nennen): Das Machen an sich. Und wenn es sich nur in kleinen Skizzen und Notizen äußert (wie jener hier). Ich schaffe damit etwas. Etwas, was man keinem Beruf zuordnen kann. Was der Einfachheit wegen der Kunst zugerechnet wird (was auch sonst?). Nur es fehlt an der Vollendung und dem Wunsch des Zeigens. Und bevor ich mich in diese Rolle zwänge, muss ich mich von dieser Idee, so ein Künstler sein zu wollen, verabschieden. Bisher hat es mich lediglich Tage und Wochen im Nichtstun verharren lassen. Ich spiele gerne mit dem Künstler-Begriff. So freue ich mich schon auf mein Diplom, einfach, weil ich mich dann "Diplom-Künstler" nennen darf. Das würde doch kein Künstler tun, der ernsthaft versucht in der Kunstwelt Fuß zu fassen, oder? So eine Idee kann doch nur dem kommen, der noch nicht in der Kunstwelt unterwegs ist, sie nicht versteht und auch nicht das Bedürfnis verspürt jemals Teil von ihr zu sein. Zurück zu den Arbeiten. Kann ich sie überhaupt unter dem Begriff "Arbeit" zusammenfassen? Oder müsste ich "Kleine Stücke", "Notizen" und "Skizzen" sagen? Ich sammle sie in Kartons, teilweise geordnet nach Technik und Thema. Mehr scheine ich gar nicht machen zu wollen. Größere Arbeiten sind bisher meist unvollendet geblieben. Für mich selber brauche ich keine großen Arbeiten. Für mich selber reichen kleine Zeichnungen und Notizen auf einfachem Papier. Daran kann ich mich erfreuen und Jahre später wieder darauf blicken. Möchte ich natürlich mein Geld mit diesen Dingen verdienen, muss ich sie zeigen. Daran werde ich nicht vorbei kommen. Ich müsste sie so zeigen, wie sie sind. In Kartons, auf Tischen, mit Stühlen drumherum. Collagen, die als Arbeiten verstanden werden könnten vielleicht auch in kleinen selbstgebauten Flügeltürrahmen, geöffnet oder geschlossen. Etwas spielen, sich etwas zurücknehmen, sich etwas entdecken lassen.
Selbst mit Pinsel, Öl auf Hartfaser, 125x80cm, 1981, Willi Sitte
Selbst mit Pinsel, Öl auf Hartfaser, 125x80cm, 1981, Willi Sitte
Strandspielereien, Gouache, Bleistift, 1949, Willi Sitte
Strandspielereien, Gouache, Bleistift, 1949, Willi Sitte
Menschen und Natur 2 (rot), Stickerei, 117x140cm, Wang Lang
Menschen und Natur 2 (rot), Stickerei, 117x140cm, Wang Lang
Ausstellung Willi Sitte Willi Sitte Retrospektive, Willi-Sitte-Galerie, Merseburg Selbst mit Pinsel, Öl auf Hartfaser, 125x80cm, 1981, Willi Sitte Willi Sitte willisitte1-k.jpg Warum doppeltes Gesicht mit Betrachter anblickenden Augen und leicht geöffnetem Mund? Linker Schatten als Gegenseite? "Laufende Frau im Regen", Öl auf Karton, 61x54cm, 1971, Strandspielereien, Gouache, Bleistift, 1949, Willi Sitte Willi Sitte willisitte3-k.jpg Kontrast zu Arbeiten, die ihn bekannt gemacht haben, interessant anscheinend auch einige Stile / Techniken bearbeitet Ausstellung Wang Lan Willi-Sitte-Galerie Wang Lan (chinesische Künstlerin) "Menschen und Natur 1 (braun), Stickerei, 130x150cm "Katze & Goldfisch", Chinesische Tuschmalerei, 52.5x42.5cm Menschen und Natur 2 (rot), Stickerei, 117x140cm, Wang Lang wanglang5-k.jpg "Feldbestellung", Stickerei, 131x60cm "Gemütlicher Maitag mit Katze", Chinesische Tuschmalerei, 53x43cm Standpunkt Was ich nicht bin: große Arbeiten, sauberes Papier, Objekte, Skulpturen, Malerei Was ich bin: Skizzen, Notizen, Skizzen mit Notizen und angeklebten Zetteln, Töne Ab Montag: Korkplatte kaufen und Collagen mit Skizzen und Notizen machen Geradenbilder ausgedruckt, festkleben diese Arbeiten in Flügeltürrahmen alle große unfertigen Arbeiten zerstückeln (für Collagen) unnötige Bildträger/Leinwäde wegschmeißen Staffelei zurückgeben
Standpunkt handschriftlich niedergeschrieben (2 Sätze fehlen ungewollt), 10 A4-Blätter, 31
Standpunkt handschriftlich niedergeschrieben (2 Sätze fehlen ungewollt), 10 A4-Blätter, 31
Kunst 3 1
Standpunkt Standpunkt handschriftlich niedergeschrieben (2 Sätze fehlen ungewollt), 10 A4-Blätter, 31 standpunkt-k.jpg Muss mich nun ein paar Tage von der Kunst erholen. Neben der eigenen Arbeit, die nicht vorankommt, bin ich wieder von der Fülle an Künstlern und Ausgedrücktem überfordert. Die von mir gelesenen Kunstbücher betrachten ja vor allem die westliche Kunst. Wie groß ist aber die Welt! Wie viele Künstler gibt es noch, die in anderen Ländern dieser Erde Erwähnung finden! Und wie viele, die Schaffen und nicht beachtet werden! Wieviele haben eine Mission, ein Verlangen etwas auszudrücken… Kann man Kunst ohne Mission schaffen? Bleibe ich beim Hinterfragen von Kunst? Ist das mein Antrieb fürs Schaffen? Mein Zweifel Zweifel an Bedeutung in der Kunst und am Leben an sich ständig neu ausgedrückt in Selbstporträts, in denen ich mich meiner Existenz bestätigt sehen möchte? Diplom Arbeit umsetzen alle Standpunkte handschriftlich auf Papier bringen und an Wand kleben A4-Blätter aneinander kleben je nach Größe des Textes erweitern oder Standpunkte in Normalgröße schreiben, einscannen und unterschiedlich vergrößern dadurch auch je nach Format richtig fette Schrift wirkt distanzierter und gleichzeitig gefestigter als Originalpapier evtl. mit ja/nein-Karte, siehe 14.1.2015 davor Friedrich-Herme, bis zur Decke Zweifel Zweifel Den Zweifel Zweifel am eigenen künstlerischen Schaffen, an der Kunst allgemein und am Leben an sich zum Ausdruck zu bringen, stärkt mich. Vielleicht ist tatsächlich der Zweifel Zweifel mein Thema. Kunstbegriff Die Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert, Uwe M. Schneede Tendenzen der Kunst Ende 20. Jhd. nach Primitivismus früher Avantgarde, Utopien der 1920er, Erkundungen in den 1960er Tendenz erkennbar oder kolossale Unübersichtlichkeit? (1) modusübergreifend 1990er: viele Künstler arbeiten uneingeschränkt und intensiv auf allen Sektoren bis 1950er Gattungen noch medial und nach Fertigkeiten klar getrennt Gattungen und mit ihnen die Kategorien hatten sich verzahnt Malerei blieb immer noch präsent 1990er keine Grenzen mehr, auch nicht zu Musik, Poesie, Jugendkultur, Architektur, Design, Mode modusübergreifend gilt auch für Kulturen Impulse aus ursprünglichen Kulturen in westliche Kunst hineingebracht aber keine Globalisierung im Sinne internationaler und kulturübergreifender Einheitlichkeit (2) Benutzbarkeit Künstler entwarfen Wohnwagen, Museumsshops, Museumssäle, richteten Ausstellungen ein nicht als Nebentätigkeit gesehen, sondern als Kunst Partizipation am Bsp. von Gonzalez-Torres Felix Gonzalez-Torres (Partizipation am Schmerz) manifestiert: Künstler und Betrachter gehören ein- und derselben Welt an weit entrückt dagegen Bohème, Extravaganz, Vereinzelung und Außenseitertum der frühen Avantgarden Avantgarde und ihrer Nachahmer (gerade die gefallen mir aber!) (3) Durchdringung des Alltags Prozeß von (1) Darstellung von Aspekten äußerer und innerer Wirklichkeiten, über (2) Ding und Material in den 1960er, zur (3) künstlerischen Durchdringung des Alltags in den 1990er ästhetische Distanz auf ein Minimum geschrumpft (bei allen Tendenzen: immer aber mit vielen Künstler-Ausnahmen) (4) Entfremdeter Körper Body Art entdeckte Körper selbst als Aktionsfeld und Material Weg über (1) Picasso Pablo Picasso mit Zerstörbarkeit des Körpers, (2) Bacon mit menschlicher Körper als Fleisch wie anderes Fleisch in 1990er wurden Haar und Haut, Blut und Körper unmittelbar Werkmaterialien Marc Quinn Marc Quinn als Bsp. Bedürfnis nach Ermittlung der Rolle des Körpers am Ende distanziert betrachtet, durchgehend fremd gewordene Körper Schlussworte: 20. Jhd. begann mit radikalen Vorstößen der Avantgarden Avantgarde als Eliten der Kunst endete mit grenzenloser Ausdehnung des Künstlerischen (bisher allgemeinste Definition von Kunst): "ästhetischer Deuter der Welt mit je subjektiver Moral"
aktueller Zustand Fotocollage
aktueller Zustand Fotocollage
Totenmaske Friedrich Nietzsche, abgenommen von Curt Stöving
Totenmaske Friedrich Nietzsche, abgenommen von Curt Stöving
Friedrich Nietzsche, Hermenbüste für Villa Silberblick, Max Klinger, 1903, Höhe 63cm
Friedrich Nietzsche, Hermenbüste für Villa Silberblick, Max Klinger, 1903, Höhe 63cm
Narziß und Goldmund Relevanz der Kunst Relevanz hier nicht in Bezug auf Gesellschaft sondern auf eigene Person gesehen Kunst als Gabe = relevant oder Kunst wird als Ausdrucksmöglichkeit benutzt (Kunst = Mittel) immer Kunst höher gestellt als Alltag dennoch immer unvollkommen Narziß: Der Denker Auguste Rodin versucht das Wesen der Welt durch die Logik zu erkennen und darzustellen. Er weiß, daß unser Verstand und sein Werkzeug, die Logik, unvollkommene Instrumente sind – ebenso wie ein kluger Künstler recht wohl weiß, daß sein Pinsel oder Meißel niemals vollkommen das strahlende Wesen eines Engels oder Heiligen wird ausdrücken können. Dennoch versuchen es beide […] auf ihre Weise. Sie können und dürfen nicht anders. Denn indem ein Mensch mit den ihm von Natur gegebenen Gaben sich zu verwirklichen sucht, tut er das Höchste und einzig Sinnvolle, was er kann. Standpunkt Verwirklichung und Gabe sehr hoch angesetzt, erkenne ich bei mir nicht es gibt lediglich einen inneren Drang etwas zu schaffen bei mir immerhin nicht extrinsisch (würde im Nachhinein bei mir mehr Zweifel Zweifel erzeugen) aber ohne höherem Ziel (wäre ja auch extrinsisch) Friedrich Fröhlich, auf der Suche immer Künstler bestaunt, die einen Stil, eine Technik, ein Thema haben die nach Außen hin auch visuell eine Einheit mit ihrer Arbeit bilden bisher selber nicht geschafft zu viele Techniken, unterschiedlichste Ideen, Themen, Stile aber vielleicht bin ich einfach das: nie eine Einheit oder ist Einheit bei Künstlern nur aufgesetzte Selbstdarstellung (Künstler = Marke = Corporate Identity)? dann will ich das gar nicht Standpunkt Interessanterweise nehme ich im Gegensatz zur Bildenden Kunst das Klavierspiel ohne Hinterfragung als reines Vergnügen war. So reiht sich fast täglich ohne Zwang Zwang Ton an Ton und am Ende steht ein Stück, welches ich für mich selbst erklingen lasse. Allerdings zeige ich das Ergebnis keiner Kunstklasse, noch stelle ich die Stücke öffentlich aus. Am liebsten wäre mir, ich könnte das Feld der Bildenden Kunst genauso begehen. Nur muss ich mir dann bewusst sein: es wäre dann auch nur schöne Selbstbespaßung und Geld ließe sich nie damit verdienen. Es gibt noch einen Unterschied zwischen Musik und Bildender Kunst: In der Musik hinterfrage ich die Töne im Moment Moment des Erklingens nicht. In der Bildenden Kunst beginne ich eine Arbeit, nachdem ich mir überlegt habe, was ich ausdrücken möchte. Musik entsteht also im Jetzt, Bildende Kunst – über den Gedanken, der bereits in der Vergangenheit liegt – in der Zukunft. Fotocollage aktueller Zustand Fotocollage fotocollage_neu1-k.jpg weiter bearbeitet Hände angeschnitten Gesicht noch glätten (mit weiteren Ausdrucken) fehlende Stellen ergänzen Herme Der Mythos Friedrich Nietzsche Friedrich Nietzsche und seine Totenmasken Totenmaske, Michael Hertl, 2007, Königshausen & Neumann, Würzburg Totenmasken Totenmaske und Hermen von Nietzsche Friedrich Nietzsche †25.8.1900, 3 Tage später in Röcken bei Lützen (Sachsen) am Geburtsort beerdigt wollte selber auf einer Halbinsel im Engadin (Schweiz) ruhen Schwester wollte ihn in Weimar begraben sehen, Grab nahe Archiv könne Weimar als Nietzsche Friedrich Nietzsche-Kultort Aufwertung bringen für Totenmaske Totenmaske Bildhauer Max Klinger Max Klinger und Ernst Moritz Geyger gedacht schließlich nahm Curt Stöving (1863-1939, u.a. deutscher Maler, Zeichner, Architekt, Bildhauer) Maske ab Kessler im Tagebuch über Maskenabnahme: Der Kopf wurde etwas aufgerichtet, so dass er gerade lag; ein junger Lehrling […] half beim Eingipsen; in einer halben Stunde war die Maske fertig. Totenmaske Totenmaske Friedrich Nietzsche Friedrich Nietzsche, abgenommen von Curt Stöving totenmaske-nietzsche-k.jpg durch mangelnde Praxis Stövings aber nicht ganz geglückt (Nase nach links verbogen, rechte Augenbraue gespalten) Maske von Max Klinger Max Klinger nach Umgussverfahren korrigiert Elisabeth unzufrieden mit unheroischen Gesicht führte 1910 zur lebendigeren Saudek-Maske (Rudolf Saudek, 1880-1965, Bildhauer und Graphiker) nachträglich erfahren: weitere Nietzsche Friedrich Nietzsche-Maske am Tag nach Tod abgenommen auf Veranlassung von Adalbert Oehler (u.a. Bürgermeister, verwandt mit Nietzsche Friedrich Nietzsche, gesetzlicher Vormund geisteskranken Philosophen) bessere Maske, da oberer Teil des Kopfes mit vollem Abschluss des hohen gewölbten Schädels Friedrich Nietzsche Friedrich Nietzsche, Hermenbüste für Villa Silberblick, Max Klinger Max Klinger, 1903, Höhe 63cm hermenbueste-nietzsche-k.jpg 1. Nietzsche Friedrich Nietzsche-Herme von Klinger Max Klinger 1903 nach Moskau verkauft worden sollte solange im Archiv stehen bleiben, bis ein als Stele gestaltetes ähnliches Werk Klingers fertig wäre Marmor aus Paros (griechische Halbinsel) angedacht da nicht zu beschaffen für Stein aus Italien entschieden 1905 Herme fertig und auf Säule in Villa aufgestellt Paul Kühn (Klinger Max Klinger-Biograph): Die Marmorbüste baut sich in breiten Flächen auf […] Die Konzeption geht aus von der gewaltigen Stirn, die, an den Schläfen scharf einschneidend, […] mit energischem Schwung in die Augenbrauen übergeht, die wie ein schweres Dach über den Augenhöhlen liegen, aus deren Tiefe die dunklen Kreise der tief gehöhlten Augen mit düsterer Energie blicken. Herme = nietzscheanisch (Hansdieter Erbsmehl, u.a. Nietzsche Friedrich Nietzsche-Rezeption, Max Beckmann und Künstlergruppe Brücke) maskiert und offenbart zugleich(?)
Friedrich Fröhlich, Import Export
Friedrich Fröhlich, Import Export
Kunst 0 1
Friedrich Fröhlich, Import Export friedrich-froehlich-import-export-k.jpg Friedrich Fröhlich, kein Künstler Standpunkt Ich habe einen Arbeitsraum, so wie es Künstler mögen. Ich habe Pinsel und Farbe, so wie sie Künstler besitzen. Ich habe eigene Arbeiten, so wie sie Künstler machen. Ich habe auch Themen, die Künstler für ihre künstlerische Arbeit bearbeiten. Ich habe alles und mache vieles was Künstler haben und machen. Aber irgendwie fühle ich mich nicht als Künstler. Wie fühlt sich Künstler-sein an? Friedrich Fröhlich, träge Standpunkt Ich WILL Künstler sein!
Signatur von Karl Bergenthal oder Bildunterschrift (keine weiteren Informationen zum Hintergrund gefunden)
Signatur von Karl Bergenthal oder Bildunterschrift (keine weiteren Informationen zum Hintergrund gefunden)
o.T., 1993, Papier/Filzstift, Farbstift, 43x61cm, Karl Bergenthal
o.T., 1993, Papier/Filzstift, Farbstift, 43x61cm, Karl Bergenthal
Tom Duli, Leinwand/Dispersionsfarbe, 120x120cm, Peter Boenicke
Tom Duli, Leinwand/Dispersionsfarbe, 120x120cm, Peter Boenicke
Karneval, 23.2.1987 gezeichnet angefangen, 22.1.1988 (beendet), Papier/Filzstift, Deckfarbe, 39.5x55.0cm, Robert Burda
Karneval, "23.2.1987 gezeichnet angefangen", 22.1.1988 (beendet), Papier/Filzstift, Deckfarbe, 39.5x55.0cm, Robert Burda
Zigaretten, 1993, Papier/Wachskreide, 43x61cm, ?den .10.2.1993? / ?Hans-Jürgen Fränzer?, Hans-Jürgen Fränzer
Zigaretten, 1993, Papier/Wachskreide, 43x61cm, "?den .10.2.1993? / ?Hans-Jürgen Fränzer?", Hans-Jürgen Fränzer
Bild 1, 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30.7x43.3cm, Hans-Georg Kastilan
Bild 1, 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30.7x43.3cm, Hans-Georg Kastilan
Kunst 1 0
Standpunkt Geradenbild Kinderzeichnung 2016-08-23.mp3 Nachtrag: bei Patienten wird oftmals Hilfestellung gegeben ich weiß nicht, inwiefern Kursleiter auf Stil und Inhalt Einfluss haben Vorlesungsverzeichnis WS 16 notiert entweder noch nicht fertig zusammengetragen oder dieses Semester sehr wenige Kurse Bildmusik und Plastisches Gestalten leider am Dienstag (Klassentreffen) Bildmusik versuchen dennoch zu besuchen (ohne Vortrag, nur als Zuhörer) (1) Die Zeitkapsel, Projekt, Alba D'Urbano Andy Warhol Andy Warhol: nannte Dinge, die er nicht vergessen wollte als Leftover, legte sie in Zeitkapseln in Archiven befinden sich materielle und sichtbare Dokumente von Ereignissen Ausgangspunkt für Rekonstruktionen von Vergangenheit Erzählungen und Narrationen nehmen unterschiedlichste mediale Formate an Was nehmen wir in den Archiven auf und welche Bedeutung geben wir diesen Dingen, Ereignissen, Prozessen dadurch? (2) Bildmusik, Dieter Daniels Dieter Daniels und Jan Thoben Seminar, Dienstag 14:00-18:00, Raum: 3.04, 14-täglich ungerade Wochen, Beginn: 11.10.2016 seit Antike stehen Malerei und Musik in Wechselbeziehung in Renaissance diskutierte man Wettstreit der Künste als Paragone Seminar untersucht Themenfeld anhand von Theorien und künstlerischen Praktiken Bsp. Richard Wagner und Max Klinger Max Klinger suchten idealisiertes Gesamtkunstwerk Anfang 20. Jhd. Moderne Musik und abstrakte Malerei hatten Interesse an Klangfarben und Farbklängen (Arnold Schönberg, Wassily Kandinsky, Francis Picabia, Robert Delaunay) in 2. Hälfte 20. Jhd. entstehen Kollaborationen von Komponisten und bildenden Künstlern (John Cage, Jasper Johns, Robert Rauschenberg Robert Rauschenberg) elektronische Medien ermöglichen hybride Künstlerlaufbahnen (Nam June Paik, Laurie Anderson, Carsten Nicolai) Motive wie Johann Sebastian Bach’s Kunst der Fuge spiegeln sich in Formensprache der Moderne (František Kupka, Georges Braque, Paul Klee) und aktuell in Zeichnung und Malerei (Jorinde Voigt, Ute Pleuger, David Schnell) Klangkunst (Max Neuhaus, Bernhard Leitner, Christina Kubisch) skulpturale’ Musik (Terry Fox, Brian Eno, Ari Benjamin Meyers) (3) Plastisches Gestalten I / Kopf-Intensivkurs, Steffen Bachmann Wahlpflichtkurs, Dienstag 10:00-17:00, wöchentlich, Bildhauerwerkstatt Trufanowstraße, 11.10.2016-6.12.2016 Einführung in bildhauerisches Denken und Arbeiten modellieren Kopf nach Modell beobachten formaler und anatomischer Zusammenhänge Psychiatrie und Kunst Patienten des Alexianer-Krankenhaus, Münster (1) Karl Bergenthal (1993 55 Jahre alt), Down-Syndrom Signatur von Karl Bergenthal oder Bildunterschrift (keine weiteren Informationen zum Hintergrund gefunden) bergenthal-signatur-k.jpg mit 15 in Kinder- und Jugendpsychiatrie aufgenommen, später weitere Einrichtungen, ab 1957 im Alexianer-Krankenhaus spricht schwer verständlich beim Malen und Theaterspiel Ausdrucksfähigkeit gefunden durch Kunsttherapie innere Ordnung, Selbstversicherung, Selbstbewusstsein, Stabilität für Zusammenleben o.T., 1993, Papier/Filzstift, Farbstift, 43x61cm, Karl Bergenthal bergenthal-k.jpg Farbe wichtiges Element: "o.T.", Papier/Buntstift, Ölkreide, 31x43cm zuerst Umrisszeichnungen, benennt er als Haus, Mensch, Blume, Hexe, Baum (erinnert an Kinderzeichnungen) "o.T.", Papier/Ölkreide, 31.5x43.0cm Übermalungen erzeugen Transparenz und Vielschichtigkeit sonnig leuchtende Farben spiegeln […] gemütvolle und zugewandte Persönlichkeit wieder (2) Peter Boenicke zeitweise völlig zurückgezogen freundliche und humorvolle Primärpersönlichkeit durch Kunsttherapie hervorgetreten zeichnete u.a. Tiere und Menschen mit verdrehten Gliedern Tom Duli, Leinwand/Dispersionsfarbe, 120x120cm, Peter Boenicke boenicke-k.jpg Häuser und Bäume mit verkehrten Ansichten große Fahrzeuge mit kleinen, kleine mit großen Rädern (3) Robert Burda seit 1976 in Maltherapie, seit 1984 in Kunsttherapie fängt mit Zeichnung an, hebt Einzelheiten mit Farbe hervor eidetische Veranlagung (von sehr genauer, anschaulicher Erinnerung) kann sich über Situation erheben, malt aus Vogelperspektive tritt selber in Szenen vor Zeichnungen mit zeitlichem und räumlichen Abstand zum Dargestellten entstanden schreibt Namen hin, als wollte er sagen: Ich bin dabeigewesen Karneval, "23.2.1987 gezeichnet angefangen", 22.1.1988 (beendet), Papier/Filzstift, Deckfarbe, 39.5x55.0cm, Robert Burda burda-k.jpg Karneval-Szene: Kreis von 18 Mann, Nr. 19 Bewegungstherapeutin, Zuschauer hinten an Tischen (4) Hans-Jürgen Fränzer Ich hab' die Welt gemacht. War viel Arbeit! Zigaretten, 1993, Papier/Wachskreide, 43x61cm, "?den .10.2.1993? / ?Hans-Jürgen Fränzer?", Hans-Jürgen Fränzer fraenzer-k.jpg neben alltäglichen Dingen wie Kaffee, Zigaretten und Geld auch Tiere, Menschen, Himmelskörper versichert sich durch Wiederholung aufs Neue vom Vorhandensein der Motive Signieren und Datieren immer wiederkehrende Vergewisserung seiner selbst und der Zeit, in der er lebt Hübsch, nicht? (5) Hans-Georg Kastilan Bild 1, 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30.7x43.3cm, Hans-Georg Kastilan kastilan-k.jpg "Westerwald", 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30.7x43.3cm "Flugzeugträger", 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30.7x43.3cm 20 abgezählte Blätter werden auf Stapel gelegt und nacheinander ohne Unterbrechung bemalt Reise durch Zeit und Raum wird in zeichnerischer Kurzschrift festgehalten Biographisches wird ovn Hans-Georg Kastilan durch auf das Wesentliche reduzierte Symbole zu allgemein Bedeutsamem (6) Josef König, taubstumm "o.T.", 1990, Papier/Wachskreide, 43x61cm, Josef König freundlicher und zufriedener Mensch, fröhlicher Natur verfolgt häufig draußen Geschehen auf Krankenhausgelände fegt, hält Ordnung im Stationsgarten, kümmert sich um Stationshund Moppel
Kindliche Zeichnung (frei nach Emma), 42.0x59.4cm, 31
Kindliche Zeichnung (frei nach Emma), 42.0x59.4cm, 31
Kindliche Zeichnung (frei nach Emma), 42.0x59.4cm, 31
Kindliche Zeichnung (frei nach Emma), 42.0x59.4cm, 31
Arnulf Rainer, 1953, Foto © Atelier Rainer
Arnulf Rainer, 1953, Foto © Atelier Rainer
Standart, 1971, Acryl auf Leinwand, A. R. Penck, © VG Bild-Kunst
Standart, 1971, Acryl auf Leinwand, A. R. Penck, © VG Bild-Kunst
Hausarbeit ausgedruckt in Daniels Dieter Daniels Postfach gelegt Standpunkt Keine Mission / kein Thema / keinen Standpunkt über die Kunst verdeutlichen sondern einfach machen, was kommt: vielleicht der bessere Weg, auch im Hinblick auf die Nichtigkeit des Seins? Nur wie schaffe ich das? Selbst die kindlichen Zeichnungen folgen einer Idee und nicht dem einfachen Leben. Wie würde ich normalerweise zeichnen, wenn ich nichts explizit verdeutlichen will? Kinderzeichnung weitere Emma-Zeichnungen auf A2 (4 x A4-Blätter) umgesetzt 1 A4-Blatt: liniertes Papier mit Löchern Kindliche Zeichnung (frei nach Emma), 42.0x59.4cm, 31 kinderzeichnung2-m.jpg Kindliche Zeichnung (frei nach Emma), 42.0x59.4cm, 31 kinderzeichnung3-m.jpg dicker Auftrag der Buntstifte nachträglich mit Händen verwischt Psychiatrie und Kunst Arnulf Rainer (*1929, österreichischer Maler) Arnulf Rainer, 1953, Foto © Atelier Rainer arnulf-rainer-k.jpg Arnulf Rainer, Schön und Wahn, 1967: Fast alles, was wir sind, ist geordet aus dem Irrsaldschungel… Noch mehr ist es, so lange Sauerstoff reicht, hinabzutauchen in jene Tiefsee, wo auch der Wahnsinn haust. Unendlicher Reichtum, konvulsive Schönheit, unglaubliche Wesen…, Architekturen, Edelstein, Wolkenkinder, alles prächtiger als in Eurer Kultur, habe ich dort gesehen. im Unterbewussten nach ursprünglichen kreativen Kräften suchen: Anspruch vieler Künstler der Nachkriegszeit wie abstrakte Expressionisten um Jackson Pollock , Tachisten , Cobra-Künstler in bildnerischer Äußerung psychisch Kranker entdeckte er Wahrhaftigkeit des Ausdrucks Einheit von Erleben und Gestalten frühe Arbeiten u.a. in Blindmalerei entstanden (Gestaltungstechnik des Surrealismus) Fotoübermalungen als intensive Beschäftigung mit Kunst des Wahns sammelte und kommentierte Zeichnungen Kranker seit 1963 führte Drogenexperimente durch, um über Halluzinationen totale psychomotorische Selbstdarstellung zu erzielen u.a. Fuß- und Fingermalerei Versuch Kommunikationsmittel der Urzeit menschlicher Kulturentwicklung aufzuarbeiten Standart, 1971, Acryl auf Leinwand, A. R. Penck, © VG Bild-Kunst penck-k.jpg A. R. Penck (Ralph Winkler) Erkenntnis- und Orientierungssuche über Strichmännchen viele Künstler als Inspirationsquelle Art brut Kunst von Künstlern und Kranken teilweise kaum mehr unterscheidbar
Kunst 0 5
Standpunkt Friedrich Fröhlich, kein Künstler Zweifel Zweifel Arbeitsraum überdenken wichtig: (1) nicht gestalten sondern zum Arbeiten nutzbar machen (2) nicht für mich und andere wie Atelier aussehen lassen, nur um sich als Künstler zu fühlen (3) nicht wieder in Home-Sweet-Home-Zustand zurückfallen aktueller Zustand: (a) großer Arbeitstisch oft vollgestellt mit Papierstapeln, Bücher, Pappschachteln, Material, aktuell mit Tonkopf Tonkopf schon seit Wochen nicht weiterbearbeitet (b) unter Arbeitstisch: viele Archivboxen, nur zur Hälfte gefüllt, teilweise ungeordnet viele Bilderrahmen, die ich nie nutzen werde verhüllte Arbeiten, Material, Testergebnisse (wie Styroporkopf-Collage) (c) 1. Wand: Bilderrahmen angelehnt, verhüllte Arbeiten, Leinwandrahmen, Archivboxen, Fotografie-Ordner, Sperrholzzuschnitte einige Bilderrahmen werde ich nicht mehr verwenden (zerkratzt, Glas kaputt) Architektenschrank: mit Materialien und Papierarbeiten gefüllt obere Fläche mit u.a. Konstellations-Entwürfen und kleinen Abbildungen behangen (d) hinter Tür: Leiter, Holzleisten (e) 2. Wand: 2 große Geradencollagen werde ich wohl nie beenden vollgestellt und ungenutzt: (a), (b), (c), (d), (e) neuer Zustand: (1) klare Trennung zwischen (a) fertigen Arbeiten / Archivboxen und (b) noch unfertigen Arbeit (2) Material (Farben, Pinsel, Holz, …) in einem Bereich lagern unbrauchbares Material wegwerfen (wie getrocknete Acrylfarbe) Farbeimer, Pinsel, Papier so stapeln, dass ich schnell darauf zugreifen kann (3) Fach unter Arbeitstisch für Papierarbeiten freihalten, fertige Arbeiten in Archivboxen unterbringen (4) 1. Wand als Abstellplatz für Bilderrahmen, Leinwände, große Pappen, … nutzen (5) alle Kunstbücher in Regal unterbringen (6) 2. Wand mit Geradencollagen erst einmal so belassen, bis ich neue große Arbeit plane nicht vollstellen (7) Konstellations-Entwürfe belassen, kleine ausgedruckte Abbildungen evtl. abhängen (außer aktuelle Bearbeitung) (8) nur Flur für gerahmte Bilder nutzen (9) wenn Zugang zu Keller: Holz, unempfindliche Dinge, Waschbenzin, ungenutztes Grundierweiß in Kunststoffboxen lagern (10) Tischfläche komplett zum Arbeiten freihalten unfertige Arbeiten, die ich nicht weiterbearbeiten werde: wegstellen wenn ich aktuell nichts bearbeite: alles freihalten, nichts hinstellen, nur damit es wie Arbeiten ausschaut
Flugzei(?)g, 1971, Bleistift, Farbstifte und Kugelschreiber auf Papier, Josef Bachler
Flugzei(?)g, 1971, Bleistift, Farbstifte und Kugelschreiber auf Papier, Josef Bachler
(keine Infos gefunden), Johann Hauser
(keine Infos gefunden), Johann Hauser
Hubschrauber, 1967, Bleistift und Farbstift auf Papier, Johann Hauser
Hubschrauber, 1967, Bleistift und Farbstift auf Papier, Johann Hauser
Löwe, Franz Nebel, 1968, Kaltnadelradierung
Löwe, Franz Nebel, 1968, Kaltnadelradierung
Mann, Johann Hauser, 1973, Radierung, nach Reproduktion Bildnis eines jungen Mannes, Ambrosius Holbein, 1518
Mann, Johann Hauser, 1973, Radierung, nach Reproduktion Bildnis eines jungen Mannes, Ambrosius Holbein, 1518
Mann, Johann Hauser, 1974, Radierung, ebenfalls nach Ambrosius Holbein
Mann, Johann Hauser, 1974, Radierung, ebenfalls nach Ambrosius Holbein
Hausarbeit weiter bearbeitet, mit Änderungsvorschlägen von Hans neue Version umsetzen Seitennummer von Schubiger und Weinhart fehlen noch (in Bibliothek nachschlagen!) Standpunkt Antwort von Hans auf Frage wegen Wort Reife: Dachte ich mir schon, dass diese Stelle zum Gespräch herausfordert. Meines Erachtens ist die gesamte Veranstaltung, also Urknall und danach, völlig sinnlos. Wer versucht, darin einen Sinn zu entdecken, macht sich m.E. bloß etwas vor. Der Mensch hat allerdings ein Bedürfnis nach einem sinnvollen Dasein. (Vermutlich erhöht es die Überlebenschance des Menschengeschlechts.) Also redet er sich einen Sinn ein (Religion), auch wenn er den nicht versteht, oder versucht selbst, dem ganzen einen Sinn zu geben. Wir produzieren in unseren Hirnen ja alles Mögliche, u.a. Kunst, warum nicht auch Sinn? Außerdem kann man auch ohne sich viel Gedanken zu machen gut leben. Worauf es ankommt ist OPTIMISMUS. Optimismus sei Pflicht, hat einst Herr Karl Popper angemahnt. Da hat er recht. Den braucht man zum Leben. Deswegen ziehe ich eine heitere Kunst einer düsteren, gequälten vor, die nur das Schreckliche sieht. Das Wort Reife hat leider etwas Wertendes, deswegen habe ich Flucht in die Reife vorgeschlagen, weil man bei einer Flucht keine Wahl hat. Um nicht intellektuell einzugehen wird man halt reif. Eigentlich wollte ich nur, dass der Passus einen positiven Touch erhält. Das mit der Reife wäre ein neuer Gesichtspunkt. Sollte man vielleicht weglassen. Eigentlich geht es um Optimismus, eine Absage an die lähmende Schwermut. Psychiatrie und Kunst […] die zu Künstlern werden können, dann darf man sie nicht unter den […] nur leicht kranken […] Patienten suchen, sondern im Gegenteil, man muss sich an die am schwersten gestörten, manisch angetriebenen, hallzuinatorisch erregten, schwer fixierbaren Patienten wenden […]. Flugzei(?)g, 1971, Bleistift, Farbstifte und Kugelschreiber auf Papier, Josef Bachler bachler-k.jpg Gugginger Künstler umsetzen Ausstellung Johann Hauser , bis Januar 2017, Maria Gugging (keine Infos gefunden), Johann Hauser hauser-k.jpg Johann Hauser (1926-1996, österreichischer Maler des Art brut) Hubschrauber, 1967, Bleistift und Farbstift auf Papier, Johann Hauser hauser2-k.jpg Parameter: Kontur, Ordnung, Struktur Buntstifte und Malkreiden schlug er auf Bildfläche, dicht und heftig Signaturen in Großbuchstaben: Analphabet Johann Feilacher (Psychiater und Bildhauer): Kunst heilt nicht […] In der Kunst zählt Qualität, nicht der psychische Zustand. Die Psychose bestimmt vielleicht was, aber nicht, wie die Herren malen. Patienten, die schon in Schulzeit gute Zeichner waren und später dilettantische Zeichner wurden hätten keine Aussicht eigenständig Künstler zu sein Künstlerisch Interessantes können meist nur solche Patienten schaffen, die nicht schon vor ihrer Erkrankung gute Zeichner waren. Patienten, die gerne zeichnen: in der Regel nur Konventionelles, aber keine authentischen Produkte Zeichen- oder Sprachtalent kann […] hinderlich sein, weil es unter Umständen zu banalen konventionellen Wiedergaben verleitet Gugginger-Künstler: unbeeinflusst von kultureller Kunst ahmen keine stilistischen Eigentümlichkeiten anderer Künstler nach Werke ohne Vorgänger, stehen in keiner Tradition Das Fehlen jeder Information über Kunst […] verleiht dem persönlichen Stil des Art brut-Künstlers ein Maß an Authentizität, das der informierte Künstler nur selten erreicht. Löwe, Franz Nebel, 1968, Kaltnadelradierung nebel-k.jpg Künstler-Patienten meist hospitalisiert, leiden an manisch-depressiven Störungen oder chronischen schizophrenen Psychosen bei schwerer Depression nicht geeignet, da zu gehemmt Johann Hauser: kennt genaue Zahl der Finger nicht gibt in Manie manchmal 6 oder 7 phallische Finger an Hand in Depression manchmal nur 3 Finger Mann, Johann Hauser, 1973, Radierung, nach Reproduktion Bildnis eines jungen Mannes, Ambrosius Holbein, 1518 holbein-k.png Aufgabe von Navratil an Hauser, Holbein auf Platte zu gravieren Er saß lange vor der Platte und Vorlage, nahm die Radiernadel in die Hand, aber er getraute sich nicht anzufangen. Nach langem Zureden machte er den ersten Strich. In der dritten Sitzung hat er mit etwas mehr Aktivität das Werk vollendet. Mann, Johann Hauser, 1974, Radierung, ebenfalls nach Ambrosius Holbein hauser10-k.jpg entstanden auf Höhepunkt manischer Phase an Stelle der Genauigkeit und Sparsamkeit: ausgedehnte und teilweise zu dichte Gravierung in manischer Psychose: Näherrücken der Gegenstände sichtbar ausdrucksvolles Gesicht, mächtiger Hut, nehmen ganzen Bildraum ein, Beiwerk weggelassen (es gibt auch Beispiele für selbstständig künstlerisch tätige Patienten mit guten Ergebnissen)
Gedicht von Ernst Herbeck, mit Zeichnung von Oswald Tschirtner
Gedicht von Ernst Herbeck, mit Zeichnung von Oswald Tschirtner
O.T. (Regen), 1984, Oswald Tschirtner
O.T. (Regen), 1984, Oswald Tschirtner
Kunstmarkt notiert Preisvorschlag für "Landschaft mit Kühen", Öl auf Pappe, 1975, Per Sigfrid Bengtsson akzeptiert (100 Euro; bei 90 Euro automatisiert abgelehnt) Psychiatrie und Kunst umsetzen Collection De l'Art brut in Lausanne besuchen (Nähe Genf) weiterhin Einblick in die Sammlung, Teil II, Kunsthaus Kannen in Münster , bis 30.10., Di-So 13-17 Uhr von Münster Hbf - Ludgeriplatz B laufen, Bus 1 bis Davertstr. B, bis Davertstr. A laufen, Bus T1 bis Alexianer-Krankenhaus (alle 60 Minuten) Die Gugginger Methode. Kunst in der Psychiatrie, Leo Navratil Behandlungsziel: (1) Besserung psychischer Zustand (2) Stärkung Selbstbewusstsein (3) Verbesserung Umgang mit äußerer und innerer Realität der Kranken neuer Zustand soll neue Entfaltungsmöglichkeiten und neue Sinngebung eröfnnen Künstler im psychiatrischen Patienten: Künstler ohne jede künstlerische Ausbildung, ohne genauerer Kenntnis zeitgenössischer und traditioneller Kunst nach Jean Dubuffet: Art-brut-Künstler Art brut: Sammelbegriff für autodidaktische Kunst von Laien, Kindern oder Menschen mit Geisteskrankheit oder geistiger Behinderung Jean Dubuffet (1901-1985, französischer Maler, Bildhauer, Collage- und Aktionskünstler) Hauptvertreter der Art brut, Vertreter französischer Nachkriegskunst Bildnerei der Geisteskranken, Hans Prinzhorn besuchte schweizer Anstalten, sah Werke der schizophrenen Patienten Adolf Wölfli, Heinrich Anton Müller, Aloise Corbaz Eigenschaften: (1) ohne Beziehung zu künstlerischen Vorbildern, (2) fern vom Kunstbetrieb Kunst repräsentierte extremen Individualismus, frei von sozialen und kulturellen Zwängen notiert Motiv Sonne bei Kinderzeichnungen: Strahlen erst durch Aufforderung (Eltern, Kindergarten) in Zeichnungen eingebracht? eigentlich sind Kinderzeichnungen von Erwachsenenwelt kontaminiert: Vorstellungen des Dargestellten (wie Sonne), Papier (Untergrund), Stifte (Farben, Dicke Miene, Buntstift / Filzstift / …), Zeit (wann Kind zeichnen soll/darf) für Bezeichnung Art brut von Dubuffet verlangt: (1) Unabhängigkeit von kultureller Kunst, (2) etwas Überraschendes, (3) selbst Erfundenes Standpunkt (4) Schaffen aus einer inneren Notwendigkeit, einer extremen Spannung, einem 'hohen Fieber' Echtes künstlerisches Schaffen habe immer etwas mit Wahnsinn und Manie zu tun, sei niemals normal Gedicht von Ernst Herbeck, mit Zeichnung von Oswald Tschirtner herbeck-k.jpg Trennung zwischen Art brut und kultureller Kunst gefordert, ersteres für Dubuffet aber höchster Bewunderung wert Navratil: Unterscheidung zwischen (1) Arbeiten auf Anregung und (2) spontanen Zeichnungen zu (1): können originell sein, Spontanes enthalten zu (2): vermissen oft jeden künstlerischen Reiz, klischeeartig = Kreativität <> Spontaneität Voraussetzung für künstlerisch interessante Arbeiten im Sinne Art brut: (1) Schizophrene oder manisch-depressive und hypomanische Patienten, (2) manche epileptisch und hirnorganisch Kranke O.T. (Regen), 1984, Oswald Tschirtner regen-k.jpg teilweise ständige äußere Anregung nötig (wie Ernst Herbeck und Oswald Tschirtner ) noch lesen: Der unterschätzte Naive Standpunkt Mich ärgert gerade, dass ich niemals wie von der Kunst unbefleckte Kranke zeichnen werden kann. Ich kann kopieren, versuchen den Stil nachzumachen, aber ich werde nie so zeichnen können. Dafür habe ich schon zuviel gesehen und ausprobiert. Wie gerne würde ich den Regen wie Oswald Tschirtner darstellen! Für kindliche Zeichnungen könnte ich einmal probieren die rechte Hand zum Zeichnen zu verwenden, mit der bin ich noch ungeübt. Hausarbeit E-Mail von Hans: Die Lou Andreas-Salomé habe ich gelesen. Psychoanalyse Sigmund Freud ist nicht mein Ding, muss ich gestehen. Es klingt interessant und liest sich schön, aber ist m.E. bloßes Geschwätz. Die Psychoanalyse Sigmund Freud ist halt keine Naturwissenschaft, was nicht heißt, dass sie völlig nutzlos ist. Habe trotzdem ein Zitat von der Frau untergebracht. Ich habe versucht, Deine sehr negative Allen-Ansicht ins Positive zu wenden. Das ist m.E. ein wichtiger Punkt: Man kann Sinn produzieren! Die Sinnkrise ist nicht das letzte Wort! Deshalb auch das eingefügte Thomas-Mann-Zitat mit dem Trotzdem.
(mit Notizen der vergangenen Tage) Hausarbeit weiter bearbeitet aktueller Zwischenstand (3.8.2016) Standpunkt E-Mail von Hans: "Ich möchte Dich nicht mit meiner Meinung über 'Kunst und Politik' zu irgend etwas überreden. Es geht mir nur darum, darauf hinzuweisen, dass zu anderen Zeiten bedeutende Künstler ganz anders -- m.E. realistischer -- darüber gedacht haben als 'man' das heutzutage tut. In meinen Augen wertet die Tatsache, dass einer Kunst produziert, seine Meinungsäußerung in außer-künstlichen Belangen um keinen Deut auf, selbst wenn er hohes öffentliches Ansehen genießt. Einstein ist ein Beispiel aus der Wissenschaft. Er genoss Ansehen und war in politischen Dingen von geradezu gefährlicher Naivität!" Standpunkt Geradenbild verhüllt Kinderzeichnung 2016-08-02.mp3 Zweifel Zweifel Gedanken vom 6.8. , unkorrigiert (aber ohne Whisky Alkohol, lese gerade "Und Nietzsche Friedrich Nietzsche weinte") Wo ist die Qual, die mich zu guter Kunst leitet? Wo die brennenden Fragen? Zweifel Zweifel, der sich durch Schlafl osigkeit, Albtraum, Schwitzen, - allgemein - innere Unruhe äußert? Warum bin ich nur so zufrieden? Warum verzweifel ich nicht an der Erkenntnis, dass selbst die Frage nach dem Sinn der Existenz vor und nach der Menschheit nie gestellt werden wird, ja selbst in dieser kurzen Zeitspanne menschlichen Daseins nur pseudo-da ist, unmengen an Lebenszeit raubt? Wie soll ich da ein Verlangen nach Ausdruck spühren? Wie das Verlangen nach Mitteilung? Ich möchte ungern Kunst machen, die große Themen wie Krieg, Hunger, Liebe oder Tod einnimmt, aber eigentlich zum Verkümmern verurteilt ist, weil in mir die Themen keine drängende Reaktion auslösen, die guter Kunst zu Grunde liegen sollte. Was interessiert die Menschheit mein Alltag, wo doch jeder seinen führen muss? Was interessiert mich der Alltag der Menschheit, wenn ich mit mir selbst beschäftigt genug bin? Solange ich nur Kunst für mich mache - wie bisher geschehen - werde ich nicht den Drang haben ausstellen zu wollen, weil es nichts zu sagen gibt, was den Anderen gesagt werden müsste. Es ist nicht tragisch, dass die Kunst bei mir bleibt. Es macht mir Spaß mal hier und da mich zu äußern, die Arbeit dann in einer Schublade verschwinden zu lassen, später wieder herauszukramen und mich an jener zu erfreuen. Und dennoch spühre ich ein Verlangen nach einer anderen Kunst. Die, die meiner Meinung nach aber von vielen nur gespielt, nicht gelebt wird. Ich will nicht Schauspieler sein! Wo ist die Qual?
Frank Sievers
Frank Sievers
entweder Schnipselparty, Krokodilstränen, Ein Mann mit Hut, Acryl auf Leinwand, 2016, Caroline Bickenbach
entweder Schnipselparty, Krokodilstränen, Ein Mann mit Hut, Acryl auf Leinwand, 2016, Caroline Bickenbach
o. T., Sanghoon Lee
o. T., Sanghoon Lee
A Gray Matter, Walker Brengel
A Gray Matter, Walker Brengel
weitere Zeichnungen
weitere Zeichnungen
Kunst 2 0
Ausstellung UdK Rundgang Fakultät Bildende Kunst Kinderzeichnung ("kindlicher Stil") Frank Sievers udk1-k.jpg "Kleine Zeichnung im goldenen Rahmen", 2016, Valerie Funk entweder Schnipselparty, Krokodilstränen, Ein Mann mit Hut, Acryl auf Leinwand, 2016, Caroline Bickenbach udk3-k.jpg Sarah Loibl mit umsetzen stark vergrößerten Arbeiten auf Plane mit Ösen, evtl. für Kinderzeichnung so ähnlich umsetzen Maria Martini verhüllt Alice Senorina Hauck Strom, Welle, Europ(guernic)a, Jonas Jubitz o. T., Sanghoon Lee udk9-k.jpg Clara Thorbecke Sophie Fensch Geradenbild A Gray Matter, Walker Brengel udk14-k.jpg "kein Titel", 2016, Yei-Hyung Kim Franziska Beilfuss Phillip Langer Standpunkt radikal verhüllt Kinderzeichnung Die neuen Zeichnungen zähle ich zu den einzigen Arbeiten, die ohne aller Theorie funktionieren. Die frei sind von künstlerischem Gehabe. Von Gedankenkonstrukten, von Handwerk Handwerk. Sie entstehen aus dem Leben heraus. Sie erzählen nicht mehr, als was die Welt von sich aus vor meinen Augen ausbreitet. Die verhüllten Arbeiten bzw. das Verhüllen als Akt des Zurücknehmens stellen/stellt die Gegenseite / der Gegenpol da. Mir scheint, als wären die Zeichnungen nun die Antwort auf das radikale Zurückziehen. Ein Gedanke beim Verhüllen war, dass im Inneren der Kästen etwas blühen kann, was für dem Betrachter verweigert bleibt. Vor lauter Blühen sollten die Kästen irgendwann einmal brechen, das Innere nach Außen treten und die Welt mit Neuem, noch nie Gesehenem überfluten. weitere Zeichnungen kzsa2-k.jpg Die Verhüllung ist der Todesstoß für jeglicher Kunst, die kindlichen Zeichnungen der Versuch das einfache Leben in die Kunst zu bringen.
Kunst 2 0
Standpunkt Friedrich Fröhlich, Künstler* (* mit Staffelei, ohne eigener Ausstellungen, ohne Vernissage, ohne Finissage, ohne Bierflasche, mit Buntstiften, mit Papier, mit Acrylfarben, mit Ölfarben, mit Aquarellfarben, mit Grundierweiß, mit Firnis, mit Sprühkleber, mit einigen Pinseln, mit Katze, ohne Meisterschülertitel, noch ohne Diplom, mit Grundausbildung) Kinderzeichnung (…) Was bedeutet das alles für mich? Ist es "richtig" die Zeit mit Zeichnen zu verbringen? Mit dem Festhalten von Alltagsgeschichten? Immerhin sind sie nicht von außen bestimmt (wie bei gesellschaftskritischen, politischen, … Arbeiten anderer Kunststudenten). Sie erfüllen nichts. Das macht sie für mich aber auch wieder interessant. Sie gehen keiner expliziten Frage nach (wie die Geradenbilder oder die verhüllten Arbeiten). Sie entstehen intuitiver, spielerisch, aus Erlebtem heraus. Können sie meine Bewunderung für das Sein an sich ausdrücken? Ich kann mit einfachen Mitteln mein Denken, Fühlen, Handeln ausdrücken. Dafür brauche ich keine besonderen Hilfsmittel, die erst mit einiger Lernzeit bedient werden können. Wo viel Zeit für die Umsetzung nicht für das Ausdrücken an sich verschwendet wird. Mit Buntstiften kann ich mit wenig Kenntniss viel ausdrücken. Es ist in dem Sinne kein höheres Handwerk Handwerk, sogar ziemlich primitiv. Schließlich versuchen sich bereits Kinder daran. Aber muss es denn kompliziert sein, um gut zu sein? Müssen Jahre in Studien investiert werden, wenn es auch einfacher geht? Es wird nie eine realistische Abbildung zustande kommen. Nur wenn diese eh nicht mehr auszudrücken vermag, als eine einfache Skizze, ist das auch nicht nötig! Ein Künstler versucht sich durch Aneignung von Wissen und Technik über andere Nichtwissende zu stellen (wie bei jedem anderen Beruf auch). Aber kann er nicht einfach auch das tun, was prinzipiell ohne vorherigem Lehrgang alle anderen auch tun könnten? Was spricht dagegen? Der Unterschied zu anderen ist lediglich, dass er es ernst betreiben würde. Damit meine ich, dass er mehr Zeit dafür verwendet, als andere. Er macht nichts besser, er macht es lediglich intensiver. Die Frage meiner Oma wäre dann nur noch: Und wie verdienst du damit Geld?
Closet, 1990, Cast rubber, 220x52x58cm, Peter Fischli / David Weiss
Closet, 1990, Cast rubber, 220x52x58cm, Peter Fischli / David Weiss
Bad Thoughts I und III, 2016, Bronze
Bad Thoughts I und III, 2016, Bronze
La licorne, 2016, David Altmejd, Bronze, Edition 3+2AP
La licorne, 2016, David Altmejd, Bronze, Edition 3+2AP
Contresens n°2, 2015, François Morellet
Contresens n°2, 2015, François Morellet
The Tuners, 2005-2016, 200x150cm, Navid Nuur
The Tuners, 2005-2016, 200x150cm, Navid Nuur
(unbekannt)
(unbekannt)
Lucas/Woodcut, 1993, Woodcut and Pochoir, Chuck Close
Lucas/Woodcut, 1993, Woodcut and Pochoir, Chuck Close
Etchings, 2016, Edition of 25, Antony Gomley
Etchings, 2016, Edition of 25, Antony Gomley
Kunst 3 0
Ausstellung Art Basel Peter Fischli (1952) und David Weiss (1946–2012): "Spiel um Balance, um Klarheit und Übersicht" Closet, 1990, Cast rubber, 220x52x58cm, Peter Fischli / David Weiss basel162-k.jpg Bad Thoughts I und III, 2016, Bronze basel161-k.jpg "Femme", 2007, Louise Bourgeois umsetzen selbst mit Buntstift und Aquarellfarben umsetzen STATION II, 2013, Antony Gormley La licorne, 2016, David Altmejd, Bronze, Edition 3+2AP basel165-k.jpg David Altmejd, Bildhauer anthropomorphe und animalische Kreaturen (unbekannt) Contresens n°2, 2015, François Morellet basel167-k.jpg François Morellet (1926-2016, franz. Künstler) gemeinhin geometrischer Abstraktion und Minimalismus zugerechnet Vertreter Konkrete Kunst Konkrete Kunst umsetzen weitere Arbeiten vom ihm anschauen, siehe Geraden-Konstellationen "π Weeping Neonly no 3", 2003, François Morellet "Composition 3k", executed in 1915, Kasimir Malevich The Tuners, 2005-2016, 200x150cm, Navid Nuur basel170-k.jpg Navid Nuur (*1976 in Teheran) "Auseinandersetzung mit Prozessen, die freigesetzt werden, wenn sich eine Idee zum Kunstwerk manifestiert" Alltagsmaterial wird zum künstlerischen Medium umsetzen wenn dunkle Leinwand (transparent grundiert) dann auch mit weißer Öl-Pastellkreide arbeiten (unbekannt) basel174-2-k.jpg Sperrholzplatte(?) vor eigentlicher Arbeit (hier sicherlich nicht der Fall) umsetzen einmal in klein mit eigener Zeichnung oder Fotografie umsetzen (Selbstporträt) "Paravent", 1984, Imi Knoebel umsetzen vor eigentlicher Arbeit aufstellen Imi Knoebel (Pseudonym für Klaus Wolf Knoebel, *1940, dt. Maler und Bildhauer der Minimal Art Minimal Art) kleine Zeichnungen auf Leinwand geklebt: "Hoax", 1983, Jean-Michel Basquiat "Untitled (Anonymous Portrait)", 2002, Magdalena Abakanowicz Lucas/Woodcut, 1993, Woodcut and Pochoir, Chuck Close basel178-k.jpg Chuck Close (*1940, US-amerikanischer Maler, Fotorealist) "Tableau Piège 2. August 72'", 1972, Assemblage, Daniel Spoerri Holzschachtel an Wand gelehnt, Künstler mir unbekannt Etchings, 2016, Edition of 25, Antony Gomley basel182-k.jpg Preise unframed each: CHF 1.800, framed CHF 2.150 Preise Set: CHF 18.750, framed CHF 22.500 unbearbeitet (zu viel): Carroll Dunham mit "The Third Green Planet", 1997 , Mark Wallinger mit "id Painting 21", 2015 , Michael Krebber interessante Hängung, Rahmung mir aber zu dick könnte verhüllte Arbeit sein umsetzen mit Alufolie Gesichtspartien formen, danach mit Pappmaché positiv, Ergebnisse aneinander befestigen, sodass Kopf entsteht Unlimited Standpunkt Eine Masse an Kunst. Nach kurzer Zeit nur noch Form und Farbe gesehen, Techniken bestaunt und Ideen für eigene Arbeiten gesammelt. Wirklich einlassen konnte ich mich aber auf keine gezeigte Arbeit. Sobald unterschiedlichste Werke ohne Bezug zueinander auf engem Raum gezeigt werden, stellt sich mir wieder die Frage nach der Bedeutung der einzelnen Arbeit. Es schaut dann einfach nur noch so aus, als wäre es ein Spielplatz, wo jeder mal irgendetwas ausprobieren wollte. Wo jeder mal irgendwie mit einer besonderen Form oder Technik auffallen wollte. Bei so einer Messe würde nicht einmal ein Antiwerk wie eine verhüllte Arbeit auffallen. Der "Künstlerdünnschiss" würde auch nur noch mit einem Lächeln abetan werden. Das nächste Mal muss ich mir einige Arbeiten schon im Vorfeld heraussuchen, die ich genauer betrachten möchte. Alles andere muss ich dann ignorieren. In den kommenden Tagen nach dem Baselaufenthalt werde ich Ausstellungen vermeiden und mich auf eigene Arbeiten konzentrieren (wie das Vergrößern von kindlichen Zeichnungen auf Leinwand). Arbeiten von Alexander Calder (1898–1976) Ausgleich zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit Form des Mobile ("beweglich, verstellbar, drehbar, lose, fig. lebhaft", "beweglicher Körper, fig. Motiv, Anlass, Beweggrund, Antrieb") erfunden "Ein Mobile ist eine abstrakte Skulptur, die hauptsächlich aus Metallplatten, Stahlrohr, Draht und Holz gemacht ist. Alle oder einige ihrer Bestandteile werden durch Elektromotoren, Wind, Wasser oder von Hand in Bewegung versetzt." (Calder)
Zeichnung auf Papier, 30
Zeichnung auf Papier, 30
Drawn Home Making, Clemens Fellmann
"Drawn Home Making", Clemens Fellmann
Geradenbild HPL Platte weiß, 6mm, RAL 9016, 46.46€/m² Ohme neue Daten zum Fräsen geschickt (für 17x7cm- und 25x10cm-Motiv) Ausstellung Performance Clemens Fellmann "Drawn Home Making", HGB-Galerie "Drawn Home Making", Clemens Fellmann clemens_fellmann-k.jpg "[…] ist eine zeichnerische und tänzerische Aneignung eines Ortes. Mit einem Bleistift in der Hand wiederhole ich eine Abfolge von Bewegungen und benutze den Ort als Träger für meine Spuren. Mit jeder Wiederholung hinterlasse ich mehr Spuren, doch der Ort hinterlässt auch zunehmend Spuren an mir und […]" Das ist die erste in der Hochschule gesehene Arbeit, wo ich nicht die große Sinn-Frage gestellt habe. So wie es war war es genau richtig. Auch bin ich nicht wenige Augenblicke später gelangweilt wieder gegangen. Der Prozess des Schaffens war nicht nur performativ (also körperlich und hörbar) sondern auch durch die an der Wand und dem Boden entstandenen Linien erfahrbar. Das Ergebnis ist im Endeffekt durch eine Unmenge an Konzentration und Kraft entstanden. Gut fand ich auch, dass nur wenige Betrachter im großen Raum standen, teilweise war ich alleine im Raum. Kein Gedränge, keine Ablenkung, kein Partygefühl. Clemens hat nicht nur so getan als ob sondern wirklich gearbeitet. Es war kein aufgesetztes Schauspiel sondern gelebt. Eine vom Aufbau simple aber in der Umsetzung fordernde Arbeit. Standpunkt was ich daraus lerne: (1) Kinderzeichnungen konzentriert, langsam schaffen (2) bei größerer Fläche: Körper einsetzen, keine weiteren Hilfsmittel außer Stifte (3) Arbeitsspuren zulassen, Blatt darf zerknittern, darf beschmutzt werden (nur nicht gewollt!)
Kinderzeichnung, 1992(?), Kater Felix lebte noch
Kinderzeichnung, 1992(?), Kater Felix lebte noch
The End, Augenliedtätowierung, 1970/16.05.1981, Schwarzweißfotografie, Fine art print, Timm Ulrichs
The End, Augenliedtätowierung, 1970/16.05.1981, Schwarzweißfotografie, Fine art print, Timm Ulrichs
Sometimes, 2002, 5-Kanal-Videoinstallation, Bjørn Melhus
Sometimes, 2002, 5-Kanal-Videoinstallation, Bjørn Melhus
en face, Kurfürstenstraße Berlin, 2013/14, Haare auf Museumskarton, Ursula Neugebauer
en face, Kurfürstenstraße Berlin, 2013/14, Haare auf Museumskarton, Ursula Neugebauer
Kunst 1 0Klasse +0 -1
Kinderzeichnung Kinderzeichnung, 1992(?), Kater Felix lebte noch familiezeichnungkind.jpg Als Diplom-Arbeit vielleicht eine meiner (richtigen) Kinderzeichnung gerahmt ausstellen. Rahmung = wird von mir zur Kunst erklärt (mit Notizen von gestern) Standpunkt 2016-05-26.mp3 Tagesplan (1) 09:00-11:00 Aufträge (2) 11:30-13:00 Narzissmus Narzissmus-Recherche (3) 13:30-16:00 Ausstellung (wenns nicht regnet) Cuttermesser, Filzstifte kaufen "()s Arbeiten nehmen ihren Ausgangspunkt in der Beobachtung von öffentlichen und städtischen Räumen." "In () untersucht () die menschlichen Bewusstseinsebenen zwischen Realität und Fiktion." "In der Serie () nähert sich () auf behutsame Weise jenem besonders fragilen Moment Moment des Übergangs von der Kindheit zum Erwachsensein." Narzissmus Narzissmus und Kunst weiter bearbeitet Ausstellung SEHT, da ist DER MENSCH! Halle 12, Leipziger Baumwollspinnerei Blick auf menschliche Existenz zentrales Thema für Künstler The End, Augenliedtätowierung, 1970/16.05.1981, Schwarzweißfotografie, Fine art print, Timm Ulrichs ulrichs-k.jpg "Leigabe des Künstlers"? (Foto auf Leinwand, ohne Schutz?) Ulrichs bezeichnet seinen Körper als "Rohstoff" seiner Kunst Themen Ulrichs: Fragilität und Gefährdung, Tod und Auslöschung der menschlichen Existenz weitere Beispiele: Zielscheibe auf Körper (1974), Straßenpflaster aus Schädeldecken (1978) Sometimes, 2002, 5-Kanal-Videoinstallation, Bjørn Melhus melhus-k.jpg "Leigabe des Künstlers"? (Bildschirme und Beamer?) 4 ähnliche Charaktere versammeln sich um auf Boden aufgestellten Monitoren Fragen an imaginäres Gegenüber angesichts einer abstrakten Bedrohung(?) "Wo ist die Welt, it's all right? … Es ist unmöglich - das Einzige, was ich kenne, ist Jesus Jesus Christus Jesus … und die Hölle, die nicht? … es ist unmöglich … niemals … Jesus Jesus Christus Jesus, we are in trouble - sometimes …" en face, Kurfürstenstraße Berlin, 2013/14, Haare auf Museumskarton, Ursula Neugebauer neugebauer-k.jpg Gesichter von Frauen, die auf Straßenstrich als Prostituierte arbeiten Ausgangspunkt Bleistiftskizzen Material ihrer Haare = besondere Präsenz, "Aura, ähnlich einer Reliquie" Gedenkkultur: "Haarbilder" umsetzen Ecke Klassenraum (eingezogene Wand + 5 Meter von Wand daneben) als Ausstellungsort nutzen inkl. Bodenbereich davor abgegrenzt durch saubere Wand, Boden und Klebeband als Boden und Wandbegrenzung Idee: 1x alle 14 Tage neue Ausstellung konzentriert auf einen Studenten oder Thema, wo mehrere dran arbeiten wollen erst einmal nur mit interner Präsentation
(Kinderzeichnung), Zeichnung auf Papier, signiert und datiert, 29.7x42cm, 30
(Kinderzeichnung), Zeichnung auf Papier, signiert und datiert, 29.7x42cm, 30
(Collage aus Abfall von Clemens), Collage auf Papier, 29.7x42cm, 30
(Collage aus Abfall von Clemens), Collage auf Papier, 29.7x42cm, 30
Kunst 3 0
Kinderzeichnung Kurs o.T. Standpunkt 2016-05-21.mp3 Vom Grundelement Gerade zum Ursprung der Kreativität und damit der Kunst: Die Kindheit. Da es mir selber sehr schwer fällt wie ein Kind einfach anzufangen und Formen zu finden ohne den Kopf zu bemühen, musste ich mir Kinderzeichnungen aus dem Internet besorgen, um sie als Vorlage zu missbrauchen. Entstanden sind bisher schlechte Kopien. Grund: Ich nehme einen Farbstift und schaue auf der Originalzeichnung, wo überall diese Farbe auftaucht. Ein Kind wird ganz anders vorgehen. Es wird - ohne groß zu überlegen - ständig die Stifte wechseln, je nachdem, was es gerade für geeignet empfindet. Auch kann ich keinen Kreis in einem Schwung zeichnen, sondern bedenke aktiv bestimmte Merkmale des Originals und bewege danach bewusst den Stift über das Papier. Das Ergebnis wirkt gewollt, nicht schlüssig, zusammengewürfelt. Kinderzeichnung (Internetfund) versucht zu kopieren erst mit Ölkreide, danach mit Bundstiften Ölkreide für große Kopie (140x100cm o.ä.) geeignet (Kinderzeichnung), Zeichnung auf Papier, signiert und datiert, 29.7x42cm, 30 kz2-k.jpg Ergebnis signiert und datiert, evtl. rahmen Hand leicht über Papier halten, Stift nicht zu stark führen, sondern Freiraum lassen Clemens war zu Besuch aus Abfall (Reste von einem von ihm gemachten Objekt) Collage hergestellt (Collage aus Abfall von Clemens), Collage auf Papier, 29.7x42cm, 30 collage_clemensreste_prae.jpg Reste mit Klebestreifen festgehalten auch Ölpastell-Krümelchen übertragen
Metamorphosis of Narcissus, Dali
Metamorphosis of Narcissus, Dali
Narziss #1, 2016, Installation, Thomas Neumann
"Narziss #1", 2016, Installation, Thomas Neumann
A Portrait of the Artist as a Weeping Narcissus, 2000, Olaf Nicolais
A Portrait of the Artist as a Weeping Narcissus, 2000, Olaf Nicolais
Kinderzeichung Standpunkt 2016-05-20.mp3 Buch "Kinderzeichnung und die Kunst des 20. Jahrhunderts" ausgeliehen umsetzen heute für Kopfobjekt aus Ton: Nahaufnahmen von Nase, Ohren, Mund und Augen sowie Kopfform ausdrucken und wichtige Formen mit dickem Stift nachzeichnen Werkstatt Holzwerkstatt Abstandsleisten zurecht gesägt Rückkarton gesägt Einzelgespräch Daniels Dieter Daniels wegen Hausarbeit "Narzissmus Narzissmus in der Kunst" (1) möchte bei Mythos Narziss und Echo anfangen inkl. Vorstellung Darstellungen Mythos in Malerei (o.a.) (2) Narzissmus Narzissmus Konzepte u.a. Freuds Narzissmusbegriff (3) Narzissmus Narzissmus und Kunst unterschiedliche Techniken beleuchten was ist medienspezifisch bei / was kann: Video (Krauss!) / Netzkunst (JenniCam?) / Malerei / Installation / Fotografie (über Spiegel) / … mit Beispielen (inkl. eigener!) (4) Hermine Freed Zitat und meine Meinung dazu Ist nicht doch auch etwas Freude/Selbstverliebtheit beim eigene Betrachten dabei, selbst wenn der Körper vorrangig für ein anderes Thema benutzt wird? Wo ist da der narzisstische Moment Moment? (5) Unterschied Narzissmus Narzissmus-Mythos (sieht sich nur selbst) und Kunst-Medien (Weiterverbreitung und eigenes späteres Betrachten) Was hat der externe Betrachter für eine Rolle? alte Hausarbeit Constant Dullaart besprochen umsetzen Hausarbeit Daniels Dieter Daniels zuschicken "Selbstdarstellung in der Videokunst" ab S.36 scannen und ihm zuschicken Narzissmus Narzissmus und Kunst (1) Arbeiten Metamorphosis of Narcissus, Dali Salvador Dalí dali-narzissmus-k.jpg "Liquid Views - der virtuelle Spiegel des Narziss", 1993/2008 / Interaktive Nutzer-Installation, Monika Fleischmann und Wolfgang Strauss Ursula Querner, Narziss Streetart, Narcissus "Narziss #1", 2016, Installation, Thomas Neumann neumann-narzissmus-k.jpg Magritte "Le Faux Miroir", 1928 (2) Ausstellungen A Portrait of the Artist as a Weeping Narcissus, 2000, Olaf Nicolais nicolais-narzissmus-k.jpg "Der moderne Narziss- Spiegelungen eines Mythos", Edin Bajric, GALERIA LUNAR "Zum Mythos der Selbstverliebtheit: Die Galerie im Taxispalais versammelt in der Schau 'Der Spiegel des Narziss' künstlerische Positionen zum übersteigerten Ich: ein Parcours, der nicht ohne Tränen auskommt" Videokunst Narziss (3) Berichte "der schlüssel zum erfolg in der kunstwelt lautet: narzissmus!" (4) Narzissmus Narzissmus Narzißtische Störung "Ich kam, ich sah, ich wirkte!"
Konstellationen, A4-Ausdruck mit handschriftlichen Notizen, 21.0x29.7cm, 30
Konstellationen, A4-Ausdruck mit handschriftlichen Notizen, 21.0x29.7cm, 30
Kunstbegriff Beuys, in Holzwerkstatt entdeckt
Kunstbegriff Beuys, in Holzwerkstatt entdeckt
Werkstatt Holzwerkstatt (siehe auch Einzelgespräch Mark Helmut Mark am 9.12.2015: "Rahme es!" ) Konstellationen, A4-Ausdruck mit handschriftlichen Notizen, 21.0x29.7cm, 30 konstellationa4-prae.jpg A4-Blatt (Konstellationen) im Holzfurnier-Rahmen befestigt zuerst mitgelieferte Abstandsleisten (Kunststoff mit Klebeseite) befestigt nicht sauber und zu schmal, Rückkarton rutscht durch umsetzen bei Alberti Wolfgang Alberti Holzleiste Eiche ausgesucht, sägt sie morgen zurecht morgen Rückkarton 3mm sägen und Rahmung fertig machen Standpunkt Kunstbegriff Beuys Joseph Beuys, in Holzwerkstatt entdeckt kuenstler-k.jpg "Ich gehe davon aus, daß prinzipiell jeder Mensch ein Künstler dann ist, wenn man den Kunstbegriff, mit dem man arbeitet, so stark erweitert, daß er praktisch den Selbstbestimmungsprozeß und den Denkprozeß einschließt, den ja jeder Mensch hat… Damit sage ich nichts aus über die Qualität. […] So kann ich begründen, daß nur aus der Kreativität und nur aus der Kunst ein revolutionärer Vorgang hervorgehen kann, denn woraus soll er denn sonst hervorgehen? Er kann nur aus dem menschlichen Denken stammen und das Denken ist ein Ergebnis menschlicher Kreativität […]." (Beuys Joseph Beuys) 2016-05-19.mp3 Themen für evtl. Einzelgespräch mit Mark Helmut Mark: (1) Fotocollagen ("Oma" zeigen) Frage nach Untergrund (Leinwand oder Papier) andere Künstler (2) Styroporkopf / Fotocollage (siehe E-Mail an Bachmann) dazu: zuvor Fotos von Gesicht machen und analysieren (welche Bereiche / Züge treten hervor?) (3) Geradencollage Gedanken zu gezeichneten Füßen, zum nicht definierten Kopfbereich, allgemein zur Arbeit (4) Konstellationen gerahmt zeigen (in Bezug auf Dezember-Einzelgespräch)
Kunst 2 2
Klasse Bildende Kunst Standpunkt 2016-05-17.mp3 Tagesplan (1) 10:00 "Pünktliches Treffen im Klassenraum" Klasse Heidi Specker wegen Athen-Exkursion (2) 12:00 Mittagspause (3) 13:30 "Atelierbesuch bei Friedrich, Eisenbahnstraße 53, 4. Etage" (4) 15:00 "Atelierbesuch bei Simon, Wachsmuthstr. 3" (5) 16:30 "Atelierbesuch bei Evgenij und Clemens, Flemming Str. 15" Standpunkt zum Treffen bei mir: sollte nicht die Relevanz der Kunst allgemein in Frage stellen je nach Region / Museum / Galerie / Besucher / Zeit Kunst = relevant oder nicht relevant Relevanz eigener Arbeit vielleicht erst nach eigenem Tod festgestellt aber weiterhin Notizen dazu machen, nur nicht davon blockieren lassen Geradenbilder weiterhin machen (plotten), aber nicht mit Versuch etwas rudimentäres finden zu wollen weg von Ideen der Moderne, alle Vorstellungen haben sich eh aufgelöst Beliebigkeit aber weiterhin als Fragestellung für mich stehen lassen und schriftlich bearbeiten weniger auf Thema konzentrieren (was mich blockieren würde), eher auf einzelne Arbeit schauen Arbeit sollte alleine wirken können, nicht nur mit Hintergedanken oder in Serie verstanden vielleicht ergibt sich mit der Zeit ein Muster
Füße für Geradencollage ausgedruckt und auf Collage skizziert
Füße für Geradencollage ausgedruckt und auf Collage skizziert
I am an artist, 1975, 16:39, Farbe, Ton, Les Levine
"I am an artist", 1975, 16:39, Farbe, Ton, Les Levine
Art herstory, 1974, 20:48, Farbe, Ton, Hermine Freed
Art herstory, 1974, 20:48, Farbe, Ton, Hermine Freed
Kunst 2 2
Werkstatt Holzwerkstatt Bilderrahmen für gekreuzte Beine aus Eiche hergestellt Innenmaße: 55x105cm (2,5cm je Seite Abstand) Glaszuschnitt bestellt: 105,9x56,1cm morgen Abstandsleisten sägen und Rückkarton anfertigen Alberti Wolfgang Alberti-Erzählung: setzte sich gestern nach der Arbeit zu Hause auf einen Stuhl und schlief ein Geradenbild Füße für Geradencollage ausgedruckt und auf Collage skizziert fuesse.jpg Kurs Video Rewind (Vorbereitung) Kategorie 8: Abkoppelung außen/innen und die Folgen (1) inneres Geschenen bleibt für Betrachter und Künstler unzugänglich "Orgasm", 1974, 7:30, s/w, ohne Ton, Urs Lüthi (*1947) Mimische nicht emotional, entgegen Erwartungen die Werktitel evoziert inneres und körperliches Geschehen abgekoppelt (2) künstlerische Verfahren der Überzeichnung und Selbstentblößung gründen auf erfahrene Unzugänglichkeit des Ich "I am an artist", 1975, 16:39, Farbe, Ton, Les Levine iamanartist.jpg Videoperformance im "Bowery", Straßenzug in New York mitten in den Passanten verküdet er laut, er wolle mit Problemen der Menschen nichts zu tun haben "Er sei Künstler, diese Probleme seien nicht künsterlischer Art und berührten ihn daher nicht." (bei Daniels Dieter Daniels nachfragen!) Remake 2010 Jeff Stanley (3) gesteigerte Form: Selbstzerstörung, Publikumsbeschimpfung, Aggressivität, Exzess Kategorie 9: Tradition, Idol, Selbst u.a. Aufnahmen von Bildern mit religiösen Gestalten und bekannte Personen werden über Körperteile der Künstler gelegt bzw. ersetzt Art herstory, 1974, 20:48, Farbe, Ton, Hermine Freed freed.jpg eignet sich exemplarische Frauengestalten in Bildwerken der Vergangenheit an (Buchmalerei bis Malerei 20. Jahrhundert) übernimmt nicht Haltung einer religiösen Figur (wie trohnende Maria) agiert unabhängig von motivischen oder ikonografischen Tradition passive Funktion als weibliches Model ist aufgehoben Theorem der Identität: Tritität, 1974, 8:00, s/w, Ton, Peter Weibel zuerst Gesichter von Jesus Jesus Christus Jesus, Nikolaus Lenau (romantischer österreichischer Dichter, verbrachte letzte Jahre in Irrenanstalt) und Weibel selber gezeigt zum Porträt Jesus Jesus Christus Jesus Satz von Francesca: "Form und Inhalt sind wie Bruder und Schwester in der ehrwürdigen Halle des Raumes" zum Porträt Lenaus seinen Satz: "Die Poesie bin ich selber. Mein selbstestes Selbst ist die Poesie." Weibel: "Meine Botschaft wirft jeden auf sich selbst zurück." toten Gesichter werden zum Leben erweckt, zum Sprechen gebracht sein Gesicht wird darübergeblendet Standpunkt Kurs Atelierbesuch von Clemens (nachträglich notiert) über Geraden-Collage: würde die mit Kohle gezeichneten Füße so belassen, lässt noch mehr Handschrift des Künstlers erahnen werde also jetzt erst einmal nur Randbereiche weiter bearbeiten, Füße so bis Klassentreffen belassen konnte mit meinem in Klasse vor 1-2 Jahren vorgestelltem Meerbild nichts anfangen, verschenktes Potential (warum?) für mich aber: erste Schritte mit Geraden würde jetzt auch Geradenbilder nicht als Kunst betrachten, sondern als Weg dorthin Gerade = Ausgangspunkt für einen neuen Weg Gerade nur anfänglich wichtiges Element Gerade langsam weiterdenken, krümmen, verbinden, schließen, färben, wandeln, formen Körperstudien und Konstellationsbilder = Untersuchung "Kunst": müsste dann noch "mehr" haben (was das auch immer ist) damalige Probleme: Formprobleme, Wunsch Realität besser darzustellen, nicht nachzuahmen (wie Flimmern bei Pointilismus) mein Problem: eigentlich kein Formproblem, sondern mein Versuch aus gefühlter Beliebigkeit in der Gegenwartskunst zu entkommen gleichzeitig klingt in Kunstgeschichtsbüchern 19. und 20. Jahrhundert so, als hätte es so kommen müssen dabei andere Künstler = andere Kunst = andere Entwicklung eigentlich gar nicht so stringent ("Es hat so kommen müssen"), wie gedacht / vermittelt Künstlergruppierungen/-Kunstströmung: mehr Macht als heute (fast nur Einzelgänger, sehr subjektive private Herangehensweise) Was bedeutet das für mich? Wenn der Verlauf damals auch nicht wirklich durch Objektivität gekennzeichnet war - was ich ja glaubte - warum suche ich jetzt danach? trotzdem: politische und gesellschaftskritische Kunst für mich unbedeutend wenn dann (1) L’art pour l’art L’art pour l’art oder (2) einfach eigenes Leben / Inneres bearbeiten eigenes inneres Leben: einzigartig, von niemand anderem erfahrbar, deshalb einmalige Ergebnisse möglich Lust auf Stillleben, Katzenporträts, Selbstbildnisse
Ganzkörperporträt weiter bearbeitet
Ganzkörperporträt weiter bearbeitet
Kunst 1 0
Kunstgeschichte Standpunkt Die Geschichte der Kunst Interesse an Kunstgeschichte eine Folge vieler Faktoren, die die Stellung der Kunst und des Künstler in heutiger Gesellschaft entscheidend verändert haben Kunst wie nie zuvor zur Mode geworden Faktor (1) allgemeine Vorstellung von Fortschritt und Wandel Geschichte der Menschheit sehen wir als Reihe aufeinander folgender Epochen an seit 19. Jahrhundert Überzeugung, Gang der Geschichte = unaufhaltsam Glaube: Kunst, wie Technik und Wirtschaft, wird von diesen irreversiblen Kräften vorangetrieben anfängliche Feindseligkeit gegenüber Impressionisten, die später berühmt wurden und hohe Preise erziehlten: Kritiker büßten Vertrauen in eigenes Urteil ein Legende kam auf, alle großen Künstler würden von ihrer Zeit abgelehnt und verlacht werden führt zu Bestreben des Publikums heute, überhaupt nichts mehr abzulehnen oder zu verlachen Faktor (2) hängt ebenfalls mit Entwicklung von Wissenschaft und Technologie zusammen Macht und Prestige der Naturwissenschaften beeindruckten Künstler wie Kritiker Kunstkritiker fehlen aber rationale Methoden, Abstruses vom Absurfen zu unterscheiden gleichzeitig will Kunstkritiker nicht abwarten und verpassen allgemeine Überzeugung: alle, die an veralteten Ideen festhalten und sich weigern, mit der Zeit zu gehen, sind verloren Faktor (3) Kunst will nicht nur mit Wissenschaft und Technologie mithalten sie will uns Möglichkeit geben, diesen Ungeheuern zu entfliehen Künstler lehnten Verstandsmäßige und Mechanische ab verschrieben sich mystischen Lehren, die Wert der Spontaneität und Individualität betonten Gefühl der Bedrohung von Überorganisation, Standardisierung, Zwang Zwang zur öden Gleichförmigkeit Kunst = einziger Zufluchtsort, wo Eigenwilligkeit und persönliche EIgenart toleriert und sogar geschätzt werden Faktor (4) psychologische Annahmen über Kunst und Künstler: (a) Idee der Kunst als freier Ausdruck der Persönlichkeit (Romantik) (b) Einfluss Psychoanalyse Sigmund Freud, Zusammenhang Kunst und Seelenleiden (wörtlicher genommen als beabsichtigt von Freud Sigmund Freud) zusammen mit Überzeugung Kunst sei Ausdruck des Zeitalters: Ansicht, Künstler hat Pflicht, sich aller Hemmungen zu entledigen um sich nicht nachsagen zu lassen, sie könnten Wirklichkeit nicht ins Gesicht sehen: wird vieles angeschaut, wovor sich frühere Generationen gescheut hätten Faktor (5) andere Formen des Schöpferischen von Vermittlung durch Dritte abhängig Bsp: Bücher (gedruckt und verlegt), Theaterstücke und Kompositionen (aufgeführt) extreme Experimente werden dadurch behindert Malerei ist für radikale Neuerungen empfänglicher Faktor (6) Kunstunterricht wichtiger Faktor für heutige Situation Pioniere der Schulreform forderten, dass Kinder sich frei entfalten lassen sollten Künstler "betrachteten voll Neid die Originalität und den Charme der kindlichen Schöpfungen" Kunstunterricht vermittelte vielen Kindern Gefühl der Selbstverwirklichung Faktor (7) Ausbreitung Fotografie und ihre Rivalität mit der Malerei Malerei häufig Nachahmung der Natur zum Ziel gehabt Wiedergabe war Aufgabe, mit der viele Jahrhunderte lang gerungen wurde Künstler und Kunstexperten Argument: Kunst müsse nun Alternativen zur Naturtreue entwickeln Faktor (8) Marxismus sowjetrussicher Prägung betrachtete experimentelle Richtungen der Kunst als Verfallssymptome der kapitalistischen Gesellschaft extreme Rebellen im Westen "von oben" gefördert als Gelegenheit gesehen, Welt großen Gegensatz zwischen freier Gesellschaft und Diktatur vor Augen zu führen Faktor (9) Sucht des Publikums nach Neuem Bereitwilligkeit jedem modischen Trend zu folgen Gefahr Hingabe jeder Modeströmung: Druck des Konformismus, Angst vor Zurückbleiben, Furcht als spießig angesehen zu werden Vorstellung Künstler müssten Vorreiter des Fortschrittes sein wurde/wird nicht von allen Kulturen geteilt "Er wollte ganz gewiss nichts anderes tun, als einen schönen Teppich herzustellen. Wäre es nicht ein Segen, wenn diese Einstellung auch bei uns größere Verbreitung fände?" Geradenbild Ganzkörperporträt weiter bearbeitet aaa4-k.jpg Bauchbereich nach unten gezogen umsetzen rechte Brust und Schulter korrigieren linke verkrampfte Hand hervorheben mögliche Füße mit Kohle skizzieren
Kunst 2 2
(mit Notizen von gestern) Standpunkt -ismus KUNST Kunstismus n. Fr. Bilder die ich mag: PUNKT PIXEL leeres Atelier kein Atelier kleiner Tisch, ein Stift, Blatt Papier, Hocker Der Künstler schwitzt. ~frfr umsetzen "Notizen eines Kunststudenten" Objekt überwiegend aus Holz herstellen, wo alle Notizen zum Studium, Gedanken, Bilder, Sprachnotizen enthalten sind (1) Hauptobjekt: Schriftrolle aus bedruckter Leine nicht sehr breit, dafür sehr lang (aktuell Notizen 2016-2012) mit zwei großen Holzscheiben in beide Richtungen drehbar (2) Statistik (unpünktlich, faul, selbstkasteit, …) mit kleinen Holzleisten über Schriftrolle schweben lassen (3) Sprachnotizen, in kleinem Kästchen USB-Stick mit kleinem Lautsprecher und Tasten <- und -> (4) Themenschwerpunkte bei Schriftrolle mit kleinen über Leine ragenden farbigen Papierchen markieren auf Konstruktion Legende schreiben (5) einige Abzüge von Arbeiten wie Spiral-Block befestigen (6) Kopien von Texten in kleinem Schuber, einzeln herausnehmbar (7) Gedichtesammlung (meine, Anita, Ohme, …) (8) Kästchen mit kleinen Reliquien (Klickzähler, Autogrammkarte, Visitenkarte, Gerade auf Papier gezeichnet, …) (9) Friedrich-Hampelmann seitlich befestigen, fertig mit Schnur und Knopf (10) Lieblingswörter bei Gesprächen: "Narration", "das (…) Moment Moment", … nach Testobjekt evtl. kleine Auflage herstellen mit Schild: "Das ist keine Kunst!" umsetzen für Linie auf Leinwand: statt schwarze Ölfarbe zu nehmen Rot, Grün und Blau mischen Frage an Kommilitonen bei Klassentreffen in meinem Arbeitsraum: Hat jemand von euch dieses Gefühl, dass etwas im Kopf herumschwirrt, was nach draußen drängt, was umgesetzt werden MUSS, was gesehen werden MUSS? Oder ist es eher ein "Ja, das könnte ich doch mal als Thema bearbeiten und dann zeigen"? Die Katze denkt, ihre Pfoten verschränkt: Ein Gedicht? Heut' nicht! (Ohme)
Kunst 0 3
Tagesplan 8:30 bei Alberti Wolfgang Alberti Rahmenkonstruktion für Collage leimen (E-Mail Schellbach Kilian Schellbach: "10 Uhr Künstlerpräsentationen und Gespräch mit Raiya Al Rawahi und Julia Santoli 12 Uhr Mittagspause 13 Uhr [-19:30] Kurzpräsentationen aller Klassenmitglieder. Alle bringen bitte eine aktuelle Arbeit im Original mit. Ideal wäre es, wenn ihr die Arbeiten bereits vorher im Klassenraum platziert.") Werkstatt Holzwerkstatt Holzkonstruktionen geleimt Klasse Bildende Kunst Standpunkt 2016-04-26.mp3 ("Gombrich" nicht "Gombach") Friedrich Fröhlich, zweifelnd, gleichzeitig aber auf dem richtigen Weg Kommilitonin Kommilitone benutzt für detailierte kleine Skulpturen "Super Sculpey Modelliermasse" Mark Helmut Mark zu Kommilitone Kommilitone: "Aber das ist [wirklich] daneben."
(Hier kommt ein Meisterwerk hin.)
("Hier kommt ein Meisterwerk hin.")
Flügeltürrahmung
Flügeltürrahmung
Kunst 1 0
Friedrich Fröhlich, überzeugt verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt Holzplatte auf Rückseite festgeschraubt Platte an Rahmung getackert (am Montag wieder entfernen) in Werkstatt aufgehangen, danach geschliffen, bis Unebenheiten entfernt schaut zwar nicht mehr exakt gerade aus, dafür sind die Flügeltüren optisch korrekt Flügeltürrahmung fluegelrahmung1-k.jpg Standpunkt Alberti Wolfgang Alberti sieht Vorschau Selbstporträt für Flügeltürrahmen ist Meinung, dass Kunststudenten viel zu wenig Selbstbildnisse anfertigen in Malereiklassen anscheinend gar kein festes Thema mehr sich selbst erforschen, Selbstbild vermitteln, Fremdbild verarbeiten gerade das ist es, was nur über Kunst möglich ist für gesellschaftliche, politische, wissenschaftliche Themen Kunst nicht unbedingt notwendig zeigt mir Arbeit mit Selbstbildnis von ehemaligem Studenten, für ihn angefertigt als Reaktion auf seine Forderung mehr Selbstportät zu machen Erkenntnis: eigenes Leben bearbeiten = gute Kunst Kurs Video Rewind (Vorbereitung) "Selbstdarstellung in der Videokunst", Irene Schubiger Videoselbstdarstellung in 70er und 80er Jahren Themen, Motive und Verfahren der Selbstporträttradition mit videospezifischen Mitteln umgesetzt zuerst meist nur einfache Aufnahmen gemacht, in 80er Jahren dann mehr nachbearbeitet Abschnitt 1: Unterschied Medium Video zu anderen künstlerischen Medien (1) zeitliche Kondition und Ton (2) deren Folgen für Beschreibung Videotechnik 70er und 80er Jahre: bildet zusammen mit Faktoren der räumlichen Installation Grundlage ursprünglich zu militärischen und kommerziellen Zwecken entwickelt, wie Überwachung mit selbstdarstellerischer Thematik von Künstlern reflektiert Abschnitt 2: Technik (1) Videokamera (damaliger technischer Stand) im Atelier und Außenraum verwendet Closed Circuit: geschlossene Schaltkreis von Videokamera und Monitor durch Kabel unmittelbare Rückkoppelung via Monitor kurze Verzögerung der Bildübertragung durch menschliche Auge nicht wahrnehmbar Bild erscheint seitenrichtig auf Monitor Closed Circuit als künstlerisches Instrument im Entstehungsprozess eingesetzt oder als Bestandteil innerhalb Videoinstallation Kamera setzt optische Information (25 Bilder/s) in elektrische Signale um elektrische Ladungsbild wird auf Monitor übertragen, indem dieser elektrische Signale in Lichtimpulse zurückverwandelt oder Aufzeichnung auf Magnetband des Videorecorders umsetzen eigenen Camcorder für Herantasten an Closed Circuit verwenden (2) Monitor über Monitor Videobänder dem Publikum präsentiert Proportionen Kopf/Monitor (4:3, altes Format!) gewähren gewisse Nähe zu natürlichen Proportionen und Volumen Monitor: spezifische materielle und räumliche Beschaffenheit Bildschirm am Rand Gesichtsfeld einer Person: störendes Flimmern aufgrund Helligkeitsschwankungen wahrnehmbar Rezeptionssituation: Gegenüberstellung Künstler - Betrachter durch auf selber räumlicher Ebene befindlichen Monitor und Augen des Betrachters (3) Magnetband-Aufzeichnung und -Wiedergabe geht historisch gesehen auf Audiotechnologie zurück auf physikalsichem Gesetz der Induktion (?) beruhend codierte elektrische Signale via Kabel oder Wellen übermitteln Induktion bei Telegrafen und Telefon genutzt erste tragbare Videorecorder 1965 von Sony verkauft ist für weitere Entwicklung Videokunst von Bedeutung Töne = Schwingungen der Luft oder eines Körpers gehen von Schallquelle aus, breiten sich als Welle nach allen Richtungen aus Anzahl Schwingungen pro Sekunde (Hz) = Tonhöhe Wahrnehmung Abschnitt 3: Wahrnehmung (1) Zeit in Unterscheidung zwischen imaginierter und erlebter Zeit (?) Reflexion, Körper, Erinnerung (2) Ton (?) Abschnitt 4: Selbstdarstellung mit Video innerhalb Geschichte und Theorie der Videokunst (1) Rosalind Krauss verwendet psychoanalytischen Begriff des Narzissmus Narzissmus Text untersucht Verhältnis zwischen Künstlern und Apparat in seiner psychologischen Bedeutung (Narzissmus Narzissmus) und anhand psychoanalytisch festgelegter Kategorien innerhalb Amerika in 70er Jahren war Narzissmus Narzissmus ein breit diskutiertes gesellschaftliches Phänomen Hauptthese: "In that image of self-regard is configured a narcissism so endemic to works of video that I find myself wanting to generalize it as the condition of the entire genre. Yet, what would it mean to say, 'The medium of video is narcissism?'" Feststellung: normalerweise physisch-materielle und nicht psychologische Faktoren machen ein Medium aus Unterschied zum Video und anderen visuellen Künsten Behauptung: Künstler nutzen mediale Möglichkeiten zur Selbsteinkapselung, um nur noch vom eigenen Körper oder eigener Psyche umgeben zu sein Gleichsetzung Monitorwiedergabe mit Spiegelreflexion Narzissmus Narzissmus-Theorie Sigmund Freud Sigmund Freud und Jacques Lacan (lesen!) durch narzisstische Beziehung zu Apparaten werde verhindert, dass Künstler … (nicht verstanden) mediale Grundbedingungen Video: (englisch, nicht verstanden) psychologische Bedingung (Narzissmus Narzissmus) sei das eigentliche Medium von Video (Schubiger kritisiert Krauss Thesen) u.a. nutzen Künstler schon in 70er Jahren Video für andere Sparten selbst in Video-Selbstdarstellungen hatten viele Arbeiten nicht das Instant Feedback zur Grundlage wenig auf Beziehung zur Body Art und Performance eingegangen Reaktion Videokünstlerin Hermine Freed (englisch, verstanden!): "If many artists use themselves, it is because they have the firmes control over themselves; it is easier to do something the way you want it done than try to explain what you want to someone else. Artists are accustomated to working alone. If the artist uses his or her own image, it is more likely to be because of that need to work alone than becaus of narcissism." wie in anderen technischen Medien (Malerie, Zeichnung, Fotografie) arbeiten Künstler mit entsprechenden Werkzeugen und Apparaten alleine viele weitere Künstler/Kunstkritiker reagieren verhalten auf Krauss-Text statt Narzissmus Narzissmus wird oft Privates zum Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung und damit zur öffentlichen Angelegenheit (2) Jean Baudrillar, Soziologe "Das hat nichts mit Narzissmus Narzissmus zu tun, und man irrt, wenn man den Terminus zur Beschreibung dieses Effekts missbraucht. Die Video- und Stereokultur erzeugt nämlich kein narzisstisch Imaginäres, sondern ist Effekt äusserster, verzweifelter Selbstreferenz, ein Kurzschluss, mit dem das Gleiche ans Gleiche unvermittelt angeschlossen wird." (3) Maureen Turim, Film- und Medienwissenschaftlerin kritisiert zu ausschliesslich definierte Beziehung zwischen Monitor, Spiegel und Narzissmus Narzissmus nur weil Künstler aufgrund Monitorfeedbacks narzisstisch ausgerichtete Performance durchführt, muss das Publikum diesen Narzissmus Narzissmus nicht teilen (andere Betrachtersicht) allgemein zu Krauss und Reaktionen: Krauss Text sei nur von eingeschränkter historischer wie theoretischer Bedeutung videotheoretische Auseinandersetzung fehlt auf breiter historischer und theoretischer Grundlage statt Werke auf Krauss eingeführter Kriterien zu analysieren, sollte zeitgenössischer Kontext, Kategorien Körper und Geschlecht sowie Apparat und Zeit Zentrum der Aufmerksamkeit sein (weiter ab Seite 30) Geradenbild Werkstatt AV-Labor Porträt 60x80cm für Flügelrahmen geplottet Friedrich Fröhlich, zum zweiten Mal überzeugt Probleme bei Papierzuschnitt, Kati fragen, was tun (deshalb heute ein Knick im Papier) Vorgehen für Befestigung Arbeit im Rahmen (1) Platte bei Alberti Wolfgang Alberti zuschneiden, etwas kleiner als 60x80cm (2) etwa 9 Löcherpaare in Platte bohren (3) an selber Position im Rückkarton Löcher bohren (4) Rückseite von Arbeit: an mehreren Stellen Klebeband befestigen (unter an Arbeit befestigem Klebeband ein Klebeband befestigen, wo klebende Seite oben ist) (5) Arbeit an Platte befestigen, davor Schnüre durch Löcher führen (6) Platte an Rückwand befestigen durch Festziehen von Schnüren am Montag mit Alberti Wolfgang Alberti besprechen
Kosagen, 1910-1911, Wassily Kandinsky
Kosagen, 1910-1911, Wassily Kandinsky
La Desserte (Der Esstisch) / Harmonie in Rot, 1908
La Desserte (Der Esstisch) / "Harmonie in Rot", 1908
Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso
Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso
Selbstporträt (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60x80cm
Selbstporträt (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60x80cm
wichtiges Thema der Moderne: Probleme lösen Standpunkt radikal Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen zuerst abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen! Kein Problem darstellen, sondern haben! Tagesplan (1) 7:00-8:00 Kunstgeschichte-Buch und Notizen (2) 9:00-10:00 Collage (3) 11:00-14:00 Holzwerkstatt (Glaszuschnitt, Flügeltüren schleifen, Abstandsleisten) (4) 15:00-16:00 Video-Selbstbild-Buch (5) 17:00-18:00 Collage Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst "Experimente" wenn Doktrin richtig, dass in Kunst nicht Nachahmung der Natur sondern Ausdruck des Empfindens durch Wahl der Farben und Linien zählt: Frage legitim, ob auf alle "Motive" verzichten, ausschließlich auf Wirkung von Farbtönen und Umrissen beschränken Kosagen, 1910-1911, Wassily Kandinsky kandinsky1-k.jpg 1. Künstler, der damit an Öffentlichkeit trat: Wassily Kandinsky (1866-1944) wie deutsche Malerfreunde hatte er Zweifel Zweifel an Werten wie Fortschritt und Wissenschaft sehnte sich nach Erneuerung der Welt durch neue Innerlichkeit Innerlichkeit? psychologische Wirkung der reinen Farben leuchtendes Rot wirke auf Betrachter wie Ton einer Trompete Kubismus hatte in Paris Ursprung radikale Abwendung von abendländischer Maltradition Kubismus wollte Darstellung der Gegenstände nicht ganz abschaffen Hintergründe: (1) zeitgenössisches Unbehagen an brillanten "Schnappschüssen" der Impressionisten mit ihrem momentanen Eindruck (2) Verlangen nach mehr Ordnung, Struktur und dauerhaftem Bildaufbau Konflikt von Muster und Solidität Eindruck von Solidität: durch Modellierung erreicht, die Lichteinfall anzeigt Jugenstil / Künstler wie Seurat und Cézanne räumten Dekorativem Vorrang ein opferten dafür jahrhundertealte Praxis, jede Form durch Licht und Schatten zu modellieren Opfer konnte als Befreiung wahrgenommen werden Van Gogh und Gauguins ermutigten Künstler dazu, ausgetretenen Pfad einer überfeinerten Kunst zu verlassen einfachen Formen und Farben zuwenden Künstler begnügten sich nicht mit gesuchter Subtilität hielten Ausschau nach intensiven Farben und gewagten "barbarischen" Harmonien 1905: Gruppe junger Künstler "Wilde Tiere" / "Les Fauves" stellt in Paris aus Henri Matisse (1869-1954) dekorative Vereinfachung studierte leuchtende Farben orientalischer Teppiche und nordafrikanischer Landschaften weniger darauf aus, Natureindruck wiederzugeben Natureindruck in ein Ornament umsetzen La Desserte (Der Esstisch) / "Harmonie in Rot", 1908 matisse1-k.jpg Spiel der Beziehung zwischen Tapetenmuster, Tuschtuch und Gegenstände auf Tisch bildet eigentliches Thema des Bildes erinnert an Kinderzeichnung Pablo Picasso Pablo Picasso (1881-1973) mit 19 Jahren nach Paris malte dort Bettler, Obdachlose, fahrendes Volk und Zirkusakrobaten begann sich mit primitiver Kunst zu beschäftigen Aufbau Gesicht oder Gegenstand auf ein paar elemantaren Formen erlernbar Cézanne riet ihm Natur durch Zylinder, Kegel und Kugeln zu sehen nahm es mit anderen Malern wortwörtlich konsequent sein, Ziel nicht Naturnachahmung, sondern die Konstruktion verschiedene Ansichten eines Objektes sind uns oft zugleich "gegenwärtig" (auch wenn wir nur eine Ansicht sehen) greift auf Methode der alten Ägypter zurück von jedem Gegenstand charakteristischste Ansicht dargestellt Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso Pablo Picasso picasso1-k.jpg Schnecke und Wirbel von Seite dargestellt F-Löcher dagegen von vorne Krümmung der Zargen stark übertrieben scheinbares Durcheinander beziehungsloser Fragmente, Gesamtbild wirkt jedoch nicht chaotisch Abbild eines Gegenstandes aus verschiedenen Ansichten aufbauen hat einen Nachteil: lässt sich nicht mit jedem Gegenstand gut machen Betrachter muss Objekt kennen deshalb vor allem Gitarren, Flaschen, Fruchtschalen und menschliche Gestalt verwendet Picasso Pablo Picasso ändert immer wieder seine Methoden, kein Darstellungsmittel und keine Technik befriedigte ihn lange verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt Glaszuschnitt (Alberti Wolfgang Alberti) Glas milimetergenau eingelegt Glas unten durch Hebel befestigt Schneideschieber an Glas gedrückt ohne Druck zügig geschnitten ruckartig Druck ausgeübt, damit Glas ordentlich abbricht Abstandsleisten auf richtige Höhe und Breite gehobelt(?, Alberti Wolfgang Alberti) 45° Schnitte, danach eingelegt jeweils mittig noch mit Klebeband am Rahmen fixiert unter oberer Holzrahmenleiste dickes Brett gelegt, an dem später Nägel hängen können (dadurch Last auf gesamten Rahmen verteilt) umsetzen morgen: Rückplatte einlegen (heute noch mit Kreuz verleihmt) Brett und Rückplatte an Rahmen tackern Flügeltüren noch schleifen, damit sie genau mit Holzrahmen abschließen abends: Porträt plotten, am Montag Rahmen wieder öffnen, Arbeit reintun, im Klassenraum aufhängen Geradenbild Werkstatt AV-Labor Selbstporträt (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60x80cm vorschau1-k.jpg morgigen Plott vorbereitet
Te Rerioa (Tagträumen), 1897, Paul Gauguin
Te Rerioa (Tagträumen), 1897, Paul Gauguin
1 x für die Kunst geblutet Standpunkt Der Arbeitsvorgang ist wie die Gerade auch vor allem eines: Bewegung, Veränderung. Anders als bei den Plotterzeichnungen oder den Konstellationen sitze ich nicht auf einem Stuhl und bewege nur zaghaft den Arm (um die Computer-Maus zu bewegen, die digital Geraden erzeugt oder den feinen Pinsel, mit dem ich versuche eine Geraden-Konstellation auf Holz oder Leinwand zu malen). Die Veränderung ist nicht mehr nur Teil der Vorbereitung, wo ich stundenlang das Motiv bearbeite, damit die Geraden am Ende richtig gesetzt sind. Die Veränderung taucht bei den Collagen in dem Übereinanderlegen von Papierstücken auf. Ältere Zustände sind nicht gelöscht sondern Teil der Arbeit und zeigen sich durch leichte Verdickung. Korrektur ist Bewegung! Kurs Grundlagen philosopischer Kunsttheorie Kant Geschmacksurteil kein Erkenntnisurteil (ist logisch) Geschmacksurteil = ästhetisches Urteil immer subjektiv, "Die Sache ist schön." [nicht verständlich] Interesse / Wohlgefallen an Existenz von Gegenstand schön = von Lust / Unlust geprägt über Sinne => Vorstellung über Objekt erfahrbar Angenehme unterscheidet sich vom Guten [nicht verständlich] 3 Arten des Wohlgefallens [nicht verständlich] angenehm = Privatgefühl subjektive Meinungsäußerung, keine Allgemeingültigkeit schön = nicht [nicht verständlich] Anspruch auf subjektive Allgemeinheit [?] reiner und [nicht verständlich] Begriff ästhetische Idee [nicht verständlich] Was ist zuerst: Lust oder Beurteilung? Lust ver[nicht verständlich] mit Urteilsvermögen Einbildungskraft und Verstand kooperieren [Kurs nicht weiter besuchen] [Wühler hat mich angelächelt] umsetzen Einmal-Handschuhe kaufen, Mittwoch an Collage weiterarbeiten verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt Schnitzbeitel geschliffen, Fläche zuvor geölt Rahmen befestigt um Scharnier-Bereiche aus Holz zu stechen(?) testweise Scharniere angelegt, korrigiert und festgeschraubt Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Paul Gauguin Paul Gauguin (1848-1903) Van Gogh sehnte sich nach Kameradschaft, ähnlich Präraffaeliten überredete Gauguin Paul Gauguin nach Arles zu kommen Zusammenleben scheitert, Gauguin Paul Gauguin flieht nach Paris 2 Jahre später nach Tahiti Überzeugung, dass Kunst Gefahr läuft, in glatter Routine und Oberflächlichkeit zu versanden Verstand und Erfahrung des Abendlandes hat Menschen das Wertvollste geraubt: starkes, intensives Gefühlsleben und Unmittelbarkeit des Ausdrucks Te Rerioa (Tagträumen), 1897, Paul Gauguin Paul Gauguin gauguin1-k.jpg Künstler jener Zeit waren unsicher, was eigentlich ihr Stil sei misstrauten allen lehrbaren Regeln und bloßer Virtuosität Sehnsucht nach Kunst, die nicht aus angelernten Kunstkniffen bestand Stil sollte kratvoll, naturgegeben, leidenschaftlich sein Impressionisten: im Vergleich zu Gauguin Paul Gauguin, der sich nach Naivität und Intensität sehnte, verfeinerte Kunst alte Freunde verstanden Gauguins rohe und primitive Kunst nicht in Farbe und Zeichnung wollte er barbarisch sein versuchte sich in Anschauung Eingebohrener einzufühlen, Dinge mit ihren Augen zu sehen vereinfachte Umrisse der Gestalten große Flächen in starken Farben angelegt = räumliche Wirkung genommen Gauguin Paul Gauguin: Unmittelbarkeit und Schlichtheit als Ziel Sehnsucht danach "so leidenschaftlich und so echt wie die Cézannes nach einer neuen Harmonie und die van Goghs nach einer neuen Ausdrucksform" Lösung Cézanne führte zum Kubismus (in Frankreich entstanden) Lösung van Goghs zum Expressionismus (hauptsächlich in Deutschland) Lösung Gauguins zu verschiedenen Formen des Primitivismus alles Versuche, "den toten Punkt zu überwinden, an dem die Künstler angelangt waren" Was ist der tote Punkt genau?
Jugendstilhaus: Treppenhaus, Hotel Tassel, Brüssel, 1893
Jugendstilhaus: Treppenhaus, Hotel Tassel, Brüssel, 1893
Der Mont Sainte-Victoire von Bellevue gesehen, um 1885, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Der Mont Sainte-Victoire von Bellevue gesehen, um 1885, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Landschaft bei Aix, 1886-1890, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Landschaft bei Aix, 1886-1890, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Stillleben, um 1879-1882, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Stillleben, um 1879-1882, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Brücke bei Courbevoie, 1886-1887, Öl auf Leinwand, Georges Seurat
Brücke bei Courbevoie, 1886-1887, Öl auf Leinwand, Georges Seurat
Landschaft mit Zypressen bei Arles, 1889, Öl auf Leinwand, Vincent van Gogh
Landschaft mit Zypressen bei Arles, 1889, Öl auf Leinwand, Vincent van Gogh
Standpunkt In den Geraden-Collagen habe ich für mich erstmalig eine Möglichkeit gefunden die Idee der Geraden (Grundelement in der Kunst, welches in allem - ob lebendig oder scheinbar tot - steckt und Bewegung inne hat) mit einem Arbeitsprozess zu verbinden, der meinen ganzen Körpereinsatz fordert. Das Anmischen von Kleister, mit den Händen hineintauchen, das Bestreichen von zuvor gerissenen Papierstücken, das Auftragen auf das große Bild, das Verschieben von Papierstücken, das Überkleben und die immer wieder eingefügte Kohleskizze fordert nicht nur meinen Geist sondern auch meinen Körper. Und genau dieser ist für den Künstler Ausgangspunkt alles Schaffens. Ergänzungen, wie Radiergummi, Pinsel, Stift werden immer noch von den Händen geführt und stellen damit eine Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten dar (anders bei Verwendung von Maschinen, die die Künstlerhand arbeitslos werden lassen und nur noch nach geistiger Fähigkeit des Künstlers verlangen). Auch gefällt mir, dass ich den Kleister mehrere Tage liegen lassen kann. Jederzeit ist er binnen weniger Augenbilcke durch Hinzugabe von neuem Wasser wieder brauchbar gemacht. Bei den gerissenen Papieren wird aus der vormals einzelnen Geraden ein Molekül (lat. molecula, 'kleine Masse'). Unterstrichen durch den flächigen Druck, der bei näherer Betrachtung keine Gerade mehr einzeln erkennen lässt (ist zwar nicht gewollt gewesen, ergänzt aber den Gedanken von Masse ganz gut). Wichtig ist mir auch bei den Collagen, dass beim Betrachter die Zerbrechlichkeit allen Seins herüberkommt. So sollen Bereiche vom Hintergrund in das Motiv hineinragen und sich gleichzeitig Bereiche vom Motiv lösen. Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst "Auf der Suche nach neuen Werten" (späte 19. Jahrhundert) Mischmasch von Stilen Publikum verlangte Säulen, Pilaster, Gesimse und Profile Künstler und Kritiker beunruhigt über Verfall handwerklichen Könnens, die industrielle Revolution mit sich brachte Wiederbelebung alte Handwerkskunst gefordert (u.a. John Ruskin und William Morris) junge Künstler entwarfen wieder Gebrauchsgegenstände, Tapeten, Stoffmuster, Keramik und Möbel Ruf nach einem neuen Stil, einer neuen Kunst: "Art nouveau" größter Einfluss von belgischem Architekten Victor Horta (1861-1947) in Bauten versuchte er alle überlieferte Formen auszuschalten und nur selbst erfundene Ornamente zu verwenden Jugendstilhaus: Treppenhaus, Hotel Tassel, Brüssel, 1893 horta-k.jpg damalige Mode: japanisches Kunstgewerbe bewusster Verzicht auf Symmetrie als Jugendstil in Deutschland bekannt geworden Impressionisten wichen nicht grundsätzlich von Zielsetzungen künstlerischer Tradition ab wollten auch Natur malen, wie wir sie sehen nicht Ziel war Streit, sondern Methode Paul Cézanne (1839-1906) Der Mont Sainte-Victoire von Bellevue gesehen, um 1885, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne cezanne1-k.jpg als Bankiers-Sohn musste er keine Käufer finden, konnte sich somit ungehindert mit seinen künstlerischen Fragen beschäftigen wollte "Poussin nach der Natur" malen Kritik an alte Meister wie Poussin: Eindruck von Raum und Solidität durch Anwendung erlernter Regeln erreicht, als durch Anschauen der Dinge Landschaft bei Aix, 1886-1890, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne cezanne2-k.jpg strebte nach harmonischer Komposition, nach Klarheit und Ausgewogenheit (seine Kritik am Impressionismus Impressionismus) Problem: Auflösung fester Konturen in flimmerndes Licht und Entdeckung farbiger Schatten führten zu Verlust an Klarheit und Ordnung impressionistische Bilder meist "genial, aber konfus" Cézanne wollte leuchtende starke Farben und klare Formen verbinden ungemischt in kleinen Flecken und Strichen auf Leinwand gesetzt, um Farbengeflimmer in freier Natur wiederzugeben anfangs als hoffnungslose Klecksereien verlacht Stillleben, um 1879-1882, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne cezanne3-k.jpg Gründe für scheinbare Ungeschicklichkeit: weigerte sich, irgendeine herkömmliche Technik der Malerei einfach hinzunehmen entschlossen, ganz von vorn anzufangen von Beziehung zwischen Farbe und Modellierung fasziniert bunte Kugel = Apfel = Stillleben = für Studium dieser Fragen geeignet (1) wollte Bildtiefe erzielen, ohne Leuchtkraft der Farben zu opfern (2) Ordnung in Fläche erreichen, ohne Raumwirkung aufzugeben opferte dafür: Konvention der richtigen Zeichnung wollte Naturbild nicht verzerren, aber um erstrebte Wirkung zu erzielen, nahm er dies in Kauf wollte keine Illusion erzeugen, sondern Eindruck von Körperlichkeit und Raumtiefe geben Georges Seurat (1859-1891) Brücke bei Courbevoie, 1886-1887, Öl auf Leinwand, Georges Seurat seurat1-k.jpg ging Problem fast wie mathematische Gleichung an studierte Theorien über Farbsehen Bilder wie Mosaik aus Pünktchen reiner Farbe aufgebaut hoffte, dass Farbe im Auge vermischt wird, ohne an Leuchtkraft zu verlieren = Pointillismus Vincent van Gogh Vincent van Gogh Landschaft mit Zypressen bei Arles, 1889, Öl auf Leinwand, Vincent van Gogh Vincent van Gogh gogh1-k.jpg Briefe an Bruder geben wieder: Glauben des Künstlers an seine Sendung, Verzweiflung und Freude, tragische Einsamkeit, Sehnsucht nach Kameradschaft Arbeit oft von Krisen und Verzweiflung unterbrochen experimentierte mit hellen, reinen Farben in kleinen Strichen oder Punkten auf Leinwand gesetzt nicht nur Farbe zerlegt, sondern vor allem eigene Erregung vermittelt Farben und Formen für ihn da, um Stimmung festzuhalten
Brücke-Museum Bild und Selbstbild, Brücke-Museum
Brücke-Museum "Bild und Selbstbild", Brücke-Museum
Malerbildnis (Selbstbildnis), 1905, Holzschnitt, Erich Heckel
Malerbildnis (Selbstbildnis), 1905, Holzschnitt, Erich Heckel
Mann in jungen Jahren (Selbstbildnis), 1906, Öl auf Leinwand, Erich Heckel
Mann in jungen Jahren (Selbstbildnis), 1906, Öl auf Leinwand, Erich Heckel
Mann mit Pfeife (Selbstbildnis), 1907, Lithographie, Karl Schmidt-Rottluff
Mann mit Pfeife (Selbstbildnis), 1907, Lithographie, Karl Schmidt-Rottluff
Selbstbildnis, 1906, Öl auf Pappe, Karl Schmidt-Rottluff
Selbstbildnis, 1906, Öl auf Pappe, Karl Schmidt-Rottluff
Maler Schmidt-Rottluff, 1906, Öl auf Leinwand, Emil Nolde
Maler Schmidt-Rottluff, 1906, Öl auf Leinwand, Emil Nolde
Selbstbildnis mit Zigarre, 1909, Tusche, 8x6,8cm, Max Pechstein
Selbstbildnis mit Zigarre, 1909, Tusche, 8x6,8cm, Max Pechstein
Selbstbildnis, o.J. (1944), Tusche und Farbstifte, Karl Schmidt-Rottluff
Selbstbildnis, o.J. (1944), Tusche und Farbstifte, Karl Schmidt-Rottluff
Ethnologisches Museum
Ethnologisches Museum
Babygesichtige, zwergenhafte Gottheit, ca. 600 v. Chr. (Präklassisch)
Babygesichtige, zwergenhafte Gottheit, ca. 600 v. Chr. (Präklassisch)
Gefäß mit Fuß (keine Daten gefunden)
Gefäß mit Fuß (keine Daten gefunden)
Räuchergefäß aus Ton (Sonnengott)
Räuchergefäß aus Ton (Sonnengott)
Figürchen mit beweglichen Gliedern und
Figürchen mit beweglichen Gliedern und
Tuschereibstein mit Deckel in Form einer Schildkröte, unglasiertes Steinzeug, Östliche Han-Dynastie (25-220)
Tuschereibstein mit Deckel in Form einer Schildkröte, unglasiertes Steinzeug, Östliche Han-Dynastie (25-220)
Adler auf einer Kiefer, Hängerolle, TUsche auf Papier, Qi Baishi (1864-1957)
Adler auf einer Kiefer, Hängerolle, TUsche auf Papier, Qi Baishi (1864-1957)
Schränkchen mit Spielwerk, Qing-Dynastie, Ära Kangxi (1662-1722), vor 1693
Schränkchen mit Spielwerk, Qing-Dynastie, Ära Kangxi (1662-1722), vor 1693
Zwei Szenen aus der Geschichte vom Prinzen Genji, Tokugawa-Zeit, 17. Jahrhundert
Zwei Szenen aus der "Geschichte vom Prinzen Genji", Tokugawa-Zeit, 17. Jahrhundert
Gedenkfigur eines Königs mit Zwillingen, Kamerun, Bangwa, 19. Jahrhundert, Holz
Gedenkfigur eines Königs mit Zwillingen, Kamerun, Bangwa, 19. Jahrhundert, Holz
Gedenkfigur eines Königs, Kamerun, 2. Hälfte 19. Jahrhundert, Holz, Glasperlen, Kaurischnecken, Stoff
Gedenkfigur eines Königs, Kamerun, 2. Hälfte 19. Jahrhundert, Holz, Glasperlen, Kaurischnecken, Stoff
Kraftfigur nkisi nkondi, Republik Kongo, Loango, 19. Jahrhundert, Holz, Eisen, Gewebe, Porzellan, Farbpigmente, Harz u.a.
Kraftfigur nkisi nkondi, Republik Kongo, Loango, 19. Jahrhundert, Holz, Eisen, Gewebe, Porzellan, Farbpigmente, Harz u.a.
Maske nganga ngombo, Künstler des Pende-Gebiets
Maske nganga ngombo, Künstler des Pende-Gebiets
Standpunkt FdK-Mitgliedern H.+G. Selbstporträt (WV 1-8, 10/10) überreicht verhüllt (Notiz von gestern, Anregung von Alexander: "Demut" als Titel für verhüllte Arbeit?) Ausstellung Karl Schmidt-Rottluff Brücke-Museum "Bild und Selbstbild", Brücke-Museum brueckemuseum-k.jpg Brücke: expressionistische Künstlergruppe (auch KG Brücke genannt) 1905 in Dresden von Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gegründet weitere Mitglieder: Max Pechstein, Otto Mueller und Cuno Amiet, kurzzeitig Emil Nolde und Kees van Dongen Malerbildnis (Selbstbildnis), 1905, Holzschnitt, Erich Heckel malerbildnis-k.jpg Erich Heckel (1883-1970, deutscher Maler und Grafiker Expressionismus) während Schulzeit lernt er Karl Schmidt-Rottluff kennen Mitbegründer "Die Brücke" (1905), übernimmt Geschäftsführung verbringt u.a. Sommermonate mit Schmidt-Rottluff in Dangast, mit Kirchner und Max Pechstein an Moritzburger Teichen (bei Dresden) 1911 Umzug aller "Brücke"-Mitglieder nach Berlin 1913 Auflösung "Brücke" 1913 1. Einzelausstellung bei Fritz Gurlitt in Berlin Mann in jungen Jahren (Selbstbildnis), 1906, Öl auf Leinwand, Erich Heckel erichheckel-k.jpg Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976, Maler, Grafiker und Plastiker, Vertretern deutscher Expressionismus) beginnt 1905 Architekturstudium lernt dort Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Fritz Bleyl kennen gründet mit ihnen Künstlergemeinschaft "Die Brücke" Mann mit Pfeife (Selbstbildnis), 1907, Lithographie, Karl Schmidt-Rottluff rottluff-k.jpg Bilder mit intensiver Leuchtkraft: Verwendung mit unvermischten Primärfarben Selbstbildnis, 1906, Öl auf Pappe, Karl Schmidt-Rottluff rottluff2-k.jpg entwickelt in Berlin zunehmend reduzierte, geometrische Formensprache wird 1937 auf Münchner Ausstellung "Entartete Kunst" diffamiert, 1941 folgen Malverbot und Ausschluss aus Berufsverband Maler Schmidt-Rottluff, 1906, Öl auf Leinwand, Emil Nolde rottluff3-k.jpg Emil Nolde (1867-1956, Maler Expressionismus) nimmt Namen seines Heimatortes Nolde als Künstlernamen an Lehre als Möbelzeichner und Holzschnitzer in Flensburg erster (auch finanzieller) Erfolg mit Zeichnungen von Bergtrollen und Fabelwesen (als Postkarten verlegt) will Maler werden, Münchner Akademie unter Franz von Stuck lehnt ihn ab Studium an privater Malschule von Adolf Hölzel in Dachau und an Académie Julian in Paris geht vom anfänglich romantischen Naturalismus zu eigenständigem Stil über (Farbe = wesentliche Rolle; u.a. farbintensive, leuchtende Blumenbilder) Selbstbildnis mit Zigarre, 1909, Tusche, 8x6,8cm, Max Pechstein pechstein-k.jpg "Mutter", 1916, Holzschnitt, 37x36.6cm, Karl Schmidt-Rottluff (Holzstock, amerikanische Pappel, 37.7x30.6x0.7cm) "Erich Heckel und Otto Mueller beim Schach", 1913, Öl auf Leinwand, Ernst Ludwig Kirchner Selbstbildnis, o.J. (1944), Tusche und Farbstifte, Karl Schmidt-Rottluff rottluff4-k.jpg "Im Atelier", 1950, Öl auf Leinwand, Karl Schmidt-Rottluff Ausstellung Sammlung Ethnologisches Museum museendahlem-k.jpg (1) Abteilung Maja Maja-Gebiet erstreckt sich über 3 geografische Zonen: südliche Hochland mit pazifischen Küstenstreifen, zentrale Tiefland mit tropischem Regenwald und trockene, dicht bewachsene Tieflandzone klassische Zeit: 250-900 n. Chr. Babygesichtige, zwergenhafte Gottheit, ca. 600 v. Chr. (Präklassisch) maja1-k.jpg zeigt starken Einfluss der La Venta-Kultur Errichtung öffentlicher Bauwerke und Palastanlagen = Folge komplexer werdenden sozialen Schichtung im Zentrum der Städte: Plätze für rituelle Ballspiele Gefäß mit Fuß (keine Daten gefunden) maya3-k.jpg große Errungenschaften: komplexes Kalendersystem, Kenntnis astronomischer Zusammenhänge, Hieroglyphen-Schrift klassische Maya lebten mit Kriegen, Opfer und Tod höfische Kultur in klassischer Zeit (250-900 n. Chr.) konkurrierende dynastische Königtümer (zu Ende hin etwa 50 Stadtstaaten) Zentrum der Städte: prunkvolle Palastgebäude des Königshofes und öffentliche Plätze Palastkultur: geprägt von Wohlstand und Überfluss Inschriften und Bildreliefs zeigten göttliche Abstammung der Könige und deren persönliche Leistungen Tod eins Königs: Seele tritt in Unterwelt Xib'alb'a ein, danach folgt Apotheose oder Wiedergeburt Räuchergefäß aus Ton (Sonnengott) maya5-k.jpg Sonnengott: Augen und Mund durchbrochen gearbeitet, Glut scheint durch und Kopalrauch kann abziehen kleine Arme und Beine an Seiten vom Gesicht "Noppen" sicherlich Andeutung Sonnenstrahlen(?) La Venta-Kultur: präklsasische Periode (ca. 1600-200 v. Chr.) 3 Kulturphasen im zentralmexikanischem Hochland: (1) Zacatenco (1200-800 v. Chr.), (2) Tiatilco (1000-300 v. Chr.), (3) Cuicuilco-Ticoman (400-300 v. Chr.) feste dörfliche Siedlungen, Feldbau mit Anbau von Bohnen, Kürbis, Mais, Avocados, Chilipfeffer, Baumwolle Anfänge von Spinnerei und Weberei erste Musikinstrumente aus Ton (Rasseln, Flöten, Okarinas) Vase(?) umsetzen Skulptur, zusammengesetzt (hier ungewollt) Figürchen mit beweglichen Gliedern und maya8-k.jpg Figur mit Öffnung im Bauchbereich (2) Abteilung China Tuschereibstein mit Deckel in Form einer Schildkröte, unglasiertes Steinzeug, Östliche Han-Dynastie (25-220) china1-k.jpg frühchinesische Bronze: bedeutsame Rolle im rituellen Zeremoniell und als Embleme politischer Macht und Autorität Aufkommen der Bronze in 1. Hälfte 2. Jahrtausend v. Chr. von kleiner sozialen Elite in Auftrag gegeben Verwendung Ritualgefäße bei Opferhandlungen dienten zur Zubereitung, Aufbewahrung und zum Opfer von Speisen bzw. zur Aufnahme und zur rituellen Trankspende von gewürztem Hirsewein und Wasser Adler auf einer Kiefer, Hängerolle, TUsche auf Papier, Qi Baishi (1864-1957) china2-k.jpg umsetzen Notizen als Hängerolle veröffentlichen Adler: Symbol der Stärke und Heldenhaftigkeit Kiefer: Sinnbild für langes Leben und Beständigkeit (trotzt Kälte, immergrünes Nadelkleid) Schränkchen mit Spielwerk, Qing-Dynastie, Ära Kangxi (1662-1722), vor 1693 china3-k.jpg Koromandellack-Schränkchen erworben durch Friedrich III, 1693 im Inventarbuch der Kunstkammer von 1694: "Ein chinesisches Kästgen, so auswendig laccirt und mit figuren gezieret ist, inwendig hat es allerhand blumenwerck und figuren, welche, wann das Uhrwerck, so darinnen ist, auffgezogen wird, alle herumblauffen." Zwei Szenen aus der "Geschichte vom Prinzen Genji", Tokugawa-Zeit, 17. Jahrhundert china6-k.jpg Paar sechsteiliger Stellschirme, Tusche und Farben auf Goldgrund Geschichte vom Prinzen Genji wurde auf Fächern, Albumblättern, Stellschirmen, Lackobjekten, Keramiken und Textilien umgesetzt (3) Abteilung Afrika: "Kunst aus Afrika" verbreitete europäische Vorstellung: "Afrikanische Kunst ist primitive Kunst. Afrikanische Kunst ist religiöse Kunst." 3 Fehleinschätzungen: (1) "Es gibt keine afrikanische Kunst" "Der Fremde hat große Augen, aber er sieht nichts." (2) "Kunst aus Afrika ist nicht primitiv" entstammt evolutionistischer Theorie der Kolonialzeit Vorstellung auch Künstler wie Picasso Pablo Picasso oder deutsche Expressionisten verhaftet Afrika sollte Gegenbild europäischer Zivilisation sein und Gegenbild zur als erstarrt empfundene akademische Kunst sein (3) "Kunst aus Afrika kann nicht auf religiöse Kunst redziert werden" Gedenkfigur eines Königs mit Zwillingen, Kamerun, Bangwa, 19. Jahrhundert, Holz afrika1-k.jpg "Gedenkfigur eines Königs und einer Königinmutter" (sollen von König Yu, 1865-1912, geschnitzt worden sein) Plastiken hatten erinnernde, repräsentative, politische, religiöse, persönliche Inhalte Masken sollten Geistwesen verkörpern aber auch rechtliche, erzieherische oder unterhaltende Funktionen haben "Ich schnitze, damit die Leute sagen: 'Wer hat das gemacht?', und so mein Name über Land geht." (Tro, Dan-Künstler) keine anonyme Volkskunst, Künstler damals bekannt Masken oder Plastiken nicht für anonymen Kunstmarkt produziert, sondern für Auftraggeber oder Anlass künstlerische TÄtigkeit meist neben Arbeit als Bauer oder Schmied ausgeübt in Benin Bronzegießer oder Elfenbeinschnitzer in Berufsgruppen oder Gilden organisiert "Manchmal denke ich morgens: Heute gehe ich nicht in meine Pflanzung; ich werde schnitzen. Aber das tue ich dann nur, um mir was zu verdienen. Lieber ginge ich zur Feldarbeit. Dort kann ich doch mal zwischendurch spazieren gehen, während ich beim Schnitzen immerzu denken muss, ob das nun so oder so richtig oder falsch wird." (Blabiboti, Baule-Künstler) Gedenkfigur eines Königs, Kamerun, 2. Hälfte 19. Jahrhundert, Holz, Glasperlen, Kaurischnecken, Stoff afrika3-k.jpg Überziehen von Objekten (Statuen, Hockern und anderen Gegenständen des königlichen Palastes) mit Glasperlen und Kaurischnecken oft grafisch gestaltete Oberfläche schimmernde Farbigkeit = Ausdruck des Reichtums und Macht des Königs Kraftfigur nkisi nkondi, Republik Kongo, Loango, 19. Jahrhundert, Holz, Eisen, Gewebe, Porzellan, Farbpigmente, Harz u.a. afrika5-k.jpg "Kraftfigur nkondi tatu", 19. Jahrhundert, Holz, Eisen, Glas, Schnur, Pflanzenfasern, rote und weiße Farbspuren Maske nganga ngombo, Künstler des Pende-Gebiets afrika7-k.jpg realistisch-expressive Gestaltung stellt männlichen Wahrsager dar verweist durch "weibliche", harmonische Gestaltung auf Fähigkeit des Wahrsagers Aggressivität zu zügeln
Standpunkt 'Ich hoffe mein Leben lang von meiner Kunst zu leben, ohne mich je um einen Strich von meinen Grundsätzen zu entfernen, ohne einen einzigen Augenblick gegen mein Gewissen zu handeln, und auch nur eine Handbreit zu malen, um irgendjemandem zu gefallen oder um besser zu verkaufen.' (Gustave Courbet, 19. Jhd.) Nur Kunst, die mich versucht zu erklären, ist gute Kunst. Was ist das für eine Kunst, die gesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Themen aufgreift, der Künstler selber aber nicht mehr drinnen auftaucht? Kritik und Fragen allgemein am System können doch bestens mit anderen Mitteln ausgedrückt werden (wie Vortrag oder Diskussion). Der Künstler nimmt einen Farbeimer, hält einen Pinsel in der Hand, zerreißt Papier, klebt, pustet, verwischt, zieht Linien mit dem Stift: er arbeitet mit seinem Körper, seinem Wissen, dem Erlebten, seinen Gedanken und Gefühlen. Und genau das sollte doch Teil seiner Arbeit sein. Das macht sie einmalig. Weil er Mensch ist und sich damit einzigartig verhält. Er ist Mittelpunkt seines Lebens, seiner Stadt, der Erde, des Sonnensystems, des Kosmos. Wenn dann ist doch SEIN Blick interessant, nicht der der Gesellschaft und der Wissenschaft. (noch unkorrigiert, morgen in Klassenraum aufhängen!) verhüllt Einzelgespräch Alberti Wolfgang Alberti Holzwerkstatt Bilderrahmen 64x84cm mit Flügeltüren hergestellt Bilderrahmen-Leisten aus Ahornholz 4 x jeweils 1 Seite von Holzleiste mit 45° Schleifen an Hobelbank Rahmenspanner vorbereitet (lose um Rahmung gelegt) Stellen geleihmt, vorher leicht nass gemacht danach Rahmenspanner angelegt und festgedreht Flügeltüren aus unbearbeiteten Holzleisten hergestellt 2 Seiten geradegesägt, danach hat Alberti Wolfgang Alberti restliche Schritte übernommen (genaue Höhe und Breite) 2 x Holzplatten 10mm zurechtgesägt, Kanten 45° testweise angelegt, am Mittwoch alles zusammenfügen inkl. Scharniere Kurs Video Rewind Einführungsveranstaltung Zuerst dachte ich, dass ich erst kommendes Semester einen großen Schein machen kann, weil mich keine Vorlesung wirklich interessierte. Hier geht es aber u.a. um Narzissmus Narzissmus im Video. Für eine Hausarbeit kann ich mir Narzissmus Narzissmus in der Kunst allgemein vorstellen. Beim kommenden Termin besprechen! 2 x von Professor öffentlich erwähnt (wohl wegen meiner "Friedrich Fröhlich Promo Chris Burden Promo") Themengruppen (1) Videotheorie Vilém Flusser : "Ins Universum der technischen Bilder" Yvonne Spielmann: "Video. Das Reflexive Medium" Wolfgang Ernst: "Gibt es eine spezifische Videozität?" (2) Video Narziss / Video Closed Circuit Basistext: Rosalind Krauss: "Video: The Aesthetics of Narcissism" Selbstbezüglichkeit im Video Video = narzisstisches Medium Video fungiert als Spiegel Künstlerpositionen u.a. Vito Acconci, Friederike Pezold ("Die neue leibhaftige Zeichensprache"), Ulrike Rosenbach ("Tanz für eine Frau"), Pipilotti Rist, Ryan Trecartin evtl. hier Vortrag oder Protokoll machen, später für großen Schein Hausarbeit über Narzissmus Narzissmus in der Kunst (beim kommenden Treff mit Daniels Dieter Daniels besprechen!) (3) Video Mass Media / Video Politics Basistext: McLihan und elektronische Medien (4) Videoüberwachung / Videokontrolle Künstlerpositionen: u.a. Bruce Nauman ("Video Surveillance Piece", 1969-1970), Dan Graham ("Present Continuous Past(s)", 1974), Michael Klier ("Der Riese", 1983), Harun Farocki (5) Audiovision im Video Künstlerpositionen: u.a. Nam June Paik ("Exposition of Musik", "Electronic Television", 1963), Edith Decker, Steina Vasulka ("Violin Power", 1969-1978) (6) Videosynthesizer und Prozessoren, (7) Musikvideo, (8) Online Video / Viral Video
kleine Vorschau Selbstporträt (Ausdruck)
kleine Vorschau Selbstporträt (Ausdruck)
Die Dornenkrönung, 1620, Anthonis van Dyck, Museo del Prado, Madrid
Die Dornenkrönung, 1620, Anthonis van Dyck, Museo del Prado, Madrid
Ecce Homo, 1526, Quentin Massys, Dogenpalast, Venedig
Ecce Homo, 1526, Quentin Massys, Dogenpalast, Venedig
1. Wandelbild mit heiligem Antonius (rechts) und heiligem Sebastian (links), Isenheimer Altar, Matthias Grünewald
1. Wandelbild mit heiligem Antonius (rechts) und heiligem Sebastian (links), Isenheimer Altar, Matthias Grünewald
Self, 2001, Marc Quinn
Self, 2001, Marc Quinn
Geradenbild (siehe auch Dreinagelkruzifix vom 12.1. , Kreuzigung vom 17.10.2012 ) Standpunkt "Das Leiden Friedrich Fröhlichs war groß von der Bitterkeit der Schmerzen und Schmach der Verspottung, aber überreich fruchtbar an Heil und Nutzen" (frei nach Jacobus de Voragine, "Von der Passion des Herrn", Legenda Aurea) Motiv in Anlehnung an Kreuzigung Jesu übereinandergeschlagene Füße, dünne, knochige Beine dicke Geraden als Stacheln, hart, wehtuend, durchschlagend Kunstgeschichte Die Dornenkrönung, 1620, Anthonis van Dyck, Museo del Prado, Madrid dornenkroenung-k.jpg Geraden mit Verweis auf Dornenkrone, 3. Verspottung im Haus des Pilatus Soldaten setzen Jesus Jesus Dornenkranz auf und grüßen ihn: "Heil dir, König der Juden!" Ecce Homo, 1526, Quentin Massys, Dogenpalast, Venedig eccehomo-k.jpg nach Verspottungen lässt Pilatus Jesus Jesus vorführen / Hohenpriester und ihre Diener schreien: "Ans Kreuz mit ihm!" weit verbreitetes Symbol Passion: Hammer und Nägel umsetzen Motiv gekreuzte Beine evtl. für Holzfräsung nutzen Isenheimer Altar 1. Wandelbild mit heiligem Antonius (rechts) und heiligem Sebastian (links), Isenheimer Altar, Matthias Grünewald schaubild-k.jpg Konservierung und Bewahrung lebendiger Formen: Marc Quinn Marc Quinn (britischer Künstler) Self: Selbstbildnis, realisiert mit 4,5 Liter seines Blutes in Abguss seines Kopfes gefüllt bei Minustemperaturen aufbewahrt Self, 2001, Marc Quinn Marc Quinn quinn-k.jpg Tradition Künstler, von Dürer über Rembrandt bis Van Gogh (und hier Quinn): Darstellung eigener Person als heroische Gestalt, als Jesus Jesus oder antike christliche Märtyrer (passt ja zu mir!)
Werkstatt AV-Labor Geradenbild Hockender Akt (WV 1-4) noch einmal geplottet Papiergröße: 120x120 Motivgröße: durch Plotter bestimmt (wie gestern festgelegt) Standpunkt 2016-03-18.mp3 fehlerhafte Aufnahmen im Vorfeld Notizen (noch unkorrigiert) Bei der Vorstellung, dass ich für die Fingerzeichnungen das Motiv durch das Papier hab durchscheinen lassen und so immer wusste, wo ungefähr welcher Strich zu ziehen sei, komme ich mir wie ein Betrüger vor. Obwohl ich inzwischen mitbekommen habe, dass auch Maler teilweise einen Tageslichtprojektor verwenden, um das zu malende Motiv auf Leinwand vorzuskizzieren. Vor allem aber bemerke ich beim Zeichnen, dass ich ohne prüfendem Blick (der ja sein müsste, würde ich ein Selbstporträt ohne Vorlage erstellen) arbeite. Ich bin also im Moment Moment des Zeichnens nicht wirklich am Motiv. Ich sehe nicht wirklich die Nase vor mir, die noch zu zeichnen ist. Ich pause sie bzw. einige Umrisslinien halt lediglich ab. Das lässt mir den zeichnerischen Augenblick fast komplett unwichtig erscheinen. So habe ich nach Vollendung auch nicht das Gefühl, wirklich gezeichnet zu haben. Zwar zeichne ich am Ende ja auch nicht Linie für Linie nach, sondern verwende das Foto hinter dem Papier nur als Anhaltspunkt für die Fingerzeichnung. Aber es ist eben doch nicht das selbe, wie wenn ich konzentriert mit wachem Auge ein Selbstporträt zeichnen würde (wie über einen Spiegel). Mein Problem ist nur: ich kann gar nicht freihand zeichnen! Vor einigen Jahren hatte ich mal probiert bei Aktzeichenkursen Menschen zu zeichnen. Diese Stunden empfand ich jedoch als quälend langweilig (davon abgesehen, dass das Ergebnis nie stimmte). Auch fehlte mir die Motivation für mich fremde Personen zu zeichnen. Nicht der menschliche Körper im allgemeinen sondern mein eigener Körper interessiert mich. Aber selbst vorm Spiegel war mir nach einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr nach Zeichnen zu Mute. Was heißt das nun aber? 1. Ich möchte nicht nach Vorlage zeichen, weil ich so das Motiv nicht wirklich beobachte sondern lediglich halb im schlafenden Zustand kopiere. 2. Mir wird beim Zeichnen ohne zweidimensionaler Vorlage schnell langweilig bzw. ich merke schnell, dass das Ergebnis nicht meinen Erwartungen entspricht. Gleichzeitig verspüre ich nicht den Drang Wochen lang zu üben. Das wird wohl auch der Grund sein, warum ich gerne am Computer ein Motiv entwerfe, viele Stunden herumprobiere, Ergebnisse ausdrucke, überarbeite und schließlich zu einem Ergebnis komme. Die künstlerische Arbeit liegt im ständigen Entwickeln und Verwerfen. Ein Vorgehen, was bei Freihandzeichnung zu unendlich vielen radierten Stellen führen würde (hätte vielleicht auch was?). Beim maschinellen Zeichnen liegt der künstlerische Moment Moment (wie immer ein schönes Wort und hoch begehrt in der Hochschule) im Vorfeld der zu machenden Arbeit. Der Plottvorgang selber ist dann extrem langweilig (vor allem bei sehr großen Arbeiten). Eine Lösung wäre das Schaffen von Selbstporträts (mit Stift oder Pinsel), wo ich mir das Recht nehme ständige - und damit meine ich ständige - Korrekturen vorzunehmen. Bei Malerei würde ich ganze Bereiche wieder weiß übertünchen, bei Stiften versuchen mit dem Radierer oder einem weißen Lack die Stellen zu löschen, die mir nicht mehr gefallen. Die Korrigiermethode müsste so sein, dass ich relativ schnell, am besten wenige Momente später, die Stelle wieder neu bespielen könnte. Das Ergebnis dürfte dann wirr, unfertig und sogar teilweise zerissen sein. Ich glaube, dass mir der Schaffensprozess dann aber Spaß machen würde. Und solange das Ergebnis nicht so ausschaut, als müsste es in den Papierkorb wandern, wäre das doch eine Überlegung, oder? 12:00-12:30 Vorbereitung 2 starke Pappleisten als Erweiterung der Hände benutzt, um Papier in Maschine zu rollen Papier von hinten eingezogen (mehr Platz, da Rollen nach vorne hin näher an Auflagefläche) dadurch: keine Knicke! 1. Ebene: 12:30-14:30 2. Ebene: 14:30-[vergessen] 3. Ebene: [vergessen]-18:00 Gesamtzeit: 6.5h (inkl. Plattzuschnitt) Standpunkt umsetzen bei Verkauf: Arbeitszeit (>40€/h) zum eigentlichen Preis dazurechnen = >240€ Hintergrund: Plotterzeit ist für mich nur noch Abarbeiten, ohne künstlerischem Wert wie Rahmung von Arbeit wäre diese Tätigkeit eigentlich an andere Person abzugeben umsetzen 1. fehlerfreie Plotterzeichnung "Hockender Akt" rahmen (hinter Abstandsleiste einklemmen) 1cm um Bildbereich abschneiden (ergibt rund 122x122cm) heutiges Ergebnis für möglichen Verkauf einlagern umsetzen Meerbild in 150x100cm umsetzen mögliche Kurse für SS 16 benötige noch 1 großen Schein (Vortrag und Hausarbeit) (1) Video Rewind Videokunst, Anfänge, Erbe und Aktualisierung in zeitgenössischen Formaten Analyse exemplarischer Beispiele (u.a. Nam June Paik, Bruce Nauman, Vito Acconci, Woody und Steina Vasulka, Dara Birnbaum, Hito Steyerl, Pipilotti Rist …) theoretische Texte (Marshall McLuhan, Rosalind Krauss, Yvonne Spielmann, Vilém Flusser …) (2) Grundlagen philosophischer Kunsttheorie Theoriebildung in "Kritik der Urteilskraft" (Immanuel Kant, 1790) bei Kunst und Ästhetik geprägt Kant Begriffe "Schöne" und "Erhabene" Martin Heidegger "Der Ursprung des Kunstwerkes" und Walter Benjamin "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" in Gegenüberstellung zu Arbeiten von Jacques Rancière, Georges Didi-Huberman
umsetzen Unter Geradenbilder, auf Vorderseite von Flügeltür oder als Arbeitstitel kleine Gedanken äußern (maschinen- oder handgeschrieben) wie: "Konnte ich ahnen, dass …", "Wusstest du, dass …", "Ein Ruck und das ganze Leben …", "Die 1083. Gerade brachte mich ins Wanken und ich fiel.", "Jeder Gedanke …" Standpunkt Themen, die für mich Geraden behandeln, auch wenn ich es nicht explizit äußere: Instabilität des Seins, Zufall / Determinismus, Sinnsuche, Kosmos, Zusammenhänge, Gedanken und Handlungen, Materie / fließender Übergang immer in Bezug auf mich, auch weil mich die Fragestellungen schon so beschäftigen (nicht projektbezogen und erzwungen) bei den Themen führt Verhüllung / absolute Abschottung und teilweise Enthüllung immer zu einer Stärkung der Arbeit Kurs Atelierbesuch bei Clemens [+] skizziert viele Ideen mit Farbstiften, handschriftliche Notizen [+] versucht keine Technik wie Beamer zu benutzen, da diese zu viel Zeit im Aufbau benötigen [+] verkompliziert Arbeiten nicht durch ungewöhnliche Verwendung von Materialien (Malerei findet auf Leinwand statt) [+] Träger (Leinwand) wird skulptural [+] auch wenn keine Selbstporträts: Arbeiten entstehen aus ihm heraus / sind seine Themen (Kommunikation, sexuelle Orientierung), nicht die Themen der Menschheit (politisch / gesellschaftskritisch) Warum müssen meine Arbeiten unbedingt gesehen werden (seine Arbeiten benötigen Kommunikation, meine funktionieren gänzlich ohne Besucher)? über Relevanz in der Kunst geredet: eigentlich gibt es sie nicht über Ausstellungsbeteiligung geredet: für etwas Selbstbestätigung, aber auch zum Kommunizieren
Standpunkt 2016-03-03-1.mp3 2016-03-03-2.mp3 Werkstatt AV-Labor umsetzen Körperstudie von gestern mit Plotterbreite/-höhe 1196mm und Blattbreite/-höhe 1300mm (oder 1250mm) umsetzen Anfangspunkte bei eigentlich außerhalb liegenden Geraden somit Teil der Arbeit Rollspuren ebenfalls sichtbar vor Beginn Fadenkreuz zum späteren einfachen Beschneiden einfügen (Nachtrag: geht gar nicht) stattdessen: lange Gerade oben und unten 1mm außerhalb entgültigem Blattbereich Plotterzeichnungen werden, solange ich handelsübliche Stifte verwende, immer leichte Unregelmäßigkeiten im Tintenfluss aufweisen. Auch gibt es kleine Auslasser, die anscheinend vom Papier herrühren. Was für mich nicht mehr akzeptabel wäre, sind große Aussetzer, die vor allem wegen meiner Nichtkontrolle auftreten. Auch Knicke im Papier müssen vermieden werden, da diese nur auf unsachtgemäße Behandlung zurückzuführen wären. umsetzen nach Buchmesse / Meisterausstellung (ab 20.3.) zu Alberti Wolfgang Alberti wegen Herstellung Rahmung / verhüllender Flügeltür für hockende Studie 1. Ebene: 10:45-13:15, inkl. teilweise doppeltem Plott (zu wenig Tinte) gute Entscheidung mit mehreren Ebenen zu arbeiten evtl. statt 3 Ebenen: 10, damit flächige Unregelmäßigkeiten gar nicht mehr auffallen, doppelter Plott dann nicht notwendig schwache Linien (eigentlich ungewollt) erzeugen Räumlichkeit 2. und 3. Ebene: 13:15-16:45 Gesamtzeit: 6h Bildbereich: 1196mm + 2*10mm Rollenbreite + 2*10mm zusätzlicher Abstand = 1236mm, gerundet 120cm (zusätzlicher Abstand nur 0,5cm je Seite) oder Blattmaße: 124cm Kati ist der Meinung, ich wäre zu streng, was korrekte Rahmung im restauratorischen Hinblick. Wichtiger ist am Ende die sichtbare Ebene, wie Rahmung, Passepartout, Abstandsleiste, die die Arbeit untersützt. 1 Stück Versandhülsen Durchmesser 20cm x Länge 167cm (für 2 x hockende Körperstudie) 2 Stück Versandhülsen Durchmesser 20cm x Länge 124cm (für 2 x stehende Körperstudie, 2 x Narzisse o.ö.) zwischen Arbeit und Versandhülse (säurefreies) Seidenpapier legen, mit Abstand zur Wand durch umschließendes Papierband bei kleineren Arbeiten (bis 80x100cm) Mappen selber herstellen (Graukarton besorgen) und unter Arbeitstisch legen
(Ein Gedicht von Nichtkünstler Friedrich Fröhlich, 19.2.2016)
(Ein Gedicht von Nichtkünstler Friedrich Fröhlich, 19.2.2016)
Standpunkt 2016-02-19.mp3 (Ein Gedicht von Nichtkünstler Friedrich Fröhlich, 19.2.2016) gedicht.jpg Standpunkt "Malerei ist nicht dazu da Wohnungswände zu schmücken. Sie ist eine Waffe des offensiven und defensiven Kampfes gegen den Feind." (P.) dem 1. Satz möchte ich gerne zustimmen ob Malerei oder andere Form des Ausdrucks: es sollte nicht nur Dekoration, "schön", "interessant" sein (aktuell mein Hauptproblem bei HGB Rundgang neben Hinterfragung Gegenwartskunst) Was aber ist ein heutiger Feind? Man selber? Das Abgesichertsein und damit einhergehende Schläfrigkeit (siehe Schlaraffenland)? Der Tod als Feind, der aber nie besiegt werden kann (=aussichtslos) / will (=unerträgliche Vorstellung ewigen Lebens)? Nicht: Was KÖNNTE mein Feind sein (also ausgedacht, nachträglich dazu auserkohren = Sinnhaftigkeit hinterfragbar), sondern: Was IST mein Feind? Motiv der Trägheit, Schläfrigkeit, versorgt sein umsetzen Trägheit in Geradenbild (Selbstporträt, evtl. mit Totenschädel, Kopf zur Seite geneigt, abstützend) umsetzen
(Totenschädel mit Clown-Nase), altes Geradenbild mit rotem Karton auf Glas
(Totenschädel mit Clown-Nase), altes Geradenbild mit rotem Karton auf Glas
Entwurf für großes Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung und schwarzer Aquarellfarbe
Entwurf für großes Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung und schwarzer Aquarellfarbe
Standpunkt 2016-02-15-2.mp3 HGB Rundgang 2016 2016-02-15.mp3 verhüllte Flurarbeit abgehangen Einzelgespräch mit Bachmann mit Besprechung Fräse-Material angefangen danach gut 2 Stunden über fehlende Fußsohlen-Abbildungen für Aktzeichenkurse, über menschlichen Ausdauervorteil bei der Jagd nach Nahrung, über Whisky Alkohol, Wein und Geschmack, über die Moderne, über Planeten-Entdeckung, über Naturforscher, über Spezialisierung in der Wissenschaft und Zugang für Laien, über das (für mich nachvollziehbare) Unverständnis der Bevölkerung gegenüber staatlicher Kunstförderung und über Verlangen nach "ehrlichem Schaffensdrang" geredet insgesamt: sehr anregend, hat mich auch wieder im Verhüllen bestärkt notiert unbedingt: großes Geradenbild von Ramses herstellen ("Katze auf Tisch" o.ä.) notiert Zweifel Zweifel an der Kunst allgemein und damit Zweifel Zweifel am eigenen Schaffen nicht verbergen, Problem offensiv hinaustragen Geradenbild umsetzen Idee Flügeltür für verhüllte Arbeit im kleinen Format umsetzen Entwurf für großes Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung und schwarzer Aquarellfarbe ganzkoerper_tusche-k.jpg umsetzen (1) amorphe Formen aus Geraden (je Form unterschiedliche Winkel und Farben) (2) Idee (1) mit Formen, die auf großem Bild aneinander gelegt sind (3) kleine quadratische Zeichnungen aus jeweils 1 Linie
Friedrich Fröhlich, überzeugt von seiner Kunst (1 x Wein, 5 x Ouzo) HGB Rundgang 2016 Standpunkt (Sprachnotiz von gestern Abend) 2016-02-12.mp3 Zusammenfassung: Gefühl auszustellen aber nicht teilzunehmen Verhüllung nehme ich selber nicht als künstlerische Arbeit wahr Stimmungsschwankung im Modus des Gesehenwerdens (Reaktion erwartet, aber es kann keine Reaktion auf eigentliche Arbeit erfolgen = sehr unzufrieden) ich befriedige eigenes Bedürfnis nach Erfahren von Besucher-Reaktion nicht Zustand hinnehmen: nicht gut, da sich Desinteresse am Zeigen überhaupt einstellen würde = kein Bezug mehr zur eigenen Ausstellung es sollte schon eine innere (positive oder negative) Regung in mir stattfinden es wäre gut, würde Verhüllung selber zu einer Besucher-Reaktion führen (kann durch Titel unterstützt werden) Besucher können(!) nur darauf reagieren, was sie sehen = anfänglich immer sehr oberflächlich kleinteilige Arbeiten: näher herantreten, länger betrachten großflächlige Arbeiten: schon von weitem erfahrbar am Ende aber kein wirklicher "Vorteil" für kleinteilige Arbeiten denn: Verweildauer hat nichts(!) mit immaterieller Auseinandersetzung zu tun Reicht dem Künstler eine oberflächliche Betrachtung seiner Arbeit? Rundgang für "tiefere" Auseinandersetzung evtl. nicht geeignet (wird als Event / Party / Familienausflug gesehen) augenscheinlich nicht mit Arbeiten befasst, nur an Oberfläche gekratzt = sehe das nicht negativ, denn das ist normal greift aber meine Kritik an Gegenwartskunst auf: ich sehe, kann aber (ohne Text) nichts damit anfangen / keine Regung ohne Ausdruck, der sofort spürbar ist viele Arbeiten funktionieren eigentlich nicht nur durchs Betrachten wiederum habe ich ein Problem mit erklärenden Texten, da für mich eine Arbeit ohne diesen auch "funktionieren" sollte Ziel: solange verhüllen, wie ich es selber nicht schaffe, es "besser" zu machen oberflächliches Betrachten bringt mir nur kurzfristig etwas (siehe Geradenbilder letzter Rundgang) Geradenbilder wurden wegen besonderer Technik / grafischem Element intensiv beäugt = oberflächlich kurzfristige Befriedigung durch Reaktion, aber langfristige Auseinandersetzung vermisst Marios Marios Porträt mit geschlossenen Augen, leicht lächelnd, träumend kommt gut an, ist aber eher effekthascherisch ich brauche keinen Zuspruch, nur weil Oberfläche neu, anders ist (das geht in Richtung Design / Produkt / Auffallen / Konsumenten / Bindung / Wettbewerb) Aufsicht Gespräch mit Besucher über Verhüllung / Oberflächenbetonung / Wirkung / Parallele zur katholischen Kirche Konsum / schnell fotografieren, dabei keine wirkliche Auseinandersetzung mit Arbeit möglich Inszenierung eigener Person mit Kunst (Bilder horten / veröffentlichen) 1. gute Auseinandersetzung mit Besucher all meine Gedanken zur Verhüllung wurden vom Besucher selber angesprochen 1 Sekunde angeschaut: 1x 2 Sekunden: 1x 4 Sekunden: 1x 5 Sekunden: 3x (genaue Oberflächenbetrachtung) 7 Sekunden: 2x 8 Sekunden: 3x 10 Sekunden: 2x 12 Sekunden: 1x 14 Sekunden: 1x ("Engel" in Oberfläche entdeckt) Wie direkter auf Verhüllung der eigentlichen Arbeit verweisen, ohne Titel oder Text?
verhüllt Standpunkt "Den Optimismus, das Kunst etwas kann, was allen anderen Gebieten versagt bleibt, möchte ich mein Eigen nennen. Die Energie, die Kunst inne hat und die unbedingt hinausgetragen werden will, möchte ich finden. Der Weg dorthin wird die Verhüllung sein." (mit Notizen von gestern) HGB Rundgang 2016 Alberti Wolfgang Alberti wegen Zuschnitt verhülltes Kreuz aufgesucht bei Ohme Fräsearbeit abgeholt und gesäubert umsetzen sollten Holzleisten auf Glas doch nicht halten (recht schwer) bei Spiegel- und Glasschleiferei wegen Bohrung von Löchern anfragen Klasse Bildende Kunst Vorbereitung Rundgang Fräsearbeit schwarz getüncht, danach mit Walze weiß übermalt Rückseite mit Waschbenzin gereinigt Ergebnis überraschend gut morgen lackieren, danach Ohme und Bachmann zeigen umsetzen statt schwarz tünchen: durch Rauch bzw. oberflächliches leichtes Verbrennen dunkle Flächen erzeugen Einzelgespräch Alberti Wolfgang Alberti Außenmaße Holzplatten für verhülltes Kreuz skizziert bei Alberti Wolfgang Alberti gesägt, auch für Klassenarbeit (45°-Schnitte) Holzbearbeitung sehr präzise ausführbar, da gute Werkstattausstattung
verhüllt Standpunkt Kunstkritik ausgedruckt, im Klassenraum aufgehangen u.a. "Das Verhüllen von Kunst zeigt, was ich über Gegenwartskunst denke." "Warum zeigen?" "Sie kann also wachsen, ohne störendem Einfluss von außen. Sie kann andere, neue Wege gehen. Sie kann aber auch scheitern. Nur weiß das der Betrachter?" "Vibrieren, weil in dem Kasten selber etwas blüht, quillt, den Rahmen zu sprengen droht. Das, was der Kunst abhanden gekommen ist, die eigene Position und der Blick in die Zukunft, kann wiedergeboren werden, ohne Altes zu wiederholen!" "Verhüllte Kunst ist alles und nichts. Verhüllte Kunst ist tot und voller Lebenskraft zugleich. Verhüllte Kunst verweigert sich dem Gesehen werden und hinterfragt damit alle andere Kunst." vordere Holzplatte mit Holzleisten verbunden, genagelt, für Dienstag im Klassenraum aufbewahrt
3 Körperstudien (mz), Tusche auf Papier, jw. ca. 42x110cm
3 Körperstudien (mz), Tusche auf Papier, jw. ca. 42x110cm
Standpunkt (von morgen: Gedanken mit 1x daumennagellänge Whisky Alkohol) 2016-01-22.mp3 Nachtrag: "Richtig" heißt, dass es mir nicht mehr wie eine oberflächliche Spielerei ("lalala") vorkommt. Spielen ist wichtig in der Kunst! Aber es sollte wenn dann eine ausdauernde und damit tiefgründige(?) Spielerei sein. ausdauernd = im Schaffensrausch sein(?) HGB Rundgang 2016 Reaktion Mark Helmut Mark wegen meiner Einreichung (verhüllte Arbeit) für Pressematerial HGB-Rundgang: "für ein pressefoto waere ein etwas 'signifikanteres' Motiv vorteilhafter. z.b. ein foto einer deiner Portraitzeichnungen. […]" Meine Antwort: "Da muss ich mich dann innerlich winden, weil ich ja bei diesem Rundgang eben ZEIGEN möchte, aber gleichzeitig nicht GESEHEN werden will. […]" Geradenbild Werkstatt AV-Labor 3 Körperstudien geplottet 3 Körperstudien (mz), Tusche auf Papier, jw. ca. 42x110cm drei1.jpg Größe je ca. 42x110cm (1) mit 360°-Drehung da sich nach 180° Geraden visuell noch einmal um 360° drehen, entsteht Windungseffekt (2) stachelig, Winkelabweichung max: 360° (3) durch Dopplung der Geraden entsteht sichtbare Bewegung (nicht nur theoretisch) Fokus auf Brustbereich durch Festlegung Mittelpunkt der Drehung (-1°) umsetzen Ergebnisse oben und unten zwischen Holzleisten klemmen statt klemmen: jeweils 3 Nägel durch Holzleisten, Blatt sicherheitshalber an Löchern mit Klebestreifen festigen Konstruktion mit Schnur an Wand befestigen bei Alberti Wolfgang Alberti wegen 45°-Sägen angefragt; am 1.2. Treff vereinbart
verhülltes Kreuz, Katholische Kirche Kärnten
verhülltes Kreuz, Katholische Kirche Kärnten
kein Signal, Jens Nedowlatschil
"kein Signal", Jens Nedowlatschil
Standpunkt In den Geradenbildern, also nicht im Motiv sondern in meinem die Gerade betreffenden theoretischen Ansatz, sehe ich aktuell den verzweifelten Versuch etwas zu finden, was so rudimentär ist, dass es nicht mehr hinterfragt werden kann. Also etwas, was als Fundament bereitsteht, um darauf aufbauend Kunst zu machen, die nicht beliebig auswechselbar ist. Kunst, die unausweichlich gemacht werden muss. Leider erkenne ich immer mehr, dass das ein Gedanke der Moderne ist. Und die extremen Äußerungen ('Ich habe die Malerei getötet.' etc.) und Vorstellungen, was Kunst zu sein hat, haben sich nicht durchsetzen können. Die Kunst blühte auf. In alle Richtungen. Keiner schien recht gehabt zu haben! Und warum dies noch einmal wiederholen? Ich kann aus dem Scheitern lernen. Und lernen heißt auch: darauf reagieren. Verhüllt! 2016-01-12.mp3 Friedrich Fröhlich, überzeugt verhülltes Kreuz vehüllt umsetzen Kreuz verhüllen Spanplatten nach Kreuz-Umriss zusägen Bedeutung Nägel / Dreinagelkruzifix / Viernageltypus (bis zur Gotik) verhülltes Kreuz, Katholische Kirche Kärnten verhuelltkreuz-k.jpg Kreuzverhüllung am 5. Sonntag (alter Passionssonntag) der Fastenzeit wird Kreuz verhüllt seit Messbuch (1570) überliefert: "Vor der ersten Vesper des Passionssonntages werden die Kreuze und Bilder verhüllt." Heiligenfiguren und Kreuze mit violetten Tüchern verhüllt "Wir Menschen fürchten das Kreuz. Selbst Petrus, der Jünger Jesu, schreckte davor zurück. Und doch ist in keinem anderen Zeichen Heil außer im Kreuz." Kreuz seit 3. Jahrhundert ein Zeichen der Auferstehung, nicht so sehr des Todes "kein Signal", Jens Nedowlatschil keinsignal-k.jpg Verhüllung soll auf Jesus Jesus Leidenszeit verweisen ? seit 1000 n. Chr. auch ganzen Chorraum, später nur noch Hauptaltar mit Fastentuch / Hungertuch verhüllt Hungertuch später mit Motiven gefüllt, zuvor schlicht insgesamt: Verhüllung im Christentum über Jahrhunderte stark verändert, also nichts statisches Klasse Bildende Kunst Besprechung Rundgang Vorstellung verhüllter liegender Akt über Triptychon uneinig evtl. weiße Rahmung sichtbar lassen, nicht gänzlich verhüllen für Flurarbeit: statt 3-Teilung 2 große Platte verwenden danach klein sägen (für weitere Verhüllungen nutzen) Hausmeister wegen Bohrung gefragt, Kabel und Wanddicke Putz anscheinend nicht mehr mit Mauerwerk verbunden, könnte abfallen beim Bohren wenn ich Lochpositionen weiß, ihm Bescheid geben morgen: liegenden Akt rahmen, überlegen, wie Verhüllung bei Magnetrahmen allgemein gehen könnte Einzelgespräch mit Mark Helmut Mark (1) Vorbereitung a) meine Vorstellung: verhüllte Arbeit im Klassenraum als 1. öffentlich gezeigte verhüllte Arbeit ansehen (wie Schwarze Quadrat 1914/15 als Nullpunkt), dementsprechend präsentieren b) andere Form als Triptychon wählen (schon zu komplex) sobald Arbeiten irgendwann einmal bekannt: dann auch besondere Formen nutzen also: 1 Quadrat oder Rechteck, Bilderrahmen sichtbar c) Größe: nicht 79.5cm² (zu sehr an Malewitsch Kasimir Malewitsch angelehnt)? nicht zu speziell (wenn Arbeit 40x50cm, dann Verhüllung 50x60cm anstatt enger an eigentlicher Arbeitsgröße?) d) möchte sie nicht in Petersburger Hängung sehen, soll einzeln wahrgenommen werden können, auf Augenhöhe Oder in der Ecke, leicht erhöht? (2) Gespräch soll kein Sklave meiner Regeln werden Thema Bilderverbot als Betrachter Inhalt weniger wichtig, Ergebnis muss sinnlich sein sein Vorschlag: Verhüllung im Portraitformat Titel (Bsp): "Selbstbildnis" Materialangaben (Bsp): Spanplatten, Holzkiste, Fotografie wichtig: Verhüllen, ohne Glas wegnehmen zu müssen mehrere Tests machen mit unterschdl. Verhüllung durchführen kommendes Klassentreffen im Atelier
Standpunkt radikal Die heutige Besprechung habe ich genutzt, um meine Idee der verhüllten Arbeit darzulegen. Und es war eine gute Entscheidung. Es hat mich darin bestärkt, konsequent an der Umsetzung zu arbeiten. Das heißt: radikal (schlimmes Wort) vorzugehen, die Verhüllung wirklich nicht zu signieren, meinen Standpunkt / meine Verweigerung etwas zu zeigen kurz zu erläutern (Dilemma zwischen Drang sich zu äußern und gleichzeitiger Infragestellung der über-menschlichen Bedeutung des Gezeigten, aber auch in Bezug auf die zeitgenössische Kunst). Nun stehe ich vor der Frage, ob ich bereits in der Hochschule konsequent verhüllen sollte. Denn so habe ich es wärend des Gesprächs dargelegt. Wühler hatte insofern recht, dass ich immer noch andere Arbeiten / Arbeiten ohne Verhüllung während meiner bisherigen Studienzeit zeigte. Die Frage ist nun: Ist die Hochschule für mich ein Ort, den ich als Lernort verstehe (wo ich also etwas zeigen sollte, um an Kritik lernen zu können)? Oder sehe ich - speziell den Rundgang - schon als in die Öffentlichkeit treten an? Konsequent wäre ich, würde ich die Arbeiten (Ganzkörperporträts) nicht zeigen, also würde ich sie vor Ausstellungsbeginn verhüllen. Sie wären zwar da, aber nicht ansehbar. Was hindert mich daran, es wirklich jetzt schon umzusetzen? Es ist - so vermute ich - das Gefühl der Anerkennung, die ich beim letzten Rundgang aufgrund der Geradenbilder erhielt (viele Besucher sprachen mich an, einer kaufte eine der gezeigten Arbeit) und nach der ich mich nun (ob ich will oder nicht) wieder sehne. Ist es aber nicht genau der Grund, warum ich eigentlich verhüllen will? Den Mittelweg finden zwischen primitiver (menschlicher!) Triebbefriedigung und dem Wissen der Nichtwichtigkeit allen Menschlichen? Ich verstehe jetzt den Kommilitonen, der, bevor er seine Malereien unkenntlich macht, Fotos von ihn anfertigt. Er kann nicht loslassen, kann etwas selber als gut Befundenes nicht wirklich zerstören, ist nicht konsequent. Ich ebenfalls nicht. Menschlich. Aber im Künstlerischen überwindbar? Ich setze ja nicht mein Leben aufs Spiel. Es geht um Kunst! Und viel Kunst landet eh auf dem Dachboden oder im Abfalleimer! Demut! Ich zerreise mich gerade selber. Das Dilemma wird fühlbar, tut direkt weh, ist nicht nur noch ein Gedankenkonstrukt. Es wird real. 1x daumennagellänge Whisky Alkohol Friedrich Fröhlich, evtl. inkonsequent Kurs Farbe Weiss [NOCH BEARBEITEN!!!] (1) BILD "Weiß auf Weiß", 1918, Malewitsch Kasimir Malewitsch visueller Nullpunkt Krisenherd in der Malerei bessere Welt prognostiziert (positive Sichtweise) mit geometrischem Vokabluar bearbeitet (Quadrat in Schräglage) (2) BILD Alexander Rodtschenko, Schwarz auf Schwarz, 1919 Ende der Kunst prognostiziert (negative Sichtweise) (3) Yves Klein: 1. monochrome Arbeiten Sartre "Sein und das Nichts" GOOGLEN "Jetzt habe ich …………." "Ich sehe mich, weil man sich sieht"………… reflektiertes Sehen (besonders bei leeren Bildflächen, betrachten von anderen, wie sie Arbeit wahrnehmen) Tom Friedman, "1000 Hours of staying", 1992-97 GOOGLEN Form und Inhalt ändern sich nicht, selbst wenn er nicht 1000 Stunden drauf geschaut hätte Karin Sander "Zeigen", 2009/10 GOOGLEN weiße Wandfläche für eigene Projektion John Baldessari "Everything in pu……" 1966-69 füllt leere Bildfläche mit Schrift, wiederspricht sich im Geschriebenen Baldessari "Pure Beauty", 66-88 Art & Language: Secret Painting, 67-68 ZITAT James McNeill Whistler "Sym…. in White", 1862 jungfreuliche Symbolik mit Farbe Weiß 10 Jahre später: Mutter "Grey and Black", 1872 "Die L…. ist zurückgewichen……." Bildideen mit biblischen Hintergrund Identitätskrise der Künstler im 19. Jahrhundert Jean-Baptiste Oudry 1753 "Le can… bl…." 1759 in … erklärt GOOGLEN Kandinsky "Über das……" "Deswegen nicht das Weiß, "….. GOOGLEN Robert Ryman "Resame", 1984 mit 4 …. NICHT LESBAR Alexander Rodtschenko (1891-1956) 1939 "Ich habe die Malerei zu ihrem logischen Ende……." GOOGLEN Kurs Workshop Farbe Weiss Fotos von Diele über Diele gelegt Kosuth?????????? Kelin "Weißer Raum" Krefeld???? Gregor Schneider Weiße Räume / Tod???? Konzept verhüllte Arbeit vorgestellt Geradenbild AV-Labor 4 Folien bedrucken lassen, für spätere Geraden-Collage
verhüllt 2016-01-10-1.mp3 Standpunkt 2016-01-10-2.mp3 Zusammenfassung "Verhüllte Arbeit (in Bezug auf zeitgenössische Kunst)" Auslöser: Wunsch, Selbstinszenierung nicht nur zu dokumentieren und zu hinterfragen, sondern auch dagegenzusteuern 1 Möglichkeit: Verhüllen außerhalb Arbeitsraum weiterer Auslöser: Zweifel Zweifel an Wichtigkeit eigener Arbeiten (immer mit Verweis auf Infragestellung aller Kunst, also auch der Arbeiten anderer Schaffender) Nicht-Wichtigkeit der Kunst und überhaupt allen Tuns sowie biologischer Drang nach Gesehen werden = Dilemma weiterhin: Tatendrang ist vorhanden, ganz ohne Beobachter (ohne soziale Anerkennung) Dilemma gut mit Verhüllung zeigbar und lösbar (Kunst weiterhin schaffen, ausstellen, aber gleichzeitig nicht sichtbar) Übertragung auf Kunst allgemein: aktuelle Kunst (meine Meinung) = Beliebigkeit in Themenwahl, alles kann Kunst sein und eher projektbezogenes, temporäres Arbeiten "Ich will aber Zeichen setzen! Etwas bewegen! Mich selber bewegen! Nicht nur kopieren, zitieren, abwandeln!" gefallen am Pluralismus und Subjektivität (es gibt nicht eine Realität, sondern viele Wirklichkeiten) Dilemma im Gefallen an Subjektivität / Pluralismus und gleichzeitige Infragestellung Beliebigkeit verhüllte Arbeit: kann als Kritik zur Gegenwartskunst verstanden werden? 1x daumennagellänge Whisky Alkohol
(mit Notizen von gestern) Geradenbild Standpunkt 2016-01-07.mp3 Flächen f. Rundgang im Erdgeschoss gesucht (Büro für Anmeldung verschlossen) (1) in Bibliotheks-Nähe [+] sehr hell, großflächig (evtl. auch 2. kleinere Wand daneben frei), breiter Flur [-] Verteilerkasten im linken Bereich (2) neben Galerie-Verwaltung [+] sehr großflächig, für mehrere Körperstudien geeignet (3) neben altem Platz [+] hell [-] Tür, schmaler Flur umsetzen AV-Labor: Termin mit Winter ausmachen (Druck auf Transparentpapier) farbige Dreieck-Konstellation bezeichnen als BGR (blau, grün, rot) oder SML (short, medium, long wavelength receptor) eigentlich Blauviolett , Smaragdgrün und Gelbgrün (Absorptionsmaximum) B: linke, steigende Geraden (kürzere Wellen) G: untere, horizontale Gerade (als Mittelweg zwischen B und R) R: rechte, fallende Gerade (längere Wellen) BGR bzw. SML zusammen: Dreieck (steigend, fallend, horizontal) ergeben Blendung (Überreizung der Zapfen) = weiß statt weiße schwarze Farbe nehmen (solange ich im Bereich der Malerei unterwegs bin und keine Lichtarbeit mache) Tabelle mit Zuordnung Farbton - Wellenlänge Bsp.: 615.74nm = #ff0028, 432.09nm = #8700ff wahrnehmbares Licht: etwa 380 nm - 780 nm Bildgröße (zusammen): 80x80 = 6400cm² Bildgröße (einzeln): 28.9x28.9cm oder Bildgröße (zusammen) 42x42cm Bildgröße (einzeln): 24.2x24.2cm
aus Verfilmung Solaris, 1972
aus Verfilmung "Solaris", 1972
Standpunkt gutes Gespräch mit neuem Kommilitonen über Antrieb / Motor Kunstproduktion, Stella Frank Stella (Basel-Ausstellung), zwingender Grund (wie neue Leinwandformen, Ritz in Leinwand) o. Wahllosigkeit (Wiederholung alter Themen aufgrund fehlendem Antrieb) bei aktueller Produktion, Begründung eigener Arbeiten u. ob Begründung bekannter Künstler nachträglich o. von Künstler selber getätigt wurde Standpunkt Es kann nicht nur darum gehen, zu zeigen, dass es ein kleinstes Teilchen, eine letzte Einheit gibt, die allem Materiellen zu Grunde liegt. Das wäre lediglich die Übertragung von Wissenschaft in die Kunst. Die Arbeiten selber müssten noch eine persönliche Ebene besitzen, oder etwa inne haben, was Fragen aufwirft statt nur Antworten zu liefern. Was heißt es, dass Gegenstand, Luft, Mensch, Tier, Planet und Stern im Inneren aus dem gleichen Element, Teilchen, schwingendem Energiefädchen bestehen und nur durch unterschiedliche Verbindungen oder - wenn es nicht nur ein kleinstes Teilchen geben sollte sondern verschiedene Arten - kleinsten Unterschiede zwischen ihnen, zu dem wird, was es ist? Die Verbindungen entstehen auch nicht zufällig. Es gibt einen Grund, warum sich in der Luft nicht plötzlich ein Apfel formt oder ein Mensch zu Stein wird. Immaterielle Themen, wie Gut und Böse, Gott Jesus und Teufel, oder - allgemein - menschenbezogene Fragestellungen (die also nur auftauchen, weil der Mensch die Fähigkeit besitzt, über etwas nachzudenken und nicht nur es wahrzunehmen), können nach meiner Grundidee nach erst einmal nicht behandelt werden. Oder kann ich meinen Grundgedanken dahin übertragen (Gut kann es nur geben, weil es Böses gibt, der Gott Jesus wird nur in Verbindung mit dem Teufel definierbar)? Ob es nun ein persönliches Thema oder etwas wäre, was die Menschheit bewegt, so ist beidem doch gemein: sie würden durch die Motivwahl geäußert werden. Der Stil (also ein Bild, was nur aus Geraden oder einem anderen kleinsten Element besteht) steht fest. Die Technik allerdings nicht. Die würde sich je nach Themenwahl ändern (so steht auch weiterhin das Video / die Animation bei mir zur Debatte). Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse f. großen Schein kein Vortrag notwendig Kybernetik: Steuerung u. Regelung v. Maschinen, lebenden Organismen u. sozialen Organisationen Turing: "Können Maschinen denken?" Lem, Theorietext: "Technologiefalle" "Die Jagd", Erzählung u. SOLARIS (ansehen) Descartes: "Meditationen", 1641 "Cogito ergo sum": Fundament, um Wissen zu Reglementieren (durch strenge Vorschriften zu regeln) Unterscheidung in 2 Substanzen (1) denkende Substanz u.a. Denken, Unsterblichkeit d. Seele (2) ausgedehnte Substanz alles, was Naturwissenschaften untersuchen (physik. Sachverhalte etc.) alles, was Maschine ist Gliedermaschine = Körper = Leichnahm (fkt. mechanisch) Seele = Denken, Fühlen menschl. Körper = Uhr aus Rädern Knochen, Adern, Haut können Bewegung geistlos ausführen Leben wird mechanisch gedacht Unterschied Tier - Mensch, Mensch - Maschine Tier = Maschine Maschine kann ledigl. den Menschen imitieren [t=]interessiert an Vortrag zu Stanisław Lem (1921-2006, poln. Philosoph, Essayist u. Science-Fiction-Autor) Visionär u. Utopist, komplexe Technologien vor tatsächlichen Entwicklung erdacht aus Verfilmung "Solaris", 1972 solaris.jpg Bsp: 1960er/1970er schrieb er über Nanotechnologie, Neuronale Netze u. virtuelle Realität wiederkehrendes Thema: philosophische u. ethische Aspekte u. Probleme technischer Entwicklungen (wie künstliche Intelligenz, menschenähnliche Roboter, Gentechnik) entlarvt u.a. Technikgläubigkeit u. auf Wissenschaft beruhende menschliche Überlegenheitsdenken als Hybris (Hochmut) pessimistisch gegenüber langfristiger Überlebensfähigkeit d. Menschheit thematisiert u.a. Kommunikationsversuche Menschen - außerirdische Intelligenz kritisiert das (teilweise von ihm vorhergesagte) Internet / Informationsgesellschaft Nutzer werden zu "Informationsnomaden" / hüpfen "zusammenhangslos von Stimulus zu Stimulus" dadurch Verfall d. Fantasie u. Intelligenz d. Menschen
Kurs o.T. Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse Seminarplan (1) Descartes, La Mettrie und Butlers "Buch der Maschinen" (2) Kleist Marionettentheater, Hoffmann "Der Sandmann" Filmklassiker: Metropolis, Modern Times Neuere Filme wie Ex Machina (3) Von Turing über die Kybernetik bis Bladerunner, Datenbanken und Archive als "Erinnerungsmaschinen" (4) Pinocchio, Anders, Stanislaw Lem, Deleuze/Guattari, Agamben, Wissenschaftskritik (Technik-Grenzen) (5) Haraway, Maschinen-Identitäten klassische KI + Schwarmintelligenz sozialer Wohnungsbau, geplante Städte, Mumford und UbiCom, Bionik – Exoskelette (6) Transhumanismus, Kurzweil Ancarani, japanischer Pop, aktuelle Netzpolitiken Standpunkt radikal (a) Was heißt "Radikal! Grundsätzlich!"? grundsätzlich: nicht an der Oberfläche kratzen, zum Punkt kommen das zeigen, was bedeutend ist, nichts was ablenkt das "Statement" ohne Umschweife mitteilen, die Wurzel (lat. radix) greifen nicht auf figurativer Art (Totenschädel, Körper, Raben, Auge, …) übermitteln / Symbolismus wo Technik, Material u. Stil den Inhalt unterstützen/wiedergeben (b) Was kann radikal in der Kunst sein? (1) die Technik siehe auch (4) ansonsten sicherl. alle neuen Techniken (wie damals Plotter / Maschinen übernahmen Arbeit, Neonröhren, Arbeiten auf atomarer Ebene, damals Fotografie) (2) das Material herkömmlich: Holz, danach Leinwand als malerischer Untergrund Material/Begrenztheit/neue Sichten als Thema: geschlitzte Leinwandbilder v. Lucio Fontana Lucio Fontana, siehe 12.10.2014 Frank Stella Frank Stella: schuf neue Formen der Leinwand, siehe 25.7. ansonsten wird heute sicherlich alles als Untergrund / Auftrag verwendet (3) das Vorgehen Bsp: umgedreht malen wie Georg Baselitz (und später auch zeigen) (4) der Stil u.a. für mich gut erkennbar bei: Impressionismus Impressionismus, Pointillismus, Expressionismus, Kubismus, Suprematismus, Bauhaus Bauhaus, Minimalismus, Pop-Art uvm. extreme Unterschiede zu vorheriger Malweise bzw. zu anderen parallel sich entwickelnden Stilen = radikal Kunstströmung liegt manchmal auch eine inhaltl. Idee zugrunde Bsp. Impressionismus Impressionismus: Darstellung d. Lichts u. atmosphär. Bedingungen = malerische Hauptaufgabe teilweise Verzicht auf Schwarz u. erdige Farbtöne: Farbpalette wurde aufgehellt Wortherkunft durch Kritiker, später von Künstlern übernommen: "Impression, Sonnenaufgang", Claude Monet Claude Monet, 1872 einheitl. Stil nicht wirklich sichtbar bei zeitgenössische Kunst (5) der Inhalt a) vorhandene Arbeit/Aussage radikal umdeuten LOVE, 1964, Robert Indiana (Vertreter d. Pop Art u. Signalkunst) verfremdet in: AIDS, 1987, Felix Partz, Jorge Zontal u. AA Bronson Krankheit nicht nur in Arbeit verarbeitet, sondern persönlich betroffen Partz u. Zontal starben 1994 an AIDS b) Mallewitsch "Das Schwarze Quadrat auf weißem Grund", 1915 (siehe 19.12.2012) er leugnete im Manifest zur Ausstellung "(0,10)" jede Beziehung der Kunst und ihrer Darstellungen zur Natur (Kubismus forderte damals nicht absolute Gegenstandslosigkeit des Bildinhalts) seine Haltung auf inhaltl. Ebene: radikal kleine Pinselstriche, nicht mit Lineal u. einheitl. Farbfläche
Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente, Kandinsky
"Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente", Kandinsky
Die Erschaffung Adams, um 1511, Fresko, Michelangelo
"Die Erschaffung Adams", um 1511, Fresko, Michelangelo
(Auge), Tusche auf Papier (mz), 5 Blätter, je 29,7x42cm, 30
(Auge), Tusche auf Papier (mz), 5 Blätter, je 29,7x42cm, 30
(Baumstamm 1/2), Tusche auf Papier (mz), 29,7x42cm, 30
(Baumstamm 1/2), Tusche auf Papier (mz), 29,7x42cm, 30
(Baumstamm 2/2), Tusche auf Papier (mz), 29,7x42cm, 30
(Baumstamm 2/2), Tusche auf Papier (mz), 29,7x42cm, 30
Geradenbild "Punkt und Linie zu Fläche" "Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente", Kandinsky punktlinieflaeche.jpg (1) geometr. Punkt unmaterielles Wesen, größte Zurückhaltung, aber mit Aussage höchste Verbindung von Schweigen u. Sprechen materielle Form in Schrift: Punkt bedeutet Schweigen, Unterbrechung (innere Eigenschaft) Brücke von einem Sein zum anderen äußere Eigenschaft: Zeichen, dass zur Gewohnheit wird, nicht weiter beachtet das Innere wird durch das Äußere zugemauert Punkt m. innerer Spannung, um sichtbar zu machen, muss Punkt von Umgebung getrennt werden 1. Fall: inneren Zustand durch Versetzung im Text kurz sichtbar machen ("Heute gehe ich ins Kino." > "Heute gehe ich. Ins Kino" > "Heute gehe. Ich ins Kino") 2. Fall: Punkt aus Text lösen, wird zum eigenständigen Element / kein Anhängsel mehr / wird aber noch von umgebender Schrift übertönt "sein Klang erhält eine Resonanz" wird Klang d. Schrift vermindert (Vergrößerung Abstand Schrift zu Punkt), gewinnt Klang d. Punktes an Deutlichkeit u. Kraft Entstehung Zweiklang: Schrift-Punkt Punkt wird zum selbstständigen Wesen kann ohne Unterordnung in Welt d. Malerei wandeln "Der Punkt ist das erste Resultat des ersten Zusammenstoßes des Werkzeuges mit der materiellen Fläche, mit der Grundfläche." "Durch diesen ersten Zusammenstoß wird die Grundfläche befruchtet." notiert "Die Erschaffung Adams", um 1511, Fresko, Michelangelo erschaffung-adams-k.jpg erinnert mich an Bild "Die Erschaffung Adams", Michelangelo, Sixtinische Kapelle, Vatikanstadt Gottvater streckt Zeigefinger aus, um auf Adam Lebensfunken überspringen zu lassen (Adam selber aber auch in leicht aktiver angespannter Haltung) materialisierte unsichtbare geometr. Punkt muss gewissen Größe bekommen, Fläche einnehmen, Grenzen haben, sich von Umgebung abtrennen Größe: bestimmt durch Verhältnis Punkt zur Grundfläche u. Größenverhältnis zu übrigen Formen auf Fläche Standpunkt Punkt sollte immer(!) mit einem "Schlag" entstehen (einmal Aufsetzen v. Kugelschreiber, einmal Pinsel auf Fläche ohne Absetzer), so bleibt es eine "kleinste Einheit" wenn erst mehreres Auftragen einen (großen) Punkt entstehen lässt, ist er keiner mehr (außer der mehrmalige Auftrag ist nicht ersichtlich / gleichmäßiger Auftrag) Form: abstrakt ist Punkt ideelklein, ideelrund = ideellkleiner Kreis ideelklein ja, aber ideelrund? in realer Form kann Punkt unendlich viele Gestalten annehmen (andere geometrische u. schließende freie Formen) relative Unbeweglichkeit: Quadrat "Reich des Punktes ist unbegrenzt" notiert in künstlerischer Umsetzung wird Punkt nie(!) ideel umgesetzt werden können, deshalb "darf" Form u. Größe variieren Werkstatt AV-Labor komischer Plottertag: Tinte fließt ungleichmäßig, Papier dehnt sich, knittert, unbrauchbar, Tintenfluß fällt stellenweise aus (Auge), Tusche auf Papier (mz), 5 Blätter, je 29,7x42cm, 30 prae_auge_m.jpg (Baumstamm 1/2), Tusche auf Papier (mz), 29,7x42cm, 30 baumstamm1_m.jpg (Baumstamm 2/2), Tusche auf Papier (mz), 29,7x42cm, 30 baumstamm2_m.jpg 1 x Serie "zu-auf" (Augen) geplottet, 5 Blätter 1 x Testplott Kreisgerade (in 11 Schritten entsteht/vergeht) 2 x Baumbilder (Motiv Sächsische Schweiz u. Potsdam)
(mit Geraden gefülltes Rechteck), Tusche auf Papier (mz), 42x29.7cm, 30
(mit Geraden gefülltes Rechteck), Tusche auf Papier (mz), 42x29.7cm, 30
Standpunkt Es wird Zeit, dass ich mich - nachdem ich mir nun durch viel Spielerei die Technik bzw. die Möglichkeiten, die der Plotter in Verbindung mit den Geraden bietet, aneignete (zumindest teilweise) - einem speziellen Thema, einer eindeutigen Idee widme. Es spricht nichts dagegen, zwischendurch kleine Einfälle auszuprobieren. Durch das zuerst oberflächliche Experimentieren kann immer etwas Großes, etwas Neues entstehen. Es gibt zwei Richtungen die ich einschlagen kann. Entweder arbeite ich weiter mit dem gegenstandslosem Motiv (losgelöst von Natur und realem Gegenstand, wie zum Beispiel geometrische Form oder großflächig monotone Plotterzeichnungen). Oder ich arbeite an der Idee, dass alleine die Gerade alles was prinzipiell darstellbar ist, darstellen kann. Von Weitem betrachtet - je nach Abstraktionsgrad - realistisch, von Nahem die Auflösung im Beliebigen / Gleichen zeigend (mein dann eigentliches Thema). Anstatt mich mit dem Motiv (ob geometrische Form oder Abbildung der Wirklichkeit) auseinanderzusetzen, gibt es natürlich noch die Möglichkeit die Technik an sich in den Fokus zu rücken. Da würde die Frage lauten: Was ist das besondere an Plotterzeichnungen? Was sind die Unterschiede zu anderen Druckmethoden? Die Eigenschaften der Stifte sowie des Untergrunds werden analysiert (der Punkt beim Aufdrücken auf das Papier, die Dicke der Linie, das leicht gewellte Papier, zerfetzte Stellen bei zuviel gezeichneten Geraden). Hauptsächlich ginge es hier um das Material an sich, die Grenzen des verwendeten Materials. um Fehlbarkeit in der maschinellen Produktion sowie um Verschleißerscheinungen. Mich reizen vor allem die letzten beiden Ansätze. Das Spiel mit geometrischer Form ist interessant (und kann schön minimalistisch ausschauen), aber mit dem Formelverständnis ists nicht soweit bei mir. Die letzten geometrischen Plotterzeichnungen sind zum Beispiel nicht mithilfe von Formeln entstanden sondern durch zuvor erstellte Bilddateien. Das Skript musste nur noch Punkt für Punkt durchgehen und die Geraden erzeugen. Am zweiten Ansatz (erkennbare Motive) gefällt mir vor allem die gedankliche Ebene. Alles Stoffliche - von Nahem betrachtet - besteht aus den selben Bausteinen (was auch immer die kleinste Einheit ist, es muss sie doch geben, oder?). Die Grenzen zwischen Leere und Objekt sowie Objekt und Objekt sind nicht scharf. Aber auch die Bewegung im Bild ist wichtiger Bestandteil dieses Ansatzes. Ein Ganzkörperporträt war zum Beispiel so detailiert gezeichnet, dass es schon wieder langweilig ausschaute. Porträts die hingegen Details ausließen und lange wahllos plaziert wirkende Geraden das Bild durchquerten, sind spannungsgeladen. Sie sind in Bewegung. Und vor allem: nicht eindeutig. Jeder Betrachter wird eine Geste entdecken können, die vielleicht von anderen nie gesehen werden wird. Das ist wie bei Wolkenformationen. Unser Fantasievermögen kreiert in ihnen Gestalten; sie kommen und gehen. Bei diesen Bildern wäre allerdings noch folgende Frage zu klären: Was für Motive sind dafür geeignet? Nur Porträts plotten würde auf die Dauer langweilig werden. Auf der anderen Seite sollte ich nicht zu beliebig in der Motivwahl werden. Es würden ein paar Motive reichen, bei denen ich - in Serien - der kleinsten Einheit auf den Grund gehen könnte. Zwei weitere Fragen, die mir dabei einfallen: Ab welchem Abstraktionsgrad (zufälligere Gradzahlen, längere Geraden) ist eine Geste nicht mehr ersichtlich? Wo fängt das Chaos an? Der dritte Ansatz (das Plotten an sich in den Vordergrund zu stellen) dürfte sehr abstrakte Arbeiten erzeugen. Großflächige mit Tinte gefüllte Bilder. Monoton und dennoch immer wieder durch sich einschleichende Fehler und der Beschaffenheit des Materials wegen einzigartig. Einen Versuch ists wert. Werde heute eventuell nur horizontale Geraden plotten. Eine Serie an flächigen Arbeiten, die sich auf den ersten Blick gleichen, auf den zweiten jedoch kleinste Unterschiede vorweisen. So oder so möchte ich aus dem grafischen Bereich hin zur 'malerischen Geste'. Heißt: weniger freie Fläche, mehr Geraden, die eine Bewegung verdeutlichen sowie das Hinzuziehen von Ebenen (durch unterschiedliche Farbstifte oder durch Verschleierung zuvor geplotteter Ebenen mittels verdünnter Farbe). Oder vor dem Plottvorgang das Papier mit Aquarellfarbe einfärben, sodass die Geraden wie aus einer Wolke zu treten scheinen. Eventuell sollte ich - auch wegen begrenztem Zugang zum AV-Labor - nach einigen weiteren Testdrucken ein Einzelgespräch mit dem Dozenten anvisieren, wo ich diesen Text sowie die letzten Testdrucke vorstellen könnte, um das weitere Vorgehen etwas strukturierter zu planen. Wade Guyton (siehe 11.4.2014, 9.7.2014) wg. "malerischer Geste" bei Nutzung v. grafischen Techniken beschäftigt sich mit Formenrepertoire d. Moderne v. Bauhaus Bauhaus, Konstruktivismus, Minimalismus, Konzeptkunst Konzeptkunst u. Appropriation Art seit 2005 arbeit m. Leinwand / mit Computer erzeugte abstrakte Gemälde schwarze, monochrome Gemälde Arbeitsgerät = Tintenstrahldrucker Motive am Computer konzipiert, über Arbeitsgerät Tintenstrahldrucker auf Leinwand gebracht kalkulierter Zufall: Fehlerquellen (u.a. maschinenfremder Druckuntergrund, Dosierung Menge d. Farbzugabe, Rütteln u. Ziehen am Material während Druckvorgang) es entstehen Schlieren, Tropfen, Verzerrungen u. Verschiebungen seriell angelegte Vorlage => originäres Objekt Zusammenwirken Digitales u. Manuelles / Händisches u. Maschinelles Ergebnis besitzt malerische Qualitäten, obwohl Herstellungsprozess durch mechanischen Prozess bestimmt (Anspruch auf Originalität jedoch aufgegeben) Geradenbild (gestern: Totenschädel-Collage v. Käufer abgeholt) Werkstatt AV-Labor (Blatt 1-4) Force 140gf u. Speed 20cm/s (jw. 2 mit vielen Druckfehlern, da zu geringer Druck) (mit Geraden gefülltes Rechteck), Tusche auf Papier (mz), 42x29.7cm, 30 prae_geradenflaeche2_m.jpg 1 Plotterzeichnung dauert bei Speed 20cm/s 1/2h (5+6) Force 200gf (sehr schwarz, dafür leicht gewellt) (7) Force 170gf (am Schluß sehr geringer Tinteauftrag, evtl. verstopft?) (8) Force 200gf u. Speed 40cm/s (9) Force 220gf u. Speed 80cm/s (10) Force 250gf u. Speed 85cm/s (max)
Geradenkörper, A4, hz (in 4 Schritten)
Geradenkörper, A4, hz (in 4 Schritten)
Geradenbild Geradenkörper, A4, hz (in 4 Schritten) geradenkoerper5-k.jpg Standpunkt Ich möchte mich mit nichts Geringerem beschäftigen als mit jenem: dem Kosmos. Diesem Etwas, das wir tagtäglich übersehen, obwohl Es uns in seiner Gewaltigkeit umgibt. Es bedrängt uns von oben, unten, links und rechts. Wir verschließen uns diesem Ein und Alles, kreisen um unsere Problemchen, die keine wären, würden wir uns Ihm zuwenden: Ihm, dem Kosmos. Klasse Bildende Kunst Besprechung im Bowling-Treff wg. Hexenschuss ohne Dozent Projektion 8-Eck-Kreis auf Wand über Treppe zum Untergeschoss am Freitag wieder aufbauen Kurs Hausarbeit (m. Notizen v. gestern) Dada-Bewegung Hannah Hoch m. Collagen, in d. 1920er Jahren entstanden Collagen aus bereits vorhandenen Bildern Art, wie sie geschnitten u. angeordnet waren = Kunst, nicht Material selber Material exakt gleich verwenden wäre Plagiat Dadaisten Dadaismus: neue Gedanken durch Umsetzung bestehender Ideen u. Arbeiten Dadaisten Dadaismus interpretierten, wie Warhol Andy Warhol o. Duchamp Marcel Duchamp auch, Bilder neu dig. Bsp. wie "Super Mario Clouds", Cory Arcangel vorhandene Arbeit durch Minimierung d. Elemente in eigener Arbeit umgewandelt "Data diaries", Cory Arcangel dazu: "Every so often an artist makes an work of art by doing almost nothing" (Galloway )
notiert "einen Spam-Ordner gibt es nicht, auch nicht für Deine Mails." (Annäherung m. Dozent doch gescheitert?) notiert demnächst besuchen: AESTHETICA, DAM Gallery, Berlin "50 Jahre Computergenerierte Kunst" notiert Umgebungsgeräusche bei Geradengebildern als Störfaktor nutzen / Processing u. Mikrofon Zustand leise: Geraden fügen sich zu "labilem" Selbstbildnis je lauter, desto weiter streben Geraden auseinander Geräusch Meer/Wellen: je lauter, desto größer die Geraden im Wellenbild Geräusch Raben: "kraa" wenn es laut wird / kommen näher "Der am häufigsten zu hörende Ruf ist ein lautes und scharfes 'kraa', das bei Bedrohung geäußert wird; bei starker Bedrohung wird gereiht 'kraa, kraa, kraa, kraa' oder 'rak, rak, rak, rak' gerufen" Standpunkt Hättest du Interesse, wenn ich dich bzw. Webseiten mit deinen Arbeiten an eine Galerie (DAM in B) weiterleite?
Standpunkt so sollten Arbeiten vlt. sein: geheimnisvoll, nicht zu durchschauen, unerklärlich (aber nicht mystisch!) wie bei Duchamps Großem Glas detailreich beschreiben, aber Verknüpfung / logische Aufschlüsselung offen lassen Kurs o.T. Kunstgeschichte [t=]Herkunft u. Zukunft visueller Kunst, ZKM
Standpunkt Anscheinend verzweifel nicht nur ich an zeitg. Kunst. Diese Meinung hindert mich jedoch immer wieder daran, etwas entstehen zu lassen. Ich hinterfrage die Arbeit im Vorfeld auf seine Bedeutung hin u. komme meist zu dem Ergebnis, dass sie nichts zu sagen hat. Zu diesem Ergebnis komme ich allerdings auch bei Arbeiten anderer Kunststudenten u. Künstler (es wirkt oft beliebig herausgegriffen o. aufmerksamkeitsheischend). Vielleicht weil es nichts (mehr) zu sagen gibt? Hier fallen mir die vor einiger Zeit von mir verhüllten Arbeiten wieder ein. Sehr konzeptionell, sehr selbstkritisch. Ich müsste es schaffen, dieser 'verwissenschaftl.' Kunst zu entkommen u. etwas schaffen, was (a) für den Betrachter beim ersten Blick nachvollziehbar erscheint (weil er etwas sieht, was er einordnen kann), (b) dennoch genug 'Geheimnis' inne hat (was aber verschwommen bleibt u. nicht durch Kritiker kaputt interpretiert werden kann) u. (c) für den weiteren Verlauf d. Kunstgeschichte wirklich wichtig ist (vlt. etwas zu hochgegriffen? Aber waren das nicht viele Manifeste?). Die Geradenbilder scheinen mir dafür ein guter Anfang zu sein. Kunstbegriff [t=](1) Moderne Ende Mittelalter Emanzipation Künstler zum autonomen Subjekt Ende barocker Feudalismus (davor Epoche d. Renaissance, danach Klassizismus) Emanzipation Kunstwerk selbst im Zeitalter v. Maschinen, Arbeitsteilung u. Automatisierung verändert sich Status v. handwerklicher Tätigkeit Kunst existiert nicht mehr in Funktionszusammenhängen, sondern aus sich heraus (L'art pour l'art) nicht von Funktion befreite Kunst: Angewandte Kunst (Kunstgewerbe) in Stilkunde: Epochenbezeichnung normalerweise nachträgl. eingefügt Künstler erschafft Bezeichnung selber (eher kurzzeitige Stil-Begriffe als Epochenkonzepte) bis Aufklärung war Klerus, Adel, reiches Bürgertum d. Adressat d. Kunst durch frei zugängl. Kunstmarkt erweiterte sich Publikum zur Förderung d. Kunstmarktes fanden öffentliche Ausstellungen (Salons) u. öffentliche Debatten über Kunst statt künstl. Auseinandersetzung konzentrierte sich immer stärker auf Untersuchung d. eigenen Entstehungsbedingungen Metakunst: reflektiert über Bedingungen v. Kunst u. künstlerischem Schaffen (u.a. Appropriation Art) verlohr Interesse breiter Schichten Gegenmoderne als Protest gegen Prinzipien ? moderner bzw. zeitgenössisch Kunst: bewusst neoklassizistische, historistische, anachronistisch ? ausgerichtete Kunst extreme Form d. Protests: "Entartete Kunst" (u.a. Berufsverbote, höhnische Präsentationen, physische Vernichtung) (2) Postmoderne stellt. u.a. Ideen von Freiheit u. Originalität wieder ? in Frage bewusst Zitate anderer Künstler eingesetzt verbindet historische u. zeitgenössische Stile, Materialien, Methoden u. unterschdl. Kunstgattungen Kunstbetrieb u. Ausstellungsorte werden aus Metaebene heraus hinterfragt Grenzen zw. Design, Popkultur, Subkultur u. Hochkultur verschwimmen zeitg. Kunst ignoriert (scheinbar) alle akadem. Regeln, Einteilungen, Kunststile, kulturelle Grenzen (siehe Globalisierte Kunst, 31.5.) nimmt sich die Freiheit je nach Bedarf Regeln, Einteilungen, Kunststile etc. zu reflektieren, zu bearbeiten u. zu nutzen zeitg. Kunst = global u. interkulturell funktionierendes System vereint verschd. Kulturen Kunstgeschichte wird zum theoretischen Fundament v. Kunst (antike Philosophie soll aktuell noch historische Basis f. abendländische Kunst sein) Wird Kunst damit im Extremfall beliebig? Gibt es irgendwann keine Unterscheidung mehr zw. zeitgenössischer Kunst u. allem Anderen? Vergleich Wissenschaft u. Kunst: umfassendes Verständnis / Bedeutungen von Werken nur durch eingehende Beschäftigung mgl. Wenn aus vormals verständl. Kunst "verwissenschaftl." Kunst wird: wieso darf diese noch im öffentlichen Raum ausgestellt werden, obwohl anscheinend viele Betrachter nichts mehr verstehen (können)? Wo ist die Gegenbewegung, die (a) verständlich u. (b) dennoch zukunftsweisend ist? Arbeiten je nach Betrachter u. je nach Interesse d. Kritiker anders interpretiert "Diese Kunst ohne Richtung, ohne Vorstellung von Morgen, ohne Perspektive und Zukunft und Wut und Utopie […]"
Studienreise Athen 2015 Kunstbegriff Standpunkt In Griechenland fragten wir uns, als wir die Arbeiten zeitgenössischer Künstler in der Kommunalen Galerie Athen betrachteten, ob es überhaupt einen Unterschied zw. griechischer Kunst und Kunst anderer europäischer Länder gibt. Die Arbeiten hätten - so unser erster Eindruck - genauso gut in Leipzig entstehen können. Ist das nun gut? Oder schlecht? Wird Kunst - örtlich betrachtet - beliebig? Gibt es keine Techniken, die in einigen Regionen vermehrt genutzt werden? Themen, die nur hier funktionieren? Symbole, die hier Bedeutung bekommen und woanders deplaziert wirken würden? Wenn sich ein griechischer Künstler - vorausgesetzt, er hat keinen persönlichen Bezug zu Afrika - um afrikanische Gesundheitsthemen bemüht: Ist das glaubwürdig? Verliert die Kunst nicht an Reiz, wenn alle überall alles machen und regionale Besonderheiten außer Acht gelassen werden? Wäre es auf der anderen Seite aber nicht auch zu einfach, wenn wir bei den Arbeiten griechischer Künstler ständig antike Säulen entdecken würden? Vielleicht ist in heutiger Zeit nicht mehr das Thema entscheidend (denn das scheint global zu sein), sondern die Art, wie es bearbeitet wird. Mit welchen Formen gespielt und welche Farben eingesetzt werden. Oder wäre auch das noch zu plump? Globalisierte Kunst "Globalisierung: Das Ende der Modernen Kunst?", Peter Weibel im Katalog zur Ausstellung "German Art of the 20th Century", 1957, MoMA wurde formuliert, dass nur im Westen die Kunst als Ausdruck von Freiheit u. Individualität existiere (Hintergrund Hitler u. "Entartete Kunst") Abstrakten Expressionismus bei Darmstädter Gesprächen als einziges Ausdrucksmittel von Demokratie u. Freiheit angesehen Realismus in d. Kunst wurden totalitaristischen Systemen zugeschrieben während Kaltem Krieg moderne Kunst durch "ideologische Blase" geschützt, die jede Kritik verhinderte seit 1989 Öffnung / u.a. asiatische u. arabische Welt nehmen Einfluss auf d. Kunst festgesetzte Ordnung moderner Kunst (mit europäisch-nordamerikanischer Achse des Westens verbunden) beginnt sich aufzulösen "Vielleicht müssen wir uns an der Schwelle des 21. Jahrhunderts von der Epoche der Kunst der Moderne verabschieden […]" Folge d. Globalisierung: in globaler Kunstwelt wird nicht länger von "modern" sondern von "zeitgenössisch"/"Gegenwart" geredet Kunst, auch in Asien o. Afrika produziert ist nicht in unserem Sinne modern, aber zeitgenössisch Globalisierung fing 1492 mit Entdeckung d. Neuen Welt an 1. Manifest gegen Globalisierung von Marx und Engels (1848): "Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel. Überall muß sie sich einnisten, überall anbauen, überall Verbindungen herstellen." Kolonisation führte zur Entdeckung ethnischer Kunst (insb. im 19. Jhd.) Interesse an visueller Formsprache v. afrik. Stammeskunst Bücher wie "Negerplastik", Carl Einstein (1885-1940, dt. Kunsthistoriker u. Schriftsteller) zeigen, wie Interesse an afrik. Kunst u.a. Kubismus, Expressionismus, Surrealismus mitermöglichten um 1913 Ablösung klassisches Programm d. Kunst (von da Vinci als "Sichtbarmachung des universalen Wesens der Dinge" mit den Mitteln der Wissenschaft der Malerei unter Verwendung von Linie, Fläche, Volumen, Schatten u. Licht definiert) 2 gegensätzliche Darstellungsstrategien: Darstellung d. künstl. Mittel u. Darstellung von Dingen Denkrichtung (1): Verbannung d. realen Objekts von Leinwand, Beschränkung auf formale Elemente (wie Linie, Punkt, Fläche) = abstrakte Kunst Denkrichtung (2): tatsächlichen Gegenstand in Welt d. Kunst einführen (siehe Duchamp Marcel Duchamp) alles was zuvor Darstellung war wurde durch Realität ersetzt gemalte Landschaften => Land Art gemalte Stillleben => Collagen, Assemblagen, Installationen, Environments von realen Dingen gemalte Porträts => Body Art Genremalerei (gemalte Abbildung einer Alltagsszene) => Performances, Ereignissen, Happenings gemalte Wasserfälle => durch "echte", künstliche Wasserfälle ersetzt / gemaltes Feuer => echtes Feuer / gemalte Luft => echte Luft / gemalte Tiere => echte Tiere Denkrichtung (3): Einführung der "Medienrealität" widersprach Doktrin moderne Kunst (Fotografie, Film u. Video waren weiterhin darstellende Medien) Techniken konnten mit echten Dingen u. Menschen in Installationen verbunden werden Kluft zw. Darstellung künstl. Mittel u. Darstellung v. Objekten mit Medienkunst überbrückt ? Fotografie = "stille Vorherrschaft" in Kunst d. 20. Jhd. bspw. Francis Bacon, Gerhard Richter Gerhard Richter u. Andy Warhol Andy Warhol malten Fotografien o. leiteten ihre Bilder aus Fotografien ab Constantin Brancusi, Man Ray u. Erwin Wurm als Bildhauer durch Fotografie beeinflusst Fotografische Dokumente = Überbleibsel von u.a. Land Art u. Performancekunst neues Paradigma d. Kunst d. 21. Jhd: "das globale Netz" "Anybody anything anytime anywhere" Medienerleben wird universal "Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien." (Niklas Luhmann, "Die Realität der Massenmedien") Einzug der neuen Medien, neuer Materialien und neuer Technologien hat zeitgenössische Kunstproduktion enormen beeinflusst zeitgenössische Künstler haben Ausdrucksmittel in alle Richtungen u. auf alle Medien erweitert Gleichwertigkeit von allen Materialien u. Medien = künstlerische Gleichung unserer Zeit Phase (1) fast abgeschlossen: jedes Medium hat sein eigenes, intrinsisches Material sowie konzeptuelle Merkmale u. Möglichkeiten entwickelt Bsp. (a) Malerei mit Fließ- und Dripping-Techniken den ihr inhärenten Wert von Farbe gezeigt Bsp. (b) Fotografie Fähigkeit, Objektwelt auf realistische Weise abzubilden, unter Beweis gestellt Bsp. (c) Film hat seine narrativen Möglichkeiten offenbart Bsp. (d) digitale Kunst hat ihr Vorstellungsvermögen im Hinblick auf virtuelle Welten bewiesen Phase (2): Mixen u. Kreuzen von Medien Bsp. (a) Videokunst bedient sich narrativer Kraft d. Films durch Mehrfachprojektionen Bsp. (b) Sprache auf LED-Bildschirmen kann ein Bild, ein Buch und eine Skulptur sein Bsp. (c) Malerei verweist auf Fotografie o. digitale Grafikprogramme Bsp. (d) Netz kann sich selbst generierende Bilder und Wörter produzieren Vermischung heißt: kein einzelnes Medium hat noch die Vorherrschaft alle Medien beeinflussen u. bestimmen einander = universales Medium entsteht Bezugnahmen (Medien beziehen sich auf andere Medien) sind anstelle von Realität getreten Heißt das, dass sich zeitgenössische Kunst nur noch mit sich selbst beschäftigt? Kann denn diese Art von Kunst Menschen ohne Kunstbezug erreichen? Gleichung für Kunst d. 20. Jhd. / moderne Ästhetik d. industriellen Gesellschaft: "Maschinen, Materialien, Menschen" (Frank Lloyd Wright, Architekt, 1930) Gleichung für Kunst d. 21. Jhd.: "Medien, Daten, Menschen" (P. Weibel) ? moderne Kunst u. moderne Welt u. kapitalistische Welt-Ökonomie stehen zu einander in logischer Verbindung
Standpunkt Atelierbesucher Vorstellung Geradenbilder Entwürfe für Porträts gezeigt Arbeitsraum für sie unerwartet strukturiert (erwarteten eher Chaos) Fußabdrücke statt Fische in Folienbild gesehen "Weitermachen!"
Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht
Toteninsel II, 2012, Sten Gutglück
Toteninsel II, 2012, Sten Gutglück
WE'VE BEEN WAITING... WE'VE ALWAYS BEEN WAITING, 2014, Markus Uhr
WE'VE BEEN WAITING... WE'VE ALWAYS BEEN WAITING, 2014, Markus Uhr
Ausstellung Nocturne Kunsthalle Sparkasse Leipzig (mit Marios Marios) Malerei, Zeichnungen u. Skulpturen "Ahnung, Abgrund und Apokalypse in der zeitgenössischen Kunst" Ausstellungsansicht nocturne.jpg Szenarien des Untergangs / Metaphern des Scheiterns / Ohnmacht / Schuldhaftigkeit des Menschen Toteninsel II, 2012, Sten Gutglück sten-gutglueck.jpg "diffuse Schattenseiten menschlicher Existenz" "zeitgenössisch adaptierte Metaphern" u.a. Tilo Baumgärtel / Arno Bojak / Marcin Cienski / Andreas Grahl , Richard Stipl / Markus Uhr WE'VE BEEN WAITING… WE'VE ALWAYS BEEN WAITING, 2014, Markus Uhr markus-uhr.jpg (Fotografie mit Kugelschreiber überzeichnet) Standpunkt Zusage Ankauf Collage Schädel-Raben-Baum (Ausdruck auf Papier, Farbfotografie, Geradenbild auf Folie, Klebeband, Klammern, gerahmt) für Dokumentationszwecke gescannt auf Rückseite signiert / datiert, für Käufer fotografisch festgehalten (da Rückseite nicht einsehbar) Rahmen gewechselt, Glas gereinigt Standpunkt Interviewanfrage MDR Figaro (Geradenbild für Kunstaktion eingesendet) "[…] Gern würden wir mit Ihnen ein Radiointerview über Ihr Selbstporträt aufzeichnen. […] Viele Grüße aus der Redaktion von MDR FIGARO" notiert Lineare Funktion f(x)=ax+b evtl. für Serie von Geradenbildern verwenden (Titel u. Inhalt)
Geradenbild überm Waschbecken , Foto Regina Katzer
"Geradenbild überm Waschbecken" , Foto Regina Katzer
Marios posiert vor seinem Porträt
Marios posiert vor seinem Porträt
HGB Rundgang 2015 Besprechung Aufsicht Klassenraum mein Tun wird von Mark Helmut Mark aufmerksam beobachtet u. kommentiert / gefühlt keine Bewegungsfreiheit angespanntes Verhältnis Treff mit Marios Marios Marios Marios-Portrait u. kleine Collagen aufgehangen Kopierer wurde weggeräumt "Sicherheitssystem" bei den kleineren Arbeiten installiert (Schnur hält Bilderrahmen über gekrümten Nagel an Wand fest) HGB Rundgang Standpunkt hgb-rundgang1-k.jpg "Geradenbild überm Waschbecken" , Foto Regina Katzer klasse-mark2-k.jpg wie schon gedacht: Bild über Waschbecken schlecht positioniert (wie auch in Petersburger Hängung) viel zu hoch (kein Herantreten / Erforschen d. Oberfläche möglich) im Klassenraum mag "Fachpublikum" sein, aber unten im Flur ist intensiverer Austausch (zw. Besuchern / zw. Besucher u. mir) mgl. im Flur weniger Ablenkung positiv: unten im Flur darauf angesprochen, ob auch Arbeit in 2. Etage meine sei (Erkennungsmerkmal Gerade) Marios Marios posiert vor seinem Porträt hgb-rundgang4-k.jpg 1 x Glas Wein Alkohol (in Gesellschaft)
Standpunkt HGB Rundgang 2015 Auseinandersetzung mit Dozent eine Wand im Klassenraum schaut meiner Meinung nach wie "Kindergarten" aus (zu viele unterschdl. Techniken u. Formate); meine Arbeit mittendrinne (trotz meiner Kritik an dieser Hängung) Geradenbilder brauchen mehr "kunstfreien" Platz; wegen weißer Rahmung wird Umgebung verstärkt mit einbezogen weiterhin sollte - trotz meinem fehlenden Einverständnis - nur 1 der 2 Arbeiten gezeigt werden (Selbstbildnis ohne Tod) deshalb Arbeit aus Klassenraum entfernt - Dozent verärgert im unteren Flur 2 Wände testweise bespielt flur1-k.jpg Einzelgespräch mit Mark Helmut Mark versteht nicht, warum ich unbedingt beide Arbeiten zusammen zeigen möchte soll auf seine Erfahrung vertrauen fragte, wie alt ich sei seine Lösung: Bild hängt jetzt über Waschbecken-Bereich 4 Collagen entfernt unzufrieden neues Bild geplottet Mitarbeiterin AV-Labor/Kommilitonin Kommilitone angenervt von Plottergeräuschen Geradenbild Ohme-Mail (Torus) beantwortet Geradenbild, wo jede Gerade durch kurze Formel bestimmbar ist, aber für Betrachter wie zufällig hineingeworfen ausschaut überlegen, welche Form geeignet ist (Torus, Kugel, …) Universum = Torus? 1 3/4x daumennagellänge Whisky Alkohol (morgen HGB-Urlaub)
Derzeit keine Ausstellung, gerahmt, A2
"Derzeit keine Ausstellung", gerahmt, A2
Standpunkt Gedanken von Marios Marios (vom Wochenende) (1) Kunstwerk löst sich vom Künstler und steht für sich selber (2) Werk steht über dem Künstler (3) Künstler muss deshalb nicht alles erklären / verstehen (4) Künstler kennt die Absicht des Werkes (5) Wirkung bleibt für ihn offen / er ist sich dessen unsicher Klasse Bildende Kunst Besprechung Arbeiten für HGB-Rundgang "Derzeit keine Ausstellung", gerahmt, A2 derzeitkeineausstellung-k.jpg Kritik: nicht zu viele meiner kritischen Gedanken äußern ("heute gibt es keine 'wirkliche' Haltung mehr, beliebige Themenwahl, wechselnde Meinungen" / "keine Manifeste wie damals") eher offen lassen, Arbeit "spricht" selber Bilderrahmen wirklich dunkel? Oder Buche? Abstand Bildrand zum Bilderrahmen? mit Blitz: Momentaufnahme / "wirklichkeitsnäher" inszeniert mit/ohne Originalstück an Außentür Originalstück einrahmen statt nur Abbild / mit Passepartout "Kunstcharakter" verstärken heute viele Varianten ausprobieren (groß ausdrucken / kopieren?) (1) Originalstück rahmen (2) Kopie mit größerem Ausschnitt (mehr Tür + unterer Bereich von Infotafel sichtbar) (3) mit/ohne Blitz (4) komplett neues/eigenes Papier mit selbem Text einrahmen/fotografieren im copyhouse drucken notiert ausprobieren: Selbstportrait ausdrucken, auf Acrylschicht drücken, trocknen lassen, Blatt abziehen Geradenbild Bild gerissen / Tinte beim Plotten ausgegangen neues Bild geplottet zukünftig bei Bildern mit viel Schwarzanteil = anwesend sein, um Stift wechseln zu können oder Tintenmenge erhöhen durch Schlauch > Behälter, gefüllt mit Tinte aus anderen Stiften (heute einmal testen, ob technisch mögl.) notiert Blatt Papier in 4 Spalten / 2 Zeilen falten, Ritz im Zentrum, zum "Flyer" formen
Werbe-Bleistift mit Aufdruck Friedrich Fröhlich
Werbe-Bleistift mit Aufdruck "Friedrich Fröhlich"
Einzelgespräch mit Mark Helmut Mark Film "Mr. Turner - Meister des Lichts" mehr mit Materialien als mit Computer arbeiten Untergrund "arbeitet" mit jedem Auftragen von Strichen / wellt sich, zerreißt / es entsteht zuvor Ungeahntes malerische / zeichnerische Qualität mit einfließen lassen "Male mal ein Selbstporträt!" durch materielle Experimente eigenes Thema finden Computer nur für Startbedingung verwenden Thema durch Probieren herausfinden, nicht durch theoretische Arbeit (die zerstört alles nur) Ziel: Ergebnisse schaffen, nicht nur den Weg dorthin notiert Diptychon (1) Selbstporträt mit Geraden (Fotovorlage), (2) mit der selben Anzahl von Geraden und selber Länge (nur mit anderer Anordnung) Totenschädel Werbe-Bleistift mit Aufdruck "Friedrich Fröhlich" stift-friedrich-froehlich.jpg Verteilen beim HGB-Rundgang 2015 Standpunkt (Notizen der letzten Tage) lähmende Informationstäfelchen neben Werken bereits verstorbener Künstler "Arnold Böcklin (1827-1901) - […]", "Pablo Picasso Pablo Picasso (1881-1973) - […]", "Auguste Rodin Auguste Rodin (1840-1917) - […]" Tod begleitet Werk nicht Frage "Was soll ich tun?" sondern "Wozu sollte ich?" Vereitelung Arbeiten durch Gewahrwerden des unwiderruflich eintretenten eigenen Todes kein vernünftiger Grund eine Arbeit anzufangen / zu vollenden nur noch an Oberflächen kratzen im Stadium des Nichtvollendeten resigniert niederlegen Tod vereitelt ernste Handlung, er macht sie sinnlos offene Fragen: Geht es mir zu gut, um Kunst zu machen? Was treibt den Künstler an? Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art schaffen? von pausenlos eindreschenden Weltnachrichten abgestumpft "So lebe ich mit materiellem Gut gesättigt in einer nett eingerichteten kleinen Wohnung, mit Blick auf gegenüberliegende Dächer und dem Leipziger Himmel, mit einem Schluck guten Whiskys, einlullender Musik, einem wärmenden Bett und blicke auf den gerade erst angeschafften großen Arbeitstisch, der eigentlich darauf wartet, genutzt zu werden. Blicke auf die Arbeitsleuchte, die den Arbeitsbereich bei emsiger Arbeit hell erleuchten könnte. Willkommen im Showroom. Willkommen im Wartebereich." als belanglos Gehaltenes für genauso wichtig erklären, gleichstellen eigene Person heraushalten Grundelement des Seins bearbeiten
Klasse Bildende Kunst (Vorbereitung) Thema Haltung / Statement auf ein Ziel gerichtete - durch Werte und Moral begrenzte - Grundhaltung bzw. Denkweise/Gesinnung durch Handlungen, Zielsetzungen, Aussagen und Urteile geäußert Überzeugung: unerschütterliche durch Nachprüfen/Erfahrung gewonnene Meinung Standpunkt kein Bedürfnis auf Äußerung ungerne Menschen mit gesellschaftskritischen / politischen Arbeiten beeinflussen / ändern (Frage der Sinnhaftigkeit dessen) Warum mit künstlerischen Mitteln auf gesellschaftl. Probleme / Missstände hinweisen? Ein Haus meinem gegenüber brannte letzte Woche vollständig aus. Vernichtendes Feuer, dicker Qualm, Gestank. Sirenen, Blaulicht. Schaulustige. Wenig später vergessen. Es wird aufgeräumt, abgeriegelt. Das ausgehungerte Gebäude bleibt. Ein Alkoholkranker schreit, tritt gegen Türen, wird die Treppe hinunter geschubst. Blutet. Immer selbstverschuldet. Werkzeug, Monitore, Rucksack geklaut. Wiederholt Polizei gerufen. Feuerwehr und Krankenwagen herbestellt. Protokoll unterschrieben. In Statistiken eingegangen. Zur Routine geworden. Kann Krieg auch Routine werden? Personengruppe redet aufgeregt über zu erwartende Rentenbezüge. Zwei trinken Bier. nichts zu verarbeiten, kein Krieg, kein Hunger schön eingerichtete Wohnung, dem Konsum verfallen zufrieden alles möglich (technisch wie thematisch) im Künstlerischen (fast) keine Grenzen durch Gesellschaft gesetzt durch Freiheit innere Protesthaltung nicht "geweckt" kein Trauma keine lebensbedrohliche Naturkatastrophe, keine Geiselnahme, keine Folter, keine Vergewaltigung (was natürlich beruhigend ist) Künstler schaffen sich Themen, um Sinnlücke zu schließen? 100 Künstler = 100 Themen 1.000 Künstler = 1.000 Themen 1 Million Künstler = 1 Million Themen es wird beliebig Künstler schreien nach Aufmerksamkeit Kunst der Aufmerksamkeit wegen? Ich suche das, was mich - abseits vom technischen Interesse - stundenlang, tagelang, monatelang fesselt, weil mich der Drang nach Äußerung leitet Gibt es das überhaupt? ansonsten bleibt es technische Spielerei Kunst fängt nach einer Krise an, wenn der Mensch Erlebtes verarbeitet Sich selbst verletzen, um Themen zu finden? Oder doch Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art schaffen? Beliebigkeit akzeptieren und… einfach tun (mit Gefahr innerer Sinnkrisen) reizbefreites/zufriedenes Leben durch Gewaltakt in Kunst durchbrechen Ein Haus meinem gegenüber brannte letzte Woche vollständig aus. Vernichtendes Feuer, dicker Qualm, Gestank. Sirenen, Blaulicht. Schaulustige. Wenig später vergessen. Es wird aufgeräumt, abgeriegelt. Das ausgehungerte Gebäude bleibt. Ein Alkoholkranker schreit, tritt gegen Türen, wird die Treppe hinunter geschubst. Blutet. Immer selbstverschuldet. Werkzeug, Monitore, Rucksack geklaut. Wiederholt Polizei gerufen. Feuerwehr und Krankenwagen herbestellt. Protokoll unterschrieben. In Statistiken eingegangen. Zur Routine geworden. Kann Krieg auch Routine werden? Personengruppe redet aufgeregt über zu erwartende Rentenbezüge. Zwei trinken Bier. notiert massenhaft stachelige Geraden mittels spitzem Stift auf Papier auftragen erhöhte Druckstärke durchlöchert und zerreißt Papier Plotter zeichnet sinnlos an gerissenen Stellen weiter Gewalt ohne Stillstand
Standpunkt Arbeitsvorbereitung Projekt mit Marios Marios Überlegung "Zeit" Bewegung ist das Sichtbarmachen von Zeit vergangene, aktuelle und zukünftige Bewegung (im deterministischen System) nachvollziehbar erzeugt Bewegung Vergänglichkeit? Zeit nicht direkt erfahrbar voranschreitend fließend, ohne wirklichem Übergang Raum und Zeit voneinander abhängig (Relativitätstheorie) Wie kann vor Entstehung der Zeit etwas entstanden (Bewegung) sein? Punkt => Linie Gibt es den Augenblick? Das JETZT? Alterungsprozess und Entstehung von Neuem = Zeitphänome Altern Atome oder die kleinsten Teilchen? Oder wandeln sich nur die Verbindungen? Vergangenheit nur über Auswirkung und Gedächtnis indirekt erfahrbar (Erinnerung) Mensch nimmt nur Vergangenes wahr (max. mit Lichtgeschwindigkeit, nie die Gegenwart) Zukunft ist nur ein menschl. Konstrukt (Erwartung) Wissenschaft Zeit Zeit mit Naturvorgängen und menschl. Erleben und Handeln verknüpft Vorsokratiker: Bleibendes (Sein) und Veränderungen (Werden) Platon charakterisiert Zeitmodi: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft Aristoteles: Zeit als "Zahl der Bewegung" Zeitpunkte ("Jetzte") nicht Einheiten der Zeit, sondern Grenzen von Zeitintervallen Plotin (205-270 n. Chr., antiker Philosoph): Gegenüberstellung Zeit und Ewigkeit Augustinus betont Rolle des Bewusstseins in Zeitwahrnehmung Gegenwart = Umschlagpunkt von Vergangenheit und Zukunft (Vergangenheit ist nicht mehr, Zukunft noch nicht) argumentiert für Anfang der Zeit, die mit Welt geschaffen worden sein soll heute Begriff von Physik bestimmt Leibniz: relationaler Charakter der Zeit (Ordnung des Nacheinanderkommenden) Newton: Zeit ontologisch selbstständig (absolut) Kant: Raum und Zeit keine Gegenstände, sondern Instrumente zur Ordnung aller Erfahrungen in Relativitätstheorie Gleichzeitigkeit bezugssystemabhängig Wandern des Jetzt-Punktes ohne Gegenstück in Physik Zeit = objektiv (real) oder = nur existent im Erleben der Menschen?
Kreideschwünge auf einer Schultafel, 1981, Hermann Glöckner
"Kreideschwünge auf einer Schultafel", 1981, Hermann Glöckner
Ausstellung Kunsthalle im Lipsiusbau, Dresden Architekt / Busdriver / Zwei Brücken Standpunkt Ergebnis: Ratlosigkeit / Desinteresse bei Betrachtern moderner Kunst nicht verübelbar "Kreideschwünge auf einer Schultafel", 1981, Hermann Glöckner schultafel.jpg "Meisterwerke der modernen Kunst #1" Hermann Glöckner (siehe 11.9.) Olaf Holzapfel zu "Zwei Brücken": "[…] die Arbeit selber gar nicht für hier gemacht wurde, sagt sie trotzdem was über das Verhältnis von Landschaft und Technik aus." Kunstbegriff Interviewreihe "Lebenselexier zeitgenössische Kunst" u.a. (2) Wie sind Sie zur Kunst gekommen? (3) Wie wichtig ist Ihnen zeitgenössische Kunst? (4) Können Sie beschreiben, was gute Kunst für Sie ist? Martin Rieckmann, Mitglied GMKD (3) "Zeitgenössische Kunst ist für mich so wichtig, dass die Beschäftigung damit zu meiner Leidenschaft geworden ist […]" (4) "Gute Kunst ist für mich zeitlos. Egal, von wann sie ist und von wem, egal, ob ich sie vor langer Zeit gesehen habe, jetzt oder in Zukunft, sie muss mich zu jedem Zeitpunkt berühren, in mir etwas auslösen." Frank Lehmann, Galerist (4) "Gute Kunst sollte vor allem sichtbar sein. Egal ob bei privaten Sammlern, in Museen oder Galerien. Es ist kaum zu beschreiben, was ein gutes Kunstwerk ausmacht. Die Kunstgeschichte findet mit dem gehörigen zeitlichen Abstand die richtigen Kategorien. Mich erfasst es direkt körperlich in einem Künstleratelier, wenn ich das Glück habe, etwas Außergewöhnliches zu sehen oder bei einem Prozess involviert zu sein." Hedwig Döbele, Galeristin (4) "Ein gutes Kunstwerk ist in erster Linie eines, das über die Jahre hinweg Bestand haben wird und seine Gültigkeit jenseits eines Zeitgeistes bewahrt. Zum einen sollte es objektivierbaren Qualitätskriterien genügen, zu denen für mich beispielsweise die handwerkliche Leistung zählt. Zum anderen muss ein Kunstwerk authentisch sein, in seiner Entstehungszeit, für den Erschaffer. […]" Patrick-Daniel Baer, Galerist (4) "Gute Kunst beschäftigt, verstört, berührt auch über die Ausstellungsbegegnung hinaus." Klaus F.K. Schmidt, Mitglied (3) "Die zeitgenössische Kunst ist für mich ein Lebenselexier. Ohne Kunst kann ich nicht leben. Sie dient der Erkenntnis, nicht der Unterhaltung. Sie macht den Kopf frei […]" (4) "Bei 'guter Kunst' ist die Abbildung, das Dargestellte mit einem dauerhaften Geheimnis verbunden. […]" Margareta Noeske, Galeristin (4) Was gute Kunst ist, ist immer schwer zu beschreiben. Leichter ist es zu bestimmen, was keine Kunst ist. Also: Gute Kunst ist für mich wie ein Freund, der ehrlich ist und nicht ein Schmeichler […]. Gute Kunst täuscht nicht und ist nicht Effekthascherei - sie fordert heraus zum ehrlichen Dialog und stößt manchmal vor den Kopf […]" Ausstellung Galerie Alte Meister Dresden (Notizen verlorengegangen)
Die Toteninsel, 1890, 68 x 90 cm, Radierung und Aquatinta, Klinger (nach Arnold Böcklin), Graphische Sammlung ETH Zürich
Die Toteninsel, 1890, 68 x 90 cm, Radierung und Aquatinta, Klinger (nach Arnold Böcklin), Graphische Sammlung ETH Zürich
Insel, Matias Bechtold, 2009, MdbK Leipzig Foto © Jürgen Baumann
Insel, Matias Bechtold, 2009, MdbK Leipzig Foto © Jürgen Baumann
Standpunkt notiert Auseinandersetzung mit Vorwurf des künstl. Umhanges, dem keine Kunst innewohnt (Sebastian, Marios Marios) am Bsp. Zufallsbilder (Raben- und Meerbilder): "Ich würde halt gerne programmieren" "Ich benütze das Thema, um Neues zu schaffen" Themenwahl beliebig, ohne tieferem Hintergedanke belustigende Spielerei (im Unterschied zu ernster Spielerei) offene Frage: Wer entscheidet, ob ich den Zufall als Thematik wirklich ernst nehme / behandeln möchte? Ist offensive Unsicherheit im Umgang mit eigenen Handlungen dem Ziel hinderlich? Ist die Lust am Programmieren verwerflich oder doch rudimentär wichtig, damit überhaupt etwas entstehen kann? Entstehen nicht erst dann gute Fotografien / Gemälde / Plastiken, wenn der Künstler die Technik beherrscht / gleichzeitig daran Freude empfindet? Ausstellung MdbK Leipzig "Die Toteninsel", 1886, 5. Version, Arnold Böcklin, MdbK Leipzig Unterschiede zu Baseler Version (siehe 6. August) (1) definierter Eingang (2) weiße Gestalt beugt sich über Sarg (3) Fährmann unauffälliger (dunkelhäutig), aber aktiver (nicht stillsitzend) (4) Mauer, abgeschottet vom Meer (5) höhere Felsen, niedrigere Bäume (Betrachter befindet sich mehr im Bild) (6) geringerer Abstand Insel zum Bildrand (näher am Betrachter) (7) kleinere Felsen im Meer (mehr Bewegung) (8) kein dominierendes helles Gebäude im linken Bereich (9) Außenseite Insel links und rechts mehr sichtbar (wirkt umschließender / plastischer) (10) hellerer Himmel (mehr Tiefenwirkung) (11) durch Öffnungen an Seiten wird Rand des Bildes mit einbezogen (nicht mehr isoliert) (12) Felsen mehr "durchlöchert", nicht "tot" notiert Erkenntnis: Künstler sterben auch jeder einzelne "Pinselstrich" sollte wichtig sein / das Ziel unterstützen Ergebnis sollte Betrachter nicht nur oberflächlich verführen "Leinwand" ausreizen, nicht nur füllen Symbolisten: verweisen auf Themen menschl. Existenz (Liebe, Sehnsucht, Tod) Naturmetaphern massives Gestein - Bleibendes Meer - Unruhe Erhabenheit Natur über Mensch: Größenunterscheid. Person/Felsen Zypressen: Metapher für Rätsel von Dasein nach Tod gedeutet Symbol Steinlöwen? Wächterlöwe in chines. Kunst insgesamt: Konstrukt voller Vergänglichkeitssymbole Signierung Böcklin mit AB auf Sturzbalken einer Graböffnung (eigenen Tod in Sicht behalten) Nietzsche Friedrich Nietzsche: Idee von Unsterblickeit des Künstlergenies "Mit der Signatur auf dem Sturzbalken einer Graböffnung rechts im Bild schaffte sich Böcklin zu Lebzeiten ein imaginäres Grab und knüpfte so an die Idee Nietzsches von der Unsterblichkeit des Künstlergenies an." notiert mehr über Idee Nietzsches in Erfahrung bringen notiert ausgestellte Bilder, die wegen Tod des Künstlers nie beendet wurden, sammeln mit Bleistift festgehaltene Varianten von Bewegungsabläufen sichtbar unvollendete Gliedmaßen, "primitive" Pinselstriche Bsp. "Der rasende Roland", Arnold Böcklin notiert Toteninsel von hinten griech. Mythos "Fährmann Charon" Tote gegen Obolus über Totenfluss Acheron gesetzt, ins Reich des Totengottes Hades bearbeitet u.a. von Klinger Max Klinger (Radierung), Dalí ("Das wahre Bild der Toteninsel Arnold Böcklins zur Stunde des Angelus", 1932 ) Die Toteninsel, 1890, 68 x 90 cm, Radierung und Aquatinta, Klinger Max Klinger (nach Arnold Böcklin), Graphische Sammlung ETH Zürich klinger-toteninsel.jpg "Selbstbildnis mit fiedelndem Tod", Arnold Böcklin "Villa am See", Arnold Böcklin (1. und 2. Version in Schackgalerie München) Vergänglichkeit bei "Villa am See": durch Naturgewalt Wasser wird mit der Zeit Stein unterhölt, auf dem Gebäude steht Insel, Matias Bechtold, 2009, MdbK Leipzig Foto © Jürgen Baumann bechtold-insel.jpg notiert zu Linienbildern anschauen: "Vorplatz", 2011, Sebastian Speckmann "Meerwunder", 1880, Hans Thoma (1839-1924) (Version MdbK Leipzig) Hieronymus Jobs notiert Berliner Version und Radierung Klinger Max Klinger (Zürich?) der Toteninsel aufsuchen / analysieren
vor dem Eingang der HGB Leipzig
vor dem Eingang der HGB Leipzig
Sacro Monte di Varallo Nr.12, Bertram Kober © Bertram Kober
Sacro Monte di Varallo Nr.12, Bertram Kober © Bertram Kober
Die Verdammnis, um 1725, Balthasar Permoser © MdbK Leipzig
Die Verdammnis, um 1725, Balthasar Permoser © MdbK Leipzig
vor dem Eingang der HGB Leipzig hochschule.jpg (mit Notizen der vergangenen Tage) Gedanken zu Kunst und Künstler Standpunkt Kunst ist etwas unnatürliches, künstliches sie ist von Umwelt abhängig, nicht befreit was als Kunst gesehen wird ist zeit- und ortsabhängig Kunst oder der Auslöser ist durch Sinnesorgane erfahrbar Kunst (1) besteht oder (2) entsteht im Kopf des Wahrnehmenden Kunstwerk hat Bedeutung Bedeutung kann (1) vom Künstler vor, während oder nach Ausführen vorgegeben werden oder (2) nachträglich durch Betrachter hineininterpretiert werden der Künstler macht Kunst nur Lebewesen mit Bewusstsein können Kunst machen / Kunst bewusst wahrnehmen Kunst ist das Ergebnis schöpferischer Tätigkeit Tätigkeit wird vom Künstler durchgeführt / dirigiert mindestens eine Person muss etwas als Kunst ansehen, damit es Kunst ist diese eine Person kann auch der Künstler selber sein Künstler ist der, der sich als Künstler sieht was gute oder schlechte Kunst ist, definiert/erklärt Wahrnehmender von Kunst für sich anerkannte Kunst benötigt neben Künstler (der Kunst schafft) "unabhängige" Rezipienten notiert gegenständlicher werden (siehe Bsp. "Seestück", Richter) 2 Ebenen beachten: (1) Gegenständliche/für Betrachter direkt verständliche Ebene, (2) gedankliche / philosophische Ebene (bei genauerem Hinsehen) Idee von "Kunst = Kommunikation" (1) Sachebene (was zu sehen ist), (2) Gefühl (was es beim Künstler und beim Betrachter emotional auslöst), (3) Appellebene (was der Künstler bewusst/unbewusst vermitteln will), führt zu (4) Beziehung zw. Künstler/Kunstwerk und Betrachter Ausstellung Skulpturen- / Gemäldesammlung / 250 Jahre HGB, MdbK Leipzig Sacro Monte di Varallo Nr.12, Bertram Kober © Bertram Kober bertram-kober.jpg Serie Sacri Monti, 2009 "Selbstbildnis" mit dreimal Portrait übereinandergelegt, Gerhard Eichhorn (HGB) "Die sieben Lebensalter des Weibes", 1544, Hans Baldung Grien Hand Baldung Grien (um 1484-1545) Lebenslauf - Zusammengehörigkeit verschiedener Lebensalter niedriger Horizont: verleiht Figuren Monumentalität notiert Regeln für Linienbilder (1) nicht feste Begrenzungen, eher "zufälligere" Gebilde (mit Variable abweichungMax) (2) bei einigen Elementen wie Wellen oder Wolken: Linien im "Fluß" (in selbe Richtung, aber mit abweichungMax) Die Verdammnis, um 1725, Balthasar Permoser © MdbK Leipzig verdammnis.jpg Balthasar Permoser (1651-1732), Bildhauer des Barock (etwa 1575-1770) "Christus Jesus im Olymp", Klinger Max Klinger (Text zur Restaurierung) Gustav Falke (1853-1916), deutscher Schriftsteller "Jesus Jesus im Olymp" "Und Zeus erschrak in seinem Wolkenhaus \\ Es ging ein Leuchten von dem Fremdling aus"
Zelig, Woody Allen, 1983
"Zelig", Woody Allen, 1983
World Finance Corporation and Associates 1970-1984, 1999, MarkLombardi, Graphit auf Papier
"World Finance Corporation and Associates 1970-1984", 1999, MarkLombardi, Graphit auf Papier
Friedrich Fröhlich, in Eigentherapie Standpunkt Einzelgespräch mit Bühler Websites: rein ästhetische Betrachtung (mit zeitlich abhängigen Modeerscheinungen) Was sind Identitäten? Was macht das mit uns? Schauspieler <> Künstler? Schauspieler weiß um seine künstlich erzeugte Rolle Künstler/ich möchte sich/mich als er/mich selbst präsentieren (nicht als Marke) Thema Authentizität, "als Original befunden" Reflexionsvermögen eher kein Identitätsproblem beim "einfachen" Menschen (Bsp: Eisenbahnstraße) nachdenkender Mensch: stellt sich möglicherweise selbst in Frage Feedback von Kommission = Teil der künstl. Arbeit Feedback ist bei mir noch nicht möglich, da noch in Entwicklung / in Eigentherapie persönl. Therapie -> Transformation -> für Öffentlichkeit interessante Kunst Problem bei meinen Arbeiten: Sympathie (Mit-Leiden, Miterleben ) der Kommission muss ausgeklammert werden (dann bleibt aber nicht viel übrig) emotionale Intelligenz Terminus 1990 von 2 amerik. Psychologen eingeführt "Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle (korrekt) wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen" mein persönliches Thema (ist noch keine künstlerische Arbeit): nicht zu affektiert präsentieren, in eine extreme Richtung abgleiten Bühler Beispiel: Baukastensystem bei Websites (wegen Angst in Extreme zu verfallen) finde ich positiv; kennt jemand einen aber nicht, kommt man evtl. jedoch langweilig / nicht gefestigt rüber "Zelig", Woody Allen, 1983 zelig.jpg Chamäleon: durch Leonard Zeligs Unsicherheit passt er sich mental und physisch an jeweilige Umgebung an Sophie Calle, protokolliert Fake/Identität Leben in Kunst transformieren = ein Ideal? zum Nachnamen von Conchita Wurst: "weil es eben 'wurst' ist, woher man kommt und wie man aussieht" "World Finance Corporation and Associates 1970-1984", 1999, MarkLombardi, Graphit auf Papier lombardi.jpg Mark Lombardi (1951-2000), US-amerik. Künstler in Soziogrammen politisch-ökonomische Machtstrukturen dargestellt Mark Lombardi: "All diese Informationen sind öffentlich zugänglich, ich arrangiere sie nur neu, in einer visuellen Form, die für mich Sinn ergibt" Film "Mark Lombardi - Kunst und Konspiration", 2012 Kunst auf rationaler und poetischer Ebene mgl. (poetische Kunst verstehe ich selber nicht) Kataster / Archiv erstellen? Vorstufe (Notizen) als Ergebnis präsentieren? Arbeit für Vordiplom abstrahieren nicht nur eigene Angelegenheit (Therapie) festhalten, sondern Allgemeingültigkeit schaffen fragend eingetreten, zweifelnd hinausgegangen
Standpunkt Einzelgespräch mit Lahr E-Mail "Es geht dabei um keine spezielle Arbeit, sondern um allgemeinen Input. Meine Arbeiten kommen mir zu oberflächlich / zu einfach vor. Da muss was geschehen." Notizen für Gespräch Status (1) aktuell Kunststudent, (2) zukünftig Kunstler (wenn ich so weiter mache), (3) gewünscht: Künstler erstrebenswerte Eigenschaften: glaubwürdig, stringent (mit Hintergrundwissen, Gedanken skizzieren, Texte verfassen, Einlesen, andere Künstler-Arbeiten dazu ansehen) / schlüssig, konsequent / beharrlich trotz allem Spielerei (mit Hintergrund der Sinnfreiheit des Lebens nichts zu ernst nehmen) Dokumentation nicht um der Dokumentation willen offen: Kraft, Impulse zu geben (eher nicht, da Arbeit wieder Sinn anheften müsste) / Neuartigkeit (Technik nicht um der Technik willen) / nach Jahren noch Neues entdeckbar nicht zutreffend: originell / Geschmack der Masse (außer es ist Teil der Arbeit) / andere von einer Ansicht überzeugen Techniken: Netz (+), Malerei (--), Zeichnung (--), Grafik (++, aber nicht nur mit dekorativem Charakter), Objekt (++), Film (0, nur etwas mit Dokumentationscharakter), Installation (-, zu aufwendig, um für kurze Zeit gesehen zu werden) Themen: faul sein und andere Ist-Zustände (++), Zufall (+++, Vorlieben und Abneigungen außen vor lassen), Individuum (++, Ich Ihr Wir) Vorgehensweise: bei 0 anfangen (alles was mit Sich-Präsentieren zu tun hat entfernen [5 Künstler-Websiten als Arbeiten sehen, nicht mehr aktualisieren]) Ziele: Verlangen, stundenlang an etwas zu arbeiten, nicht nur "spaßige" Spielerei betreiben über John Cage: "[…] Die Idee von eigenen Vorlieben und Abneigungen abzusehen und alle Individuen, Lebewesen, Steine und Klänge als eigene Zentren gleichen Seinsrechts zu betrachten […]" Ergebnis Gespräch Kunst sollte nicht plakativ sein (meine Arbeiten sind vorangig plakativ) aktuell setze ich Ideen sofort um (und präsentiere sie sofort), anstatt sie reifen zu lassen zurzeit: hermetische Arbeiten (Betrachter sieht, versteht und geht) Zweifel Zweifel (positiv) zum Vorankommen wichtig nur für sich selber machen, nicht für andere ("Notizen eines Kunststudenten" ist zwar öffentlich zugänglich, aber ich versuche mich dadurch nicht [auch gefühlt!] zu profilieren) vorbeugende Maßnahmen für diese Seite: (1) mein Name sticht nicht ins Auge, (2) kryptische URL (Benutzername "frfr"), (3) Ideen vorrangig im Rohzustand ich suche Bestätigung von außen > führt zur einengenden permanenten Selbstdarstellung herausfinden, wer Friedrich ist Was ist Friedrich?