[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kurs Televisionen in der Kunst

Landschaft in Öl (Versuch), Version vom 20.01.
Landschaft in Öl (Versuch), Version vom 20.01.
1985, Installation im ehem. Sowjetischer Pavillon, Kai-Hendrik Windeler
1985, Installation im ehem. Sowjetischer Pavillon, Kai-Hendrik Windeler
möglicher Aufbau EG mit 3 Flächen
möglicher Aufbau EG mit 3 Flächen
Landschaft in Öl (Versuch), Version vom 20.01. landschaft-versuch-k.jpg TV Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst Vorstellung Kai-Hendrik Windeler 1985, Installation im ehem. Sowjetischer Pavillon, Kai-Hendrik Windeler 1985.jpg Metallkonstruktion mit 30 ausgebauten Fernsehgeräten, Stühle Videos mit Ausschnitten aus Tagesschau subjektive Wahl u.a. durch eigenes Lebensalter Prägung Fernsehbilder auf einzelnen Menschen ständig wiederholende Motive wie "Terrorakte/Explosionen", "Krieg/Bomben", "Sport/Spielergebnisse" Ausbau Geräte: Wahrnehmung Fernseher als Objekt CHC-TV, 2004-2007, wöchentl. Austrahlung Interaktion mit Publikum, anfänglich Kunstprojekt "It is a TV program about making a TV program" für Handschlagstempel / Prägung Papierarbeiten Schriftzug "Friedrich Fröhlich" gestalten und Hersteller schicken keine Signatur, vollständigen Namen, Schriftart "Arial" HGB Rundgang 2015 Abzug "DERZEIT KEINE AUSSTELLUNG / CURRENTLY NO EXHIBITION" abgeholt u. gerahmt muss auf Pappe geklebt werden, da wellig 3 Flächen im Erdgeschoss reserviert für Geradenbilder möglicher Aufbau EG mit 3 Flächen rundgang_aufbau-k.jpg Flächen: (1) 2,80x2,40, (2) 1,70x2,40, (3) 1,90x2,40 2 Verteilerkästen(?) müssen überdeckt werden Idee: mittels auf Wand gezeichneter Geraden/Raben Flächen verbinden (dominante Türen "überfliegen") mit Tageslichtprojektor an Wand projizieren und Linien einzeln abzeichnen
TV Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst Umberto Eco (*1932 in Italien, it. Schriftsteller, Kolumnist, Philosoph, Medienwissenschaftler, Semiotiker) dctp "Entwicklungsgesellschaft für TV Programm mbH" "Abschied von Gestern", 1966 "Auto Italia Live", Künstlerorganisation "Double Dip Concession" Auswirkung Fernsehn auf Gegenwartskultur Richard Serra: "Television Delivers People" "You are the product of t.v."
Ausgabe Januar 1973
Ausgabe Januar 1973
Andy Warhol's TV, mit Maura Moynihan, Andy Warhol
"Andy Warhol's TV", mit Maura Moynihan, Andy Warhol
TV Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst Andy Warhol Andy Warhol und das Fernsehen "Andy Warhol Andy Warhol's Interview", seit 1969 Ausgabe Januar 1973 andy-warhols-interview.jpg Warhol Andy Warhol: "[…] Tonbänder eröffnen tolle Möglichkeiten für Interviews mit den verschiedensten Berühmtheiten. Ich begann über eine Zeitschrift mit nichts als Interviews nachzudenken. Dann kam John Wilcock eines Tages vorbei und fragte mich, ob ich eine Zeitung mit ihm gründen würde. Ich sagte ja." "In the future everyone will be world-famous for 15 minutes." Shows Hintergrund: 1970er Jahre Einführung Kabelfernsehen Lokalsender entstehen (1) "Andy Warhol Andy Warhol's Fashion" ab 1979 (10 Episoden), wöchentl. 1/2 h Themen: Mode, Makeup, Supermodels, Kleidung (2) "Andy Warhol Andy Warhol's TV" "Andy Warhol Andy Warhol's TV", mit Maura Moynihan, Andy Warhol Andy Warhol andy-warhols-tv.jpg 80 Episoden (3) "ANDY WARHOL'S FIFTEEN MINUTES" 1985 für MTV produziert, wöchentl. Ausstrahlung Vortrag Gerry Schum Vorschläge für Aufsatz Was war die Rolle Schums? Was die der Künstler? Unterschiede Arbeiten / Arten auflisten / analysieren Übersetzung Kunst ins Fernsehen vs. TV-Arbeiten Geradenbild Termin kommende Woche mit Hötte, Pen-Plotter verschied. Stifte / Papiere zum Test sammeln (Kugelschreiber, Filzstifte, Bleistifte, dickes Papier, transparentes Papier, …)
He Joe, 1966, Samuel Beckett
"He Joe", 1966, Samuel Beckett
Slow Angle Walk, 1969, Bruce Naumann
"Slow Angle Walk", 1969, Bruce Naumann
TV Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst Samuel Beckett (1906-1989, irischer Schriftsteller) "Künstler gehen ja nie in Rente, aber das wissen Sie ja schon." 1. Stück bei Fernsehspiele: "Hey Joe" "He Joe", 1966, Samuel Beckett hey-joe.jpg ohne Schnitt, Sprache über Lautsprecher (Darsteller soll auf Stimme reagieren, nicht nur auswendig lernen) vom Theater übernommen: kein Schnitt vom Film: Kamerafahrt "Geistertrio": Stimme aus Off spricht auch zum Zuschauer Beethoven Klaviertrio D-Dur op. 70,1 ("Geistertrio") Schüler Carl Czerny: "Der Charakter dieses, sehr langsam vorzutragenden Largo ist geisterhaft schauerlich, gleich einer Erscheinung aus der Unterwelt" "Quadrat" (1. Aufnahme farbig, 2. sw) "Slow Angle Walk", 1969, Bruce Naumann slow-angle-walk.jpg "Die Kamera liegt auf der Seite und registriert eine Stunde lang, was im Atelier geschieht. Der Darsteller, Nauman selbst, bewegt sich mit gestreckten Beinen kreuz und quer durch den Raum, ohne sich um die Logik der geraden Linie zu kümmern" "Live-Taped Video Corridor", 1970, Bruce Naumann Stan Douglas "Monodramas", 1987-1991 kurze Handlungen ohne richtiger Narration als Werbeunterbrechung gedacht
Filz-TV, 1970, Joseph Beuys
"Filz-TV", 1970, Joseph Beuys
Schwarzer Papierhaufen, 1970, Reiner Ruthenbeck
Schwarzer Papierhaufen, 1970, Reiner Ruthenbeck
Die platonische Höhle, Jan Saenredam (Kupferstich nach Ölgemälde von Cornelis van Haarlem)
"Die platonische Höhle", Jan Saenredam (Kupferstich nach Ölgemälde von Cornelis van Haarlem)
Auch ein Höhlengleichnis (II), 1984/1989, Timm Ulrichs
"Auch ein Höhlengleichnis (II)", 1984/1989, Timm Ulrichs
TV Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst (Vorbereitung) "Identifications" (vormals "Artscapes"), Fernsehausstellung II, 1970 20 Kurzbeiträge über internat. Künstler Länge Beiträgen: 35 Sek. - 5 Min. eigene Werke und Aktionen vor Filmkamera präsentiert 30.11.1970 vom Südwestfunk Baden-Baden fast ohne erläuternden Kommentar ausgestrahlt Reihenfolge Ausstrahlung nach Herkunftsland (Deutschland, Frankreich, England, Niederlande, Italien, USA) vor Fernsehausstrahlung Premiere im Kunstverein Hannover am 20.11.1970 Beginn mit 6-minütiger Ansprache Schum "Das Kunstobjekt verliert seine Autonomie, ist nicht mehr vom Produzenten, also vom Künstler zu trennen. […] Im Fernsehobjekt kann der Künstler sein Objekt reduzieren auf die Attitüde, auf die bloße Geste als Hinweis auf seine Konzeption. Das Kunstobjekt stellt sich dar als die Einheit von Idee, Visualisierung und dem Künstler als Demonstranten." "Filz-TV", 1970, Joseph Beuys Joseph Beuys beuys.jpg Beuys Joseph Beuys "soziale Plastik" schließt menschliches Handeln mit ein, das auf Strukturierung und Formung der Gesellschaft ausgerichtet ist Politik und Wirtschaft sozial und kreativ von jedem gestaltbar notwendige Fähigkeiten: (1) Spiritualität, (2) Offenheit, (3) Kreativität, (4) Fantasie Gesellschaft als Kunstwerk betrachtet Kunstbegriff nicht mehr nur auf materiell fassbare Artefakt beschränkt "Jeder Mensch ist ein Künstler" Beitrag "Filz-TV": kritische Auseinandersetzung der Wirkung TV auf Individiuum Reiner Ruthenbeck (*1937, dt. Bildhauer und Konzeptkünstler) Schwarzer Papierhaufen, 1970, Reiner Ruthenbeck schwarzerpapierhaufen.jpg füllte Bildraum mit wachsenden Haufen aus zerknülltem schwarzen Papier Klaus Rinke (*1939, dt. Künstler) ließ gefüllte Wassertonne in Richtung des Betrachters umfallen Rinke: "natürlich banal, aber vom plastischen Prozeß aus gesehen ganz neu für die Kunst – nicht etwa als symbolische Handlung, sondern als Plastik, fast schon als traditionelle Plastik" Ulrich Rückriehm (*1938, Bildhauer) Steinskulptur "Dolomitstein gespalten (Hammer und Eisenkeile)", 1968 Stück für Stück abgehoben und auf Boden geworfen (zuvor geschlossene, aber geteilte Form => Ansammlung von Bruchstücken) Daniel Buren (*1938, frz. Maler und Bildhauer) weitere Künstler: Gilbert & George, Ger van Elk, Giovanni Anselmo, Alighiero Boetti , Pier Paolo Calzolari, Gino de Dominicis, Mario Merz, Gilberto Zorio, Garry Kuehn , Keith Sonnier , Richard Serra, Franz Erhard Walther, Lawrence Weiner Kurs Warum denken? Grundlagen und Konzeptionen des Denkens mit Platon Sonnen-, Linien-, Höhlengleichnis (Auszüge aus: Der Staat) Sonnengleichnis: (platonische) Sokrates versucht das Gute zu veranschaulichen Sonne = Quelle des Lichts (in geistiger Welt) das Gute = Quelle von Wahrheit und Wissen Liniengleichnis hierarchische Unterteilung des Erkenntnisweges (1) Meinen mit (a) Vermuten (Schatten / Spiegelbilder), (b) Fürwahrhalten (reale Dinge) (2) Erkennen mit (a) Verstand / Nachdenken (mathematische Formen), (b) Vernunft / Denken (Ideen) "Die platonische Höhle", Jan Saenredam (Kupferstich nach Ölgemälde von Cornelis van Haarlem) hoehlengleichnis.jpg "Auch ein Höhlengleichnis (II)", 1984/1989, Timm Ulrichs hoehlengleichnis2.jpg Höhlengleichnis Personen sind so befestigt, dass sie nur gegen eine Wand schauen können auf Wand sind Schattenspiele sichtbar, die für sie die Realität darstellen hinter befestigten Personen gehen Menschen mit Bildwerken entlang Schatten wird durch Feuer hinter ihnen erzeugt Echo von Geräuschen an Rückwand Leben Gebildeter vs. Leben Ungebildeter Beschreibung beschwerlicher Weg zum wahrhaften Sein
Land Art, Gerry Schum
"Land Art", Gerry Schum
A CIRCLE IN ANTARCTICA, 2012, Richard Long
"A CIRCLE IN ANTARCTICA", 2012, Richard Long
A Hole in the Sea (Ausschnitt), 1969, Barry Flanagan
"A Hole in the Sea" (Ausschnitt), 1969, Barry Flanagan
Floating Island to Travel Around Manhattan Island, New York, 1970/2005, Robert Smithson
"Floating Island to Travel Around Manhattan Island", New York, 1970/2005, Robert Smithson
TV Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst (Vorbereitung) u.a. bei Pop-Künstlern wie Richard Hamilton (1922-2011, brit. Maler u. Grafiker) und Tom Wesselmann (1931-2004, US-amerik. Maler, Grafiker und Objektkünstler) tauchte Fernsehgerät als Motiv in Werken auf Einbindung Fernsehgerät in Installationen ab 1963 durch Nam June Paik wie auch Wolf Vostell Gerry Schum (Regisseur, Produzent und Kameramann Fernsehgalerie) entwickelte mit Partnerin Ursula Wevers Fernsehausstellung I, 1968-1969 strebte direkte Vermittlung Kunst an Massenpublikum an (ohne Umweg Kunstmarkt/Museum) strebte künstlerische Intervention im heimischen Wohnzimmer an produzierten Formate auf 16mm-Film, dennoch für Fernsehbildschirm konzipiert (auf Videoformat umkopiert als techn. Voraussetzungen gegeben) "Land Art", Gerry Schum landart.jpg im SFB-Berlin (Sender Freies Berlin, 1953-2003; West-Berlin, ab 1990 ganz Berlin) unkommentiert ausgestrahlt Schum wollte Kunst nicht erklären 28. März 1969 im Studio C des Senders Freies Berlin eröffnet 15. April 1969 im 1. Programm um 22.15 Uhr ausgestrahlt Beiträge von europ. und amerik. Künstlern eingeblendeten engl. Titel in dt. Sprache durch Off-Stimme begleitet Thema: Kunst in der Landschaft / subtile Eingriffe in die Landschaft Titel und Ortsangaben beschreiben Handlungen und Markierungen u.a. Luftaufnahmen und Detailaufnahmen wechseln mit jeder Arbeit mit längeren Kamerafahrten und Kameraschwenks (Weite Naturraum in Fernsehen übertragen) Ton: Natur-, Aufnahme- und Umgebungsgeräusche (Flugzeug), Atmen der Akteure Fernsehgalerie Gerry Schum mit 7 (ursprüngl. 8) Künstlern (1) Richard Long (*1945, brit. Land-Art-Künstler) Sculptures "A CIRCLE IN ANTARCTICA", 2012, Richard Long circle-antarctica.jpg konzeptionelle Wanderungen, fotografisch und textlich dokumentiert schafft temporäre Stein- oder Holzskulpturen, nach fotografischer Dokumentation entfernt oder natürl. Verwitterung überlassen vertreten mit "Walking A Straight 10 Miles Forward And Back Shooting Every Half Mile", England (2) Barry Flanagan (1941-2009, brit. Bildhauer) "A Hole in the Sea" (Ausschnitt), 1969, Barry Flanagan hole.jpg (3) Dennis Oppenheim (1938-2011, US-amerik. Land-, Body-Art- und Installationskünstler) vertreten mit "Timetrack Following the Time Border Between Canada and USA", Kanada (4) Robert Smithson (1938-1973, US-amerik. Maler und Land-Art-Künstler) "Floating Island to Travel Around Manhattan Island", New York, 1970/2005, Robert Smithson robert-smithson.jpg vertreten mit "Fossil Quarry Mirror with Four Mirror Displacements", USA (5) Marinus Boezem (*1934, niederl. Konzeptkünstler und Bildhauer), "Sand Fountain", Frankreich Thematik: Licht, Beobachtung, Perspektive und Raum (6) Jan Dibbets (*1941, niederl. Konzeptkünstler), "12 Hours Tide Object with Correction of Perspective", Holland (7) Walter de Maria, "Two Lines Three Circles in the Desert", USA (8) nicht ausgestrahlt: Michael Heizer, "Coyote", USA