[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kurs Televisionen in Kunst, Technik und Ökonomie

Imaginary Landscapes No. 4, Cage
"Imaginary Landscapes No. 4", Cage
McLuhan Caged, 1968, Paik
"McLuhan Caged", 1968, Paik
TV Interventionen Kurs Televisionen in Kunst, Technik und Ökonomie Thema "Touching Television / Participation Media width Marshall McLuhan, John Cage and Nam June Paik" Ausstellung "TELEVISION, de-, inter-, trans-", 2011, Seoul Nam Jun Paik Art Centre Entmaterialisierung durch digitale Medien Gegensatz Malerei / Fotografie / Film Gegenbewegung Participation TV / Paik touching = palpable, haptic / touching = emotional, engaging passion <=> participation (1) Walter Benjamin / Marshall McLuhan Medientheorie nicht als Informations- Technik- oder Maschinentheorie sondern als Theorie der Sinne und multimodalen Relationen von Medien zum Körper Benjamin zur Taktilität "visueller" Medien: im Dadaismus Dadaismus Kunstwerk = Geschoss, "Es stieß dem Betrachter zu. Es gewann eine taktile Qualität" McLuhan: "The television image… is an expansion of the tactile sense … a medium, which includes all of our senses in an in-depth interaction" (1964) Fernsehbild = unfertig (grobes Raster), erst durch Auge d. Betrachters "vervollständigt" tactile-as-total (komplettkörperliche Erfahrung), not only haptic (2) Beeinflussung John Cage durch Marshall McLuhan Buch "The Medium is the Massage", McLuhan (Massage, nicht Message) Bsp. "Imaginary Landscapes", Aufführung mit Radiogeräten, Cage (12 Radiogeräte, 24 Performer, 1 Dirigent) "Imaginary Landscapes No. 4", Cage imaginary-landscapes.jpg notiert x Radiogeräte kaufen, alle Sender gleichzeitig abspielen (3) Beziehung zw. Cage / Paik Bsp. für TV-Interaktionen: "Exposition of Music - Electronic Television", 1961 "Magnet TV", 1965 (nicht mehr versteckte Änderungsmechanismen) Idee der Unbestimmtheit "McLuhan Caged", 1968, Paik mcluhan-caged.jpg "Partizipations-Fernsehen" QUBE (question your tube), seit 1977 "Crystal of Resistance", Thomas Hirschhorn, Venice Art Biennale, 2011 Marie-Eve Levasseur
Density (organisiertes Rauschen)
Density (organisiertes Rauschen)
TV-Décoll/age no. 1, 1958-1963(?), Wolf Vostell
TV-Décoll/age no. 1, 1958-1963(?), Wolf Vostell
Lee Friedlander mit laufenden Geräte in menschenleeren Räumen
Lee Friedlander mit laufenden Geräte in menschenleeren Räumen
TV Interventionen Kurs Televisionen in Kunst, Technik und Ökonomie Weltmacht Fernsehen 1960er meinungsbildende Macht, über Print und Radio hinweg 1960er pro Familie rund 5h Fernsehen ab 1957 zunehmend in Farbe (in Deutschland bis 1963 nur 1 Kanal in sw / Abendstunden) Differenz zw. USA/Europa weiterhin gültig USA: mit privatwirtschaftlichem / kommerziellen Boom (öffentl. Stationen maginal) Europa: Staat als Träger für Podcast-Medien gesehen TV vom Standpunkt Kunst: "hoffnungsloses Medium" kaum Phasen der Offenheit und kreativen Suchen Manifest d. Futuristen: "La Radia" (1933) "Radio-Televesiva", Vorstellung von Massenevents (siehe Fernsehstuben) Lucio Fontana Lucio Fontana mit "Das Manifest des Movimento Spaziale im Fernsehen" (1952) Umberto Eco "Das offene Kunstwerk" Karl Otto Götz (1914, Hauptvertreter abstrakter Kunst und Informels in Deutl. und Lyriker des Surrealismus) Density (organisiertes Rauschen) density.jpg etwas ähnliches wie das Fernsehbild wollte er analog herstellen (handgemachte Computeranimation) TV-Décoll/age no. 1, 1958-1963(?), Wolf Vostell tv-decoll.jpg Malerei mit "live" TV-Bild Spiel mit Präsenz d. Mediums / keine Beeinflussung von Fernsehbild Tom Wesselmann, Teil des Interieurs Propeller Paintings, ca. 1964/65, Lawrence Weiner Testbild (eigentl. zum kalibrieren der Bildschirmoberfläche gedacht) hat "künstl." Testbilder entwickelt Autovision, 1962-64, Karl Gerstner Lee Friedlander mit laufenden Geräte in menschenleeren Räumen friedlander.jpg Verarbeitung von TV Material am Bsp. Kennedy Dennis Hopper mit "Kennedy Suite", 1963, No 1-8 Bruce Conner mit "Television Assassination" Andy Warhol Andy Warhol mit "Flash - November 22, 1963", 1968"
Buch Das elektrische Leben
Buch "Das elektrische Leben"
Very Slow TV
"Very Slow TV"
TV Interventionen Kurs Televisionen in Kunst, Technik und Ökonomie Fernsehfantasien Nipkow (siehe 27.10.)s Patent auf Idee Television elektr. Teleskop, 1884 Albert Robida (1848-1926, frz. Schriftsteller, Zeichner, Maler, Karikaturist, Journalist) lieferte Ideen für Umsetzung Buch "Das elektrische Leben" elektrische-leben.jpg humoristischer Zukunftsroman mit Zeichnungen und Texte Telefonoskope im Medienverbund Teletheater Simultantheater (1 Stk. in 3 Sprachen) telefonische Zeitung Teleshopping Jules und Michel Verne: "Hier et Demain" Zukunftsvision 2889 (1000 Jahre später) nationalsozialistische Propaganda mit TV-Programm ab 1934 (ausgestrahlt in Berlin, siehe 15.1.2013) in 60-80km Umfeld übertragen künstl. Bearbeitung: Chris Burden T.V., 1977 Gebhard Sengmüller mit "A Parallel Image" "Was wäre, gäbe es keine Zerlegung von Bildinformation?" Fernsehen ohne Bildzerlegung "Very Slow TV" vsstv.jpg
Eröffnung LAND ART, Studio C des SFB
Eröffnung LAND ART, Studio C des SFB
Edinson's Telephonoscope (transmits light as well as sound)
"Edinson's Telephonoscope (transmits light as well as sound)"
TV Interventionen Recherche "Ready to Shoot - Fernsehgalerie Gerry Schum" Insellage Berlin: Kritiker und Ausstellungsbesucher konnten nur in Ausnahmefällen aus Westdeutschland anreisen Eberhard Roters (Kunstverein Berlin) mit Gutachten zur Fernsehgalerie: "Dies ist besonders für die Berliner Situation von nicht zu unterschätzender Bedeutung, weil dadurch ein interessiertes Publikum erreicht werden kann, das von sich aus nicht die Möglichkeit hat, die kulturellen Ereignisse in der Bundesrepublik und im Ausland zu verfolgen." Eröffnung Fernsehausstellung in der Akademie der Künste, Berlin (oder im Studio des SFB?) Monitore, Bild- und Tonaufzeichnungsgeräte, Mischpult für Bildregie, Arbeitsplatz Fernsehansager in Live-Übertragung sichtbar techn. Aufzeichnungs-und Reproduktionsapparat ist sichtbarer Bestandteil Fernsehausstellung ohne Bühne / Podest einbezogen nur Künstler, die zur "progessiven Veränderung des kulturellen und sozialen Lebens" beitragen Objekte und Tendenzen mit vorwiegend ästhetischem Gehalt: entsprachen nicht Konzeption der Fernsehgalerie Kunst als lebendiger Prozess verstanden Film zeigt keine Endprodukte, sondern Entstehungsprozesse mit Rückkopllung zum Kunstkonsumenten Eröffnung LAND ART, Studio C des SFB fernsehgalerie-eroeffnung.jpg notiert 2 Lautsprecherpaare auf Gang aufstellen, Besucher geht in eine Richtung und hört "ich" - "bin"; läuft er zurück: "bin" - "ich" Kurs Televisionen in Kunst, Technik und Ökonomie Technikgeschichte 3-fache-Erfindung der Television (a) Prähistorie seit Mitte 19. Jhd. (ohne Resultate, nur als Patente und Science Fiction) (b) Fernsehen, Film, Radio 1920-30er (c) [?] Phonograph (Schall-, Klangschreiber) Gerät zur akustisch-mechanischen Aufnahme und Wiedergabe von Schall 21.11.1877 von Thomas Alva Edison angekündigt, 8 Tage später vorgeführt 1880er: Televisionsidee (Bild aufzeichnen, per Draht übermitteln, wieder abspielen) Diorama (Durchscheinbild) Übergang von Fotografie > Film "Medienmalerei", Tag/Nachtbilder point-to-point: Information/Bild/Ton an eine andere Stelle übertragen one-to-many: 1 Sender, viele Empfänger George du Maurier (1834-1896, brit. Autor und Zeichner) "Edinson's Telephonoscope (transmits light as well as sound)" telephonoscope.jpg "Elektrisches Teleskop", Paul Niphow, 1884 Nipkow-Scheibe Ideengeschichte <> Technikrealität
TV Interventionen Kurs Televisionen in Kunst, Technik und Ökonomie Einführungsveranstaltung Themen u.a. Prähistorie des Fernsehens im 19. Jahrhundert Fernsehen, Film und Radio in den 1920-1930er Jahren Künstlerexperimente im Kampf mit der Kiste in den 1960er Jahren Konstellationen von Theorie und Praxis bei McLuhan und Paik Formate und Sendungen zwischen Kunst und Massenmedium Kooperationsmodelle von Kunst und Massenmedium (Gerry Schum, Samuel Beckett, Nam June Paik, Dara Birnbaum) aktuelle Hybridisierung von TV und Internet hist. Künstlerpositionen u.a. Gerry Schum (TV Sendungen der "Fernsehgalerie"), Samuel Beckett ("Fernsehspiele"), Dara Birnbaum ("Wonder Woman"), General Idea ("Pilot") kl. Schein mit Vortrag, gr. Schein zzgl. Hausarbeit Ausstellungsgespräch am 16.10. um 17:00 Uhr mit Kai-Hendrik Windeler zur Installation "1985", ehem. Sowjetischer Pavillon 19:00 Uhr Videoscreening "Videogramme einer Revolution, 1993", KV Leipzig Klasse Bildende Kunst Frühstück Exkursionen Berlin (18.11.-19.11.) / Venedig (11.5.2015) zu nächstem Klassentreffen aktuelle Arbeit (Original) mitbringen evtl. Geradenbilder auf A0 plotten 2.12. und 16.12. Atelierbesuche Kommilitonen HGB-Rundgang "Künstlerstatement/-haltung" Wie verhalten sich Künstler im aktuellen gesellschaftl. Umfeld? "Alles eilt: Wie wir Zeit erleben" Kurs Marcel Duchamp Marcel Duchamp und die Folgen Einführungsveranstaltung (wegen ungeplant langem Klassentreffen verpasst) Blockveranstaltung vom 26.-28.11. Einführung in Werk und Ideen sowie Wirkungsgeschichte Themengruppen (1) "Große Glas", Ende oder Neuanfang der Malerie, Zerstörung als (Un-)Vollendung (2) Readymades, Komplexität einer einfachen Idee, "Zeitbombe" in Kunst 20./21. Jhd. (3) (Präzisions-)Optik und Kinetik, Dimensionen des Sehens, Perspektive, Physiologie und Augentäuschung (4) Zufall als Methode, Unvorhersehbarkeit als Kreativität, Indifferenz, Autorschaft (5) (Para-)Wissenschaft, Referenzen zu Physik, Mathematik, Geometrie und Experiment in Naturwissenschaft (6) Rrose Selavy und die Junggesellen, Kunst & Gender, Transformationen des Selbst (7) Blickregime und Körperabformung, Taktilität, Pornografie, Etant donnes (8) Schachteln und Notizen, Reproduktionen und Repliken, Selbstdokumentation als Künstlerstrategie (9) Künstler als "Lebenskunstwerk" - höchste Form der Kunst? Kurs Zur Aktualität von Gründungsmythen der Kunst Einführungsveranstaltung antike Gründungsmythen der Kunst und ihr Fortwirken in Mittelalter und Renaissance u.a. Naturkunde des Plinius (Malerei als Augentäuschung und der Ursprung der Malerei im Schatten) Metamorphosen Ovids (Erfindung der Skulptur durch Pygmalion) (siehe 14.5.2013)