[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kurs TV Interventionen

Arbeit von Katrin Eßer, STANDBY, Ausstellung im 2. Studienjahr, Halle 14
Arbeit von Katrin Eßer, STANDBY, Ausstellung im 2. Studienjahr, Halle 14
Urkunden-Kit, STANDBY
Urkunden-Kit, STANDBY
Screenshot Website 250-jahre-zukunft.de
Screenshot Website 250-jahre-zukunft.de
Kurs Standby (es folgt eine Auflistung an Tätigkeiten der vergangenen Tage, rekonstruiert mit Hilfe des Terminplaners) [Kalenderblätter fehlen] 13.2. 11:00-14:30 Uhr Aufsicht in HALLE 14 Arbeit von Katrin Eßer, STANDBY, Ausstellung im 2. Studienjahr, Halle 14 standby-ausstellung.jpg 14.2. 14:30-18:00 Uhr Aufsicht zwischendurch immer wieder ü-Pünktchen auf Flyern und Plakaten entfernt 15.2. 11:00-14:30 Uhr Aufsicht Urkunden-Kit, STANDBY standby-ausstellung-2.jpg HGB Rundgang 2014 Arbeit an Website "250 Jahre Zukunft" zum 250-jährigen Bestehen der Hochschule 15:15 Uhr Treff mit Martin am Haupteingang, HGB Rundgang letzte Änderungen Website Überlegung Browsereinstellungen im Computerkabinett zu ändern (neue Startseite 250-jahre-zukunft.de) Friedrich-Fröhlich-Werbung verteilt und ausgelegt Verteilung Flyer "250-jahre-zukunft.de" Screenshot Website 250-jahre-zukunft.de 250-jahre-hgb.jpg Statistik vom 26.2.2014: 129 Besucher Kurs TV Interventionen Weiterarbeit am Aufsatz "Das Ende des Fernsehens" E-Mail wegen Intervention im Computerkabinett erhalten: "Leider musste ich feststellen, das die Standardwebseiten bei einigen Browsern im Raum 1.31 verändert wurden und nun auf die Domäne www.xn--hgb-eipzig-d0b.de verweisen […]. Ich bitte Sie hiermit zeitnah zu einem persönlichen Gespräch."
Pierre Bourdieu
Pierre Bourdieu
Freakstars 3000, DVD
Freakstars 3000, DVD
TV Interventionen Kurs TV Interventionen Pierre Bourdieu, frz. Soziologe "Über das Fernsehen", dt. 1998 Pierre Bourdieu pierre-bourdieu.jpg Vorträge, die im Privatfernsehen ausgestrahlt wurden Präsentationsform selbst festgelegt, ohne Einmischung des Senders 4 Kapitalsorten: ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital, symbolisches Kapital soziales Kapital: Substrat ist Netz sozialer Beziehungen (Freundeskreis etc.) Struktur der Gesellschaft erklären symbolisches Kapital: Gegenpart zum ökonomischen Kapital vieles lässt sich nicht in monitären Verhältnissen ausdrücken "Image" symbolische Gewalt: anerkannte Gewalt, Unterschied zw. nackter und symb. Gewalt Habitus: Ausdruck für Auftreten oder Benehmen eines Menschen, Vorlieben und Gewohnheiten Fernsehen in Frankreich der 1990er staatl. und private Sender, Privatisierung im Kommen primitive Eigenschaften des Menschen werden durch Fernsehen geweckt Fernsehen bietet große Möglichkeit der Demokratisierung Vorträge kein pers. Angriff, sondern Kritik am System Fernsehen "Das Fernsehstudio und seine Kulissen" Nachrichten und Talksendungen im Blickpunkt: unsichtbare Zensur Themen gegeben Konformismus, Selbstzensur, Stellenunsicherheit (Journalisten, Reporter) ökonomische Abhängigkeiten Sponsoren, "unsichtbare Mechanismen" Themen werden zwar berührt, aber nicht kritisch behandelt, Infotainment Boulevardisierung journalistischer Beiträge "Verstecken durch Zeigen" "Brille des Journalisten" Dramatisierung alltgl. Tristesse Jagd auf und Fokus auf Ungewöhnliches Gegenbeispiel "24h Berlin" "Ein Tag im Leben. Menschen, Geschichten, Wirklichkeit. 24 Stunden - so wie sie sind." Journalisten "in-Formation" "zirkuläre Zirkulation der Nachricht" homogene Produkte / Quellen und Wettbewerb wechselseitige Bespielung Fernsehen schreibt Realität vor Konflikte entstehen "Wirklichkeitseffekt" Dringlichkeit und "fast-thinking", Zeitdruck durch Einschaltquote Widersprüche und Spannungen Zwänge durch Beziehungen: Konkurrenz, Einverständnis faktische Gefangenheit (nur scheinbare Autonomie und gr. Möglichkeiten) Suche nach Möglichkeiten Problem Einschaltquote zu entgehen YouTube-Stars im Internet ist Einschaltquote oft wichtiger als das Thema Informationen für Leistungsnachweis / großer Schein Diskussionsstränge aus Seminar einpflegen Beitrag zum "Ende des Fernsehen" schreiben mit eigenen Ansätzen, Beispielen, Kategorisierungen Christoph Schlingensief "Bitte liebt Österreich" 12 anmoderierte Asylbewerber beziehen Container öffentl. Asylverfahren Übertragung aus dem Container rund um die Uhr im Internet Sieger: Geldgewinn & Einheirat in Wahlheimat mgl. "talk 2000", im Privatfernsehen gezeigt führt vor, wie wenig es noch um Inhalte geht Inszenierung, keine Talkshow Sensationsgeilheit bei Sendungen wie "Andreas Türck" Austauschbarkeit der Sendungen/Themen/Moderatoren Talk 2000 "Tiere die besseren Menschen?": in Sendung spielt Thema aber keine Rolle mehr Schlingensief verlässt Sendung, Moderation muss Gast übernehmen Schweigen teil der Sendung: Dauerberieselung unterbrochen stellt auch Gäste bloß (Beate Use, Thema "Ansteckung durch Sex ohne Kondom in Filmen") schafft davor aber erst eine Vertrauensbasis unerwartete Übergriffe (auch inszeniert) U3000: "Aus einer regulären U-Bahn der Linie 7, Britz-Süd nach Berlin-Spandau, zeigt Schlingensief, die hässliche Fratze der Spaßgesellschaft." Freakstars 3000 Freakstars 3000, DVD freakstars3000.jpg in Behindertenwohnheim Leute akquiriert Castingshow Anspruch: Behinderte in Gesellschaft über das TV mit einbinden "Ihr seid krank, wir gesund" "Problem der Nicht-Behinderten" Andy Warhol Andy Warhol Vorreiter mit "Andy Warhol Andy Warhol's T.V.", aber nicht so radikal "Retro Soap Opera", ab 1937 Umschaltung vom Schwarzweiß- zum Farbbild mit Countdown im frz. TV SMC TV, 2004-2007 "reality meta show" Artikel auf frieze.com: "Broadcast News"
Logo Kanal X, 1990-1991
Logo Kanal X, 1990-1991
Money Back Products, 1999
"Money Back Products", 1999
Friedrich Fröhlich Promo, 2013, YouTube
Friedrich Fröhlich Promo, 2013, YouTube
Kurs Sensorik und Aktorik Pulssignal Änderung des Tastverhältnisses im Wechsel: kurze Zeit 5V, danach 0V (LED = Helligkeitsänderung) analogWrite(); nur ein paar Pins dafür verwendbar belastet Prozessor nicht stark Funktion, im Kiloherzbereich (Umschalten nicht sichtbar) Aufgabe: Verbindung zw. Rechner und Arduino herstellen Rückmeldefunktion (Fehlersuche, Videoinstallation steuern etc.) Verbindung zu Processing oder PureData "Serial" Serial.begin(57600); Bandrate: 300 - 115200 Rate = Zeichen pro Sekunde Serial.println(); Zeichenkette wird aufgebrochen und einzeln übermittelt wenn in Zeichenkette Zahl beinhaltet, dann print(); Shift+Alt+7 = Backslash analogRead(0): analoge Pin 0 auslesen analoge Pins etwas ungenau (nur mit ungefähren Werten arbeiten) Daten vom Rechner empfangen Serial.read(); Text zurückgeben, wenn gesendet wurde (einfaches Echo) int cmd=Serial.read(); und Serial.println(cmd); -1 bedeutet: kein Wert im "Serial Monitor" Daten zu Mikrocomputer senden "abc" = 97, 98 und 99 ASCII-Werte (Code des Zeichens) 123 = 3*1 + 2*10 + 1*100 Übungsaufgabe LED dimmen mittels Zahlenübergabe "r" für rote LED und "g" für grüne LED cmd='g'; oder cmd=(Ascii-Code von "g") cmd=cmd-48 (Zahlen 0 bis 9) wert = wert*10+cmd; (wert am Anfang = 0) switch(cmd) und case "r" PureData: Daten einlesen Processing: Import Library: Serial 1/0 import processing.serial.*; Reference > Libraries > Serial println(Serial.list()); gibt Liste aller Anschlüsse wieder Nummer verwenden Serial arduino; arduino = new Serial(this,Serial.list()0, 57600); arduino.write("120r255g"); TV Interventionen Kurs TV Interventionen Piratenfernsehsender "Kanal X", Leipzig, DDR "Das ganze Ding ist ein Kunstwerk" Logo Kanal X, 1990-1991 kanal-x.jpg "Kanal X auf Sendung!" improvisierte Studioeinrichtung Publikum wird einbezogen Beweis: ohne gr. Aufwand Fernsehsender aufbauen Yes-Men Künstler-Aktivisten-Gruppe mediale Aufmerksamkeit für pol. Aktionen erzeugen "World Trade Organization" Fake-Organisation, erstgenommen, Einladungen zu Konferenzen Website "Acceptable Risk" Risiken gegenüber Bevölkerung kan monetarisiert werden Interview im BBC keine Konsequenzen, da Firmen negative Öffentlichkeit vermeiden wollen Ausgabe "New York Times" (gefakt) Attac bezieht sich darauf mit "DIE ZEIT" Allan Kaprow, US-amerikanischer Künstler und Kunsttheoretiker der Aktionskunst "Das Happening der falschen Photos" Mel Chin: "in the name of the place" Mainstream Fernsehen: "Take a good look" mit Ernie Kovacs "Es ist nichts mit Ihrem Fernseher falsch" TV Apparitions Matthieu Laurette Multimedia-Künstler im TV "Money Back Products", 1999 matthieu-laurette.jpg beweisen, dass man von Cashback-Aktionen und [nicht lesbar] Konsum leben kann Auftritt 1993 in "Herzblatt" wird zur Einladung seiner Ausstellungseröffnung erhoben (bei Ausstrahlung im TV) T-Shirt "AS SEEN ON TV" "Laurette Bank unlimited", 1991-2000 Rémi Gaillard (mediale Inszenierung seiner Aktionen seit 1999, YouTube-Star, Unterbrechung des laufenden Programms durch unauthorisierte Auftritte) Jon Lajoie (spielt Rollen, überzeichnet dabei Klischee und Rollenbilder) "Mainstream Media Commercial": parodistischer Werbeclip, Auseinandersetzung mit Belanglosigkeit in US-amerikanischen Mainstream-Medien Friedrich Fröhlich Promo Chris Burden Promo, 2013, YouTube chris-burden-promo.jpg Videosoftware "AVS Video Editor" gekauft Namen Leonardo da Vinci, Michelangelo, Rembrandt, Vincent van Gogh Vincent van Gogh, Pablo Picasso Pablo Picasso, Chris Burden und Friedrich Fröhlich 2x eingespielt letzte Frame: "Videoanzeige bezahlt von Friedrich Fröhlich © 2013" Erscheinungsbild (Farben, Schriftart, Videoformat) richtet sich nach YouTube "Chris Burden Promo Chris Burden Promo" sozusagen in das "neue TV" übertragen Google Adwords Videoanzeige erstellt, "In-Stream-Videoanzeige" Werbevideo wird vor dem Video, welches User sehen möchte, angezeigt (ähnlich Fernsehwerbung)
Five Day Locker Piece, 1971
"Five Day Locker Piece", 1971
A Tale of Two Cities, 1981
"A Tale of Two Cities", 1981
Friedrich Fröhlich Promo, 2013
Friedrich Fröhlich Promo, 2013
Helmut Kohl (CDU) bei traditioneller Neujahrsansprache, 1986/1987
Helmut Kohl (CDU) bei traditioneller Neujahrsansprache, 1986/1987
TV Interventionen Kurs TV Interventionen "Das Bild und das Sichtbare" Sichtbare = Raum der Möglichkeiten Bild = begrenzt Malerei (Bsp. Claude Monet Claude Monet): Blicke weisen auf Bereich außerhalb des Bildes hin Paläofernsehen: Geschichte in sich geschlossen, aber auch Stimmen aus dem Off "Bild" zwischen zwei Frames bei Filmstreifen: das Sichtbare Paläofernsehen: endet Mitte der 1980er Jahre Zuschauer wird erzogen, ohne Rückkanal Neofernsehen: Sendungen durchdringen sich gegenseitig, Zuschauer wird einbezogen, Interaktion, Mitgestaltung suggeriert Erweiterung vom Wohnraum des Zuschauers Abbild im Fernsehen: Erweiterung / Verlängerung des Sofas Film: gesetzter Rahmen mit Anfang und Ende Monitoring: kein Bild mehr, sondern Bildfluss Ende klassisches Neofernsehen: keine Linearität mehr, "Hybrit-TV" Second-Screen: neben Fernsehen läuft am Bildschirm Twitter zum Austausch (simultan, Bsp. "Tatort") Chris Burden, Interventionskünstler Zusammenarbeit mit Robert Irwin (Lichtinstallationen) "Five Day Locker Piece", 1971 five-day-locker-piece.jpg Abschlussarbeit; fünf Tage eingeschlossen in einem Spind; Flasche für Trinkwasser und Flasche für Urin "Shot", 1971 weitere Bsp.: "Bed Piece", "Trans-fixed" C.B.T.V (Chris Burden Television) mechanischen Fernseher nachgebaut, um Komplexität vom technischem Gerät zu verstehen (von John Logie Baird) "A Tale of Two Cities", 1981 tale.jpg mit Spielzeug-Figuren Chris Burden TV Interventionen TV Hijack, 1972 Interview mit eigener Film-Crew Entführung der Moderatorin vorgetäuscht, Sender bricht Übertragung ab Interventionen in Werbeblöcken USA: Verbot Werbezeit als Einzelperson zu kaufen, mit Sponsor und später als "Chris Burden-Artist" mgl. nicht ästhetisch, sondern strukturell "Chris Burden Promo Chris Burden Promo", 1976 sein Name taucht neben großen Künstlern wie Leonardo da Vinci auf notiert Chris Burdens Video nehmen und durch eigenen Namen erweitern (dadurch wird er als bekannt geadelt) Friedrich Fröhlich Promo Chris Burden Promo, 2013 friedrich-froehlich-promo.gif ungeplante Intervention: Kohls wiederholte Neujahrsrede Helmut Kohl (CDU) bei traditioneller Neujahrsansprache, 1986/1987 kohl-neujahrsrede.jpg Nam June Paik, "Exposition of Music – Electronic Television", 1963 am Bildeingang Tonsignal angelegt, dadurch interaktive Bilder erzeugt (kleiner Punkt im Zentrum wird durch Klang gestört) ohne aktiven Eingriff in technisches Gerät: "Magnet TV", 1965 "Global Groove", Vision eines weltweiten Channel-Zappin Vortrag "Das Ende des Fernsehens" gehalten
Theodor W. Adorno, Medienkritik
Theodor W. Adorno, Medienkritik
TV Interventionen Kurs TV Interventionen ab 9.1. "still (not) moving" mit Yvon Chabrowski, David Claerbout, Albrecht Pischel Trend: Foto ankündigen, heimlich aber Film drehen Theodor W. Adorno, Medienkritik adorno.jpg "Prolog zum Fernsehen" "Jene fatale 'Nähe' des Fernsehens […] um die Familienangehörige und Freunde, die sich sonst nichts zu sagen wüßten, stumpfsinnig sich versammeln […]" Bewußtsein des Publikums wird okkupiert Instrument der Macht Dublikat der Welt im Fernsehen Dinge so dargestellt, wie man sie in Realität haben würde wollen Medium der Anpassung "Triebökonomie" (Sigmund Freud Sigmund Freud, Lustprinzip) Fernsehen: großer Einfluss auf Bevölkerung / Steuerung der Inhalte, moralischen Vorstellung Mißverhältnis zw. kleinen Menschen (im Gerät) und lauter Stimme (heute keine Hinterfragung mehr) künstlerisch inszenierte Welt / Distanzlosigkeit: "bedrohender Umstand" reale Entfremdung zw. Menschen durch stumpfes Nebeneinandersitzen bei Raumbeleuchtung und Essen: integriert in Wohnzimmeratmosphäre unbewusste Beeinflussung Soap-Opera: Seifen- und Waschmittelhersteller Procter & Gamble präsentierte Radioserie für Hausfrauen (Namesgebung) Auswirkungen des Fernsehens Wirkungsforschung Zuschauern wird gezeigt, wie sie sich zu benehmen haben / angepasstes Verhalten / Konformismus Fernsehen = omnidirektional unterbewusst Wünsche erzeugen, die vorher gar nicht existierten "Fernsehen als Ideologie" umgekehrte Psychoanalyse Sigmund Freud Stereotypen im TV unterschwellige Botschaften werden vermittelt Defizit beim Text: Mißtrauen an Subkulturen, Adorno geht von totalitärer Kulturindustrie aus
Video AG53:CJ13, Clive Jackson, 2013
Video "AG53:CJ13", Clive Jackson, 2013
Video One Last Goodbye, Cecilia Stenbom, 2012
Video "One Last Goodbye", Cecilia Stenbom, 2012
langsames Ende auch bei einzelnen Sendern
langsames Ende auch bei einzelnen Sendern
TV Interventionen Kurs TV Interventionen (gestern Einzelgespräch wegen Vortrag "Das Ende des Fernsehens") Erwähnung Projekt zum Ende des analogen Fernsehens in Großbritannien: "Analogue Is Not Digital" Ausstellung "DEATH OF ANALOGUE SCREENING", Northern Gallery for Contemporary Art Neu-Interpretation vom Tod des analogen Fernsehens Video "AG53:CJ13", Clive Jackson, 2013 death-of-analogue-screening.jpg Arbeit "AG53:CJ13" mit BBC-Logo "Fledermausflügel" (1953-1960): Visualisierung des Übergangs vom analogen zum digitalen Fernsehen Video "One Last Goodbye", Cecilia Stenbom, 2012 one-last-goodby.jpg Cecilia Stenbom verabschiedet analoges Fernsehen mit analogen Übergangseffekten und mit Abbildern von Fernsehgeräten aus Produktkatalogen "First/Last", James Hutchinson, 2013" Collage mit gescheitertem Start der BBC2 wegen Stromausfall in London, mit Testsignalen einer Sendestation und mit mit Aufnahmen von der letzten analogen Übertragung von BBC2 "malerische 30-minütige Meditation über die zyklische Natur der Entwicklung der Medien." Sneha Solanki notiert (Website interessant, da für jedes Projekt eine eigene HTML-Seite mit individueller Gestaltung existiert) Bsp. für angekündigtes Ende, uninszeniert, über längeren Zeitraum: analoges Fernsehen in Großbritannien zw. 2007 und 2012 digitales Fernsehen eingeführt nur in einer Stadt noch analoges Fernsehen langsames Ende auch bei einzelnen Sendern ende-tv2.jpg Kurs Standby Test mit offenen und geschlossenen Augen: durchsichtige Farbfolien für Arbeit "wach ich oder träum ich" über Monitor gelegt Augen bei Portrait ausschneiden und Fläche glätten mit "Patch-Tool" oberste von 2 Augen-Ebenen auf "Darken" stellen Ränder der Ebenen unscharf: "Erase-Tool", Hardness 0% Augen mittels "Hue/Saturation"/"Colorize" färben (je nach Farbfolie) Testfoto bestellen (danach dann Portrait mit offenen und geschlossenen Augen auf Aluminium-Kreis aufziehen)
The end of analog TV
"The end of analog TV"
Charles Sanders Peirce um 1870
Charles Sanders Peirce um 1870
TV Interventionen Kurs TV Interventionen Vorbereitung Vortrag über "Philosophie des Fernsehens", Oliver Fahle und Lorenz Engell Systemtheorie: "basale Selbstreferenz" (auf ein Ereignis folgt mit Bestimmtheit ein zweites, oder geht ihm voraus, oder ist zugleich mit ihm gegeben) Bsp: Eintreten eines Ereignisses (wie erste Folge einer neuen Serie, Unterbrechung des Programms) ist selbst ein Ereignis "Der Fernseher fällt aus, und ich erschrecke; nicht wegen des dunklen Bildschirms, sondern wegen des Eintreffens von überhaupt irgend etwas. Das Fernsehen kann so hervorragend statt von eigentlichen Ereignissen von deren bloßer Ankündigung leben." Ereignisse vergehen im Moment Moment des Eintretens wieder, keine zeitliche Erstreckung Ende ist ein Ereignis (kein Zustand) dem Ereignis liegt die Endhaftigkeit oder Endlichkeit zugrunde Überwindung / Aussetzung der Endlichkeit im Fernsehen: durch ein Aneinanderreihen von Ereignissen Ereignis wird zum Programmfluß / Ereigniskette findet unendlich lange statt Ende eines Ereignisses ist wiederum ein Ereignis (für ein "richtiges" Ende darf dieses Ereignis kein Grundstock für Beginn und Eintreten eines neuen Ereignisses sein) Ende des Fernsehens: wäre ein Selbstreferenz-Unterbrecher Ereignis Endes: nicht anschlußfähig, nicht selbstreferentiell, nicht wiederholbar, unverknüpfbar, nicht fortsetzungs- oder wandlungsfähig [verwirrt] "The end of analog TV" ende-tv.jpg Ende wäre Ereignis der Unmöglichkeit Abschnitt "Wirklichkeits- und Möglichkeitsaspekt" Paradoxie: eine Aussage, die scheinbar oder tatsächlich einen unauflösbaren Widerspruch enthält jedes Ereignis benötigt ein System wenn System aufhören soll zu existieren, muss Ereignis in anderem System weiterexistieren (wie als Gedanke im Bewußtsein von Zuschauern) Ende im eigenen System nicht möglich System, welches das eigene Ende bemerkt, erleidet das Ende (kann also folglich nicht das Ende sein) [verwirrt] Kapitel "Das Ende als Zeichen" Systemtheorie beschäftigt sich wenig mit der Endlichkeit des Systems Unterpunkt bei Systemtheorie: Zeichentheorie (Wissenschaft, die sich mit Zeichensystemen aller Art befasst) Zeichen = kleinste Einheit in einem System Charles Sanders Peirce um 1870 charles-sanders-peirce.jpg Charles Sanders Peirce Zeichen (nach Peirce) nur denkbar als Nachfolger ihnen jeweils vorausgehender Zeichen und als Voraussetzung ihnen jeweils nachfolgender Zeichen ergeben deshalb Bedeutung und Sinn Zeichen sind zeitlich Zeichen in Vorgänger-Nachfolger-Relation: "rhematische" Zeichen Zeichen als Teil einer Kausal- oder Finalkette: "dicentische" Zeichen (produzieren "geschlossene" Zusammenhänge) Interpretanten des ersten Zeichens: alle Zeichen, die vorausgesetzte Zeichen aufnehmen, fortsetzen, reproduzieren, verändern oder weiterführen Sinn der verhergehenden Zeichen = darauffolgendes Zeichen, welches dadurch Sinn erhält Bsp. Film: alle Bilder bekommen ihren Sinn im letzten Bild (danach kommt nichts mehr) Fernsehen: letztes Bild gibt es nicht "Wie schafft es ein System von Zeichenereignissen, wie das Fernsehen eines ist, sich selbst ein Ende zu setzen, vom Jenseits dieses Endes her auf sich zurückzusehen, sein Nicht-mehr-sein-Können ins Auge zu fassen und, zurückgeeilt, sich im gegenwärtig ablaufenden Zeichenprozeß als Zeichen und als Ereignis zur Verfügung zu stellen?" Lehre vom Interpretanten: Zeichenkette kennt keinen Abschluß, letzte Zeichen sind so unmöglich wie letzte Ereignisse, und genauso wie ein Ende der Zeit selbst Der finale Interpretant sagt, wie unendliche Zeichenkette weitergehen wird (damit schließt er ein weiteres Nachdenken aus) Kapitel "Des Fernsehens letztes Zeichen" finale Interpretant (wie beim Reporter "This is the End"): in genau diesem Augenblick überzeugend, nachträglich jedoch fehlbar Prüfung der Endlichkeit des Fernsehens: Endereignisse im Fernsehen weisen charakteristische Verdoppelung auf das mögliche Ende bewegt sich neben einem realen Weiterlaufen der Ereignisse und in einem spürbaren Spannungsverhältnis zu ihnen möglicher Systemzustand <> wirklicher Systemzustand "Gleichzeitigkeit des Verschiedenen": zwei parallel laufende Ereignisketten (wie im Live-Fernsehen) Ergebnis: (1) Ende des Fernsehens ist immer ein Ereignis des Fernsehens selbst (nie außerhalb des Fernsehens angesiedelt) (2) Fernsehen kann nur möglichen realen Weiterverlauf aufzeigen (3) anderes als bei Romanen und Filmen: bei TV Ende niemals am Ende zu finden (sondern im Lauf der Ereignisse) (4) Ereignis des Endes und Ende des Ereignisses treffen gleichzeitig ein ("Möglichkeits- und Wirklichkeitsperspektive sowie dynamischer und finaler Interpretant müssen nebeneinander und nicht nacheinander auftreten") (5) Ende des Fernsehens nur durch Einbruch aus der Außenwelt möglich "Die einzige Möglichkeit des Fernsehens zu enden ist, auf sein Ende zu reflektieren - immer vorausgesetzt, es tritt nicht ein." [verwirrt]
Philosophie des Fernsehens, Oliver Fahle und Lorenz Engell
"Philosophie des Fernsehens", Oliver Fahle und Lorenz Engell
RBI, Auslandssender des Rundfunks der DDR, 2.10.1990 (Verabschiedung Radiosender und DDR)
RBI, Auslandssender des Rundfunks der DDR, 2.10.1990 (Verabschiedung Radiosender und DDR)
DFF1 (staatlichen Fernsehprogramm) Closedown 1990
DFF1 (staatlichen Fernsehprogramm) Closedown 1990
Sylvesternacht, Leinwand vor Brandenburger Tor
Sylvesternacht, Leinwand vor Brandenburger Tor
TV Interventionen Kurs TV Interventionen Vorbereitung Vortrag "Philosophie des Fernsehens", Oliver Fahle und Lorenz Engell philosophie-des-fernsehens.jpg Abschnitt "Das Ende des Fernsehens" Im Fernsehen enden Dinge selten eher Verweise, wie es in Sendung, in Folge, in Ausgabe weitergeht Fernsehen gilt als endlos (Serialität), im Gegensatz zum Film oder Buch (mit Schluss) Serialität = Grundkozept "Bilder der Endlichkeit" Beispiele für End-Ereignisse im Fernsehen (1) 2. Oktober 1990, 23.59 Uhr: DDR-Fernsehen verabschiedet sich von Zuschauern (0.00 Uhr mit bundesdeutscher Flagge und gemeinsamer Nationalhymne neue Zeit eingeleitet) End-Ereigniss wurde inszeniert mit direktem Übergang zur neuen Phase um Null Uhr Ereigniss vermittelt: vorher televisive Inszenierung, nach Verabschiedung vom Fernsehen "kam der Atem der Geschichte selbst" (wiederum im Fernsehen) End-Szenarium nicht eingetreten: Teile des DDR-Fernsehens wurden übernommen (Serien und Akteure) RBI, Auslandssender des Rundfunks der DDR, 2.10.1990 (Verabschiedung Radiosender und DDR) rbi.jpg DFF1 (staatlichen Fernsehprogramm) Closedown 1990 dff1.jpg (2) 11. September 2001: Reporter mit Ausspruch "This is the end" (World Trade Center) Reporter mit Verweis auf Tote, auch mit Erwartung des eigenen Todes, dem Ende der Live-Übertragung und damit das Ende der Welt "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola (US-amerikanischer Regisseur und Produzent) End-Szenarium nicht eingetreten: Reporter und Live-Übertragung überlebten, WTC wird (anders) wieder aufgebaut, Welt dreht sich weiter Möglichkeit vom Ende der Aufzeichnung existierte jeweils nur in kurzem Augenblick (3) weitere Beispiele: Fernsehmoderator tötete sich durch Kopfschuß vor laufender Kamera selber Beispiele mit Adriano Celentano (it. Sänger, Schauspieler, Musik-, Film-, und Fernsehproduzent) (a) forderte einmal Zuschauer zum Abschalten des Fernsehens auf, (b) schaltete Studiolicht aus, (c) verließ die Bühne Beispiel Ernie Kovacs (50iger Jahre) Sylvesternacht, Leinwand vor Brandenburger Tor sylvester.jpg Beispiel Sylvesternacht Brandenburger Tor: Monitorwand bricht zusammen, während auf den zusammenbrechenden Monitoren genau dieses Bild zu sehen ist Ende vom ganzen Fernsehen und Ende von einer seiner Formen Frage nicht "Was kommt nach dem Fernsehen" sondern "Kann das Fernsehen ein Konzept des eigenen Endes entwickeln?" unendliche Fortdauer durch Iteration (lat. iterare "wiederholen") und Variation dynamische kontinuierliche Umfornung, schlichte Wiederholung, Reihung Serialität bedeutet Unendlichkeit wenn Serialität wichtiger Grundzug des Fernsehens, kann Ende nicht erörtert werden Ende nur in Verbindung mit Fernsehen = Live-Übertragung möglich klassisches Fernsehen: Rituale der Beendigung (wie Nationalhymne zum Sendeschluss) heute existiert kein Sendeschluss mehr Ende <> Ende Sendung, Programm, Abend Ende = im Laufe der Geschehnisse ein abrupter Schluss (wie Abbruch Live-Übertragung oder Aufforderung zum Ausmachen des Geräts), Ereigniss aus Außenwelt bricht in Fernsehen ein Kapitel "Das Ereignis des Endes und das Ende des Ereignisses" Hat das Fernsehen ein Konzept vom Ende? Kann sich Fernsehen selber in Frage stellen? Fernsehen als System begreifen, mit Möglichkeit Frage vor dem eigentlichen Ende zu stellen "Re-Entry" (Erkenntnistheorie), Spencer Brown Vorstellung: System verlässt sich selber, betrachtet sich als Ganzes von außen und kehrt mit Ergebnis Beobachtung seiner selbst in sich re-importieren, Konzept seiner selbst entwickeln temporales System = System mit Anfang und Ende Fragestellung: Kann Fernsehen ein temporales System sein? (weiter ab S. 143)
Raum unter der Treppe, Fischli/Weiss, 1993, Rauminstallation
"Raum unter der Treppe", Fischli/Weiss, 1993, Rauminstallation
Kurs Standby Skizzen zu Arbeiten vorgestellt u.a. menschengroßer Kokon , Kunstharz Thema Collage Richard Prince, Ausschnitte von Werbeplakaten abfotografiert Anita Witek "Bartleby oder die Kontingenz:", Giorgio Agamben Ausstellung Spinnerei von Philipp Köhler Alltags-Gegenstand / Kunstprodukt "Raum unter der Treppe", Fischli/Weiss, 1993, Rauminstallation raumunterdertreppe.jpg Ausstellung mit große Installation: eingezogene Wand (Kunst) von Besuchern nicht wahrgenommen und weitergenutzt verhüllt Kann eine Spanplattenbox ausgestellt werden, ohne das sie selber zum Kunstwerk erklärt wird? Kommilitone Kommilitone sammelt Sprüche aus dem öffentlichen Raum (u.a. Klosprüche, Graffiti) TV Interventionen Kurs TV Interventionen (1) medientheoretischer Teil, (2) historische TV-Interventionen, (3) aktuelle Projekte Theodor W. Adorno, Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist u.a. inhaltsanalytische Untersuchungen über Fernsehserien Kann man im heutigen Fernsehen, in der es (fast) keine Regeln mehr zu geben scheint, noch soweit von der Norm abweichen, sodass eine Aktion als Kunst wahrgenommen wird? 10-Seiten-Aufsatz für einen großen Schein 25-Minuten-Referat vorbereiten über Buch von Lorenz Engell (Medienwissenschaftler und Professor für Medienphilosophie) für Einzelgespräch - vor dem eigentlichen Referat - bei Daniels Dieter Daniels per E-Mail melden Kurs Standby Vorstellung Kaufhaus Held mit Fotos Diskussion Vor- und Nachteile, Unter- und/oder Obergeschoss Halle 14 Vorteile: definierter Kunstraum, Infrastruktur, Heizlüfter doch kein Problem (bei 300-600 Euro Mehrausgaben) Abstimmung Ausstellungsraum Vorankündigung: Gründungstag HGB am 6.2.2014 Thema Veranstaltungsversicherung Vorstellung Flyer/Plakate gemacht, aber nicht gewusst warum: "[es] sollte [halt] da sein… ich weiß aber nicht warum." Kurs Philosophie Abholung Text "Klatschen. Wenn aus Bewunderung Gesetz wird" (Kommentar Professor: "Schönes Thema, unterhaltsam dargestellt")
Chris Burden The TV Commercials, 1973-1977
Chris Burden "The TV Commercials", 1973-1977
Gerry Schum Fernsehgalerie, 1969
Gerry Schum Fernsehgalerie, 1969
Website The Yes Men
Website "The Yes Men"
TV Interventionen Kurs TV Interventionen Einführungsveranstaltung Blog zum Seminar mit Prof. Daniels Dieter Daniels und Petschulat 2015 Ausstellung in Bonn geplant mit Arbeiten aus den 60er Jahren und vom Ende der TV-Ära, Seminar in Vorbereitung darauf Wenn es Fernsehen gibt: Was ist eine Intervention? Frage "Wer guckt noch Fernsehen?" - niemand meldet sich Neue Medien, YouTube-Stars (TV im herkömmlichen Sinne stirbt aus) Interventions-Prinzip: künstlerische Arbeit funktioniert als Unterbrechung, Störung heute unterbricht sich das Fernsehen selber ständig (geht heute überhaupt noch Intervention?) Chris Burden "The TV Commercials", 1973-1977 burden.jpg Gerry Schum Fernsehgalerie, 1969 fernsehgalerie.jpg "Veränderung des Fernsehens" vom Paläo- (Zuschauer an die Hand genommen) zum Neo-Fernsehen (TV promoted sich selber) Ausblick: Wohin geht Fernsehen? Strategien? Website "The Yes Men" yesmen.jpg