[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse

Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse Vortrag Lem umsetzen Handschuhe (für liegenden Akt), Farbpigmente wie Cadmiumrot, Phthalocyaninggrün, Ultramarinblau (für PVC-Schlauch-Dreieck-Konstellation durch Platte), Holzstichel (für Holzstich-Konstellation) besorgen geplotteter liegender Akt abmessen und Rahmengrößen (2 x Außenrahmen, 1 x Mittelteil) bestimmen Norbert Wiener (1894-1964, US-amerik. Mathematiker, Begründer Kybernetik) umsetzen Dreieck-Konstellation ausrechnen u. alle Möglichkeiten in Übersicht ausdrucken PVC-Schläuche mit Farbpigmenten füllen, durch Holzplatte führen evtl. Fotografie auf Platte kaschiert (zuvor Löcher für Schläuche sägen) "Das affektive Moment Moment" Mark Helmut Mark im Gang getroffen, Smalltalk Kurs Holzstich weiterer kleiner Holzstich auf Hirnholz prae_holzstich.jpg prae_holzstich2.jpg morgen drucken "Das musikalische Moment Moment" (im Radio) "Psychologischer Moment Moment" (im Fernsehen)
The weather project, 2003, Olafur Eliasson, Tate Modern, London
The weather project, 2003, Olafur Eliasson, Tate Modern, London
The New York City Waterfalls, 2008, Olafur Eliasson
The New York City Waterfalls, 2008, Olafur Eliasson
Fibonacci-Reihe, 2000, Mario Merz
Fibonacci-Reihe, 2000, Mario Merz
Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse Treff mit C. (Vortrag) Videoausschnitte markiert, Zitate aus Buch herausgesucht Künstler Lichtkunst zu Künstlern mit Lichtbezug, für kommendes Einzelgespräch mit Mark Helmut Mark (1) Olafur Eliasson riesiges Gedankenkonstrukt hinter den Arbeiten Arbeiten für Eliasson = Experimente "Ich sage etwas. Und Ihre Augen und Gehirn sagen etwas zurück." Herstellen von Realität durch Überlappen vom dem, was der Künstler sagt und dem, was der Betrachter sagt The weather project, 2003, Olafur Eliasson, Tate Modern, London eliasson.jpg möchte Grenze zwischen Künstler (Erzähler) und Empfänger verschieben "Wer ist der Konsument?" und "Wer hat die Verantwortung für das Gezeigte?" "Wer entscheidet, was Realität ist?" Gestaltung der Beziehung zwischen eigenem Körper und Raum unterscheiden zwischen Denken und Handeln zwischen Denken und Handeln = Erfahrung = Verantwortung = bedeutet an Welt teilzunehmen "Und das Wasser fließt durch die Stadt mit Zeit.", Fähigkeit von Wasser, Stadt verhandelbar, greifbar zu machen sobald man sich selber bewegt: bewegt sich Umgebung (Vordergrund schneller, hintere Elemente langsamer) The New York City Waterfalls, 2008, Olafur Eliasson wasserfall.jpg naher Wasserfall: Wasser fließt subjektiv schneller als ferner Wasserfall (obwohl Geschwindigkeit identisch) "Ein Wasserfall ist eine Art, Raum zu messen" (je langsamere Bewegung, desto weiter weg) mit Wasserfall Städten ein Gefühl von Dimension zurückgeben (Entfernung in Städten nicht gut abschätzbar) (2) Mario Merz (1925-2003, ital. Künstler, Hauptvertreter Arte Povera) Arte Povera: itl. für "Arme Kunst", Bewegung in 1960er-1970er räumliche Installationen aus "armen" (gewöhnlichen und alltäglichen Materialien wie Erde, Glassplitter, Holz, Bindfaden) Fibonacci-Reihe, 2000, Mario Merz fibonacci.jpg verkörpert 2 gegensätzliche philosophische Gedanken: (1) Natur und (2) menschliche Streben nach Ordnung, nach Begrenzung und Vollkommenheit Fibonacci-Folge: mathematische Zahlenfolge, vorausgehende Zahl wird immer mit darauffolgender addiert soll "Wachstumsmuster in der Natur" sein, kommt häufig in Natur vor ? Division zweier Zahlen: nähert sich mit größer werdenden Zahlen dem Goldenen Schnitt (1,618033…) Annäherung = symmetrisch (einmal über und einmal unterhalb 1,618033… spiralförmige Anordnung Blätter um Sprossachse: Pflanze erziehlt beste Lichtausbeute, Fibonacci-Spiralen ? Geradenbild Bildgenerator in Processing mit Tastatureingabe steuern (anstatt immer Programm neu zu starten) l1 = minimale Länge, l2 = maximale Länge (Bsp: "l180[ENTER]") w1 = Winkel minimum, w2 = Winkel maximum (Bsp: "w290[ENTER]") wa und la (Winkel- und Längenabweichung) ga = Geraden je Farbwert (Bsp: "ga3[ENTER]"), Bsp. siehe Porträt Rückansicht mit 3 Geraden je Farbwert wenn wa und la gesetzt, dann Zufallswert in Variable speichern (damit beim ständigen Durchlauf nicht immer neue Werte erstellt werden)
Chemiearbeiter am Schaltpult, 1968, Willi Sitte
Chemiearbeiter am Schaltpult, 1968, Willi Sitte
Expressive Landschaft, 1947, Willi Baumeister
Expressive Landschaft, 1947, Willi Baumeister
Stahlplastik, 1951, Hans Uhlmann, Foto © VG-Bild Kunst
Stahlplastik, 1951, Hans Uhlmann, Foto © VG-Bild Kunst
Kunstgeschichte Kurs Vorlesung Dt. Kunst im 20. Jhd. ab 1951 Formalismusstreit als Abgrenzung d. DDR absolute Unterordnung d. Kunst zur Politik gefordert Hermann Bachmann (1922-1995, dt. Maler) bekam Konflikt mit offizieller Kunstdoktrin der DDR (Formalismus-Vorwürfe), Übersiedlung nach Westberlin 1953 Adolf Menzel (1815-1905, dt. Maler, Zeichner und Illustrator im Realismus) als Wegbereiter der sozialistischen Kunst gezählt Sozialistische Kunst Rückbezug aufs späte 19. Jhd. (wie zu NS-Zeiten) vorsichtige Abstraktion in Bezug auf anerkannte Künstler d. Westen (wie Picasso Pablo Picasso) erlaubt Chemiearbeiter am Schaltpult, 1968, Willi Sitte Willi Sitte sitte-k.jpg leicht futuristisch, kubistisch Arbeiterporträts in Malerei u. Skulptur mit Kaiserabbild vergl. (statt Kaiser: Arbeiter m. Untersicht) Bemühung um "neue Kunst" im Nachkriegsdtl. moralischer Neuanfang gefordert Expressive Landschaft, 1947, Willi Baumeister baumeister-k.jpg Buch "Das Unbekannte in der Kunst" Künstler kann unbegreifliches Mysterium d. Natur u. d. menschl. Existenz sichtbar machen durch: nicht äußere Erscheinung nachahmen, sondern d. Wesentliche v. Naturprozessen u. menschl. Welterfahrung Zen 49: 7 dt. Künstler, 1949 in München zusammengeschlossen Informell = formlose Kunst Kunst d. USA tritt in Westdt. in Mittelpkt. Hans Hoffmann bereits 1932 nach NY, unvoreingenommener Umgang m. Farbe gelehrt weitere Lehrer in NY: u.a. Max Ernst, Mondrian Freisetzung v. Kreativität gekegrt (Max Ernst) große Leinwände / Wandmalerei: Betrachter auf sich selbst zurückwerfen "Kunst d. Freiheit" im Westen offiziell gefördert Action-Painting als spontane nicht Vernunftbetonte Äußerung: Pollock Bewegungslinie in Raum: Hans Uhlmann Stahlplastik, 1951, Hans Uhlmann, Foto © VG-Bild Kunst uhlmann-k.jpg Heinz Mack: Mitbegr. ZERO insgesamt nach WK 2: Neue Freiheit gefordert stark von Amerika beeinflusst Künstler wollten sich absetzen (individuell sein), Kreativität freisetzen (siehe Ernst) Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse beliebte Äußerung: "heroischer Moment Moment" Turing Überprüfung v. intelligentem Bewusstsein Können Maschinen denken? denken: was es ist, lässt Turing aus Können sich Maschinen als Menschen ausgeben? ihm nicht Äußeres wichtig, sondern Denkfähigkeit/Bewusstsein "künstl. Dummheit": Maschinen extra länger rechnen lassen, falsche Antworten geben lassen, um menschl. Eindruck zu hinterlassen [gedankl. abwesend] "Sage mal: Kennen wir uns?"
"Leider muss ich Ihnen im Namen des Freundeskreises mitteilen, dass Sie von der Jury für den diesjährigen Studienpreis Studienpreis nicht nominiert worden sind." Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse Treff m. Christian Vortrag strukturiert 1. Biografie, Übersicht SF, Bezug zur SU darin einpflegen: "Solaris" u. "Die Verhandlung" (Film "Testflug zum Saturn") Text "Mensch und Maschine" strukturiert: (1) Eigenschaften Lebewesen (Unterschied Mensch / Tier), (2) Unterschied Mensch - Maschine, (3) Maschine = geschickter Betrüger, (4) rätselhaftes Gehirn, (5) Hinterfragung Turing-Test u.: wie die eigentliche Frage lauten sollte, (6) Schlaf, (7) größte Enttäuschungen, (8) Lems "Zwischenwesen", (9) Mikroleben > Makroleben > Technobionte
Der gelbe Pullover, 1939, Picasso (Einfluss kubist. Idee noch gut erkennbar)
Der gelbe Pullover, 1939, Picasso (Einfluss kubist. Idee noch gut erkennbar)
Rum und Gitarre, 1918, Georges Braque, Colección Abelló, Madrid
Rum und Gitarre, 1918, Georges Braque, Colección Abelló, Madrid
Kubismus (zum Thema heutiger Beliebigkeit u. zwingender Reaktion damals, siehe Standpunkt 15.10.) Kubismus als Antwort u. Gegenreaktion auf Malerei d. Realismus verstanden Realismus: Beschränkung auf 1 Perspektive u. 1 Sicht (Standpunkt, Thema, Emotion) als Anfang abstrakter u. nichtsachlicher Kunst angesehen Zerlegung Objekte in geometr. Figuren, dreidimens. abgebildet (Eindruck entsteht, Objekt würde v. mehreren Seiten gesehen werden) Der gelbe Pullover, 1939, Picasso Pablo Picasso (Einfluss kubist. Idee noch gut erkennbar) gelber-pullover-k.jpg "Als wir begannen, kubistisch zu malen, hatten wir nicht im Geringsten die Absicht, die Malweise des Kubismus zu kreieren. Wir wollten vielmehr nur das ausdrücken, was uns bewegte." (Pablo Picasso Pablo Picasso) notiert sollte Zitat nicht nur "Schein" (zum Künstlermythos beitragend) sein: Form entstand nicht, um Neues zu schaffen, sondern um etwas ausdrücken zu können, was ohne ihr nicht ging Paul Cézanne: "Alles in der Natur nimmt seine Form von der Kugel dem Kegel und dem Zylinder." "Durch dieses Verfahren, die Gegenstände zu abstrahieren, eröffnen sich neue Perspektiven das Bild zu betrachten." Wirklichkeit auf Kubus, Kegel, Kugel reduzierbar (Sichtweise beeinflusste u.a. Picasso Pablo Picasso) Zeit d. Industrialisierung Technik als "selbstständig" u. "unnatürlich" wahrgenommen kubist. Geometrie findet sich in Maschinen wieder notiert so hat das damals aktuelle Weltgeschehen zur neuen Art d. Ausdruckes beigetragen auf heute übertragen: Globalisierung? Wortherkunft: Kunstkritiker Louis Vauxcelles (1870-1943, frnz. Kunstkritiker, prägte u.a. Begriffe Fauvismus, Kubismus u. Tubismus) bezeichnete Werke von Georges Braque als "bizarreries cubiques", 1908 Rum und Gitarre, 1918, Georges Braque, Colección Abelló, Madrid georges-braque-k.jpg (1) "analytischer" (frühe) Kubismus, ca. 1907-1911 Thema: reine Zerlegung d. Objekts blasse Farben (da ansonsten Formen u. Figuren nicht mehr im Vordergrund stehen würden) notiert deshalb arbeite ich selber bisher meist in schwarz/weiß, da Farbigkeit nur ablenken würde wobei ich gerade schon Graustufen zulasse (je nach Geradentyp als Übergang zw. hor. u. vertik. Gerade) (2) "synthetischer" Kubismus, a. 1912-1924 verschied. Perspektiven auf ein Objekt werden zusammengefügt unterschdl. Objekte fließen ineinander notiert im Computerzeitalter als Morphing bezeichnet Mark Helmut Mark hatte mir davon noch abgeraten (Übergang Leben-Tod / Porträt-Totenschädel in Geradenstil) (3) Farbkubismus kein Bezug mehr zu realem Objekt "reine Malerei" als Kontrast zur reinen Musik Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse "Der Mensch als Maschine", 1748, La Mettrie (siehe Verweis zu Lem) bestimmt Seele als Resultat komplexer Körperfunktionen "Über das Marionettentheater", Kleist Thema (in Bezug auf die Marionette): Maschinen sind (da sie nur einen mechanischen Bezug hätten) dem Menschen etwas voraus (Perfektion) Instinkt (wie beim Tier) / Automatismus / kein Zögern / keine Zwietracht wie beim Menschen unempfindl. gegenüber Täuschungen Mensch scheitert an Wiederholung (vorzeitig gegangen)
E-Mail S.: 'große Flächen bekommt man eben, indem man auf der Rückseite flache Holzstreifen senkrecht zur Oberfläche aufklebt. Profilholz zum Beispiel, 50x10 oder so. Meterware. [t=]zu Lem 1956: verfasste "Dialoge" setzte sich mit Möglichkeiten d. Kybernetik auseinander u.a. Übertragbarkeit menschl. Bewusstseins auf Maschinen bis 1956/57 fast unmöglich SF-Bücher aus westlichem Ausland zu erwerben, poln. SF-Literatur wenig vorhanden, konnte sich nur an d. russischen "Wissenschaftlichen Fantastik" orientieren SF-Werk-Unterteilung: (1) Werke, die sich direkt auf Zukunft d. Menschen beziehen (wie "Der Futurologische Kongress") (2) Werke, in denen Menschen m. fremden Kulturen zusammentreffen (wie "Sterntagebücher") (3) Werke, in denen fremde Kultur im Vordergrund steht (wie "Eden") russische Übersetzungen weitgehend unzensiert (obwohl sie kritisches Potential enthalten, wie die allgemeine Tyranneikritik in den "Kyberiaden") mischte gekonnt SF-Motive wie d. Raumfahrt m. f. ihn selber erlebbaren realen Dingen (wie Bürokratie u. Militär) sowie mit abstrakten Themen aus Wissenschaft (wie Mathematik, Soziologie, Mikrobiologie u. Kernphysik) u. Philosophie wissenschaftl. Fundierung war ihm sehr wichtig kritisierte andere Autoren, die seiner Meinung nach nur oberflächliche, gefällige, kommerzialisierte Texte verfassten, anstatt sich wirklich mit den Möglichkeiten / Unmöglichkeiten auseinanderzusetzen Solaris: Name eines extrasolaren Planeten, umspannt von einem Etwas Glibberzeug, ein lebendes intelligentes Individuum behandelt Fragestellung: Was, wenn eine uns überlegene Intelligenz so fremd wäre, dass wir mit ihr nicht kommunizieren könnten? d. Proteus auf Solaris bildet Kunstwesen (wie Nachbildungen früherer Lebenspartner), die er menschl. Besuchern zur Seite stellt Nachbildungen agieren u. sprechen wie echte Menschen, bestehen aber aus Pygmalion Fragen: Haben sie Bewusstsein? Was ist Bewusstsein? Interview in Cicero (Magazin f. pol. Kultur), 11/2005 F: Welche technolog. Entwicklungen werden unser 21. Jhd. prägen? A: Biotechnologie Evolution unserer Spezies wird steuerbar bedeutet große Verantwortung (Bsp: Geschlecht eines noch nicht geborenen Kindes schon heute bestimmbar) F: Forschungsmöglichkeiten d. Biotechnlogoie einschränken? A: Nein (früher o. später wird so oder so daran geforscht werden) Kluft zw. technolog. Entwicklung u. Reife d. menschl. Natur (Mensch immer noch wie vor 100.000 Jahren beschaffen) F: Was an technolog. Entwicklung wird es nie geben? A: Zeitreisen ("das ist völlig unmöglich"), Verlängerung menschl. Lebens ("halte ich für maßlos übertrieben", "Unsterblich sind im menschl. Körper nur die Krebszellen. Ansonsten verhält es sich leider so: In dem Moment Moment, in dem d. Mensch auf d. Welt ist, beginnt er zu altern.") "Das All ist 14 oder 15 Milliarden Jahre alt. Plötzlich - für eine Zeit, die im Vergleich dazu wie der Bruchteil einer Sekunde anmutet - erlangen wir Bewusstsein. Und dann ist es wieder weg." Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse (Treff m. Kommilitone Kommilitone) Verbindung zw. Turing-Test u. "Die Verhandlung" Ijon Tichy, Raumpilot aus "Technologiefalle": "Mensch und Maschine" lesen, verstehen, Notizen machen u. bei kommendem Treff besprechen
aus Verfilmung Solaris, 1972
aus Verfilmung "Solaris", 1972
Standpunkt gutes Gespräch mit neuem Kommilitonen über Antrieb / Motor Kunstproduktion, Stella Frank Stella (Basel-Ausstellung), zwingender Grund (wie neue Leinwandformen, Ritz in Leinwand) o. Wahllosigkeit (Wiederholung alter Themen aufgrund fehlendem Antrieb) bei aktueller Produktion, Begründung eigener Arbeiten u. ob Begründung bekannter Künstler nachträglich o. von Künstler selber getätigt wurde Standpunkt Es kann nicht nur darum gehen, zu zeigen, dass es ein kleinstes Teilchen, eine letzte Einheit gibt, die allem Materiellen zu Grunde liegt. Das wäre lediglich die Übertragung von Wissenschaft in die Kunst. Die Arbeiten selber müssten noch eine persönliche Ebene besitzen, oder etwa inne haben, was Fragen aufwirft statt nur Antworten zu liefern. Was heißt es, dass Gegenstand, Luft, Mensch, Tier, Planet und Stern im Inneren aus dem gleichen Element, Teilchen, schwingendem Energiefädchen bestehen und nur durch unterschiedliche Verbindungen oder - wenn es nicht nur ein kleinstes Teilchen geben sollte sondern verschiedene Arten - kleinsten Unterschiede zwischen ihnen, zu dem wird, was es ist? Die Verbindungen entstehen auch nicht zufällig. Es gibt einen Grund, warum sich in der Luft nicht plötzlich ein Apfel formt oder ein Mensch zu Stein wird. Immaterielle Themen, wie Gut und Böse, Gott Jesus und Teufel, oder - allgemein - menschenbezogene Fragestellungen (die also nur auftauchen, weil der Mensch die Fähigkeit besitzt, über etwas nachzudenken und nicht nur es wahrzunehmen), können nach meiner Grundidee nach erst einmal nicht behandelt werden. Oder kann ich meinen Grundgedanken dahin übertragen (Gut kann es nur geben, weil es Böses gibt, der Gott Jesus wird nur in Verbindung mit dem Teufel definierbar)? Ob es nun ein persönliches Thema oder etwas wäre, was die Menschheit bewegt, so ist beidem doch gemein: sie würden durch die Motivwahl geäußert werden. Der Stil (also ein Bild, was nur aus Geraden oder einem anderen kleinsten Element besteht) steht fest. Die Technik allerdings nicht. Die würde sich je nach Themenwahl ändern (so steht auch weiterhin das Video / die Animation bei mir zur Debatte). Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse f. großen Schein kein Vortrag notwendig Kybernetik: Steuerung u. Regelung v. Maschinen, lebenden Organismen u. sozialen Organisationen Turing: "Können Maschinen denken?" Lem, Theorietext: "Technologiefalle" "Die Jagd", Erzählung u. SOLARIS (ansehen) Descartes: "Meditationen", 1641 "Cogito ergo sum": Fundament, um Wissen zu Reglementieren (durch strenge Vorschriften zu regeln) Unterscheidung in 2 Substanzen (1) denkende Substanz u.a. Denken, Unsterblichkeit d. Seele (2) ausgedehnte Substanz alles, was Naturwissenschaften untersuchen (physik. Sachverhalte etc.) alles, was Maschine ist Gliedermaschine = Körper = Leichnahm (fkt. mechanisch) Seele = Denken, Fühlen menschl. Körper = Uhr aus Rädern Knochen, Adern, Haut können Bewegung geistlos ausführen Leben wird mechanisch gedacht Unterschied Tier - Mensch, Mensch - Maschine Tier = Maschine Maschine kann ledigl. den Menschen imitieren [t=]interessiert an Vortrag zu Stanisław Lem (1921-2006, poln. Philosoph, Essayist u. Science-Fiction-Autor) Visionär u. Utopist, komplexe Technologien vor tatsächlichen Entwicklung erdacht aus Verfilmung "Solaris", 1972 solaris.jpg Bsp: 1960er/1970er schrieb er über Nanotechnologie, Neuronale Netze u. virtuelle Realität wiederkehrendes Thema: philosophische u. ethische Aspekte u. Probleme technischer Entwicklungen (wie künstliche Intelligenz, menschenähnliche Roboter, Gentechnik) entlarvt u.a. Technikgläubigkeit u. auf Wissenschaft beruhende menschliche Überlegenheitsdenken als Hybris (Hochmut) pessimistisch gegenüber langfristiger Überlebensfähigkeit d. Menschheit thematisiert u.a. Kommunikationsversuche Menschen - außerirdische Intelligenz kritisiert das (teilweise von ihm vorhergesagte) Internet / Informationsgesellschaft Nutzer werden zu "Informationsnomaden" / hüpfen "zusammenhangslos von Stimulus zu Stimulus" dadurch Verfall d. Fantasie u. Intelligenz d. Menschen
Kurs o.T. Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse Seminarplan (1) Descartes, La Mettrie und Butlers "Buch der Maschinen" (2) Kleist Marionettentheater, Hoffmann "Der Sandmann" Filmklassiker: Metropolis, Modern Times Neuere Filme wie Ex Machina (3) Von Turing über die Kybernetik bis Bladerunner, Datenbanken und Archive als "Erinnerungsmaschinen" (4) Pinocchio, Anders, Stanislaw Lem, Deleuze/Guattari, Agamben, Wissenschaftskritik (Technik-Grenzen) (5) Haraway, Maschinen-Identitäten klassische KI + Schwarmintelligenz sozialer Wohnungsbau, geplante Städte, Mumford und UbiCom, Bionik – Exoskelette (6) Transhumanismus, Kurzweil Ancarani, japanischer Pop, aktuelle Netzpolitiken Standpunkt radikal (a) Was heißt "Radikal! Grundsätzlich!"? grundsätzlich: nicht an der Oberfläche kratzen, zum Punkt kommen das zeigen, was bedeutend ist, nichts was ablenkt das "Statement" ohne Umschweife mitteilen, die Wurzel (lat. radix) greifen nicht auf figurativer Art (Totenschädel, Körper, Raben, Auge, …) übermitteln / Symbolismus wo Technik, Material u. Stil den Inhalt unterstützen/wiedergeben (b) Was kann radikal in der Kunst sein? (1) die Technik siehe auch (4) ansonsten sicherl. alle neuen Techniken (wie damals Plotter / Maschinen übernahmen Arbeit, Neonröhren, Arbeiten auf atomarer Ebene, damals Fotografie) (2) das Material herkömmlich: Holz, danach Leinwand als malerischer Untergrund Material/Begrenztheit/neue Sichten als Thema: geschlitzte Leinwandbilder v. Lucio Fontana Lucio Fontana, siehe 12.10.2014 Frank Stella Frank Stella: schuf neue Formen der Leinwand, siehe 25.7. ansonsten wird heute sicherlich alles als Untergrund / Auftrag verwendet (3) das Vorgehen Bsp: umgedreht malen wie Georg Baselitz (und später auch zeigen) (4) der Stil u.a. für mich gut erkennbar bei: Impressionismus Impressionismus, Pointillismus, Expressionismus, Kubismus, Suprematismus, Bauhaus Bauhaus, Minimalismus, Pop-Art uvm. extreme Unterschiede zu vorheriger Malweise bzw. zu anderen parallel sich entwickelnden Stilen = radikal Kunstströmung liegt manchmal auch eine inhaltl. Idee zugrunde Bsp. Impressionismus Impressionismus: Darstellung d. Lichts u. atmosphär. Bedingungen = malerische Hauptaufgabe teilweise Verzicht auf Schwarz u. erdige Farbtöne: Farbpalette wurde aufgehellt Wortherkunft durch Kritiker, später von Künstlern übernommen: "Impression, Sonnenaufgang", Claude Monet Claude Monet, 1872 einheitl. Stil nicht wirklich sichtbar bei zeitgenössische Kunst (5) der Inhalt a) vorhandene Arbeit/Aussage radikal umdeuten LOVE, 1964, Robert Indiana (Vertreter d. Pop Art u. Signalkunst) verfremdet in: AIDS, 1987, Felix Partz, Jorge Zontal u. AA Bronson Krankheit nicht nur in Arbeit verarbeitet, sondern persönlich betroffen Partz u. Zontal starben 1994 an AIDS b) Mallewitsch "Das Schwarze Quadrat auf weißem Grund", 1915 (siehe 19.12.2012) er leugnete im Manifest zur Ausstellung "(0,10)" jede Beziehung der Kunst und ihrer Darstellungen zur Natur (Kubismus forderte damals nicht absolute Gegenstandslosigkeit des Bildinhalts) seine Haltung auf inhaltl. Ebene: radikal kleine Pinselstriche, nicht mit Lineal u. einheitl. Farbfläche