[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kurs Jahrhundert des Readymade

Arbeit aus schwarzen Serie, Pierre Soulages
Arbeit aus schwarzen Serie, Pierre Soulages
Schwarzraum - Weißraum, 1972/1975, Günther Uecker
Schwarzraum - Weißraum, 1972/1975, Günther Uecker
Konstellation f-s-h-v, 50x50x0.6cm, Tempera auf Sperrholz, 30
Konstellation f-s-h-v, 50x50x0.6cm, Tempera auf Sperrholz, 30
Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made (Hausarbeit weiter bearbeitet, animiert durch Treff mit Daniels Dieter Daniels) 1x daumennagellänge Whisky Alkohol Kurs Farbe Weiss Film "Alles kommt aus dem Schwarz und verliert sich im Weiß", ARTE, 2012 Pierre Soulages (*1919, frnz. Maler u. Grafiker) Arbeit aus schwarzen Serie, Pierre Soulages pierre-soulages.jpg neben Hans Hartung Hauptvertreter abstrakt-ungegenständlichen Richtung frnz. Gegenwartsmalerei Kompositionen mit breiten schwarzen Balkenformen vor hellem Grund arbeitet mit Licht, was reflektiert wird Fred Kelemen Schwarzraum - Weißraum, 1972/1975, Günther Uecker schwarzraum-k.jpg nicht angressive Farben: Schwarz u. Weiß (Lagerfeld) Ad Reinhardt (1913-1967, US-amerik. Farbfeldmaler, Karikaturist u. Kunsttheoretiker) "Grau ist offen" umsetzen Leuchtkasten, sehr krelles Licht durch Gegenlicht werden davor montierte G. komplett schwarz Film "Freistil oder Was die Waschmaschine träumt", ARTE Schneekristalle entstehen in Wolke (Kügelchen aus Staub u. Wasser formt sich immer wieder um, bis Urkristall mit sechseckigen Grundfläche entsteht) Forscher unterscheiden zw. 80 verschiedene Kristallformen "Mensch und Maschine", Lem aus "Die Technologiefalle", Essays versucht durch Beweisführung d. Unterschied zw. Mensch u. Maschine offenzulegen (1) "Der Mensch als Maschine", Lamettrie (18. Jhd., frz. Philosoph u. Materialist) Was heißt dem Menschen "gleichwertig"? Eigenschaften Mensch u. andere Lebewesen: lebendgebärdender Säuger, ausgestattet mit Organen Unterschied: Geist / Gehirn (2) Alan Turing: Ist es möglich, einen "endlichen Automaten" zu konstruieren, der im Gespräch nicht v. Menschen unterscheidbar ist? Lem hat viel darüber m. anderen diskutiert überlegt, dass Maschine immer aufgedeckt würde, wenn verlangt wird, dass eine Geschichte, ein Witz o.ä. m. eigenen Worten wiedergegeben werden soll Maschine wiederholt alles am ehesten wortwörtlich Mensch: erinnert sich nicht an den genauen Wortlaut, sondern an den Sinn (versteht d. Text) Dilemma: Wie können wir uns davon überzeugen, ob die Maschine "Computer" überhaupt etwas versteht? "etwas verstehen": besitzt mehrere Ebenen u. Arten Computer fehlt Selbsterhaltungstrieb "nur wer erfolgreich frißt oder erfolgreich ausweicht, ist am Leben geblieben" (3) Selbsterhaltungstrieb ließe sich in gewisser Form d. Computer "beibringen" Douglas R. Hofstadter beschreibt, wie er in einem Versuch Mensch von Maschine unterscheiden sollte Studenten antworteten ihm so, dass er glaubte, mit einem Computer zu reden Computer können immer bessere Simultanten sein (4) Maschine kann ein "geschickter 'Betrüger'" sein erkennt an Häufigkeit bestimmter Worte, was für ein Thema besprochen wird u. reagiert darauf dementsprechend (ohne es jedoch zu verstehen) (5) nicht nur Maschine ist entscheidend, sondern auch der Gesprächspartner Mensch (Dummkopf o. Genie) (6) Mensch beschäftigt sich zu viel m. Mögl. d. Computers als m. Funktionsweise d. Gehirns Lem schreibt über Versuch sich als alternder Mensch an Namen zu erinnern wie gesuchter Ausdruck dann doch "auftaucht", ist ihm nicht verständlich Unzuverlässigkeit bei Beherrschung d. gespeicherten Informationsvorrats im Gehirn sinnvoll können auch unbewusste Handlungen sein (zwar nicht bewusst abgespeichert, aber dennoch vollführt) offene Frage: zweigeteiltes Gehirn (mediz. trennbar in 2 "Geiste") (7) hält Turing-Test nicht mehr für geeignet Frage (f. Philosophen): "Wozu zum Teufel brauchen wir eigentlich eine Maschine die den Menschen so hervorragend simuliert, dass sie in ihrem sprachlichen Verhalten nicht mehr vom Menschen unterscheidbar ist?" Vorteile Mensch u. Vorteile Computer hervorheben, Nachahmung nicht sinnvoll (8) Einfluss d. Menschen auf Tumore (je nach Zustand d. Geistes anders) 1/3 d. Lebens verbringt Mensch im Schlaf Computer schlafen nicht, Menschen würden ohne Schlaf nicht länger als 1 Woche überleben Warum Träume wichtig, bisher nicht geklärt (9) Turing-Test wird nicht klären können, ob Computer ein Bewusstsein haben oder nicht bedeutet v. Maschine besiegt zu werden Demütigung? (10) berichtet über 1. v. Computer geschriebenen "Liebesroman" viele Menschen wollen Romane kaufen, wo Autor = Maschine Computer werden im Porno-Bereich eingesetzt für Lem eine "der größten Entäuschungen" Kluges muss u. wird anscheinend immer Dummes / Primitives mitschleppen (weiter bei Abschnitt 11) Einzelgespräch m. Ohme sein Programmabschnitt zur Abfrage u. Neuberechnung v. Geraden in bestimmtem Bereich eingefügt Kurs o.T. Geradenbild gepunktete Konstellation fertig gestellt Konstellation f-s-h-v, 50x50x0.6cm, Tempera auf Sperrholz, 30 konstellation5-k.jpg Pkt., die über den Rand hinausgehen, ließen sich einfach teilen neue Konstellation angefangen (herausragende Geraden, komplett weiß, nur Schatten sichtbar)
Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made (Hausarbeit) Geradenbild AV-Labor mit Schneideplotter Ganzkörperporträt für spätere Radierung auf Kunststoffplatte geritzt Linienanzahl: 787 (dunkle Bereiche etwas ausgedünnt) 20cm/s u. 350gf m. Messer (gelb) Hilfskonstruktion aus Pappdeckel, damit sich beim Schneiden der Kunststoff nicht abhebt (durch Dicke d. Materials) nicht spiegelverkehrt geschnitten (für Radierung jedoch wichtig, heutiges Ergebnis also nur für Test nutzbar) 3 x Ganzkörper-Plott auf einfachem A3-Papier (mit unterschdl. Abtastungswerten u. Abweichungen in Grad u. Länge) notiert ab jetzt keine Ganzkörperporträts mehr plotten, außer für Radierung u. Holzschnitt! Einzelgespräch m. Lehmberg wg. Kaschieren (nicht angetroffen, Termin f. kommende Woche vereinbaren) Radierwerkstatt E-Mail wg. Treffen geschrieben nach OK Motiv neu, spiegelverkehrt u. evtl. mit dickeren Linien (doppelt auftragen) plotten
Handabdruck (negativ, mit Pigment), El-Castillo-Höhle
Handabdruck (negativ, mit Pigment), El-Castillo-Höhle
Zimmermalerei, schwarze Sprühfarbe, Handnegativ, 30
Zimmermalerei, schwarze Sprühfarbe, Handnegativ, 30
notiert zum "grundsätzlich": El-Castillo-Höhle (gehört zum Monte Castillo Höhlenkomplex), Kantabrien aufsuchen (Handnegative) ca. 25 Handabdrücke Handabdruck (negativ, mit Pigment), El-Castillo-Höhle el-castillo-hoehle.jpg verbinden mit Bilbao/Guggenheim Zimmermalerei, schwarze Sprühfarbe, Handnegativ, 30 wandmalerei-k.jpg umsetzen 10 x Handnegativ auf Papier austesten (Spreizen d. Hände, Farbmenge) evtl. auch mit hellgrauer Sprühfarbe (nur schemenhaft erkennbar) Papier im AV-Labor anfragen Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made (Hausarbeit weiter bearbeitet) Einzelgespräch mit Ohme curveVertex() durch line() ersetzen, dafür Abstände verkleinern Angaben im G-Code in mm S12000: Anzahl Umdrehungen pro Minute T2: verwendetes Werkzeug, kann im Prozess automatisch ausgetauscht werden Stichel für feinere Arbeiten, Fräse (kugelförmig) mit min. 1,5mm Durchmesser, max. Tiefe 3mm y,x umrechnen (Grafik von oben links nach unten rechts muss zu unten links nach oben rechts) G0 X0 Y0 Z2: Position 0;0 u. Abstand zu Platte 2mm G0 Z2: Fräser schwebt 2mm über Platte Bsp: G1 X20.4 Y10.6 Z-3 G1 Z1: fährt hoch G0: schnell fahren (für Positionswechsel in d. Luft) G1: fräsfahren S0 M5: abschl. Befehl mit Stichel lassen sich schräge Abgründe erzeugen, mit Fräser alles als steile Flucht (dafür deutl. tiefer) Stichel evtl. für negativ verwenden (weiße Bereiche sollen herabgesetzt werden) unterschdl. Höhen je Graustufenwert mgl. (hellgrau = nur wenig tief, schwarz = sehr tief) Ohme G-Code zusenden, evtl. Mittwoch Test fräsen E-Mail von Ohme: "Hallo Fr³, […] PS: Fr³ := Fräsender Friedrich Fröhlich"
Kamm, 1916, Marcel Duchamp
Kamm, 1916, Marcel Duchamp
(Ausschnitt) Der König und die Königin, umgeben von schnellen Akten, 1912, Marcel Duchamp
(Ausschnitt) Der König und die Königin, umgeben von schnellen Akten, 1912, Marcel Duchamp
La Trahison des images (Der Verrat der Bilder), 1928-1929, Magritte
La Trahison des images (Der Verrat der Bilder), 1928-1929, Magritte
Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made Readymades u. Sprache 3 Relationen d. Readymades zur Sprache (a) Inschrift o Betitelung d. Readymades (b) Duchamps Notizen zur Entstehung u. dem Kontext (c) Kommentare Duchamps in Interviews Bsp. Kamm Kamm, 1916, Marcel Duchamp Marcel Duchamp kamm-marcel-duchamp.jpg zu (a) Betitelung über schmale Seite hinweg "3 oder 4 Tropfen Höhe haben nichts zu tun mit der Wildheit. / M.D./ Feb. 17 1916 11 Uhr vormittags" zu (b) Arbeitsnotiz dazu aus Grüner Schachtel zu (c) "Ein wichtiges Charakteristiukum war der kurze Satz, den ich gelegentlich auf ein Ready-made Ready-made aufschrieb. Dieser Satz sollte das Objekt nicht wie ein Titel beschreiben, sondern die Gedanken des Betrachters in die Region des Verbalen führen" Fernsehinterview 1966 Titel soll "verbale Einfärbung" sein (ermöglicht neuen Blick) als "unsichtbare Farbe" bezeichnet, Sherin Hamed (Magisterarbeit "Der Gebrauch und die Funktion der Titel in dem frühen Werk von Marcel Duchamp Marcel Duchamp") Titel v. Duchamp Marcel Duchamp u.a. auf Vorderseite vermerkt (nicht Rückseite, wie in dieser Zeit üblich) siehe "Der König und die Königin, umgeben von schnellen Akten" (Ausschnitt) Der König und die Königin, umgeben von schnellen Akten, 1912, Marcel Duchamp Marcel Duchamp koenig-koenigin-umgeben-von-schnellen-akten.jpg Titel u. Inschrift formulieren keinen Sinnzusammenhang, sie destruieren vielmehr jede Bedeutungsebene visuelles Bild u. sprachliche Referenz völlig getrennt, bleibt hermetisch vgl. Magritte mit "La Trahison des images" La Trahison des images (Der Verrat der Bilder), 1928-1929, Magritte der-verrat-der-bilder.jpg betitelt in Schulschrift mit "Ceci n'est pas une pipe" (dt. "Dies ist keine Pfeife") Titel u. Inschrift ergeben eine Einheit (Kritik d. Representation) A Bruit secret, 1916, Duchamp Marcel Duchamp (siehe 18.5) mit Beschriftung bzw. Anweisung Duchamp Marcel Duchamp zu kryptischer Beschriftung: "drei kurze Sätze, in dem gelegentlich Buchstaben fehlen, so wie bei einer Neonschrift das Wort unleserlich wird, wenn ein Buchstabe nicht aufleuchtet." 4 Postkarten mit komplett beschrifteter Seite, an Arensberg geschickt ("Rendez-vous du Dimanche 6 Février 1916") grammatikalisch korrekt, aber ohne Zusammenhang notiert Schachtel 29 wie mit 26 produzieren (Sammlung an Arbeiten, Notizen, Reste in Holzschachtel) Zahl an Readymades wollte Duchamp Marcel Duchamp begrenzen (Notiz mit Idee je Jahr 1-2 herzustellen) Interviews vor allem in den 1960er entstanden "Ein Readymade Ready-made ist ein Kunstwerk, ohne dass es ein Künstler gemacht hat."
Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made (1) Welche Typen von Readymades benennt Duchamp Marcel Duchamp? in Boîte-en-valise als "Readymade Ready-made" bezeichnet: 1) Pharmacy / "Pharmacie", 1914 (Original in Privatslg.) 1. von ihm bezeichnetes Readymade Ready-made beruht auf präexistentem Kunstwerk Winterlandschaft mit 2 kl. Ergänzungen (rotes u. grünes Fläschchen) Gemälde von Ausstellungsbesuchern zunächst von ihm gemalt gedacht 2) Flaschentrockner, 1914 (Original verschollen, Multiple 1964) 3) "In advance of an broken arm", 1915 (Original verschollen, Multiple 1964) Schaufel gekauft, mit Inschrift (erzeugt Verfremdung d. Normalen / westl. Bestandteil v. Readymade Ready-made) 4) Comb/[Hunde-]Kamm, 1916 (Original Philadelphia Museum of Art, Multiple 1964) Inschrift (übersetzt): "3 oder 4 Tropfen von Hochmut haben nichts zu tun mit der Wildheit" genaue Datierung m. Uhrzeit der Moment Moment ist wichtig ("Die Wahl eines Readymades ist wie ein Rendezvous") Signatur (ebenfalls wichtig, um in Kunstkontext zu heben) im Original erhalten einzig "wirkliches" Readymade Ready-made (erfüllt alle Kriterien) 5) "Pliant… de voyage", 1916 (nur Multiple) Hülle zur Abdeckung v. Schreibmaschine 6) "Fountain", 1917 (nur Multiple) 7) "Trébuchet" / Stolperfalle, 1917 (nur Multiple) 8) Hat Rack / Porte Chapeaux, 1917 9) Air de Paris, 1919 (zerbr. restauriertes Original im Philadelphia Museum of Art) 50cm² Pariser Luft mit in USA genommen (restauriertes Original nun ohne … Pariser Luft) nicht erwähnt im Boite-en-valise: 10) French Military Paper, 1918 (lt. Schwarz: present location unkown) Bicycle Wheel / Fahrrad Rad, 1913 (von ihm nicht als Readymade Ready-made bezeichnet) kein eigentl. Readymade Ready-made (es besteht aus 2 zusammengefügten Teilen) nachträglich von ihm auch nicht als Readymade Ready-made bezeichnet Weitere Typen v. Readymade Ready-made smit Zusatz / Modifikation 1) korrigiertes Readymade Ready-made (von ihm als "Readymade Ready-made rectifie" bezeichnet) a) Apolinere Enamled, 1916-17 auf Sprachebene (Zeichen entfernt u. hinzugefügt) b) L. H. O. O. Q., 1919 gekaufte Postkarte mit kl. Korrektur (Schnäuzer / Bärtchen) u.a. als "Attacke gegen d. Kunstgeschichte" gedeutet Spielkarte mit Mona Lisa ohne Bart ergänzt: "rasierte L. H. O. O. Q." (100 Stk.) c) Wanted, $2.000 Reward, 1923 Steckbrief m. eigenem Foto mit Rose Sélavy 2) Readymade Ready-made aide ("unterstütztes" Readymade Ready-made) a) "A Bruit secret", 1916 Paketschnur/Knäul zw. 2 Platten eingeklemmt durch Arensberg (Kunstsammler) mit kl. Gegenstand im Knäul ergänzt (Aufforderung v. Duchamp Marcel Duchamp) "geheimes Geräusch" wird erzeugt durch Umdrehen (Text auf beiden Seiten) Laut Duchamp Marcel Duchamp als Dokumentation / Notizen (ohne Objekt) "reziprokes Readymade Ready-made" "unglückliches Readymade Ready-made" "Box in a Valise" (unbearbeitete Version u. Schrift/geometr. … hervorgehoben) Assemblagen von Rrose Sélavy Marcel Duchamp (nicht von Duchamp Marcel Duchamp in Boite-en-valise als Readymade Ready-made bezeichnet) "Fresh Widow", 1920 "Why not Sneeze Rose Sélavy?" nach Bestellung hergestellt / für Privat erstellt "La Bagarre d' Austerlitz" "Belle Haleine Eau de Voilette" Unterschiede zum Objet trouve (franz. für "gefundener Gegenstand")? weitere mgl. Kategorien (nicht von Duchamp Marcel Duchamp) a) "unbekannte Readymades" (nur mit schriftl. Zeugnissen belegt) nicht als Objekte erhalten nicht von Duchamp Marcel Duchamp als Objekte dokumentiert / rekonstruiert oder b) "imitiertes Readymade Ready-made" schaut so aus, ist aber keines (komplett selber hergestellt) Monte Carlo Bon, 1924 oder c) "Semi-Readymade Ready-made" z. Bsp. "Why not Sneeze Rose Selavy?" (von Schwarz als Semi-Readymade Ready-made bezeichnet) (2) Wieviele Readymades gibt es im Werk von Duchamp Marcel Duchamp? Kriterien: gefundenes Objekt, signiert, datiert, mit Inschrift versehen, sonst unverändert neben "Comb" mit Editionen, Multiples rund 400 (denen wurde ebenfalls nichts hinzugefügt)
Geradenfotos in Schneckenform (noch ausweiten auf mehrere Meter)
Geradenfotos in Schneckenform (noch ausweiten auf mehrere Meter)
Zugang geöffnet, dunkel
Zugang geöffnet, dunkel
Atelier Duchamp NY 1916-1917 (vor Ausstellung d. Fountain) © AGP, ADAGP, Succession Marcel Duchamp
Atelier Duchamp NY 1916-1917 (vor Ausstellung d. Fountain) © AGP, ADAGP, Succession Marcel Duchamp
Kurs o.T. (Notizen vergangener Tage) Geradenbild Bild Kreis aus Garn-Geraden beendet, weiteres Bild vorbereitet Geradenfotos in Schneckenform (noch ausweiten auf mehrere Meter) geradenreihe-k.jpg farbigen Garn durch Abzüge gezogen u. so Objekte verknüpft (u.a. Schwäne, Boote, Bäume) Abzüge m. Geraden (u.a. durchgeschnittene Steine, Sonnenstrahlen) sortiert Sammlung "Stühle-Tisch-Komposition", Basel "2 Bäume / 1 Bäume", "2x2-Baum / Baum, geteilt", "1-Baum / 2-Baum", "Schwebende Kugeln", "Abfallsitze" Zugang geöffnet, dunkel kanalisation1-k.jpg Sammlung Abzüge Kanalisationsdeckel Basel/Zürich/Leipzig durch aufschneiden u. umdrehen erweitert Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made Richard Mutt 1917 zur Ausstellung Society of Independent Art (NY) eingereicht (Society nach Modell Pariser Indépendants gegründet) Katherine Sophie Dreier (1877-1952, amerik. Malerin, Vertreterin abstrakte Malerei, Kunstmäzenin u. Kunstsammlerin) zusammen mit Duchamp Marcel Duchamp u. Man Ray Mitbegründerin Kunstvereinigung Société Anonyme Inc. "Als ich mit Nein stimmte galt dies der Frage der Originalität" [DANIELS] Atelier Duchamp Marcel Duchamp NY 1916-1917 (vor Ausstellung d. Fountain) © AGP, ADAGP, Succession Marcel Duchamp Marcel Duchamp atelier-duchamp-ny.jpg
Brief an Suzanne Duchamp, circa 15. Januar 1916, Jean Crotti Papers, Archives of American Art, Smithsonian Institution, Washington DC
Brief an Suzanne Duchamp, "circa 15. Januar" 1916, Jean Crotti Papers, Archives of American Art, Smithsonian Institution, Washington DC
Ema (Akt auf einer Treppe), 1966, Gerhard Richter
Ema (Akt auf einer Treppe), 1966, Gerhard Richter
Ausstellungsansicht Forest © ProLitteris / Foto André Morin
Ausstellungsansicht "Forest" © ProLitteris / Foto André Morin
READYWEB: HÉRISSON, Pierre Granoux
READYWEB: HÉRISSON, Pierre Granoux
Kurs o.T. (Notizen der letzten 2 Tage) weiß grundierte Holzplatte (53x43cm) in Leerrahmen befestigt mit Blaupapier Richtungen d. Geraden auf Holzplatte skizziert Garn mit Klebeband an Rändern fixiert später Garn mit Kleber auf Oberseite d. Rahmung fixieren und Enden abschneiden Kurs Praktiken des schon Fertigen in der zeitgenössischen Kunst Vorbereitung Referat Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made 1913 Duhamp Frage aus Notizen: "Kann man Werke machen, die nicht Kunst sind?" Videoausschnitt Interview Duchamp Marcel Duchamp "[…] the word did not exist - the thought did not exist […]" Brief an Suzanne Duchamp Marcel Duchamp, "circa 15. Januar" 1916, Jean Crotti Papers, Archives of American Art, Smithsonian Institution, Washington DC readymade-marcel-duchamp-brief-k.jpg 1. Erwähnung Begriff "readymade" durch Marcel Duchamp Marcel Duchamp für seine "schon fertigen" (tout fait) Kunstwerke "Nun, wenn Du hinaufgegangen bist, hast Du in meinem Atelier das Rad eines Fahrrads und einen Flaschentrockner gesehen. - Ich habe das als eine bereits fertige Skulptur gekauft." "Hier in New York habe ich Objekte [Flaschentrockner] desselben Stils gekauft und sie 'readymade' genannt […] - Ich signiere sie und gebe ihnen eine Inschrift in Englisch." "Ich habe zum Beispiel eine grosse Schneeschaufel, auf welche ich unten geschrieben habe: In advance of the broken arm, französiche Übersetzung: Dem gebrochenen Arm voraus - Bemühe Dich nicht zu sehr, dies im romantischen oder impressionistischen oder kubistischen Sinn zu verstehen - das hat damit nichts zu tun; Ein anderes 'readymade' heisst: Emergency in favor of twice mögliche französische Übersetzung: Gefahr (Krise) auf Grund von 2 mal." "Nimm für Dich diesen Flaschentrockner. Ich mache aus ihm ein Readymade Ready-made aus Entfernung. Du wirst ihn unten und im Inneren des unteren Ringes beschriften, in kleinen Buchstaben, gemalt mit einem Pinsel für Öl in der Farbe silbernes Weiss mit der Inschrift, die ich Dir hier anschliessend gebe und Du wirst ihn in derselben Schrift signieren wie folgend: [nach] Marcel Duchamp Marcel Duchamp." ([nach] in eckigen Klammern v. Duchamp Marcel Duchamp gesetzt) André Breton (1896-1966, frz. Dichter, Schriftsteller u. wichtigster Theoretiker d Surrealismus) André Breton Definition Ready-mades in Le Phare de la Mariée: "Vorfabrizierte Objekte, die die Würde eines Kunstwerks erlangt haben durch die Wahl des Künstlers." 1931 1. surrealistische Ausstellung in d. USA 1. Ausstellung des Flaschentrockners (in Vitrine): "Exposition Surréaliste d’Objets", 1936, Galerie Charles Ratton, Paris (legte besondere Bedeutung auf Objektkunst, berief sich auf Primitivismus, Fetische u. math. Modelle) sollte als Vorläufer für Objektkunst präsentiert werden Katalog erschienen, mit u.a. folgenden Kategorien: Objets Naturels, Objets Naturels Interprétes, Objets Naturels Incorporés, Objets Pertubes, Objets Trouvés (von einer ganzen Reihe von Surrealisten, nur die Namen der Finder sind aufgelistet, keine Stücke oder Titel, dadurch klar Unterscheidung zum Ready-made Ready-made) Objets Trouvés Interprétés (werden einzeln mit Titel aufgeführt, aber nicht als Werk sondern je als "gehörend zu", z.B. "La varlope, appartient à Man Ray"), Objets Americains (von Eskimos, aus Peru etc.), Objets Océaniens, Objets Mathématiques, Ready-made Ready-made et Ready-made Ready-made aidé (hier als einzige Werke: Marcel Duchamp Marcel Duchamp, Flaschentrockner, 1914; Marcel Duchamp Marcel Duchamp, Why not sneeze), Objets Surréalistes (grösste Gruppe, hier u. a. : Marcel Duchamp Marcel Duchamp, La bagarre d`Austerlitz, 1921). 2. Präsentation: Fotografie von Man Ray publiziert in "Boîte-en-valise", 1935-1941 (siehe auch 17.4.) Ausstellung "Übrigens sterben immer die anderen. Marcel Duchamp Marcel Duchamp und die Avantgarde seit 1930", 1988 (Daniels Dieter Daniels stellt eigenen Flaschentrockner aus) Ema (Akt auf einer Treppe), 1966, Gerhard Richter Gerhard Richter akt-auf-einer-treppe.jpg Ulf Linde stellte Kopie vom "Großen Glas" her, baute Flaschentrockner nach (von Duchamp Marcel Duchamp signiert) Duchamp Marcel Duchamp signierte einige Flaschentrockner, die ihm gegeben wurden Flaschentrocker als Multiple 1964 herausgebracht "do-it-yourself": Brief an Werner Hofman, 1962 (erhält von Duchamp Marcel Duchamp d. Antwort, er könne sich den Flaschentrockner für das Museum im Bazar de l'Hotel de Ville in Paris besorgen) Erwähnung Flaschentrockner in Comic-Welt "Forest", 2008-2009, Bethan Huws (88 Flaschentrockner und Neon) Ausstellungsansicht "Forest" © ProLitteris / Foto André Morin bethan-huws.jpg "Rack", 2009, Kendell Geers (metal, beer bootles) READYWEB: HÉRISSON, Pierre Granoux pierre-granoux-k.jpg ready-made-Buch mit Internetabbildungen von Flaschentrocknern notiert Bilderwolke mit "Flaschentrockner"/"bootle dryer" (Google-Bildersuche), ohne Bezug zu "Duchamp Marcel Duchamp", "Marcel", "readymade", "art" Flaschentrockner wird zu abstraktem Einrichtungsgegenstand / zur Dekoware (anders beim Urinal)
Porträt mit Fäden o.ä. ausprobieren (Geraden vom Bildrand aus über gesamte Fläche ziehen)
Porträt mit Fäden o.ä. ausprobieren (Geraden vom Bildrand aus über gesamte Fläche ziehen)
Saliera (Salz- und Pfefferstreuer), 1540–1543, Benvenuto Cellini , KHM Wien
Saliera (Salz- und Pfefferstreuer), 1540–1543, Benvenuto Cellini , KHM Wien
Geradenbild notiert Michael Scott recherchieren f-rie-dr-i-c-hfr-öhl-ic-h Porträt mit Fäden o.ä. ausprobieren (Geraden vom Bildrand aus über gesamte Fläche ziehen) geradenportrait.jpg Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made "Alles nur Konsum - Kritik einer warenästhetischen Erziehung", Wolfgang Ullrich, 2013 Wolfgang Ullrich (*1967, dt. Autor, Kulturwissenschaftler u. Berater) "Wer als Grundlage aller Waren Gestaltung ansieht, erblickt im Konsum ein relevantes Feld der Ästhetik und macht sich vielleicht sogar Gedanken über eine warenästhetische Erziehung." (1) Fiktionswerte Gebrauchswert d. Ware wird mit Fiktion ergänzt Produkte (wenn mehr als nur Gebrauchswert) können (positiv) beeindrucken, motivieren u. erziehen Konsumieren kann wie Lesen eine Kulturtechnik sein "wie Platon weigern sich heutige Konsumkritiker zw. Schein als ästhetische Funktion mit eigenem Wert u. Schein als Vortäuschung, Manipulation u. Verhängnis zu unterscheiden" sieht fiktionalen Wert positiv kritisiert Standpunkt Produkte würden nur hinters Licht führen u. entfremden Saliera (Salz- und Pfefferstreuer), 1540–1543, Benvenuto Cellini , KHM Wien saliera-k.jpg (2) Inszenierungsfolgen Einfluss d. Verpackung Produktpreis durch Aufladung d. Produktes mit einer Bedeutung erhöht Alltägl. nicht akzeptiert Verwandlung Produkt zu spannend, wichtig, neu u. unerwartet von Konsumenten gefordert "Die ganze Ding- und Konsumwelt ist eine einzige große Übertreibung" Produktinszenierungen beeinflussen Konsumenten unterschwellig stark u. prägen Verhaltensweisen Produkt selbst relativ unwichtig / Art u. Weise wie es verpackt ist wichtiger Konsumenten durch Produkte mehr geprägt als von polit. Theorien, intellektuellen Debatten o. Argumenten in Talkrunden (3) Situationsfaschismus Produkte erfüllen FUnktion von Benimm-Ratgebern "[…] führen durchs Leben und mit sanftem Druck geben sie vor, wie man sich zu verhalten hat" Antike: Rhetorik gehörte zu den artes liberales (freien Künsten) Heute: Konsumieren u. Umgang mit Konsumprodukten ist heute als Kunstfertigkeit zu erkennen Aufwertung d. Konsumenten zum Profi: beliebtes Vorgehen d. Produzenten u. Designer kaum noch möglich, eine Tätigkeit unambitioniert nachzugehen "[…] zugleich jedoch wird man immer wieder mit der eigenen Mangelhaftigkeit konfrontiert, weil irgendein Accessoire fehlt oder nicht genau passt" (wg. Einzelgespräch vorzeitig gegangen, Notizen durch Handout vervollständigt) Einzelgespräch mit Meyer-Krahmer Wittgenstein Ludwig Wittgenstein-Sitzung zusammenfassen für mich interessante Passagen ausarbeiten auf sein Werk eingehen, philosophisches Umfeld beachten Augustinus u. Russell recherchieren Kurs Bibliothek (in der Eisenbahnstr. bearbeitet) "PUDDING OVERDOSE.", Friederike Nymphius (über Armleder) hat Kunst d. 20. Jhd. zu seinem Thema gemacht beschäftigt sich in Bildern, Objekten, Installationen u. Ausstellungen mit den sie prägenden Konventionen u. Dogmen dekonstruiert sie ungezwungen, fässt sie zusammen unterzieht sie einer subversiv-analytischen Revision Armleder agiert als Störer, der Mechanismen d. Kunst im laufe seiner Praxis durchschaut hat aus dieser Kenntnis heraus demontiert er sie u. spielt mit ihr künstl. Wurzeln: im Fluxus Fluxus Ende der 1960er ("anarchisch-fröhlichen Verweigerungshaltung gegenüber festgefügten Normen u. Formen") suchte in Gründung d. avantgardistischen "Groupe Ecart" im Kollektiv nach neuen Wegen der Kunstproduktion 1980er Jahre: wichtige Schaffensphase vertritt Schweiz 1986 auf der Biennale, Venedig Teilnahme 1987 documenta 8 "furniture sculptures" u. "abstrakte Kompositionen" entstehen Werkgruppen kommentieren Wandel von Inhalt und Werten d. Kunst durchkreuzen die fortschreitende Ästhetisierung d. Alltags implizite Infragestellung d. konventionellen Kunstbetrachtung gezielte Provokation eingefahrener Denkmuster reflektieren weiterhin intensive Beschäftigung mit Zeitthemen wie Pluralismus, Vermassung u. Reizüberflutung Armleder agiert als Kunstvermittler Bedeutung von Kommunikation für die Kunst erkannt und verarbeitet 1990er: "Künstler-Kurator"-Projekte (behandeln unmögl. Vermittelbarkeit u. Wahrnehmung von Kunst) Auseinandersetzung mit Bildern, Ggenständen u. Kunstwerken seines gesellschaftl. u. kulturellen Umfelds Installation "The Pudding Overdose", 1995 als Metapher für Zustand d. Kultur u. d. sie tragenden Gesellschaft Kunst als Thema: u.a. Installationen "Ne dites pas non!" (1997), "Don't do it!" (1997) / kuratierte Ausstellung "Peinture Abstraite" (1995) Installationen geben neue Aufschlüsse zu aktuellen Fragestellungen über die Kunst und deren Rezeption u. beschäftigt sich mit Beziehungsgeflecht zw. Künstler, Kurator u. Betrachter "Kann ein Künstler angesichts der ständigen Verfügbarkeit von Bildern und der Trivialisierung der Kunst durch die Massenkultur noch eine Kunst schaffen, die Bestand hat?" "Gibt es noch Wahrnehmungsmodelle, die sich gegen die (tägliche) Bilderflut durchsetzen können?"
Transportkiste mit 36 zerlegten Stühle inkl. Schrauben
Transportkiste mit 36 zerlegten Stühle inkl. Schrauben
Fließbandarbeiter, um 1913 in Automobilfabrikation v. Henry Ford
Fließbandarbeiter, um 1913 in Automobilfabrikation v. Henry Ford
Kurs Praktiken des schon Fertigen in der zeitgenössischen Kunst (Vorbereitung f. Referat) bisher zugeordnet (1) Urinal: Urinoir, Duchamp Marcel Duchamp, 1917 (2) Flaschentrockner: Porte-Bouteilles, 1914, Duchamp Marcel Duchamp (3) Fahrrad: Marcel Duchamp Marcel Duchamp, Roue de Bicyclette, 1913 (4) Autoreifen: Sylvie Fleury, Fountain PKW Yard, 1961, Allan Kaprow (5) Tasse (allerdings ohne Fell): Meret Oppenheim, 1936 (6) Schneeschaufel: Marcel Duchamp Marcel Duchamp, In Advance of the Broken Arm, 1915 (7) Stuhl: Conversation, Ange Leccia, 1987 Bertrand Lavier, Charles Eames Peinte, 1991 Joseph Kosuth, One and Three Chairs, 1965 (8) Kleiderbügel: Man Ray, Equation-Obstruction, 1920 (9) Hammer, Flasche: Man Ray, Le Manche dans la Manche, 1921 (10) Waschmittelboxen: Brillo Boxes, Warhol Andy Warhol, 1964 (11) Filzrolle: Beuys Joseph Beuys, um 1960 (12) Baskettball: Du Neo Geo de Ben, Ben Vautier Ben Vautier, 1986 Jeff Koons Jeff Koons, Basketball, 1985 (13) Staubsauger: Jeff Koons Jeff Koons, New Hoover Convertibles, 1981 u. 1987 Jeff Koons Jeff Koons, New Hoover Convertibles, 1984 Jeff Koons Jeff Koons, New Hoover De Luxe Shampoo Polishers, 1980 u. 1986 (14) Eimer: Jeff Koons Jeff Koons, Pail, 1986 (15) Kühlschrank: Bertrand Lavier, Brandt Haffner, 1984 Betrand Lavier, Potsdamer Platz o. Zanussi, 1996.jpg (16) Fernsehgerät (ohne Nägel): Günther Uecker, TV auf Tisch, 1963 (17) Besen: Jasper Johns, Fools House, 1962 (18) Neonröhre: Jasper Johns, Lightbulb, 1960 Jasper Johns, Flashlight, 1960 Dan Flavin Dan Flavin, the diagonal of may 25, 1963 (to Constantin Brancusi), 1963 (19) Coca Cola: Clive Barker, Two Cokes, 1968 (20) (Wand)uhr: Arman, Paradoxe du Temps, 1960 (21) Teebeutel (laut Beschreibung): Tiravanijas, 1998 (22) Kuscheltier: Bertrand Lavier, Teddy, 1994 Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made Begriff "ready-made" fertig von der Stange, gebrauchsfertig, konfektioniert, Fertigware, ready-made solution (Schubladenlösung) industrielle Produktion ohne spezieller Nachfrage (wartet auf Käufer) (1) Produktion auf Vorrat / in Erwartung eines Absatzes Friedrich Gottlob Hoffmann (1741–1806, Leipziger Kunsttischler) 1. Möbelkatalog (1789): Bestellung nach Größe u. Holzsorte 2. Möbelkatalog (1795): Lieferung unverzügl. in AUssicht gestellt, meiste Stücke vorrätig Transportkiste mit 36 zerlegten Stühle inkl. Schrauben thonet-stuhl.jpg Michael Thonet (1796-1871, dt. Tischlermeister u. Gründer d. Gebrüder Thonet Bugholzmöbel-Fabrik) modulares System: Montierung Stuhl Nr. 14 (heute 214) vor Ort Prinzip IKEA: Verlagerung d. arbeitsintensiven Endmontage an Konsumenten (2) Serienfertigung zur Preisreduktion Fließbandarbeiter, um 1913 in Automobilfabrikation v. Henry Ford fordismus-k.jpg "Fordismus" Gegentrend: Customisation Versprechen auf Individualität "Build your own BMW" Gegeneffekt: Ausfransen von Markenidentität durch Ausweitung d. Produktpalette Kofigurations-Stress als Konsumhinderniss Duchamp Marcel Duchamp 1915/16 v. Paris nach NY (wg. Weltkrieg) Präfabrikation d. Ware in USA viel weiter fortgeschritten als in Europa (Kulturschock Duchamp Marcel Duchamp?)
Don't do it!, 1997/2000, John Armleder
Don't do it!, 1997/2000, John Armleder
Kunstgeschichte Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made Einführungsveranstaltung Terminus "ready-made" steht im anglo-amerik. Sprachgebrauch für gebrauchsfertig vorproduziertes, industrielles Produkt in der Kunst schrittweise von 1914-1917 durch Duchamp Marcel Duchamp eingeführt Januar 1916: 1. Erwähnung v. Duchamp Marcel Duchamp in Brief an Schwester parallel verwendeter Begriff (Alltag vs. Kunst) Kurs Praktiken des schon Fertigen in der zeitgenössischen Kunst Künstler / Positionen / Strategien (für Referate) (1) Readymade Ready-made Re-Appropriation Werke, die sich direkt auf Duchamps Readymades beziehen / re-interpretieren konzeptuelle Appropriation d. Readymades als Kunstgeschichte (statt von Alltagsgegenständen wie bei Duchamp Marcel Duchamp) Vorläufer 1950/1960er: Jasper Johns, George Brecht, Arman, Daniel Spoerri ab 1980er: Elaine Sturtevant, Sherry Levine, Mike Bidlo, John Armleder, Ai Wei Wei, Kendell Geers ab 2000: Pierre Granoux, Bethan Huws, Saâdane Afif (2) Readymade Ready-made Recouperation krit. Hinterfragung d. Appropriation d. Appropriation (Wiederaufnahme einer Systemkritik in d. System d. Kunst) u.a. Philippe Thomas, Haim Steinbach, Andreas Slominski, Olaf Nicolai, Gruppe FORT, Grupe Famed (3) Readymade Ready-made Revenue Strategien d. "Commodification" des "schon Fertigen" für Kunstmarkt u.a. Jeff Koons Jeff Koons, Damien Hirst, Richard Prince, Sylvie Fleury, Swetlana Heger & Plamen Dejanov, Sylvie Fleury, Christian Jankowsky, Simon Denny (4) Readymade Ready-made Situations and Environments Rauminstallationen mit vorgefundenen räuml. Ensembles u.a. Guillaume Bijl, Christoph Büchel, Nina Beier, Alicja Kwade, Florian Slotawa (5) Readymade Ready-made Re-Mediatation Praktiken d. "schon Fertigen" in Film, Video, Internet, Performance u. Konzeptkunst Konzeptkunst Frage der medialen Transformation d. Originalbegriffs im Digitalen u.a. Chris Marker, Hans Peter Feldmann, Pierre Bismuth, Christoph Büchel, Constant Dullaart (6) Readymade Ready-made Re-Interpretation ab 2000 Reinterpretationen in vielen Stufen d. Entfaltung, Vervielfachung u. Verfälschung u.a. Maria Eichhorn, Valetin Carron, Matias Faldbackken, Klara Lidén, Mathieu Mercier, Clarie Fontaine (7) Postcoloniale "virale" realdymade Pratiken globale Verbreitung d. Idee Transformierung durch Künstler aus Asien, Südamerika, Afrika in postkoloniale Kontexte Thematisierung globale Warenzirkulation u.a. Ai Wei Wei, Rirkrit Tiravanija, Tobias Rehberger, Danh Vo, Ji Lee, Mariana Castillo Deball, Subodh Gupta, Haegue Yang, Olivier Laric, Cyprien Gallard Don't do it!, 1997/2000, John Armleder john-armleder-k.jpg Vortrag über John Armleder übernommen "Don't do it!", Essamble vieler ready-mades setzt sich in Bildern, Objekten, Installationen, Skulpturen mit Stilen, Dogmen und Ismen d. Kunst d. 20. Jhd. auseinander paraphrasiert, zerstört und definiert neu Don’t do it! versammelt berühmtesten Readymades (u.a. Duchamps Urinoir, Warhols Waschmittelboxen, Beuys Joseph Beuys Filzrollen, Tiravanijas Teebeutel Verabschiedung d. Originalbegriffs in d. Kunst möchte das Essentielle u. wahrhaft "originelle" künstlerischen Denkens in den Blick rücken