[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kurs Farbe Weiss

Kurs Farbe Weiss verhüllt Test verhüllte Arbeit mitgebracht und vorgestellt sehr ausführliches Gespräch über persönlichen und kunstkritischen Hintergrund sowie Betrachter-Perspektive Frage nach Öffnung des Ateliers (Arbeiten dort bei Besuch auch verhüllen, nur Arbeitsraum mit Materialien und Werkzeug erfahrbar?) Titelproblematik erst einmal Wunsch nach kompletter Verweigerung, evtl. Auflösung mit der Zeit (auch wenn noch nicht vorgesehen) Käufersicht: Mitwisser über Inhalt (Notizen von übermorgen) Kunstkritik Kunst "[…] wobei diese Entwicklung in Deutschland besonders begünstigt wurde durch Hitlers entartete Kunst Schmähung. Jeder narzißtisch-egozentrische Pfuscher, Murkser und Hochstapler konnte daher im Dunstkreis der Schutznebelwolke 'entartet' im Nachkriegsdeutschland zum wundersamen modernen Kunst-Genie emporen." "Die Wirkung ist immer relational und gilt niemals absolut oder abstrahiert von konkreten Betrachtungszusammenhang." "Künstler wissen ja oft gar nicht, wie sie zu ihren Gestaltungen kommen und das ist letztlich auch gar nicht nötig. Künstler sollen Gestaltungen schaffen, die von den Betrachter- und KonsumentInnen als künstlerisch wertvoll erlebt werden. Das ist alles, nicht mehr und nicht weniger." als Kunst wahrgenommen ist abhängig von: (1) Kultur (z.B. atzekisch, islamisch, abendländisch) (2) Situation (z.B. historisch, aktuell und momentan) (3) Ort (z.B. Museum, Galerie, Kunstakademie, Schule, Vernissage, Alltag) (4) Künstler (z.B. bekannt, berühmt, unbekannt, Laie, Kind) (5) Gegenstand (z.B. Gattung [Graphik, Bild, Skulptur, Raum], Sujet [Thema], Stil, Ausführung, Material, Inhalt und Form) (6) Betrachter (Kultur, Herkunft, Bildung, Abneigung, Vorlieben, Einstellung, Anspruch, Erfahrung, Verfassung) = es gibt keinen objektiven Kunstbegriff Eindruck ergibt sich aus (1) Werk und (2) Erfasser (Reiz und Reaktion)
verschiedene Pigmente mit unterschiedlichen Bindemitteln getestet
verschiedene Pigmente mit unterschiedlichen Bindemitteln getestet
Kurs Farbe Weiss in Malereiwerkstatt verschiedene Pigmente mit unterschiedlichen Bindemitteln getestet tests-k.jpg Pigment mit jeweiligem Bindemittel auf rauer Glasplatte gemischt u. mit Glasläufer zerrieben Pigmente mit Gummi Arabicum gemischt (für Aquarellmalerei) Bleiweiß-Pigmente bereits in Antike genutzt Kreide: natürliches Weißpigment Ochsengalle oder Alkohol Alkohol: damit auf öliger Oberfläche Farbe haftet Dispersionsbinder (Acrylmalerei) trocknet transparent auf Kasein-Tempera Porträt / künstlerisches Bildnis Versuch Wesen bzw. Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen umsetzen für eigene Porträts merken: nicht nur ästhetisch denken / Gerade im Vordergrund seit 17. Jhd. an Bedeutung gewonnen seit 19. Jhd. Porträtfotografie Porträtmalerei ergänzt / teilw. ersetzt(?) Kopfhaltung / Blickwinkel u.a.: (1) Frontalansicht wirkt oft suggestiv (beeinflussend), intim, aber auch steif (2) Viertelprofil oder Dreiviertelprofil Gesicht leicht gedreht zugewandte Seite des Gesichts wirkt voll, abgewandte Seite wird verkürzt wiedergegeben (liegt häufig im Schatten) Blick nicht mehr starr geradeaus (3) Halbprofil von der Seite dargestellt zweite Auge noch zu erkennen (4) Profilansicht wird von Seite abgebildet galten als charakter- und würdevollste Darstellung Profilbilder als Schattenriss seit 15. Jhd. (5) Verlorenes Profil nur Konturen der Wangenknochen erkennbar Arten u.a.: (1) Selbstporträt (2) Idealporträt Künstler nicht bekanntes Individuum wird dargestellt Wesen, nicht realistische Gestalt versinnbildlicht (3) Büstenporträt Porträt bis Brusthöhe wiedergegeben (4) Miniaturen persönlichste Form, oft als Erinnerung an Person gedacht oft als Medaillons in goldenden Rahmen gefasst
Standpunkt radikal Die heutige Besprechung habe ich genutzt, um meine Idee der verhüllten Arbeit darzulegen. Und es war eine gute Entscheidung. Es hat mich darin bestärkt, konsequent an der Umsetzung zu arbeiten. Das heißt: radikal (schlimmes Wort) vorzugehen, die Verhüllung wirklich nicht zu signieren, meinen Standpunkt / meine Verweigerung etwas zu zeigen kurz zu erläutern (Dilemma zwischen Drang sich zu äußern und gleichzeitiger Infragestellung der über-menschlichen Bedeutung des Gezeigten, aber auch in Bezug auf die zeitgenössische Kunst). Nun stehe ich vor der Frage, ob ich bereits in der Hochschule konsequent verhüllen sollte. Denn so habe ich es wärend des Gesprächs dargelegt. Wühler hatte insofern recht, dass ich immer noch andere Arbeiten / Arbeiten ohne Verhüllung während meiner bisherigen Studienzeit zeigte. Die Frage ist nun: Ist die Hochschule für mich ein Ort, den ich als Lernort verstehe (wo ich also etwas zeigen sollte, um an Kritik lernen zu können)? Oder sehe ich - speziell den Rundgang - schon als in die Öffentlichkeit treten an? Konsequent wäre ich, würde ich die Arbeiten (Ganzkörperporträts) nicht zeigen, also würde ich sie vor Ausstellungsbeginn verhüllen. Sie wären zwar da, aber nicht ansehbar. Was hindert mich daran, es wirklich jetzt schon umzusetzen? Es ist - so vermute ich - das Gefühl der Anerkennung, die ich beim letzten Rundgang aufgrund der Geradenbilder erhielt (viele Besucher sprachen mich an, einer kaufte eine der gezeigten Arbeit) und nach der ich mich nun (ob ich will oder nicht) wieder sehne. Ist es aber nicht genau der Grund, warum ich eigentlich verhüllen will? Den Mittelweg finden zwischen primitiver (menschlicher!) Triebbefriedigung und dem Wissen der Nichtwichtigkeit allen Menschlichen? Ich verstehe jetzt den Kommilitonen, der, bevor er seine Malereien unkenntlich macht, Fotos von ihn anfertigt. Er kann nicht loslassen, kann etwas selber als gut Befundenes nicht wirklich zerstören, ist nicht konsequent. Ich ebenfalls nicht. Menschlich. Aber im Künstlerischen überwindbar? Ich setze ja nicht mein Leben aufs Spiel. Es geht um Kunst! Und viel Kunst landet eh auf dem Dachboden oder im Abfalleimer! Demut! Ich zerreise mich gerade selber. Das Dilemma wird fühlbar, tut direkt weh, ist nicht nur noch ein Gedankenkonstrukt. Es wird real. 1x daumennagellänge Whisky Alkohol Friedrich Fröhlich, evtl. inkonsequent Kurs Farbe Weiss [NOCH BEARBEITEN!!!] (1) BILD "Weiß auf Weiß", 1918, Malewitsch Kasimir Malewitsch visueller Nullpunkt Krisenherd in der Malerei bessere Welt prognostiziert (positive Sichtweise) mit geometrischem Vokabluar bearbeitet (Quadrat in Schräglage) (2) BILD Alexander Rodtschenko, Schwarz auf Schwarz, 1919 Ende der Kunst prognostiziert (negative Sichtweise) (3) Yves Klein: 1. monochrome Arbeiten Sartre "Sein und das Nichts" GOOGLEN "Jetzt habe ich …………." "Ich sehe mich, weil man sich sieht"………… reflektiertes Sehen (besonders bei leeren Bildflächen, betrachten von anderen, wie sie Arbeit wahrnehmen) Tom Friedman, "1000 Hours of staying", 1992-97 GOOGLEN Form und Inhalt ändern sich nicht, selbst wenn er nicht 1000 Stunden drauf geschaut hätte Karin Sander "Zeigen", 2009/10 GOOGLEN weiße Wandfläche für eigene Projektion John Baldessari "Everything in pu……" 1966-69 füllt leere Bildfläche mit Schrift, wiederspricht sich im Geschriebenen Baldessari "Pure Beauty", 66-88 Art & Language: Secret Painting, 67-68 ZITAT James McNeill Whistler "Sym…. in White", 1862 jungfreuliche Symbolik mit Farbe Weiß 10 Jahre später: Mutter "Grey and Black", 1872 "Die L…. ist zurückgewichen……." Bildideen mit biblischen Hintergrund Identitätskrise der Künstler im 19. Jahrhundert Jean-Baptiste Oudry 1753 "Le can… bl…." 1759 in … erklärt GOOGLEN Kandinsky "Über das……" "Deswegen nicht das Weiß, "….. GOOGLEN Robert Ryman "Resame", 1984 mit 4 …. NICHT LESBAR Alexander Rodtschenko (1891-1956) 1939 "Ich habe die Malerei zu ihrem logischen Ende……." GOOGLEN Kurs Workshop Farbe Weiss Fotos von Diele über Diele gelegt Kosuth?????????? Kelin "Weißer Raum" Krefeld???? Gregor Schneider Weiße Räume / Tod???? Konzept verhüllte Arbeit vorgestellt Geradenbild AV-Labor 4 Folien bedrucken lassen, für spätere Geraden-Collage
Motiv für Fräse überarbeitet, Ganzkörperporträt
Motiv für Fräse überarbeitet, Ganzkörperporträt
 toene_2016-01-04.mp3 (Begleitung: Katze) Kurs Farbe Weiss mit Günter Stangelmayer "Was ist Licht? Wann, wie und durch was nehmen wir Licht wahr?" natürlich unbeantwortet: Welle-Teilchen-Dualismus (wirklich Teilchen oder Wellen im Sinne der üblichen Anschauung?) James Turell, künstlerische Licht/Rauminstallationen Arbeitsweise Turell technisch analysiert, im Modell nachgebaut eigene Raum/Lichtarbeiten entwickelt (vorzeitig gegangen, da Gruppenarbeit) Geradenbild in Ritze der Siebdruckplatte schwarze Acrylfarbe fließen lassen, danach glatte Oberfläche mit Rolle weiß bestrichen Motiv für Fräse überarbeitet, Ganzkörperporträt fraesemotiv-k.jpg (1) Siebdruckplatte Baumarkt [+] Beschichtung verhindert (glaube ich) teilweise Absplittern von Holz [+] günstig, transportierbar [+] schwarze Acrylfarbe verdünnt in geritzte Bereiche fließen lassen [+] weiße Acrylfarbe über Platte gerollt (mehrfach) beachten: Schicht wird in Rändern zu Ritzen immer dicker, dünne Ritze könnten überdeckt werden [-] Holz wird komplett durch Farbe verdeckt (arbeite also nicht mehr wirklich mit dem Material / Thema) (2) Multiplex Online [+] weiße Oberfläche [+] nur noch schwarze Farbe in geritzte Bereiche fließen lassen [-] 2 unterschiedliche Farbmaterialien (weißer Belag und Acrylfarbe) [-] ebenfalls keine Holzstruktur mehr sichtbar [-] doppelt so teuer umsetzen evtl. Siebdruckplatte Baumarkt Ohme vorbeibringen, um größeren Bereich zu fräsen danach Prozedur komplett durchspielen (Acryl, Lack, Holzleisten zur Stabilisierung)
monument 1 for V. Tatlin, 1964, Dan Flavin
"monument" 1 for V. Tatlin, 1964, Dan Flavin
Untitled (Installationsansicht), 1996, Dan Flavin, Richmond Hall, Houston
Untitled (Installationsansicht), 1996, Dan Flavin, Richmond Hall, Houston
American Night (Serie), 1998-2002, Paul Graham
American Night (Serie), 1998-2002, Paul Graham
Künstler Kurs Bibliothek "Bilder aus Licht", Ulrike Gehring Dan Flavin Dan Flavin, 1962: quadr. Leinwände m. schwarzer Ölfarbe überzogen, Ränder m. Grühbirnen umsäumt "monument" 1 for V. Tatlin, 1964, Dan Flavin Dan Flavin dan-flavin.jpg Absicht: endl. Bildfeld mittels Licht auf räuml. nicht zu def. Umfeld zu erweitern Zeit d. Einführung v. Leuchtstoffröhren in d. Kunst, novum Materialästhetik (handelsübl. Röhre) in Arbeit einbezogen "Werkentwicklung" (wie bei vielen anderen Künstlern) nicht ersichtlich, betont eher Interesse an Variation u. Modifikation eines Röhrensystems nimmt keine Änderung an Material vor, Gestaltungswillen wird Material untergeordnet nur Einfluss auf (1) Auswahl, (2) Plazierung u. (3) Expostition ? im Raum wird zur Kunst durch ästhetisches Formverständnis Vorgaben: (1) Standardfarben (Gelb, Rot, Blau, Grün, Pink, Orange, daylight, cool white, warm white, soft white) (2) Länge (2,4,6 u. 8 Fuß) = 40 unveränderliche Farbmodule, zw. 1963 u. 1996 in über 500 Arbeiten kombiniert einfarbig weiße Installationen dominierten in d. 1960er Untitled (Installationsansicht), 1996, Dan Flavin Dan Flavin, Richmond Hall, Houston dan-flavin2.jpg gibt in d. 1980er u. 1990er zugunsten mehrfarbigen, bunten Arragements Monochromie auf notiert Röhren im Baumarkt suchen, wo Enden einfach sind, ohne langer Kunststoffstreben Konstellation m. Röhren u. variablem Abstand zur Wand (mehrere cm) 3 Hauptaspekte (nach Donald Judd): (1) Lichtröhre als Lichtquelle (2) in d. Raum ausgestrahltes Licht (3) Plazierung d. Halterung auf einer Fläche Turell: phänomenologisches Erscheinen v. Licht (Licht = Material, Wahrnehmung d. Betrachters = Medium seiner Kunst) Flavin Dan Flavin: Leuchtkörper wichtig, materialästhetische Rolle (Röhre = Material, Licht = Medium) Leuchtkörper: ultraviolettes Licht wird erzeugt, durch Fluoreszenz-Beschichtung wird sichtbares Licht erzeugt notiert zum Testen nach 4 kl. Röhren (bis 50cm) schauen Geradenbild Einzelgespräch Bachmann Alberti Wolfgang Alberti (Holzwerkstatt) wegen Holzplatten zum Testen fragen Material (1) bisherige Tests auf Kunststoffplatten: Fräsblöcke / PUR-Hartschaumplatten Material (2) Tischlerplatten m. Absperrholz (rund 3mm) (-) verliert durch "Verletzungen" / Ritze einer Seite an Stabilität Material (3) Spanplatten sollten m. dünnen Schichten sein (nicht wie im Baumarkt üblich) oben u. unten jeweils eine dicke Schicht (-) dicke Schicht meist nur wenige Millimeter dick Material (4) MDF: Schichten meist nicht gleichmäßig Kern bröckelt Material (5) Massivholz (m. Hobelmaschine glätten ) nur m. dichten Jahresringen muss feinporig sein notiert Holzatlas in Bibliothek besorgen Material (6): PVC-Platten (hat er zum Testen da) Steifigkeit (biegt sich weniger durch) immer wichtig Stichel stabiler (durch V-Fräsung) als gerade Bohrung, geht aber max. 4mm tief Kurs Farbe Weiss Paul Graham: American Night American Night (Serie), 1998-2002, Paul Graham paul-graham.jpg "American Night": u.a. Filter in d. Filmtechnik (Nachtszenen können tagsüber gedreht werden) Leuchtstoffröhre: Was wäre eine zeitgemäße Umsetzung Leuchtstoffröhre damals Neuheit, Einsatz auch im Privatbereich, sichtbar LED: rel. Neuheit, Einsatz zwar auch im Privatbereich, aber eher versteckt (hinter alter Glühbirnenform, unter Regalen etc.), LED wird nur als Ansammlung v. LEDs bedeutend (einzeln nicht genutzt)
Arbeit aus schwarzen Serie, Pierre Soulages
Arbeit aus schwarzen Serie, Pierre Soulages
Schwarzraum - Weißraum, 1972/1975, Günther Uecker
Schwarzraum - Weißraum, 1972/1975, Günther Uecker
Konstellation f-s-h-v, 50x50x0.6cm, Tempera auf Sperrholz, 30
Konstellation f-s-h-v, 50x50x0.6cm, Tempera auf Sperrholz, 30
Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made (Hausarbeit weiter bearbeitet, animiert durch Treff mit Daniels Dieter Daniels) 1x daumennagellänge Whisky Alkohol Kurs Farbe Weiss Film "Alles kommt aus dem Schwarz und verliert sich im Weiß", ARTE, 2012 Pierre Soulages (*1919, frnz. Maler u. Grafiker) Arbeit aus schwarzen Serie, Pierre Soulages pierre-soulages.jpg neben Hans Hartung Hauptvertreter abstrakt-ungegenständlichen Richtung frnz. Gegenwartsmalerei Kompositionen mit breiten schwarzen Balkenformen vor hellem Grund arbeitet mit Licht, was reflektiert wird Fred Kelemen Schwarzraum - Weißraum, 1972/1975, Günther Uecker schwarzraum-k.jpg nicht angressive Farben: Schwarz u. Weiß (Lagerfeld) Ad Reinhardt (1913-1967, US-amerik. Farbfeldmaler, Karikaturist u. Kunsttheoretiker) "Grau ist offen" umsetzen Leuchtkasten, sehr krelles Licht durch Gegenlicht werden davor montierte G. komplett schwarz Film "Freistil oder Was die Waschmaschine träumt", ARTE Schneekristalle entstehen in Wolke (Kügelchen aus Staub u. Wasser formt sich immer wieder um, bis Urkristall mit sechseckigen Grundfläche entsteht) Forscher unterscheiden zw. 80 verschiedene Kristallformen "Mensch und Maschine", Lem aus "Die Technologiefalle", Essays versucht durch Beweisführung d. Unterschied zw. Mensch u. Maschine offenzulegen (1) "Der Mensch als Maschine", Lamettrie (18. Jhd., frz. Philosoph u. Materialist) Was heißt dem Menschen "gleichwertig"? Eigenschaften Mensch u. andere Lebewesen: lebendgebärdender Säuger, ausgestattet mit Organen Unterschied: Geist / Gehirn (2) Alan Turing: Ist es möglich, einen "endlichen Automaten" zu konstruieren, der im Gespräch nicht v. Menschen unterscheidbar ist? Lem hat viel darüber m. anderen diskutiert überlegt, dass Maschine immer aufgedeckt würde, wenn verlangt wird, dass eine Geschichte, ein Witz o.ä. m. eigenen Worten wiedergegeben werden soll Maschine wiederholt alles am ehesten wortwörtlich Mensch: erinnert sich nicht an den genauen Wortlaut, sondern an den Sinn (versteht d. Text) Dilemma: Wie können wir uns davon überzeugen, ob die Maschine "Computer" überhaupt etwas versteht? "etwas verstehen": besitzt mehrere Ebenen u. Arten Computer fehlt Selbsterhaltungstrieb "nur wer erfolgreich frißt oder erfolgreich ausweicht, ist am Leben geblieben" (3) Selbsterhaltungstrieb ließe sich in gewisser Form d. Computer "beibringen" Douglas R. Hofstadter beschreibt, wie er in einem Versuch Mensch von Maschine unterscheiden sollte Studenten antworteten ihm so, dass er glaubte, mit einem Computer zu reden Computer können immer bessere Simultanten sein (4) Maschine kann ein "geschickter 'Betrüger'" sein erkennt an Häufigkeit bestimmter Worte, was für ein Thema besprochen wird u. reagiert darauf dementsprechend (ohne es jedoch zu verstehen) (5) nicht nur Maschine ist entscheidend, sondern auch der Gesprächspartner Mensch (Dummkopf o. Genie) (6) Mensch beschäftigt sich zu viel m. Mögl. d. Computers als m. Funktionsweise d. Gehirns Lem schreibt über Versuch sich als alternder Mensch an Namen zu erinnern wie gesuchter Ausdruck dann doch "auftaucht", ist ihm nicht verständlich Unzuverlässigkeit bei Beherrschung d. gespeicherten Informationsvorrats im Gehirn sinnvoll können auch unbewusste Handlungen sein (zwar nicht bewusst abgespeichert, aber dennoch vollführt) offene Frage: zweigeteiltes Gehirn (mediz. trennbar in 2 "Geiste") (7) hält Turing-Test nicht mehr für geeignet Frage (f. Philosophen): "Wozu zum Teufel brauchen wir eigentlich eine Maschine die den Menschen so hervorragend simuliert, dass sie in ihrem sprachlichen Verhalten nicht mehr vom Menschen unterscheidbar ist?" Vorteile Mensch u. Vorteile Computer hervorheben, Nachahmung nicht sinnvoll (8) Einfluss d. Menschen auf Tumore (je nach Zustand d. Geistes anders) 1/3 d. Lebens verbringt Mensch im Schlaf Computer schlafen nicht, Menschen würden ohne Schlaf nicht länger als 1 Woche überleben Warum Träume wichtig, bisher nicht geklärt (9) Turing-Test wird nicht klären können, ob Computer ein Bewusstsein haben oder nicht bedeutet v. Maschine besiegt zu werden Demütigung? (10) berichtet über 1. v. Computer geschriebenen "Liebesroman" viele Menschen wollen Romane kaufen, wo Autor = Maschine Computer werden im Porno-Bereich eingesetzt für Lem eine "der größten Entäuschungen" Kluges muss u. wird anscheinend immer Dummes / Primitives mitschleppen (weiter bei Abschnitt 11) Einzelgespräch m. Ohme sein Programmabschnitt zur Abfrage u. Neuberechnung v. Geraden in bestimmtem Bereich eingefügt Kurs o.T. Geradenbild gepunktete Konstellation fertig gestellt Konstellation f-s-h-v, 50x50x0.6cm, Tempera auf Sperrholz, 30 konstellation5-k.jpg Pkt., die über den Rand hinausgehen, ließen sich einfach teilen neue Konstellation angefangen (herausragende Geraden, komplett weiß, nur Schatten sichtbar)
Geraden-Alphabet m. 4 Geraden
Geraden-Alphabet m. 4 Geraden
Kurs Farbe Weiss im Studio, Trufanostraße Reprotisch Stufenlinsen (Scheinwerfer, 3200k) Lichttemperatur: bei welcher Temperatur Material anfängt Licht abzugeben HMI-Strahler (Tageslicht) (vorzeitig gegangen, da für mich uninteressant) Geradenbild Kurs o.T. Geraden-Alphabet m. 4 Geraden geradenalphabet1-k.jpg insg. 256 Mgl. Gerade-Typ (I): 0°, aktiver Stillstnd. / horiz. Gerade (II): 1°-89° (gerundete Werte), steigende Gerade (III): 90°, passiver Stillstnd. / vertik. Gerade (IV): 91°-179°, fallende Gerade Graustufenwerte: (I) Schwarz (Leere) (II): Dunkelgrau - Hellgrau (III): Weiß (pure Energie) (IV): Hellgrau - Dunkelgrau evtl. Installation mit Holzleisten, Metallstäben, OLED o. Leuchtstofflampen erst einmal Alphabet plotten (f. Gespräch m. Schellbach Kilian Schellbach) notiert Nachtrag (3.11.): bisher kein Alphabet, eher alle Möglichkeiten in zufälliger Reihenfolge aufgelistet evtl. mit mehreren Schleifen logische Folge aufschreiben (1. Zustand: alle 4 Geraden horizontal, 2. Zustand: 1. Gerade 45° gedreht, etc.)
grauer Balken erscheint trotz gleichem Grauwert links heller
grauer Balken erscheint trotz gleichem Grauwert links heller
Kurs Farbe Weiss "Weiss sehen, Weiss darstellen" v. biolog. u. maschinellen Sehsystemen notiert G-Code f. 2 Motive in einem Bild umsetzen u. heute noch Ohme schicken! 1) biolog./menschl. Sehsystem 2) Farbwahrnehmung 3) menschl. Sehsystem 4) maschinelle Verarbeitung v. Farbe Weiss 5) prakt. Übungen zu 1) opt. Täsuchungen Adaption / Farbkonstanz je nach Kontext andere Farbwahrnehmung grauer Balken erscheint trotz gleichem Grauwert links heller balken-k.jpg Sehsystem je nach Beleuchtungsumständen / Schattierung unterschdl. Sehwahrnehmung Nachbild: Zellen, die photorezeptorisch arbeiten Zäpchen ermüden, wenn man lange auf ein Motiv schaut, Negativ ist auf weißer Fläche noch sichtbar zu 3) lichtsensitive Zellen auf Netzhaut chem. Prozess, wenn Licht drauf fällt 4 Zellarten: Stäbchen ("nachtaktive Zellen") Zäppchen (3 Var.): reagieren auf unterschdl. Wellenlängen (zw. 400-700 nm) 3 Reizzonen: bläulicher, grünlicher u. rötlicher Bereich evolutionär v. Umwelt geprägt (deshalb dominiert Grün/Rot) Rot-Grün hat sich erst mit d. Zeit getrennt (davor 1 Reizzone) Farbpsychologie Bildinformationen im Auge: nur 1,5 Millionen (weniger als moderne Kameras) Augen stehen jedoch nie still, sehr viele Einzelbilder erzeugen "pixelfreies" Abbild im Kopf im Gehirn werden 60-100 Herz (Schwingungen pro Sekunde) verarbeitet Metamerie (gr. "aus mehreren Teilen bestehend") Lichtwellen = ? weißes Licht existiert eigentl. nur in unserem Gehirn / in unserer Wahrnehmung weißes Licht = Bündelung v. vielen Wellenlängen zw. 400 u. 700nm Sonifikation (latein. sonus = "Schall", -ficare = "-machen") Transformation Licht zu Akustik immer von Menschen gemacht, nicht natürlich, da 2 unterschdl. Systeme zu Farbkonstanz: Licht auf Netzhaut = Produkt v. Beleuchtung u Reklektanz ? Weißabgleich notiert heute noch: 4-5 Plotterarbeiten im Klassenraum aufhängen (4 Linienbündel-Bilder u. 1 Geradenbild), für morgige Präsentation!
Fünf Pittoreske f. Klavier, mittlerer Satz, Erwin Schulhoff
"Fünf Pittoreske f. Klavier", mittlerer Satz, Erwin Schulhoff
Fisches Nachtgesang, Christian Morgenstern, 1905
"Fisches Nachtgesang", Christian Morgenstern, 1905
Kurs Farbe Weiss (nach kurzer Besprechung leider nur [passiv] einen Film geschaut) "Stille", Marianne Betz (Professorin f. Musikgeschichte Hochschule f. Musik u. Theater Leipzig) "hörbares u. sichtbares Moment Moment in d. Musik" Dada-Bewegung: allgemeine Verunsicherung d. Nachkriegszeit in Spott u. Provokation umgesetzt Anti-Kunst statt Kunst: Lust am Verfremden, Verulken, Zerstören Erwin Schulhoff (1894-1942, Komponist) besuchte 1919 Dada-Soiree (Abendveranstaltung) in Berlin nannte sich selbst "Überdada", "Musikdada" gründete Reihe "Fortschritts-Konzerte" Jazz: Symbol f. Amerika, akustischer Gegenpol zu mitteleuropäischen Spießertum "Fünf Pittoreske f. Klavier", mittlerer Satz, Erwin Schulhoff schulhoff.jpg "Fünf Pittoreske f. Klavier" mit Widmung "Dem Maler u. Dadaisten Dadaismus George Gross in Herzlichkeit zu eigen!" 4 von 5 Pittoresken sind Modetänze, dadaistische Provokation (Foxtrott, Ragtime, One-Step, Maxixe) mittlerer Satz mit Titel "In futurum" (Zeitmaß-zeitlos). bleibt ohne Klang u.a. Zeitmaß: "zeitlos", Pausenzeichen u. Fermate (ital. fermare: anhalten, Ruhezeichen) stehen an Stelle von Noten, obere Stimme mit Baßschlüsse, untere mit Violinschlüssel "Fisches Nachtgesang", Christian Morgenstern, 1905 fisches-nachtgesang-k.jpg weitere "Bilderwitze": Gedicht v. Christian Morgenstern "Fisches Nachtgesang" (1905) Zeichen nicht sprechbar, bleibt stumm, kann nur mit Augen wahrgenommen werden Kopplung von Zeichen, Klang u. Sinn im phonetischem Gedicht "Das große Lalula" infragegestellt Sprache wird alleine auf Phonetik reduziert, ist artikulierbar, aber ergibt keinen Sinn ital. Futuristen experimentierten ebenfalls mit Lautgedichten vom Sinn befreiter Sprachklang als Basis f. "abstrakte Dichtung" faszinierte auch die Dadaisten Dadaismus u.a. Man Rays "Poeme phonetique", erschienen in Dada-Zeitschrift "391", 1924 besteht ebenfalls aus metrischen ("gemessenen") ? Zeichen Code Sprache ist nicht mehr wirklich entschlüsselbar Generalpause: Unterbrechung in Musikstück bei allen Stimmen Nicht-Klang = Negativklang im 15. Jhd. werden Generalpausen Ausdruck der Emphase (Verdeutlichung/Betonung), indem sie Schmerz, Ergriffenheit o. Trauer versinnbildlichen stehen im Textzusammenhang für Nichts, Ewigkeit, Tod klangliches Nichts = drückte das Unfaßbare aus (u.a. Johann S. Bach, Bedeutung geht bis ins 20. Jhd. hinein) Robert Rauschenberg Robert Rauschenberg, White Painting Robert Rauschenberg E-Mail an Christiane Baumgartner wegen Einzelgespräch geschrieben (Holzschnitt)
Kurs Farbe Weiss Seminar-Themen (1) Stille, Lücke, Pause im Zen u. Bsp. Klangkunst (Cage) Weiß auf akustischer Ebene: "Weißes Rauschen" Rauschen rhythmisch / mit Filtern bearbeiten (2) menschl. Sehapparat vs. maschineller Apparat (3) Weiß in Druckgeschichte Malewitsch Kasimir Malewitsch u. Weiß (4) fotogr. Licht (Fotolabor) (5) Weiß im Film bewusstes Einsetzen von verschd. Weiß-Arten (6) in d. Malerei Weiß als Pigment, mit Bezug auf Bindemittel (7) Lichtquellen im Alltag Farbwiedergabe im Druck