[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kurs Dieter Roth

Große Tischruine, Dieter Roth
Große Tischruine, Dieter Roth
Bar 0, 1978/98, Dieter Roth, Staatsgalerie Stuttgart
Bar 0, 1978/98, Dieter Roth, Staatsgalerie Stuttgart
Gartenskulptur, 1968-1996, Dieter Roth (hier Hamburger Bahnhof)
Gartenskulptur, 1968-1996, Dieter Roth (hier Hamburger Bahnhof)
Kurs Dieter Roth Dieter Roth Große Tischruine, 1978-1998 aus einem seiner Ateliers hervorgegangen während Aufbau auch dort gearbeitet Große Tischruine, Dieter Roth Dieter Roth grosse-tischruine-k.jpg wie organisches Wesen weiterentwickelt in Sequente unterteilt je Raumbedingung unterschdl. Aufbau An- und Abbau durch Roth Dieter Roth u. Team Bar 0, 1978/98, Dieter Roth Dieter Roth, Staatsgalerie Stuttgart bar0-k.jpg Bar 0, 1978 begonnen, 1998 ergänzt handl. Version d. Tischruine Bar 2, 1998-2000 Lest / Train, Reykjawik Art Museum, 2005 Gartenskulptur, 1968-1996, Dieter Roth Dieter Roth (hier Hamburger Bahnhof) gartenskulptur-k.jpg Gartenskulptur formale Ähnlichkeit (Materialien) keine dokumentarische Arbeit Kafka-Installation [???] Martin Kippenberger [???] Rirkrit Tiravanijaa [?] Wiederaufführung von 1960er-Happenings, mit inzw. alten Personen sinnvoll? von Originalarbeit existieren oft nur wenige SW-Fotos Gibt es eine angemessene Form der zeitg. Übersetzung / Übertragung ins Jetzt? Bsp. Musik als immer wieder neu interpretierende Form durch ständige Überarbeitung durch Künstler wird herköml. Kunstbegriff hinterfragt "gerahmte Flachware" Adison Knowles, "Make a Salat", 1962 (vorzeitig gegangen)
Ein Tagebuch, 1982, Dieter Roth
Ein Tagebuch, 1982, Dieter Roth
notiert weniger Kursinhalte beschreiben, eher das Warum behandeln wenn für mich nicht verständlich: mit ? kennzeichnen Kurs Dieter Roth Dieter Roth Zum Verhältnis v. Wort u. Bild "Ein Tagebuch", 1982 (urspr. kein Titel, 1984 betitelt) Ein Tagebuch, 1982, Dieter Roth Dieter Roth tagebuch.jpg zur filmerischen Selbstdokumentation Tagebuch mit Polaroid-Bildern auf Biennale veröffentlicht Film / Foto / handschriftl. o. mit Schreibmaschine geschriebener Text verknüpft keine zeitl. Übereinstimmung Foto / Text, um jene herumfließt Zweifeln am eigenen Handeln / Denken offenbart in 3. Person geschrieben ("D.R."), ausgesprochen "De Er" = "Der" Diter Rot ohne "h" > konkr. Poesi (einige Künstler entfernten alle unnötigen Buchstaben) notiert Fridrich Frölich "Die Wolke innen, die Wolke aussen.", Hans-Joachim Müller (mit handschriftlichen Notizen von Roth Dieter Roth) Notiz "'Wolke' - eine Vokabel, die von etwas Sichtbarem spricht, auf Unsichtbares anwenden" "Nein, ein Bild ist viel[1] einfacher[2], leichter, ich habe da kein Anspruch von gewissen Personen […]" [1] "was wollte ich mit 'viel'sagen?" [2] "ist es (was ist das?) erlaubt, 'einfach' zu steigern?" "[…] ein Museum für mich schon immer mehr oder weniger ein Begräbnisinstitut gewesen ist. […] Das Museum ist halt die letzte Auffangmöglichkeit[3], bevor die Dinge weggeschmissen werden." [3] u.a. "Eine andere Frage: 'Wozu soll aufgefangen werden?'" "Planen Sie Ihre Arbeit?" / "Nein, überhaupt[4] nicht. Das entsteht alles so chaotisch, ohne jede Regel." [4] "'überhaupt' übertrieben; ich plane sie vielleicht, wie ein […]" "Haben Sie das Gefühl, wie der Romantiker der Kunst das Leben zum Opfer zu bringen?" "Ja immer[5]. Ich kann nichts[6] anderes. Ich kann eben nichts[7] gut im Leben, komme nicht gut aus mit den Leuten, habe Angst vor den Leuten. […]" [5] "'immer' übertrieben", [6] "'nichts' übertrieben", [7] "'nichts' übertrieben" "Auch diese Verwöhntheit, dass man der wichtige Mann sein soll, habe ich nicht gern[8]. So sind ja viele Künstler[9]." [8] "gebe nicht gerne zu, dass ich es gern habe, der wichtige Mann genannt zu werden" [9] 'viele' übertrieben
Gesammelte Werke, Bande 1-20, 1969–79
Gesammelte Werke, Bande 1-20, 1969–79
Mundunculum
Mundunculum
Kurs Dieter Roth Dieter Roth Gesammelte Werke Gesammelte Werke, Bande 1-20, 1969–79 gesammelte-werke.jpg im Selbstverlag herausgebracht, mit Pappschuber Manuscript dazu: u.a. übereinander geschrieben, unterschdl. Farben Mundunculum (als wissenschaftl.-poetische Arbeit geplant), 1962-67 1960 Entwurf dafür Gummistempel hergestellt Stempelzeichnungen auf Transparenzpapier (Vorder- und Rückseite bestempelt, dadurch symetr. Figuren erreicht) Art von "Schöpfungsgeschichte" (Verweis auf Bibel) (schöpft aus Zeichen / "meine kl. Welt" / Weltentwurf) forscht, wie Zeichen funktionieren, Beziehung von Zeichen u. Wort einziges Projekt in Zusammenarbeit mit Verlag 1. Version mit Zensur-Eingriff (einige Wörter ersetzt) Auseinandersetzung Roth Dieter Roth mit Sprache Sprach- und Bilderebene verknüpft Mundunculum mundunculum-k.jpg einfache Übersetzung durch zusätzl. subjektive Zuweisungen v. Begriffen zu Symbolen nicht mgl. zu Studienzeiten: wollte dort bereits einfaches Alphabet aus pers. Dingen erstellen "Meine Augen sind mein Mund" Sehen als Sünde Schuld u. Rechtfertigung sobald wir Gesehenes in System einordnen = Sünde (da wir nur mit Fassade die Dinge beschreiben) Welt wird mit Sprachmaterial beschrieben, die aber Sein der Natur nicht entspricht nur Haut d. Dinge können benannt werden keine 1:1-Abbildung mgl. mit Biss in Apfel: unschuldiges Sehen = Erkennen "Und sie sahen, dass sie nackt waren" [BIBELZITAT zu Sündenfall heraussuchen] Wortherkunft "wissen": u.a. wizzen (lat. videre "sehen", griech. ideīn "sehen, erkennen") wissen: weil ich gesehen habe "was ich sage sehe ich? / was ich sehe habe ich? / was ich habe bin ich?" A = Hut (Verweis auf Magritte, "Das A und O" mit O = Kopf) O mit u.a. EGO, GOTT, NARZISMUS HALS notiert Stempel m. Zeichen/Symbolen produzieren lassen u. Collagen/Zusammenhänge bilden, u.a. einfach. Quadr., Dreiecke, Kreise "Quenauereien" (nach Raymond Queneau, frz. Dichter u. Schriftsteller) Vorstellungen v. Ferdinand de Saussure zur Semiotik Lautbild <=> Vorstellung Theaterstück "Modeschau d. Schwänze" > evtl. Parodie/Auseinandersetzung mit Duchamps "Großes Glas" Topographie d. Zufalls durch Daniel Spoerri initiiert (siehe 12.5.) "indirekte Selbstporträts" (Fallenbilder)
Geschirr-Set, Wolf Vostell (vermtl. 1980er), Museum Fluxus Plus, Potsdam
Geschirr-Set, Wolf Vostell (vermtl. 1980er), Museum Fluxus Plus, Potsdam
notiert Geschirr-Set, Wolf Vostell (vermtl. 1980er), Museum Fluxus Fluxus Plus, Potsdam geschirr-k.jpg Teller, Tasse, Untersetzer selber mit Motiv bemalen (Porzellanmalstifte- o. Farbe) aufeinander gelegt ergibt sich von oben betrachtet ein Motiv Kurs Dieter Roth Dieter Roth (vergessen, Kurs findet heute nicht statt) f-rie-dr-i-c-hfr-öhl-ic-h Website ausgebaut Kurs Bibliothek (in der Eisenbahnstr. bearbeitet) Furniture Sculptures / Möbelskulpturen / Kombination Bild u. Möbel FS1: 1979 gewöhnlicher Esszimmerstuhl, mit goldfarbenem Satin gepolstert rechte Rückenlehne unregelmäßig mit weißer Farbe (Grundierung) übermalt, für abstrakte Zeichnung mit Punkt u. Linie in Primärfarben blau-rot-gelb (auf Abb. nicht sichtbar) kaufte für FS zunächst industriell gefertigte Einrichtungsgegenstände der 50er Jahre, malte darauf direkt abstrakte Zeichen mit der Zeit große Varietät: kaufte moderne u. vor Ort gefundene Möbel, mit Musikinstrument in Werkgruppe abstrakte Malerei mit ready-mades verbunden (banale Alltagsgegenstände) beiden Ebenen beließ er natürliche "Funktion" (Möbel blieb Möbel, Malerei blieb Malerei), nur "destabilisiert" (Möbel gekippt o. entfremdet, Bild nicht mehr autonom) Widerstand gegen Dogma der Trennung von hoher und niederer Kunst, Hinweis auf Übergang von Moderne zur Postmoderne (Kultur d. Vielfalt) Konsequenz: Verschwinden d. Grenzen zw. Kunst und Leben, Avantgarde u. Traidtion, industrieller Produktion und künstlerischer Kreation, Hoch- und Trivialkultur (strebt er in seinen Arbeiten an) Kräftemessen zw. Kategorien Kunst u. Design seit Renaissance Bauhaus Bauhaus u. russische Konstruktivismus: versuchten Vereinigung ("zum Vorteil der modernen Zukunfstgesellschaft") Armleder wollte keine "designte" Kunst u. kein "verkunstetes" Design entwerfen Grenzüberschreitung = kritischer Kommentar zur Stilgeschichte Bsp 1: FS 21 (1981), Sofa mit abstrakten Formen im Stil von El Lissitzky Bsp 2: FS 132 (1986), ließ Gemälde a la Barnett Newman in Dialog mit Bassgitare treten für Armleder spielte der Déjà-vu-Effekt erhebliche Rolle (laienhafte Betrachter kann sich mit meisten der benutzen Gegenstände identifizieren) "Das bedeutet, dass es gerade dem in der Kunstbetrachtung Ungeübten durch die Vermischung von Kunst und Design möglich ist, in der Kunst etwas aus eigenem Vermögen zu erkennen und sich wenigstens mit einem Teil des Objekts, nämlich dem Möbel oder Instrument, identifizieren zu können" "kleines Erfolgserlebnis": veränderte Wahrnehmung d. Kunst als etwas nicht Fremdes könnte neues Interesse an Kunst erwecken Theodor Adorno: Voraussetzung d. künstl. Freiheit = "Gleichwerden von Allgemeinem und Besonderem in einem Kunstwerk" Armleders Kunst muss als Spielen mit oder Provozieren von gewohnten Denkweisen u. Kategorien verstanden werden Kunst aus einengendem Korsett befreien Projekte zum Thema der Rezeption von Kunst in der Gegenwart: "Ne dites pas non!" u. "Don't do it!" beschäftigen sich mit Nivellieren u. Zusammenführen (auf engstem Raum) von Verschiedenem (wie Kunst und Design) "Don't do it!" 1997 erstmals für Genfer Mamco (Museum) konzipiert 3 Situationsräume, "wie ein 'etwas beschränkter Kurator' eine Ausstellung hätte inszenieren können" 1. Raum: Über- und Untereinander von Punktbildern Armleders u. anderer Autoren (Auge des Betrachters irritieren u. Durcheinander erzeugen, was entsteht, wenn Kurator 'Punkte' als Thema hätte) 2. Raum: Monitore reproduzieren Standbilder von Gemälden, die im Museum ausgestellt waren (zeigt, dass selbst im Museum direkter Zugang zur Kunst nicht mehr existiert, "da nur noch durch Vermittlung, als second-hand-impression, stattfindet") 3. Raum: in Ecke Haufen mit unterschdl. "ready-made"-Objekten Installation: zeigte, "wie weit Konditionierung von Künstler und Betrachter fortgeschritten war, jedes Material als Kunst anzunehmen" sollte zeigen, dass allein durch Kurator bestimmte Präsentation von Kunst deren Rezeption beeinflusst (Kuratoren hängen Arbeiten nicht einfach auf, sondern entwickeln "künstliche Strategien und Philosophien", um Ausstellungskonzept und dessen Inszenierung zu verwirklichen) seine Kritik: zu viel an Informationen schadet Kunst (auf Seiten des Künstlers, des Kurators und des Betrachters, der von Informationsüberfluss überschüttet wird) Armleder schließt sich Kritik am Pluralismus der Postmoderne an wichtig zu wissen: Armleder ist Künstler u. Kunstvermittler
Box in a Valise, 1935-41, von Marcel Duchamp o. Rrose Sélavy
Box in a Valise, 1935-41, von Marcel Duchamp o. Rrose Sélavy
Kurs Dieter Roth Dieter Roth Vortrag "Dieter Roth Dieter Roth u. Fluxus Fluxus" (folgend weitere Notizen) dadaistische Aktionen fließen in Fluxus Fluxus ein Künstler mussten Dinge so präsentieren, dass das Alltägl. als Kunst wahrgenommen wird Kunstbetrieb ganz grundlegend hinterfragt Multiples (dt. Auflagenobjekt, künstl. Arbeit, seriell hergestellte Objekte) muss vom Künstler autorisiert werden Einzelobjekte ökonomisch, materiell u. ästhetisch gleichwertig Ausführung meist von Fachkräften übernommen / maschinelle Unterstützung Box in a Valise, 1935-41, von Marcel Duchamp Marcel Duchamp o. Rrose Sélavy Marcel Duchamp box-in-a-valise.jpg "Können Sie sich schon einmal zulegen: Erleuchtung nicht nur bei Buddha, sondern auch beim Künstler wichtig" (Benjamin frei zitiert) Abgabe v. Kontrolle: wichtiges Prinzip in d. Kunst Praxis d. Kontrollverlusts Walter Benjamin Henri Micheaux u. automat. Schreiben Konkrete Poesi: kleinste Elemente werden untersucht / Sprache dient nicht mehr Beschreibung v. Sachverhalt / Gedanken / Stimmung, sondern wird selbst zum Zweck u. Gegenstand notiert Dienstag Einzelgespräch wg. Wittgenstein Ludwig Wittgenstein u. Abgabe Verschriftl. Referat 1. KS (Schum), 2. KS (Fluxus Fluxus), 3. KS (Wittgenstein Ludwig Wittgenstein), 1. GS (readymade), 2. GS (?)
Museum FLUXUS+, Potsdam
Museum FLUXUS+, Potsdam
Water Yam, Künstlerbuch, George Brecht
Water Yam, Künstlerbuch, George Brecht
SIMPLE, Name June Paik © Nam June Paik
SIMPLE, Name June Paik © Nam June Paik
Target, 2010, Constantino Ciervo, interakt. Videoobjekt
Target, 2010, Constantino Ciervo, interakt. Videoobjekt
Ausstellung Fluxus Fluxus Museum Fluxus Fluxus Plus, Potsdam Ich hatte mit mehr Arbeiten aus der Fluxus Fluxus-Anfangszeit gerechnet. Vieles stammt (gefühlt) aus der Zeit nach 1980. Schachteln waren gar nicht ausgestellt, eher aktuelle Arbeiten von Fluxus Fluxus-Künstlern (auch interessant, aber eben nicht 'wirklich' Fluxus Fluxus). Vielleicht gibt es aber auch einfach viele Erzeugnisse nicht mehr. Einige Schwarzweiß-Fotografien zeigten immerhin Aktionen einiger Fluxus Fluxus-Künstler. Die einführenden Texte gaben einen guten Überblick über die damalige Zeit, die Akteure und deren Aktionen. Museum FLUXUS+, Potsdam museum-fluxus-potsdam-k.jpg "Korrespondenzen, Fotos, Bücher, Kataloge, Zeitschriften, Filme, Videos, Aktionsrelikte, Multiple, Objekte, Installationen u. Kunstwerke" Arbeiten Wolf Vostell "Das Leben ist ein Kunstwerk, und das Kunstwerk ist Leben." (Emmett Williams, 1925-2007, US-amerik. Dichter, Publizist, Performance-Künstler u. Mitbegründer Fluxusbewegung) nachfolgend zusätzl. Informationen zum Thema gesammelt in New York von Maciunas gegründet Weg über Amerika über Europa bis nach Japan Fluxus Fluxus-Festivals (1) 1962 in Wiesbaden, Wuppertal, Kopenhagen, Paris (2) 1963 in Düsseldorf, Amsterdam, Den Haag, London, Nizza Wortbedeutung: fließender Übergang zw. Kunst u. Leben, ein collageartig komponierter Geschehensablauf Intention Intention: (a) Grenzen zw. Kunst u. Alltag (b) zw. Musik, Theater, Film, Literatur, elektronischen Medien, Video u. bildender Kunst (c) zw. Künstlern u. Publikum öffnen anders als beim Happening Akteur u. Publikum getrennt Alltägl. Handlungen mit neuem künstlerischen Sinn aufgeladen Werk kein dauerhaftes, vermarktbares Produkt (vergänglich, allein die Idee zählte) "Die politische Situation d. 60er Jahre beeinflusste alle Protagonisten" (als Satz im Vortrag verwenden) entscheidende Einflüsse: u.a. Teilung d. Welt in 2 Ideologien, Beginn Massenproduktion, Massenkonsum, Massenkommunikation Akteure traten in weltweiter Vernetzung im Kollektiv auf (entpersonalisierten die Kunst) inszenierten oft Konzerte, bei denen Musikinstrumente u. deren Manipulation Rolle spielten Partituren dienten als Handlungsvorlage Künstler u.a. (zum Teil sicherlich nicht wirklich als Fluxus Fluxus-Künstler zu bezeichnen, siehe Roth Dieter Roth): Ay-O, Joseph Beuys Joseph Beuys, George Brecht, John Cage, Philip Corner, Robert Filliou, Henry Flynt, Ken Friedman, Al Hansen, Geoffrey Hendricks, Dick Higgins, Ray Johnson, Milan Knizak, Alison Knowles, La Monte Young, George Maciunas, Jackson MacLow, Jonas Mekas, Larry Miller, Charlotte Moorman, Yoko Ono, Nam June Paik, Ben Patterson, Dieter Roth Dieter Roth, Carolee Schneeman, Thomas Schmitt, Daniel Spoerri, Benjamin Vautier Ben Vautier, Wolf Vostell, Robert Watts, Emmett Williams Water Yam, Künstlerbuch, George Brecht water-yam-k.jpg "La Cedille Qui Sourit", 1969, Künstlerbuch, George Brecht u. Robert Filliou als Werkstoff der Fluxus Fluxus-Objekte dienten u.a. Alltagsgegenstände, Musikinstrumente, Abfall, Zigarettenstumpen, Ansichtskarten, Seile, Filmdosen SIMPLE, Name June Paik © Nam June Paik simple.jpg Bsp. SIMPLE, Name June Paik seine Anweisung, 1961: "1. wirf Bohnen in den Zuschauerraum, 2. schmier Rasiercreme auf den Körper, 3. tu Reis in die Rasiercreme, 4. wickle langsam eine Papierrolle ab, 5. geh in ein Wasserbecken, 6. komm zurück und spiele etwas Klavier mit Babyschnuller im Mund." Takako Saito (*1929) stellte Fluxus Fluxus-Boxen f. Flux Shop in d. Canal Street in SoHo, New York her Tonatiuh (soviel wie "Aufsteigender Adler", ausgesprochen "tO na TE wa") in Mythologie d. Azteken d. Sonnengott u. Herrscher d. 5. Weltzeitalters George Maciunas übernahm das Bildnis als "principal image of Fluxus Fluxus" von vielen Fluxus Fluxus-Künstlern in ihren Arbeiten aufgegriffen Tomas Schmit distanzierte sich später von Fluyus, da grenzsprengende Bewegung nicht ewig fortschreiten könne Robert Watts machte mit Maciunas Gewerbeviertel in SoHo für Künstler nutzbar Robert Watts: "Das Wichtigste an Fluxus Fluxus ist, dass niemand weiß, was es ist… Es soll wenigstens etwas geben, das die Experten nicht verstehen. Ich sehe Fluxus Fluxus, wo ich auch hingehe." Ben Patterson: "Es gibt so viele Entwicklungslinien und Arbeitsstile sogar innerhalb des klassischen Fluxus Fluxus-Repertoires; ohne die Verpackung, die George besorgt hat, hätte es eines sehr cleveren Kunsthistorikers bedurft, um alle diese Leute zusammenzutun und zu sagen, es wäre eine Bewegung oder eine Gruppe." Ausstellung Zeitgenössische Kunst, Wolf Vostell Museum Fluxus Fluxus Plus, Potsdam Target, 2010, Constantino Ciervo, interakt. Videoobjekt target-k.jpg !!! weitere Arbeiten inkl. Biografien eintragen !!! Kurs Dieter Roth Dieter Roth Vorbereitung f. Referat abgeschlossen (inkl. Folien mit Zitaten u. Kataloge zum ansehen)
(evtl.) Coca Cola, 1961, 210x310, Wolf Vostell
(evtl.) Coca Cola, 1961, 210x310, Wolf Vostell
Kurs Dieter Roth Dieter Roth (Vorbereitung f. Referat) (siehe auch 6.10.2014) notiert Museum Fluxus Fluxus Plus, Potsdam aufsuchen (viele Fluxus Fluxus-Werke, anscheinend auch von Roth Dieter Roth) Kunstgeschichte Fluxus Fluxus = intern. Kunstbewegung formiert um 1960 in New York, Tokio, Köln, Düsseldorf, Darmstadt u. Wiesbaden als Initiator galt George Maciunas (1931-1978, US-amerik. Künstler, Mitbegründer, Theoretiker u. Propagandist Fluxusbewegung) prägte 1961 den Begriff Fluxus Fluxus (zunächst nur als Titel für von ihm konzipierte Kunstzeitschrift vorgesehen) Begriff als Bezeichnung für die von ihm weltweit initiierten Konzerte, Festivals, Publikationen und Multiples Fluxus Fluxus (lat. flux/fluere = fließend, vergänglich) Kunstrichtung bezeichnet somit fließenden Übergang von Kunst u. Leben weist auf Vergänglichkeit aller Dinge hin gattungsüberschreitende Ausrichtung: Künstler arbeiteten im Grenzbereich der Gattungen Musik, bildende Kunst, Literatur u. Theater Fluxus Fluxus-Kunst = vielfältig und sehr verschieden meist als Aktionsform bewusst Geschehnisse aus unterschdl. Lebensbereichen kompositorisch aneinander gereiht Trennung zw. Künstler u. Publikum = obligatorisch Inhalt mit vorwiegend politischen Aspekten (wie Kuba-Krise, Ermordung John F. Kennedy, Martin Luther King, Kalte Krieg in Europa, Teilung Deutschlands, Konsumgesellschaft) heute: zum Teil Relikte (Überreste) u. Spuren von Aktionen (ursprüngl. nicht für Museums- u. Ausstellungskontext geschaffen) Fluxus Fluxus richtet sich auf das flüchtige Ereignis, humorvolle Untersuchung von Denk- und Wahrnehmungsmustern u. versteckte Poesie alltägl. Ereignisse u. Gegenstände "Fluxus Fluxus - Freiheit von Material u. Medien" George Brecht (Fluxus Fluxus-Mitglied): "Bei Fluxus Fluxus hat es nie einen Versuch gegeben, sich über die Ziele und Methoden zu einigen; Einzelpersönlichkeiten, die etwas Undefinierbares gemeinsam hatten, schlossen sich zusammen, ihre Arbeiten zu veröffentlichen und vorzustellen. Vielleicht besteht dieses gemeinsame Etwas in einem Gefühl, dass die Grenzen der Kunst viel weiter gesteckt sind, als allgemein angenommen wurde, oder dass die Kunst und seit langem gültige Grenzen keinen Wert mehr besitzen." Wolf Vostell (1932-1998, dt. Maler, Bildhauer u. Happeningkünstler) gilt als ein Wegbereiter Fluxus Fluxus-Bewegung Techniken u.a. Verwischung, Dé-coll/age (von Décollage) u. Einbetonieren (1) Décollage / Plakatabriss (frz.: décoller = abheben, losmachen, trennen, abkratzen) künstl. Technik 1950er/1960er bereits zerstörte Plakate aus öffentlichem Raum in ganzen Stücken o. in Streifen u. Fetzen abgerissen u. als Ausgangsmaterial für Herstellung von Kunstwerken verwendet (2) Dé-coll/age (evtl.) Coca Cola, 1961, 210x310, Wolf Vostell decollage-vostell-k.jpg von Wolf Vostell geprägt "ging es nicht nur um Zerstören, sondern um Sichtbarmachen, im Sinne von Verwischen und weiteren Formen, wie auswischen, entfärben, doublieren, verzerren, verwackeln und übereinanderdrucken" [?] Begriff "Décollage" 1954 von Vostell in Zeitschrift vorgefunden u. übertragen auf seine Plakatabrisse und Happenings 1958 änderte er Schreibweise in "Dé-coll/age" Dé-coll/age-Happenings 1960er: bewußtseinskritische Aufschlüsselung absurder Umweltbedingungen, die den Menschen bedrängen (u.a. Vorgänge im Alltag wie Autoverkehr) in kritisch-provokativer Demontagehandlung Materialien bis zur Unbrauchbarkeit zerstört [Bsp. mit Bildern u. Videos finden, um es selber einordnen zu können] 1x daumennagellänge Whiskey
130 beidhändige Schnellzeichnungen, Offsetdruck, 29 x 29 cm
130 beidhändige Schnellzeichnungen, Offsetdruck, 29 x 29 cm
Kurs Dieter Roth Dieter Roth Buch wichtigstes Medium f. Arbeiten Lebensmittel als Material f. Kunst / Lebensmittelbilder Schaffensprozess <=> Werk Buch "Gesammelte Interviews" schwer verortbar / bedient sich aller Medien 130 beidhändige Schnellzeichnungen, Offsetdruck, 29 x 29 cm schnellzeichnung.jpg mehrere Ateliers, immer gleich ausgestattet Thema "Fehler" (entstehen durch Wiederholung) Atelieransichten Notizbücher kopiert u. als Auflage verkauft gr. Thema: Selbstporträts zerfallene Selbstdarstellungen (mit zerfallenden Materialien) Themen für Referate (1) Kontext (a) Dieter Roth Dieter Roth u. Konkrete Kunst Konkrete Kunst / Konkrete Poesie (b) Dieter Roth Dieter Roth u. Fluxus Fluxus (2) Bücher I (a) Frühe Bücher (1950er) (b) Die Gesammelten Werke (3) Bücher II (a) Mundunculum (b) Topographie d. Zufalls (4) Transmedialität (a) Ein Tagebuch aus d. Jahre 1982 (b) Verhälntnis von Wort u. Bild (5) Selbst u. Selbstbeobachtung (a) Tagebücher (b) Selbstbildnisse, Soloszenen (6) Installationen Installationen (Große Tischruine, Gartenskulptur) Vortrag über Roth Dieter Roth u. Fluxus Fluxus mit Simon vorbereiten evtl. Vortrag zu Selbstbildnissen übernehmen gr. Schein zu Fluxus Fluxus o. Selbstbildnisse machen