[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kurs Bildmusik

Klangwände, Peter Vogel, 1988
Klangwände, Peter Vogel, 1988
Handphone Table, Laurie Anderson
Handphone Table, Laurie Anderson
Fuge in Rot, Paul Klee
Fuge in Rot, Paul Klee
Kurs Bildmusik Klangwände, Peter Vogel, 1988 petervogel-k.jpg Negativabdruck Schallplatte, Dave Allen soll alles abbilden, was nicht auf Tonträger ist Handphone Table, Laurie Anderson laurieanderson-k.jpg Klangkörper: über Knochen der Besucher in Ohr übertragen Floppy-Laufwerke verbunden, Fuge von Bach, Künstler unbekannt Klangsteine: installative Klangkörper Ist Klangkunst Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art? Klangkünstler ordnen ungerne eigene Arbeit in Theorie sehr heterogen (Handy klingelt, Daniels Dieter Daniels: Klangkunst?) Anfänge mit u.a. Klee "Fuge in Rot" Fuge in Rot, Paul Klee fugeinrot-k.jpg [nicht lesbar] Luigi Russolo Instomarumori, 1913 [nicht lesbar, in Notizen bereits enthalten] Sirenenkonzert, 1922, Arseny Avraamov Vermischung der Künste findet statt aus Musik: Erik Satie Musiker befinden sich in Raumecken [Satie-Kommentar später dazu durchlesen] Rezipient wird Interpret in den 1960er bei Paik Paik Konzert "20 Rooms" Paik spielt mit Rezipienten, der durch Räume streift Raumkomposition: Musik bewegt sich, Zuhörer bleibt starr Paik wollte es umdrehen: Klänge bekamen statischen Aufenthalt, Publikum bewegt sich "The Torris his dreams and j…" [nicht lesbar], La Monte Young Sinus-Wellen bewegen sich durch Raum durch Wellenberge, Differenzen, … Zuhörer durchs Wandern mit eigener Klangwahrnehmung Water Walk, John Cage Steve Reich, Pendulum Music, 1968 Mikros als Pendel durch Rückkopplung entstehen Klänge Klang-Installationen [nicht gut lesbar, übersprungen; muss zur Tonwerkstatt] Ziele? Motivation allgemein? Sinn? Geht es nur um Wahrnehmung? Akkustisches Sehen? "Drive-In Music", 1967 Christ… [nicht lesbar], "Electrical Walks" Andreas Schröder: Espylakopa [interessant, aber unkonzentriert] (aus Handout) über Klangkunst Unschärfe des Begriffs, nach Helga de la Motte-Haber kein linear fortschreitendes Genre, sondern wucherndes Geflecht unzählige Überschneidungen erschweren Definition Elektroakustische Musik, Neue Musik, Vokale Performancekunst, Klangskulptur, Klanginstallation etc. Überwindung der Paragone der Künste und Kunstsynthese Fundamente (nach de la Motte-Haber): Ganzheitlichkeit der Wahrnehmung, Neues Raum-Zeit-Verständnis, Akustischer Anteil, von Datenträgern abgespielt als auch live zur Entstehungsgeschichte Wegbereiter Oper als Gesamtkunstwerk im Sinne Richard Wagners Anspruch der Aufhebung der Trennung der Künste in eine umfassende Einheit Luigi Russolo‘s intonarumori als Vorform der Klangplastik dadurch Aufwertung Geräusche als musikalisches Gestaltungselement Überwindung reinen Klanges und Hinzunahme der unendlichen Vielfalt der Geräusche Erik Saties Musique d‘Ameublement (erstes Drittel des 20. Jh.) Saties Vexations (1893) & John Cage‘s Adaption (1963) mit einer Dauer von 18:40h John Cage 1963: Unterscheidung zwischen Raum- und Zeitkünsten ist eine Übersimplifizierung Entdeckung von Stille, Geräusch Dada mit Happening und Environments (Pause) Votrag Anne Zeitz über Aufmerksamkeit, auditive Zerstreuung der Großstadt (siehe Walter Benjamin) durch ständige Informationsströme: Schock auf Klang bezogen (nicht mehr Re… [nicht lesbar]=: Adorno Rekression: zerstreutes Hören, kindliches Hören Aufmerksamkeit und Zerstreuung erst im Industriezeitalter aufgekommen, davor nicht relevant Krise der Aufmerksamkeit seit 19. Jhd. durch Gegenform der Aufmerksamkeit: dagegen auflehnen Aufmerksamkeit wird zur Ressource, wichtiger als Konsumgüter Fluß im Internet fordert ständige Aufmerksamkeit auch unbewusste Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit = Dienstleistung, wichtige Veränderung des 20. Jhd. Aufmerksamkeit wird zur seltenen Ware ihre Frage: Wie kann man in zerstreuter Welt auch etwas kreatives entwickeln? Bruce Naumann Texte, "Please pay attention please" "Max-Fled", 1966 [?] elektronischer Apparat, akkustischer Rückkopplungsprozess sollte zu Hause erfahrbar werden Cave… [nicht lesbar] Höhe, um 3150 v. Chr. mit Wellen als Teil von Ritualen [abgebrochen] Standpunkt Geradenbild verhüllt Der Vorteil des Flügeltürrahmens besteht auch darin, dass ein Betrachter zuerst vor das Bild treten muss, ehe er es erblickt. Er kann sich also nicht - sich von weitem nähernd - langsam auf das Bild einlassen, sondern wird von ihm, sobald er die Türen öffnet, überrannt. Dieser Moment Moment sollte noch hervorgehoben werden. Das Bild sollte sich also nicht auf selber Ebene wie die Holzfläche befinden, sondern weit davor befestigt werden. Vielleicht sogar über die Rahmung hinweg. Das würden die Flügel erlauben, die ja auch einen inneren Freiraum erzeugen. Neben Geradenbildern kann ich mir - wie von Mark Helmut Mark bei einem Klassentreffen im letzten Semester angemerkt - nun auch fotografische Selbstporträts vorstellen. Ganz einfach mit einer Digitalkamera gemacht, danach im Drogeriemarkt auf 20x30 oder A4-Format ausgedruckt und in den Flügeltürrahmen gehangen. Nun warte ich ungeduldig auf den Termin bei Alberti Wolfgang Alberti, wo ich erste Entwürfe umsetzen kann.
Times Square, Klanginstallation, 1977–1992 und seit 2002, Max Neuhaus
Times Square, Klanginstallation, 1977–1992 und seit 2002, Max Neuhaus
Kunst 2 0
Kurs Bildmusik Einführungsveranstaltung Theorie-Reader Bildmusik Times Square, Klanginstallation, 1977–1992 und seit 2002, Max Neuhaus timessquare-k.jpg Klangfelder auf gleichnamigen Platz in New York integriert Straßengeräusche durch Kontrast in räumlich und zeitlich strukturiertes Wechselspiel Passanten sollen dezent eingesetzte Klangfelder als Kuriosität der Stadt begreifen ab Mittelalter artes liberales darunter u.a. Musik, Geometrie, Arithmetik , aber nicht Bildende Kunst Renaissance: universell ausgerichtete Künste durch da Vinci, Dürer, Leon Battista Alberti Wolfgang Alberti (1404-1472, u.a. italienischer Schriftsteller, Mathematiker, Kunst- und Architekturtheoretiker) Alberti Wolfgang Alberti: Maler braucht nicht nur handwerkliche Kunstfertigkeit da Vinci: Berührung zw. Malerei und Musik in Il paragone delle arti Malerei sollte auf selber Ebene wie Musik und u.a. Geometrie gesetzt werden zur Zeitlichkeit: Malerei als Schwester der Musik betrachtet Bedeutung Mathematik als Verbindungsglid zw. Musik und Malerei Gesamtkunstwerk (Vorträge nächster Sitzungen) Ich bin wieder einmal erstaunt, wie viel Energie Künstler in ihre Arbeiten stecken und stelle mir auch heute die Frage: Was treibt sie nur alle an? mit Daniels Dieter Daniels Termin für Einzelgespräch ausgemacht Standpunkt verhüllt (noch unkorrigiert) Vielleicht muss ich mich - das habe ich glaube ich schon einmal geschrieben - von der Idee befreien, ein Künstler im herkömmlichen Sinne sein zu wollen. Damit meine ich einen (bildenden) Künstler, der etwas schafft, damit es gesehen wird. Einen Künstler, der sich mit einer Ausstellung vor Publikum präsentiert und der Kontakte zur Kunstwelt pflegt. Zu den entstehenden Arbeiten möchte ich noch hinzufügen: Ich bin nicht der, der ein Blatt bis zum Ende mit einer in sich schlüssigen Zeichnung füllt, der eine Leinwand mit Farbe bedeckt und am Schluss signiert. Dazu fehlt mir die Konzentration, das Können (durch Nachfolgendem begründet), die Motivation. Die Bild-Motivation fehlt, weil mir die Zeige-Motivation fehlt. Mir fehlt allgemein fast alles, was einen Künstler Künstler sein lässt! Nur eines anscheinend nicht (und das möchte ich das Entscheidende nennen): Das Machen an sich. Und wenn es sich nur in kleinen Skizzen und Notizen äußert (wie jener hier). Ich schaffe damit etwas. Etwas, was man keinem Beruf zuordnen kann. Was der Einfachheit wegen der Kunst zugerechnet wird (was auch sonst?). Nur es fehlt an der Vollendung und dem Wunsch des Zeigens. Und bevor ich mich in diese Rolle zwänge, muss ich mich von dieser Idee, so ein Künstler sein zu wollen, verabschieden. Bisher hat es mich lediglich Tage und Wochen im Nichtstun verharren lassen. Ich spiele gerne mit dem Künstler-Begriff. So freue ich mich schon auf mein Diplom, einfach, weil ich mich dann "Diplom-Künstler" nennen darf. Das würde doch kein Künstler tun, der ernsthaft versucht in der Kunstwelt Fuß zu fassen, oder? So eine Idee kann doch nur dem kommen, der noch nicht in der Kunstwelt unterwegs ist, sie nicht versteht und auch nicht das Bedürfnis verspürt jemals Teil von ihr zu sein. Zurück zu den Arbeiten. Kann ich sie überhaupt unter dem Begriff "Arbeit" zusammenfassen? Oder müsste ich "Kleine Stücke", "Notizen" und "Skizzen" sagen? Ich sammle sie in Kartons, teilweise geordnet nach Technik und Thema. Mehr scheine ich gar nicht machen zu wollen. Größere Arbeiten sind bisher meist unvollendet geblieben. Für mich selber brauche ich keine großen Arbeiten. Für mich selber reichen kleine Zeichnungen und Notizen auf einfachem Papier. Daran kann ich mich erfreuen und Jahre später wieder darauf blicken. Möchte ich natürlich mein Geld mit diesen Dingen verdienen, muss ich sie zeigen. Daran werde ich nicht vorbei kommen. Ich müsste sie so zeigen, wie sie sind. In Kartons, auf Tischen, mit Stühlen drumherum. Collagen, die als Arbeiten verstanden werden könnten vielleicht auch in kleinen selbstgebauten Flügeltürrahmen, geöffnet oder geschlossen. Etwas spielen, sich etwas zurücknehmen, sich etwas entdecken lassen.
Ballett der unausgeschlüpften Küken, Kostümentwurf, 1871, Viktor Hartmann
Ballett der unausgeschlüpften Küken, Kostümentwurf, 1871, Viktor Hartmann
Entwurf für Kiewer Stadttor mit Glockenturm und kleiner Kirche im Innern, 1869, Viktor Hartmann
Entwurf für Kiewer Stadttor mit Glockenturm und kleiner Kirche im Innern, 1869, Viktor Hartmann
runder Spiegel mit Holzverkleidung
runder Spiegel mit Holzverkleidung
Dekoration in Bäckerei mit einfachen Motiven, wirkt teilweise kindlich
Dekoration in Bäckerei mit einfachen Motiven, wirkt teilweise kindlich
Kurs Bildmusik (Vorbereitung) Das Klassik-Beispiel für Malerei+Musik sind ja die Bilder einer Ausstellung oder in neuerer Zeit Photoptosis von Zimmermann, Die Zwitchermaschine von Klebe oder diese Oper Am Anfang von Anselm Kiefer/Jörg Widmann, etc. (E-Mail von Julian, von gestern) Bilder einer Ausstellung, Modest Mussorgsky Modest Mussorgsky Viktor Hartmann (1834-1873, Architekt) schuf ab 1864 viele Aquarelle und Genreskizzen Wladimir Wassiljewitsch Stassow (1824-1906, russischer Kunstkritiker Mussorgsky Modest Mussorgsky lernte Hartmann durch Stassow kennen Stassow veranstaltete Ausstellung mit Hartmanns Arbeiten zum Gedenken ca. 400 Werke, u.a. Buchillustrationen, Reiseskizzen, Architektur- und Kostümentwürfe Ausstellung regte Mussorgsky Modest Mussorgsky an ein musikalisches Denkmal zu setzen Ballett der unausgeschlüpften Küken, Kostümentwurf, 1871, Viktor Hartmann viktorhartmann-k.jpg Kostümentwurf für 5. Satz (Ballett der unausgeschlüpften Küken) Entwurf für Kiewer Stadttor mit Glockenturm und kleiner Kirche im Innern, 1869, Viktor Hartmann torkiew-k.jpg Entwurf Kiewer Stadttor für 10. Satz (Das Heldentor) vollgriffig gestaltetes Thema: majestätische Größe des Tores zwischen Sätzen immer eine Promenade, leicht verändert Promenade als Überleitung zwischen den Stücken Promenade soll Mussorgsky Modest Mussorgsky selbst darstellen, wie er zwischen Ausstellungsstücken umherwandert und betrachtet nicht zu allen Sätzen Vorlagen gefunden Bilder einer Ausstellung 1874 vollendet Geradenbild probiert einfache Formen wie Raben händisch in Geraden umzuwandeln gerade Linien wirken händisch gezeichnet unnatürlich, eher mit leichtem Schwung umsetzen Geraden zu geordnet gezeichnet, ohne Spannung umsetzen Raben-Formen aus Pappe ausschneiden und mit Geraden füllen mit geschlossenen Augen Geraden setzen analysieren, warum maschinenerzeugte Geraden mit etwas Zufall besser wirken statt wahllos eher zeilenhaft bewusst unbewusst ausschauende Geraden ziehen umsetzen runder Spiegel mit Holzverkleidung spiegelrundholz-k.jpg Alberti Wolfgang Alberti fragen, wie Holz rund krümmen für runden Bilderrahmen Spiegelfläche evtl. dick mit Glasfarben bestreichen, Betrachter scheint nur noch leicht durch Kinderzeichnung Dekoration in Bäckerei mit einfachen Motiven, wirkt teilweise kindlich kz_unternehmen-k.jpg