[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kunstmarkt

IX-VII-MMXII, Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 200x350cm, Katrin König
IX-VII-MMXII, Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 200x350cm, Katrin König
o.T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 70x195cm, Katrin König
o.T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 70x195cm, Katrin König
o.T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 100x80cm, Katrin König
o.T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 100x80cm, Katrin König
Ausstellung Katrin König Tusculaneum, installative Druckgrafik, Galerie Sybille Nütt, Dresden IX-VII-MMXII, Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 200x350cm, Katrin König tusculaneum-k.png o.T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 70x195cm, Katrin König tusculaneum2-k.jpg o.T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 100x80cm, Katrin König tusculaneum3-k.jpg Kunstmarkt Preisliste, teilweise zggl. Rahmenpreise Bsp.: 50x60cm (Einzelstück oder da Druck in Auflage?), 600 EUR zzgl. 70 EUR Rahmen 80x100cm 2200 EUR zzgl. 400 EUR Rahmung große Arbeiten (2x3.5m) 12.000 EUR Geradenbild Kinderzeichnung große Arbeiten am interessantesten, auch für Geradenbilder und Kinderzeichnungen mehrere Platten, da industriell und eingesetzte Presse mit diesem Format Begrenzung also von außen vorgegeben und gleichzeitig erweitert, sehr klares Konzept hinter transparenten Platten teilweise aber noch weißes Papier eingeschoben, wirkt wieder nicht konsequent nachträglich freie Bereiche weiß lackiert, ebenfalls nicht konsequent, auch wenn es dadurch ruhiger wirkt bei Plotter gibt es nur Seitenbreite als Begrenzung, bei Kinderzeichnungen DIN-Format wenn Motiv auf einer Platte keinen Platz benötigt, wird Platte weggelassen kleine rechteckige Befestigungsteile nicht schön Abstandsleiste zwischen einigen Arbeiten auf Folie und Rückwand erzeugt Schatten, lenkt eher von Arbeit ab (vlt. bei Geradenbildern doch nicht einsetzen) Signatur dann nicht auf Arbeit sondern auf Rückkarton mehrere Platten auch wegen Herstellung in Eigenarbeit, für Transport und Lagerung gut geeignet durch Verformung der PVC-Folien wird Druckgraphik skulptural(?) Lichtreflexion auch interessant
Gedicht von Ernst Herbeck, mit Zeichnung von Oswald Tschirtner
Gedicht von Ernst Herbeck, mit Zeichnung von Oswald Tschirtner
O.T. (Regen), 1984, Oswald Tschirtner
O.T. (Regen), 1984, Oswald Tschirtner
Kunstmarkt notiert Preisvorschlag für "Landschaft mit Kühen", Öl auf Pappe, 1975, Per Sigfrid Bengtsson akzeptiert (100 Euro; bei 90 Euro automatisiert abgelehnt) Psychiatrie und Kunst umsetzen Collection De l'Art brut in Lausanne besuchen (Nähe Genf) weiterhin Einblick in die Sammlung, Teil II, Kunsthaus Kannen in Münster , bis 30.10., Di-So 13-17 Uhr von Münster Hbf - Ludgeriplatz B laufen, Bus 1 bis Davertstr. B, bis Davertstr. A laufen, Bus T1 bis Alexianer-Krankenhaus (alle 60 Minuten) Die Gugginger Methode. Kunst in der Psychiatrie, Leo Navratil Behandlungsziel: (1) Besserung psychischer Zustand (2) Stärkung Selbstbewusstsein (3) Verbesserung Umgang mit äußerer und innerer Realität der Kranken neuer Zustand soll neue Entfaltungsmöglichkeiten und neue Sinngebung eröfnnen Künstler im psychiatrischen Patienten: Künstler ohne jede künstlerische Ausbildung, ohne genauerer Kenntnis zeitgenössischer und traditioneller Kunst nach Jean Dubuffet: Art-brut-Künstler Art brut: Sammelbegriff für autodidaktische Kunst von Laien, Kindern oder Menschen mit Geisteskrankheit oder geistiger Behinderung Jean Dubuffet (1901-1985, französischer Maler, Bildhauer, Collage- und Aktionskünstler) Hauptvertreter der Art brut, Vertreter französischer Nachkriegskunst Bildnerei der Geisteskranken, Hans Prinzhorn besuchte schweizer Anstalten, sah Werke der schizophrenen Patienten Adolf Wölfli, Heinrich Anton Müller, Aloise Corbaz Eigenschaften: (1) ohne Beziehung zu künstlerischen Vorbildern, (2) fern vom Kunstbetrieb Kunst repräsentierte extremen Individualismus, frei von sozialen und kulturellen Zwängen notiert Motiv Sonne bei Kinderzeichnungen: Strahlen erst durch Aufforderung (Eltern, Kindergarten) in Zeichnungen eingebracht? eigentlich sind Kinderzeichnungen von Erwachsenenwelt kontaminiert: Vorstellungen des Dargestellten (wie Sonne), Papier (Untergrund), Stifte (Farben, Dicke Miene, Buntstift / Filzstift / …), Zeit (wann Kind zeichnen soll/darf) für Bezeichnung Art brut von Dubuffet verlangt: (1) Unabhängigkeit von kultureller Kunst, (2) etwas Überraschendes, (3) selbst Erfundenes Standpunkt (4) Schaffen aus einer inneren Notwendigkeit, einer extremen Spannung, einem 'hohen Fieber' Echtes künstlerisches Schaffen habe immer etwas mit Wahnsinn und Manie zu tun, sei niemals normal Gedicht von Ernst Herbeck, mit Zeichnung von Oswald Tschirtner herbeck-k.jpg Trennung zwischen Art brut und kultureller Kunst gefordert, ersteres für Dubuffet aber höchster Bewunderung wert Navratil: Unterscheidung zwischen (1) Arbeiten auf Anregung und (2) spontanen Zeichnungen zu (1): können originell sein, Spontanes enthalten zu (2): vermissen oft jeden künstlerischen Reiz, klischeeartig = Kreativität <> Spontaneität Voraussetzung für künstlerisch interessante Arbeiten im Sinne Art brut: (1) Schizophrene oder manisch-depressive und hypomanische Patienten, (2) manche epileptisch und hirnorganisch Kranke O.T. (Regen), 1984, Oswald Tschirtner regen-k.jpg teilweise ständige äußere Anregung nötig (wie Ernst Herbeck und Oswald Tschirtner ) noch lesen: Der unterschätzte Naive Standpunkt Mich ärgert gerade, dass ich niemals wie von der Kunst unbefleckte Kranke zeichnen werden kann. Ich kann kopieren, versuchen den Stil nachzumachen, aber ich werde nie so zeichnen können. Dafür habe ich schon zuviel gesehen und ausprobiert. Wie gerne würde ich den Regen wie Oswald Tschirtner darstellen! Für kindliche Zeichnungen könnte ich einmal probieren die rechte Hand zum Zeichnen zu verwenden, mit der bin ich noch ungeübt. Hausarbeit E-Mail von Hans: Die Lou Andreas-Salomé habe ich gelesen. Psychoanalyse Sigmund Freud ist nicht mein Ding, muss ich gestehen. Es klingt interessant und liest sich schön, aber ist m.E. bloßes Geschwätz. Die Psychoanalyse Sigmund Freud ist halt keine Naturwissenschaft, was nicht heißt, dass sie völlig nutzlos ist. Habe trotzdem ein Zitat von der Frau untergebracht. Ich habe versucht, Deine sehr negative Allen-Ansicht ins Positive zu wenden. Das ist m.E. ein wichtiger Punkt: Man kann Sinn produzieren! Die Sinnkrise ist nicht das letzte Wort! Deshalb auch das eingefügte Thomas-Mann-Zitat mit dem Trotzdem.
Wertentwicklung im Vergleich zu Aktion (Anfang 1985=100)
Wertentwicklung im Vergleich zu Aktion (Anfang 1985=100)
Aktie gestaltet von Christoph Ruckhäberle, Schaubühne Lindenfels gAG
Aktie gestaltet von Christoph Ruckhäberle, Schaubühne Lindenfels gAG
Ist das ein Künstler?
Ist das ein Künstler?
Grafik erweitert und neu sortiert
Grafik erweitert und neu sortiert
Kunstmarkt Kunst als Aktie "[u.a.] ein Wertpapier, welches den Anteil an einer Gesellschaft (auch Anteilsschein) verbrieft." Wertpapier = Urkunde, die ein Recht sichtbar macht Verkörperung von Forderungsrechten (Geldforderung / Anleihe), Beteiligungsrechten (Stimmrechte / Vermögensrechte), Sachenrechte (Schuldbrief), Optionenrechte (Optionsschein) Briefmarken, Fahrscheine, Telefonkarten, Eintrittskarten = Wertpapiere (kleine Inhaberpapiere) "Kunst oder Aktie - was bringt mehr?", Nadine Oberhuber Wertentwicklung im Vergleich zu Aktion (Anfang 1985=100) kunst-aktie.jpg Kunst - weniger als 2 Prozent Rendite Wertentwicklung von Kunst über die Jahre hinweg Entwicklung: abhängig von Moden und Geschmack bis 30% des Wertes werden an Auktionshäuser abgeführt stetige Kosten für Versicherung und Erhalt Aktien Schaubühne Lindenfels gAG (gemeinnützige Aktiengesellschaft) limitierten Auflage von jeweils 1.000 Stück, je 24 Euro von Künstlern gestaltet und signiert Aktie gestaltet von Christoph Ruckhäberle, Schaubühne Lindenfels gAG kunstaktie.jpg Ziel <> monetäre Gewinnerwirtschaftung Dividenden: Kultur, Unabhängigkeit, Gemeinsinn 1 Aktie = 1 Stimme bei jährlicher Hauptversammlung (aktuell 1114 Aktionäre, 4417 Anteile) Kunst-Aktie Karo gAG Beat Wyss (Kunsthistoriker): "Gesellschaft muss strotzen von Innovationen und Konflikten, damit sich etwas tut in der Kunst" "Die [Lithographien] waren nicht teuer. Teuer waren nur die Rahmen, die ich dazu habe machen lassen. Mein Mann hat damals sehr mit mir geschimpft." Vordiplom Ist das ein Künstler? istdaseinkuenstler2.jpg Grafik erweitert und neu sortiert skizze_kuenstlerrollen2.jpg
Studie Pferde in Landschaft für Die großen blauen Pferde, Franz Marc, 1911
Studie "Pferde in Landschaft" für "Die großen blauen Pferde", Franz Marc, 1911
Kunstmarkt Kurs Vortrag "Kunst und Recht", Dr. Ralph Mayer, Rechtsanwalt Schwabinger Kunstfund, 2013 1280 Kunstwerken im Besitz von Cornelius Gurlitts (Sohn Kunsthändler Hildebrand Gurlitt) Studie "Pferde in Landschaft" für "Die großen blauen Pferde", Franz Marc, 1911 franzmarc.jpg 590 Werke möglicherweise NS-Raubkunst Verjährung Rückgabeansprüche rechtmäßiger Erben nach 30 Jahren Raubkunst in öffentlichen Einrichtungen Kunstfälschungen internationaler Kunstfälscherring, 2013 Anzahl Fälschungen überschreiten Anzahl Originale wenn nicht Original oder nicht aus berühmter Sammlung: Sachmangel Urkundenfälschung / falsche Signatur Grundgesetz: Kunst ist frei Bild = Holzrahmen + Leinwand + Farbe + Idee Idee = immaterielles Gut Urheberrecht: automatisch, keine Anmeldung nötig Idee selber nicht schutzfähig (nur auch bei Umsetzung) Objet trouvé, franz. "gefundener Gegenstand" Ready-mades: rechtlich keine Kunstwerke 70 Jahre nach dem Tod: Urheberrecht erlischt, Rechte gehen auf Eigentümer über Performance: nur mit Skizzen rechtlich abgesichert "Juristerei ist keine präzise Wissenschaft" Vervielfältigungsrecht Verträge auch mündlich möglich Robert Fleck: Das Kunstwerk im 21. Jahrhundert Gerichtsstandsvereinbarung Haimo Schack: "Kunst und Recht" Problematik "found footage" Zitatrecht Skulpturen im öffentlichen Raum: da öffentlich zugänglich auch ohne Erlaubnis abfotografierbar in Ausstellungskatalogen dürfen gezeigte urheberrechtlich geschützte Kunstwerke vergütungsfrei abgebildet werden: Katalogbildfreiheit "Prominente haben auch ein Recht auf Privatsphäre" Dirk Boll: "Kunst ist käuflich" 14 x selbstkasteit (Vortrag hätte auf wenige Sätze verkürzt werden können)
Kunstmarkt Kurs Workshop "Die eigene Kunst vermarkten" Geschäftsmodelle und Strategien (a) Akteure: Marktteilnehmer und ihr Verhalten, (b) Marktpreise: Preisbildung und Bewertung Käuferwelten ("Kundenanalyse") Show: Künstler steht im Vordergrund, muss immer präsent sein Emotion: Arbeit weckt Emotion beim Käufer aus. Themenspektrum entscheidet über Käufergruppe Lifestyle: aktuelle Modeerscheinung, immer im Wandel Kalkühl: Spekulation, wie sich Wert entwickeln wird (langfristiges Denken) Wer ist der Kunde? Alter, Einkommen, öffentliches Wer, Privatperson (a) Museen: öffentl. und privat, (b) Unternehmer: Institution, Händler, (c) Liebhaber: Mäzen, Sammler, Spekulant Kaufmotive ohne ökon. Ziele (zum Teil): Kunstliebe, ästhetisches Motiv, Entdeckermotiv, dekoratives Motiv, Intellektuellen-Motiv, Sammlungsaufbau, pers. Beziehung, Anschlussmotiv, sozialer Vergleich, Kontakt / Kommunikation, Geltungs- und Prestigemotiv, Ersatzmotiv, Erlebnismotiv, Medici-Motiv, Trendsetter-Motiv, Beraterempfehlung, Familientradition, Freunde Kaufmotive mit ökon. Motiven: Investition, Spekulation Kunstliebe: im Zentrum "Liebe zur Kunst" und Ästhetik Sammler: mehr systhematisches Vorgehen, Fachwissen, durch Forschung und Recherche Kunst als Inszenierung: Saatchi Gallery (britischer Künstler Damien Hirst mit Hai in Formaldehyd) Kunst als Rendite Spekulation: frühzeitiges, preisgünstiges Erwerben, Verkauf in kürzester Zeit mit hoher Rendite Investition: längerfristig, geplant, mit Expertenrat Corporate Art - Kunst in Unternehmen (Firmen als Käufer und Sammler) (1) auf Grundlage pers. Vorlieben (2) mit Bezug zur Unternehmensidentität (Selbstdarstellung des Unternehmens) Hauptmotive für Nachfrage: neue geistige Werte als wesentl. Faktoren der Unternehmer-Kultur (Diskurs gesellschftl. Fragen, Brechen offiziell gültiger Regeln / Tabus, Abgrenzung zu anderen, neue Impulse) Katalysator für Motivation und Kreativität: Schaffung eines interessanten Arbeitsplatzes, Kommunikation, Innovation, neue Denkansätze, pers. Engagement, Bindung von Unternehmen und Mitarbeiter Imagepflege und Kommunikation (Sympathiefaktor, PR-Arbeit, öffentliches Interesse steigern) Vermögenszuwachs Preisbestimmung: "Es gibt keinen allgemeingültigen Maßstab für Kunst - Preise werden gemacht!" "Ich verbiete Ihnen meine Kunst zu kaufen! Ich verbiete es!" Vielzahl von Kriterien Erstverkauf: Einigung zw. 2 Parteien mit unterschdl. Interessen (Verkäufer: hoher Preis; Käufer: niedriger Preis) Erstmarkt Künstler = Verkäufer, Galerie = Käufer Formen der Preisbildung (Galerie): langwierige Entscheidung (63%), Reaktion auf Markttrend (56%), Nachfrageorientierung (49%), größenabhängig (49%), Einfluss anderer Künstler, themenabhängig, trendabhängig, spontane Entscheidung (7%) Fragen zum Künstler: abgeschlossenes Kunststudium, Lebensalter, Künstler freiberuflich tätig, Künstersozialkassen-Mitglied, Kunstverkäufe im Monat, Museumskäufe im verganenen Jahr Fragen zu Ausstellung: Einzelausstellungen in Galerien, Einzelausstellungen in Museen, Kunstvereinen, internationale Kunstmessen, Beteiligung an Großausstellungen Fragen zur Medienpräsenz: Kataloge erschienen, Besprechung in Fachzeitschriften, Tageszeitungen, Mitglied in der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst? Kunstauktionen höhere ästhetische Bewertung durch moderne, neue Stilrichtung, höhere Anzahl der Ausstellungen und die Zahl der Preise, größerer Zeitabschnitt zur ersten Ausstellung, höherer Verkaufspreise in der Vergangenheit Praxis: Orientierung an den Preisen von Lehrern, Freunden, Kollegen Preisgestaltung durch Angebot und Nachfrage Preisgestaltung oft irrational Multiplikationsfaktoren (Malerei): (Höhe + Breiste) * Faktor = Preis (gute Vergleichbarkeit) Preiskorrektur nur nach oben sinnvoll
Kunstmarkt Kurs Workshop "Die eigene Kunst vermarkten", SMILE, AKAD Hochschule Leipzig 1) Fakten & Potenziale des Kunstmarktes 2) Geschäftsmodelle und Strategien (a) meine Ziele als Künstler, (b) warum bin ich Künstler geworden?, (c) mein Selbstverständnis "mit eigenen Arbeiten / Themengebieten gut bis sehr gut leben können", "ohne großer Infrastruktur, Direktverkauf" häufige Gründe für Entscheidung Künstler zu sein: Selbstbestimmung (Arbeitsinhalte und Zeit), Ideale, das "große Geld" Der Künstlerberuf Zugang und Voraussetzungen (a) Zugang offen, "Künstler kann sich jeder nennen" (b) Akademie oder Quereinsteiger dreifacher Arbeitsalltag künstl. Arbeit = Kunst Arbeit als Existenzsicherung = Job Verwaltungsarbeit = Selbstvermarktung Rolle des Künstlers: Unternehmer, Produzent, Verkäufer, Selbstdarsteller, Pädagoge Soziale Risiken: wirtschftl. Schwankungen, permanenter Leistungsdruck, Einnahmenungleichheit, unter Wert verkauft, Abhängigkeiten, Isolation KSK-Zahlen / Statistiken (rund 62.000 Versicherte im Bereich Bildende Kunst, 1.100 Euro durchschnittliches Einkommen) Arbeitsmarkt des Künstlers (a) öffentlicher Kulturbetrieb (Museen, Theater, (staatl. Träger)) (b) gemeinnütziger Kulturetrieb (Stiftungen, Vereine, Verbände) (c) privatwirtschaftl. Kunstbetrieb (Künstler & Kunstmarkt) (meine) Definition von Kunst: zeitabhängig anerkannt/nicht anerkannt, "Kunst ist das, was der Mensch als Kunst definiert" Kampf um Aufmerksamkeit: ist ein bedeutender Faktor in der Wirtschaftswelt Problem: Knappheit und Kurzlebigkeit Welche Strategien können angewandt werden? (a) Prominenz, (b) Provokation (Sex, Gewalt), (c) ideelle Ebene (Prestigegewinn, emotionales Erlebniss) "Zeige mir, wer über Dich schreibt, und ich sage dir, ob du Erfolg haben wirst" Was ist der Kunstbetrieb: Maschinerie? Notwendigkeit, um Geld zu machen? "… ist der marktmäßige Betrieb rund um die Kunst" Was ist der Kunstmarkt: Kunst als Ware? Trennung verschi. Kontextsysteme notwendig "System Kunst": Kunst = Kunst "System Kunstmarkt": Kunst = Handelsware "System Kunstbetrieb": Kunst als Ausgangspunkt des marktorientierten Betriebs Kunstmarkt: heterogene Struktur, viele Einzelmärkte, Differenzierung nach Ort, Preis, Gattung, Epoche Handelsformen und Handelsort privater Einzelhandel (Galerien, Kunsthandlungen, Kunstmessen, private Händler, Internet) Auktionshaus (Auktionshäuser und Internet-AH) Regeln für den Markteintritt: (1) jung sein :-), (2) etwas Neues bieten, (3) Wiedererkennungswert Interaktionen im Kunstmarkt (a) Nachfrageseite: Bedarf an ästhetischer Neuheit (b) Angebotsseite: Neuheiten werden angeboten, (c) Nachfrageseite: Aufmerksamkeit (Aufbau d. Küstlers beginnt), (d) Angebotsseite: Publizutät, Nachfrage, Preise steigen, Erfolg des Künstlers setzt ein, (e) Nachfrageseite: Ästhetisches Auge wird am ökonomisch erfolgreichem Werk geschult, (f) Angebotsseite: Steigerung Bekanntheitsgrad, (g) Nachfrageseite: Ästhetischer Wert erschließt sich immer mehr Personen, (h) Angebotsseite: kommerzielle Verwertung durch Reproduktion, Auflagen, Merchand, aber auch Design und Mode Kunstmarktteilnehmer Produzenten (Künstler) Vermittler (Galerien, Kunsthändler, art consults, Auktionshäuser) Nachfrager (öfft. Museen, priv. Museen, Privatpersonen, Unternehmer, Kunstauktionen, Vermittler) Kunst und die Gesellschaft Kunstschaffen ist immer eine soziale Handlung (?) Rebell & Gesellschaftskritik, Frei- / Querdenker, Ambivalenz zw. Exklusivität und breitem Publikum Rolle des Galeristen: Entdecker, Förderer, Vermittler, Türöffner, Hersteller von Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit, "Fadenzieher" im Zentrum des Kunstmarktes nach welchen Kriterien wählen Galerien aus? persönliche Überzeugung (91%), Stilrichtung (56%), bisheriger Werdegang (32%), Marktorientierung (25%), künstlerische Ausbildung (18%), Ort der Ausbildung (7%), Lehrer in Ausbildung (7%) Akteure Kunstmessen "the place to be" für Künstler: extrem wichtig (breites Publikum) für Galeristen: risikoreich (hohe Investition)
Kunstmarkt Kurs Workshop "Freiberuflich im künstlerischen Bereich", SMILE, AKAD Hochschule Leipzig Abgabesatz für Auftraggeber an die KSK: 4,1% (2013) rentenpflichtversichert in der KSK Existenzgründerzuschuss Links: Verein Kreatives Leipzig e. V. , Bundesverband der Freien Berufe (BFB) , Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung Musterrechnung mit "Die USt gemäß §19 Abs. 1 UstG entfällt" "Elevator Pitch, eine Fahrstuhl-Präsentation" (in 30 Sekunden den Gesprächspartner von Idee/Produkt/Dienstleistung/Projekt überzeugen, Interesse wecken, ausführlicheres Gespräch zur Förderung der Idee/des Projektes anbahnen) "Idee/Tätigkeit/Projekt kurz und prägnant mit möglichem Vorteil oder Nutzen […] beschreiben; leidenschaftlich und bildhaft, absolut überzeugt vortragen" hat bei mir nicht geklappt (bei Kunst/kein Produkt, was von vornherein für den Verkauf bestimmt ist, schwer?) 2 x selbstkasteit 3 x selbstkasteit Buch "Die neuen Kulturunternehmen" große Hürden und Probleme: mangelnde Formulierung, mangelndes Durchhaltevermögen / Vorfinanzierung, mangelnde Kooperationen / Partner Erfolgsfaktoren: Bereitschaft Risiken einzugehen, Wettbewerbern zuvorzukommen, innovativ zu sein Publikation "Zustand und Zukunft kreativer Arbeit in Leipzig" Allianz deutscher Designer "empfiehlt einen Stundensatz von ca. 78,- Euro anzusetzen" Öffentlichkeitsarbeit (Website, Portfolio, Flyer, Visitenkarte, Vernetzung über Facebook, Messen, E-Mail-Verteiler, Ausstellungsbeteiligung, Katalog, Offenes Atelier) innovative Formen für Aufmerksamkeit nutzen VisionBakery (funktioniert anscheinend aber auch nur, wenn man selber viele Bekannte auf das eigene unterstützungswürdige Projekt aufmerksam macht) AIDA: Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Wunsch) und Action (Tätigkeit) 3 x selbstkasteit
Kunstmarkt Kurs Workshop "Freiberuflich im künstlerischen Bereich", SMILE, AKAD Hochschule Leipzig Fragen/Themen: Kommt eine Selbständigkeit für mich in Betracht? Wieviel Zeit habe ich als Freiberufler/in ggf. wirklich, um mich in meinem Metier künstlerisch auszuleben? Was muss ich organisieren, ausrechnen, verstehen? Was sind die Planungsschritte in einem Geschäftsplan? Wie positioniere ich mich als Künstler/in im Markt? Was bedeutet Selbstmarketing? Wer sind relevante Ansprechpartner für mich / mein Vorhaben? Vorstellungsrunde Teilnehmer Thema Realismus: Scheitern an unnatürlichen Vorstellungen (mein Thema) Förderfibel Sachen Gespräch in Pause, Idee mit Abonnement in der Kunst/Kultur (mtl. Beitrag von Interessierten, dafür mit Kleinkunst belohnt); Vorteil: mtl. Einnahmen, verteilt auf viele Personen Ich als Unternehmer: Vertriebler, Buchhalter, Marketing, Aquise, Manager, Moderator, Networker Unternehmenskonzept (1) Zusammenfassung der Idee (2) Geschäftsidee (Dienstleistung oder Produkt) erläutern, auch mit Bildern, Skizzen, Arbeitsbeispielen, (3) Unternehmungsleitung / Form (wer/woher/was studiert) (4) kurzfristige (wie Kundenstamm aufbauen), mittelfristige (wie Weiterbildung, Equipment, Kundenpflege), langfristige (wie Partner, Angestellte) Unternehmensziele (5) Markt und Branche / Alleinstellungsmerkmal / wo bin ich gut? (6) Zielgruppe(n), vlt. auch neue, noch nicht vorhandene Zielgruppen erschaffen (7) Standort (warum Leipzig?) (8) Marketing (unternehmerisches Handeln, was sich am Markt orientiert) mit Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik (9) Personalplanung (10) Umweltschutz (11) Ausblick / Wünsche
Kurs Zufall – Beifall – Abfall interdisziplinäres Malerei-Medienkunst-Projekt in Planung notiert Das teuerste Kunstwerk aller Zeiten: selber kreieren; Countdown-Zähler Kunstmarkt »Die Millionenblase / Zerplatzte Träume am Kunstmarkt«, Ben Lewis, 2008 »Die Milliarde für ein Kunstwerk werden wir noch erleben« »Wie bei kleinen Jungs: meiner ist größer als deiner!« Kunst als Währung als Spekulationsobjekt Geheimniskrämerei »Geld zu verdienen ist Kunst«, Andy Warhol Andy Warhol die Praxis des Höchstbietenden: Galerien halten die Preise der von ihnen vertretenen Künstlern hoch »Wer jemand 1 Million bezahlt, ist das Kunstwerk 1 Million wert« notiert eigene Arbeiten an Leute, die ich kenne, verkaufen (ich gebe ihnen in bar das Geld, welches sie mir danach wieder für den »Kauf« geben) Tim Noble & Sue Webster »keine Gesetze gegen Monopole auf dem Kunstmarkt« Krebsgeschwür Kunstmarktentwicklung?
Kunstmarkt Kurs Positionen Rayan Abdullah, Typographie und Buchkunst Aufträge mit arabischen Schriften, Markenbetreuung »Die Marke Ich« an eigener Persönlichkeit arbeiten Wer sind wir? Wie verändern wir uns? Wir werden immer komplexer, schneller, globaler Marke: Identität / einzigartig gr. »Marka«: dt. »Zeichen«, »markieren« Marke basiert auf widerkehrende, persönlichkeitsbildende Erscheindungs- und Handlungsweisen Vertrauen und Glaubwürdigkeit als Fundament »Die Marke ist ein Versprechen« Markenpersönlichkeiten (1) Name auf Unternehmen: Werner Otto (2) Name auf Produkt: Julius Maggi (3) Werben für Unternehmen: Verona Pooth Identitätsprozess (a) Identität finden (Fremdbild prüfen und Selbstbild ermitteln) (b) Identitätsbestimmung (Leitbild festlegen) (c) Identitätsvermittlung der Philosophie nach innen und außen durch CD (Unternehmenserscheinung), CC (Unternehmenskommunikation) & CB (Unternehmensverhalten) Dreieck Marke: Differenzierung (Wettbewerber), Identifikation (Mitarbeiter), Profilierung (Kunde) auch durch Ecken und Kanten entstehen unverwechselbare Marken Drei-Welten-Theorie: Privatwelt, Professionswelt, Organisationswelt [Aufzeichnung unterbrochen, da kein Platz mehr auf dem Zettel]