[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kunstlehre

Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit Kunstlehre Leistung, die Film vorführt, viel exakter und unter vielen Gesichtspunkten analysierbar, als Leistung auf Gemälde oder dargestellter Szene genauere Angabe der Situation im Film macht größere Analysierbarkeit im Film aus im Film u.a. durch Großaufnahmen oder durch Betonung von Details auf Einsicht in Zwangsläufigkeiten vermehrt (so musste es sein) und Betrachter erfährt riesigen Spielraum kann innerhalb Sekunden zwischen Fabriken, Büros, Bahnhöfen wandern, abenteuerliche Reisen unternehmen unter Großaufnahme dehnt sich Raum neue Strukturbildungen der Materie sichtbar unter Zeitlupe dehnt sich Bewegung wirkt gleitenden, schwebend, überirdisch eine andere Natur spricht zur Kamera, als zu uns (Auge) das Optisch-Unbewusste erfahren wir durch Kamera, wie vom Triebhaft-Unbewussten durch Psychoanalyse Sigmund Freud Relevanz der Kunst Es ist von jeher eine der wichtigsten Aufgaben der Kunst gewesen, eine Nachfrage zu erzeugen, für deren volle Befriedigung die Stunde noch nicht gekommen ist. jede Kunstform hat kritische Zeiten Form drängt auf Effekte hin, die erst bei verändertem technischen Standard (neue Kunstform) sich zwanglos ergeben können zum Dadaismus Dadaismus: Der Dadaismus Dadaismus versuchte, die Effekte, die das Publikum heute im Film sucht, mit den Mitteln der Malerei (bzw. der Literatur) zu erzeugen. jede neue Erzeugung von Nachfrage wird über ihr Ziel hinausschießen Dadaisten Dadaismus legten auf Unverwertbarkeit als Gegenstand wert durch grundsätzliche Entwürdigung ihres Materials erreichbar Gedichte = Wortsalat mit obszönen Wendungen und anderem Abfall der Sprache Gemälde mit aufmontierten Knöpfen oder Fahrscheinen erreichen Vernichtung der Aura ihrer Hervorbringung Dadaisten Dadaismus machen Kunstwerk zum Mittelpunkt eines Skandals Nachfrage nach Film durch Dadaismus Dadaismus begünstigt, da taktisches Element (stieß dem Betrachter entgegen) eingeführt ablenkdendes / taktisches Element im Film: Wechsel der Schauplätze und Einstellungen dringen stoßweise auf Betrachter ein keine Fixierung durch Betrachter mehr möglich Georges Duhamel (1884-1966, franz. Schriftsteller, sehr kritisch gegenüber Film eingestellt): Ich kann schon nicht mehr denken, was ich denken will. Die beweglichen Bilder haben sich an den Platz meiner Gedanken gesetzt. Chockwirkung: mit Chock (dt. Keil) werden tradierten Wahrnehmungsmuster und Assoziationsmechanismen außer Kraft gesetzt als Training gesehen, um Betrachter auf Großstadtleben der modernen Welt vorzubereiten neuen Bilder im Film wechselten ungewöhnlich schnell, keine Zeit, selbst zu denken Chock befördert Zertrümmerung der Aura Masse / Quantität ist in Qualität umgeschlagen Duhamel hält Film für einen Zeitvertreib für Heloten, eine Zerstreuung für ungebildete, elende, abgearbeitete Kreaturen, die von ihren Sorgen verzehrt werden … ein Schauspiel, das keinerlei Konzentration verlangt, kein Denkvermögen voraussetzt …, kein Licht in den Herzen entzündet und keinerlei andere Hoffnung erweckt als die lächerliche, eines Tages in Los Angeles Star zu werden. seine Idee: Masse sucht Zerstreuung, Kunst verlangt aber vom Betrachter Sammlung Zerstreuung als sich im Kunstwerk Versinken zu verstehen, nicht negativ Benjamin versteht Bauten als großes Kunstwerk, in dem Masse Mensch versinkt Bauten seit Urgeschichte Teil des Menschen alle anderen Kunstformen vergehen (wie Tragödie, Epos, Tafelmalerei) Bauten doppelt rezipiert: durch Gebrauch (taktisch) und durch Wahrnehmung (optisch) Rezeption am Bau hat unter gewissen Umständen kanonischen Wert: Aufgabe die dem Menschen in Wendezeiten gegeben wird, sind nur auf dem optischen Weg nicht zu lösen erst durch taktische Rezeption (durch Gewöhnung) bewältigt an Zerstreuung kann sich auch gewöhnt werden (Rest nicht verstanden) Film als Übungsinstrument Publikum = zerstreuter Examinator (Prüfender)
Träumereien mit Brigitte Weber
Träumereien mit Brigitte Weber
Träumereien mit Brigitte Weber ersteausstellung-m.jpg Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit Kunstlehre Film- und Tonfilmaufnahme bietet zuvor nicht gekannten Anblick kein einziger Standpunkt mehr zuordbar, von dem aus Aufnahmeapparatur, Beleuchtungsmaschinerei, Assistentenstab usw. für Betrachter sichtbar ist im Theater gibt es Stelle, wo Geschehen nicht ohne weiteres als illusionär zu durchschauen ist im Film: illusionäre Natur = Natur 2. Grades Natur = Ergebnis des Schnitts Apparatur so tief in Wirklichkeit eingedrungen, dass … (?, nicht verstanden) künstlichster apparatfreier Aspekt der Realität am Beispiel von Malerei: Wie verhält sich Operateur zum Maler Magier = Maler, Chirurg (Operateur) = Kameramann Chirurg mit Eingriff in Kranken, Magier hält Distanz Chirurg tritt Kranken nicht von Mensch zu Mensch entgegen Maler beobachtet in seiner Arbeit eine natürliche Distanz zum Gegebenen Kameramann dringt dagegen tief ins Gewebe der Gegebenheit ein Ergebnis bei Maler ist ein totales bei Kameramann ein vielfältig zerstückeltes, dessen Teile neu zusammen finden filmische Darstellung der Realität für heutigen Menschen bedeutungsvoller Betrachter fordert vom Kunstwerk apparatfreien Aspekt intensivere Durchdringung der Wirklichkeit mit Apparatur gewährt technische Reproduzierbarkeit verändert Verhältnis der Masse zur Kunst Lust am Schauen und Erleben, unmittelbare und innige Verbindung damit größere gesellschaftliche Bedeutung als Malerei kritische und genießende Haltung triften auseinander Konventionelle wird kritiklos genossen, das Neue kritisiert im Kino fallen kritische und genießende Haltung zusammen (durch Masse an Publikum bedingt) Gemälde: Betrachtung durch wenige Personen, später vermehrt durch größeres Publikum in Kirchen, Klöstern des Mittelalters, Fürstenhöfen fand Kollektivrezeption von Gemälden nicht simultan statt durch Galerien und Salons versucht Gemälde vor Masse zu führen, aber nie wirklich simultane Beobachtung möglich Benjamin illustriert Bereicherung durch Film mit Sigmund Freud Sigmund Freud Fehlleistung im Gespräch zuvor unbemerkt seit Psychopathologie des Alltagslebens hat sich das geändert Dinge isoliert und analysierbar gemacht Vertiefung der Apperzeption (klare und bewusste Aufnahme von Information) durch Film (durch ) [morgen weiterbearbeiten]
Friedrich Fröhlich, Dr.
Friedrich Fröhlich, Dr.
(Paris, kein Titel gefunden), Fotografie, Eugène Atget
(Paris, kein Titel gefunden), Fotografie, Eugène Atget
Friedrich Fröhlich, Dr. dr-friedrich-froehlich.jpg Tonio Kröger Kunstbegriff Tonio Kröger, Thomas Mann [Tonio Kröger] arbeitet nicht wie jemand, der arbeitet, um zu leben, sondern wie einer, der nichts will als arbeiten, weil er […] nur als Schaffender in Betracht zu kommen wünscht und […] unauffällig umhergeht, wie ein abgeschminkter Schauspieler, der nichts ist, solange er nichts darzustellen hat. […] [sind die von ihm Verachteten] unwissend darüber, daß gute Werke nur unter dem Druck eines schlimmen Lebens entstehen, daß, wer lebt, nicht arbeitet, und daß man gestorben sein muß, um ganz ein Schaffender zu sein. Kunst und – ja, was ist das andere? Sagen Sie nicht, Natur, Lisaweta, Natur ist nicht erschöpfend. Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit Kunstlehre Fotografie als Extrembeispiel für Verdrängung von Kultwert durch Ausstellungswert letzter Kultwert in Fotografie: Menschenantlitz Porträt steht im Mittelpunkt früher Fotografie letzter Zuflucht des Kultwerts: Kult der Erinnerung an ferne oder verstorbene Personen wenn Mensch aus Fotografie verschwindet: Ausstellungswert überwiegt (Paris, kein Titel gefunden), Fotografie, Eugène Atget atget-k.jpg Eugène Atget (1857–1927, französischer Fotograf) hielt Pariser Straßen um 1900 in menschenleeren Aspekten fest werden zu Beweisstücken im historischen Prozess Streit zwischen Malerei und Fotografie im 19. Jhd. um Kunstwert ihrer Produkte Kunst wurde von kultischen Fundament gelöst Schein ihrer Autonomie erlosch Vergleich Film mit Hieroglyphen, Abel Gance: […] wieder auf die Ausdrucksebene der Ägypter angelangt … Die Bildsprache ist noch nicht zur Reife gediehen, weil unsere Augen ihr noch nicht gewachsen sind. Theoretiker wollten kultische Elemente im Film sehen (damit es Kunst wird) durfte nicht verloren gehen (u.a. auch Alexandre Arnoux Sollten nicht all die gewagten Beschreibungen, deren wir uns hiermit bedient haben, auf die Definition des Gebets hinauslaufen?) auch heute wird noch von reaktionären Autoren (halten an nicht mehr zeitgemäße Verhältnisse fest) versucht Sakrales oder Übernatürliches im Film zu sehen über Stummfilm, Luigi Pirandello (1867-1936, italienischer Schriftsteller): Der Filmdarsteller fühlt sich wie im Exil. Exiliert nicht nur von der Bühne, sondern von seiner eigenen Person. Mit einem dunklen Unbehagen spürt er die unerklärliche Leere, die dadurch entsteht, daß sein Körper zur Ausfallserscheinung wird, daß er sich verflüchtigt und seiner Realität […] beraubt wird, um sich in ein stummes Bild zu verwandeln, das einen Augenblick auf der Leinwand zittert und sodann in der Stille verschwindet […] mit Film kommt Mensch in Lage, seine gesamte Person zu zeigen, unter Verzicht auf deren Aura (an Hier und Jetzt gebunden) Aura kennt kein Abbild Schauspieler versetzt sich in eine Rolle Filmdarsteller ist das oft versagt, da Leistung nicht einheitlich ist, besteht aus vielen einzelnen Leistungen Befremden des Darstellers vor Apparatur = Befremden des Menschen vor Erscheinung im Spiegel Spiegelbild wird ablösbar, transportabel wird vor Publikum transportiert fehlende Aura bei Filmdarstellern wird durch künstlichen Aufbau der personality ersetzt Starkultus konserviert Zauber der Persönlichkeit besteht nur noch aus fauligen Zauber ihres Warencharakters
Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit Kunstlehre Hier und Jetzt fällt bei Reproduktion weg Hier und Jetzt = Echtheit Echtheit entzieht sich (technischer) Reproduzierbarkeit Unterscheidung zwischen manueller und technischer Reproduktion reproduziert: geschichtliche Zeugenschaft gerät ins Wanken Aura verkümmert Reproduktionstechnik löst Reproduzierte aus Bereich der Tradition ab statt einmaligem Vorkommen massenweise Reproduzierte wird durch neue Situation aktualisiert(?) Art und Weise Sinneswahrnehmung der menschlichen Kollektiva ändert sich innerhalb großer Zeiträume Zeit der Völkerwanderung andere Kunst und andere Wahrnehmung als die Antike (Absätze übersprungen) Bild: Einmaligkeit und Dauer Reproduktion (wie illustrierte Zeitung und Wochenschau): Flüchtigkeit und Wiederholbarkeit Einzigartigkeit von Kunstwerk ist identisch mit Eingebettetsein in Zusammenhang der Tradition Tradition ist lebendig, wandelbar antike Venusstatue bei Griechen Teil der Kultur, bei mittelalterlichen Klerikern unheilvoller Abgott beiden aber gleich: Aura älteste Kunstwerke im Dienst eines Rituals entstanden zuerst im magischen, dann im religiösen Ritual auratische Daseinsweise löst sich nicht von seiner Ritualfunktion echte Kunstwerk hat seine Fundierung im Ritual dort hat es seinen originären und ersten Gebrauchswert Renaissance: profaner Schönheitsdienst Fundamente der Renaissance erkennbar bei Aufkommen des ersten wirklich revolutionären Reproduktionsmittel Fotografie L’art pour l’art L’art pour l’art = Theologie der Kunst aus ihr negative Theologie in Gestalt der Idee einer reinen Kunst hervorgegangen reine Kunst: lehnt jede soziale Funktion und jede Bestimmung(?) ab durch Reproduktionsmöglichkeit emanzipiert sich Kunst vom parasitären Dasein am Ritual reproduzierte Kunstwerk wird ein auf Reproduzierbarkeit angelegtes Kunstwerk Bsp.: Fotografische Platte, wo Vielheit von Abzügen möglich ist Frage nach echtem Abzug: sinnlos Maßstab der Echtheit (wie bei Fotografie) versagt damit hat sich gesamte soziale Funktion der Kunst umgewälzt stattdessen: Fundierung auf Politik(?) verhüllt zur Rezeption von Kunstwerken 1. Akzent liegt auf Kultwert 2. Akzent liegt auf Ausstellungswert künstlerische Produktion beginnt mit Gebilden, die im Dienste des Kults stehen wichtiger, dass sie vorhanden sind, als das sie gesehen werden Bsp. Höhlenmalerei: Steinzeitmensch stellt Elch dar, wird von Mitmenschen gesehen, aber ist vor allem Geistern zugedacht Kultwert drängt geradezu daraufhin, das Kunstwerk im Verborgenen zu halten Götterstatuen teilweise nur Priester zugänglich Madonnenbilder teilweise fast ganze Jahr verhangen Skulpturen an mittelalterlichen Domen für Betrachter von unten nicht sichtbar mit Emanzipation vom Ritual wachsen Gelegenheiten zur Ausstellung Ausstellbarkeit von Porträtbüste ist größer als die einer Götterstatue (mit festem Ort im Tempel) Tafelbild besser ausstellbar als Mosaik oder Fresko (gingen Tafelbild voraus) in Urzeit Kunstwerk durch Gewicht auf Kultwert ein Instrument der Magie heutige Kunst durch Gewicht auf Ausstellungswert: […] zu einem Gebilde mit ganz neuen Funktionen […] (welche genau?) Fragenkatalog erste Fragen gesammelt für mich und bestimmt auch andere Studenten interessant meine Hauptfragen: (1) Was treibt den Künstler eigentlich an Kunst zu machen? (verstehe ich nicht) (2) Warum wollen sie ihre Arbeiten ausstellen? Was erhoffen sie sich davon? (verstehe ich nicht) jeder Künstler kann einmal dran teilnehmen, danach jederzeit Ergebnis mit Eingabe seiner E-Mail-Adresse ansehen E-Mail-Adressen werden verschlüsselt, also auch nicht für mich sichtbar Bestätigung an E-Mail-Adresse, danach Antworten Teil des Ergebnisses Grundmotive nach McClelland noch ungeordnet: (1) Warum machst du überhaupt Kunst? (2) Warum nimmst du an Ausstellungen teil? [] Meine Arbeiten sollen gesehen werden [] Ich möchte in Kontakt mit Menschen sein [] Ich möchte Kaufanfragen haben (3) intrinsisch motiviert (Kunst um ihrer selbst Willen schaffen) [+] [0] [-] Es bereitet mir einfach Freude etwas zu Schaffen [+] [0] [-] Mit Farben, Stiften, Pinseln etc. zu arbeiten gefällt mir [+] [0] [-] Es stellt für mich eine Herausforderung ein Problem zu lösen extrinsisch motiviert [+] [0] [-] Ich möchte, dass meine Arbeiten gesehen werden [+] [0] [-] Manchmal tue ich etwas, weil es vom Künstler erwartet wird [+] [0] [-] Meine Kunst soll irgendetwas in der Welt verändern [+] [0] [-] Ich möchte, dass meine Arbeiten gesehen werden [+] [0] [-] Über meine Arbeiten mit anderen zu reden ist mir wichtig zu Ausstellungen noch: Zugehörigkeit, Macht (Kontrolle, Einfluss, Wettbewerb), Leistung (Erfolg) Begriffe erklären, wie "intrinsisch: Bezeichnet Bestreben, etwas um seiner selbst willen zu tun" oder eher lose Sammlung an Antworten, nicht verwissenschaftlichen? Dann nur mit Textfeldern arbeiten regt Antwortenden bestimmt auch mehr zum Nachdenken an
Bild der 4 Grundfarben und ihre Stellung zueinander in der Ebene (Arbeit aus dem Unterricht Kandinsky), 1930, Heinrich-Siegfried Bormann
Bild der 4 Grundfarben und ihre Stellung zueinander in der Ebene (Arbeit aus dem Unterricht Kandinsky), 1930, Heinrich-Siegfried Bormann
Ausstellung Bauhaus Bauhaus Kunstlehre Bauhaus Bauhaus Dessau "Die 3 Grundfarben gelb, rot, blau verteilt auf […?]", Rudolf Paris (ohne Abbildung, fotografieren verboten) für mich neu: Grundfläche der 3 Formen gleich Bild der 4 Grundfarben und ihre Stellung zueinander in der Ebene (Arbeit aus dem Unterricht Kandinsky), 1930, Heinrich-Siegfried Bormann grundfarben-k.jpg Farbunterricht von Wassily Kandinsky, Zuordnungen der 3 Grundfarben Gelb, Rot und Blau zu Grundformen Dreieck, Quadrat und Kreis Elementarunterricht, Farbenseminar Zuordnung Grundfarben zu Formen geht auf Umfrage Kandinskys am Weimarer Bauhaus Bauhaus zurück Mehrzahl Befragter schloss sich seiner Argumentation an (also keineswegs durchweg "logisch") Kandinskys Farbenlehre folgt nicht rein wissenschaftlichen Überlegungen, eher introspektiv gewonnene Erkenntnisse nach Johannes Itten (1) Quadrat = materielle Welt der Schwere, des Festen (2) Dreieck = intellektuelle Welt der Logik, der Konzentration, des Lichtes, des Feuers (3) Kreis = spirituelle Welt der Gefühle, der Beweglichkeit, des Ätherischen Grete Reichardt "Durchdringung der Körper dem Wesen und den Schein nach" (ohne Abbildung), Übung aus Unterricht bei Klee, 1927 Hausarbeit weiter bearbeitet
Ergebnis Fotoaufnahme Ganzkörper für Collage 65x300cm
Ergebnis Fotoaufnahme Ganzkörper für Collage 65x300cm
verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt Flügeltür-Rahmung weiter bearbeitet Versuch Ausstechen vom Scharnierbereich mit Schnitzbeitel, erste Tests nicht gut nachher noch einmal probieren (1) Ränder vorritzen (2) mit Säge kleine Rillen gesägt (3) mit Schnitzmesser über diese kleine Bereiche Holz abgetragen bei sichtbaren Unregelmäßigkeiten evtl. mit Paste nachbessern Messing-Schrauben später silber übermalen Geradenbild umsetzen ca. 3m großen stehenden Akt als Collage umsetzen heute Fotoaufnahmen Ergebnis Fotoaufnahme Ganzkörper für Collage 65x300cm fotoaufnahme.jpg Aufnahme verfremdet: Oberkörper nach hinten gebeugt, frontale Sicht Fuß eingefügt, Geschlechtsteil angehoben, Kopf ausgetauscht (Betrachter wird von oben herab angesehen) Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit Kunstlehre Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, Walter Benjamin Kunstwerk grundsätzlich immer reproduzierbar gewesen 2 Verfahren technischer Reproduktion der Griechen: Guß und Prägung Fotografie: Hand im Prozeß bildlicher Reproduktion zum ersten Mal entlastet Auge erfasst schneller als das Hand zeichnet ungeheure Beschleunigung: konnte mit Sprechen Schritt halten mit Reproduktion fällt einmaliges Dasein (Hier und Jetzt) weg technische Reproduktion im Gegensatz zur manuellen: kann in Fotografie Ansichten des Originals hervorheben, die durch menschliches Auge nicht zugänglich sind neue Erfahrungen durch Vergrößerung oder durch Zeitlupe bisher ungeahnte Bilder festhalten Reproduktion: entwertet sein Hier und Jetzt Aura: verkümmert an Stelle einmaliges wird massenweises Vorkommen eingesetzt umsetzen (Notizen auf Ausdruck von Reproduktions-Artikel) radikal radikal sein: nach 1 Zeichnung digitale Vorlage zerstören (alle Testblätter können bleiben) Auflage = 1 nur an 1 Ort sichtbar, nicht in Massen erfahrbar = konzentriert verstärkt durch Flügeltüren nur "Zustandsdrucke" (so auch kennzeichnen) und 1 "Endergebnis" ANTI-MASSE
Composition A XI, 1923, Öl auf Leinwand, László Moholy-Nagy © Hattula Moholy-Nagy/VEGAP
Composition A XI, 1923, Öl auf Leinwand, László Moholy-Nagy © Hattula Moholy-Nagy/VEGAP
Licht-Raum-Modulator, 1922-1930, Replik 1970, László Moholy-Nagy, Bauhaus-Archiv Berlin
Licht-Raum-Modulator, 1922-1930, Replik 1970, László Moholy-Nagy, Bauhaus-Archiv Berlin
Green Light Corridor, 1970, Bruce Nauman, © Guggenheim Museum, New York, Foto Wilfried Petzi
Green Light Corridor, 1970, Bruce Nauman, © Guggenheim Museum, New York, Foto Wilfried Petzi
Projections, New York, 2004, Jenny Holzer
Projections, New York, 2004, Jenny Holzer
Fachwerk, 2009, Lichtinstallation mit LED-hinterleuchteten Profilstangen, Daniel Hausig,
Fachwerk, 2009, Lichtinstallation mit LED-hinterleuchteten Profilstangen, Daniel Hausig,
Lichtkunst (3) László Moholy-Nagy (Bauhaus Bauhaus, siehe 16.9.2014) Composition A XI, 1923, Öl auf Leinwand, László Moholy-Nagy © Hattula Moholy-Nagy/VEGAP nagy-k.jpg nichtgegenständliche Malerei, u.a. beeinflusst von Kasimir Malewitsch Kasimir Malewitsch Licht-Raum-Modulator, 1922-1930, Replik 1970, László Moholy-Nagy, Bauhaus Bauhaus-Archiv Berlin nagy2-k.jpg kinetische Plastik u.a. mit 3 beweglichen auf rotierender Scheibe angeordnete Konstruktionen aus Metall bzw. Glas bringt im abgedunkelten Raum mit farbigem und weißem Licht Schattenbildungen hervor "Ein Lichtspiel Schwarz Weiss Grau" (4) Bruce Nauman Green Light Corridor, 1970, Bruce Nauman, © Guggenheim Museum, New York, Foto Wilfried Petzi nauman-licht-k.jpg Kunstlehre Langsames Licht / Slow Light, Yvonne Ziegler "Jeder Mensch denkt, er wüsste, was Licht ist. Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, herauszufinden, was Licht ist, und weiss es immer noch nicht." (Albert Einstein) (1) Allgemein Licht = immateriell, weder greif- noch begreifbar zentralen Bedeutung für Leben auf der Erde Licht nur sichtbar, wenn es auf Materie trifft / Materie nur erfahrbar, wenn Licht auftrifft (2) Bildnisse für Ursprung der Malerei (siehe Gründungsmythos) spielte Licht wichtige Rolle Malerei: farbliche Erscheinung von Gegenständen, Personen und Natur darstellen / natürliches Licht (wie Sonnenstrahlen, Blitz, Regenbogen, Wolkenlichtstimmungen, Feuer) festhalten Malerei kann Licht nur mittels Farbe darstellen 1920er: Künstler arbeiteten erstmals mit Licht reflektierenden Materialien (u.a. Edelstahl, Aluminium, Glas, Plexiglas, Spiegel) reales Licht wurde in Kunst eingeführt (3) Lichtkunst mit Kunstlicht 1900: Herstellung und Verbreitung von Glühlampen in Städten (Strassenbeleuchtung, Lichtreklame, Wohnhäuserlicht) künstliches / elektrisches Licht seit dem auch von Künstlern genutzt (erschwinglich) 1. Lichtkunstarbeiten: abstrakte Avantgardefilme von Walter Ruttmann, Viking Eggeling, Hans Richter und reflektorische Farblichtspiele von Kurt Schwerdtfeger und Ludwig Hirschfeld-Mack Weiterentwicklung Geißlerschen Röhre zur Neonröhre (Georges Claude, 1909) Füllung mit Edelgas, farbiges Licht wurde erzeugt, individuelle Formungen von Glasröhren möglich 1946: abstrakte Bilder mit Neonröhren, Gyula Kosice 1951: Lucio Fontana Lucio Fontana: 1. Neonlichtinstallation (Ambiente spaziale) Projections, New York, 2004, Jenny Holzer jenny-holzer-k.jpg aktuelle Lichtkunst mit Leuchtdioden, organischen Leuchtdioden u. Elektrolumineszensfolien: Jenny Holzer , Ruth Schnell , Daniel Hausig Fachwerk, 2009, Lichtinstallation mit LED-hinterleuchteten Profilstangen, Daniel Hausig, daniel-hausig-k.jpg noch bearbeiten: "Lichtkunst", Matthias Wagner K
Kunstlehre "[…] das sie [Kunststudenten] das, was sie persönlich zum Ausdruck bringen wollen, in etwas verwandeln, wozu sich andere in Beziehung setzen können." "Wie macht man das Private publik, sodass eine Diskussion entsteht?" (Ai Weiwei) Geradenbild Werkstatt AV-Labor Selbstbildnis in 100 Schritten, A3 m. 20x20 Zeichenbereich (darüber ragende Geraden abschneiden) Geraden nähern sich => rel. scharfes Bildnis => Geraden entfernen sich wieder 26 Schritte plotten: 50 (scharf), 40-49 u. 51-60 (nähere Betrachtung), 35 (5er Schritt), 25 (10er Schritt), 10 (15er Schritt), 65, 75, 90 Speed: 30cm/s, Force: 160gf, Abstand Stift/Papier: [?]cm (Blatt 50) 12:20-12:35 (15 Min.), (Blatt 49) 12:36-12:45 (9 Min.), (Blatt 52) 12:49-13:00 (11 Min.), (Blatt 51) 13:02-13:14 (12 Min.), (Blatt 53) 13:15-13:27 (12 Min.), (Blatt 54-59) umsetzen Blatt 50 noch einmal, da Geradendicke zu unterschdl.
relativ, Jürgen Gansweid
relativ, Jürgen Gansweid
Nietzsche-Archiv
Nietzsche-Archiv
Nietzsche-Herme, Marmor, Klinger
Nietzsche-Herme, Marmor, Klinger
Bauhaus-Museum Weimar
Bauhaus-Museum Weimar
Form- und Farborgel mit bewegten Farbklängen, Holzrelief, 1923, Kurt Schmidt
"Form- und Farborgel mit bewegten Farbklängen", Holzrelief, 1923, Kurt Schmidt
Geradenbild formel farbe form geometrische Formen in Menschheitsgeschichte Grundstock regelmäßige Strich- und Punktmuster, Wellenlinien, konzentrische Kreise und Spiralen flächige, räumliche und farbige geometr. Formen in Naturdingen, an Bauwerken, Geräten, Schmuck, Kleidung Geometrisches = fundamentales Repertoire der optischen Zeichenwelt Konstruktivismus und konkrete Kunst Wissenschaft Ästhetik ("aistetike episteme", "Die die Sinne betreffende Wissenschaft") ästhetishe Einkleidung von Formeln = zentrales Problem (Anliegen konkrete Kunst) Bild = Farbe und Form Linie = Reihung von Pixeln/Punkten Kunst und Mathematik in Geschichte verflochten (Ornamente, Perspektive, Erforschung Farbe) Kubismus und abstrakte Malerei: Auseinandersetzung mit geometrischen Gebilden (Rechteck bei Mondrian , verwickeltes Gebilde bei Kandinsky) "Computergestützter Geometrismus" Spiegel- und Schiebesymmetrie "Haut zu Skelett" > "Ästhetik zu Geometrie" in Kunst Mathematik oft verhüllt oder verfremdet (nicht sofort ersichtlich) Interpretationen syntaktischer Bildformel (Bsp. <01> - - <10>) Sequenz Potenzen Zahl 2 in "Bauhaus Bauhaus-Vorlesungen", Klee: 1 2 4 8 16 32 64 Spirale mit wachsenden Radienlängen aus Sequenz Zeichenbereich Bild = analog / Text = digital (Ziffern, Buchstaben, Sonderzeichen) relativ, Jürgen Gansweid relativ.jpg Überlappung Zeichenbereiche (wie konkrete Poesie ) konkrete Poesie = Sprache dient nicht mehr Beschreibung Sachverhalt / Gedanken / Stimmung, sondern wird zum Zweck und Gegenstand des Gedichts " class="markiert kurs">Ausstellung Nietzsche Friedrich Nietzsche-Archiv Weimar "> 27 Nietzsche Friedrich Nietzsche-Archiv nietzsche-archiv.jpg Nietzsche Friedrich Nietzsche-Herme, Marmor, Klinger Max Klinger nietzsche-herme-k.jpg Herme (gr. hermes) in antiker Kunst Pfeilerschaft mit aufgesetztem Kopf und Schultern urspr. schlichter Steinhaufen zur Markierung von Wegen u.a. mit Phallus und Armansätzen in gr. Mythologie Hermes = Schutzgott Verkehr, der Reisenden, Kaufleute und Hirten, auch Gott Jesus der Diebe, Kunsthändler, Redekunst, Gymnastik Hermes = Götterbote, der Beschlüsse des Zeus verkündet führte Seelen Verstorbener in Hades Nietzsche Friedrich Nietzsche-Herme: einem Gott Jesus gleichgesetzt offene Frage: gewollt überspitzt von Klinger Max Klinger oder tatsächlich ernst gemeint? "[…] wie sehr der Philosoph um 1900 zum Propheten einer neuen Zeit stilisiert wurde - mit dem Archiv als Wallfahrtsstätte für seine Jünger." Bibliothek von Henry van de Velde gestaltet Elisabeth Förster-Nietzsche Friedrich Nietzsche Mitbegründerin Nueva Germania in Paraguay mit Antisemit Bernhard Förster verheiratet Nueva Germania sollte Zufluchtsort für "arische Rasse" sein Kunstlehre " class="markiert kurs">Ausstellung Bauhaus Bauhaus-Museum Weimar "> 27 Bauhaus Bauhaus-Museum Weimar bauhaus-weimar.jpg "Form- und Farborgel mit bewegten Farbklängen", Holzrelief, 1923, Kurt Schmidt form-farborgel-k.jpg Farbklänge: warme rot-gelbe Farbtöne wandeln sich zu kalten (Blau, Grün, Violett) Flächen in Schwarz, Weiß und Grau: vermitteln zw. Farbpolen europ. Avantgarde-Strömungen: u.a. Futurismus, Kubismus, Konstruktivismus, Dadaismus Dadaismus, Expressionismus, Minimal Art Minimal Art, Pop Art, Konzeptkunst Konzeptkunst in vielen Avantgardebewegungen der Moderne: Bestreben "Aufhebung der Kunst in Lebenspraxis" Professor, Schüler = Meister, Geselle, Lehrling Abschluss Meisterbrief Vorkurs (1 Semester): Kern d. Lehre inhaltl. Konzeption: Johannes Itten Georg Muche (1895-1987), dt. Maler, Grafiker und Hochschullehrer
formel farbe form - Compuerästhetik für Medien und Design
"formel farbe form - Compuerästhetik für Medien und Design"
4 unterschdl. Verzerrungen, Ohme
4 unterschdl. Verzerrungen, Ohme
Neubau Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Foto © ZSP Architekten
Neubau Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Foto © ZSP Architekten
Steintrommel, 6.-5. v. Chr.
Steintrommel, 6.-5. v. Chr.
Besichtigung Archiv Deutsche Nationalbibliothek
Besichtigung Archiv Deutsche Nationalbibliothek
Wissenschaft [t=]allg. Relativitätstheorie beschreibt Aufbau Universum im Großen / Gravitation ist bei großen Massen und Beschleunigungen praktikabel Quantentheorie beschreibt Wechselwirkung zw. kleinsten Teilchen in kleinen Raumgebieten elektromagn. Wechselwirkung (verantwortl. für Licht, Elektrizität, Magnetismus) beschreibt Aufbau / Eigenschaften Atome, Moleküle und Festkörper schwache Wechselwirkung (wirkt nur auf kleine Abstände) sorgt ebenfalls für Energie- und Impuls-Austausch (wirkt aber eher bei Zerfällen und Umwandlungen der beteiligten Teilchen) starke Wechselwirkung erklärt Bindung zw. Quarks (Elementarteilchen, aus denen z. B. Atomkern-Bausteine Proton und Neutron bestehen) Quantengravitation: Theorie, die allg. Relativitätstheorie und Quantentheorie vereinigen soll Geradenbild Einzelgespräch mit Ohme "formel farbe form - Compuerästhetik für Medien und Design" formel-farbe-form.jpg graphisch-geometrische Programmiersysteme für Kunst, Design, Werbung, Wissenschaft Konstruktion Fraktale, Farbstrukturen, Figurationen uvm. 4 unterschdl. Verzerrungen, Ohme verzerrung-k.jpg Vektoren mit 2 o. 3 (z) Angaben: new PVector(x,y); "final": unveränderliche Variablen (bei Vektoren Werte weiterhin änderbar) Vektor mit Länge 1 (Einheitsvektor): normalize(); 2 Vektoren zusammenführen: .sub, .mult, .add verzerrte Ansicht in Array übertragen (zur weiteren Bearbeitung) Kunstlehre " class="markiert kurs">Ausstellung Deutsches Buch- und Schriftmuseum "> "Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode" Neubau Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Foto © ZSP Architekten buchmuseum.jpg Keilschrift (34. Jhd. v. Chr. - 1. Jhd. n. Chr.), Schriftsystem im Vordereren Orient Grundelemente: Keilschrift (waagerechte, senkrechte und schräge Keile) Textträger u.a. Tontafeln (durch Eindrücken mittels Schreibgriffel in noch weichen Ton geschrieben) Keilschrift anfänglich Bilderschrift > Silbenschrift > phonetische Konsonantenschrift von Sumerern erfunden, von Völkern des alten Orients verwendet Eroberungsbericht in Bild/Text: schwarzer Obelisk, assyrischer König Salmanassar III (Original British Museum) 80 Objekte aneinandergefädelt ergeben Geschichte (Mnemokette der Vili) Beduinen-(?): Tagesgebet oben, einzelne Blättersammlung Leporello (Baumrinde mit Gebeten und Zaubersprüchen), Toba Sumatra (Indonesien) Steintrommel, 6.-5. v. Chr. steintrommel.jpg im Reibeverfahren kopiert und überliefert Voyager Golden Record (schaut selbst als Kopie spannend aus) Purpur (zw. Rot und Violett), Farbstoff Purpurschnecke (Sekret), Mittelmeer Reiner Musterbuch mit Grafiken und Musteralphabeten, 13. Jhd. (Österreichische Nationalbibliothek) Lumpensammler, bis Industriealisierung Lumpen für Papierherstellung benötigt Gutenberg-Bibel (49 Stk. erhalten), in Universitätsbibliothek Original 1452-1454 in Mainz/Druckwerkstatt Gutenbergs entstanden B42 (42 Zeilen) = Imitation Handschrift Piktogramme Zensur kath. Kirche "INDEX" (1559-1948) Versuch Kontrolle Buchmarkt Modell heliozentr. Weltbild (AstroMedia 2007 Jacobs-Paul) notiert Buch herausbringen: "Ein Belegexemplar für die Nationalbibliothek" notiert Buch mit Audiofunktion (einmal jährlich Autorenstimme im Archiv hörbar) Anleitung zur Selbstzensur Lesezeichen-Blatt "Jedermann sein eigener Zensor!", Upton Sinclair (1878-1968, US-amerikanischer Schriftsteller) Heinrich Heine verarbeitete Erfahrung mit Zensur in Lyrik Besichtigung Archiv Deutsche Nationalbibliothek archiv2.jpg Installation "matrix-abc-52", Boris Petrovsky, 2012
Museum für Druckkunst, Foto © Kai Hofmann
Museum für Druckkunst, Foto © Kai Hofmann
Standbild aus Dokumentation Der Notenstecher von Würzburg
Standbild aus Dokumentation "Der Notenstecher von Würzburg"
[t=]unvollendete Kunstwerke "Sie sind oft sehr viel interessanter als vollendete Kunstwerke, denn sie offenbaren gleichsam das Innenleben des schöpferischen Prozesses - sie gestatten es dem Betrachter, dem Künstler bei der Arbeit über die Schulter zu sehen und einen ansonsten flüchtigen Moment Moment in der Entstehung des Kunstwerks festzuhalten" notiert Internetseite wie http://unvollendet.net mit Sammlung an Kunstwerken, die aufgrund Tod der Künstler nicht vollendet wurden, mit Detailansichten und Vermerk Ausstellungsort Kunstlehre " class="markiert kurs">Ausstellung Museum für Druckkunst "> Museum für Druckkunst, Foto © Kai Hofmann druckkunst-leipzig.jpg Großer Drucksaal Schriftgießerei / Holzstichwerkstatt notiert einfache Geraden-Strukturen wie horizontale, vertikale, sternförmige, übereinanderlappende Geraden drucken und Wirkung studieren auf transparentem Papier drucken und verschd. Strukturen übereinanderlegen Perforiergerät Lithographiesteine mit graf. Zeichnungen notiert Lithographien ansehen und Linienstrukturen analysieren / Schattenwürfe / Verdichtungen Tief-, Hoch-, Flachdruckverfahren Radierpresse (auch Sternradpresse) von Künstlern für Herstellung von Grafiken genutzt (5-10 Drucke/h) Spatienschneidemaschine (mit Stärke 1p [0,376mm] - 1 1/2p) Musiknotendruck komplizierter, da Aufsplittung in einzelne Zeichen schwieriger u.a. über mehrere Vorgänge mgl. (Notenlinien, Notenzeichen, Text) lange Praxis: Kombination von gedruckten Notenzeilen und Einzeichnung per Hand 1525: Verbindung Notenlinien und Lettern (Stempelschneider Pierre Haultin ) Grundlage für einfachen Notendruck qualitativer Rückschritt, da Notenlinien nicht durchgehend 1755: Verfeinerung Notensatzsystem (Leipziger Musikalienhändler Johann Gottlob Immanuel Breitkopf) rund 450 Kombinationen (Notensegmente wie Fähnchen, Köpfe, Teile der Hälse auf Lettern vereint) zeitintensiv und kostenintensiv (oft auf Liedtexte beschränkt) u.a. Partituren im Notenstich (Tiefdruck) realisiert Flachdruck (Lithographie): Wasser und Fett stoßen sich gegenseitig ab, Voraussetzung für Flachdruck Tiefdruck: max. 300 Abzüge, enorme Kraft der Druckpresse ließ Eingravierungen mit Zeit abflachen Handwerkervideos: "Der Letzte seines Standes?" Standbild aus Dokumentation "Der Notenstecher von Würzburg" notenstecher.jpg "Der Notenstecher von Würzburg", Rüdiger Lorenz Hans Kühner sticht Fuge von Bach in Blei notiert Notenzeile für Notenzeile, Zeichen für Zeichen: Konzentration (übertragen auf) Gerade für Gerade: Konzentration und zeitl. Aspekt statt schnellem "wischenden" Ausdruck Vermerk Carl Philipp Emanuel Bach bei Bachs letzter (unvollendeter) Fuge: "Ueber dieser Fuge, wo der Nahme BACH im Contrasubject [Gegenthema, Kontrapunkt] angebracht worden, ist der Verfasser gestorben." Ich verstehe nicht, warum einige Interpreten versuchen, dem Stück ein 'würdiges' Ende zu verleihen. Es muss abrupt enden, wie der Tod. Jegliche Verlangsamung oder leises Ausklingen hat Bach beim Komponieren bestimmt nicht im Sinn gehabt. im Tiefdruckverfahren selber gedruckt: "Kleine Liebe zu einer großen Stadt", Text Hildegard Maria Rauchfuß (1964), Melodie Gerd Holger Tonschneidemaschine: erlaubt Xylograph parallel und konisch angeordnete Linien zu schneiden (Schattierungen und Verläufe)
Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein, 1939, Paul Klee
Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein, 1939, Paul Klee
Kunstlehre Paul Klee Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein, 1939, Paul Klee mann-sein.jpg notiert "Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein" erinnert formal an Karte "Hampelmann" "Schöpferische Konfession" (1920), Paul Klee Abschnitt 3: Elemente (grafische) sollen Formen ergeben, ohne sich dabei zu opfern Formen / Gegenstände: meistens aus mehrere Elemente im Zusammenhang Flächen: zueinander in Beziehung tretende Linien (wie Anbilck von bewegten Wasserläufern) unendliche Variationsmgl. durch formale Sinfonie "Am Anfang ist wohl die Tat, aber darüber liegt die Idee" Luther: "Im Anfang war das Wort" (Johannes, Kapitel 1) Abschnitt 4: "Bewegung liegt allem Werden zugrunde" Zeit für Entstehung von Linie über bewegenden Punkt "Zum Verstehen eines Bildwerks gehört ein Stuhl.", Anselm Feuerbach, 1829-1880, dt. Maler (Ermüdung des Körpers bei Betrachtung von Bild entgegenwirken) "Zeitlos ist nur der an sich tote Punkt" Kunstwerk = Genesis (altgr. Schöpfung, Entstehung, Geburt), niemals nur als Produkt erlebt Betrachten von Bild = zeitliche Tätigkeit (Teil für Teil des Bildes wird aufgenommen) "Das bildnerische Werk entstand aus der Bewegung, ist selber festgelegte Bewegung und wird aufgenommen in der Bewegung (Augenmuskeln)" (trifft das auch vollständig auf interaktive Netzkunst zu?) Abschnitt 5: alte Kunst = Dinge, die erlebt wurden, gesehen werden konnten oder gern gesehen worden wären neue Kunst = Relativität der sichtbaren Dinge offenbart (latente Überzahl anderer Wahrheiten als der nur abgebildeten) Gut-Böse-Beziehung Böse = mitschaffende Kraft am Ganzen, Mitfaktor Zeugung und Entwicklung Gleichzeitigkeit Urmännlich (böse, erregend, leidenschaftlich) und Urweiblich (gut, wachsend, gelassen) Urmännlich + Urweiblich = Zustand ethischer Stabilität "Aus abstrakten Formelementen wird über ihre Vereinigung zu konkreten Wesen oder zu abstrakten Dingen […] zum Schluss ein formaler Kosmos geschaffen" Abschnitt 6: Bsp. "Mensch schreitet über Deck eines Dampfers" (1) eigene Bewegung, (2) Bewegung des Schiffes, (3) Bewegung des Wassers, (4) Rotation Erde, (5) Bahn Erde, (6) Bahnen von Monden und Gestirnen, (7) usw. "Ergebnis: ein Gefüge von Bewegungen im Weltall, als Zentrum das Ich auf dem Dampfer" Gefüge von Zuständen des Wachstums (Bsp. blühender Apfelbaum) Gefüge von Funktionen zur Ruhe (Bsp. schlafender Mensch) Abschnitt 7: Polyphonie (altgr. "viel, mehr" und "Stimme"): verschd. Arten der Mehrstimmigkeit Herstellung Ruhe durch Bewegungsausgleich Formfragen: "ausschlaggebend für formale Weisheit, aber noch nicht Kunst" Aufruf: Villegiatur ("Sommerfrische") der Kunst nutzen, Gesichtspunkt wechseln, ablenkende Stärkung vor Rückkehr "zum Grau des Werktags" "Über den Wert der Kritik": Veröffentlichung in Heft, Rundfrage u.a. auch an Max Beckmann u.a. "Besitzt die Kritik Einfluss auf das Publikum?" - "Die kommerzielle Tragweite gebe ich zu" "Wege des Naturstudiums": Festschrift Bauhauswoche (Weimar), August 1923 Kunstkritik Pullmann & Muse "Laissez-faire", 29/30 Kunstlehre Klinger Max Klinger Malerei und Zeichnung, Tagebuchaufzeichnungen und Briefe "Malerei und Zeichnung Radierung jede, auf besondern Principien beruhende Künste seien" "die jede ein Gebiet hat, wo die andre, ohne auf die Dauer sich Zwang Zwang anzuthun, nicht folgen kann" Malerei durch Mittel auf äußere anschauliche Welt, Natur, Harmonie der Gegenstände angewiesen Malerei / Skulptur / Architektur: hauptsächliche Auseinandersetzung mit äußerer Erscheinung Kunstgattung Zeichnung: ohne Farbe, arbeit nur mit Licht "wahre Organ der Phantasie in der bildenden Kunst" Modellierung bei Zeichnung auf ein Minimum beschränkbar undefinierter oder gar kein Hintergrund Zeichnung: bestes Feld, "seine Lebens- seine Weltanschauung nieder zu legen" zu eigenen Arbeiten: "Entweder es ist etwas Künstlerisch werthvolles in meinen Sachen, oder; es ist ein Schein davon drin, und auf diesen hin, als Plakat, werde ich mode."
Schwebendes (vor dem Anstieg), 1930, Öl, teilweise gestempelt, Paul Klee
Schwebendes (vor dem Anstieg), 1930, Öl, teilweise gestempelt, Paul Klee
Kunstlehre " class="markiert">Paul Klee "> Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel Verzicht auf Wiedergabe sichtbarer Gegenstände soll nicht als Negation realer Wirklichkeit gesehen werden je nachdem, was Klee ausdrücken möchte: auf Bildgegenstand verzichtet / Gegenstand genutzt Wirkung der einzelnen Komponenten "voll und möglichst rein zur Geltung" bringen Bsp. Wirkung Linie: spröde, splittrig, spitz, scharfkantig, weich, schmiegsam, elastisch, linkisch, elegant etc. jeweilige Weise sagt etwas Bestimmtes aus / bringt Idee zum Ausdruck Ausforschung und Ausnutzung der Eigenart und relativen Eigengesetzlichkeit der bildnerischen Gestaltungsmittel Verständnis der Beziehung zw. Kunst und Wirklichkeit in "Schöpferische Konfession" "Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar" Kunsthistoriker: bestrebt, für Kunstwerk Vorbilder aufzusuchen, Verwandtschaften zu entdecken, in Stile, Schulen und Richtungen einzuordnen neuartige Form wird dabei verkannt, Wirkungspotenz und damit auch ihr Gehalt nicht bemerkt Kunstrichtung: Verabsolutierung und Übertreibung (Klee vermied dies) kein Eklektiker (sich anderer Stile, Philosophien etc. bedienen und Elemente neu zusammensetzen) schuf sich eigene Gestaltungskonzeption Neuartigkeit nicht durch Negation allen Vorausgehenden und durch Ausdenken des Noch-nicht-Dagewesenen Neuartigkeit durch inhaltliche Notwendigkeit Klees Kunst wuchs "organisch" Klee Lebenslauf mit 60 Jahren in Ich-Form geschrieben (nicht wie viele heute in dritter Person) Schwebendes (vor dem Anstieg), 1930, Öl, teilweise gestempelt, Paul Klee schwebendes.jpg "Schöpferische Konfession" (1920), Paul Klee Abschnitt 1: Wesen der Grafik verführt leicht zur Abstraktion Formelemente der Grafik: Punkte, lineare, flächige und räumliche Energien Definition "Energie"? Abschnitt 2: toter Punkt erste bewegliche Tat: Linie Ausdruck, Dynamik und Psyche der Linie notiert Zentrum Paul Klee in Bern aufsuchen
Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel
Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel
Meine Bude, 1896, Feder, Pinsel und Bleistift auf Zeichenkarton, Paul Klee (Zentrum Paul Klee, Bern)
Meine Bude, 1896, Feder, Pinsel und Bleistift auf Zeichenkarton, Paul Klee (Zentrum Paul Klee, Bern)
XY-Plotter Robot, ansteuerbar mit Arduino
XY-Plotter Robot, ansteuerbar mit Arduino
Kunstlehre Paul Klee Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel paul-klee.jpg "Ich sah auch (mit Recht) gar nicht ein, dass aus fleißigen Aktstunden jemals Kunst werden könnte … Ich sollte ein Mensch werden vor allem, die Kunst würde dann draus folgern." nicht Akt für Akt zeichnen und nach starren Regeln der Kunst komponieren sondern seine "voller Leben durchträkte Beziehung zur Wirklichkeit" in Kunst umsetzen Meine Bude, 1896, Feder, Pinsel und Bleistift auf Zeichenkarton, Paul Klee (Zentrum Paul Klee, Bern) meinebude.jpg Bedürfnis nach absoluter Form 1901-1902 (21/22 Jahre alt) 1. Italienreise studierte "mit den Augen und den schöpferischen Intentionen des produktiven Künstlers" Werke der Antike und Renaissance Bildung eigenes Urteil über Kunstwerke "So weit bin ich jetzt, dass ich die große Kultur der Antike und ihre Renaissance überblicke. Nur zu unserer Zeit kann ich mir kein künstlerisches Verhältnis denken Und unzeitgemäß etwas leisten zu wollen kommt mir suspekt vor. Große Ratlosigkeit." "Ich will mir insbesondere nie vorwerfen, dass ich aus Unkenntnis verzeichne." während Italienreise: "Ich will die meisten Fäden, die mich mit früher verbinden, durchschnitten wissen." / "Ich trenne mich, von denen ich lernte. Undank der Schule! Was belibt mir dann? Nur Zukunft." künstl. Selbstfindung in der Folgezeit / Ausbildung eigenständiger Gestaltungsweise "Die Kunst, das Leben zu meistern, ist die Grundbedingung zu allen weiteren Äußerungen… Nicht nur das Leben in Praxis zu meistern, sondern greifbar innerlich zu gestalten und einen möglichst entwickelten Punkt dabei einzunehmen" "Ich hoffe immer, dass Echtheit des Wollens mehr Hemmung für mich sei als mangelndes Können" arbeitete hart / diszipliniert, aber mit Leichtigkeit, die Intuition Raum lässt zeichnete, radierte, malte gelegentlich, machte Naturstudien, fotografierte, studierte Anatomie mit Medizinstudenten, unternahm botanische Versuche, dichtete, las viel zwischendurch längere Pausen, "seiner Arbeit nicht zum Schaden" Entwicklung als Künstler / Kunsttheoretiker / Hochschullehrer durch 3 Aktivitäten (1) Erweiterung Kenntnisse über bedeutende Werke der Weltkunst in eigener Anschauung / Auseinandersetzung mit Gestaltungsweisen und zeitgenöss. Bestrebungen (2) intensive bildnerische Erkundungen / Herausfinden eigenes bildnerisches Weltverhältnis (3) auf eigene Kunstproduktion und -rezeption basierende Reflektieren über Kunst und künstl. Prozesse "Denn, dass ich nicht mit einiger Regelmäßigkeit gute Bilder male, resultiert eben aus meiner mangelnden Kenntnis von der Art eines guten Einzelwerkes" bei van Goghs Zeichnungen / Bildern und Ensors Grafiken bewusst geworden, dass Kunstwerk über Naturalismus hinausgeht, wenn Linie "als selbstständiges bildnerisches Element auftritt" Wunsch zw. frühem (menschlich schön, aber als Maler weniger gut) und spätem (wunderbarer Künstler, aber gezeichneter Mensch) van Gogh Vincent van Gogh Mittelweg zu finden Reduktion der sichtbaren Naturerscheinung aktive Wirkung von "Zwischenräumen" erkundete Gestaltungsmittel und -prinzipien nicht auf "Vorrat" nur die, die bei Realisierung seines Weltverhältnisses und Aussageabsichten am besten dienen konnten bemüht um Ausbildung und Ausprägung seiner eigenen Gestaltungsweise Kunst steht über Wissen, Wissen nur Teil der Kunst negative Haltung gegenüber Theoretisiererei Ablehnung Annahme, man könne zur Kunst gelangen, wenn man nur die Theorie richtig anwendet Kunst in Umbruchssituation "Welch ein […] Schicksal, Waage zu sein zwischen hüben und drüben" "Dabei sei es nützlich und unerlässlich, sich auf die 'Uranfänge von Kunst' zu besinnen, wie man sie in den Bildnereien der Kinder, der naiven Maler, der Naturvölker und der Geisteskranken antreffe" Streben nach Einfachheit / Reduktion auf einfache Formen bei Wahrung eigenständiger Wirkung weitverzweiger Prozess in der Kunst des frühen 20. Jhd. im Konstruktivismus radikal geäußert "In hellen Momenten überblicke ich nun zuweilen zwölf Jahre Geschichte des eigenen inneren Ichs. Das krampfige Ich zuerst, jenes Ich mit großen Scheuklappen, dann der Wegfall der Scheuklappen und des Ichs, jetzt allmählich wieder ein Ich ohne Scheuklappen." Kunstkritik Pullmann & Muse "Der Feuerlöscher Feuerlöscher", 28/30 Objekt (wie Punkt) im Kunstkontext = kein normales Objekt Muss Kunst als Kunst erkannt werden können? Ist es Kunst, wenn nur der Hinweis (Betitelung) darauf es zur Kunst macht? Musen-Dogma: "Ein Kunstwerk, das den Nachweis seiner Mittel nicht mit sich führt, ist kein Kunstwerk." ansonsten fällt Objekt in Lebenswelt zurück Feuerlöscher Feuerlöscher in Kunstraum wird zur Kunst, wenn von anderen Kunstobjekten nicht unterscheidbar Feuerlöscher Feuerlöscher = indirekte (ungewollte) Kritik am neuen Kunstbegriff "Wenn ein Verrückter, der einen Künstler vorgibt, von einem Künstler, der einen Verrückten spielt, in nichts zu unterscheiden ist, tritt das Problem des Feuerlöschers auf." Geradenbild Einzelgespräch mit Ohme Bresenham-Algorithmus Algorithmus in Computergrafik zum Zeichnen von Geraden oder Kreisen auf Rasteranzeigen (Punkte verbinden) im 2d-Abbild "Linie" mit letztem Wert bis zum nächsten Punkt "ziehen" f() = Funktion = Abbild mit mehreren Abbildern arbeiten (4 Verzerrungen) alpha, beta = Übergangsbereich-Zahlen / Wichtung bei jedem Punkt Summe von alpha und beta = 1 Wichtung mit map (je nach Bereich andere Wichtungen für Funktionen) map(px,30,50,0,1); 30 und 50: Zwischenbereich, in dem der Übergang stattfinden soll (bei 40 ist Verzerrungswechsel) constrain(); kleiner als 1. Wert = 1. Wert; Wert größer als 2. Wert = 2. Wert (abschneiden) Goldener Schnitt in Musik XY-Plotter Robot, ansteuerbar mit Arduino xy-plotter-robot.jpg Vorbereitung Testdrucke auf Plotter, PDF A0 führende Nullen einfügen: nf(a, 10);
Geradenbild Kurs Projekt Geradenbilder einige einfache Tests zur Bildwirkung erstellen mind. in 50x50cm ausdrucken / mattes Papier / von weitem anschauen (Entstehung Fläche) Tests: (1) Geraden zufällig auf Blatt verteilt (beginnen und enden im ausdruckbaren Bereich) (2) Gerade mit aktiver / passiver Bewegung (3) mit PHP erstelltes Bild aus Fotografie (mit unterschdl. Geradenlängen / Haufenbildungen) mit Processing: einfaches System mit Himmel-/Meer-Verzerrung erstellen (mit simplem Raster) math. Symbol für Goldenen Schnitt: Phi Phi (rund 1,618) = (sqrt(5)+1)/2 streckeA = gesamtStrecke / Phi (0,618*gesamtStrecke) streckeB = gesamtStrecke - gesamtStrecke / Phi (0,382*gesamtStrecke) Kunstlehre [t=]Linie / Op-Art Gestaltungs- und Formelemente Bild: (1) Punkt, (2) Linie, (3) Fläche, (4) Format, (5) Farbe Punkt = Ort, Linie = Weg Funktion der Linie (1) Umrissform Fläche / Körper / Raum durch Abgrenzung von Umgebung (2) eigenständiges Element (3) als Form für bestimmten Gegenstand stehen (wie Sonnenstrahl) viele feine, kurze Linien (Striche) spiegeln Oberflächenbeschaffenheit eines Körpers oder Struktur wieder darstellen von Bewegungen, Richtungen und Geschwindigkeiten Op-Art (optische Kunst), Stilrichtung der 1960er Jahre Ursprung im Bauhaus Bauhaus und russ. Konstruktivismus (1) kinetische Op-Art (3D) , (2) statische Op-Art (2D) präzise abstrakte Formmuster und geometrischer Farbfiguren Bewegung, Flimmereffekte und optische Täuschungen Wassily Kandinsky und Klee: Linie als dynamischen Punkt begriffen "Sie ist die Spur des sich bewegenden Punktes, also sein Erzeugnis" (Kandinsky) Zeichnen und Malen = Reise des dynamischen Punktes (Paul Klee) "Über den toten Punkt hinweggesetzt sei die erste bewegliche Tat (Linie)." Linienformen: (1) gerade, (2) gebogen, (3) gewellt, (4) geknickt Eigenschaften: (5) dünn / dick, (6) gleich / ungleich breit, (7) von einer oder beiden Seiten begrenzt, (8) durchgängig oder gestrichelt, (9) unterbrochen, (10) geometrischen oder organischen Ursprungs "Die Linie, so Klee, ist 'Gedanke', und der Gedanke ist 'Medium zwischen Erde und Kosmos'. Die Linie, die sichtbar macht, ist Mittler zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt. Die Linie ist aber auch 'die erste bewegliche Tat', ein primum movens – und damit schöpferisch. Die Linie gestaltet, sie wird Kunst. ‚Kunst', folglich, 'ist ein Schöpfungsgleichnis'" (nicht verstanden)
Reiz der Selbstbeschränkung: Charaktere Luigi und Mario, Mario-Spielreihe
Reiz der Selbstbeschränkung: Charaktere Luigi und Mario, Mario-Spielreihe
Lucas I (1986–1987), Öl und Bleistift auf Leinwand, Chuck Close, Metropolitan Museum of Art
Lucas I (1986–1987), Öl und Bleistift auf Leinwand, Chuck Close, Metropolitan Museum of Art
Der Heilige Dominikus, Andachtsbildnis in Zelle des Klosters von San Marco, Florenz
Der Heilige Dominikus, Andachtsbildnis in Zelle des Klosters von San Marco, Florenz
Madonna im Rosenhag, um 1445, Stephan Lochner, Wallraf-Richartz-Museum
Madonna im Rosenhag, um 1445, Stephan Lochner, Wallraf-Richartz-Museum
Friedrich Fröhlich, faul 'Das Entscheidende ist wohl Deine von Dir aufgedeckte mangelnde Motivation. Das musst Du ernst nehmen und daran arbeiten. Lass das mit der Muse einfach mal weg. Es geht eher um selbstbestimmte Motivation (= intrinsisch).' (Christian, 26.7.) [t=]notiert Bildpunkte eines Porträts zufällig neu anordnen (Information bleibt enthalten, aber nicht lesbar) Kunstlehre "Die Ästhetik des Pixels in der modernen Kunst", Alice Strunkmann-Meister Reiz der Selbstbeschränkung: Charaktere Luigi und Mario, Mario-Spielreihe mario.jpg bewusste Verpixelung in Zeiten der fast nicht mehr Wahrnehmbarkeit der kleinsten Einheit Lucas I (1986–1987), Öl und Bleistift auf Leinwand, Chuck Close, Metropolitan Museum of Art chuck-close.jpg Chuck Close (*1940), Maler, Fotorealist notiert mit durch Komprimierung entstehenden Artefakten arbeiten / Artefakte einfarbiger Flächen über Foto legen Technik Pointilisten: farbige Punkte gleichmäßig und strukturiert über Leinwand verteilt Paul Klee: "Auch das 'Ich' ist ursprünglich ein Punkt" (Pädagogisches Skizzenbuch, 1925) Vincent van Gogh Vincent van Gogh, Pixel Art Vorlesungsreihe "Aspekte zur Geschichte der Kunst", Prof. Dr. Daniela Hammer-Tugendhat (Kunst in der Urgesellschaft bis 19. Jahrhunderts) Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Tradition und Erneuerung (15. Jhd, Italien) Welt spiegeln, nicht nur heilige Geschichte nacherzählen bis 14. Jhd. Kunst in verschd. Teilen Europas parallel entwickelt Zünfte Künstler musste beweisen, dass er Meister seiner Kunst war danach durfte er Werkstatt eröffnen, Lehrlinge beschäftigen, Aufträge annehmen keine öffentl. Kunstschulen, Lehre bei Meister der Stadt unendliche Vielfalt an Meistern, Schulen, Experimenten Florenz: Anfang Umwälzung in der Kunst Brunelleschis Programm: Formen der antiken Architektur, Säulen, Giebel, Gesimse, in Baukunst einführen Bsp: Kirche mit Fassade, die Triumphbogen im röm. Stil darstellt antike Bauform musste Bedürfnisse eines Wohnhauses mit Mauern und Fenstern angepasst werden antike Form = Ausschmückung (Säulenordnung vorgetäuscht, Grundstruktur des Gebäudes nicht verändert) Leon Battista Alberti Wolfgang Alberti übersetzt gotischen Entwurf in antike Form (gotische Spitzbögen gemildert, antike Ordnungselemente benutzt) Der Heilige Dominikus, Andachtsbildnis in Zelle des Klosters von San Marco, Florenz angelico.jpg Fra Angelico (um 1386-1455), Maler Verkündung mit schlichter Anmut erzählt (kaum Andeutung greifbarer Körperlichkeit), wirkt umso ergreifender Andrea Mantegna (1431-1506), Maler und Kupferstecher Illussion von Raumtiefe erschaffen: Licht jede Entdeckung schafft zugleich neue Schwierigkeiten (Gefährdung eines gefälligen und befriedigenden Ganzen) Versuch richtige Zeichnung (Körper) mit harmonischer Komposition (Dreieck) zu verbinden 15. Jhd. im Norden Baukunst: Kluft zw. Norden und Süden (vor allem Florenz) gotischer Stil (Spätgotik) im 15. Jhd in Frankreich, Deutschland, England, Spanien "Flamboyanter Stil" = unendl. Vielfalt von Zierraten, wirkten zum Teil wie Märchenschlösser "Perpendicular Style" = gerade Linien statt Kurven und Bögen vorgezogen Grundriss einfacher, Kirche ohne Seitenschiffe, keine Pfeiler und steile Spitzbögen in Malerei nicht beachtet: math. Gesetze der Perspektive, Anatomie, Studium röm. Denkmäler Madonna im Rosenhag, um 1445, Stephan Lochner, Wallraf-Richartz-Museum lochner.jpg Stephan Lochner (um 1400-1451), Maler u.a. Vorbild für Romantiker im 19. Jhd. (Zauber einfacher Frömmigkeit, kindliches Gemüt)
Botschaften von Christo zum verhüllten Reichstag
Botschaften von Christo zum verhüllten Reichstag
Ausstellungsraum Kaufhaus Held
Ausstellungsraum "Kaufhaus Held"
MailArt in der DDR
MailArt in der DDR
verhüllt Kurs Bibliothek Buch "Verhüllen und Offenbaren" Botschaften von Christo zum verhüllten Reichstag verhuellen-offenbaren.jpg (1) pol. Botschaft: "Aktive Demokratie und Toleranz der Kreativität" Reichstag = architektonisches Symbol für geogr., pol. und geistige Spaltung Deutschlands, Europas und der Welt Reichstag selber kein Kunstbezug, pol. Gebäude Dialog zw. Künstler und Politiker Konfrontation von 2 Welten: Ost - West, Kunst - Politik, Demokratie - Diktatur Christentum: Thematisierung von Grenzen wie Gut - Böse, Freiheit - Sünde, Himmel - Erde, Diesseits - Jenseits "demokratisches Kunstwerk": aktive Demokratie und Toleranz der Kreativität kein pol. Projekt (Ablehnung Wanderausstellung, durch Bundeszentrale für pol. Bildung angeregt) Verleihung Bundesverdienstkreuz 1996: Wahl zw. Orden oder zwei verkauften Bildern: ihnen wären "die verkauften Bilder lieber" (2) künstlerische Botschaft: "Kunstwerke anstelle von Symbolen oder Botschaften" keine einfache Verpackung, "eher eine Transformation oder Metamorphose einer Strutur voller Details" durch Verhüllen tritt allgemeine Form besser hervor (sichtbarer, da Details verschwinden, größer, da Proportionen hervortreten, organischer, da Stoff in Wind bewegt) zum Anfang der Arbeit: Begriffe wie Transformation, Metamorphose, Bewegung, Formgestalt, Asymmetrie, Schichtung stehen im Raum bei Realisierung nur noch Hervorhebung der "visuellen Schönheit" Proklamierung einer Nicht-Botschaft: "[…] dass wir keine Botschaft haben […] Wir sind keine Erschaffer von Botschaften. Wir sind Künstler, Wir machen Kunstwerke" "Nur die Schönheit zählt" Kurs Standby zu spät Ausstellungsraum "Kaufhaus Held" kaufhaus-held.jpg Ausstellung 11.2. - 16.2.2014 (mit 2 Wochen Aufbauzeit und 1 Woche Abbau) verhüllt Kurs Bibliothek "Wir verhüllen den Reichstag nur für uns […] Unsere Kunstwerke geschehen zu unserem Vergnügen" (Ausspruch nach Genehmigung) Befreiung vor Interpretationsfestlegung durch Proklamation der subjektiven Schönheit jeder Betrachter kann somit selber interpretieren: "Alle Interpretationen sind richtig" verhüllter Reichstag = offenes Kunstwerk begrenzte Interpretationsfreiheit durch festgelegten Interpretationsrahmen "Wir borgen uns […] Raum aus […] Botschaften schon vorhanden. Wir erfinden sie nicht" (Tagesspiegel 1996) Parallele zur chr. Tradition: Botschaft der Verkündigung nicht von Paulus selber, nur der Empfänger (1 Kor 15,3; Gal 1,11 f.) Michelangelo: "Was nicht der Marmor schon in sich enthielt" Heilige Schrift arbeitet mit biblischen Bildern, Metaphern und Geschichten zur Annäherung an die Frohe Botschaft (3) die performative Botschaft: "Entsündigung, Tod und Auferstehung d. Reichstags" Pressezitat: "Christo ist erschienen, uns zu versühnen. Freue Dich. oh Christenheit" (Wochenpost, 1995) Gelegenheit durch Verhüllen eigenes Verhältnis zur Geschichte zu klären Verhüllen als "positive Provokation" verstanden durch Verhüllen notwendige Reinigung und Läuterung Reichstag mit neg. Erinnerungen: "Schwatzbude" (Kaiserreich), Ort des Scheiterns der Weimarer Republik, Sinnbild d. NS-Staates und leerer Torso ohne Bedeutung nach der Zeit des Zweiten Weltkrieges Zusammenhang Entsündigung und Verhüllung (Reinigung v. Sünde durch hinter-den-Vorhang-Treten im mosaischen Bundeszelt; Besprengung mit Opferblut: wusch Sünder frei; Ver- und Enthüllen des Kruzifixes in der Fastenzeit: offenbart Erlösungstod Christi am Kreuz zur Vergebung) MailArt in der DDR mail-art.jpg Kurs Standby zu spät Kunstlehre Vorstellung von Katalogen, die gefallen Schuber: Zugang zur Ausstellung, dadurch, dass einem mehrere Dinge entgegenfallen ein Thema, aber mit unterschiedlichste Arbeiten möglich "Angst vor Buch" billig aussehen - hochwertig sein Sammelkarten: je Raum eine Karte zum mitnehmen Katalog als Spielwiese für Betrachter / Interaktivität zuviel Spielerei: Konkurrenz zur eigentlichen Ausstellung Erfahrungen mit Schutzumschlägen, "ultra-ätzend" 2 Flyer nebeneinander = ergeben Inhalt but does it float Aufgabe bis nächsten Mittwoch: selber Karte gestalten für Standy-Ausstellung Vorstellung Arbeiten für Ausstellung
Tabernakel auf einer Stele in St. Maria (Sehnde)
Tabernakel auf einer Stele in St. Maria (Sehnde)
Kurs Standby zu spät Planung Dritt-Semester-Ausstellung Flyer, Plakate und Kataloge von anderen Ausstellungen mitbringen und diskutieren Ort in Leipzig ausdenken, wo Ausstellung stattfinden könnte Nora stellt sich mit Arbeit vor, Zeichnungen / Zeichenbücher Kunstlehre Konstruktion für eigenen Ausstellungsraum unabhängig vom "Umraum" ausstellen Raum-in-Raum, Refugium erinnert an Messestände / Einkaufspassagen Konstruktion in Galerie = Skulptur, Konstruktion in alter Halle = neutralen Raum schaffen, Konstruktion auf Kunstmesse = fällt nicht weiter auf notiert Kann eine Arbeit keinen Titel haben? Also auch ohne "Kein Titel"? Auch aus verwaltungstechnischer Sicht? 5 x selbstkasteit verhüllt Kurs Bibliothek Buch "Verhüllen und Offenbaren" weitergelesen 3 große monotheistische Weltreligionen Judentum, Christentum, Islam = Offenbarungsreligionen (Gott Jesus zeigt sich dem Menschen und offenbart sich) Offenbarung: lat. "revelatio" = "Enthüllung" des verborgenen und unbegreiflichen Gottes Mittelpunkt für Anbetung des Bundesgottes Jahwe im Judentum: Tempel zu Jerusalem Tora (Gottes Gesetzbuch) war hinter Vorhang verborgen heute Schriftrollen in Tüchern eingeschlagen und hinter Vorhang im Tora-Schrein aufbewahrt Christentum = Gegenwart Gottes in Gestalt Eucharistischen Leibes ("Danksagung", Abendmahl) Tabernakel auf einer Stele in St. Maria (Sehnde) tabernakel.jpg von Katholiken in einem Tabernakel (lat. tabernaculum "Hütte, Zelt") aufbewahrt Islam: Kaaba in Mekka durch schwarzen Brokatteppich verhangen "Verhüllen als symbolisches Tun zur Annäherung an Gott Jesus" Heilige Schrift in Überlieferung des Alten und Neuen Testaments voll von Geschichten des Ver- und Enthüllens im Umgang mit Gott Jesus 2 Grundtypen: (1) biblisches Vorhangsmotiv, (2) biblisches Verhüllungsmotiv zu (1) Moses Auftrag, Bundesrolle eine Wohnstätte aus Zelttüchern zu schaffen (Stiftshütte) Vorhang in Tempel von Jerusalem verbirgt nichts (Vorhang ist selbst die Botschaft) Zerreißung des Vorhanges: Gleichzeitig mit Tod Jesus Jesus am Kreuz auf Berg Golgatha (Mk 15,38) zu (b) Erscheinung von Gott Jesus immer von Verhüllungsmotiven gekennzeichnet Verhüllung des Herrn: heftiger Sturm, Erdbeben, Feuer, Säuseln, Rauch, Wokle, Wind) Ex 33, 20-23, Ex 3,6, Ex 13,21, Ex 34,34-35, Ez 1,4 Jesus Jesus = Offenbarung (Ebenbild des unsichtbaren Gottes), Kol 1,15 Auferstehung Jesus Jesus: Grab = nur Hüllen und Schweißtuch übrig selbst Maria erkennt Jesus Jesus nicht mehr (Joh 20,14) Verhüllungsvelum velum = lat. Segel, Hülle, Tuch, Plane, Vorhang heilige Gefäße: nur mit verhüllter Hand berühren Verwendung von Velen und Tüchern rund um den Altar: als Ort der Eucharistie betrachtet Kurs Standby Kunstlehre Vorstellung Raumideen für Ausstellung (1) Li.Abt.A 393B, zuständige Behörde in Lindenau Raum selber im Standby Bsp. Flughafengebäude: noch aufdrängender, Arbeiten wären dem ausgeliefert neutraler Raum: gibt es nicht (2) Halle 14, Zentrum für zeitgenössische Kunst keine Heizung (Februar-Ausstellung) notiert verhüllte Arbeiten umdrehen: die Welt und alles was in ihr drinne ist, wird verhüllt vor der künstlerischen Arbeit (wie würde das technisch gehen?) (3) Bus vom Kollektiv Artes Mobiles Kollektiv Artes Mobiles kollektivartesmobiles.jpg (4) im Kohlrabizirkus Institut für Zukunft (5) Galerie KUB Frage: Wie präsentiert man Netzkunst, die eigentlich für den privaten Raum konzipiert wurde, in einem Ausstellungsraum? Oder: Wie kann man eine Arbeit, wo zum Beispiel das Versenden von Post an zufällig ausgewählte Empfänger eine Rolle spielt, integrieren? Lediglich dokumentarisch zeigen? Künstlergruppe Famed
Statistisch-metrischer Versuch 4:2:2:1, Karl Otto Götz
"Statistisch-metrischer Versuch 4:2:2:1", Karl Otto Götz
Horber Madonna, wohl 1400-1410, Stiftskirche Heilig Kreuz
Horber Madonna, wohl 1400-1410, Stiftskirche Heilig Kreuz
Sphère - trames, François Morellet, Skulpturengarten Museum Abteiberg
"Sphère - trames", François Morellet, Skulpturengarten Museum Abteiberg
Kunstlehre Kurs Bibliothek Buch "Kunst als Konzept" Vorstellung 3 Künstler unterschiedlicher Herkunft (Frankreich, Deutschland, Polen) François Morellet (Malerei, Lichtkunst, Kinetische Kunst, Bildhauerei und Kupferstich) Zufall = Kompositionspartner "Statistisch-metrischer Versuch 4:2:2:1", Karl Otto Götz goetz.jpg Karl Otto Götz (abstrakte Kunst und Informell) R. Winiarski, ponlischer Künstler Spiel mit schwarzen/grauen/weißen Quadraten homogene Erscheinung trotz Schwankungen in der Dichte Vergleich zwischen nationalistischer Kunst und Kunst des Stalinismus: viele methodische Gemeinsamkeiten trotz unterschiedlicher Absichten Horber Madonna, wohl 1400-1410, Stiftskirche Heilig Kreuz madonna.jpg Spätgotik-Beispiel: "Schöne Madonnen", um 1400 von entweder einem reisenden Künstler oder vielen Künstlern geschaffen (ist unbekannt) West/Ost: gleiche Methoden / gemeinsame Tradition als Hintergrund minimale mathematische Methoden bedeutet unweigerliche Ähnlichkeiten starker Austausch zw. Künstlern in West und Ost keine wesentlich geografisch bedingten Unterschiede mehr (dennoch spezifische Merkmale wie US-amerikanische oder italienische Kunst) russische Konstruktivisten: Zurückdrängung der Subjektivität in der Produktion und objektive Strukturierung der Kunst, wie Alexander Michailowitsch Rodtschenko Theo van Doesburg (niederländischer Maler, Schriftsteller, Architekt, Bildhauer, Typografi und Kunsttheoretiker) Art Concret (Künstlergruppe, gegründet 1929): "die Kunst ist universell" Max Bill: "sie erstrebt das universelle und pflegt dennoch das einmalige" Hans Arp (Vertreter des Dadaiusmus und Surrealismus): "[gefordert ist eine Kunst, die] völlig frei ist von Anspielungen auf die Formwelt der sichtbaren Erscheinungen" Art Concret: "keine Anlehnung an die Natur, weder Sinnlichkeit noch Sentimentalität" Bill: "in ihrer letzten konsequenz der reine ausdruck von harmonischen maß und gesetz" bevorzugt: das Quadrat informelle Malerei (nicht-geometrische, gegenstandslose Kunst) "Sphère - trames", François Morellet, Skulpturengarten Museum Abteiberg morellet.jpg François Morellet: gegen Willkür der informellen Malerei seit 1952 seine Arbeiten in 5 mathematische Systemgruppen eingeteilt (1) Aneinanderreihung (2) Überlagerung (3) Zufall (4) Interferenz (5) Fragmentierung Erfindung zw. Linien, Flächen, Körpern, Kurven mit "Goldenem Schnitt": Natale Sapone Siegfried Ehrenfeld Ausgangsform: Quadrat, Nagelbilder ab 1974 "systematische Konfiguration" Position der Nägel anders als bei Uecker genau berechnet Leuchtwirkung der Nägel räumliche und flächenhafte Lumineszenzen genagelte Kreuzwegbilder: Interesse seitens der Kirche geweckt Almir Mavignier, Erfinder im Bereich der wahrnehmungsbezogenen "Op Art" (Stilrichtung in den 1960er Jahren, Vorstellung von Bewegung, Flimmereffekte und optische Täuschungen) Zahlensequenzen in Kreuzformen, diagonalen, horizontalen Reihen, Gruppen, Pyramiden, Quadraten, Dreiecken usw. (weiter ab S. 96)
Kunstlehre Kurs Bibliothek Buch "Kunst als Konzept" Form (Kreis, Quadrat, Rechteck) kann rational sein, Farbe wird dem emotionalen Bereich zugeordnet Konkrete Malerei: Verzicht auf abstrahierenden Verweis auf die sichtbare Welt, Formenrepertoire meist geometrisch, mathematisch kalkuliert, Farben rein Theo von Doesburg (1883 - 1931), niederländischer Maler, Schriftsteller, Architekt, Bildhauer, Typograf, Kunsttheoretiker Mitbegründer der abstrakten Malerei, Mitbegründer der Künstlervereinigung De Stijl über die Konkrete Malerei: "[…] Malerei ist ein Mittel, um auf optische Weise den Gedanken zu verwirklichen. Jedes Bild ist ein Farbgedanke" stärkste Ausdrucksform einer Technik liegt in ausschließlicher Verwendung eigener Mittel reine Ausdrucksmittel der Malerei: Farbe (positiv) und Nichtfarbe (negativ) Farbe sollte laut Piet Mondrian (niederländischer Maler) flach und primär sein asketische Beschränkung auf Primärfarben Rot, Geld, Blau und Nichtfarben (Schwarz, Weiß, Grau) Kasimir Malewitsch Kasimir Malewitsch: "Kunst von dem Ballast des Gegenständlichen" befreien (gegenständliche Welt nichtig und unwirklich) Buntfarben sind nur der Übergang von Schwarz und Weiß (Malewitsch Kasimir Malewitsch) notiert alte Idee in der HGB mit mind. 10 Arbeiten fortsetzen: Fotografie eines Ausschnittes einer Wand machen und 1:1 darüberkleben (Wirklichkeit nur noch durch sein Abbild sichtbar) Itten (Bauhaus Bauhaus), 1916: "Form ist auch Farbe. Ohne Farbe keine Form, ohne Form keine Farbe. Form und Farbe sind eins." De Stijl: rein intellektuelle Kunst Itten sah Regeln und Gesetze nur als Orientierungshilfe an Wladyslaw Strzeminski: "unistische Theorie": horizontal entlang eine Linie verschiedener Farben mit selber Intensität gleichmäßige Leuchtkraft der Farben (keine Farbe drängt sich vor, keine tritt zurück) Diet Sayler (deutscher Maler und Bildhauer): "Kunst ist weder nur emotional noch nur ratio, sondern unzertrennlich beides" Wahrnehmungseffekte Bsp: Horst Bartnig (deutscher Maler, Bühnenmaler, Grafiker, Plastiker): "72 Unterbrechungen, 72 Striche in vier Farben", 1995 "Illusion von Räumlichkeit des Bildkörpers erwecken, als […] fließende Bewegungen oder innerbildliches Auf- und Absteigen" vertikale Farbstreifen: Roland Helmers "Senkrecht - Rot, Blau, Grün", 1991/94 (Eindruck von Räumlichkeit durch Hervortreten der Farbe Rot)
Bayer Matrix
"Bayer Matrix"
Erwerbstätige nach Wirtschaftsgruppen um 1920 (U.S.A. und Großbritannien), Otto Neurath
"Erwerbstätige nach Wirtschaftsgruppen um 1920 (U.S.A. und Großbritannien)", Otto Neurath
Whole Earth Catalog, access to tools, 1969, $4
"Whole Earth Catalog, access to tools", 1969, $4
Kurs Von der Eingabe zur Ausgabe "Zu den technischen Implikationen elektr. Bilder" Mgl. AV-Labor (Bedienungen, Grenzen, Perspektiven) Digitalisieren von analogem Material (Foto, Film, Buch) Apotheke: Baumwollhandschuhe kaufen für Negative anfassen Edgar Leciejewski: Leipziger Künstler (wollte toten Igel in HGB einscannen) Studentische Probleme: (1) Qualitätsbegriff, (2) Datenspeicherung, (3) Analog / Digitale Wandlung, (4) dig. Bildbearbeitung, (5) Farbmanagment, (6) tech. Probleme beim Ausgabeprozess JPG: nach rechts wird geschaut, ob Farbe ähnlich, danach zusammengeführt (Qualitätsverlusst) Artefakte: heller Rand um dunklen Gegenstand Plagiat: in ähnlicher Form nachgemacht (bei HGB-Ausstellungen anscheinend nicht unhäufig der Fall / Kunstgeschichte) Sensibilisierung mit Technik (nicht der teuerste Scanner ist immer geeignet / wird benötigt) notiert aus einem Bild jeweils die Pixel einzeln herausnehmen und daraus ein neues Bild machen (einfarbig). Bild zerlegt in seine Bestandteile hardwarekalibrierter Monitor: farbkalibriert, der "mit der Mütze" über USB-Anschluss kommuniziert der Monitor direkt mit Grafikkarte Cloud-Computing: mtl. Betrag, um Cloud nutzen zu können (ständiger Netzzugang nötig) Funktionsweise von Farbmaterialien Negativfilm: orangene Farbe (Infarotlicht / langwelliges Licht wird abgehalten) Diafilm: wird ausgwaschen, danach durchsichtig Ausbelichter vorhanden, um digitales Bild als Dia auszugeben 3 Schichten: Gelb, Mangenta, Cyan (Silbderkörnchen, die übereinanderliegen) Kornstruktur von Negativen "Bayer Matrix" bayermatrix.jpg Rot, Grün und Blau liegen nebeneinander (wobei Grün dominiert / mit Verweis auf Natur) Raw-Format: kein Bild wird gespeichert, nur der elektr. Zustand (Spannungsspitze wird aufgezeichnet / als Zahlwert) Digitalkamera: mehr Rauschen, je höher die Iso-Zahl Vollformatsensor: 24 Millionen Pixel maximal, alles darüber wieder Rauschen (Sensorgröße <> Lichtphotonen) "falsches Objektiv auf falschem Sensor": schwarzer Randbereich Abhängigkeit der Beugung von der Blende (Blende 2, 22, 4 = Beugungsscheibchen 1.22, 13.42, 2.44) Photoshop: mehrere Bilder mit unterschiedlichen Schärfebereichen zusammenfügbar, wodurch ein scharfes Bild entsteht (ausprobieren) Chromatische Aberration: Abbildungsfehler optischer Linsen; entsteht dadurch, dass Licht unterschiedlicher Wellenlänge oder Farbe verschieden stark gebrochen wird notiert wenn Arbeit noch verkaufbar: grüner Aufkleber (dezenter Hinweis auf Mgl. des Kaufens) Farbräume: Photo RGB, Adobe RGB, sRGB, 2200 Matt Paper Proof-Station (Lichtkasten) D50: Tageslicht Kunstlehre Kurs Vortrag "Gesellschaft und Informationsgestaltung – Ursprünge, Beispiele, Theorie", Prof. Dr. Joachim Krausse bis 1920er Jahre kein Grafikdesign Illustratoren "Erwerbstätige nach Wirtschaftsgruppen um 1920 (U.S.A. und Großbritannien)", Otto Neurath neurath.jpg Otto Neurath, 1930 Buch über Ikonographie auf Niederländisch und Englisch erschienen zur Form über Silhouette kleinste Zeichen = große Erfindungen, wie + und - Mengenverhältnisse darstellen (keine genauen Zahlen) Veranschaulichung Entwicklung Stadt Rom / NY notiert Visitenkarte mit freiem Berufsfeld versenden und erhaltene Antworten visualisieren (Fotoportrait o.ä.) Kartographie: auf Genauigkeit aus Harry Beck, Ingenieur (elektr. Schaltpläne) und Grafiker Londoner U-Bahn-Netz wie Schaltplan dargestellt = topologische Darstellung Weltkarte: Prioritäten in aktuellen Weltkarten (oben, unten, links, rechts) neue Ansicht für globalisierte Welt gefordert (nicht hierarchisch) Dymaxion-Projektion, Mercator-Projektion, Kegelprojektion, Azimutalprojektion Dymaxion-Projektion von Architekt Richard Buckminster Fuller, nicht für einfache Darstellung geeignet Ergebnis: Hierarchien notwendig für gute Lesbarkeit Zentrismus bei Weltkarten (je nach Nation) Frage: ab wann gibt es Pfeile als Zeigesymbol (nicht unwichtig für Verständlichkeit von Münzen, die in 1.000 Jahren gefunden werden sollen)? Knud Lönberg-Holm "Whole Earth Catalog, access to tools", 1969, $4 wholeearthcataloge.jpg von Stewart Brand herausgegebener Katalog, ab 1968 23 x selbstkasteit
Das Zauberglas
"Das Zauberglas"
Der Künstler ist anwesend
"Der Künstler ist anwesend"
Kurs Standby Workshop SCREENTEST #4 Konzept für eigene Arbeit in der 3.-Semester-Ausstellung schreiben Thema: Standby; freie Arbeit; Entwürfe; Ausstellungsort genau beschreiben; bis zum 16.5. ausdrucken und vorstellen englische Begriffe: Screentest, Standby und mehr; auf Anfrage bei Screentest Hinweis auf Andy Warhol Andy Warhol "Screen Tests" ; Standby benutzt, da deutsche Wörter nicht so pregnant; bei Spiel mit den Wörtern: richtig; aber Wörter sollten nicht nur wegen der "Coolness" Verwendung finden Kunstlehre Workshop Screentest: Wir präsentiert man gut Arbeiten? Konzeption eigener Arbeiten (ohne bereits eine Arbeit vorliegen zu haben); Entwurfstechniken Videobeispiele für die Frage "Wie würdet ihr sie präsentieren?" "Das Zauberglas" zauberglas.jpg (a) "Das Zauberglas" von Bjørn Melhus (1991) : Ansicht in wandgroßer Projektion sowie in einem kleinen Monitor (b) "the oral thing" von Bjørn Melhus : über den Beamer sowie über einen quadratischen kleinen "Museums"-Bildschirm gesehen Röhrenmonitor: skulpturale Eigenschaften; TFT / Beamer: Bild steht im Vordergrund, "nackt" (c) "Six Apartments" von Reynold Reynolds (2007) ; Künstlervorgabe für Präsentation: kleiner Raum, schwarz gestrichen, Projektion wandfüllend, mit schwarzem Vorhang vor Eingang (d) "Banlieue du Vide" von Thomas Köner (2004) : wurde in Kinos gezeigt; sphärischer Ton, laut, einlullernd; kleiner Monitor = ungeeignet; mit und ohne Kissen zum Hinsetzen (e) "World Trade Center" von Andree Korpys und Markus Löffler : nicht raumfüllend, da es mit großem Gebäude nicht konkurrieren kann; "kleine" Menschen aus Vogelperspektive wirken einprägsamer; auf 8mm gefilmt (f) "Spookspeak" von Katherine McInnis: Filtersystem mit "bad words"; Liste dargestellt und vorgelesen Hauptfrage: Wo muss mein Video laufen? Notizen machen zu "Aus dem Leben eines Flugbegleiters" Möglichkeit (a): kleiner Monitor auf Podest; Draufsicht auf Handy; Original Handygröße; Klingelton aus 1 Lautsprecher direkt neben Monitor; Ergebnis: erreicht nie eine reale Installation (würde es aber gerne); nicht einnehmend, "Macht" des Handys kann nicht demonstriert werden Möglichkeit (b): in Bearbeitung Kurs DIRECT ACTION 2013 während des Monats der Performance in Berlin Thema dieses Jahr: Performance und Sprache (Website jedoch unverständlich) Beispiele gezeigt vom vergangenen Jahr: Katrin Herzner mit "OST" Marion Ritzmann Angebot des "Büro für Kunstvermittlung" (Oliver Breitenstein): "Ich schaue Kunst auch für Sie!" "Ich nenne es Arbeit!" "Tegel Drone" "Der Künstler ist anwesend" derkuenstleristanwesend.jpg "Der Künstler ist anwesend" von Florian Kuhlmann notiert Ich sehe über Webcam den Raum und beschreibe ihn von zu Hause aus; die Anwesenden im Raum hören meine Beschreibung (von ihnen selber) notiert "Hört mich wer?" "Hört mich wer?" "Hört mich wer?"; nur sagen, wenn niemand im Raum ist / Lautsprecher aus sind notiert Sprechen, wenn niemand zuhört (nachts) notiert Alle Floskeln aus Sätzen hinausschneiden: schauen, was passiert
Das unbekannte Meisterwerk, Honoré de Balzac
"Das unbekannte Meisterwerk", Honoré de Balzac
Pygmalion und Galatea, Jean-Léon Gérôme, 1890
Pygmalion und Galatea, Jean-Léon Gérôme, 1890
Kurs Philosophie 6. Gruppe: "Catherine Lescault: Fingierte oder reale Person? Porträt wovon? Wie verhält sie sich zu Gillette?" aus Totem (Leinwand, Farbe, Formen) Leben entstehen lassen 8 x selbstkasteit "Das unbekannte Meisterwerk", Honoré de Balzac dasunbekanntemeisterwerk.jpg 7. Gruppe: "Gibt es 'Gewinner' und 'Verlierer' in der Geschichte? Wer sind sie und warum?" Frenhofer (+): Anerkennung als Lehrender durch beide Schüler; Dargestellte als Geliebte (als lebendiges Gemälde); gesellschaftliche Stellung (wohlhabend) Frenhofer (-): verliert am Ende sein Lebenswerk; Anerkennung vom Anfang verliert er; verliert auch seine "Geliebte"; verliert Verstand und sein Leben Porbus (+): lernt durch Kritik von Frenhofer; Frenhofer wird Freund; darf Werk von Frenhofer ohne Gegenleistung sehen Porbus (-): Verlust: Lehrer; Verlust der Illusion, die er vom "Meisterwerk" hatte Pussin (+): erlang Wissen über Maltechnik, erhält Geld für kleinere Arbeit Pussin (-): verliert Ilussion von "großer Kunst" Gillette (+): Gewinn an Anerkennung eigener Schönheit Gillette (-): muss sichvor Frenhofer entblößen Catherine (+): Macht über Frenhofer bis zum Ende; Anerkennung durch Frenhofer; beeinflusst Beziehung von Pussin und Gillette nachhaltig Catherine (-): verliert am Ende das eingehauchte Leben Frenhofer: keine historsiche Figur; soll Schüler von Mabuse gewesen sein (müsste biblisches Alter erreicht haben); Pakt mit Teufel? 8. Gruppe: "Was hat der Mythos von Pygmalion mit der Balzac-Erzählung zu tun? Was bedeuten die mythologischen Figuren Proteus und Prometheus für die Erzählung?" Prometheus = "der Vorausdenkende", unsterblich "Die Fackel des Prometheus ist mehr als einmal in deinen Händen erloschen, und viele Stellen deines Bildes sind von der himmlischen Flamme unberührt geblieben." (S. 40) Pygmalion: König aus der gr. Mythologie; lebte nur noch für die Bildhauerei; Frauenfeind; er erschuf eine Elfenbeinstatue, die wie lebendige Frau ausschaute (durch Göttin auch Leben eingehaucht wurde) 10 x selbstkasteit Kunstlehre 9. Gruppe: "Was heißt in Balzacs Erzählung 'Natur'?" (1) universelle Natur göttlich, vollendet, vom "Hergott" (S. 39) geschaffen Natur = das Ideal, zu dem Frenhofer strebt in den Dingen & Lebewesen stecken: der Geist, die Seele und die Physiognomie, was erfasst werden will Form wird mit einem Proteus (wandlungsfähiger weissagender Meeresgott in der griechischen Mythologie) gleichgesetzt, bzw. steht noch darüber Sonne = göttliche Malerin des Universums Frenhofer kämpft mit der Natur, um ihr Geheimnis zu entreißen (sinnloser Kampf, da er nicht Gott Jesus sondern Mensch ist); aber dennoch: "alles an dem Alten überstieg die Grenzen der menschlichen Natur" Natur besteht aus Folge von Rundungen, nicht aus Linien (2) menschliche Natur, näher betrachtet: Künstlernatur Pygmalion und Galatea, Jean-Léon Gérôme, 1890 pygmalion.jpg Auftrag der Kunst / des Künstlers: nicht nachahmen, sondern ausdrücken Künstlernatur: "verrückte" Natur mächtig, sie missbraucht die Macht, indem sie Bürger und manche Kunstliebhaber zum verzweifeln bringt / in Unwissenheit zurücklässt spöttisch und gütig / reich und arm (alles im Künstler vereint) die seelische Natur / Mensch: unvollkommen (daran verzweifelt auch Frenhofer) 10. Gruppe: "Welche Bedeutung hat in der Erzählung 'die Linie'?" 9 x selbstkasteit 11. Gruppe: "Was drücken Picassos Illustrationen von Balzacs Erzählung aus?" (fiel aus, obwohl interessant) Ist das Meisterwerk das unerkannte Bild der Zukunft? (was nur noch nicht in jener Zeit erkannt wurde?) abstrakte Kunst war zu Balzacs Zeiten nicht vorgesehen Nachleben von Kunst: Auswirkung auf "reale" Welt 9 x selbstkasteit
E. T. A. Hoffmann, Selbstbildnis
E. T. A. Hoffmann, Selbstbildnis
Eugène Delacroix, Selbstbildnis
Eugène Delacroix, Selbstbildnis
Kunstlehre Kurs Philosophie Buch "Das unbekannte Meisterwerk" von Honoré de Balzac, mit Illustrationen von Pablo Picasso Pablo Picasso Kommentar vom Professor zum Thema Pause: "Die Zeitangabe ist nicht metaphorisch sondern wörtlich zu nehmen" 1. Gruppe: "Mit welchen ästhetischen und dramaturgischen Mitteln führt Balzac in seine Erzählung ein? In welches Verhältnis geraten Scham, Kunst und Liebe zueinander?" Vorstellung des jungen Mannes Neophyt (gr.-lat. "neu gepflanzt"): neu in der Kirche Aufgenommener oder zum Beispiel bei den Freimauern Wendeltreppe: Spirale / Ausdruck von Gefühlsleben / Schwindel Künstlerideal: romantischer, gefühlsintensiver Mensch 6 x selbstkasteit 2. Gruppe: "Die Kunstkritik Frenhofers. Ist sie identisch mit Balzacs eigener Auffassung?" "Ihr Maler, ihr glaubt, alles getan zu haben, wenn ihr ein Gesicht richtig gezeichnet und jedes Ding nach den Gesetzen der Anatomie an seinen Platz gebracht habt! […] bildet ihr euch ein, Maler zu sein und dem Herrgott sein Geheimnis entrissen zu haben!" (S. 38-39) E. T. A. Hoffmann, Selbstbildnis hoffmann.jpg Ernst Theodor Amadeus Hoffmann Vorbild für Balzacs Buch Denis Diderot: Zeitgenosse von Balzac, wichtiger Mann in Dingen der Kunstkritik Am Anfang vor allem Werke beschrieben, danach auch auf handwerkliche und inhaltliche Dinge eingegangen Spricht Balzac durch Frenhofer? "Die Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art" ("L’art pour l’art L’art pour l’art"): sollte nur sich selber dienen 2 Kunstgattungen zu jener Zeit: 1. sehr formstreng und 2. romantisch formstreng: u.a. bei "Napoleon auf dem Königsthron" (formstreng aber nicht realistisch) romantisch: Balzac ein Vertreter; Künstler Eugène Delacroix Eugène Delacroix, Selbstbildnis delacroix.jpg 14 x selbstkasteit 3. Gruppe: "Die Kunstpraxis Frenhofers. Wie verhält sie sich zur vorher geübten Kritik?" Rationalität versus Emotionalität trift nicht zu 4. Gruppe: "Die Geliebte als Modell: Was bedeutet sie für Kunst und Liebe?" Teufelskreislauf? Katz-und-Maus-Spiel? Geliebte - Modell - Objekt Musen = gr. "Göttin"; Inspirationsquellen u.a. für Dichter, Bildende Künstler, … 10 x selbstkasteit 5. Gruppe: "Der Tausch zwischen Frenhofer und Poussin: Worin besteht er? Gelingt oder scheitert er?"
Handvermittlungsstelle um 1880
Handvermittlungsstelle um 1880
Kurs video! 1 Minute zu spät Thema Netz Morse-Telegraph, 1844, Samuel F. B. Morse Morsealphabet: je häufiger ein Buchstabe vorkommt, desto einfacher der Code Kabelschiff »Great Eastern« verlegte 1866 erstes Atlantikkabel Handvermittlungsstelle um 1880 b_hgbleipzig-43-m.jpg weitere Erfindung für Kommunikation: Fernsprachanlage / Telefon Guttapercha: Isoliermaterial für elektrische Kabel Neurasthenie: nervöses Zeitalter, neue Krankheit, Hysterie Bild: Entwicklung Telefonverbindungen in den USA von 1890 - 1904 Kunstlehre Farbenlehre Goethe fast 40 Jahre daran gearbeitet Newton: Dunkelheit = Abwesenheit von Licht Goehte: Dunkelheit = eigene Qualität, steht Licht gegenüber »Farben geboren aus Dunkelheit und Licht« additive und subtraktive Farbmischung Film »Das Licht, das Dunkel und die Farbe«
Kurs Standby Kurzfilm von Reynold Reynolds und Patrick Jolley: »Burn« Kurzfilm »Living a beautiful life«, 2003, Corinna Schnitt Kunstlehre Kurs Bibliothek Buch »Holographie. Geschichte. Technik. Kunst« gr. Philosoph Hipparch: Quelle des Lichts liegt im Auge Platon: Licht strömt auch aus Gegenständen, treffen sich mit eigenem Licht und die Empfindung des Sehens wird erregt Euklid: Licht breitet sich geradlinig und strahlenförmig aus Newton: Licht besteht aus winzigen Partikelchen Huygens: Licht besitzt wellenförmigen Bewegungsverlauf (ähnlich wie Schall) heute: Licht als relativ schmaler Bereich aus einem weiten Spektrum elektromagnetischen Schwingungen definiert Wellenlänge zw. 400 und 750 nm = sichtbares Licht Welle = verbildlichte Darstellung Licht Geschwindigkeit: 300.000 km/s Wörter »narrativ« und »didaktisch« werden häufig in Diskussionen verwendet eine Mitstudentin hatte einen Albtraum, in dem ich vorkam
»Rain, Steam, and Speed«, 1844, William Turner
»Rain, Steam, and Speed«, 1844, William Turner
»Fünf Wochen im Ballon«
»Fünf Wochen im Ballon«
Kurs Kunst und Geschichte Geschwindigkeit und Bewegung »Rain, Steam, and Speed«, 1844, William Turner b_hgbleipzig-27-m.jpg britische Eisenbahngesellschaft, Eisenbahnbrücke über der Themse zw. Taplow und Maidenhead Zeit der Industrialisierung Kunstlehre Was bewirkt der Fortschritt in der Kunst / in der Gesellschaft? Utopie-Vorstellung in Raum und Zeit: wird konkreter; nicht mehr das Himmelreich, sondern Technik macht Utopie erfahrbar, Veränderung von Zukunftsvorstellungen »Fünf Wochen im Ballon« b_hgbleipzig-28-m.jpg Roman von Jules Verne, 1863 Farbe löst sich vom Gegenstand Fruchtbarer Moment Moment der Industrialisierung? Bewegungsunschärfe Lichtgeschwindigkeit: Vortrag in der Abteilung Nukleare Festkörperphysik, Universität Leipzig Planck-Zeit Gibt es in der Realität auch einen Augenblick? Kann die Zeit bis zum Stillstand geteilt werden?
M: »Du hast aber einen schönen Ball. Wie heißt du denn?«
M: »Du hast aber einen schönen Ball. Wie heißt du denn?«
Kurs video! für einige Minuten: Einzelunterricht, da andere zu spät kommen Kunstlehre Filmanalyse: »M: Eine Stadt sucht einen Mörder«, Fritz Lang, 1931 , Film in voller Länge: nach filmsprachlichen Kriterien analysieren M: »Du hast aber einen schönen Ball. Wie heißt du denn?« b_hgbleipzig-26-m.jpg (1) Dramaturgie: Wie setzt man eine Geschichte in Bildern um? (2) Kameraeinstellung/-führung: Bildgröße, Ausschnitt, nah/halbnah, amerikanische Einstellung, Totale (3) Beleuchtung (4) Location / Dekor / Bauten (5) Ton, Originalton, atmosphärischer Ton, Geräusche, Musik (6) Schnitt Vorspann: expressionistische Einführung Blüte des Expressionismus nach dem 1. Weltkrieg, Weimarer Republik realistische Sicht der Verhältnisse Inszenierungen Fritz Lang: penible Vorbereitung beim Filmen subjektiver Ton (Bsp: Blinder hält sich die Ohren zu: der Ton verschwindet) Suspence: Spannungsanstieg bis es nicht mehr geht
Kurs Standby 13 Minuten zu spät 2-Minuten-Vorstellung von Dingen, die einen aktuell beschäftigen notiert ein Augenzwinkern in Zeitlupe aufnehmen und wiedergeben; mit Musik hinterlegen: Sonnenunter- und Sonnenaufgang; im »schwarzen« Moment Moment: Stille notiert Briefe an fremde Personen verschicken mit kleinen Aufgaben; Ergebnisse dürfen zurückgeschickt werden; Sammlung im Netz Dieter Roth Dieter Roth Bibliothek »art.net« weitergelesen notiert Interaktion zwischen mehreren Browserfenstern auf dem Bildschirm eines Besuchers; Besucher agiert in verschiedenen Fenstern gleichzeitig; oder: mehrere Browser (Firefox, IE, Opera, …) ergeben eine Arbeit notiert erst wenn mehrere Personen (speziell nach Ländern, Zeiten) auf eine bestimmte Seite zugreifen, wird eine (was für eine auch immer) Arbeit kreiert notiert Animation oder Text über mehrere Browserfenster, die nebeneinander auf dem Desktop plaziert werden müssen Digital Landfill von Mark Napier notiert Verwesung von digitalen Daten: von Texten verschwindet täglich ein Buchstabe, von Bildern ein Pixel (Halbwertszeit?) notiert Links im Web automatisch ausfindig machen, die auf 404-Fehlerseiten führen Kunstkritik Napier: »Jahrhundertelang haben Künstler statische Kunstobjekte geschaffen, wie wir sie kennen: Gemälde und Skulpturen, die der Betrachter ansehen, aber nicht berühren darf. Jetzt haben wir die Möglichkeit, Kunst zu machen, an der der Betrachter teilhaben kann.« notiert Spam ein neues Wort geben: Spam-Nachrichten sammeln und das Wort, welches am häufigsten vorkommt, als neues Spam-Hauptwort verwenden Napier: Arbeit, wo Bewegung von Leuten im Raum auf dem Bildschirm durch eine wandernde Computermaus dargestellt wird notiert Bewegung in Töne umwandeln: Webcam erfasst Körperteile und je nach Bewegung ergeben sich andere Klänge Kunstlehre Kurzvortrag: Motion Tracking Kinect: Bewegung von Menschen digital nutzen Kinect Hard Detection Chris Vik und Brad Hammond lösen mit Kamera Ereignisse live aus TechEd: Microsoft, Klänge erzeugen 555 Kubik: Projection Mapping SYDNEY OPERA Omicron Große Frage: technische Spielerei anstatt Kunst? Steht der Effekt im Vordergrund? A Dandypunk: virtuelle Realitäten RESONANZEN LEIPZIG: Sounding Object - Singing Space (mit Max Schneider, künstl. Mitarbeiter für Audio) notiert Räume in Klang verwandeln Katrin: Rombergland Struktur zum Intervall-Projekt mit Katrin erstellt: (1) Biologie (Warnehmung, Auge, Gehirn, Nachbildeffekt), (2) Technik (Film analog), (3) Physik (Zeit, Augenblick, »gibt es eine kleinste Einheit von Zeit?«), (4) Philosophie (Was ist Realität?)
Soundmodul mit Aufnahmefunktion auf der Stirn (nahe dem Gehirn) befestigen
Soundmodul mit Aufnahmefunktion auf der Stirn (nahe dem Gehirn) befestigen
Kurs Standby 1 Minute zu spät Postkarte mit Hinweis zum Musik- und Kunstprojekt Cage100 Auswertung »Von Vertov zu Mindfuck« Ted Rossack und das »sallyrand« Kunstlehre Nachbildeffekt Schwarzbild zwischen den Bildern, Gehirn füllt die Lücke mit Bewegungseindruck Vertov über das Intervall (Zwischenbildliche Verschiebungen), 1922: (1) Korrelation der Einstellungsgrößen, (2) Korrelation der Perspektiven, (3) Korrelation der innerbildlichen Bewegungen, (4) Korrelation der Helldunkelwerte und (5) Korrelation der Aufnahmegeschwindigkeit notiert Soundmodul mit Aufnahmefunktion auf der Stirn (nahe dem Gehirn) befestigen b_hgbleipzig-23-m.jpg zum Thema Zwang Zwang passend: »Guten Morgen« auf Tonbandgerät sprechen und immer wenn es bei Begegnung gefordert wird, abspielen anstatt sagen bis Ende 1. Semesters soll mit Übungen die Wahrnehmung geschärft und festgehalten werden Notationsübungen Kommunikationsübungen notiert Zwischen den Intervallen: Eine Kaffeetasse wird gefilmt; Zwischendurch wird eine schwarze Fläche vorgeschoben und die Zwischentöne eines Intervalls erklingen (schrill); Anzahl der Zwischentöne zeigt die Anzahl der Aktionen an, die in diesem Moment Moment mit der Kaffeetasse vollführt werden; im Kopf des Betrachters entstehen Ideen Flicker-Effekt Mindfuck: umgangssprachlicher Ausdruck; Filme verweisen darauf, dass es vlt. keine Realität gibt, nur Träume; im Thrillerformat Film »Elefant« Kurs Bibliothek Buch net.art weitergelesen backspace.org jodi.org: Joan Heemskerk und Dirk Paesmans Paesmans: »
[Kunst ist] vor allem eine aufgeblasene Angelegenheit, die uns den ganzen Spaß an der Arbeit mit dem Netz verdirbt und uns ihre Standards aufzwingen will
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Kurs Standby Vorstellung von vier Videos zum Thema »Das Innere eines Intervalls«: sphärische Klänge lullern ein, Bildwahl beliebig, Verbindung von Musik zu Bild fehlt notiert mit Christian ausprobieren: jeder ein GPS-Gerät; 1 Startpunkt, 2 Wege, 1 Endpunkt; in Klänge umwandeln
Besprechung unseres Konzeptes im Rahmen des Workshops PREGNANT PAUSE bei Friederike Anders 8-mm-Film eingescannt, um zu Hause die unbelichteten Abschnitte für einen 1-3 sekündigen Film zu extrahieren Kunstlehre Kurs TALK ABOUT Vortrag von Friederike Anders: Intervalltheorie und die Konstruktion von Parallelwelten über eigene interaktive Arbeiten und Film-Montage-Praxis Ausleuchtung und Erforschung des Zwischenraumes russ. Filmemacher: Dziga Vertov viele Manifeste zur Montagetheorie Manifest »Wir«, 1922: Montage als Arbeit mit Grammatik der Bildkomposition betrachten Was geschieht, wenn die Montage nicht der Erzeugung von narrativer Kontinuität dient? Und was wird sichtbar, wenn Kontinuität lediglich als Produkt geschickter Montage erkennbar wird? notiert Multiple-Choice-Website: Anfang (Geburt) und Ende (Tod) stehen jedoch fest Jede Entscheidung (zur Seite blicken, nach vorne gehen, einen Kaffee trinken, Atmen) hat weitreichende Konsequenzen auf das zukünftige Leben plant Online-Datenbanken, wo kleine Clips mit Tags versehen werden und durch Aneinanderfügung zu Filmen werden können Vorstellung Film »Der Weltmarktführer / Die Geschichte des Tan Siekmann«, Biodata
Kurs Standby 2. Workshoptag Motion Capture: Bewegungserfassung Bullit-Time-Effekt: 360 Grad-Drehung (bei »Matrix« bis zu 122 Kameras für Erzeugung von Gleichzeitigkeit) Film »Inception« Aufgabe: Zeichnungen auf der Zeitebene machen Kunstlehre Thema: Realität und Traum Wie wird geschnitten? Wie kommt man von einer Zeitebene auf die andere? Wo befinden sich die Zwischenräume? Was sind die Unterschiede zu Vertov? Wie ist der Film strukturiert? Penrose-Treppe (endlose Treppe) Möbiusband »Sie kommen um geweckt zu werden« »Ihr Traum ist zur Realität geworden« Analyse Zeit, Raum und Schnitt notiert Traum-in-Traum-in-Traum-in-Traum: Ich schlafe, ich wecke mich, ich schlafe, ich wecke mich, ich schlafe, ich wecke mich (Endlosschleife) notiert Zeitwahrnehmung: Wie »Uhrwerke Nr. 1« nur das die Zeiger unterschiedlich schnell laufen, aber zu einem Zeitpunkt dennoch ein Wort wie »TICK« ergeben
»Der Mann mit der Kamera«, Dziga Vertov, 1929
»Der Mann mit der Kamera«, Dziga Vertov, 1929
Kurs Standby kein Donnerstaggruppenfrühstück Workshop mit Friederike Anders Regisseurin, Autorin, Cutterin Kunstlehre Themen STANDBY und PREGNANT PAUSE (warum immer Englisch?) Zwischenraum erobern mittels der Montage gestalten Standby: Bereichtschaft, aus aber nicht an, Pause ohne Erholung, zw. bereit und abwesend, Schwebezustand, »Möglichkeit«, »Verfügbarkeit« pregnant pause: pausieren (um Wirkung zu steigern), aktiver Pausenraum, Möglichkeitsraum zw. den Ereignissen, Lücke zw. den Ereignissen Dziga Vertov: Held der Filmmontage 1896 - 1954 »Der Mann mit der Kamera«, Dziga Vertov, 1929 b_hgbleipzig-5-m.jpg Kamera kann mehr darstellen, als das menschliche Auge (schneller / langsamer abspielen) »Wir nennen uns Kinoki!« Parallelmontage einfache Darstellung der Zeit: Ticken Augen zu - Jalousie zu / Augen auf - Jalousie auf großes Pferd - kleiner Schatten Stillstand: Standbilder Stop-Motion: unbewegte Motive werden durch Aneinanderfügung von Einzelbildern zu bewegten Motiven Bibliothek, Buch »Net.Art 2.0« angefangen Aufgabe bis Ende 1. Semester: Kurzfilm mit Thema »Standby« erstellen
Marmorkopie der Laokoon-Gruppe, Vatikanische Museen
Marmorkopie der Laokoon-Gruppe, Vatikanische Museen
E-Mail vom Vortag: »Der morgige Montagskurs ›Zufall, Beifall, Abfall‹ muss leider wegen Krankheit ausfallen« Kurs Kunst und Geschichte Vorbereitung für den Laokoon-Vortrag Marmorkopie der Laokoon-Gruppe, Vatikanische Museen b_hgbleipzig-9-m.jpg Besichtigung eines Abgusses der Laokoon-Gruppe nach Anfrage in der Gipsabguss-Sammlung der Universität Leipzig möglich Kunstlehre Fragestellungen: Wie bringt man einen harten, unbeweglichen Stein zum Leben? Wie kann man die zeitabhängige Bewegung/Handlung in ein unbewegliches Medium übertragen, doch so, dass die Bewegung, die Erzählung, sichtbar bleibt? Wie entsteht Theorie aus Kunst? Und was kann Kunst mit Theorie machen? Video Friedrich Tietjen: »Fotografie: Theorie, Geschichte und Kunstakademien« Kurs Positionen Vorstellung Professor Markus Dreßen Beispiele aus Grafikdesign und Buchkunst notiert Durch einen Kleiderschrank in einen Ausstellungsraum gelangen notiert Eine große Ich-Skulptur richtet seinen Blick immer auf den gehenden Betrachter (optische Täuschung) notiert Antwortkarten versenden notiert Radiosender für Projekte einspannen Künstlerin Christine Hill verbindet Kunst mit Geld (ebenfalls mein Thema) notiert Lichthof in der HGB: »verpixelte« Glasfläche (8x8 große Quadrate mit jeweils 4x4 kleinen) für Projekte (Beamer, Schatten, Laserstrahlen, Farben, Computerspiele) nutzen? Ich überlegte mir den richtigen Augenblick, wann ich das Anwesenheitspapier unterschreiben würde (hat geklappt)