[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kunstkritik

Kunstkritik Kunstbegriff Der Künstler und seine Zeit Kunst kann verlogener Luxus sein deshalb möchten einige Künstler zur Wahrheit zurückfinden L’art pour l’art L’art pour l’art übersteigt in Themen und Stil das Verständnis der Massen kann nichts von ihrer (der Massen) Wahrheit ausdrücken Menschen wollten, dass Künstler von der Masse für die Masse spricht Ideal einer unmittelbaren, allumfassenden Verständigung schwebt vielen Künstlern vor Kunst kann kein Monolog sein selbst unbekannte, einsame Künstler appellieren an Nachwelt um von und zu allen sprechen zu können, muss das Gemeinsame genommen werden was alle verbindet: Meer, Regen, Bedürfnis, Verlangen, Kampf gegen den Tod Künstler sollte Realist sein der einzig realistische Künstler wäre (würde er existieren) Gott Jesus alle anderen Künstler sind dem Wirklichen untreu Infolgedessen befinden sich die Künstler, die die bürgerliche Gesellschaft und ihre formale Kunst ablehnen, die von der Wirklichkeit und einzig und alleine von ihr sprechen wollen, in einer schmerzlichen Ausweglosigkeit. Sie müssen Realisten sein und können es nicht. Sie wollen ihre Kunst der Wirklichkeit unterordnen, aber man kann die Wirklichkeit nicht beschreiben, ohne eine Wahl zu treffen, die sie ihrerseits der Originalität einer Kunst unterordnet. Wirklichkeit kann nicht ohne Auswahl wiedergegeben werden über sozialistische Kunst: Ästhetik, die realistisch sein wollte, wird zu einem neuen Idealismus ebenso unfruchtbar für wahre Künstler wie bürgerlicher Idealismus Kunst hat da keine Bedeutung mehr, sie dient Lüge des L’art pour l’art L’art pour l’art: kennt das Böse nicht, übernimmt dafür Verantwortung realistische Lüge: erkennt zwar gegenwärtiges Unglück der Menschen an verherrlicht aber ein kommendes Glück, das niemand kennt beide Lügen: völlige Ablehnung der Aktualität sind fern von der Wirklichkeit, Kunst wird abgeschafft Was ist denn Kunst? Jedenfalls nichts Einfaches. einerseits verlangt der Mensch, dass Genie in einsamem Glanz erstrahlt andererseits soll sich Genie nicht von Allgemeinheit unterscheiden Balzac: Das Genie gleicht allen, und keiner gleicht ihm. Wie kann Kunst auf das Wirkliche verzichten und gleichzeitig ihm unterwerfen? Kunst als Auflehnung gegen Flüchtige und Unvollendete der Welt gesehen Künstler will Wirklichkeit veränderte Gestalt geben muss dabei Wirklichkeit beibehalten, da sie Quelle darstellt Kunst <> Ablehnung noch Zustimmung Kunst ist ein stets neues Hin- und Hergerissenwerden Zwickmühle: unfähig, Wirklichkeit zu leugnen, aber dazu getrieben, in unvollendeten Aspekt anzugreifen Und wenn die Formen nichts sind ohne das Licht der Welt so tragen sie doch ihrerseits zu diesem Licht bei. Frage nach genauer Dosis an Wirklichem in der Kunst Problem löst jeder Künstler für sich selber Künstler darf sich von seiner Zeit nicht abwenden, gleichzeitig aber nicht in ihr verlieren Prophet darf absolut urteilen Kunst hingegen verfolgt nicht Ziel Gesetze zu erlassen oder zu herrschen Kunst will verstehen Kunst ist nicht Richter, sondern Rechtfertiger Geheimnis des Lebens ist eins mit dem Geheimnis der Kunst. Kunst: ständige Spannung zwischen Schönheit und Schmerz freie Künstler: schafft sich seine Ordnung selbst Kunst kann nicht gelenkt werden an fremdem Zwang Zwang stirbt die Kunst Solange sie sich der Bequemlichkeit der Kurzweil oder des Konformismus hingeben, den Spielereien des L’art pour l’art L’art pour l’art oder den Predigten der realistischen Kunst, so lange bleiben ihre Künstler Nihilisten und unfruchtbar. Zeit (Ende 1950er geschrieben) der verantwortungslosen Künstler sei vorbei Freiheit der Kunst nicht viel wert, wenn sie keinen anderen Sinn hat, als Behaglichkeit des Künstlers zu sichern (kurzer Abschnitt über Nietzsche Friedrich Nietzsche und Lou Salomé)
(Notizen von heute und gestern) Kunstkritik Der Künstler und seine Zeit Der Künstler und seine Zeit, Albert Camus, 1958 selbst Schweigen hat gefährlichen Sinn Stimmenthaltung selbst als Entscheidung angesehen, wird bestraft oder gelobt für Künstler keine freiwillige Verpflichtung mehr Märtyrer: nähren sich von Tröstungen der Ewigkeit Löwen: nähren sich von blutigem historischen Fleisch Künstler nur Zuschauer sang zum Vergnügen, für sich selber oder um z.B. Märtyrer zu ermutigen Kunst verliert durch Verpflichtung an Beteiligung Unbeschwertheit und jene göttliche Freiheit, die Mozarts Musik atmet heute schaffen = gefährlich schaffen jede Veröffentlichung eine Tat Frage: Wie kann man inmitten der Schergen so vieler Ideologien die Freiheit der Schöpfung erhalten? Kunst wird nicht einfach nur von Staatsgewalten bedroht Kampf findet im Inneren des Künstlers statt Kunsthass (in der Gesellschaft) wird von Künstlern selber genährt Zweifel Zweifel Zweifel Zweifel der Künstler früherer Zeiten betrafen eigenes Talent Zweifel Zweifel heutiger Künstler betreffen Notwendigkeit ihrer Kunst, also Existenz an sich viele Gründe für Infragestellung der Kunst durch Künstler selber zeitgenössische Künstler könnten Eindruck haben, zu lügen oder ins Blaue hinein zu sprechen (wenn Geschichte nicht berücksichtigt wird) heutige Zeit (also bei Veröffentlichung Camus Prosa) durch Einbruch der Massen gekennzeichnet Masse an erbärmlichen Lebensbedingungen fließt in Bewusstsein der Gesellschaft ein man weiß um Probleme, kann sie nicht mehr leugnen insgesamt: freie Schaffen wird entmutigt, indem es in seinem Kern angegriffen wird, nämlich im Glauben des Schöpfers an sich selber oft schämt sich Künstler seiner selbst und seinen Vorrechten Frage, die Künstler sich selber stellen: Ist Kunst ein verlogener Luxus? Kunst muss Luxus sein, wenn sie sich harten Realität verschließt allerdings wird sie zum belanglosen Zeitvertreib, wenn sie sich Forderungen der Gesellschaft anpasst wenn Künstler Gesellschaft ablehnt und sich abkapselt: drückt Kunst Ablehnung aus aus Ablehnung wird Spaß oder Formtüftelei Camus geht auf Zeichen (statt Gold findet Handel mit Zahlen statt) als der Gesellschaft grundlegende Eigenschaft ein diese Gesellschaft hat eine Moral starrer Grundsätze zu ihrer Religion gewählt Gesellschaft verlangte von Kunst eine Übung ohne großer Bedeutung, eine Zerstreuung Gesellschaft begnügte sich mit nichtssagender Kunst Oscar Wilde: ihr größtes Laster sei die Oberflächlichkeit Kunstfabrikanten (Camus Wort für Künstler) haben sich mit Verantwortungslosigkeit abgefunden L’art pour l’art L’art pour l’art: Forderung nach Verantwortungslosigkeit als Zeitvertreib eines einsamen Künstlers Weiterentwicklung ist Salonkunst oder rein formale Kunst schließlich siedelt sich Kunst außerhalb Gesellschaft an schneidet sich von Gesellschaft ab je mehr sich Kunst spezialisiert, desto mehr wird es nötig, sie wieder volkstümlicher zu machen Bsp: Millionen Menschen haben Gefühl große Künstler unserer Zeit zu kennen, weil sie in Zeitung darüber gelesen haben verhüllt Die größte Berühmtheit besteht heute darin, Bewunderung oder Abscheu zu erregen, ohne gelesen worden zu sein berühmte Künstler sollten wissen, dass nicht sie berühmt sind nur ein anderer unter ihren Namen, der ihm schließlich entgleitet und vielleicht eines Tages den wahren Künstler in ihm umbringen wird Literatur der Auflehnung aus franz. Revolution entstanden stellte offizielle Werte in Frage aber: aufrechterhaltende und verknöcherte Ablehnung ist hohl geworden erstarrt in Vorurteil: Künstler nur groß, wenn er sich im Gegensatz zu Gesellschaft seiner Zeit befände deshalb viele Künstler schlechtes Gewissen, weil sie es nicht sind, und verlangen, gleichzeitig beklatscht und ausgepfiffen zu werden zeitgenössische Künstler lehnt alles ab selbst Tradition seiner Kunst bis er denkt seine eigenen Regeln schaffen zu können, hält sich schließlich für Gott Jesus wird so - fern der Gesellschaft - aber nur abstrakte oder formale Werke hervorbringen können Bibliothek Diplom Theorie in Bibliothek 2 Diplomarbeiten durchgesehen (1) Benjamin Kunath über Zickzack Phantom a) Titelseite (Titel, Autor, Zeichnung) b) 1. Seite mit "Diplomarbeit / Titel" "Vorgelegt von Name" "Betreuer: Name", "Klassenleiter: Name" "Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig" Datum c) Inhaltsverzeichnis mit Einleitung Formale Beschreibung Erste Auswertung (über Funde) Persönlicher Bezug Vergleich mit Graffiti-Tags (anderes Phänomen) Analyse Zeichen in zeitlichem Verlauf / Ort Hypothesen Auswertung Zeichnungen Technik (Stifte) Verknüpfung zu Zeichen und Schrift Künstler, die damit arbeiten (hier Hanne Darboven) Resümee Literaturverzeichnis (hier sehr kurz, da viel eigene Gedanken) Abbildungen (sehr viele, da Grundlage für Text) d) zusammenfassend: sympathisch, da eher eigene Recherche und Meinung gezeigt, als Kunstbücher zitiert Arbeit dürfte sich ohne große Mühe selbst erstellen leicht zu lesen, da ohne wissenschaftlicher Begriffe, einfache Sätze (2) Eva Beatrice Förster über Mutter-Kind-Performances a) Einleitung mit persönlichem Bezug zum Thema b) Theoretischer Teil Künstler-Beispiele mit Arbeiten und Zitaten c) Praktischer Teil eigene Arbeit vorgestellt (3) für mich Frage: Was will/kann ich? (+) eigene Arbeit mit einbeziehen auch Nicht-Kunst vorstellen / Alltag (wie Geraden in der Natur, verhüllte Gegenstände) Hypothesen / Theorien aufstellen meine Meinung / Gedankengänge aufschreiben eigene Tagebucheinträge / Standpunkte zitieren (zum Thema Zweifel Zweifel, verhüllt, Kinderzeichnungen, Geradenbilder möglich) kurzer Exkurs zu anderen Künstlern / Arbeiten / Zitate (nur nebenbei einpflegen) philosophischer Ansatz (wenn dann aber oberflächlich und immer nur in Bezug auf eigene Arbeiten, Erfahrungen, Nicht-Kunst) Text einfach schreiben, nicht verwissenschaftlichen Arbeit müsste größtenteils einfach entstehen, ohne Zwang Zwang, mit richtigem Interesse (Motivation) (-) nur über fremde Arbeiten reden viele wissenschaftliche Bücher durchlesen und zitieren (wäre ja nur Wiederholen von bereits vorhandenem Gedankengut / Wissen) Philosophie und Kunsttheorie im Vordergrund (4) Vorstellung weiteres Vorgehen 9. Semester (10.2016-2.2017): Mark Helmut Mark fragen, ob am Ende schon Modulprüfung ablegen, dann soweit alles fertig Vorbereitung Theoriearbeit 10. Semester (2.2017-10.2017): Theoriearbeit schreiben 11. Semester (10.2017-2.2018): Diplom im Februar 2018 Standpunkt Ich verliere nichts, wenn ich noch ein Semester hinten dranhänge. Der Titel Diplom-Künstler wird mir nach dem Studium so oder so nicht weiterhelfen. Er ist lediglich witzig und ich möchte ihn auf Visitenkarten schreiben. Würde ich schon im 10. Semester mein Diplom machen, hätte ich nichts gewonnen. Ich würde ja weiterhin Aufträge bearbeiten wie bisher und hätte weiterhin viel freie Zeit. So wie es bei Mark Helmut Mark rüberkam, sieht er kein Problem darin, was mein Diplom anbelangt. Ich zweifel zwar immer, ob ich überhaupt etwas Gutes zeigen kann, er anscheinend nicht. Schaffen werde ich es also so oder so. Wichtig ist lediglich, dass ich auch noch im 11. Semester, also kurz vorm Diplom, noch künstlerisch arbeite und innerlich nicht die Kunst schon aufgegeben habe. Der Drang etwas zu Schaffen muss weiterhin da sein. In den letzten fünf Jahren sind mir aber immer wieder Dinge eingefallen, ich glaube nicht, dass es mit der Kunst plötzlich vorbei sein wird. Und selbst wenn: Ich bräuchte keinen Abschluss. Alleine die Zeit an der Hochschule hat mich weitergebracht. Das 9., 10. und 11. Semester nutze ich nun vermehrt für Werkstattkurse. Stelle Flügeltürrahmen bei Alberti Wolfgang Alberti her und schaffe Friedrich-Büsten. Lerne etwas über Abgusstechniken, über Materialien allgemein. All das müsste ich ohne Studium teuer bezahlen. Auch kann ich die Zeit über noch den Plotter für kleinere Geradenbilder nutzen. Im Endeffekt gibt es dann nur noch einen festen Termin alle zwei Wochen: Die Klassentreffen. Alle anderen Kurse und Werkstatttermine kann ich so belegen, wie es mir nützt. Geldlich wird es bei 11 oder 12 Semestern auch kein Problem geben. am Dienstag ausleihen: D1853 (Der zweifältige Sinn: Über die Ambivalenz des Zweifelns), D1507 (Nichts los) haben wohl einen eher theoretischen Ansatz, deshalb durchgehen danach entscheiden, welche Richtung ich einschlagen möchte
Kindliche Zeichnung, A0, 31
Kindliche Zeichnung, A0, 31
notiert Museen in Bukarest aufsuchen (1) Muzeul Național de Artă al României, Calea Victoriei, 49-53, Mi-So 11-18 (2) Muzeul Național de Artă Contemporană, Am Palast des Volkes, Mi-So 10-18 (3) Muzeul Colecțiilor de Artă, Calea Victoriei 111, Sa-Mi 11-19 Narziß und Goldmund Kunstkritik Goldmund gehörte nicht zu jenen unseligen Künstlern, welche wohl hohe Gaben haben, zu ihrer Äußerung aber nie die rechten Mittel finden. […] welche aber nicht den Weg finden, sich dieser Bilder wieder zu entäußern und sie zur Freude der anderen herauszustellen und mitzuteilen. Solange eine Arbeit ihn fesselte, ihm schwierige Aufgaben stellte oder ihn seiner Fertigkeit bewußt und froh werden ließ, war er ein eifriger Arbeiter. […] vielmehr war es der andere, es war Narziß, der sich seiner Künstlerhände bediente, um aus der Vergänglichkeit und Veränderlichkeit des Lebens herauszutreten und das reine Bild seines Wesens darzustellen. Ach, dass aus Menschenhänden doch einzig solche Kunstwerke hervorgehen möchten, solche heilige, notwendige, von keinem Wollen und keiner Eitelkeit befleckte Bilder! Die Kunst war eine Vereinigung von väterlicher und mütterlicher Welt, von Geist und Blut Alle jene Kunstwerke, die wahrhaft erhaben und nicht nur gute Gauklerstückchen, sondern vom ewigen Geheimnis erfüllt waren […] hatten dies gefährliche, lächelnde Doppelgesicht, […] dies Beieinander von Triebhaftem und reiner Geistigkeit (Narziß und Goldmund, Hermann Hesse) mit Evgenij-Gottfried-Kunsttransport Flügeltürarbeit, Papprollen, verhüllte Arbeiten von Hochschule in Arbeitsraum gefahren (20 Euro) Testbild Öl auf Leinwand zerstört, Zwischenzustand mit freier Bandage(?) interessant Kinderzeichnung Kindliche Zeichnung, A0, 31 kinderzeichnung9-m.jpg in A0 mit 16 A4-Blättern umgesetzt Motiv in A4 neben Emma am Esstisch entstanden (in A4 allerdings obere Figur nicht kindlich genug gezeichnet)
notiert in Barcelona evtl. aufsuchen: Fundació Joan Miró , Museu Europeu d'Art Modern (MEAM) , Museu d'Art Contemporani de Barcelona (MACBA) in Basel: Jean Dubuffet (Fondation Beyeler) Einzelgespräch Bachmann 2 ABS-Platten (1) mit doppelseitiger Klebefolie zusammengeführt (2) mit Kunststoffkleber Ruderer L530 verklebt demnächst Motiv auf beide Ergebnisse fräsen Kunstkritik über "Diplom-Künstler" geredet was ein Diplom einem Künstler nicht bringt über den ständigen Zweifel Zweifel (anscheinend nicht nur bei mir so) diskutiert eine seiner Kommilitonen - besonders gute Zeichnerin - ist jetzt Friseuse über verschiedene Ansätze von Professoren geredet (einmal prägend für eigene Arbeit und einmal dem Kunststudenten wenig vorgegeben) über Beuys Joseph Beuys "Jeder Mensch ein Künstler" geredet (Erweiterung Künstler-Begriff zu Alltagstätigkeiten hin) überfüllte Kunsthochschulen über geschönte Biografien geredet (Ausstellung Halle 14, ohne Erwähnung, dass es Klassenausstellung war; so kommt es "wichtiger" daher) [Wühler!] bei Klassentreffen kann nur oberflächlich über Arbeit diskutiert werden, vor allem, weil - außer Professor und Dozent - alles Studenten sind, die selber noch dazulernen einer meiner Kommilitonen scheint sich nicht zu trauen seine gerade bei Bachmann gefertigte Skultpur in der Klasse vorzustellen Kommilitone Kommilitone kann sich nur oberflächlich mit Skulptur beschäftigen, solange es ein "Projekt" bleibt ansonsten wäre das ein jahrelanges Studium, was erst einmal nicht zu Ausstellungen führen würde Kritik an Ausstellungen im Grundkurs (sofort veröffentlichen, anstatt sich selber zu finden) Wie schafft man es, seine Arbeit zu zeigen, ohne sie zu platt zu beschreiben ("Mit meiner Arbeit hinterfrage ich kritisch …")? Bachmann hat sich offenbar als Student auch manchmal geweigert vorm Professor seine Arbeiten zu begründen (mein neues Vorbild?) notiert … verhüllt! geplantes Treffen mit Clemens ausgefallen / dafür Gespräch mit Evgenij
verhüllt Standpunkt Kunstkritik ausgedruckt, im Klassenraum aufgehangen u.a. "Das Verhüllen von Kunst zeigt, was ich über Gegenwartskunst denke." "Warum zeigen?" "Sie kann also wachsen, ohne störendem Einfluss von außen. Sie kann andere, neue Wege gehen. Sie kann aber auch scheitern. Nur weiß das der Betrachter?" "Vibrieren, weil in dem Kasten selber etwas blüht, quillt, den Rahmen zu sprengen droht. Das, was der Kunst abhanden gekommen ist, die eigene Position und der Blick in die Zukunft, kann wiedergeboren werden, ohne Altes zu wiederholen!" "Verhüllte Kunst ist alles und nichts. Verhüllte Kunst ist tot und voller Lebenskraft zugleich. Verhüllte Kunst verweigert sich dem Gesehen werden und hinterfragt damit alle andere Kunst." vordere Holzplatte mit Holzleisten verbunden, genagelt, für Dienstag im Klassenraum aufbewahrt
Kurs Farbe Weiss verhüllt Test verhüllte Arbeit mitgebracht und vorgestellt sehr ausführliches Gespräch über persönlichen und kunstkritischen Hintergrund sowie Betrachter-Perspektive Frage nach Öffnung des Ateliers (Arbeiten dort bei Besuch auch verhüllen, nur Arbeitsraum mit Materialien und Werkzeug erfahrbar?) Titelproblematik erst einmal Wunsch nach kompletter Verweigerung, evtl. Auflösung mit der Zeit (auch wenn noch nicht vorgesehen) Käufersicht: Mitwisser über Inhalt (Notizen von übermorgen) Kunstkritik Kunst "[…] wobei diese Entwicklung in Deutschland besonders begünstigt wurde durch Hitlers entartete Kunst Schmähung. Jeder narzißtisch-egozentrische Pfuscher, Murkser und Hochstapler konnte daher im Dunstkreis der Schutznebelwolke 'entartet' im Nachkriegsdeutschland zum wundersamen modernen Kunst-Genie emporen." "Die Wirkung ist immer relational und gilt niemals absolut oder abstrahiert von konkreten Betrachtungszusammenhang." "Künstler wissen ja oft gar nicht, wie sie zu ihren Gestaltungen kommen und das ist letztlich auch gar nicht nötig. Künstler sollen Gestaltungen schaffen, die von den Betrachter- und KonsumentInnen als künstlerisch wertvoll erlebt werden. Das ist alles, nicht mehr und nicht weniger." als Kunst wahrgenommen ist abhängig von: (1) Kultur (z.B. atzekisch, islamisch, abendländisch) (2) Situation (z.B. historisch, aktuell und momentan) (3) Ort (z.B. Museum, Galerie, Kunstakademie, Schule, Vernissage, Alltag) (4) Künstler (z.B. bekannt, berühmt, unbekannt, Laie, Kind) (5) Gegenstand (z.B. Gattung [Graphik, Bild, Skulptur, Raum], Sujet [Thema], Stil, Ausführung, Material, Inhalt und Form) (6) Betrachter (Kultur, Herkunft, Bildung, Abneigung, Vorlieben, Einstellung, Anspruch, Erfahrung, Verfassung) = es gibt keinen objektiven Kunstbegriff Eindruck ergibt sich aus (1) Werk und (2) Erfasser (Reiz und Reaktion)
Kunstkritik Zeitgenössische Kunst Meisterwerk (klassische Moderne) = Fremdwort in der Gegenwartskunst Malerei kein Leitmedium mehr Utopien der Moderne kein Thema mehr für Deutung der Welt kein Genie und besondere technische Fähigkeiten mehr notwendig Biennalen, seit 1989 weltweit neu gegründet = "Ursituation der Globalisierung" Themen der Gegenwartskunst: politische, wirtschaftliche, soziale Krisen sowie Verhältnisse zwischen Ökonomie und Politik oder Ästhetik und Ethik keine Behandlung von Utopien mehr (Blick in die Zukunft), sondern aktuell ungelöste Probleme im Vordergrund zeitgenössisch = hier und jetzt häufige Kritik an Gegenwartskunst: erscheint einfach, willkürlich, nur Fachpublikum verständlich Problem vieler Künstler: eigenes Werk wird von Kunstkennern mit "Bedeutungsschichten über Bedeutungsschichten geschwängert" Vorteil Unverständnis: Besucher dürfen sich wie Kleinkinder fühlen, neu entdecken, sich wundern Kommentar dazu: "Wenn das alles ist […] ist das verdammt wenig." "Denn leider ist diese Kunst […] belanglos, nur ein Spiel mit den Möglichkeiten der Technik. Schön und bestimmt kurzzeitig eindrucksvoll, aber eben genauso schnell auch wieder vergessen. Kunst als bloße mächtige Dekoration, ein schneller Hingucker, ohne Verweildauer, weil etwas fehlt: Bedeutung." "Künstler sind Kritiker, Kritiker Kuratoren und Kuratoren Künstler" Unreine, Hybride = Leitbild Hinterfragung schwer möglich, wenn Künstler, Kritiker oder Kuratoren sich in ihren anderen Eigenschaften selber hinterfragen müssten Grenzen (im Artikel auf Kritiker bezogen) sicherlich auch für Künstler vom Vorteil (man sollte kein Kurator sein und gleichzeitig selber ausstellen [am besten noch auf der eigenen kuratierten Ausstellung!]) Anspruch auf Objektivität heute schwer verfolgbar: "allenfalls die Kunsthistoriker dürften einordnen und richten" "gerechtes Sehen": Verständnis von Kunst im 19. Jahrhundert, wo an das "höhere Wesen des Künstlers" geglaubt wurde heute: persönliches, relatives Verhältnis zur Kunst gefragt Leibniz: alle Erkenntnis ist vom Standpunkt des Erkennenden bestimmt
Siebdruckplatte für Ohme im Klassenraum hinterlegt, 1 Bilderrahmen "liegender Akt" abgeholt Geradenbild Glasscheibe zwischen Plotterzeichnung und Foliendruck kein Problem, Bildtiefe +-0.5mm in Ordnung Werkstatt AV-Labor (1) 1 x Selbstporträt mit rot, grün und blauer Farbe leichte Drehung grüner und blauer Farbe (um -0,5° und -1°) Mit der Verdreifachung der Geraden und der leichten Drehung möchte ich die Bewegung, die der Geraden theoretisch inne liegt, auch materiellen Ausdruck verleihen. Ob mir das gelingt, wird das Ergebnis zeigen. Ergebnis mit RGB: unzufrieden, da überfüllt und zu verwaschen bei zweitem Plott Zentrum im Auge, nur rot (0°) und blau (-1°) (2) Selbstporträt 1 x in rot und blau, leichte Drehung, Auge im Zentrum Kunstkritik Relevanz der Kunst "Die Frage nach der Relevanz" Soll Kunst den Wissenschaften assistieren oder sind künstlerische Denk- und Wahrnehmungsanregungen eigene Wissensformen? Plato: das Schöne, das Wahre und das Gute umreißen unzertrennliche Trias schön <=> gut <=> wahr schön = angenehm? gut = wertvoll? wahr = das Richtige? heute neuer Überbegriff: Relevanz Tendenz gegenwärtiger Künste: "Artistic Research" prüft Erkenntnisleistung und Wissenschaftsfähigkeit der Künste Können sich durch künstlerische Denk- und Wahrnehmungsanregungen eigene Wissensformen entwickeln? Kunst dabei nicht als Zuarbeiter der Wissenschaft gesehen nicht Kunstwerk sondern die Recherche beansprucht dabei Relevanz ? Deutscher Kulturrat Kunst spiegelt gesellschaftliche Debatten wider bietet Reibungsflächen zur Auseinandersetzung mit Wirklichkeit Kunst = Ausdruck menschlichen Daseins Diskurse der Gesellschaft in Kunst sichtbar Den meisten Künstlern wird das doch total egal sein, oder? Förderung sei keine Subvention sondern Investition "Systemrelevante Kunst" Kunst an sich ("bei aller subjektiven Wertschätzung") unbedeutend Kunst kann aber aufmerksam machen, Missstände aufdecken, zum Denken anregen Schafft es die Kunst des 21. Jahrhundert auch, über die Unverbindlichkeit des rein Formalen, Strukturierten und Informellen hinauszuwachsen und wieder Stellung zu beziehen?
(mit Notizen von morgen) 2016-01-19.mp3 HGB Rundgang 2016 Siebdruckplatte 55x75 für Fräse vorbereitet mit Ohme Programm-Code besprochen / Fehler behoben 2 Ganzkörperporträts (für Plotterdruck und Druck auf Folie) geplottet morgen 2 weitere plotten + Körperstudie (1m lang bzw. längste Variante bei 42cm-breitem Papier) und Siebdruckplatte bei Ohme abliefern kurzes Gespräch mit Bachmann geführt er schlägt zweischichtige Kunststoffplatten vor (vordere Schicht = weiß, hintere = schwarz, dadurch gute Ergebnisse möglich) informiert mich, sobald Testplatten bestellt und angekommen sind Kunstkritik Kurs Vorlesung Relevanz der Kunst (Mitschnitt durchgearbeitet, mit persönlichen Ansichten Beteiligter) "postsouveräne Moderne" wirkt nicht auf etwas, sondern befindet sich innerhalb von Dingen, Verhältnissen, Relationen und Interaktion diese prägen, strukturieren und machen die Postmoderne aus Freiheit ist Teil der Postmoderne / wird von ihr vorausgesetzt radikal Radikal zu sein bedeutet Terror Kritik an etwas ermöglicht ein bisschen anders zu sein, aber immer noch mittem im "Spiel der Kräfte", also nicht außerhalb Wie kann eine zeitgenössisch künstlerische Praxis aussehen, die sich gesellschaftlicher Verantwortung entzieht? Teilnehmer will keinen "Leitfaden" für relevante Kunst vorstellen (wäre sehr angreifbar gewesen) möchte Frage in Bestandteile auflösen, keine Antwort liefern Kunst aus materialistischer Perspektive(?) im gesellschaftlichem Kontext: Tendenzen politischer Haltung als Spuren in Kunst wiederzufinden (auch ohne Intention Intention des Künstlers) Aufteilung künstlerischer Praxis in gut und schlecht zu einfach gedacht Für wen oder was macht man Kunst? Wer darf über Relevanz meiner Kunst urteilen? Gegen wen richtet man sich mit seiner Position? Teilnehmer findet es schwer, über relevante Strömungen / Praxen zu sprechen Adorno: Kampf zwischen Befürwortern und Gegnern / Kunstwerken und "entkunsteten Dingen" verhüllt notiert statt "Dilemma" Wort "Kampf" verwenden: "innerer Kampf zwischen (allzu menschlichem) Verlangen nach gehört zu werden und gleichzeitiger Infragestellung der eigenen (aber auch aller) künstlerischer Relevanz" 2016-01-20.mp3 Relevanz eigener künstlerischer Arbeiten bei Studenten: laut Meinung nicht geändert Themen haben sich nicht geändert (Fragen nach Selbstorganisation, nach Arbeitsbegriff, Politizität des kulturellen Schaffens, nach Kreativität) lediglich Konditionen, unter denen das stattfinden kann, haben sich geändert Kunstausbildung und Kunst sollen seit Bologna Effizienzkriterien gehorchen Selbstverantwortung steigt (Selbstorganisation und Administration, Verantwortung für gesellschaftliche Rolle etc.) wie kann dieses System für Unvorhersehbarkeit / neue Rollen / neue Aufgaben geöffnet werden? Hochschule = Unmöglichkeitsraum, wo angenommene Regeln außer Kraft gesetzt und neu geordnet werden können notiert insgesamt: überladen mit Fachbegriffen und Wörtern, die etwas eigentlich einfaches kompliziert machen meistens gar nichts verstanden, da mit für mich Neuwortbildungen überschüttet 2016-01-20-2.mp3 1x daumennagellänge Whisky Alkohol
Kunstbegriff Gute Kunst "Was ist gute Kunst", Hrsg. Wolfram Völcker Unterschiede gute / schlechte Kunstwerke Anziehungskraft einiger Kunstwerke (1) reine Geschmackssache, (2) gute Kunst im Museum, (3) Qualität der Kunst nicht definieren / messen "Und doch - es gibt Indizien. […] Immer dieselben Namen. Oft dieselben Werke. Meistens die gleiche Meinung. […] Ausstellungsbesucher stehen vor denselben 'Bildern' und bewundern Dürer, Matisse oder Baselitz." (a) keine Begründung, da Menschen (auch Kuratoren, Galeristen, …) von Natur aus auf Bewährtes zurückgreifen und somit einige Namen / Werke hervortreten (b) als Ausstellungsbesucher muss ich das sehen, was ausgestellt wird / was bereits gehypt ist 1. Eindruck: (1) Originalität d. Arbeit, (3) Neuartigkeit, (2) Geschmackssache danach: (1) Kraft, Impulse zu geben, (2) nach Jahren noch Neues / Ungesehenes offenbaren, (3) Stringenz, (4) Glaubwürdigkeit, (5) Konsequenz Künstler allg. ebenfalls: (1) stringent / schlüssig, (2) glaubwürdig, (3) konsequent immer: subjektiv, vom eigenen Betrachtungswinkel abhängig (u.a. bei Skulpturen Verhältnis zum umgebenden Ort) bei zeitgenössischer Kunst: Software (Intervention, die Künstler in unserem Denken vornimmt) wichtiger als Hardware (Werk an sich / Handwerk Handwerk) Qualität Videokunst Frage nach Qualität am Anfang (um 1965) für Künstler nicht wichtig (Spielzeug, erweitert Skizzenbuch) Qualität (neben histor. und themat. Trends) auch durch Umgang mit techn., ästhetisch., emotional. Details bestimmt vorteilhaft: "Das kann ich am besten mit einem Videotape ausdrücken" (siehe 4.9.) Präsentation mit entscheidend: (1) Projektion im Raum, (2) Monitor, (3) als skulpturales Ensemble / mehrere Monitore Technik sollte Inhalt verpflichtet sein, Nachbearbeitung sinnvoll genutzt werden Kunstkritik Kurs Pullmann & Muse "Die Pose", 30/30 gedankl. / weltanschauliche / künstl. Position / Haltung / Gesinnung im Kunstraum beziehen Nachfrage nach Veränderung und Stillstand konsequente Verfolgung nicht mgl. / führt zum Gegenteil des Gewollten Progressiver Künstler = mit blindem Eifer sich verändernder / nach vorne strebender Künstler jeder Unsinn kann als große Offenbahrung dem Kunstraum angedreht werden (siehe Höhepkt. Duchamps Pissoirbecken) Künstler als verhaltensauffälliger Systemkritiker = eigentl. harmlos / Unterhaltungswert Meinung Publikum bestätigen oder ablehnen = als Event angesehen 100 Jahre später wird "Dummes" zur großen Kunst erhoben "Solange hab ich aber nicht Zeit, Frau Muse."
Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein, 1939, Paul Klee
Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein, 1939, Paul Klee
Kunstlehre Paul Klee Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein, 1939, Paul Klee mann-sein.jpg notiert "Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein" erinnert formal an Karte "Hampelmann" "Schöpferische Konfession" (1920), Paul Klee Abschnitt 3: Elemente (grafische) sollen Formen ergeben, ohne sich dabei zu opfern Formen / Gegenstände: meistens aus mehrere Elemente im Zusammenhang Flächen: zueinander in Beziehung tretende Linien (wie Anbilck von bewegten Wasserläufern) unendliche Variationsmgl. durch formale Sinfonie "Am Anfang ist wohl die Tat, aber darüber liegt die Idee" Luther: "Im Anfang war das Wort" (Johannes, Kapitel 1) Abschnitt 4: "Bewegung liegt allem Werden zugrunde" Zeit für Entstehung von Linie über bewegenden Punkt "Zum Verstehen eines Bildwerks gehört ein Stuhl.", Anselm Feuerbach, 1829-1880, dt. Maler (Ermüdung des Körpers bei Betrachtung von Bild entgegenwirken) "Zeitlos ist nur der an sich tote Punkt" Kunstwerk = Genesis (altgr. Schöpfung, Entstehung, Geburt), niemals nur als Produkt erlebt Betrachten von Bild = zeitliche Tätigkeit (Teil für Teil des Bildes wird aufgenommen) "Das bildnerische Werk entstand aus der Bewegung, ist selber festgelegte Bewegung und wird aufgenommen in der Bewegung (Augenmuskeln)" (trifft das auch vollständig auf interaktive Netzkunst zu?) Abschnitt 5: alte Kunst = Dinge, die erlebt wurden, gesehen werden konnten oder gern gesehen worden wären neue Kunst = Relativität der sichtbaren Dinge offenbart (latente Überzahl anderer Wahrheiten als der nur abgebildeten) Gut-Böse-Beziehung Böse = mitschaffende Kraft am Ganzen, Mitfaktor Zeugung und Entwicklung Gleichzeitigkeit Urmännlich (böse, erregend, leidenschaftlich) und Urweiblich (gut, wachsend, gelassen) Urmännlich + Urweiblich = Zustand ethischer Stabilität "Aus abstrakten Formelementen wird über ihre Vereinigung zu konkreten Wesen oder zu abstrakten Dingen […] zum Schluss ein formaler Kosmos geschaffen" Abschnitt 6: Bsp. "Mensch schreitet über Deck eines Dampfers" (1) eigene Bewegung, (2) Bewegung des Schiffes, (3) Bewegung des Wassers, (4) Rotation Erde, (5) Bahn Erde, (6) Bahnen von Monden und Gestirnen, (7) usw. "Ergebnis: ein Gefüge von Bewegungen im Weltall, als Zentrum das Ich auf dem Dampfer" Gefüge von Zuständen des Wachstums (Bsp. blühender Apfelbaum) Gefüge von Funktionen zur Ruhe (Bsp. schlafender Mensch) Abschnitt 7: Polyphonie (altgr. "viel, mehr" und "Stimme"): verschd. Arten der Mehrstimmigkeit Herstellung Ruhe durch Bewegungsausgleich Formfragen: "ausschlaggebend für formale Weisheit, aber noch nicht Kunst" Aufruf: Villegiatur ("Sommerfrische") der Kunst nutzen, Gesichtspunkt wechseln, ablenkende Stärkung vor Rückkehr "zum Grau des Werktags" "Über den Wert der Kritik": Veröffentlichung in Heft, Rundfrage u.a. auch an Max Beckmann u.a. "Besitzt die Kritik Einfluss auf das Publikum?" - "Die kommerzielle Tragweite gebe ich zu" "Wege des Naturstudiums": Festschrift Bauhauswoche (Weimar), August 1923 Kunstkritik Pullmann & Muse "Laissez-faire", 29/30 Kunstlehre Klinger Max Klinger Malerei und Zeichnung, Tagebuchaufzeichnungen und Briefe "Malerei und Zeichnung Radierung jede, auf besondern Principien beruhende Künste seien" "die jede ein Gebiet hat, wo die andre, ohne auf die Dauer sich Zwang Zwang anzuthun, nicht folgen kann" Malerei durch Mittel auf äußere anschauliche Welt, Natur, Harmonie der Gegenstände angewiesen Malerei / Skulptur / Architektur: hauptsächliche Auseinandersetzung mit äußerer Erscheinung Kunstgattung Zeichnung: ohne Farbe, arbeit nur mit Licht "wahre Organ der Phantasie in der bildenden Kunst" Modellierung bei Zeichnung auf ein Minimum beschränkbar undefinierter oder gar kein Hintergrund Zeichnung: bestes Feld, "seine Lebens- seine Weltanschauung nieder zu legen" zu eigenen Arbeiten: "Entweder es ist etwas Künstlerisch werthvolles in meinen Sachen, oder; es ist ein Schein davon drin, und auf diesen hin, als Plakat, werde ich mode."
Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel
Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel
Meine Bude, 1896, Feder, Pinsel und Bleistift auf Zeichenkarton, Paul Klee (Zentrum Paul Klee, Bern)
Meine Bude, 1896, Feder, Pinsel und Bleistift auf Zeichenkarton, Paul Klee (Zentrum Paul Klee, Bern)
XY-Plotter Robot, ansteuerbar mit Arduino
XY-Plotter Robot, ansteuerbar mit Arduino
Kunstlehre Paul Klee Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel paul-klee.jpg "Ich sah auch (mit Recht) gar nicht ein, dass aus fleißigen Aktstunden jemals Kunst werden könnte … Ich sollte ein Mensch werden vor allem, die Kunst würde dann draus folgern." nicht Akt für Akt zeichnen und nach starren Regeln der Kunst komponieren sondern seine "voller Leben durchträkte Beziehung zur Wirklichkeit" in Kunst umsetzen Meine Bude, 1896, Feder, Pinsel und Bleistift auf Zeichenkarton, Paul Klee (Zentrum Paul Klee, Bern) meinebude.jpg Bedürfnis nach absoluter Form 1901-1902 (21/22 Jahre alt) 1. Italienreise studierte "mit den Augen und den schöpferischen Intentionen des produktiven Künstlers" Werke der Antike und Renaissance Bildung eigenes Urteil über Kunstwerke "So weit bin ich jetzt, dass ich die große Kultur der Antike und ihre Renaissance überblicke. Nur zu unserer Zeit kann ich mir kein künstlerisches Verhältnis denken Und unzeitgemäß etwas leisten zu wollen kommt mir suspekt vor. Große Ratlosigkeit." "Ich will mir insbesondere nie vorwerfen, dass ich aus Unkenntnis verzeichne." während Italienreise: "Ich will die meisten Fäden, die mich mit früher verbinden, durchschnitten wissen." / "Ich trenne mich, von denen ich lernte. Undank der Schule! Was belibt mir dann? Nur Zukunft." künstl. Selbstfindung in der Folgezeit / Ausbildung eigenständiger Gestaltungsweise "Die Kunst, das Leben zu meistern, ist die Grundbedingung zu allen weiteren Äußerungen… Nicht nur das Leben in Praxis zu meistern, sondern greifbar innerlich zu gestalten und einen möglichst entwickelten Punkt dabei einzunehmen" "Ich hoffe immer, dass Echtheit des Wollens mehr Hemmung für mich sei als mangelndes Können" arbeitete hart / diszipliniert, aber mit Leichtigkeit, die Intuition Raum lässt zeichnete, radierte, malte gelegentlich, machte Naturstudien, fotografierte, studierte Anatomie mit Medizinstudenten, unternahm botanische Versuche, dichtete, las viel zwischendurch längere Pausen, "seiner Arbeit nicht zum Schaden" Entwicklung als Künstler / Kunsttheoretiker / Hochschullehrer durch 3 Aktivitäten (1) Erweiterung Kenntnisse über bedeutende Werke der Weltkunst in eigener Anschauung / Auseinandersetzung mit Gestaltungsweisen und zeitgenöss. Bestrebungen (2) intensive bildnerische Erkundungen / Herausfinden eigenes bildnerisches Weltverhältnis (3) auf eigene Kunstproduktion und -rezeption basierende Reflektieren über Kunst und künstl. Prozesse "Denn, dass ich nicht mit einiger Regelmäßigkeit gute Bilder male, resultiert eben aus meiner mangelnden Kenntnis von der Art eines guten Einzelwerkes" bei van Goghs Zeichnungen / Bildern und Ensors Grafiken bewusst geworden, dass Kunstwerk über Naturalismus hinausgeht, wenn Linie "als selbstständiges bildnerisches Element auftritt" Wunsch zw. frühem (menschlich schön, aber als Maler weniger gut) und spätem (wunderbarer Künstler, aber gezeichneter Mensch) van Gogh Vincent van Gogh Mittelweg zu finden Reduktion der sichtbaren Naturerscheinung aktive Wirkung von "Zwischenräumen" erkundete Gestaltungsmittel und -prinzipien nicht auf "Vorrat" nur die, die bei Realisierung seines Weltverhältnisses und Aussageabsichten am besten dienen konnten bemüht um Ausbildung und Ausprägung seiner eigenen Gestaltungsweise Kunst steht über Wissen, Wissen nur Teil der Kunst negative Haltung gegenüber Theoretisiererei Ablehnung Annahme, man könne zur Kunst gelangen, wenn man nur die Theorie richtig anwendet Kunst in Umbruchssituation "Welch ein […] Schicksal, Waage zu sein zwischen hüben und drüben" "Dabei sei es nützlich und unerlässlich, sich auf die 'Uranfänge von Kunst' zu besinnen, wie man sie in den Bildnereien der Kinder, der naiven Maler, der Naturvölker und der Geisteskranken antreffe" Streben nach Einfachheit / Reduktion auf einfache Formen bei Wahrung eigenständiger Wirkung weitverzweiger Prozess in der Kunst des frühen 20. Jhd. im Konstruktivismus radikal geäußert "In hellen Momenten überblicke ich nun zuweilen zwölf Jahre Geschichte des eigenen inneren Ichs. Das krampfige Ich zuerst, jenes Ich mit großen Scheuklappen, dann der Wegfall der Scheuklappen und des Ichs, jetzt allmählich wieder ein Ich ohne Scheuklappen." Kunstkritik Pullmann & Muse "Der Feuerlöscher Feuerlöscher", 28/30 Objekt (wie Punkt) im Kunstkontext = kein normales Objekt Muss Kunst als Kunst erkannt werden können? Ist es Kunst, wenn nur der Hinweis (Betitelung) darauf es zur Kunst macht? Musen-Dogma: "Ein Kunstwerk, das den Nachweis seiner Mittel nicht mit sich führt, ist kein Kunstwerk." ansonsten fällt Objekt in Lebenswelt zurück Feuerlöscher Feuerlöscher in Kunstraum wird zur Kunst, wenn von anderen Kunstobjekten nicht unterscheidbar Feuerlöscher Feuerlöscher = indirekte (ungewollte) Kritik am neuen Kunstbegriff "Wenn ein Verrückter, der einen Künstler vorgibt, von einem Künstler, der einen Verrückten spielt, in nichts zu unterscheiden ist, tritt das Problem des Feuerlöschers auf." Geradenbild Einzelgespräch mit Ohme Bresenham-Algorithmus Algorithmus in Computergrafik zum Zeichnen von Geraden oder Kreisen auf Rasteranzeigen (Punkte verbinden) im 2d-Abbild "Linie" mit letztem Wert bis zum nächsten Punkt "ziehen" f() = Funktion = Abbild mit mehreren Abbildern arbeiten (4 Verzerrungen) alpha, beta = Übergangsbereich-Zahlen / Wichtung bei jedem Punkt Summe von alpha und beta = 1 Wichtung mit map (je nach Bereich andere Wichtungen für Funktionen) map(px,30,50,0,1); 30 und 50: Zwischenbereich, in dem der Übergang stattfinden soll (bei 40 ist Verzerrungswechsel) constrain(); kleiner als 1. Wert = 1. Wert; Wert größer als 2. Wert = 2. Wert (abschneiden) Goldener Schnitt in Musik XY-Plotter Robot, ansteuerbar mit Arduino xy-plotter-robot.jpg Vorbereitung Testdrucke auf Plotter, PDF A0 führende Nullen einfügen: nf(a, 10);
Kunstkritik Künstlerisches Forschungsseminar Wolfgang Becker, ehem. Leiter einer Kunstschule Lernen durch Aufzeigen des Ungereimten (u.a. Aufgabe Professoren an Hochschule) "Abstraktion: Grundlage für gegenständliche Malerei" Voraussetzung für gegenständliches Arbeiten: Beherrschung Abstraktion Spannung in Konstellation von Linien erzeugen ohne Spannung in Abstraktion wirken technisch einwandfreie Arbeiten nicht Beziehung zw. Elementen = Musik Schaffung Lebendigkeit im Künstlichen notiert Lebendigkeit in Linienbildern: durch (ungefähre) Richtungsangabe für Konstrukte (wie Wellenberge, Wolken) Wiederholung = kompositorisches Aufbauprinzip "Schonmal bemerkt?" für eigene Arbeiten: Auseinandersetzung mit Erkenntnissen in Neurobiologie "Man geht erst raus, wenn man wirklich was besonderes zu sagen hat. Und nicht weil man ein Bildchen gemacht hat" "Mittelmaß in der Kunst ist eine Scheußlichkeit" "göttliche Linie": drückt aus, stellt dar, ein Zeichen Konzept = Beschreibung des Forschungsganges eines Künstlers überprüfbare individuelle Entwicklung Kunst = Forschung Kunst = aktuell, nicht kopiert Selbstbefragung: Was will ich der Welt vorzeigen? Wo stehe ich? Wie komme ich zur Darstellung? "90% der Künstler sind Möchtegernkünstler, […] nur gemachtes Handwerk Handwerk" grundlegende Erfahrung im techn. / theor. / geschichtl. Gebiet wichtig Innovation = Erneuerung, Entwicklung in Kunst, Kunst neuen Schub geben insgesamt bei Videos: (1) Vortragender guter/lustiger Selbstdarsteller, (2) viele nützl. Weisheiten, (3) gut erklärt (muss aber im Praktischen nichts heißen), (4) Werbung für Kunstschule sticht hervor (meine Meinung zu priv. Kunstschulen ist allgemein verhalten)
Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (errichtet 1911 bis 1913 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis)
Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (errichtet 1911 bis 1913 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis)
Himmelsscheibe von Nebra (vor Restaurierung, 2002) © LDA Sachsen-Anhalt
Himmelsscheibe von Nebra (vor Restaurierung, 2002) © LDA Sachsen-Anhalt
Kunstgeschichte " class="markiert kurs">Ausstellung Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle "> Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (errichtet 1911 bis 1913 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis) landesmuseum-vorgeschichte.jpg Himmelsscheibe von Nebra (siehe 30. Oktober 2012) notiert Wie "Mona Lisa" medial vergöttlicht / emotional überladen; kann realer Betrachtung nicht standhalten vor 3.600 Jahren mit Schwertern, Beilen, Armspiralen, Meißel auf Mittelberg bei Nebra vergraben dargestellt: (1) Vollmond bzw. Sonne, (2) Sichelmond, (3) Plejaden , (4) symbol. Darstellung Nachthimmel später hinzugefügt: (1) 2 Horizontbögen (Darstellung Jahresverlauf Sonne) , Sonnenbarke Himmelsscheibe von Nebra (vor Restaurierung, 2002) © LDA Sachsen-Anhalt himmelsscheibe-nebra.jpg Enden Horizontbögen: Winter- und Sommersonnenwende Plejaden in Kombination mit Sonne und Vollmond: Ernte- und Aussaatdaten im bäurl. Jahr Kunstkritik Ausbildungssituation Kunsthochschule "Im Haus der totalen Bastelfreiheit", Elke von Radziewsky Vortrag, Wolfgang Becker Zitate Professoren über Situation "Ich bin nicht dafür zuständig, mir Sachen anzugucken." (Martin Kippenberger) "Beamtete Künstler gibts nicht." (Markus Lüpertz Markus Lüpertz) "Die Schüler profitieren schon genug davon, wenn er einmal über den Flur gehe." (Gotthard Graubner) "Deutsche Kunsthochschulen und Akademien sind keine sinnproduzierenden Lehranstalten mehr. Der Zerfall der Allgemeinbildung, die Auflösung des verbindlichen Fächerkanons […], die Relativierung der ästhetischen Maßstäbe und die unbegrenzte Auswertung des Kunstbegriffs haben an diesen Bildungsinstituten ein Niveau entstehen lassen […]" (Eberhard Fiebig) "Studenten sind zu sehr sich selbst überlassen.", "ohne Hintergrund und Tiefe", "orientierungslos" "[…] weil sie gar nicht wissen, was sie eigentlich wollen, nicht genug gelernt haben, was sie im Leben brauchen können. Deshalb versuchen sie das Studium so lange wie möglich zu besuchen, um im Mutterschoß der Universität mit allen Vergüngstigungen bleiben zu können." Kunst kann durch ernsthafte ästhetische Durchdringung ihrer Gegenstände genesen Ziel: Durchdringung der Grundlagen der Kunst alles andere: Gefühlsduselei und ständige Wiederholung "Aber nicht bei uns!" "Den Rat geben wir dann umsonst."
Kunstkritik Pullmann & Muse 27/30 "Sie wandern durch die Ausstellungen, haben irgendwelche Kataloge in der Hand und lesen. Bild siebzehn: Paul Cezanne, Stilleben mit Zwiebeln. Dann lesen sie, was auf dem Bild zu sehen ist, wann und warum es gemalt worden ist, schauen kurz hin und gehen weiter." "Der ganze Kunstsinn läuft nur noch über den Verstand. Fakten, Daten, Zusammenhänge" Kunstwissen <> Kunstsinn "In einer schnellebigen Zeit werden Bilder eben konsumiert wie fast-food." E-Mail an Ohme wegen Fragen zu Programm-Aufbau Linienbilder
Getreidefeld mit Raben, Öl auf Leinwand, 1890, Vincent van Gogh, Stedelijk Museum, Amsterdam
Getreidefeld mit Raben, Öl auf Leinwand, 1890, Vincent van Gogh, Stedelijk Museum, Amsterdam
Aufteilung Seestück, Gerhard Richter / Goldener Schnitt
Aufteilung "Seestück", Gerhard Richter / Goldener Schnitt
Test Welle (Ausschnitt)
Test Welle (Ausschnitt)
Geradenbild Raben in Kunst und Literatur Getreidefeld mit Raben, Öl auf Leinwand, 1890, Vincent van Gogh Vincent van Gogh, Stedelijk Museum, Amsterdam van-gogh-raben.jpg Dramatik / Spannung im Bild dicker Farbauftrag Arbeit mit Komplementärfarbe / Bedrohung Hans Huckebein der Unglücksrabe, Busch Die Vögel, Hitchcock (Stärkung Vorurteil) Rabenschwärme: dienen Bevölkerungsbegrenzung, Schutz vor Feinden, Partnerwahl Spieltrieb und Neugier Kurs Projekt Meer aus Linien mehr Arbeitsspeicher für größere Bilder: "Increase maximum available memory" (Bsp. "1024") PDF-Export allerdings nicht mgl. / leeres Dokument Aufteilung "Seestück", Gerhard Richter Gerhard Richter / Goldener Schnitt seestueck-schnitt.jpg z. Bsp. 120x80cm oder 300x200cm 2 x Horizont (durch Nebel Blick ins Unendliche) mit größerem Abstand zu Mittelpunkten: gröbere / größere Linien höchster Punkt Wellen: wenige Linien (heller) sichtbarer Wellenrücken: mehr Linien (dunkler) zum Rand hin mehr Wellendraufsicht mittlerer Bereich mit größerem Kontrast Seestücke (Foto-Collagen), 1970 Test Welle (Ausschnitt) welle.jpg 3D-Drucker in Stiftform günstiger Plotservice (allerdings nicht Linienverarbeitung) Pen-Plotter Kunstkritik Pullmann & Muse 26/30 Entstehungsakt, dem Mittel zu kunsthaftem Aussehen vorauslaufen = künstlerisch Kunst früher da als Bild / Kunst vortäuschen "Als hätten Sie die Kunst gemalt und nicht das Bild" "Soll ich etwa nett sein und lügen?" - "Mir wäre es jedenfalls besser bekommen." Ungegenständlichkeit / Abstrakte kein "Reservat für Kritikflüchtlinge" abstrakte Bildfloskeln
Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck © National Gallery, London
Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck © National Gallery, London
Kunstkritik "Die Beschwerde" (20/30), Pullmann & Muse "Eine Schaffenskrise, Herr Pullmann?" - "Eine Kunstkrise, Frau Muse." Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Frührenaissance (15. Jhd) / Wiedergeburt / Wiederbelebung gotisch = barbarisch = Schimpfwort der Italiener Italiener gaben den Goten Schuld am Sturz Röm. Reich Stimmung vom Zukunftsglaube und Selbstbewusstsein in Handelsstadt Florenz am größten führendes Mitglied Florenzer Künstlergruppe: Filippo Brunelleschi (1377-1446) studierte wahrscheinlich Tempel und Paläste in Rom Wunsch auf neue Architektur, die Elemente der klassischen Baukunst frei nutzt mit Säulen, Pilastern und Bögen gearbeitet Unterschied gotische Kunst: keine hohen Fenster oder schlanke Pfeiler antike Säulenordnung verwendet, jedoch ohne statischer Bedeutung Brunelleschi: Erfinder der Perspektive Masaccio, ital. Maler (1401-1428) für Renaissance-Meister neue Techniken und Entdeckungen niemals Selbstzweck eingesetzt, um Bedeutung ihrer Themen besser verstehen zu können Donatello, ital. Bildhauer (um 1386-1466) menschl. Körper am lebenden Modell studiert Modelle: meist Werkstattgenossen auch nördlich der Alpen schwappte Wunsch Widergeburt Antike über Claus Sluter, niederl. Bildhauer Gotik (um 1350-1405) Jan van Eyck, flämischer Maler (1390-1441) Merkmale: Wiedergabe Raum mit Konstruktion perspektivischem Liniengerüst, Kenntnisse in Anatomie, Gesetze der Verkürzung Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck © National Gallery, London janvaneyck.jpg Signatur im Bild mit "Johannes de Eyck fuit hic" ("Jan van Eyck war hier") "Natur einen Spiegel vorhalten" Erfinder der Ölmalerei Bindemittel Tempera = Ei Öl: genauer arbeiten, da längere Trocknungszeit, durchsichtige Farben, Schichten übereinander Künstler wird zum Augenzeige Konrad Witz, schweizer Maler (um 1400-1446) Arbeit mit wirklicher Landschaft (Genfer See) in Verbindung mit chr. Geschichte erschöpft Buch zur Seite gelegt
Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild
Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild
Totempfahl, Alaska
Totempfahl, Alaska
Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609–2584 v. Chr. © Kunsthistorisches Museum Wien
Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609–2584 v. Chr. © Kunsthistorisches Museum Wien
Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr. © British Museum, London
Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr. © British Museum, London
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild friedrich.jpg Die Kunst der Urzeit, der Primitiven und Altamerikas Anfänge der Kunst: ungewiss Kunst seit 200 Jahren = Luxus, Museen und Ausstellungen vorbehalten, Kostbares, Nutzloses Schnitzen und Malen hatten einst praktischen Zweck Häuser und Hütten sollten vor Witterung schützen, Bilder vor anderen Einflüssen / zum Zaubern Unterscheidung Wirklichkeit und Bild: bei manchen "Primitiven" nicht vorhanden in Hölen in Südfrankreich und Spanien Malereien entdeckt (15.000 - 10.000 v. Chr.) Darstellung von Mammuts, Rentiere, Wisente , wilde Pferde Verhältnis zu Totem (Tierverwandtschaft) Darstellung Wesen Mensch und Tier nicht Schönheit wichtig, sondern Brauchbarkeit (wie zauberkräftig die Darstellung ist) Zweck und Form festgelegt, Künstler sollte nur noch vollenden (mit genug Spielraum) Geschichte der Kunst <> Geschichte technischer Fortschritt Geschichte der Kunst = Geschichte sich wandelnder Vorstellungen und Bedürfnisse Masken: Beziehungen einzelner abgebildeter Teile zueinander wichtig / Einheitlichkeit und ornamentale Harmonie Totempfahl, Alaska totempfahl.jpg Gestalten und Totemtiere der Mythologie als Ornamente darstellen nordamerikanische Indianer: scharfe Naturbeobachtung mit vollständiger Nichtbeachtung des wirklichen Aussehens der Dinge Maske mit Adlerschnabel = Adler Totempfahl heute vieles nicht mehr verständlich (damals schon Konzeptkunst Konzeptkunst?) Kunst für die Ewigkeit (Ägypten, Mesopotamien, Kreta) es führt kein Weg von der Hölenmalerei zur Kunst von heute ungebrochene Tradition vom Meister zum Lehrling, vom Lehrling zum bewundernden Nachahmer wir sind Schüler der Griechen König = göttliches Wesen nach Tod wieder in den Himmel hinaufsteigen himmelwärts aufragende Pyramide sollten vermtl. Weg erleichtern Seele im Jenseits nur existenz, wenn Leib erhalten bleibt Grabkammern gefüllt mit Zaubersprüchen und Gebeten, um Reise ins Jenseits zu erleichtern Pyramide = ältestes Denkmal menschlicher Baukunst Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609–2584 v. Chr. © Kunsthistorisches Museum Wien aegyptischer-koenig.jpg Aussehen vom König durch Bildnisse in Granit erhalten Seele dauert im Bild fort (ägypt. Wort für Bildhauer: "Er, der am Leben erhält") Bildhauer sollte Modell nicht schmeicheln oder flüchtigen Moment Moment festhalten auf Vollständigkeit, nicht auf Schönheit bedacht (erinnert an heutige Landkarten) aufs Wesentliche reduziert, strenge Konzentration auf Grundformen des menschlichen Antlitzes charakteristisch für ägypt. Kunst: Vereinigung von abgezirkelter Regelmäßigkeit und aufmerksamer Naturbeobachtung Bilder solltem "am Leben erhalten" Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr. © British Museum, London garten-nebamun.jpg Darstellung von charakteristischster Seite Seitenansicht: Kopf, Arme (Bewegung), Beine (Bewegung), Bauch Frontalansicht: Auge, Schulter, Oberkörper, Hände mit zwei linken Füßen Wichtigkeit durch Größe der Darstellung gegenüber anderen Personen ausgedrückt Kunstkritik Pullmann & Muse Künstler vs. Kulturschaffender, Kunst machen vs. Kultur machen Kunst = eigener, persönlicher Zugang; wiedersetzt sich Normen Kultur = kollektiver Prozess; sicheres Fortbestehen (Rituale) mit Elend von Menschen Kunst machen ethisch korrekt? "Das Anliegen wird missbraucht, um Kunst zu machen. Die Kunst wird missbraucht um den Missbrauch zu beschönigen." Provokation von Avantgardisten = Werbetricks, um aus der Masse herauszustechen Avantgardist kritisiert gesellschaftl. Wirkungslosigkeit der Kunst Publikum amüsiert, beschimpft zu werden Wirkung von Kunst / Sinn von Kunst Kunst = Ver-rückt-sein der Perspektive zum alltäglichen Leben
Bildnis der Mutter, Albrecht Dürer, 1514
"Bildnis der Mutter", Albrecht Dürer, 1514
Engel (Ausschnitt eines ALtars), Öl auf Holz, Hans Memling, um 1490
Engel (Ausschnitt eines ALtars), Öl auf Holz, Hans Memling, um 1490
Madonna im Grünen, 1505-1506, Öl auf Holz, Raffael
Madonna im Grünen, 1505-1506, Öl auf Holz, Raffael
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich es gibt "die Kunst" nicht, es gibt nur Künstler Bedeutung je Zeit und Ort andere Nachdenken und Reden über "Wesen der Kunst" hat Künstler mehr geschadet als genützt Ablehnung Kunst aus pers. Erinnerung (falscher Grund) Vorliebe für Hübsches und Gefälliges; Ablehnen von weniger Anziehendem vermeiden "Bildnis der Mutter", Albrecht Dürer, 1514 bildnis-mutter.jpg großes Kunstwerk durch unbedingte Ehrlichkeit Begriff "Schönheit" was schön ist, ändert sich so oft wie Geschmack und jeweils geltende Maßstäbe Engel (Ausschnitt eines ALtars), Öl auf Holz, Hans Memling, um 1490 hans-memling.jpg Begriff "Ausdruck" Ausdruck leicht verständlich: schnell tief berührt und erschüttert (Bsp.: Leiden und Triumph der Passion) "Es ist nicht nur bei den Menschen so, dass uns die Zurückhaltenden und Verschlossenen häufig am liebsten sind" Geheimnis nicht auf den ersten Blick preisgeben Verzerrung der Natur: bestimmte Wirkung erzielen "Wie immer wir über moderne Künstler denken, eines können wir ihnen ruhig zutrauen: die Fähigkeit 'richtig' zu zeichnen" Neigung der Menschen, konventionelle Formen und Farben als einzig richtig zu halten (Trägheit und Widerwille) Sterne in Kinderzeichnungen = gelbe sternförmige Formen Künstler: Welt mit neuen Augen sehen und mit hergebrachten Vorstellungen und Vorurteilen aufräumen Kunstwerk <> Ergebnis mysteriöser Tätigkeit Kunstwerk = Gegenstand vom Menschen für Menschen Bilder und Statuen in Museen häufig nicht als Kunst entstanden (sondern für bestimmte Gelegenheit und Zweck gefertigt) Künstler meist zurückhaltende Leute Ausprache über Kunst oft schwierig, da weniger leicht in Worte fassbar / eher ein Gefühl 'richtige' Gleichgewicht Madonna im Grünen, 1505-1506, Öl auf Holz, Raffael raffael.jpg (zuvor einige Studien für die "Madonna im Grünen" mit unterschdl. Beziehungen und Ausdrücken der Dargestellten) Frage des Geschmacks - Geschmack kann man bilden an Kunstwerke mit unvoreingenommenen Geist und offenen Sinn herantreten Gehirn sollte nicht mit großen Worten und imposanten Fachausdrücken "voll gestopft" sein besser: über Kunst gar nichts zu wissen Menschen mit Wissen tun Dinge, die schön, ausdrucksvoll oder richtig gezeichnet sind, häufig als Kitsch ab leerer Streit um Worte (Was ist Kunst? Was ist Kitsch?) Gefahr bei Wissen: Kunstwerk wird nicht mehr angesehen, sondern sofort mit Etikett versehen Kunstkritik Pullmann & Muse Kunst sollte etwas alltägliches sein, nichts besonderes (Erfurcht entbehrlich) Übereinkunft über Sonderstellung Kunstraum Kunstraum = Kirche Banales wird zum Wunder erklärt Zelebrierung der sakralen Abgehobenheit Kunstakademien werden zu Universitäten (mehr Theorie als Praxis) Erklärungsbedarf Kunst = unerschöpflich "Theoriekünstler" selbsterhaltendes System ("Künstler-Professoren") "Die Malerei ist nur noch ein Zitat der Malerei" These: "Werke müssen sich in Theorie auflösen lassen, sonst sind sie nichts weiter als ästhetischer Firlefanz." berühmt werden wollen = albern Umstände wichtig, Verweise auf eigene Person, Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) der Name, nicht die Kunst zählt Kunst ist nicht messbar, deshalb Klammern an Kuratoren Musensohn = Dichter "An den Haaren herbeigezogene Kunst ist noch schlimmer als Kitsch"
Kritischs zum Kunstbetrieb - Pullmann & Muse, Heinrich Spaeth und Penelope Georgiou
Kritischs zum Kunstbetrieb - Pullmann & Muse, Heinrich Spaeth und Penelope Georgiou
Die Geschichte der Kunst, Ernst H. Gombrich
"Die Geschichte der Kunst", Ernst H. Gombrich
Kurs Spielwiese für Hard- und Softwareprojekte Recherche zu externen Schrittmotor an Mechanik von Uhrwerk ankoppeln Beisatzrad mit 0,2mm Zapfen Durchmesser Kunstkritik Pullmann & Muse Kritischs zum Kunstbetrieb - Pullmann & Muse, Heinrich Spaeth und Penelope Georgiou pullmann-und-muse-k.jpg "Male ich, denke ich nicht an die Kunst. Denke ich an die Kunst, kann ich nicht malen." "Die Betrachter Ihrer Bilder werden denken: Das ist Kunst." Kunst ist an Konkretes gebunden These: das Kunstwerk ist obsolet / Kontext zählt ohne eigentlichem Kunstwerk heißt: Tummelplatz für Kuratoren ART (von Kuratoren erzeugt) <> Kunst ständig neue Paradigmen = Meinungsänderung der Kuratoren Das Neue gut finden (neue Themen, neue Strategien, neue Leute) Physiker, Theoretiker, Philosophen einbinden Heiligenschein der Wissenschaft um seiner selbst willen geschaffene Kunst möglich? Paradigma zeitgenössischer Kunst: Kunstraum macht Kunst Kunstraum ist dort, wo berühmte Künstler sind (andere eifern ihnen nach) die Nichtberühmten schaffen den Kunstraum Befreiung der Kunst von der Schönheit Kunst richtet sich immer an die Sinne Kunst beschäftigt sich nicht mit der Welt, nur mit der Vorstellungen von ihr imaginäre Welten ("als-ob") Kunst endet, wo Leben echt wird "Können wird als Gegenteil von Kunst angesehen" - "Dem Können weichen nur die aus, die nichts können" für "idiotische Dinge" wird Segnung des Kunstraumes benötigt "Ihre Zeit wird kommen, wenn die Kuratoren-Kunst keinen Deut mehr wert ist" Gerede über Kunst <> Kunst nicht definieren, sondern machen erst Gedanken machen und dann malen, oder erst malen und dann Gedanken machen nur Oberlehrer erklären Kunstwerke Kunstraum-Sprache, nichtsbedeutend "kritische Analyse", "dekonstruktiv" (einer Entwicklung entgegenwirkend), "strukturell", "idiosynkratisch" künstlerische Unschuld im Kunstbetrieb Kunstraum dreht sich um sich selbst Kunst im Kunstraum = Vorwand, Posten = Anreiz notiert Kunst bei Vernissagen = Vorwand für geselliges Beisammensein? im Kunstraum zählt nicht das Gemalte, sondern der gesellschaftl. Nutzen Innovation - Heraustreten aus dem Pferch der Tradition in Kunstwelt zählen Durchbrüche, nicht Widerholungen von Gewohntem Durchbrüche in Kunst oftmals ihrer selbst willen / nach Erwartungen der Kunstwelt Muse: "Machen Sie, was Sie wirklich richtig finden. […] Wenn jemand seinen eigenen Weg geht, kann er nicht überholt werden." Künstler: "Das muss ich mir aufschreiben, Frau Muse." Muse: "Tun Sie das. Und betrachten Sie sich als geküsst." Klasse Bildende Kunst Pflichtlektüre "Die Geschichte der Kunst", Ernst H. Gombrich, Phaidon "Die Geschichte der Kunst", Ernst H. Gombrich gombrich-k.jpg "Die Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert", Uwe M. Schneede, Beck Nachschlagwerk: "Kunsttheorie im 20 Jahrhundert", Band 1 und 2, Hatje Empfehlungen "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit", Walter Benjamin "Über das Neue, Versuch einer Kulturökonomie", Boris Groys, Fischer "Theorie der Avangarde", Peter Bürger, Edition Suhrkamp "Du Monts Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst", Hubertus Butin, DuMont "Die Gesellschaft des Spektakels", Guy Debord, EDITION TIAMAT "Die Originalität der Avantgarde und andere Mythen der Moderne", Rosalind Krauss, Philo Verlagsgesellschaft "Über die Ruinen des Museums. Das Museum, die Fotografie und die Postmoderne", Douglas Crimp und Louise Lawler, Verlag der Kunst Dresden "Der Kult vom Avantgarde Künstler", Donald Kuspit, Ritter Verlag "Das offene Kunstwerk", Umberto Eco, Suhrkamp "Duchamp Marcel Duchamp und die Anderen", Dieter Daniels Dieter Daniels, Dumont Taschenbücher "Die Regeln der Kunst", Pierre Bourdieu, Suhrkamp "Künstlerische Strategien des Fake", Stefan Römer, DuMont Verlag "Kunstgeschichte und Gegenwartskunst. Vom Nutzen und Nachteil der Zeitgenossenschaft", Verena Krieger (Hg.), Böhlau "Die Manifeste des Surrealismus", André Breton, Rowohlt "Die Realität der Massenmedien", Niklas Luhmann, Westdeutscher Verlag "Inside the White Cube/ In der weißen Zelle", Brian O'Doherty, Merve Verlag "Bild und Kult. Eine Geschichte des Bildes vor dem Zeitalter der Kunst", Hans Belting, C.H.Beck "Die Legende vom Künstler Ein geschichtlicher Versuch", Ernst Kris / Otto Kurz, suhrkamp taschenbuch wissenschaft "Sinn und Deutung in der Bildenden Kunst", Erwin Panofsky, Dumont Buchverlag "Medien Kunst Netz 1: Medienkunst im Überblick", Hg. Rudolf Frieling, Dieter Daniels Dieter Daniels, Springer Verlag
Friedrich Fröhlich, Vernissagebesucher Kunstkritik [t=]"Dalí Dalí. Mit Jürgen Becker durch die Kunstgeschichte" Kapitel 1: "Muss ich dahin? Die Vernissage" "Und plötzlich ist man mittendrin im Schlamassel. Dann stellt man sich die typischen Fragen des Vernissage-Besuchers, die zugleich die Grundfragen der gesamten menschlichen Existenz sind: Warum bin ich hier? Welchen Sinn hat das Ganze? Und: Was sind das für bekloppte Leute um mich herum?" Warnhinweis Zigarettenschachtel: "Vorsicht Herzinfarkt!", Warnhinweis Vernissage: "Der Künstler ist anwesend." "Das ist nämlich der Kern der Vernissage: Fressen und Sekt. Weshalb man die klassischen Wandmaltechniken noch heute unterscheidet in 'fresco' und 'secco'." "Tolle Rahmen - wo haben Sie die denn her?" "Haben Sie auch Bilder, die zu einem braunen Ecksofa passen?" Themengebiet Skulptur: "Och, die rote find ich am besten!" - "Schade, das ist unser Feuerlöscher Feuerlöscher." "Daher sage ich immer: Es ist gut, wenn man einen kennt, der einen kennt, der was davon kennt." Ausstellung "Aufstocker", Kunstverein Leipzig Eiko Grimberg und Arthur Zalewski 25 Minuten auf Beginn gewartet lediglich (private) Gespräche / kleinere Gruppenbildungen zw. Bekannten inkl. rauchen und aus Bierflaschen trinken vor Gebäude notiert zukünftig überlegen, wie ich damit umgehe evtl. Wodka-Flasche mit Wasser befüllt mitnehmen und daraus trinken altes Handy mitnehmen und beschäftigt tun vorzeitig gegangen 0 x selbstkasteit
Kunstkritik kuratieren = kurieren? "[…] Für sein Tun musste nun doch ein Verb her, und da sich jenes oft auf internationaler Ebene abspielt, 'übersetzte' man curating in kuratieren. Dieser Missgriff ist wohl längst inkurabel." (aus "Die Künstlerverstärker", Martin Kuhna) Bedeutungen curare (u.a.): (1) pflegen, (2) sorgen, (3) (Medizin) behandeln, (4) (Verlagswesen) herausgeben, (5) (Geld) besorgen, auszahlen Kustos = Wächter wird ein Kurator demnächst die "Krankheit Kunst" behandeln? "Frühstückst du noch oder kuratierst du schon?" "Ich kuratiere, du kuratierst, er kuratiert – wir sind kuriert" "zumindest von der Etymologie her" (Wort curare hat viele Bedeutungen, aber in der Kunst nur eins oder zwei relevant) Ergebnis: curare <> curare
Einzelgespräch mit Riebel, Vorstellung Projektideen Kunstkritik Schlagworte: Künstlerdefinition, Selbstbeschreibung, Gestaltung Künstlerwebsites, wie sich Künstler nach Außen zeigen / die Hülle und damit verbundene Probleme (Ich als Person - Ich als Künstler) und Chancen (selbsterfüllende Prophezeiung), Interessenbezogenheit bei Museen, Galerien und anderen Einrichtungen Buchempfehlung: "Über Wachen und Schlafen: Systemrelevanter Humor" Kurs Standby "Eröffnung der Containerspiele" mit Simon: Container verriegelt, Rolläden heruntergelassen, Innenleben nur noch durch Briefkastenschlitz einsehbar; im beengenden Container läuft auf Stativ befestigter Videokamera eine Ansicht eines großen Ausstellungsraumes (Halle 14, Spinnerei, kurz zuvor aufgenommen); großer Ausstellungsraum in kleinem Ausstellungsraum; selber von Begeisterung getrieben mehrmals durch den Briefkastenschlitz geschaut Kurzbesprechung Beton-Workshop ab Montag
Kurs Zufall – Beifall – Abfall Erfolg und Scheitern: Vorstellung Grimms Märchen (je Karte einen letzten Satz aus einem Märchen, der suggeriert, als würde ein positiver Zustand bis zum Lebensende der Akteure / Zeitenende anhalten) Bsp: "[…] und sie heirateten sich und lebten glücklich.", "[…] lebten vergnügt, still und fromm bis an ihr seliges Ende.", "lebten glücklich zusammen bis an ihr Ende." notiert "Happy End" von Filmen: damit arbeiten (im Dauerloop letzte Szene zeigen oder letzte Szene extrem verlangsamen oder komplett Stillstand) Romeo und Julia: Happy End? (durch Tod ewige Liebe) Idee eines Studenten: Portrait von Menschen, die "glücklich und zufrieden" in die Kamera grinsen, im Schnelldurchlauf bis zum Lebensende (Computer-Animation) notiert Grimms Märchen in Buchform, wo alle Texte ausgelassen wurden, außer der jeweils letzte Satz Kunstkritik Geld und Künstler: Selbstausbeutung? Warum gibts den Künstler kostenlos, alle anderen (Druckereien, Strom, Baumarkt, Galerie) werden bezahlt? Künstlersozialkasse, Durchschnittseinkommen Versicherte Besprechung mit Simon wegen Container-Ausstellung Überthema: das Böse ist im Menschen; wird durch Gesellschaft in Schach gehalten; Ausbruch mgl., durch Gesellschaft verurteilt Neues Thema: Spiel mit Wirklichkeiten Kurs Positionen Klasse für Typodesign ehemaliger Student und Student stellen vor "stage": Wort verändert sich, Animation Schriftgestaltung Doppelprofessur "Meine erste Auseinandersetzung: Meran" (Schriftart) Grundschüler sollten über Papierstreifen Buchstaben formen Schriftvertrieb im Internet: Schriftpakete kaufen "Schrift für eine bestimmte Anwendung: Mira" Diplomprojekt: Brüder Butter Schrifthersteller aus Dresden, um 1900 HGB Rundgang 2013 Projektvorstellung letzter HGB-Rundgang: am Lichthofdach Display (1 Fließe = 1 ansteuerbarer Pixel) wegen hoher Kosten nur die Hälfte der Fläche genutzt; Fehldarstellung bei Bespielung 8 x selbstkasteit
»Lifecharing«, 0100101110101101.ORG
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Kurs Standby notiert ein im Supermarkt kaufbares Produkt: (1) zum Normalpreis oder (2) zum Kunstpreis (Aufschlag x Euro, mit Signierung) weiterverkaufen notiert Überlegung: nächste Woche Donnerstag 15 Minuten zu spät kommen Autogrammkarte vorgestellt notiert (1) Fancommunity programmieren (mit meinen fingierten Fans und erdachten Kommentaren füllen) und (2) eine echte Fancommunity aufbauen; (3) mich mit Fans abfotografieren lassen (Fotos mit Star und Fan aus dem Internet nachstellen); Test mit Christian machen (4) HGB Rundgang 2013 Idee von Stefan Riebel: beim HGB Rundgang Klapptisch und -stuhl aufstellen und Autogrammkarten live signieren; (5) Personen anstellen, die alle Arbeit für mich erledigen; nur Signierung mache ich; Arte: Alles für die Kunst! notiert im Herbst alle Blätter von einem Baum sammeln, abfotografieren, kategorisieren und wieder hinlegen (Simon stellt seine Sammelideen vor) Linktipp: Falk Messerschmidt zum Thema »Sammeln« notiert »Der Einsiedler«: Facebook-Account erstellen; Anzahl der Freunde: 0 Kurs Bibliothek Buch »net.art« weitergelesen notiert Internetseite mit Hilfe von htpasswd vor Zugriff schützen; wenn falsche Benutzerdaten (der Regelfall): Folgeseite im Quellcode angezeigt; wenn richtige Benutzerdaten: für Browser formatiert »Lifecharing«, 0100101110101101.ORG b_hgbleipzig-29-m.jpg Künstlerduo 0100101110101101.ORG geben mit der Arbeit »Lifesharing« Zugriff auf ihren Computer frühere Netzkunst-Galerie: hell.com (existiert nicht mehr) Kunstkritik 0100101110101101.ORG:
»Niemand hält sich selbst für ein Genie. Aber wenn man es wieder und wieder von anderen gehört hat, denkt man irgendwann: ›Hm, vielleicht bin ich ja wirklich ein Genie!‹«
notiert gibt es Künstler, die ohne viel Aufmerksamkeit/Fans reich geworden sind? 0100101110101101.ORG:
»Wenn sich niemand dafür interessiert, was du machst, hat das nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass du so radikal bist, sondern oft eher damit, dass du nichts zu sagen hast.«
Einleitungstext zu James Walklbank:
»Die Einstellung ›weniger ist mehr‹ […] ist für viele Netzkünstler bindend«
James Walklbank:
»Es geht um Kreativität und tolle Ideen, nicht um schnelle Hardware«
notiert in der HMT (Hochschule für Musik und Theater, Leipzig) Werbeplakate für die Stadtmusik-Idee aufhängen (Pianisten, Geiger, Trompeter etc. für Umsetzung gesucht); Christoph fragen, ob es einen E-Mail-Verteiler an der HMT gibt Künstlergruppe etoy.com / Kunstaktien notiert Botanischer Garten Leipzig: Schilder mit lateinischen Begriffen durch Eigenkreationen austauschen und schauen, wie Besucher reagieren notiert Briefmarken mit eigenem Motiv bei der Deutschen Post drucken lassen (mit Selbstportrait, mit Pseudo-Persönlichkeiten, oder mit Objekten, die normalerweise nie gewürdigt werden würden, wie Klopapierrollen, Supermärkte, Lichtschalter)
Kurs Standby 13 Minuten zu spät 2-Minuten-Vorstellung von Dingen, die einen aktuell beschäftigen notiert ein Augenzwinkern in Zeitlupe aufnehmen und wiedergeben; mit Musik hinterlegen: Sonnenunter- und Sonnenaufgang; im »schwarzen« Moment Moment: Stille notiert Briefe an fremde Personen verschicken mit kleinen Aufgaben; Ergebnisse dürfen zurückgeschickt werden; Sammlung im Netz Dieter Roth Dieter Roth Bibliothek »art.net« weitergelesen notiert Interaktion zwischen mehreren Browserfenstern auf dem Bildschirm eines Besuchers; Besucher agiert in verschiedenen Fenstern gleichzeitig; oder: mehrere Browser (Firefox, IE, Opera, …) ergeben eine Arbeit notiert erst wenn mehrere Personen (speziell nach Ländern, Zeiten) auf eine bestimmte Seite zugreifen, wird eine (was für eine auch immer) Arbeit kreiert notiert Animation oder Text über mehrere Browserfenster, die nebeneinander auf dem Desktop plaziert werden müssen Digital Landfill von Mark Napier notiert Verwesung von digitalen Daten: von Texten verschwindet täglich ein Buchstabe, von Bildern ein Pixel (Halbwertszeit?) notiert Links im Web automatisch ausfindig machen, die auf 404-Fehlerseiten führen Kunstkritik Napier: »Jahrhundertelang haben Künstler statische Kunstobjekte geschaffen, wie wir sie kennen: Gemälde und Skulpturen, die der Betrachter ansehen, aber nicht berühren darf. Jetzt haben wir die Möglichkeit, Kunst zu machen, an der der Betrachter teilhaben kann.« notiert Spam ein neues Wort geben: Spam-Nachrichten sammeln und das Wort, welches am häufigsten vorkommt, als neues Spam-Hauptwort verwenden Napier: Arbeit, wo Bewegung von Leuten im Raum auf dem Bildschirm durch eine wandernde Computermaus dargestellt wird notiert Bewegung in Töne umwandeln: Webcam erfasst Körperteile und je nach Bewegung ergeben sich andere Klänge Kunstlehre Kurzvortrag: Motion Tracking Kinect: Bewegung von Menschen digital nutzen Kinect Hard Detection Chris Vik und Brad Hammond lösen mit Kamera Ereignisse live aus TechEd: Microsoft, Klänge erzeugen 555 Kubik: Projection Mapping SYDNEY OPERA Omicron Große Frage: technische Spielerei anstatt Kunst? Steht der Effekt im Vordergrund? A Dandypunk: virtuelle Realitäten RESONANZEN LEIPZIG: Sounding Object - Singing Space (mit Max Schneider, künstl. Mitarbeiter für Audio) notiert Räume in Klang verwandeln Katrin: Rombergland Struktur zum Intervall-Projekt mit Katrin erstellt: (1) Biologie (Warnehmung, Auge, Gehirn, Nachbildeffekt), (2) Technik (Film analog), (3) Physik (Zeit, Augenblick, »gibt es eine kleinste Einheit von Zeit?«), (4) Philosophie (Was ist Realität?)
notiert Online-Film: schwarzer Hintergrund, in der Mitte gibt es ein div-freies Rechteck, durch das man die Einzelbilder dahinter sehen kann. Durch Scrollleiste des Browsers werden die Einzelbilder wie bei einem Film zu einer Bewegung Kurs Bibliothek Buch »net.art« weitergelesen Die internationale Stadt Scanner Kunstkritik Igor Štromajer im Interview mit Tilman Baumgärtel: »
Die Möglichkeit, mit der ganzen Welt zu kommunizieren, ist natürlich großartig, und es macht Spaß, zu Festivals und Ausstellungen auf der ganzen Welt eingeladen zu werden, statt nur in der Galerie vor Ort auszustellen. Aber das ist nicht das wichtigste. Im Gegenteil, viele Möchtegern-Künstler können sich so einbilden, dass sie international bekannt sind
« :-) Rasa Smite: »Aber ein Bild löst eine sofortige Reaktion aus […] Mit Klang muss man geduldiger sein.«
notiert Web-Radio-Puffer (Buffering Time) nutzen: »Jetzt« ins Mikrofon sprechen. Der Zuhörer befindet sich erst wenige Sekunden später im »jetzt« notiert Wenn etwas ausgestellt wird, zwei Handzähler auf Holz montieren mit den Titeln »ist kunst« und »keine kunst«. Der Besucher darf nun entscheiden