[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

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Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kunstgeschichte

Ganzkörperporträt weiter bearbeitet
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Kunst 1 0
Kunstgeschichte Standpunkt Die Geschichte der Kunst Interesse an Kunstgeschichte eine Folge vieler Faktoren, die die Stellung der Kunst und des Künstler in heutiger Gesellschaft entscheidend verändert haben Kunst wie nie zuvor zur Mode geworden Faktor (1) allgemeine Vorstellung von Fortschritt und Wandel Geschichte der Menschheit sehen wir als Reihe aufeinander folgender Epochen an seit 19. Jahrhundert Überzeugung, Gang der Geschichte = unaufhaltsam Glaube: Kunst, wie Technik und Wirtschaft, wird von diesen irreversiblen Kräften vorangetrieben anfängliche Feindseligkeit gegenüber Impressionisten, die später berühmt wurden und hohe Preise erziehlten: Kritiker büßten Vertrauen in eigenes Urteil ein Legende kam auf, alle großen Künstler würden von ihrer Zeit abgelehnt und verlacht werden führt zu Bestreben des Publikums heute, überhaupt nichts mehr abzulehnen oder zu verlachen Faktor (2) hängt ebenfalls mit Entwicklung von Wissenschaft und Technologie zusammen Macht und Prestige der Naturwissenschaften beeindruckten Künstler wie Kritiker Kunstkritiker fehlen aber rationale Methoden, Abstruses vom Absurfen zu unterscheiden gleichzeitig will Kunstkritiker nicht abwarten und verpassen allgemeine Überzeugung: alle, die an veralteten Ideen festhalten und sich weigern, mit der Zeit zu gehen, sind verloren Faktor (3) Kunst will nicht nur mit Wissenschaft und Technologie mithalten sie will uns Möglichkeit geben, diesen Ungeheuern zu entfliehen Künstler lehnten Verstandsmäßige und Mechanische ab verschrieben sich mystischen Lehren, die Wert der Spontaneität und Individualität betonten Gefühl der Bedrohung von Überorganisation, Standardisierung, Zwang Zwang zur öden Gleichförmigkeit Kunst = einziger Zufluchtsort, wo Eigenwilligkeit und persönliche EIgenart toleriert und sogar geschätzt werden Faktor (4) psychologische Annahmen über Kunst und Künstler: (a) Idee der Kunst als freier Ausdruck der Persönlichkeit (Romantik) (b) Einfluss Psychoanalyse Sigmund Freud, Zusammenhang Kunst und Seelenleiden (wörtlicher genommen als beabsichtigt von Freud Sigmund Freud) zusammen mit Überzeugung Kunst sei Ausdruck des Zeitalters: Ansicht, Künstler hat Pflicht, sich aller Hemmungen zu entledigen um sich nicht nachsagen zu lassen, sie könnten Wirklichkeit nicht ins Gesicht sehen: wird vieles angeschaut, wovor sich frühere Generationen gescheut hätten Faktor (5) andere Formen des Schöpferischen von Vermittlung durch Dritte abhängig Bsp: Bücher (gedruckt und verlegt), Theaterstücke und Kompositionen (aufgeführt) extreme Experimente werden dadurch behindert Malerei ist für radikale Neuerungen empfänglicher Faktor (6) Kunstunterricht wichtiger Faktor für heutige Situation Pioniere der Schulreform forderten, dass Kinder sich frei entfalten lassen sollten Künstler "betrachteten voll Neid die Originalität und den Charme der kindlichen Schöpfungen" Kunstunterricht vermittelte vielen Kindern Gefühl der Selbstverwirklichung Faktor (7) Ausbreitung Fotografie und ihre Rivalität mit der Malerei Malerei häufig Nachahmung der Natur zum Ziel gehabt Wiedergabe war Aufgabe, mit der viele Jahrhunderte lang gerungen wurde Künstler und Kunstexperten Argument: Kunst müsse nun Alternativen zur Naturtreue entwickeln Faktor (8) Marxismus sowjetrussicher Prägung betrachtete experimentelle Richtungen der Kunst als Verfallssymptome der kapitalistischen Gesellschaft extreme Rebellen im Westen "von oben" gefördert als Gelegenheit gesehen, Welt großen Gegensatz zwischen freier Gesellschaft und Diktatur vor Augen zu führen Faktor (9) Sucht des Publikums nach Neuem Bereitwilligkeit jedem modischen Trend zu folgen Gefahr Hingabe jeder Modeströmung: Druck des Konformismus, Angst vor Zurückbleiben, Furcht als spießig angesehen zu werden Vorstellung Künstler müssten Vorreiter des Fortschrittes sein wurde/wird nicht von allen Kulturen geteilt "Er wollte ganz gewiss nichts anderes tun, als einen schönen Teppich herzustellen. Wäre es nicht ein Segen, wenn diese Einstellung auch bei uns größere Verbreitung fände?" Geradenbild Ganzkörperporträt weiter bearbeitet aaa4-k.jpg Bauchbereich nach unten gezogen umsetzen rechte Brust und Schulter korrigieren linke verkrampfte Hand hervorheben mögliche Füße mit Kohle skizzieren
(E-Mail von Ohme vom 28.4. mit einer Zeichnung von FR²)
(E-Mail von Ohme vom 28.4. mit einer Zeichnung von FR²)
Linie, Öl auf Leinwand, 6x60cm, 30
Linie, Öl auf Leinwand, 6x60cm, 30
Liegende Frau, Stein, 1938, Henry Moore
Liegende Frau, Stein, 1938, Henry Moore
Porträt von Joseph Brummer, 1909, Henri Rousseau
Porträt von Joseph Brummer, 1909, Henri Rousseau
One (Number 31, 1950), 1950, Öl und Email auf Leinwand, Jackson Pollock
One (Number 31, 1950), 1950, Öl und Email auf Leinwand, Jackson Pollock
Kunst 0 5
(mit Notizen von gestern) 1 x für die Kunst geblutet Geradenbild Leinwand auf Rahmen gespannt Linie, Öl auf Leinwand, 6x60cm, 30 linieleinwand-k.jpg umsetzen Transport Klassenraum -> Eisenbahnstraße organisieren 3 große Rollen, mehrere Arbeiten (gerollt), 2 x verhüllte Arbeit vom Rundgang, Flügeltürrahmen evtl. heute Alberti Wolfgang Alberti wegen rechter Flügeltür (lässt sich schlecht schließen) nach Lösung fragen Brief mit Fotos vom Flügelrahmen an Fdk-Mitglied Oma abschicken Werkstatt Holzwerkstatt Holzkonstruktion nachgeschliffen und mitgenommen evtl. Alberti Wolfgang Alberti wegen Rahmung gekreuzte Beine anfragen (habe kommende drei Wochen viel Zeit) Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Zusammenfassung: 1. Künstler gingen vom von Auftraggebern vorgegebenen Thema aus Bildnisse, religiöse Themen, … 2. Künstler müssen sich Themen selbst suchen 2.1. Künstler, die Arbeiten schufen, die Käufer anlocken sollten 2.2. Künstler, die nicht bloße llustratoren sein wollten suchten Themen, mit denen sie bestimmte technische Probleme studieren konnten jedes Motiv = Gelegenheit, Harmonien von Formen und Farben zu studieren auf Lösungssuche von Formproblemen Beispiel: altes Problem der Malerei auf Fläche Raumtiefe darzustellen 3. Künstler, die eigene Vorstellungen verwirklichen [ab hier wird es nicht mehr wirklich nachvollziehbar, da zu subjektive Herangehensweise] wie: von trockener Vernünftigkeit der Erwachsenen freizukommen, Fantasie der Wilden und Kinder wiederzugewinnen Streben nach Klarheit, Gesetze des Universums spiegeln, … gleichzeitig aber anscheinend: Zweifel Zweifel am Schaffen suchten weniger Gekünsteltes und weniger Beliebiges durch selbstständiges Handeln wird es aber immer beliebiger, da noch weniger objektiv als davor Antwort vielleicht (Gombrich): Moderner Künstler will wieder Dinge schaffen Sehnsucht: möchte fühlen, dass er etwas macht, was früher nicht da war nicht bloßes Abbild von Dingen, nichts Dekoratives also: Wesentlicheres und Bleibenderes was ihm wirklicher vorkommt, als das, was ihn im Alltag umgibt zurück zur Kindheit, wo Alltagsgegenstände eine größere Bedeutung bekamen (wie Stift = Zauberstab, Sandstrand = Schlossanlage) unscheinbare Dinge = ungeheure Bedeutung für Kind Liegende Frau, Stein, 1938, Henry Moore henrymoore-k.jpg Skulptur durch "Magie menschlicher Hände" entstanden schaute am Anfang nicht auf Modell sondern auf Stein keine steinerne Frau sondern frauengleicher Stein romantische Sehnsucht: Zivilisation entfliehen, die vom Kommerziellen verseucht zu sein scheint (wie Gauguin Paul Gauguin oder Delacroix) nicht einfach erlernbar: Unmittelbarkeit ? und Einfachheit Beispiel Henri Rousseau, war Zollbeamter bewies, dass übliche akademische Ausbildung auch Hindernis sein kann Porträt von Joseph Brummer, 1909, Henri Rousseau rousseau1-k.jpg ohne akademische Ausbildung, malte mit einfachen, reinen Farben und klaren Umrissen Bewunderung für Rousseau und "Sonntagsmaler" führte bei anderen Malern zur Ablehnung komplizierter Theorien des Expressionismus und Kubismus Theorie = Ballast wollten Ideal des einfachen Mannes entsprechen klare, eindeutige Bilder malen nüchtern und sachlich sein, Inhalte darstellen, die schlichte Menschen mögen und verstehen können Widerspruch: Man kann nicht beschließen "primitiv" zu werden [Textabschnitte ausgelassen] Gombrich: wenn alte Aufgaben verschwanden, gab es wieder neue, die Künstlern das Gefühl von Sinn und Zweck gaben was schon einmal getan wurde stellt keine Aufgabe mehr da Ziel: (1) nicht mit halben Lösungen zufriedengeben (2) auf Effekthascherei verzichten "Eine endlose Geschichte" Bedeutung von einzelnen Künstler erst nach Ablauf bestimmter Zeit möglich wie ihr Werk andere beeinflusst hat / woraus ihr Beitrag zur Geschichte der Kunst besteht Gombrich Kunstgeschichte nach Lösung bestimmter künstlerischer Probleme betrachtet Lösungen, die weitere Entwicklung bestimmen je näher Gegenwart: schwierig voübergehende Moden von dauerhaften Leistungen zu unterscheiden Beispiel 1890: Versuch aktuelle Kunstgeschichte zu beschreiben, wäre fehlgeschlagen 1) van Gogh Vincent van Gogh ("halb verrückter holländischer Autodidakt", malte besessen "irgendwo in Südfrankreich") 2) Cezanne ("wohlhabender, scheuer älterer Herr, der schon lange aufgegeben hatte, Ausstellungen zu beschicken") 3) Gauguin Paul Gauguin (spät angefangen mit malen, in Südsee ausgewandert) Frage, ob damalige Historiker überhaupt von diesen Künstlern etwas erfahren hätten Wort Kunst bedeutet zu verschiedenen Zeiten Verschiedenes Definition was Malerei ist (wie Auftragen von Farbe auf Leinwand) Ausdruck "Tachisme" (von tache = Fleck) für Konzentration auf den auf Leinwand aufgetragenen Fleck Beispiel: Jackson Pollock One (Number 31, 1950), 1950, Öl und Email auf Leinwand, Jackson Pollock pollock1-k.jpg herkömliche Technik für abstrakte Malerei befriedigte ihn nicht legte Leinwand auf Boden, tropfte, goss, schleuderte Farbe darauf höchstwahrscheinlich von (1) chinesischen Malern inspiriert, die sich ähnlich unorthodoxer Methoden bedienten (2) von magischen Sandbildern (?) von Indianerstämmen Ergebnis befriedigte 2 damalige Tendenzen: (1) Sehnsucht nach kindhafter Einfachheit und Spontaneität (2) appelliert an rein intellektuelle Interesse an Problemen der "reinen Malerei" Action Painting = Abstrakter Expressionismus glaubte wie andere Künstler an Hingabe an spontanen Impuls Arbeiten mussten wie chinesische Kalligraphie schnell entstehen, nicht überlegt sein, unmittelbar hervorbrechen Einfluss vom Zen-Buddhismus, im Westen damals in Mode gekommen Gombrich betont: man muss nicht unbedingt die Theorien eines Künstlers akzeptieren, um seine Werke zu schätzen Probleme der Künstler verstehen lernen viele Werke durch Fotografie schwer zu transportieren (evtl. Ansporn für Künstler, da einmalig, nicht reproduzierbar) Collage kann Mitte zwischen Bild und Skulptur darstellen (auch Geradencollagen, da sich Papier stark biegt?) für Künstler wichtig, sich mit Farben und Formen und ihrer gegenseitigen Beeinflussung auf Malgrund zu beschäftigen Frage, ob Kunstgeschichte einstmals möchtiger Strom, inzwischen verzweigt in viele Nebenarme und Bäche Rebellen von damals heute gefeiert in öffentlichen Museen so gut wie alles Rebellierende von Besuchern heute akzeptiert Künstler versuche bewusst rebellische Gesten zu vermeiden "Im Jahr 1914 betrachtete man den nach-impressionistischen Maler, den man ziemlich wahllos als Kubisten, Futuristen oder Modernisten bezeichnete, als eine Art Narren oder Scharlatan." (Bell)
 (aus Die Geschichte der Kunst, Gombrich)
(aus "Die Geschichte der Kunst", Gombrich)
Eine winzige Geschichte von einem winzigen Zwerg, 1925, Paul Klee
Eine winzige Geschichte von einem winzigen Zwerg, 1925, Paul Klee
Segelboote, 1929, Lyonel Feininger
Segelboote, 1929, Lyonel Feininger
Der Kuss, 1907, Stein, Constantin Brancusi
Der Kuss, 1907, Stein, Constantin Brancusi
Komposition in Rot, Schwarz, Balu, Gelb und Grau, 1920, Piet Mondrian
Komposition in Rot, Schwarz, Balu, Gelb und Grau, 1920, Piet Mondrian
(Relief), 1934, Ben Nicholson
(Relief), 1934, Ben Nicholson
Ein Universum, 1934, Alexander Calder
Ein Universum, 1934, Alexander Calder
Friedrich Fröhlich, auf der Suche nach dem Sinn seines Schaffens Geradenbild Gestern, als es draußen langsam dunkel wurde, geschah es mehrere Male, dass beim Betrachtem der großen Ganzkörper-Collage jene vom planen Papier hin in den Raum eintrat. Dieser Effekt muss durch die vielen kleinen gerissenen mal dunkleren mal helleren Flächen hervorgerufen worden sein. Dem Auge wurde durch die vielen Hell-Dunkel-Brüche eine Dreidimensionalität vorgegaukelt. Der Körper trat nicht realistisch in den Raum ein, sondern zerstückelt. Einige Flächen waren nach vorne getreten, andere im Hintergrund geblieben. umsetzen Holzkonstruktion hinter Collage bei Alberti Wolfgang Alberti bauen Gesamtgröße: 71x294cm 2 Holzrahmen a 71x147cm mit einigen Zwischenleisten übereinander befestigen danach Papierarbeit mit Nägel auf Konstruktion befestigen Hintergrund: Papier biegt sich an den Seiten teilweise extrem nach vorne Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst "in guter alten Zeit" ging Künstler vom Thema aus Auftrag wie Madonna oder Bildnis zu malen Aufträge dieser Art wurden seltener Künstler mussten sich ihre Themen selber wählen manche Künstler schufen Arbeiten, die Käufer anlocken sollten andere wollte nicht bloße Illustratoren sein suchten sich Themen mit denen sie bestimmtes technisches Problem studieren konnten jedes Motiv wird zur Gelegenheit, Harmonien von Formen und Farben zu studieren (siehe Whistler "Arrangement in Grau und Schwarz" oder Cézanne "Stilleben") Lösungssuche so genannter Formprobleme Eine winzige Geschichte von einem winzigen Zwerg, 1925, Paul Klee klee1-k.jpg Paul Klee sehnte sich wie Picasso Pablo Picasso danach, trockene "Vernünftigkeit" der Erwachsenen loszuwerden unverdorbene Phantasie der Wilden und Kinder wiederzugewinnen Kontrolle über zufälligen Einfall zu erhalten hielten viele Künstler wie Klee für falsch Werk müsse gemäß seinen eigenen Gesetzen "wachsen" Segelboote, 1929, Lyonel Feininger feininger1-k.jpg Lyonel Feininger (1871-1956) zeigt deutlich, dass Künstler Motive daraufhin aussuchen, welches Formproblem demonstriert werden sollte altes Problem der Malerei: Wie auf Fläche Raumtiefe darstellen? Feininger konzentrierte sich auf Motive, die für Prismen und Dreiecke geeignet waren mit seiner Methode konnte er neben Raumtiefe auch Bewegung suggerieren Der Kuss, 1907, Stein, Constantin Brancusi brancusi1-k.jpg Constantin Brancusi (1876-1957) suchte extreme Vereinfachung Michelangelo: sah Aufgabe von Bildhauer darin, Form hervorzubringen, die im Marmorblock verborgen sei Figuren Leben und Bewegung zu verleihen, dabei doch einfache Form des Steins beizubehalten Brancusi wollte Problem vom anderen Ende angehen wollte herausfinden, wie viel vom ursprünglichen Stein behalten und doch in erkennbare menschliche Gestalt verwandelt werden kann allgemein: zunehmende Beschäftigung mit Problemen der Form führte zu neuem Interesse an "abstrakter Malerei" (durch Kandinsky in Deutschland vorgestellt) Interesse an Strukturellem (gefördert durch Kubismus) Kann Malerei zu einer Art Konstruktion verwandelt werden, wie Architektur? Piet Mondrian (1872-1944) Komposition in Rot, Schwarz, Balu, Gelb und Grau, 1920, Piet Mondrian mondrian1-k.jpg Bilder aus einfachsten geometrischen Formen, geraden Linien und Farben strebte nach Kunst der Klarheit und Disziplin sollten auf ihre Weise Gesetze des Universums spiegeln wie Kandinsky und Klee Mystiker unveränderliche Realitäten hinter veränderlichen Formen der subjektiven Erscheinung offenbaren (Relief), 1934, Ben Nicholson nicholson1-k.jpg ging ihm um Verhältnis einfacher Figuren wie Kreise und Rechtecke sagte, er suche "die Wirklichkeit" Kunst und religiöses Erleben sei identisch Ein Universum, 1934, Alexander Calder calder1-k.jpg strebte auch nach Kunst, die mathematische Gesetze des Universums spiegeln sollte solche Kunst konnte nicht starr und statisch sein Universum in dauernder Bewegung, wird von geheimnisvollen Kräften zusammengehalten Idee des Gleichgewichts inspirierte Calder zur Konstruktion seiner Mobiles ewige Kreisen um verschiedene Lösungsversuche solcher Fragen: hinterließ Gefühl der Leere fast verzweifelte Suche nach einem neuen Gehalt "So wie Picasso Pablo Picasso suchten auch andere Künstler nach etwas weniger Artifiziellem (Gekünsteltem), weniger Beliebigem. Aber wenn dieses weder im Inhalt lag - wie einst - noch in der Form - wie noch vor kurzem -, was sollte der Sinn ihres Schaffens sein?"
Kosagen, 1910-1911, Wassily Kandinsky
Kosagen, 1910-1911, Wassily Kandinsky
La Desserte (Der Esstisch) / Harmonie in Rot, 1908
La Desserte (Der Esstisch) / "Harmonie in Rot", 1908
Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso
Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso
Selbstporträt (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60x80cm
Selbstporträt (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60x80cm
wichtiges Thema der Moderne: Probleme lösen Standpunkt radikal Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen zuerst abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen! Kein Problem darstellen, sondern haben! Tagesplan (1) 7:00-8:00 Kunstgeschichte-Buch und Notizen (2) 9:00-10:00 Collage (3) 11:00-14:00 Holzwerkstatt (Glaszuschnitt, Flügeltüren schleifen, Abstandsleisten) (4) 15:00-16:00 Video-Selbstbild-Buch (5) 17:00-18:00 Collage Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst "Experimente" wenn Doktrin richtig, dass in Kunst nicht Nachahmung der Natur sondern Ausdruck des Empfindens durch Wahl der Farben und Linien zählt: Frage legitim, ob auf alle "Motive" verzichten, ausschließlich auf Wirkung von Farbtönen und Umrissen beschränken Kosagen, 1910-1911, Wassily Kandinsky kandinsky1-k.jpg 1. Künstler, der damit an Öffentlichkeit trat: Wassily Kandinsky (1866-1944) wie deutsche Malerfreunde hatte er Zweifel Zweifel an Werten wie Fortschritt und Wissenschaft sehnte sich nach Erneuerung der Welt durch neue Innerlichkeit Innerlichkeit? psychologische Wirkung der reinen Farben leuchtendes Rot wirke auf Betrachter wie Ton einer Trompete Kubismus hatte in Paris Ursprung radikale Abwendung von abendländischer Maltradition Kubismus wollte Darstellung der Gegenstände nicht ganz abschaffen Hintergründe: (1) zeitgenössisches Unbehagen an brillanten "Schnappschüssen" der Impressionisten mit ihrem momentanen Eindruck (2) Verlangen nach mehr Ordnung, Struktur und dauerhaftem Bildaufbau Konflikt von Muster und Solidität Eindruck von Solidität: durch Modellierung erreicht, die Lichteinfall anzeigt Jugenstil / Künstler wie Seurat und Cézanne räumten Dekorativem Vorrang ein opferten dafür jahrhundertealte Praxis, jede Form durch Licht und Schatten zu modellieren Opfer konnte als Befreiung wahrgenommen werden Van Gogh und Gauguins ermutigten Künstler dazu, ausgetretenen Pfad einer überfeinerten Kunst zu verlassen einfachen Formen und Farben zuwenden Künstler begnügten sich nicht mit gesuchter Subtilität hielten Ausschau nach intensiven Farben und gewagten "barbarischen" Harmonien 1905: Gruppe junger Künstler "Wilde Tiere" / "Les Fauves" stellt in Paris aus Henri Matisse (1869-1954) dekorative Vereinfachung studierte leuchtende Farben orientalischer Teppiche und nordafrikanischer Landschaften weniger darauf aus, Natureindruck wiederzugeben Natureindruck in ein Ornament umsetzen La Desserte (Der Esstisch) / "Harmonie in Rot", 1908 matisse1-k.jpg Spiel der Beziehung zwischen Tapetenmuster, Tuschtuch und Gegenstände auf Tisch bildet eigentliches Thema des Bildes erinnert an Kinderzeichnung Pablo Picasso Pablo Picasso (1881-1973) mit 19 Jahren nach Paris malte dort Bettler, Obdachlose, fahrendes Volk und Zirkusakrobaten begann sich mit primitiver Kunst zu beschäftigen Aufbau Gesicht oder Gegenstand auf ein paar elemantaren Formen erlernbar Cézanne riet ihm Natur durch Zylinder, Kegel und Kugeln zu sehen nahm es mit anderen Malern wortwörtlich konsequent sein, Ziel nicht Naturnachahmung, sondern die Konstruktion verschiedene Ansichten eines Objektes sind uns oft zugleich "gegenwärtig" (auch wenn wir nur eine Ansicht sehen) greift auf Methode der alten Ägypter zurück von jedem Gegenstand charakteristischste Ansicht dargestellt Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso Pablo Picasso picasso1-k.jpg Schnecke und Wirbel von Seite dargestellt F-Löcher dagegen von vorne Krümmung der Zargen stark übertrieben scheinbares Durcheinander beziehungsloser Fragmente, Gesamtbild wirkt jedoch nicht chaotisch Abbild eines Gegenstandes aus verschiedenen Ansichten aufbauen hat einen Nachteil: lässt sich nicht mit jedem Gegenstand gut machen Betrachter muss Objekt kennen deshalb vor allem Gitarren, Flaschen, Fruchtschalen und menschliche Gestalt verwendet Picasso Pablo Picasso ändert immer wieder seine Methoden, kein Darstellungsmittel und keine Technik befriedigte ihn lange verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt Glaszuschnitt (Alberti Wolfgang Alberti) Glas milimetergenau eingelegt Glas unten durch Hebel befestigt Schneideschieber an Glas gedrückt ohne Druck zügig geschnitten ruckartig Druck ausgeübt, damit Glas ordentlich abbricht Abstandsleisten auf richtige Höhe und Breite gehobelt(?, Alberti Wolfgang Alberti) 45° Schnitte, danach eingelegt jeweils mittig noch mit Klebeband am Rahmen fixiert unter oberer Holzrahmenleiste dickes Brett gelegt, an dem später Nägel hängen können (dadurch Last auf gesamten Rahmen verteilt) umsetzen morgen: Rückplatte einlegen (heute noch mit Kreuz verleihmt) Brett und Rückplatte an Rahmen tackern Flügeltüren noch schleifen, damit sie genau mit Holzrahmen abschließen abends: Porträt plotten, am Montag Rahmen wieder öffnen, Arbeit reintun, im Klassenraum aufhängen Geradenbild Werkstatt AV-Labor Selbstporträt (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60x80cm vorschau1-k.jpg morgigen Plott vorbereitet
Ganzkörperporträt (mz), (für Klassentreffen kommende Woche aufgehangen)
Ganzkörperporträt (mz), (für Klassentreffen kommende Woche aufgehangen)
Der Schrei, 1895, Litographie, Edvard Munch (auf T-Shirt)
Der Schrei, 1895, Litographie, Edvard Munch (auf T-Shirt)
Friedrich Fröhlich, überzeugt Tagesplan (1) 7:00-8:00 Kunstgeschichte-Buch + Notizen machen (2) 9:00-11:00 Aufträge Emails, KSK Brief, frfr Notizen von gestern vervollständigen, Rechnungen in Kassenbuch, dazwischen Glas wegbringen (Fuß) (3) 11:00 zu ALDI Bahnhof, Handschuhe kaufen, dort auch Plastikflaschen wegbringen, Einkaufen im REWE (4) 11:30-12:30 Collage (5) 13:00 los -16:00 HAMMER, NÄGEL mitnehmen und versuchen großes PORTRÄT in Klassenraum aufzuhängen, HOLZWERKSTATT, kurz zu OHME (6) evtl. danach (wenn noch munter) BUCH VIDEO anfangen + Notizen machen Werkstatt Holzwerkstatt Holzkreuz, damit sich Rahmenseiten nicht krümmen, hergestellt Kreuzleiste mit 5 bzw. 6mm tiefen Furchen zurechtgesägt Vorgehen zukünftig auch für Scharnierfurchen nutzen! umsetzen Normalglas 2mm bei Boesner Variante (1) 100x70cm (Alberti Wolfgang Alberti schneidet es zurecht) = 25-30 EUR, vorrätig (2) Glaszuschnitt 65x84,9cm = 22 EUR abholbereit in 1 Woche werde 100x70cm kaufen, damit ich morgen bei Alberti Wolfgang Alberti Glaszuschnitt erlernen kann Abstandsleiste 8mm hoch morgen zuschneiden Innenbereich und eigentlichen Rahmen weiß lackieren? Verhüllende Flügeltürkonstruktion Naturholz belassen (transparent lackieren) Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst "Experimente" Form und Farbenzusammenstellungen, damals rebellisch, inzwischen gang und gäbe auf Plakaten, Umschlagzeichnungen und Stoffmustern heute gefallen sie, damals waren sie teilweise verstörend Kunst hat Orientierung verloren, da scheinbar schlichte Forderung "Malt, was ihr seht" unerfüllbar bleibt u.a. Ägypter mit seitlicher Ansicht: Motiv ist da, um Sehen nicht gekümmert bis zur Renaissance drängte keiner Künstler, zu malen, was sie sehen seit Renaissance: Natur wird versucht in Schablonen zu stecken heute Erkenntnis: "sehen" und "wissen" nicht völlig trennbar in Jahren künstlerischer Umwälzung (vor 1. Weltkrieg Höhepunkt) teilten viele junge Künstler Begeisterung für sogenannte "Negerkunst" Eingebohrene kümmerten sich offensichtlich nicht um Naturwahrheiten, um ideale Schönheit besaßen (was Kunst des Abendlandes verloren hatte): intensive Ausdruckskraft, Klarheit der Formgebung, Schlichtheit der Technik Expressionismus heißt Ausdruckskunst Karikatur war immer "expressionistisch" Karikaturist spielt mit Ähnlichkeit und verzerrt sein Opfer, um auszudrücken, was er von ihm hält Edvard Munch Edvard Munch (1863-1944) Der Schrei, 1895, Litographie, Edvard Munch Edvard Munch (auf T-Shirt) schrei.jpg plötzliche Erregung verändert alle Sinneseindrücke Expressionisten vom menschlichen Leid, von Elend, Brutalität und Gewalt erschüttert erschied ihnen wie Verrat an Wahrheit, wenn sie "schöne" Kunst schaffen würden "Und keiner ahnt die klaffende Grimasse,/Zu der das Lächeln einer zarten Rasse/In namenlosen Nächten sich entstellt" (Rainer Maria Rilke) Angst vor allem, was als "kitschig" verdächtig war wollten harten Tatsachen unserer Existenz ins Auge schauen Geradenbild Dem Ganzkörperporträt (mz), welches ich heute im Klassenraum aufhängte, fehlt es noch etwas an Tiefe. Sollte ich mir noch einmal 2 Tage Zeit nehmen wollen für so ein großes Bild (was sehr anstrengend ist und das Warten vor der Maschine nicht erfüllend ist), dann müsste ich doppelt so viele Geraden plotten, damit vor allem die Füße und der Kopf noch mehr hervortreten. Auch die rechte Hand braucht mehr kleine Geraden. Am Ende müsste so eine Arbeit auf Platte kaschiert werden (Mirko), danach könnte ich bei Alberti Wolfgang Alberti einen passenden Bilderrahmen herstellen. Hier stellt sich mir allerdings die Frage: Wohin mit dem Ergebnis, wenn es gerahmt ist? Es ist so groß, dass es einfach nicht mehr in meinen Arbeitsraum passt. Im Klassenraum kann ich es auch nicht dauerhaft abstellen. Vielleicht macht das nur Sinn für den Rundgang 2017 oder für einen Verkauf (der - auch wegen dem hohen Preis - wohl nicht sehr wahrscheinlich ist). Solange wird die Arbeit wohl in einer Rolle verbringen müssen.
Te Rerioa (Tagträumen), 1897, Paul Gauguin
Te Rerioa (Tagträumen), 1897, Paul Gauguin
1 x für die Kunst geblutet Standpunkt Der Arbeitsvorgang ist wie die Gerade auch vor allem eines: Bewegung, Veränderung. Anders als bei den Plotterzeichnungen oder den Konstellationen sitze ich nicht auf einem Stuhl und bewege nur zaghaft den Arm (um die Computer-Maus zu bewegen, die digital Geraden erzeugt oder den feinen Pinsel, mit dem ich versuche eine Geraden-Konstellation auf Holz oder Leinwand zu malen). Die Veränderung ist nicht mehr nur Teil der Vorbereitung, wo ich stundenlang das Motiv bearbeite, damit die Geraden am Ende richtig gesetzt sind. Die Veränderung taucht bei den Collagen in dem Übereinanderlegen von Papierstücken auf. Ältere Zustände sind nicht gelöscht sondern Teil der Arbeit und zeigen sich durch leichte Verdickung. Korrektur ist Bewegung! Kurs Grundlagen philosopischer Kunsttheorie Kant Geschmacksurteil kein Erkenntnisurteil (ist logisch) Geschmacksurteil = ästhetisches Urteil immer subjektiv, "Die Sache ist schön." [nicht verständlich] Interesse / Wohlgefallen an Existenz von Gegenstand schön = von Lust / Unlust geprägt über Sinne => Vorstellung über Objekt erfahrbar Angenehme unterscheidet sich vom Guten [nicht verständlich] 3 Arten des Wohlgefallens [nicht verständlich] angenehm = Privatgefühl subjektive Meinungsäußerung, keine Allgemeingültigkeit schön = nicht [nicht verständlich] Anspruch auf subjektive Allgemeinheit [?] reiner und [nicht verständlich] Begriff ästhetische Idee [nicht verständlich] Was ist zuerst: Lust oder Beurteilung? Lust ver[nicht verständlich] mit Urteilsvermögen Einbildungskraft und Verstand kooperieren [Kurs nicht weiter besuchen] [Wühler hat mich angelächelt] umsetzen Einmal-Handschuhe kaufen, Mittwoch an Collage weiterarbeiten verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt Schnitzbeitel geschliffen, Fläche zuvor geölt Rahmen befestigt um Scharnier-Bereiche aus Holz zu stechen(?) testweise Scharniere angelegt, korrigiert und festgeschraubt Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Paul Gauguin Paul Gauguin (1848-1903) Van Gogh sehnte sich nach Kameradschaft, ähnlich Präraffaeliten überredete Gauguin Paul Gauguin nach Arles zu kommen Zusammenleben scheitert, Gauguin Paul Gauguin flieht nach Paris 2 Jahre später nach Tahiti Überzeugung, dass Kunst Gefahr läuft, in glatter Routine und Oberflächlichkeit zu versanden Verstand und Erfahrung des Abendlandes hat Menschen das Wertvollste geraubt: starkes, intensives Gefühlsleben und Unmittelbarkeit des Ausdrucks Te Rerioa (Tagträumen), 1897, Paul Gauguin Paul Gauguin gauguin1-k.jpg Künstler jener Zeit waren unsicher, was eigentlich ihr Stil sei misstrauten allen lehrbaren Regeln und bloßer Virtuosität Sehnsucht nach Kunst, die nicht aus angelernten Kunstkniffen bestand Stil sollte kratvoll, naturgegeben, leidenschaftlich sein Impressionisten: im Vergleich zu Gauguin Paul Gauguin, der sich nach Naivität und Intensität sehnte, verfeinerte Kunst alte Freunde verstanden Gauguins rohe und primitive Kunst nicht in Farbe und Zeichnung wollte er barbarisch sein versuchte sich in Anschauung Eingebohrener einzufühlen, Dinge mit ihren Augen zu sehen vereinfachte Umrisse der Gestalten große Flächen in starken Farben angelegt = räumliche Wirkung genommen Gauguin Paul Gauguin: Unmittelbarkeit und Schlichtheit als Ziel Sehnsucht danach "so leidenschaftlich und so echt wie die Cézannes nach einer neuen Harmonie und die van Goghs nach einer neuen Ausdrucksform" Lösung Cézanne führte zum Kubismus (in Frankreich entstanden) Lösung van Goghs zum Expressionismus (hauptsächlich in Deutschland) Lösung Gauguins zu verschiedenen Formen des Primitivismus alles Versuche, "den toten Punkt zu überwinden, an dem die Künstler angelangt waren" Was ist der tote Punkt genau?
Jugendstilhaus: Treppenhaus, Hotel Tassel, Brüssel, 1893
Jugendstilhaus: Treppenhaus, Hotel Tassel, Brüssel, 1893
Der Mont Sainte-Victoire von Bellevue gesehen, um 1885, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Der Mont Sainte-Victoire von Bellevue gesehen, um 1885, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Landschaft bei Aix, 1886-1890, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Landschaft bei Aix, 1886-1890, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Stillleben, um 1879-1882, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Stillleben, um 1879-1882, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Brücke bei Courbevoie, 1886-1887, Öl auf Leinwand, Georges Seurat
Brücke bei Courbevoie, 1886-1887, Öl auf Leinwand, Georges Seurat
Landschaft mit Zypressen bei Arles, 1889, Öl auf Leinwand, Vincent van Gogh
Landschaft mit Zypressen bei Arles, 1889, Öl auf Leinwand, Vincent van Gogh
Standpunkt In den Geraden-Collagen habe ich für mich erstmalig eine Möglichkeit gefunden die Idee der Geraden (Grundelement in der Kunst, welches in allem - ob lebendig oder scheinbar tot - steckt und Bewegung inne hat) mit einem Arbeitsprozess zu verbinden, der meinen ganzen Körpereinsatz fordert. Das Anmischen von Kleister, mit den Händen hineintauchen, das Bestreichen von zuvor gerissenen Papierstücken, das Auftragen auf das große Bild, das Verschieben von Papierstücken, das Überkleben und die immer wieder eingefügte Kohleskizze fordert nicht nur meinen Geist sondern auch meinen Körper. Und genau dieser ist für den Künstler Ausgangspunkt alles Schaffens. Ergänzungen, wie Radiergummi, Pinsel, Stift werden immer noch von den Händen geführt und stellen damit eine Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten dar (anders bei Verwendung von Maschinen, die die Künstlerhand arbeitslos werden lassen und nur noch nach geistiger Fähigkeit des Künstlers verlangen). Auch gefällt mir, dass ich den Kleister mehrere Tage liegen lassen kann. Jederzeit ist er binnen weniger Augenbilcke durch Hinzugabe von neuem Wasser wieder brauchbar gemacht. Bei den gerissenen Papieren wird aus der vormals einzelnen Geraden ein Molekül (lat. molecula, 'kleine Masse'). Unterstrichen durch den flächigen Druck, der bei näherer Betrachtung keine Gerade mehr einzeln erkennen lässt (ist zwar nicht gewollt gewesen, ergänzt aber den Gedanken von Masse ganz gut). Wichtig ist mir auch bei den Collagen, dass beim Betrachter die Zerbrechlichkeit allen Seins herüberkommt. So sollen Bereiche vom Hintergrund in das Motiv hineinragen und sich gleichzeitig Bereiche vom Motiv lösen. Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst "Auf der Suche nach neuen Werten" (späte 19. Jahrhundert) Mischmasch von Stilen Publikum verlangte Säulen, Pilaster, Gesimse und Profile Künstler und Kritiker beunruhigt über Verfall handwerklichen Könnens, die industrielle Revolution mit sich brachte Wiederbelebung alte Handwerkskunst gefordert (u.a. John Ruskin und William Morris) junge Künstler entwarfen wieder Gebrauchsgegenstände, Tapeten, Stoffmuster, Keramik und Möbel Ruf nach einem neuen Stil, einer neuen Kunst: "Art nouveau" größter Einfluss von belgischem Architekten Victor Horta (1861-1947) in Bauten versuchte er alle überlieferte Formen auszuschalten und nur selbst erfundene Ornamente zu verwenden Jugendstilhaus: Treppenhaus, Hotel Tassel, Brüssel, 1893 horta-k.jpg damalige Mode: japanisches Kunstgewerbe bewusster Verzicht auf Symmetrie als Jugendstil in Deutschland bekannt geworden Impressionisten wichen nicht grundsätzlich von Zielsetzungen künstlerischer Tradition ab wollten auch Natur malen, wie wir sie sehen nicht Ziel war Streit, sondern Methode Paul Cézanne (1839-1906) Der Mont Sainte-Victoire von Bellevue gesehen, um 1885, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne cezanne1-k.jpg als Bankiers-Sohn musste er keine Käufer finden, konnte sich somit ungehindert mit seinen künstlerischen Fragen beschäftigen wollte "Poussin nach der Natur" malen Kritik an alte Meister wie Poussin: Eindruck von Raum und Solidität durch Anwendung erlernter Regeln erreicht, als durch Anschauen der Dinge Landschaft bei Aix, 1886-1890, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne cezanne2-k.jpg strebte nach harmonischer Komposition, nach Klarheit und Ausgewogenheit (seine Kritik am Impressionismus Impressionismus) Problem: Auflösung fester Konturen in flimmerndes Licht und Entdeckung farbiger Schatten führten zu Verlust an Klarheit und Ordnung impressionistische Bilder meist "genial, aber konfus" Cézanne wollte leuchtende starke Farben und klare Formen verbinden ungemischt in kleinen Flecken und Strichen auf Leinwand gesetzt, um Farbengeflimmer in freier Natur wiederzugeben anfangs als hoffnungslose Klecksereien verlacht Stillleben, um 1879-1882, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne cezanne3-k.jpg Gründe für scheinbare Ungeschicklichkeit: weigerte sich, irgendeine herkömmliche Technik der Malerei einfach hinzunehmen entschlossen, ganz von vorn anzufangen von Beziehung zwischen Farbe und Modellierung fasziniert bunte Kugel = Apfel = Stillleben = für Studium dieser Fragen geeignet (1) wollte Bildtiefe erzielen, ohne Leuchtkraft der Farben zu opfern (2) Ordnung in Fläche erreichen, ohne Raumwirkung aufzugeben opferte dafür: Konvention der richtigen Zeichnung wollte Naturbild nicht verzerren, aber um erstrebte Wirkung zu erzielen, nahm er dies in Kauf wollte keine Illusion erzeugen, sondern Eindruck von Körperlichkeit und Raumtiefe geben Georges Seurat (1859-1891) Brücke bei Courbevoie, 1886-1887, Öl auf Leinwand, Georges Seurat seurat1-k.jpg ging Problem fast wie mathematische Gleichung an studierte Theorien über Farbsehen Bilder wie Mosaik aus Pünktchen reiner Farbe aufgebaut hoffte, dass Farbe im Auge vermischt wird, ohne an Leuchtkraft zu verlieren = Pointillismus Vincent van Gogh Vincent van Gogh Landschaft mit Zypressen bei Arles, 1889, Öl auf Leinwand, Vincent van Gogh Vincent van Gogh gogh1-k.jpg Briefe an Bruder geben wieder: Glauben des Künstlers an seine Sendung, Verzweiflung und Freude, tragische Einsamkeit, Sehnsucht nach Kameradschaft Arbeit oft von Krisen und Verzweiflung unterbrochen experimentierte mit hellen, reinen Farben in kleinen Strichen oder Punkten auf Leinwand gesetzt nicht nur Farbe zerlegt, sondern vor allem eigene Erregung vermittelt Farben und Formen für ihn da, um Stimmung festzuhalten
Der Fujiyama hinter einer Zisterne, 1835, Katsushika Hokusai
Der Fujiyama hinter einer Zisterne, 1835, Katsushika Hokusai
Vor dem Auftreten, 1879, Edgar Degas
Vor dem Auftreten, 1879, Edgar Degas
Die Hand Gottes, um 1898, Auguste Rodin
Die Hand Gottes, um 1898, Auguste Rodin
Arrangement in Grau und Schwarz; Bildnis der Mutter des Künstlers, 1871, James Abbott
Arrangement in Grau und Schwarz; Bildnis der Mutter des Künstlers, 1871, James Abbott
Nocturno in Blau und Silber; Old Battersea Bridge, zwischen 1872 und 1875
Nocturno in Blau und Silber; Old Battersea Bridge, zwischen 1872 und 1875
Geradenbild für Collage Fotoaufnahme in 12 Bereiche eingeteilt, übertragen auf Papier Motiv auf dunklem Hintergrund: Randbereich mit gerissenem Papier beklebt (sehr dunkel = viele Geraden) Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Verbündeten für langsame Akzeptanz durch Publikum: (1) Fotografie Fotografie übernahm wesentlische Funktion der bildenden Kunst: Porträt Künstler konnten erforschen, was mit Fotografie nicht so leicht offenstand Fotografien von u.a. Straßenszenen brachte Publikum mit neuen Bildausschnitten / vorher nicht akzeptierten Motiven in Berührung (2) japanischer Farbholzschnitt Der Fujiyama hinter einer Zisterne, 1835, Katsushika Hokusai katsushika-k.jpg Japaner wählten Szenen aus Alltagsleben für farbige Holzschnitte Drucke gelangten nach Europa in Kolonialwarengeschäfte als Verpackungen gesammelt von Künstlerm aus Manets Umfeld in Holzschnitt fanden Künstler eine Kunst, die nichts von akademischen Regeln und Formeln wusste Japanern waren überraschende und frappante Naturausschnitte willkommen Katsushika Hokusai (1760-1849) ließ u.a. Gestalt vom Bambusvorhang überschneiden = "kühne Missachtung einer geheiligten Regel europäischer Malerei" "Warum sollte ein Bild immer alle wesentlichen Teile jeder Gestalt in einer Szene zeigen?" neu entdeckte Freiheit der Darstellung u.a. von Edgar Degas (1834-1917) genutzt Vor dem Auftreten, 1879, Edgar Degas degas-k.jpg zwanglose Anordnung Spiel von Licht und Schatten auf menschlichen Körper Eindruck von Körperlichkeit und Bewegung hervorrufen = wichtiges Thema neue Freiheit beeinflusste Bildhauerei ebenfalls Auguste Rodin Auguste Rodin (1840-1917) Die Hand Gottes, um 1898, Auguste Rodin Auguste Rodin rodin-k.jpg Verehrer antiker Plastik und Kunst des Michelangelo es ging ihm nicht um eine glatte Oberfläche etwas sollte Fantasie des Beschauers überlassen werden Stück des Blockes unbehauen, um Eindruck, Figuren würden sich aus Stein lösen, hervorzurufen Publikum warf ihm anfänglich Absonderlichkeit oder Faulheit vor neu: Arbeit wurde für fertig erklärt, sobald künstlerisches Ziel erreicht war (nicht mehr, wenn alles perfekt saß) impressionistische Bewegung machte Paris zum künstlerischen Mittelpunkt Europas Arrangement in Grau und Schwarz; Bildnis der Mutter des Künstlers, 1871, James Abbott abbott-k.jpg beeinflusste u.a. auch Amerikaner James Abbott MacNeill Whistler (1834-1903) hatte mit Manet 1863 im Salon der Zurückgewiesenen ausgestellt kein Impressionist (wie Rodin Auguste Rodin) im engsten Sinne des Wortes betonte: in Malerei komme es nicht auf Gegenstand an, sondern auf Art, wie er in Farben und Formen umgesetzt werde fürchtete sich vor Interesse am rein Inhaltlichen (deshalb auch Titel "Arrangement in Grau und Schwarz") Nocturno in Blau und Silber; Old Battersea Bridge, zwischen 1872 und 1875 abbott2-k.jpg Kunstkritiker John Ruskin (1819-1900) zu Nocturnos: "Ich hätte nie geglaubt, dass ein Geck zweihundert Guineas dafür verlangen könnte, dass er dem Publikum einen Farbtopf ins Gesicht wirft." Whistler klagte auf Ehrenbeleidigung Antwort auf Frage, wie man enormen Betrag für zwei Tage Arbeit verlangen könne: "Nein, ich verlange ihn für die Erfahrung eines ganzen Lebens." wurde zur führenden Gestalt der "ästhetischen Bewegung" künstlerische Sensibilität sei das Einzige, was im Leben verdient, ernst genommen zu werden Geradenbild Werkstatt AV-Labor Selbstporträt in farbig umgesetzt
Rennen in Longchamp, 1865, Édouard Manet
Rennen in Longchamp, 1865, Édouard Manet
Monet bei der Arbeit in seinem Boot, 1874, Édouard Manet
Monet bei der Arbeit in seinem Boot, 1874, Édouard Manet
1 x für die Kunst geblutet verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt umsetzen Glas (65x84,9cm) anfertigen lassen beim nächsten Klassentreffen Flügeltürrahmen mit Geradenbild (60x80cm, Selbstporträt) vorstellen damit Holzplatte zwischen Rahmung passt mit Hobel Platte verdünnt geleihmt Leinwandrahmen 6x60cm hergestellt, mit Schleifmaschine Kanten gerundet morgen abholen und überlegen wie bespannen Kommilitone Kommilitone (Meisterschüler) meint, dass man lediglich Diplom mit 2.0 bestehen muss und man danach ohne Problem Meisterschüler werden kann Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst (weiter bei 3. Welle der Revolution) neue Theorien: (1) Behandlung von Farben in Freiluftmalerei (plein air), (2) Darstellung von Bewegung Rennen in Longchamp, 1865, Édouard Manet rennen-k.jpg Manet will Eindruck von Licht, Tempo und Bewegung vermitteln Formen lösen sich aus dem Wirrwar, flüchtig angedeutet Pferde mit jeweils nur 2 Beinen in jedem Augenblick kann Auge nur einen Punkt fassen, alles Übrige verschwommene Farben und Formen Claude Monet Claude Monet (schloss sich Manet an) drängte Freunde, Ateliers zu verlassen keinen einzigen Strich malen, wenn Motiv nicht direkt vor Auge Monet Claude Monet bei der Arbeit in seinem Boot, 1874, Édouard Manet monetarbeit-k.jpg Kritiker von Ausstellung 1874 bezeichnete Gruppe als "Impressionisten" wollte ausdrücken: Maler hätten keine soliden Kenntnisse, Maler glaubten, dass ein bloßer momentaner Eindruck schon ein Bild sei Pressestimme zu einer der ersten Ausstellungen: "[…] Diese so genannten Künstler nennen sich Revolutionäre, 'Impressionisten'. Sie nehmen ein Stück Leinwand, Farbe und Pinsel, werfen auf gut Glück einige Farbkleckse hin und setzen ihren Namen unter das Ganze." Claude Monet Claude Monet: Beleuchtungseffekte und Atmosphäre wichtiger als Motiv Auge kann sich aus ein paar Andeutungen ganze Form aufbauen (siehe Geradenporträts / Geradencollagen!) Publikum lernte langsam Bilder zu verstehen durch Zurücktreten wird aus wildem Gewirr von Farbflecken Gestalt "Der Künstler war niemandem als seinem eigenen künstlerischen Gewissen dafür verantwortlich, was er malte und wie er es malte."
Ganzkörperporträt (im Entstehen), Collage, ca. 130x170cm, 30
Ganzkörperporträt (im Entstehen), Collage, ca. 130x170cm, 30
Badende, 1808, Jean-Auguste-Dominique Ingres
Badende, 1808, Jean-Auguste-Dominique Ingres
Arabische Fantasia, 1832, Eugène Delacroix
Arabische Fantasia, 1832, Eugène Delacroix
Tivoli, der Park der Villa d'Este, 1843, Jean-Baptiste Camille Corot
Tivoli, der Park der Villa d'Este, 1843, Jean-Baptiste Camille Corot
Die Ährenleserinnen, 1857, Jean-François Millet
Die Ährenleserinnen, 1857, Jean-François Millet
Begegnung oder Bonjour, Monsieur Courbet, 1854, Gustave Courbet
Begegnung oder "Bonjour, Monsieur Courbet", 1854, Gustave Courbet
Der Balkon, 1868-1869, Édouard Manet
Der Balkon, 1868-1869, Édouard Manet
Ganzkörperporträt (im Entstehen), Collage, ca. 130x170cm, 30
Ganzkörperporträt (im Entstehen), Collage, ca. 130x170cm, 30
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst (weiter vom 18.8.2014 ) 19. Jahrhundert: "Revolution in Permanenz" Abreißen der Tradition zur Zeit der Französischen Revolution Kluft zwischen "schönen Künsten" (durch Akademien- und Ausstellungswesen, Kunstkenner und Kritiker definiert) und Handwerk Handwerk Handwerktraditionen durch industrielle Revolution vernichtet: Fabrikware Umschwung vor allem in Baukunst bemerkbar kein eigener gewachsener Stil erkennbar Fassaden: gotischer Stil, romanische Burg, Renaissancepalast oder Mosche verkleidet vor Traditionsbruch: kein Maler oder Bildhauer musste sich Frage stellen, wozu er überhaupt da sei fester Platz in der Gesellschaft durch Aufträge (Altarbilder, Porträts, Gemälde für Stube, Wandbilder für Landhaus) Abreißen der Tradition: Befreiung von allen Bindungen (1) deshalb Beziehung zwischen Künstler und Auftraggeber seit dem oft gespannt Geschmack des Bestellers <> entsprach nicht Wesen des Künstlers (2) Kluft zwischen Künstlern erste Gruppe: folgten Geschmack Publikum zweite Gruppe: waren auf selbst gewählte Einsamkeit stolz Vielfalt der Möglichkeiten und Unabhängigkeit von Bestellerlaune = Kunst konnte erstmalig vollkommener Ausdruck der Persönlichkeit sein Gedanke: wahre Zweck der Kunst = Persönlichkeit Ausdruck verleihen Kunstliebhaber suchten: (1) Arbeiten von unbestechlicher Aufrichtigkeit (2) Künstler, die sich nicht mit geborgten Effekten zufrieden gaben (3) Künstler, die sich bei Arbeit immer fragen: ist sie mit ihrem künstlerischen Gewissen vereinbar Kluft zwischen "offizieller Kunst" und freier Kunst entsteht Einzelgänger: Mut, Fragen, die sie bewegen, neu zu durchdenken, konventionellen Auffassungen zu trotzen Badende, 1808, Jean-Auguste-Dominique Ingres ingres-k.jpg führender Meister "offizieller Kunst": Jean-Auguste-Dominique Ingres (1780-1867) Schule Ingres: Forderung nach korrekter Zeichnung, sklavische Nachahmung antiker Statuen Gegenspieler: Eugène Delacroix (1798-1863) rebellierte gegen diese Schule = 1. Welle der Revolution Ansicht: (1) in Malerei kommt es mehr auf Farbe an als auf zeichnerisches Können (2) mehr auf Fantasie als auf Intellekt Arabische Fantasia, 1832, Eugène Delacroix delacroix2-k.jpg keine klaren Umrisse, keine sorgfältig modellierten idealisierten Akte, keine Zurückhaltung in der Komposition = Bild ungezügelter Bewegung Jean-Baptiste Camille Corot (1796-1875) Tivoli, der Park der Villa d'Este, 1843, Jean-Baptiste Camille Corot corot-k.jpg Ziel: Natur wahrheitsgemäß wie möglich abzubilden es geht weniger um Details, eher um Form und Grundton seiner Motive dadurch Vermittlung Hitze und Stille eines Sommertages im Süden 2. Welle der Revolution = gegen konventionelle Themen Akademien: nur mit hoch gestellten Persönlichkeiten beschäftigen, Darstellung Arbeiter nur in Genrebildern nach Niederländer Art zulässig Die Ährenleserinnen, 1857, Jean-François Millet millet-k.jpg Jean-François Millet (1814-1875) wollte Bauern malen, wie sie wirklich sind Begegnung oder "Bonjour, Monsieur Courbet", 1854, Gustave Courbet courbet-k.jpg Gustave Courbet : malte sich selber, wie er von Freund und Förderer gegrüßt wird Brief an Freund: "Ich hoffe mein Leben lang von meiner Kunst zu leben, ohne mich je um einen Strich von meinen Grundsätzen zu entfernen, ohne einen einzigen Augenblick gegen mein Gewissen zu handeln, und auch nur eine Handbreit zu malen, um irgendjemandem zu gefallen oder um besser zu verkaufen." 3. Welle der Revolution = durch Édouard Manet (1832-1883) und Freunden ausgelöst Der Balkon, 1868-1869, Édouard Manet manet-k.jpg akademische Maler: arbeiten mit Licht, was in Atelier fällt Manet ging in Natur und fing u.a. Sonnenlicht und Schatten ein (schaut ganz anders aus) (mit Notizen der letzten Tage) Geradenbild o.T. Collage ca. 130x170cm angefangen eingeteilt in Raster 4x4, grobe Skizze händisch (ohne Pantograf) übertragen nach 1. Papierschicht detailiertere Skizze Ganzkörperporträt (im Entstehen), Collage, ca. 130x170cm, 30 aktuell2-k.jpg erst gerissenes Papier genau an Skizze aufgetragen nachträglich wieder teilweise überklebt, für abstrakteres Porträt
kleine Vorschau Selbstporträt (Ausdruck)
kleine Vorschau Selbstporträt (Ausdruck)
Die Dornenkrönung, 1620, Anthonis van Dyck, Museo del Prado, Madrid
Die Dornenkrönung, 1620, Anthonis van Dyck, Museo del Prado, Madrid
Ecce Homo, 1526, Quentin Massys, Dogenpalast, Venedig
Ecce Homo, 1526, Quentin Massys, Dogenpalast, Venedig
1. Wandelbild mit heiligem Antonius (rechts) und heiligem Sebastian (links), Isenheimer Altar, Matthias Grünewald
1. Wandelbild mit heiligem Antonius (rechts) und heiligem Sebastian (links), Isenheimer Altar, Matthias Grünewald
Self, 2001, Marc Quinn
Self, 2001, Marc Quinn
Geradenbild (siehe auch Dreinagelkruzifix vom 12.1. , Kreuzigung vom 17.10.2012 ) Standpunkt "Das Leiden Friedrich Fröhlichs war groß von der Bitterkeit der Schmerzen und Schmach der Verspottung, aber überreich fruchtbar an Heil und Nutzen" (frei nach Jacobus de Voragine, "Von der Passion des Herrn", Legenda Aurea) Motiv in Anlehnung an Kreuzigung Jesu übereinandergeschlagene Füße, dünne, knochige Beine dicke Geraden als Stacheln, hart, wehtuend, durchschlagend Kunstgeschichte Die Dornenkrönung, 1620, Anthonis van Dyck, Museo del Prado, Madrid dornenkroenung-k.jpg Geraden mit Verweis auf Dornenkrone, 3. Verspottung im Haus des Pilatus Soldaten setzen Jesus Jesus Dornenkranz auf und grüßen ihn: "Heil dir, König der Juden!" Ecce Homo, 1526, Quentin Massys, Dogenpalast, Venedig eccehomo-k.jpg nach Verspottungen lässt Pilatus Jesus Jesus vorführen / Hohenpriester und ihre Diener schreien: "Ans Kreuz mit ihm!" weit verbreitetes Symbol Passion: Hammer und Nägel umsetzen Motiv gekreuzte Beine evtl. für Holzfräsung nutzen Isenheimer Altar 1. Wandelbild mit heiligem Antonius (rechts) und heiligem Sebastian (links), Isenheimer Altar, Matthias Grünewald schaubild-k.jpg Konservierung und Bewahrung lebendiger Formen: Marc Quinn Marc Quinn (britischer Künstler) Self: Selbstbildnis, realisiert mit 4,5 Liter seines Blutes in Abguss seines Kopfes gefüllt bei Minustemperaturen aufbewahrt Self, 2001, Marc Quinn Marc Quinn quinn-k.jpg Tradition Künstler, von Dürer über Rembrandt bis Van Gogh (und hier Quinn): Darstellung eigener Person als heroische Gestalt, als Jesus Jesus oder antike christliche Märtyrer (passt ja zu mir!)
Chemiearbeiter am Schaltpult, 1968, Willi Sitte
Chemiearbeiter am Schaltpult, 1968, Willi Sitte
Expressive Landschaft, 1947, Willi Baumeister
Expressive Landschaft, 1947, Willi Baumeister
Stahlplastik, 1951, Hans Uhlmann, Foto © VG-Bild Kunst
Stahlplastik, 1951, Hans Uhlmann, Foto © VG-Bild Kunst
Kunstgeschichte Kurs Vorlesung Dt. Kunst im 20. Jhd. ab 1951 Formalismusstreit als Abgrenzung d. DDR absolute Unterordnung d. Kunst zur Politik gefordert Hermann Bachmann (1922-1995, dt. Maler) bekam Konflikt mit offizieller Kunstdoktrin der DDR (Formalismus-Vorwürfe), Übersiedlung nach Westberlin 1953 Adolf Menzel (1815-1905, dt. Maler, Zeichner und Illustrator im Realismus) als Wegbereiter der sozialistischen Kunst gezählt Sozialistische Kunst Rückbezug aufs späte 19. Jhd. (wie zu NS-Zeiten) vorsichtige Abstraktion in Bezug auf anerkannte Künstler d. Westen (wie Picasso Pablo Picasso) erlaubt Chemiearbeiter am Schaltpult, 1968, Willi Sitte Willi Sitte sitte-k.jpg leicht futuristisch, kubistisch Arbeiterporträts in Malerei u. Skulptur mit Kaiserabbild vergl. (statt Kaiser: Arbeiter m. Untersicht) Bemühung um "neue Kunst" im Nachkriegsdtl. moralischer Neuanfang gefordert Expressive Landschaft, 1947, Willi Baumeister baumeister-k.jpg Buch "Das Unbekannte in der Kunst" Künstler kann unbegreifliches Mysterium d. Natur u. d. menschl. Existenz sichtbar machen durch: nicht äußere Erscheinung nachahmen, sondern d. Wesentliche v. Naturprozessen u. menschl. Welterfahrung Zen 49: 7 dt. Künstler, 1949 in München zusammengeschlossen Informell = formlose Kunst Kunst d. USA tritt in Westdt. in Mittelpkt. Hans Hoffmann bereits 1932 nach NY, unvoreingenommener Umgang m. Farbe gelehrt weitere Lehrer in NY: u.a. Max Ernst, Mondrian Freisetzung v. Kreativität gekegrt (Max Ernst) große Leinwände / Wandmalerei: Betrachter auf sich selbst zurückwerfen "Kunst d. Freiheit" im Westen offiziell gefördert Action-Painting als spontane nicht Vernunftbetonte Äußerung: Pollock Bewegungslinie in Raum: Hans Uhlmann Stahlplastik, 1951, Hans Uhlmann, Foto © VG-Bild Kunst uhlmann-k.jpg Heinz Mack: Mitbegr. ZERO insgesamt nach WK 2: Neue Freiheit gefordert stark von Amerika beeinflusst Künstler wollten sich absetzen (individuell sein), Kreativität freisetzen (siehe Ernst) Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse beliebte Äußerung: "heroischer Moment Moment" Turing Überprüfung v. intelligentem Bewusstsein Können Maschinen denken? denken: was es ist, lässt Turing aus Können sich Maschinen als Menschen ausgeben? ihm nicht Äußeres wichtig, sondern Denkfähigkeit/Bewusstsein "künstl. Dummheit": Maschinen extra länger rechnen lassen, falsche Antworten geben lassen, um menschl. Eindruck zu hinterlassen [gedankl. abwesend] "Sage mal: Kennen wir uns?"
Viktoria! – Die Rückkehr der Quadriga 1814, 1896, Rudolf Eichstaedt
Viktoria! – Die Rückkehr der Quadriga 1814, 1896, Rudolf Eichstaedt
Bandende Jungen, Max Liebermann (um 1900)
Bandende Jungen, Max Liebermann (um 1900)
Sitzende Dame (Dodo), 1907, Ernst Kirchner
Sitzende Dame (Dodo), 1907, Ernst Kirchner
Spittelmarkt, 1912, Paul Hoeniger
Spittelmarkt, 1912, Paul Hoeniger
Liebespaar, 1924, Skulptur, Hermann Scherer (1893-1927, schweiz. Künstler)
Liebespaar, 1924, Skulptur, Hermann Scherer (1893-1927, schweiz. Künstler)
Der Gestürzte, 1915/16, Wilhelm Lehmbruck
Der Gestürzte, 1915/16, Wilhelm Lehmbruck
Selbstporträt als Soldat, 1915, Ernst Ludwig Kirchner
Selbstporträt als Soldat, 1915, Ernst Ludwig Kirchner
Composition XX., 1920, Theo van Doesburg
Composition XX., 1920, Theo van Doesburg
Composition No. 15, 1925, Friedrich Vordemberge-Gildewart
Composition No. 15, 1925, Friedrich Vordemberge-Gildewart
Kunstgeschichte Kurs Vorlesung Dt. Kunst im 20. Jhd. Matthias Bleyl Überblick der allg. künstl. Entwicklung (Malerei, Bildhauerei, Architektur/Design) zw. 1900 u. 2000 "Dieser Ballast gehört auch mit dazu" im Kaiserreich offizielle, repräsentative Kunst: rückwärtsgewand Viktoria! – Die Rückkehr der Quadriga 1814, 1896, Rudolf Eichstaedt viktoria-k.jpg 1896 gemalt, zeigt Szene von 1814 oppositionelle Sicht: unverstellte Sicht auf damaliges Leben Vergleich "Badende Knaben", Philipp Franck (1917) u. Bild v. Liebermann Bandende Jungen, Max Liebermann (um 1900) badende-jungen-liebermann-k.jpg vom Kaiser als "Rinnstein-Kunst" bezeichnet Ansicht, künstl. Moderne sei "in den Rinnstein" niedergestiegen, da sie das Elend noch scheußlicher hinstelle als es schon sei Berliner Secession, gegründet 1898, Gegenpol zum akad. Kunstbetrieb orientierte sich an frz. Kunst (damals nicht angesehen) Impressionismus Impressionismus in Frk.: schon 1870er sehr ausgeprägt Lichtsituationen einfangen (muss rel. schnell gemalt werden, deshalb manchmal skizzenhafter Charakter) Van Gogh: vieles wahrscheinlich nicht vor Motiv entstanden (wie bei Impressionisten üblich), sondern im Atelier Ziel: gefühltes statt realem Sehen zeigen (siehe auch Expressionismus) Farbwahl nicht natürlich Pariser Herbstsalon, 1905: kritisch als "mitten unter den wilden Tieren" bezeichnet Die Brücke, 1905 in Dresden gegründet motivisch frz. Malerei nahe verlaufende Farbigkeit in dt. Bild rar, eher flächig, "ruppig", "unkultiviertes" Umgehen mit Farbe wollten Kern der Dinge darstellen Versuch, Menschen in wahrer Natur darzustellen (ohne Aktmodelle) Vergleich Damenporträt v. Robert [Nachname nicht verstanden], 1907 (anerkannte Kunst, wie Dame in kaiserl. Zeit auszusehen hat) u. zeitgl. entstandenes Bild v. Kirchner Sitzende Dame (Dodo), 1907, Ernst Kirchner sitzende-dame-k.jpg Berliner Straßenszenen v. Kirchner Hektik d. Alltags dargestellt, Treiben in Berlin Spittelmarkt, 1912, Paul Hoeniger paul-hoeniger-k.jpg Kirchner zeitgl. zu Hoeniger (alte Malweise, dokumentarisch): zeigt, dass es nie eine homogene Stilepoche gegeben hat rel. Thematik (ab Spätantike) nimmt seit Aufklärung ab express. Tendenzen nicht nur in Malerei Vergleich Stil Skulpturen v. Ernst Balach ("Das Wiedersehen", 1926 ) u. Hermann Scherer Liebespaar, 1924, Skulptur, Hermann Scherer (1893-1927, schweiz. Künstler) hermann-scherer-k.jpg Der Gestürzte, 1915/16, Wilhelm Lehmbruck gestuerzte-k.jpg f. Ehrenfriedhof auf d. Kaiserberg entworfen (Verantwortliche bevorzugten jedoch patriotischere Skulptur) Mensch = als lebendige Architektur verstanden immer wieder: offizielle Sicht vs. Opposition Manifeste 1. Hälfte 20. Jhd. beliebt rasche Entwicklung d. Stile (Bsp. Franz Marc, innerhalb 4 Jahren) Kandinsky: "Über d. Geistige in d. Kunst" nicht nur eine Formspielerei, sondern Versuch, das "Geistige" bildnerisch zu erfassen Sonderfälle / "Einzelkämpfer" d. Express. u.a. Paula Modersohn-Becker mit Bauernmädchen, 1904 Propaganda vs. Realität Krieg gr. Einfluss auf Künstler (viele Freiwillige) Selbstporträt als Soldat, 1915, Ernst Ludwig Kirchner soldat-k.jpg dargestellt m. verstümmelter Malerhand notiert Gute Künstler scheinen irgendwann immer ihre älteren Arbeiten zu zerstören u.a. extremer Stilwandel durch Krieg Max Ernst blendete in Autobiografie Kriegszeit aus: "am 1. August 2014 gestorben, am 11. November 1918 wiedergeboren" Weimarer Republik 1919 Bauhaus Bauhaus ausgerufen neu: Kunst u. Handwerk Handwerk sollten unter Architektur zusammengeführt werden Paul Klee: Formreduktion, im biograf. Verlauf gut sichtbar Geradenbild Einzelgespräch m. Ohme gefrästen Test auf PVC-Platte (weiß) abgeholt schaut teilw. ausgefranst aus Bachmann fragen, warum u. wie änderbar, ansonsten gut für geplante Licht-Konstellation: keine Leuchtstoffröhre verwenden, da veraltete Technik LED-Version: ledigl. kopiert nur verwenden: ohne abdeckendem Opalglas Vorteil LED: lässt sich dimmen (je nach Geradenart unterschdl. Helligkeit) Nachteil LED-Leiste: besteht aus vielen kleinen LEDs wäre wieder "Rückkehr zum Pointillismus" (Bewegung durch Punktanreihung) Leuchtbänder: viel zu schwach, wenn dann eher als individuelle Form nutzbar (Gerade ist da lediglich eine mögl. Form) Rotverschiebung bei Galaxien f. Helligkeit/Farbwert v. LEDs nutzen? Kunstgeschichte Kurs Vorlesung Dt. Kunst im 20. Jhd. Bauhaus Bauhaus: Umschwung v. Handwerk Handwerk zur Industrie Vgl. Marcel Breuer Holzstuhl m. Muster (keine Massenprodkt. mgl.) u. späterem Stuhl aus Stahlrohr (1930) Piet Mondrian: "Neue Gestaltung", 5. Bauhausbuch Composition XX., 1920, Theo van Doesburg doesburg-k.jpg Doesburg: ähnl. Kompositionen wie Mondrian De Stijl Manifest, 1918 Universelle als Alternative zum Individuellen notiert "Am Anfang war der Strich." Composition No. 15, 1925, Friedrich Vordemberge-Gildewart vordemberge-k.jpg Arbeiten teilw. keinem Künstler mehr zuordbar, Form wird "beliebig", eben verallgemeinert Konkrete Kunst Konkrete Kunst = Linie, Fläche, Farbe Max Bill u.a. Abwendung v. Express. hin zum Sachlichen = Neue Sachlichkeit, 1920er "Ich hätte ihn auch bei der Aufnahmeprüfung durchfallen lassen." (Bleyl zu Hitlers dilettantischen Arbeiten) [gedankl. abwesend]
Prinzenpalais, Oldenburg
Prinzenpalais, Oldenburg
Joannesschüssel, um 1500/10, Öl auf Eichenholz, Aelbert Bouts (15./16. Jhd.)
Joannesschüssel, um 1500/10, Öl auf Eichenholz, Aelbert Bouts (15./16. Jhd.)
1976, Corten-Stahl, Peter Bonnen
1976, Corten-Stahl, Peter Bonnen
Aufgestützter Kopf mit Zopf, 1986, Jossi Ben Jehoschua Blumenberg
Aufgestützter Kopf mit Zopf, 1986, Jossi Ben Jehoschua Blumenberg
Schmaler Kopf, um 1970, Kalkstein mit Zwirnfäden, Michael Croissant
Schmaler Kopf, um 1970, Kalkstein mit Zwirnfäden, Michael Croissant
Die Ziege, um 1895, Fritz Mackensen
Die Ziege, um 1895, Fritz Mackensen
Ausstellung Galerie Alte Meister (Auswahl) Prinzenpalais, Oldenburg Prinzenpalais, Oldenburg prinzenpalais.jpg "Antikisierendes Porträt eines Mannes", 2. Hälfte 16. Jh., Bronze auf Marmorsockel fliegende Völgel u. anderes Getier Joannesschüssel, um 1500/10, Öl auf Eichenholz, Aelbert Bouts (15./16. Jhd.) johannesschuessel-k.jpg notiert Was muss (neben Johannes o. Essen) zwingend auf einen Teller? draufmalen m. Porzellan-Malfarben o. Rotring-Stift f. feine Linien "Kriechtiere und Insekten", um 1730(?), Karl Wilhelm de Hamilton (17./18. Jhd.) notiert Stilleben aus Geraden als Serie / Geradenkompositionen mit Schatten auf Papier? auf Leinwand (Geraden m. Klebestreifen abkleben) Schwarz auf Schwarz / Weiß auf Weiß / Schwarz auf Weiß / Weiß auf Schwarz mit "erhabenen" Geraden (draufgezeichnet) u. "ausgelassenen" Geraden (durch Klebestreifen abgedeckter Bereich) bewusst(?) unvollendet gelassen: "Die Volskerberge von Civitelle aus", 1837, Ernst Wilhelm Dietrich Willers (19. Jhd.) Ausstellung Galerie Neue Meister Prinzenpalais, Oldenburg dt. Impressionismus Impressionismus u. Expressionismus d. Brücke-Maler (arbeiteten u.a. in Dangast am Jadebusen) Franz Radziwill (1895-1983, Dangaster Maler) ("Neue Sachlichkeit" / "Magischer Realismus") "Das Fest", 1957, Fritz Winter (20. Jhd.) 1976, Corten-Stahl, Peter Bonnen quadratlinien-k.jpg notiert Kubus mit reingeritzte Geraden Kubus ("Welt-System") mit Geraden "durchlöchert" "Flügelskulptur I, 1964, Bronze, E. R. (Eva Renée) Nele (Ausschnitt) Aufgestützter Kopf mit Zopf, 1986, Jossi Ben Jehoschua Blumenberg aufgestuetzer-kopf-k.jpg notiert Kopf, aufgestützt, aus kl. Holzstangen (verspiegelt) bilden notiert Geraden durch Linse / gekrümten Spiegel fotografieren = gekrümte gerade Gerade Schmaler Kopf, um 1970, Kalkstein mit Zwirnfäden, Michael Croissant schmaler-kopf-k.jpg notiert mit Styroporkopf (weiß) ausprobieren m. u.a. wilden Garnlinien "Wiesen-Fuchsschwanz / Alopecurus pratensis", 2013/2015, Cornelia Genschow Die Ziege, um 1895, Fritz Mackensen fritz-mackensen-k.jpg notiert mit Processing ausprobieren: Bild wie "Die Ziege" mit Geraden zeichen 1) Bild mit in eine Richtung verlaufenden Geraden gefüllt 2) durch Mausklicks wird Geradenwinkel im Bereich um Maus leicht verändert, dadurch langsam Motive sichtbar 3) mit Plotter u. mehreren Durchläufen auch mit farbigen / hervorstechenden Linien mgl. "Jüngling I", 1901, Bronze, George Minne notiert "Jüngling I" mit Geraden umsetzen (aber meinen Körper als Vorlage!) Kunstgeschichte Impressionismus Impressionismus im letzten Viertel d. 19. Jhd. zunächst in Frankreich durchsetzende Reaktion auf herkömmliche Akademie- und Ateliermalerei Ateliermalerei: unnatürlicher Beleuchtung, daher dunkle Plaette in Historien. u. Genrebilder / Überbetonung d. Inhaltlichen Impressionisten nahmen Natur als farbige Erscheinung wahr, versuchten fortlaufendes sinnliches Ereignis festzuhalten Gegenstände nicht nah Beschaffenheit nach gemalt, sondern wie im Augenblich erlebt wurde bevorzugten Malerei vor d. Motiv helle Sonnenlicht führte zu starker Aufhellung d. Palette u. zu farbigen Auflösung d. Schatten 30 Jahre später etablierte sich Impressionismus Impressionismus auch im Dt. Kaiserreich Brücke-Expressionismus 1907-1912 hielten sich in Sommermonaten Brücke-KÜnstler Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Max Pechstein in Dangast auf Hinwendung zur Landschaftsmalerei: Studienbesuche an d. Nordsee 1. Ausstellung 1908 im Oldenburger Augusteum traf überwiegend auf Unverständnis beim Publikum Primärfarben Rot, Gelb u. Blaub in Verwendung sowie Farben 2. Ordnung (Grün, Orange, Violett) in reiner Beschaffenheit ohne Aufhellung o. Abdunklung nutzten Komplementärkontraste Rot-Grün, Blau-Orange, Gelb-Violett, um Wirkung d. Farben zu steigern ? Loslösung von Lokalfarbe Holzstock f. Plakate KG. Brücke, Weißtanne, 1908/09 Holzstock-Rückseite zur Stabilisierung mit 2 Querstreben versehen notiert Informationstäfelchen erstellen u. ausstellen m. Text a la: "Informationstäfelchen, Friedrich Fröhlich, 30, 15x10cm, Druck auf Papier" Ausstellung Robert Elfgen Oldenburger Kunstverein
Standpunkt so sollten Arbeiten vlt. sein: geheimnisvoll, nicht zu durchschauen, unerklärlich (aber nicht mystisch!) wie bei Duchamps Großem Glas detailreich beschreiben, aber Verknüpfung / logische Aufschlüsselung offen lassen Kurs o.T. Kunstgeschichte [t=]Herkunft u. Zukunft visueller Kunst, ZKM
FLUXUS-1, 1963, George Maciunas, Buch (mit Schrauben als Bindung) in Holzkasten, Foto © Museum am Ostwall
FLUXUS-1, 1963, George Maciunas, Buch (mit Schrauben als Bindung) in Holzkasten, Foto © Museum am Ostwall
Fluxmedicine, ca. 1966, Shigeko Kubota (Foto v. George Maciunas f. ein Fluxus-Etikett)
Fluxmedicine, ca. 1966, Shigeko Kubota (Foto v. George Maciunas f. ein Fluxus-Etikett)
Klasse Bildende Kunst E-Mail "Herzliche Einladung zum Semesterauftakt mit gemeinsamen Frühstück am 14.04.2015 um 11 Uhr. Bringt bitte alle wieder eine Kleinigkeit mit." über Whisky Alkohol u. aktuelles Wetter geredet Studienreise Venedig Besprechung Biennale Venedig evtl. 23.6.-27.6. ca. 120 € Flug Hin- und Rückfahrt + Fahrt Leipzig <=> Berlin + ca. 60 € Verkehrsmittel Venedig + ca. 110 € Übernachtung Besprechung Vorschlag Semesterthema / Ausstellung Bowlingtreff / Wilhelm-Leuschner-Platz Platz als Spielfläche nutzen formale / strukturelle / politische Bearbeitung mgl. nächster Klassentreff im ehem. Bowling-Center FLUXUS-1, 1963, George Maciunas, Buch (mit Schrauben als Bindung) in Holzkasten, Foto © Museum am Ostwall fluxus-1-k.jpg Kurs Bibliothek (in der Eisenbahnstr. bearbeitet) Kunstgeschichte "Fluxus Fluxus", Thomas Kellein "Seltsamerweise werden die Details der Anfänge von Fluxus Fluxus einigen Historikern immer klarer, je länger sie vorbei sind. Mein eigenes Gedächtnis wird dunkler und dunkler, falls das von ihnen Erinnerte überhaupt wahr ist" (Emmett Williams 1991) Fluxus Fluxus-Multiples in 1970er zw. $2,50 u. $150,00 angeboten, enorme Wertsteigerung Bedienungen f. Entstehung: Zeit in d. Bundesrepublik Deutschland mit "Wirtschaftswunderjahre", in d. USA mit "Überflussgesellschaft" belegt Blütezeit in d. westlich kapitalistischen Industrienationen Glaube an Totalversorung d. Planeten mit Konsumgütern Glaube an unendlichem Wachstum Jahrzehnt durch nukleares "Gleichgewicht d. Schreckens" geprägt Pop Art reflektierte erfolgreich Warenästhetik / Glücksversprechen Fluxus Fluxus-Produkte erschienen zu ärmlich, um in d. Wohlstandsgesellschaft f. Eindruck zu sorgen Fluxus Fluxus-Performances in Presse als ärgerlich u. renitent (widerspenstig / unangepasst) dargestellt rund 20 international verstreute Künstler traten unter Namen "Fluxus Fluxus" in Verbindung bis in 1970er skandalumwitterte Medienaufmerksamkeit als Avantgardisten Arbeiten bis in 1980er zum größten Teil nicht in Kunstgalerien / Ausstellungshäuser vertreten Anfänge v. Fluxus Fluxus: 1960/61 begegnet Maciunas (damals Designstudent, angehender Kunsthistoriker u. erfolgloser Händler m. antiken Musikinstrumenten) junge Künstler u. Komponisten aus Umkreis v. Cage (wollte deren Arbeit in Zeitschrift "Fluxus Fluxus" publizieren) Idee von Maciunas: System d. hohen Künste u. d. "barocke" Tendenzen ("Verstuckung"?) bekämpfen u. abschaffen Fluxus Fluxus Plakat-Manifest (NY, 1965) unter Maciunas Regie ab 1962 Fluxus Fluxus-Konzerte in Europa gab sich als "Chairman" von Fluxus Fluxus aus, später verteilte er Hoheitsgebiete ("Fluxus Fluxus-Nord", "Fluxus Fluxus-Süd", "Fluxus Fluxus-Ost", "Fluxus Fluxus-West") Headquarter in SoHo, NY Künstlerlisten erstellt, Briefe geschrieben, Pamphlete ("engagiert, überspitzt u. polemisch zu wissenschaftlichen, religiösen o. politischen Themen äußern") verschickt, Druckaufträge erteilt u. Distribution d. Werke organisiert war mit vielen Künstlerkollegen in ständigem Kontakt in einem Manifest Rückbezug auf den Dadaismus Dadaismus gefordert (?) ab 1963 lieferten Brecht, Vautier Ben Vautier, Watts Ideen für Fluxus Fluxus-Multiples (meist als 3x12x9cm-Plastikschachteln verlegt) Werke waren simpel, klein u. billig Mystery Box (Ben Vautiers) mit Staub gefüllt, Luxusausgabe mit Eierschalen, als würfelförmiges Objekt Abfall (Hinweis auf Überflussgesellschaft?) Fluxuskünstler-Lofts in SoHo sollten u.a. durch Verkauf v. Stickern, Servietten, Tischtücher u. T-Shirts finanziert werden Interview (1978) auf Frage, ob er Fluxus Fluxus nicht doch als Kunst begreife: "Nein. Ich glaube, es sind gute, einfallsreiche Gags." Fluxmedicine, ca. 1966, Shigeko Kubota (Foto v. George Maciunas f. ein Fluxus Fluxus-Etikett) fluxmedicine-k.jpg Kurs Bibliothek "1962 WiesbadenFLUXUS 1982" / Katalog von Ausstellung in Wiesbaden (1982), Kassel (1982/1983), Berlin (1983) Fluxus Fluxus = Geisteshaltung, kein Stil FLUXUSEditionen (Produkte in Schachteln o. Koffern) waren unsigniert u. undatiert / Massenauflage Antihaltung gegenüber Kunstmarkt Bezeichnung FLUXUS wählte Maciunas 1960 für Titel einer Zeitschrift, die Künstler vorstellen sollte, die sich herkömmlichen Kunstformen u. Stilen (wie Cage) entzogen (nie erschienen) was Fluxus Fluxus-Künstler eint: "[…] hart zu kämpfen gegen die immense Einfalt, Traurigkeit u. den Mangel an Einsicht für das, was unserem Leben abgeht, eine Welt zu begründen, in welcher die Spontaneität, die Freude, der Humor […] selbstverständlich werden […]" (Brecht, 1964) Kurs Bibliothek "Dieter Roth Dieter Roth / Originale", Text v. Laszlo Glozer zum Zusammenhang Roth Dieter Roth u. Fluxus Fluxus recherchiert "Nomaden-Biografie": äußerte sich nicht nur im ständigen räuml. Unterwegssein, sondern auch in d. Kunst Sommer 1966: Besuch bei "Fluxus Fluxus"-Archivar Hanns Sohm von Beuys Joseph Beuys an Düsseldorfer Akademie "gelotst" Vanitas-Gedanke: plastisch-objekthafte Arbeiten = "Zeitstücke" ab Mitte 1960er: die Natur d. Dinge, ihren prozessualen Zerfall, geziehlt eingesetzt (Lebensmittelarbeiten) Schokoladenbüsten im Schimmelmuseum: unlimitiert (solange Turm hält) 1968 Urform d. Büste brachte er als Multiple in Umlauf "Von den 'Fluxus Fluxus'-Künstlern - für ihn ein faules Pack - setzte er sich stöhnend ab" 1x daumennagellänge Whiskey
(evtl.) Coca Cola, 1961, 210x310, Wolf Vostell
(evtl.) Coca Cola, 1961, 210x310, Wolf Vostell
Kurs Dieter Roth Dieter Roth (Vorbereitung f. Referat) (siehe auch 6.10.2014) notiert Museum Fluxus Fluxus Plus, Potsdam aufsuchen (viele Fluxus Fluxus-Werke, anscheinend auch von Roth Dieter Roth) Kunstgeschichte Fluxus Fluxus = intern. Kunstbewegung formiert um 1960 in New York, Tokio, Köln, Düsseldorf, Darmstadt u. Wiesbaden als Initiator galt George Maciunas (1931-1978, US-amerik. Künstler, Mitbegründer, Theoretiker u. Propagandist Fluxusbewegung) prägte 1961 den Begriff Fluxus Fluxus (zunächst nur als Titel für von ihm konzipierte Kunstzeitschrift vorgesehen) Begriff als Bezeichnung für die von ihm weltweit initiierten Konzerte, Festivals, Publikationen und Multiples Fluxus Fluxus (lat. flux/fluere = fließend, vergänglich) Kunstrichtung bezeichnet somit fließenden Übergang von Kunst u. Leben weist auf Vergänglichkeit aller Dinge hin gattungsüberschreitende Ausrichtung: Künstler arbeiteten im Grenzbereich der Gattungen Musik, bildende Kunst, Literatur u. Theater Fluxus Fluxus-Kunst = vielfältig und sehr verschieden meist als Aktionsform bewusst Geschehnisse aus unterschdl. Lebensbereichen kompositorisch aneinander gereiht Trennung zw. Künstler u. Publikum = obligatorisch Inhalt mit vorwiegend politischen Aspekten (wie Kuba-Krise, Ermordung John F. Kennedy, Martin Luther King, Kalte Krieg in Europa, Teilung Deutschlands, Konsumgesellschaft) heute: zum Teil Relikte (Überreste) u. Spuren von Aktionen (ursprüngl. nicht für Museums- u. Ausstellungskontext geschaffen) Fluxus Fluxus richtet sich auf das flüchtige Ereignis, humorvolle Untersuchung von Denk- und Wahrnehmungsmustern u. versteckte Poesie alltägl. Ereignisse u. Gegenstände "Fluxus Fluxus - Freiheit von Material u. Medien" George Brecht (Fluxus Fluxus-Mitglied): "Bei Fluxus Fluxus hat es nie einen Versuch gegeben, sich über die Ziele und Methoden zu einigen; Einzelpersönlichkeiten, die etwas Undefinierbares gemeinsam hatten, schlossen sich zusammen, ihre Arbeiten zu veröffentlichen und vorzustellen. Vielleicht besteht dieses gemeinsame Etwas in einem Gefühl, dass die Grenzen der Kunst viel weiter gesteckt sind, als allgemein angenommen wurde, oder dass die Kunst und seit langem gültige Grenzen keinen Wert mehr besitzen." Wolf Vostell (1932-1998, dt. Maler, Bildhauer u. Happeningkünstler) gilt als ein Wegbereiter Fluxus Fluxus-Bewegung Techniken u.a. Verwischung, Dé-coll/age (von Décollage) u. Einbetonieren (1) Décollage / Plakatabriss (frz.: décoller = abheben, losmachen, trennen, abkratzen) künstl. Technik 1950er/1960er bereits zerstörte Plakate aus öffentlichem Raum in ganzen Stücken o. in Streifen u. Fetzen abgerissen u. als Ausgangsmaterial für Herstellung von Kunstwerken verwendet (2) Dé-coll/age (evtl.) Coca Cola, 1961, 210x310, Wolf Vostell decollage-vostell-k.jpg von Wolf Vostell geprägt "ging es nicht nur um Zerstören, sondern um Sichtbarmachen, im Sinne von Verwischen und weiteren Formen, wie auswischen, entfärben, doublieren, verzerren, verwackeln und übereinanderdrucken" [?] Begriff "Décollage" 1954 von Vostell in Zeitschrift vorgefunden u. übertragen auf seine Plakatabrisse und Happenings 1958 änderte er Schreibweise in "Dé-coll/age" Dé-coll/age-Happenings 1960er: bewußtseinskritische Aufschlüsselung absurder Umweltbedingungen, die den Menschen bedrängen (u.a. Vorgänge im Alltag wie Autoverkehr) in kritisch-provokativer Demontagehandlung Materialien bis zur Unbrauchbarkeit zerstört [Bsp. mit Bildern u. Videos finden, um es selber einordnen zu können] 1x daumennagellänge Whiskey
Don't do it!, 1997/2000, John Armleder
Don't do it!, 1997/2000, John Armleder
Kunstgeschichte Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made Einführungsveranstaltung Terminus "ready-made" steht im anglo-amerik. Sprachgebrauch für gebrauchsfertig vorproduziertes, industrielles Produkt in der Kunst schrittweise von 1914-1917 durch Duchamp Marcel Duchamp eingeführt Januar 1916: 1. Erwähnung v. Duchamp Marcel Duchamp in Brief an Schwester parallel verwendeter Begriff (Alltag vs. Kunst) Kurs Praktiken des schon Fertigen in der zeitgenössischen Kunst Künstler / Positionen / Strategien (für Referate) (1) Readymade Ready-made Re-Appropriation Werke, die sich direkt auf Duchamps Readymades beziehen / re-interpretieren konzeptuelle Appropriation d. Readymades als Kunstgeschichte (statt von Alltagsgegenständen wie bei Duchamp Marcel Duchamp) Vorläufer 1950/1960er: Jasper Johns, George Brecht, Arman, Daniel Spoerri ab 1980er: Elaine Sturtevant, Sherry Levine, Mike Bidlo, John Armleder, Ai Wei Wei, Kendell Geers ab 2000: Pierre Granoux, Bethan Huws, Saâdane Afif (2) Readymade Ready-made Recouperation krit. Hinterfragung d. Appropriation d. Appropriation (Wiederaufnahme einer Systemkritik in d. System d. Kunst) u.a. Philippe Thomas, Haim Steinbach, Andreas Slominski, Olaf Nicolai, Gruppe FORT, Grupe Famed (3) Readymade Ready-made Revenue Strategien d. "Commodification" des "schon Fertigen" für Kunstmarkt u.a. Jeff Koons Jeff Koons, Damien Hirst, Richard Prince, Sylvie Fleury, Swetlana Heger & Plamen Dejanov, Sylvie Fleury, Christian Jankowsky, Simon Denny (4) Readymade Ready-made Situations and Environments Rauminstallationen mit vorgefundenen räuml. Ensembles u.a. Guillaume Bijl, Christoph Büchel, Nina Beier, Alicja Kwade, Florian Slotawa (5) Readymade Ready-made Re-Mediatation Praktiken d. "schon Fertigen" in Film, Video, Internet, Performance u. Konzeptkunst Konzeptkunst Frage der medialen Transformation d. Originalbegriffs im Digitalen u.a. Chris Marker, Hans Peter Feldmann, Pierre Bismuth, Christoph Büchel, Constant Dullaart (6) Readymade Ready-made Re-Interpretation ab 2000 Reinterpretationen in vielen Stufen d. Entfaltung, Vervielfachung u. Verfälschung u.a. Maria Eichhorn, Valetin Carron, Matias Faldbackken, Klara Lidén, Mathieu Mercier, Clarie Fontaine (7) Postcoloniale "virale" realdymade Pratiken globale Verbreitung d. Idee Transformierung durch Künstler aus Asien, Südamerika, Afrika in postkoloniale Kontexte Thematisierung globale Warenzirkulation u.a. Ai Wei Wei, Rirkrit Tiravanija, Tobias Rehberger, Danh Vo, Ji Lee, Mariana Castillo Deball, Subodh Gupta, Haegue Yang, Olivier Laric, Cyprien Gallard Don't do it!, 1997/2000, John Armleder john-armleder-k.jpg Vortrag über John Armleder übernommen "Don't do it!", Essamble vieler ready-mades setzt sich in Bildern, Objekten, Installationen, Skulpturen mit Stilen, Dogmen und Ismen d. Kunst d. 20. Jhd. auseinander paraphrasiert, zerstört und definiert neu Don’t do it! versammelt berühmtesten Readymades (u.a. Duchamps Urinoir, Warhols Waschmittelboxen, Beuys Joseph Beuys Filzrollen, Tiravanijas Teebeutel Verabschiedung d. Originalbegriffs in d. Kunst möchte das Essentielle u. wahrhaft "originelle" künstlerischen Denkens in den Blick rücken
3 Stoppagen, Duchamp, © Succession Marcel Duchamp/ADAGP
3 Stoppagen, Duchamp, © Succession Marcel Duchamp/ADAGP
Draft Pistons, Fotoserie, 1914, Duchamp
Draft Pistons, Fotoserie, 1914, Duchamp
Shooting Picture, 1961, Niki de Saint Phalle © The estate of Niki de Saint Phalle
Shooting Picture, 1961, Niki de Saint Phalle © The estate of Niki de Saint Phalle
Kunstgeschichte Kurs Marcel Duchamp Marcel Duchamp und die Folgen Zufall bei Duchamp Marcel Duchamp (siehe auch 29.10.2012) ohne kausaler Erklärung, Verzicht auf Erklärung "Was nicht produziert wird, ist immer besser als das, was produziert wird" Kunst ist nicht das, was man sieht "Ich will voller Gedanken und zugleich gedankenlos sein", Max Stirner (These, man sei alleine auf der Welt, alles andere nur Vorstellung) das Rationale lässt nichts Unvorhergesehenes zu Natur und Zufall / Wechselwirkung "Das Wort Gesetz ist gegen meine Prinzipien und daher mußte ich den Dingen eine andere Erklärung geben, eine Art Pseudoerklärung." Duchamp Marcel Duchamp'sche Zufall: etwas passiert, was nicht planbar ist Zufall = gültiger Wert zieht diese Form der Wissenschaft vor "fröhliche Physik": Entwurf der Realität, die möglich wird, sobald physikalsiche und chemische Gesetze gelockert werden "Die Akademie des Flaneurs" sich durch den Raum bewegen für Inspiration Schönheit der Indifferenz Werke mit Bezug zum Zufall 3 Stoppagen, Duchamp Marcel Duchamp, © Succession Marcel Duchamp Marcel Duchamp/ADAGP stoppagen.jpg Glasscheiben (Träger) mit draufgeklebten Streifen Leinwand (Träger der Malerei), darauf Faden hat 1 Meter Fäden von 1 Meter Höhe auf Leinwand fallen lassen, danach fixiert Lineale aus Holz modifiziert mit neuer Linienform der Fäden (Schablonen) gewelltes Lineal (weiterhin 1 Meter) als neue Maßeinheit Netzwerk der Stoppagen, 1914 fixer Punkt, gewellte Lineale angesetzt, Linie gezeichnet, 9 x nummerierte Punkte 2 Aktfiguren von älterer (kubistischer) Arbeit ("young man und girl in spring", 1911 ) als Träger verwendet Verbindung von männl. und weibl. Wesen Stoppagen verbunden, verwissenschaftlicht Draft Pistons, Fotoserie, 1914, Duchamp Marcel Duchamp draftpistons.jpg Stoff mit gepunktetem Muster vor geöffnetem Dachausstieg (Luftzug erzeugt neue Form, fotografisch fixiert) geplanter Zufall "Das große Glas" u.a. (1) 3 mögliche durch Wind veränderte "Blicke" in Wolke integriert (2) 9 x mit Spielzeugpistole gegen Glas geschossen, zufällige Positionen markiert und gebohrt Verbindung Junggesellen mit Produktionsstätte Köpfe der 9 Junggesellen durch schräg fotografiertes Stoppagen-Netzwerk positioniert (Tiefenstaffelung) Musik Komposition "Erratum Musical", 1913 Noten zufällig aus Hut gezogen Nachbau Cage über Duchamp Marcel Duchamp: "Für mich war Schach ein Vorwand, um in seiner Nähe zu sein." 15. Jhd.: Leonardo da Vinci: Traktat der Malerei (in Stein und Mauern schon Figuren in sich) 17. Jhd.: Florentiner Mosaik (vorgefundene Struktur geordnet zu Motiven) 18. Jhd.: Alexander Cozens, Publikation über Landschaftskompositionen, Tintenfleck als AUsgangspunkt 19. Jhd.: Aufkommen Klecksografie u.a. Victor Hugo, Justus Kerner durch avandgardistische Künstlergruppen wie Dadaisten Dadaismus oder Surrealisten wird Zufall als Methode schnell wichtiger Bestandteil in Kunst Max Ernst durch Zufall zum Bild gefunden, Entwicklung Kompositionen John Cage notiert Orgelprojekt Halberstadt aufsuchen akzeptiert nicht präexistenten Zufall stellt "Fragen", die Prozess mit unklarem Ausgang auslösen "I Ching" ("Buch der Wandlungen", chinesische Orakelsammlung) Ursprung: durch Zufallsoperationen wie Münzwürfe bestimmte Orakeltexte und Handlungsmöglichkeiten ermittelt Point-Drawing-Method (Unebenheiten im Notenpapier eingefärbt, in Noten umgewandelt) "Drip Paintings", Jackson Pollock Farbe wird auf Leinwand geschleudert körperliche Bewegung erzeugt "kontrollierten Zufall" (Unschärfe) Shooting Picture, 1961, Niki de Saint Phalle © The estate of Niki de Saint Phalle shootingpaintings.jpg Niki de Saint Phalle (1930-2002, Malerin und Bildhauerin) "Shooting Paintings" bewusste Farbwahl, nur Schießen (und damit Menge Farbe) zufällig Gerhard Richter Gerhard Richter übermalte Fotografien benutzte Privatfotos, wegen u.a. Unschärfe aussortiert Mischung Ölfarbe und Fotopapier einziges Auswahlkriterium = Auswahl Foto Farbtafeln Geradenbild [t=]Papier für Pen-Plotter Aquarellpapier (mit glatten und abgerissenen Rändern), 48x62,5 1,30 EUR Glitzerpapier (Fotopapier), gold/silber, 50x70 6 EUR unterschdl. Farbpapier, u.a. gepunktet/sichtbaren Fasern, 50x70 6 EUR gold/silber Glanzpapier matt/glänzend (Spiegel) 4,50 EUR/6 EUR 3d-Folie (glatt, kleine runde Verzerrungen), 50x70 3,50 EUR Blümchen-/ Punktepapier A4 Farbpapier mit sichtbarer Struktur, 0,20 EUR farb. Filzplatten 30x45 2,50 EUR Kunstgeschichte Kurs Marcel Duchamp Marcel Duchamp und die Folgen Vortrag Quantenphysik / Determinismus Kausalitätstheorie Demokrit: beschreibt Gesamtnatur als riesige Maschine, lückenlos erklärbar / voraussagbar Kant: "Alle Veränderungen geschehen nach dem Gesetz der Verknüpfung von Ursache und Wirkung" Determinismus: "keine Freiheit" impliziert, dass sich Welt nur auf eine Weise weiter entwickelt kann weicher Determinismus: ohne Handlungsalternativen (am Ende nur eine möglich), aber Wahl der Handlung frei Zusammenfall freier Wille und Notwendigkeit Libet-Experiment Benjamin Libet (Physiologe), Versuchsreihen 1979 Messung zeitl. Abstand zw. Nervenaktivität im Gehirn (geht Handbewegung voraus) und erst danach erfolgenden Bewusstwerden Quantentheorie Doppelspaltexperiment / Verschränkung Quanten = natürliches Phänomen (u.a Verantwortlich für zufälligen Verfall von Atomen) können mehrere Zustände gleichzeitig haben Eigenschaften von Wellen (wie Ausbreitung von Licht) und Teilchen im unscharfen Zustand (Ort und Zustand nicht messbar) Wahrscheinlichkeit Zufall in d. Kunst Versuch menschl. Handlungs- und Bewusstseinsspektrum um einen Faktor zu erweitern außerhalb des menschl. Vermögens menschl. Zufall: Überschneidung von Kausalketten Vortrag Marcel Duchamp Marcel Duchamp und die (Para-)Wissenschaft TOM TIT, La Science Amusante Wissenschaft Duchamps: Willkühr und Laune Grundstock pseudo-wissenschaftl. Aufbau "Das Rad" damals in physikalischen Versuchsanordnungen verwendet (Fliehkräfte demonstriert, mit gerader Gabel) [gedankl. abwesend] Abhängigkeit der Wissenschaft von der Gesellschaftsform Darstellung einer vermeintl. chaotischen Wirklichkeit mit Hilfe mathematischer Modelle auf philosophischer Ebene: Entmystifizierung durch Wissenszuwachs Tom Sachs (*1966, US-amerik. Künstler) Christoph Keller (*1967, dt. Künstler) Kurs Warum Denken? Charles Sanders Peirce (1839-1914, US-amerik. Mathematiker, Philosoph, Logiker) "Exhibiting Reasoning - Zur graphischen Praxis Charles Sanders Peirce", Meyer-Krahmer Zeichnung als Darstellungsmethode im philosophischen Bereich Bedeutung Schriftbild auf Bedeutung von Inhalt Bsp: 1 Gedicht in 6 unterschdl. Handschriften geschrieben, um Wirkung herauszubekommen Vortrag Zeichenbegriff bei Charles S. Peirce Pragmatizismus Erkenntnistheorie Pragma = Handlung Gedanken zu Grundsetzen des Erkennenkönnens Semiotik: Wissenschaft von Zeichensystemen Semiotisches Dreieck: (1) (materielles) Zeichen <=> (2) Objekt, auf das sich Zeichen bezieht <=> (3) Interpretant <=> (1) Zeichen es gibt kein Wissen ohne Repräsentation (Darstellung) "Die Kunst des Räsonierens", aus "Semiotische Schriften" 3 verschd. Geisteszustände (1) Zustand Gefühl (im träumerischen Zustand) (2) Sinn für Reaktion (entsteht durch Unterbrechung von Gefühl durch ein anderes) (3) Geisteszustand Denken 3 Weisen, in denen "wir an einem Ding interessiert sein können" (1) primäres Interesse (2) sekundäres Interesse (wegen seiner Reaktion auf andere Dinge) (3) vermitteltes Interesse (insofern es dem Verstand Idee von einem Ding vermittelt) 3 Arten von Zeichen (1) Similes oder Ikons dargestellte Dinge werden nachgeahmt (Fotografie) (2) Indikatoren oder Indizes zeigen etwas über Dinge, weil physisch mit ihnen verbunden (wie Wegweiser) (3) Symbole oder allg. Zeichen mit ihrer Bedeutung durch ihre Verwendung verknüpft [überfordert] alles ist zeichenhaft abhängig davon, wie es wahrgenommen wird [gedankl. abwesend]
Kunstgeschichte Konzeptkunst Konzeptkunst (Vortrag 2011) engl. "conceptual art Konzeptkunst", Kunstrichtung späte 1960er Jahre in Europa und USA nicht immer wurde Begriff "conceptual art Konzeptkunst" verwendet (1) 1961: Begriff "Concept Art" taucht in Artikel von Fluxus Fluxus-Künstler Henry Flynt auf bezieht Begriff auf eine Kunst, deren eigentliches Merkmal ihr Umgang mit Sprache ist (2) 1967: Terminus von Sol LeWitt durch "conceptual art Konzeptkunst" ersetzt "In der Konzeptkunst Konzeptkunst ist die Idee oder Konzept der wichtigste Aspekt der Arbeit. […] Alle Planungen und Entscheidungen [werden] vorher getroffen und die Ausführung geschieht mechanisch. Die Idee wird zur Maschine, die die Kunst macht." (3) 1973: Gregory Battcock verwendet Begriff "Idea Art" (4) selbes Jahr: Lucy Lippard Begriff "so-called conceptual art Konzeptkunst" Probleme: (1) künstlerische Ansätze und Absichten der Künstler viel zu heterogen (2) kein einheitlicher Stil erkennbar kl. gemeinsamer Nenner aller Definitionen: Betonung liegt auf gedankl. Komponente und deren Wirkung im Vordergrund steht Konzept und Idee Sprache = Element und Grundbedingung künstlerischer Aktivität Ausführung des Kunstwerkes untergeordnete Bedeutung, von Künstlern als nachrangig oder gar als überflüssig erachtet Ausführung muss nicht durch Künstler erfolgen Dokumente wurden von Künstlern nicht als Kunstwerk betrachtet, aber als Elemente, deren ästhetische Neutralität zur Reflexion anregen sollten Kunst wird als spezielle Form von Information aufgefasst oftmals präsentiert in Komb. von Fotografie und Text Konzeptkunst Konzeptkunst für Laien oft schwer zugänglich Auseinandersetzung mit dem Künstlern und seinem Denken muss stattfinden, um Arbeit zu verstehen 1. Ausstellung 1966: Mel Bochner "Working Drawings and Other visible Things on Paper not necessarily meant to be viewed as Art" Entwurfszeichnungen, Skizzen, Notizen und anderes Material von befreundeten Künstlern wurde fotokopiert Exemplare in 4 schwarzen Ordnern gesammelt und auf 4 Sockeln gestellt Vorbild Konzeptkunst Konzeptkunst 1960er: Marcel Duchamp Marcel Duchamp 1913 beginnt Duchamp Marcel Duchamp Sinnhaftigkeit eine rein aufs Visuelle ausgerichtete Kunst in Zweifel Zweifel zu ziehen Vorgeschichte: angetan von Idee d. Kubisten (simultane Darstellung untersch. Perspektiven) wollte zeitl. Aspekt hineinbringen ("Akt, eine Treppe herabsteigend", 1912) wurde von Kubisten aber abgelehnt von sogenannter Avantgarde enttäuscht: "Man dachte an nichts anderes als an den physischen Aspekt der Malerei. Keine Idee von Freiheit wurde gelehrt, nicht der geringste philosophische Gedanke diskutiert. Ich war an Ideen interessiert - nicht nur an visuellen Produkten. Ich wollte die Malerei wieder in den Dienst des Geistes stellen." 2 Strategien gegen das Prinzip des "l'art pour l'art" (Die Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art) (1) enge Verknüpfung von sprachlichen und bild-/objekthaften Elementen (2) Ready-made Ready-made zu (1) "Die Braut von ihren Junggesellen nackt, entblößt sogar", 1915 - 1923 vollendete es nicht visuell kaum entschlüsselbar deshalb: + handschriftliche Notizen, während Arbeit entstanden Erläuterungen zum Großen Glas und andere Ideen lieferte Duchamp Marcel Duchamp in den Textfragmenten der Grünen Schachtel (1934) deckt große Bandbreite von Themen und Ideen ab zu (2) "Fountain" wirft Frage nach Grenze zw. Kunst und Nicht-Kunst auf was Kunst ist, wird zur Frage des Kontextes, in dem Ideen, Objekte, Bilder produziert und wahrgenommen werden Gedanke wird in der conceptual art Konzeptkunst der 60er wiederaufgenommen Hintergrund "Fountain" Duchamp Marcel Duchamp reichte ein handelsübliches Pissoir unter dem Pseudonym Richard Mutt zu einer Ausstellung der "Society of Independent Artists" ein er war selber Mitglied und sogar Mitbegründer der Künstlervereinigung Ausstellungsleitung: "es [könne] sich unter keinen Umständen um ein Kunstwerk handeln" Duchamp Marcel Duchamp trat daraufhin aus, alles war eine Inszenierung sollte auf Frage "Was ist Kunst" aufmerksam machen On Kawara Postkarten-Aktionen verschickte Postkarten mit Zeitangabe, wann er morgens aufgestanden war oder mit Hinweis: "I am sill alive" täglich zwei Postkarten an Freunde oder Bekannte mit Gummistempel aufgetragen Date Paintings, im Januar 1966 gestartet gleichmäßig eingefärbte Bilder, Entstehungsdatum des Werkes vermerkt pro Tag konnten mehrere Arbeiten entstehen, hat er eines am Ende des Tages nicht geschafft, wurde es vernichtet Herstellungsverfahren ist zeit- und arbeitsintensiv One Million Years - Past (1969) Beispiel Victor Burgin Beispiel Roman Opalka Fluxus Fluxus (lat. flux/fluere = fließend, vergänglich), Kunstrichtung, 1960er Jahren Was zählte, war schöpferische Idee Henry Flynt: * 1940 in den USA, Philosoph, Musiker, Künstler, "Anti-Kunst-Aktivist" Sol LeWitt: Künstler der "Minimal art", wandte sich in den 60ern der Konzeptkunst Konzeptkunst zu Gregory Battcock: * 1937, Maler in den 1960er, viel über "Minimal art", Performances und Videokunst geschrieben Lucy Lippard: * 1937 in New York City, US-amerikanische Schriftstellerin, Kunsttheoretikerin und Kuratorin Mel Bochner: * 1940 in den USA, lebt in New York City, Konzeptkünstler, Zeichner, Maler und Kunsttheoretiker
Albertinum
Albertinum
Ludwig Renn (1889-1979, dt. Schriftsteller), Carl Lohse, 1919
"Ludwig Renn" (1889-1979, dt. Schriftsteller), Carl Lohse, 1919
Schlafende, Klinger, um 1900
"Schlafende", Klinger, um 1900
Stack (Stapel), Tony Gragg, 1980
"Stack" (Stapel), Tony Gragg, 1980
Kunstgeschichte " class="markiert kurs">Ausstellung Galerie Neue Meister Dresden "> Albertinum albertinum.jpg "Brandung bei Rügen", Carl Gustav Carus, 1819 Gischt bei hohem Wellengang Fährmann gedanklich abwesend; Frau schaut verträumt verträumte andere Frau an, die von Verliebtem angeschaut wird; Wanderer schaut verträumt gen Himmel, anderer Mann mit spielendem Kind verträumt ins Wasser, ein Musiker verträumt auf sein Instrument ("Überfahrt am Schreckenstein", 1837, Ludwig Richter) "Eva", Rodin Auguste Rodin, 1881 später wie auch Skulptur "Adam" umtituliert damals im Zuge Auftrag Thematisierung "Göttliche Komödie" von Dante rechter Arm Adam als Referenz an Michelangelos "Erschaffung Adams", linker Arm an Pieta-Skulptur schamvoll verdrehte Körperhaltung, gesenkter Kopf Eva: Gesamtausdruck zurückhaltender, femininer, Kopf stark zu Boden geneigt allgemein: aus dem Stein geschlagen, Meißelspuren des Künstlers am fast rohen Stein sichtbar Künstlergruppe Brücke 1905 in Dresden von Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gegründet Ziel: neue Wege im künstlerischen Ausdruck zu finden (heute Expressionismus) Farbe und Form streben nach "reinem Ausdruck" / Ausdrucksträger für innere Erleben der Welt und subjektive Empfindung der Künstler Reduzierung der Formen auf das Wesentliche reinen Ausdruck der Emotion durch leuchtende Farben Linien durch Herausritzen von Farbe (siehe Picasso Pablo Picasso "Fruchtschale, Mandoline, Flasche", 1924) "Ludwig Renn" (1889-1979, dt. Schriftsteller), Carl Lohse, 1919 ludwig-renn.jpg erinnert an Wirklichkeitsbilder, Versuch 3d-Vase zu formen "Das Tausendjähriges Reich" (Triptychon), Hans Grundig [NACHSCHLAGEN] "Nächtliche Straße (Beleuchtete Häuserzeile I)", Feininger, 1929 "Der Tod von Dresden", Wilhelm Nachnit, 1945 "Halbe Kugel um zwei Achsen", Max Bill, 1965/66, schw. Granit (siehe 11.9. mit "Halbe Kugeln um 3 Achsen") "Flucht des Sisyphos", 1972 / "Sisyphos behaut den Stein", 1974, Wolfgang Mattheuer [NACHSCHLAGEN] "9 stehende Scheiben", Richter [NACHSCHLAGEN] "Grau (401), Richter, 1976 (wirkt nicht, da anders als in Basel einzeln präsentiert) insgesamt nur Aneinanderreihung von Einzelarbeiten (1 graues Bild neben 1 Pixelbild neben…), die eher in Serie Wirkung zeigen (Basel) Rakelbild: "Ey nich anfassen!" - "Okay" "Schlafende", Klinger Max Klinger, um 1900 schlafende.jpg von kaltem toten Stein umschlossene herausgeschlagene entblößte Frauengestalt für Geradenbilder merken: "Buchenwald", Klimt, 1902 Ausstellung Skulpturensammlung "Das Drama", Klinger Max Klinger, 1904 Licht schimmert durch eine dünnere Steinschicht [NACHSCHLAGEN] "Stack" (Stapel), Tony Gragg, 1980 stack-gragg.jpg in exakt math. Form eines Würfels gefundene Materialien wie Holzklötze, Kartonagen oder Stoffreste gestapelt erinnert an Studio-Skulpturen von Elisabeth Grübl (siehe 9.7.) " class="markiert kurs">Ausstellung Mathematisch-Physikalischer Salon "> erschöpft (an anderem Tag Uhrwerke/astr. Instrumente noch einmal anschauen)
Foto J. M. Pietsch
Foto J. M. Pietsch
Geist d. Lykabettos, Herbert List (Hintergrund skulpturale Verhüllung / Spiegel?)
"Geist d. Lykabettos", Herbert List (Hintergrund skulpturale Verhüllung / Spiegel?)
Klinger Max Klinger Briefe "Will jemand billig ein Museum gründen, so folge er dem Wiener Beispiel: Man mache eine international Specialausstellung, man vertheile einige 20 Medaillen um zu interessieren und dann läßt man sich alles ausgestellte schenken […]" zu Christus Jesus im Olymp: "Aber der Christus Jesus war in der Version wie ich ihn fertig nach Deutschland brachte völlig nackt. So wurde er 3 Tage privatim in München ausgestellt, dann kam die liebe Polizei und ich mußte das untere rechte Viertel zuhängen." (Oskar?) "Kokoschka: † † †. Mit Entsetzen war ich heut in unserm Kunstverein. […] vom gleichen Fieber besessen. […] vom identisch gleichen farben-, formen- und Lichtwahnsinn. Gott Jesus sei Dank, daß ich diese Sorte Welt nie erleben werde! Denn unsere bisherige hält bis zu meinem seligen Ende noch sicher so aus, wie sie heute ist. Das spätere kann mir ja egal sein." LJA (Verein Leipziger Jahresausstellung) Hermann Prell (u.a. Bildhauer), Klinger Max Klinger und Böcklin Vorbilder (siehe Briefe) "Endlich kann man doch mal Geld, simples Geld neben der berühmten Ehre beanspruchen. Besonders wo nur das Leben so viel kostet!" Kunstgeschichte " class="markiert kurs">Ausstellung Lindenau-Museum Altenburg "> Foto J. M. Pietsch altenburg-museum.jpg Abguss Laokoon-Gruppe (sauberer als Weimarer Version, aber: Marmorkopie von Original in Vatikanische Museen aufsuchen) "Paradiestür" (Lorenzo Ghiberti, u.a. it. Bildhauer), komplett vergoldet, 1452 vollendet Original in Florenz (Kathedrale Santa Maria) 10 Bilder, u.a. (1) Erschaffung Adam und Eva, Sündenfall, Vertreibung, (2) Erschlagung Abel, (3) u.a. Geschichte Noah, Rückkehr Arche, (4) u.a. Opfer Isaak, (7) Moses empfängt Gesetztafel (Gesicht Gott Jesus erkennbar) "Borghesischer Fechter" (siehe Louvre, Kopie ca. 100 v. Chr. von Original 3. Jh. v. Chr.) Augenblick festgehalten, extrem "freischwebend" Vase (lat. "Gefäß"), Grabfunde, die Verstorbene im Jenseits versorgen sollten Formen d. Vase: u.a. Alabastron, Pelike, Skyphos Satyren = Mischwesen Mensch/Pferd Kentaur ebenfalls(?) "Das andere Griechenland" Fotografien Herbert List (1903–1975) / Walter Hege (1893–1955) Aufnahmen 1930er u. 1950er Walter Hege: systematische Fototouren durch antike Ruinenstätte (u.a. Delphi, Korinth, Olympia, Akropolis) studierte Aufnahmewinkel und Entfernung anhand Gipsabgüsse in Berlin Herbert List: Stillleben, Surreales, inszeniertes Phänomen gr. Licht Korenhalle des Erechtheion mit Karyatiden (6 überlebensgroße Mädchenfiguren) "Geist d. Lykabettos", Herbert List (Hintergrund skulpturale Verhüllung / Spiegel?) herbert-list.jpg "Das eherne Zeitalter", Rodin Auguste Rodin (1) verwundeter Krieger, der auf (imaginären) Speer ruht; rechte Hand an Kopf-Wunde (2) soll auch Erwachen der Menschheit darstellen(?) Conrad Felixmüller (1897-1977, dt. Maler Expressionismus und Neue Sachlichkeit) viele unterschdl. Malstile (krell, detailreich, plastisch, überzogen, unecht, kantig, großer Pinselstrich uvm.) Walter Jacob (1893-1964) grober Pinselduktus, kindlich einfach, bei ernster Thematik (wie "Grablegung") mitten im Museum: Bilder mit Preisangabe und roten Punkten ("Pro Lindenau, eine mäzenatische Aktion") Erich Dietz (stachelige Zeichnungen)
Apoll, 2011, Eckart Hahn
Apoll, 2011, Eckart Hahn
Ganymed, Adler tränkend, Bertel Thorvaldsen, 1817, Thorwaldsen Museum, Kopenhagen
Ganymed, Adler tränkend, Bertel Thorvaldsen, 1817, Thorwaldsen Museum, Kopenhagen
Kunstgeschichte Ausstellung MdbK Leipzig Apoll, 2011, Eckart Hahn apoll.jpg Eckart Hahn (*1971), dt. Maler aus gr. Mythologie Koronis, Geliebte von Gott Jesus Apollon Apollon warb um Koronis, schickte zur Bewachung weiße Krähe Krähe teilte Apollon mit, dass Koronis schon jemand anderen liebte (obwohl von ihm schwanger) Apollon war zornig, dass Krähe Koronis nicht Augen ausgehackt hatte; verdammte das Tier dazu, schwarz zu sein Koronis durch Apollons Schwester getötet späte Reue über Eifersucht und für Tötung Hermes schnitt ungeborene Kind aus Leib der Mutter und überlebte notiert Naturkundemuseum: Wirkung ausgestopfter Krähen (o.ä.) offene Frage: wer vergibt Titel wie "Kühe im Wald oder der Waldbach" bei alten Gemälden (Künstler, Museum, …)? oftmals durch Betitelung abgelenkt / Bilder nur gesehen, nicht wahrgenommen Schärfe in Malerei (Bsp. Apfelstilleben, Henri Fantin-Latour): durch kleine schwarze Punkte in Apfel-Fläche, dunkle Leinwandstruktur scheint durch Ganymed, Adler tränkend, Bertel Thorvaldsen, 1817, Thorwaldsen Museum, Kopenhagen ganymed.jpg Ganymed: Mundschenk für Götter wird als schöner Hirten-Jüngling vom Adler des Zeus oder von Zeus selbst (in Gestalt eines Adlers) in Götterhimmel entführt siehe "Der Raub des Ganymedes", Peter Paul Rubens
König-Albert-Museum, Foto © Reinhard Höll
König-Albert-Museum, Foto © Reinhard Höll
Verkrampfte rechte Hand (u.a. auch Die Züchtigung), um 1896, Guss 1913, Auguste Rodin
Verkrampfte rechte Hand (u.a. auch Die Züchtigung), um 1896, Guss 1913, Auguste Rodin
Kopf (Hasenblut, Bleistift, chamoisfarbenes Papier), 1962, Joseph Beuys © VG Bild-Kunst, Bonn
Kopf (Hasenblut, Bleistift, chamoisfarbenes Papier), 1962, Joseph Beuys © VG Bild-Kunst, Bonn
Geradenbild Kurs Projekt Geradenbilder Processing, Winkel und Wellen Testdrucke neue Funktion: geradenKreis() vertikale und horizontale Geraden, einzeln und übereinandergelegt Kunstgeschichte " class="markiert kurs">Ausstellung Kunstsammlungen Chemnitz "> König-Albert-Museum, Foto © Reinhard Höll kunstsammlung-chemnitz-k.jpg Verkrampfte rechte Hand (u.a. auch Die Züchtigung), um 1896, Guss 1913, Auguste Rodin Auguste Rodin verkrampfte-hand.jpg "Vierflügeliger Turmbau", Hermann Glöckner (1889-1987, dt. konstruktivistischer Maler und Bildhauer) Konstruktivismus = streng gegenstandslose Stilrichtung der Malerei (baut auf Suprematismus auf; siehe Malewitsch Kasimir Malewitsch mit Vorrangstellung reiner Empfindung vor gegenständlicher Natur) viele Arbeiten für DDR-Regime zu avantgardistisch / abstrakt, Veröffentlichung in Ost-Deutschland verboten (SED-geführter Formalismusstreit 1951) 1984: Nationalpreis der DDR III. Klasse (25.000 Mark) für Kunst und Literatur Titel wie "Schmetterlinge", "Hochhaus", "komische Tanne" u.a. (Kinder über die Skulptur, Projekt KunstBus ) Günther Uecker (*1930) Künstlergruppe ZERO, Nachkriegskunst belastet, Suche nach "Stunde Null" Uecker zu Nagelbilder: "Wenn einer sein Charakteristikum entwickelt, ist es unvermeidbar, diese Handschrift fortzusetzen. Es ist die Chiffre seines Lebens." "Warum soll ich mich ärgern? Das ist so, als wenn Sie mich zu einem Markennamen erklären." "Das ist aus dem Zeichnen entstanden. Den Nagel habe ich verwendet wie einen Bleistift, um eine Linie zu ziehen." Haar-Hygrometer auf Sockel im Bereich der modernen - auf Sockel stehenden - Plastiken "Halbe Kugeln um 3 Achsen", Max Bill (1908-1994, Schweizer Architekt, Künstler und Designer, Vertreter Zürcher Schule der Konkreten) "Pinguin", August Gaul (siehe auch MdbK Leipzig) Wasserstrahl in Plastik gefroren (Säule): "Knabe mit Wasserschlauch", Georges M…(?) Eugen Felix Prosper Bracht (1842-1921), deutscher Maler "Meeresstille", 1906, Eugen Bracht Joseph Beuys Joseph Beuys, Zeichnungen Kopf (Hasenblut, Bleistift, chamoisfarbenes Papier), 1962, Joseph Beuys Joseph Beuys © VG Bild-Kunst, Bonn beuys-kopf.jpg "mit philosophischen, literarischen, natur- und geisteswissenschaftlichen Bezügen" (in keiner Collage/Zeichnung einen "tieferen" Bezug entdecken können) Katze füttern / waschen / rasieren [Notiz Marios Marios] Georg Baselitz, Bilder auf dem Kopf Betrachter Eigenständigkeit der Malerei gegenüber herkömmlicher Wirklichkeit vor Augen führen nimmt Bild seinen konventionell gedachten Inhalt, macht Bildgegenstand gegenstandslos und damit abstrakt bereits Komposition des Bildes auf Kopf stehend anlegt "Blaue Brücke", 1913, Ernst Ludwig Kirchner (siehe "Potsdamer Platz", 1914 ) Künstlergemeinschaft "Die Brücke" beeinflusst durch Edvard Munch Edvard Munch neben Schönem auch Hässliches, neben Liebe Hass, neben Leben Tod "Blick auf Dresden bei Sonnenuntergang", um 1822, Carl Gustav Carus erinnert an "Rückenbilder" C.D. Friedrich Betrachter wird in Bild gesogen / blickt über Augen der Dargestellten siehe auch "Frau am Fenster", C.D. Friedrich (Alte Nationalgalerie Berlin) Friedrich Gottlob Schreiber (1809-1888) sehr plastische Bilder Hintergründe schwach beleuchtet im Kontrast zur Personengruppe Ränder Köpfe leicht verschwommen / doppelt (3d-Illusion?) scharfe/zarte helle Linie an Handrücken: Abgrenzung von dahinterstehender Person / hervortretender Effekt
Figurengruppe / Widerstand Häftlinge im ehem. KZ Buchenwald, 1958, Fritz Cremer
Figurengruppe / Widerstand Häftlinge im ehem. KZ Buchenwald, 1958, Fritz Cremer
Die Bürger von Calais, Auguste Rodin, London
Die Bürger von Calais, Auguste Rodin, London
Hof und Eingang Schlossmuseum Weimar, Foto © Klassik Stiftung Weimar
Hof und Eingang Schlossmuseum Weimar, Foto © Klassik Stiftung Weimar
Nächtliche Fasanenjagd Ludwigs VIII., 1765/1768, Johann Conrad Seekatz
Nächtliche Fasanenjagd Ludwigs VIII., 1765/1768, Johann Conrad Seekatz
Bäume am Kanal im Spätherbst, Paul Baum
"Bäume am Kanal im Spätherbst", Paul Baum
Thüringer Landschaft, 1888, Christian Rohlfs
Thüringer Landschaft, 1888, Christian Rohlfs
Figurengruppe von Fritz Cremer Figurengruppe / Widerstand Häftlinge im ehem. KZ Buchenwald, 1958, Fritz Cremer buchenwald.jpg fühlte mich bei Gang über Treppe zur Figurengruppe zu sehr in Kunstwerk integriert / ohne Entscheidungsfreiheit, ob ich mich der Figurengruppe so und nicht anders nähern möchte Vorbild "Die Bürger von Calais" / Chronik des Jean Froissart (um 1337-1405, franz.-sprachig. Dichter, Chronist) Die Bürger von Calais, Auguste Rodin Auguste Rodin, London calais.jpg im 100-jährigen Krieg (1346) fiel engl. König Eduard III. in Frankreich ein Stadt Calais drohte bedingungslose Kapitulation / Plünderung und Zerstörung 6 der angesehensten Stadtbürger stellten sich als Geiseln zur Verfügung, damit Bevölkerung Hungertod entkommt Skulptur "Bürger von Calais", Auguste Rodin Auguste Rodin (1840-1917, Bildhauer, Grafiker, Maler ) Symbol für Verzweiflung auf wertende Hauptansicht / Sockel verzichtet Rodin Auguste Rodin wollte Hierarchie zw. Betrachter und Denkmal aufheben (beim Buchenwald-Denkmal Sockel / pers. Abstand durch Treppen, danach [zwangsweise] inkludiert [trotz kl. Sockel]) 11 Figuren mit "ganzer Dramatik menschl. Empfindungen unter unmenschl. Bedingungen" (wie "Stürzender", "Rufender", "Schwörender", "Zweifler" oder "Zyniker") Sockelvorstellungen: falsch interpretierte Aussage von Rodin Auguste Rodin? Kunstgeschichte " class="markiert kurs">Ausstellung Schlossmuseum Weimar "> Hof und Eingang Schlossmuseum Weimar, Foto © Klassik Stiftung Weimar schlossmuseum-weimar.jpg "Zum Glück nicht nur Goethe", DIE ZEIT (36/2010) Studentenermäßigung nur bis 27 / "Warum bloß bis 27?" - "Da werden die wohl alle fertig." - "Ich bin Kunststudent." Nächtliche Fasanenjagd Ludwigs VIII., 1765/1768, Johann Conrad Seekatz fasanenjagd.jpg 2 Lichtquellen (Mond/Natur und Leuchte/menschl. Erfindung) "Seestück", Hendrik Rietschoof (zugeschr.) "Bewegte See mit zwei Schiffen", Umkreis Jan Porcellis (ähnl. oder ident.) "Bergkette mit Mond", Caspad David Friedrich Laokoon-Gruppe, Abguss (sehr unsauber, "einfach", Schlangenkörper uneben / in Leipzig auch so detailarm?) Einblick in Kopf eines der Jungen (hohler Raum) "Weinlese", 1905/1906, Ludwig von Hofmann "Badende Frauen", um 1920, Theodor van Rysselberghe (1862-1926, fläm. Maler des Pointillismus) Stilrichtung d. Malerei (Neoimpressionismus, Divisionismus oder Pointillismus) "Zerlegung" d. Farben (siehe Computer-Monitor) Wirkung im Bild wichtiger als Aussehen in Natur "Bäume am Kanal im Spätherbst", Paul Baum spaetherbst.jpg "Der kämpfende David", Paul Landowski (Bronze-Skulptur, in Bewegung "eingefrohren") "Junge Männer am Meer", 1905, Max Beckmann Thüringer Landschaft, 1888, Christian Rohlfs thueringer-landschaft.jpg "Steiniger Weg", Christian Rohlfs (1849-1938, dt. Maler der Moderne) Bäume/vor allem Äste ohne Blattwerk, stachelig, Struktur durch dicken Farbauftrag, mit kleinen schwarzen Flecken (härtere/"scharfe" Konturen) scheinbar ähnl. Malweise: Mauer am Weimarer Friedhof, 1892 / Wiesenabhang, 1897
Naumburger Dom
Naumburger Dom
Neo Rauch, 3 Fenster mit Darstellungen aus dem Leben der Hl. Elisabeth , Foto © Vereinigte Domstifter
Neo Rauch, 3 Fenster mit Darstellungen aus dem Leben der Hl. Elisabeth , Foto © Vereinigte Domstifter
Uta von Naumburg (Mitte) mit Tourist Friedrich (links)
Uta von Naumburg (Mitte) mit Tourist Friedrich (links)
Kunstgeschichte Ausstellung Naumburger Dom "Glanzlichter. Meisterwerke zeitgenössischer Glasmalerei" Naumburger Dom naumburger-dom.jpg u.a. Gerhard Richter Gerhard Richter (Richter-Fenster im Kölner Dom ), Markus Lüpertz Markus Lüpertz, Neo Rauch über 50 Exponate architekturbezogener und freier zeitgenössischer Glasmalerei Richter-Fenster in Köln: Bleiglas-Fenster aus 11.263 Quadraten mit 72 versch. Farben nach computerberechneter Zufälligkeit auf 106 Quadratmeter verteilt Farbspiel durch unterschdl. Einfall des Lichts Entwurf: Fotografie des Bildes "4096 Farben" (1974) zerschnitten und hinter Maßwerk der Fenster geklebt Farbwahl: 72 Farben, die auch in mittelalterlichen Fenstern des Doms und denen des 19. Jahrhunderts in Verwendung waren Vorgaben: Wiederholungen und Spiegelungen (Bahnen 1 und 3, 2 und 5 sowie 4 und 6 spiegeln sich) "Ich habe mich selbst eher zurückgenommen. Ich wollte, dass das Fenster etwas Selbstverständliches hat, etwas Alltägliches, jedenfalls sollte es kein 'Farbrausch' werden. Nicht zu warm, nicht zu kalt, zurückhaltend, so neutral wie es geht." Neo Rauch, 3 Fenster mit Darstellungen aus dem Leben der Hl. Elisabeth , Foto © Vereinigte Domstifter neo-rauch.jpg Elisabeth-Szenen: (1) Abschied von Mann vor Aufbruch zum Kreuzzug, (2) Übergabe von Kleidern an Bedürftige, (3) Elisabeth pflegt Kranke Karl-Martin Hartmann "Probefeld" (für Fenster von St. Nikolaus in Rosenheim) Jochem Poensgen (*1931): "Fenster für die Evangelistenkapelle", 2013 (Lichtlinien/-strahlen auf Mauerwerk) David Schnell (Neue Leipziger Schule) mit freiem Glasbild Bernhard Huber (*1964): "Lineares Objekt III", 2006 (im Kreuzgang des Naumburger Doms) spätromanisch-frühgotische Dom (Hinweis: Rund- und Spitzbögen) Naumburger Meister mit Stifterzyklus im Westchor (siehe 19. Juni 2013) Uta von Naumburg (Mitte) mit Tourist Friedrich (links) stifterfiguren.jpg u.a. mit Markgräfin Uta von Naumburg (* um 1000 n. Chr.) Bild der mittelalterlichen adeligen Frau geprägt Abbild Mitte 13. Jhd. entstanden
Neues Museum mit Ägyptischem Museum, Berlin
Neues Museum mit Ägyptischem Museum, Berlin
Hausaltar, Neues Reich 18. Dynastie, um 1345 v. Chr.
Hausaltar, Neues Reich 18. Dynastie, um 1345 v. Chr.
Kunstgeschichte Ausstellung Ägyptisches Museum Berlin (im Neuen Museum) Neues Museum mit Ägyptischem Museum, Berlin neues-museum.jpg Brettspiel des Sennefer kastenförmiges Brettspiel mit (1) Oberseite 3x10 Feldern, (2) Unterseite in 4, 10 und 4 Felder eingeteilt Innere hohl, für Aufnahme Steine bestimmt Schriftzug "Sennefer" (Besitzer des Kasten) Hausaltar, Neues Reich 18. Dynastie, um 1345 v. Chr. hausaltar.jpg Echnaton ("dem Aton wohlgefällig") und Nofretete ("die Schöne ist gekommen") Gott Jesus Aton, dargestellt als Sonnenscheibe mit Strahlen
Alte Nationalgalerie, Berlin, Foto © Beek100
Alte Nationalgalerie, Berlin, Foto © Beek100
Selbstbildnis mit fiedelndem Tod, 1872, Arnold Böcklin
Selbstbildnis mit fiedelndem Tod, 1872, Arnold Böcklin
Sonnenlichtreflexion im Wasser / krelles Schimmern / fleckenartig auf Wellenrücken Kunstgeschichte " class="markiert kurs">Ausstellung Alte Nationalgalerie, Berlin "> Alte Nationalgalerie, Berlin, Foto © Beek100 alte-nationalgalerie.jpg notiert Aufbau Bäume studieren für Geradenbilder "Waldinneres bei Mondschein", zw. 1823 und 1830, Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich "Eichbaum im Schnee", 1829, Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich "Der Zug des Todes", 1876, Gustav Spangenberg notiert je näher man Gemälde kommt, wird es nicht schärfer / detailreicher (Effekt für Sternenhimmel nutzen) Arbeit mit farbigen "Geraden": "Blühender Kastanienbaum", 1881, Pierre-Auguste Renoir Stilrichtung Pointillismus Kritiker bezeichneten Gemälde als Konfetti Blütezeit 1889-1910 streng geometrisch durchkomponierter Bildaufbau Gesamt-Farbeindruck einer Fläche: ergibt sich erst im Auge / Entfernung optische Verschmelzung und additive Farbmischung "Die Lebensalter", 1877, Hans von Marées Selbstbildnis mit fiedelndem Tod, 1872, Arnold Böcklin selbstbildnis-tod.jpg "Selbstporträt mit Skelett", Lovis Corinth, 1896 "Selbstbildnis mit Tod", Hans Thoma, 1875 Toteninsel, 1883 (3. Version), Arnold Böcklin Vergleich zur 5. Version (1) hell / farbenfroher (2) keine düstere Stimmung (3) Löwen am Eingang nicht deutlich erkennbar (4) aufrechter Gang weiße Gestalt (5) Insel wirkt kleiner, platter (6) leuchtender Himmel (7) kein Übergang Meer / Himmel (8) nicht einnehmend / Tod "weit weg"
Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (errichtet 1911 bis 1913 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis)
Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (errichtet 1911 bis 1913 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis)
Himmelsscheibe von Nebra (vor Restaurierung, 2002) © LDA Sachsen-Anhalt
Himmelsscheibe von Nebra (vor Restaurierung, 2002) © LDA Sachsen-Anhalt
Kunstgeschichte " class="markiert kurs">Ausstellung Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle "> Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (errichtet 1911 bis 1913 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis) landesmuseum-vorgeschichte.jpg Himmelsscheibe von Nebra (siehe 30. Oktober 2012) notiert Wie "Mona Lisa" medial vergöttlicht / emotional überladen; kann realer Betrachtung nicht standhalten vor 3.600 Jahren mit Schwertern, Beilen, Armspiralen, Meißel auf Mittelberg bei Nebra vergraben dargestellt: (1) Vollmond bzw. Sonne, (2) Sichelmond, (3) Plejaden , (4) symbol. Darstellung Nachthimmel später hinzugefügt: (1) 2 Horizontbögen (Darstellung Jahresverlauf Sonne) , Sonnenbarke Himmelsscheibe von Nebra (vor Restaurierung, 2002) © LDA Sachsen-Anhalt himmelsscheibe-nebra.jpg Enden Horizontbögen: Winter- und Sommersonnenwende Plejaden in Kombination mit Sonne und Vollmond: Ernte- und Aussaatdaten im bäurl. Jahr Kunstkritik Ausbildungssituation Kunsthochschule "Im Haus der totalen Bastelfreiheit", Elke von Radziewsky Vortrag, Wolfgang Becker Zitate Professoren über Situation "Ich bin nicht dafür zuständig, mir Sachen anzugucken." (Martin Kippenberger) "Beamtete Künstler gibts nicht." (Markus Lüpertz Markus Lüpertz) "Die Schüler profitieren schon genug davon, wenn er einmal über den Flur gehe." (Gotthard Graubner) "Deutsche Kunsthochschulen und Akademien sind keine sinnproduzierenden Lehranstalten mehr. Der Zerfall der Allgemeinbildung, die Auflösung des verbindlichen Fächerkanons […], die Relativierung der ästhetischen Maßstäbe und die unbegrenzte Auswertung des Kunstbegriffs haben an diesen Bildungsinstituten ein Niveau entstehen lassen […]" (Eberhard Fiebig) "Studenten sind zu sehr sich selbst überlassen.", "ohne Hintergrund und Tiefe", "orientierungslos" "[…] weil sie gar nicht wissen, was sie eigentlich wollen, nicht genug gelernt haben, was sie im Leben brauchen können. Deshalb versuchen sie das Studium so lange wie möglich zu besuchen, um im Mutterschoß der Universität mit allen Vergüngstigungen bleiben zu können." Kunst kann durch ernsthafte ästhetische Durchdringung ihrer Gegenstände genesen Ziel: Durchdringung der Grundlagen der Kunst alles andere: Gefühlsduselei und ständige Wiederholung "Aber nicht bei uns!" "Den Rat geben wir dann umsonst."
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Darstellung Geschichte der Kunst: oft als Aufeinanderfolge von Stilen (roman. Rundbogen > goth. Spitzbogen > Renaissancestil > Barokstil) "gotisch": Schimpfname Renaissance-Schriftsteller für "babarischen" Stil Manierismus: Affektion und Nachahmung "barock": absurd / grotesk verwendet von späteren Kunstschriftstellern für Epoche, wo strenge Regeln antiker Architektur verletzt wurden 16. Jhd. Nicholas Hilliard (1547-1619) engl. Miniaturenmaler, Siegelschneider (Siegelstempel), Elisabethanisches Zeitalter Niederlande: überstand Krise der Reformation Besonderheit niederländischer Kunst: Wiedergabe Oberfläche der Dinge Pieter Bruegel der Ältere, niederl. Genremaler Würde der Kunst und der Künstler: für ihn so wichtig wie für Dürer und Cellini stolzer Maler vs. töricht dreinschauender Käufer Thema: Szenen aus Leben der Bauern (siehe 4. Mai, "Faulheit in der Kunst") Trugschluss Betrachter: er wäre selber ein Bauer häufig wird Werk mit Leben des Künstlers verwechselt bäuerliches Leben: weniger Künstlichkeit / Sitten und Konventionen Symbol Bauern: Darstellung Torheit der/aller Menschen kathol. Europa, 17 Jhd. weniger Originalitätshascherei als im Manierismus Voluten für Fassadengestaltung halten Bau "zusammen", bilden Einheit steigendes Interesse für Beleuchtungs- und Farbeffekte, Vorliege für asymmetrische Komposition, Freude an dram. Bewegtheit Neu: Kunst als Diskussionsgegenstand Annibale Carracci (1560-1609) Absicht, das Beste verganener Meister anzueignen Thema: Pflege klassisches Schönheitsideal, Hässlichem ausweichen Michelangelo de Caravaggio (1573-1610) Thema: (subjektive) Wahrheit darstellen verurteilt als "Naturalist" (Natur so getreu wie möglich kopieren) Gestalten alter Erzählungen greifbar und pastisch Licht und Schatten dafür benutzt Rom: damals Mittelpunkt Kulturwelt Diskussionen über Malerei in Schulen und Cliquen versammelt Guido Reni (1575-1642), itl. Maler, im Lager des Carracci Künstler mussten bewusst Stellung beziehen, mit verschd. Richtungen auseinandersetzen Kreis um Annibale Carracci Forderung, Künstler müssten Natur idealisieren, verschönern und alles weglassen, was Formgesetzen der antiken Plastik widersprach "neo-klassizistische" / "akademische" Lehre Klassizismus: Welt der Reinheit und Schönheit Nicolas Poussin (1594-1665), franz. Maler studierte Meisterwerke der antiken Plastik (röm. Sammlungen) Claude Gellée (1600-1682), auch Lorrain genannt, Zeitgenosse Poussins studierte Landschaft um Rom Meister der Naturbeobachtungen, u.a. Baumstudien Engländer verwirklichten im "englischen Garten" (Verteilung Baumgruppen über Wiesengelände) seine Vorstellungen Peter Paul Rubens (1577-1640), fläm. Künstler Interesse an bunter Oberfläche / naturgetreuer Wiedergabe der Dinge
Fenster und Eingang, Palazzo Zuccari, Rom, 1592, Federico Zuccaro
Fenster und Eingang, Palazzo Zuccari, Rom, 1592, Federico Zuccaro
Die Eröffnung des fünften Siegels, 1608-1614, El Greco, Met NY
Die Eröffnung des fünften Siegels, 1608-1614, El Greco, Met NY
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Europa, spätes 16. Jhd. Krise in der Kunst um 1520 Kunstliebhaber sicher, Malerei Gipfel der Vollkommenheit erreicht zu haben kein zeichnerisches Problem unlösbar, kein Thema zu schwer gezeigt, wie Schönheit und Harmonie mit naturgetreuer Darstellung vereinigt werden kann Michelangelos Manier nur noch imitiert Zeitabschnitt "Manierismus" Ansicht, Kunst darf nicht stillstehen ausgefallene Themen wurden behandelt Rätselbilder Künstler suchten Beachtung durch weniger einfachen, natürlichen und harmonischen Bildern "Vollkommenheit ist auf Dauer uninteressant" Ausspruch Leonardo: "Armselig der Schüler, der seinen Meister nicht übertrifft." Forderung nach Überraschung, Unerwartetem, Unerhörtem führte zu Experimenten, "originellen" Einfällen Ergebnis waren "amüsante Ideen" Fenster und Eingang, Palazzo Zuccari, Rom, 1592, Federico Zuccaro fenster.jpg Federico Zuccaro (um 1543-1609) eigenes Wohnhaus entworfen Parmigianino (1503-1540) Schüler Correggios, wollte eigenen Weg gehen zeigen, dass es neben klassischer Lösung noch andere gibt schlichte Natürlichkeit führt zwar zur Schönheit, aber es gibt auch andere Wege mit interessanten Effekten Jacopo Robusti (Tintoretto, "das Färberchen", 1518-1594) Dramatik dargestellter Ereignisse zum Ausdruck bringen Giorgio Vasari, Kritiker und Biograph (1511-1574) zu Tintorettos Werk: "Skizzen sind so roh gemalt, dass seine Pinselstriche mehr Kraft als Urteil zeigen und wie vom Zufall hingeworfen scheinen" Vorwurf auch oft erhoben gegen morderne Künstler große Neuerer in Kunst haben sich oft aufs wesentliche konzentriert, techn. Vollendung nicht wichtig Die Eröffnung des fünften Siegels, 1608-1614, El Greco, Met NY greco.jpg Domenikos Theotokopoulos (El Greco, "der Grieche", um 1541-1614) Missachtung naturgetreuer Formen und Farben malte dramatische Visionen Frage nach Existenzberechtigung der Malerei in nördl. Ländern Krise in Kunst die Folge der Reformation viele Protestanten wollten keine Bilder / Statuen von Heiligen in Kirchen röm. Götzendienst damit fehlte Haupteinnahmequelle Maler einzige Einnahmequelle Illustrieren von Büchern / Malen von Porträts Hans Holbein der Jüngere (1497-1543) benutze Errungenschaften sowohl nördl. und ital. Künstler
Mariä Himmelfahrt, Fresko, Kuppel des Doms von Parma, Correggio
Mariä Himmelfahrt, Fresko, Kuppel des Doms von Parma, Correggio
Der Maler studiert die Gesetze der Verkürzung, 1525, Albrecht Dürer
Der Maler studiert die Gesetze der Verkürzung, 1525, Albrecht Dürer
Der Heuwagen, um 1510, Hieronymus Bosch, Prado, Madrid
Der Heuwagen, um 1510, Hieronymus Bosch, Prado, Madrid
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Raffaello Santi (1483-1520) viele Gemälde eines Künstlers nebeneinander (wie in Museen): wirkt manchmal monoton (wirken eher einzeln) Raffaels größte Gemälde wirken einfach und mühelos, dabei angestrengtes Nachdenken, Studium und künstl. Weisheit nötig Bewegung - Gegenbewegung Michelangelo: Meister in Darstellung menschl. Körper Raffael: Meister in Gruppierung bewegter Gestalten / Harmonie Schönheitstypus nicht real - Fantasiegebilde, idealisierte Modelle Venedig, Oberitalien im 16. Jhd. für ven. Maler Farbe nicht nur schmückendes Beiwerk Giovanni Bellini (um 1431-1516) Haupt einer Werkstatt Giorgione (um 1478-1510) ven. Künstler strebten nach Zauber der griech. Dichtung liebten Idyllen, Schäferspiele, Schönheit Venus und Nymphen Tizian (um 1485-1576) Portraitierten gab er Überzeugung, durch seine Kunst weiterzuleben notiert Lebendigkeit in Arbeiten (1) Anschauen - Betrachter inkludieren / ins Bild "zerren" (durch direkten Blickkontakt) (2) in realer Räumlichkeit einbauen, Teil der Realität werden lassen (in Tür, Decke, Boden) (3) Schatten/Licht realer Räume übernehmen (4) nicht schön, sondern ehrlich darstellen (mit Pickeln, Falten) = Lebendigkeit (5) "Sfumato": Spielraum für menschl. Fantasie (6) mehrere Blickpunkte (Bild "bewegt" sich), Perspektive leicht ändern (siehe Mona Lisa) Correggio (um 1489-1534) Lichtbehandlung neuartige Effekte hatten großen Einfluss auf spätere Malschulen Bsp. Jesuskind: von ihm strahlt Licht nach allen Seiten notiert Portrait im Raum von mir machen; danach die selbe Kameraposition, nur mit Lampe statt mir; digital Licht von zweitem Bild in erstes bringen = ich leuchte Licht und Farbe lassen sich als Gegengewicht zu Formen verwenden durch Licht Blick in bestimmte Richtung führen Gläubigen Illusion geben, Decke wäre geöffnet (durch Lichteffekte) Mariä Himmelfahrt, Fresko, Kuppel des Doms von Parma, Correggio correggio.jpg Deutschland und Niederlande Anfang 16. Jhd. Erfindungen und Entdeckungen ital. Renaissance tiefer Eindruck in Ländern nördl. der Alpen neue Bauweise auf Drängen von Fürsten und Adlingen übernommen (mit Mode Schritt halten) Vermischung Gotik- und Renaissancestil in Bauwerken Der Maler studiert die Gesetze der Verkürzung, 1525, Albrecht Dürer maler-studiert.jpg Albrecht Dürer (1471-1528) Drang gespürt, neue Prinzipien von Grund auf zu verstehen Naturnachahmung kein Selbstzweck Mittel, heilige Geschichten in Gemälden, Holzschnitten, Kupferstichen überzeugend darzustellen u.a. mit "ALBERTUS DURER NORICUS FACIEBAT 1504" ("Albrecht Dürer aus Nürnberg machte [diesen Stich] 1504") signiert Besuch Italien: "Hie bin ich ein Herr, doheim ein Schmarotzer" Matthias Grünewald von Aschaffenburg bezeichnet Joachim Sandrart als "deutschen Correggio" Bilder mit Monogramm M. G. N. signiert evtl. Mathis Gothardt Nithardt, nicht Grünewald machte sich nur Errungenschaften zu Nutze, die mit Aufgabe der Kunst im Einklang standen (heilige Wahrheit verkünden) mit Absicht auf ma. und primitive Umsetzung gesetzt notiert "[…], dass nicht jeder große Künstler auch 'fortschritlich' sein muss und das ein Künstler durchaus nicht mit der Zeit zu gehen hat" Lucas Cranach (1472-1553) Albrecht Altdorfer (um 1480-1538) Bild ohne Mensch: etwas noch nicht Dagewesenes selbst Griechen: Landschaft z. B. als Kulisse für Schäferidyllen Mabuse (1478-1532) Der Heuwagen, um 1510, Hieronymus Bosch, Prado, Madrid bosch.jpg (2 Versionen: San Lorenzo de El Escorial und Madrid) Hieronymus Bosch erschreckende Darstellungen der Mächte des Bösen Thema: Bosheit der Menschen
Sixtinische Kapelle, Vatikan (Gesamtansicht Innenraum) © picture alliance / abaca
Sixtinische Kapelle, Vatikan (Gesamtansicht Innenraum) © picture alliance / abaca
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Michelangelo Buonarroti (1475-1564) wollte Geheimnis der antiken Bildhauer ergründen Darstellung bewegter menschl. Körper mit Muskeln und Sehen beherrschen sezierte dazu Leichen und zeichnete nach lebenden Modellen Sixtinische Kapelle, Vatikan (Gesamtansicht Innenraum) © picture alliance / abaca sixtinische-kapelle.jpg u.a. mit "Erschaffung Adams": bloße Berührung von Gottes Hand zum Leben erweckt Antwort auf Brief an Michelangelo mit Anrede "Bildhauer": "Sagt ihm, dass er seine Briefe nicht an den Bildhauer Michelangelo adressieren soll, denn hier kennt man mich nur als Michelangelo Buonarroti" Stolz auf Unabhängigkeit arbeitete auch ohne Entgeld, der Sache wegen
Die (große) Geburt Christi, um 1470, Kupferstich © Staatsgalerie Stuttgart
Die (große) Geburt Christi, um 1470, Kupferstich © Staatsgalerie Stuttgart
Refektorium mit Das letzte Abendmahl, Leonardo da Vinci © Kloster Sta. Maria delle Grazie
Refektorium mit "Das letzte Abendmahl", Leonardo da Vinci © Kloster Sta. Maria delle Grazie
Mona Lisa, um 1502, Leonardo da Vinci, Louvre, Paris © Anton Lefterov
Mona Lisa, um 1502, Leonardo da Vinci, Louvre, Paris © Anton Lefterov
Kunstgeschichte Aspekte zur Geschichte der Kunst Ursachen, Entstehung, Funktion der Kunst in Urgesellschaft eine Zeit muss reif sein, etwas entdecken zu können durch C14-Methode Alter bestimmt (Mitte 20. Jhd.) notiert Friedrich da Fröhlich Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Mitte 15. Jhd. Erfindung der Buchdruckerkunst kleine Blättchen mit Heiligenbildern und Gebeten Verteilung an Pilger, für Andacht im Haus Holzschnitt = mit Messer bei Holzblock alles entfernen, was nicht gedruckt werden soll Prinzip Kupferstich ist entgegengesetzt zum Holzschnitt Kupferstich mehr Details und Effekte mgl. Übernahme Kompositionsprobleme in der Graphik Raumdarstellung und naturgetreue Wiedergabe sollte Gleichgewicht der Komposition nicht zerstören Die (große) Geburt Christi, um 1470, Kupferstich © Staatsgalerie Stuttgart geburt-christi.jpg Martin Schongauer (um 1445-1491) zwei Diagonale durch Blatt: kreuzen sich im Kopf der Maria (Mittelpunkt des Stiches) Druck von Bildern: setzte Ende der mittelalterlichen Kunst im Norden, Sieg der ital. Renaissance (Beschleunigung Informationsvermittlung) frühes 16. Jhd. (Hochrenaissance) berühmteste Periode ital. Kunst Zeit von Leonardo, Michelangelo, Raffael, Tizian, Correggio, Giogione (Italien) und Dürer, Grünewald, Holbein (im Norden) Künstler nicht länger bloß Handwerker unabhängige Meister, die Geheimnisse der Natur erforschten und in verborgene Gesetze des Universums eindrangen viele Zentren, dadurch konnten Künstler Bedingungen stellen (Rollen vertauscht, der Künstler wurde frei) Idealzustand der Architekten: Gebäude ohne Rücksicht auf ihren Gebrauchszweck, allein der schönen Maßverhältnisse, zu entwerfen Sehnsucht nach vollkommener Symmetrie und Harmonie kühner Unternehmungsgeist charakteristisch für Hochrenaissance Leonardo da Vinci (1452-1519) trat als Lehrjunge in führende Florentiner Werkstatt sah Aufgabe des Künstlers darin, gesamte sichtbare Welt zu erforschen wollte Kunst auf wissenschaftl. Grundlage stellen (Erhöhung der Anerkennung) bekam Aufträge, viele unbeendet, da er selber bestimmen wollte, was gut ist und somit weitergereicht wird Refektorium mit "Das letzte Abendmahl", Leonardo da Vinci © Kloster Sta. Maria delle Grazie abendmahl.jpg aufregendes Drama da Vinci malte sich aus, wie es gewirkt haben muss, als Jesus Jesus sprach "Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten" Judas nicht von anderen abgesondert, wirkt aber isoliert gestikuliert nicht und fragt nicht 12 Jünger fügen sich in 4 Dreiergruppen trotz Vielfalt Gesamtbild klar, übersichtlich harmonisches Ineinanderspielen aller Bewegungen Mona Lisa, um 1502, Leonardo da Vinci, Louvre, Paris © Anton Lefterov mona-lisa.jpg Leonardos Erfindung: "Sfumato" Anwendung Mona Lisa: Mund- und Augenwinkel Hälften von Bild passen eigentlich nicht zusammen Horizont linke Seite tiefer als rechts Gesicht sieht dort größer und aufrechter aus Wirkung großer Kunstwerke immer rätselhaft Eindruck von Leben Lösung: Künstler muss etwas dem Besucher überlassen Mensch gewohnt, zu ergänzen was er nicht sieht Umrisse nicht ganz fest ziehen, Formen unbestimmt lassen Licht und Schatten ineinander verschwimmen lassen Fantasie Spielraum überlassen Lebendigkeit durch Abweichung von Natur
Reiz der Selbstbeschränkung: Charaktere Luigi und Mario, Mario-Spielreihe
Reiz der Selbstbeschränkung: Charaktere Luigi und Mario, Mario-Spielreihe
Lucas I (1986–1987), Öl und Bleistift auf Leinwand, Chuck Close, Metropolitan Museum of Art
Lucas I (1986–1987), Öl und Bleistift auf Leinwand, Chuck Close, Metropolitan Museum of Art
Der Heilige Dominikus, Andachtsbildnis in Zelle des Klosters von San Marco, Florenz
Der Heilige Dominikus, Andachtsbildnis in Zelle des Klosters von San Marco, Florenz
Madonna im Rosenhag, um 1445, Stephan Lochner, Wallraf-Richartz-Museum
Madonna im Rosenhag, um 1445, Stephan Lochner, Wallraf-Richartz-Museum
Friedrich Fröhlich, faul 'Das Entscheidende ist wohl Deine von Dir aufgedeckte mangelnde Motivation. Das musst Du ernst nehmen und daran arbeiten. Lass das mit der Muse einfach mal weg. Es geht eher um selbstbestimmte Motivation (= intrinsisch).' (Christian, 26.7.) [t=]notiert Bildpunkte eines Porträts zufällig neu anordnen (Information bleibt enthalten, aber nicht lesbar) Kunstlehre "Die Ästhetik des Pixels in der modernen Kunst", Alice Strunkmann-Meister Reiz der Selbstbeschränkung: Charaktere Luigi und Mario, Mario-Spielreihe mario.jpg bewusste Verpixelung in Zeiten der fast nicht mehr Wahrnehmbarkeit der kleinsten Einheit Lucas I (1986–1987), Öl und Bleistift auf Leinwand, Chuck Close, Metropolitan Museum of Art chuck-close.jpg Chuck Close (*1940), Maler, Fotorealist notiert mit durch Komprimierung entstehenden Artefakten arbeiten / Artefakte einfarbiger Flächen über Foto legen Technik Pointilisten: farbige Punkte gleichmäßig und strukturiert über Leinwand verteilt Paul Klee: "Auch das 'Ich' ist ursprünglich ein Punkt" (Pädagogisches Skizzenbuch, 1925) Vincent van Gogh Vincent van Gogh, Pixel Art Vorlesungsreihe "Aspekte zur Geschichte der Kunst", Prof. Dr. Daniela Hammer-Tugendhat (Kunst in der Urgesellschaft bis 19. Jahrhunderts) Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Tradition und Erneuerung (15. Jhd, Italien) Welt spiegeln, nicht nur heilige Geschichte nacherzählen bis 14. Jhd. Kunst in verschd. Teilen Europas parallel entwickelt Zünfte Künstler musste beweisen, dass er Meister seiner Kunst war danach durfte er Werkstatt eröffnen, Lehrlinge beschäftigen, Aufträge annehmen keine öffentl. Kunstschulen, Lehre bei Meister der Stadt unendliche Vielfalt an Meistern, Schulen, Experimenten Florenz: Anfang Umwälzung in der Kunst Brunelleschis Programm: Formen der antiken Architektur, Säulen, Giebel, Gesimse, in Baukunst einführen Bsp: Kirche mit Fassade, die Triumphbogen im röm. Stil darstellt antike Bauform musste Bedürfnisse eines Wohnhauses mit Mauern und Fenstern angepasst werden antike Form = Ausschmückung (Säulenordnung vorgetäuscht, Grundstruktur des Gebäudes nicht verändert) Leon Battista Alberti Wolfgang Alberti übersetzt gotischen Entwurf in antike Form (gotische Spitzbögen gemildert, antike Ordnungselemente benutzt) Der Heilige Dominikus, Andachtsbildnis in Zelle des Klosters von San Marco, Florenz angelico.jpg Fra Angelico (um 1386-1455), Maler Verkündung mit schlichter Anmut erzählt (kaum Andeutung greifbarer Körperlichkeit), wirkt umso ergreifender Andrea Mantegna (1431-1506), Maler und Kupferstecher Illussion von Raumtiefe erschaffen: Licht jede Entdeckung schafft zugleich neue Schwierigkeiten (Gefährdung eines gefälligen und befriedigenden Ganzen) Versuch richtige Zeichnung (Körper) mit harmonischer Komposition (Dreieck) zu verbinden 15. Jhd. im Norden Baukunst: Kluft zw. Norden und Süden (vor allem Florenz) gotischer Stil (Spätgotik) im 15. Jhd in Frankreich, Deutschland, England, Spanien "Flamboyanter Stil" = unendl. Vielfalt von Zierraten, wirkten zum Teil wie Märchenschlösser "Perpendicular Style" = gerade Linien statt Kurven und Bögen vorgezogen Grundriss einfacher, Kirche ohne Seitenschiffe, keine Pfeiler und steile Spitzbögen in Malerei nicht beachtet: math. Gesetze der Perspektive, Anatomie, Studium röm. Denkmäler Madonna im Rosenhag, um 1445, Stephan Lochner, Wallraf-Richartz-Museum lochner.jpg Stephan Lochner (um 1400-1451), Maler u.a. Vorbild für Romantiker im 19. Jhd. (Zauber einfacher Frömmigkeit, kindliches Gemüt)
Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck © National Gallery, London
Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck © National Gallery, London
Kunstkritik "Die Beschwerde" (20/30), Pullmann & Muse "Eine Schaffenskrise, Herr Pullmann?" - "Eine Kunstkrise, Frau Muse." Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Frührenaissance (15. Jhd) / Wiedergeburt / Wiederbelebung gotisch = barbarisch = Schimpfwort der Italiener Italiener gaben den Goten Schuld am Sturz Röm. Reich Stimmung vom Zukunftsglaube und Selbstbewusstsein in Handelsstadt Florenz am größten führendes Mitglied Florenzer Künstlergruppe: Filippo Brunelleschi (1377-1446) studierte wahrscheinlich Tempel und Paläste in Rom Wunsch auf neue Architektur, die Elemente der klassischen Baukunst frei nutzt mit Säulen, Pilastern und Bögen gearbeitet Unterschied gotische Kunst: keine hohen Fenster oder schlanke Pfeiler antike Säulenordnung verwendet, jedoch ohne statischer Bedeutung Brunelleschi: Erfinder der Perspektive Masaccio, ital. Maler (1401-1428) für Renaissance-Meister neue Techniken und Entdeckungen niemals Selbstzweck eingesetzt, um Bedeutung ihrer Themen besser verstehen zu können Donatello, ital. Bildhauer (um 1386-1466) menschl. Körper am lebenden Modell studiert Modelle: meist Werkstattgenossen auch nördlich der Alpen schwappte Wunsch Widergeburt Antike über Claus Sluter, niederl. Bildhauer Gotik (um 1350-1405) Jan van Eyck, flämischer Maler (1390-1441) Merkmale: Wiedergabe Raum mit Konstruktion perspektivischem Liniengerüst, Kenntnisse in Anatomie, Gesetze der Verkürzung Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck © National Gallery, London janvaneyck.jpg Signatur im Bild mit "Johannes de Eyck fuit hic" ("Jan van Eyck war hier") "Natur einen Spiegel vorhalten" Erfinder der Ölmalerei Bindemittel Tempera = Ei Öl: genauer arbeiten, da längere Trocknungszeit, durchsichtige Farben, Schichten übereinander Künstler wird zum Augenzeige Konrad Witz, schweizer Maler (um 1400-1446) Arbeit mit wirklicher Landschaft (Genfer See) in Verbindung mit chr. Geschichte erschöpft Buch zur Seite gelegt
Modell der Casa del Poeta Tragico, Blick ins Atrium, Maßstab 1:20
Modell der Casa del Poeta Tragico, Blick ins Atrium, Maßstab 1:20
The Gif Connoisseur #358
The Gif Connoisseur #358
Der Glaube, um 1305, Giotto di Bondone
Der Glaube, um 1305, Giotto di Bondone
Westfassade von Exeter, England (zw. 1350 und 1400) © Klaus D. Fiebich
Westfassade von Exeter, England (zw. 1350 und 1400) © Klaus D. Fiebich
Selbstporträt, zw. 1379 und 1386, St.-Veits-Dom, Prag
Selbstporträt, zw. 1379 und 1386, St.-Veits-Dom, Prag
Kunstgeschichte Ausstellung Antikenmuseum der Universität Leipzig 450 Objekte aus 2500 Jahren griechischer, etruskischer (nördliches Mittelitalien) und römischer Antike Modell der Casa del Poeta Tragico, Blick ins Atrium, Maßstab 1:20 casa-del-poeta.jpg älteste Funde aus vorgriechischen Kulturen der Ägäis Keramiken und Kleinplastiken aus Bronze der "geometrischen Zeit" (9./8. Jh. v. Chr.) Vasenbilder mit Helden, Götter und Alltag der Menschen Übergang zw. verschiedenen Stilen sehr fließend (Darstellung Körper nach ägypt. Vorbild, Verkürzung Füße) The Gif Connoisseur #358 mann.gif Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich auch im 13. Jh. wurden it. Kirchen nach griechischer Manier geschmückt (Herrschaft des konservativen östl. Stils) Vorteile für Bildhauer: Raumillusion durch Verkürzung, Licht und Schatten erledigten sich von selbst Giotto di Bondone (ca. 1267-1337) byzantinische Unwandelbarkeit unterbochen Freskomalerei (zuvor in Wasser eingesumpfte Pigmente auf frischen Kalkputz aufgetragen) Der Glaube, um 1305, Giotto di Bondone giotto-di-bondone.jpg Gemälde täuscht Freiplastik vor Schaffung von Illusion heilige Geschichte sollte sich direkt vorm Betrachter abspielen Predigten der Bettelmönche: Aufforderung, sich beim Lesen der Bibel zu vergegenwärtigen, wie es ausgesehen haben müsse Bild kein Schriftersatz mehr für Analphabeten Künstler signierten meist nicht (Ruhm und Ehre der Kathedrale überlassen) 14. Jh. Bürgen fühlten sich von Macht der Kirche und Feudalherren weniger abhängig Geoffrey Chaucer (ca. 1343-1400) Motive: Ritter, Knappen, Mönche, Handwerker statt Thema Gewaltigkeit (so groß wie möglich) - Thema Raffiniertheit Westfassade von Exeter, England (zw. 1350 und 1400) © Klaus D. Fiebich exeter.jpg Verfeinerung / Vorliebe für Anmutige und Zarte / "Decorated Style" Bedarf an Entwürfe für weltliche Bauwerke (Rathäuser, Zunfthäuser, Schulen, Paläste, Brücken, Stadttore) Ziel: vollendete Ausführung jeder Einzelheit Darstellung Schönheit Hände, Fältchen Ellbogen, Sorgfalt Verarbeitung durch Giottos Kunst wirkte byzantinische Manier steif und unmodern Peter Parler (ca. 1330-1399) dt. Bildhauer und Dombaumeister im Mittelalter Selbstporträt, zw. 1379 und 1386, St.-Veits-Dom, Prag selbstportraet.jpg vmtl. erstes Selbstbildnis eines Künstlers Europa = 1 Einheit (röm. Kirche) "internationaler Stil" oder "weicher Stil" Vorliebe für das Zarte und Lyrische / geschw. Linien, heitere Motive üblich im Mittelalter: Kalender mit Darstellung Jahresverlauf (Säen, Jagen, Ernten) trotz fehlender Tiefendimension Illusion der Lebenstreue mit Vergrößerungsglas sorgfältige Einzelbeobachtung Künstler studierten Natur, legten sich Skizzenbücher zu systematische Studien Pflanzen- und Tierwelt Erforschung Gesetze des Sehens (Verlangen es Griechen und Römern gleichzutun)
(Künstlerdünnschiss)
(Künstlerdünnschiss)
Naumburger Dom und seine Stifter © Jan Siegmeier
Naumburger Dom und seine Stifter © Jan Siegmeier
Friedrich Fröhlich, zweifelnd Ich kann noch nicht einmal sagen, ich würde mir eine berufliche Chance verbauen, sollte ich mit dem Kunststudium an der Hochschule vorzeitig aufhören. So oder so gibt es nicht viele Künstler, die von ihrer Kunst leben können. Würde ich vorzeitig aufhören, hätte ich mich lediglich der Möglichkeit beraubt, auf vorgestanztem Wege unmengen an Wissen zu erlangen und kostenfreie Unterstützung beim Umsetzen von Ideen zu erhalten. So oder so werde ich mich nach Beendigung des Studiums fragen müssen, welchen beruflichen Weg ich nun einschlagen werde. Einmal halt mit fundierterem Wissen, als auf autodidaktischem Pfad erlangbar ist. Das sollte ich nutzen. Die drei Jahre Hauptstudium können selbst im schlimmsten Fall nur bedeuten, drei Jahre zuviel für Kunst investiert zu haben. Ob mit 29 oder 32 Lebensjahren in die Arbeitswelt eintauchen ist sicherlich einerlei. Vordiplom Durchschnitts-Künstler Wie heute erfahren, scheint die Gesamtnote für meine Vordiplom-Arbeit gerade einmal schlechtes Mittelmaß zu sein. Sehr schlechtes Mittelmaß. Andere Studenten im selben Studiengang wurden mit 1.0, mit 1.1, mit 1.2 usw. bewertet. Zwar bin ich mit der Note insofern zufrieden, weil ich schon seit einiger Zeit nicht mehr hinter der Arbeit stand. Und mit der Überlegung, was ich leisten könnte, wäre ich doch nur motivierter und würde einen Sinn hinter dem Ganzen erahnen, sehe ich - sofern ich mich jetzt endlich mehr für Kunst begeistern könnte - für die nächsten drei Jahre gut gewappnet. In jedem außerkünstlerischem Studiengang wäre mir ein Durchschnitt recht gewesen. Aber beim Kunststudium, wo es vorrangig um die Umsetzung eigener Ideen geht und nicht um auswendig lernen vorhandenen Wissens, scheint es mich doch auf persönlicher Ebene außerordentlich zu stören. "Der Durchschnittskünstler bringt Durchschnittliches hervor und nie sehr Schlechtes. Das anerkannte Genie hingegen schafft entweder wahrhaft große Werke oder absoluten Schund." (Tolstoi) notiert Schriftzug "Durchschnittskünstler" mit Stempel "Du bist nicht allein!" (Künstlerdünnschiss) kuenstlerduennschiss-k.gif Kurs Spielwiese für Hard- und Softwareprojekte Funkuhrwerk auseinandergebaut mit 2 Spulen Lösungswege für mechanisches Problem erörtert Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich 12. Jhd. Normannen landen in England neue Feudalherren in England: Bischöfe und Adlige Macht durch Errichtung von Klästern und Kathedralen demonstriert Name für Stil der Bauwerke: normannisch (England) und romanisch (übriges Europa) Kirche häufig einziger Steinbau in Dörfern ähnelten Form der Basiliken (Mittelschiff, Chor, 2 oder 4 Seitenschiffe) weiterhin Kirchen in Kreuzformen Unterschied: Basiliken trugen oft gerades Gebälk aus Holz (Feuergefahr) romanische und normannische Kirchen: Rundbogen auf wuchtigen Pfeilern Aufgabe: kirchliche Lehre ausdrücken Bildwerke in feierlicher Starre, gerade deshalb eindrucksvoll jede Einzelheit der Kirche: Zweck und Sinn Vergleich unterschdl. Kunstepochen (Völkerwanderungszeit mit Drachenskulpturen, Laokoon-Gruppe mit Schlangen und Kerzenleuchter von Gloucester ) lat. Inschriften erklären Sinn jeder Figur Malerei wurde zur Bilderschrift Kirchenfenster: von wirklichen Schattierungen und Farben in Darstellungen befreit "Weil sie nicht mehr an das Natürliche gebunden waren, konnten sie das Übernatürliche darstellen" notiert Zitat evtl. wichtig für mögliche Kosmos-Arbeiten 13. Jhd. im Osten blieb Stil jahrtausendelang unverändert, im Abendland ständig Neues einfache Pfeiler genügten, um Gurte zu tragen Mauerwerk dazwischen nur Füllsel Grundgedanke gotischer Kathedralen: statt schwerer Steinwände große Glasflächen keine halbrunden Bogen, sondern zwei Kreissegmente andeinander gelehnt (Grundgedanke Spitzbogen) je nach Bedürfnissen flacher oder steiler gestaltbar kaum eine gr. Kathedrale oder Bischofskirche zur Vollendung gebracht (zu gewaltig im Ausmaß) durch Riesenmaße wirkt "unsere kleine Menschenwelt ganz winzig und nichtig" notiert für Kosmos-Arbeiten Größenunterschied Mensch vs. Kirche nicht unwichtig; Kathetralen ansehen, wie Naumburger Dom buntes Glas statt kalt und abweisende Wände 1200 n. Chr. entstanden in Frankreich, England, Spanien und im Rheinland prächtige Kathedralen steinernen Gestalten sollte Leben eingehaucht werden Körpergerüst unter dem Gewand fühlbar gemacht (Konturen Arme und Hände durch Stoff sichtbar) Naumburger Dom und seine Stifter © Jan Siegmeier stifter.jpg Stifter des Naumburger Doms: für Künstler nur Namen, denen er Leben spendete Künstler im 13. Jhd. wollten nicht mehr nur Vorbilder aus Musterbüchern abzeichnen Ausbildung und Erziehung des Künstlers: als Lehrling bei Meister angefangen; Anweisungen befolgt und unbedeutende Bildteile ausgeführt; Szenen aus Büchern kopiert und neu arrangiert Aussehen Abgebildeter unwichtig (Künstler gab König Krone und Zepter, Bischof Mütze und Krummstab und versah die Skulptur mit dem jew. Namen) Frankreich im 13. Jhd. reichste und mächtigste Land Europas Universität von Paris = Mittelpunkt abendländisches Geistesleben
Der persische Prinz Humay trifft die chinesische Prinzessin Humayun in ihrem Garten, zw. 1430 und 1440 © Musée des Arts décoratifs
Der persische Prinz Humay trifft die chinesische Prinzessin Humayun in ihrem Garten, zw. 1430 und 1440 © Musée des Arts décoratifs
Der hl. Matthäus, um 830 © Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte
Der hl. Matthäus, um 830 © Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte
Kurs Spielwiese für Hard- und Softwareprojekte Beratung in Läden für Schnittstelle Schrittmotor / Uhrwerk Vogel-Modellsport Bahn+Hobby Günsel Riedel Feinmechanik (Eisenacher Str. 72) kein befriedigendes Ergebnis morgen versuchen ein Rad von anderem Uhrwerk zu verwenden (an Schrittmotor befestigen) Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Religion des Nahen Osten / Auseinandersetzung mit Bilderfrage strenger als Christentum ursprünglich alle Arten von Bildern verboten Menschendarstellungen verboten, aber in Mustern und Formen existiert spätere Sekten des Islam weniger streng gestatteten Menschendarstellungen und Illustrationen, solange Thema <> Religion Illussion der Wirklichkeit nicht mehr gegeben als in byzantinischer Kunst keine Verkürzungen, kein Licht und Schatten Der persische Prinz Humay trifft die chinesische Prinzessin Humayun in ihrem Garten, zw. 1430 und 1440 © Musée des Arts décoratifs persischer-prinz.jpg in China Wirkung der Religion auf Kunst noch stärker Bestattungsbrauch: Illustrationen aus Mythen und Sagen in Grabkammern weniger eckige Formen, mehr geschwungene Linien Einstellung zur bildenden Kunst: Maler auf einer Stufe mit Dichtern gestellt in Bildern weniger Vertretung Glaubensmeinung, mehr Hilfsmittel zur Meditation viele Landschaftsbilder kompliziertes geregeltes Spiel, vieles bereits festgelegt neue Themen erst durch Berührung mit abendländischer Kunst im 18. Jhd. 6. - 11. Jhd. in Europa Mittelalter, folgte auf Sturz des Römischen Reichs viele Überlieferungen verschwanden durch Krieg, Plünderungen, Katastrophen Einfälle durch bewaffnete Banden aus dem Norden germanische Stämme / "Barbaren" (Goten, Vandalen, Angelsachsen, Dänen, Wikinger) mit eigenen Vorstellungen von Kunst Meister der Goldschmiedekunst, Holzschnitzer Vorliebe für komplizierte Ornamentik Motive: Drachenkörper und ineinander verstrickte Vögel mit Bildern böse Geister bannen Mensch wirkt wie Muster, Gewand wie verflochtene Bänder, Gesicht wie erstarrte Maske heutige Vorstellung vom Künstler: muss originell sein damals: wenn herkömmliche Art ihren Zweck erfüllt, blieb es so bestehen Künstler hatten dennoch genug Spielraum Der hl. Matthäus, um 830 © Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte heilige-matthaeus.jpg "heilige Matthäus schreibt sein Evangelium; gewöhnlich im Beisein des Engels, der ihm diktiert oder assistiert" "Augenblick von ungeheurer und aufregender Bedeutung für die Geschichte der Menschheit darstellen" Ehrfurcht und Erregung (=Emotion) durch Stil ausgedrückt Darstellung bei Ägyptern = was sie wussten, bei Griechen = was sie sahen, im Mittelalter = was sie fühlten es ging nicht um Wirklichkeit naturgetreu darzustellen Papst Gregor des Großen : "Was die Schrift für die bedeutet, die lesen können, das leistet das Bild für die, die es nicht können" Beschränkung auf wesentliche Dinge Kunst nicht ausschließlich im Dienste der Religion andere Gebiete: Ritter und Herren vieles vergessen, da Burgen oft zerstört kirchliche Bildwerke mit mehr Ehrfurcht behandelt weltliche Bildwerke: übermalt oder weggeworfen, wenn unmodern geworden
Der Altar des Zeus aus Pergamon, zw. 164 und 156 v. Chr. © Staatliche Museen Berlin
Der Altar des Zeus aus Pergamon, zw. 164 und 156 v. Chr. © Staatliche Museen Berlin
Kopf Buddhas, 4. - 5. Jhd. n. Chr.m gefunden in Hadda
Kopf Buddhas, 4. - 5. Jhd. n. Chr.m gefunden in Hadda
frühchr. Basilika, S. Apollinare in Classe, Pavenna, u, 530 n. Chr.
frühchr. Basilika, S. Apollinare in Classe, Pavenna, u, 530 n. Chr.
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Kunst im 4. Jahrhundert v. Chr. nicht mehr nur religiöser oder politischer Zweck Schönheit und formale Eigenschaften hervorgehoben Wetteifer zw. Schulen Baukunst: mehrere Stile nebeneinander Säulen ionischer Tempel: weniger streng und wuchtig Praxiteles (Bilderhauer griechische Antike) reale Körper <> symmetrisch schöne und regelmäßige Statuen Natur wurde idealisiert menschl. Individuum sollte/konnte damit nicht dargestellt werden (spezielle Form der Nase, Stirnrunzeln, Ausdruck) Mienen ohne Ausdruck bestimmter Gefühle Generation nach Praxiteles: Ausdruck eingeführt (Bsp. Alexander der Große ) hellenistische Kunst neue und ungewohnte Anforderungen an Künstler korinthischer Stil Der Altar des Zeus aus Pergamon, zw. 164 und 156 v. Chr. © Staatliche Museen Berlin pergamon.jpg Altar des Zeus aus Pergamon: dramatische Wirkung Relief nicht flach, mit fast frei stehenden Figuren Bewegtheit, Spannung, Leidenschaft wiedergeben (siehe Laokoon-Gruppe) reiche Leute finden an, Kunst zu sammeln, berühmte Werke kopieren zu lassen Schriftsteller schrieben über Kunst, Biographien zu Künstlern erschienen, Sammlung von Anekdoten wichtigstes Thema zur Zeit des Phidias und Praxiteles (500 v. Chr.): der Mensch Idyll darstellen (Hirten und Herden, ländl. Heiligtümer, freundliche Villen) Bilder jedoch nicht sehr realistisch (Gesetze der Perspektive und ihre Anwendung fehlten noch) entfernte Gegenstände klein, nahe oder wichtigere Gegenstände groß mit zunehmender Entfernung langsame Größenveränderung: im Altertum unbekannt 1. - 5. Jhd. n. Chr. wichtigstes Element der röm. Architektur: Bogen Methoden des Wölbungsbau, Beispiel Pantheon (Tempel aller Götter) Aufgabe von Römern an Künstler: Darstellung Siege und über Feldzüge erzählen / Kriegsberichterstattung Trajansäule wichtig war nicht mehr Schönheit, Harmonie und dram. Ausdruck hellenistische und röm. Kunst verdrängte nach Chr. Kunst der alten orientalischen Königreiche Kopf Buddhas, 4. - 5. Jhd. n. Chr.m gefunden in Hadda buddha.jpg Inder: durch griechische und röm. Kunst inspiriert, eigenen Erlöser (Buddha) darzustellen Judentum: lernte Darstellung der heilligen Geschichte zur Belehrung der Gläubigen je natürlicher Bilder wirkten: Verstoß gegen Bilderverbot virtuoser Effekt / dramat. Szenen (um ihrer selbst willen) nicht mehr wichtig Kunst = Dienerin der Mahnung göttl. Macht und Gnade Forderung nach Klarheit und Einfachheit 5. - 13. Jhd. n. Chr. Christentum durch Kaiser Konstantin anerkannt (311 n. Chr.) Verhältnis Kirche Kunst musste neu durchdacht werden Tempel: kleine Zelle mit Standbild eines Gottes (Opfer und Prozessionen fanden im Freien statt) Kirche: Platz für Gemeinde benötigt frühchr. Basilika, S. Apollinare in Classe, Pavenna, u, 530 n. Chr. basilika.jpg Versammlungsräume / lang gestreckte Säle als Vorbild (Markt- und Gerichtsräume) halbkreisartiges Podium für Vorsitzende der Versammlung oder für Richter Nische/Apsis genutzt als Hochalter Hauptsaal in Mitte für Versammlung Gemeinde (Mittelschiff) in Kirchen: keine Statuen (siehe 5. Buch Mose, 27,15) Streit um Darstellung/Nichtdarstellung in Kirchen einige sahen in Malerei Mittel zum Zweck (Gemeinde wird an Lehre erinnert) Darstellung so einfach wie möglich gehalten, nicht vom frommen Zweck abgelenkt keine naturgetreuen/realistischen Szenen Gestalten in strikter Vorderansicht (ägypt. Ideen kommen wieder zum Vorschein) Bilderstürmer/Ikonoklasten gewannen im 7. Jhd. n. Chr. an Bedeutung in Ostkirche wurde jedwede religiöse Kunst verboten Bildverehrung erst wieder nach 1 Jhd.
Totenklage im geometrischen Stil, etwa 700 v. Chr., © Archäologisches Nationalmuseum, Athen
Totenklage im geometrischen Stil, etwa 700 v. Chr., © Archäologisches Nationalmuseum, Athen
Diskobolos, römische Marmorkopie aus der Villa Adriana © British Museum, London
Diskobolos, römische Marmorkopie aus der Villa Adriana © British Museum, London
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich in ägyptischen Bildern wirkt nichts zufällig, ungefähr Anfang der Arbeit: Liniennetz an Wand gezeichnet und Figuren verteilt Stil = Gesetz, dem sich alle Schöpfungen einer Epoche unterordnen ägyptische Künstler geltende Regeln von frühester Jugend auf gelernt sitzende Stauen: Hände auf Knien gelegt Männer: dunklere Haut als Frauen Aussehen ägyptischer Götter genau festgelegt in 3.000 Jahern nur wenig Veränderung in 18. Dynastie brach König Amenophis IV mit vielen geheiligten, uralten Gebäruchen und Überlieferungen wollte vermutl. Darstellung von Schwächen zulassen Frau bei ihm nicht kleiner dargestellt als er selber Kunst Mesopotamien weniger bekannt keine Steinbrüche = Gebäude aus Ziegel, im Laufe der Zeit verwittert Brauch: Siegesdenkmäler errichten mit Information, welcher Stamm unterworfen / wieviel Beute gemacht wurde weniger starr/strenge Darstellung Griechenland, 7.-5. Jhd. v. Chr. Kunst griechischer Stämme sah die ersten Jahrhunderte "barbarisch" aus Totenklage im geometrischen Stil, etwa 700 v. Chr., © Archäologisches Nationalmuseum, Athen totenklage.jpg überboten in Starrheit der Ägypter, nur mit einfachen geometrischen Mustern gearbeitet Bauten in nicht ägyptisch-kolossalem Ausmaß (von Menschen für Menschen gebaut) kein göttlicher Herrscher über Griechen Vorbild für steinerne Statuen: Ägypter und Assyrer Ägypter: Gründung Kunst auf Wissen Griechen: Gründung Kunst auf Wahrnehmung Füße nicht zu fest auf Boden: Statuen wirken lebendiger Mundwinkel nach oben gezogen: Gesicht wirkt belegt Maler waren angesehener als Bildhauer (Vorstellung nur durch Bildschmuck mögl.) es ging nicht mehr darum, alles zu zeigen, was man wusste Entdeckung der Verkürzung: Fuß von vorne darstellen (5 Zehen wie eine Reihe kleiner Kreise) klarer Umriss weiterhin wichtig Standbilder von "Heidengötter" häufig nicht mehr vorhanden, da vom Christentum zerstört Bildwerke in Museen meist nur Kopien zweiter Hand (als Andenken und als Schmuck für Gärten oder Bäder angefertigt) Zeustempel von Olympia von Standbildern von Athleten und Sportsleuten umgehen Teilnehmer waren Mitglieder großer Familien häufig nur Sockel erhalten, da aus Bronze gefertigt (im Mittelalter eingeschmolzen, da Metall knapp wurde) Augen: aus farbigen Steinen gebildet Haare, Augen, Lippen vergoldet = Leben und Wärme Diskobolos, römische Marmorkopie aus der Villa Adriana © British Museum, London diskuswerfer.jpg Haltung vom Diskuswerfer nicht wichtig Bildhauer Myron schaffte es, der Bewegung Herr zu werden, so wie Malerei den Raum eroberte
Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild
Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild
Totempfahl, Alaska
Totempfahl, Alaska
Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609–2584 v. Chr. © Kunsthistorisches Museum Wien
Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609–2584 v. Chr. © Kunsthistorisches Museum Wien
Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr. © British Museum, London
Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr. © British Museum, London
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild friedrich.jpg Die Kunst der Urzeit, der Primitiven und Altamerikas Anfänge der Kunst: ungewiss Kunst seit 200 Jahren = Luxus, Museen und Ausstellungen vorbehalten, Kostbares, Nutzloses Schnitzen und Malen hatten einst praktischen Zweck Häuser und Hütten sollten vor Witterung schützen, Bilder vor anderen Einflüssen / zum Zaubern Unterscheidung Wirklichkeit und Bild: bei manchen "Primitiven" nicht vorhanden in Hölen in Südfrankreich und Spanien Malereien entdeckt (15.000 - 10.000 v. Chr.) Darstellung von Mammuts, Rentiere, Wisente , wilde Pferde Verhältnis zu Totem (Tierverwandtschaft) Darstellung Wesen Mensch und Tier nicht Schönheit wichtig, sondern Brauchbarkeit (wie zauberkräftig die Darstellung ist) Zweck und Form festgelegt, Künstler sollte nur noch vollenden (mit genug Spielraum) Geschichte der Kunst <> Geschichte technischer Fortschritt Geschichte der Kunst = Geschichte sich wandelnder Vorstellungen und Bedürfnisse Masken: Beziehungen einzelner abgebildeter Teile zueinander wichtig / Einheitlichkeit und ornamentale Harmonie Totempfahl, Alaska totempfahl.jpg Gestalten und Totemtiere der Mythologie als Ornamente darstellen nordamerikanische Indianer: scharfe Naturbeobachtung mit vollständiger Nichtbeachtung des wirklichen Aussehens der Dinge Maske mit Adlerschnabel = Adler Totempfahl heute vieles nicht mehr verständlich (damals schon Konzeptkunst Konzeptkunst?) Kunst für die Ewigkeit (Ägypten, Mesopotamien, Kreta) es führt kein Weg von der Hölenmalerei zur Kunst von heute ungebrochene Tradition vom Meister zum Lehrling, vom Lehrling zum bewundernden Nachahmer wir sind Schüler der Griechen König = göttliches Wesen nach Tod wieder in den Himmel hinaufsteigen himmelwärts aufragende Pyramide sollten vermtl. Weg erleichtern Seele im Jenseits nur existenz, wenn Leib erhalten bleibt Grabkammern gefüllt mit Zaubersprüchen und Gebeten, um Reise ins Jenseits zu erleichtern Pyramide = ältestes Denkmal menschlicher Baukunst Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609–2584 v. Chr. © Kunsthistorisches Museum Wien aegyptischer-koenig.jpg Aussehen vom König durch Bildnisse in Granit erhalten Seele dauert im Bild fort (ägypt. Wort für Bildhauer: "Er, der am Leben erhält") Bildhauer sollte Modell nicht schmeicheln oder flüchtigen Moment Moment festhalten auf Vollständigkeit, nicht auf Schönheit bedacht (erinnert an heutige Landkarten) aufs Wesentliche reduziert, strenge Konzentration auf Grundformen des menschlichen Antlitzes charakteristisch für ägypt. Kunst: Vereinigung von abgezirkelter Regelmäßigkeit und aufmerksamer Naturbeobachtung Bilder solltem "am Leben erhalten" Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr. © British Museum, London garten-nebamun.jpg Darstellung von charakteristischster Seite Seitenansicht: Kopf, Arme (Bewegung), Beine (Bewegung), Bauch Frontalansicht: Auge, Schulter, Oberkörper, Hände mit zwei linken Füßen Wichtigkeit durch Größe der Darstellung gegenüber anderen Personen ausgedrückt Kunstkritik Pullmann & Muse Künstler vs. Kulturschaffender, Kunst machen vs. Kultur machen Kunst = eigener, persönlicher Zugang; wiedersetzt sich Normen Kultur = kollektiver Prozess; sicheres Fortbestehen (Rituale) mit Elend von Menschen Kunst machen ethisch korrekt? "Das Anliegen wird missbraucht, um Kunst zu machen. Die Kunst wird missbraucht um den Missbrauch zu beschönigen." Provokation von Avantgardisten = Werbetricks, um aus der Masse herauszustechen Avantgardist kritisiert gesellschaftl. Wirkungslosigkeit der Kunst Publikum amüsiert, beschimpft zu werden Wirkung von Kunst / Sinn von Kunst Kunst = Ver-rückt-sein der Perspektive zum alltäglichen Leben
Bildnis der Mutter, Albrecht Dürer, 1514
"Bildnis der Mutter", Albrecht Dürer, 1514
Engel (Ausschnitt eines ALtars), Öl auf Holz, Hans Memling, um 1490
Engel (Ausschnitt eines ALtars), Öl auf Holz, Hans Memling, um 1490
Madonna im Grünen, 1505-1506, Öl auf Holz, Raffael
Madonna im Grünen, 1505-1506, Öl auf Holz, Raffael
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich es gibt "die Kunst" nicht, es gibt nur Künstler Bedeutung je Zeit und Ort andere Nachdenken und Reden über "Wesen der Kunst" hat Künstler mehr geschadet als genützt Ablehnung Kunst aus pers. Erinnerung (falscher Grund) Vorliebe für Hübsches und Gefälliges; Ablehnen von weniger Anziehendem vermeiden "Bildnis der Mutter", Albrecht Dürer, 1514 bildnis-mutter.jpg großes Kunstwerk durch unbedingte Ehrlichkeit Begriff "Schönheit" was schön ist, ändert sich so oft wie Geschmack und jeweils geltende Maßstäbe Engel (Ausschnitt eines ALtars), Öl auf Holz, Hans Memling, um 1490 hans-memling.jpg Begriff "Ausdruck" Ausdruck leicht verständlich: schnell tief berührt und erschüttert (Bsp.: Leiden und Triumph der Passion) "Es ist nicht nur bei den Menschen so, dass uns die Zurückhaltenden und Verschlossenen häufig am liebsten sind" Geheimnis nicht auf den ersten Blick preisgeben Verzerrung der Natur: bestimmte Wirkung erzielen "Wie immer wir über moderne Künstler denken, eines können wir ihnen ruhig zutrauen: die Fähigkeit 'richtig' zu zeichnen" Neigung der Menschen, konventionelle Formen und Farben als einzig richtig zu halten (Trägheit und Widerwille) Sterne in Kinderzeichnungen = gelbe sternförmige Formen Künstler: Welt mit neuen Augen sehen und mit hergebrachten Vorstellungen und Vorurteilen aufräumen Kunstwerk <> Ergebnis mysteriöser Tätigkeit Kunstwerk = Gegenstand vom Menschen für Menschen Bilder und Statuen in Museen häufig nicht als Kunst entstanden (sondern für bestimmte Gelegenheit und Zweck gefertigt) Künstler meist zurückhaltende Leute Ausprache über Kunst oft schwierig, da weniger leicht in Worte fassbar / eher ein Gefühl 'richtige' Gleichgewicht Madonna im Grünen, 1505-1506, Öl auf Holz, Raffael raffael.jpg (zuvor einige Studien für die "Madonna im Grünen" mit unterschdl. Beziehungen und Ausdrücken der Dargestellten) Frage des Geschmacks - Geschmack kann man bilden an Kunstwerke mit unvoreingenommenen Geist und offenen Sinn herantreten Gehirn sollte nicht mit großen Worten und imposanten Fachausdrücken "voll gestopft" sein besser: über Kunst gar nichts zu wissen Menschen mit Wissen tun Dinge, die schön, ausdrucksvoll oder richtig gezeichnet sind, häufig als Kitsch ab leerer Streit um Worte (Was ist Kunst? Was ist Kitsch?) Gefahr bei Wissen: Kunstwerk wird nicht mehr angesehen, sondern sofort mit Etikett versehen Kunstkritik Pullmann & Muse Kunst sollte etwas alltägliches sein, nichts besonderes (Erfurcht entbehrlich) Übereinkunft über Sonderstellung Kunstraum Kunstraum = Kirche Banales wird zum Wunder erklärt Zelebrierung der sakralen Abgehobenheit Kunstakademien werden zu Universitäten (mehr Theorie als Praxis) Erklärungsbedarf Kunst = unerschöpflich "Theoriekünstler" selbsterhaltendes System ("Künstler-Professoren") "Die Malerei ist nur noch ein Zitat der Malerei" These: "Werke müssen sich in Theorie auflösen lassen, sonst sind sie nichts weiter als ästhetischer Firlefanz." berühmt werden wollen = albern Umstände wichtig, Verweise auf eigene Person, Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) der Name, nicht die Kunst zählt Kunst ist nicht messbar, deshalb Klammern an Kuratoren Musensohn = Dichter "An den Haaren herbeigezogene Kunst ist noch schlimmer als Kitsch"
Tehching Hsieh, Stempeluhr
Tehching Hsieh, Stempeluhr
Kurs Standby Dozent fängt Kurs pünktlich mit 2 Studenten an Angebot Kaufhaus Held: 500 Euro für 1. und 2. Etage, wenn sie dafür Bareinnahmen bei Verni- und Finisage erhalten verhüllt verhüllt-Arbeiten weiter durchdenken für Dritt-Semester-Ausstellung (Anzahl verhüllter Arbeiten, Größe, Präsentation, Hintergrundgedanken) Gedanken zur Idee vlt. gar nicht mehr äußern, oder anderes Projekt zeigen, da verhüllt dadurch zu schnell verpuffen könnte Künstler: ständig abrufbares Wesen? notiert viele kleine Lautsprecher nebeneinander mit jeweils nur einem Ton; Besucher geht vorbei und hört dadurch erst eine Melodie Arbeit "wach ich oder träum ich" für Standby-Ausstellung? Kostenkalkulation machen (Acryl-Scheibe, Spanplatte, rote und blaue Folie, Sprühkleber, Motor) "Visitenkarte" einer Kommilitonin Kommilitone überreicht: "Friedrich Fröhlich, Geldeintreiber" Kommilitone Kommilitone: "Aber warum […]" Antwort Dozent: "Warum… warum… warum machen wir Kunst!?" ständiger Realitätsabgleich wichtig (zw. Künstler, der sich schon lange mit seiner Arbeit beschäftigt und zw. Betrachter, der die Arbeit vlt. zum ersten Mal sieht) Ergebnis Doodle Raumabstimmung: 9 für Halle 14 und 7 für Kaufhaus Held Kurs TALK ABOUT MARKING TIME mit Dan Belasco Rogers "Von Tehching Hsieh bis Sophie Calle. Zeitgenössische Künstler über das Feiern von Alltäglichem und das Verstreichen der Zeit." Kunstgeschichte Langzeitsperformances Sophie Calle Tehching Hsieh One Year Performance 1987-1979: eingesperrt in einem Käfig, nicht sprechen, nicht reden, mit Besuchertagen Tehching Hsieh, Stempeluhr stempeluhr.jpg One Year Performance 1980-1981: ein Jahr lang jede Stunde Stempeluhr bedienen und Foto davon machen One Year Performance 1981-1982: ein Jahr im Freien verbringen, keinen Raum betreten notiert Urkunden-Tüte einmal fertigmachen: Tüte, Bilderrahmen, Passepartout, noch auszufüllende Urkunde, Stift, Nagel, Hammer (vlt. beim Jubiläumsjahr an der HGB vorstellen) Tehching Hsieh 13-Jahre-Vorhaben: Kunst machen, aber nicht zeigen Langzeitprojekte: zwischendurch Interessierte über aktuellen Stand informieren (da englischsprachiger Vortrag nicht viel mitgeschrieben) 15 x selbstkasteit
Stifterfiguren Ekkhard II. und Uta
Stifterfiguren Ekkhard II. und Uta
Festzug Zweitausend Jahre Deutsche Kultur, 1937
Festzug "Zweitausend Jahre Deutsche Kultur", 1937
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Naumburger Meister europäisches Mittelalter als Person unbekannt vermutlich in Frankreich ausgebildet benannt nach Hauptwirkungsstätte Naumburg vlt. auch eine Gruppe, nicht nur Einzelperson Nachwelt konstruiert aus Werk einen Künstler heutiges Künstlerbild wird auf damalige Person projiziert notiert www.ein-künstler.de noch frei? Grundriss des Westchores des Naumburger Doms notiert Auf Website nur ein Abbild einer Box, in der ich ausgewählte Arbeiten vorstelle (für 10 Euro, Fotokopien, nummeriert), statt Website? Stifterfiguren Ekkhard II. und Uta uta.jpg 12 Stifterfiguren erst nach Tod der Stifterfiguren erschaffen (kein Abbild der realen Person) ausgeprägte Gestik und Mimik erkennbar früher farblich alle Frauenfiguren ohne Erwähnung des Namens organische Verbindung zwischen Figuren und Gebäude Vorstellung der Figuren Uta-Kult notiert an "Der beste Künstler der Welt" erinnert sich Dozent bei Erwähnung meines Namens (Signatur-Link); Erkenntnis: Signatur für Arbeiten nutzen, keine Website? Popularisierung der Uta Utatreff: deutschlandweit treffen sich Frauen mit dem Vornamen Uta im Dom Bedeutung im Dritten Reich Festzug "Zweitausend Jahre Deutsche Kultur", 1937 1937.jpg 1937 Uta gegenüber der "Entarteten Kunst" als "Deutsche Kunst" gezeigt, am "Tag der Deutschen Kunst" DDR: Sinnbild für neue Frauenrolle im sozialistischem System (Gleichberechtigung der Frau) Walt Disney nach 1935 Deutschlandaufenthalt: böse Königin bei "Schneewitchen" als Vorbild Uta genommen Namensboom in den 30ern und 40ern Umberto Eco (italienischer Schriftsteller): "Wenn Sie mich fragen, mit welcher Frau in der Geschichte der Kunst ich essen gehen und einen Abend verbringen würde, wäre da zuerst Uta von Naumburg" Wolfgang Ulrich: "Uta von Naumburg: Eine deutsche Ikone" Warum Uta? Verbindung mit Mona Lisa? Nüchtern gesehen: übersteigerter Kunstbegriff, überzogene Erwartungshaltung
Chorumgang, Kathedrale von Saint-Denis
Chorumgang, Kathedrale von Saint-Denis
Gelmeroda IX, Lyonel Feininger, 1926, © VG Bild-Kunst
"Gelmeroda IX", Lyonel Feininger, 1926, © VG Bild-Kunst
Kurs Von der Eingabe zur Ausgabe Raw-Converter: Raw-Dateien kompatibel mit alten Bildbearbeitungsprogrammen machen .xmp-Datei: festgehalten, was in einer Original-Datei verwendert wurde PS > Zusatzmodule > Camera Raw Adobe Bridge: synchronisirtes Farbmanagment Alt+Apfel+Umschalttaste "Gerade-Ausrichten-Werkzeug" "Bereichsreperatur" (Staubkörner entfernen) In Graustufen konvertieren, mit Farbfiltern nachträglich aufbereiten (wie Rotfilter) Objektivkorrektur aktivieren: wenn Linien durch Objektiv krumm Objektivvignettierung: zum Rand hin dunkler werden wird berichtigt Adobe Photoshop Lightroom bei Farbstich neutrales Bild erhalten: (1) Hintergrund-Ebene kopieren, (2) Filter > Weichzeichnungsfilter > "Durchschnitt berechnen", (3) Bild > Korrekturen > Umkehren, (4) Ebene "Ineinanderkopieren" Aufhellen: Hintergrund kopieren, "Negativ multiplizieren" nur bestimmten Bereich aus Filter "ausklammern": (1) Ebenenmaske hinzufügen, (2) Schwarz als Farbe wählen, (3) Pinsel auswählen alt-Taste auf Ebenenmaske: nur ausgelassener Bereich für Korrekturen wird angezeigt Kopierstempel: ganze Objekte entfernen (wie Straßenlampe vor Himmel) Ausbessern-Werkzeug: Struktur bleibt bestehen, nur Helligkeit wird verändert Reperaturpinsel-Werkzeug Bild > Korrektur > Tiefen/Lichter (Tiefen und Höhen verändern) Ebene bearbeiten, ohne Ebene zu verändern: Ebene > Smart-Objekte > "In Smart-Objekt konvertieren" "Tonwertkorrektur" (R, G, B einzeln ändern), Histogramm Quellbilder möglichst übereinanderlegen (automatisiert): Skripte > Ebenen laden auch gut für: nur den "schärfsten" Pixel aus allen Bildern herausnehmen, um ein gesamtscharfes Bild herzustellen (wenn mit Tiefenschärfe gearbeitet wurde, was eigentlich immer der Fall ist) Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Abt Suger von Saint-Denis (1081-1151, französischer Kirchenfürst und Staatsmann) "Ausgewählte Schriften", Abt Suger von Saint-Denis: "Die Errichtung von Bauwerken" Chorumgang, Kathedrale von Saint-Denis abteikirche.jpg bedeutendstes Werk: Kathedrale von Saint-Denis Mittelalter: Kunst = Auftragskunst keine Trennung zwischen Staat und Kirche Kleriker (Angehörige des geistlichen Standes) führten bei Ambitionen auch politische Rollen aus Kirchenraum nach Geschlechtern getrennt (Frauen hinten, Männer vorne) Geltungsbewusstsein von Abt Suger: damals selten, kritisiert und abgemahnt (nur deshalb können wir heute aber darüber lesen) Edelstein/Gold in Abteikirche gilt als Selbstzweck (Ablenkung vom Glauben befürchtet) Kathedrale = Abbild des Himmels Himmelreich als Himmelsstadt / Himmelsburg vorgestellt Kirchenmusik: zu viel Theatralik lenkt vom Religiösem Auftrag ab Glasbilder "Gelmeroda IX", Lyonel Feininger, 1926, © VG Bild-Kunst feininger.jpg Ursprung mit göttlicher Architektur: Feininger "Gelmeroda IX, 1926" (heute Lichtskulptur an der Feininger-Kirche Gelmeroda), Monet Claude Monet "Kathedrale von Rouen" Naumburger Meister: keine Vita, kein Abbild = "verhüllt", nur durch Werke bekannt
Pygmalion & Galatee, Étienne Maurice Falconet, 1763
Pygmalion & Galatee, Étienne Maurice Falconet, 1763
Kurs Von der Eingabe zur Ausgabe analoge Bilder digitalisieren (mitgebrachte Negative, Autogrammkarte, Ausleihquittung) "rechts unten den Computer einschalten" mit Server verbinden: "afp://wserv.hgb-leipzig.de" (auf 1 GByte begrenzt) ~ = alt+n SF Launcher Epson Perfection V750 Pro: bis zu 4.000dpi, Durchblickeinheit, Kleinbild-, Rollfilm-, Planfilm-Maske Weißpunkt-Kalibrierung oben (frei lassen bei Negativen) Nikon Super Colorscan 9000: 4.000dpi Casio: Slow-Motion-Kameras (mehrere tausend Bilder pro Sekunde) Hasselblad flextight X1 und x5: virtuelle Trommelscanner Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Ovid: Metamorphosen, Buch X, Vers 238 – 297 (über Pygmalion) Publius Ovidius Naso, kurz Ovid, röm. Dichter "[durch] der Göttin Zorn […] zu kalten Steinen geworden" "[…] und gibt ihr Küsse. Sie schien zu erwarmen." "Es pochen vom Finger betastet die Adern" "und sie errötete" Pygmalion & Galatee, Étienne Maurice Falconet, 1763 falconet.jpg franz. Bildhauer Verbannung = Fiktion? notiert Geschichte/Wahrheit umschreiben: nutzen Metamorphose (griechisch metamórphosis) = Umgestaltung Caesar erhielt eigenes Sternenbild notiert nutzen Hybris (griechisch húbris) = Übermut, Anmaßung Die Hybris der Künstler in der Renaissance "too good to be true" hyperrealistische Kunst heute u.a. Ron Mueck (australischer Bildhauer) "so verbarg sein Können die Kunst" - zentraler Satz (Bsp.: Wachsfigurenkabinett) Kleidung = Element der Erweckung der steinernen Figuren Pygmalion-Komplex Mythos d. Pygmalion / Darstellung in der Kunst Attribute, die immer wieder auftauchen: (1) Künstler, der das Werk zum Leben erweckt (2) Frauen im Übergang von Statur zum Leben Francoise Lemoyne, Pygmalion, 1729 Léon Gérôme (französischer Historienmaler und Bildhauer), Pygmalion Jean-Baptiste Regnault (französischer Maler des Klassizismus), Pygmalion mit Opferszene Edward Burne-Jones (britischer Maler), Abfolge der Geschichte in 4 Bildern, Titel in Gedichtsform "Pygmalion-Brille" Pinocchio (eine zum Leben erweckte Figur) Walt Disney: immer sexuell entschärfte Geschichten "Pygmalion Stories und Art" Vertico-Effekt, nach Hitchcock "Vertigo", auch Dolly-Zoom genannt virtuelle Realitäten
Skizze zum 5. Bild der Oper Sieg über die Sonne, 1913
Skizze zum 5. Bild der Oper "Sieg über die Sonne", 1913
Fahrrad-Rad, Marcel Duchamp
"Fahrrad-Rad", Marcel Duchamp
Intonarumori, Luigi Russolo, 1914
"Intonarumori", Luigi Russolo, 1914
Szenenbild
Szenenbild
Totem und Tabu (Einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker), Sigmund Freud, 1913
"Totem und Tabu" ("Einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker"), Sigmund Freud, 1913
Kunstgeschichte Kurs Zufall – Beifall – Abfall Thema: "Frühling" / Erwachen des Frühlings Kunstskandal (Dissonanzen / schneidend-scharfe Einwürfe): Balett "Die Frühlingsweihe", komponiert von Igor Strawinski und uraufgeführt 1913 Skizze zum 5. Bild der Oper "Sieg über die Sonne", 1913 malewitsch.jpg Entwurf zu einer futuristischen Oper, aufgeführt in Sankt Petersburg / alte Dekoration und harmonische Musik zerstört Schule des Suprematismus: entstand in Russland, beeinflusst vom Futurismus nur noch geometrische Formen und flächige Farben, alles andere (Naturalistische, Romantische, …) verpönt New York, 1913: "International Exhibition of Modern Art" Skandalbild: "Akt, eine Treppe herabsteigend Nr. 2", Marcel Duchamp Marcel Duchamp (mit Mathematiker befreundet, Auseinandersetzung mit Raum-Zeit-Verhältnis) "Fahrrad-Rad", Marcel Duchamp Marcel Duchamp fahrradrad.jpg erstes Readymade Ready-made und kinetisches Kunstobjekt von Marcel Duchamp Marcel Duchamp (Schatten wichtig, Verweis auf Höhlengleichnis von gr. Philosophen Platon) Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch Kasimir Malewitsch vom ital. Futurismus (wie viele andere auch) beeinflusst) "1913: Der Sommer des Jahrhunderts" von Florian Illies, 2012, Beschäftigung mit den kulturellen Ereignissen von 1913 "Intonarumori", Luigi Russolo, 1914 russolo.jpg "Die Kunst der Geräusche", futuristische Maler Luigi Russolo "Dich, du traditionalistischer Leser … möchte ich dazu bewegen, die Geräusche zu verstehen und zu bewundern, so wie sie uns von der Natur und vom Leben gegeben sind." (Manifest, 1913) "Erster Deutscher Herbstsalon", Berlin, 1913 u.a. mit Werken von Franz Marc ("Tierschicksale") , Paul Klee ("Garten der Leidenschaft") , Ernst Ludwig Kirchner ("Leipziger Straße"), Otto Dix ("Sonnenaufgang") Edward Munch Edvard Munch: "Arbeiter am Heimweg", 1915 Szenenbild pompeji.jpg "Die letzten Tage von Pompeji", italienischer Historienfilm, 1913 Hitler als Künstler, Gemälde des Diktators Else Lasker-Schüler: Dichterin, Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus in der Literatur Franz Kafka: "Das Urteil", veröffentlicht 1912 "Totem und Tabu" ("Einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker"), Sigmund Freud Sigmund Freud, 1913 sigmundfreud.jpg Sigmund Freud Sigmund Freud: "Lieferant für Kunstproduktion" Polowetzer Tänze, vier Tänze aus der Oper "Fürst Igor" von Alexander Borodin "Der sterbende Schwan", ausdrucksvolles Tanz-Solo Igor Fjodorowitsch Strawinski: Komponist und Vertreter der "Neuen Musik" Kurs Positionen Vorstellung Arbeiten von Fabian Bechtle, Lehrbeauftragter Medienkunst Klasse "Installation und Raum", unter Joachim Blank "Alpi", Armin Linke Film "Stunt" in Halle-Neustadt (Eintreten einer Tür), weitere Videoarbeiten vorgestellt Milica Tomic ist es wichtig, dass Künstler "politische Arbeiten machen, weils sonst kein anderer tut"
Zeuxis und Parrhasius, 1675, Radierung, Johann J. von Sandrart
"Zeuxis und Parrhasius", 1675, Radierung, Johann J. von Sandrart
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte "Zeuxis und Parrhasius", 1675, Radierung, Johann J. von Sandrart sandrart2.jpg Täuschung von Tieren / Greifvogelsilhouetten / Warnvögel (soll laut Studien nicht funktionieren) Mimesisbegriff (griech.) nachahmende Darstellung der Natur im Bereich der Kunst Weiterwirkung des Zeuxis zur Mimesis: (1) Tizian, in Darstellung vom Lamm auf dem Arm von Johannes dem Täufer bringt er echtes Schaf zum blöken (2) Raffael, Darstellung von Papst Leo X wird von einem Kardinal Tine und Feder gereicht (3) Millais, auf dem Bild Frühlungsblumen lassen sich Bienen nieder Kurs Vortrag Bjørn Melhus: "Sprache und rhetorische Strategien in Massenmedien" Vortragsreihe "Kunst und Massenmedien" als DVD in Bibliothek ausleihbar, Klasse Selichar eine Aussage: "Die Kunst braucht die Medien - die Medien aber brauchen keine Kunst" Popsong "In Beautiful, Sunny Guantánamo Bay, Cuba" läuft im Hintergrund
Erfindung der Zeichenkunst (1683)
Erfindung der Zeichenkunst (1683)
(4) Joseph-Benoît Suvée Invention of the Art of Drawing, 1791
(4) Joseph-Benoît Suvée "Invention of the Art of Drawing", 1791
Kurs DTP mehr als 30 Minuten zu spät Transparenzen Druckermasken: Schnittmarken, Passermarken, Farbkontrollstreifen, Seiteninformation Grafiken > Datei senden: Auflösung reduzieren (Auflösung vom Drucker wird genommen) Hardwarekalibrierung bei Fotografie empfehlenswert Datei > Verpacken (InDesign Daten an Druckerei senden) PDF exportieren alt+n = Tilde (Welle) drucksichere PDFs erstellen: PostScript erstellen, danach durch den Distiller Drucker: "PostScript-Datei", PPD: "geräteunabhängig" Scribus Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Joachim von Sandrart geboren 1606 in Frankfurt, gestorben 1688 in Nürnberg wichtigster deutscher Kunstschriftsteller neben Dürer und Winckelmann Maler, Autor, Kunstsammler Beteiligung an der Gründung der Kunstakademien Nürnberg und Augsburg Erfindung der Zeichenkunst (1683) sandrart.jpg "Teutsche Academie der Edlen Bau-, Bild- und Mahlerey-Künste" Inhalte: (1) allgemeine Abhandlungen zur Antiken Architektur und Skulptur, Theorie und Vorbildern der Malerei, (2) Viten antiker und moderner Künstler verschiedener Länder, (3) Berichte über Künstler, Kunstwerke und Sammlungen erste enzylopädische Kunstgeschichte in dt. Sprache Vorbild Antike, Sehnsucht nach blühender Kunstproduktion "Eine netzbasierte Forschungsplattform zur Kunst- und Kulturgeschichte des 17. Jahrhunderts" kommentierte, angereicherte Online-Edition der "Teutschen Academie" Bildvergleiche (1) Bartolomé Esteban Murillo: "Die Erfindung der Malkunst", ca. 1670, Inschrift (frei übersetzt): "Vom Schatten rührt die Schönheit her, die Du in dem berühmten Gemälde bewunderst" (2) David Allan, "Origin of Painting", 1775 (3) Jean-Baptiste Regnault "L'origine de la peinture", 1786 (4) Joseph-Benoît Suvée "Invention of the Art of Drawing", 1791 invention.jpg (5) Karl Friedrich Schinkel "Erfindung der Malerei", 1830 Paul Chan, geboren 1973 in Hongkong Künstler lässt sich nicht fotografieren "1st Light" Gründe, warum das Motiv über Jahrhunderte hinweg immer wieder auftaucht: (1) Faszination am Ursprung, (2) Ursprung der eigenen Technik, (3) Studien an Licht/Räumlichkeit Scherenschnitt
täuschend echte Trauben sowie ein Vorhang
täuschend echte Trauben sowie ein Vorhang
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Vorbereitung Kurzvortrag Gründungsmythen der Kunst in der Antike - Malerei als Augentäuschung Aufgabe: "Plinius über Zeuxis - um was geht es an dieser Stelle der Naturkunde / Vorstellung des Plinius Textausschnitts und des Textes 'Zeuxis (I)' (Ulrike Koch-Brinkmann, Künstlerlexikon der Antike 1, 2001, S. 534-535)" Apollodoros: tätig im 5. Jahrhundert v. Chr., griechischer Bildhauer, soll eine Reihe von Philosophenstatuen geschaffen haben Apollodor von Athen: Maler in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr kolorierte Zeichnungen, Verbesserungen in der Perspektive und der Schattenwirkung zugeschrieben Begründer der eigentlichen Malerei (Scheinmalerei): wird auch "Der Schattenmaler" genannt Schüler Zeuxis vervollkommnete die Schattenmalerei Zeuxis von Herakleia: Maler des antiken Griechenlands, lebte gegen Ende des 5. / ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. Vertreter der alten Vierfarbenmalerei, besonderes Augenmerk auf Illusionen auffallend u.a. durch harmonische Wirkung von Licht und Schatten kein Werk von ihm erhalten, Vorliebe für die Darstellung menschlich-tierischer Mischwesen täuschend echte Trauben sowie ein Vorhang vorhang.jpg Plinius: Zeuxis soll Trauben auf einem Wandbild täuschend echt gemalt haben - von Vögeln angepickt; Konkurrent Parrhasios malte daraufhin einen Schleier über verschiedene gemalte Gegenstände so naturalistisch, dass Zeuxis den Schleier beiseite schieben wollte, um die Malerei darunter besser betrachten zu können Zeuxis malte später Knaben mit Trauben, wohin reale Vögel flogen: "Die Trauben habe ich besser gemalt als den Knaben, denn hätte ich auch mit ihm Vollkommenes geschaffen, hätten sich die Vögel fürchten müssen" Schüler von Apollodor von Athen, Schüler von Demophilos aus Himera (griechischer Maler) oder Neseas aus Thasos Plinius: "Zeuxis habe diesen die Kunst entwendet und trage sie nun bei sich", große Reichtümer erworben soll seine Werke verschenkt haben (Begründung: kein Geld der Welt würde den Wert der Arbeiten wiederspiegeln) schuf eine Penelope (Frau des Odysseus und die Mutter des Telemachos), "in der er ihr Wesen gemalt zu haben scheint" Zeitgenosse und Nebenbuhler: Thimanthes, Androkydes, Eupompos und Parrhasios Parrhasios: in Ephesos geboren, erste, der Symmetrie in die Gemälde brachte Künstlerlexikon zu "Zeuxis (I)": aus Herakleia, griech. Maler und Tonbildner, zw. 430v Chr. und 390 v. Chr. u.a. für Athen und Olympia tätig, Herkunftsort vermutl. Herakleia in Unteritalien
Diana und Actaeon von Giuseppe
Diana und Actaeon von Giuseppe
Leda und der Schwarm, Kopie des verlorenen Gemäldes von Michelangelo
Leda und der Schwarm, Kopie des verlorenen Gemäldes von Michelangelo
Die Schaukel, Jean-Honoré Fragonard, 1767
"Die Schaukel", Jean-Honoré Fragonard, 1767
Bad Boy, Eric Fischl
"Bad Boy", Eric Fischl
Kunstgeschichte Kurs Zufall – Beifall – Abfall ein paar Minuten zu spät Kunst und Pornografie - Geschichte "In der Liebe ist der Realismus genauso wenig wert wie in der Kunst. Auf der erotischen Ebene wird die Nachahmung der Natur zur Nachahmung des Tieres." (Joséphin Péladan) Musik im Hintergrund aus "Tristan und Isolde" von Wagner Arthur Schopenhauer: was ich wahrnehme ist mein Körper / mein Leib; mein Leib = die Vorstellung Futuristen lehnten Schopenhauer ab (Maschine wird verehrt) Georges Bataille: "Die Erotik" (1994, deutsche Ausgabe): "Die Erotik zeigt die Kehrseite einer Fassade, deren einwandfreies Äußeres nie in Abrede gestellt wird: Auf der Kehrseite enthüllen sich Gefühle, Körperteile und Gewohnheiten, derer wir uns gewöhnlich schämen" Diana und Actaeon von Giuseppe actaeon.jpg Actaeon überrascht die keusche Diana beim Baden; ihm wachsen Hörner und wird dadurch vom Jäger zum Opfer (wird von seinen Jagdhunden zerissen) Definition Kunst und Pornografie Rechtslage Pornografie, Weltkarte Höhle von Lascaux (Frankreich): Strichmännchen mit erigiertem Glied Venus von Willendorf: Venusfigurine aus der jüngeren Altsteinzeit Phallische Symbole bei Google Bilder Zepter (Zeugungsfähigkeit) und Reichsapfel (Metaphorik der Fruchtbarkeit, Hoden) griechische Vasen mit Sexualpraktiken Leda und der Schwarm, Kopie des verlorenen Gemäldes von Michelangelo leda.jpg Sex mit Tieren Münzen mit pornografischen Motiven (als Chips für Bordelle, Spekulation) florentiner Maler Sandro Botticelli: "Die Geburt der Venus" 1485 Leonardo da Vinci: anatomische Darstellung von einem Geschlechtsakt Schoßhündchen im Rokoko: auch zu sexuellen Zwecken dressiert "Die Schaukel", Jean-Honoré Fragonard, 1767 schaukel.jpg Sinnbild des Rokoko "Der Ursprung der Welt Der Ursprung der Welt", Gustave Courbet, 1866 Otto Muehl: österreichischer Aktionskünstler und Vertreter des Wiener Aktionismus Jef Koons Jeff Koons: "Made in Heaven" "Bad Boy", Eric Fischl badboy.jpg Filme: "Die Sünderin" (1951) , "Das Schweigen" (1976) , "Im Reich der Sinne" (1976) , "9 Songs" (2004) Kurs Positionen Ruprecht von Kaufmann, Zeichnung und Anatomie "Warum figürliche Malerei? Warum mit Anatomie auseinandersetzen?" Grundverständnis des eigenen Körpers, komplexes System verstehen lernen wie kann Bewegung im Bild dargestellt werden notiert Kurzvideo: "Ich kann fliegen!" (Absturz nicht filmen / nur den anscheinend vorhandenen Erfolg) 13 x selbstkasteit
La grande fleur qui marche, 1952, Den Haag
La grande fleur qui marche, 1952, Den Haag
Michail Larionow, Rayonismus Rot und Blau (Strand), 1911
Michail Larionow, Rayonismus Rot und Blau (Strand), 1911
g, Jack Strange, 2008
g, Jack Strange, 2008
Kurs Standby 2 Minuten zu spät verhüllt kurze Diskussion über die verhüllte Gedenktafel Austausch über den Drang vom Künstler sich zu präsentieren / sich zurückzuziehen "verhüllt" als Marke: eigentliche Idee wird mißbraucht Künstler in der KSK : 60.767, jeder will sich zu einem für ihn bedeutenden Thema äußern Tino Sehgal : "Die Kunst von Tino Sehgal nimmt allein in dem Moment Moment Gestalt an, in dem der Zuschauer ihr begegnet."; keine filmische oder fotografische Dokumentation gewollt; keine Katalogtexte Kunstgeschichte Kurs Bibliothek "Kunst als Konzept" Prinzip des Kubismus: Aufsplitterung der Formen neben Picasso Pablo Picasso und Braque: Robert Delaunay (Zerlegung des Lichteindrucks) František Kupka: vertikal und horizontale Formen, überlappend, ineinander übergehend La grande fleur qui marche, 1952, Den Haag leger.jpg Fernand Léger: fasziniert von Dynamik des modernen Lebens Stadtlandschaften und Figurendarstellungen; Kegelabschnitte, Zylinder, Rohrstücke Juan Gris: Hauptvertreter des "synthetischen Kubismus": systhematische Geometrisierung der Bildfläche (ohne Raumillusion) italienische Futuristen: basiert auf Simultanansichtigkeit, fasziniert vom städtischen Leben, Maschinen, von Dynamik und Geschwindigkeit futuristische Manifest Michail Larionow, Rayonismus Rot und Blau (Strand), 1911 rayonismus.jpg Rayonismus: Stilrichtung der Malerei der Russischen Avantgarde: eine weitere Loslösung vom Gegenstand Kombination der Farben und die Konzentration und Beziehung der farbigen Massen zueinander von Interesse notiert räumliche kleine Quadrate (mit 3d-Effekt, einmal nach innen und einmal nach außen) zufällig nebeneinander/übereinander anordnen: wie schaut der Raum aus? notiert jede Bildinformation (Pixel) eines Bildes lesen und nacheinander in nur einem Pixel darstellen (Animation) Kurs Standby Ausstellung des zweiten Studienjahres/Medienkunst "Krise" Vorstellung der Arbeiten durch den jeweiligen Studenten u.a. zur Frage des Hintergrundes / Bedeutung: "Das ist jetzt zu persönlich"; Format bei anderer Arbeit: beruht lediglich darauf, dass links und rechts Motive nicht gezeigt werden sollten; andere Begründung für Arbeit: "Ich fands halt geil" viele (alle?) Arbeiten eigentlich nur verständlich, wenn der Student Erklärung abgibt und Verbindung zum Thema "Krise" stellt (nicht schlimm, aber Informationsbroschüre wäre für den Unwissenden angebracht gewesen) Kurs DIRECT ACTION 2013 g, Jack Strange, 2008 jackstrange.jpg "I'm too sad to tell you", Bas Jan Ader, 1971 notiert Website, wo sich der Besucher selber Fragen stellen kann, die er dann Jahre später per E-Mail zugeschickt bekommt (um sie dann zu beantworten)
Giorgio Vasari, Selbstportrait
Giorgio Vasari, Selbstportrait
Detail: Der Lydier Gyges
Detail: Der Lydier Gyges
Kurs DTP Textverkettung Mustervorlage erstellen cmd + shift + auf Textfeld drücken: Textfeld aus Mustervorlage wird aktiviert (bei langen Texten werden alle Seiten automatisch angelegt) Seitennummer: Schrift > Sonderzeichen einfügen > Marken > Aktuelle Seitenzahl letzte Seitenzahl: Schrift > Textvariablen > Variable einfügen > letzte Seitenzahl Anfang des Zählens: Datei > Dokument einrichten > Startseitennummer Bild in Textfluss eingefügt: verändert seine Position mit jeder Textänderung Bild am Bund (Mitte des Dokumentes) ausrichten: Objekt > Verankertes Objekt > Optionen > Ausrichtung: Am Bund Bild am Text verankern Fenster > Formate > Objektformate > Neu (dabei die Beispiel-Grafik markieren) Rechtschreibprüfung Bibliothek in InDesign: Datei > Neu > Bibliothek (Objekt markieren und "Neues Bibliotheksbjekt") Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Vortrag 1: Wer war Plinius, um was geht es in seiner Naturkunde / Vorstellung des Textausschnitts (S. 21 / 23 und S. 109) notiert Belangloses über meine Person in Buchform bringen und in ganz viele Bibliotheken stellen (Wahrscheinlichkeit vom Überleben des Unwichtigen steigt) notiert Wer nach meinem Namen sucht: mehrere Websites von unterschiedlichen Personen, die alle meinen Namen tragen (www.vorname-nachname.de: private Website eines Angestellten; vornamenachnahme.com: berühmter Künstler; vornamenachname.de: Politiker usw.) Vortrag 2: Wer war Vasari, in welchem Kontext entstand das Bild / Vorstellung des Bildes und Bildprogramms / welche Institution steht hinter der Website Giorgio Vasari, Selbstportrait vasari.jpg Giorgio Vasari: Maler, Architekt, Biograph, Historiker Ableger einer Töpferfamilie aus Arezzo Erbauer der Uffizien in Florenz Hofkünstler der Medici als Historiker schuf Vasari den Epochenbegriff - Begründer der Kunstgeschichte 1550: Biographien von Renaissancekünstlern, Künstlergeschichte - starke Idealisierung) Detail: Der Lydier Gyges gyges.jpg Kontext Bildentstehung: Vasari deutet Dibutades Legende um: Gyges zeichnet eigenen Schatten, er wird dadurch zum ersten Künstler erhoben Institution Website : Max-Planck-Gesellschaft: deutsche Forschungseinrichtung; (a) Biologisch-Medizinische Sektion, (b) Chemisch-Physikalische Sektion, (c) Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaftliche Sektion Paragone = Wettstreit der Künste Vortrag 3: Wer war Joachim von Sandrart, in welchem Kontext entstand das Bild / Vorstellung des Bildes und Bildprogramms / welche Institution steht hinter der Website 8 x selbstkasteit
Plinius der Ältere
Plinius der Ältere
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Wer war Plinius? Gaius Plinius Secundus Maior (kurz Plinius der Ältere) Quellentext: Plinius Secundus der Ältere, Gaius, "Naturkunde [Naturalis Historia]", Buch XXXV, Farben, Malerei, Plastik, Hg. und Übersetzer Roderich König, München 1977 * 23 - 79 n. Chr. Offizier, Staatsmann, Vertrauter römischer Kaiser, Universalgelehrter, Fachschriftsteller Plinius der Ältere plinius.jpg von den älteren Schriften sind nur die 37 Bücher seiner "Naturalis Historia" erhalten Enzyklopädie des naturkundlichen Wissens des Altertums (zwischen Frühgeschichte und Mittelalter) Quelle geistiger Kentnisse antiker Kunst, Geographie, Astronomie, Biologie, Pharmazie und Medizin Buch 35: Farben, Malerei und Plastik (Bücher 33-37: Vorkommen und Gewinnung von Metallen und Steinen) / aber auch: Anwendung in der Kunst u. a. mit folgenden Themen: Allg. über Malerei, vor allem Portrait; Ursprung und Geschichte der Malerei, Pigmente, Geschichte der Pinselmalerei, Tonplastik, Erdarten, Ziegelsteine, Kreide Bänderübersicht: (2) Kosmologie, (3-6) Geographie, (7) Anthropologie, (8-11) Zoologie, (12-19) Botanik, (20-32) Medizin und Pharmakologie, (33-37) Metallurgie, Mineralogie und Kunstgeschichte Portraits: "[…] meiner Ansicht nach gibt es keinen größeren Beweis von Glückseligkeit, als wenn alle stets zu erfahren trachten, wie jemand ausgesehen hat." (S.19) "er [M. Varro] wollte nicht, dass ihre Gestalten verloren gingen und die Vergänglichkeit der Zeit etwas gegen Menschen vermöge" eigene Portraits auf Schildern an heiligen und öffentlichen Stellen auf in Kriegen verwendeten Schildern Portraits von tapferen Kriegern Frage nach Ursprung der Malerei: ungelöst; Ägypter behaupteten, sie hätten die Malerei 6.000 Jahre vor den Griechen gehabt heute bekannt: Menschen der Altsteinzeit künstlerisch tätig (Höhlenmalerei in Spanien, Frankreich und Afrika) einfarbige Malerei (griech. monochromaton) "alle jedoch sagen, man habe den Schatten eines Menschen mit Linien nachgezogen, deshalb sei die erste Malerei so beschaffen gewesen, die nächste habe je nur eine Farbe verwendet […]" (S. 23) Kurs Bibliothek "Kunst als Konzept": Friedrich Friedl
Film »MY NAME IS JANEZ JANSA«, 2012
Film »MY NAME IS JANEZ JANSA«, 2012
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Thema Comics / Maus / Holocaust Walt-Disney »Das Gesicht des Führers«, US-amerikanischer Zeichentrickfilm, 1943 uraufgeführt Comic »Ausschwitz«, Comic »der Boxer«, Comic »MAUS« MAUS: Teilnehmer als Tiere dargestellt bzw. mit einer Tiermaske versehen u.a. Juden = Mäuse, Nazis = Katzen, Franzosen = Frösche Masken: anonymisieren, erzeugen Abstand, Reduktion auf wenige Eigenschaften, schwer zu verurteilen Kurs TALK ABOUT Film »MY NAME IS JANEZ JANSA«, 2012 janezjansa.jpg My name is Janez Jansa - Name as a Readymade Ready-made Janez Jansa = neoliberaler, konservativer bis heute amtierender slowenische Ministerpräsident seit 2007 auch der Name von drei slowenischen Künstlern Entwicklungsstadien und Aspekte der Namensänderung sowie die damit verbundenen Konsequenzen für die öffentlichen und privaten Beziehungen »MY NAME IS JANEZ JANSA«, 2012
»Glückswürfel«, 1965/2002, Timm Ulrichs
»Glückswürfel«, 1965/2002, Timm Ulrichs
Globus
Globus
»Magdalena mit der Öllampe«, 1640, Georges de la Tour
»Magdalena mit der Öllampe«, 1640, Georges de la Tour
Kunstgeschichte Kurs Zufall – Beifall – Abfall 1 Minute zu spät »Glückswürfel«, 1965/2002, Timm Ulrichs b_hgbleipzig-40-m.jpg 6 Holzwürfel mit jeweils nur 1, 2, 3, 4, 5 und 6 Punkten bemalt (für das Spiel Mensch-Ärgere-Dich-Nicht zum Wörtlichnehmen) Renaissance - Wiedergeburt der Antike Gothic - Früh-Renaissance (1420 - 1500) - Hoch-Renaissance (1500 - 1520) - Spät-Renaissance (1520 - 1590) - Barock »Dichter der göttlichen Komödie«: Dante Alighieri (1265–1321), Erneuerer der italienischen Sprache Geschichtsschreiber und -forscher: Francesco Petrarca (1304-1374) Leonardo Bruni studierte alte antike Literatur, übersetzte u.a. Platon Politik und Philosophie: Cola di Rienzo wollte Rom wieder wie in der Antike aufleben lassen Julius II. (Giuliano della Rovere) Mäzen von Leonardo da Vinci »Der Fürst«, 1513, Niccolò Machiavelli (politischer Berater) Martin Luther: Übersetzer der Bibel (»Stiftete eine neue deutsche Hochsprache«), prangerte Korruption an (u.a. den Ablasshandel) Erasmus von Rotterdam: antike Philosophie im Hintergrund Weltuntergangsstimmung durch die Pest Schnabelmasken mit Kräutern gefüllt zur Vorbeugung einer Übertragung Ratten als Überträger Judenverfolgung u.a. in Spanien: Juden hätten die Brunnen vergiftet, in ganz Europa Ausbruch von Pogromen Motiv »Narrenschiff«: Unruhestifter wurden in Schiffe gesetzt damit sie nicht noch mehr Übel anrichten konnten Hieronymus Bosch: »Das Narrenschiff«, um 1500 »Totentanz«-Motiv »Melencolia I«, 1514, Albrecht Dürer: komplexe Ikonographie und Symbolik Wissenschaft in der Renaissance: Nikolaus Kopernikus (Sonne im Mittelpunkt des Sonnensystems) Johannes Gensfleisch (Gutenberg): bewegliche Letter, Buchdruck Globus b_hgbleipzig-41-g.jpg erster Globus in Nürnberg hergestellt, Martin Behaim, 1492 Kartograph Gerhard Mercator: »Mercator-Globus« Christoph Kolumbus: »Entdecker der neuen Welt« Peter Henlein: transportable Uhr, 1510 Projektionen mit Linsen (zum Beispiel Lochkamera) Studium der Perspektive mit Gitter und Schnüren Ökonomie u.a. in Amsterdamm: doppelte Buchführung Papiergeld (zum Eintausch von Gold) weltweite Handelsgesellschaften gegründet eine der ersten Banken mit Zins und Zinseszins gegründet in Amsterdamm Kunst in der Früh-Renaissance: religiöse Motive stehen noch im Vordergrund, Perspektiven deuten sich an Hoch-Renaissance: Einführung von Momentaufnahmen bei Portraits (nicht mehr nur repräsentative Portraits) »Magdalena mit der Öllampe«, 1640, Georges de la Tour b_hgbleipzig-42-g.jpg Spät-Renaissance: Georges de la Tour, Spiel mit Licht und Schatten Architektur in der Renaissance: u.a. Kuppelbauten
»Olympia«, Berlin 1936, Leni Riefenstahl
»Olympia«, Berlin 1936, Leni Riefenstahl
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Leni Riefenstahl: »Olympia« erste Aufführung 1938 »Olympia«, Berlin 1936, Leni Riefenstahl b_hgbleipzig-39-g.jpg erster Teil: Fest der Völker zweiter Teil: Fest der Schönheit »Schöpfungsgeschichte«: Nebel, Strukturen, Formen, Körper, Leben von Statuen zu realen Menschen (Wiedergeburt des Idealen)
»Tropenexpress«
»Tropenexpress«
Kunstgeschichte Kurs video! Geschichte vom Fernseher 24.12.1883 erfunden von Paul Nipkow Manfred von Ardenne: zur Bildröhre umgebaut, 1927 Kineskop von Vladimir Zworykin, 1929 erste deutsche Fernsehübertragun aus der Krolloper, 18. April 1934 (Unterhaltungs-, Informations und Propagandaprogramme) erster Telefunken-Röhrengerät 1934 in Fernsehstuben Fernsehansagerin: Ursula Patschke, ab 1934 Fernsehübertragun von der Olympiade in Berlin, 1936 »Tropenexpress« b_hgbleipzig-38-g.jpg Buntes für die Fernseh-Nation Videojukebox, USA, 1941 (kleine Clips werden synchron zum Ton abgespielt) Ampexmaschine 1956 (erster Videorekorder) »Das Fernsehspiel«, live Kunstform erste Heimvideoanlage: USA 1960 Telstar 1962 (Fernseh-Übertragungs-Satelit, live weltweit) 1967: deutsches Farbfernsehen auf Funkausstellung vorgestellt 70er Jahre: analoge Videorekorder zum Aufzeichnen von Farb-Video Videokonferenzen ab den 1980er Jahre
Kunstgeschichte Kurs Zufall – Beifall – Abfall nächster Montag: 10-Minuten-Vortrag mit Konzeption zur Ausstellung »Erfolg und Scheitern« Tod und Kunst im Dritten Reich erster Fernsehfunk weltweit ausgestrahlt 2 Quellen: (a) Lehre Darwins zur Überlegenheit (arische Herrenrasse) und (b) Hygienegedanke (Entdeckung von bakteriellen Ursachen), »Volkskörper« ist befallen, jüd. Verschwörung, Ausrottung des jüdischen Volkes Film »Fernsehen im Dritten Reich / Deutscher Fernseh-Rundfunk«, ab 1935 »Ewige Schönheit - Film und Todessehnsucht im Dritten Reich«, Deutschland, 2003 (a) »Angst« (Dr. Mabuse), (b) »Die neue Größe«, (c) »Das Dritte Reich« (Soldatenhalle , »Das Wort auf Stein« ), (d) »Der Körper«, (e) »Schönheit der Arbeit«, (f) »Blut und Boden«, (g) »die Volksgemeinschaft«, (h) »Der Tod«, (i) »Der Jude«, Film »Der ewige Jude« , (j) »Der Krieg«, (k) »Das Ende«
»Die Toteninsel«, Fünfte Version, 1886, Arnold Böcklin
»Die Toteninsel«, Fünfte Version, 1886, Arnold Böcklin
Pappel-Serie, Claude Monet, 1891
Pappel-Serie, Claude Monet, 1891
June 19, 1967, On Kawara
June 19, 1967, On Kawara
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte 26 x selbstkasteit Museum der bildenden Künste Leipzig »Die Toteninsel«, Fünfte Version, 1886, Arnold Böcklin b_hgbleipzig-34-g.jpg Fünf Versionen des Bildes Auftragsarbeit wollte er jedoch selber behalten serielle Arbeit: nein, Entfaltung nur als Einzelbild möglich Pappel-Serie, Claude Monet Claude Monet, 1891 b_hgbleipzig-35-g.jpg 20 Bilder zu unterschiedlichen Jahreszeiten eines Ortes Serie, funktioniert aber auch autonom June 19, 1967, On Kawara b_hgbleipzig-36-g.jpg On Kawara, Today Series »blue green black red«, 1989, Ellsworth Kelly Kurs Bibliothek Buch »net.art« weitergelesen Surveillance Camera Players: vor Überwachungskameras werden Theaterstücke aufgeführt Manifest-Auszug: »Wir sind […], die sich vorstellen können, wie langweilig es für die Wachmänner […] sein muss, den ganzen Tag die Videobilder auf ihren Monitoren anzusehen« (im Interview: eigentl. aber für Passanten gedacht) Peter Halley
Vanitasstilleben, 1640/50,
Harmen Steenwijck
Vanitasstilleben, 1640/50, Harmen Steenwijck
Kunstgeschichte Kurs Zufall – Beifall – Abfall Ausstellungs-Thema im 2. Semester: Scheitern und Erfolg Ideen sammeln, Skizzen machen, Definition von Erfolg und Scheitern aufschreiben Thema: Kunst und Tod Pietà: Darstellung Maria mit dem Leichnam Jesus Jesus Christus Jesus Ödipus-Motiv: nach Freud Sigmund Freud Urneurose des Mannes, Mord an Vater Verhältnis zwischen Sexualität und Tod älteste Darstellung des Todes: Chauvet-Höhle, ca. 32.000 v. Fr. (Stier tötet Menschen) Abraham und Isaack: Opferung Isaaks Agnus Dei: Lamm Gottes, Opferlamm Selbstdarstellung Künstler in Gemälden Selbstverherrlichung oder Verarbeitung von Trauma Vanitasstilleben, 1640/50, Harmen Steenwijck b_hgbleipzig-30-g.jpg Stillleben: Lebenslust und Tod (Blumenstrauß, Musikinstrumente, Bücher und Totenschädel) notiert Abguss von eigenem Schädel mittels Magnetresonanztomographen machen lassen und mich mit Totenschädel in Hand fotografieren lassen (Verarbeitung eigener Tod) Thema Totentanz wird in Kunst, Musik, Schauspiel und Romanen verarbeitet Albrecht Dürer: Ritter, Tod und Teufel notiert Unterschrift »Fröhlich« von anderen Personen, die ebenfalls mit »Fröhlich« unterzeichnen, nachahmen / selber verwenden Wiener Aktionismus Tod im Spielfilm mittels Waffe: Tod für Vergnügen beim Zuschauer Künstler Gregor Schneider: Tod in Museum geplant: »Sterberaum« Dokumentation ARTE »Sterben im Museum?«, 2008 Barbara Schimmel: gestaltet Abschiedräume; schuf vor 20 Jahren ihr eigenes Totenkleid und ändert es Thema Wandfarbe: welche Farben sind für einen Abschiedsraum geeignet Gerd Gerhard Loeffler: Sterbekandidat für Gregor Schneider notiert Wie stelle ich mir meinen Sterberaum vor? Wie möchte ich sterben? Beate Lakotta und Walter Schels: Künstlerpaar fotografiert Mensche vor und nach dem Tod Thema Vergänglichkeit: Christian Boltanski, eigener Herzschlag auf Glühbirne übertragen Herzschlag-Archiv: Menschen können ihr Herzschlag archivieren Sue Fox: veröffentlicht ihre Gedankengänge zum Thema Tod Torsten Hattenkerl, Fotografie Internetprojekt »Bild_Bank«: Arbeiten von HGB-Studenten sammeln (veraltet) notiert ICH (durchgestrichen): ersetzt Todesregister? Statt Kreuze das Wort ICH (durchgestrichen) verwenden notiert Buch in Ordner-Form: Betrachter kann Reihenfolge der Seiten verändern / dadurch neuen Kontext erstellen
Bilder von Malewitsch, 1915, Kasimir Malewitsch
Bilder von Malewitsch, 1915, Kasimir Malewitsch
»Sprung ins Leere«, 1960, Yves Klein
»Sprung ins Leere«, 1960, Yves Klein
»White Painting«, 1951, Robert Rauschenberg
»White Painting«, 1951, Robert Rauschenberg
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte 11 x selbstkasteit »Das Schwarze Quadrat«, 1915, Kasimir Malewitsch Kasimir Malewitsch: wie wirkt es auf uns? statisch, minimalistisch, kontrastreich Variationen: »Rotes Quadrat« (1915), »Weißes Quadrat auf weißem Grund« (1919) Suprematismus: Stilrichtung der Moderne der bildenden Kunst, mit Verwandtschaft zum Futurismus und Konstruktivismus. Behauptung: »Alle Farben sind darin enthalten«, Quadrat = perfekte Form Bilder von Malewitsch Kasimir Malewitsch, 1915, Kasimir Malewitsch Kasimir Malewitsch b_hgbleipzig-31-g.jpg Kombination von Kreisen, Quadraten und Kreuzen entstehen Frage: Original oder Intention Intention bei Nachbauten wichtig? Sind digitale schwarze Quadrate gleichwertig? Hinweis vom Lehrer: Nicht fragen »Ist das Konzeptkunst Konzeptkunst?« sondern »Was passiert, wenn wir uns das Bild als Beispiel der Konzeptkunst Konzeptkunst ansehen?« (langwierige Diskussion über Zuordnung von Kunstwerken zu Stilrichtungen entfällt) Ikonenmalerei: Vermittler zwischen Mensch und göttlicher Instanz Frage zum schwarzen Quadrat: »Was für eine Botschaft steckt dahinter?« »vera ikon« (von lat. vera, wahr und griech. ikóna Bild) = »wahres Bild« passend: Schweißtuch der Veronika notiert da in TFT-Monitor nach einigen Wochen mein Portrait nicht einbrannte: Plasmabildschirm oder einen Röhrenmonitor kaufen und noch einmal ausprobieren (Plasmabildschirm wäre zeitgemäßer) Was für eine Bedeutung hat ein Manifest? Selbstdarstellung, was erreicht werden soll, Mittel und Wege dahin, idealistischer Zustand wird gefordert, Utopie notiert vom Quadrat zum Kreis: jeweils eine Kante mehr einpflegen; Ergebnisse so präsentieren, dass keine Animation draus entstehen kann (es geht um die Verfeinerung, wie bei dem Thema »Zeit«) »Sprung ins Leere«, 1960, Yves Klein b_hgbleipzig-32-g.jpg monochrome Bilder, Ultramarinblau, 1960 patentiert unter »International Klein Blue (I.K.B.)« Frage: »sind die Ultramarinblau-Bilder gegenständlich oder werden sie erst durch die Fantasie des Betrachters gegenständlich?« Yves Klein: »AIR ARCHITECTURE« Spiel mit farbigen Quadraten: Josef Albers »es gibt keine Wahrheit, nur Warheiten« »White Painting Robert Rauschenberg«, 1951, Robert Rauschenberg Robert Rauschenberg b_hgbleipzig-33-g.jpg
Kunstgeschichte Kurs Zufall – Beifall – Abfall Thema Erfolg: »Nichts als die Wahrheit. 30 Jahre Die Toten Hosen«, 2012, ARD Zwang Zwang zur ständigen Steigerung / Verbesserung Kunst wird zur Ware Systeme: Scheitern am Erfolg Aushölung, Sattheit, Zerfallen Gärten (und Zäune) nach Außen schützen Urbild von Kultur / Zivilisation Landbau kultivieren, Land fruchtbar machen Einzäunen: Kultivierung eigener Person, Triebe bändigen, Selbsterziehung (Freud Sigmund Freud) Gärten: Strebergarten, Paradiesgarten, Vorgarten, Garten der Philosophie, Lustgarten, … rechtlicher Schutz: »Gartenfrieden« christliches Modell: Paradies, innen / außen Spiel GO; strategisches Brettspiel für zwei Spieler; Umzingelungsspiel Historische Gärten: (1) Adam und Eva im Paradies, (2) Hängende Gärten, (3) arabisches Paradies (irdische Ausmaße) mittelalterlicher Garten (Klostergarten / Heilgarten / Natur = Heilung von Krankheit) Gärten von Versailles: Höhepunkt der französischen Gartenarchitektur Unterwerfung der Natur unter geometrische Gesetzmäßigkeiten (u.a. Beschneidung von Hecken und Bäumen) Natur muss sich dem Herrscher untergeben englische Gärten: Natur inszeniert, liebliche Landschaft, gefällig fürs Auge Stadtgärten im 19. Jahrhundert angelegt Moderne Gärten: Strebergarten, Gärten am Fließband Arbeitskräfte bei Gesundheit halten Nutzgarten / Erholungs- und Freizeitgarten in der DDR auch für Ernährung wichtig »sanfte Gewalt«: die Natur holt sich über kurz oder lang das von Menschen besiedelte Land zurück Eden-Projekt, abgeschirmter Bereich in Cornwall Garten = Wiederspruch zur Natur kafkaeskes Erlebnis: Gondwanaland im Leipziger Zoo notiert »NICHT ESSEN!«-Schild an einem Apfelbaum: menschliche Neugier / Gott Jesus herausfordern; Adam und Eva: Befreiung, emanzipatorischer Prozess Am Anfang: Das Chaos, griechische Sicht, Schöpfungsmythos Kurs Positionen Thomas Müller, Grafiker und Illustrator
»Schlummernde Venus«, um 1508/10, Giorgione
»Schlummernde Venus«, um 1508/10, Giorgione
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte »Narration«: häufig verwendetes Wort an der HGB Darstellung von nackten Frauen in der Kunst Auswahl von männlichen Künstlern »Venus von Urbino«, Tizian, 1538 Venus: römische Göttin der Liebe in italienischer Hochrenaissance entstanden Maler die Wert auf Farbigkeit legen »Schlummernde Venus«, um 1508/10, Giorgione b_hgbleipzig-25-m.jpg Tizian war Schüler von Giorgione Regeln der Komposition durchbrochen Hand, Truhe, Ring: Symbole für die Ehe? Wie wird der Frauenkörper dargestellt? Nachdenken über menschliche Körper »Der Ursprung der Welt Der Ursprung der Welt«, Gustave Courbet, 1866 ehrlicher und unverfälschter Blick auf die Welt Egon Schiele: Bahandlung der Körperlichkeit; Unterschiede zur Venus neues Wort kreiert: »Sitzschneider«, statt »Schneidersitz« Blicke wandern umher, kein Fixpunkt, Weglassung des Hintergrundes, Mensch im Mittelpunkt, Reduktion, Betrachter = Eindringling Aktmodelle u.a. Prostituierte und Minderjährige Jeff Koons Jeff Koons: es geht explizit um den Akt
»Der weiße Hai«, 1975
»Der weiße Hai«, 1975
Kunstgeschichte Kurs video! R. W. Fassbinder: Vertreter des neuen deutschen Films greift Jugend- und Protestbewegung in seinen Filmen auf »Katzelmacher«, 1969 Wim Wenders: Reflexion auf die medialen Mittel selbst (Fotografie, Pop, Fernsehen, Telefon, Reisen) melancholischer Hintergrund starkes Verhältnis zur Popmusik »Alice in den Städten«, 1974: resignative Schwermut fassbare Stimmungstiefe Katastrophenfilme von Steven Spielberg Angst vor Weltuntergang, vor atomarem Overkill »Der weiße Hai«, 1975 b_hgbleipzig-24-m.jpg Spiel mit den realen und eingebildeten Gefahren 2 Sphären: Ozean (geheimnisvoll) und Überwasser (sichtbar) Spiel mit politischen Dimensionen: Freizeit = Ablenkung von Problemen Chris Marker James Cameron: »Terminator 2«, 1991 Eintritt in das digitale Zeitalter Fragen: Verhältnisse zwischen Mensch und Maschine? Was ist künstliches Bewusstsein? Was ist virtueller Raum?
Kunstgeschichte Kurs Zufall – Beifall – Abfall franz. Filmregisseur Marcel Carné franz. futuristischer Realismus, 30 bis 40er Jahre »Hafen im Nebel«, 1938, in Studio gedreht, strenger Licht- und Kameraeinsatz Dekor: helle Grautöne Kamera: kurze Schärfentiefe (nur das Wichtige wird scharf dargestellt) Orson Welles: erneuerer des Kinos neue Kameraperspektive und Montagetechniken in »Citizen Kane«, 1941 erst Anfang 50er Jahre uhraufgeführt, da Schlüsselfigur real existierte und Veröffentlichung verbot Billy Wilder: Komödiengenie, jüdischer Immigrant »Frau ohne Gewissen«, 1944 gehört zur schwarzen Serie Hollywoods Filmgattung der 40er in Amerika entdeckt: B-Filme harte Kontraste geworfene Charaktere: Verstrickung in moralische Konflikte beginnt oft mit dem Schluss: Film Rückblende mit Erzählerstimme / Selbstgespräch Roberto Rossellini, Vertreter des italienischen Neo-Realismus raus aus den Studios, rein in die Natur (viele Filmstudios waren teilweise vom Weltkrieg zerstört) Arthur Schopenhauer: »Die Not ist die beste Voraussetzung für die Kunst« Ingmar Bergmann »Wilde Erdbeeren«, 1957 europ. Autorenfilm (Regisseur übernimmt auch Drehbuch, Schnitt und Besetzung) Traumsequenz aus dem Film »Wilde Erdbeeren«: alter Mann im Zuge einer Reise (Symbol für das Leben selbst), begegnet sich selber, macht ein Resümee und stirbt Stilrichtung späten 1950er Jahre: »Nouvelle Vague« Jean-Luc Godard: Schnitt gegen die Regeln von Hollywood »Jump Cut«: mit einer Kamera mehrere Schnitte hintereinander (Thema »pregnant pause«?) soll das Konstrukt Kino verdeutlichen, Distanz zur Realität herstellen »amerikanische Nacht«: am Tag aufgenommen, Verwendung von blauen Filtern und Unterberlichtung Federico Fellini: eigener Arbeitsstil ohne genauem Konzept an das Filmemachen gegangen notierte jeden Morgen seine Träume »Roma«, 1972, italienische Freakgesellschaft; Kritik an Auswüchsen der modernen Gesellschaft / moralische Fragwürdigkeit Apokalyptische Szene Treff mit Katrin Eßer im AV Labor zum Einscannen eines 8-mm-Films (Auszug; Ergebnis unbefridigend) notiert an fremde Personen, die im »Das Örtliche« stehen, gerahmte Urkunden per Post zusenden mit Themen wie »fürs tägliche Aufstehen« oder »fürs Brot schneiden«
Urkunde an Katrin Eßer vom IƒkZ wird morgen feierlich übergeben
Urkunde an Katrin Eßer vom IƒkZ wird morgen feierlich übergeben
Serie »In Löcher blicken«, Peter Piller
Serie »In Löcher blicken«, Peter Piller
11 x selbstkasteit Kunstgeschichte Kurs video! Kampf der Kulturen Religion der Moderne - Siegeszug Technik, inkl. irrationaler Bestandteile Ästhetik in der künstlerischen Arbeit Schönheit: was wir sehen ist die Oberfläche Oberfläche verbirgt das Eigentliche der Dinge Geschmack ist nicht reflektierend, es ist eine Erziehungs- und Bildungsfrage Akademie: Schule der Ästhetik »Was macht totes Material lebendig?« 18. Jahrhundert: zurück zur Natur Die Dampfmaschine: mechanische Energie Der Webstuhl Revolution des Verkehrs Gebrüder Grimm: denken sich in die vortechnisierte Welt (romantische Entwicklung) Schloss Neuschwanstein: von Ludwig II errichtete Vorstellung einer Ritterburg aus der Zeit des Mittelalters (Vergangenheitsverklärung) Anti-Moderne: Faschismus Hitlers Kunstgeschmack, Blick auf die Schönheit: »wie schön einst die Welt war« Volkskörper Entartete Kunst: »Kampf gegen Dekadenz der Moderne« Urkunde an Katrin Eßer vom IƒkZ wird morgen feierlich übergeben b_hgbleipzig-21-m.jpg Treff mit Katrin Eßer zum Kurzfilmprojekt »Das Innere eines Intervalls« Kurs Positionen Serie »In Löcher blicken«, Peter Piller b_hgbleipzig-20-m.jpg Vorstellung Peter Piller Vorzüge der Absichtslosigkeit Hauptwort im Vortrag: Langweile mit Bus in Regionen, die er sonst nie gesehen hätte Was bleibt hängen? Zeichnungen, Fotografien, Texte Was erwarte ich vom Fotografen? Sammlung von Zeitungsfotos rund 100 verschiedene Sammelgebiete Auseinandersetzung mit Büroarbeit Alltag in Welt der Büros: Zeichnungen in einem Buch unterstrichen: »vlt. gibt es Meisterwerke, die unter Gähnen zustande gekommen sind« notiert heimlich von Kunststudenten kleine Dinge, wie Haare, Fingerabdrücke auf Gläsern etc. sammeln; wer weiß, wer später mal ein Sternchen am Leipziger Kunsthimmel ist :-) Toilettengang, mit vorheriger sicherlich zehnminütiger Überlegung, wann der beste Zeitpunkt dafür wäre Peter Piller lässt das Urheberrecht außen vor (keine nennenswerten rechtlichen Probleme, da vieles aus Regionalzeitungen); in der Kunst ist vieles erlaubt bei ebay Postkarten zu bestimmten Themen gekauft und abfotografiert notiert mir selber einen Kunstpreis verleihen
»Die Nachtwache«, Rembrandt van Rijn, 1642
»Die Nachtwache«, Rembrandt van Rijn, 1642
seit dem 24.11.2012 im Einsatz
seit dem 24.11.2012 im Einsatz
Kurs Standby Konsultation mit Daniel Belasco Rogers: Vorstellung meiner Projekt-Idee »GPS-Daten in Musik umwandeln (16:38:33 - 16:51:47 / Eisenbahnstraße 59 - HGB Leipzig)« Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte »Die Nachtwache«, Rembrandt van Rijn, 1642 b_hgbleipzig-15-m.jpg Bildbesprechung »Das holländische Gruppenportrait«, 1529 selbe Kleidung, selbe Hüte, immer glattrasiert Hauptmann nur durch Handzeichen der Anderen erkennbar »äußere Einheit« > mit dem Betrachter in Kontakt Beziehungen zwischen Personen in einem Bild Kurs TALK ABOUT Daniel Belasco Rogers erzeugt Klänge mit Hilfe von GPS-Sateliten beeinflusst u.a. von Nummer und Entfernung der Satelliten Pen-Plotter: Betrachter sieht die Entstehung von Linien auf Papier notiert Pen-Plotter kaufen und für Liveaufzeichnungen nutzen (für was ein Thema auch immer) notiert sich der Technik unterwerfen: die aufgezeichneten GPS-Koordinaten (manchmal sehr ungenau) nachträglich ablaufen notiert mit einem Streuer (kleines Loch in Behälter) den Weg mit dem Fahrrad durch dünne Sandspur sichtbar machen arbeitet auch mit Wünschelruten (Ergebniss offen) notiert seit dem 24.11.2012 im Einsatz b_hgbleipzig-22-m.jpg meinen Antiklatschzwang festhalten / auflösen: bei Konzerten und anderen Klatschanlässen einen Handzähler auf der rechten Handfläche installieren (mit Lederriemen festbinden) und jeden schmerzhaften Schlag zählen
»Das Cabinet des Dr. Caligari«, Robert Wiene, 1920
»Das Cabinet des Dr. Caligari«, Robert Wiene, 1920
»4'33''«, John Cage
»4'33''«, John Cage
Kunstgeschichte Kurs video! Kino der 1920iger Jahre »Das Cabinet des Dr. Caligari«, Robert Wiene, 1920 b_hgbleipzig-13-m.jpg Robert Wiene, Vertreter des deutschen Expressionismus Besonderheiten des deutschen Expressionismus: extremer Schwarzweiß-Kontrast, Spiel mit Licht und Schatten, Stereografie: verzerrte Hintergründe, stürzende Linien / Perspektiven, geisterhafte Charaktere Eigenschaften dem Ersten Weltkrieg geschuldet Hedonismus gefeiert Theaterkulissen Fritz Lang, 1931: »M« Experiment und Animation Thema einer Lehr-Animation von 1912: Alkoholismus René Clair: Experimentalfilm u.a. mit Marcel Duchamp Marcel Duchamp Dadaistischer Film: profunde Gesellschaftskritik Oskar Fischinger: beschäftigt sich mit Abstraktion des Filmes Verbindung von Bild und Ton »Studio Nr. 7«, 1931, Umsetzung von Musik in Bild Fernand Léger: Surrealist »Das mechanische Ballett« Hans Richter konstruktivistische Filme »Rhytmus 21«, 1921(?) nur weiße oder schwarze Rechtecke »Vormittagsspuk«, 1927 historischer Meilenstein: »The Jazz Singer«, 1927 erster Tonfilm im Kino notiert Übergang von real zu unreal: Musik zu einem Film wird erst durch reales Orchester gespielt. Mit der Zeit übernehmen die Lautsprecher immer mehr Instrumente / Stimmen, bis am Ende nur noch aus den Lautsprechern Musik kommt Abel Gance: mit 3 Projektoren Filmvorführung radikaler Kinodenker Leni Riefenstahl: zur Figur des Dritten Reiches geworden NS-Künstlerin umstritten, nach dem Krieg verurteilt »Triumph des Willens«, 1934 »Fest der Völker«, 1938 »Fest der Schönheit«, 1938 Kurs Vortrag »4'33''«, John Cage b_hgbleipzig-14-m.jpg 19 Uhr in der Galerie der HGB: »Dieter Daniels Dieter Daniels über John Cage, Sounds like Silence: 4'33'' und die Folgen« Stille als Musik, als Raum-Zeit-Komposition, als Konzept Filippo Tommaso Marinetti: »silence on the air« - »Stille wird gesendet« es blieb ein Konzept Stille als Steigerung des Sounds Vinylplatte Speicher zwischen 3 und 4 1/2 Minuten Dinge hören, die man sonst nicht wahrnehmen würde Stück mit Radios: »Imaginary Landscapes No 4« Wie kann 4'33'' aufgeführt werden? Merce Cunningham: je Part eine Haltung eingenommen, 1992 notiert GPS-Koordinaten der Route Eisenbahnstraße > HGB können vom Besucher auf einer dafür eingerichteten Seite neu sortiert werden. Sprünge im Raum werden möglich / neue Tonfolgen entstehen.
Kunstgeschichte Kurs Zufall – Beifall – Abfall F Maßzahl des Goldenden Schnittes (göttliche Proportion) Mathematik beschreibt Künste Film »Avatar«, 2009 Konflikt zwischen übertechnisierter und »primitiver« Zivilisation Transhumanismus: Mensch und Maschine vereint Roboter in Japan übernimmt Lehrerinnenrolle mit 6 Emotionen (u.a. Überraschung, Trauer, Wut) F = 1,618033988749 (irrationale Zahl) Stanley: »The History of Philosophy« (kosmische und musikalische Harmonie verbunden) Bach: »Das Wohltemperierte Klavier« (davor waren Klavier für einzelne Tonarten gestimmt und mussten bei Stückwechsel neu gestimmt werden) Arnold Schönberg: Angriff auf die Harmonie 12-Ton-Technik (bevor ein Ton wiederholt wird, müssen alle 12 Töne gespielt werden) Cage und der Zufall Renaissance: Rückblick auf die Antike Zahl 0: das schiere Nichts Goldener Schnitt: Altes Leipziger Rathaus, Gebäude der Vereinten Nationen, Pyramiden Pentagramm: Apfel aufgeschnitten
»Behind the Gare«, Henri Cartier-Bresson, 1932
»Behind the Gare«, Henri Cartier-Bresson, 1932
»Nine Year Drawing Berlin 2003-2011«, Sophia New und Daniel Belasco Rogers
»Nine Year Drawing Berlin 2003-2011«, Sophia New und Daniel Belasco Rogers
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Besichtigung Laokoon-Gruppe in der Gipsabgusssammlung der Universität Leipzig Auszug aus Erzählung von Vergil »Welche Unterschiede zwischen Erzählung und Plastik sind erkennbar und was werden die Gründe sein?« Kris Martin: Schlange fehlt Breakdance! isoliert, unabhängig, Bedrohung unsichtbar »Behind the Gare«, Henri Cartier-Bresson, 1932 b_hgbleipzig-2-m.jpg Funktion des Bildes herausarbeiten in Bezug auf die Laokoon-Gruppe Schatten fehlt = Gleichgewicht fehlt Möglichkeit des Betrachters etwas hinzuzudichten / Fantasie spielen zu lassen: »Fruchtbarer Augenblick« »Loyalistischer Soldat im Moment Moment des Todes«: er läuft und fällt gleichzeitig zwischen Leben und Tod Comics: Bilder in Abfolge, Ausblendung des »fruchtbaren Augenblicks«: Vor Sprung in Pfütze und nach jenem Comic = zeitliches Medium wie Erzählung von Vergil visuelle Strategien Bewegung darzustellen: Linien Wilhelm Busch: Ansätze von Bewegungslinien sichtbar Vogelstudien von Leonardo da Vinci: angedeutete Flügelbewegung Futurismus: Formen entwickelt, wie man Bewegung in Malerei überträgt Alle Momente des Fallens: »Marter der zehntausend Christen« von Albrecht Dürer (Simultandarstellung) Kurs TALK ABOUT »Nine Year Drawing Berlin 2003-2011«, Sophia New und Daniel Belasco Rogers b_hgbleipzig-4-m.jpg Vorstellung Sophia New und Daniel Belasco Rogers »Navigating the Everyday« Vortragsperformance Alle Wege seit 2003 - 2011 mit einem GPS-Gerät festgehalten und visualisiert notiert mit GPS-Gerät Leipziger Straßen ablaufen und so Wörter, Symbole oder sogar ganze Zeichnungen kreieren In Granitblöcke aufgelistet, wie lange der Aufenthalt in einem Ort war (Leipzig: 21:42:00) Granit: Ewigkeit, feststehend, starr notiert Meine Gespräche mit anderen aufnehmen und aus einzelnen Wörtern (in der richtigen zeitlichen Reihenfolge) neue Sätze zusammenschneiden (Vorbild Infinite-Monkey-Theorem) notiert Aufnahmegerät in öffentlichen Räumen mitnehmen und Gespräche anderer aufzeichen, verarbeiten und so neue Geschichten erschaffen »Mood Reporting« beeinflusst das ständig aktivierte GPS-Gerät das tägliche Leben?
»Panzerkreuzer Potemkin«, S. M, Eisenstein, 1925
»Panzerkreuzer Potemkin«, S. M, Eisenstein, 1925
Kunstgeschichte Kurs video! Kommilitone Kommilitone tätschelt mir die Schulter Experiment und Animation Erster »Schnipsel«-Film: T. A. Edison »Ronnday Garden Scene«, 1888 »The Sneeze«, 1894 Ton auf Film gespeichert / Tonspur / Lichtton Erster Tonfilm 1894 Tracking Short Kinofieber nach dem Film »The great train robbery« Brüder Lumière: scheindokumentarische Aufnahmen »Die Schneeballschlacht«, 1896 klavieruntermalt Bewegung und Raum darstellen Kameraleute ausgebildet und um die ganze Welt geschickt Georges Méliès Kammeratricks, Stoptricks, Schwarzmaske, Doppelbelichtung zwischen Magie (Illussion) und Wissenschaft (Abbildung der Wirklichkeit) David Wark Griffith Filmgrammatikalische Kategorien: Parallelmontage, Handlungsraum und Kameraeinstellung räumliche Kontinuitäten auflösen Parallelmontage: Zwei Handlungsstränge werden parallel zueinander geführt inkl. Konflikt / Konfliktlösung durch wechselnde Kameraeinstellung dramaturgischer Zweck verfolgt »Panzerkreuzer Potemkin«, S. M, Eisenstein, 1925 b_hgbleipzig-3-m.jpg Filmausschnitt Treppenszene mit herabrollendem Kinderwagen Bewegung von links nach rechts
Himmelsscheibe von Nebra, vor ca. 4.000 v. Fr.
Himmelsscheibe von Nebra, vor ca. 4.000 v. Fr.
Kunstgeschichte Kurs video! Mediengeschichte: Vorläufer Chauvet-Höhle vor ca. 32.000 v. Fr. Höhle von Lascaux vor ca. 19.000 v. Fr. 1:1 nachgebaut für alles anfassende Touristen Leben in der Bewegung festhalten (keine starren Tierkörper) Stonehenge vor ca. 5.000 v. Fr. ist das Konzeptkunst Konzeptkunst? Informationen / Skizzen sind wichtiger Bestandteil, um Stonehenge verstehen zu können Mondkalender Überbleibsel: Ostern (Sonntag nach Vollmond) Himmelsscheibe von Nebra, vor ca. 4.000 v. Fr. b_hgbleipzig-6-m.jpg interessant für mein Münz-Projekt im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle besichtigen Goldblechkegel von Ezelsdorf-Buch Camera Obscura als Raum gestalten, Wirklichkeit von draußen wird um 180 Grad gedreht an der Wand wiedergegeben hellsichtig: großes Loch (undscharf), scharfsichtig: kleines Loch (scharf) im 16. Jahrhundert Lust an der Oberfläche (Malerei mit Glas und Spiegel) Illusionsmalerei der erste Beamer im 17. Jahrhundert: Laterna magica Guckkasten Thaumatrop, Vogel in Käfig (selber für eigene Projekte verwenden!) Daumenkino Mediengeschichte: Fotografie (vermutlich) erste Fotografie 1828, Belichtungszeit 8 Stunden Belichtung auf versilberter Metallplatte Sterblichkeit der Fotografen wegen Verwendung von Quecksilber gestiegen! Filmtipp: »Die Vermessung der Welt« Negativ-Positiv-Verfahren (Nassverfahren) erfunden von William Henry Fox Talbot 1861 erste Farbfotografie Sofortbildfotografie: Polaroid ab 1947 1975 erste Digitalkamera (23 Sek/Bild, 0,01 MP Auflösung) »Elektr. Schnellseher«: Münze einwerfen, Kurbel betätigen, Loop ansehen (für meinen »Synonymautomat« interessant)