[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Ventis, 2017, Ventilatoren, Bewegungsmelder, Verteilersteckdosen, Verlängerungskabel, Evgenij Gottfried (Video)
Ventis, 2017, Ventilatoren, Bewegungsmelder, Verteilersteckdosen, Verlängerungskabel, Evgenij Gottfried (Video)
Hammerhammer, 2017, Evgenij Gottfried
Hammerhammer, 2017, Evgenij Gottfried
Akkuhammer, 2017, Evgenij Gottfried (Video)
Akkuhammer, 2017, Evgenij Gottfried (Video)
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Daheim (NOCH FOTO VON AUSSTELLUNG FINDEN! Julien Fettkötter
Daheim (NOCH FOTO VON AUSSTELLUNG FINDEN! Julien Fettkötter
Diplom Theorie Gespräch mit Christian
  • [am nächsten Tag nach Freiburg gefahren, Ausstellungsbesuch]
  • [Anfang nicht aufgenommen]
  • Arbeit Ventis
  • […] finde ich lustig.
  • Sag noch einmal was.
  • [Klappergeräusche im Hintergrund]
  • Das finde ich lustig. Ventis, 2017, Ventilatoren, Bewegungsmelder, Verteilersteckdosen, Verlängerungskabel, Evgenij Gottfried (Video) ventis-k.jpg
  • [Pause]
  • Ne, man hat hier diese Ventilatoren. Die sind halt einfach nicht in der Funktion, wie sie eigentlich wäre. Aufgehängt. Die bewegen sich. Knallen manchmal gegeneinander.
  • [Pause]
  • Wie würdest ihr denn in der Kunst das nennen? Eine Installation?
  • Ja.
  • [Pause]
  • Spielerei, ohne Bedeutung, aber lustig
  • Aber… Bedeutung hat das nicht.
  • Na das ist eine Choreographie. Ne?
  • [nicht verständlich, 0:40] Aber… Es ist einfach was… ein Alltagsgegenstand. Anders… [Pfff] angeordnet.
  • Na und dadurch ist es dann ja … passt es nicht mehr in einen andere Kategorie als Kunst. Eigentlich. Es ist kein Design. Weil es ja in dem Moment Moment nicht schön aussieht. Es ist kein Alltags… also es ist kein Gegenstand, den man benutzen so würde.
  • Ja.
  • Sondern das sind halt jetzt so Objekte, die… äh… für sich selbst… in ihrem Rahmen halt… SPIELEN.
  • [Klappergeräusche]
  • Jaaa. Das ist ja schon wieder was reingedeutetes.
  • Ja aber sie spielen doch im Endeffekt.
  • Sie spielen ja nicht von sich aus. Sondern jemand hat sie so gemacht, dass sie so WIRKEN, als würden sie spielen.
  • Nö. Sie spielen ja mit sich selbst, weil sie Luft erzeugen.
  • Aber sie spielen doch nicht. Spielen kann kein Objekt. Du siehst einfach Dinge, die schweben halt im Raum, weil die nun einmal sowas wie einen Propeller haben. Der sie schwingen lässt. Jemand hat sie so angeordnet. Deshalb wirkt das so. Das ist ja schon eine Interpretation, dass es spielt.
  • [Pause]
  • Aber wie ich eben schon sagte: Ich finde es halt lustig.
  • [Klappergeräusch]
  • [Pause]
  • Was [das Thema] wir gestern hatten… Das hat natürlich schon was besonderes. Und hebt sich ab von dem, was man sonst sieht.
  • Was DU siehst. Sowas haben glaube ich ganz viele in der Kunst hier gemacht.
  • Jaaa. Aber was man nicht im Alltag sieht. Meine ich.
  • Du siehst es vielleicht weniger in einer Ausstellungsgalerie [Verkaufsgalerie?]. Ne? Wobei du das hier ja auch kaufen kannst.
  • Ja?
  • Ja. Stand auf der Preisliste drauf. DU hast den Zettel!
  • Nö. Ich habe den kleinen. Den anderen hast du. Irgendwo. Vielleicht.
  • Und der da [zeigt auf einen Ventilator]… das ist auf jeden Fall der Friedrich. [lacht] Der rattert durch die Gegend.
  • [mit hoher Stimme] Ihr könnt mich mal!
  • Genau so!
  • Nummer fünfzehn.
  • [Blätterrascheln]
  • Evgenij Gottfried.
  • Von Evgenij ist das auch? Oh mein Gott Jesus. Da hat er ja alle Werke, die wir uns angucken.
  • Ventilatoren. Bewegungsmelder. Verteilersteckdosen. Verlängerungskabel. Preis auf Anfrage.
  • Das erste [andere Arbeit] hatten wir ja jetzt auch schon von ihm gesehen.
  • Fragste ihn mal, was das [unverständlich]
  • Hammer. Hammerhammer. Das hatten wir gesehen. Hammerhammer, 2017, Evgenij Gottfried freiburg8-k.jpg
  • Ne. Das ist zweimal…
  • Das ist Nummer drei.
  • Akkuhammer.
  • Akkuhammer.
  • Akkuhammer. Hammer. Schrauben. Akkuhammer, 2017, Evgenij Gottfried (Video) akkuhammer-k.jpg
  • Aber was sollst du denn… Was kriegst du für achthundert?
  • Na… das ganze Ding. Mit dem…
  • Mit dem Styrophor. Und wo soll ich das hintun?
  • In deinen Keller. Und wenn du nicht mehr kannst, dann … Ich meine. Das schaute lustig aus. Das mit dem Hammer.
  • Na wir gehen da noch einmal hin. Noch einmal angucken.
  • Okay. Was haben wir denn da in der Ecke.
  • Warte doch mal.
  • [Aufnahme unterbrochen]
  • Was?
  • Es passt in keine andere Kategorie, also ist es Kunst
  • Es geht um die Frage, was Kunst ist.
  • Na was sagst du denn jetzt, wenn du das so siehst. Ist das… Also… Was ist daran jetzt für dich Kunst. Oder …
  • Wie du schon sagtest… Natürlich ist das… es passt in keine andere Kategorie als … so nennt man es… Kunst.
  • [Pause]
  • Künstlich. Gemachtes.
  • [Pause]
  • Ja. Es ist eben eine Verdrehung von… von der Normalwelt.
  • [Pause]
  • Ist das für dich gute Kunst?
  • Was heißt das.
  • Wir wissen ja noch nicht einmal, was Kunst ist. Also… wenn du das schon in irgendeine Kategorie reinstopfst…
  • Wir haben ja gestern eher so … gehangene Sachen gesehen.
  • Naja. Ich … Also… Ästhetisch gesehen ist es jetzt nicht … nicht wirklich schön.
  • Aber beim Hammer schon!
  • Aber es ist interessant.
  • Beim Hammer war es aber auch ästhetisch schön.
  • Ja. Aber… Aber das hier ist halt schon was interessantes. Bewegung. Aber das Objekt an sich… Ne? Da hängen hier diese Kabel herum.
  • Na das gehört ja dazu.
  • Das bewegt sich so. Und so ein Ventilator an sich ist ja auch kein schönes Objekt.
  • [Pause]
  • SCHÖN wäre zum Beispiel, wenn … wenn da jetzt was drum gebaut unten wäre.
  • Dann machst du wieder zu viel rein. Das MUSS so einfach bleiben. Wie beim dem Hammerding. Es DARF einfach bloß ein Akkuschrauber und Hammer sein. Mehr nicht.
  • Aber wer sagt, dass es so sein muss.
  • Funktion von Gegenstand umgedeutet
  • NEIN. Aber so konzentriert es sich doch auf die … eigentliche Funktion von Ventilatoren. Die aber halt… äh… anders gebraucht sind.
  • Das ist aber nicht die Funktion von Ventilatoren.
  • Die Funktion vom Ventilator ist: Luft zu erzeugen.
  • Ja aber… Um…
  • So.
  • … zu kühlen!
  • Genau. Und die kühlen ja auch im endeffekt. Aber die kühlen sich gegenseitig. Weil der Luftstrom, der geht ja…
  • Ne…
  • Die sollen einen nicht kühlen. Sondern der Luftstrom, der soll einen frisch machen. So. Die machen sich sozusagen gegenseitig frisch.
  • Ne. Hier gehts doch darum, dass sie sich durch den Luftstrom, der erzeugt wird, bewegen.
  • JA!
  • Aber sie kommen halt nicht so weit.
  • [nicht verständlich, 6:02]
  • DUSCH. [lacht]
  • Und der eine, der bewegt sich halt ein bisschen schneller. Guck mal die anderen.
  • Der andere ist ein Authist. Ne. Links in der Ecke! Der gar nichts macht.
  • Na der macht da so sein Ding [lacht].
  • [lacht] [mit hoher Stimme] Hach! Hier könnt mich mal!
  • [Pause]
  • Interessant, nicht schön
  • Also sagen wir es so. Ich finde es interessant. Aber nicht schön.
  • Aber was bedeutet das jetzt für die Kunst?
  • Naja…
  • WAS heißt INTERESSANT. Das ist ein Scheißwort.
  • Wieso.
  • Interessant.
  • Na ich gucke gerne zu. Also ich bleibe hier auch gerne fünf Minuten länger stehen. Das meine ich mit interessant.
  • Danach bist du erkältet.
  • Ne DU.
  • Dann hat es ja eine Wirkung auf dich.
  • Weil da die ganzen Bakterien herumgewirbelt werden.
  • Oh mein Gott Jesus!
  • [Klappergeräusche]
  • [Pause]
  • [Schlag gegen die Wand]
  • [lacht]
  • Na die heißen sich gegenseitig auf. Ne?
  • Die gehen ja richtig aufeinander los. Ne?
  • [Pause]
  • [BUMM]
  • Na das ist halt … Selbst der authistische.
  • Der bewegt sich jetzt nicht. Guckt zu.
  • [Klappergeräusche]
  • Jetzt fällt der von der Decke. [lacht]
  • Die Frage ist ja auch, will er, dass es GENAU so angeordnet ist?
  • Na hat er ja gemacht.
  • Hat der das vorher irgendwo getestet?
  • Na ich glaube, dass ist auch zufällig irgendwie.
  • [Pause]
  • Jetzt ist wieder Ruhe.
  • Naja. Das ist halt… Das ist auch interessant. Zu sehen, was sich hier so für eine Dynamik entwickeln kann. Und das kann man ja vorher nicht so planen. Das hier dann in einem bestimmten Moment Moment… hier viel Bewegung herrscht. Oder eben kaum.
  • Ja aber was sagt dir das denn jetzt.
  • Es sagt nicht viel! Du siehst einfach ein Objekt in einem anderen… KONTEXT. Und…
  • Mein Lieblingswort!
  • Und… es passiert was. Hier passiert halt was. Es ist halt nicht langweilig. So wie man auf Wasser guckt. Was durch den Bach plätschert.
  • [kurze Pause]
  • Ich würde es als schöne Spielerei betrachten.
  • Es ist NICHT schön. Aber es ist eine…
  • Na doch!
  • … Spielerei.
  • Aber was heißt Spielerei?
  • Eine interessante Spielerei.
  • [stöhnt]
  • Aber was… Aber was… Ab wann wird aus einer Spielerei … was… was… was als Kunst bezeichnet werden würde?
  • Naja. Da du gesagt hast… Das ist in dem Fall…
  • Das ist ein Kunstraum.
  • Das hattest du ja schon gesagt.
  • Also ist es Kunst Hier ist der Ausschluss. Es hat keine wirkliche Funktion. Und so weiter. Also ist es Kunst.
  • Dann kann es auch eine Spielerei sein. Einfach.
  • Wenn ein Kind irgendwas macht äh…, dann… dann wird das auch als Spielerei angesehen. Nicht als Kunst.
  • Mhm. Okay. Kunst kann Spielerei sein. Muss es aber nicht.
  • Ich… Mir gefällt es ja, wenn es als Spiel selbst wahrgenommen wird. Und wenn der Künstler das halt so als… ausschlaggebenden Punkt hatte.
  • Wichtig ist nur, nicht zu sagen, dass das Zeug hier SPIELT.
  • Für unsere Augen spielt es.
  • Aber ja nicht freiwillig. Und es sind ja Objekte.
  • Was heißt freiwillig.
  • SPIELEN kann doch nur ein MENSCH.
  • Sagst du. Und Affen?
  • Oder menschenähnliche Wesen.
  • KATZEN?
  • [lacht] Säugetiere!
  • Warte mal. Was gibts denn noch. Schlangen oder so?
  • Die spielen bestimmt nicht.
  • [lange Pause]
  • Na gehen wir weiter.
  • [09:30]
  • Zum Feuerlöscher Feuerlöscher? freiburg1-k.jpg
  • [ich schaue anscheinend nach Informationen] Ne, ich habe schon geguckt.
  • Vierzehn.
  • [kurze Pause]
  • Feuerlöscher Feuerlöscher im Kunstraum
  • Feuerlöscher Feuerlöscher.
  • Wenn es HIER mal brennt!
  • Vor allem war weiter vorne doch noch einer.
  • Der war aber echt!
  • Zweimal Feuerlöscher Feuerlöscher.
  • [Tür knallt]
  • Das finde ich halt… Also ich weiß nicht, was es hier ist. Aber… ne? Das ist doch immer dieses… ne?… Hauptding. Wenn man in eine Galerie kommt… in eine zeitgenössische… und da ist ein Feuerlöscher Feuerlöscher. Weil da nun einmal einer sein muss. Da kommt dann auch immer wieder der Kommentar, von mir selbst: [mit hoher Stimme] Hach! Das ist jetzt Kunst! So. Weil das halt in einer Galerie steht. Wird der Feuerlöscher Feuerlöscher nicht gleich als Feuerlöscher Feuerlöscher wahrgenommen. Sondern kann genauso gut ein Kunstobjekt sein.
  • Hier ist der aber verändert.
  • Ja. Hier greift er es ja aber auf. Da hast du das Feuersymbol. Hier hast du die Feuerlöscher Feuerlöscher.
  • Die sind aber ineinander geschweißt.
  • Gibts die vielleicht so?
  • Ne.
  • Sicher?
  • Eigentlich sind die ja einzeln so. Mit Nebenflasche und Hauptbehälter [oder falsch verstanden, 10:34]
  • Der hat sich hier so viel Mühe gegeben.
  • [kurze Pause]
  • Aber warum hat er das gemacht. DAS ist ja die Frage.
  • [Blätterrascheln] Das hier zum Beispiel. Das finde ich… Spittel.
  • Was heißt Spittel?
  • Naja. Blödsinn eher.
  • Das ist doch jetzt… Was soll denn das einem sagen?!
  • Naja. Das ist jetzt bei den Ventilatoren nicht anders.
  • Das ist lustig!
  • Das ist lustig, okay.
  • [lacht]
  • Und das hier… Da bleibt man doch nicht stehen. Und will sich das für immer und ewig angucken.
  • Naja. Aber bei den Ventilatoren bist du halt…
  • [nicht verständlich, 11:08]
  • Nein. Bei den Ventilatoren da ist halt eine Aktion. Du bist halt ein Mensch, der reagiert auf… ähm… auf Bewegung.
  • Ja. Und da passiert HIER ja gar nichts. Das ist noch nicht einmal schön.
  • [kurze Pause]
  • Das ist…
  • Du kannst da nicht mehr drinne sehen?
  • Nö.
  • Ich auch nicht. Aber ich frage.
  • Ich sehe da nicht viel.
  • Aber reicht das nicht? Einfach bloß zwei Feuerlöscher Feuerlöscher, die ineinander geschweißt sind? Warum muss das jetzt mehr sein?
  • Ja aber warum… Warum zum Beispiel… Warum sollte das jetzt jemand für die größte Kunst der Welt halten?
  • Warum sollte jemand sich die Ventilatoren angucken, wie sie sich gegenseitig Wind geben?
  • [von weiter weg] Weil es lustig ist.
  • Lustig als Argument dafür, dass man hinguckt
  • Aber lustig ist… kann doch nicht bloß das einzige Argument für… das ist jetzt Kunst… sein.
  • Das ist ja nicht die Argumentation dafür, dass es Kunst ist. Sondern dass du hinguckst.
  • Also sind wir jetzt in der Ausstellung nicht, weil es Kunst ist, sondern weil man da hingucken kann.
  • Ja.
  • Was ganz einfaches eigentlich.
  • Das ist doch für den Alltagsmenschen wichtig. Findet er es schön oder nicht. Würde er es sich in sein eigenes… Wohnzimmer hängen…
  • Würdest du die Ventilatoren…
  • … oder nicht.
  • … in dein Wohnzimmer hängen? [lacht]
  • Na das würde mir auf die Nerven gehen. Außerdem hätte ich überall [lacht] blaue Flecken.
  • [lacht]
  • Es gibt [dafür] ja schon die Katze.
  • Na die fände es…
  • Die fände es…
  • … lustig!
  • … lustig! [beide lachen]
  • Die würde sogar sagen [mit hoher Stimme]: Hach! Das ist Kunst!
  • [kurze Pause]
  • Okay.
  • Hier hast du ganz viele. freiburg4-k.jpg
  • Ah okay. Wir wären fast vorbeigegangen.
  • [kurze Pause]
  • Nothämmer im Kunstraum
  • Nächstes Objekt. Nummer dreizehn. Sieben Nothämmer mit Halterung.
  • [kurze Pause]
  • Schön. Ne?
  • [kurze Pause]
  • Nummer sieben… Also der unterste… ist ein bisschen auf den Schuss. [evtl. falsch verstanden, 12:46]
  • [kurze Pause]
  • Also auch hier wieder: Wir haben einen Gegenstand, wie wir ihn sonst im Bus oder so finden. In einem anderen Kontext. Und gleich sieben Mal.
  • [Pause]
  • Doch… Das hat jetzt was ästhetisches.
  • Das ist doch nicht ästhetisch.
  • Finde ich.
  • Der eine ist doch ganz woanders.
  • Naja. Das macht… Komposition nennt man dann das.
  • Das Objekt an sich ist ja kein schönes.
  • Findest du nicht?
  • Es ist rot. Hat was… äh…
  • Diese Verchromung?
  • … metallisches.
  • Ja.
  • [Pause]
  • Etwas, was es schützt. Aber…
  • [kurze Pause]
  • Schön ist das nicht.
  • [Pause]
  • Dann haben wir hier… freiburg5-k.jpg
  • [Blätterrascheln]
  • Das sieht man ja alltäglich irgendwo. Wo halt Müll gelagert wird.
  • [lacht]
  • Das ist jetzt ein Objekt.
  • Okay. Guckt man da hin?
  • Wir anscheinend jetzt ja.
  • Ich meine… Sowas siehst du in ähnlicher Form immer wieder an den Straßen.
  • Mit so einer roten Schnur zugemacht?
  • Wieso… Aber wenn da irgendwo halt … alte Kleider herumliegen. Oder Müll.
  • Ja aber das sieht jetzt hier ja nicht… ähm… müllig aus.
  • Naja. Da ist was zerknäultes auf einer Platte. Festgehalten mit einem Spanngurt.
  • [Pause]
  • Und?
  • [Pause]
  • [Auto fährt vorbei]
  • Ich frage mich: Was bringt das jetzt.
  • Willst du jetzt mit so einer Grundsatzdiskussion hier kommen.
  • Nein nein.
  • [kurze Pause]
  • Handwerklich und besonders
  • DAS ist doch schon wieder was anderes. Daheim (NOCH FOTO VON AUSSTELLUNG FINDEN! Julien Fettkötter daheim-k.jpg Das ist… Oh. Sieben, acht, neun, zehn. Elf…
  • Styrophor, farbig. Mit kleinen Objekten…
  • Haus fünf bis neun.
  • [Blätterrascheln]
  • [kurze Pause]
  • Das mit dem Holz finde ich glaube ich am… ne… hier mit dem Steinchen. Wobei. Das längt wieder zu sehr ab. Dann lieber so etwas.
  • Da haben wir…
  • [Pause]
  • Das ist ist PVC. Üton. [Blätterrascheln]
  • Ich finde, das lenkt zu sehr ab. Lieber sowas hier.
  • Ja gut. Das ist ja für jedes anders.
  • Ne dann das gelbe Steinchen. Das ist für Schwule!
  • [kurze Pause]
  • Da ist zumindestens handwerklich was da. Ne? Das gibt es bestimmt nicht so im… Baumarkt. Oder?
  • Genau. Da ist was genommen worden…
  • Das ist jetzt kein Readymade Ready-made.
  • Stein… Und dann wurde noch was verändert.
  • Das ist kein Stein. Das ist Styrophor.
  • Oder Styrophor. Das steht da ja. Styrophor.
  • Da wurde nichts verändert. Da wurde eine ganze Fassade drauf ge… staltet.
  • Also da hat wieder schon jemand etwas besonderes geschaffen.
  • [kurze Pause]
  • Halt… verschiedene… Häuser. Hauseingänge.
  • [Blätterrascheln]
  • Für verschiedene Funktionen. Ladeneingang. Eines, was man eher am Bahnhof sieht. Ein Haus…
  • Aber was sagt dir das jetzt?
  • [16:05]