[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Gestaltung Gespräche über Kunst überarbeitet
Gestaltung Gespräche über Kunst überarbeitet
Ort - Weiss Schwarz Weiss Schwarz, 2009, Acryl / Aluminium, 302x156x125cm, Imi Knoebel
Ort - Weiss Schwarz Weiss Schwarz, 2009, Acryl / Aluminium, 302x156x125cm, Imi Knoebel
Quadratisch. Praktisch. Gut. Ritter Sport.
Quadratisch. Praktisch. Gut. Ritter Sport.
GALERIE FRAGEN, VON WEM DIE ARBEIT IST, WAR nicht in Listen aufgeführt
GALERIE FRAGEN, VON WEM DIE ARBEIT IST, WAR nicht in Listen aufgeführt
GALERIE FRAGEN, VON WEM DIE ARBEIT IST, WAR nicht in Listen aufgeführt
GALERIE FRAGEN, VON WEM DIE ARBEIT IST, WAR nicht in Listen aufgeführt
OGVDS-GW (enlarged) #2, 2016, Acrylic, oil paint, pencil, watercolour and wax on linen on wood, 135x100x4cm, Andrew Bick
OGVDS-GW (enlarged) #2, 2016, Acrylic, oil paint, pencil, watercolour and wax on linen on wood, 135x100x4cm, Andrew Bick
Diplom Theorie (mit Notizen von vorgestern) Gestaltung Gespräche über Kunst überarbeitet gespraechueberkunst-k.jpg max. 3 Spalten, größere Schrift Kommentare für alle Gespräche weiter überarbeiten Sprechblasen später noch teilen, wenn 2 Themen hintereinander umsetzen Idee für Theorie-Arbeit: auf halbtransparentem Papier drucken, Sprechblasen farbig oder wie Internetseite mit farbigem Hintergrund, Zitate von was.ist.artou.de dafür auf halbtransparentem Papier Gespräch mit Christian
  • Hinweis. Im Kunstmarkt wäre das die zweitteuerste Arbeit, die wir hier in dieser…
  • Ich würde sie sofort kaufen.
  • … Ausstellung sehen.
  • Die ist echt cool.
  • [laut aber neutral] Fünfunddreißigtausend Franken.
  • Was wäre das in Euro?
  • Das sind etwaaa… Mhm… Naja… Dreißigtausend und ein bisschen mehr.
  • Entschuldige mal. Also. Nur mal so. Daran siehst du doch, …
  • Das heißt "Der Traum von Panama".
  • Ja, das habe ich gerade gelesen.
  • Das ist doch echt krass, dass…
  • Neunzehnhundertsiebenundsiebzig.
  • Das ist doch eine kindliche Zeichnung. So vom Stil her.
  • Ja.
  • Aber übergroß. Und daran siehst du doch… Also ich weiß jetzt nicht, ob der Preis real ist und … und ich kenne sie jetzt nicht. Aber das… das hat… dieses Kindliche. Dieses Ursprüngliche. Wie bei den Hölenmalereien. Dass das die Menschen vielleicht immer noch extrem fasziniert. Und … und deshalb stelle ich mir auch vor, wenn eine kindliche Zeichnung… übergroß… für so teuer angekauft wird… angekauft werden würde…, dann kannst du auch eine verhüllte Arbeit extrem teuer verkaufen. Was man nicht mehr sieht.
  • Beziehung Kunstmarkt Gesellschaft
  • Ja aber was ist denn die Kunst? Dann gehts ja wieder um den Markt.
  • Wo. Bei der Verhüllung oder hier?
  • Na bei beiden.
  • Bei der kindlichen…
  • Du argumentierst ja mit Geld.
  • NEIN. Ich … ich würde jetzt so…
  • Weil wir reden ja jetzt nicht [darüber], was der Kunstmarkt ist.
  • Naja. Aber er spiegelt … Aber der Kunstmarkt spiegelt ja schon so die Gesellschaft ähm oder die Beziehung der Gesellschaft zur Kunst irgendwie. Oder nicht der Gesellschaft, aber einer… einer höheren Schicht. Die sich… die sichs leisten…
  • So viel Geld…
  • … kann.
  • … hat und nicht weiß, was sie tun soll.
  • [kurze Pause]
  • Weil Gold ist schon gekauft.
  • [lacht kurz auf]
  • Das ist übrigens die teuerste Arbeit die wir hier sehen. Ort - Weiss Schwarz Weiss Schwarz, 2009, Acryl / Aluminium, 302x156x125cm, Imi Knoebel gespraech3-16-k.jpg
  • [Blätterrascheln]
  • Ähm. Für zweihundertsechzigtausend Franken.
  • Wie heißt die?
  • [Blätterrascheln]
  • Mhm. Knoebel.
  • Ne. Die Arbeit!
  • Achso. Die heißt Ort - Weiss Schwarz…
  • [KNIPS]
  • … Weiss Schwarz.
  • Komisch. Die finde ich gar nicht mal so…
  • Acryl… Aluminium.
  • Entschuldige mal. Das sind ähm ein fünftel Million.
  • [Pause]
  • Ja.
  • [Pause]
  • Baumarktästhetik
  • Ne sorry. Dann finde ich die kindliche Zeichnung … würde ich nehmen.
  • Das… Das ist doch einfach… Da würde ich sagen: Das ist KRANK.
  • Das ist wie die verhüllte Arbeit. Wenn… wenn die für dreißigtausend Euro verkauft werden würde.
  • [männliche Stimme im Hintergrund]
  • Das ist doch… Das hat überhaupt…
  • [Blätterrascheln]
  • … nichts mehr mit Kunst zu tun.
  • WARTE MAL. Das ist aber das SELBE Material. WIRKLICH das selbe Material. Wie da die… diese Leisten. Von dem, was du noch so schön fandest. Cool fandest.
  • Ja aber das ist ja nicht mal schön.
  • Weil das dir zu einfach ist? Zu quadratisch? Zu praktisch? Quadratisch. Praktisch. Gut. Ritter Sport. rittersport-k.jpg
  • Zu baumarktmäßig? Das ist wieder interessant. Es sind alles Baumarktartikel. Aber zu diesen Objekten, die auch diese Baumarktästhetik in… in sich haben. Von der Form her. Also… also das sie rechteckig sind. Und so ordentlich sind. Die gefallen dir nicht. Aber wenns dann schräg wird…
  • Na ich habs mir noch nicht einmal richtig angeguckt. Aber wenn ichs von der Perspektive …
  • [beide lachen]
  • … sehe, finde ichs halt furchtbar!
  • Das sind die Vorurteile! Deshalb gehen wir jetzt mal hin. [kurze Pause]
  • [von weiter weg] Na willst du das [Infoblatt] eigentlich aufheben?
  • Jaja. Ich nehms mit. [Pause] [Schrittgeräusche einer Frau]
  • In Kunst gehen
  • Ob man reingehen darf? Ja?
  • NEIN.
  • Hallo. Da sind Fußabdrücke. [Schrittgeräusche einer Frau]
  • Vielleicht gehören sie ja dazu! [lacht]
  • Das ist wieder eine interessante Frage. Wenn… wenn man so etwas sieht… ähm ähm… Kann man das Begehen oder nicht.
  • [kurze Pause]
  • DOCH. Man darf es begehen. Sonst wäre…
  • Aber warum willst du da jetzt unbedingt rein. Denkst du, du wirst transformiert?
  • NEIN. Aber das ist so etwas wie… wie bei der Grenze vorne. Die wir überschritten haben. Die fandest du als etwas besonderes. Weil… weil du ja in dem Moment Moment über … über die Arbeit gelaufen bist und MIT der Arbeit…
  • [unverständlich, 39:12]
  • … verschwommen bist.
  • Da kann man ja fast sagen: Ein Fahrstuhl ist schöner! [Geräusche aus anderem Raum]
  • Jetzt bin ich in der Arbeit.
  • [Hall von Stimme gedämpft] Na toll. Und wie ist das Gefühl?
  • [kurze Pause]
  • Geh mal rein! Ich glaube, daran fühlst…
  • Naja. Ich bin jetzt schon negativ eingestellt.
  • [kurze Pause]
  • Nein aber du bist doch in… in einem extra Raum.
  • Nö.
  • Mensch das ist so, als würdest du in ein Öl-Gemälde hineintauchen.
  • Das ist so, wie wenn ich in die Dusche hineingehe.
  • [kurze Pause]
  • [Stimme gedämpft] Das könnte eine gute Dusche sein.
  • [lacht]
  • Dassssssss…
  • [kurze Pause]
  • Das ist spittel. Das ist blödsinn.
  • [kurze Pause, Schrittgeräusche]
  • Also jetze bin ich unsicher. Ich würde zum einen gerne die kindliche Zeichnung kaufen. Aber ich würde sogar das nehmen. Weil die ist mir wieder zu … gegenständlich. Also zu sehr ähm…
  • [unterbricht, nicht verständlich, 40:07]
  • WARTE MAL. WARTE MAL. Diese kindliche Zeichnung ist zu sehr auf das SEHEN, auf das SCHÖNE… weißt du? Also du hängst es dir gerne über den Sofa. Sozusagen.
  • Ja!
  • Passt nicht in Wohnung
  • Das krit… Das sehe ich jetzt wieder ein bisschen kritisch. Ich würde sie zwar eigentlich gerne nehmen, aber gleichzeitig finde ich dann so etwas, was… was… was… was… was irgendwie sehr abweisend ist… Das würdest du nicht in deine Wohnung äh … reintun. Das ist zu groß. Das ist zu sperrig. Und es sieht eigentlich nicht schön aus. Von der Ästhetik… von draußen her. Weil es eine Baumarktästhetik ist.
  • Aber das ist ja vielleicht das gute. Weil für mich, als Alltagsmensch, ist das keine Kunst. Weil es … Es passt nicht!
  • Deshalb würde ich es ja wieder…
  • Für den Kunstmarkt und für Händler ist es vielleicht was besonderes. Weils nicht passt. Weils der normale Mensch nicht akzeptiert.
  • Interessant ist, dass wir morgen ja nach Freiburg fahren und mein Kommilitone Kommilitone … die … die… da geht die Ausstellung auch um Baumarktästhetik. Deshalb nehme ich dieses Wort jetzt ständig in den Mund! Weil ich das neu gelernt habe! Mit der Ästhetik und Baumarkt!
  • [fängt an zu lachen]
  • Wir lachen alle!
  • [beide lachen] [kurze Pause]
  • [von weiter weg] Das ist halt cool. Ich meine, das kann man sich hinhängen.
  • DAS findest du cool? Das ist auch Plattware!
  • JA, aber das ist…
  • Ja sag! Ich will jetzt die…
  • Na das macht…
  • Begründung.
  • … den Raum fröhlich. Wenn…
  • [KNIPS]
  • … man sich das zu Hause aufhängt.
  • [kurze Pause]
  • Dir gehts jetze darum, dass es den Raum aufhellt. Und nicht um die Arbeit an sich.
  • Nö.
  • [Pause]
  • Ich bin jetzt echt…
  • Ich meine da ist ja sogar noch mehr drinne. Wenn man hingeht hat man…
  • Wir waren schon wieder nicht nah dran!
  • [vor der Arbeit]
  • Wo denn?
  • Na ist das nicht ein Foto da im Hintergrund?
  • Ach das sind mehrere Schichten?
  • Ja. Ich meine, das hat irgendwas…
  • Das ist doch Wachs irgendwie.
  • DAS… Hier muss man ja sogar sagen… also ich… ähm…
  • MAN.
  • [lächelt] Das ist cool gemacht!
  • [kurze Pause]
  • Wir müssen Batterien einkaufen.
  • [kurze Pause]
  • Nach der Ausstellung.
  • Was braucht das für Batterien?
  • Ne ich öffne das jetzt nicht!
  • [beide lachen]
  • Ich hab sowas zu Hause. Wir fahren dann noch einmal schnell zu mir.
  • Ne. Wir können zu… zu Mikro. Oder wie die heißen. Einfach schnell hin!
  • Ah. Wir gehen dann ja sowieso was essen. Im Kaufhaus! JETZT GEHTS WIEDER UM DAS ESSEN!
  • [lacht]
  • Ich bin wirklich hin und hergerissen. Ich würds gerne selbst…
  • Das ist jetzt aber dein Problem!
  • WARTE MAL. Ja. Aber wir reden doch jetzt darüber. Ich würde gerne so kindlich zeichnen.
  • Ich finde das aber cool.
  • Ich würde gerne so kindlich zeichnen. Auf der anderen Seite sehe ich das eben jetzt mit dem Sofa hier…
  • Das hat nichts mit der Fragestellung zu tun.
  • Welche denn.
  • Naja. Was ist Kunst. Das ist ja jetzt dein Ding.
  • Na aber wir reden ja über MICH. HIER GEHTS NUR UM MICH EIGENTLICH! [lacht] DESHALB FAHRE ICH NACH BASEL!
  • Guck mal! Das ist doch cool! GALERIE FRAGEN, VON WEM DIE ARBEIT IST, WAR nicht in Listen aufgeführt gespraech3-17-k.jpg
  • Das finde ich jetzt wieder… Aber das ist wieder zu sehr …
  • Das ist wie der Teppich. Aber das ist cool.
  • Ne. Das verstehe ich nicht. Das ist so Sechziger.
  • Das… Da… Da gribbelts sogar bei mir.
  • WARUM.
  • Na weil ich das gut finde. Ich weiß nicht warum.
  • Also dann finde ich aber diese schräge…, die du noch… mit dem roten Punkt… Die finde ich jetzt besser.
  • Na nachdem ich das gesehen habe, kribbelts sogar mehr als bei dem! [lacht]
  • Jetzt entscheide dich mal!
  • [beide lachen]
  • Aber das finde ich cool. Das würde ich mitnehmen und…
  • HÄÄÄÄ?
  • … mir hinhängen.
  • Das ist klein. Das wird an die Wand gehangen.
  • Das ist gut gemacht. Es hat Farbe. Und es ist irgendwie… Da kann man sich eher drinne verlieren und so.
  • Es ist aber auch handwerklich nicht gerade ähm… also glatt gemacht. Man sieht halt die Pinselstriche.
  • Ne. Das ist gut!
  • Was er ja will!
  • Das ist halt nicht so billig gemacht wie bei diesem komischen Chaos-Ding.
  • [Ausruf des Erstaunens] Evgenij hat das hier her! Der war ganz stolz darauf, ähm… ähm… äh… das er das so schräg ähm ähm gemacht… GALERIE FRAGEN, VON WEM DIE ARBEIT IST, WAR nicht in Listen aufgeführt gespraech3-18-k.jpg
  • Das ist ein Detail.
  • Das zeig ich ihm. Na das ist wichtig! Der war vielleicht hier!
  • Der war bestimmt nicht hier.
  • [KNIPS]
  • [kurze Pause]
  • [43:45]
  • Wollen wir doch mal was dazu lesen.
  • [Blätterrascheln]
  • Ne. Die sind hier nicht. Ach doch.
  • Ach das ist von der Galerie dann hier. Deren Showroom. Das hat nichts mit da vorne. Mit der Ausstellung zu tun.
  • Ja aber das ist da. Das ist da.
  • [Blätterrascheln]
  • Das gibts nicht!
  • Das ist… das ist von einem Kind gemacht. Bestimmt!
  • [beide lachen]
  • Wieso ist das nicht hier.
  • Das was du besonders gut findest gibts nicht.
  • Das gibts gar nicht!
  • [Blätterrascheln]
  • [kurze Pause]
  • Ne. Das ist von einer anderen Ausstellung.
  • [Schritte von Aufsichtsperson, weit weg]
  • Schade.
  • [Schritte von Aufsichtsperson, kommt näher]
  • [Blätterrascheln]
  • [Schritte von Aufsichtsperson, ganz nah]
  • [Männerstimme: Grüße Sie!]
  • Hallo.
  • Guten Tag.
  • [Blätterrascheln]
  • [ganz leise] Schade. Nicht.
  • Na okay. Jetzt fragst du mich.
  • Die Frage jetzt… Warte. Nenene. Ich frage. Die Frage ist ja, warum bewirkt das bei mir …
  • Das wundert mich.
  • … gar nichts.
  • Mich wunderts, dass es bei dir was bewirkt.
  • Warum.
  • Ich… Ich hab nur verstanden das… mit dem roten Punkt… was bei dir bewirkt. Einfach wegen der Größe. Weils schräg ist. Weils … weils… weils etwas räumliches ist. Nicht Plattware sozusagen ist.
  • Ja. Das ist ja eher eine Plastik. Hier ist es ja eher ein Bild.
  • Das ist auch eine… Das ist ein Halbding. Weil es ist ja eben kein einfaches Bild. Sondern es hat ja mehrere Schichten.
  • Ja aber…
  • Das ist doch Wachs drüber. Oder irgendsoetwas. Du siehst die Pinselstriche und so. Hier sind mehrere…
  • [kurze Pause]
  • [müdes] Hach. Ich finde das so Siebziger!
  • Ja!
  • Das ist bestimmt auch hier … Das ist zweitausend … ne wann ist das? Das hier ist von… Ne. Zweitausendsechzehn. Krass. Das ist so bauhaus. Du. Das sind die Konstruktivisten. Oder… oder wie die…
  • Das mag ich ja zum Beispiel nicht. OGVDS-GW (enlarged) #2, 2016, Acrylic, oil paint, pencil, watercolour and wax on linen on wood, 135x100x4cm, Andrew Bick gespraech3-19-k.jpg
  • … hießen.
  • Na hier gefallen mir die Linien.
  • [lacht] Weil du ein Linienmensch bist!
  • [Pause]
  • [KNIPS]
  • [Tür fällt ins Schloss]
  • [lacht]
  • Sollen wir dann gehen?
  • Ja. Batterie aufladen.
  • Komm!
  • [unverständlich, 46:02]
  • [Aufnahme beendet]
  • [Aufnahme Anfang, vor der Galerie]
  • [Straßengeräusche]
  • Was hast du gerade gefragt?
  • Ich habe gefragt: Bringt dir das was. Hast du das Gefühl, du gewinnst hier Erkenntnisse.
  • [kurze Pause]
  • Ich überlege.
  • [Motorrad fährt vorbei]
  • Also die Arbeiten an sich nicht. Außer dass ich jetzt halt wieder eine Idee habe, wegen kindlicher Zeichnung. Also groß machen.
  • Also für dich selber, was du machen könntest.
  • Jaja. Okay. Aber das habe ich ja immer, wenn ich in eine Ausstellung gehe. Aber warte mal…
  • [Schlüsselrascheln]
  • … ich überlege gerade. Also was du gesagt hast, über unsere Diskussion.
  • Ja.
  • [kurze Pause]
  • Naja. Sie bestärkt mich vor allem darin… auch schon bei Alexander…, dass es eigentlich am Ende nur darauf ankommt, dass ihr fasziniert von etwas seid. Von der Oberfläche. Das heißt entweder es muss groß sein. Es muss schräg sein. Es muss halt für dich etwas besonderes sein.
  • Obwohl die Leinwand nicht groß ist. [Arbeit in Galerie]
  • Das wundert mich eben noch. Und die Arbeiten gibts in dem Katalog gar nicht.
  • [lacht]
  • Die gibts gar nicht. Die sind nicht da! Ne, aber die fand ich halt… Die haben mich auch angesprochen. Sofort. Die haben sogar etwas bewirkt.
  • [Reißverschluss-Geräusch]
  • Naja, das war gar nichts.
  • Das sag ich jetzt nicht nur, um anti zu sein.
  • Komm wir fahren jetzt zum ESSEN.
  • Was wollen wir denn essen.
  • Wir gehen zu Mikro.
  • Ne ich will aber mich irgendwie wo hinsetzen.
  • Jaja. Ne wir gehen…
  • Ne im Mikro kaufen wir jetzt bloß die…
  • Da kann man…
  • … Batterien.
  • … schön auf dem … Wir gehen in ein Kaufhaus.
  • Achso. Da wo man sich oben auf die Terasse setzt.
  • Ja.
  • [Glockenbimmeln]
  • Ich habe hunger.
  • [lacht]
  • Willst du noch was sagen?
  • Ne. Aber das wird doch nicht aufgezeichnet!
  • NATÜRLICH!
  • Schreibst du das dann auch auf?
  • [fröhlich] Ja!
  • Das du hunger hast? [lacht]
  • WEIL… Als… Als ich … Als… Als ich bei Oma war, in der Pension, da kam dann plötzlich Elke rein. Johanna kam rein. Und dann haben die sich über Lidl unterhalten. Über…
  • [lacht]
  • … über irgendwelche Pillen, die Oma äh bekommen sollte von Johanna. Und äh… und… und über Pullover, die ich von Olaf bekommen könnte. Hatte Elke mich gefragt.
  • [Kinderstimmen]
  • Das wurde ALLES mit aufgezeichnet. Und DAS… Und das finde ich aber gerade das gute. Weil wir haben zwar über Kunst geredet, aber eigentlich ist das… kommt dann der Alltag wieder rein. Weißt du? So ganz normale primitive Fragen. Und so.
  • Na gut. In so einer Galerie kommt jetzt nicht der Alltag…
  • Na wir haben jetzt über Essen geredet.
  • Ja aber wir sind ja draußen. Am Fahrrad.
  • Und haben drinne angefangen über Essen zu reden.
  • NATÜRLICH! Weil das eine wichtige Sache ist!
  • [Aufnahme Ende]