[X]Sie sehen gleich die Aufzeichnungen eines KunststudentenDiese sind subjektiv, unvollständig und nicht frei von inhaltlichen sowie othographischen Fehlern.(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

frfr@hgb-leipzig.de
Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Centre Georges-Pompidou, Paris
Centre Georges-Pompidou, Paris
Ausstellung Panorama, Gerhard Richter, im Musée National d'Art Moderne, Centre Georges Pompidou, Paris
Ausstellung Panorama, Gerhard Richter, im Musée National d'Art Moderne, Centre Georges Pompidou, Paris
Gerhard Richter - Painting, 2011 (produziert), 2012 (erschienen)
Gerhard Richter - Painting, 2011 (produziert), 2012 (erschienen)
Modell der Ausstellung Panorama, Gerhard Richter
Modell der Ausstellung Panorama, Gerhard Richter
aus dem Werbefilm, Agora Gallery, New York
aus dem Werbefilm, Agora Gallery, New York
Galerie Michael Schultz, Berlin
Galerie Michael Schultz, Berlin
STANDBY, Ausstellung im 2. Studienjahr, Halle 14
STANDBY, Ausstellung im 2. Studienjahr, Halle 14
Screenshot, Ausstellung STANDBY, Website Martin Wühler
Screenshot, Ausstellung STANDBY, Website Martin Wühler
Werkstatt Plastisches Gestalten wegen Schnitzholz, evtl. Linde mit Bachmann zum EVG Holzhandwerk, FSG Furnier u. Schnittholz (Borsdorf) und Leipziger Kisten- und Leistenfabrik mit Auto gefahren Diplom Theorie Gespräch mit Alexander weiter transkribiert
  • Also zumindestens wenn nicht öffentlich finanziert, ne? Also diese Einschränkung würde ich nie vornehmen…
  • Doch.
  • … was bei Museen ist
  • Aber sowas von.
  • Ähm, ne. Ich würde diese Einschränkung nicht machen, dass sie immer öffentlich finanziert ist. Das zugänglich machen von Kunst. Das würde ich nicht.
  • Öffentliche und private Museum
  • Aber es wird doch andere Kunst anders gezeigt in einem öffentlichen Museum als in einem privaten. Da sind doch die Mittel ganz andere. Zum Beispiel.
  • Aber wo sollen da die Unterschiede sein?
  • Na zum Beispiel meckern, so viel ich weiß, die öffentlichen Museen ständig rum, dass sie nicht so viel Geld haben, um die Millionenbeträge für irgendwelche Kunstwerke, die eigentlich relevant sind, im Kunstbereich, äh äh zu bekommen. In ihr Archiv mit aufzunehmen, weil es ganz viele Privatsammler gibt, oder Privatmuseen, die das halt aufbringen können. Das Geld. Weil die nun einmal große äh äh Gelder dahinter haben. Und das Museum ist eben nicht.
  • Ich weiß…
  • Ich meine jetzt nur. So als Beispiel.
  • Fürs Ausstellen bezahlen
  • Also ich weiß es nicht. Ich weiß es nur vom Museum Pompidou in Paris, dass man äh … äh … das man erst einmal Geld zahlen muss, um überhaupt dort ausstellen zu dürfen. Centre Georges-Pompidou, Paris pompidou-k.jpg
  • Wasn das für ein Museum?
  • Ja. Also das ist ein großes Nationalmuseum in Frankreich.
  • Wie, da musst du dafür bezahlen, dass du was ausstellen darfst?
  • Ja, natürlich.
  • Damit du die Räume nutzen darfst?
  • Damit ich die Räume nutzen darf.
  • Ah dir gehts jetzt um die Räume, nicht um die Kunst, die gezeigt wird.
  • Na… na es ist halt so, dass äh ähm, es gibt halt ähm einmal diese … diese Dauerausstellungen, auf verschiedenen Etagen, auf verschiedenen Ebenen. Und äh diese äh das sind … weiß ich nicht… vielleicht sinds manchmal Leihgaben von einem anderen Museum…
  • [zustimmendes] Mhm.
  • Ähm aber äh muss dann entsprechend auch versichert werden. Aber derjenige, der die Leihgabe gibt, bekommt oft kein Geld dafür, dass er das dort ausstellt. Sondern das Museum muss halt dafür gucken, dass es hochversichert ist und äh und dass es halt äh an Wert nicht verliert. [13:20]
  • Aber man muss dafür doch nichts bezahlen, dass eine Arbeit ausgestellt wird.
  • Gerhard Richter Gerhard Richter
  • Also äh… also bei den Dauerausstellungen nein. Ähm, aber es gibt halt diese diese Wechselausstellungen. Also Gerhard Richter Gerhard Richter war ja auch mal in Paris. Und ähm für diese Wechselausstellungen muss der Künstler richtig Geld in die Hand nehmen, damit sie ihre Kunst dort überhaupt zeigen können. Ausstellung Panorama, Gerhard Richter Gerhard Richter, im Musée National d'Art Moderne, Centre Georges Pompidou, Paris richter-pompidou-k.jpg
  • Hat Richter dafür was bezahlen müssen?
  • Ich gehe ganz stark davon aus. Und er und äh die refinanzieren natürlich diese Kosten auch dadurch, dass die dann Plakate und Postkarten verkaufen und natürlich auch dass sie vielleicht Werke verkaufen oder dass ihr Name wieder bekannter wird. Oder berühmter wird. Oder wie auch immer.
  • Also… bei Gerhard Richter Gerhard Richter weißt du, dass er da ausgestellt hat?
  • Genau.
  • Ok, dann gehe ich … ich recherchiere das noch mal… gehe ich jetzt davon aus, dass Gerhard Richter Gerhard Richter gar nichts organisiert hat. Er ist ein bekannter Mann. Das heißt, dass irgendjemand äh äh, der in sehr sehr gut findet, der viel Geld hat, ihn halt ausstellen wollte. Und die dann halt gesagt haben: Ok, äh da machen wir da. Oder das Museum ist selber auf ihn zugegangen und wir würden gerne ein großes Ding… aber ähm äh die müssen da halt arbeiten. Die haben nicht persönlich mit Gerhard Richter Gerhard Richter geredet. Da bin ich mir ganz sicher. DER hat es gar nicht nötig, irgendwo …
  • Also das glaube ich ist anders …
  • … auszustellen.
  • … weil es gibt ja ne Dokumentation über Gerhard Richter Gerhard Richter Gerhard Richter Gerhard Richter - Painting, 2011 (produziert), 2012 (erschienen) richter-dvd-k.jpg
  • Die hab ich auch gesehen!
  • … und auf DVD jetzt noch. Und äh da sieht man, dass äh sein… er hat wie so ein kleines Büro hat, wo sie Anrufe entgegen nehmen und so. Und die organsisieren zum Beispiel die Ausstellungen von Gerhard Richter Gerhard Richter selbst!
  • Mhm.
  • Gar nicht die Museen. Sondern dann … die fliegen dann in alle Welt, in Tokio war das zum Beispiel vor zwei Jahren. Und äh seine Mitarbeiter sagen dann vor Ort äh wo die hingehängt werden. Äh wie sie verpackt werden.
  • DAS ist aber was anderes!
  • An welche…
  • Künstler gestaltet Ausstellung mit
  • Es geht doch jetzt… Ja aber warte mal! Dir gings doch jetzt darum, dass der Künstler dafür bezahlen muss, dass er da ausstellen darf. Was DU jetzt gesagt hast, das hab ich ja auch gesehen, mit den Grundrissen und so, wo die dann… Modell der Ausstellung Panorama, Gerhard Richter Gerhard Richter richter-pompidou-modell-k.jpg
  • Ja genau.
  • Das find ich doch super, dass das der Künstler oder oder ein kleiner Stab halt selbst macht. Weil die kennen sich da aus, die wolln ne Wirkung…
  • [zustimmendes] Ja, ja.
  • … für die einzelnen Arbeiten. Dies dies ist doch super!
  • Aber gut, dass kannst musst du recherchieren. Ja.
  • Ich guck noch einmal! [nicht verständlich, 15:15]
  • Sag noch mal den Namen von diesem Museum.
  • Pompa… Pompidou, glaube ich. Pom… mhm… Musem Nationalmuseum. Es wird nur Pompidou abgekürzt oder so.
  • Paris ja?
  • Genau. ÄHM.
  • Da gucke ich dann nach wegen …
  • Galerien
  • Zum Beispiel ist ja dann auch schwierig, wenn man dann zwischen Galerien und Museen abrenzt. Und in den Galerien musst du IMMER Geld zahlen, damit du deine Kunst dort ausstellen darfst.
  • [wissend] Nein. [Pause]
  • Ne. Galerien funktionieren ganz ganz anders. Im Normalfall. Es gibt Ausnahmen. Zum Beispiel in New York fällt mir eine ein, wo du als Künstler Geld bezahlen sollst, dafür, dass du in New York in dieser Galerie und so… Das ist dann aber lediglich, damit du in deine Biografie äh reinschreiben äh kannst, du hast in New York mal ausgestellt. aus dem Werbefilm, Agora Gallery, New York agora-gallery-k.jpg
  • [von weiter weg] Also ich zum Beispiel bekomme immer Post von einer Galerie. [Stimme wird wieder lauter] Und zwar Schultz Contemporary. Und wenn ich dort als Künstler ausstellen WÖLLTE, müsste ich Geld dafür bezahlen…
  • [laut ins Mikrofon] JA.
  • …, dass ich diese Ausstellungsräume benutzen darf.
  • Lass uns mal auf die Internetseite gehen Du suchst… ach du hast schon. Genau mach mal da. Aber das, das sind Ausnahmegalerien. Die gibts auch und da gehts halt um eine Geschäftsidee. Ne? Die müssen halt ihr Geld verdienen und normalerweise gehen aber Galerien… wir können ja ganz kurz darüber reden… Galerien gehen ja normalerweise so ran, dass sie ähm äh Künstler ähm in Vertrag sozusagen haben. Also die kommunizieren richtig mit ihnen. Die haben nen Vertrauensverhältnis. Und äh und das die Galerie alles managt. Äh … äh … äh die Räume äh bezahlt. Und Vernissagen und so weiter macht. Und am Ende dann für den Verkauf Provision bekommen. Was ziemlich hoch ist. Ich glaube fünfzig, sechzig, siebzig Prozent. Oder so. Da müsst ich noch einmal gucken, wie die normalen Preise sind. Das heißt der Künstler bezahlt NICHT dafür, dass er da ausstellen darf. Sondern er muss natürlich dann indirekt dann äh ähm … die Galerie mit bezahlen. Aber die muss nun einmal auch überleben, ne? Das ist deren Prinzip. Aber der Gal… der Künstler geht das Risiko nicht ein. Was du jetzt sagst. Am Anfang bezahlt er bereits tausend Euro um da einmal ausstellen zu dürfen. Galerie Michael Schultz, Berlin schultz-k.jpg
  • [leises] Ja. Ok…
  • DAS IST NORMALERWEISE eben nicht so, aber…
  • … ich will mich da jetzt auch nicht so festlegen.
  • NEIN NEIN
  • Ich meine doch nur, dass es sowas gibt.
  • Künstler bezahlen
  • NA ich kenn… ich kenn das ja eben … in New York. Da war aber meine Hauptkritik im Kopf gleich automatisch, dass machen die Künstler oder die HOBBYkünstler dann halt NUR, um in ihrer Biografie drinnestehen zu haben, … sie haben mal in New York ausgestellt. Ne Ausstellung gehabt.
  • Und warum soll es umgekehrt nicht auch so sein, dass … ähm… dass ein New Yorker Künstler in Berlin… in einer Berliner Galerie gerne ausstellen möchte und deshalb dafür Geld in die Hand nimmt? Warum soll es nur einseitig funktionieren?
  • ICH DENKE, es ist ähm… [Pause] Es geht doch darum, WARUM wird jemand WO ausgestellt. Und ist es nicht viel ähm viel bedeutender, auch für den Künstler selber, wenn er eine Einladung bekommt? Weil er halt zu irgendwelchen äh Themen oder so ähm ne Werkgruppe hat oder so und … und nen Galerist hat ihn halt entdeckt. Auf irgendeiner Vernissage oder so. Und und und die Galerie dann halt auf IHN zutritt und sagt äh ähm, wir würden dich gerne ausstellen, weil das Punkt so und so passt. Das ist doch für den Künstler viel viel sympathischer, weil er dann halt nicht äh ähm Geld in die Hand nehmen muss. Und gleichzeitig er, dass andere Leute seine Kunst sehen WOLLEN. Ausstellen wollen.
  • Ja.
  • [zeige auf Website] Dieses Prinzip ist ja anscheinend ein anderes hier. [Pause] [18:20]
  • [leise] Ich mag es übrigens nicht. Dieses Prinzip. Da gibts jetzt einige. Ja… [lange Pause]
  • Ausstellen für die Biografie
  • ICH MEIN. Einfaches Beispiel, was jetzt noch nicht aber direkt große KUNST ist, wäre jetzt die Ausstellung vom Grundkurs gewesen. Also von der Hochschule. Ne? Da sind wir auch in die Spinnerei gegangen und haben uns eine große Halle gemietet. So. Und die kostet dann auch nen paar tausend Euro. Dreitausend oder so. STANDBY, Ausstellung im 2. Studienjahr, Halle 14 standby-halle-k.jpg
  • Ja.
  • Und die mussten halt die Studenten aufbringen.
  • Ja! Klar.
  • Ja, aber da ging um eine Ausstellung von einem Semester. So. Das würd ich … da hat man halt einen Raum gesucht. Natürlich sollte der dann gut wirken. Ne? So vom Namen her. Und so. Spinnerei und so weiter. Und das hat ja… das hab ich dir glaube ich schon erzählt, ein Kommilitone Kommilitone eben gleich genutzt. Auf seiner Website, die schwarz mit großem Namen und so weiter ist, äh, äh da hinzuschreiben, ähm äh Ausstellung in der Spinnerei Leipzig. So. Aber nicht angegeben, dass das halt ne Grundstudium-Ausstellung war. So von der Hochschule. Screenshot, Ausstellung STANDBY, Website Martin Wühler wuehler-k.jpg
  • Mhm. [19:30]
  • Was … weil ER wollte… Deshalb meine ich eben, ich glaube viele machen das, um in ihre Biografie etwas etwas reinzuschreiben, was gut wirkt. Aber darum gehts mir jetze nicht. Ich denke dir jetze auch nicht. Das ist jetzt ein Geschäftsmodell, was wir durchgehen.
  • Ja. Ja ja. Ok dann…
  • Aber was stand denn da, was steht denn da jetzt vom Konzept her?
  • Ähm. Man findet leider gar nichts. Also man…
  • Na dann guck ich da im Internet noch einmal nach.
  • … Kontaktmöglichkeit und äh nur wo sie beschreiben, ähm, wie sie …
  • Ich guck da noch einmal nach!
  • … was sie für Ausstellungen organisieren. Aber leider nichts von wegen, ähm, „Sie möchten bei uns ausstellen, bitte melden Sie sich“. Das steht da leider gar nicht.
  • Ich guck mal nach. Ich meine, irgendwo wird das stehen. In einer Pressemitteilung oder so.
  • [zustimmend] Mhm.
  • Das ist kein Problem. Das interessiert mich jetzt auch. [kurze Pause]
  • Genau, mach das!
  • ABER DAS SIND, aber das sind jetzt Sachen, die außerhalb eigentlich äh äh der … wir gehen ja gerade durch, was gibts für Geschäftsideen…
  • Aber stell mal deine…
  • Geldverdienen mit Kunst
  • … WAS BEI DIR ABER WIEDER GANZ, ECHT… WARTE MAL … WAS BEI DIR ABER WIEDER MAL sehr sehr interessant ist… weil ich hatte dir ja schon geschrieben, du bist eben der, der bei mir so rüber kommt: Bei allen Gesprächen… dir gehts am Ende um das GELD. Um das Verdienen mit Kunst. Wir hatten das jetzt mit dem Zoo halt. „Mach doch mal die und die Motive! Das sieht doch schön aus! Und da gibts bestimmt dann Käufer, weil es halt äh äh etwas Neues ist“… und keine Ahnung was. Ich stimme dir ja zu. Aber dir gehts da immer um das Geld verdienen. Wie bei Gerhard Richter Gerhard Richter. Und so. „Mach doch mal nen großes Bild! Ihm nach und verkaufs bei eBay. Und so weiter und so fort“ [20:55] Aber das PASST ja. Deshalb deshalb KOMMST du gerade darauf! Das ist echt interessant! Du schläust mich immer wieder in dieses Verkaufsding rein! Aber darüber reden wir noch. Weil das ist ja dein Zugang. Irgendwie da. Äh. Dahin. Denke ich mir jetzt mal.
  • Kunst als Geschäftsmodell
  • Also KUNST… Ja… Kunst ist ein Geschäftsmodell. Das glaube ich. Ja.
  • Kunst ist ein Geschäftsmodell?
  • Ja.
  • Für für für wen? Für den Künstler oder für die, die drumherum sind?
  • Sowohl als auch. [kurze Pause]
  • Ist das jetzt nen Vorwurf, den du ALLEN Künstlern …?
  • Das ist GAR KEIN Vorwurf.
  • Naja, für mich klingt das so. Geschäftsmodell?
  • Nein. Nein. Ist ja nicht negativ.
  • Gut, aber…
  • … sonst wärs vielleicht, wenns jetzt negativ gemeint wäre.
  • ICH…
  • Aber…
  • ICH stelle mir vor… ICH STELLE … nein… ICH STELLE mir vor, dass viele Künstler äh äh dir einen in die Fresse schlagen würden, weil…
  • Das glaube ich nicht.
  • DOCH. Weil sie halt äh äh Kunst eben außerhalb des des Geldverdiens sehen. Außerhalb dieser äh äh dieses Kapitalismusding. Sondern äh ganz ganz andere IDEALE eigentlich haben. WARUM sie Kunst machen.
  • Künstler und Alltagssorgen
  • Wie… wie will denn der Künstler seine Brötchen Sonntags auf dem Tisch haben?
  • [überlaut] M-E-N-S-C-H! DAS IST DOCH EINE GANZ ANDERE FRAGE! Das das… du FRAGST jetze wieder, WIE … wie … er muss ne Wohnung bezahlen. Und so weiter und so fort.
  • Ja.
  • Das sehe ich doch ein!
  • Sein… seine Werkstatt.
  • Das heißt doch aber noch lange nicht, dass die INTENTION Kunst zu machen, automatisch ist, man muss Geld verdienen. Und davon bist du jetze ausgegangen.
  • Beruf Künstler
  • [festlegend] Es ist eine Art Beruf. [kurze Pause]
  • Was is ein Beruf?
  • Es ist eine Art Beruf. Den jeder ausübt. [22:15]
  • Wenn du jetze steuerrechtlich rangehst, äh, wie das im Internet dann auf äh auf äh… Ich hab mich da auch mal…
  • Steuerlich würde…
  • … eingelesen.
  • Steuerlich würde man von der Einkunftsart sprechen.
  • Ja.
  • Das stimmt. Aber äh das meine ich gar nicht. Sondern äh äh…
  • Naja, es gibt ne Künstlerdefinition bei Wikipedia und da gehts halt darum, äh äh, du bist Berufskünstler, wenn du, also wenn du soundso viel Geld damit verdienst und dein Leben finanzieren kannst.
  • Nur er muss doch, er muss doch, Er muss doch von irgendwas leben können.
  • Gut.
  • So und äh wenn er jetzt äh ähm nicht vermögend ist oder aus anderen Quellen schöpfen KÖNNTE… Wenn die ihm nicht zur Verfügung stehen…
  • Mhm.
  • Verkaufskünstler
  • …, dann muss er sich Gedanken machen, äh, ähm, zu welchem Zeitpunkt er halt sein … seine Kunst veräußert. Und in dem Moment Moment, wo er anfängt diese Kunst nur DESHALB zu veräußern, um sein Lebensunterhalt damit zu bestreiten, ist das in meinen Augen automatisch für ihn auch ein Geschäftsmodell. Weil … er betreibt ein Geschäft.
  • In meinen Augen ist das dann keine…
  • [unterbricht] Er kauft …
  • Ja, aber in meinen Augen…
  • [unterbricht] … Farbe
  • Ja.
  • Macht daraus etwas und verkauft das ganze.
  • Ja. In meinen Augen ist das dann nicht mehr äh die Kunst, die Künstler normalerweise anstreben. Es gibt Verkaufskünstler. Davon gibts ganz viele.
  • Kritik an meine Interviewführung
  • JA ABER die Frage ist doch, …
  • Die machen [unverständlich]
  • [unverständlich, 23:25] … im Rahmen des Interviews von DEINER Ansicht, wie definiere ich Kunst…
  • NAJA, ES SOLLTE…
  • überzeugen möchtest, oder…
  • OK.
  • … du dich dafür interessierst…
  • H-A-L-L-O
  • [unverständlich]
  • Mich INTERESSIERT natürlich deine, aber ich hab … natürlich möchte ich trotzdem Fragen stellen können, damit DU dann dann noch näher darauf eingehen kannst. Also dass du dann nicht auf einer oberflächlichen Beantwortung stehen bleibst. Und dann glaubst du das bis zum Lebensende!
  • Ja.
  • Sondern du sollst ja selbst hinterfragen können. Vielleicht… ich will dir ja nur sagen, dass ich anderer Meinung bin. So.
  • Das ist auch gut so.
  • Das wissen wir ja.
  • Das wäre ja schlimm, und…
  • [unterbricht] OK, dann gehen wir auf deine noch einmal ein! Dann, bevor ich, ich soll jetzt ja gar nicht meine sagen, sondern ich glaube deine Meinung…
  • Sicht aus der Rechtswissenschaft
  • Nur ganz kurz. Also ich äh … ich arbeite ja äh… in der Rechtswissenschaft.
  • Ja.
  • So.
  • Irgendwas mit Krankenkasse!
  • NEIN NEIN GAR NICHT! [allgemeines Lachen]
  • Gar nichts mit Krankenkasse. Überhaupt nicht. Sondern …
  • RAUSSTREICHEN DIESEN SATZ. DARF DER PROFESSOR NIE HÖREN!
  • … mit Steuerrecht. So und nun pass mal auf. Und zwar äh Rechtswissenschaftler müssen Kunst äh im rechtlichen Sinne definieren.
  • [knappes] Ja.
  • Und zwar äh sie müssen überlegen, wie ordnen sie Kunst … unter welcher Einkunftsarten, [unverständlich, 24:25] sie Kunst. Sie müssen äh über das Urheberrecht entscheiden. Dann äh müssen sie über Kunstfreiheit, zum Beispiel dieses äh ähm äh dieses Gedicht, was ja über den türkischen Präsidenten… dieses Schmähgedicht… Also sie müssen Abgrenzung schaffen, was ist Kunstfreiheit. Das heißt, also gerade Rechtswissenschaftler beschäftigen sich – ich persönlich jetzt nicht – aber die beschäftigen sich aus rechtlicher Sicht sehr äh stark mit dem Kunstbegriff. Und äh da ist es nur gut, dass es viele Rechtsmeinungen darüber gibt, was Kunst ist. Was Kunst darf. Und was Kunst äh äh für eine Bedeutung hat. ÄHM. Aber das ist vielleicht äh äh…
  • Aber das sind doch…
  • … aus seinem speziellen Rechtsgebiet heraus Fragen.
  • Das sind dann am Ende um Gesetze machen zu können. Um das sozusagen in eine Form reinzupacken.
  • Nein nein. Gar nicht. Weil äh ähm…
  • Aha.
  • Kunst im Grundgesetz
  • Der Begriff Kunst, der kommt in verschiedenen Gesetzen schon vor. Er ist also schon geschrieben. Der Gesetzgeber hat…
  • Eigentlich krass. Ne?
  • … diesen Begriff Kunst äh als Substantiv halt in die Gesetzgebung…
  • Hat er das dann auch definiert? Also mit der Kunst meine ich?
  • Der Gesetzgeber definiert solche Begriffe in Gesetzen sehr sehr selten. Sondern das ist dann äh Aufgabe derjenigen, die das Recht anwenden.
  • Warum macht der das nicht? Ich meine… wenn der ein Gesetz schreibt, sollte er doch dann auch sagen, wie ein Philosoph halt, was versteht man unter dem und dem Wort.
  • Ja. Vielleicht weil…
  • Gesetzgeber kann Kunst nicht definieren
  • … weil er es nicht kann!
  • … weil Gesetze immer auf eine Vielzahl von Sachverhalten angewendet werden müssen. Und zwar nicht nur von dem Standpunkt aus, wo das Gesetz geschaffen wurde. Sondern das Gesetz soll ja auch beständig sein. Über zehn, zwanzig, vielleicht hundert Jahre. Soll das ja bestehen. Und vielleicht ändert sich in der Gesellschaft auch der Kunstbegriff im Laufe der hundert Jahre. [26:00]
  • Das wollte ich gerade… Ja.
  • Kunstfreiheit
  • Und auch der Begriff der Kunstfreiheit ändert sich. Und deswegen ist der Gesetzgeber natürlich gut beraten, äh, da nicht voreingenommen bestimmte Begriffe zu eng zu definieren. Weil er sie dann später unter den Gesetzestexte nicht mehr subsumieren kann. Äh aber was ich nur sagen wollte, ist, äh, es ist GUT, wenn es immer mehrere Ansichten über etwas gibt, was was Kunst sein kann. Ja? Also zum einen ist es geeignet für ein Streitgespräch. Für eine Diskussion. Und äh ähm zum anderen ähm, ist … sind solche Begrifflichkeiten wertegebrägt und zeit… sie sind nicht zeitlos. Ja? Sondern sie verändern sich mit der Zeit.
  • Na das ist ja wichtig. Genau.
  • Genau. Und deshalb finde ich es gut, wenn du eine andere Ansicht hast. Aber ich glaube, du möchtest ja gerade MEINE Ansicht..
  • Ansichten Gesprächspartner hinterfragen
  • [unterbricht] Ich möchte natürlich deine Ansicht hören.
  • … heraushören.
  • Aber ich möchte sie hinterfragen. In Frage stellen.
  • Das kannst du machen, bitte.
  • Geschäftsmodell Kunst
  • Also. Warte mal. Nur es zusammenzufassen. Du sagst, dass äh ähm, dass [kurze Pause] der Ausgangspunkt für Künstler, warum sie Kunst machen, hauptsächlich eben darin liegt äh den Lebensunterhalt zu verdienen.
  • Ne, das glaube ich gar nicht.
  • Aber hast du das nicht gesagt?
  • Nein. Ich habe nur gesagt, dass Kunst für mich ein Geschäftsmodell ist. Aber ich hab nicht gesagt, dass äh äh dass äh Ausgangspunkt, warum jemand Kunst macht, äh äh eben das ähm äh äh Geld verdienen ist. Weil das ist … man sagt ja nicht oft, nicht nicht oft genug, dass Kunst eine brotlose Kunst, also ein brotloses Unterfangen ist.
  • Ja.
  • Nein ich glaube, ähm [Räuspern] Ausgangspunkt warum jemand sich entscheidet ähm etwas zu schaffen, mit Gedanken, mit seinen Händen, mit seiner Sprache, … Wie auch immer. … Ist, dass er entweder glaubt eine Begabung zu haben, oder dass er, äh was gelernt hat, was er jetzt äh anwenden will.
  • Handwerk Handwerk und Kunst
  • Handwerklich genau.
  • Handwerklich, genau. Also sogar vielleicht schon Handwerk Handwerk. Also zum Beispiel kommt mir jetzt in den Kopf, ähm jemand der mit einer Motorsäge Holzstämme zu Figuren verarbeitet. Das ist entweder eine Begabung oder er hat es gelernt. Es ist ein Können. Es ist ein Handwerk Handwerk. Und äh anschließend ähm verkauft er diese… diese Figuren. Diese Holzfiguren auf Märkten. Und äh gerade in den USA, wo ja fast alles nur Holzhäuser sind, ähm …
  • Mhm.
  • … da wird viel mit Holzkunst am Bau auch gearbeitet. Und da sind diese Menschen nicht unbedingt gefragte Handwerker, sondern auch gefragte Künstler! Und ähm. Ähm.
  • Eine ganz schwieriges Gebiet. Zwischen Handwerk Handwerk und Kunst zu unterscheiden.
  • Äh genau ich…
  • Kunsthandwerk. Was ist…
  • Genau ich würde es mir auch nicht trauen. Diese Unterscheidung, wo endet Handwerk Handwerk
  • [unterbricht]
  • … äh und wo beginnt Kunst. Oder umgekehrt. Ist Handwerk Handwerk
  • Ja.
  • … nicht Kunst oder ist Kunst nicht Handwerk Handwerk? Äh diese dieses mag ich nicht beantworten können.
  • NUR GANZ KURZ. Ich denke, dass in Kunst Handwerk Handwerk drinne steckt, aber nicht bloß Handwerk Handwerk ist. [kurze Pause] Dann wäre es Kunsthandwerk.
  • Das ist eben eine…
  • [unterbricht] Da steckt eben halt was drinne, was auch also ähm [unverständliches Übereinander]
  • JA WARTE WARTE MAL!
  • Begabung und angelerntes Können
  • niemand Kunst macht, weil er glaubt eine … A und
  • … Begabung …
  • …zu haben.
  • WAS WAS Was verstehst du unter einer Begabung?
  • Mhm. [überlegt] Ich bin begeistert von Menschen, die ähm ein musikalisches Gehör haben und wenn sie sich ans Klavier setzen können und innerhalb einer halben Stunde ein Lied schreiben können.
  • Wasn ein musikalisches Gehör?
  • Ääähm. Also es gibt Menschen, die äh äh Töne hören und sofort auf einem Instrument umsetzen können. [29:15]
  • Kann man das nicht lernen?
  • Ähm das weiß ich nicht. Ob man das in DER Perfektion erlernen kann.
  • Perfektion weiß ich nicht. Aber mein Orgellehrer hat zum Beispiel versucht ähm mir das zu lehren…
  • [unterbricht] Das meine ich …
  • Welche Akkorde er spielt. Das ich höre und sage.
  • … Das es vielleicht gut wird, aber vielleicht nicht so gut, als wenn man schon diese Begabung mitbringt. Also das man aus dem Lied schon heraushört, äh, welche Instrumente äh werden verwendet, äh welche Harmonien, ähm welche Noten, ähm welcher Takt…
  • Das lernt man mit der Zeit.
  • Äh.
  • Das lernt man mit der Zeit.
  • Ich glaube aber, dass es eben … ja das sage ich ja! Ich will das auch gar nicht … ich ich ich will das … ich will die Begabung und das Können gar nicht zu stark von einander abgrenzen. Ich sage nur: Entweder man hat die Begabung und macht deswegen etwas. In seinem Leben. Oder man hat das Können, weil man es eben gelernt hat. Weil man es vielleicht studiert hat.
  • Ok.
  • Und ähm. Ähm. Weil mans ganz oft gemacht hat.
  • Okay. Also Begabung meinst du ist etwas, was halt bereits in einem drinne steckt. Ob man wollte oder nicht. In den Genen oder keine Ahnung was. Äh. Oder ein perfektes Gehör oder … Ne etwas ETWAS …
  • [unterbricht]
  • … etwas was man nicht als außergewöhnlich sagen würde, weil die meisten es nicht haben. Und die andere Möglichkeit von [unverständlich, 30:20] wäre halt, äh, das Handwerk Handwerk. Meinst du jetze?
  • Genau. Das Lernen, das Wiederholen.
  • Ok.
  • Das Festigen.
  • Ich denk, das ist aber beides miteinander verbunden. Weil Begabung …
  • Das eine schließt das andere nicht aus.
  • Genau. Weil wenn ich mir jetzt vorstelle, einem Musikstudent wurde wurde bestimmt am Anfang gesagt „Oh du bist begabt“ und dann lernt der aber immer mehr und so weiter. Also das das äh das bildet sich ja dann…
  • Ja.
  • Zusammen. Sozusagen.
  • Ja.
  • Zu einem großen Ding.
  • Ja.
  • Das ist sozusagen für dich der Ausgangspunkt für Künstler. Ich überlege gerade, was … ICH WILL. WARTE MAL.
  • komische Definition von Künstler
  • Künstler… Künstler ist ja ähm [kleine Pause] ähm [kleine Pause] äh [kleine Pause] Künstler sind vielleicht die, die Kunst machen. Die Kunst schaffen. [überzeugt] Das sind Künstler!
  • Na das war jetzt ne … Jetzt hast du Künstler und Kunst in einem Satz als Definition gebracht.
  • Genau.
  • Kunst ist das, was Künstler machen.
  • Genau.
  • Das ist jetzt wieder so… Da kannste die Mülltonne treten.
  • Das weiß ich nicht. Das weiß ich nicht.
  • NA MENSCH. WENN DU… Wenn du etwas begründest, Kunst mit Künstler, Künstler kommt von Kunst begründest, dann hast du doch jetzt … ja wie heißt denn das jetzt? Dafür gibts son Wort.
  • Ja aber gut. Das ist doch das selbe wie ähäh der Maurer ist… Maurer weil er mauert!
  • NA DIS … GENAU DAS MEINE ICH EBEN!
  • Ja.
  • Das ist ein Selbst…
  • Der mauert, also ist er…
  • DA GIBTS!
  • … Maurer
  • Da gibts nen Begriff für.
  • Der Kunst schafft, ist Künstler.
  • JA, aber damit hast du überhaupt nichts definiert. Damit hast du alles in der Luft. Weil ein Maurer mauert.
  • Wer Musik macht ist Musiker.
  • Nö. Ich bin… ich musiziere, bin aber kein Musiker.
  • Berufsbild Künstler, Eigenschaften
  • Das ist interessant, was du gerade sagst. Weil … ähm … Nur das jemand mauert oder das jemand Musik macht oder das jemand Kunst macht, macht ihn noch nicht zu diesen … Berufsbild oder dieser Bezeichnung. Er ist Musiker, Maurer oder Künstler. Sondern: Es muss ähm ne gewisse Stetigkeit haben. Es muss eine gewisse Wiederholung haben. Es muss eine gewisse Professionalisierung mit sich bringen.
  • Das wäre meine nächste Frage gewesen. Also… Also du setzt äh, du setzt Be… ne du setzt das Wort Musiker oder das Wort Künstler nicht automatisch ähm mit ähm mit Beruf [kurze Pause] gleich. Also. WEISST DU. Weil du nämlich gerade gesagt hast, ähm … ähm er muss es stetig machen. Er muss halt er muss es wiederholen. Die Gedanken. Immer wieder. Also fortführen. So.
  • Es kommt drauf an, wie man…
  • Oder?
  • Nein, es kommt darauf an, wie man jetzt Beruf, vielleicht steckt auch Berufung drinne, vielleicht steckt da auch sowas drinnen wie Begabung…
  • Mhm.
  • … also ob man Beruf jetzt immer so als Einkunftsquelle… als ob man diesen Begriff schon vordefiniert im Kopf hat…
  • [unterbricht] Rechtlich ja.
  • Und äh… JA, aber…
  • Bei Wikipedia.
  • Vielleicht müssen wir ja gar nicht rechtlich äh äh ähm…
  • Du bist doch aber nen Krankenkassentyp.
  • Ich bin gar kein Krankenkassen… [lautes Lachen]
  • Kraaaankenkassentyp!
  • Äh ähm.
  • Streichen.
  • Also ich bin Rechtswissenschaftler. Wenn du einen Begriff suchst.
  • Rechtswissenschaftler
  • Was heißt Rechtswissenschaftler. Was isn da… definiere das mal ganz kurz. In einem Satz. Was das heißt. Rechtswissenschaftler zu sein. [33:10]